1965 von drei Partnern gegründet wuchs Gruner + Jahr in Hamburg mit dem “stern” zum größten Zeitschriftenhaus Europas. Inzwischen ist G+J ein Konzernteil von Bertelsmann – und Teil des Medienwandels. Weiterlesen im lexikon2.de.

stern.de will Paid Content einführen.

Gruner + Jahr arbeitet an einem Paid-Content-Modell für stern.de, schreibt Gregory Lipinski. Die Federführung bei der Konzeption habe "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier. Denkbar sei ein Konzept wie beim "Spiegel", wo ein Digitalabo sowohl Zugriff auf spezielle Online-Beiträge als auch das E-Paper des Magazins ermöglicht. Bisher setzt stern.de auf eine reine Reichweiten-Vermarktung.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Aus Fehlern lernt man am meisten" – stern.de-Chefin Anna Gretemeier im Strategie-Gespräch.

Gruner + Jahr: Verlagssprecher Frank Thomsen erklärt die Umsatz-Strategie.


Kleiner, aber gesünder: Gruner + Jahr will den Umsatzrückgang im 1. Halbjahr 2019 nicht als Schwäche verstanden wissen, wie von turi2 zuletzt interpretiert. Zwar verliert das Verlagsdickschiff aus Hamburg seit Jahren Umsatz und kann zum jüngsten Umsatzrekord der Mutter Bertelsmann nur ein Minus beitragen, den Kerngeschäften gehe es aber gut, sagt Verlagssprecher Frank Thomsen und verweist auf das deutliche Plus beim operativen Gewinn von 21 % oder 62 Mio Euro. Die Magazin-Neugründungen der vergangenen Jahre von "Barbara" bis "Wohllebens Welt" arbeiteten profitabel, das Digitalgeschäft ziehe deutlich an und mache 34 % des Gesamtumsatzes aus.

"In den Kernmärkten Deutschland und Frankreich haben wir die Größe, den Markt zu gestalten. Überall, wo das nicht der Fall ist, haben wir uns zurückgezogen", sagt Thomsen. Die Geschäfte in den Niederlanden, Spanien und Österreich überlässt G+J inzwischen anderen. In der aktuellen Halbjahresbilanz schlägt sich der Verkauf des Online-Vermarkters Ligatus nieder. Wann Gruner + Jahr wieder ein Wachstum melden will, sagt Thomsen nicht. Auch 2020 werde der Umsatz weiter sinken, weil sich dann der Verkauf der Motor Presse Stuttgart auswirken wird. "Unser Ziel ist die Transformation des Verlags. Mit dem, was wir heute betreiben, fühlen wir uns da schon sehr wohl," so Thomsen.

Gruner + Jahr ist in den vergangenen zwölf Jahren deutlich geschrumpft: 2006 meldete der Verlag einen Umsatz von knapp 2,9 Mrd Euro, 2018 stehen noch Einnahmen in Höhe von 1,4 Mrd Euro in den Büchern.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

Bertelsmann steigert den Umsatz, G+J schrumpft bei steigendem Ebitda.


Gruner-Güter slow: Bertelsmann setzt im 1. Halbjahr 8,6 Mrd Euro um, der höchste Wert seit zwölf Jahren. Penguin Random House wächst 11,3 % auf 1,7 Mrd Euro. Gruner + Jahr dagegen schrumpft um 3 % auf 677 Mio Euro. Grund seien unter anderem der Verkauf von Ligatus und Rückgänge bei Printanzeigen und Vertrieb.

Das Digitalgeschäft bei Gruner + Jahr wachse jedoch. Dadurch kann Gruner + Jahr das Operating Ebitda um 21 % auf 62 Mio Euro steigern. Die RTL Group erhöht ihren Umsatz um 4,2 % auf 3,2 Mrd Euro. Sie bleibt neben Arvato, das 2,0 Mrd Euro und damit 2,4 % mehr umsetzt, größter Umsatzfaktor bei Bertelsmann.
presseportal.de

GeraNova Bruckmann übernimmt “National Geographic”.


National Geragraphic: Die deutsche Ausgabe des Natur- und Wissensmagazins National Geographic erscheint ab Januar 2020 bei GeraNova Bruckmann. Der Münchner Verlag sichert sich die Lizenz, die bisher Gruner + Jahr hatte. G+J lässt den Vertrag nach 20 Jahren auslaufen, betreut aber weiterhin das Anzeigengeschäft.

