Wavemaker-Studie: Glaubwürdigkeit von Influencern sinkt.

Influencer: 55 % der Nutzer verbinden Influencer mit bezahlter Werbung, sagt eine Studie von Wavemaker. Ihre Glaubwürdigkeit sinke um 13 % im Vergleich zum Vorjahr, jeder dritte Befragte lehnt Kooperationen zwischen Marken und Influencern ab. Allerdings sagt noch fast jeder Zweite, dass er durch Influencer neue Produkte kennenlernt. Nutzer vertrauen Influencern, die eine erkennbare Linie in ihren Kooperationen haben und nicht in jedem Post werben.
wuv.de

Instagram bekommt eine Übersicht der Apps mit Zugriff auf den Account.

Facebook verpasst Instagram eine Übersicht der Dritt-Apps, die Zugriff auf den jeweiligen Account haben. Nutzer sollen so einen Überblick behalten können, welchen Anwendungen sie Zugriff auf welche Daten gewähren. Eine vergleichbare Funktion gibt es bereits beim Mutter-Netzwerk Facebook. In der Vergangenheit sind mehrfach Anwendungen von Drittanbietern in die Kritik geraten, weil Hacker mit ihnen unbemerkt Daten abzweigten.
mashable.com

Basta: YouTube-Star Bibi nimmt bei Kinder-Fotos den Paparazzis die Arbeit ab.

Ich habe heute ein Foto für Dich: YouTuberin Bibi veröffentlicht erstmals Gesichtsfotos ihres Kindes. Es sei ein "wahnsinniger Stress" aufzupassen, dass niemand ihren Sohn fotografiere. Künftig übernimmt das die Influencerin öffentlichkeitswirksam selbst. Es fühle sich "richtig an" - vermutlich auch auf dem Bankkonto dank lukrativer Werbedeals.
haz.de, instagram.com (Foto), youtube.com (Statement)

Meinung: Kartellrecht könnte Dateneigentum besser regeln.

Dateneigentum: Die Zeit der defensiven Digitalpolitik muss enden, kommentiert Hendrik Wieduwilt. Das Kartellrecht könnte Tech-Konzerne wie Facebook besser bändigen als das Datenschutzrecht. Dass Nutzer ihre Daten nicht zu anderen Anbietern transportierten, liege nicht an fehlenden Alternativen, sondern an der Trägheit der Menschen, die ihre Daten liebten.
faz.net (Paid)

Tool-Tipp: Instagram-App Threads erleichtert Austausch mit Freunden.

Tool-Tipp: Threads von Instagram, die neue Messaging-App von Facebook, will das direkte Teilen von Fotos und Videos mit den engsten Kontakten erleichtern. Dazu bietet die App u.a. eine neue Inbox nur für Nachrichten und Benachrichtigungen der Kontakte, die auf der personalisierten Freundesliste stehen. Die App ist ab sofort für iOS und Android verfügbar.
haz.de

Pinterest führt Shopping-Funktionen für Unternehmen ein.

Pinterest bringt die sogenannte Katalog-Funktion nach Europa. Ausgewählte Unternehmen, darunter Otto, Fossil und Home24, können ihren Produktkatalog bei Pinterest hochladen und die Artikel in kaufbare Produkt-Pins umwandeln. Nutzer bestellen direkt über das Pinterest-Profil und generieren Traffic für die Händlerseite.
horizont.net

US-Umfrage: Mehrheit befürwortet Aufspaltung von Tech-Konzernen wie Facebook.

USA: Fast zwei Drittel der Amerikaner würden die Aufspaltung von zu mächtigen Tech-Konzernen unterstützen, zitiert das US-Portal Vox eine YouGov-Umfrage. Die Mehrheit der Amerikaner befürworte es, jüngste Fusionen wie die Übernahme von Instagram oder WhatsApp durch Facebook rückgängig zu machen, sofern dies den Wettbewerb fördere.
vox.com

Philipp Amthor bewirbt bei “Markus Lanz” mit Rezo-Video seinen Instagram-Account.

