turi2 edition #12: Otto-CEO Alexander Birken über Amazon und seinen Glauben.


Birken unter Eichen: Alexander Birken, CEO der Otto Group, steht zwischen bemalten Bäumen in der Firmenzentrale im Hamburger Stadtteil Bramfeld. Wegen Corona ist die Begegnungszone mit Eichenwald im Sommer 2020 gesperrt. Die Otto Group ist der einzige Dinosaurier, der die Disruption vom Versandhändler ins Internet geschafft hat. Im Interview mit Peter Turi spricht Birken über unternehmerische Werte und warum Amazon für die Zukunft kein Vorbild ist. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im E-Paper der turi2 edition #12.

turi2 edition #12: KfW-Vorständin Ingrid Hengster über Krisen und Führung.


Die Stabilisatorin: KfW-Vorständin Ingrid Hengster verantwortet bei der Staatsbank den wichtigen Geschäftsbereich Inland und damit die Hilfen für die coronageschädigte Wirtschaft. Heike Turi spricht in der turi2 edition #12 mit ihr über Krisenmanagement und Frauen als bessere Führungskräfte. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im E-Paper der turi2 edition #12.

turi2 edition #12: Allianz-Sprecherin Sabia Schwarzer über Heimat und Kleingedrucktes.


Neuanfang als Chance: Sabia Schwarzer, Sprecherin des Allianz-Konzerns, hat eine bewegte Familiengeschichte: eine Großmutter floh von Indien nach Pakistan, die andere aus Schlesien nach Westdeutschland. Mit Peter Turi spricht sie in der turi2 edition #12 über familiäre Prägungen, Mobilität und Versicherungen gegen Katastrophen. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos hier online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

turi2 edition #12: Dr. Henning Beck über das menschliche Bedürfnis nach Vorbildern.


Auf der Meta-Ebene: “Würden wir unser Leben lang auf die Elterngeneration hören, dann säßen wir heute noch in der afrikanischen Savanne und es gäbe keinen Fortschritt”, sagt Hirnforscher Henning Beck. Warum Menschen auch entferntere Bezugspersonen brauchen, an denen sie sich orientieren – und warum Beck selbst lieber darauf verzichtet, anderen nachzueifern, erklärt er im großen Interview mit Heike Turi. Lesen Sie jetzt das ganze Gespräch hier als Online-Text oder im kostenlosen E-Paper der turi2 edition #12.

turi2 edition #12: Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta über Geschlechter und Güterverkehr.


Die liefert Großes: Entspannt posieren Sigrid Nikutta und Peter Turi beim Interview-Shooting auf der Dachterasse des Berliner Bahn-Towers. Nikutta hat als Vorständin Güterverkehr der Deutschen Bahn eine Aufgabe, an der alle Männer vor ihr gescheitert sind. Die fünffache Mutter sprengt alle Rollenklischees. In der turi2 edition #12 spricht sie über Vorbilder, Lebenswege und Kommunikation. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im E-Paper der turi2 edition #12.

turi2 edition #11: Ann-Sophie Kimmel über Fußballer auf dem Sofa.


Keine große Show: Ann-Sophie Kimmel interviewt Spieler*innen für Streaming und Social Media – im Stadion und von ihrer Couch zu Hause aus. Im Interview mit Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #11 spricht sie über ihre Liebe zum Fußball, die auf Umwegen entstanden ist. Und sie erklärt, warum sie früher glaubte, Sportreporterin sei der chilligste Job der Welt. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11. (Fotos: Anne-Nikolin Hagemann)

turi2 edition #11: Ulla Holthoff über ihr Leben mit dem Fußball.


Fußball und Verantwortung: Ulla Holthoff ist Sportjournalistin, Mutter von Mats Hummels und die Erfinderin des Sport-Talks “Doppelpass”. Für die turi2 edition #11 spricht sie mit Heike Turi über persönliche Krisen und Erfolge, gibt Ratschläge für die Zeit ohne Fußball und unterstreicht die gesellschaftliche Verantwortung des Sports. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11.

turi2 edition #11: Oliver Wurm über die Faszination Fußball.


