Chef der Pressedatenbank von Gruner + Jahr wechselt zu news aktuell.

news aktuell holt Conrad Leilich als Leiter für Software-Entwicklung und Produkt-Management. Der Wirtschaftsinformatiker verantwortete bisher die Pressedatenbank beim "stern", die Gruner + Jahr zum Ende des Jahres einstellt, um Geld zu sparen. Bei der dpa-Tochter soll Leilich Software-Entwicklung und Produkt-Management enger miteinander verzahnen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Liz Mohn macht Sohn Christoph zum Familiensprecher der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft.


Generationenwechsel: Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn übergibt zu ihrem 80. Geburtstag am 21. Juni das Amt des Familiens­prechers der Bertelsmann Verwaltungs­gesellschaft (BVG) an ihren Sohn Christoph Mohn. Der 55-Jährige ist bereits Teil des Gremiums und bleibt zudem Aufsichts­ratschef von Bertelsmann. Nach dem Tod von Reinhard Mohn 2009 hieß es zunächst, dass seine Kinder Christoph und Brigitte Mohn gleiche Chancen auf seine Nachfolge haben. Die Entscheidung für Christoph habe sich jedoch abgezeichnet, seine Jahre als Aufsichtsratschef hätten als bestandene "Probezeit" gegolten, schreibt der "Spiegel".

Mohn hat in seiner Zeit als Aufsichtsratschef mit dem Führungsstil seines Vaters gebrochen, der auf die Unabhängigkeit der Einzelun­ternehmen gesetzt hatte. Mohn sagt dem "Spiegel", es sei "unter einem Konzerndach leichter zu erkennen", welche Geschäftsmodelle sich überlebt haben und spricht sich gegen emotionale Entscheidungen aus. Den ebenfalls im Gespräch gefallenen Satz "man kann alles machen, aber überraschungs­frei muss es sein", beschreibt das Magazin als sein "Lebensmotto und Devise des Konzerns".

Liz Mohn ist auch nach der Staffel­übergabe Teil der BVG und des Aufsichtsrats sowie Ehrenmitglied im Kuratorium der Stiftung. 1999 hatte Reinhard Mohn die BVG sowie das Amt des Familiensprechers ins Leben gerufen, um den Einfluss der Familie auf den Konzern zu sichern. Das Gremium hält alle Stimmrechte und besteht aus drei Familien­mitgliedern und drei externen Kräften. Als Familiensprecher hat Christoph Mohn bei Stimmausgleich ein Vetorecht. Liz Mohn hat das Amt seit 2002 inne.
bertelsmann.de, spiegel.de (Paid), handelsblatt.com (Paid)

“Brigitte” interviewt Kanzlerkandidatinnen bei Live-Veranstaltungen.

Wahlkampf on Air: "Brigitte"-Chefredakteurin Brigitte Huber (Foto) und die Ressortleitung Zeitgeschehen Meike Dinklage interviewen im Juli bei Brigitte Live die Spitzenkandidatinnen der Bundestagswahl. Am 1. Juli macht Annalena Baerbock den Anfang, am 7. Juli folgt Armin Laschet und Olaf Scholz beschließt die Reihe am 28. Juli. Die Veranstaltungen sind kostenlos auf der Website abrufbar und sollen politische wie persönliche Themen umfassen.
presseportal.de

“11Freunde” machen ihr Bezahl-Angebot zum Club.

11Freunde, Fußballmagazin von Gruner + Jahr, stellen ihr Bezahl-Angebot um und eröffnen den digitalen 11Freunde-Club. Chefredakteur Philipp Köster will einen Ort schaffen, den die Leserinnen "gerne besuchen". Mitglieder erhalten Zugang zum Archiv, aktuelle Reportagen und Interviews sowie Podcasts und Events. Abonnentinnen des gedruckten Magazins haben freien Eintritt, die rein digitale Mitgliedschaft kostet 4,99 Euro im Monat.
11freunde.de, aboshop.11freunde.de

“stern” widmet Frauen und Gleichstellung eine Themenwoche und äußert Selbstkritik.

#DasGleichebitte: Der "stern" widmet seine jüngste Ausgabe dem Thema "Frauen und Gleichberechtigung". Für Chefredakteur Florian Gless auch ein Anlass zur Selbstkritik. Beim Blick auf frühere Cover mit nackten oder leicht bekleideten Frauen schreibt Gless "Ich weiß nicht, ob ich lachen oder mich schämen soll" und räumt ein: Als Zehnjähriger habe er den "stern" immer "ausgesprochen interessant" gefunden. "Wo sonst als auf dem neuen 'stern' bekamen wir mal einen nackten Busen zu sehen, den wir uns einen Tick länger anschauen konnten?" Erst die "Sexismus"-Klage von Alice Schwarzer, Inge Meysel und anderen Frauen 1978 habe zu einem Umdenken geführt und den Anstoß gegeben, "dieses bis dahin selbstverständliche Denken erstmals kritisch zu hinterfragen". Als er zusammen mit Anna-Beeke Gretemeier die Chefredaktion übernommen hat, sei von Anfang an klar gewesen: "Nackte Frauen auf dem Titel wird es mit uns nicht geben."

Anlass des Themenschwerpunkts ist das vor 50 Jahren erschienene Cover des Magazins mit dem Titel Wir haben abgetrieben. 15 Frauen, darunter Ärztin Kristina Hänel und Journalistin Alice Schwarzer erzählen ihre Geschichten. "50 Jahre später hat sich nichts Entscheidendes verändert", sagt Schwarzer und rät Frauen, "jeden Tag neu" für ihre Rechte einzustehen. Auf einer Themenseite bündelt die Edaktion Artikel und Videos. "Es ist noch so viel zu tun", bilanziert Helen Bömelburg, Ressortleiterin für Politik und Wirtschaft, in ihrem Kommentar und nennt ungleiche Bezahlung als Beispiel. Auch die Pandemie habe die Ungleichhheit verschärft, vor allem für berufstätige Mütter.
stern.de, guj.de, "stern" 23/2021, S. 16 (Paid), rtl.de, audionow.de (16-Min-Podcast)

Zeitschriften: Gruner + Jahr stößt Frankreich-Geschäft ab.

