Instagram markiert Vorschwörungs-Post von Sängerin Madonna.

Instagram hat einen Post von Sängerin Madonna zensiert und als Falschinformation markiert. Sie hatte ein Video der verschwörungsnahen Kinderärztin Dr. Stella Immanuel verbreitet und dazu geschrieben, ein Corona-Impfstoff sei bereits gefunden, jedoch sollten Menschen weiter "von Angst kontrolliert werden". Inzwischen hat Madonna das Video gelöscht.
theguardian.com via faz.net

Basta: Entwickler raten, die Corona-Warn-App einmal täglich zu öffnen.

Manuelle Kontaktaufnahme: Die Corona-Warn-App funktioniert auch nach Updates offenbar nicht ganz zuverlässig. SAP und Telekom empfehlen daher, die App "sicherheitshalber einmal pro Tag zu öffnen". Unser Vorschlag: Eine tägliche Push-Nachricht, die ans Öffnen der App erinnert, z.B. mit einer animierten Figur - Karl Klammer ist schließlich schon seit Jahren arbeitslos.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Twitter weitet seine Hatespeech-Regeln auf verlinkte Inhalte aus.


Ausgezwitschert: Twitter weitet seine Hatespeech-Regeln ab 30. Juli auch auf verlinkte Inhalte aus. Links, die zu gewaltverherrlichenden oder Hass propagierenden Inhalten führen, werden blockiert; Accounts, die entsprechende Links teilen, können ebenfalls gesperrt werden. Auch Themen wie Extremismus, Kindesmissbrauch sowie der Verkauf illegaler Produkte stehen auf dem Index. Zudem wird das Teilen von Links zu unfreiwillig veröffentlichten Privat-Informationen unterbunden.

Die neuen Regeln schließen auch Spam- und Phishing-Links ein, die Nutzer*innen gezielt täuschen wollen. Je nach Schwere des Verstoßes will Twitter die Links entweder mit einem Warnhinweis versehen oder ganz verhindern, dass sie geteilt werden können.
help.twitter.com, t3n.de

Madsacks RND startet neue Newsletter und Audio-Formate.

madsack_150Madsack: Das Redaktionsnetzwerk Deutschland stellt sich digital breiter auf und startet den Morgen-Newsletter Der Tag sowie ab dem 4. August ein wöchentliches USA-Mailing rund um die Präsidentschaftswahl. Das stündlich ausgestrahlte, zweiminütige Nachrichtenformat "RND Update" poliert die Audio-Palette auf. Zudem sind mehrere neue Podcasts geplant.
madsack.de

Meinung: Personality-Magazine könnten sich für Influencer lohnen.

Influencer und Internet-Stars könnten bald auf den Geschmack gedruckter Personality-Magazine kommen, analysiert Michael Meyer. In der englischsprachigen Welt seien Print-Zeitschriften von YouTube-Größen bereits häufig vertreten. In Deutschland ist der Markt noch klein, bekannte Namen wie Rayk Anders oder Marti Fischer binden sich eher an öffentlich-rechtliche Sender denn an Verlage. Trotzdem seien in der Zukunft mehr Influencer-Magazine zu erwarten.
deutschlandfunk.de

Bloomberg: Google will seine Dienste auf Samsung Smartphones prominenter platzieren.

Samsung soll Google auf seinen Smartphones mehr Platz verschaffen und Dienste wie den Google-Assistenten und den Play Store über die eigene Alternativen stellen. Beide Konzerne befänden sich in entsprechenden Gesprächen, berichtet Bloomberg. Samsungs Galaxy App-Store und Sprachassistent Bixby würden dann in den Hintergrund rücken.
bloomberg.com, theverge.com

New York muss Uber- und Lyft-Fahrer*innen Arbeitslosengeld zahlen.

