Facebook löscht zwei Propaganda-Netzwerke.

Facebook-LogoFacebook verbannt zwei Netzwerke mit zahlreichen Fake Accounts, die Regierungspropaganda verbreitet haben. Ein Netzwerk stammte von den Philippinen, das andere aus China. Zusammen umfassten die Netzwerke 212 Accounts, 42 Seiten, neun Gruppen und 27 Instagram-Konten. Das chinesische Netzwerk nutze für seine Fake-Profile KI-generierte Profilbilder
techcrunch.com

Zitat: Kim Kardashian ruft zum Boykott von Instagram und Facebook auf – für einen Tag.

"Ich kann nicht zusehen und still bleiben, während diese Plattformen es weiterhin erlauben, Hass, Propaganda und Falschinformationen zu verbreiten."

Reality-Star Kim Kardashian boykottiert für einen Tag Instagram und Facebook. Sie schließt sich damit dem Aufruf der Aktion #StopHateForProfit an, dem u.a. auch Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence folgen.
instagram.com via spiegel.de, zeit.de

Instagram bekommt mit dem kostenpflichtigen OnlyFans freizügige Konkurrenz.

Porno-Instagram: Die Plattform OnlyFans entwickelt sich zu einer Influencer-Plattform für nackte Tatsachen. Zuschauen darf nur, wer per View oder im Abo zahlt. Nach eigenen Angaben gibt es 25 Mio Nutzer*innen, davon 4.000 in Deutschland. Weltweit stellen bisher 500.000 Intimfluencer die Bezahl-Inhalte ein, für die User mindestens 3 Dollar pro verfolgten Account bezahlen.
mopo.de, welt.de, , youtube.com (17-Min-Video "Puls Reportage")

Lese-Tipp: Chefs von Volkswagen und der Telekom inszenieren sich bei Social Media.

Lese-Tipp: Volkswagen-Chef Herbert Diess und Telekom-Chef Tim Höttges (Foto) inszenieren sich bei Instagram und Linked-in als "versierte Konzernstrategen", analysiert das "Handelsblatt" deren digitale Kommunikation. Es gehe um "Einfluss, Macht und Meinungsführerschaft", um auch abseits ihrer Reden auf der Hauptversammlung eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

Facebook sperrt Accounts von “Compact”.

Facebook sperrt Accounts des rechten Magazins Compact, weil es "gegen das interne Regelwerk verstoßen" habe. Sowohl die Facebook-Seite als auch der Instagram-Kanal der Zeitschrift sind nicht mehr zugänglich. Grund sind laut Facebook nicht die jüngsten Forderungen, das Unternehmen müsse konsequenter gegen Hass im Netz vorgehen, sondern ein "langwieriger interner Prüfprozess."
tagesschau.de

Instagram ermöglicht Anzeigenschaltung ohne Facebook-Konto.

Instagram ermöglicht es Unternehmen, Anzeigen zu schalten, ohne dass ihr Account mit einem Facebook-Werbekonto verbunden ist. Das Feature soll schrittweise in "ausgewählten Ländern" ausgerollt werden. Sinn macht es nur für Firmen, die zum ersten Mal einen Beitrag auf Instagram hervorheben wollen - ist das in der Vergangenheit bereits passiert, sind die Konten in der Regel bereits verknüpft.
horizont.net

SPD-Influencerin Lilly Blaudszun findet Kritik an Instagram-Werbepost “lächerlich”.

SPD-Influencerin Lilly Blaudszun verteidigt im Interview mit "Zeit Campus", dass sie bei Instagram bezahlte Werbung für einen Laptop gemacht hat. Kritiker hatten ihr vorgeworfen, Antikapitalismus und Werbung passten nicht zusammen. Blaudszun findet die Kritik "lächerlich" und argumentiert, sie habe kein Amt und kein Mandat und habe das Geld gespendet. Die 19-jährige Jura-Studentin arbeitet im Social-Media-Team von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit.
zeit.de/campus

Instagram soll Trump-Hashtags zulasten von Biden ausgespielt haben.