Au revoir: Gruner + Jahr verkauft seine französische Magazin-Tochter Prisma Media an Vivendi. Zum Prisma-Portfolio gehören u.a. "Femme Actuelle" und "Geo". Die Höhe des Kaufpreises ist nicht öffentlich, Gregory Lipinski hatte unter Berufung auf Branchen­expertinnen zuletzt einen Wert um die 300 Mio Euro genannt. Mit dem Deal wechseln 1.200 Mitarbeiterinnen den Arbeitgeber.
standard.at, turi2.de (Background)

Wolfgang Michal spricht von einem “beispiellosen Absturz” des Verlags Gruner + Jahr.

Abrechnung: Wolfgang Michal, zwischen 1988 und 1999 "Geo"-Redakteur, attestiert Gruner + Jahr im "Freitag" einen "beispiellosen Absturz". Gründe dafür macht er in der Vergangenheit wie der Gegenwart aus – von den gefälschten Hitler-Tagebüchern bis zur kürzlich erfolgten Absage des Neubaus in der Hafencity. Er fürchtet, dass RTL im Herbst G+J "übernehmen, inhaltlich ausschlachten und schließlich liquidieren" könnte. Ex-Chefin Julia Jäkel habe es "nicht an englischen Manager-Floskeln, aber an zündenden Geschäftsideen und journalistischem Ethos" gefehlt. Sie sei nicht aus eigenen Stücken gegangen, sondern wie ihre Vorgänger an der Ungeduld von Bertelsmann gescheitert.
freitag.de via bildblog.de

Soheil Dastyari meldet sich mit dem Buch “Fellowship” zurück.

Lesezeichen: Soheil Dastyari, von 2016 bis 2020 Chef von Gruner + Jahrs Content-Tochter Territory, markiert sein Territorium nun auf dem Buchmarkt, schreibt Clap. Der Campus-Verlag kündigt Dastyari als Autor des Buches "Fellowship" an. Laut Verlagsankündigung soll es die neuen digitalen "Spielregeln der Unternehmens- und Markenführung" anhand des Fellowship-Prinzips thematisieren und am 18. August erscheinen.
clap-club.de, campus.de

turi2 edition #14: Wie geht Journalismus im Schöne-Bilder-Paradies Pinterest, Andrea Fischer?

Lese-Tipp: Pinterest schafft einen weiteren, visuell geprägten Einstiegspunkt für journalistische Inhalte, schreibt Andrea Fischer, Geschäftsführerin und Co-Redaktionsleiterin bei G+J Living Digital, in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #14. In der Bilderflut der Plattform könnten Medienmarken mit verlässlichen und gut recherchierten Informationen herausstechen und zusätzliche Reichweite generieren.
issue.com (kostenloses E-Paper), turi2.de (künftige E-Paper bestellen)

G+J holt Julia Prosinger, Hannah Schwär und Benedikt Becker ins Hauptstadtbüro.

Neues Trio: Gruner + Jahr holt Julia Prosinger, 35, Hannah Schwär, 28, und Benedikt Becker, 31, in das Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk". Prosinger koordiniert als leitende Redakteurin die Themenplanung und große Geschichten, sie kommt vom "Tagesspiegel". Schwär kommt vom "Business Insider", Becker von der "Wirtschaftswoche". Im Herbst will G+J weitere Stellen im Hauptstadtbüro für den Ausbau von digitalen Produkten schaffen.
kress.de

“Geo” produziert Corporate-Zeitschrift für Otto Group.


Grüner Grenzgänger: Das G+J-Magazin "Geo" liefert nun auch Auftrags-Kommunikation. Gemeinsam mit der Otto Group legt "Geo"-Chefredakteur Jens Schröder (Foto) das Heft Now vor. Thema des 108-Seiten-Magazins sind die Nachhaltigkeits-Bemühungen des Hamburger Handelsriesen, Zielgruppe sind Multiplikatorinnen aus Medien, Politik und Gesellschaft – und Otto-Beschäftigte. Das Heft kommt mit 100.000 Auflage, 20.000 davon in englischer Sprache. Eine Verletzung der Trennung zwischen Redaktion und Werbung sieht Schröder, der presserechtlich verantwortlich ist, im "Horizont"-Interview nicht. Er betont den journalistischen Anspruch, "alle Facetten einer Geschichte ausgewogen darzustellen". Laut Verlag habe nicht die Magazin-Redaktion das Heft produziert, sondern "erfahrene Journalisten aus dem Umfeld von 'Geo'".

Als Herausgeber von "Now" agiert die Otto Group mit Kommunikationschef Thomas Voigt als Verantwortlichem. "'Geo' als einer von mehreren möglichen Partnern hat uns mit einem anspruchsvollen und kritischen journalistischen Konzept überzeugt", sagt Voigt. In dem Magazin gehe es nicht darum, "auf Hochglanzpapier die Schokoladenseiten des eigenen Tuns abzufeiern", man habe sich "bewusst für den Weg einer kritischen Berichterstattung entschieden".

Demnächst könnten ähnliche Projekte erscheinen - Jens Schröder spricht in "Horizont" von Gesprächen mit einigen Unternehmen: "Wir suchen nach Partnern, die ebenso wie wir den Schutz unserer Welt vorantreiben wollen." "Horizont"-Autor Roland Pimpl fühlt sich an den aktivistischen Kurs des "stern" erinnert und mutmaßt, dass künftig womöglich auch das Flaggschiff von Gruner + Jahr seine Marke für Corporate Publishing hergeben könnte. Der Bertelsmann-Vermarkter Ad Alliance und G+Js CP-Tochter Territory haben nach Verlagsangaben in der Kooperation zwischen "Geo" und Otto keine Aktien.
horizont.net (Paid), ottogroup.com (E-Paper/Download), ottogroup.com (Pressemitteilung)

Gruner + Jahr stoppt Neubau und sucht neuen Standort in Hamburg.