Zahltag: Ein US-Bundesgericht entscheidet, dass der Staat New York Uber- und Lyft-Fahrer*innen zeitnah Arbeitslosengeld zahlen muss. Die Betroffenen, die wegen der Corona-Krise ihren Job zumindest zeitweise verloren haben, hatten geklagt, weil New York bislang nicht über ihre Anträge entschieden hat. Der Staat argumentiert, die Unternehmen hätten die nötigen Gehaltsabrechnungen nicht eingereicht. Das Gericht hat nun entschieden, die Verantwortung, die entsprechenden Daten einzuholen, liege bei den Behörden.
businessinsider.com

Twitter geht weiter auf Konfrontationskurs mit Donald Trump.


Vogel-frei: Die Liebe zwischen Donald Trump und Twitter scheint endgültig zerbrochen. Der Kurznachrichtendienst löscht am Dienstag mehrere Tweets des US-Präsidenten mit Videos, in denen eine vermeintliche Ärztin für den Einsatz von Hydroxychloroquin gegen Corona wirbt und das Tragen von Masken als wirkungslos bezeichnet. Twitter erklärt dazu, die Tweets verstießen gegen die Richtlinien des Kurznachrichtendienstes "zu Falschinformationen zu Covid-19". Noch härter geht Twitter gegen den ältesten Sohn des US-Präsidenten vor, Donald Trump Jr. Weil er die entsprechenden Videos nicht nur geteilt, sondern auf seinen Account hochgeladen hat, schränkt Twitter die Funktionen des Accounts für zwölf Stunden ein. In der Zeit kann Trump Jr. nichts posten oder teilen. Als eine CNN-Reporterin Präsident Trump bei dessen Pressebriefing zu den Tweets befragt, beendet Trump die Pressekonferenz.

Er wettert derweil – natürlich auf Twitter – gegen die Trend-Funktion bei Twitter und schreibt: "Es ist so ekelhaft, Twitters sogenanntes 'Trending' zu sehen, wo so viele Trends über mich laufen, und niemals ein guter. Sie suchen nach allem, was sie finden können, machen es so schlecht wie möglich und blasen es auf." Das sei "wirklich lächerlich, illegal und natürlich sehr unfair!" Ende Mai brach der Streit zwischen Twitter und Trump aus. Damals hatte Twitter, nachdem es lange alle Trump-Tweets unkommentiert ließ, erstmals Tweets des US-Präsidenten mit einem Faktencheck versehen, wenig später kennzeichnete der Dienst einen Tweet als gewaltverherrlichend. Daraufhin kündigte Trump an, Soziale Medien stärker zu regulieren.
businessinsider.com, spiegel.de, bild.de, turi2.de (Background)

Entwickler*innen wussten wohl schon seit Wochen von Problemen der Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App: Die Entwickler*innen wussten offenbar schon kurz nach dem Start der App von den Problemen, die zu ausbleibenden Benachrichtigungen führen konnten. Bereits kurz nach dem Start der App gab es entsprechende Hinweise bei GitHub, auch SAP-Entwickler*innen beteiligten sich an der Diskussion. Dennoch blieben öffentliche Mitteilungen zum Bug aus.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Kalifornien untersucht die Arbeitsbedingungen bei Amazon.

Amazon gerät in das Visier der kalifornischen Justiz. Der US-Bundesstaat untersucht die Arbeitsbedingungen beim Versandriesen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Kalifornien wirft Amazon vor, nicht genug für die Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter*innen in Verteilerzentren und Lagern zu unternehmen. In mehreren Versandlagern kam es bereits zu Corona-Ausbrüchen.
techcrunch.com

Google schickt 200.000 Angestellte bis Mitte 2021 ins Home Office.

Heimsuchung: Google schickt seine rund 200.000 Mitarbeiter*innen bis mindestens Juli 2021 ins Home Office. Alphabet-Chef Sundar Pichai ist mit dieser Entscheidung relativ spät dran: Apple, Facebook und Twitter sind nur drei von vielen Tech-Unternehmen, die wegen Corona in den letzten Wochen dauerhaftes Home Office angeordnet haben oder zumindest erlauben.
wsj.com (Paid), theverge.com

BGH entscheidet beim Recht auf Vergessenwerden zugunsten von Google.


