“NYT”: Instagram gibt Großteil seines Werbe-Budgets für Teenager-Werbung aus.

Instagram gibt sein fast gesamtes jährliches Werbe-Budget seit 2018 für auf Teenager zugeschnittene Anzeigen aus, meldet die "New York Times". In diesem Jahr belaufe sich das Budget auf 390 Mio Dollar, insbesondere 13- bis 15-Jährige habe Instagram im Blick. Der Verlust von jungen Userinnen an andere Social-Media-Plattformen stelle laut internen Dokumenten eine "existenzielle Bedrohung" dar. Facebooks eigene Untersuchungen hatten zuletzt gezeigt, dass die Bilder-Tochter Instagram eine schädliche Wirkung auf junge Nutzerinnen hat.
nytimes.com via businessinsider.com, turi2.de (Background)

Instagram kündigt Pausen-Funktion für Teenager an.

Instagram kündigt die Funktion "take a break" an, um Teenager von schädlichen Inhalten fernzuhalten. Die App soll die Warnmeldung anzeigen, wenn vermehrt Inhalte konsumiert werden, die dem "Wohlbefinden möglicherweise nicht förderlich sind", sagt Nick Clegg, Facebooks Vizepräsident für globale Angelegenheiten. Einen konkreten Zeitpunkt dafür gibt es noch nicht.
edition.cnn.com (12-Min-Video) via theverge.com

Erneuter Ausfall bei Instagram, Facebook und Whatsapp.

Déjà-vu: Die Facebook-Dienste melden vier Tage nach der Mega-Störung erneute Ausfälle. Nutzerinnen auf der ganzen Welt haben am Freitag Probleme, Instagram, Facebook und Whatsapp zu erreichen, schreibt der Konzern bei Twitter. Gegen 23 Uhr war die Störung behoben. Am Montag waren die Dienste über Stunden hinweg nicht zu erreichen.
handelsblatt.com, twitter.com, turi2.de (Background)

Meinung: “The Guardian” vergleicht Facebook mit Waffen-, Alkohol- und Tabakindustrie.

Uneinsichtiger Riese: Facebook ist ähnlich gefährlich und unnachgiebig wie die Tabak-, Waffen- und Alkoholindustrie, schreibt Jonathan Freedland im "Guardian". Die Politik solle Einblick in die Algorithmen von Facebook fordern, um "zu enthüllen, was das Unternehmen bereits über sich selbst weiß": dass es davon lebt, "Wut zu schüren und zu nähren".
theguardian.com

Klick-Tipp: Das frühere Büro von Twitter und Instagram ist zu vermieten.

Klick-Tipp: Das frühere Büro aus den Startup-Zeiten von Twitter und Instagram ist zu vermieten. Die knapp 600 m² große Fläche in San Francisco soll 27.500 Dollar pro Monat kosten. Twitter mietete das Büro 2006, Instagram 2010. Beide Konzerne hatten damals nur eine Handvoll Mitarbeiterinnen. Der Vermieter bewirbt die Immobilie als "Glücksbringer".
businessinsider.com

Antisemitismus-Vorwurf: Gil Ofarim weist im “Spiegel” Vorwurf der Verleumdung zurück

Aussage gegen Aussage: Der Hotel-Mitarbeiter, der Gil Ofarim in Leipzig antisemitisch angefeindet haben sollen, stellt Strafanzeige wegen Verleumdung. Der Vorfall mit der Davidstern-Kette habe sich "deutlich abweichend" von Ofarims Schilderungen bei Instagram abgespielt, zitiert die Polizei seine Aussage. Ofarim sagt im "Spiegel"-Interview: "Es war genauso, wie ich es in dem Video gesagt habe." Es sei "beschämend", dass er sich nach dem Vorfall jetzt noch rechtfertigen muss.
spiegel.de (Paid), mz.de, turi2.de (Background)

Riesen-Störung bei Facebook: Die Nachwehen des Serverausfalls.


Social Nirvana: Der weltweite Totalausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram am Montagabend macht deutlich, wie abhängig die Welt mittlerweile von den sozialen Medien ist. Ursache war wohl ein technisches Problem. 25 Mrd WhatsApp-Nachrichten wurden während des sechststündigen Ausfalls nicht gesendet, berechnet die Kreativagentur ABCD Agency. Demnach wurden zudem 125 Mio Instagram-Stories nicht gepostet. Der Netzbetreiber Telefónica (O2) zählte am Montagabend die dreifache Menge verschickter SMS im Vergleich zu den Vorabenden.