Gruner am Gleis: Peter Turi und die damalige G+J-Chefin Julia Jäkel begehen im Herbst 2018 den Baugrund zwischen Bahnstrecke und "Spiegel"-Haus. (Foto: Johannes Arlt für turi2)

Planänderung: Gruner + Jahr beerdigt sein ehrgeiziges Neubauprojekt in Hamburg. "Das Bauprojekt am Lohsepark lag bereits mehr als drei Jahre hinter dem Zeitplan, wir können und möchten hier nun nicht länger warten", lässt sich Geschäftsführer Oliver Radtke in der Pressemitteilung zitieren. Der Verlag suche nun – gemeinsam mit der Stadt Hamburg – einen neuen Standort in der Hansestadt. Nach dem ursprünglichen Zeitplan wollte der Verlag bereits in diesem Sommer das neue Gebäude beziehen. Auf dem Weg ist es aber zu Verzögerungen gekommen, zuletzt war eine seltene Falterart auf der Brachfläche entdeckt worden. Nun setzt Gruner + Jahr auf eine neue, womöglich bereits vorhandene Immobilie.

Für die Suche gebe es keine Zeitplan, sagt eine Verlagssprecherin zu turi2. Der Verlag will auch nach Corona die Gleichwertigkeit von Home Office und Büro aufrecht erhalten, dadurch ergeben sich neue Anforderungen an die Immobilie. In seiner Mitteilung spricht sich der Verlag deutlich für den Standort Hamburg aus: "Die Hansestadt mit ihren attraktiven Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen bleibt auch in Zukunft die Heimat für den Verlag und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Oliver Radtke äußert sich "sehr zuversichtlich, dass wir eine andere passende Immobilie in Hamburg finden".
turi2 – eigene Infos, horizont.net, meedia.de, turi2.tv (3-Min-Video, Gruner + Jahr stellt Neubauprojekt vor)

Aus dem Archiv von turi2.tv (9/2018): Gruner + Jahr stellt ehrgeizige Neubaupläne am Standort Hamburg vor.



Mitarbeit: Markus Trantow

Meedia: Fusion von Gruner + Jahr und RTL wird wahrscheinlicher.

Gesprächsbereit: Die Fusion zwischen Gruner + Jahr und RTL wird wahrscheinlicher, schreibt Gregory Lipinski und zitiert eine interne Ankündigung von Verlags-Chef Stephan Schäfer, der die Mitarbeiterinnen "über zentrale Fragen des Vorhabens mit RTL" informieren will. Schäfer wird am Mittwoch "für einen Zusammenschluss trommeln", vermutet Lipinski. Seit einigen Wochen laufen unter dem Namen "Discovery" intern Analysen von Führungskräften beider Seiten, die über die Zukunft von G+J entscheiden könnten. Das Beratungsunternehmen McKinsey wägt mit den Vorgesetzten die Optionen ab.

Wie die Fusion im Detail aussehen könnte, ist noch unklar. Intern seien Gerüchte im Umlauf, "wonach eine oder mehrere Gesellschaften gegründet werden könnten". G+J räumt auf Meedia-Anfrage ein, in einer engeren Zusammenarbeit mit RTL "große Chancen" zu sehen. "Brigitte"-Chefredakteurin Brigitte Huber und "stern"-Chefredakteur Florian Gless hatten im Namen aller G+J-Chefredakteurinnen einen Leserbrief an die "Süddeutsche Zeitung" geschrieben. Darin widersprachen sie einem Artikel von Casper Busse , der schrieb, dass es eine "große Überraschung" sei, wenn es "nicht zum Zusammengehen kommen würde". Huber und Gless bezeichneten Busses Aussagen als "unwiderlegbare Endzeitstimmen".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Chefredakteurinnen von Gruner + Jahr schreiben Leserbrief an die “Süddeutsche Zeitung”.

Gruner + Jahr: Brigitte Huber und Florian Gless widersprechen per Leserbrief einem Beitrag von Caspar Busse in der "Süddeutschen Zeitung". Der Vorwurf: Sein Text Das Ende einer Ära sei eine "Ansammlung unüber­prüfbarer und damit unwider­legbarer Endzeit­stimmen". Im Namen aller Chef­redakteurinnen von G+J schreiben Huber und Gless: "Hätte die 'SZ' bei uns nachgefragt, hätten wir nicht nur widersprochen - wir hätten ein gänzlich anderes Bild vermittelt". Sie nähmen eine "spürbare Aufbruch­stimmung" im Verlag wahr.
zeitung.sueddeutsche.de (Paid), twitter.com/matthiasdan (Screenshot des Leserbriefs)

“Heute wichtig”: Erste Ausgabe des Morgen-Podcasts von “stern” und RTL ist online.

Heute wichtig, der gemeinsame Morgen-Podcast von "stern" und RTL ist heute gestartet und kommt fortan werktags um 6.00 Uhr. Hinter dem Podcast steht ein crossmediales Team beider Medien­häuser, Michel Abdollahi moderiert die jeweils rund 25-minütigen Folgen. Zum Auftakt spricht er u.a. mit einer Intensiv­pflegerin über "Alles dicht machen" und ihre tägliche Arbeit auf einer Covid-Intensiv­station
dwdl.de, presseportal.de, stern.de, rtl.de (Interview Abdollahi), audionow.de (21-Min-Audio), turi2.de (Background)

“Wiwo”: RTL will bis Herbst 2 Mio Streaming-Abos erreichen und Angebote bündeln.


Reichart resümiert: RTL kommt im Abo-Wettkampf der Streamingdienste schneller voran als erwartet, sagt Bernd Reichart, 47, Chef der Mediengruppe RTL Deutschland, im "Wirtschaftswoche"-Interview. Das Wachstum bei TV Now habe sich im Vergleich zum Vorjahr in den ersten drei Monaten 2021 vervierfacht. Bis zum Herbst soll der Streamingdienst die 2-Mio-Marke knacken. Die Wachstumsraten zeigen laut Reichart, dass die Deutschen Bezahlinhalten inzwischen zugetan sind – wenn die Abo-Modelle flexibel sind. Die Erlöse sollen dem Unternehmen helfen, unabhängiger vom Werbemarkt zu werden.

Reichert bestätigt im Interview, dass RTL an einer Bündelung verschiedener Bertelsmann-Angebote arbeitet: "Es könnte im Interesse der Nutzer sein, einzelne Mediengattungen enger zu verzahnen, daran arbeiten jeweils auch Amazon und Apple gerade." Zu einer möglichen Fusion mit Gruner + Jahr sagt Reichart, es liege nahe, "zu analysieren, ob die bisherigen Kooperationen das optimale Modell sind oder ob wir noch enger zusammenrücken, um Kräfte zu bündeln". Dieser "ergebnisoffene und kollegiale" Prozess soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Vorher wolle er "nicht über dessen Ausgang spekulieren".

