1965 von drei Partnern gegründet wuchs Gruner + Jahr in Hamburg mit dem “stern” zum größten Zeitschriftenhaus Europas. Inzwischen ist G+J ein Konzernteil von Bertelsmann – und Teil des Medienwandels. Weiterlesen im lexikon2.de.

Gruner + Jahr beteiligt sich an Autokauf-Plattform Instamotion.

Gruner + Fahr: Der Hamburger Verlag investiert mit einer Minderheitsbeteiligung in die Münchner Autokauf-Plattform Instamotion. Der Deal läuft über den Fonds G+J Digital Ventures erstmals in Zusammenarbeit mit der Ad Alliance – dem gemeinsamen Vermarkter von G+J sowie der Mediengruppe RTL. Instamotion erhofft sich mediale Reichweite, G+J Digital Ventures sieht einen Trend zum Online-Autokauf kommen.
meedia.de

Facebook News startet im Mai in Deutschland.


Blaue Neuigkeiten: Facebook News startet im Mai mit rund 30 Medien-Partnern in Deutschland, dem zweiten europäischen Markt nach Großbritannien (Screenshot). Mit dabei sind Dickschiffe wie "Spiegel", "FAZ", "Zeit" und "Handelsblatt". Aus dem Zeitschiften-Segment nehmen Gruner + Jahr, die Motor Presse und Condé Nast teil, aus dem Regionalen u.a. Ippen, Funke und die "Rheinische Post". Facebook zahlt den beteiligten Verlagen Geld dafür, damit sie ihre Beiträge "um zusätzliche Inhalte ergänzen". Das können auch Inhalte sein, die ansonsten hinter der Paywall stehen, die Entscheidung liegt bei den Verlagen. Auffällig: Springer, Burda, Bauer und die "Süddeutsche Zeitung" sind zum Start nicht dabei.

Facebook hofft offensichtlich, in Zukunft noch mehr deutsche Verlage zur Kooperation bewegen zu können – im Laufe des Jahres sollen weitere Partner bekannt gegeben werden. Schmackhaft macht Zuckerbergs Konzern den Deal u.a. mit internationalen Zahlen: So habe Facebooks News Feed weltweit 188 Mrd Klicks für Verlage generiert. Die Verlagshäuser erhoffen sich laut verschiedener Statements vor allem die Erschließung neuer Zielgruppen. So interessiert sich etwa Stefan Ottlitz vom "Spiegel" dafür, "wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können."
about.fb.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

“Nichts ist für die Ewigkeit.” Wie Thomas Rabe RTL und Gruner + Jahr fusionieren will.


Überzeugungsarbeit: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe verteidigt im "Spiegel"-Interview von Steffen Klusmann, Anton Rainer und Alexander Kühn sein Ziel, die Töchter Gruner + Jahr und RTL näher zusammenzurücken – ob am Ende eine Fusion stehe, sei aber "noch nicht entschieden, wir stehen am Beginn des Prozesses". Es sei auch denkbar, "nur einige Geschäftsbereiche zu vereinen". Er plädiere allerdings dafür, die Ressourcen zu bündeln, so könnten beide Einheiten den "Veränderungen besser begegnen". Im 3. Quartal solle die Entscheidung fallen, im 4. werde sie umgesetzt. Rabe macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Fusion auch sparen will: Es gehe darum, die Reichweiten zu bündeln, "gleichzeitig würden durch die Zusammenführung von Strukturen auch Kosten wegfallen".

Dass Rabe G+J vor kurzem noch komplett verkaufen wollte, etwa an Burda, dementiert der Manager strikt. Mit dem Gedanken, ProSiebenSat.1 zu übernehmen, spiele er hingegen immer noch – allerdings "nicht unmittelbar". Durch die geplante Konsolidierung "könnten wir sogar noch mal ein Stück kleiner werden", sagt Rabe. Er peilt bis 2025 aber ein Umsatzziel von 20 Mrd Euro an und will Bertelsmann "stärker auf Wachstum ausrichten". Über sein neues Hobby, einen Jagdgrund, sagt er: "Ich kümmere mich dort um den Holzteil. Aufforsten, Waldumbau, CO2-Ausgleich, das interessiert mich. Das Jagen überlasse ich anderen."
spiegel.de (Paid)

Territory und Ad Alliance gewinnen Douglas-Pitch für das Kundenmagazin.