Für die Nachwelt: Das Recht auf Vergessenwerden gilt gegenüber Such­maschinen nicht automatisch, sondern hängt vom Einzelfall ab, urteilt der Bundesgerichtshof. Wenn sie stimmen und öffentlich relevant sind, muss Google die Informationen nicht entfernen, auch wenn einzelne Personen darin kritisiert werden. Geklagt hatte der frühere Geschäftsführer eines Wohlfahrts­verbandes. Er wollte verhindern, dass sein Name in Google-Suchergebnissen seit dem Jahr 2011 auftaucht, in denen kritisch über ihn berichtet wird. Sein Wohlfahrtsverband hatte in dieser Zeit hohe Defizite eingefahren, er war krankgeschrieben. Nach Ansicht der Richter hat der einstige Geschäftsführer aber keinen Anspruch darauf, dass Links zu älteren Presse­berichten über ihn und den Verband gelöscht werden müssen, weil die darin enthaltenen Informationen richtig und auch nach sieben Jahren noch von öffentlichem Interesse seien. Der BGH lehnte die Klage ab. Einen zweiten Fall, in dem es um vermeintliche Falschinformationen über ein Ehepaar geht, will das Gericht in zentralen Fragen erst vom EuGH klären lassen.

Das Recht auf Vergessenwerden geht auf eine Entscheidung des EuGH von 2014 zurück. Unter bestimmten Voraussetzungen können Bürger*innen Suchmaschinen-Anbieter dazu verpflichten, personenbezogene Suchergebnisse zu löschen. Dies gilt zum Beispiel, wenn die Informationen veraltet sind.
sueddeutsche.de, taz.de, meedia.de, wuv.de

Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

Das Bundeskanzleramt und die Entwickler verteidigen die Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App "funktioniert gut", beteuert das Bundeskanzleramt in einem gemeinsamen Statement mit SAP und der Deutschen Telekom nach Problemen bei der Aktualisierung der Kontaktüberprüfung. Es sei "ohnehin von Beginn an klar gewesen", dass die Entwicklung der App mit dem Start nicht abgeschlossen sei. "Jeder, der sie nutzt, macht einen Unterschied", appelliert die Bundesregierung.
bundesregierung.de (Statement), deutschlandfunk.de, bild.de

Deutsche Post will die Briefzustellung mit einem Foto per E-Mail ankündigen.

Sie haben Post: Die Deutsche Post will Briefumschläge scannen und diese künftig als E-Mail mit einem Vorschaubild vorab an die Adressaten verschicken, schreibt die "FAZ". Der Service ist nach einer kostenlosen Anmeldung zunächst nur für Empfänger*innen mit E-Mail-Konten von Web.de und Gmx.de verfügbar - beispielsweise für Urlauber oder Zweitwohnsitze. 2021 will die Post vorab auch PDF-Dokumente mit dem Briefinhalt verschicken, sofern es sich um kooperierende Geschäftskunden handelt und die Empfänger*innen zustimmen. Web.de und Gmx.de sprachen erstmals im März von den Plänen - der Start soll im "Sommer 2020" sein.

Die Briefzentren der Post scannen für die automatische Sortierung bereits alle Briefsendungen. Die Daten werden bisher nach der Zustellung aus Datenschutzgründen gelöscht. Das Briefvolumen in Deutschland sinkt jährlich um 2 bis 3 % - ist im Vergleich zu anderen Ländern mit jährlich 12,1 Mrd verschickten Briefen aber weiterhin recht hoch. Die Deutschen vertrauen auf die Rechtssicherheit des physischen Briefes im Gegensatz zu digitalen Kommunikationsformen, erklärt die Post die Liebe zum analogen Briefeschreiben.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Basta: Analoge Athletik bringt Garmin aus der Puste.