"National Geographic" steht inhaltlich in Konkurrenz zu den G+J-Marken "Geo" und "P.M.", ein Ausbau dieser könnte zu kartellrechtlichen Problemen führen, denen die Hamburger mit der Lizenz-Abgabe von "National Geographic" womöglich zuvorkommen wollen. Auch das Reise-Magazin "National Geographic Traveller" und die "National Geographic Special Editions" wechseln den Verlag. Gera Nova Bruckmann verlegt in Deutschland bereits die Bücher von "National Geographic".
meedia.de, rtl.de, turi2.de (Background)

Der “stern” startet einen Ableger zum Thema Liebe.

Gruner + Jahr spendiert dem "stern" im Oktober eine neue Line-Extension, schreibt "new business". "stern Liebe" – derzeit noch nur der Projektname – kommt mit 125.000 Auflage und 140 Seiten und richtet sich an Frauen zwischen 25 und 55 Jahren, die sich für Beziehungsfragen interessieren. Als Redaktionsleiter fungiert wie bei "JWD" Michalis Pantelouris. Das Magazin ist zunächst als One-Shot angelegt.
new-business.de

Content Ambassadors sollen bei Bertelsmanns Content Alliance Projekte vorantreiben.

Bertelsmann schafft bei allen Unternehmen der Content Alliance je einen neuen Posten namens Content Ambassador. Die Berufenen sollen "als Botschafter, als Beschleuniger, auch als 'Pfadfinder'" Projekte und Ideen voranbringen. Es sind Julia Reuter (Foto) für die Mediengruppe RTL Deutschland, Anja Kaeumle für die UFA, Marc Haberland für das RTL Radio, Matthias Aichele und Bettina Breitling für Random House, Hans-Peter Junker für G+J, Dominique Kulling für BMG und Mirijam Trunk für die Audio Alliance.
new-business.de

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Interview der Woche von Gruner + Jahr:
"Nach zwei Stunden hat das verdammte Schiff gewonnen": So erlebte Reporter Jonas Breng seine Fahrt auf der Rennyacht, die Greta Thunberg zum UN-Klimagipfel bringt. Bei einem exklusiven Treffen mit dem STERN berichtete die 16-Jährige, wie sie die Welt verändern will ­– mutig, kompromisslos, unerschrocken. #waszählt
www.stern.de

Zitat: Heribert Bertram nimmt großen Einzelhandelsketten ins Visier.

"Zusammen bespielen wir in Zukunft ein Klavier mit viel mehr Tasten und können daher mit dem Category Management der großen Einzelhandelsketten ganz anders umgehen."

Bauer-Vertriebschef Heribert Bertram will mit DMV, der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft mit Gruner + Jahr, das richtige Heft in der richtigen Menge an den richtigen Ort bringen – dabei steht vor allem der Lebensmitteleinzelhandel im Visier, sagt er im "Horizont"-Doppelinterview mit G+J-Operativchef Oliver Radtke.
"Horizont" 32/2018, S. 10-11 (Paid), turi2.de (Background)

Stefanie Hellge und Arne Daniels werden “stern”-Blattmacher, Jan Gritz “Barbara”-Chef.


Fachpersonal für Print: Gruner + Jahr verstärkt die "stern"-Chefredaktion mit Stefanie Hellge und Arne Daniels (links). Sie sollen als Blattmacher Themen planen, das Heft komponieren und die Produktion organisieren. Hellge leitete bislang die Redaktion von "Barbara", Daniels das Gesellschaftsressort des "stern". Bei "Barbara" übernimmt Jan Gritz die Redaktionsleitung, zusätzlich zum gleichen Job bei "Guido".

Das Blattmacher-Duo soll die Chefredakteure Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless unterstützen. Wie viele Chefredakteure wachen sie über immer mehr Kanäle und Angebote. Und wie für viele ihrer Kollegen, ist Print ihr Sorgenkind: Das Interesse am "stern" schrumpft kontinuierlich. Abo und Einzelverkauf liegen laut IVW inzwischen unter 300.000 Exemplaren, ein Minus von 11,6 % im 2. Quartal.
guj.de (Hellge, Daniels), guj.de (Gritz)

Aus dem Archiv von turi2.tv (Mai 2018): "Aus Fehlern lernt man am meisten" – Anna-Beeke Gretemeier im Strategie-Gespräch.

Analyse: Bei stern.de arbeiten die aktivsten Instagram-Beobachter.

