Im “glitschigen James-Bond-Feld”: Die “Süddeutsche” über den Influencer Joe Laschet.

Wie der Vater? Joe Laschet ist Sohn des neuen CDU-Parteichefs Armin Laschet und verdient sein Geld als Influencer. Johanna Adorján unternimmt in der "Süddeutschen" einen Streifzug durch sein Profil auf Instagram. Sie findet, dass Joe Laschet seine Marke "auf dem etwas glitschigen James-Bond-Feld positioniert". Er wirbt für klassische Herrenmode, Whiskey und Armbanduhren. Mit seinem Vater verstehe er sich offenbar gut. Beide posieren gern vor dem selben Buchregal. Als Influencer macht Joe Laschet "einen ordentlichen Job" mit professioneller Haltung und klarer Kennzeichnung von Anzeigen, schreibt Adorján und stellt fest: "Man sieht auf diesem Account einfach einen Mann seine Arbeit tun."
sueddeutsche.de (Paid), instagram.com (Profil Laschet)

“Zapp” will online aktiver werden, läuft nur noch einmal monatlich im TV.

Online offensiv, linear gespart: NDR-Medienmagazin "Zapp" will im Netz aktiver werden und startet dafür ab 13. Januar wöchentliche Reportagen auf Youtube und ndr.de. Das Team peilt außerdem ein jüngeres Publikum via Instagram an. Zudem soll sich "Zapp" laut Redaktionsleiterin Annette Leiterer "stärker an den Debatten in den sozialen Netzwerken beteiligen". Gleichzeitig wird im linearen TV gespart: "Zapp" soll nur noch einmal monatlich im NDR laufen statt wie bislang wöchentlich. Grund könnten die Sparmaßnahmen des NDR sein. Durch die Sendung führen soll künftig Kathrin Drehkopf als einzige Moderatorin.
presseportal.de, dwdl.de

Facebook sperrt Accounts von Donald Trump für mindestens zwei Wochen.

Facebook-LogoFacebook verlängert die Sperrung der Accounts von Donald Trump bei Facebook und Instagram um mindestens zwei Wochen bis zur Amtsübergabe an Joe Biden. Facebook-Chef Mark Zuckerberg schreibt in einem Post, Trump nutze die Plattform, "um gewaltsame Aufstände gegen eine demokratisch gewählte Regierung anzuregen". Das Risiko, Trump die Nutzung weiterhin zu erlauben, sei "einfach zu groß". Twitter bestätigt derweil, dass Trump drei blockierte Tweets selbst gelöscht hat. Dadurch wird sein Account nach zwölf Stunden reaktiviert - bisher hat Trump noch nichts Neues getwittert.
bild.de, techcrunch.com (Facebook), techcrunch.com (Twitter)

NFL nutzt Influencer Marketing für Werbung in Deutschland.

Sport-fluence: NFL, US-amerikanische Football-Profiliga, schnappt sich für mehr Sichtbarkeit in Deutschland Influencer*innen, beobachtet Stefan Schasche. Für ihre Marketing-Strategie rekrutiert hat die NFL hierzulande etwa Matthias Schweighöfer sowie TikTok-, Instagram- und YouTube-Größen. Insgesamt sind rund 30 Social-Namen beteiligt, darunter die TikTokkerin Dalia Mya.
wuv.de

turi2 edition #13: 21 Video-Kanäle, auf die wir 2021 ein Auge werfen.

Aurel Original punktet auf Instagram mit Videos und Memes über Alltagssituationen, aber auch Themen wie Gleichstellung und Polizeigewalt. Comedian Aurel Mertz hat Humor. Wir trauen ihm Großes zu. @aureloriginal Browser Ballett schafft 2020 den Sprung von YouTube und Instagram in die ARD. Zurecht. Satire ist Programm, das verraten… Weiterlesen …

“Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer plant keinen medialen Komplett-Rückzug.