Trump-stagram: Der Algorithmus von Facebooks Foto-Plattform Instagram hat offenbar Pro-Trump-Inhalte denen seines demokratischen Rivalen Joe Biden über Wochen vorgezogen, entdeckt das US-amerikanische Tech Transparency Project. Wer in den letzten Wochen auf beliebte Trump-Hashtags klickte, darunter #trump oder #presidenttrump, habe demnach keinerlei verwandte Hashtags angezeigt bekommen. Bei Biden-Hashtags wie #joebiden oder #teambiden habe Instagram dagegen Hashtags vorgeschlagen, die den Herausforderer in ein schlechtes Licht rücken oder Falschinformationen streuen, darunter #creepyjoebiden oder #joebidenpedophile. Außerdem hätten die Biden-Hashtags auf positive Trump-Posts geführt, während bei Trump keine Inhalte aus dem demokratischen Lager zu sehen gewesen seien. Instagram hat die Politiker also offenbar unterschiedlich behandelt.

Ein Sprecher räumt den Fehler gegenüber BuzzFeed News grundsätzlich ein und bezeichnet ihn als "bug". Zehntausende Hashtags seien betroffen gewesen. Das "Related Hashtags"-Feature hat Instagram nach der Medienanfrage vorerst abgeschaltet. Weil auch bei Begriffen wie #democrats keine Vorschläge angezeigt worden seien, wirft Instagram dem Tech Transparency Project per Twitter "Rosinenpickerei" vor, um eine "sensationelle Geschichte" zu liefern.

Der Fund erinnert jedenfalls an die Rolle von Facebook während des US-Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2016. Damals hatte der Social-Media-Riese zu wenig gegen die politische Beeinflussung von Wähler*innen auf seiner Plattform unternommen. Jetzt muss sich die Instagram-Mutter den Vorwurf gefallen lassen, aus den alten Fehlern noch immer nicht gelernt zu haben.

Ebenfalls am Mittwoch hat Facebook einen Facebook-Post von Trump gelöscht. Begründung: Der Beitrag habe Falschinformationen zu Corona enthalten.
techtransparencyproject.com, buzzfeednews.com, theverge.com, techcrunch.com, edition.cnn.com (Facebook-Post gelöscht)

Meinung: Reise-Influencer befeuern die “Verschandelung” von Sehnsuchtsorten.

Reise-Influencer sind nicht allein Schuld an der Zerstörung naturbelassener Reiseziele, auch Abonnent*innen sollten ihr Reiseverhalten überdenken, meint Marco Weimer. Influencer seien aber die "Pioniere des hinterherlatschenden Übels" und der "Verschandelung des Sehnsuchtsortes". Wälder und Seen sind meist nicht auf Massentourismus ausgelegt, weshalb ein überbordender Insta-Tourismus für die Orte zum Problem werden kann.
gruenderszene.de

Instagram markiert Vorschwörungs-Post von Sängerin Madonna.

Instagram hat einen Post von Sängerin Madonna zensiert und als Falschinformation markiert. Sie hatte ein Video der verschwörungsnahen Kinderärztin Dr. Stella Immanuel verbreitet und dazu geschrieben, ein Corona-Impfstoff sei bereits gefunden, jedoch sollten Menschen weiter "von Angst kontrolliert werden". Inzwischen hat Madonna das Video gelöscht.
theguardian.com via faz.net

Instagram versucht, erfolgreiche TikTok-User für Reels abzuwerben.

