Klick-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” blickt hinter die Kulissen von Facebook.

Klick-Tipp: Andrian Kreye blickt für die "Süddeutsche Zeitung" in den Maschinenraum von Facebook, einem Konzern, der zunehmend an seiner ungewollten politischen Macht zu knabbern hat. Oversight Board und Policy Teams sollen sich um heikle Themen wie Sperrungen, Verschwörungstheorien und Fake News kümmern, was im "Dickicht des Internets" sogar für "Weltmaschine" Facebook schwierig ist. Extrem heiße Eisen wie die Verbannung Trumps muss Mark Zuckerberg immer noch selbst anfassen.
projekte.sueddeutsche.de

Netflix startet Online-Shop für Merchandise-Produkte.


You stream it, you buy it: Netflix startet einen eigenen Online-Shop für Fanartikel rund um seine beliebtesten Produktionen und will so das umsatzstarke Merchandising-Feld beackern. Zum Start des Netflix-Shops, der gemeinsam mit Shopify realisiert wurde, liegen Artikel der Anime-Serien Eden und Yasuke im digitalen Regal. Bald sollen Hoodies, T-Shirts und Kissen rund um den Meisterdetektiv Lupin folgen. Auch Merchandise zu Stranger Things und Haus des Geldes ist in Planung.

Hinter dem Projekt steckt Josh Simon, der 2020 von Nike zu Netflix wechselte. Er hat das Konsumgüter-Team des Streaming-Giganten erweitert und bereits mehrere Deals mit Unternehmen wie Amazon, H&M oder Walmart abgeschlossen, die ebenfalls Produkte mit Netflix-Bezug verkaufen. Mit dem Shop-Start will Netflix u.a. zu Disney aufschließen, dem bisher unumstrittenen Star am Merchandising-Himmel. Store-Eröffnungen im "real life", also etwa in Einkaufszentren, plant Netflix nach eigener Aussage allerdings nicht.
nytimes.com, handelsblatt.com, netflix.shop

Lese-Tipp: Telegram-Gründer Pawel Durow will Einfluss und globale Anerkennung.

Lese-Tipp: Telegram-Gründer Pawel Durow (Foto) geht es weniger ums Geld, sondern um "Einfluss und globale Anerkennung", schreiben Christina Hebel, Max Hoppenstedt und Marcel Rosenbach. Durow arbeite mit einer kleinen, geschlossenen Gemeinschaft an der App und lasse Geheimdienste und Regierungen auflaufen, wenn es um Kontaktanfragen oder die Herausgabe von Daten gehe. Das Bundesjustizministerium will Telegram deshalb künftig dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz unterwerfen.
spiegel.de (Paid)

Facebook setzt verstärkt auf Home-Office.

Dauerhaft daheim: Facebook lässt die meisten seiner Mitarbeiterinnen auch nach Corona von zu Hause aus arbeiten, wenn sie das wollen. Wer diese Freiheit nutzt, um vom sündhaft teuren Silicon Valley in günstigere Gegenden umzuziehen, muss eventuell Gehaltseinbußen hinnehmen. Ein Grund: Ab und zu sollen die Teams ins Büro kommen. Auch Chef Mark Zuckerberg hat angekündigt, künftig vermehrt mobil zu arbeiten.
spiegel.de

“Bild” schießt scharf gegen Dorothee Bärs Digitalisierungs-Bilanz.

Digital-Schelte: Die "Bild" wirft Digital-Staatsministerin Dorothee Bär und dem Digitalkabinett vor, "wenig bis nichts" geleistet zu haben "außer viel heißer Luft und wolkigen Sprüchen". Deutschland faxe sich um den Verstand, hänge in Funklöchern und suche allenthalben nach funktionierendem WLAN. Das Land habe die "hehren Ziele" in Sachen Digitalisierung der Großen Koalition allesamt verpasst und eine "bittere Bilanz" vorzuweisen.
bild.de

Marcus Ammon wird Content-Chef von Bavaria Fiction.