Douglas vergibt den Pitch um sein crossmediales Kundenmagazin an Territory und die Ad Alliance. Das Projekt umfasst die Kreation, Produktion und Vermarktung des sechs Mal im Jahr erscheinenden Printmagazins mit 1,9 Mio Auflage und die Erstellung von Content für die Digital-Kanäle. Territory übernimmt Konzept, Kreation und Produktion, ein Team aus den G+J-Beauty-Redaktionen von "Brigitte" und "Gala" soll dabei beraten. Die Ad Alliance vermarktet die Inhalte.
kommunikation.mediengruppe-rtl.de

“Guidos Deko Queen”: Heft und TV-Sendung starten im März.

Guido auf allen Kanälen: Gruner + Jahr legt "Guidos Deko Queen" mit Guido Maria Kretschmer ab dem 18. März an den Kiosk – zum Einführungspreis von zwei Euro, der reguläre Preis beträgt 3,50 Euro. Zehn Ausgaben sind jährlich geplant, die Auflage liegt bei 140.000. Im Rahmen von Bertelmanns Content Alliance zeigt TV-Sender Vox ab dem 20. März eine gleichnamige Doku-Soap am Samstagnachmittag mit vorerst sechs Folgen. Ursprünglich sollte die Zusammenarbeit bereits im Herbst 2020 starten.
presseportal.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

“Das Renommee wird keinen Schaden nehmen.” – Christoph Kucklick erklärt den neuen Nannen-Preis.


Hallo Welt: Der Nannen-Preis gilt als wichtigste Auszeichnung im deutschen Journalismus – in diesem Jahr verändert er sich so sehr wie noch nie. Im Video-Interview von turi2.tv sagt Christoph Kucklick, Sprecher des Nannen-Beirats, dass der Preis keinen Image-Schaden erleiden wird, wenn er in der Rubrik "Web-Projekt" künftig auch an Nicht-Journalist*innen vergeben wird. Die größere und wichtigere Veränderung ist für Kucklick ohnehin, dass sich künftig alle Mediengattungen für den Preis bewerben können – nicht mehr nur Print. In Redaktionen sei es längst "gelebte Praxis", dass sie nicht mehr in Gattungen denken, sondern sich fragen, auf welchem Ausspielweg sie welche Geschichte platzieren. Künftig dürfen also etwa auch Podcaster*innen und TV-Macher*innen auf den Preis hoffen – bis Ende dieser Woche können Sie sich noch bewerben.

Die journalistischen Standards gelten für alle eingereichten Arbeiten, erklärt Kucklick, auch wenn sie von Nicht-Journalist*innen kommen. Auf dieser Basis ließen sich auch so unterschiedliche Medien wie Podcasts, Zeitschriften-Texte und Video-Beiträge gut miteinander vergleichen. Das Fundament sei "guter Journalismus" und der lasse sich anhand von Kriterien wie u.a. guter Recherche, Faktentreue, Relevanz und sensible Sprache auch über Gattungsgrenzen hinweg beurteilen. Für Kucklick hat die Neuausrichtung des Preises bereits jetzt etwas bewirkt: Anhand der bisherigen Einsendungen haben sich für ihn "Horizonte geöffnet", er hat journalistische Arbeiten entdeckt, die er sonst gar nicht wahrgenommen hätte.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube), nannen-preis.de

“Geo” ruft Wald-Studiengang ins Leben.


Baumschule: "Geo" von Gruner + Jahr entwickelt mit Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben und Hochschul-Professor Pierre Ibisch einen Bachelor-Studiengang für "ökologische Waldbewirtschaftung". Jährlich sollen 20 Absolvent*innen deutsche Forsthäuser beziehen oder Stellen in der Forstverwaltung ausfüllen. Dazu sei "Geo" mit möglichen Förder*innen im Gespräch. Greenpeace sei schon "ganz früh" als Unterstützer an Bord gewesen. Standort und Start stehen noch nicht fest.

"Geo" will mit dem Studiengang seine im Februar losgetretene Nachhaltigkeits-Offensive vorantreiben. Die Redaktion hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, bis 2022 klimaneutral zu arbeiten. Chefredakteur Jens Schröder: "Wir halten das für eine moderne Definition dessen, was Medien zur Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen können". Den Fortschritt des Studien-Projekts will "Geo" journalistisch begleiten – "als Initiator des Studiengangs ausnahmsweise nicht streng neutral, aber selbstverständlich: offen konstruktiv und engagiert".

Wohlleben betont die Wichtigkeit des Studiengangs, da "ökologisch wirtschaftende Förster*innen allesamt Autodidakten" seien und Nachwuchs-Kräfte trotz "stark wachsender Nachfrage" schwer zu finden seien. "Geo" und Wohlleben bringen bereits seit 2019 "Wohllebens Welt" heraus. Bilder: Picture Alliance /dpa / Christian Charisius
presseportal.de

Ulrike Simon: Spiegel-Verlag diskutiert “juristische Drohszenarien” gegen RTL-Einfluss.

