Handelsblatt und Google bieten gemeinsame Workshops an.

Handelsblatt und Google kündigen gemeinsame Seminare für digitale Weiterbildung an. Die Google Zukunftswerkstatt bietet kostenlose Workshops zu Onlinemarketing und Innovation im Verlagshaus an. Ziel sind 3.000 Teilnehmer. Google steigt außerdem als Partner beim Bildungsprogramm Ada von Miriam Meckel ein.
handelsblattgroup.com

Aus dem Archiv von turi2.tv (Oktober 2018): Miriam Meckel will mit Ada ein Wirtschaftswunder schaffen.

TV-Tipp: BR und das “Handelsblatt” zeigen Ausmaß von Audis Abgasaffäre.

TV-Tipp: Das Erste, Montag, 22.45 Uhr: Audi hat in der Abgasaffäre offenbar noch bis Anfang 2018 Diesel-Modelle verkauft, die unerlaubte Abschalteinrichtungen nutzen, sagen Recherchen vom "Handelsblatt" und dem BR. Die Autoren Arne Meyer-Fünffinger, Josef Streule und Lisa Wreschniok erhielten für "Die Story im Ersten: Der Fall Audi" Einsicht in vertrauliche Dokumente.
daserste.de

Analyse: Umbau bei IQ Media könnte “Süddeutscher” und “FAZ” die Tür öffnen.

IQ Media: Der Umbau beim Holtzbrinck-Vermarkter könnte eine Brücke sein, um auch die "Süddeutsche" und die "FAZ" an Bord zu holen, schreibt Roland Pimpl. IQ Media kümmert sich künftig nur noch um Mediaagenturen und Mandanten, "SZ" und "FAZ" müssten somit nicht mehr befürchten, dass Holtzbrinck in einer Allianz "über Gebühr von ihren Kunden profitiert".
horizont.net (frei nach Registrierung), turi2.de (Background)

Holtzbrinck streicht Vermarkter IQ Media zusammen – zugunsten der Einzel-Titel.


Neuer IQ-Test: Holtzbrinck baut seinen Vermarkter IQ Media radikal um, schreibt Roland Pimpl bei Horizont.net. Von bisher 70 Mitarbeitern sollen noch 20 bleiben, die übrigen 50 in den einzelnen Verlagen unterkommen. Auch an der Spitze des Vermarkters gibt es einen Wechsel: Geschäftsführer Stefan Knieß (Foto, links) geht im Herbst und Julia Schleunung (Foto, rechts), bisher Sales Director, übernimmt. Damit verabschiedet sich die Holding von der Gemeinschafts-Vermarktung seiner Titel. "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche", "Zeit" sowie "Tagesspiegel" sollen Kunden künftig direkt ansprechen. Die Rest-IQ-Media soll sich um Agenturen und das Mandantengeschäft kümmern, etwa die Vermarktung von "Mare" und den Mercedes-Magazinen.

Die gemeinschaftliche Vermarktung der Holtzbrinck-Titel hat sich offenbar nicht bewährt, glaubt Roland Pimpl als Grund für den Umbau. Damit geht Holtzbrinck einen radikal anderen Weg als andere großen Player im Markt: Bei Bertelsmann etwa wachsen Inhalte in der Content Alliance und Vermarktung in der Ad Alliance konzernweit und medienübergreifend immer weiter zusammen.
horizont.net (nach Registrierung frei)

Gerrit Schumann und Oliver Voigt führen künftig Handelsblatt Media Group.


Handelsblatt Media Group wird künftig von Gerrit Schumann (Foto, links) und Oliver Voigt geführt. Die Geschäftsführer übernehmen in Doppelspitze die bisherige Führungsrolle von Frank Dopheide (Mitte), der zum 1. Juli die Geschäftsführung und Ende 2019 das Unternehmen verlässt. Schumann war Anfang 2017 als Digital-Chef in die Handelsblatt-Geschäftsführung gekommen, Voigt folgte Anfang dieses Jahres.