Bavaria Fiction holt Marcus Ammon als Geschäftsführer Content. Er kommt von Sky Deutschland, wo er als Senior Vice President für die Eigenproduktionen des Pay-TV-Senders wie "Babylon Berlin" und "Das Boot" zuständig war. Bei Bavaria soll er sich inbesondere um Entwicklung, Akquise und Verwertung von TV-, Streaming- und Film-Inhalten kümmern und den nicht-linearen Bereich ausbauen. Der langjährige Geschäftsführer Jan S. Kaiser kümmert sich künftig um Finanzen und Produktion. Geschäftsführer Manfred Haus-Pflüger verlässt nach fünf Jahren Bavaria Fiction.
presseportal.de, dwdl.de

“Geschichten, die die Kunden lieben” – Eun-Ky Park über Disney zwischen Streaming und TV.


Medialer Dreiklang: "Wenn wir lokal Kunden überzeugen, lebt das amerikanische Programm noch mal mit auf." Eun-Ky Park, General Managerin Media bei Disney Deutschland, erklärt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, wie sich der Micky-Maus-Konzern zwischen Free-, Pay-TV und Streaming aufstellt. Sie hebt etwa die lokalen Eigenproduktionen als besonders wichtig hervor – im Kinderfernsehen genauso wie bei den Erwachsenen. Außerdem spricht Park darüber, wie sich der vor knapp einem Jahr gestartete Streaming Dienst Disney+ zwischen Free- und Pay-TV-Angebot einordnet: "Wir hatten schon immer vermutet, dass das komplementär ist. Jetzt können wir mit Fug und Recht sagen, das funktioniert wunderbar."

Im Rahmen der Screenforce Days stellen die Disney-Sender in der kommenden Woche ihr Programm für die nächste TV-Saison vor. Die Disney-Channel-Zuschauerinnen können sich u.a. auf eine neue Staffel der "Beni Challenge" mit Benedikt Weber freuen und auf neue Folgen der Clip-Comedy "Gag Attack". Selbst outet sich Park als großer Fan der Animationsserie "Miraculous", mit der der Sender zuletzt große Erfolge beim jungen Publikum gefeiert hat. Bei National Geographic kündigt Disney eine Dokumentation über die Alpen, die durch den Klimawandel bedroht sind an – mit dem ehemaligen deutschen Ski-Rennläufer Felix Neureuther als Host. Im Video zeigen wir erste Fotos aus der Produktion.

Auch für Disney+ entstehen erste deutsche Eigenproduktionen, darunter die Mini-Serie "Sam - Ein Sachse" über den ersten afrodeutschen Polizisten in der DDR.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)


Zahl des Tages: AirBnB lässt zwölf Reiselustige ein Jahr umsonst wohnen.

Zahl des Tages: Glückliche 12 Reiselustige will AirBnB ein Jahr lang umsonst in verschiedenen Unterkünften weltweit wohnen lassen, kündigt das Portal an. Aspirantinnen müssen sich bis 5. Juli per Video bewerben, die Auserwählten dürfen auf ihre Trips bis zu drei Freunde oder Familienmitglieder mitnehmen. AirBnB will mit der Aktion vor allem für seine Langzeit-Angebote werben.
news.airbnb.com via businessinsider.com

dpa produziert EM-Podcast für Spotify.

dpa produziert ab Donnerstag einen kurzen, täglichen EM-Podcast für Spotify. Für das "EM-Update" fassen die Reporterinnen der Nachrichtenagentur bis zu zweimal am Tag alles Wesentliche rund um das Turnier zusammen. Die Fußball-Fans will Spotify zudem mit einer täglich aktualisierten Fußball-Playlist abholen, die zusätzlich mit Podcasts von Deutschlandfunk, "Tagesschau", "Bild", "Kicker", OMR und Studio Bummens gefüllt ist.
presseportal.de, prowly.com

Apotheken stellen digitalen Impfnachweis aus.