Es lebe der Sport: Garmin liefert allen Sportmuffeln unfreiwillig eine Ausrede, die Joggingrunde ausfallen zu lassen: Läufer*innen können die Daten ihrer Fitness-Armbänder nicht mehr online einsehen, um sich mit anderen Athlet*innen zu vergleichen. Der Server wurde offenbar gehackt - Garmin schweigt bisher. Der Systemausfall scheint den Tech-Konzern aus der Puste zu bringen.
handelsblatt.com

Meinung: Europa muss aus der Krise lernen und die 5G-Technik schützen.

Gemeinsam stark: Europa ist verpflichtet, "die Schlüsseltechnologie 5G" zu schützen, "anderenfalls werden wir einen hohen Preis zahlen müssen", schreibt Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki in einem "Handelsblatt"-Gastkommentar. Die Pandemie habe Lücken bei der kritischen Infrastruktur und der heimischen Produktion von medizinischem Material offenbart. "Daraus müssen wir lernen", fordert Morawiecki.
handelsblatt.com

Innenminister Horst Seehofer will IP-Adressen sechs Monate speichern lassen.

Vorratsdatenspeicherung: Bundesinnenminister Horst Seehofer will IP-Adressen ohne konkreten Anlass sechs Monate statt zehn Wochen speichern, schreibt die "Bild am Sonntag". Seehofer erhofft sich mehr Ermittlungserfolge im Kampf gegen Kindesmissbrauch. Das bisherige Gesetz ist rechtswidrig. Das Justizministerium will erst handeln, "wenn Gerichte entschieden haben".
"Bild am Sonntag", S. 2 (Paid)

Hör-Tipp: Produktionen von Streamingdiensten zeigen mehr Diversität.

Hör-Tipp: Streamingdienste sind Vorreiter bei der Darstellung von Diversität, beobachtet der "Breitband"-Podcast mit den Gesprächsgästen Thomas Lückerath, DWDL-Chefredakteur, und dem Sozialpsychologen Mathias Kauff. Das breitere Gesellschaftsbild in den Produktionen ist auch eine Strategie, sagt Lückerath (Foto): "Wenn ich der Erste bin, der das Thema besetzt, habe ich natürlich die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppe." Diversität in Filmen kann Vorurteile reduzieren, sagt Kauff.
ondemand-mp3.dradio.de (16-Min-Audio), deutschlandfunkkultur.de

Wie geht’s den Apotheker*innen, Andreas Arntzen?


Ein bisschen Frieden: "Wir müssen mal diese ganzen Wettbewerbs-Gedanken ein Stück weit beiseiteschieben." Im Video-Interview von turi2.tv streckt Andreas Arntzen die Hand in Richtung der Apotheken-Einkaufsgemeinschaft Noweda aus. Der Chef des Wort & Bild Verlags, der die "Apotheken Umschau" herausgibt, lädt alle Gesundheits-Player ein, gemeinsame "Lösungen zu schaffen, um die Apotheke vor Ort zu stärken" – etwa gegen die wachsende Online-Konkurrenz. Gerade Noweda macht in Sachen Apotheken-Digitalisierung bisher ihr eigenes Ding – und steht gemeinsam mit dem Burda-Verlag hinter dem "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "Mylife". "Wir heißen jeden willkommen, der dasselbe Ziel verfolgt und sich vernünftig mit einbringen kann", sagt Arntzen.

Der Verlagschef lobt die Leistungen der Apotheken in der Corona-Krise. Die Apotheker*innen hätten gezeigt, welch "wichtiger Bestandteil sie im deutschen Gesundheitssystem" sind. Gleichwohl spüren auch die Apotheken die Auswirkungen der Krise, melden weniger Umsatz – auch weil die Menschen aus Angst vor Ansteckung seltener zum Arzt gehen und durch das Tragen von Masken weniger erkältet sind.