Den Abgang von Dieter Bohlen kommentiert Reichert so: "'DSDS' hat auf hohem Niveau nach und nach Marktanteile verloren. Deshalb bekommt die Sendung ein neues Konzept und eine neue Jury." Insgesamt reagiere RTL "auf den gewachsenen Bedarf an Orientierung und Einordnung" und setze "auf positive Unterhaltung, auf großes, innovatives Familienfernsehen".
wiwo.de (Paid), wiwo.de (Zusammenfassung), turi2.de (G+J-Betriebsrat lehnt Fusion ab), turi2.de (Abgang Bohlen)

Gruner + Jahr verkauft Prisma Media wohl Anfang Juni.

Prisma Media: Gruner + Jahr wird den Verkauf seiner französischen Magazin-Tochter an Vivendi Anfang Juni abschließen, schreibt Gregory Lipinski. Im Geschäftsjahr 2020 hat Prisma einen Umsatz von 271 Mio Euro erzielt und ein Ebitda von 45 Mio Euro erreicht, wie das französische Wirtschaftsmagazin "Strategies" berichtet. Verrechnet man diese Werte mit denen von Gruner + Jahr, kommt der Verlag in Deutschland 2020 nur auf einen operativen Gewinn von gut 80 Mio Euro. Das wären nur knapp 3 % des Gewinns von Bertelsmann, wie Lipinski vorrechnet.
meedia.de (Paid), strategies.fr (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Die Informationsoffensive bei RTL könnte auch mit Gruner + Jahr zusammen hängen.

Offensive als Vorbereitung: Der Schwenk zu mehr Informationsformaten bei RTL muss auch in Bezug auf die jüngsten Entwicklungen bei Gruner + Jahr gesetzt werden, sagt der Medienökonom Armin Rott. Er verweist auf die Überlegungen, RTL und Gruner + Jahr zusammenzulegen. Rott sieht die Entwicklung bei RTL daher skeptisch, "auch wenn dabei mehr Informationsangebot rauskommt". Die Frage sei nämlich, ob Bertelsmann nicht "in mittlerer und längerer Frist redaktionelle Kapazitäten eher zurückfährt, als sie aufzubauen".
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Gruner + Jahr startet digitales Bezahlangebot zur “Geo”.

Geo Verdieno: Geo bekommt ein digitales Bezahlangebot. Mit Geo Plus bietet Gruner + Jahr Zugriff auf Reportagen und Ratgebern sowie nur über ein Abo verfügbare Podcasts und ausgewählte Texte im Vorlesemodus. Abonnentinnen erhalten zudem Zugriff auf die Digital-Ausgabe des Magazins. Geo Plus soll auch ausgewählte Highlights der Ableger wie "Geo Epoche", "Geo Saison" und "Wohllebens Welt" beinhalten. Das Abo kostet monatlich 9,99 Euro. Alternativ können Nutzerinnen für 5,99 Euro einen Wochenpass kaufen oder für 99,99 Euro ein Jahres-Abo erhalten.

Carina Laudage, Digital-Geschäftsführerin bei Gruner + Jahr Medien sagt: "Wenn es in Deutschland eine Marke gibt, die im Wissenssegment die Chance hat, Plus-Abos aufzubauen, dann ist es 'Geo'. Der Launch von Geo Plus ist daher der nächste logische Schritt in unserer G+J weiten Plus-Strategie."
presseportal.de

Jan Böhmermann nimmt Klatschblätter auseinander.


Regenbogen-Schelte: Jan Böhmermann knöpft sich im "ZDF Magazin Royale" das Geschäft der Klatschzeitschriften und deren Verlage vor. Kern des Geschäftsmodells sei es, "ein Fitzelchen Wahrheit zur größtmöglichen Skandalschlagzeile aufblasen, sodass es gerade eben noch juristisch erlaubt ist". Besonders Burda, Bauer, Funke und Klambt bekommen ihr Fett weg. Nebenbei schießt Böhmermann aber auch gegen Gruner + Jahr und Springer, die bei der Verlags-Initiative Best4 miteinander kooperieren.

Namentlich genannt und zum Teil zitiert werden vor allem Burda-Vorstand Philipp Welte und sein Verleger Hubert Burda, Klambt-Verleger Lars Rose und Bauer-Verlegerin Yvonne Bauer. Daneben werden Stephan Schäfer von Gruner + Jahr und Jan Bayer von Springer erwähnt, sowie der bei Bauer bereits ausgeschiedene Jörg Hausendorf.

Die Vorwürfe gegen die Regenbogenblätter und die Fälle, die Böhmermann bespricht, sind zum größten Teil bekannt. Neu ist, dass Böhmermann den Spieß umdreht und am Samstag ein Klatschblatt über die Verlegerinnen an den Kiosk legt. Das "Freizeit Magazin Royale" kommt mit 32 Seiten und 500.000 Auflage und enthält "Qualitätstragödien, Schocknachrichten und Horror-Diagnosen" über die Zeitschriften-Macherinnen von Bauer, Burda, Funke, Klambt und Co. Die Titel-Zeile "Wie er mit Intrigen, Inzucht und Inkontinenz Millionen machte" über "Verleger-König" Hubert Burda gibt den Ton vor. In der Online-Ausgabe sind alle Fotos und Geschichten über die Verlegerinnen vorsorglich geschwärzt. Das Print-Heft lässt sich auch im Online-Shop bestellen.
youtube.com (18-Min-Video), uebermedien.de, br.de, shop.freizeitmagazinroyale.de, turi2.de (Background)

Werbemarkt hält Stephan Schäfers Kurs bei G+J für “konsequent und schlüssig”.

Gruner + Jahr: Der Werbemarkt bewertet den CEO-Wechsel des Verlags positiv, hört Roland Pimpl. Georg Berzbach, Media-Chef bei Dentsu, attestiert dem neuen Chef Stephan Schäfer "das Rüstzeug für den Spagat zwischen multiplen Interessen". Andrea Malgara, Managing Partner bei Mediaplus, glaubt, ein "höherer Fokus auf den Gewinn wird dem Unternehmen und auch dem Markenportfolio guttun". Bernhard Becker, Media-Einkaufschef bei Mindshare, hält die Annäherung an RTL für "konsequent und schlüssig".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

G+J-Betriebsrat lehnt Fusion mit RTL ab.