Du kommst hier rein: Ab Montag stellen erste Apotheken digitale Impfausweise aus. Mit speziellen QR-Codes können Geimpfte ihren Status nachweisen und in der Corona-Warn-App und in der geplanten CovPass-App hinterlegen. Ab Juli soll zudem eine EU-weite E-Plattform starten, die für die Reisesaison die digitalen Impfnachweise aus den einzelnen Mitgliedsstaaten zusammenführt.
spiegel.de, br24.de

Klick-Tipp: “Fotozitate” bringen Hollywood nach Wiesbaden.

Klick-Tipp: Studierende der Hochschule RheinMain in Wiesbaden stellen in einer Projektgruppe ikonische Fotografien nach – mit Pandemie-Hindernissen. Das Ergebnis sind sogenannte Fotozitate, die Alltags-Geschichten aus dem Uni-Leben erzählen und neben den Original-Bildern stehen, darunter das Oscar-Selfie von Ellen DeGeneres oder das Badewannen-Porträt mit Whoopi Goldberg von Annie Leibovitz.
fotozitate.info

Google erneuert seine Suchmaschinen-Auswahl bei Android.

Wer sucht, findet: Google sorgt künftig dafür, dass sich Konkurrenzunternehmen ihre Auflistung in der Suchmaschinen-Vorauswahl auf neuen Android-Smartphones nicht mehr ersteigern müssen. Alternative Anbieter wie Ecosia oder DuckDuckGo sollen einen prominenten Platz erhalten. Grund für die Anpassung ist ein Streit mit der EU Kommission: Google hatte die Auswahlmöglichkeit bei der Neuanmeldung 2019 eingeführt, nachdem die Kommission kritisiert hatte, dass Googles Such-App auf den Geräten vorinstalliert ist.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Traderinnen starten deutschen Gamestop-Hype mit Windeln.de-Aktie.

Wegwerf-Ware: Der Aktien-Kurs des Onlinehändlers Windeln.de ist vergangene Woche um 500 % gestiegen. Einen wirtschaftlichen Grund dafür gibt es nicht. Expertinnen vermuten, ähnlich wie beim Gamestop-Hype, Absprachen zwischen Shortsellerinnen und Kleinanlegerinnen, etwa über Reddit. Wer bei Meme-Aktien nicht rechtzeitig abspringt, dessen Geld könnte also auch im Falle von Windeln.de ganz schnell im Arsch sein.
capital.de

Immer mehr Jüngere geraten ins digitale Abseits.

Unfreiwillig analog: 40 % der unter 40-Jährigen fühlen sich durch den während Corona gesteigerten Einsatz von Apps und anderen Digitallösungen gesellschaftlich abgehängt, sagt die Postbank Digitalstudie. Demnach leidet auch der private, digitale Austausch. Grund sind alte PCs und Handys, lahme Internetverbindungen und mangelnde IT-Kenntnisse. Dabei werden die digitalen Kommunikationshelfer immer wichtiger, für 59 % der 18- bis 39-Jährigen gehören regelmäßige virtuelle Treffen mit Freunden und Familien mittlerweile fest zur Alltagsroutine.
presseportal.de, faz.net

Analyse: Lösch-und Sperraktionen wegen Fake-Bewertungen bei Amazon sind nur mäßig erfolgreich.

Dieser Artikel ist nicht mehr verfügbar: Fake-Bewertungen, Produktfälschungen und angebliche Wucherpreise stecken oft hinter gelöschten oder gesperrten Händler-Konten auf Amazon, schreibt Henryk Hielscher. Im Kampf gegen die "Fake-Fabriken" setze Amazon jeden Tag Hunderte menschliche Bewertungsbewerter ein – mit zähem Erfolg.
wiwo.de

Facebook und Instagram locken Influencerinnen mit Boni und Provisionen.

