Andrea Schafarczyk soll WDR-Programmdirektorin werden.

WDR: Intendant Tom Buhrow schlägt Andrea Schafarczyk als Programm­direktorin für die Bereiche NRW, Wissen und Kultur vor – als Nachfolgerin von Valerie Weber, die den Sender verlässt. Am 25. Januar entscheidet der Rundfunkrat. Schafarczyk war bis 2015 Wortchefin beim jungen WDR-Radio 1Live, derzeit ist sie medien­übergreifende Chef­redakteurin beim HR.
presseportal.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Comedian Negah Amiri bekommt eine Show in der ARD-Mediathek.

Hessischer Rundfunk produziert für die ARD-Mediathek das upDATE mit Negah Amiri. In der Show thematisiert die aus dem Iran stammende und in Wiesbaden aufgewachsene Comedian die Suche nach einem Mann, die Erwartungen ihrer iranischen Familie und nutzlose Vorschläge von anderen. Bis zum Jahres­wechsel erscheint jeden Sonntag eine neue, rund 15-minütige Episode.
hr.de, ardmediathek.de (13-Min-Video, erste Folge)

HR erwartet 2022 einen Fehlbetrag von 81 Mio Euro, NDR rechnet mit -38 Mio.

Klamme Kassen: Der HR rechnet mit einem Minus von 81 Mio Euro im kommenden Jahr, geht aus dem Haushaltsplan für 2022 hervor. Demnach plant der Sender mit Aufwendungen in Höhe von 612 Mio Euro, demgegenüber stehen Erlöse von nur 531 Mio. Gründe für den hohen Fehlbetrag seien die "anhaltende Niedrigzinsphase" sowie ein "Rückstellungsbedarf für die Altersversorgung". Derweil erwartet der NDR ein operatives Ergebnis von -38 Mio Euro. Zudem will man in der laufenden Beitragsperiode bis Ende 2024 insgesamt 187 Stellen abbauen.
dwdl.de, presseportal.de

HR-Rundfunkrat wählt Florian Hager zum Intendanten.


Hagerer Sieg: Florian Hager wird neuer Intendant des Hessischen Rundfunks. Der Rundfunkrat hat ihn mit 18 Stimmen von 32 anwesenden Mitgliedern gewählt. Hager, der aktuell Vize-Programm­direktor des Ersten und Channel Manager der ARD-Mediathek ist, tritt im März 2022 die Nachfolge von Manfred Krupp an. Bei der ersten Wahl Ende Oktober hatte es nach drei Wahlgängen einen Patt zwischen Hager und HR-Betriebsdirektorin Stephanie Weber gegeben, beide erhielten jeweils 16 Stimmen. Danach gab es innerhalb des Senders Rufe nach einer Doppelspitze. Dazu kommt es nun nicht. Amtsinhaber Krupp lobt Hager als "innovativen Programm­macher" und ist überzeugt, dass er den Veränderungs­prozess im HR "fortentwickeln und verantwortungs­bewusst gestalten wird".

Rolf Müller, Vorsitzender des HR-Rundfunkrats, sagt, Hager bringe als Gründungs­geschäfts­führer von Funk "die Expertise mit, um den Heraus­forderungen des digitalen Medien­zeitalters zu begegnen". Hager selbst gibt zu Protokoll: Mit "starker regionaler Vernetzung" und eigen­ständigem Programm­angebot" könne es der HR "auch unter immer schwierigeren finanziellen Vorzeichen" schaffen, "über die Landes­grenzen hinweg auf allen Ausspiel­wegen sicht- und auf­findbar zu sein".
hr-rundfunkrat.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Nach Intendanten-Wahl-Patt: HR-Mitarbeitende liebäugeln mit einer Doppelspitze.