Nein, danke: Der Betriebsrat von Gruner + Jahr lehnt eine mögliche Fusion mit RTL ab, berichtet Gregory Lipinski. Man sei zwar "total offen für Zusammenarbeit mit dem Kollegium von RTL", eine Verschmelzung von Verlag und TV-Unternehmen hält der Betriebsrat aber für keine gute Idee. Ein derartiges Vorgehen koste "erfahrungsgemäß" Motivation und Geld und generiere kein Wachstum, argumentiert Frank Donovitz, Vorsitzender des Gremiums.

Mitarbeiterinnen von Gruner + Jahr befürchten vor allem, dass durch eine Fusion viele Stellen wegfallen könnten, insbesondere beim "stern". Bertelsmann, zu dem beide Unternehmen gehören, lässt über einen Sprecher ausrichten, der Prozess sei noch "völlig offen".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

“stern” kommt gut durch das Corona-Jahr.

Zuwachs durch Konstanz: Der "stern" kann für das Corona-Jahr eine positive Bilanz ziehen. Eine Verlagssprecherin erklärt gegenüber "Meedia", dass das Ergebnis "bei stabilem Umsatz" um 7,5 % zugelegt hat. Digital könne die Marke "erneut ein Rekordjahr in Umsatz und Ergebnis" vorweisen. Zudem berichtet Gregory Lipinski, dass Ex-G+J-Chefin Julia Jäkel ihr Mandat im dpa-Aufsichtsrat weiter wahrnimmt und dem Medienkosmos somit teils erhalten bleibt.
meedia.de (Paid)

“Brigitte” und “Eltern” wollen Elternschaft ins Anti-Diskriminierungsgesetz aufnehmen lassen.

Gruner + Jahr positioniert sich mit seinen Zeitschriften "Brigitte" und "Eltern" gemeinsam mit der Initiative #proparents für mehr Gleichberechtigung für Eltern. Gemeinsam haben sie eine Petition gestartet, die fordert, Elternschaft ins Antidiskriminierungsgesetz aufzunehmen. Aktuell seien z.B. Kündigungen am ersten Tag nach der Elternzeit oder geringeres Gehalt beim Wiedereinstieg gesetzlich möglich, kritisieren die Initiatorinnen.
meedia.de, openpetition.de

“Spiegel”-Einschätzung: Julia Jäkels G+J-Abschied ist Vorbote einer Fusion mit RTL.

Heiratsvorboten? Der Abgang von Julia Jäkel ist ein "Einschnitt" für mögliche Fusionspläne von RTL und Gruner + Jahr, orakeln Isabell Hülsen, Anton Rainer und Alexander Kühn im "Spiegel". Sie halten die Vereinigung für "grundsätzlich entschieden", auch weil Ex-G+J-Boss Bernd Kundrun und Ex-G+J-Vorstand Rolf Schmidt-Holtz Ende April nicht erneut für den RTL-Aufsichtsrat kandidieren. Beide hätten "schon aus alter Verbundenheit" wohl gegen eine Fusion gestimmt. Die Stimmung bei RTL sei laut einer Führungskraft "gut heiter und gelöst", bei G+J herrsche eher Sorge vor.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Julia Jäkel verlässt Gruner + Jahr, Stephan Schäfer folgt.


Gruner + Jahr kriegt einen neuen Boss: Julia Jäkel, seit 2013 Chefin von Gruner + Jahr, verlässt den Verlag und Bertelsmann "freundschaftlich und auf eigenen Wunsch". Ihr folgt als neuer CEO von Gruner + Jahr Stephan Schäfer. Neben Schäfer bleibt Oliver Radtke als COO an Bord, die beiden bilden das verbliebene Führungsduo von Gruner + Jahr. Beide gehören seit 2013 der Geschäftsführung an. Schäfer bleibt zudem Geschäftsführer Inhalte & Marken der Mediengruppe RTL Deutschland. Er rückt außerdem für Jäkel in das sogenannte Group Management Committee von Bertelsmann. Bernd Reichart, CEO der Mediengruppe RTL Deutschland, übernimmt für Jäkel die Bertelsmann Content Alliance zusätzlich zu seinen bisherigen Funktionen. Arne Wolter, Digitalchef bei Gruner + Jahr, verlässt den Verlag ebenfalls.

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagt: "Ich bedauere die Entscheidung von Julia Jäkel, ihre Funktionen bei Gruner + Jahr und Bertelsmann niederzulegen. Sie hat G+J in den vergangenen Jahren von einem klassischen Zeitschriftenverlag in ein modernes, digitales Medienunternehmen transformiert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg mitgenommen." Julia Jäkel schreibt in einem auf Linked-in veröffentlichten Brief an die Mitarbeiterinnen: "Mein Schritt, G+J zu verlassen, ist eine ganz persönliche Lebensentscheidung. Das vergangene Jahr hat auch bei mir Gedanken darüber ausgelöst, was das Leben noch mit einem anstellen kann. Diesen Gedanken möchte ich nun mehr Raum geben." Sie verlasse das Unternehmen "voller Dankbarkeit".

Mit Schäfer an der Spitze wachsen RTL und Gruner + Jahr weiter zusammen. Vor rund einem Monat hat Bertelsmann-Boss Rabe im "Spiegel" bereits angekündigt, dass eine Fusion von Gruner + Jahr und RTL möglich sei. Darüber sei "noch nicht entschieden", Rabe hielt es auch für denkbar "nur einige Geschäftsbereiche zu vereinen".
guj.de, presseportal.de, linkedin.com, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Andrea Fischer ist der 600. turi2-Kopf.


Wir graturilieren: Andrea Fischer ist die 600. Meinungsmacherin, die wir im Club der turi2.de/koepfe willkommen heißen. Fischer ist seit 2016 Geschäftsführerin von Gruner + Jahr Living Digital. Seit Ende 2020 leitet die 35-Jährige gemeinsam mit Kollegin Christina Gath zudem die Redaktion der Living-Titel, zu denen u.a. "Schöner Wohnen", "Couch" und LivingatHome.de gehören. Fischer setzt dabei auf eine crossmediale Ausrichtung. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Marco Hagemann, Carsten Dorn und Katharina Wolff.
turi2.de/koepfe (Profil Fischer)

Kindermagazin “Geolino” bekommt Nachwuchs und verpflichtet “Checker Tobi”.

