Mediengruppe RTL ordnet Strategie-Posten unter Julia Reuter neu.

Mediengruppe RTL verliert Strategiechef Marc Schröder – der zugleich seinen gerade bezogenen Posten bei Gruner + Jahr verlässt. Die Mediengruppe ordnet unter Julia Reuter ihre Strategie-Abteilung neu. Sie schafft das Ressort Innovation, geleitet von Eva Messerschmidt und Philipp Trunk. Der Investor und Startup-Experte Niko Waesche kommt zu RTL und übernimmt das Ressort Diversifikation.
kommunikation.mediengruppe-rtl.de

Nielsen: TV-Werbeausgaben in Deutschland auf 2018er Niveau.

Bruttowerbeausgaben: Das Fernsehen stagniert nach acht von zwölf Monaten des Jahres nun auf Vorjahreskurs mit 8,84 Mrd Euro Werbevolumen in Deutschland bzw. 46,2 % Marktanteil, fasst Jens Schröder bei Meedia zusammen. Im Gegensatz dazu wachsen die Onlinewerbung, 9,8 % auf 2,3 Mrd Euro, sowie die Außenwerbung, 8,5 % auf 1,47 Mrd Euro. Zeitungen verlieren 1,1 % auf 3 Mrd, Publikumszeitschriften 3 % auf 1,96 Mrd und Fachzeitschriften 4 % auf 238 Mio Euro.
meedia.de

Influencer Riccardo Simonetti will kein Blogger mehr sein.

Influencer Riccardo Simonetti will das Label "Blogger" ablegen und künftig breiter aufgestellt als Entertainer auftreten. Simonetti bringt Ende des Jahres sein zweites Buch heraus. Er will weiter in sozialen Medien aktiv sein – sie seien das "stärkste und persönlichste Sprachrohr, das man als öffentliche Person haben kann".
wuv.de

Aus dem Archiv: Anne-Nikolin Hagemann hat Simonetti für die turi2 edition8 porträtiert.
turi2.de

Burda macht Chip.de zum Test-Portal für alle Produkte.

Burda startet auf seinem Technik-Portal Chip.de den Ableger Chip 365 für Tests aller Art. Die Redaktion nimmt – in Konkurrenz zu Stiftung Warentest und Co – auch vegane Burger, Stiefel und Büstenhalter unter die Lupe. Chip 365 zeigt zu den Texten auch viele Videos. Das Burda-Portal bietet bisher neben Technik-Tests auch suchmaschinenoptimiert Software zum Download.
per Mail, chip.de/365


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Blockchain-Basics: Verlage erhoffen sich mehr Sicherheit, Transparenz und Unmittelbarkeit von der Blockchain. Was genau Blockchain überhaupt ist, wie Medienunternehmen es nutzen können und welche Start-ups Sie in Berlin kennen sollten: die richtigen Antworten auf Ihre Fragen gibt es am 6. November. Hier anmelden.

RTL Mediengruppe startet die senderübergreifende Umwelt-Aktionswoche.

RTL Mediengruppe startet die Aktionswoche "Packen wir's an", in der sich die Sendergruppe in zahlreichen Formaten mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt. Senderlogo und Station-IDs werden grün eingefärbt, spezielle Werbetrenner fordern die Zuschauer zur Plastikvermeidung auf. Der Konzern wolle mit der Kampagne im TV sowie online "Haltung zeigen".
dwdl.de

Bundeskartellamt-Präsident will Datensammlung der Tech-Konzerne stärker regulieren.

Tech-Konzerne wie Amazon oder Facebook sollen bei der Datensammlung stärker reguliert werden, fordert Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, im "FAZ"-Interview. Aufgrund der Marktdominanz von Onlinehändlern bewerte das Bundeskartellamt Fusionen wie von Karstadt und Kaufhof heute weniger "misstrauisch" als vor zehn Jahren.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Springer kündigt Sparkurs an und bekennt sich zur “Welt”.

Die Welt am Marterpfahl: Springer plant einen Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" sowie bei den Druckereien und Zeitschriften, kündigen Friede Springer, Mathias Döpfner und KKR-Europachef Johannes Huth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an. "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen," sagt Döpfner, der Hierarchien verschlanken wolle. Für "digitales Wachstum" wolle Springer in der Summe Arbeitsplätze aufbauen. Die defizitäre "Welt" bleibe "ein essenzieller Teil" von Springer, verspricht Döpfner.