Instagramthor: CDU-Hoffnungsträger Philipp Amthor, 26, zeigt bei "Markus Lanz" 22 Sekunden aus seinem Antwortvideo an YouTuber Rezo, das nach der Produktion im Giftschrank verschwand. Die Aktion dient allein der Reichweitensteigerung von Amthors neuem Instagram-Account. Wer dort das ganze Rezo-Video erwartet, wird enttäuscht.
zdf.de (Video ab 4:30 Min), nordkurier.de

Basta: “Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer macht Selfie im Abspann.

Newsfluencer: "Tagesschau"-Chefsprecher Jan Hofer greift am Ende der 20-Uhr-Ausgabe am Donnerstagabend zum Smartphone und macht im Studio vor laufender Kamera ein Selfie. Was sonst ein Kündigungsgrund wäre, ist diesmal erlaubt, es gibt 1 Mio Instagram-Follower zu feiern. Das schürt hohe Erwartungen, was wohl kommt, wenn die erste Millionen bei TikTok erreicht ist.
faz.net, tagesschau.de (Video ab 15.46 Min), instagram.com (Erklärvideo Hofer)

Instagram: Externe Sicherheitsteams sollen Datenlecks aufspüren.


Schlupfloch-Schutz: Instagram will die Daten seiner Nutzer besser schützen und holt sich dafür externe Sicherheitsteams an Bord. Diese sollen Fälle aufspüren, bei denen Nutzerdaten von Drittanbietern missbräuchlich genutzt werden. Die Facebook-Tochter hat dafür ein Programm zur Aufdeckung von Datenmissbrauch angekündigt, bei dem externe Experten sich Prämien verdienen können, wenn sie Fälle finden, bei denen Benutzerdaten illegal eingesammelt werden.

Mit dem Programm reagiert Instagram auf den Vorfall um die Marketingfirma Hyp3r. Diese soll Nutzerdaten, wie u.a. den Standort, über einen längeren Zeitraum abgegriffen und zur zur Vermarktung eingesetzt haben. businessinsider.de, cnet.com, turi2.de (Background)

Augmented-Reality-Effekte ermöglichen große Reichweiten.

Augmented-Reality-Effekte für Instagram und Snapchat können Nutzern und Marken große Reichweiten verschaffen, schreibt Roland Eisenbrand. So hätten einige der Effekte mehr als eine Milliarde Aufrufe erzielt. Die Ersteller profitieren oft doppelt: Zum einen sammeln sie neue Follower, zum anderen zum Teil bezahlte Aufträge für Marken, die sich zunehmend für eigene Effekte interessieren.
omr.com

Instagram-Nutzer können Fake News melden.


Fight gegen Fake: Auch Instagram steigt gegen Fake News in den Ring und lässt diese von seinen Nutzern nun melden. Das Foto-Netzwerk will die Reichweite von Beiträgen mit Falschinformationen einschränken, indem sie nach der Prüfung nicht mehr bei den angegebenen Hashtags und auf der Explore-Seite angezeigt werden. Damit bleiben die Beiträge zwar für die Follower und in deren Streams sichtbar, jedoch wird es Nicht-Followern erschwert, zufällig auf die falschen Inhalte zu stoßen.

Die Facebook-Tochter prüft die gemeldeten Inhalte jedoch nicht selbst, diese werden an Fact-Checker von Drittanbietern weitergeleitet. Die Funktion soll bis zum Ende des Monats schrittweise ausgerollt werden und dann allen Instagram-Nutzern zur Verfügung stehen.
mashable.com, persoenlich.com

Hör-Tipp: Influencerin Louisa Dellert im OMR-Podcast über ihren Nachhaltigkeits-Schwenk.

Hör-Tipp: Louisa Dellert erzählt Philipp Westermayer im OMR-Podcast, was der Schritt von der Fitness- zur Nachhaltigkeits-Influencerin sie gekostet hat. Sie verdiente früher rund 20.000 Euro pro Monat durch Werbeverträge mit Adidas und Co, nun sind viele Sponsoren abgesprungen und sie zog mit einem Spendenaufruf einen Shitstorm auf sich.
omr.com (52-Min-Audio)

“Vogue” gibt sich in Portugal selbstironisch.

Vogue parodiert sich in Portugal auf dem Cover der August-Ausgabe selbst. Während im Rahmen eines Cover-Splits ein Teil der Hefte das russische Model Irina Shayk zeigt, ist auf der anderen Hälfte die Komikerin Celeste Barber zu sehen, die das Motiv nachstellt - unter anderem mit Plastik-Deckeln anstelle von Ohrringen. Celeste Barber ist dafür bekannt, auf Instagram Bilder von Models und Influencern zu parodieren.
taz.de

Marketingfirma sammelt mutmaßlich illegal Instagram-Daten.

