Video-Tipp: Sophie Passmann bringt Podcasts und erste Dates zusammen.

Video-Tipp: Wie laufen erste Dates mit Männern basierend auf deren Lieblings-Podcasts ab? Sophie Passmann glaubt: Hörer von "Apokalypse und Filterkaffee" mansplainen gerne die aktuelle Folge von "Hart aber fair", "Drinnies"-Fans haben lackierte Nägel und küssen gut und Hörer von "Lanz und Precht" fotografieren "natürlich" Landschaften in ihrer Freizeit.
instagram.com (1-Min-Video)

Klick-Tipp: Wie Instagram-Schnappschüsse entstehen.

Klick-Tipp: Das Projekt The Follower vom belgischen Künstler Dries Depoorter gleicht Instagram-Bilder mit den Aufnahmen von öffentlichen Überwachungskameras ab und stellt die Fotos mit teils deutlichen Unterschieden gegenüber. Ziel sei es, vor der Macht moderner Überwachungstechnik zu warnen, sagt er dem "Spiegel": "Ich habe das allein gemacht, mit begrenztem Zugang zu Kameras und Daten. Man stelle sich vor, was die Regierung alles kann!"
driesdepoorter.be via spiegel.de

Lese-Tipp: Vom Journalisten zum Soldaten.

Lese-Tipp: RND-Autor Alexander Schmitt erzählt nach, wie der ukrainische Journalist Andrii Bashtovyi seinen Beruf mit dem Krieg verbunden hat. Der Instagram-Account von Bashtovyi sieht weiter unten recht gewöhnlich aus: "Reels aus dem Urlaub, Bilder seines Hundes, Porträts und Fotos mit Freunden." Dann beginnt der Überfall auf die Ukraine – und Bashtovyi lässt seine Follower an seinem Leben als Neusoldat teilhaben, ohne dabei seinen Humor zu verlieren.
rnd.de, instagram.com

Hör-Tipp: Raphael Brinkert verteidigt den Instagram-Auftritt von Olaf Scholz.

Hör-Tipp: "Deutschland hat einen Staatsmann zum Bundeskanzler gewählt und nicht einen Partyclown, Popstar oder Influencer", weist Politik-Marketing-Experte Raphael Brinkert Kritik an dem Instagram-Account von Olaf Scholz im "TOMorrow"-Podcast zurück. Moderator Tom Junkersdorf spricht u.a. die geringe Engagement-Rate und die für die Plattform untypisch seriöse Anmutung des Kanzler-Kanals an. Brinkert beobachtet zudem einen Bedeutungsverlust der Medien – mit Lautstärke würden diese versuchen, dagegen anzugehen. Man habe jüngst gesehen, dass man Kanzler werden könne, "ohne die 'Bild'-Zeitung an der Seite zu haben".
open.spotify.com (74-Min-Audio)

Debatte: Account-Sperre von Pornhub bei Instagram ist falsch, meint Sebastian Meineck.

Sebastian MeineckPorno-Problem: "Die Account-Sperre von Pornhub auf Instagram setzt ein falsches Zeichen", schreibt Netzpolitik.org-Autor Sebastian Meineck. Längst würden "fundamentalistische Porno-Feinde einen Deutungskampf um die Entscheidung führen", viele Nachrichtenmedien fielen "auf deren Porno-feindliche Meinungsmache" herein: "Man kann die Praktiken von Pornoseiten kritisieren, ohne Pornografie zu verteufeln."
netzpolitik.org

Irland verhängt Geldstrafe über 405 Mio Euro gegen Instagram.

Rekord-Strafe: Die irische Datenschutzbehörde verdonnert Instagram zu einer Geldstrafe von rund 405 Mio Euro, meldet Reuters. Die Meta-Plattform habe Datenschutzregeln für Minderjährige missachtet und Mail-Adressen sowie Telefonnummern öffentlich gemacht. Der Facebook-Konzern will offenbar Berufung gegen die Strafe einlegen.
reuters.com, heise.de

Hör-Tipp: Bekannter Name schadet nicht fürs Geschäft, sagt Mode-Influencer Joe Laschet.