Springer wolle "ein journalistisches Haus" bleiben, "Welt" solle auch als gedruckte Ausgabe fortgeführt werden. "Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar", sagt Friede Springer, die Großaktionärin beim Konzern bleibt. Die bisher getrennten Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen künftig "intensiver" zusammenarbeiten, die beiden Marken bleiben erhalten. KKR wolle Springer "langfristig begleiten" und schließt weitere Übernahmen nicht aus: "Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist", kündigt der KKR-Europachef an.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20 (Paid)

ZDF lädt Comedian Faisal Kawusi vorsorglich aus dem “Fernsehgarten” aus.

Mainz wie es singt und lachtzensiert: Das ZDF lädt Comedian Faisal Kawusi (Foto links) kurzfristig aus dem "Fernsehgarten" aus - aus Angst vor einem erneuten Skandal-Auftritt wie bei Luke Mockridge (Foto rechts), schlussfolgert Kawusi bei Instagram. Die Redaktion halte die Gags von Kawusi "inhaltlich für ein Familienprogramm" nicht geeignet. Das ZDF weist einen Zusammenhang zum Mockridge-Auftritt zurück.

Bereits im Vorjahr stand Kawusi auf der "Fernsehgarten"-Bühne. "Ich war professionell, habe meinen Job abgeliefert, wie ich es immer mache", kritisiert der Comedian die spontane Absage, die zwei Tage vor der sonntäglichen Show gekommen sei. Das Verhalten der verantwortlichen Redaktion sei "unprofessionell". Kawusis Auftritt sei seit rund einem halben Jahr geplant. Comedian Mockridge hatte ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel während einer Live-Sendung mit beleidigenden Rentner-Witzen überrascht.
bild.de, instagram.com (Kawusi), turi2.de (Mockridge)

turi2 podcast: Frank Elstner zieht Bilanz: “Mit dem Alter komme ich nicht klar.”


Worte der Weisheit: Frank Elstner, 77, ist eine lebende TV-Legende. Der Erfinder von "Wetten, dass..?", ehemalige Moderator von "Verstehen Sie Spaß?" und einfühlsame Interviewer der Stars und Nobelpreisträger arbeitet seit fast 70 Jahren im Show-Business und biegt langsam in die Zielgerade seines Lebens ein. Im Gespräch mit Peter Turi für die turi2 edition9 zieht Elstner schonungslos Bilanz.

Im turi2 podcast erinnert Elstner sich an die Nacht, in der er "Wetten, dass...?" erfand, ärgert sich, dass er die Rechte an der Erfolgsshow nicht behalten hat und erzählt, warum er den Vornamen seines Halbbruders als Künstlernamen gewählt hat. Mit dem Alter hat Elstner seine Probleme, wenn er könnte, würde er eine Möglichkeit erfinden, um 100 Jahre alt zu werden. Bis da dahin versucht er sich als YouTuber und lernt in der Werbeagentur seines Sohnes die digitale Welt kennen. Alle Mitarbeiter dort wüssten inzwischen: "Die blöden Fragen kommen von mir."

Das komplette Gespräch hören Sie im turi2 podcast bei iTunes, Spotify, Deezer und Audio Now. (Foto: Gaby Gerster / Feinkorn)



Die turi2 edition #9 erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik. Sie können die Buchreihe hier abonnieren.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

Bundesregierung macht bei der Digitalisierung der Behörden kaum Fortschritte.

Bundesregierung kann den Zeitplan und das Budget für die Digitalisierung der Verwaltung in Ministerien und Ämtern "nicht mehr einhalten", zitiert der "Spiegel" aus einem Bericht des Bundesrechnungshofs. Seit 2018 habe es "keinen substanziellen" Fortschritt gegeben, u.a. aufgrund zu vieler unterschiedlicher IT-Systeme. Künftig sollen Beamte mit elektronischen Akten arbeiten.
"Spiegel" 38/2019, S. 58-61 (Paid)

Meinung: Tinder verändert die Kommunikation der Generation Z.

Tinder: Die Generation Z kommuniziert flüchtiger, ist aber offener und toleranter "als die 40-Jährigen", sagt Tinder-Europachef Lennart Schirmer im "Spiegel"-Interview. Er widerspricht der These, dass Tinder zum Fremdgehen verführe. Seine Freundin habe Schirmer ebenfalls via Tinder kennengelernt. Schirmer verspricht, Nutzerdaten niemals an Dritte weiterzugeben.
"Spiegel" 38/2019, S. 70-71 (Paid)

“Spiegel”: Bundesregierung will Facebooks Kryptowährung Libra stoppen.

Bundesregierung will Facebooks geplante Kryptowährung Libra in Deutschland nicht zulassen. Das liest der "Spiegel" in der Blockchain-Strategie der Bundesregierung, die im September verabschiedet werden soll. "Marktrelevante private Stablecoins" sollen nicht zulässig sein, eine staatliche Kryptowährung sei jedoch vorstellbar.
"Spiegel" 38/2019, S. 56 (Vorabmeldung)

SWR: Kai Gniffke schlägt Anke Mai und Clemens Bratzler für die Nachfolge von Hug und Hauser vor.