Money, money, money: Facebook und Instagram rollen eine Reihe finanzieller Anreize aus, um Content-Erstellerinnen künftig möglichst lange an ihre Plattformen zu binden. Wer Streaming-Ziele erreicht, wird bei den "Star Challenges" belohnt, Followerinnen können sich über "Badges" Extras erkaufen. Zudem können Influencerinnen via "Instagram Shopping"-Posts bald direkt Geld verdienen.
t3n.de, turi2.de (Background)

Charlotte Haunhorst wird Digital-Chefin beim “Handelsblatt”.

Handelsblatt macht Charlotte Haunhorst zur Digital-Chefin und zum Mitglied der Chefredaktion. "Spätestens ab dem vierten Quartal" verantwortet sie die inhaltliche und strategische Weiterentwicklung sämtlicher Kanäle, teilt das "Handelsblatt" mit. Zusätzlich soll Haunhorst die redaktionelle Produktentwicklung mit Fokus auf die Subscriber-First-Strategie des "Handelsblatts" vorantreiben. Sie war bis Februar 2021 Leiterin des Jugendportals jetzt.de.
handelsblattgroup.com, kress.de, turi2.de (Background)

Insta-Account soll BND transparenter machen, schreibt Sandra Middendorf.

Liebesgrüße aus Berlin: Der neue Instagram-Account des BND ist Teil einer größeren Transparenz-Offensive, mit der die Behörde u.a. Mitarbeiterinnen finden will, schreibt Sandra Middendorf im "PR-Magazin". Zu der Offensive gehören auch ein Besucherzentrum sowie der YouTube-Kanal. Als Grund für die Einblicke nennt die Autorin die Verstrickungen des Nachrichten­dienstes die NSA-Affäre im Jahr 2013. Danach habe sich der BND um Öffnung bemüht, wird BND-Sprecher Martin Heinemann zitiert.
"PR Magazin" 6/2021, S. 20 - 21 (Paid), prmagazin.de (Teaser)

“Wir wollen in der Gesellschaft Akzente setzen” – Henrik Pabst über die Programmpläne von Seven.One.


Ernst und Entertainment: "Die richtige Mischung zu finden, ist unsere Aufgabe", sagt Henrik Pabst Managing Director und Inhalte-Chef der Seven.One Entertainment Group, wie ProSiebenSat.1 Deutschland seit vergangenem Jahr heißt. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv bilanziert Pabst den Konzernumbau, der mitten ins Corona-Jahr fiel, und blickt auf die Screenforce Days, auf denen die Sendergruppe in der kommenden Woche das Programm für die kommende TV-Saison vorstellt. Pabst persönlich freut sich auf die Bundesliga-Berichterstattung, für die die Sendergruppe Matthias Opdenhövel zurück geholt hat, auf das "ProSieben Journal" mit Opdenhövel und Linda Zervakis sowie auf die eine oder andere US-Serie.

Strategisch geht es Pabst darum, für jeden Inhalt, egal ob Information oder Entertainment, den richtigen Ausspielweg und die beste Monetarisierung zu finden. Als reine Unterhaltungsmaschine will er – auch mit Blick auf die Schlaglichter der vergangenen Monate im Info-Bereich – das neue Dach Seven.One Entertainment aber nicht verstanden wissen. "Wir müssen und wollen in der Gesellschaft Akzente setzen", sagt Pabst im Video-Interview und unterstreicht, dass den Sendern das in der vergangenen Saison an vielen Stellen gelungen sei. Die siebenstündige Pflege-Doku nennt er "ein einzigartiges Stück Fernsehgeschichte" und lobt etwa die Arbeiten von Thilo Mischke und die "15 Minuten" von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf.
turi2.tv (9-Min-Video)

Behörden tricksen Kriminelle weltweit mit Krypto-App aus.