Instagram versucht, erfolgreiche TikTok-User*innen für seine Kurzvideo-Funktion Reels abzuwerben. Die Plattform soll mehreren Nutzer*innen teils hunderttausende Dollar geboten haben, um sie von TikTok zu Instagram Reels zu locken. Das "Wall Street Journal" spricht von einer "Eskalation" des Wettbewerbs zwischen der Facebook-Tochter Instagram und TikTok, das zum chinesischen Unternehmen ByteDance gehört.
wsj.com (Paid) via businessinsider.com, turi2.de (Background)

Instagram rollt persönliche Spendenfunktion aus.

Instagram erlaubt seinen Nutzer*innen in den USA, Großbritannien und Irland künftig, Spenden für sich selbst über die Profileinstellungen zu sammeln. Die neue Funktion ist nur für User ab 18 Jahren zugänglich und durchläuft einen Review-Prozess, um nicht ausgenutzt zu werden. Spendenaufrufe bleiben 30 Tage lang bestehen, können aber auch verlängert werden.
heise.de, theverge.com

Model Nadine Leopold und “Madame” legen ihren Streit bei.

Madame von Bauer und Model Nadine Leopold begraben das Kriegsbeil und einigen sich außergerichtlich. Beide Parteien veröffentlichen jeweils einen Instagram-Post, in denen sie ankündigen, künftig die Organisation Humans of fashion zu unterstützen, die sich gegen Missbrauch in der Modebranche einsetzt. Leopold hatte im April angekündigt, "Madame" zu verklagen, weil das Magazin angeblich ein Foto ihrer nackten Brüste gegen ihren Willen veröffentlicht hatte.
sueddeutsche.de, instagram.com (Post "Madame"), instagram.com (Post Leopold), turi2.de (Background)

Studie: Facebook-Werbung wirkt schwächer als TV-Werbung.

Facebook-LogoFacebook-Werbung wirkt laut einer Screenforce-Studie deutlich schwächer als TV-Werbung. So soll etwa ein Spot im linearen Fernsehen Nutzer*innen deutlich besser im Gedächtnis bleiben als der identische Spot auf Facebook, YouTube oder Instagram. Die Ergebnisse sind nicht unumstritten: Screenforce ist die Organisation der TV-Vermarkter, die ein Interesse daran hat, das Fernsehen für Bewegtbild-Werbung attraktiv zu machen.
horizont.net

Meinung: Suchmaschine PimEyes greift die Anonymität an.

PimEyes, eine globale Gesichts-Suchmaschine aus Polen, greift massiv die Anonymität an, recherchieren Sebastian Meineck und Daniel Laufer. PimEyes habe mehr als 900 Mio Gesichter anhand biometrischer Daten analysiert und ist dadurch u.a. in der Lage, Personen ungewollt zu outen. Instagram, YouTube und TikTok wollen juristisch gegen die Suchmaschine vorgehen, Politiker*innen und Datenschützer*innen sehen in PimEyes ein "enormes Missbrauchspotential" und wittern mögliche Verstöße gegen die DSGVO.
netzpolitik.org

Basta: Modedesigner Philipp Plein trifft nicht ins Schwarze.

Plein guter Marketing-Gag: Modedesigner Philipp Plein wirbt bei Instagram mit einem schwarzen Quadrat für seine digitale Modenschau. Ob provokant kalkuliert oder völlig ahnungslos ist unklar - erst vor ein paar Wochen haben Marken und Influencer mit genau diesem Symbol gegen Rassismus und Diskriminierung protestiert. Nun hat Plein zwar Aufmerksamkeit - aber sicher nicht ins Schwarze getroffen.
wuv.de, instagram.com, turi2.de (Background)

Twitter, Facebook und Google geben vorerst keine Daten an die Justiz in Hongkong weiter.


Chinesisches Mauern: Facebook, Google und Twitter wollen bis auf weiteres nicht mehr auf Anfragen von Justizbehörden in Hongkong reagieren, wie beide Unternehmen mitteilen. Im Fall von Facebook betrifft das auch die zum Konzern gehörigen Angebote WhatsApp und Instagram. Hintergrund ist das Anfang Juli in Kraft getretene, sogenannte „Sicherheitsgesetz“, das massive Einschnitte in die Autonomie Hongkongs mit sich bringt und der chinesischen Regierung weitreichende Kompetenzen zugesteht, gegen Kritiker vorzugehen.