Tagesschau-Sprecher Jan Hofer zieht sich am Abend zwar vom Nachrichtenpult zurück, nicht aber aus dem Medien, schreibt Senta Krasser. Hofer arbeitet gerade an einem noch namenlosen Podcast, der die Folgegeschichte von Nachrichten beleuchten soll, z.B. was aus den Opfern des Terroranschlags am Breitscheidplatz geworden ist. Auch bei Instagram und TikTok ist Hofer aktiv - wo er überwiegend 18 bis 34-Jährige erreicht.
dwdl.de

Snapchat-Nutzer*innen können jetzt Tweets teilen.

TwitSnap: Twitter und Snapchat nähern sich einander an. Nutzer*innen können Tweets künftig als Sticker bei Snapchat teilen. Bisher war das nur mittels Screenshot möglich. Durch die direkte Einbindung können andere mit den Tweets interagieren. Zunächst ist die neue Funktion nur für die iOS-App verfügbar, Android soll folgen. Auch an der Integration von Tweets in Instagram-Storys arbeitet Twitter.
techcrunch.com, theverge.com

USA klagen gegen Facebook und fordern Abspaltung von WhatsApp und Instagram.

Facebook-LogoZerschlagung: Die US-Handelskommission FTC und die Generalstaatsanwälte von 48 Bundesstaaten haben - wie erwartet - eine Klage gegen Facebook eingereicht. Sie werfen dem Konzern vor, mit einer Quasi-Monopol-Stellung den Wettbewerb zu verhindern. Die Klage zielt darauf ab, dass Facebook sich von seinen einst zugekauften Töchtern Instagram und WhatsApp trennt. Denkbar wäre auch, dass ein Gericht Facebook dazu verpflichtet, Übernahmepläne künftig vorab mit den Behörden abzuklären.
spiegel.de, suedeutsche.de, techcrunch.com, turi2.de (Background)

“Washington Post”: US-Kartellis wollen gegen Facebook klagen.


Tag der Wahrheit: US-Behörden gehen in einer großangelegten Klage gegen mögliche Wettbewerbs-Verstöße von Facebook vor, berichtet die "Washington Post". Die Zeitung zitiert Insider, wonach die Generalstaatsanwälte von mehr als 40 Bundesstaaten und die US-Regierung am Mittwoch Klage gegen den Social-Media-Konzern einreichen wollen. Dabei koordinieren sie sich mit den Wettbewerbshütern der FTC. Im Kern geht es um den alten Vorwurf, dass Facebook Wettbewerber aufkauft oder aus dem Markt drängt. Die Behörden haben etwa die Übernahme von Instagram und WhatsApp untersucht und stören sich u.a. am umstrittenen Datenabgleich zwischen den Diensten, den Facebook bei deren Übernahme noch ausgeschlossen hatte.

Facebook sieht das naturgemäß anders. Der Konzern lobbyiert massiv gegen das Vorhaben und argumentiert etwa, dass WhatsApp und Instagram von der Übernahme profitiert hätten und angesichts des Aufstiegs von TikTok der Wettbewerb in Social Media weiter funktioniert. Keiner der Beteiligten äußert sich auf Anfragen der "WaPo" zu dem Klage-Vorhaben.
washingtonpost.com

Munich Wrist Busters lassen Fake-Uhren bei Influencern auffliegen.

Luxus-Spaßverderber: Die beiden Münchner Leon Schelske und Robin Haas enttarnen bei Instagram gefälschte Luxus-Uhren von Influencern. Mit der Kenntnis selbst kleinster Details lassen sie Fakes auffliegen und machen sich damit bei den Enttarnten keine Freunde. Zusammen mit der Plattform Chronext verkaufen sie gebrauchte Originale.
faz.net, omr.com, instagram.com/munichwristbusters

Bravo und Instagram lassen Influencer*innen über Social-Gefahren sprechen.