Die Neuaufstellung nutzt die Mediengruppe für weitere Reformen. Die Vermarktung soll sich auf zwei Säulen aufteilen: Die IQ Media Marketing kümmert sich um Agenturvermarktung, die HMG Solutions soll direkt mit Kunden spezifische Konzepte entwicklen. IQ-Media-Geschäftsführer Stefan Knieß geht, ergänzt Roland Pimpl – der Umbau komme einer Dezimierung gleich. "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" sollen redaktionell verstärkt "zielgruppenspezifische Produkte" entwickeln, etwa Briefings per E-Mail, Podcasts und Themen-Portale. Außerdem sollen die digitalen Produkte mehr Funktionen zur Personalisierung bekommen. (Foto: HMG, Montage: turi2)
per Mail, horizont.net (Pimpl), turi2.de (Background)

Geschäftsführer Frank Dopheide verlässt die Handelsblatt Media Group.


Steingarts letzte Spuren: Frank Dopheide, Sprecher der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group, verlässt das Unternehmen Ende des Jahres "auf eigenen Wunsch", schreibt die "Rheinische Post". Hintergrund sind wohl Differenzen mit dem Aufsichtsrat über die Ausrichtung des Verlags. Die "Rheinische Post" zitiert aus einer E-Mail Dopheides an Kollegen, in der er schreibt, er wolle "wieder selbständiger werden".

Dopheide war vor einem Jahr – unmittelbar nach Gabor Steingarts Abgang – zum Sprecher der Geschäftsführung aufgestiegen. Er verantwortete Redaktion, Veranstaltungen und Kommunikation. Dopheide war das letzte Mitglied des ehemaligen Führungstrios, zu dem noch Gabor Steingart und Finanzchef Ingo Rieper gehörten. In der Redaktion haben noch viele Vertraute von Steingart das Sagen: Sven Afhüppe wurde von ihm zum "Handelsblatt"-Chefredakteur gemacht, Beat Balzli und Miriam Meckel kamen durch Steingart zur "Wirtschaftwoche".
rp-online.de

Korrektur: Sven Afhüppe wurde nicht - wie ursprünglich in diesem Text geschrieben - von Gabor Steingart zum "Handelsblatt" geholt, er war schon da, als Steingart vom "Spiegel" kam. Steingart hat Afhüppe zum "Handelsblatt"-Chefredakteur gemacht.

Aus dem turi2.tv-Archiv: Frank Dopheide über die Zukunft des "Handelsblatts".

Verlage und Digitalunternehmen gründen Austauschforum OP next.

Online-Publisher im deutschsprachigen Raum haben den Verein OP next gegründet, in dem sie sich über digitale Produktentwicklungen austauschen wollen. Die Plattform richtet sich an Publisher, die überregional journalistische Digitalprodukte herausgeben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen u.a. "Spiegel", "Standard", Golem.de, Gruner + Jahr, die "Neue Zürcher Zeitung", Tamedia und Zeit Online.
opnext.info

Berufe mit Zukunft von A-Z: E wie Editor Live-Journalismus – Ina Karabasz.


Im Rampenlicht: Ina Karabasz macht den Journalismus des “Handelsblatts” fit für die Bühne. Ihr Anspruch: Die Journalisten sollen auf Kongressen und Seminaren nicht von oben herab dozieren, sondern spannende Interviews, Analysen, Porträts präsentieren. Als Editor Live-Journalismus stellt Markus Trantow die 35-Jährige im Berufe-Alphabet der turi2 edition #8 vor. Lesen Sie das ganze Porträt hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen PDF des Buchs auf Seite 157.

Hör-Tipp: Tina Müller über Frauennetzwerke und Sport im Douglas-Foyer.

Hör-Tipp: Als Opel-Marketingchefin hat Tina Müller "Umparken im Kopf" propagiert, als Chefin des Parfümerie-Riesen Douglas sieht man sie öfter beim Rumturnen im Foyer. Weil Müller in ihrem neuen Job weniger Bewegung hat, sportelt sie in der Mittagspause unter den Augen ihrer Mitarbeiter. Im "Mindshift"-Podcast des "Handelsblatt" spricht Müller außerdem über ihr Frauennetzwerk und sagt, wie sich dort neue Kontakte und Job-Möglichkeiten ergeben.
podigee.io (69-Min-Audio), handelsblatt.com

Ohne Print und Werbung: Reaktionen auf das Steingart-Interview von turi2.tv.

"Toll! Finde sein Morning-Briefing großartig! Er hat Mut & Energie: Go!"

