Gesundheitsministerium wirbt in der Corona-Krise verstärkt bei Facebook und Instagram.

Social-Media-Werbung: Das Bundes­gesundheits­ministerium wirbt in der Corona-Krise verstärkt bei Facebook und Instagram, analysiert Ingo Rentz auf Basis von Facebooks Werbebibliothek. Seit März 2019 hat die Behörde von Jens Spahn (Foto) insgesamt rund 50.000 Euro für Werbung in den beiden sozialen Netzwerken ausgegeben, fast drei Viertel davon seit Anfang Januar. Vom 6. März bis 4. April flossen rund 14.000 Euro, was 28 % der Gesamtsumme entspricht, u.a. für die Kampagne #WirBleibenZuhause.
horizont.net (Paid)

Joko Winterscheidt will aus “GQ” kein zweites Joko-Magazin machen.


Joko drin, aber nicht immer drauf: "Ich definiere mich definitiv eher über den Inhalt und nicht so sehr darüber, ob ich jetzt überall vorne mein Gesicht draufhalten muss." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Joko Winterscheidt, dass die "GQ" mit ihm als Chief Curiosity Officer kein neues Joko-Magazin werden soll. Der deutsche Ableger des Männer-Lifestyle-Magazins erfindet sich neu, heute erscheint die erste neue Ausgabe. "Die Grund-Parameter sind komplett anders", sagt Winterscheidt im Vergleich zu seinem Ende 2019 eingestellten Blatt "JWD" von Gruner + Jahr. Zu manchen Themen könne er etwas hinzufügen, gleichzeitig freue er sich auf Neues, was "bisher vielleicht in meinem Kosmos nicht stattgefunden hat".

Auch "GQ"-Markenchef André Pollmann will "nicht das zehnte Personality-Magazin" herausbringen. Joko sei für "GQ" zwar ein "wahnsinnig wichtiges Face nach draußen", doch davon solle es "fünf, sechs, sieben weitere geben: Redakteure, Celebrities, Influencer". Der derzeitigen Arbeit im Home Office will Pollmann auch Positives abgewinnen: "Das ist eine sehr große Intimität, wenn man da abends mit seinem ganzen Team sitzt und man schaut jedem ins Wohnzimmer." Winterscheidt dagegen fremdelt nach anfänglicher Euphorie ein wenig mit dem dauernden Zuhause sein: "Da kann man nicht nach Hause fahren, die Tür fällt ins Schloss und man hat Feierabend. Sondern der Feierabend beginnt in den eigenen vier Wänden und der Tag beginnt arbeitsmäßig auch in den eigenen vier Wänden."
turi2.tv (10-Min-Video), gq-magazin.de (Joko-Titelstory), turi2.de (Background)

50 Mio Nutzer abonnieren Disney+ in den ersten fünf Monaten.

Disney+ hat seit seiner Einführung im November 50 Mio Abonnenten gewonnen, fast ein Drittel der Abo-Zahlen von Konkurrent Netflix. Die Abonnentenzahlen sind besonders schnell gewachsen, seit Disney den Dienst in Indien, Deutschland, Italien, Österreich und Co eingeführt hat. Der Micky-Maus-Konzern plante ursprünglich mit 60 bis 90 Mio in den ersten fünf Jahren.
theverge.com, adweek.com

Meinung: E-Paper zu verschenken ruiniert die Preisakzeptanz der Nutzer.

Corona-Aktionen der Verlage – G+J verschenkt seine digitalen Magazine, "Spiegel" und "Frankfurter Rundschau" sind als E-Paper gratis – sind "zu sehr aus dem Bauch heraus entschieden", glaubt Florian Bauer, Pricing-Berater bei Vocatus. So werde der Schnäppcheninstinkt der Nutzer geschärft, statt die Preisakzeptanz zu entwickeln. Ralph Ohnemus von K&A Brand Research prognostiziert, dass die Verlage damit keine Marken-Sympathie aufbauen und so nach der Krise nichts von ihren Aktionen haben werden.
"Horizont" 16/2020, S. 15 (Paid)

Klick-Tipp: “Börsenblatt” stellt alle Ausgaben von 1834 bis 1945 online.

Klick-Tipp: Das "Börsenblatt", älteste deutschsprachige Fachzeitschrift, stellt digital alle Hefte von 1834 bis 1945 zur freien Verfügung. Die Sächsische Landesbibliothek, die Historische Kommission des Börsenvereins und die Deutsche Nationalbibliothek haben sie in einem Großprojekt digitalisiert. Die Erstausgabe vom 3. Januar 1834 hat acht Seiten und bereits einen Anzeigenteil.
boersenblatt.net

Zitat: Chefredakteur Daniel Drepper glaubt “fest” an eine Zukunft für BuzzFeed.