Bravo: Bauers Jugendmagazin startet zusammen mit Instagram und der Cybermobbing-Beratung Juuuport eine Kampagne gegen zu viel Perfektionsdruck auf Social Media. Dazu sprechen Influencer*innen wie Diana zur Löwen im Heft und auf Instagram über ihre Erfahrungen. Ein 66-seitiger Report behandelt Online-Freundschaften und die Balance zwischen Online- und Offline-Welt – auch in Quiz-Form.
horizont.net, turi2.de (Background)

Facebook führt bei Messenger und Instagram einen Verschwinde-Modus ein.

Selbstzerstörend: Facebook führt bei seinem Messenger sowie bei Instagram einen Vanish-Mode ein, bei dem Nachrichten nach einmaligem Lesen aus dem Chat-Verlauf verschwinden. Macht jemand einen Screenshot der Mitteilung, bekommt der andere einen Hinweis. Das neue Feature ist - wie schon häufiger bei Facebook - der Klon einer der Kernfunktionen von Snapchat.
mashable.com, techcrunch.com, messengernews.fb.com

Instagram schränkt vor den US-Wahlen die Hashtag-Suchfunktion ein.

Nix zu suchen: Instagram entfernt für US-Nutzer*innen vorübergehend den Tab, der sonst die aktuellsten Beiträge zeigt, wenn man nach Hashtags sucht. So will das Netzwerk die Verbreitung "potenziell schädlicher Inhalte reduzieren, die rund um die Wahl auftauchen könnten". Auch Facebook ergreift ähnliche Maßnahmen und nimmt eine Woche vor der Wahl u.a. keine politischen Werbeanzeigen mehr an.
cnet.com

Studie: Unternehmen investieren wieder mehr in Social-Media-Werbung.

Facebook-LogoOnline-Marketing: Die Ausgaben für Werbung in sozialen Netzwerken sind im 3. Quartal um mehr als 56 % gestiegen und somit wieder auf Vor-Corona-Niveau. Laut der internationalen Studie von Socialbakers liegt das vor allem an mehr Werbeschaltungen im E-Commerce-Bereich. Besonders gut funktioniert haben demnach u.a. Facebook Live sowie Karussell-Posts bei Instagram.
horizont.net (Paid), meedia.de

Meinung: Instagram mausert sich zur Verschwörungs-Plattform.

Instagram ist alles andere als ein harmloses Wohlfühlnetzwerk, analysieren Amna Franzke und Lisa Hegemann. Auch in der dort "perfekt inszenierten Welt" machen sich immer mehr Verschwörungstheorien breit. Ideologen haben auf Instagram vor allem junge Menschen im Visier, Influencer*innen mit entsprechenden Posts wirken besonders authentisch und realistisch.
zeit.de

Facebook verbietet Holocaust-Leugnung weltweit.

Facebook-LogoFacebook verbietet "angesichts des aktuellen Zustands der Welt" alle Beiträge, die den Holocaust leugnen. Bisher sperrte das Soziale Netzwerk entsprechende Posts nur in Ländern, in denen das Leugnen des Holocaust illegal ist - etwa in Deutschland. Die Entscheidung gilt auch für Instagram; wann Facebook sie konkret umsetzt, ist noch unklar.
facebook.com (Statement Zuckerberg), spiegel.de

Lese-Tipp: Instagram-Trend “Same body, different pose” befeuert Schönheitsideale.

Lese-Tipp: Beim Instagram-Trend Same body, different pose zeigen schlanke Frauen, dass sie in ungünstiger Pose auch ein paar Fettpölsterchen haben. Die Aktion soll andere Frauen "empowern", betont aber letztlich "nur wieder ein Schönheitsbild, von dem wir uns eigentlich endlich verabschieden sollten", kommentieren Elif Küçük und Milena Zwerenz. Viele Frauen hätten gar nicht die Möglichkeit, ihren Körper "wegzuposieren".
ze.tt via editionf.com

Michael Wendler schmeißt bei DSDS hin, geht unter die Corona-Leugner.