Gemeinsame Lösung? Im Hessischen Rundfunk formiert sich nach dem Patt bei der Intendanten-Wahl offenbar der Wunsch nach einer Doppelspitze, hört RND-Medienjournalist Imre Grimm aus Senderkreisen. HR-Betriebsdirektorin Stephanie Weber sei kaufmännisch "über jeden Zweifel erhaben" und werde "dringend gebraucht". Vize-ARD-Programmdirektor und Ex-Funk-Mann Florian Hager habe sich vor allem "unter den jüngeren ARD-Kollegen den Ruf einer digitalen Heilandsgestalt erworben". Weber und Hager würden sich "ideal ergänzen", zitiert Grimm eine anonyme Mitarbeiterin: Es nütze nichts, "sich komplett zu digitalisieren, aber die Finanzen nicht im Blick zu haben", sonst wäre man "in fünf Jahren tot".

Im HR beklagen "nicht wenige" schon länger eine "gewisse Entscheidungsunlust" bei Reformen, schreibt Grimm weiter. Der scheidende Intendant Manfred Krupp habe nicht gerade als "digitaler Reformer" gegolten. Auf eine mögliche Doppelspitze angesprochen, wiegelt Rundfunkratsvorsitzender Rolf Müller ab, das HR-Gesetz sehe eine solche Lösung nicht vor. Am 3. Dezember stellen sich Weber und Hager erneut zur Wahl auf.
rnd.de, turi2.de (Background)

HR-Intendantenwahl: Patt zwischen Hager und Weber

Unentschieden: Bei der HR-Intendantenwahl gibt es am Freitag nach drei Wahlgängen einen Gleichstand zwischen HR-Betriebsdirektorin Stephanie Weber und dem stellvertretenden ARD-Programmdirektor Florian Hager, teilt die Geschäftsstelle des Rundfunk- und Verwaltungsrats mit. Beide erhalten 16 Stimmen vom 32-köpfigen Rundfunkrat. Die Nachfolge von Manfred Krupp soll deshalb bei einer erneuten Wahl am 3. Dezember geklärt werden. Bis dahin können weitere Kandidatinnen vorgeschlagen werden.
dwdl.de

Debatte: Besetzung von Spitzenposten bei ARD und ZDF ist fragwürdig.

Klüngeln: ARD und ZDF erweisen sich "bei der Besetzung von Spitze­nposten auf einzigartige Weise als reform­unfähig", schreibt Michael Hanfeld anlässlich der HR-Intendanz­wahl zur Nachfolge von Manfred Krupp. Die Findungs­kommission schlage bloß Kandidatinnen vor, auf die "bestimmte Lager und Strippenzieher" sich verständigen. Eine geheime Wahl, wie beim HR, zeuge zudem nicht von Transparenz. Bei der hessischen Anstalt treten HR-Betriebs­direktorin Stephanie Weber und der Channel Manager der ARD-Mediathek Florian Hager an.
faz.net, turi2.de (Background)

Debatte: Der HR ist hoch verschuldet und braucht Leuchtturmprojekte.

Hessisches Hilfsprogramm: Der HR ist "mehr als alle anderen öffentlich-rechtlichen Sender verschuldet" und steht ohne Zukunftsvision vor der Fusion mit einer anderen Anstalt, glaubt Filmemacherin Ina Knobloch, die gerne als Unabhängige für die Intendanz kandidieren würde. Helfen könnten "Leuchtturmprojekte", die "über die Landesgrenzen hinaus strahlen". Knobloch kritisiert, der HR bewege sich derzeit in einer finanziellen und inhaltlichen "Bubble, aus der er offensichtlich nicht mehr rauskommt".
faz.net

HR-Rundfunkrat schlägt Florian Hager und Stephanie Weber für Intendanz vor.

Hessisches Rennen: Der HR-Rund­funk­rat spricht zwei Wahl­vorschläge für die Nachfolge des im Februar 2022 scheidenden Intendanten Manfred Krupp aus. Die erst 2021 vom SR gekommene Betriebs­direktorin Stephanie Weber (Foto) konkurriert mit Florian Hager, ehemals Funk-Gründungs­geschäftsführer und heute Channel Manager der ARD-Mediathek. "Erstaunlich" ist – wie Daniel Bouhs auf Twitter feststellt – dass Programm­direktorin Gabriele Holzner nicht im Rennen ist.
hr-rundfunkrat.de

Leonie Koch moderiert neben “Explosiv” bei RTL bald auch “Hallo Hessen” im HR.