Hör-Tipp: Mode-Influencer Joe Laschet ist durch die Arbeit seines Vaters Armin Laschet seit der Kindheit von öffentlicher Kritik umgeben, der Bundes­tags­wahl­kampf habe aber nochmal "eine ganz andere Qualität" gehabt, sagt er im Podcast Be your Brand: "Das war teil­weise wirklich brutal, wenn du so einem Shitstorm ausge­liefert bist". Fürs Geschäft sei es dennoch "gar nicht verkehrt, wenn man einen bekannten Namen hat". Im Gespräch mit Verena Bender erzählt Laschet, wie er, inspiriert er von James Bond und Indiana Jones, zu seinem "Gentleman-Style" gefunden hat, und sagt: "Ich verkleide mich nicht auf meinen Instagram-Posts. So ziehe ich mich auch in Wirklichkeit an."
prleben.de (62-Min-Audio)

Debatte: Soziale Netzwerke als “Entdeckungsmaschinen” schaden dem Influencer-Marketing.

Algorithmus-Allmacht: Für Influencerinnen ist es ein Nachteil, dass Facebook und Instagram TikTok ähnlicher werden und vor allem algorithmus-basierte Inhalte zeigen wollen, schreibt Philipp Bovermann in der "Süddeutschen". Die Followerzahl als einst "harte Währung" verkomme damit "zu nur einem Faktor unter vielen". Die Unverwechselbarkeit der jeweiligen Beiträge werde wichtiger als die Unverwechselbarkeit des Ich als Marke. "Das ist Turbokapitalismus und gleichzeitig Turbo-Planwirtschaft im Reich der Ideen", schreibt Bovermann. Jeder könne Aufmerksamkeit bekommen, aber die KI werde zur Zentralinstanz.
sueddeutsche.de

Debatte: Instagram ist “aus Nutzersicht eine Katastrophe”.

Back to the roots: Instagram sollte sich "lieber auf sein Alleinstellungsmerkmal konzentrieren, es betonen und modernisieren", schreiben Lisa Hegemann und Henrik Oerding in der "Zeit". Das lasse sich runterbrechen auf "Fotos schön machen und teilen". Stattdessen baue Instagram derzeit so viele Features ein, dass der Überblick verloren gehe – und bei den Usern die Lust, sich mit der Plattform zu befassen.
zeit.de, turi2.de (Background)

Instagram zieht die von TikTok inspirierten Änderungen zurück.

Zurück zu den Wurzeln? Instagram will die jüngsten, von TikTok inspirierten Änderungen in der App rückgängig machen, die Anzahl der empfohlenen Posts reduzieren und den Algorithmus verbessern. Eine Testversion der App, die Fotos und Videos im Vollbildmodus öffnet, soll auslaufen. Das Unternehmen reagiert auf Nutzerinnen, die ein Comeback der Foto-App fordern.
theverge.com, turi2.de (Background)

Debatte: Meta steht vor der Herausforderung, junge Generationen zu erobern und ältere zu halten.

Schlechte Kopie? Bei dem Versuch, die Gen Z zu erobern, darf Meta die älteren Generationen nicht vergraulen, schreibt "Süddeutsche Zeitung"-Journalist Simon Hurtz. Millennials, Gen X und Boomer würden keinen TikTok-Klon wollen, sondern lieber "das gute, alte Instagram. Ihnen sei eine App wichtig, "die sie kennen und verstehen".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Debatte: Instagram-Chef Adam Mosseri nimmt Petition Wind aus den Segeln.

