Britische Werbeaufsicht verbietet irreführende Anzeigen für Gesichtsmasken.

TV-Werbung im Fernseher 150Corona-Virus: Die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA hat einige Online-Anzeigen untersagt, in denen Anbieter alarmierend unter Bezug auf das neuartige Corona-Virus für Gesichtsmasken geworben haben. In den Anzeigen war unter anderen von "Panik" und "beängstigender Zeit" die Rede. Die Anbieter forderten Nutzer zudem auf, zu kaufen, solange noch Masken verfügbar seien.
theguardian.com

Zahl des Tages: “The Sun” macht 2019 rund 68 Mio Pfund Verlust.

The SunZahl des Tages: Rund 68 Mio Pfund Verlust hat die britische Boulevardzeitung "The Sun" im vergangenen Jahr gemacht. Laut Verlag liegt das vor allem an rückläufigen Erlösen der Printausgabe. Der Einzelverkauf ist 2019 um 8 % eingebrochen, auf 1,38 Mio täglich. Die Gerichtsverfahren um abgehörte Voicemail-Nachrichten hätten dem Blatt finanziell geschadet.
sueddeutsche.de

Prominente demonstrieren gegen die Auslieferung von Julian Assange.

Wikileaks: Vor der Anhörung von Julian Assange am Montag, haben am Samstag Prominente in London gegen die mögliche Auslieferung des Australiers an die USA demonstriert. Zu den Unterstützern zählen u.a. Roger Waters von der Band Pink Floyd, der griechische Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis und Modedesignerin Vivienne Westwood, die Assange als "Engel der Demokratie" bezeichnet.
rnd.de

Meinung: UK-Ausstieg von N26 ist eine Kosten-Nutzen-Analyse.

N26: Der regulatorische Aufwand für eine neue Lizenz sowie Änderungen an der britischen App-Version nach dem Brexit rechnen sich angesichts der Marktchancen in Großbritannien nicht, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der UK-Ausstieg sei "eine nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse". Die Ressourcen könne die Bank künftig in der übrigen EU und den USA nutzen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Brexit wird zum DSGVO-Exit.

Brexit betrifft auch den Datenschutz: Großbritannien will – von den Regeln der EU befreit – nicht alle DSGVO-Standards einhalten."Wir werden die volle souveräne Kontrolle über unsere Grenzen, über Immigration, Wettbewerb, Subventionsregeln, Auftragsvergabe und Datenschutz wiederherstellen“, sagt Premierminister Johnson. Wenn Großbritannien die DSGVO lockert, könnten die Daten der Briten schlechter geschützt sein als bisher.
t3n.de

Basta: Prinz Charles hebt ab.

Nichts hält mich am Boden: Prinz Charles diskutiert an der Uni Cambridge über die Klimakrise und Schadstoffe im Flugverkehr. An- und Abreise erledigt seine Hoheit per Helikopter. Das Königshaus lässt ausrichten, sobald es eine nachhaltigere Möglichkeit gebe, werde er sie nutzen – die Residenz in Highgrove ist immerhin ganze 125 Kilometer entfernt.
spiegel.de

Britische Zeitungen suchen online US-Leser, jetzt auch die “Sun”.

Brexpansion: Das britische Revolver-Blatt The Sun betreibt seit drei Wochen eine eigenes Newsportal für die USA. Rund ein Dutzend Mitarbeiter recherchiert im Büro in Manhattan eigene Artikel und bereitet Geschichten für das US-Publikum auf. Mit 26 Mio Unique Usern im Monat auf der britische Website sind die USA für die "Sun" der größte Lesermarkt außerhalb Großbritanniens. Auch die Daily Mail und der Guardian bespielen eigene US-Portale.
horizont.at

BBC will künftig 450 Stellen einsparen.

BBC baut im Zuge eines Sparprogramms künftig 450 Stellen in der Nachrichtensparte ab. Insgesamt will der Rundfunksender umgerechnet bis zu 95 Mio Euro einsparen, um "auf veränderte Nutzergewohnheiten" zu reagieren. Ob Personal gekündigt wird oder Stellen nicht neu besetzt werden, ist derzeit offen. Aktuell arbeiten weltweit 6.000 Menschen für BBC News.
handelsblatt.com

Großbritannien erlaubt Huawei-Beteiligung am 5G-Netz.

Huawei darf sich in Großbritannien am Aufbau des 5G-Netzes beteiligen, wenn auch mit Auflagen. Der Nationale Sicherheitsrat hat entschieden, Anbieter, die als risikobehaftet gelten, lediglich von Kernbereichen des Netzes auszuschließen. Unkritischere Infrastruktur wie Antennen oder Basis-Stationen dürfen sie bauen. Die USA sehen Huawei als verlängerten Arm der chinesischen Regierung, Trump hat den Briten bereits gedroht, den Austausch von Geheimdienstdaten zu beschränken.
sueddeutsche.de

Basta: Briten streiten sich um ein Komma bei der Brexit-Münze.