SWR: Intendant Kai Gniffke schlägt Anke Mai als Nachfolgerin für Kulturchef Gerold Hug vor. Mai ist aktuell in gleicher Position beim BR tätig. Clemens Bratzler, aktuell Leiter Multimediale Aktualität und Vize-Landessenderdirektor BaWü, soll auf Infochef Christoph Hauser folgen. Hug und Hauser gehen vorzeitig in Ruhestand. Der Rundfunkrat muss die Vorschläge noch absegnen.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Renner: Bundesregierung wusste, dass sie Leistungsschutzrecht der EU hätte vorlegen müssen.

Leistungsschutzrecht: Die Bundesregierung hätte 2013 wissen können, dass sie ihr Gesetz der EU-Kommission hätte vorlegen müssen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Er erinnert an ein internes Schreiben eines Referenten des damalige Kultur-Staatsminister Bernd Neumann, das "auf die Gefahr einer späteren Blamage" hinweist. Das Gesetz entstand 2013 unter Zeitdruck, da die Regierung es noch vor der Bundestagswahl durchbringen wollte.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: YouTuber PewDiePie zieht 50.000-Dollar-Spende zurück.

Zahl des Tages: Der umstrittene YouTuber PewDiePie zieht seine angekündigte Spende von 50.000 Dollar an die Anti-Defamation League zurück. Die Organisation setzt sich gegen die Diffamierung von Juden ein. Auf seine Ankündigung folgten antisemitische Hassbotschaften und Verschwörungstheorien. Das Geld will er nun einer Organisation spenden, der er nahe steht.
cnet.com, businessinsider.de

Metro will Gastronomie mit Digital-Marktplatz an sich binden.

Metro will die Gastronomie digitalisieren und startet heute eine Online-Plattform für Gastro-Equipment, von Tellern bis Tiefkühlern. Vorstandschef Olaf Koch will den Markt besetzen, bevor Amazon kommt, schreibt Henryk Hielscher in der "Wirtschaftswoche". Digital-Dienste wie eine Online-Tischreservierung sollen die Gastronomen an Metro binden.
"Wirtschaftswoche" 38/2019, S. 50 - 52 (Paid)

Basta: “Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer macht Selfie im Abspann.

Newsfluencer: "Tagesschau"-Chefsprecher Jan Hofer greift am Ende der 20-Uhr-Ausgabe am Donnerstagabend zum Smartphone und macht im Studio vor laufender Kamera ein Selfie. Was sonst ein Kündigungsgrund wäre, ist diesmal erlaubt, es gibt 1 Mio Instagram-Follower zu feiern. Das schürt hohe Erwartungen, was wohl kommt, wenn die erste Millionen bei TikTok erreicht ist.
faz.net, tagesschau.de (Video ab 15.46 Min), instagram.com (Erklärvideo Hofer)

Twitter sperrt Nutzer aus Kuba, u.a. Parteichef Raúl Castro.

Twitter sperrt mehr als ein Dutzend Accounts kubanischer Nutzer, darunter die von Parteichef Raúl Castro, seiner Tochter Mariela Castro und zahlreicher Staatsmedien. Die Sperrung erfolgte ohne Vorwarnung, angeblich wegen "Verletzung der Twitter-Regeln", und pünktlich zu einer TV-Ansprache von Präsident Miguel Díaz-Canel über die Folgen von US-Sanktionen.
theguardian.com, radiorebelde.cu (Staatssender)

Junge Führungskräfte bei ARD und ZDF eint der Glaube an die Öffentlich-Rechtlichen, analysiert Ulrike Simon.

ARD und ZDF machen es ihren jungen, digitalen Führungskräften nicht leicht, hört Ulrike Simon bei Benjamin Fischer, Florian Hager, Juliane Leopold und Sophie Burkhardt heraus. Es sei bei den Öffentlich-Rechtlichen kräftezehrend, etwas zu verändern. Dennoch vereine die vier ihr Wunsch, dass die Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fortbesteht.
horizont.net (Paid)

Huawei bietet komplettes 5G-Patentportfolio zum Kauf an.

Huawei bietet westlichen Interessenten an, vollen Zugang zu den 5G-Patenten des chinesischen Mobilfunk-Konzerns zu erhalten. Der Käufer könne auch den Quellcode von Software begutachten und verändern das soll westliche Ängste entkräften, chinesische Spione könnten Huawei-Produkte als Hintertür in westliche Mobilfunknetze nutzen. Damit würde sich Huawei zwar einen Rivalen schaffen, in Staaten wie Australien kann das Unternehmen aber ohnehin nicht mehr tätig werden. Außerdem braucht die Firma Geld, um die durch die US-Sanktionen ausgefallenen Lieferketten zu ersetzen.
economist.com

Urteil: EuGH verbietet deutsches Leistungsschutzrecht.