Spiegel fürchtet, ähnlich unter Druck zu geraten, wie Gruner + Jahr, wenn RTL bei G+J künftig das Sagen übernimmt, schreibt Ulrike Simon. Im Verlag würden bereits "juristische Drohszenarien" diskutiert, sollte die RTL Group künftige Investitionen behindern oder auf andere Weise Entscheidungen blockieren. Bevor Gruner + Jahr seine Anteile am Spiegel-Verlag von 25,5 % an die RTL Group übertragen kann, haben die Mitarbeiter KG und die Augstein-Erben ein Vorkaufsrecht.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Mediengruppe RTL Deutschland und Gruner + Jahr erwägen Fusion.


Verlagsfernsehen der Zukunft: Bertelsmann erörtert eine Fusion von Mediengruppe RTL Deutschland und Gruner + Jahr, schreibt CEO Thomas Rabe den Mitarbeiter*innen im Intranet. DWDL zitiert daraus: "Beide Unternehmen haben Workshops aufgesetzt, die jetzt ergebnisoffen verschiedene Optionen prüfen. Ziel ist neben der noch engeren Kooperation auf unterschiedlichen Feldern auch die Entwicklung einer gemeinsamen Wachstumsstrategie." Laut Rabe können die beiden Medienunternehmen "auf eine bereits intensivierte Zusammenarbeit" aufbauen.

Bertelsmann müsse Antworten auf den Wettbewerb mit globalen Tech-Plattformen finden. Seine Favorisierte liefert Rabe gleich mit, sie lautet: "mehr Zusammenarbeit, um an Größe, Ressourcen und Kompetenz zu gewinnen". Einer Fusion stehen aber Hürden entgegen, deshalb formuliere Rabe vage, analysiert Thomas Lückerath. Die Strategie zeichnet sich aber seit längerem ab, unter anderem durch die Content und die Ad Alliance.
dwdl.de

G+J-Zeitschriften werden zum Bertelsmann-Marketinginstrument, meint Ulrike Simon.

Lese-Tipp: Gruner + Jahr ist kaum wiederzuerkennen, schreibt Ulrike Simon. Seit 2013 hat sich der Umsatz halbiert. Simon analysiert, das habe neben dem Strukturwandel der Medien "auch mit der Unternehmensführung zu tun und mit dem Druck, den Bertelsmann-CEO Thomas Rabe ausübt". Julia Jäkel, Stephan Schäfer und Oliver Radtke haben es laut Simon mit dem Wachstum probiert, allerdings "ohne durchschlagenden Erfolg". Sie kritisiert, dass Chefredakteur*innen inzwischen mehrere Titel verantworten, "das kannte man früher nur von Häusern, auf die G+J herabblickte". Bei Content Alliance und Ad Alliance entscheiden laut Simon "die Kaufleute" über die Themen, die Zeitschriften seien immer häufiger "zusätzliches Marketinginstrument für RTL-Sendungen".
horizont.net (Paid)

Gruner + Jahr verpasst dem Gastro-Magazin “Beat” eine Zwangspause.

Let the Beat drop: Gruner + Jahr stellt zumindest vorübergehend sein Gastronomie-Magazin "Beat" ein und begründet mit den coronabedingt anhaltenden Schließungen von Restaurants. Abonnierende erhalten als Ersatz "Beef" oder "Salon", Mitarbeitende sollen für andere Verlagstitel arbeiten. Gruner + Jahr will das mit einer Auflage von 100.000 gestartete, alle zwei Monate erscheinende Magazin zu einem späteren Zeitpunkt womöglich wiederbeleben.
meedia.de (Paid)

Bertelsmann Content Alliance startet gemeinschaftlichen Morgen-Podcast.

Hör-Allianz: Einen gemeinsamen Morgen-Podcast ab Frühjahr kündigen "stern", die Mediengruppe RTL und Audio Alliance unter dem Dach der Bertelsmann Content Alliance an. Das Audio-Now-Format soll wochentäglich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft behandeln. Die Ausgaben sollen "crossmedial und mobil" zwischen Hamburg, Berlin und Köln entstehen.
presseportal.de

G+J: Stefan Schmitz wird Vize im Hauptstadtbüro, Helen Bömelburg geht zu stern Digital.


Gruner + Jahr beruft Stefan Schmitz (Foto), 56, ab 1. März als stellvertretenden Chefredakteur in sein neues Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk". Er wird an der Seite von Timo Pache arbeiten, dem bisherigen Vize von Chefredakteur Horst von Buttlar. Aktuell leitet Schmitz das Politik- und Wirtschaftsressort des "stern", bei dem er seit 1999 in verschiedenen Positionen tätig ist.