Komma klar! Am Wochenende hat die britische Regierung eine Sondermünze zum EU-Austritt vorgestellt. Auf der 50-Penny-Münze steht "Peace, prosperity and friendship with all nations". Das bringt nun Autor Philip Pullman auf die Palme, da er den strengen Oxford-Regeln folgend auch nach prosperity ein Komma sehen will. Hoffentlich muss der Brexit nun nicht bis zur Lösung dieser Frage erneut verschoben werden.
bild.de

Basta: Britische Steuerbehörde macht unfreiwillig PR für Videospiele.

Mehr Games vom Netto: Ein britischer Verband, der Verschwendung von Steuergeld anprangert, will vom Parlament wissen, warum Rockstar Games knapp 45 Mio Euro Steuern erlassen werden. Die Befreiung beruht auf Fördermitteln für das neue Grand Theft Auto-Videospiel, antwortet die Steuerbehörde und leakt damit unfreiwillig das bisher geheime Projekt. Game-over für das Steuergeheimnis.
oe24.at

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Guckloch-Strategie: 2017 musste der "Daily Telegraph", nun zweitauflagenstärkste Zeitung im Vereinigten Königreich, die Krone an die "Times of London" abgeben. Doch man gibt sich optimistisch. Nicht zuletzt dank eines anhaltenden Digitalwachstums, das man mit einem vielleicht nicht ganz neuem, aber wirksamen Erfolgsrezept erklärt: editorial.media

Prinz Harry und Meghan drohen Boulevardzeitungen nach Paparazzi-Fotos.

Boulevardpresse: Prinz Harry und seine Frau Meghan wollen erneut rechtlich gegen die "The Sun" und "Daily Mail" vorgehen, melden "The Guardian" und "Sky News". Die Boulevardzeitungen hatten private Aufnahmen von Meghan und ihrem Sohn veröffentlicht. Die Fotos seien ohne Meghans Wissen aufgenommen worden sein, kritisieren die royalen Anwälte.
theguardian.com, news.sky.com, faz.net

BBC-Chef Tony Hall tritt zurück.

BBC: Generaldirektor Tony Hall, 68, kündigt an, im Sommer nach sieben Jahren an der Spitze abzutreten. Einen Nachfolger gibt es noch nicht, BBC-Vorstandschef David Clementi soll die Suche in den kommenden Wochen beginnen. Hinter Halls Abtritt stecken vermutlich strategische Erwägungen. 2022 überprüfen die Briten ihren Rundfunkstaatsvertrag, 2027 handeln sie einen neuen aus. Hall wünscht, dass die BBC zu beiden Terminen dieselbe Leitung hat, um eine bessere Verhandlungsposition zu besitzen.
spiegel.de

Buchversand wird bei ungeordnetem Brexit sehr zeitaufwendig, schreibt Dan Conway.

Deutsche Verleger haben vom Brexit während der elfmonatigen "Übergangszeit" bis Dezember 2020 wenig zu fürchten, analysiert Dan Conway von der Publishers Association. Wenn die EU und Großbritannien kein Freihandelsabkommen zustande bekommen, würde der Versand von Büchern über den Kanal allerdings "sehr zeitaufwendig", UK-Distributor wären dann Importeure und die Bereitstellung persönlicher Daten würde "deutlich komplizierter".
boersenblatt.net

Großbritannien: Bob Cohn wird Chef der Economist Group.

Großbritannien: The Economist Group ernennt Bob Cohn zum Geschäftsführer. Er leitet das Magazingeschäft und soll die Abozahlen ausbauen, Digitalangebote entwickeln und
neue Geschäftsfelder in Nordamerika finden. Auf den nordamerikanischen Markt entfallen 55 % der Print- und Digitalabos des "Economist", für die US-Wahl will die Zeitschrift neue Angebote entwickeln. Cohn arbeitet von New York und Washington aus. Er kommt von "The Atlantic".
press.economist.com

Annette Thomas wird Chefin der Guardian Media Group.

Guardian Media Group holt Annette Thomas als neue Chefin. Die ehemalige "Nature"-Journalistin kommt von Web of Science und folgt auf David Pemsel, der das Medienhaus Richtung Premier League verlassen hatte, seinen Posten bei der englischen Fußball-Liga nach Missbrauchsvorwürfen nicht angetreten hat. Zur Guardian Media Group gehört neben dem namensgebenden "Guardian" unter anderem auch "The Observer".
theguardian.com, meedia.de, turi2.de (Background)

Basta: Harry und Meghan entledigen sich ihrer königlichen Pflichten.