Ob Facebook und Twitter dauerhaft auf eine Zusammenarbeit mit den Behörden verzichten, ist nicht gesagt. Facebook kündigt an, es wolle zunächst die Auswirkungen des neuen Gesetzes prüfen und sich mit Menschenrechtsexperten beraten. Ähnlich äußert sich auch Twitter.
mashable.com, theverge.comspiegel.de

Facebook macht Hunderte rechtsextreme Accounts dicht.

Facebook verbannt Seiten des rechtsextremen US-Netzwerks Boogaloo von seinen Plattformen. Der Konzern macht 320 Konten, über 100 Gruppen und 28 Seiten auf Facebook und Instagram dicht. In den vergangenen Tagen hatten viele Marken einen Werbe-Boykott auf Facebook verkündet – das Netzwerk wird für seinen laxen Umgang mit Hass und Hetze kritisiert und hatte zuletzt Besserung gelobt.
spiegel.de

Gericht weist Berufung gegen Schleichwerbe-Urteil im Fall Cathy Hummels ab.

Schleichwerbung: Cathy Hummels gewinnt im Streit um vermeintliche Schleichwerbung erneut vor Gericht. Das Oberlandesgericht München weist eine Berufung des Verbandes Sozialer Wettbewerb ab, lässt aber eine Revision zum Bundesgerichtshof zu, der eine Grundsatzentscheidung treffen könnte. In vorheriger Instanz hatte das Landgericht Hummels vergangenes Jahr vom Vorwurf der Schleichwerbung freigesprochen, weil sie für ihre Produktempfehlungen keine Gegenleistung erhalten hat.
spiegel.de, turi2.de (Background)

“Bild”-Redakteur Morten Wenzek: “Snapchat ist definitiv nicht tot.”


Gelber Geist für die Gen Z: Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Morten Wenzek, Verantwortlicher Redakteur für Neue Plattformen und Social Media, was "Bild" auf dem vielfach totgesagten Videodienst Snapchat hält: Werbeeinnahmen und eine für die Medienmarke ansonsten nahezu ungekannte Zielgruppe. Erst kürzlich hätten sein Team und er eine Snapchat-Show über Corona auch für andere Inhalte geöffnet. Jetzt versuchten sie, die hinzugewonnenen jungen Leser*innen nicht mit "Promi- oder Sport-Content zu verschrecken". Obwohl der Kanal für die Boulevard-Zeitung "wertvoll" sei, um 13- bis 24-Jährige zu erreichen, mahnt Wenzek zu kritischer Distanz. Übrigens: Auf der chinesischen Kurzvideo-Plattform TikTok produziert "Bild" aus dem traditionell China-kritischen Springer-Haus – anders als etwa die "Tagesschau" – erst gar keine Beiträge.

Im Video schlägt Wenzek außerdem vor, wie Redaktionen die neue 140-sekündige Sprachnachrichten-Funktion von Twitter für ihre Berichterstattung einsetzen könnten – und äußert sich zu Rezos Presse-Schelte. Weder Politik noch Journalismus dürften "junge Perspektiven" links liegen lassen und "aus ihrem Elfenbeinturm herab den gleichen Film abfahren, den sie schon immer machen", findet Wenzek. Auch wenn Journalist*innen stets hinterfragen sollten, was etwa Fridays for Future und andere junge Organisationen forderten: "Ich finde, Rezo hat einen guten Punkt."

Zum Streit zwischen "Bild" und dem Virologen Christian Drosten will Wenzek nichts sagen. Die Auseinandersetzung hatte sich auch auf Twitter abgespielt.
turi2.tv (11-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Twitter-Sprachnachrichten), turi2.de (Bild vs. Drosten)

Facebook startet die Option, politische Werbung auszublenden.