Trojanische App: Behörden in mindestens 16 Ländern ist ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen gelungen – mithilfe einer weltweit von Kriminellen genutzten Chat-App. Das Programm "Anom" war von einem Kronzeugen im Auftrag des FBI entwickelt und an Kriminelle vertrieben worden. Die Behörden griffen zum Teil jahrelang Nachrichten, Fotos und Videos von Verbrechern ab. In Deutschland sind am Montag im Zuge der Ermittlungen Drogen und Bargeld sichergestellt und Ermittlungsverfahren gegen mehr als 80 Verdächtige eingeleitet worden.
tagesschau.de

Zitat: Für “Panorama” ist Social Media wichtiger als lineare TV-Quote, sagt Anja Reschke.

"Grundsätzlich ist die lineare Quote schon länger nicht mehr soo entscheidend. Viel interessanter für uns ist, wie sich ein Thema in den sozialen Medien verbreitet und was dort für Kommentare kommen."

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke sieht es im DWDL-Interview als Herausforderung für Polit-Magazine, sich an die On-Demand-Nutzung anzupassen, wo eher längere Formate gefragt sind. Die Jubiläums­sendung am Donnerstag bestreitet "Panorama" im "Stil einer Polit-Late-Night", bei der auch Kritikerinnen zu Wort kommen.
dwdl.de

Google muss 220 Mio Euro Strafe an die französischen Kartellbehörden zahlen.

Google zahlt in Frankreich 220 Mio Euro Strafe wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Position im Online-Anzeigenmarkt. Der Konzern konnte einen Vergleich bei den französischen Kartellbehörden erzielen, weswegen die Strafe deutlich geringer als erwartet ausfällt. Google will Wettbewerbern künftig die Nutzung von Google-Werbetools erleichtern, heißt es in der abgeschlossener Verpflichtung.
tagesschau.de

Lese-Tipp: Überstunden im Home-Office sind schlecht fürs Herz.

Lese-Tipp: "Kein Job ist es wert, dass man dafür einen Schlaganfall riskiert", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Laut einer Analyse der WHO, die im "Manager Magazin" zitiert wird, erhöhen dauerhaft verlängerte Arbeitszeiten das Risiko, an einem Schlaganfall oder einer schweren Herzerkrankung zu sterben. Corona hat den Trend zur Mehrarbeit im Home-Office beschleunigt.
manager-magazin.de

Lese-Tipp: Spiegel-Redakteur Patrick Beuth konfrontiert Gesichtserkennungs-Firmen.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Redakteur Patrick Beuth legt sich in einem Selbstversuch mit Gesichtserkennungs-Firmen wie Clearview AI an. Er versucht – recht erfolgreich – alle Fotos mit seinem Konterfei aus dem Netz zu entfernen, scheitert jedoch daran, seiner erhobenen biometrischen Daten Herr zu werden. Parallel beschreibt er die Ursprünge der Technologie sowie deren problematische Anwendungsformen.
spiegel.de (Paid)

Nigerias Regierung sperrt Twitter-Zugang.

Ausgezwitschert: Die nigerianische Regierung sperrt den mobilen Zugang zu Twitter. Laut offizieller Begründung werde der Kurznachrichtendienst genutzt, um "Nigerias Existenz zu untergraben". Die Maßnahme gilt als Reaktion auf die Löschung eines Tweets von Präsident Muhammadu Buhari am Mittwoch und die zwölfstündige Sperrung seines Accounts. Menschenrechtsorganisationen sowie Twitter selbst kritisieren die Maßnahme scharf. Über das Breitbandnetz ist der Dienst noch erreichbar.
spiegel.de, tagesschau.de

Meinung: Politik hat bei der “Monopolisierung des Internets” lange “regungslos zugeschaut”.

Endlich aufgewacht? Tech-Giganten wie Google und Facebook hätten ihre wachsende Macht jahrelang "ungeniert ausgespielt", die Politik habe dabei "staunend zugeschaut oder einfach weggesehen", schreibt Burda-Vorstand Philipp Welte im "Focus". Inzwischen scheint in Berlin und Brüssel aber ein Umdenken eingesetzt zu haben, was er u.a. an dem neuen Leistungsschutzrecht festmacht. In Kombination mit dem "handfesteren Wettbewerbsrecht" werde dieses "zum wirksamen Werkzeug" für "wirklich jedes Medienunternehmen", wenn es um die Durchsetzung von Rechten gegenüber den "Megaplattformen" geht.
"Focus" 23/2021, S. 46 (Paid), turi2.de (Background)

Hacker-Angriff stört Online-Banking bei der Volksbank.