Gründer-Figur Frank Thelen begrüßt via Twitter Gabor Steingarts Expansionspläne.
twitter.com, turi2.de (weitere Reaktionen)

weitere Reaktionen:

"Soweit, dass wir durch Werbung 'übers Ohr gehauen' werden, würde ich nicht gehen. Eher gilt: je mehr, desto nerviger!"

Dirk Metz, Kommunikationsberater, via E-Mail

"Steingart hat aus meiner Sicht eine Begabung für verlegerisches Handeln. Schön, dass er es jetzt hier in Berlin ausbaut. Da ist er wagemutig, ohne tollkühn zu sein."

Uwe Walter, Storytelling-Coach, via YouTube

"Ich bin seit etlichen Jahren einer seiner begeisterten Gratis-Leser – äußerst dankbar dafür – bin aber weg, wenn's Geld kostet."

Hermann K. Severin, Kommunikationsberater, via E-Mail

Hat Gabor Steingart Recht und welche Chance hat sein Kurs ohne Werbung? Mailen Sie uns Ihre Meinung an: post@turi2.de



Debatte: Christoph Schwennicke gibt Gabor Steingart recht – aber nur in Teilen.


Gabor Steingart will den Journalismus der Zukunft ohne Papier und Werbung realisieren (Text, Video und Podcast hier). Christoph Schwennicke, Verleger von "Cicero" und "Monopol" widerspricht in Teilen und warnt: "Wer Geld gibt, will Einfluss nehmen" - auch bei Steingarts Medienprojekt.

"Was Gabor Steingart sagt, ist immer interessant und immer schön markant. Seine Aussagen zum Papier teile ich gleichwohl nicht. Es wird weiter einen Markt für inhaltlich, optisch und haptisch reizvolle Magazine geben. Nicht mehr den Massenmarkt. Aber jenen, den sich Vinyl gerade von der CD zurückerobert. Wie bei der Musik wird es Vinyl geben und Streamingdienste, aber keine CD mehr. Heißt: Es wird weiter Feinkost-Magazine geben, aber keine Papier-Massenware mehr - und es wird die digitalen Kanäle geben, wie Gabor Steingart gerade einen auf- und ausbaut.

Dass wir besser mit unserer originären Dienstleistung (Inhalte) als über den Umweg Werbung unser Geschäft finanzieren, teile ich uneingeschränkt. Deshalb sind wir auch so froh mit dem Aufwuchs von Cicero Plus und unseren digitalen Abos. Da hat sich was verändert in der Bereitschaft der Nutzer, für guten Stoff auch im Netz zu bezahlen. Spotify und Netflix wirken hier.

Die Frage ist nur: Reicht das mittelfristig fürs Geschäftsmodell? Und wie verhält es sich mit den anderen Geldgebern, von denen er spricht: Ich wünsche Gabor Steingart wirklich, dass er Partner und Investoren findet, die Geld geben, ohne sich inhaltlich einzumischen. Unsere Erfahrung ist bei Sondierungen immer eine andere: Wer Geld gibt, will Einfluss nehmen. So einfach ist das. Und so verständlich irgendwo auch. Deshalb sind wir froh und dankbar, dass sich in den drei Jahren unserer Selbständigkeit der Res-Publica-Verlag ohne fremde Hilfe trägt."

Ohne Werbung: Gabor Steingart baut an einem Medienimperium mit 30 neuen Leuten.


Journalismus im Schaufenster: Gabor Steingart arbeitet von einer ehemaligen Berliner Bekleidungs-Boutique aus an seinem eigenen Medienreich. Im Video- und Podcast-Interview mit Peter Turi sagt der frühere Juniorverleger des "Handelsblatts", dass er ein weiteres Studio in bester Lage eröffnen und noch in diesem Jahr fünf bis zehn neue Podcasts starten will. Dafür sucht der Chef von bisher rund 20 Leuten 30 weitere Mitarbeiter. Bei der Frage nach der Finanzierung des Projekts wird Steingart ungewohnt schmallippig. Bisher stemmt er die Mio-Investition aus eigener Tasche und erteilt Werbe-Finanzierung eine schroffe Absage: Werbung sei "ein Übers-Ohr-Hauen der Leser und Hörer".