Royaler Brexit: Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen nicht mehr zum engeren Kreis der britischen Königsfamilie gehören. Sie kümmern sich lieber um eigene Charity-Projekte, wollen zeitweise in Nordamerika leben und finanziell unabhängig werden. Sollte das auch mit Gelegenheitsjobs als Blau-Blutspender oder Darsteller historischer Figuren nicht klappen, gibt es notfalls auch im britischen TV ein Dschungelcamp.
instagram.com, sueddeutsche.de, bbc.com, theguardian.com

Seltene Updates: E-Paper von Murdochs “Times” ist steuerrechtlich zeitungsähnlich.

News UK, britischer Murdoch-Verlag, könnte künftig Mio Pfund an Mehrwertsteuer sparen bzw. zurückbekommen. Auf Digital-Publikationen fallen 20 % Mehrwertsteuer an, während Print-Zeitungen davon befreit sind. Das oberste Steuer­gericht hat nun festgestellt, dass die Online-Ausgaben von "Times" und "Sunday Times" ihrem Charakter nach gedruckten Zeitungen ähnlich sind. Die Begründung: Sie werden nur viermal am Tag aktualisiert.
theguardian.com

Basta: Es geht um die Wurst.

Hat (kein) Schwein gehabt: In Großbritannien gibt ein Gericht einem Veganer recht, der sich durch seine Kündigung diskriminiert fühlt, und erklärt Veganismus zu einem "philosophischen oder religiösen Glauben". Das beklagte Unternehmen hält gegen, es habe den Ex-Mitarbeiter wegen seines Fehlverhaltens gefeuert – ist gegen den Gemüse-Apostel aber machtlos.
spiegel.de

Boris Johnson will Gebührenverweigerer nicht mehr bestrafen.

BBC-Logo-150x150Großbritannien: Premierminister Boris Johnson schießt weiter gegen die BBC. Er überlege, die Nichtzahlung der Rundfunkgebühren zu entkriminalisieren, berichten "Guardian" und "Mail on Sunday". Jährlich werden rund 180.000 Gebührenverweigerer angeklagt, 150.000 verurteilt. Minister von Johnsons konservativer Regierungspartei boykottierten am Sonntag wegen der angeblichen Anti-Tory-Haltung der BBC die Morgensendung von Radio 4.
derstandard.at, theguardian.com, dailymail.co.uk, turi2.de (Background)

Basta: Queen Elisabeth II sucht per Stellenanzeige einen Social-Media-Chef.

Twittern im Namen Ihrer Majestät: Queen Elisabeth II, 93, sucht einen Social-Media-Chef in einer 37,5-Stundenwoche - Lunch inklusive. Das Königshaus wolle "neue Wege" gehen, um die Präsenz der Queen "auf der Weltbühne zu erhalten", heißt es in der Stellenanzeige. Über die drohende mediale Bedeutungslosigkeit nach dem Brexit scheint die Queen not amused.
bild.de

Boris Johnson stellt Gebühren-Finanzierung der BBC infrage.

BBC-Logo-150x150Großbritannien: Premierminister Boris Johnson stellt die Gebühren-Finanzierung der BBC zur Debatte. Bei einem Wahlkampf-Auftritt sagt Johnson, er habe derzeit zwar keine Pläne, die Rundfunkgebühren komplett abzuschaffen, es sei aber fraglich, wie lange ein System noch zu rechtfertigen ist, bei dem jeder bezahlen muss.
theguardian.com via digitalfernsehen.de

Sky baut nahe London europäisches Produktionszentrum auf 13 Hektar Fläche.

Sky will 2022 ein neues europäisches Produktionszentrum mit 2.000 Arbeitsplätzen eröffnen und hat dafür nördlich von London ein 13 Hektar großes Grundstück gekauft. Der Pay-TV-Sender investiert nach eigenen Angaben in den ersten fünf Jahren nach der Eröffnung 3,5 Mrd Euro in TV- und Filmproduktionen. In den Studios soll auch NBC Universal produzieren.
wuv.de, theguardian.com

Bild des Tages: Polizei riegelt Londoner Innenstadt nach Messerangriff ab.


Schlechte Zeiten: Ein vermummter und mit einem Maschinengewehr bewaffneter Polizist geht an einem Zeitungskiosk in der Londoner Innenstadt vorbei. Nach einem Messerangriff auf der London Bridge hat die Polizei den Angreifer erschossen. Er trug einen Sprengstoffgürtel, der sich jedoch als Attrappe herausstellte. (Foto: Dominic Lipinski / AP Photo / Picture Alliance)

Britische Zeitungen: Verlag der “Daily Mail” kauft “i”.