Hello again, HR: Ab 20. September moderiert Leonie Koch die HR-Sendung "Hallo Hessen". Koch war erst 2020 als Moderatorin beim RTL-Boulevard-Magazin "Explosiv" gestartet, diesen Job wird sie weiterhin machen. Für Koch ist es ein berufliches Wiedersehen mit der Hessen-Anstalt: Von 2015 bis 2018 stand die gelernte Radio-Journalistin schon für die "Morningshow" der Jugend-Sparte You FM vorm Mikrofon.
hr.de, dwdl.de

Zitat: HR-Intendant Manfred Krupp will Ausrichtung auf nonlineares Publikum.

"Wenn wir alle Menschen ansprechen wollen, dann müssen wir vermehrt Angebote für diejenigen machen, die kaum noch linear schauen, aber mit hohem Interesse Information, Bildung und Kultur zeit- und ortsunabhängig souverän nutzen wollen."

HR-Intendant Manfred Krupp stellt sich im DWDL-Interview hinter die Pläne von ARD-Programm­direktorin Christine Strobl, politische Inhalte aus dem Magazin-Korsett zu befreien und in Lang-Formate zu gießen, die auch in der Mediathek funktionieren.
dwdl.de

Zukunftsdebatte: Ex-Intendanten vermissen bei ARD und ZDF gemeinsame Strategie.


ARD-Ältere ächten Änderungswillen:: ARD und ZDF haben "keine erkennbare" und "schon gar nicht" eine gemeinsame Strategie "für die anstehenden Auseinandersetzungen", schreiben die Ex-Intendanten Jobst Plog (NDR) und Heinz Glässgen (Radio Bremen) sowie die ehemalige HR-Chefredakteurin Lukrezia Jochimsen in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Sie werfen den Sendern vor, die Zukunftsdebatte "nicht wirklich akzeptiert" zu haben. Stattdessen würden sie den Istzustand verteidigen und in vielen Fällen betonen, lediglich politische Entscheidungen umgesetzt zu haben – teilweise zu Recht: "Radio Bremen gibt es nicht, weil ein Intendant ein Haus besetzt hat und dort heimlich Rundfunk veranstaltet." Zudem hätten ARD und ZDF "zu spät" eine Strategie für das digitale Zeitalter entwickelt, auch programmliche Fehlentwicklungen seien mit Blick auf die Quote "nicht schnell genug" korrigiert worden.

Die Autoren nehmen sich auch die Presse und generell die private Konkurrenz vor. Sie würden als "Lobbyist ihrer eigenen kommerziellen Interessen" bei der Reformdebatte ausfallen und konsequent versuchen, von der "Formschwäche und der angeschlagenen Position" der Sender zu profitieren – etwa, wenn es um den Rückzug der Öffentlich-Rechtlichen aus dem Unterhaltungsbereich oder den Verzicht auf Werbung geht. Nur eine "gänzlich unabhängige, hochrangig besetzte Kommission" könne eine Art "Blaupause" für die bevorstehende Reformdebatte erarbeiten. Ziel sei letzten Endes kein "unrealistischer Kahlschlag des Bestehenden", sondern die transparente Verabredung eines Modells, "auf das hin das derzeitige Schritt für Schritt in eine Zukunft überführt werden könnte".
"FAZ", S. 17 (Paid)

Manfred Krupp will demokratische Algorithmen bei ARD und ZDF.

Allumfassend: HR-Intendant Manfred Krupp wünscht sich Algorithmen für die Online-Angebote von ARD und ZDF, die auf "möglichst große Teilhabe und Abbildung von Vielfalt" getrimmt sind. Statt in "einer wie auch immer zu definierenden Primetime" müsse das öffentlich-rechtliche Profil im Gesamtangebot sichtbar werden, schreibt er im "FAZ"-Gastbeitrag.
zeitung.faz.net (Paid)

Öffentlich-rechtliche YouTube-Formate beleben die Kulturreportage wieder.