Steingart sagt, dass auch andere Medien die Werbefreiheit entdecken werden und nimmt sich demokratische US-Politiker zum Vorbild, die auf Gelder von Waffen- und Pharma-Riesen verzichten. Wie Steingart künftig mit seinem "Morning Briefing" Geld verdienen will, deutet er allenfalls an: Partner und Investoren sind willkommen, solange sie inhaltlich nicht zu sehr mitreden. Auch von Lesern und Hörern Geld zu nehmen, sei eine Option – im Moment aber zu früh.

Hat Gabor Steingart Recht und welche Chance hat sein Kurs ohne Werbung? Mailen Sie uns Ihre Meinung an post@turi2.de!

Das 45-Min-Gespräch von Gabor Steingart mit Peter Turi ist als turi2.tv-Video bei YouTube abrufbar und steht als Audio unter turi2.tv/podcast sowie bei iTunes, Spotify, Deezer und AudioNow bereit.



Kapitelmarken bei YouTube:

0:47 Gabor Steingart findet Papier als Medium "prähistorisch" und "autokratisch" – Bücher schreibt er dennoch.

2:28 ...über seinen "zeitgemäß interpretierten Journalismus"

3:58 ... will dem "Handelsblatt" keine Konkurrenz machen

6:21 ... über einen partnerschaftlichen Umgang mit Lesern und Hörern

8:05 ... über die Akquise von Promi-Gesprächspartnern

8:55 ... erklärt, warum er derzeit kein Geld verdienen will, und warum er eine Werbe-Vermarktung ablehnt

12:57 ... erklärt, warum er auch keine klassischen Abos verkaufen will, und vergleicht sich mit Mick Jagger

15:47 ... über einen Club als Geschäftsmodell

17:03 ... will sich als Gründer in seinem Unternehmen ersetzbar machen

18:43 ... will keine One-Man-Show machen, weitere Shows entwickeln und neue Mitarbeiter einstellen

31:39 ... will noch 5-10 weitere Podcasts produzieren und ein weiteres Studio aufbauen

24:32 ... will moderner Verleger und aktiver Journalist sein

25:31 ... hat keinen Plan aber einen Business-Plan

26:40 ... will keine Experiementier-Abteilung für einen klassischen Verlag sein

28:49 ... will noch nichts zur wirtschaftlichen Zukunft seines Unternehmens sagen

31:07 ... über Podcasts als Mittel der Hörer-Emanzipation

33:39 ... über seinen Arbeitsalltag

38:13 ... wie lange er noch früh aufstehen und an der Front Journalismus betreiben will

41:09 ... über seine Rausschmiss-Routine von der Schulbank bis zum "Spiegel"

43:13 ... will seinen Kindern keine publizistische Macht hinterlassen

Martin Dowideit wird Head of Product beim “Handelsblatt”.

Handelsblatt: Martin Dowideit, 40, soll künftig auf der neu geschaffenen Position des Head of Product die Paid-Content-Strategie und den Ausbau digitaler Produkte koordinieren. Dowideit war bisher Leiter Digitales. Beim Schwesterblatt "Wirtschaftswoche" bekommt Kim Balve, 30, als Head of Business eine ähnliche Rolle. Sie soll übergreifend alle Projekte und Produkte der Zeitschrift steuern.
per Mail

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Neugierde, Neugierde, Neugierde!" - Das erwarten Chefredakteure von Journalismus-Einsteigern (02/2019)

“Handelsblatt”-Redakteure sollen künftig vorranig für das Digitalprodukt schreiben.

Handelsblatt: Chefredakteur Sven Afhüppe will, dass die Redaktion künftig zunächst die digitalen Ausspielkanäle im Blick hat, schreibt Gregory Lipinski. Afhüppe habe seine Pläne mit dem Titel "Apollo 27" heute der Redaktion vorgestellt. Künftig sollen stärker auch Grafiken und multimediale Anwendungen zum Einsatz kommen, erst in einem zweiten Schritt sollen die Beiträge für die gedruckte Zeitung aufbereitet werden. Von der neuen Herangehensweise verspricht sich die Zeitung einen höheren Absatz an Digital-Abos und weniger Abhängikeit vom Printprodukt.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Sven Afhüppe beantwortet den turi2.tv-Fragebogen (02/2018)

Marketing- und Vertriebschef Ivo Hoevel verlässt “Handelsblatt”.