Kein Wunschkonzert: An die 150.000 Menschen haben in den vergangenen Tagen eine Petition unterzeichnet, die Instagram auffordert, weniger wie Konkurrent TikTok zu werden. Auch Promis wie Kim Kardashian haben unterschrieben. Instagram-Chef Adam Mosseri macht in einem Statement nun wenig Hoffnung auf ein Comeback der Foto-Wurzeln der App: Instagram werde sich künftig noch mehr auf Videos konzentrieren, weil das die Nutzerinnen so wollen.
theverge.com, change.org (Petition), twitter.com (Mosseri)

Video-Tipp: Wie schwer es sein kann, Schrott-Produkte auf Instagram zu verkaufen.

Video-Tipp: Philipp Walulis und sein Team testen in ihrem Sendungspiloten "Wie schwer kann’s schon sein?", wie man sinnlose Produkte auf Instagram unter die Leute bringen kann. Dafür erfinden sie einen Rollkamm namens "Haara", im Grunde lediglich ein Stück Holz. Kleiner Spoiler vorweg: Ganz so leicht wie erhofft gestaltet sich der Verkauf nicht – trotz Unterstützung durch eine Influencerin. Über eine Umfrage können Zuschauende ihr Feedback zur ersten Test-Ausgabe abgeben.
youtube.com (22-Min-Video), onsitebefragung.de (Umfrage zum Format)

Studie: Nur wenige Jugendliche nehmen Notiz von “Ich bin Sophie Scholl”.

Sophie, wer? Nur 23 % der 14- bis 19-Jährigen haben das Instagram-Projekt Ich bin Sophie Scholl vom SWR und BR wahrgenommen, sagt eine Studie der RWTH Aachen laut dem "Spiegel". Lediglich 145 von 1250 befragten Schülern hätten den Kanal angeklickt, die meisten aber nur einmalig. Zudem hätten viele Befragte die digitale Sophie für die echte gehalten.
spiegel.de

Instagram testet neue Optionen zur Verifikation des Alters.

Instagroß? Social-Media-Plattform Instagram testet die Möglichkeit, das Alter seiner jugendlichen Nutzer­schaft per Video-Selfie verifizieren zu lassen. Dafür arbeitet die Meta-Tochter mit dem Dienst Yoti zusammen. Zudem sollen Jung-User als weitere Option die Möglichkeit haben, ihr Alter von drei volljährigen Followern bestätigen zu lassen.
basicthinking.de

“Den Traum, reich zu werden, zerstöre ich nicht ganz” – Simon Schöbel über Investitionen und Instagram.


Fin-Experte: "Wenn man schnell reich werden will, ist das der schnellste Weg, genau das Gegenteil zu erreichen", sagt Simon Schöbel im turi2 Jobs-Podcast. Der Finfluencer klärt auf YouTube, TikTok und Instagram über Finanzthemen auf und beobachtet: "Gerade junge Leute wollen schnell reich werden." Die Gefahr dabei sei, dass sie "auf die falschen Leute hören" oder zum Beispiel in "spekulative Dinge" investieren. Im Gespräch mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl sagt Schöbel, dass es der jüngeren Generation nicht mehr zwingend "um die Karriere der Karriere wegen" gehe, sondern "um Selbst­verwirklichung" – und dabei helfe Geld. Wer den "Faktor Geld nach oben setzt", könne auch den "Faktor Zeit" erhöhen, sagt Schöbel. Der "klassische Karriereweg bis zur Selbst­ausbeutung ist in unserer Generation nicht mehr so stark gegeben". Den Traum, reich zu werden, zerstöre Schöbel seinen Followern auf Social Media nicht ganz, sage aber, dass es "länger dauert".