Der Digitalverband Bitkom macht darauf aufmerksam, dass der Ausfall Unternehmen teils an ihrer Arbeit gehindert – und sowohl die interne als auch die externe Kommunikation beschränkt hat. Reinhard Kowalewsky schreibt in der "Rheinischen Post", dass wir uns von der "Datenkrake" Facebook "unabhängiger machen" müssen. Man müsse auch darüber nachdenken, den "Konzern zu zerschlagen". Eine solche Störung hat mitunter auch lebensbedrohliche Auswirkungen, schreibt die "New York Times". In Brasilien konnten Apotheken keine Rezeptbestellungen mehr annehmen und in Kolumbien eine Organisation nicht arbeiten, die Opfer häuslicher Gewalt per WhatsApp mit lebensrettenden Diensten verbindet.

Hierzulande hat die sechsstündige Zwangspause eher zu einer Flut an Memes und witzigen Tweets geführt, die Horizont gesammelt hat. Und auch Caroline Rosales kann dem Blackout in der "Zeit" etwas Gutes abgewinnen: "Es schien, als wäre die ganze Welt wie einst bei der Mondlandung oder an Heiligabend in der Kindheit für ein paar Stunden kontaktlos vereint."
nytimes.com, horizont.net, zeit.de, rp-online.de (Paid), zeit.de, turi2.de (Background)

WDR baut Insta-Kanal der “Aktuellen Stunde” für junges Publikum um.

Verjüngungskur: Der WDR verpasst dem Instagram-Account @aktuellestunde einen neuen Anstrich. Unter der neuen Marke tickr sollen die Reporterinnen Lisa Altmeier (Foto), Anna van Doorn, Ilias Hamdani und Aron David Leute unter 25 wochentags mit kurzen News-Clips erreichen, meldet DWDL. Das Format läuft auch auf Snapchat.
dwdl.de, instagram.com

Debatte: Die Enthüllungen über Facebook sind laut “Zeit” nicht sauber recherchiert.

Doch nicht so schlimm? Die aktuellen Medien­beiträge über die schädlichen Auswirkungen von Social Media auf junge Nutzerinnen sind teilweise überzogen, schreibt Eike Kühl in der "Zeit". Die zitierten internen Facebook-Studien "lassen verschiedene Interpretationen zu", so die Autorin. "Die Studien geben keine Antwort auf die Frage, ob und wie schädlich Platt­formen wie Instagram sind."
zeit.de, turi.de (Background)

Basta: FDP und Grüne erzielen Einigung – über gleiches Insta-Selfie.

Konzertierte Viersamkeit: Die Grünen und die FDP loten Gemeinsamkeiten aus – und erzielen einen ersten Durchbruch: Im Polit-Beauty-Netzwerk Instagram präsentieren Annalena Baerbock, Robert Habeck, Christian Lindner und Volker Wissing auf ihren Accounts das gleiche Vierer-Selfie samt identischem Text. Lediglich bei der Wahl des Filters konnte offenbar noch keine Einigung erzielt werden.
twitter.com/niggi, twitter.com/jan_wiebe, twitter.com/tibor

Facebook pausiert Instagram Kids-Projekt.

Kein Herz für Kinder: Facebook pausiert sein Instagram Kids-Projekt, das erst im März 2021 angestoßen wurde. Nach Kritik sei das Vorhaben zwar nicht vom Tisch, Facebook will sich aber Zeit nehmen, um mehr Eltern und Expertinnen in die Entscheidungen einzubeziehen. Zudem will der Konzern Teenie-Tracking-Tools für Erziehungsberechtigte weiterentwickeln.
about.instagram.com, reuters.com, turi2.de (Background)

Klick-Tipp: Der “Tagesspiegel” analysiert die Instagram-Fotos der Parteien.

Klick-Tipp: Der "Tagesspiegel" betreibt Fleißarbeit und analysiert mehr als 27.000 Instagram-Fotos der Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag. Gescannt wird u.a. nach Auto-, Fahrrad- und Krawattendichte auf Bildern. Weitere Erkenntnisse: Die "Linke" posiert für Insta besonders gern mit Rucksäcken und Jutebeuteln, die FDP postet die meisten Hunde.
interaktiv.tagesspiegel.de

Debatte: TikTok ist für die Ansprache von jungen Zielgruppen enorm wichtig.