Geolino, Kindermagazin von Gruner + Jahr, startet den Ableger Mein erstes Geolino. Das Heft für 3,90 Euro richtet sich an Kinder ab drei Jahren und verspricht " clevere, altersgerechte Inhalte zum Vorlesen, Erklären, Entdecken und Mitspielen". Gleichzeitig bekommen Geolino, Geolino Mini und Geolino Extra einen neuen Anstrich. Checker Tobi vom Kika erhält eine eigene Rubrik mit mindestens zwei Doppelseiten pro Ausgabe.
guj.de, geo.de (Checker Tobi)

“Walden” präsentiert ab sofort auch ein Bier.

Prost! "Walden", Outdoor-Ableger von Gruners "Geo", bringt gemeinsam mit der Brauerei ÜberQuell ein Lager-Bier auf den Markt. Das Walden Forest Lager wird am 24 März im Rahmen eines Live-Streams vorgestellt und verkostet. Interessierte können vorab für 14,99 Euro ein Probier-Paket bestellen, dass auch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift enthält. Das Bier gibt es ab Ostern auch im Lebensmittelhandel in Hamburg und Umgebung.
wuv.de, facebook.com

“Wir gehen durch die Vordertür” – Chefredakteurin Brigitte Huber zeigt die neue “Gala”.


Alles neu macht der März: Das People-Magazin "Gala" liegt seit heute in runderneuerter Form am Kiosk und im Briefkasten der Abonnentinnen – im Video- und Podcast-Interview von turi2 zeigt und erklärt Chefredakteurin Brigitte Huber, was sie und ihr Team verändert haben. So ist das Logo jetzt moderner, die Farben sind frischer und die Bildstrecken großzügiger. Auch inhaltlich baut Huber ordentlich um: Die Schluss-Rubrik "Immobilie der Woche" muss weichen – künftig verrät am Ende immer eine Prominente ein bisher unbekanntes Detail aus ihrem Leben. Auch im Heft gibt es neue Rubriken, die die Leserinnen näher an die Promis heranbringen sollen – ohne aufdringlich zu sein.

Die "Gala" gehe durch die Vordertür und liegt nicht mit dem Feldstecher auf der Lauer, sagt Huber. Sie ist überzeugt, dass sie in einem Vertrauensverhältnis zu den Prominenten mehr erfährt als durch Gerüchte, die am Ende ohnehin zu 80 % falsch seien. Die Leserinnen wüssten das zu schätzen. Huber erklärt, dass sich die Abo-Zahlen in der Pandemie gut entwickelt haben und dass das Heft auch bei den Werbekunden gut ankommt – die Chefredakteurin freut sich über "60 gebuchte Anzeigen" in der Relaunch-Ausgabe.

Im ausführlicheren Podcast spricht Huber darüber, wie sie in die Rolle der Multi-Chefredakteurin hineingewachsen ist. Huber betreut neben der "Gala" die "Brigitte"-Gruppe mit mehreren Magazinen sowie die Personality-Magazine "Guido" und "Barbara". Sie hat das Loslassen lernen müssen, sagt Huber, leicht gefallen ist ihr das anfangs nicht.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de


Freund oder Feind der Redaktion? So lief die turi2-Montagsrunde über Clubhouse und Social Media.


Es ist kompliziert: Clubhouse könnte ein guter Freund für Redaktionen werden, darüber sind sich die Teilnehmerinnen der Montagsrunde im turi2 Clubraum einig. Doch zu welchem Preis? "Hype hin oder her: Es ist so, dass man sich grämt, dass man es nicht selbst erfunden hat", gesteht Lorenz Maroldt, "Tagesspiegel"-Chef seit 2004. Ein Stichwort zieht sich trotz des Lobs für die App durch die Clubhouse-Runde: Kapazitätsprobleme. "Wofür ein Talk, der nur 50 oder 100 Leute erreicht?", fragt Swen Thissen, Social-Media-Manager bei stern.de. Jörg Rheinländer vom Hessischen Rundfunk ergänzt: "Sinn macht es nur, wenn wir in einer Community Qualitätsvolles mitnehmen können." Wichtig im Social-Media-Alltag über Clubhouse hinaus: "Leidenschaft und Neugier haben, um neue Plattformen auszuprobieren", sagt Enita Ramaj, Cosmopolitan.de-Chefin. Dennoch müsse das Kosten-Nutzen-Verhältnis bedacht werden. Clubhouse sei für Bauer eher Business- als Reichweiten-Plattform.

"Ich erkenne noch nicht, wie gut der Freund werden könnte und zu welchem Zwecke", sagt Rheinländer. Bisher sei Clubhouse eher der Feind aufgrund des Aufwands. Und wie ist allgemein der Beziehungsstatus zwischen Redaktionsalltag und Social Media? Thissen: "In jeder Beziehung gibt es Stress und man muss nicht alles wunderbar finden." Für ihn überwiegen die Chancen der sozialen Netzwerke. "Wir begreifen das als Tool - entweder man setzt das Ding richtig an oder es knickt ab", ergänzt Lorenz Maroldt.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Bertelsmann Content Alliance gönnt sich eine Themenwoche Gesundheit.

Bertelsmann Content Alliance gönnt sich vom 22. bis 28. März eine Themenwoche Gesundheit. Unter dem Motto "Packen wir's an! – Gesund leben. Gesund bleiben." bringen RTL, RTL Radio, Penguin Random House und Gruner + Jahr gemeinsam Sendungen und Beiträge rund um Themen wie Vorsorge und medizinischen Fortschritt. Für das nötige Marketing auf allen Kanälen sorgen Moderatorin Katja Burkard, Arzt Dr. Christoph Specht, Krankenschwester und Influencerin Franziska Böhler und Personaltrainer Marcus Kalz.
presseportal.de

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Fast Forward: Am 25. Februar ließ die Ad Alliance beim Digitalevent Innovation NOW die Vielfalt des eigenen Portfolios erlebbar werden und zeigte einen bunten Mix zu Strategie, Programm und kommenden Werbe-Highlights – von Total Video bis zu Print und Crossmedia. In unserem Video gibt's das 6-Stunden-Event in schlanken 6 Minuten – mit Statements von Bernd Reichart, Julia Jäkel, Stephan Schäfer, Matthias Dang und vielen anderen. Hier geht's zum Video >>>

Horst von Buttlar erhält eine weitere Kolumne im “stern”.