Andreas Arntzen freut sich, dass der Wort & Bild Verlag ohne Kurzarbeit oder Staatshilfe durch die Krise gekommen ist. 70 % der Beschäftigten waren im Home Office, 60 % arbeiten auch heute noch mobil. Nun will Arntzen daraus lernen: "Wir werden an neuen Arbeitszeitmodellen arbeiten und die Wünsche unserer Mitarbeiter entsprechend berücksichtigen." Die Redaktion, die sonst einen sehr langfristigen Redaktionskalender gewöhnt ist, habe schnell reagiert und auf "digital first" umgestellt. Entstanden sind neue Newsletter und Podcasts, letztere erreichten zum Teil bis zu 400.000 Zuhörer*innen, sagt Arntzen.
turi2.tv (10-Min-Video bei YouTube)

Lese-Tipp: Shopify gilt als ein Krisen-Gewinner.

Lese-Tipp: Shopify war "zur richtigen Zeit am richtigen Ort", beobachtet Christina Kyriasoglou. Der Softwarekonzern bietet einfach zu bedienende Shop-Software. Shopify profitiere in der Pandemie vom Online-Boom. Gründer Tobias Lütke, "der sich von allen bloß Tobi nennen lässt", trete bescheiden auf und entschuldigt sich bei seinen über 5.000 Mitarbeiter*innen für sein "Teenagerdeutsch".
manager-magazin.de (Paid)

Ungarns regierungskritisches Portal Index droht die Unabhängigkeit zu verlieren.

Pressefreiheit: Das reichweitenstarke Nachrichtenportal Index, eines der letzten regierungskritischen Medien Ungarns, droht die Unabhängigkeit zu verlieren, berichtet Deutschlandfunk. Der Unternehmer Miklos Vaszily hat 50 % der Anteile des Anzeigen-Vermarkters gekauft - er steht Ministerpräsident Viktor Orban (Foto) nahe. Der regierungskritische Chefredakteur Szabolcs Dull wurde entlassen.
tagesschau.de

Corona-Warn-App funktioniert auch auf iPhones teils fehlerhaft.

The Next Big Thing Fail: Bei der Corona-Warn-App funktioniert die Kontaktüberprüfung auch beim iPhone teils nur lückenhaft, sagen Recherchen von tagesschau.de. Die Entwickler SAP und die Deutsche Telekom sehen den Fehler bei Apple: "Das Problem, das wir haben, ist, dass die Hintergrundaktualisierung vom Betriebssystem offenbar nicht aufgerufen wird", sagt Thomas Klingbeil von SAP. Bei der Android-App ist die Hintergrundaktualisierung im Stromsparmodus häufig nur eingeschränkt möglich.

Laut Gesundheitsministerium habe die Anwendung "zu jeder Zeit" funktioniert. Die teils eingeschränkte Hintergrundaktualisierung betreffe alle Apps und sei daher kein Programmierfehler. Bei einigen iPhones habe die Corona-Warn-App an mehr als zehn aufeinanderfolgenden Tagen kein Abgleich der Daten durchgeführt - statt alle 24 Stunden. Im Zweifel sind Nutzer*innen damit erst zehn Tage später gewarnt worden, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: QVC macht die Moderationscrew zur Vertrauensperson.

Lese-Tipp: Homeshopping-Sender QVC passt sich für den Erfolg "vorbehaltlos" der Kundschaft an, schreibt das "Manager Magazin". Kaum ein Einzelhandelsunternehmen sei so geschickt darin, einen Bedarf nach einem Produkt zu wecken. Digitale Angebote könnten dem TV-Sender künftig immer mehr Konkurrenz machen. Doch Influencer*innen agierten "sehr viel schamloser" als die QVC-Moderator*innen, die für das TV-Publikum als "Vertrauensperson" fungierten.
"Manager Magazin" 8/2020, S. 63-66 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Tele-Seller Sascha Heyna beantwortet für die turi2 edition #9, in der er über die Geisterstunde im TV spricht, den turi2.tv-Fragebogen (November 2019).