Grundsätzlich wolle er seinem Publikum vermitteln, "weniger kurzfristig zu denken" und "eher langfristige Verhaltens­muster anzupassen". Dazu gehöre auch, sich von aktuellen News "nicht völlig aus der Fassung bringen zu lassen". So schrecklich der Krieg in der Ukraine sei – "solche Krisen wird es immer wieder geben". Für langfristige Anlagen über zehn bis 15 Jahre seien sie "ganz normal". In seinen 30- bis 40-sekündigen Videos greift Schöbel solche Themen eher nicht auf, weil er sie nur oberflächlich behandeln könnte. Lieber versucht er, seiner jungen Zielgruppe einen "konkreten Mehrwert" mitzugeben, etwa, warum sie ihr Geld nach einer Gehalts­erhöhung nicht direkt für Designer-Klamotten ausgeben sollten oder wie sie beim Bewerbungs­gespräch richtig über das Gehalt verhandeln. "Je konkreter der Tipp, desto interessanter", sagt Schöbel.

Seine 230.000 Follower auf TikTok und 43.000 auf Instagram zeigen: Das Interesse an Finanzthemen ist da und größer als je zuvor: "Das war in der Vergangenheit eher ein Thema für Finanz­berater." Mittlerweile werde in den Medien nicht nur viel mehr Info publiziert, auch die Zugänge dazu seien einfacher. Selbst die Einstiegs­barrieren beim Investieren sind gesunken, sagt Schöbel: "Man kann per Mausklick oder am Smartphone quasi für null Euro ETFs kaufen." Reich wird Schöbel mit seinen Videos nicht, "das ist mir aber auch nicht wichtig und nicht planbar". Von der Tätigkeit als Finfluencer kann er seit zirka einem halben Jahr leben. Bis er überhaupt die ersten Euro damit verdient habe, seien allerdings "anderthalb Jahre ins Land gestrichen".

Simon Schöbel gibt eines von zehn Finanz-Fachinterviews in der aktuellen turi2 Edition #18. Das Buch zum Thema Kapital erscheint am 29. Juni.
turi2.tv (41-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

turi2 edition #18: 10 Influencerinnen die uns durch die Geld-Welt begleiten.


Finfluenced: In Kurzvideos auf TikTok, kompakten Instagram-Posts, ausführlichen Blog-Beiträgen und YouTube-Videos erklären diese zehn Influencer die Finanzwelt. Die einen spezialisieren sich auf die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen, die anderen greifen komplizierte Themen mit Humor auf oder bieten Tipps und monatliche Challenges zum Thema.
Weiterlesen >>>

“Welt”: Das ZDF bezahlt erstmals Influencerinnen, um für eine Serie zu werben.

ZDFluencer: Das ZDF hat Influencerinnen dafür bezahlt, um für die neue ZDFneo-Serie Becoming Charlie über Non-Binarität zu werben, meldet Georg Altrogge bei "Welt" – eine Premiere für den Sender. Die Postings, u.a. von Diana zur Löwen und Brix Schaumburg, seien "deutlich als Werbung gekennzeichnet". Man habe die Beiträge "marktüblich bezahlt". Im TV fand die Serie trotzdem kaum Zuschauerinnen, Abrufzahlen sind nicht bekannt.
welt.de

Basta: Volker Wissing stellt Essens-Fotos in Frage.

Fragliche Futter-Fotos: Verkehrsminister Volker Wissing stellt beim Treffen der G7-Digitalminister die Frage, ob Fotos vom Essen in sozialen Netzwerken wirklich notwendig seien. Weltweit komme man dadurch auf einen "enormen Energieverbrauch". Es dauert nicht lange, bis Userinnen Foodies ihm diese Äußerung aufs Brot schmieren – und ihm z.B. Instagram-Screenshots seines "Waffeltags" Ende 2020 servieren.
welt.de, twitter.com


“Wir müssen transparenter kommunizieren” – Angelika Gifford über Meta und Meinungsfreiheit.