Netzkultur: Öffentlich-rechtliche YouTube-Formate bescheren der Kulturreportage eine Renaissance, findet René Martens. Das Genre, das im linearen TV "keine nennenswerte Rolle mehr spielt", gewinne im Internet an Tiefe – auch, weil die Clips mit 15 bis 20 Min länger sind als klassische Fernsehbeiträge. Außer dem NDR will künftig auch der Hessische Rundfunk mehr Kultur zu YouTube bringen.
taz.de

Manfred Krupp verlässt den Hessischen Rundfunk und geht in Rente.

Hessischer Rundfunk: Intendant Manfred Krupp, 65, verabschiedet sich Ende Februar 2022 in den Ruhestand und tritt nicht für eine zweite Amtszeit an. Seine Nachfolge soll diesen Oktober geregelt werden. Gute Chancen, neue HR-Intendantin zu werden, hat Gabriele Holzner – Programmdirektorin und bisher Stellvertreterin Krupps.
dwdl.de, turi2.de/koepfe (Holzner im Profil mit turi2-Fragebogen)

Ist Instagram der Jungbrunnen für Regionalnachrichten, Gabriele Holzner?


Sich immer wieder neu erfinden: Mit der “Hessenschau” erreicht Gabriele Holzner, Programmdirektorin und Vize-Intendantin des Hessischen Rundfunks, bei Instagram 200.000 Fans. In ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #14 erklärt sie, dass soziale Medien “insgesamt ein ganz wunderbarer Jungbrunnen für traditionelle Medienhäuser” sind, weil die Netzwerke sich ständig selbst neu erfinden. Auch für Sie als Nutzerin wirke das erfrischend, selbst wenn sie nicht alles gut findet, “was wir als Medienschaffende dort treiben”. Die turi2 edition mit allen Gastbeiträgen und Interviews erscheint am 6. Mai. Weiterlesen …

Freund oder Feind der Redaktion? So lief die turi2-Montagsrunde über Clubhouse und Social Media.


Es ist kompliziert: Clubhouse könnte ein guter Freund für Redaktionen werden, darüber sind sich die Teilnehmerinnen der Montagsrunde im turi2 Clubraum einig. Doch zu welchem Preis? "Hype hin oder her: Es ist so, dass man sich grämt, dass man es nicht selbst erfunden hat", gesteht Lorenz Maroldt, "Tagesspiegel"-Chef seit 2004. Ein Stichwort zieht sich trotz des Lobs für die App durch die Clubhouse-Runde: Kapazitätsprobleme. "Wofür ein Talk, der nur 50 oder 100 Leute erreicht?", fragt Swen Thissen, Social-Media-Manager bei stern.de. Jörg Rheinländer vom Hessischen Rundfunk ergänzt: "Sinn macht es nur, wenn wir in einer Community Qualitätsvolles mitnehmen können." Wichtig im Social-Media-Alltag über Clubhouse hinaus: "Leidenschaft und Neugier haben, um neue Plattformen auszuprobieren", sagt Enita Ramaj, Cosmopolitan.de-Chefin. Dennoch müsse das Kosten-Nutzen-Verhältnis bedacht werden. Clubhouse sei für Bauer eher Business- als Reichweiten-Plattform.

"Ich erkenne noch nicht, wie gut der Freund werden könnte und zu welchem Zwecke", sagt Rheinländer. Bisher sei Clubhouse eher der Feind aufgrund des Aufwands. Und wie ist allgemein der Beziehungsstatus zwischen Redaktionsalltag und Social Media? Thissen: "In jeder Beziehung gibt es Stress und man muss nicht alles wunderbar finden." Für ihn überwiegen die Chancen der sozialen Netzwerke. "Wir begreifen das als Tool - entweder man setzt das Ding richtig an oder es knickt ab", ergänzt Lorenz Maroldt.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Ist Crossmedia nur Schönsprech für mehr Arbeit für weniger Leute, Andrea Schafarczyk?