Stern.de ist der Spitzenreiter beim Thema Instagram-Auswertung, analysiert die Medienagentur Jeschenko. In den letzten beiden Juli-Wochen basieren 94 Artikel auf einem Instagram-Posting. Auf den Plätzen folgen t-online.de und bild.de mit je 76 Artikeln. Die Top Ten der deutschen Newsportale nutzt Instagram in dem Zeitraum als Quelle für 464 Artikel.
horizont.net

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Zahl der Woche von Gruner + Jahr:
Alle mal herhören: 90% der Mobile User kennen Podcasts und insgesamt 47% der Befragten haben schon Podcasts gehört – die große Mehrheit über Apps auf dem Smartphone. Noch mehr spannende Ergebnisse über die Generation Smartphone gibt es in der neuesten Welle der G+J e|MS Mobile 360° Studie. #waszählt
www.gujmedia.de

“stern” stellt seinen Chefs zwei Blattmacher zur Seite.

stern: stellt den Chefredakteuren Florian Gless und Anna-Beeke Gretemeier zwei explizite Blattmacher an die Seite, schreibt Gregory Lipinski. Der Verlag will die beiden neuen Kräfte per interner Stellenausschreibung finden. Sie sollen ausschließlich für das Print-Magazin tätig sein. Laut dem Verlag sei die Entscheidung, wieder eine weitere Leitungsebene einzuführen, von den Chefredakteuren getroffen worden. Gless und Gretemeier sind seit Anfang des Jahres im Amt und folgten auf Christian Krug. Den Auflagenrückgang konnten sie nicht wie erhofft spürbar abbremsen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Aus Fehlern lernt man am meisten" – stern.de-Chefin Anna Gretemeier im Strategie-Gespräch.

ProQuote: “stern” strahlt mit knapp 53 % Frauenanteil in Führungs-Jobs.

stern erreicht als erstes Leitmedium einen Frauenanteil von mehr als 50 % in Führungspositionen der Print-Redaktion, zählt ProQuote. Die Zeitschrift besetzt alle Leitungsjobs mit gemischten Doppelspitzen und erreicht so 52,5 %. Der "Spiegel" meldet einen Frauenanteil von knapp 39 %, die "Süddeutsche" 32,6 %. Schlusslicht ist "Focus" mit nur 11,8 % Frauen.
meedia.de

Berufe mit Zukunft: Z wie Zeitungsmanager – Carsten Dietmann.


Mut zum Misserfolg: Carsten Dietmann, Chef des Verlags von “Sächsischer Zeitung” und “Dresdner Morgenpost”, liest keine Papierzeitungen mehr – selbst am Sonntag wischt er lieber übers iPad. Im Porträt von Maria Gramsch für die turi2 edition #8 erklärt er, warum Pessimismus sein größter Antrieb ist und wie er den Zeitungsverlag fit macht für die Zukunft. Den Abschluss unseres Berufe-Alphabets lesen Sie hier als Online-Text oder hier im kostenlosen E-Paper des Buchs. Im Videofragebogen wünscht sich Dietmann mehr Digital- als Print-Abos.

“Spiegel” vermarktet sich künftig unter Ad-Alliance-Flagge.

Spiegel-Vermarktung tritt künftig unter der Flagge von Bertelsmanns Ad Alliance auf, berichtet "Horizont". Rund zehn Mitarbeiter sind betroffen. Die Mitarbeiter KG des Magazins habe ihre Vorbehalte gegen die Konstruktion aufgegeben. Sollte die Ad Alliance die Umsatzversprechen nicht einhalten, könne der "Spiegel" wieder austreten. Gesellschafter Gruner + Jahr verzichte dafür auf sein Veto-Recht.
"Horizont", S. 6 (Paid), turi2.de (Background)

Gruner + Jahr verkauft 45.000 Ausgaben Waldpapier von “Wohllebens Welt”.

Gruner + Jahr hat von Wohllebens Welt bereits 45.000 Exemplare verkauft. Das Personality-Magazin um Peter Wohlleben ist im April gestartet, seit 14. Juni liegt die zweite Ausgabe am Kiosk. Bei einer Leserbefragung gaben 98 % der Befragten dem Magazin die Noten 1 oder 2.
presseportal.de



Aus dem Archiv von turi2.tv: Peter Wohlleben und Michael Schaper stellen "Wohllebens Welt" vor.

Mein Homescreen: Marcus Luft.


Für Marcus Luft, Mode- und Vize-Chef von “Gala” und seit Kurzem auch fashion-verantwortlich beim “stern”, ist Ordnung das halbe Leben. Die andere Hälfte ist sein etwas chaotischer Homescreen. Immerhin: Der nächste Online-Einkauf, ein bisschen “Omm” und die größten Queen-Hits zum selbst singen sind nur einen Wisch entfernt. Weiterlesen …

Wo sind Marken sicher? Oliver Hülse und Daniel Gerold über Werbe-Betrug und saubere Umfelder.