DMGT, die Holding der "Daily Mail", kauft die Kompaktzeitung "i" inklusive der Digitalausgabe für knapp 50 Mio Pfund. Verkäufer Johnston Press macht Plus, der Verlag hatte die einstige Kompaktausgabe des "Independent" 2016 für die Hälfte von Evgeny Lebedev gekauft. Die britischen Kartellis müssen noch prüfen. Mark Sweney, der Medienbusiness-Korrespondent des "Guardian", hält Kürzungen bei der Redaktion für unwahrscheinlich, die DGMT-Chefetage beteuert, die unabhängige politische Linie der "i" nihct beeinflussen zu wollen.
theguardian.com

Basta: Channel 4 ersetzt Boris Johnson in TV-Klima-Debatte durch Eis-Skulptur.

Eisige Debatte: Der britische Channel 4 ersetzt Premierminister Boris Johnson und Nigel Farage, Chef der Brexit-Partei, in einer TV-Diskussion zum Klimawandel durch Eis-Skulpturen. Beide hatten ihre Teilnahme an der Debatte verweigert. Johnsons Parteifreunde sehen seine Ehre dahinschmelzen - aus Reihen der Konservativen kommt die Drohung, im Falle eines Wahlsieges die Aufgaben von Channel 4 einmal genau zu überprüfen.
buzzfeed.com, sueddeutsche.de

Uber verliert Lizenz in London.

Uber muss seine Fahrtdienste in London einstellen, beschließt die zuständige Nahverkehrsbehörde TfL. Sie werde die Lizenz nicht verlängern, nachdem Uber zuletzt mehrfach mit Verstößen, die die Sicherheit der Passagiere gefährdet hätten, aufgefallen sei. London ist der größte europäische Markt für Uber. Nach eigenen Angaben nutzen in der britischen Stadt 3,5 Mio Menschen die App, 40.000 Fahrer arbeiten hier für Uber.
manager-magazin.de

Greta Thunberg wird für einen Tag BBC-Chefredakteurin.

BBC macht Umweltaktivistin Greta Thunberg (Foto) einen Tag zur Chefredakteurin der Morgensendung bei Radio 4. Thunberg plane Berichte aus der Antarktis und Sambia sowie ein Interview mit Mark Carney, dem Chef der britischen Notenbank. Weitere Chefredakteure zwischen dem 26. Dezember und Silvester sind der Künstler Grayson Perry, Rapper "George The Poet", der Journalist und BBC-Kritiker Charles Moore sowie die Präsidentin des Obersten Gerichtshofes Großbritanniens, Brenda Hale.
faz.net

BBC will Kinder-Nachrichten öfter digital, seltener linear ausstrahlen.

BBC-Logo-150x150BBC beantragt bei der Medienaufsicht Ofcom, seine Kinder-Nachrichtensendung Newsround seltener linear und doppelt so oft wie bisher online zu zeigen. Bisher strahlt der Sender täglich drei "Newsround"-Sendungen im TV aus, künftig will die BBC nur noch eine zeigen. Die Nutzerzahlen sprechen dafür, die Nachrichten zum "Digital-first-Angebot" umzuwandeln.
wuv.de

Roula Khalaf wird Chefredakteurin der “Financial Times”.

Großbritannien: Roula Khalaf rückt an die Spitze der "Financial Times", als erste Frau in der Verlagsgeschichte. Sie arbeitet seit 24 Jahren für die Wirtschaftszeitung, zuletzt als Vize. Der bisherige Chefredakteur Lionel Barber ist seit 35 Jahren bei der "Financial Times", die vergangenen 14 als Chef. Lionel hat die Zeitung u.a. 2015 durch den Besitzerwechsel geführt, das japanische Medienunternehmen Nikkei übernahm sie von der britischen Mediengruppe Pearson.
spiegel.de

Die Deutsche Bahn will ihre britischen Tochter Arriva doch nicht verkaufen.

Deutsche Bahn legt den geplanten Verkauf ihrer britischen Tochter Arriva zunächst auf Eis, berichtet die dpa. Die erwarteten Erlöse von rund bis zu 4 Mrd Euro abzüglich rund 1 Mrd Euro für die Tilgung von Schulen lägen weit unter dem Buchwert des Unternehmens. Ursprünglich sollte der Verkauf 2019 über die Bühne gehen. Zuletzt hieß es, der Verkauf verzögere sich, unter anderem wegen des Brexits.
tagesschau.de, turi2.de (Background)