Handelsblatt Media Group: Marketing- und Vertriebschef Ivo Hoevel, 50, geht - offiziell im Sommer, de facto hat Hoevel seinen Arbeitsplatz Ende Januar geräumt. Hoevel kam Anfang 2018 als Chef des "Handelsblatt"-Wirtschaftsclub, im April übernahm er zusätzlich Marketing und Vertrieb der Gruppe. In beiden Bereichen wird kräftig gespart, es ist deshalb unklar, ob ein Nachfolger kommt oder die Aufgaben unter den bestehenden Führungskräften aufgeteilt werden.
turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background Handelsblatt), turi2.de (Background Hoevel)

Handelsblatt-Gruppe streicht 20 bis 30 Stellen, beerdigt Global Edition.


Orange blutet rot: Die Handelsblatt Media Group hat 2018 ihre Finanzziele nicht erreicht und will deshalb den Rotstift ansetzen, sagt Geschäftsführer Frank Dopheide zu "Horizont". Der Umsatz habe 2018 stagniert, das Ergebnis sei gesunken. Bis Ende 2021 will die Handelsblatt-Gruppe laut "Horizont" mehrere Mio Euro sparen: Die Personalkosten sollen um 3 % sinken, was 20 bis 30 Stellen weniger bedeutet. Sie sollen über Vorruhestände entfallen, Kündigungen kommen wohl dazu. Die englischsprachige Digitalausgabe "Handelsblatt Today" bekommt der Verlag "auf absehbare Zeit nicht profitabel" und stellt sie deshalb ein.

Dopheide sagt zu "Horizont": "Wir müssen genügend Finanz- und Managementkraft aufbringen, um unsere Transformation schnell genug umsetzen zu können. Die Ressourcen zum Investieren in neue Produkte und in Technologie müssen wir freischaufeln und steigern." Der Verlag wolle sich künftig auf reine Wirtschaftsthemen fokussieren und habe deshalb auch Meedia verkauft. Damit enden nach dem Abgang Gabor Steingarts auch zwei seiner Projekte: Er hatte Meedia gekauft und die Global Edition des "Handelsblatts" gegründet.
horizont.net

Aus dem turi2.tv-Archiv: Handelsblatt wird zum Bildungs-Unternehmen: Das große Interview mit Frank Dopheide.

“Wirtschaftsjournalist”: “Wiwo” streicht 10 von 100 Stellen, “Edison” steht vor Management-Buyout.


Wirtschaftliche Woche: Die Handelsblatt Media Group streicht der "Wirtschaftswoche" bis zu 10 der 100 Stellen, berichtet das Fachblatt Wirtschaftsjournalist unter Berufung auf Unternehmenskreise. Das Magazin soll zusätzlich 1 Mio Euro einsparen. Das E-Lifestylemagazin Edison steht zudem offenbar kurz vor einem Management-Buyout. Chefredakteur Franz Rother wolle das Heft übernehmen und mit seinem fünfköpfigen Team weiter produzieren.

Das englischsprachige Angebot Handelsblatt Today wird im Zuge der Sparmaßnahmen eingestellt. Es gebe dafür bislang kein "nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell", sagt "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe. Ein neues Konzept für ein englischsprachiges Produkt sei aber in Arbeit. Ein für Januar geplanter Relaunch des "Handelsblatts" sei laut dem "Wirtschaftsjournalist" abgesagt worden. Die Konzernführung um Verleger Dieter von Holtzbrinck forciere einen gemeinsamen Relaunch von Print und Online. Dieser sei nun für Ende Juni bzw. Anfang Juli geplant, so Afhüppe gegenüber Kress.de
"Wirtschaftsjournalist" 1/2019 (ET 08.02.2019) via kress.de, presseportal.de (Handelsblatt Today)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.

Handelsblatt Media Group trennt sich von Branchendienst Meedia, Busch Group übernimmt.