Orientierung im Wörter-Wald: Die digitale Werbeindustrie liebt Buzzwords – "Horizont" und turi2.tv wollen sie verstehen. Beim Innovation Day Health von Gruner + Jahr erläutern deshalb die Reklame-Recken Oliver Hülse (links) und Daniel Gerold, wo Betrug lauert, wo Marken sicher fahren und weshalb Google und Facebook nicht zwangsläufig böse Buben sind. Oliver Hülse checkt bei Integral Ad Science die Werbeumfelder – und hat viel Lob für Verlage im Gepäck. Daniel Gerold von Gruner + Jahr EMS lobt auch – überraschenderweise die großen Tech-Konzerne.

Oliver Hülse ist von Berufs wegen vorsichtig-kritisch und sagt: "Auf allen digital ausspielbaren Werbeflächen kann betrogen werden." Bot-Netzwerke, Ad Stacking und Domain Spoofing lauten die Fallen, vor denen Hülse Werbekunden und Agenturen als Dienstleister bewahren will. Auch Daniel Gerold will beim G+J-Digitalvermarkter Kunden glücklich machen und sieht sie im Verlagsumfeld in besten Händen: "Hier sitzen Menschen, die Tag und Nacht hochwertige Inhalte produzieren." Das bestätigt Hülse, will aber im Gegenzug nicht andere Werbeumfelder schlecht machen: Er hält auch YouTube und Facebook für gute Umfelder und zeigt Verständnis, wenn in den Massen von Videos und Postings mal ein schlechter Inhalt "durchrutscht".
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

RTL verfilmt “Faking Hitler” vom “stern” und überträgt Herz-OP live.

Mediengruppe RTL macht aus dem "stern"-Podcast Faking Hitler eine TV-Serie. Die Hitler-Tagebücher-Story ist die erste fiktionale Kooperation für die Content Alliance der Bertelsmann-Unternehmen. RTL baut zudem auf Live-Events im TV: Der Sender will eine Herz-OP live übertragen und Ostern 2020 "Die Passion" als Musikshow.
horizont.net, kommunikation.mediengruppe-rtl.de

“stern” startet die YouTube-Show “Diskuthek”.


Die Zerstörer aus Hamburg: Der "stern" startet das politische Video-Format Diskuthek auf YouTube. Melanie Stein und Aimen Abdulaziz-Said, beide mit NDR-Hintergrund, sprechen zunächst mit Talkgästen, anschließend in einem YouTube-Livevideo mit Experten und der Community. Geld für das Projekt kommt über die News Initiative von YouTube-Eigner Google.

Für die "Diskuthek" hat sich Gruner + Jahr eigens ein Studio aufs Verlagsdach gebaut. Zum Start am Donnerstag diskutieren im "Rooftop-Studio mit Industriecharme" die CDU-Hoffnung Philipp Amthor und Jung-Sozialist Kevin Kühnert. "stern"-Videochefin Isa von Heyl verantwortet das Projekt mit einem eigens gegründeten Redaktionsteam.
presseportal.de, stern.de, youtube.com (40-Sek-Trailer)

“Brigitte” lässt ein grünes Beiboot für jüngere Frauen zu Wasser.

Brigitte startet einen Ableger für die Generation #FridaysForFuture: Das halbjährliche Magazin rund um Nachhaltigkeit richtet sich an Frauen ab 25 Jahren. Gruner + Jahr kündigt den Start für Herbst an mit 120.000 Auflage und einem Copypreis von 5,90 Euro. Auf welcher Sorte nachhaltigem Recycling-Papier gedruckt wird, ist noch nicht bekannt.
presseportal.de

Meedia: Mitarbeiter der Ad Alliance sortieren sich neu.

Ad Alliance organisiert sich in Teams, die sich auf Kunden statt Medien-Kanäle fokussieren, schreibt Gregory Lipinski. Je drei Teams pro Standort sollen Mediaagenturen oder Großkunden oder Spezialthemen betreuen. Mitarbeiter, die etwa bislang nur Print vermarktet haben, sollen sich künftig crossmedial um Kampagnen kümmern. Ärger könnte dies beim Allianz-Mitglied Spiegel Media geben, der auf Eigenständigkeit pocht, beobachtet Lipinski.
meedia.de

Video-Tipp: “Walulis” liest Maskottchen-Magazine.

Video-Tipp: Die Funk-Satire-Sendung Walulis nimmt sich Maskottchen-Magazine mit Promis als Namensgeber vor. Barbara, JWD und Boa kreierten einen Personenkult, wie seit den Rolling Stones nicht mehr - die ja auch ihr eigenes Magazin hätten. Als Editor-at-Large (Barbara), Editor-at-very-Large (Joko) oder einfach nur Spielmacher (Boateng) hätten die Promis zwar Einfluss aufs Heft, seien bei der "redaktionellen Knochenarbeit" aber nicht unbedingt vor Ort.
youtube.com (8-Min-Video)

turi2 edition #8: Martin Kotthaus über erfolgreiche Gesprächsführung.