"Ich glaube fest daran, dass BuzzFeed Deutschland langfristig nicht nur starken Journalismus veröffentlichen, sondern auch ein stabiles Geschäft sein kann."

Daniel Drepper, Chefredakteur von BuzzFeed Deutschland, schildert Meedia, wie er und sein Team von den Übernahmeplänen erfuhren. Seit Dienstag ist bekannt, dass der deutsche Ableger des Onlinemagazins eine*n Käufer*in sucht.
meedia.de, turi2 (Background)

Das Auswärtige Amt verbietet Zoom auf Dienstgeräten.


Und es hat Zoom gemacht: Die Videokonferenz-App Zoom erlebt wegen Sicherheitsbedenken mehrere Rückschläge. Das Auswärtige Amt teilt heute in einem Rundschreiben mit, dass die App nicht mehr auf Geräten der Behörde verwendet werden darf, schreibt das "Handelsblatt". Das Amt weist jedoch darauf hin, dass Zoom bei internationalen Partnern weit verbreitet sei. Daher würde ein völliger Verzicht auf die App die Kommunikation massiv erschweren. Auf privaten Geräten sei Zoom zu dienstlichen Zwecken daher "krisenbedingt gestattet, wo dies unumgänglich für die Aufgabenerfüllung ist".

Gleichzeitig muss sich Zoom womöglich vor Gericht verantworten. Der Aktionär Michael Drieu hat in den USA Klage eingereicht, weil Zoom seiner Ansicht nach ungenügende Maßnahmen getroffen habe, um die Privatsphäre zu schützen und fälschlicherweise behauptet habe, sie sei Ende-zu-Ende verschlüsselt. Die Medienberichte zu den Versäumnissen hätten den Aktienkurs von Zoom deutlich geschadet.

Unterstützung holt sich Zoom derweil in Person von Alex Stamos, ehemals Sicherheitschef bei Facebook. Er soll Zoom als externer Berater helfen, in Sicherheitsfragen nachzubessern. Vor kurzem hatte Zoom zugesichert, zunächst sämtliche Entwicklungsarbeit in die Verbesserung der Privatsphäre und Sicherheit zu investieren.
handelsblatt.com (Auswärtiges Amt), cnet.com (Klage), businessinsider.com (Stamos), turi2.de (Background)

Deutsche Firmen senden in der Corona-Krise mehr Pressemitteilungen.

Pressemitteilungen erfreuen sich in der Corona-Krise großer Beliebtheit bei deutschen Unternehmen, meldet die dpa-Tochter news aktuell. Im März verschickten die Firmen 5.823 Meldungen, 16 % mehr als im Februar. Jede vierte Meldung im März befasste sich mit dem Thema Corona. News aktuell ist selbst der größte PR-Versender in Deutschland - und dürfte vom gestiegenen PR-Aufkommen profitieren.
presseportal.de

Das Portal Lokalkonsum will lokale Geschäfte gegen Amazon unterstützen.

Lokales Shopping: Die Plattform lokal-konsum.de will ab heute lokale Geschäfte auf einer Shopping-Seite sammeln und kleine Läden so in der Corona-Krise und danach gegen Amazon und andere Großhändler unterstützen. Die Einnahmen sollen den Geschäften vollständig zukommen, die Shops können Artikel versenden oder zur Abholung im Laden anbieten. Rund 80 ehrenamtliche Unterstützer haben das Portal in den letzten Tagen erstellt.
per Mail, lokal-konsum.de

Zahl des Tages: Twitter löscht rund 60 % der Corona-Fake-News nicht.

Zahl des Tages: Rund 60 % der Corona-Fake-News bei Twitter bleiben stehen, Facebook und YouTube löschen rund 75 %, sagt eine Studie der Uni Oxford. Den Großteil der Falschmeldungen sei nicht völlig frei erfunden, sondern reiße Informationen aus dem Zusammenhang. Die meisten drehen sich laut Studie um die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus.
sueddeutsche.de

ICQ kommt als App zurück.

Uh-Oh: Der russische Internet-Konzern Mail.ru bringt eine generalüberholte Version von ICQ, Messenger-Primus der 2000er mit einst rund 100 Mio Nutzern, als App für Android, iOS, Windows und Web auf den Markt. ICQ New ähnelt WhatsApp und kann eingehende Sprachnachrichten automatisch in Text umwandeln.
t3n.de

Buzzfeed will deutschen Ableger verkaufen.