Juveniles Werbewunder: TikTok ist vor allem für die Ansprache von jungen Zielgruppen enorm wichtig, analysiert Florian Teschner bei den Digital Marketing Days. Allerdings bräuchten Werbungtreibende auf TikTok deutlich mehr Kontakte, um etwa auf die gleiche Reichweite wie auf Instagram zu kommen. Besonders beliebt ist TikTok bei E-Commerce-Unternehmen – etwa About You, Shein oder Audible.
horizont.net (Paid)

Zitat: Insta-Chef Adam Mosseri vergleicht Tote im Straßenverkehr mit Social Media.

"Wir wissen, dass durch Autounfälle mehr Menschen sterben als ohne. Aber im Großen und Ganzen schaffen Autos mehr Wert als sie vernichten. Ich denke, bei Social Media ist das ähnlich."

Instagram-Chef Adam Mosseri reagiert im Podcast von Recode auf eine Facebook-Untersuchung zu den Schäden, die Instagram bei jungen Menschen anrichtet – und erklärt, wie er das Netzwerk zu einem freundlicheren Ort machen will. Den Auto-Vergleich findet er im Nachhinein bei Twitter "less than perfect".
vox.com (mit 67-Min-Audio), onlinemarketing.de, turi2.de (Background)

Klick-Tipp: “Süddeutsche Zeitung” analysiert die Rolle des Instagram-Algorithmus im Wahlkampf.

Klick-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" untersucht zusammen mit der NGO Algorithmwatch, wie der Instagram-Algorithmus im Wahlkampf funktioniert. Inhalte populistischer Parteien wie der AfD werden demnach deutlich prominenter im Newsfeed platziert als die anderer Parteien, obwohl inhaltliche Faktoren laut Facebook eigentlich keine Rolle spielen sollten. Doch plakative, kontroverse Themen wie Kriminalität oder Wohnen landen häufiger im Blickfeld der User. Im Rahmen des Projekts #wahlfilter wurden über 6000 Beiträge von mehr als 100 Accounts von Politikerinnen und Parteien untersucht.
sz.de/wahlfilter

Basta: Facebooks eigene Untersuchungen zeigen, wie schädlich Instagram ist.

Der schöne Schein: Da sag noch mal einer, Auftragsforschung muss immer dem Auftraggeber gefallen. Forschende bei Facebook haben jetzt herausgefunden, dass die Bilder-Tochter Instagram für "einen beträchtlichen Anteil" junger Nutzerinnen "schädlich" ist. Wir leiden ein bisschen mit Insta-PR-Frau Karina Newton, die die Ergebnisse in einem Blog-Post schönreden muss.
cnet.com

Studie: Mehr als jede Dritte hat sich schon mal “influencen” lassen.

Like wer's kennt: Influencer-Werbung verführt Millionen von Menschen in Deutschland zum Shoppen, sagt eine Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung. 36,8 Prozent der digitalen Userinnen haben demnach mind. einmal ein Produkt gekauft, das von Social-Media-Stars wie Pamela Reif (Foto) angepriesen wurde. Vor allem die 16- bis 39-Jährigen sind für die Kauftipps empfänglich.
agof.de (Studie), wuv.de

BGH: Influencerinnen müssen nicht alles als Werbung kennzeichnen.

Abmahnung weggewischt: Influencerinnen wie Cathy Hummels (Foto) müssen bei Instagram und Co Produktfotos nicht in jedem Fall als Werbung kenntlich machen, urteilt der Bundesgerichtshof. "Tap Tags" – Verlinkungen zu Profilen von Firmen auf Instagram – sind beispielsweise ohne den Hashtag "Anzeige" erlaubt. Zu "werblich" und unkritisch dem Produkt gegenüber dürfen solche Postings laut Gerichtsurteil aber nicht sein, sonst müssen sie als Werbung markiert werden. Gleiches gilt für Verlinkungen auf Hersteller-Webseiten.

Der Verband Sozialer Wettbewerb hatte von Cathy Hummels und den Influencerinnen Leonie Hanne und Luisa-Maxime Huss Abmahnkosten wegen unzulässiger Schleichwerbung gefordert. Sie wehrten sich mit dem Argument, mit den "Tap Tags" lediglich Empfehlungen auszusprechen, ohne dafür Gegenleistungen zu erhalten. Das Gericht gibt den Frauen weitgehend recht.