Mehr von Buttlar: Der "stern" spendiert "Capital"-Chef Horst von Buttlar eine weitere Kolumne. Unter dem Titel "Marktplatz" schreibt er im wöchentlichen Wechsel mit der Kolumne "Ach Mensch" von Chefredakteur Florian Gless über die Politik in der Hauptstadt. Horst von Buttlar schreibt als "Sternstimme" bereits für stern.de und seit vergangenem Frühjahr im Heft unter dem Titel "Die Stunde Null". Er leitet neuerdings das gemeinsame Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk".
stern.de (Paid)

Gruner + Jahr beteiligt sich an Autokauf-Plattform Instamotion.

Gruner + Fahr: Der Hamburger Verlag investiert mit einer Minderheitsbeteiligung in die Münchner Autokauf-Plattform Instamotion. Der Deal läuft über den Fonds G+J Digital Ventures erstmals in Zusammenarbeit mit der Ad Alliance – dem gemeinsamen Vermarkter von G+J sowie der Mediengruppe RTL. Instamotion erhofft sich mediale Reichweite, G+J Digital Ventures sieht einen Trend zum Online-Autokauf kommen.
meedia.de

Facebook News startet im Mai in Deutschland.


Blaue Neuigkeiten: Facebook News startet im Mai mit rund 30 Medien-Partnern in Deutschland, dem zweiten europäischen Markt nach Großbritannien (Screenshot). Mit dabei sind Dickschiffe wie "Spiegel", "FAZ", "Zeit" und "Handelsblatt". Aus dem Zeitschiften-Segment nehmen Gruner + Jahr, die Motor Presse und Condé Nast teil, aus dem Regionalen u.a. Ippen, Funke und die "Rheinische Post". Facebook zahlt den beteiligten Verlagen Geld dafür, damit sie ihre Beiträge "um zusätzliche Inhalte ergänzen". Das können auch Inhalte sein, die ansonsten hinter der Paywall stehen, die Entscheidung liegt bei den Verlagen. Auffällig: Springer, Burda, Bauer und die "Süddeutsche Zeitung" sind zum Start nicht dabei.

Facebook hofft offensichtlich, in Zukunft noch mehr deutsche Verlage zur Kooperation bewegen zu können – im Laufe des Jahres sollen weitere Partner bekannt gegeben werden. Schmackhaft macht Zuckerbergs Konzern den Deal u.a. mit internationalen Zahlen: So habe Facebooks News Feed weltweit 188 Mrd Klicks für Verlage generiert. Die Verlagshäuser erhoffen sich laut verschiedener Statements vor allem die Erschließung neuer Zielgruppen. So interessiert sich etwa Stefan Ottlitz vom "Spiegel" dafür, "wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können."
about.fb.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

“Nichts ist für die Ewigkeit.” Wie Thomas Rabe RTL und Gruner + Jahr fusionieren will.


Überzeugungsarbeit: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe verteidigt im "Spiegel"-Interview von Steffen Klusmann, Anton Rainer und Alexander Kühn sein Ziel, die Töchter Gruner + Jahr und RTL näher zusammenzurücken – ob am Ende eine Fusion stehe, sei aber "noch nicht entschieden, wir stehen am Beginn des Prozesses". Es sei auch denkbar, "nur einige Geschäftsbereiche zu vereinen". Er plädiere allerdings dafür, die Ressourcen zu bündeln, so könnten beide Einheiten den "Veränderungen besser begegnen". Im 3. Quartal solle die Entscheidung fallen, im 4. werde sie umgesetzt. Rabe macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Fusion auch sparen will: Es gehe darum, die Reichweiten zu bündeln, "gleichzeitig würden durch die Zusammenführung von Strukturen auch Kosten wegfallen".

Dass Rabe G+J vor kurzem noch komplett verkaufen wollte, etwa an Burda, dementiert der Manager strikt. Mit dem Gedanken, ProSiebenSat.1 zu übernehmen, spiele er hingegen immer noch – allerdings "nicht unmittelbar". Durch die geplante Konsolidierung "könnten wir sogar noch mal ein Stück kleiner werden", sagt Rabe. Er peilt bis 2025 aber ein Umsatzziel von 20 Mrd Euro an und will Bertelsmann "stärker auf Wachstum ausrichten". Über sein neues Hobby, einen Jagdgrund, sagt er: "Ich kümmere mich dort um den Holzteil. Aufforsten, Waldumbau, CO2-Ausgleich, das interessiert mich. Das Jagen überlasse ich anderen."
spiegel.de (Paid)

Territory und Ad Alliance gewinnen Douglas-Pitch für das Kundenmagazin.

Douglas vergibt den Pitch um sein crossmediales Kundenmagazin an Territory und die Ad Alliance. Das Projekt umfasst die Kreation, Produktion und Vermarktung des sechs Mal im Jahr erscheinenden Printmagazins mit 1,9 Mio Auflage und die Erstellung von Content für die Digital-Kanäle. Territory übernimmt Konzept, Kreation und Produktion, ein Team aus den G+J-Beauty-Redaktionen von "Brigitte" und "Gala" soll dabei beraten. Die Ad Alliance vermarktet die Inhalte.
kommunikation.mediengruppe-rtl.de

“Guidos Deko Queen”: Heft und TV-Sendung starten im März.

Guido auf allen Kanälen: Gruner + Jahr legt "Guidos Deko Queen" mit Guido Maria Kretschmer ab dem 18. März an den Kiosk – zum Einführungspreis von zwei Euro, der reguläre Preis beträgt 3,50 Euro. Zehn Ausgaben sind jährlich geplant, die Auflage liegt bei 140.000. Im Rahmen von Bertelmanns Content Alliance zeigt TV-Sender Vox ab dem 20. März eine gleichnamige Doku-Soap am Samstagnachmittag mit vorerst sechs Folgen. Ursprünglich sollte die Zusammenarbeit bereits im Herbst 2020 starten.
presseportal.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

“Das Renommee wird keinen Schaden nehmen.” – Christoph Kucklick erklärt den neuen Nannen-Preis.