Über Gattungsgrenzen hinweg: Crossmedialität ist kein Handwerk, sondern “eine Art zu denken”, schreibt HR-Chefredakteurin Andrea Schafarczyk in der turi2 edition #13. Der Kampf um die Aufmerksamkeit des Publikums klappe in crossmedialen Teams besser, denn das Publikum sei selbst auf allen Kanälen unterwegs. Sie können den Gastbeitrag hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Zitat: HR-Programmdirektorin Gabriele Holzner erteilt getanzten News eine Absage.

"Wir werden niemals auf irgendeiner Plattform Nachrichten tanzen."

Gabriele Holzner, Programmdirektorin des Hessischen Rundfunks, sagt im "FAZ"-Interview, dass sie Plattformen wie TikTok zwar beobachtet, aber auch eine "plattform- und zielgruppen­gerechte Aufbereitung" immer "die Grundsätze des öffentlich-rechtlichen Auftrags berücksichtigen" muss.
faz.net (Paid)

AG Dok demonstriert für mehr Doku-Sendeplätze vor dem HR.

AG Dok veranstaltet in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Flashmob vor dem Sendergebäude des HR. Sie kritisieren, dass der Sender zu wenige unabhängige Dokumentarfilme zeige. Auf einer Leinwand liefen Ausschnitte, Kurzfilme und Trailer von hessischen Dokumentarfilmen, die beim HR keine Chance bekommen hätten. Der Sender ist laut AG Dok das Schlusslicht der Sender, was Doku-Sendeplätze angeht.
faz.net

HR-Intendant gibt Fehler bei HR2-Umbau zu.

Hessischer Rundfunk: Intendant Manfred Krupp räumt Fehler beim vorgesehenen Umbau des Hörfunksenders HR2 ein. Der Sender hätte "den Dialog mit den Kulturinstitutionen früher suchen müssen“, was inzwischen geschehen sei. Außerdem sei der Begriff "Klassikwelle" unpassend gewesen. Damit reagiert der Intendant auf Kritik aus der Kulturbanche, die in den Plänen Sparmaßnahmen sah. Ein "Kahlschlag" bei dem Sender sei im Zuge der Reform nicht vorgesehen, versichert Krupp.
"FAZ" (Paid), turi2.de (Background)

Mein Homescreen: Christoph Hammerschmidt.


Christoph Hammerschmidt, Leiter der Kommunikationsabteilung beim Hessischen Rundfunk, zeigt, wie Corona seinen Homescreen verändert – und seinen Job. Die Schlagzahl der internen Kommunikation, sagt er, hat sich stark erhöht und macht jetzt 80 % seiner Arbeit aus. Die große Frage, die ihn beschäftigt: “Wie können wir im Mobile Office das Wir-Gefühl stärken?” Weiterlesen …

Der Hessische Rundfunk macht Andrea Schafarczyk zur Chefredakteurin.

Hessischer Rundfunk: Andrea Schafarczyk kommt von Radio Bremen und wird ab August medienübergreifende Chefredakteurin. In der neu geschaffenen Funktion folgt sie auf Fernseh-Chefredakteur Harald Kieffer, der im September in Altersteilzeit geht, und auf die frühere Hörfunk-Chefredakteurin Katja Marx, die mittlerweile Hörfunkdirektorin beim NDR ist. Schafarczyk ist seit 2015 Chefredakteurin bei Radio Bremen. Davor war sie Wort-Chefin des WDR-Radiosenders 1Live.
hr.de

HR verteilt Mitarbeiter ohne Arbeit auf andere Redaktionen.

Hessischer Rundfunk will über eine interne Personal-Plattform Mitarbeiter*innen verteilen, die Corona-bedingt arbeitslos sind, sagt Intendant Manfred Krupp in einem Interview auf der HR-Website. Es könnten sich Feste wie Freie melden, die bereit seien, "auch mal was anderes zu tun", als sie bisher machen. Gerade im Aktuellen gebe es derzeit einen "gewaltigen Bedarf". Krupp will auch darüber nachdenken, "möglicherweise Vorschusszahlungen zu leisten". In der Diskussion um die Erhöhung des Rundfunksbeitrags setzt er darauf, dass Politik und Bevölkerung in der aktuellen Situation erkennen, "wie wichtig wir für sie sind".
hr.de (8-Min-Video)

Der Hessische Rundfunk fusioniert seine Fernseh- und Hörfunkdirektion.