EuGH erbringt Rechtsstutzleistung: Der Europäische Gerichtshof beurteilt das deutsche Leistungsschutzrecht als nicht anwendbar. Da es sich um eine "technische Vorschrift" handele, hätte die Bundesregierung die EU vorab informieren müssen. BDZV, VDZ und VDL, die deutschen Lobbyverbände der Zeitungen, Zeitschriften und Lokalzeitungen, fordern nun eine schnelle Umsetzung in deutsches Recht des europäischen Leistungsschutzrechts, auch bekannt als Artikel 11 der EU-Urheberrechtsreform.

Die VG Media verlangt basierend auf der Regelung zum deutschen Leistungsschutzrecht von Google rückwirkend von August 2013 bis Ende 2018 1,24 Mrd Euro - die nun wohl hinfällig sind. Die IT-Lobby Bitkom jubiliert über die Abfuhr für den "Bremsklotz für den freien Informationsfluss und die Medienvielfalt im Internet". Der VG Media, dem Verwerter der Verlage für das Leistungsschutzrecht, drohen nun Prozesskosten in Höhe von rund 10 Mio Euro.
tagesspiegel.de, wuv.de

Zitat: “Tagesschau”-Digitalchefin Juliane Leopold sieht die ARD technologisch hinten.

"Manchmal habe ich das Gefühl, das ganze Haus brennt lichterloh und immer noch sitzen alle am Küchentisch und überlegen, wer den Feuerlöscher bezahlt."

"Tagesschau"-Digitalchefin Juliane Leopold sagt in "Horizont", dass bei der ARD zu wenig Ressourcen in Technologie fließen. Mit ihrer direkten, undiplomatischen Art eckt sie bei den Anstalten oft an.
"Horizont" 37/2019, S. 16/17 (Paid)

Zahl des Tages: Teamviewer bringt bis zu 84 Mio Aktien an die Börse.

Zahl des Tages: Bis zu 84 Mio Aktien aus dem Bestand des Finanzinvestors Permira will der schwäbische Softwarehersteller Teamviewer am 25. September an die Frankfurter Börse bringen. Abhängig von Ausgabepreis, 23,50 bis 27,50 Euro, und der Zahl der tatsächliche platzierten Aktien läge das Emissionsvolumen zwischen 1,41 und 2,31 Mrd Euro.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Netzpolitik.org sieht sich als Frühwarnsystem.

Netzpolitik.org war nicht als journalistisches Medium geplant, sei aber journalistischer geworden, sagt Gründer Markus Beckedahl im SpOn-Interview zum 15-Jährigen. Die Plattform versteht sich auch als "Frühwarnsystem", das netzpolitischen Themen Aufmerksamkeit verschafft. Mehr als 500.000 Euro Spenden im Jahr 2018 finanzieren derzeit 10,8 Stellen, 2019 rechnet Netzpolitik.org mit 600.000 Euro Spenden.
spiegel.de

G+J-Digitalchef Arne Wolter regt gemeinsamen Digital-Kiosk der Verlage an.


Kiosk-Kooperative: Arne Wolter, Digitalchef von Gruner + Jahr, denkt laut über eine gemeinsame Online-Verlagsplattform nach, eine Art Spotify für Presse-Inhalte, schreibt "Horizont". "Vielleicht kommt noch die Zeit für eine Allianz im digitalen Vertrieb", sagt Wolter und schließt auch abgestufte Flatrate-Modelle so ähnlich wie bei Sky-Paketen nicht aus. "Ich denke, das Potenzial für jedes einzelne Angebot alleine ist begrenzt", sagt Wolter.

Roland Pimpl vermutet, das Projekt sei "wohl schon weiter, als es Wolters offizielle Worte ausdrücken", denkt aber mehr an einen Vorstoß als an einen fertigen Plan. Als Vorbild sieht Pimpl die verlagsübergreifende Kooperation bei Podcasts: So verbreiten etwa auch die "FAZ" oder Burda ihre Podcasts über die Bertelsmann-Plattform Audionow. Auf Pimpls Nachfrage betonen die Verlage aber, dass sie sich bei ihren Bezahl-Angeboten auf ihre eigenen Kanäle konzentrieren wollen, ein verlagsübergreifender Onlinekiosk habe keine Priorität.
"Horizont" 37/2019, S. 19 (Paid)