Was im Busch: Die Handelsblatt Media Group verkauft den Branchendienst Meedia an die Busch Group, die u.a. bereits "Blickpunkt:Film" und die "MusikWoche" herausgibt. Das Meedia-Team um Gründungschefredakteur Georg Altrogge (Foto) wechselt damit unter das Dach des Verlegers Timo Busch, der die Marke "weiter ausbauen" will. "Handelsblatt"-Geschäftsführer Frank Dopheide sagt: "Wir sind eine Gemeinschaft zur Verbreitung des wirtschaftlichen Sachverstands. Das steht im Mittelpunkt unseres Zukunftsstrategie." Darum habe sich der Verlag entschieden, "Meedia in andere Hände zu geben".

Die Gerüchte um die Verkaufsabsichten kursierten schon eine Weile – weil Meedia die einst erhofften Synergieeffekte zur "Absatzwirtschaft" nicht gebracht habe. Diese wechselt verlagsintern zu Planet C, unter Leitung von Andrea Wasmuth.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv (10/2018): Frank Dopheide über die neue Strategie der Handelsblatt Media Group.

Video-Fragebogen: Sebastian Matthes.

Video-Fragebogen: Sebastian Matthes wollte Geiger werden – und spielt heute die erste digitale Geige im "Handelsblatt"-Orchester. Der Stellvertreter von Sven Afhüppe gibt im turi2.tv-Fragebogen zu, ein ungeduldiger Mensch zu sein. Ganz kribbelig wird er beim Blick auf viele Medienhäuser, die sich viel zu zaghaft digitalisieren. "Viele Medienunternehmen sind jetzt noch in der Lage, aus einer Position der Stärke zu agieren. In ein paar Jahren ist es möglicherweise nicht mehr so", sagt Matthes, der von Amazon-Gründer Jeff Bezos fasziniert ist und beim Kochen indischer Gerichte wieder ein bisschen von seiner Ungeduld runterkommen kann.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv (Oktober 2018): "Handelsblatt"-Digitalchef Sebastian Matthes im Strategie-Gespräch.

Media-Tenor-Ranking: “Bild” ist Deutschlands meistzitiertes Medium 2018.

Mehr Maaßen macht meistzitiertes Medium aus: "Bild" ist 2018 das meistzitierte Medium in Deutschland, zählt Media Tenor in seinem Zitate-Ranking. Mit insgesamt 1.203 Exklusiv-Meldungen ist der Boulevardtitel vor dem "Spiegel", der mit 1.098 Nennungen knapp dahinter liegt. Es folgen "New York Times" mit 907 Zitaten sowie "Bild am Sonntag" mit 895 Zitaten. "Süddeutsche Zeitung" und "Handelsblatt" belegen die Plätze 5 und 6.

Besonders häufig wird "Bild" mit Aussagen von Ex-Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen zitiert als dieser die Echtheit der Chemnitz-Videos anzweifelt. Auch Themen wie die Organspende oder die diskutierte Digitalsteuer verhelfen "Bild" 2018 zu Nennungen in anderen Medien.
"Bild", S. 1 (Paid)

Ina Karabasz macht das “Handelsblatt” fit für die Bühne.


Journalismus im Show-Format: Das "Handelsblatt" baut auf Veranstaltungen – und will sie künftig journalistischer gestalten. Redakteurin Ina Karabasz konzipiert derzeit Live-Formate für die Bühne und erzählt im turi2.tv-Video, wie sie Kollegen auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Karabasz glaubt an learning by doing, um eine "Peinlichkeitstoleranz" zu entwickeln. Sie erwarte keine perfekten Moderatoren, sondern authentische Redakteure, die vor Publikum ihre Arbeit machen.

Karabasz hat die Aufgabe als Live-Leiterin von Jessica Schwarzer übernommen und will Besuchern von "Handelsblatt"-Veranstaltungen "zeigen, was wir als Journalisten machen". Journalisten sollten live auf der Bühne ähnlich arbeiten wie beim Schreiben von Artikeln. Ein Artikel habe einen Spannungsbogen – den könne man auch auf die Bühne bringen, sagt Karabasz. Das "Handelsblatt" veranstaltet zahlreiche Fachkonferenzen, Jahrestagungen oder Gespräche auf der Dachterrasse des Medienhauses – teilweise exklusiv für Mitglieder des Wirtschaftsclubs.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das große Interview mit "Handelsblatt"-Geschäftsführer Frank Dopheide (einzelne Themen anklicken oder als Audio-Podcast hören).