Bei ihm wendelt's: Schlager-Sänger Michael Wendler verkündet in einer bizarren Instagram-Story seinen Ausstieg als Juror bei DSDS. Die anschließende Begründung erinnert an Aussagen anderer Corona-Leugner wie Xavier Naidoo, ebenfalls Ex-DSDS-Juror, oder Koch Attila Hildmann: "Ich werfe der Bundesregierung bezüglich der angeblichen Corona-Pandemie und deren resultierenden Maßnahmen grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung und das Grundgesetz vor", sagt Wendler. Fast alle TV-Sender, RTL einbegriffen, seien "politisch gesteuert" und "gleichgeschaltet", wodurch sie sich "mitschuldig" machten, glaubt er. RTL hat Wendlers Jury-Ausstieg inzwischen bestätigt. Der Sender sei "völlig überrascht" darüber. Von den verbreiteten Verschwörungsideologien distanziere man sich.

Auch seinen bevorzugten Kommunikationsweg hat sich Wendler bei bekannten Corona-Leugnern abgeguckt: Er fordert seine Fans dazu auf, ihm auf Telegram zu folgen. Es sei die "einzige Möglichkeit, zensurfrei Meinungen auszutauschen".

Ebenfalls zu Wort in der Causa Wendler meldet sich Kaufland. Für die Supermarkt-Kette hatte der Sänger gerade erst seinen Song "Egal" umgedichtet und war im Video dazu durch einen Markt getanzt. Jetzt weist Kaufland das einstige Testimonial und dessen absurde Weltanschauung per Tweet weit von sich – und löscht "den ganzen Wendler-Content". Dazu der durchaus passende Hashtag: #nichtegal.

Zudem spricht Manager Markus Krampe mit Oliver Pocher in dessen RTL-Show "Gefährlich ehrlich" am Donnerstagabend über Wendler: "Das ist eine menschliche Tragödie", meint Krampe.
instagram.com (Wendler-Story), bild.de, rnd.de, rtl.de, turi2.de (Background)

(Foto: Picture Alliance)

Correctiv-Recherche: Rechte locken Nutzer*innen bei Instagram vor allem über Frauen in ihre Kreise.

Die braune Seite von Instagram: Correctiv hat über Monate rund 4.500 Instagram-Accounts der rechten Szene analysiert, vor allem Frauen spielen eine zentrale Rolle: Sie bildeten die Brücke von der "vorgeblich unpolitischen Ästhetik" hinein in rechtsextreme Kreise. Zum Einsatz kommen vermeintlich harmlose Bilder und unverdächtig klingende Hashtags wie #Heimatliebe, der Instagram-Algorithmus verstärke den Effekt und zeige mehr vom Gleichen. Ein wirksames Gegenmittel habe Instagram bisher nicht.
correctiv.org

Lese-Tipp: OnlyFans gibt Models ohne Agentur eine Chance.

Lese-Tipp: Die Plattform OnlyFans gibt Models die Möglichkeit auch ohne Agenturvertrag mit eigenem Content Geld zu verdienen, beobachtet Heise. Die Inhalte reichen von sexy Fotos bis hin zu pornografischen Motiven, die bei Instragram untersagt sind. Nutzer*innen zahlen für Abonnements monatlich bis zu 43 Euro, Chats gibt es gegen einen Aufpreis.
heise.de, turi2.de (Background)

Facebook löscht zwei Propaganda-Netzwerke.

Facebook-LogoFacebook verbannt zwei Netzwerke mit zahlreichen Fake Accounts, die Regierungspropaganda verbreitet haben. Ein Netzwerk stammte von den Philippinen, das andere aus China. Zusammen umfassten die Netzwerke 212 Accounts, 42 Seiten, neun Gruppen und 27 Instagram-Konten. Das chinesische Netzwerk nutze für seine Fake-Profile KI-generierte Profilbilder
techcrunch.com

Zitat: Kim Kardashian ruft zum Boykott von Instagram und Facebook auf – für einen Tag.