1 Tweet, der alles verändert: Philipp Jahner, Head of Entertainment von Buzzfeed Deutschland, twittert, der Ableger mit neun Beschäftigten stehe zum Verkauf. Europa-Chef Mark Rogers sagt, man wolle "Partner identifizieren, die es uns ermöglichen, unser Geschäft in Deutschland weiter aufrechtzuerhalten." Der weltweite wirtschaftliche Abschwung durch Corona zwinge das Unternehmen zur Investoren-Suche, es habe keine Ressourcen, "um weitere Geschäftsfelder zu unterstützen, die sich noch nicht in einer starken Position befinden". Buzzfeed hat Anfang des Jahres begonnen, in Deutschland eine eigene Werbevermarktung mit Fokus auf Native Advertising aufzubauen.
handelsblatt.com, twitter.com (Jahner), sueddeutsche.de, turi2.de (Bachground)

Facebook bringt Turnier-Funktion für Gamer heraus.

Facebook-LogoDuelliert euch: Facebook-Gaming-Nutzer können ab sofort selbst virtuelle Turniere mit verschiedenen Austragungs-Modi, etwa Doppel-Ausscheidungen, erstellen. Die Funktion hat das Netzwerk ursprünglich für Live-Gaming-Events konzipiert, deshalb eignet sie sich neben Corona-Zockerei mit Kumpels auch für professionelle Game-Events und enthält eine Streaming-Funktion.
theverge.com

Lese-Tipp: “Neues Deutschland” schmäht Gabor Steingart als “Dünnbart”.

Lese-Tipp: Der Schriftsteller Christian Y. Schmidt kritisiert im Neuen Deutschland den Morning-Briefing-Verleger Gabor Steingart (Foto) als "Corona-Opportunisten" und "Dünnbart". Steingart habe Corona zunächst als bloße "Psychose" und "größte Massenhysterie der Moderne" bezeichnet, um kurz darauf der Regierung vorzuwerfen, "zu spät" reagiert zu haben. Schmidts Fazit: Gabor Steingart sei "als Journalist eine Not- und als Mensch eine Fehlbesetzung".
neues-deutschland.de

Nachrichtenseiten profitieren von Corona-News, Sport-Seiten verlieren.

Corona-News bescheren Nachrichtenseiten im März Rekordzugriffe: Sueddeutsche.de und FAZ.net verbuchen laut Agof knapp 80 % mehr Unique User als im Februar. Spiegel.de, Welt.de und Zeit Online legen um mehr als 50 % zu. Prozentualer Gewinner mit 275 % Plus ist die "Berliner Morgenpost", wohl vor allem wegen ihres Coronavirus-Monitors. In der Top 25 rutschen nur Kicker.de und Sport1.de ins Minus.
meedia.de

Medienaufsicht NRW will Porno-Anbieter zur Altersbeschränkung zwingen.

Porno-Polizei: Tobias Schmid (Foto), Chef der Landesmedienanstalt NRW, will große Porno-Portale dazu zwingen, für ihre deutschsprachigen Angeboten eine "wirksame Altersbeschränkung" einzuführen. Ein Bescheid an den vermutlichen Marktführer mit Sitz in Zypern sei bereits verschickt. Versuche mancher Anbieter, eine .de-Domain mit Altersabfrage zu betreiben, während der meiste Traffic über die weiterhin freie .com-Seite läuft, nennt Schmid einen "Taschenspielertrick".
rnd.de

Robert-Koch-Institut stellt Corona-Datenspende-App vor.


Dat-kräftige Unterstützung: Das Robert-Koch-Institut ruft die Bevölkerung zur freiwilligen Datenspende per App auf, um mehr Informationen über die Corona-Verbreitung zu sammeln. Die App Corona-Datenspende ist ab sofort für iOS und Android verfügbar. Verbunden mit einer Smartwatch oder einem Fitness-Armband zeichnet die App Vitaldaten wie Bewegungs-, Schlaf- und Pulsmuster auf. Damit will das RKI die Verbreitung von Symptomen erkennen, es handelt sich aber nicht um einen Nachweis von Infektionen.