Instagram: Die Marketingfirma Hyp3r soll über längere Zeit öffentlich zugängliche Daten von Nutzern gesammelt und vermarktet haben. Dank Standort-Daten konnten Hyp3r-Kunden etwa gezielt Nutzer ansprechen, die bei der Konkurrenz einkaufen. Facebook hat Hyp3r von Instagram verbannt, weil die Agentur ein Schlupfloch nutzte. Entwickler können seit 2018 eigentlich nicht mehr auf Ortsdaten zugreifen – dennoch blieb Hyp3r lange unentdeckt.
businessinsider.de, sueddeutsche.de

Analyse: Bei stern.de arbeiten die aktivsten Instagram-Beobachter.

Stern.de ist der Spitzenreiter beim Thema Instagram-Auswertung, analysiert die Medienagentur Jeschenko. In den letzten beiden Juli-Wochen basieren 94 Artikel auf einem Instagram-Posting. Auf den Plätzen folgen t-online.de und bild.de mit je 76 Artikeln. Die Top Ten der deutschen Newsportale nutzt Instagram in dem Zeitraum als Quelle für 464 Artikel.
horizont.net

Nutzer melden erneut technische Probleme bei Facebook und Instagram.

Facebook kämpft am Sonntag erneut zeitweise mit technischen Problemen. Weltweit, darunter auch in Deutschland, melden einige Nutzer Fehlermeldungen beim Teilen und Hochladen von Beiträgen oder beim Einloggen. Die Störung, die auch Instagram betrifft, sei am Sonntagabend behoben. Zuletzt hatte Facebook im Juli massive technische Probleme.
paz-online.de, theverge.com, turi2.de (Background)

The Information: Facebook schmuggelt den eigenen Namen bei Instagram und WhatsApp ein.

Facebook-LogoFacebook hat Angst vor dem Bedeutungsverlust und stülpt seinen besser wachsenden Töchtern WhatsApp und Instagram den eigenen Namen über, berichtet The Information. Die Apps sollen künftig WhatsApp from Facebook und Instagram from Facebook heißen. Intern habe das Rebranding Überraschung und Verwirrung hervorgerufen.
theinformation.com, theverge.com

Klick-Tipp: Mathias Döpfner schauspielert in den Springer-Instagramstories.

Klick-Tipp: Um die verlagsintern entwickelte Visitenkarten-App Qgram zu bewerben, legt sich Konzernchef Mathias Döpfner in den Instagram-Stories auf die Psychiater-Couch. Er wird depressiv, weil seine Mitarbeiter das "Ö" in seinem Nachnamen nicht buchstabieren können. Döpfner stellt seine Schauspielkünste nicht zum ersten Mal unter Beweis, er mimte 2015 im Staatstheater Darmstadt beim Datterich-Festival den Bennelbächer, einen Wirtshausfreund der Titelfigur.
instagram.com

Influencerin Cathy Hummels hat 200.000 Fake-Likes unter ihren Fotos.

Instagram: Influencerin Cathy Hummels hat Tausende Fake-Likes auf ihrem Profil, schreibt T-Online und beruft sich auf eine Analyse von Social Data Pro. Bei 60 auffälligen Posts seien mindestens 200.000 Likes gekauft worden. Die Spielerfrau bestreitet, sie gekauft zu haben. Sie habe das Gefühl, jemand wolle ihr schaden, und das Thema ihrem Anwalt übergeben.
t-online.de

Jeder zehnte deutsche Influencer kauft sich Follower.

Instagram: Jeder zehnte deutsche Influencer kauft sich Fake-Follower oder Likes dazu, zitiert der "Tagesspiegel" aus einer Berechnung der Marketingagentur Media-Part. Im Umkehrschluss könne nur bei weniger als der Hälfte der fast 22.800 untersuchten Kanäle zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass die Profile der Influencer auf natürlichem Wege gewachsen seien.
tagesspiegel.de

Hör-Tipp: Rezo-Video zeigt Macht von YouTube, beobachtet Daniel Bouhs.