Sprachassistenten werden meist nur zum Musik-Abspielen genutzt.

Sprachassistenten gehören für rund 40 % der Internetnutzer*innen mittlerweile zum Alltag, zeigt eine Bitkom-Umfrage. Dabei ist die Aufgabenvielfallt für Alexa, Siri und Co. überschaubar: 79 % fordern die Sprachassistenten zum Abspielen von Musik auf, 74 % steuern mit ihnen Haushaltsgeräte. Alle anderen Einsatzzwecke folgen weit abgeschlagen. Produkte bestellen per Spracheingabe nur 19 %, Nachrichten verfassen nur 17 %.
bitkom.org

“NZZ” wirbt mit Groß-Kampagne um deutsche Digital-Abonnent*innen.

NZZ nimmt den deutschen Markt ins Visier: Mit einer groß angelegten Kampagne wirbt die Zeitung um Digital-Abos deutscher Leser*innen und positioniert sich als Alternative zu "FAZ" und "Süddeutscher". Bereits 2017 hatte die "NZZ" ein E-Paper für Deutschland gestartet - und nach einem Jahr wieder eingestellt.
horizont.net, turi2.de (Background)

“Bild”: Warnfunktion in Corona-App lief fünf Wochen fehlerhaft.


App-getaucht: Die Corona-Warn-App soll auf zahlreichen Smartphones mit Android-Betriebssystem über Wochen fehlerhaft gelaufen sein, berichtet "Bild". Im Kern geht es um die Aktualisierung der Daten im Hintergrund, die eigentlich auch bei nicht geöffneter App funktionieren sollte. Auf "Millionen" Geräten der Marken Samsung und Huawei habe sich diese Funktion bei geschlossener App aber irrtümlich automatisch ausgeschaltet, um Strom zu sparen. Das könnte dazu geführt haben, dass Risikowarnungen gar nicht oder erst mit Verzögerung bei den Nutzer*innen eingetroffen sind, etwa wenn diese die App zufällig öffneten.

Ein SAP-Sprecher und das Robert-Koch-Institut bestätigen "Bild", dass es Probleme mit dem automatischen Datenabgleich bei Android-Smartphones gegeben habe. Diese seien mit einer am Mittwoch veröffentlichten Version aber behoben worden, wird das Gesundheitsministerium zitiert. Auch zuvor habe die Anwendung "zu jeder Zeit" funktioniert, heißt es. Laut Bundesregierung wurde die App bisher insgesamt 16 Mio Mal heruntergeladen.
bild.de (Paid), spiegel.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

“Panorama”: Social-Media-Chef der Bundeswehr liket auf Instagram rechte Parolen.

Bundeswehr: Erneut gibt es Berichte über rechtsextreme Verbindungen. Das NDR-Magazin "Panorama" berichtet, dass der Social-Media-Leiter der Bundeswehr mehrfach Beiträge eines Anhängers der Identitären Bewegung kommentiert und geliket hat. Der Bundeswehr-Offizier klickte auch bei Beiträgen auf "Gefällt mir", die Positionen der vom Verfassungsschutzpräsidenten als rechtsextrem bezeichneten Bewegung wiedergeben. In der "Bild" distanziert sich der Offizier von rechtem Gedankengut und nennt seine Aktionen auf Instagram einen "Fehler".
ndr.de, bild.de

AGF erhebt erstmals Nutzung von Netflix, Amazon und YouTube auf Smart-TVs.