IT-Angie: Soziale Medien sind "ein Spiegel der Gesellschaft und da passieren nicht immer nur gute Sachen", sagt Angelika Gifford im turi2 Clubraum. Die Vize-Präsidentin für EMEA bei der Facebook-Mutter Meta sagt im Gespräch mit Moderatorin Aline von Drateln und turi2-Chefredakteur Markus Trantow, dass Meinungsfreiheit für den US-Konzern "ein hohes Gut" ist. Menschen eine Stimme zu geben, sei "nicht bloß ein Poster", sondern ein "Wert, den wir Tag für Tag leben". Dabei gelte es stets, den Spagat zwischen Redefreiheit und Hate-Speech oder Fake-News zu schaffen. Zu beachten sei dabei auch der kulturelle Hintergrund: Was in Holland als schlechter Witz durchgehe, könne in Deutschland als Hassrede wahrgenommen werden. Um damit in Zukunft noch besser umzugehen, müsse Meta vor allem "transparenter kommunizieren, was wir eigentlich tun".

Gifford, die zuvor Führungspositionen u.a. bei Microsoft und HP innehatte, erzählt, dass sie 2020 vor allem wegen der "gesellschaftlichen Relevanz" des Unternehmens zu Meta gegangen ist. Auch gefalle ihr, was ihr Arbeitgeber in Sachen Metaverse und KI auf den Weg bringe: "Ich liebe Innovation". Eine der erfolgreichsten deutschen Managerinnen zu sein, habe sie nie geplant. "Ich hatte aber nie Angst, in zu große Schuhe zu schlüpfen", sagt Gifford. Anderen Frauen möchte sie damit gern als Vorbild dienen. In den 30 Jahren, die sie in der Tech-Branche unterwegs ist, "sind immer viel zu wenige Frauen im Raum". Da sei es schon mal vorgekommen, "dass ich zur Sekretärin degradiert wurde".

Für Aufmerksamkeit sorgt in Meetings häufig auch Giffords Herkunft aus Deutschland, das Kolleginnen gerne als "Fax-Republik" abstempeln. Das halte sie zwar für "nicht richtig", dennoch "müssen wir mutiger, schneller und geländegängier im Denken sein". Ein "Herzensprojekt" ist daher das Buch Die Digitale Dekade – Wie wir unsere Wirtschaft transformieren können, das Gifford im April herausgebracht hat. Auf 232 Seiten schreiben Autorinnen wie Sigrid Nikutta, Florian Haller, Achim Berg oder Brigitte Zypries ihre Ideen und Wünsche zur Digitalisierung auf. Gifford lernt daraus u.a., dass die "transformative Kraft" der Technologie auch für Nachhaltigkeit – ihr "zweites Herzensthema" – nutzbar ist.

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist der Chefredakteur von T-Online, Florian Harms, zu Gast.
turi2.tv (45-Min-Podcast bei YouTube), turi2clubraum.podigee.io (Audio-Podcast), apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Zitat: Katrin Kolossa wünscht sich weniger “Bullshit” bei Influencer-Werbung.

"Ich will niemandem zu nahetreten, aber es reicht vielleicht nicht mehr zu sagen, diese Zahnpasta ist super. Vielleicht muss man erzählen, wie ein Zahn aufgebaut ist, wie der auf Zucker reagiert, und so weiter."

Katrin Kolossa, Chefin der Content-Marketing-Agentur Sapera Studios, wünscht sich "less Bullshit" bei Influencer-Werbung, sagt sie im Meedia-Interview. Es gebe den Bedarf nach einer "tieferen und intensiveren Kommunikation an Stelle von bloßem Blabla".
meedia.de (Paid)

Sat.1 distanziert sich von Comedian Faisal Kawusi.

Causa Mockridge: Sat.1 distanziert sich von Comedian Faisal Kawusi, der den umstrittenen Instagram-Post der Komikerin Joyce Ilg kommentiert hat. Kawusi schrieb unter das Statement von Künstlerin Silvi Carlsson, sie sei einmal fast an K.O.-Tropfen verstorben: "Das nächste Mal werde ich die Dosis verstärken, versprochen." Sat.1 schließt daher eine Zusammenarbeit mit Kawusi für die Zukunft aus. Der Comedian hat sich mittlerweile für seinen Post entschuldigt.
bild.de, turi2.de (Background)

Instagram-Post von Joyce Ilg mit Luke Mockridge stößt auf Kritik.


