Google steckt 4,5 Mrd Dollar in indischen Telekom-Riesen Jio.

Griff nach Indien: Google investiert 4,5 Mrd Dollar in den indischen Telko-Anbieter Jio und kündigt an, mit dem neuen Partner ein kostengünstiges Smartphone auf den Markt bringen zu wollen. Der Deal ist Teil von Googles Vorhaben, seine Präsenz in dem Land mit insgesamt 10 Mrd Dollar auszubauen. Eine behördliche Prüfung der Beteiligung steht allerdings noch aus. Facebook war bereits im Frühjahr mit einem Mrd-Betrag bei Jio eingestiegen.
theverge.com, techcrunch.com, blog.google

Indien verbietet TikTok und 58 weitere chinesische Apps.

Indien verbietet TikTok sowie 58 weitere chinesische Apps. Wie das Verbot genau aussehen soll und wie Anbieter wie Google und Apple damit umgehen wollen, ist derzeit aber noch unklar. Betroffen von der Sperre wäre rund ein Drittel der indischen Smartphone-User. Grund für das TikTok-Verbot sind Spannungen zwischen beiden Ländern wegen militärischen Konflikten in der gemeinsamen Grenzregion.
techcrunch.com, adweek.com, heise.de

Meinung: Fake News in Indien nehmen zu.

Fake News und Verschwörungstheorien finden in Indien seit Corona noch stärkere Verbreitung, berichtet der Journalist Pratik Sinha. Vor allem bildungsferne und ärmere Teile der Bevölkerung seien anfällig. Viele hätten erst seit kurzem Zugriff aufs Internet und nie gelernt, mit der Fülle an Informationen umzugehen. Gerade bei medizinischen Themen bliebe ihnen aus Mangel an Alternativen oft nichts anderes als vermeintlich helfende "Hausmittel" gegen Corona. Doch auch die Regierung verbreite falsche Informationen, um von Fehlern abzulenken.
spiegel.de

Basta: Touristen müssen für missachtete Ausgangssperre 500 Mal “Sorry” schreiben.

Sorry seems to be the hardest word: In der bei Yoga-Fans beliebten nordindischen Stadt Rishikesh müssen Touristen, die durch einen Spaziergang die Ausgangssperre brechen, 500 Mal "Sorry" schreiben: "Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre-Regeln gehalten und das tut mir sehr leid", ordnet die Polizei als Strafe an. Statt mit Atemübungen beim Yoga, finden die Touristen damit unfreiwillig beim Schreiben ihre innere Ruhe - genug Zeit dürften sie in der häuslichen Quarantäne haben.
greenpeace-magazin.de

Amazon investiert eine Mrd Dollar in Digitalisierung indischer Unternehmen.

Amazon will sich mit einer Mrd Dollar Digital-Investitionen bei kleinen Händlern in Indien beliebt machen, die zur Zeit gemeinsam gegen die Methoden des E-Commerce-Riesen protestieren. Das Geld soll kleinen Unternehmen helfen, online zu gehen und lokale Produkte via Amazon zu exportieren. Als Zielmarke nennt Jeff Bezos 10 Mrd Dollar Exportumsatz bis 2025.
techcrunch.com

Indien: Sand-Mafia ermordet Investigativ-Journalisten.

Journalisten, die in Indien über den illegalen Abbau von Sand berichten, leben gefährlich, schreiben vier Autoren der "Süddeutschen Zeitung". In den letzten vier Jahren wurden vier Journalisten umgebracht, weitere bedroht und eingeschüchtert. Investigativjournalisten der Organisation Forbidden Stories versuchen, die Arbeit von getöten Kollegen fortzuführen, die über Umwelt- und Ressourcenausbeutung geschrieben haben.
sueddeutsche.de

WhatsApp führt Faktencheck vor Wahlen in Indien ein.

WhatsApp startet einen Faktencheck in Indien. Nutzer können Texte, Fotos und Videos weiterleiten und erhalten Auskunft, ob es sich um Fakten oder Fakes handelt. Der lokale Partner Proto will die Falschinformationen sammeln, um ihre Verbreitung zu verstehen. In Indien gibt es 200 Mio Whatsapp-Nutzer und gewalttätige Zwischenfälle durch Fake News – in Kürze finden Wahlen statt.
theverge.com, reuters.com

BBC untersucht Verbreitung von Fake News in Indien, Kenia und Nigeria.

Fake-News verbreiten sich aus unterschiedlichen Motiven, stellt die BBC in einer Untersuchung in Indien, Kenia und Nigeria fest. Während in Indien Nationalstolz ein entscheidendes Motiv sei, Meldungen ungeprüft zu verbreiten, spiele in Kenia und Nigeria eine gefühlte Verpflichtung, den Zugang zu Information zu demokratisieren, eine bedeutende Rolle.
bbc.co.uk

Zitat: Jean-Paul Agon macht in China mehr als ein Drittel des Umsatzes im E-Commerce.

"Wir erreichen in Ländern wie China oder Indien jeden Kunden, obwohl dort oft die Groß- und Einzelhandelsstruktur fehlt, um die letzten Meter auf dem Weg zum Endverbraucher zu überbrücken."

L'Oréal-Chef Jean-Paul Agon macht in China mit seinen Massenmarken, u.a. L‘Oréal Paris und Maybelline, 35 % des Umsatzes im E-Commerce. In Deutschland sind es im Schnitt lediglich 2 %, verrät er im "Handelsblatt"-Interview.
"Handelsblatt", S. 4-6