Auch seine Co-Leiterin Helen Bömelburg bekommt eine neue Aufgabe: Die 44-Jährige übernimmt die Leitung des Newsteams von stern Digital. Dort koordiniert sie die Berichterstattung für die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Bömelburg ist seit 2008 beim "stern", bis 2019 hat sie die Redaktion des heute eingestellten Eltern-Magazins "NIDO" geleitet. Mit den beiden Personalien treibt Gruner + Jahr den Umbau der Wirtschafts- und Politikberichterstattung seiner Magazine weiter voran.
guj.de, turi2.de (Background)

Vertriebsallianz von Bauer und G+J geht an den Start.

Startschuss: DMV Der Medienvetrieb, ein Joint Venture von Bauer und Gruner + Jahr, nimmt die Arbeit auf. DPV Deutscher Pressevertrieb und VU Verlagsunion, die Töchter der Verlagsriesen, bündeln hier ihre Kompetenzen im Einzelverkauf für Verlagskunden. DMV erreicht im Pressegroßhandel mit seinen Gesellschaftern laut eigenen Angaben einen Marktanteil von etwa 30 %. Geschäftsführer sind Marco Graffitti und Mark Schrader. Digital- und Abo-Vertrieb der Verlage sind kein Teil der Kooperation.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Wie verändert die Pandemie die Art und Weise, wie wir bauen, Anne Zuber?


Schöner Wohnen: Für die Bauwirtschaft wird die Pandemie, wenn sie vorbei ist, nur ein Wimpernschlag gewesen sein, schreibt Anne Zuber in der turi2 edition #13. Für die Chefredakteurin des “Häuser”-Magazins von Gruner + Jahr ist die Transformation der Arbeitswelt, das Verschmelzen von privatem und professionellen Leben, das wichtigere Thema. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Süddeutsche Zeitung”: “stern”-Redaktion wehrt sich gegen Sparpläne.

Sinkender Stern: Beim "stern" brodelt es weiterhin wegen den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen von Gruner + Jahr, schreibt Peter Fahrenholz in der "Süddeutschen Zeitung". Der "stern"-Beirat legt in einer Stellungnahme an die Chefredaktion noch einmal nach: "Der Schock ist gewaltig", die Redaktion sei von den Plänen überfallen worden. Auf ein reines Politik-Ressort beim "stern" zu verzichten, sei "absurd" - die Marke werde dadurch "massiv geschwächt".

Nur acht der 17 "stern"-Redakteur*innen aus dem Hamburger Politik- und Wirtschaftsressort sollen in der neuen gemeinsamen Hauptstadtredaktion mit "Capital" und "Business Punk" unterkommen, mit den übrigen werde derzeit über Abfindungen und Altersteilzeit-Modelle verhandelt. Aus Redaktionsversammlungen sei zu hören, Investigativ-Journalist Hans-Martin Tillack habe laut "SZ" ein solches Altersteilzeit-Angebot erhalten – "unter der Bedingung, dass er nicht mehr über Politik und Wirtschaft schreibe".
sueddeutsche.de, turi2.de (Hauptstadtbüro), turi2.de (Beirat)

Meedia: “stern”-Reporter Jan Rosenkranz soll Vize in Gruners Berliner Redaktion werden.

Gruner + Jahr: Meedia berichtet unter Berufung auf "unternehmensnahe Kreise", dass Jan Rosenkranz für eine der Vize-Positionen in der neuen Berliner Gemeinschaftsredaktion für "stern", "Capital" und "Business Punk" im Gespräch ist. Er soll dem designierten Leiter Horst von Buttlar zur Seite stehen und beim Aufbau der neuen Redaktion eine zentrale Rolle spielen. Rosenkranz ist seit 2005 Hauptstadt-Reporter für den "stern".
meedia.de

Gruner + Jahr spart die Pressedatenbank beim “stern” ein.

Sparsternchen: Gruner + Jahr will beim "stern" weiter sparen, schreibt Gregory Lipinski. Ende des Jahres stellt der Verlag daher seine eigene Pressedatenbank ein. Zehn Mitarbeitende sind von der Maßnahme betroffen, die Einsparungen von rund 1 Mio Euro einbringen soll. Anstelle der Pressedatenbank rückt schon ab März ein neues System, mit der Gruner + Jahr allen Mitarbeitenden "schnellen Zugriff auf Informationen und Pressearchive gewährleisten" will, darunter Digitalzugänge zu externen Datenbanken und Archiven.
meedia.de

Der Nannen-Preis stellt sich neu auf.