Fragwürdiger Witz: Ein Instagram-Selfie mit Luke Mockridge samt Missbrauchswitz bringt der Komikerin Joyce Ilg an Ostersonntag Kritik im Netz ein. Auf dem Foto ist zu lesen: "Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich hab nur ein paar K.O. Tropfen bekommen." Die Journalistin Kathrin Weßling etwa wirft Ilg bei Twitter Verhöhnung von Opfern sexualisierter Gewalt vor: "Diese beiden Menschen auf dem Bild ergötzen sich am Leid von Millionen von Frauen und feiern sich dafür." In einer später ergänzten Erklärung verteidigt Ilg den Gag: "Das war einfach nur ein lockerer Spruch. Wer da mehr Aussage meinerseits reininterpretiert, dann liegt das an der persönlichen Wahrnehmung, nicht an dem, was ich aussagen wollte."

Mehrere Frauen hatten Mockridge 2021 in einem "Spiegel"-Artikel sexuelle Belästigung vorgeworfen, der Comedian nahm daraufhin eine Auszeit. Im Februar 2022 erwirkte Mockridge eine einstweilige Verfügung gegen den Bericht, der laut dem Landgericht Hamburg teilweise eine "unzulässige Verdachtsberichterstattung" darstellt. Seit März 2022 steht Mockridge wieder auf der Bühne, Ilg hatte den Comedian immer wieder in Schutz genommen.
berliner-zeitung.de, instagram.com, turi2.de (Background)




 










Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an























 

Ein Beitrag geteilt von Joyce Ilg (@joyceilg)




Video-Tipp: Instagram-Filter schaffen ein “unerreichbares Schönheitsideal”, kritisiert Jan Böhmermann.

Video-Tipp: Instagram hat ein "völlig unerreichbares Schönheitsideal" geschaffen, kritisiert Jan Böhmermann im "ZDF Magazin Royale" die Filter der Foto-App. Userinnen würden sich mit "der besseren Version" von sich selbst vergleichen – und dadurch immer mehr, teils gefährliche, Schönheits-OPs mitmachen. Der "Zwang zur Selbstoptimierung" werde durch einen Algorithmus verstärkt, der sie daran erinnere, wie sie auszusehen hätten.
youtube.com (16-Min-Video)

Trotz Blockade: Nutzung von Facebook und Instagram bleibt in Russland legal.

Russland: Ein russisches Gericht hat die Nutzung von Facebook und Instagram für legal erklärt. Trotz der vor einer Woche beschlossenen Sperrung wegen angeblicher "extremistischer" Aktivitäten dürfen russische Bürgerinnen die Meta-Plattformen weiterhin benutzen. Abrufbar sind die sozialen Netzwerke derzeit wegen der Blockade aber nur über geschützte Netzwerkverbindungen, sprich VPNs.
t-online.de, turi2.de (Background)

Debatte: Bilder vom Ukraine-Krieg tragen zur Eskalation bei, sagt Katharina Körting.

Aggressives Teilen: Bilder von zerbombten Straßen in der Ukraine oder getöteten Zivilisten sind "gefährliche Kriegstreiber", deren "Zweischneidigkeit" man sich bewusst sein sollte, schreibt Katharina Körting im "Freitag". Sie ruft zur Zurückhaltung beim Teilen solcher Bilder in den sozialen Medien auf, denn der Algorithmus "trägt zur Eskalation in den Köpfen bei".
freitag.de

Meta löscht Deepfake-Video über Selenskyj.