Hessischer Rundfunk will künftig auf einem multimedialen Fundament statt auf Säulen stehen und fusioniert seine Fernseh- und Hörfunkdirektion. Nach dem Ausscheiden von Hörfunkdirektor Heinz Sommer, der im August in den Ruhestand geht, gibt es nur noch eine medienübergreifende Programmdirektion unter der Leitung der aktuellen Fernsehdirektorin Gabriele Holzner.
hr.de

Tom Buhrow plant keinen Komplettumzug der ARD-Filmtochter Degeto.

Degeto, ARD-Filmtochter, soll nicht komplett nach Leipzig umziehen, beschwichtigt Tom Buhrow im "Handelsblatt" die internen Kritiker. Bei den Degeto-Mitarbeitern in Frankfurt/Main wachse der Widerstand. Buhrow will die ARD künftig ostdeutscher aufstellen. 49 der 50 Gemeinschaftseinrichtungen befinden sich in Westdeutschland, was u.a. die sächsische Regierung bemängelt.
handelsblatt.com

KEF kritisiert ARD-Wetterberichte weiter, HR weist Vorwürfe zurück.

HR weist die Kritik der KEF aus der "Sonderuntersuchung Wetterberichterstattung" an der gemeinsamen Produktion der ARD-Wetterberichte zurück und sagt der "Süddeutschen Zeitung", sie beruhe auf einer "ergebnisoffenen und professionellen Standards genügenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung". Die KEF wirft der ARD vor, die Angebote seien "unsachgemäß verglichen" worden und jede Anstalt mache ihr eigenes Wetter-Ding, oft ohne besagte, belastbare Untersuchung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Kef kritisiert zu hohe Gehälter beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Öffentlich-Rechtliche zahlen überproportionale Gehälter mahnt die Kef an und fordert niedrigere Personalkosten. Die Finanzkommission ließ die Gehälter der Rundfunkanstalten von einer externen Agentur mit anderen Unternehmen vergleichen. Während das Lohnniveau im Vergleich zu privaten Medienunternehmen ähnlich sei, würde die Verwaltung im Vergleich zu sonstigen öffentlichen Verwaltungen überproportional gut bezahlt. Insbesondere bei WDR, NDR, BR, HR und ZDF seit die Vergütung höher.
medienkorrespondenz.de, faz.net

HR rudert beim Umbau des Hörfunksenders zurück.

Hessischer Rundfunk baut seinen Hörfunksender HR2 anders als im Sommer angekündigt offenbar doch nicht zum Klassikradio um. Kulturredakteur Alf Mentzer sagt auf der Frankfurter Buchmesse, die längeren Formate seien "von diesem Veränderungsprozess erst einmal überhaupt nicht betroffen". Er leitet das Team, das die Kulturberichterstattung des Senders neu aufstellen soll. Bis zum Jahresende plant der HR zunächst, eine crossmediale Kulturredaktion aufzubauen. Schriftsteller und Hörer hatten gegen die Ankündigung, HR2 zu einer Klassikwelle mit geringem Anteil an Wortsendungen umzubauen, protestiert.
deutschlandfunkkultur.de, turi2.de (Background)

Der Hessische Rundfunk baut HR2 zum Klassikradio um.


Klassische Neuausrichtung: Der Hessische Rundfunk will seinen Hörfunksender HR2 zu einer Klassikwelle mit geringem Anteil an Wortsendungen umbauen, schreibt die "FAZ". Die bisherigen Wortformate sollen zumindest zu großen Teilen entweder zu HR-Info oder ins Internet auf hessenschau.de wechseln. Die Anstalt betont, es handle sich um keine Sparmaßnahme. Bereits seit eineinhalb Jahren beschäftige sich der Hessische Rundfunk damit, wie Beiträge kulturelle Themen konsumiert würden, eine Arbeitsgruppe habe Vorschläge erarbeitet.