Die BGH-Entscheidungen seien keine wirkliche Guideline für Influencerinnen und Unternehmen, sagt der Hamburger Urheber- und Medienrechtler Martin Gerecke. Sie seien für Laien kaum verständlich und würden „die Branche nicht beruhigen“.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft weist auf die Ungenauigkeit des Urteils hin. Es sei nicht klar, wann etwas "übertrieben werblich" sei und wie die Kennzeichnung von Werbung aussehen müsse, sagt Vizepräsidentin Anke Herbener. "Eine Selbstregulierung der Branche könnte hier sinnvoll sein."

sueddeutsche.de, faz.net, handelsblatt.com, internetworld.de

BGH entscheidet heute über Instagram-Werbung.

Insta-Werbung: Der BGH will sich heute dazu äußern, ob Influencerinnen bei Instagram Produkt-Empfehlungen mit Links zum Anbieter versehen dürfen. Der Verband Sozialer Wettbewerb wirft u.a. Cathy Hummels (Foto) unzulässige Schleichwerbung vor und fordert Unterlassung. Konkret geht es um so genannte Tap Tags, die direkt auf Firmen-Accounts weiterleiten.
sueddeutsche.de

Debatte: Partei-Influencerinnnen machen Politik mit Memes und Katzenbildern.

Hashtag Wahlkampf: Der Spiegel stellt junge Frauen vor, die als Influencerinnen Politik und Privates auf Social Media vermischen. Wie die 18-jährige Noreen Thiel (Foto), die für die FDP in den Bundestag will und bei Instagram genauso selbstverständlich ein Selfie mit Generalsekretär Volker Wissing postet, wie Bilder mit Katze und Freund. Ein Politik­wissenschaftler prognostiziert der Strategie nur eine begrenzte Haltbarkeit: "Viel über sein Privatleben preiszugeben, bedeutet auch eine enorme Verletzlichkeit."
spiegel.de (Paid)

Zitat: Nach Merkel geht es zwei Schritte vor und einen zurück, sagt Alice Schwarzer.

"Auf Instagram wird wieder die Frau belohnt, die hübsch dumm aus der knappen Wäsche guckt. Das ist alarmierend. So manche Enkelin der feministischen Pionierinnen fällt wieder in das ganz doofe Weibchenschema von vorgestern zurück."

Feministin Alice Schwarzer prognostiziert im "Spiegel"-Interview, dass Deutschland nach der Ära Angela Merkel "zwei Schritte vor" und "einen zurück" geht.
spiegel.de (Paid)

“RTL Aktuell” sagt Instagram-Takeover wieder ab.

RTL Aktuell bläst die angekündigte Übernahme seines Instagram-Accounts durch das Team von Insta.Politik ab. Medienjournalist Daniel Bouhs hatte die Aktion kritisiert, weil die beiden Betreiberinnen mit der CDU verbandelt sind: Lara Urbaniak arbeitet in der CDU-Pressestelle, Janine Klose ist für einen Bundestags-Abgeordneten tätig. Ihr Instagram-Kanal versteht sich jedoch als "Privater Erkläraccount". RTL schreibt bei Twitter, es gebe "grundsätzlich keine Übernahme unserer journalistischen Kanäle", bei der Ankündigung sei "schlicht und einfach ein Fehler im Social Team passiert".
dwdl.de

Instagram: Userinnen müssen Geburtsdaten nachreichen.

Instagram verlangt nun von allen Userinnen einen Altersnachweis. Eine entsprechende Aufforderung erscheint ab sofort beim Öffnen der App – wird diese zu lange ignoriert, werde der Kanal gesperrt. Bis 2019 war eine Altersangabe nicht zwingend. Instagram will damit Minderjährige besser schützen. Erst im Juli hatte Instagram alle Konten von unter 16-Jährigen automatisch auf privat gestellt, generell ist ein Profil ab 13 Jahren erlaubt.
techchrunch.com, futurezone.at

Hackerangriff auf Instagram-Profil von RTL-Moderatorin Jana Azizi.