Die Daten werden pseudonymisiert erfasst, ohne persönliche Informationen wie Name oder Anschrift der Nutzer, jedoch mit Postleitzahl. Eine Online-Karten soll die regionale Verbreitung potenziell Infizierter bis auf Ebene der Postleitzahl darstellen. Die nun vorgestellte App ist nicht identisch mit der ebenfalls diskutierten Corona-Tracking-App, die Kontakte zu Infizierten aufzeichnen soll.
rki.de, n-tv.de, apps.apple.com (iOS-App), play.google.com (Android-App)

WhatsApp schränkt Weiterleitung von Fake News ein.

WhatsApp beschränkt die Weiterleitung von Textnachrichten, um die Verbreitung von Fake News einzudämmen. Nutzer*innen können häufig weitergeleitete Nachrichten, die bereits mit einem Doppelpfeil-Symbol gekennzeichnet sind, ab sofort nur noch an einzelne Chats weiterleiten, nicht mehr an Gruppen oder mehrere Kontakte gleichzeitig.
about.fb.com, techcrunch.com

Verband E-Commerce: Onlinehandel profitiert nicht von Corona.

Onlineshopping boomt durch Corona nicht, der Umsatz im E-Commerce sei im März gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 18 % gesunken, sagt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel. Am härtesten treffe es digitale Händler von Kleidung, Schuhen und Unterhaltungselektronik. Zuwächse gebe es nur bei Lebensmitteln, Drogeriewaren, Medikamenten und dem Baumarktsortiment.
t3n.de, spiegel.de

Corona-App soll binnen Wochen kommen.

Corona-App: Für die Bundesregierung ist die Nutzung einer App zur Identifizierung von Personen, die mit anderen Kontakt hatten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, ein "ganz zentraler Baustein" zur Senkung der Ansteckungsquote. Eine entsprechende App, die Bluetooth nutzt und keine Standortdaten speichern soll, soll bereits in den nächsten Wochen oder gar Tagen verfügbar sein. Das Bundeswirtschaftsministerium plant eine Werbekampagne für den Einsatz.
spiegel.de

Sportdeutschland.tv und YouSport starten Spendenaktion für Sportvereine.

Sport nach Corona: Sportdeutschland.tv, Sportstreamer von ProSiebenSat.1 und dem DOSB, startet gemeinsam mit der Amateur-Sportplattform YouSport die Spendenaktion #gemeinsamfuerdenSport. Auf der dazugehörigen Website können Sportvereine einen Spendenaufruf starten. Zum Start der Kampagne zeigt Sportdeutschland.tv morgen eine Talkrunde zur aktuellen Lage in den Sportvereinen-
presseportal.de, gemeinsam-fuer-den-sport.de, #thinkpositive #actpositive

Springer holt Gründerszene zu Business Insider Deutschland.


Gründer Insider: Springer packt sein Online-Wirtschaftsmagazin Gründerszene unter das Dach von Business Insider Deutschland. Die Marke Gründerszene soll erhalten bleiben, Alex Hofmann ihr Chefredakteur bleiben. Geschäftsführer werden die BI-Männer Romanus Otte und Jakob Wais. Springer erhofft sich durch den Umbau vor allem einen Schub für Business Insider, das dadurch laut Pressemeldung "journalistisch gestärkt" werde und Angebot und Geschäftsmodell erweitere.

Die Redaktionen sollen zumindest vorerst bestehen bleiben, aber künftig enger zusammenarbeiten. "Ziel ist, wenn sich die Home-Office-Situation beruhigt hat, dass sie auch physisch an einem Standort sitzen“, sagt eine Springer-Sprecherin turi2. Was mit allen Verlagsmitarbeiter*innen passiere, stehe noch nicht fest. Geschäftszweige wie die Jobbörse oder Veranstaltungen würden aber weitergeführt. Gründerszene startete 2010, hinter dem Magazin stand bisher die seit 2008 existierende Firma Vertical Media, die im Zuge der Verlegung verschwinden wird. 2014 übernahm Springer die GmbH.
axelspringer.com

Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

Facebooks News-Chef: Regeln gegen Fake News sind nicht neu.

Facebook-LogoFacebook sieht sich in Europa erstmals gezwungen, seine Regeln gegen Fake News großflächig umzusetzen, betont Guido Bülow, Facebooks Europa-Chef für Nachrichten-Partnerschaften. Die Regeln, wonach Fake News gelöscht werden, die das Leben anderer gefährden oder zu Panik führen könnten, seien jedoch nicht neu und fänden beispielsweise in Sri Lanka schon lange Anwendung. Nicht löschen werde Facebook hingegen Falschinformationen, die keine größeren Schäden verursachen würden, etwa dass Covid19 nicht schlimmer als die normale Grippe sei.
persoenlich.com

Die DFL hat noch keinen Spielplan für die Zeit nach der Corona-Krise.