Hör-Tipp: Daniel Bouhs beschäftigt sich mit der Macht von YouTube, die durch das Rezo-Video sichtbar werde. Influencer kennzeichneten Werbung häufig falsch. Die Inhalte bedienten oft Rollenklichees, schon Kinder würden zu YouTubern aufgebaut. Gesetze für politische Werbung seien veraltet und müssten auf das digitale Zeitalter angepasst werden.
ndr.de (29-Min-Audio)

Facebook hat massive Störungen und bietet ungewollt Einblicke in seine Foto-Vertaggung.


Vertaggt nochmal: Facebook hat am Mittwochabend starke technische Probleme. Nutzer können weltweit kaum Fotos oder andere Dateien bei Facebook, Instagram und WhatsApp hochladen oder ansehen. Bei WhatsApp fallen daher auch die Sprachnachrichten weitestgehend aus. Bei Facebook und Instagram sorgt der Ausfall zudem für ungewollte Einblicke in die Art und Weise, mit der Facebook Bilder vertaggt. Statt der Dateien sehen die Nutzer offenbar computergenerierte Beschreibungen.

Zu lesen ist etwa, wie viele Personen der Algorithmus in dem Bild erkennt, ob diese lachen, ob sie im Freien oder in einem Gebäude sind. Auch Merkmale wie Brillen oder Bärte sind vermerkt. Beobachter mutmaßen, dass Facebook diese Daten nutzt, um Werbung gezielt auszuspielen.
faz.net (Störung), buzzfeednews.com (Bildbeschreibungen)

Instagram erwägt Anzahl der Likes nicht mehr öffentlich zu zeigen.

Klasse statt Masse: Instagram prüft, künftig die Anzahl der Gefällt-mir-Angaben nicht mehr öffentlich zu zeigen, sagt Instagram-Chef Adam Mosseri im Interview mit der "FAZ". Nutzer sollten sich nicht "zu sehr darauf fokussieren, miteinander zu konkurrieren." Die Plattform solle kein Wettbewerb sein. Die veränderte Like-Darstellung werde derzeit in Kanada getestet.

Einen Zeitplan für die weltweite Einführung gäbe es noch nicht. Mit Umfragen wolle Instagram ermitteln, inwieweit sich das Nutzerverhalten mit der veränderten Like-Anzeige verändere. Dabei solle auch berücksichtigt werden, "wie sich die Nutzer fühlen". Dass anderen Nutzern ein Post gefällt, wolle Instagram auch weiterhin zeigen.
"FAZ", S. 22 (Paid)

Basta: CBS-Moderatorin King will Instagram-Chef Adam Mosseri nicht glauben.

Unerhört: Instagram-Chef Adam Mosseri soll in einem CBS-Interview Moderatorin Gayle King erklären, warum sie passende Werbung angezeigt bekommt, auch wenn sie nicht nach den Produkten gesucht habe. King bemüht den Zufall, Datenabgleich und vorausschauende Algorithmen als Erklärung. King hat eine einfachere Erklärung: Instagram höre ihre Gespräche mit.
mashable.com, twitter.com (2-Min-Video)



Meinung: Debatten bei Social Media finden in der Politik zu wenig Gehör.

Social Media ist eine Herausforderung für die Demokratie, schreibt Otfried Jarren, Professor für Medienforschung, in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Plattformen wie Facebook prägten zunehmend die öffentliche Debatte. Mehr Bürger äußern sich über politische Themen, fänden in der Politik aber immer häufiger kein Gehör, was ein Kommunikationsrat ändern könnte. Als Vermittler könnte dieser auf An­fra­gen re­agie­ren und ei­ne "angemessene Re­s­pon­sivi­tät" si­cher­stel­len.
"FAZ", S. 16 (Paid)

Umfrage: 70 % der Konsumenten interessieren sich nicht für Influencer-Empfehlungen.

Influencer: 70 % der Konsumenten interessieren sich nicht für Beauty-Produktempfehlungen in sozialen Medien, sagt eine von "Horizont" beauftragte Forsa-Umfrage. Nur 4 % der Befragten sind interessiert oder sehr interessiert. Kosmetische Eigenkreationen der Influencer wecken lediglich bei 4 % der befragten Männer und 9 % der Frauen Interesse.
horizont.net (Paid)