Hackerattacke: Der Instagram-Kanal von RTL-Moderatorin Jana Azizi ist gehackt worden. Zwischenzeitlich war darauf ein Unterwäschefoto eines Hinterns zu sehen. In einer Story hatten Unbekannte 5.000 Euro Lösegeld in Bitcoins von RTL gefordert. Mittlerweile hat Azizi wieder die Kontrolle über ihren Account, der Sportjournalistin folgen dort fast 100.000 Menschen.
bild.de, t-online.de

Lese-Tipp: Warum Josephine Teske für die Kirche der Zukunft steht.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" porträtiert die Pastorin-Influencerin Josephine Teske, die Gemeinden "in zwei Welten" hat – "eine in Büdelsdorf und eine im Internet". Teske erreiche mit ihrem Instagram-Kanal Frauen zwischen 20 und Mitte 40, die sonst kaum mehr einen Gottesdienst besuchen. Teskes Vorgesetzter, Propst Matthias Krüger, sieht in ihr einen "Glücksfall für unsere Kirche". Sie stehe für eine "moderne Form des Amts".
"Spiegel" 35/2021, S. 46 (Paid)

Luke Mockridge wehrt sich gegen anhaltenden Hass im Netz.

Luke Mockridge äußert sich bei Instagram zu den im Netz kursierenden Vergewaltigungs-Vorwürfen gegen ihn: "Die versuchen einen Menschen aus mir zu machen, der ich nicht bin", sagt der Comedian. Er werde mit Sachen konfrontiert, die nie passiert seien. Mockridges Ex-Freundin hatte ihn wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt. Seit über einem Jahr sei das Verfahren aber rechtskräftig beendet, zwei juristische Instanzen haben keinen Tatverdacht festgestellt. Erst 2022 will Mockridge wieder auf Tour gehen und ins Fernsehen zurückkehren.
bild.de, dwdl.de, instagram.com (8-Min-Video)

Eva Schulz bringt Nichtakademikerinnen politische Themen nahe.

Nichtakademische News: Eva Schulz (Foto), 31, ist von Funk dazu aus­­erkoren, eine "mit ihr alternde Zielgruppe" an andere Formen der Mediennutzung heranzuführen, schreibt Eva Schläfer in der "FAS". Mit Deutschland 3000 als Podcast und bei Instagram richtet Schulz sich bevorzugt an junge Menschen, die nicht studiert haben und eher auf dem Land leben – Akademikerinnen hätte man "mit politischen Inhalten fast eh bei sich". Als Korrektiv führt die Redaktion regelmäßig qualitative Zielgruppen-Interviews: "Ich habe noch nie ohne Feedback-Kanal gearbeitet", sagt Schulz, die beobachtet, dass sich speziell Instagram und YouTube stark politisiert hätten. Ihre Devise sei, "Journalismus ein bisschen anders zu denken", gern auch generations­übergreifend und unterhaltsam, denn: "In Unterhaltung steckt auch Haltung."
"FAS", S. 11 (Paid)

Analyse: Influencerinnen erreichen 17,6 Mio Menschen auf Instagram mit Impf-Posts.

Pieksfluence: Deutsche Influencerinnen haben mit ihren Instagram-Posts zum Thema Impfung in diesem Jahr bisher 17,6 Mio Menschen erreicht, sagt die KI-Analyse­plattform HypeAuditor. Die Zahl der Posts sei seit Jahres­beginn stetig gestiegen, weibliche Influencerinnen haben mit 55 % der Posts einen größeren Anteil am Geschehen als ihre männlichen Kollegen. Der meist­kommentierte Beitrag gehört zum Account von Kanzlerin Angela Merkel.
horizont.net

US-Kartellamt klagt noch mal gegen Facebook.

Facebook bekommt erneut Gegenwind von der FTC. Die US-Kartellbehörde hat erneut Klage gegen den Social-Media-Giganten eingereicht – mit dem Vorwurf, Konkurrenten aufzukaufen, um die eigene Macht zu sichern. Die Behörde will erreichen, dass Facebook WhatsApp und Instagram wieder verkaufen muss und bei künftigen Übernahmen gezwungen ist, eine Kartell-Genehmigung einzuholen. Eine ähnliche Klage war im Juni von einem US-Gericht abgewiesen worden.
handelsblatt.com (Paid), cnet.com

Basta: Bundes­verfassungs­gericht will bei Instagram nicht kommentiert werden.