DFL dementiert einen Bericht vom "Kicker", wonach es bereits einen Spielplan für den Rest der laufenden Saison der 1. und 2. Bundesliga gäbe. Der "Kicker" geht von englischen Wochen und einem Ende der Spielpause mit Geisterspielen im Mai aus. Die DFL findet detaillierte Planungen angesichts der Corona-Pandemie "realitätsfern", die DFL erhebe keinen Anspruch auf eine "Sonderrolle".
twitter.com, kicker.de

Media-Pioneer zählt 170.000 Abonnenten und engagiert Gordon Repinski ab Mai.

Media-Pioneer, Medien-Startup von Gabor Steingart, engagiert RND-Vize Gordon Repinski bereits ab Mai - rund ein halbes Jahr früher als zunächst kommuniziert, schreibt Meedia. Das Morning Briefing erreiche aktuell knapp 170.000 Abonnenten, täglich kämen bis zu 1.000 Neuanmeldungen beim Newsletter hinzu.
meedia.de, turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 fälschlicherweise von 17.000 Abonnenten geschrieben. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Die Johns-Hopkins-Universität holt sich Corona-Zahlen von deutschen Medien.

Corona-Zahlen: Die Johns-Hopkins-Universität hat sich für ihre Werte zu Deutschland lange Zeit bei der "Berliner Morgenpost" bedient, berichtet "Zapp". Teilweise wurden auch die Daten von Zeit Online und dem "Tagesspiegel" verwendet. Die Medien seien jedoch nie durch die Universität kontaktiert worden. Die weltweit für ihre Daten zitierte Universität sammelt die Informationen nicht selbst, sondern beauftragt Dienstleister.
ndr.de

“Spiegel”-Chef Thomas Hass will Geld bei Marketing, Umzügen und Beratern sparen.


Financial Distancing: "Spiegel"-Verlagschef Thomas Hass beschreibt in einer E-Mail an die Mitarbeiter Details zu den Corona-bedingten Sparplänen im Verlag, berichtet Gregory Lipinski. In seiner E-Mail kündigt er an, dass der "Spiegel" seine Marketing- und Beraterbudgets reduziert und Umzüge und Umbauten stoppt. Gleichzeitig sollen Projekte vorgezogen werden, von denen sich der Spiegel Einnahmen verspricht, etwa das Feld Concept Solutions bei Spiegel Media und der Ausbau des Paid-Content-Angebots Spiegel+. Wie bereits Chefredakteur Steffen Klusmann gestern der Belegschaft mitgeteilt hat, will der Verlag 10 Mio Euro einsparen.

"Wesentliche organisatorische Veränderungen oder betriebsbedingte Kündigungen" stehen wie der Verlag in einem Statement mitteilt "kurzfristig nicht auf dem Plan". Sehr wohl prüfe das Haus aber die Einführung von Kurzarbeit. "Eine Entscheidung, ob und wenn ja in welchen Bereichen wir Kurzarbeit anmelden, ist aber noch nicht getroffen", heißt es dazu.
meedia.de, Statement per Mail, turi2.de (Background)

Amazon zeigt SXSW-Filme als virtuelles Festival online.

Amazon Prime Video bringt das Filmprogramm des abgesagten Kultur- und Digital-Festivals South by Southwest online. Das virtuelle Festival soll Ende April zehn Tage lang stattfinden, teilnehmende Filmemacher*innen bekommen ein Honorar. In den USA zeigt Amazon die Filme frei zugänglich, eine Prime-Mitgliedschaft ist nicht notwendig, nur ein Amazon-Account.
hollywoodreporter.com, sxsw.com, turi2.de (Background)

“Spiegel” plant wegen der Corona-Krise einen harten Sparkurs und Kurzarbeit.



Fiskal infiziert: Der "Spiegel" plant einen harten Sparkurs, weil der Verlag in der Corona-Krise einen deutlichen Anzeigeneinbruch erwartet, schreibt Gregory Lipinski. Zudem erwäge der "Spiegel" auch Kurzarbeit für seine Mitarbeiter*innen. In einer Videokonferenz habe Chefredakteur Steffen Klusmann die Belegschaft über die Pläne informiert. Im Etat von 2020 will Klusmann 10 Mio Euro einsparen. Für dieses Jahr geplante "Erlös-Projekte" sollen "priorisiert und vorangetrieben" werden.