"Ich kann nicht zusehen und still bleiben, während diese Plattformen es weiterhin erlauben, Hass, Propaganda und Falschinformationen zu verbreiten."

Reality-Star Kim Kardashian boykottiert für einen Tag Instagram und Facebook. Sie schließt sich damit dem Aufruf der Aktion #StopHateForProfit an, dem u.a. auch Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence folgen.
instagram.com via spiegel.de, zeit.de

Instagram bekommt mit dem kostenpflichtigen OnlyFans freizügige Konkurrenz.

Porno-Instagram: Die Plattform OnlyFans entwickelt sich zu einer Influencer-Plattform für nackte Tatsachen. Zuschauen darf nur, wer per View oder im Abo zahlt. Nach eigenen Angaben gibt es 25 Mio Nutzer*innen, davon 4.000 in Deutschland. Weltweit stellen bisher 500.000 Intimfluencer die Bezahl-Inhalte ein, für die User mindestens 3 Dollar pro verfolgten Account bezahlen.
mopo.de, welt.de, , youtube.com (17-Min-Video "Puls Reportage")

Lese-Tipp: Chefs von Volkswagen und der Telekom inszenieren sich bei Social Media.

Lese-Tipp: Volkswagen-Chef Herbert Diess und Telekom-Chef Tim Höttges (Foto) inszenieren sich bei Instagram und Linked-in als "versierte Konzernstrategen", analysiert das "Handelsblatt" deren digitale Kommunikation. Es gehe um "Einfluss, Macht und Meinungsführerschaft", um auch abseits ihrer Reden auf der Hauptversammlung eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

Facebook sperrt Accounts von “Compact”.

Facebook sperrt Accounts des rechten Magazins Compact, weil es "gegen das interne Regelwerk verstoßen" habe. Sowohl die Facebook-Seite als auch der Instagram-Kanal der Zeitschrift sind nicht mehr zugänglich. Grund sind laut Facebook nicht die jüngsten Forderungen, das Unternehmen müsse konsequenter gegen Hass im Netz vorgehen, sondern ein "langwieriger interner Prüfprozess."
tagesschau.de

Instagram ermöglicht Anzeigenschaltung ohne Facebook-Konto.

Instagram ermöglicht es Unternehmen, Anzeigen zu schalten, ohne dass ihr Account mit einem Facebook-Werbekonto verbunden ist. Das Feature soll schrittweise in "ausgewählten Ländern" ausgerollt werden. Sinn macht es nur für Firmen, die zum ersten Mal einen Beitrag auf Instagram hervorheben wollen - ist das in der Vergangenheit bereits passiert, sind die Konten in der Regel bereits verknüpft.
horizont.net

SPD-Influencerin Lilly Blaudszun findet Kritik an Instagram-Werbepost “lächerlich”.

SPD-Influencerin Lilly Blaudszun verteidigt im Interview mit "Zeit Campus", dass sie bei Instagram bezahlte Werbung für einen Laptop gemacht hat. Kritiker hatten ihr vorgeworfen, Antikapitalismus und Werbung passten nicht zusammen. Blaudszun findet die Kritik "lächerlich" und argumentiert, sie habe kein Amt und kein Mandat und habe das Geld gespendet. Die 19-jährige Jura-Studentin arbeitet im Social-Media-Team von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit.
zeit.de/campus

Instagram soll Trump-Hashtags zulasten von Biden ausgespielt haben.