Karlsruher Kommentarkontrolle: Das Bundes­verfassungs­gericht präsentiert sich neu bei Instagram und verspricht "abwechslungsreiche Einblicke" in seine Arbeit. Nutzerinnen dürfen die Beiträge liken und teilen, Kommentare sind jedoch deaktiviert. Wer seinen Senf dazugeben will, muss sich erst durch alle unteren Instanzen kommentieren – von TikTok über YouTube zu Linked-in.
bundesverfassungsgericht.de via twitter.com

Facebook löscht Inhalte der Taliban von seinen Plattformen.


Terrorverbot: Facebook löscht Posts und Profile der Taliban, auch auf seinen Plattformen WhatsApp und Instagram. Das Unternehmen verweist dabei auf US-Recht, welches die Taliban als Terrororganisation sanktioniere. Das Verbot gelte schon seit vielen Jahren. Dennoch nutzte die Taliban WhatsApp bei der Einnahme von Kabul, wie die "Washington Post" berichtet. Das Unternehmen analysiert nach eigenen Angaben Nutzerprofile, aber keine Chats.

Twitter verbietet zwar offiziell Hassbotschaften und gewalttätige Organisationen, Taliban-Sprecher verbreiten dort aber dennoch ihre Propaganda. Google-Mutter Alphabet teilte lediglich mit, man werde aktiv, wenn die USA eine Gruppe als Terrororganisation einstufe.
futurezone.at, bbc.com, washingtonpost.com

Facebook führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Messenger-Anrufen ein.

Facebook: Sprach- und Videoanrufe im Messenger erhalten in Kürze eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Bisher waren seit 2016 nur die Textnachrichten verschlüsselt. In den kommenden Wochen sollen erste Testläufe starten, auch bei Instagram-Direktnachrichten. Zudem erweitert Facebook die Zeitspanne für ablaufende Chats, sie liegt künftig zwischen fünf Sekunden und 24 Stunden.
techchrunch.com

Algorithm Watch stoppt nach Drohungen von Facebook Forschung zum Instagram-Algorithmus.


Unter Verschluss: Die Organisation Algorithm Watch hat ein Forschungs­projekt zum Instagram-Algorithmus beendet, nachdem Instagram-Mutter Facebook "kaum verhohlen juristische Schritte angedroht" hat, berichtet der "Spiegel". Die Organisation wollte heraus­finden, nach welchen Kriterien der Algorithmus Beiträge anzeigt und bevorzugt. Rund 1.500 Nutzerinnen haben ihre Nutzungsdaten per Browser-Plugin gespendet. Konfrontiert mit dem Ergebnis bittet Facebook zum Gespräch und wirft dem Projekt vor, gegen die eigenen Nutzungs­bedingungen und die Datenschutz-Grundverordnung der EU zu verstoßen.

Algorithm Watch sagt, man habe das Add-on "mit großer Sorgfalt entwickelt", damit Facebook die Datenspenderinnen nicht identifizieren und verfolgen kann. Die Reaktion von Facebook zeige jedoch, dass "jede Organisation, die versucht, Facebooks Algorithmen genauer zu beleuchten, Gefahr läuft, verklagt zu werden", schreibt Algorithm Watch aufs einer Website. Um einem Rechtsstreit zu entgehen, habe man die Forschung eingestellt und alle Daten gelöscht.
spiegel.de, algorithmwatch.org

Video-Tipp: “Zapp” nimmt “Ich bin Sophie Scholl” kritisch unter die Lupe.

Video-Tipp: "Zapp" wirft einen kritischen Blick auf den Instagram-Kanal Ich bin Sophie Scholl von SWR und BR. Schauspielerin Luna Wedler stellt darin die letzten Wochen von Sophie Scholl nach. Kritikerinnen bemängeln den oftmals fehlenden Kontext zu Kriegsereignissen. SWR-Redaktionsleiter Ulrich Herrmann erklärt, die Zustimmung für das Format sei dennoch "überwältigend".
youtube.com (14-Min-Video)

Instagram führt neue Funktion gegen Hasskommentare ein.

Instagram führt die neue Funktion "Limits" ein, die Hasskommentare einschränken soll. Nutzerinnen können Kommentare und Direkt­nachrichten von anderen Mitgliedern ausblenden, die ihnen nicht oder erst seit Kurzem folgen. Die Funktion richtet sich an Accounts, die kurzfristig, teils unfreiwillig, große Aufmerksamkeit bekommen, Interaktionen aber nicht komplett einschränken wollen.
theverge.com, about.instagram.com

“Welt”: Berliner Polizei kämpft mit Zehntausenden Hasskommentaren.