AGF veröffentlicht erstmals gemessene Zahlen für die Nutzung von Streaming-Angeboten auf Smart-TV-Geräten. Von durchschnittlich 216 Minuten TV-Inhalten pro Tag entfallen 7 Minuten auf Netflix, 4 Minuten auf Amazon Prime Video und 3 Minuten auf YouTube. Die 14- bis 29-Jährigen schauen bei nur 64 Minuten TV-Nutzung pro Tag 12 Minuten Netflix und 6 Minuten YouTube auf dem großen Bildschirm. Die AGF erhebt die Werte mit Mess-Routern in 590 Haushalten, bis Ende 2020 sollen es rund 1.000 sein. AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf sieht das Projekt bei "Horizont" als Chance, "sukzessive weitere Messlücken" zu schließen.
dwdl.de, horizont.net (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich bin schon eher ein ganz klassischer TV-Nutzer", sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf. (9/2019)

Video-Tipp: Friedrich Küppersbusch mag lange Netz-Talks, auch wenn sich Gäste erst “leer reden” müssen.

Video-Tipp: TV-Produzent Friedrich Küppersbusch lobt im Radioeins-Medienmagazin lange Gesprächsformate im Netz als Gegenstück zum "hochnervösen Berliner Tages-Journalismus" - auch wenn sich die Protagonisten manchmal erst "20 Minuten leer reden" müssen. Mit Jörg Wagner spricht Küppersbusch auch über Interviewführung mit Populisten und berichtet von seiner YouTube-Show LockerRoom, mit der er die Corona-Pause überbrückt.
youtube.com (24-Min-Video)

Klick-Tipp: Bertelsmann-Kampagne richtet Blick auf positive Veränderungen.

Klick-Tipp: Die Bertelsmann Content Alliance richtet mit der Kampagne Zeit, die Dinge neu zu sehen den Blick auf positive Veränderungen durch die Corona-Pandemie. Kern ist eine Kachel-Website mit früher geläufigen Aussagen, die heute wie provokante Thesen wirken, etwa "Kinder haben im Büro nichts zu suchen" oder "Kassierer sind nicht systemrelevant".
zeit-die-dinge-neu-zu-sehen.de, bertelsmann.de

Ranga Yogeshwar wird zum “Silver Rezo”, schreibt Hajo Schumacher.

YouTube statt WDR: Ranga Yogeshwar mausert sich zum "Silver Rezo", kommentiert Hajo Schumacher die YouTube-Aktivitäten des Wissenschaftsjournalisten. Yogeshwar hat sich ein eigenes Studio eingerichtet und die Software dafür zum Teil selbst programmiert. Zudem scheue er nicht davor, sich von jüngeren YouTuber*innen beraten zu lassen. Yogeshwars Erstlingswerk war noch "etwas holperig", technisch schon weiter werde wohl seine nächste Eigenproduktion am Donnerstagabend zur Rolle von Klimaanlagen bei der Verbreitung des Corona-Virus sein.
abendblatt.de

Auch das “manager magazin” führt ein werbefreies Digital-Abo ein.

manager magazin macht es seiner Mutter "Spiegel" nach und führt ein Pur-Abo für seine Website ein. Für 4,99 Euro im Monat können Nutzer*innen die Website weitestgehend werbefrei lesen. Plus-Abonnent*innen von "manager magazin" oder "Harvard Business Manager" zahlen für Werbefreiheit 1,99 Euro im Monat zusätzlich.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Studie: Hasspostings wirken sich negativ auf die Meinungsfreiheit aus.

Meinungsfreiheit leidet unter dem Einfluss von Hate Speech im Internet, so das Ergebnis einer Studie der Forschungsgruppe g/d/p. 42 % der über 1.000 Befragten geben an, aus Angst vor Hassreden eigene Beiträge vorsichtiger zu formulieren oder ganz auf das Posten zu verzichten. Unter den Befragten, die schon einmal Opfer von Hasspostings wurden, liegt der Anteil bei 68 %, bei bislang nicht betroffenen Befragten bei 37 %.
horizont.net