Facebook bietet Nutzer*innen künftig die Möglichkeit, politische Anzeigen bei Facebook und Instagram abzuschalten. Die Funktion startet im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen zunächst in den USA und soll später auch in andere Länder kommen. Damit kommt Facebook Kritikern entgegen, die Facebooks Praxis bemängeln, politische Werbung auch dann anzuzeigen, wenn sie Falschaussagen enthält.
faz.net, techcrunch.com

Basta: Instagrams nackte Tatsachen.

Social Softporno: Instagram zeigt User*innen bevorzugt Influencer-Bildchen mit viel nackter Haut, ermittelt eine Studie von AlgorithmWatch und dem European Data Journalism Network. Mama Facebook verteidigt ihren Sex-Sells-Sprößling: Die gezeigten Posts seien den Präferenzen der Nutzer*innen zuzuschreiben. Wirkliches Intim-Instagram ist ohnehin schwierig: Schon bei nackten Frauennippeln läuft der Algorithmus heiß - und zensiert.
persoenlich.com

“Black Lives Matter”: Jeff Bezos veröffentlicht eine rassistische Hassmail.

Amazon: Jeff Bezos veröffentlicht auf Instagram eine rassistische Hassmail eines Kunden, die der Amazon-Chef erhalten hat. "Dave, Du bist die Art von Kunde, die ich gerne verliere", schreibt Bezos dazu. Der Amazon-Chef hatte zuvor seine Sympathie für die Protestbewegung "Black Lives Matter" öffentlich gemacht, worauf er auch eine Vielzahl an fremdenfeindlichen Nachrichten erhielt.
instagram.com


Hör-Tipp: News-WG vom BR arbeitet ohne Hierarchien und setzt kein Vorwissen voraus.

Hör-Tipp: Helene Reiner, Teil der BR-News-WG bei Instagram, erzählt im "New Work"-Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen, wie sie das Format nach der Devise "Ausprobieren, machen, testen" mitentwickelt hat. Auch die Struktur der Arbeitsteilung im Team hat sich erst mit der Zeit gefunden, Hierarchien haben sie abgeschafft. Bei ihrer Zielgruppe setzt die News-WG kein Vorwissen voraus. Der Gedanke dahinter: "Was soll ich mit der News anfangen, wenn ich überhaupt nicht verstehe, worum es eigentlich geht."
newwork.podigee.io (55-Min-Audio)

Prominente überlassen ihr Social-Media-Profil Wissenschaftlern.

Prominente wie Carolin Kebekus, Julia Roberts und Michael Mittermeier überlassen im Rahmen der internationalen Kampagne #PassTheMic ihr Social-Media-Profil Gesundheitsexperten. Diese sollen von der Reichweite der Prominenten profitieren und über die Pandemie informieren. Kebekus überlässt ihren Instagram-Account am 8. Juni der Virologin Marylyn Addo sowie der Gesundheitsexpertin Naomi Tulay-Solanke.
welt.de

Blackout Tuesday: Stars und Marken protestieren auf Instagram gegen Rassismus.


Paint it black: Zahlreiche Stars und Marken beteiligen sich an einer weltweiten Protest-Aktion gegen Rassismus und Diskriminierung. Dazu posten sie auf Instagram ein schwarzes Quadrat. Ausgangspunkt des Protestes ist eine Initiative der US-Musikindustrie, die zum Blackout Tuesday aufgerufen hat. In Verbindung mit dem Hashtag #TheShowMustBePaused rufen sie dazu auf, die Musik für einen Tag abzustellen, die sonstige Arbeit zu unterbrechen und gemeinsam Wege zu finden, zueinander zu finden und einander zuzuhören. Zu den ersten Unterstützern zählen unter anderem Eminem, Ariana Grande, Radiohead und Mick Jagger.