Gefährliche Fälschung: Facebook-Mutter Meta löscht nach eigenen Angaben ein Deepfake-Video von Wolodymyr Selenskyj. In dem technisch manipulierten Video wurde dem ukrainischen Präsidenten eine Erklärung in den Mund gelegt, in der er die Ukrainer zur Kapitulation aufruft. Das unscharfe Video sei zwar kein sonderlich gut gemachter Fake, habe sich aber in Foren und Netzwerken verbreitet. Selenskyj hatte das Video bei Instagram als "kindische Provokation" bezeichnet.
spiegel.de, twitter.com (Video), twitter.com (Erklärung Meta)

Basta: Soyeon Schröder-Kim gibt mal wieder Rätsel bei Instagram auf.

Bilderrätsel: Die Ehefrau von Gerhard Schröder, Soyeon Schröder-Kim, postet bei Instagram eine kryptische Karikatur von zwei Männern, die auf einem Baugerüst auf einem Brett stehen. Während der Vordere seelenruhig pafft, will ihn sein Hintermann offenbar in den Abgrund stürzen. Die rätselhafte Bildunterzeile: "Manche Menschen sind sich der Konsequenzen ihres Handelns nicht bewusst." Eine Botschaft, die auch wunderbar auf Schröder-Kims bizarres Instagram-Auftreten zutrifft.
bild.de, instagram.com




 










Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an























 

Ein Beitrag geteilt von Soyeon Schröder-Kim (@soyeonschroederkim)




Debatte: Staatliche Stellen haben in sozialen Medien nichts verloren.

Nicht sozial: Das Geschäftsmodell sozialer Medien ist "Manipulation als Wahrheit zu verkaufen", schreiben der Landes­beauftragte für den Daten­schutz und die Informations­freiheit in Baden-Württemberg, Stefan Brink, und Referentin Clarissa Henning auf netzpolitik.org. Die Rolle öffentlicher Stellen sei dabei "den irregulären Regularitäten der Social Media-Monopolisten entgegen­zutreten". Daher müssen sie "raus aus Instagram, Twitter und TikTok".
netzpolitik.org

Die russische Medienaufsicht sperrt Instagram.

Insta-aus: Nach Twitter und Facebook ist nun auch Instagram in Russland blockiert. Die Medienaufsicht Roskomnadsor hatte den Schritt angekündigt, weil auf der Plattform Gewaltaufrufe gegen russische Bürger und Soldaten verbreitet würden. Hintergrund ist die Ankündigung von Meta, Aufrufe zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine zuzulassen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Basta: Soyeon Schröder-Kim sendet Stoßgebete aus Moskau.

Stoßgebet aus Moskau: Als könne allein der Glaube an Ehemann Gerhard Schröder Truppen versetzen, inszeniert sich Soyeon Schröder-Kim bei Instagram betend mit Fensterblick auf den Kreml. Das surreale Bild wird zum Meme. Die alles entscheidende Frage bleibt aber ungeklärt: Ist "Pendeldiplomat" Schröder, der bei Kumpel Putin einen Waffenstillstand aushandeln will, selbst Urheber dieser ja vielleicht friedensstiftenden Fotografie.
twitter.com, n-tv.de

Biathlet Erik Lesser überlässt Instagram-Account ukrainischem Athleten.

Übergabe: Der deutsche Biathlet Erik Lesser (Foto) überlässt seinen Instagram-Kanal dem ukrainischen Tennisprofi Sergej Stachowski. Damit will er seine Reichweite nutzen, "damit in Russland mehr Leute wirkliche Nachrichten bekommen". Dem Sportler folgen wegen einer Hilfsaktion für einen russischen Kollegen rund 30.000 Menschen aus dem Land. Zuvor hatte die ukrainische Biathletin Anastassija Merkuschina seinen Kanal genutzt
faz.net

Twitter kennzeichnet Tweets, die Links zu russischen Staatsmedien enthalten.