Polizei-Hass: Seit den Querdenken-Protesten vom vergangenen Wochenende bekommt die Berliner Polizei unzählige Internet-Hasskommentare, meldet die "Welt". Demnach seien allein letzten Sonntag rund 20.000 Kommentare aufgelaufen und von der Behörde abgearbeitet worden. Auch an den darauffolgenden Tagen sei das Aufkommen "ungewöhnlich hoch" geblieben. Eine Behördensprecherin sagt auf "Welt"-Anfrage, der Hass sei plattformunabhängig, "er erreicht uns massiv auf Twitter, aber ebenso auf Facebook und Instagram". Es gebe aber auch Menschen, "die versuchen, Falschinfos zu entlarven und die den Querdenkern nicht gänzlich die Kommentarspalten überlassen". Dafür sei man dankbar, so die Sprecherin weiter.

Unterdessen kritisiert UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer die Härte, mit der die Berliner Polizei gegen Demonstrantinnen vorgegangen sein soll. "Es sind einige Videos verbreitet worden, die besorgniserregend sind", sagte Melzer der dpa. Es gebe Hinweise auf mögliche Menschenrechtsverletzungen. Kommende Woche will Melzer die Bundesregierung um eine Stellungnahme bitten. Nach spätestens 60 Tagen muss die Regierung darauf antworten.
welt.de, faz.net (Background), Foto: dpa/Fabian Sommer

Video-Tipp: Tech-Konzerne sind oft verschwiegen und nur bedingt gesprächsbereit.

Facebook und GoogleVideo-Tipp: Tech-Konzerne wie Google und Facebook hüllen sich oft in Schweigen, lassen Medienanfragen unbeantwortet und öffnen sich nur auf öffentlichen Druck, berichtet Daniel Bouhs bei "Zapp". Zwar böten die Konzerne zu neuen Produkten und Initiativen inzwischen von sich aus Gespräche an, blieben bei kritischen Themen aber vage, ebenso zu Einzelfällen. Facebook-Sprecher Klaus Gorny und Google-PR-Mann Kay Overbeck versuchen sich in Erklärungen. Bouhs beobachtet derweil, dass auch neuere Plattform wie TikTok oder Telegram nur schwer ansprechbar sind.
youtube.com (16-Min-Video)

Debatte: Instagram nimmt Einfluss auf die Schönheits-Chirurgie.

Insta-Beauty: Soziale Netzwerke nehmen vermehrt Einfluss auf die Schönheits-Chirurgie, schreibt Corinna Baier im "Focus". Besonders Instagram bestimme mit seinem Algorithmus "was attraktiv ist", Patientinnen wünschen sich etwa optimale Lippen für den gängigen Selfie-Winkel. Die Hälfte aller amerikanischen Praxen hatte bereits Kundinnen, die ihr Gesicht der "digital gefilterten" Version davon anpassen wollten.
"Focus" 31/2021, S. 23 (Paid)

Instagram führt Sicherheitsupdate für Kinder und Jugendliche ein.

Kindersicher? Instagram führt private Konten als Standardeinstellung für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ein. Das gilt u.a. für Nutzerinnen in den EU-Ländern und Großbritannien, die sich neu auf der Plattform registrieren. Mit dieser Einstellung will Instagram vor ungewollten Kontaktanfragen schützen und mehr Sicherheit bieten. Instagram will Nutzerinnen, die noch keine 18 sind und bereits ein eigenes Konto haben, benachrichtigen und auf die Vorteile eines privaten Accounts hinweisen.
mobiflip.de

TikTok-Konkurrent YouTube Shorts kommt nach Deutschland.

YouTube bringt das Kurzvideo-Angebot YouTube Shorts nach Deutschland, das es mit TikTok und Instagram Reels aufnehmen soll. Zu den bisher 26 Betatest-Ländern kommen bis Mittwoch 100 weitere dazu. Die Länge der Videos ist auf 60 Sekunden begrenzt, Nutzerinnen können ihre Clips mit Texten, Filtern und Musik anreichern. Dafür stehen "Millionen von Songs" von mehr als 250 Labeln zur Verfügung.
heise.de, meedia.de, blog.youtube

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” porträtiert Italiens Instagram-Star Chiara Ferragni.