Hallo Welt: Der Nannen-Preis gilt als wichtigste Auszeichnung im deutschen Journalismus – in diesem Jahr verändert er sich so sehr wie noch nie. Im Video-Interview von turi2.tv sagt Christoph Kucklick, Sprecher des Nannen-Beirats, dass der Preis keinen Image-Schaden erleiden wird, wenn er in der Rubrik "Web-Projekt" künftig auch an Nicht-Journalist*innen vergeben wird. Die größere und wichtigere Veränderung ist für Kucklick ohnehin, dass sich künftig alle Mediengattungen für den Preis bewerben können – nicht mehr nur Print. In Redaktionen sei es längst "gelebte Praxis", dass sie nicht mehr in Gattungen denken, sondern sich fragen, auf welchem Ausspielweg sie welche Geschichte platzieren. Künftig dürfen also etwa auch Podcaster*innen und TV-Macher*innen auf den Preis hoffen – bis Ende dieser Woche können Sie sich noch bewerben.

Die journalistischen Standards gelten für alle eingereichten Arbeiten, erklärt Kucklick, auch wenn sie von Nicht-Journalist*innen kommen. Auf dieser Basis ließen sich auch so unterschiedliche Medien wie Podcasts, Zeitschriften-Texte und Video-Beiträge gut miteinander vergleichen. Das Fundament sei "guter Journalismus" und der lasse sich anhand von Kriterien wie u.a. guter Recherche, Faktentreue, Relevanz und sensible Sprache auch über Gattungsgrenzen hinweg beurteilen. Für Kucklick hat die Neuausrichtung des Preises bereits jetzt etwas bewirkt: Anhand der bisherigen Einsendungen haben sich für ihn "Horizonte geöffnet", er hat journalistische Arbeiten entdeckt, die er sonst gar nicht wahrgenommen hätte.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube), nannen-preis.de

“Geo” ruft Wald-Studiengang ins Leben.


Baumschule: "Geo" von Gruner + Jahr entwickelt mit Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben und Hochschul-Professor Pierre Ibisch einen Bachelor-Studiengang für "ökologische Waldbewirtschaftung". Jährlich sollen 20 Absolvent*innen deutsche Forsthäuser beziehen oder Stellen in der Forstverwaltung ausfüllen. Dazu sei "Geo" mit möglichen Förder*innen im Gespräch. Greenpeace sei schon "ganz früh" als Unterstützer an Bord gewesen. Standort und Start stehen noch nicht fest.

"Geo" will mit dem Studiengang seine im Februar losgetretene Nachhaltigkeits-Offensive vorantreiben. Die Redaktion hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, bis 2022 klimaneutral zu arbeiten. Chefredakteur Jens Schröder: "Wir halten das für eine moderne Definition dessen, was Medien zur Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen können". Den Fortschritt des Studien-Projekts will "Geo" journalistisch begleiten – "als Initiator des Studiengangs ausnahmsweise nicht streng neutral, aber selbstverständlich: offen konstruktiv und engagiert".

Wohlleben betont die Wichtigkeit des Studiengangs, da "ökologisch wirtschaftende Förster*innen allesamt Autodidakten" seien und Nachwuchs-Kräfte trotz "stark wachsender Nachfrage" schwer zu finden seien. "Geo" und Wohlleben bringen bereits seit 2019 "Wohllebens Welt" heraus. Bilder: Picture Alliance /dpa / Christian Charisius
presseportal.de

Ulrike Simon: Spiegel-Verlag diskutiert “juristische Drohszenarien” gegen RTL-Einfluss.

Spiegel fürchtet, ähnlich unter Druck zu geraten, wie Gruner + Jahr, wenn RTL bei G+J künftig das Sagen übernimmt, schreibt Ulrike Simon. Im Verlag würden bereits "juristische Drohszenarien" diskutiert, sollte die RTL Group künftige Investitionen behindern oder auf andere Weise Entscheidungen blockieren. Bevor Gruner + Jahr seine Anteile am Spiegel-Verlag von 25,5 % an die RTL Group übertragen kann, haben die Mitarbeiter KG und die Augstein-Erben ein Vorkaufsrecht.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Mediengruppe RTL Deutschland und Gruner + Jahr erwägen Fusion.


Verlagsfernsehen der Zukunft: Bertelsmann erörtert eine Fusion von Mediengruppe RTL Deutschland und Gruner + Jahr, schreibt CEO Thomas Rabe den Mitarbeiter*innen im Intranet. DWDL zitiert daraus: "Beide Unternehmen haben Workshops aufgesetzt, die jetzt ergebnisoffen verschiedene Optionen prüfen. Ziel ist neben der noch engeren Kooperation auf unterschiedlichen Feldern auch die Entwicklung einer gemeinsamen Wachstumsstrategie." Laut Rabe können die beiden Medienunternehmen "auf eine bereits intensivierte Zusammenarbeit" aufbauen.

Bertelsmann müsse Antworten auf den Wettbewerb mit globalen Tech-Plattformen finden. Seine Favorisierte liefert Rabe gleich mit, sie lautet: "mehr Zusammenarbeit, um an Größe, Ressourcen und Kompetenz zu gewinnen". Einer Fusion stehen aber Hürden entgegen, deshalb formuliere Rabe vage, analysiert Thomas Lückerath. Die Strategie zeichnet sich aber seit längerem ab, unter anderem durch die Content und die Ad Alliance.
dwdl.de

G+J-Zeitschriften werden zum Bertelsmann-Marketinginstrument, meint Ulrike Simon.

Lese-Tipp: Gruner + Jahr ist kaum wiederzuerkennen, schreibt Ulrike Simon. Seit 2013 hat sich der Umsatz halbiert. Simon analysiert, das habe neben dem Strukturwandel der Medien "auch mit der Unternehmensführung zu tun und mit dem Druck, den Bertelsmann-CEO Thomas Rabe ausübt". Julia Jäkel, Stephan Schäfer und Oliver Radtke haben es laut Simon mit dem Wachstum probiert, allerdings "ohne durchschlagenden Erfolg". Sie kritisiert, dass Chefredakteur*innen inzwischen mehrere Titel verantworten, "das kannte man früher nur von Häusern, auf die G+J herabblickte". Bei Content Alliance und Ad Alliance entscheiden laut Simon "die Kaufleute" über die Themen, die Zeitschriften seien immer häufiger "zusätzliches Marketinginstrument für RTL-Sendungen".
horizont.net (Paid)