Twitter will Tweets, die Links zu russischen Staatsmedien enthalten, mit einem entsprechenden Hinweis labeln. Zudem will der Kurznachrichten-Dienst die Sichtbarkeit dieser Posts reduzieren. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine registriere Twitter täglich mehr als 45.000 Tweets, in denen Userinnen Links von kremlnahen Medien teilen. Derweil schränken Facebook und Instagram den Zugang zu Seiten von RT und Sputnik ein.
reuters.com, techcrunch.com, rnd.de

Update: Facebook widerspricht Rückzugsplänen aus Europa.

Will bleiben: Facebook-Mutter Meta widerspricht Berichten, der Konzern drohe mit einer Abschaltung seiner Plattformen in Europa. Es handele sich vielmehr um eine "Warnung" über Risiken rund um das Thema Data Transfers. Meta habe "weder den Wunsch noch die Absicht", sich aus Europa zurückzuziehen, sagt eine Pressesprecherin. Allerdings seien viele Unternehmen auf den Datentransfer zwischen der EU und den USA angewiesen, "um globale Dienste anbieten zu können". Der Konzern habe sich an die europäischen Vorschriften gehalten, beobachte die "Auswirkungen dieser Entwicklungen auf unsere europäischen Entwicklungen" aber genau.
per Mail, turi2.de (Background)

Debatte: Eine Facebook-Abschaltung in der EU ist sehr unwahrscheinlich, meint Holger Schellkopf.

Leere Drohung? Die Drohung von Meta, seine Plattformen Facebook und Instagram in Europa abzuschalten, ist "Theaterdonner", schreibt t3n-Chefredakteur Holger Schellkopf. Bereits Ende 2020 habe der Facebook-Konzern laut darüber nachgedacht, sich aus der EU zurückzuziehen – passiert sei aber nichts, "obwohl sich die Grundlagen für die Datenverarbeitung eher verschlechtert als verbessert haben". Zudem habe Meta "sicher nur wenig Lust darauf, der rasant wachsenden chinesischen Konkurrenz quasi per Freiticket den europäischen Markt zu überlassen".
t3n.de, turi2.de (Background)

Meta droht mit Abschaltung von Instagram und Facebook in Europa.

Meta-Aus: Der Facebook-Konzern Meta droht, seine Plattformen in Europa abzuschalten, berichtet die Nachrichten-Website Mashable. Die Datenschutz-Regeln der EU mache es dem Unternehmen schwer, "sein Geschäft auf dem Kontinent auszuüben", schreibt Meta demnach in einem Bericht an die US-Börsen­aufsichts­behörde SEC. Dabei geht es um den Austausch von Nutzerdaten zwischen Servern in der EU und den USA. Der Europäische Gerichtshof hatte den EU-US Privacy Shield, auf dem die Regelung basiert, im Juli 2020 für ungültig erklärt. Demnach dürfen personenbezogene Daten nicht mehr ohne Prüfung in die USA übermittelt werden.
mashable.com via meedia.de, t-online.de, turi2.de (Background)

Update, 8.2.: Facebook widerspricht den Absichten und sagt, das Unternehmen habe "weder den Wunsch noch die Absicht", sich aus Europa zurückzuziehen. Die "Realität" allerdings sehe so aus, dass Meta und andere Konzerne und Organisationen auf den Datentransfer zwischen der EU und den USA angewiesen seien. Meta habe sich an die europäischen Vorschriften gehalten, beobachte aber "wie mehr als 70 andere Unternehmen" auch, die "möglichen Auswirkungen dieser Entwicklungen auf unsere europäischen Aktivitäten genau".

Zahl des Tages: ARD gewinnt im Social Web an Bedeutung.

Zahl des Tages: ARD-Videos wurden vergangenes Jahr über 8,3 Mrd Mal auf YouTube und Facebook gestreamt. Die Zahl der Social-Media-Interaktionen von ARD-Angeboten ist laut eigenen Angaben 2021 im Vergleich zum Vorjahr von 563 Mio auf 753 Mio gestiegen. Likes, Kommentare und geteilte Inhalte auf Instagram nehmen besonders stark zu.
ard.de