Lese-Tipp: Sie ist die sechstbestbezahlte Influencerin der Welt und eine "der mächtigsten Frauen Italiens": Ulrike Sauer porträtiert für die "Süddeutsche Zeitung" Chiara Ferragni, die pro gesponsertem Instagram-Post 60.000 Dollar verdient und jüngst in den Aufsichtsrat des Luxuskonzerns Tod's einzog. Ferragni, die "ihren Körper als Hauptwerkzeug der Kommunikation einsetzt", wird mittlerweile sogar von Politikern um Rat gebeten und habe es "aus dem Nichts zu Geld und Macht" gebracht.
sueddeutsche.de (Paid)

Video-Tipp: Walulis erklärt die Influencerinnen-Strategie der Neuen Rechten.

Video-Tipp: Philip Walulis erklärt die Influencerinnen-Strategie der Neuen Rechten, die mit jungen Frauen wie Marie-Thérèse Kaiser (Foto) oder Lisa Lehmann u.a. auf Instagram auf Erstwählerinnen-Fang sind. Anfangs angezeigte Posts wirken auf Nutzerinnen vor allem freundlich und ästhetisch – Instagrams Algorithmus schlägt nach Likes aber zügig Accounts vor, die etwa Fotos von ehemaligen Nazi-Größen im Repertoire haben.
youtube.com (12:30-Min-Video)

Instagram setzt verstärkt auf Videos und Empfehlungen.

Bewegtes Bild: Instagram will für TikTok- und YouTube-Nutzerinnen interessanter werden und schraubt an seinen Video-Angeboten. Die Bilder-Plattform will in den kommenden Monaten u.a. Vollbildvideos testen. Zudem experimentiert Instagram mit algorithmenbasierten Empfehlungen im Feed, Messaging- und Shopping-Funktionen stehen auf der To-do-Liste.
spiegel.de, cnbc.com

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden sperrt Instagram-Hotspot.

Ausgepostet: Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden sperrt den Königsbachwasserfall, der sich zu einem Hotspot für Influencerinnen entwickelt hatte. Anziehungspunkt war ein Naturpool, der eine schöne Instagram-Kulisse verspricht. Grund für die Sperrung ist vor allem der Naturschutz, ein Gebiet von zehn Hektar rund um den Wasserfall darf für die kommenden fünf Jahre nicht betreten werden.
stern.de, nordbayern.de

Instagram will Posts vom Desktop ermöglichen.

Bald auch für den PC: Instagram arbeitet an einem Programm, mit dem Nutzerinnen auch vom Desktop aus Beiträge posten können. "Wir wissen, dass viele Menschen Instagram auf ihrem Computer nutzen", sagt Facebook-Sprecherin Christine Pai. Wann die Zusatzfunktion kommen soll, ist noch unklar. Seit der Gründung von Instagram im Jahr 2010 können Nutzerinnen Fotos und Videos nur vom Handy aus posten.
bloomberg.com, mashable.com

Til Schweiger posiert mit umstrittenem Blogger Boris Reitschuster.

KeinHirnHasen: Schauspieler Til Schweiger (Foto) erntet Kritik für ein Instagram-Bild, auf dem er zusammen mit dem umstrittenen Blogger Boris Reitschuster posiert. Im Text dazu nennt Schweiger ihn "meinen Helden". Schweigers Fans sind bezüglich der neuen Freundschaft gespalten. Reitschuster gilt als Querdenker, Kritikerinnen werfen ihm vor, Corona zu verharmlosen.
focus.de, morgenpost.de, t-online.de

Der große Social Network Guide in der turi2 edition #14: Instagram.

It's a beautiful life: Auf Instagram ist die Welt ein bisschen schöner. Hier gibt's nur perfekt angerichtete Smoothie-Bowls neben trainierten Oberkörpern in steril-beigen Wohnzimmern. Oder? Dass die als Selfie-Schleuder verschriene Plattform auch anders kann, steht in unserem 8-seitigen Guide in der turi2 edition #14. Wir sagen, welche Influencerinnen zum Lachen und Nachdenken anregen, sprechen mit Karate-Weltmeisterin Jasmin Jüttner und der Ärztin Julia Fischer und lassen uns vom funk-Team erklären, was erfolgreiche Insta-Posts im Journalismus und anderswo ausmacht.
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