Multimedial: Gruner + Jahr setzt den Nannen-Preis neu auf und lässt Beiträge in Text-, Audio- und Video-Form miteinander konkurrieren. Einzig der renommierte Kisch-Preis bleibt der besten geschriebenen Reportage vorbehalten. "Auch Nicht-Journalist*innen haben die Chance auf die Auszeichnung, wenn sie die Öffentlichkeit in journalistisch herausragender Weise informieren", lässt G+J wissen.

Ein Beirat aus Medienleuten pflegt den neuen Nannen-Preis, dessen Sprecher Nannen-Schule-Leiter Christoph Kucklick ist. Zwei neue Kategorien gibt es auch: Die "Geschichte des Jahres" zeichnet eine besondere journalistische Leistung aus und wird vom Nannen-Beirat gekürt. Die Auszeichnung "Republik" ehrt "die hartnäckige faktenbasierte, dauerhafte Aufklärung", so Kucklick. Eigene Jurys kümmern sich um den Kisch-Preis, Investigation und Lokales. "stern"-Chefredakteur Florian Gless sagt, ihm sei klar, dass durch die multimediale Ausrichtung des Nannen-Preises auch "Äpfel mit Birnen" verglichen werden. So solle eine Diskussion über die Natur des Journalismus entstehen. Am Ende gehe es um das Handwerk.
sueddeutsche.de

Beitrat des “stern” lehnt neue Hauptstadtredaktion unter Horst von Buttlar ab.

stern: Die Pläne, eine gemeinsame Hauptstadt-Redaktion mit "Capital" und "Business Punk" unter Leitung von "Capital"-Chef Horst von Buttlar zu gründen, sorgen intern für Widerspruch. Der Beirat des "stern" fordert im Namen von über 110 Mitarbeitenden, dass der "stern" weiter eigene Redakteur*innen für Politik und Wirtschaft einsetzt und die Drohung möglicher Kündigungen entfallen muss. Die am Dienstag veröffentlichten Pläne des Verlags sehen vor, dass die Politik- und Wirtschaftsberichterstattung des Magazins künftig komplett von der neuen Redaktion in Berlin geliefert werden und die bisherigen Redakteur*innen in Hamburg neue Aufgaben übernehmen sollen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

DLF: “stern” verliert durch Gemeinschaftsredaktion an Eigenständigkeit.

stern verliert durch die geplante Hauptstadt­redaktion mit "Capital" und "Business Punk" an Eigenständigkeit und redaktioneller Autonomie, beobachtet Brigitte Baetz im Deutschlandfunk. Journalistik-Professor Frank Lobigs sieht die Entscheidung als "konsequenten Schritt" in Richtung "Communities of Interest" und erwartet weitere zentrale Themenredaktionen, auch konzernübergreifend. Dabei müsse G+J aufpassen, dass die "publizistische Qualität nicht leidet".
deutschlandfunk.de (mit 4-Min-Audio), turi2.de (Background)

Hör-Tipp: “Business Punk”-Chefredakteur Alexander Langer hat viele Jobs ausprobiert.

Hör-Tipp: 15 Jobs, u.a. Golfplatzwächter und Tretbootverleiher, hat Alexander Langer gemacht, bevor er Chefredakteur von Business Punk wurde. Im Podcast ErfolgsgeDANKE berichtet er von seinem Weg. Erfolg bedeutet für ihn, "an die Grenzen zu gehen", gerade dann, wenn Hindernisse auftreten. Netzwerke seien dabei das "Game of the Future".
erfolgsgedanke.podigee.io (39-Min-Audio)

Bertelsmann startet Aktion “JAhr zur Wahrheit.”

Bertelsmann stellt eine Reihe von Produktionen und Aktionen seiner Content Alliance unter das Motto "JAhr zur Wahrheit. Weil's stimmen muss". Geplant sind unter anderem eigene TV-Dokumentationen bei RTL zu Rassismus, NSU, 9/11 und Klimaleugnern. Gruner + Jahr wird das Thema in Dossiers seiner Zeitschriften aufgreifen, der "stern" eine Rubrik zur Verifikation starten.
presseportal.de

Gruner + Jahr startet “Geolino”-Reihe für Drei- bis Fünfjährige.