Mittlerweile haben sich auch zahlreiche Marken und Stars anderer Branchen an der Aktion beteiligt. In Deutschland gibt es u.a. von RTL.de, dem "stern", dem "Handelsblatt", Funke, der "FAZ", T-Online und Vox aus der Medien-Branche, aber auch z.B. von Bayern München und Borussia Dortmund und zahlreichen Prominenten entsprechende Posts. Auslöser für den Protest ist der gewaltsame Tod von George Floyd in Minneapolis durch einen Polizisten vergangene Woche. Seitdem gibt es in den USA zahlreiche friedliche wie gewaltsame Proteste.
thenational.ae, spiegel.de

Basta: Gerhard Schröder wird zum Instagram-Star.

Haarige Sache: Altkanzler Gerhard Schröder macht nicht nur als aufstrebender Podcaster Furore, sondern erlaubt via Instagram-Kanal seiner Frau Soyeon Schröder-Kim auch Einblicke in seine persönliche Mähnenpflege. Zur Erinnerung: Schröder zog 2002 gegen die Nachrichtenagentur ddp vor Gericht, um Berichte über sein gefärbtes Haupthaar zu unterbinden. Jetzt geht sogar eine Grimasse vor dem Badezimmer-Spiegel klar; immerhin: Wahlweise gibt es Schröder auch in Insta-Varianten mit Blumenstrauß oder Bratpfanne.
instagram.com (Kanal Soyeon Schröder-Kim), spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background Schröder-Podcast)

Basta: Berliner “Studio of Wonders” lockt Influencer mit interaktiven Erlebniswelten.

Influencer-Spielplatz: Instagram- und TikTok-Nutzer*innen, die wegen Reisebeschänkungen gerade nicht auf Bali abhängen können, finden Ersatz-Motive im neu eröffneten Berliner Studio of Wonders. Auf 500 Quadratmetern locken 20 interaktive Erlebniswelten, u.a. ein digitaler Wald, in dem Pflanzen zum Leben erwachen. Für knapp 20 Euro Eintritt gibt es Foto-Spots für die Influencer, die für Fake-Bilder zu ehrlich oder schlicht unfähig sind.
horizont.net, youtube.com (33-Sek-Video)

Nach rassistischem Werbespot: VW-Betriebsrat vermutet Fehler nicht nur bei Agentur.

VW-Betriebsrat sagt, dass bei der Veröffentlichung des rassistischen Instagram-Werbevideos "ganz offensichtlich auch VW-intern Fehler passiert sind". Deshalb sei es "mehr als irritierend, dass einzelne Unternehmensvertreter bereits jetzt öffentlich der beteiligten Agentur eine Schuld zuweisen." Mit einer geforderten Aufklärung des Vorfalls habe die Konzernrevision inzwischen begonnen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Zwei Drittel der Deutschen nutzen mehr als einen Messenger-Dienst.

Messenger-Dienste sind in Deutschland stark verbreitet, erkennt die Bundesnetzagentur in einer Verbraucherbefragung. 83 % der Bevölkerung nutzen solche Dienste, davon knapp zwei Drittel mindestens zwei Anbieter. Am weitesten verbreitet ist WhatsApp, das 96 % der Nutzer*innen verwenden, gefolgt vom Facebook Messenger (42 %) und Instagram (30 %) - alles Facebook-Produkte. Skype folgt auf Rang vier mit 18 %, dahinter liegen Snapchat (12 %) und Telegram (10 %).
bundesnetzagentur.de

Social Shopping: Instagram Live ist der Nachfolger von QVC.

Instagram und Facebook bieten mit ihren Live-Funktionen neue Verkaufskanäle für Unternehmen, schreiben Larissa Holzki und Florian Kolf über das Phänomen "Social Shopping". Damit machen sie ihren Vorgängern, Teleshopping-Sendern wie QVC oder HSE24, zunehmend Konkurrenz. Um gegenzuhalten, lässt etwa QVC seine Kund*innen per WhatsApp mit dem Studio-Team chatten.
handelsblatt.com

Influencer*innen begehen im Home Office “Verzweiflungstaten” für Social Media.