HR2 hat laut Media-Analyse in den letzten Jahren viele Hörer verloren, kam zuletzt werktags auf 117.000 Hörer. Bereits jetzt spielt der Sender viel klassische Musik, sendet aber auch Kultursendungen wie "Der Tag" zu einem jeweils anderen Thema oder "Das Kulturcafé" sowie Lesungen.
faz.net

Wir graturilieren: Christoph Hammerschmidt wird 52.


Wir graturilieren: Christoph Hammerschmidt, Leiter Kommunikation beim Hessischen Rundfunk, feiert heute seinen 52. Geburtstag – und hat kürzlich bereits "ein wenig vorgefeiert, mit Koalas und Kängurus in Down Under". Die Auszeit in Australien hat ihn mächtig beeindruckt und war das Highlight der vergangenen zwölf Monate. Neben den freundlich-fröhlichen Menschen auch wegen des wundervollen Ozeans vor der Tür.

Für das neue Lebensjahr erhofft sich Hammerschmidt sachliche und unaufgeregte Debatten um die Rolle und Funktion des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks. Privat freut er sich darauf, seinen Heimatverein 1. FC Köln bald wieder in der 1. Liga anfeuern zu können. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen – am liebsten persönlich, oder auch per E-Mail.

Ab 2020 produziert der Hessische Rundfunk alle Wettersendungen im Ersten.

Hessischer Rundfunk produziert ab 2020 wieder alle Wetter-Sendungen im Ersten und baut dazu ein neues Wetterstudio, berichtet Übermedien. Die Produktionsfirma Cumulus Media, Tochter der ARD-Produktionsfirma Bavaria, verliert den Auftrag für die Wettervorhersagen im "ARD-Morgenmagazin" und den "Tagesthemen" sowie die Sendung "Wetter vor Acht". Die übrigen Wetterformate kommen bereits vom Hessischen Rundfunk. Den Moderatoren Claudia Kleinert, Sven Plöger und Karsten Schwanke will der HR ein Angebot machen. Cumulus Media hat den Auftrag 2012 von Meteomedia übernommen.
uebermedien.de

Der Hessische Rundfunk plant 2019 mit einem Minus von 93 Mio Euro.

Hessischer Rundfunk: Der Rundfunkrat beschließt einstimmig den Budgetentwurf von Intendant Manfred Krupp. Demnach plant die Anstalt 2019 mit einem Minus von 93 Mio Euro. Einnahmen von 511 Mio Euro stehen Ausgaben von 604 Mio Euro entgegen. Schon für 2018 hat der Sender mit einem Minus von 90 Mio Euro kalkuliert.
hr.de, turi2.de (Background 2018), turi2.de (Interview mit Manfred Krupp)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Unsere Kritiker nutzen unsere Angebote": HR-Intendant Manfred Krupp über Akzeptanz von ARD und ZDF.

Meinung: Lokalzeitungen versagen bei Frankfurter Bombenentschärfung.

Lokalmedien in Frankfurt versagen fast komplett bei einer Bombenentschärfung am Montagabend, für die 16.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten, beobachtet Uwe Vorkötter. Abgesehen von Hessenschau.de, wo "bis tief in die Nacht" Redakteure auf allen Kanälen aktiv waren, "wo die Betroffenen Nachrichten suchten". Bei "FAZ", "Frankfurter Rundschau", "Frankfurter Neue Presse" und "Bild Frankfurt" vermutet Vorkötter das Arbeitsmotto: "Nee, Feierabend, machen wir morgen früh, topaktuell."
horizont.de

Bild des Tages: Volker Bouffier und Thorsten Schäfer-Gümbel warten aufs TV-Duell.


Nach Bayern ist vor Hessen: Der hessische CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier (links) und sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel stehen im blau eingefärbten Studio des Hessischen Rundfunks. Anderthalb Wochen vor der Landtagswahl wollen sie die Wähler im TV-Duell für sich gewinnen. Bouffier geht vor der Sendung seine Unterlagen noch einmal durch. Schäfer-Gümbel versucht sich im politischen Weitblick.
(Foto: Frank Rumpenhorst / dpa / Picture Alliance)