Drei Minuten Digitalisierung – der Medienwandel bei turi2.tv.


Internet geht nicht mehr weg: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche treibt Medien- und Markenmacher auch 2018 um. In turi2.tv-Interviews sprechen die spannendsten Köpfe der Branche, wie sie die Chancen des Netzes für sich nutzen. "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe beschreibt, dass der digitale Kunde zum wichtigsten werde, Startup-Löwe Frank Thelen sieht keine Alternative zur "Volldigitalisierung" und Vaunet-Chef Hans Demmel missfällt das Vollpumpen sozialer Netzwerke mit Inhalten.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Sven Afhüppe, "Handelsblatt"

... Frank Thelen, Startup-Investor

... Sebastian Matthes, "Handelsblatt"

... Ove Saffe, Funke

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Nico Hofmann, UFA

... Hans Demmel, Vaunet

... Rainer Esser, "Zeit"

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Kulturwandel – turi2.tv-Gespräche zur Zukunft der Medienarbeit.


Culture eats everything: Medien wandeln sich und mit ihnen das Miteinander in den Häusern. turi2.tv zeigt zum Jahreswechsel die spannendsten Gedanken aus den Interviews: So erzählt Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vom Ende der Burnout-Kultur, Handelsblatt-Chef Frank Dopheide von der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung und Funke-Verlegerin Julia Becker schmunzelt über Männer in Führungspositionen.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Mathias Döpfner, Springer

... Julia Becker, Funke

... Rainer Esser, "Zeit"

... Julia Jäkel, Gruner + Jahr

... Katarzyna Mol-Wolf, Inspiring Network

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Inspiration – die positiven Ideen aus turi2.tv-Interviews.


Die König(innen) der Kreativität: Das Jahr 2018 war voller Ideen. Zum Jahreswechsel schneidet turi2.tv die klügsten Gedanken zusammen. Miriam Meckel erzählt im Video von ihrem Slack-Channel für unwichtige Dinge, Verena Bahlsen vom Neustart in alten Strukturen und Reporter Jaafar Abdul Karim, dass er sich nirgendwo Journalismus verbieten lässt.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Verena Bahlsen, Food-Unternehmerin

... Andreas Arntzen, Wort & Bild

... Michael Busch, Thalia

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Jaafar Abdul Karim, Reporter und Moderator

... Mathias Döpfner, Springer

... Tim Alexander, Deutsche Bank

... Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Drei Minuten Print-Debatte – turi2.tv im Schnelldurchlauf.


Debattieren über Druckerzeugnisse: Spannende Köpfe der Medienbranche haben 2018 ihre Sicht auf die Zukunft für Print bei turi2.tv erzählt. Wir zeigen zum Jahreswechsel in drei Minuten die Gedanken von u.a. Springer-Chef Mathias Döpfner, der künftigen "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier und Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Mathias Döpfner, Springer

... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Anna-Beeke Gretemeier, "stern"

... Kai Rose, Klambt

... Thomas Rabe, Bertelsmann

... Florian Haller, Serviceplan

... Robert Schneider, "Focus"

... Horst Ohligschläger, Bayard

... Jochen Arntz, "Berliner Zeitung"

... Manuela Kampp-Wirtz, BurdaStyle

... Rainer Esser, "Zeit"

turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Der größte Feind der Pressefreiheit hat sich in der Redaktion eingenistet.

"Die neue Spiegel-Affäre 2018 sagt vor allem aus, dass der größte Feind der Pressefreiheit heute nicht mehr – wie 1962 bei der alten Spiegel-Äffare – außen sitzt, sondern sich vielmehr ganz tief mittendrin eingenistet hat."

"Handelsblatt"-Autor Hans-Jürgen Jakobs nennt den "Spiegel"-Fälscher Claas Relotius in seinem "Morning Briefing" den "Karl May dieser Tage".
handelsblatt.com

“Edison”-Chef Franz Rother muss sich für beleidigenden Tweet entschuldigen.

Zurückgerudert: "Edison"-Chefredakteur Franz Rother entschuldigt sich für einen beleidigenden Tweet, in dem er die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als "weiße, alte, hässliche Frau" bezeichnet. Er habe einen Witz machen, aber niemanden persönlich angreifen wollen, so Rother. Den Original-Tweet hat er inzwischen gelöscht. Der Werber und Feminist Robert Franken hatte zuerst auf den Tweet aufmerksam gemacht, anschließend zog er Kreise.

"Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe distanziert sich und twittert, dass der "Edison"-Chef kein "Handelsblatt"-Mitarbeiter sei. "Gleichwohl entschuldige ich mich aufrichtig bei ⁦‪Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel." Das "Handelsblatt" stehe für eine liberale Weltordnung, "wir dulden keine Form von Diskriminierung und Rassismus." Auch Geschäftsführer Frank Dopheide kontert den Tweet von Rother: "Wenn weiße Männer witzig sein wollen – geht es meistens schief."
twitter.com (Robert Franken), twitter.com (Rother-Entschuldigung)

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So weiblich kann Ökonomie sein: 8x jährlich beleuchtet das Handelsblatt Magazin die schönen Seiten der Wirtschaft und berichtet über Macher, Trends und Visionen. Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe stehen starke Frauen der Wirtschaft wie die Politikerin Margrethe Vestager, die Bestseller-Autorin Johanna Basford und andere. Heute im Handelsblatt.
magazin.handelsblatt.com

Steingart und Holtzbrinck sind seit Oktober glücklich geschieden.

Gabor Steingart und Dieter von Holtzbrinck sind seit Oktober geschäftlich geschiedene Leute, entdeckt Kai-Hinrich Renner. In seiner Online-Vita nennt Gabor Steingart dies als Zeitpunkt der Trennung und seines Rückzugs als Handelsblatt-Miteigentümer. Steingart und Holtzbrinck hatten nach ihrem Bruch länger gerungen. Hinweise auf den neuen Steingart-Newsletter im Handelsblatt Morning Briefing sind laut Renner Teil des im Oktober vollendeten Trennungs-Deals.
"Hamburger Abendblatt", S. 32, blendle.com (Paid), gaborsteingart.com

Aus dem Archiv: Gabor Steingart erzählt turi2.tv im Mai von seinen Plänen.

“Handelsblatt”-Jugendportal Orange bringt Karriere-Magazin “#start” heraus.

Orange, die Online-Schülerzeitung vom "Handelsblatt", geht in Druck. Die Erstausgabe des Karriere-Magazins "#start" liegt heute dem Mutterblatt bei und widmet sich Themen wie Videobewerbungen oder Influencer als Job. Das Heft soll auch an Hochschulen und bei Recruiting-Events verteilt werden und 2019 mit weiteren Ausgaben erscheinen.
dnv-online.net, new-business.de

Gabor Steingart bekommt vom “Handelsblatt” erneut Werbung für sein Morning Briefing.

Handelsblatt wirbt im Morning Briefing erneut für das Morning Briefing von Ex-Herausgeber Gabor Steingart. Chefredakteur Sven Afhüppe versichert, Steingart stünde "höchstpersönlich im Serverraum", um alle Anmeldungen anzunehmen - beim ersten Werbemailing gingen Steingarts Server in die Knie. Steingart kündigt unterdessen sein neues Buch "Deutschland. Eine Gewinnwarnung." an, das im Frühjahr 2019 erscheinen soll.
morningbriefing-handelsblatt.maileon.com, gaborsteingart.com (Buch)

“Wirtschaftswoche” verschenkt sich an Studenten.

Wirtschaftswoche: Das Digitalangebot der Wirtschaftszeitung ist für Studenten künftig kostenlos. Studierende, die sich online anmelden, bekommen zunächst für ein Semester Zugriff auf alle Bezahl-Inhalte, inklusive Archiv, und können an deutschlandweit stattfindenden Campus-Events teilnehmen.
wiwo.de via meedia.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Der Schweizer macht gerne viele Überstunden": Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.

Basta: “Handelsblatt” lässt Steingarts Server rauchen.

Umarme Deine Konkurrenten: "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe verschickt zwei Stunden nach seinem regulären Morning Briefing ein zweites. Dessen einziger Inhalt ist ein Hinweis auf das Morning Briefing von Ex-Herausgeber Gabor Steingart - ausgehandelt wohl von Juristen im Zuge der Trennung. Blöd: Die freundliche Geste zwingt Steingarts Server in die Knie.
morningbriefing-handelsblatt.maileon.com, clap-club.de

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