Online zahlungsunfähig: Kundinnen der Volksbank konnten am Donnerstag aufgrund eines Hacker-Angriffs nicht oder nur sporadisch auf das Online-Banking der Volksbank zugreifen. Schuld war eine Attacke auf Fiducia & GAD, den IT-Dienstleiter der Volks- und Raiffeisenbanken. Das Web-System fiel auch nach einer Stabilisierung am Nachmittag abends mehrmals aus. Fiducia & GAD spricht auch am Freitag noch von "höchster Alarmbereitschaft", um für weitere Hacker-Angriffe gewappnet zu sein.
faz.net, it-finanzmagazin.de

Dolce & Gabbana zoffen sich mit Tochter von Robert Geiss um Namen für Mode-Label.

Dolce & Geiss: Das Mode-Label Dolce & Gabbana geht rechtlich gegen Davina Geiss, Tochter von Unternehmer Robert Geiss, vor. Davina Geiss hatte im Februar ihre Marke DG by Indigo Limited beim Patentamt registrieren lassen, Dolce & Gabbana legte Widerspruch ein. Der Grund: Verwechslungsgefahr, die von den Initialen ausgehen könnten. Geiss bietet die Kleidung trotzdem zum Kauf an. Die Klage könnte bis zum Europäischen Gerichtshof gehen, schreibt "Bild".
bild.de (Paid)

Rewe kooperiert mit dem Liefer-Supermarkt Flink.

Rewe steigt ins Geschäft mit superschnellen Lebensmittel-Lieferungen ein und wird Zulieferer für den Liefer-Supermarkt Flink. Der Dienst bietet – ähnlich wie Konkurrent Gorillas – Lebensmittellieferungen innerhalb von 10 Minuten an. Rewe-Chef Lionel Souque will helfen "Flink zur Nummer eins in seinem Segment in Deutschland" zu machen und selbst "von der Entwicklung des Marktsegments profitieren". Rewe betreibt schon seit Jahren einen eigenen Lieferdienst, braucht aber deutlich längeren Vorlauf. Gleichzeitig bekommt Flink eine Finanzspritze von 200 Mio Euro von mehreren Geldgebern, darunter Delivery-Hero-Investor Prosus.
handelsblatt.com (Paid), manager-magazin.de

Hör-Tipp: KI kann helfen, Archive zu verbessern.

Hör-Tipp: Christina Elmer vom "Spiegel" und Ulrike Köppen vom BR sprechen bei OMR Media mit Pia Frey über Nutzen und Grenzen für den Einsatz von KI im Journalismus. KI könne mit Zusammenfassungen etwa helfen, audio-visuelle Archive besser zu verschlagworten und daraus neue Produkte zu erstellen. Dagegen sollte eine KI nie selbstständig und unredigiert Texte veröffentlichen oder unterschiedliche Preise z.B. bei Paywalls veranschlagen.
omrmedia.podigee.io (54-Min-Audio)

turi2 edition #14: Henning Beck über Selbstfürsorge in Zeiten von Social Media.


Einfach mal abschalten: “Die Dummheit der Menschen wird in sozialen Netzwerken zum Geschäftsmodell”, kritisiert Neurowissenschaftler und Autor Henning Beck. In der turi2 edition #14 gibt er 10 Tipps für eine bewusste Nutzung und klar definierte Grenzen für die sozialen Medien. Er plädiert u.a. für eine “Denkzeit”, in der wir nicht erreichbar sind, und dafür, das Smartphone 45 Minuten vor dem Zubettgehen nicht mehr zu nutzen. Lesen Sie den ganzen Beitrag hier im kostenlosen E-Paper oder als Online-Text.