Erfolg durch Diplomatie: Martin Kotthaus, Deutschlands Botschafter in Belgien und Ex-Sprecher von Gruner + Jahr, ist Experte in Sachen Verhandlungsgeschick. Für die turi2 edition #8 spricht Anne-Nikolin Hagemann mit ihm übers Zuhören, schlaue Gesprächsführung und kommunikative Fettnäpfen. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs.

turi2 edition #8: Tim Sommer über unter- und überschätzte Künstler


Kunst oder weg? Tim Sommer, Chefredakteur von Europas größtem Kunstmagazin “art”, trifft sich für die turi2 edition #8 mit Heike Reuther in den Hamburger Deichtorhallen. Sie besichtigen die Ausstellung “Stuttgart sichten” und sprechen dabei über Erfolg in der Kunst – und die Kunst des Erfolgs. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Territory übernimmt Honey, Marius Darschin wird zusätzlicher Geschäftsführer.

Territory übernimmt die Content-Campaigning-Agentur Honey komplett. Im September hatte Kolle Rebbe seinen Anteil bereits von 50 % auf 20 % gesenkt, nun steigen die Hamburger komplett aus dem Joint Venture aus. Marius Darschin, bislang Managing Director bei Territory, kommt neben Stefan Setzkorn als weiterer Geschäftsführer zu Honey.
gutesel.de

Gruner + Jahr steigt bei Motor Presse Stuttgart aus.


Weniger sportlich: Gruner + Jahr verkauft seine Anteile an der Motor Presse Stuttgart. Die Mehrheitsanteile am Stuttgarter Medienhaus, in dem u.a. auto motor und sport, "Men's Health" und "Runner's World" erscheinen, gehen an Patricia Scholten und Peter-Paul Pietsch, die Nachfolger der Gründerfamilie Pietsch. Die Motor Presse stehe vor "zum Teil deutlich anderen Herausforderungen", begründet G+J in der Pressemitteilung. Die Eigner wollen mit G+J "bei jeder passenden Gelegenheit partnerschaftlich zusammenarbeiten", sagt Patricia Scholten.

Die neuen Eigentumsverhältnisse bringen auch Neuerungen in der Geschäftsführung mit sich: Nils Oberschelp verlasse den Chefposten der Motor Presse, die Eigentümer-Familien wollen einen neuen Geschäftsführer einsetzen. Gruner + Jahr hatte 2005 59,9 % der Anteile der Stuttgarter übernommen. Die restlichen 40,1 % verblieben bei den Gründerfamilien, 25,1 % bei Familie Pietsch sowie 15 % bei Hermann Dietrich-Troeltsch. Die österreichischen Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Der "millionenschwere Deal" sei bereits am Freitag unterzeichnet worden, berichtet Gregory Lipinski bei Meedia.
presseportal.de, meedia.de (Lipinski)

Mitarbeit: Dirk Stascheit

“Horizont”: “Spiegel” kämpft um Eigenständigkeit im Anzeigen-Verkauf.


Allianz oder allein? Die weitere Integration des "Spiegel" in die Ad Alliance von Bertelsmann könnte zu einem Gesellschafter-Streit zwischen der Mitarbeiter KG des Nachrichtenmagazins und Gruner + Jahr führen, schreibt Roland Pimpl in "Horizont". Das Verkaufs-Team des "Spiegel" solle künftig unter dem Dach der Ad Alliance auftreten, wünscht sich der Gesellschafter vom Baumwall. Das stoße aber auf Widerstand beim "Spiegel" aus Angst um Eigenständigkeit und Arbeitsplätze. "Spiegel"-Geschäftsführer Thomas Hass spricht im Interview von intensiven Gesprächen. Pimpl übersetzt: "Hier ist Feuer in der Hütte."

Hass korrigiert sein 2015 angekündigten Wachstumsziel von 20 Mio Euro aus Neugeschäften bis 2019 nach unten – wegen des späteren Starts von Spiegel Plus und kostspieliger Flops wie "Spiegel Fernsehen". Bis Jahresende rechnet Hass nun mit 13 Mio Euro. Im Vertrieb soll das Online-Abo Spiegel Plus die Rückgänge im Print-Vertrieb ebenfalls bis Jahresende auffangen.
"Horizont" 22/2019, S. 1, 18-19 (Paid)