Früh übt sich: Gruner + Jahr will den Nachwuchs noch früher an seine "Geo"-Reihe gewöhnen und veröffentlicht ab März das Magazin "Mein erstes Geolino". Das Heft kommt mit 45.000 Auflage zum Preis von 3,90 Euro und richtet sich an Drei- bis Fünfjährige bzw. deren Eltern und Großeltern. Unter der Marke "Geolino" verlegt Gruner + Jahr bereits das Stammheft für Heranwachsene ab neun Jahren sowie "Geolino Mini" für Fünf- bis Achtjährige.
presseportal.de

“stern”, “Capital” und “Business Punk” fusionieren Hauptstadtbüro unter Leitung von Horst von Buttlar.


Punkiger Capital-Stern: Gruner + Jahr gründet ein gemeinsames Hauptstadtbüro für seine Magazine "stern", "Capital" und "Business Punk". Die Leitung des Teams, das im März mit 35 Journalist*innen für Print und Online die Arbeit aufnimmt, übernimmt "Capital"-Chefredakteur Horst von Buttlar. Er wird gleichzeitig Mitglied der "stern"-Chefredaktion. Unter von Buttlars Führung entsteht künftig die gesamte Berichterstattung über die deutsche Politik und Wirtschaft für "stern", "Capital" und "Business Punk".

Das neue Hauptstadt-Team besteht aus den bisherigen Mitarbeitenden des Berliner Büros des "stern" sowie Reporter*innen von "Capital". Die Politik- und Wirtschafts-Journalist*innen des "stern", die derzeit in Hamburg arbeiten, sollen "zum Großteil" andere Aufgaben beim Magazin erhalten. Gruner + Jahr schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus, sie "sollen weitestgehend vermieden werden".
guj.de, horizont.net (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.de: Wie geht's dem Kapital, Horst von Buttlar? (04/2020):

Zitat: Die Pandemie macht die Arbeitswelt menschlicher, sagt Julia Jäkel.

"Ich glaube, dass die Veränderungen, die wir gerade notgedrungen erleben, unsere Arbeitswelt menschlicher machen können. Und wenn das Arbeiten menschlicher wird, werden wir alle auch produktiver und zufriedener werden."

G+J-Chefin Julia Jäkel sagt im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt", Redaktionen brauchen "das gemeinsame Wirbeln". Mobiles Arbeiten funktioniere aber auch bei der Zeitschriftenproduktion.
abendblatt.de

Unternehmensberatung Kessel & Kessel holt Anne Meyer-Minnemann.

Kessel & Kessel verpflichtet die ehemalige "Gala"-Chefin Anne Meyer-Minnemann. In der Unternehmensberatung wird sie Teil der Geschäftsführung und soll als Coach insbesondere weibliche Führungskräfte in ihrer Präsenz und ihren Entwicklungspotenzialen schulen. Meyer-Minnemann war zuletzt Diversity-Beauftragte bei Gruner + Jahr.
clap-club.de, turi2.de/koepfe (Profil Meyer-Minnemann)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Anne Meyer-Minnemann im Agenda-Fragebogen 2020

Meinung: Gruner + Jahr verliert für Bertelsmann an Bedeutung.

Gruner + Spar: Das Hamburger Verlagshaus könnte für Bertelsmann-Chef Thomas Rabe zunehmend an Bedeutung verlieren, schreibt Gregory Lipinski. Durch den Verkauf von Prisma Media falle Gruner + Jahrs Umsatz mittelfristig auf unter 1 Mrd Euro, den Hamburgern drohe ein Schicksal als "Anhängsel des Schwesterkonzerns RTL". Auch eine komplette Fusion mit RTL hält Lipinski für denkbar.
meedia.de, turi2.de (Background Prisma Media)

Wir graturilieren: Stefan Postler wird 57.


Wir graturilieren: Territory-Geschäftsführer Stefan Postler wird 57. Seinen Ehrentag begeht er am einzigen Ort, der bei Lockdown und Ausgangssperre bleibt: dem Büro. Hier hält er mit zwei oder drei Kolleg*innen die Stellung, während alle anderen im Home Office sind. Mit dabei ist auch der Corona-Bart, der seit letztem März bis zu dem Zeitpunkt wachsen wird, an dem sein Team zurück ins Büro kommen kann. Dass persönliche Gratulationen ausfallen weiß Postler zu verschmerzen, denn er ist kein "Feierbiest".

Im zurückliegenden Jahr erfreut ihn vor allem der Zusammenhalt des Territory-Teams aus dem Home Office im Kampf gegen die Krise, der ohne Arbeitsplatzverlust gestaltet werden konnte. Für die Zukunft wünscht sich Postler, dass die guten Erfahrungen und wichtig gewordenen Werte aus der Corona-Zeit bleiben, wenn das "normale" Leben wieder Einzug hält mit seiner "Schneller, Höher, Weiter"-Attitüde. Gratulationen sind auf allen erdenklichen Wegen willkommen, etwa per E-Mail, Linked-in oder Xing.