Das Ausblenden des Instagram-Herzchenzählers ist nicht konsequent umgesetzt, schreibt Simon Hurtz.

Instagram: Die Möglichkeit, Herzchen unter Posts auszublenden, ist "weniger spektakulär, als es erscheint", urteilt Simon Hurtz. Die Funktionen steckten oft in schwer zu findenden Untermenüs, die meisten Nutzerinnen würden daher bei den Standard-Einstellungen bleiben. Zudem zähle der Algorithmus trotzdem mit.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Twitter Blue ist ab sofort in Australien und Kanada verfügbar.

Startschuss: Twitter hat seinen Abodienst Twitter Blue nun offiziell an den Start gebracht, vorläufig können allerdings nur Nutzerinnen aus Kanada und Australien ein Abo für monatlich 3,49 bzw. 4,49 Dollar abschließen. Einen Starttermin für Deutschland gibt es noch nicht. Zu den Funktionen von Twitter Blue zählt u.a. die Undo-Funktion, mit der man einen gerade geschrieben Tweet vor Veröffentlichung noch bis zu 30 Sekunden lang überarbeiten kann.
wuv.de, zeit.de, turi2.de (Background)

WhatsApp bekommt Multi-Device-Funktion.

WhatsApp lässt sich bald auch dann auf mehreren Geräten nutzen, wenn das ursprünglich verbundene Smartphone außer Reichweite ist oder keine Internetverbindung hat. Eine Beta-Version soll in ein bis zwei Monaten kommen. Ebenfalls geplant ist eine Funktion, mit der sich Chat-Nachrichten nur einmalig ansehen lassen können – sie werden dann automatisch gelöscht, sobald Empfängerinnen sie sich angesehen haben.
wabetainfo.com via t-online.de

Zalando gibt seinen Mitarbeiterinnen eine Woche bezahlten Extra-Urlaub.

Arbeits-Auszeit: Astrid Arndt, Zalando-Personalchefin und erste Frau im Vorstand des Unternehmens, verordnet Angestellten eine Auszeit. In einem Blogpost kündigt Arndt den Mitarbeiterinnen eine bezahlte Urlaubswoche von 2. bis 6. August an, um "Leistungen und Herausforderungen" in der Pandemie anzuerkennen, schreibt das "Manager Magazin". Bereits im vergangenen Jahr hatte Zalando seinen Angestellten einen Bonus in Höhe von 500 Euro gezahlt.
manager-magazin.de

Video-Tipp: “Zapp” berichtet über die Einschränkung der Pressefreiheit in Belarus.

Video-Tipp: Jeder Mensch, der in Belarus eine Kamera in der Hand hat, riskiert sein Leben, berichtet "Zapp". Journalist Roman Schell erzählt die Geschichte von Gleb Labadzenka. Er ist der Gastgeber der einzigen kritischen politischen Talkshow in Belarus und untergetaucht, nachdem Polizistinnen sein Fernsehstudio gestürmt hatten. "Zapp" berichtet u.a. von Studio-Durchsuchungen und von Labadzenkas Team, dass permanent fürchtet, festgenommen zu werden.
youtube.com (17-Min-Video)

Donald Trump stellt seinen Blog nach nur einem Monat wieder ein.

Abgebloggt: Donald Trump stellt seinen Blog From the Desk of Donald J. Trump nach knapp einem Monat schon wieder ein. Trump hatte darauf Inhalte veröffentlicht, für die er zuvor Twitter und Facebook genutzt hatte – beide Plattformen haben den Ex-US-Präsidenten gesperrt. Laut Aussagen eines Mitarbeiters will Trump künftig eine anderes soziales Medium für seine Botschaften nutzen.
n-tv.de

Video-Tipp: Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen analysieren Alibabas Erfolgsgeheimnis.