Trump-stagram: Der Algorithmus von Facebooks Foto-Plattform Instagram hat offenbar Pro-Trump-Inhalte denen seines demokratischen Rivalen Joe Biden über Wochen vorgezogen, entdeckt das US-amerikanische Tech Transparency Project. Wer in den letzten Wochen auf beliebte Trump-Hashtags klickte, darunter #trump oder #presidenttrump, habe demnach keinerlei verwandte Hashtags angezeigt bekommen. Bei Biden-Hashtags wie #joebiden oder #teambiden habe Instagram dagegen Hashtags vorgeschlagen, die den Herausforderer in ein schlechtes Licht rücken oder Falschinformationen streuen, darunter #creepyjoebiden oder #joebidenpedophile. Außerdem hätten die Biden-Hashtags auf positive Trump-Posts geführt, während bei Trump keine Inhalte aus dem demokratischen Lager zu sehen gewesen seien. Instagram hat die Politiker also offenbar unterschiedlich behandelt.

Ein Sprecher räumt den Fehler gegenüber BuzzFeed News grundsätzlich ein und bezeichnet ihn als "bug". Zehntausende Hashtags seien betroffen gewesen. Das "Related Hashtags"-Feature hat Instagram nach der Medienanfrage vorerst abgeschaltet. Weil auch bei Begriffen wie #democrats keine Vorschläge angezeigt worden seien, wirft Instagram dem Tech Transparency Project per Twitter "Rosinenpickerei" vor, um eine "sensationelle Geschichte" zu liefern.

Der Fund erinnert jedenfalls an die Rolle von Facebook während des US-Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2016. Damals hatte der Social-Media-Riese zu wenig gegen die politische Beeinflussung von Wähler*innen auf seiner Plattform unternommen. Jetzt muss sich die Instagram-Mutter den Vorwurf gefallen lassen, aus den alten Fehlern noch immer nicht gelernt zu haben.

Ebenfalls am Mittwoch hat Facebook einen Facebook-Post von Trump gelöscht. Begründung: Der Beitrag habe Falschinformationen zu Corona enthalten.
techtransparencyproject.com, buzzfeednews.com, theverge.com, techcrunch.com, edition.cnn.com (Facebook-Post gelöscht)

Meinung: Reise-Influencer befeuern die “Verschandelung” von Sehnsuchtsorten.

Reise-Influencer sind nicht allein Schuld an der Zerstörung naturbelassener Reiseziele, auch Abonnent*innen sollten ihr Reiseverhalten überdenken, meint Marco Weimer. Influencer seien aber die "Pioniere des hinterherlatschenden Übels" und der "Verschandelung des Sehnsuchtsortes". Wälder und Seen sind meist nicht auf Massentourismus ausgelegt, weshalb ein überbordender Insta-Tourismus für die Orte zum Problem werden kann.
gruenderszene.de

Instagram markiert Vorschwörungs-Post von Sängerin Madonna.

Instagram hat einen Post von Sängerin Madonna zensiert und als Falschinformation markiert. Sie hatte ein Video der verschwörungsnahen Kinderärztin Dr. Stella Immanuel verbreitet und dazu geschrieben, ein Corona-Impfstoff sei bereits gefunden, jedoch sollten Menschen weiter "von Angst kontrolliert werden". Inzwischen hat Madonna das Video gelöscht.
theguardian.com via faz.net

Instagram versucht, erfolgreiche TikTok-User für Reels abzuwerben.

Instagram versucht, erfolgreiche TikTok-User*innen für seine Kurzvideo-Funktion Reels abzuwerben. Die Plattform soll mehreren Nutzer*innen teils hunderttausende Dollar geboten haben, um sie von TikTok zu Instagram Reels zu locken. Das "Wall Street Journal" spricht von einer "Eskalation" des Wettbewerbs zwischen der Facebook-Tochter Instagram und TikTok, das zum chinesischen Unternehmen ByteDance gehört.
wsj.com (Paid) via businessinsider.com, turi2.de (Background)

Instagram rollt persönliche Spendenfunktion aus.

Instagram erlaubt seinen Nutzer*innen in den USA, Großbritannien und Irland künftig, Spenden für sich selbst über die Profileinstellungen zu sammeln. Die neue Funktion ist nur für User ab 18 Jahren zugänglich und durchläuft einen Review-Prozess, um nicht ausgenutzt zu werden. Spendenaufrufe bleiben 30 Tage lang bestehen, können aber auch verlängert werden.
heise.de, theverge.com

Model Nadine Leopold und “Madame” legen ihren Streit bei.