Gruner + Jahr steht kurz vor Verkauf seines Frankreich-Geschäfts.

Gruner + Jahr steht kurz vor dem Verkauf seiner französischen Magazin-Tochter Prisma Media an Vivendi, berichtet Gregory Lipinski. Die beiden Seiten haben sich auf einen Kaufpreis geeinigt, der bei 300 Mio Euro oder darunter liegen dürfte. Eine Verkaufsoption ist bereits unterzeichnet, die Arbeitnehmervertreter müssen noch zustimmen. Mit dem Verkauf würde Gruner + Jahr zu einem rein deutschen Zeitschriftenhaus werden: Prisma ist die letzte Auslandsbeteiligung des Verlags.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

“Chefkoch”-Magazin druckt Rezepte aus der TV-Show “Das perfekte Dinner”.

Bertelsmann Koch Alliance: Die Gruner+Jahr-Marke Chefkoch vertieft ihre crossmediale Kooperation mit der Vox-Sendung Das perfekte Dinner. Im gedruckten Chefkoch-Magazin erscheinen in der neuen Rubrik "Angeber-Teller" ab sofort ausgewählte Rezepte aus der TV-Sendung. Die Redaktion überprüft alle Rezepte und kocht sie nach. Auf Chefkoch.de gibt es Rezepte aus der Show schon seit rund einem Jahr.
guj.de, dwdl.de

Zahl des Tages: “stern” sammelt 750.000 Euro für Backstage-Helden.

Zahl des Tages: Insgesamt 750.000 Euro hat die "stern"-Aktion Backstage-Helden eingesammelt. Das Geld kommt Menschen im Kultur­betrieb zugute, die hinter der Bühne für Licht, Ton oder Maske sorgen und ihren Beruf wegen des Lockdowns nicht ausüben können. Solo­selbst­ständige können sich um jeweils bis zu 1.000 Euro Soforthilfe bewerben.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Bahn-Magazin “DB mobil” bekommt zum 20. Geburtstag einen Digital-Ableger.

Deutsche Bahn bringt ihr gedrucktes Kundenmagazin "DB mobil" zum 20. Geburtstag auch digital auf die Schiene. Auf der neuen Website dbmobil.de finden sich Geschichten aus dem Printheft, Kolumnen, Reportagen und Tipps sowie der neue Podcast Unterwegs mit... von Journalist Michel Abdollahi. Verantwortlich für den Digital-Auftritt zeichnet die G+J-Tochter Territory, die auch das gedruckte Magazin produziert. Die Bahn will mit der neuen Website jüngere Zielgruppen für "DB mobil" erschließen, insbesondere Frauen.
horizont.net (Paid), dbmobil.de

Lese-Tipp: Das G in G+J wäre heute 95 Jahre alt geworden.

Lese-Tipp: Richard Gruner wäre heute 95 Jahre alt geworden – Irene Altenmüller porträtiert das G in Gruner + Jahr auf NDR.de. Sie beschreibt die Gründung des Verlags bei "Erdbeerkuchen mit Sahne" gemeinsam mit John Jahr und Gerd Bucerius 1965 und erzählt, wie Gruner sich schon vier Jahre später über die Linkslastigkeit des eigenen Hauses ärgert: Der "stern" sei auf dem besten Weg, "die erste westdeutsche Redaktionskommune zu werden".
ndr.de

Gruner + Jahr stellt “Geo Special” ein.

Geo Special verschwindet als eigenständiges Magazin vom Markt. Gruner + Jahr stellt das Reisemagazin ein, das sich jeweils auf eine Region konzentriert hat, und integriert es in das multithematische Reisemagazin "Geo Saison". Hier soll künftig ein monothematischer Schwerpunktteil als Special erscheinen. Betriebsbedingte Kündigungen gebe es wegen der Zusammenlegung nicht, teil der Verlag mit.
guj.de

“Horizont”: Gruner + Jahr dementiert weiteren Stellenabbau.

Gruner + Jahr: Roland Pimpl berichtet von "Marktgerüchten", dass der Verlag weitere 30 % der Stellen streichen will. Ein G+J-Sprecher dementiert glaubhaft, die Zahl sei "blanker Unsinn". Unklar sei, auf welchen Zeitraum sich die Zahl bezieht, ob es um mehr als nur bekannte Maßnahmen geht und neu geschaffene Stellen gegen­gerechnet werden. In der Versuchsküche, die G+J in ein Joint-Venture mit Foodboom überführt, werde es im Januar zu "einer Handvoll" betriebsbedingter Kündigungen kommen, die wegen Kurzarbeit erst jetzt formal ausgesprochen wurden. In den Redaktionen könnte die engere Anbindung an RTL mit womöglich zentralen marken- oder konzernüber­greifenden Teams einzelne Jobs kosten, spekuliert Pimpl.
horizont.net (Paid)

Hinweis, 15.12., 19 Uhr: Roland Pimpl schreibt im Artikel, dass nicht klar sei, wie die Gerüchte entstanden sind und sie wahrscheinlich nicht zutreffen.