Video-Tipp: Der Vergleich der Plattform-Giganten Alibaba und Amazon hinkt, sagen Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen auf ihrem YouTube-Kanal "Wohlstand für alle". Bei Alibaba liege der Fokus auf Unternehmen, bei Amazon auf Verbraucherinnen. Nymoen nennt als Beispiel von Alibabas Erfolgsgeheimnis u.a. den jährlichen Singles Day, den Alibaba 2009 zu einem "verrückten Shopping-Event" auserkoren habe. Ein Hype, der mit dem Black Friday "kaum zu vergleichen" sei, ergänzt Schmitt.
youtube.com (35-Min-Video)

ZDF-Digital-Chef Michael Kollatschny über die Vereinbarkeit von Tradition und Zielgruppe.

"Wenn wir uns ins Agenturgeschäft bewegen wollten, dann werden wir mit einer Hipster-Agentur aus Prenzlberg nur schwer mithalten können."

ZDF-Digital-Chef Michael Kollatschny sagt im DWDL-Interview, dass ein "ZDF" im Namen zwar eine "große Hilfe" sein kann, man aber trotzdem die Zielgruppe im Auge behalten und sich "nicht auf der falschen Tanzfläche bewegen" sollte.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Facebook und Google schließen Deal mit Nine Entertainment.

Facebook und GoogleAustralien: Facebook und Google schließen auch mit Nine Entertainment einen Inhalte-Deal für mehrere Jahre. Konkret geht es um die Lieferung von Inhalten für Google News Showcase und die News-Plattform von Facebook. Zuvor hatte es einen ähnlichen Deal mit Rupert Murdochs News Corp gegeben. Seit Februar müssen Internetfirmen Verlage an Werbeeinnahmen beteiligen, die deren Inhalte auf ihren Plattformen erzielen.
handelsblatt.com (Paid), reuters.com

Meinung: Vielzahl der Streaming-Dienste fördert Filmpiraterie.

Filmreife Piraten: Die Fragmentierung der Streaming-Branche führt zu einem Anstieg von Filmpiraterie, beobachtet Nicolas Freund. Viele Nutzerinnen wollen keinen weiteren Dienst für nur eine exklusive Serie abonnieren und surfen deshalb unter schwarzer Flagge durchs Netz. In Deutschland sind illegale Zugriffe auf Filme und Serien im vergangenen Jahr um 36 % gestiegen.
sueddeutsche.de

“Handelsblatt”: Bund fördert Elon Musks Satelliten-Startup mit Gutscheinen.


Griff nach den Sternen: Die Bundesregierung will in ländlichen Gegenden "in wenigen Wochen" Gutscheine für Satelliten-Internet an Haushalte verteilen, meldet das "Handelsblatt". Davon werde vor allem Starlink profitieren. Das Startup von Tesla-Chef Elon Musk ermöglicht über die Vernetzung mit erdnahen Satelliten auch in abgelegenen Regionen Internet­zugang – als laut "Handelsblatt" bisher einzig ernstzunehmender Anbieter. Vom Bundes­verkehrs­ministerium erhalten demnach 200.000 Haushalte einen 500-Euro-Zuschuss für Satellitenschüsseln. Für Starlink könnte das frische Umsätze von bis zu 100 Mio Euro bedeuten. Die laufenden Anschlusskosten müssen die Haushalte dagegen selbst tragen. Mit rund 100 Euro monatlich sind diese deutlich teurer als herkömmliche Verträge.

Der Bund will über das Gutschein-Programm Kauf-Anreize setzen. Wenn sich möglichst viele Bürgerinnen außerhalb der Ballungszentren für Satelliten-Internet entscheiden, ist der Aufbau einer zusätzlichen Infrastruktur, etwa Glasfaserkabel, nicht mehr notwendig – und damit auch im Wahlkampf kein Thema mehr, so lautet offenbar die Hoffnung der Politik. Starlink bietet seinen Dienst seit Frühjahr 2021 in Deutschland an. Weltweit zählt die SpaceX-Tochter nach eigenen Angaben circa 10.000 Nutzerinnen.
handelsblatt.com