Für kurzfristige Spar-Erfolge will der "Spiegel" vorerst auf Berater verzichten. Auch bei den Honoraren von Freien werde der Verlag "selbstverständlich Sparpotenziale" prüfen. Auch der Abbau von Arbeitsplätzen etwa durch Vorruhestand sei in der Diskussion. Hausintern kursierten bereits Zahlen von 80 bis 100 Arbeitsplätzen.
meedia.de

Google zahlt in der Corona-Krise 6,5 Mio Dollar an Fact-Checker.


Fakten, Fakten, Fakten – und immer an das Virus denken: Google will den Kampf gegen Falschinformationen und Propaganda rund um das Corona-Virus unterstützen und fördern weltweit Faktenchecker mit 6,5 Mio Dollar. In Deutschland erhält Correctiv Geld und plant, sein Programm auszubauen, bei dem die Rechercheplattform von Nutzern eingereichte Meldungen zu Corona prüft. Wer in Europa sonst noch Förderung erhält, entscheiden die Plattformen Full Fact und Maldita.es.

Google fördert zudem unter anderem ein Projekt in Stanford, bei dem eine weltweite Datensammlung über Covid19 für Reporter entstehen soll. Auch die Organisation First Draft erhält Geld. Sie trainiert Journalisten online für die Berichterstattung zum Virus.
blog.google, correctiv.org

Analyse: Twitch profitiert sehr stark von der Corona-Krise.

Twitch profitiert sehr stark von der Corona-Krise, schreibt Florian Zandt. Der Live-Videodienst zählt aktuell täglich zwischen 100.000 und 130.000 Zuschauer gleichzeitig, solche Wert gebe es sonst nur an Wochenenden. Auch das Angebot hat sich gewandelt: Es wird nicht mehr nur gezockt, auch Künstler entdecken die Plattform für Konzerte und Lesungen, weil sie parallel Spenden sammeln können.
spiegel.de, turi2.de (Twitch in der turi2 edition #9)

Zoom-Gründer gelobt Besserung beim Datenschutz.

Zoom: Der US-Dienst für Videokonferenzen verspricht, Sicherheitslücken zu schließen. Dafür stoppt das Startup die Entwicklung neuer Funktionen für 90 Tage, kündigt Gründer Eric S. Yuan in einem Blogbeitrag an. Für "verfehlte" Sicherheitserwartungen entschuldige er sich. Datenschützer*innen hatten zuletzt vor Zoom gewarnt. Corona-bedingt nutzen den Dienst laut Yuan täglich 200 Mio Menschen.
techcrunch.com, blog.zoom.us, turi2 (Background)

Bild TV darf offiziell auf Sendung gehen.

bildlogoBild: Die "Kommission für Zulassung und Aufsicht" (ZAK) der Landesmedienanstalten erteilt dem Web-TV-Projekt des Boulevardblattes eine Rundfunkzulassung. Im Programm sollen der ZAK zufolge lineare Sendeformate laufen, darunter Talk- und Sport-Inhalte. Springer war lange davon überzeugt, keine Rundfunklizenz zu brauchen. Das sah das Berliner Verwaltungsgericht anders. Im Herbst 2019 hatte der Verlag ein groß angelegtes Live-Programm seines Boulevardblatts angekündigt.
dwdl.de, onvista.de, turi2 (Background)

“stern” und “Bild” rufen zur Solidarität auf.

stern ruft heute einen "Tag der Solidarität" für Corona-Helfer*innen aus. Ab 9.00 Uhr widmet sich stern.de auf der Homepage monothematisch Menschen und Initiativen, die das öffentliche Leben am Laufen halten. Zusätzlich hat der "stern" eine Telefonseelsorge eingerichtet. "Bild" bekundet auf der letzten Seite heute zweisprachig Solidarität mit Italien.
per Mail, stern.de/solidaritaet (stern), twitter.com/jreichelt, bild.de ("Bild")

Klick-Tipp: Geisterspieltickets.de bietet Vereinen einen Online-Shop für abgesagte Spiele.

Klick-Tipp: Die Sportwelt muss zwangspausieren, fehlende Einnahmen bedrohen gerade kleinere Vereine in ihrer Existenz. Geisterspieltickets.de bietet diesen Klubs die technische Infrastruktur für einen eigenen Ticketshop, in dem Fans aus Solidarität Karten für Spiele kaufen, die nicht stattfinden.
geisterspieltickets.de, #thinkpositive #actpositive