Gruner + Jahr verhandelt über Verkauf der französischen Magazin-Tochter Prisma.


Renationalisiert: Gruner + Jahr, einst extrem international aufgestellt, plant den Rückzug aus seiner letzten großen Auslandsbastion Frankreich. Der Verlag führt mit dem größten französischen Medienunternehmen Vivendi Gespräche über einem möglichen Verkauf von Prisma Media. Prisma verlegt in Frankreich verschiedene Magazine, darunter "Femme Actuelle" "Télé-Loisirs" und beschäftigt rund 1.200 Menschen. Vivendi ist aktuell in TV, Buch und Kommunikation aktiv, besitzt bislang aber keine Magazin-Sparte. Mit dem Frankreich-Geschäft trennt sich Gruner + Jahr von einem großen Teil des Konzerns, der zuletzt rund 300 Mio zum Gesamtumsatz von rund 1,4 Mrd Euro beigesteuert hat. Von Aktivitäten in Spanien, Italien und auch Österreich hat sich die Bertelsmann-Tochter bereits getrennt.

Die Zukunft des einstigen Weltkonzerns sieht Chefin Julia Jäkel offenbar eher in der engen Anbindung an RTL und die Content- und Ad Alliance von Bertelsmann. Im Intranet schreibt sie mit Bezug auf beide Allianzen: "Im Medienmarkt der Zukunft, das zeigt sich sehr klar, verfügt derjenige über grundlegende Wettbewerbsvorteile, der innerhalb eines Sprach- und Kulturkreises stark aufgestellt ist und eine führende Position möglichst über alle Mediengattungen hinweg einnehmen kann."
presseportal.de, horizont.net (Paid), meedia.de

Gruner + Jahr spendet 50.000 Euro, die sonst in die Weihnachtsfeier geflossen wären.

Gruner + Jahr muss in diesem Jahr coronabedingt auf die Weihnachtsfeier verzichten und spendet stattdessen 50.000 Euro an Menschen in Not, schreibt G+J-Chefin Julia Jäkel bei Linked-in. Das Geld werde über die Stiftung stern u.a. an die Vereine Straßenblues e.V. und Straßenkinder e.V. sowie die Elinor-Kunstnothilfe verteilt. Laut einer Sprecherin handelt es sich um "einen erheblichen Teil der Kosten der Weihnachtsfeier".
linkedin.com

“stern” startet Spendenaktion für “Backstage-Helden” der Kulturbranche.

stern widmet seine Titelstory den Backstage-Helden der Kulturbranche, die in der Corona-Krise oft arbeitslos sind. Eine Spendenaktion in Kooperation mit der Plattform Elinor soll denen helfen, die in Theatern, bei Konzerten oder TV-Produktionen nicht im Rampenlicht stehen. Wer spendet, kann sich für einen 5-Min-Videochat mit einem von 37 Promis bewerben: Peter Kloeppel liest Gute-Nacht-Geschichten vor, Helene Fischer beantwortet Fragen, Michael "Bully" Herbig lädt zum digitalen Glühwein-Tete-à-tete und Veronica Ferres präsentiert ein Adventsgedicht.
stern.de

Hör-Tipp: G+J-Chefin Julia Jäkel im New-Work-Podcast über Veränderungsdruck.

HörTipp: G+J-Chefin Julia Jäkel erinnert sich im New-Work-Podcast an die Anfänge der Digitalisierung bei Gruner + Jahr: Es gab "gewaltigen Druck von innen", die Führungskräfte hätten auf "grundlegende strategische Disruption" gedrängt: nicht etwas anders zu machen, "sondern etwas ganz Anderes". Es hätte gedauert, bis alle Teams verstanden haben, dass der Verlag ein Verlag bleibe. G+J wolle "nicht der digitalste Verlag von allen sein", sondern immer die passende Form finden. Den Begriff "Kulturwandel" habe sie stets gemieden und mehr darauf geachtet, "ins Arbeiten zu kommen" sowie kooperativen Stil und mehr Mut zu "hemdsärmeligen Entscheidungen" vorzuleben.
newwork.podigee.io (58-Min-Audio)