Madame von Bauer und Model Nadine Leopold begraben das Kriegsbeil und einigen sich außergerichtlich. Beide Parteien veröffentlichen jeweils einen Instagram-Post, in denen sie ankündigen, künftig die Organisation Humans of fashion zu unterstützen, die sich gegen Missbrauch in der Modebranche einsetzt. Leopold hatte im April angekündigt, "Madame" zu verklagen, weil das Magazin angeblich ein Foto ihrer nackten Brüste gegen ihren Willen veröffentlicht hatte.
sueddeutsche.de, instagram.com (Post "Madame"), instagram.com (Post Leopold), turi2.de (Background)

Studie: Facebook-Werbung wirkt schwächer als TV-Werbung.

Facebook-LogoFacebook-Werbung wirkt laut einer Screenforce-Studie deutlich schwächer als TV-Werbung. So soll etwa ein Spot im linearen Fernsehen Nutzer*innen deutlich besser im Gedächtnis bleiben als der identische Spot auf Facebook, YouTube oder Instagram. Die Ergebnisse sind nicht unumstritten: Screenforce ist die Organisation der TV-Vermarkter, die ein Interesse daran hat, das Fernsehen für Bewegtbild-Werbung attraktiv zu machen.
horizont.net

Meinung: Suchmaschine PimEyes greift die Anonymität an.

PimEyes, eine globale Gesichts-Suchmaschine aus Polen, greift massiv die Anonymität an, recherchieren Sebastian Meineck und Daniel Laufer. PimEyes habe mehr als 900 Mio Gesichter anhand biometrischer Daten analysiert und ist dadurch u.a. in der Lage, Personen ungewollt zu outen. Instagram, YouTube und TikTok wollen juristisch gegen die Suchmaschine vorgehen, Politiker*innen und Datenschützer*innen sehen in PimEyes ein "enormes Missbrauchspotential" und wittern mögliche Verstöße gegen die DSGVO.
netzpolitik.org

Basta: Modedesigner Philipp Plein trifft nicht ins Schwarze.

Plein guter Marketing-Gag: Modedesigner Philipp Plein wirbt bei Instagram mit einem schwarzen Quadrat für seine digitale Modenschau. Ob provokant kalkuliert oder völlig ahnungslos ist unklar - erst vor ein paar Wochen haben Marken und Influencer mit genau diesem Symbol gegen Rassismus und Diskriminierung protestiert. Nun hat Plein zwar Aufmerksamkeit - aber sicher nicht ins Schwarze getroffen.
wuv.de, instagram.com, turi2.de (Background)

Twitter, Facebook und Google geben vorerst keine Daten an die Justiz in Hongkong weiter.


Chinesisches Mauern: Facebook, Google und Twitter wollen bis auf weiteres nicht mehr auf Anfragen von Justizbehörden in Hongkong reagieren, wie beide Unternehmen mitteilen. Im Fall von Facebook betrifft das auch die zum Konzern gehörigen Angebote WhatsApp und Instagram. Hintergrund ist das Anfang Juli in Kraft getretene, sogenannte „Sicherheitsgesetz“, das massive Einschnitte in die Autonomie Hongkongs mit sich bringt und der chinesischen Regierung weitreichende Kompetenzen zugesteht, gegen Kritiker vorzugehen.

Ob Facebook und Twitter dauerhaft auf eine Zusammenarbeit mit den Behörden verzichten, ist nicht gesagt. Facebook kündigt an, es wolle zunächst die Auswirkungen des neuen Gesetzes prüfen und sich mit Menschenrechtsexperten beraten. Ähnlich äußert sich auch Twitter.
mashable.com, theverge.comspiegel.de