Influencer*innen sind im Home Office dazu gezwungen, ihren schnöden Alltag auszuleuchten, beo­bachtet Anke Schipp. Um die digitale Ge­folg­schaft bei Laune zu halten, wird gekocht und geschwitzt. Die Fans bekommen Katzen und alte Fotos präsentiert. Um Klicks zu sichern, müssten als "letzte Verzweiflungstat" die Kinder herhalten. So inszeniere etwa Chiara Ferragni ihre Familie "wie eine Soap", findet Schipp.
faz.net

Volkswagen postet rassistische Werbung auf Instagram.


Zu scharf rechts abgebogen: Volkswagen erntet einen Shitstorm für einen rassistischen Werbespot auf Instagram. Der Beitrag erschien in der Story des deutschen Profils von VW. Darin schiebt und schnippt ein überdimensionaler, weißer Finger einen schwarzen Mann vom Auto weg. Der folgende Schriftzug "Der neue Golf" erscheint so, dass zuerst die Buchstaben N, E, G, E und R zu sehen sind. VW hat den Spot mittlerweile gelöscht und gibt sich reumütig – zumindest gegenüber Medien. T-Online zitiert einen VW-Sprecher mit den Worten: "Diese Werbung ist unangebracht und geschmacklos." VW verspricht: "Wir werden aufklären, wie das passieren konnte – und Konsequenzen daraus ziehen."

In einer ersten Reaktion zu Protesten von Nutzer*innen unter einem anderen Beitrag schreibt VW, man sei "überrascht und schockiert", dass der Beitrag "derart missverstanden werden kann". Die Inhalte würden "einen kreativen Umgang mit dem Format Instagram Story" darstellen.
t-online.de, spiegel.de, rnd.de

Facebook kauft Giphy für 400 Mio Dollar.

Facebook übernimmt die Gif-Plattform Giphy für angeblich 400 Mio Dollar. Der Social-Media-Rise plant, Giphy vor allem bei Instagram stärker einzubinden. Im dem Foto-Netzwerk sowie im Facebook Messenger oder in Whatsapp sind die kleinen Endlos-Videos bereits im Einsatz. Facebook findet, dass Gifs und Sticker den Menschen "bedeutsame und kreative Wege" gibt, sich auszudrücken.
axios.comabout.fb.com

Zitat: Verschwörungstheorien im Influencer-Postfach.

"Auch unter meinen Followern fragen mich dann Leute, ob ich eine Kooperation mit der Regierung habe. Inzwischen bekomme ich täglich Nachrichten dazu und Drohungen. Der Ton wird rauer."

Influencerin Louisa Dellert, der auf Instagram rund 385.000 Menschen folgen, sagt dem ZDF, wie Verschwörungstheorien in ihrem Postfach landen. Auf Social Media äußert sich Dellert vor allem zu Nachhaltigkeit und politischen Themen.
zdf.de

Facebook verbucht im ersten Quartal trotz Krise 4,9 Mrd Dollar Gewinn.

Facebook-LogoFacebook: Im ersten Quartal leidet das Werbegeschäft unter der Krise und bremst das Umsatzwachstum aus. Es liegt bei 18 %, der Quartalsumsatz bei 17,7 Mrd Dollar, der Nettogewinn dennoch bei 4,9 Mrd Dollar. Laut Mark Zuckerberg haben sich die Nutzerzahlen seiner Dienste stark erhöht: Alle zusammen, neben Facebook auch Instagram und Whatsapp, kommen demnach auf drei Mrd monatliche Nutzer. Zuckerberg will 10.000 neue Mitarbeiter einstellen und sieht Sparpotenzial bei Reisen und Marketing.
faz.net, investor.fb.com (Quartalszahlen)