Ein bisschen Pathos: Sport-Journalist und Verleger Oliver Wurm hat schon als Knirps auf dem Asche-Platz in seinem Heimatdorf emotionale Fußball-Momente erlebt. Im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #11 sagt er: “Fußball ist nach Musik die zweite Weltsprache.” Bei allem Ärger über aufgeblähte Wettbewerbe oder den Video-Beweis, überwiegt bei Wurm die Liebe zum Spiel – auch in Zeiten von Corona. Vielleicht, so hofft er, bleibt nach dem Virus ein bisschen Demut. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11.

Wie geht’s Fridays for Future, Gwendolyn Rautenberg?


Gestreikt wird jetzt am Schreibtisch: Was macht eine globale Protestbewegung, die nicht mehr auf die Straßen kann, um auf ihre Sache aufmerksam zu machen? Im Video-Interview von turi2.tv gibt sich Gwendolyn Rautenberg zuversichtlich, dass zumindest Fridays for Future wegen der Corona-Krise nicht in eine Sinnkrise rutscht. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehmen die Pandemie ernst, sagt die 18-jährige Abiturientin und Aktivistin aus Brandenburg an der Havel, die seit gut einem Jahr Teil der Bewegung ist. Trotzdem arbeiteten sie daran, weiter Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz zu lenken. Ihre Botschaft an alle, die FFF schon zerbröseln sehen: "Wir sind nicht tot." Gerade konzentrierten sich die Aktivist*innen von zuhause aus auf Weiterbildung, veranstalteten etwa Webinare zu Klimathemen. Der nächste sogenannte Netzstreik mit Redner*innen und "Live"-Programm findet am 24. April statt.

Ein Porträt im SZ-Magazin bescheinigte FFF vor wenigen Tagen, sich aufgrund seiner dezentralen und digitalen Organisation eine "perfekte Infrastruktur für die Corona-Zeiten geschaffen" zu haben. Das sieht auch Rautenberg so. Jetzt hofft sie, dass sich die Entschlossenheit, die die Menschen bei Corona zeigen, und das Vertrauen in die Wissenschaft auch auf ihre Wahrnehmung der Klimakrise übertragen. "Vorher wurde uns oft gesagt: 'Das geht nicht, weil...'", erzählt sie im Interview. Plötzlich seien konsequente Maßnahmen von politischer Seite doch möglich. Sie spüre einen Zusammenhalt in der Bevölkerung. Rautenberg klingt optimistisch: "Das ist schön zu sehen."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), turi2 edition #10 (Interview mit Gwendolyn Rautenberg)

Wie geht’s der Arbeitswelt, Astrid Maier?


Eiszeit in der Wirtschaft: "Der Arbeitsmarkt ist im Moment eingefroren und der Wirtschaft fröstelt es." Im turi2.tv-Interview erklärt Xing-Chefredakteurin Astrid Maier wie es in der Corona-Krise um die Arbeitswelt bestellt ist. Nach der Krise werde es wieder Fachkräftemangel geben, da er auf "strukturellen Problemen, die mit der Krise nichts zu tun haben" basiert, wie z.B. dem demografischen Wandel oder der Digitalisierung. Der eingefrorene Markt werde nach der Krise wieder auftauen.

Für das Arbeiten nach der Krise erwartet Astrid Maier eine gesunde Mischung: Führungskräfte würden derzeit erfahren, dass sie nicht die Kontrolle verlieren, wenn Mitarbeiter*innen im Home Office arbeiten. Auf der anderen Seite falle den Mitarbeitenden selbst auf, "dass sie vielleicht produktiver sind, aber es auch genießen, mit Kolleg*innen einen Kaffee zu trinken". So werde "das Beste aus zwei Welten" zusammenkommen und "wir viel mehr darauf achten, das zu tun, was wir wirklich im Leben tun wollen".
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Wie geht’s den Millennials, Marieke Reimann?


Engagiert durch die Krise: "Viele sind relativ genervt davon, dass so eine Art Selbstoptimierungszwang besteht." Im turi2.tv-Interview sagt ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann, dass sich viele junge Leute der ze.tt-Community unter Druck gesetzt fühlen und nicht verstehen, weshalb sie die Zeit in der Krise nutzen sollen, um "noch optimierter" zu werden. Gerade zu Beginn der Isolation seien viele solcher Inhalte gepostet worden: "Ich lerne jetzt Gitarre, ich lerne eine neue Sprache, ich nutze das, um die Sommer-Figur 2020 zu kriegen."

Bei den 16- bis 35-Jährigen beobachtet Reimann außerdem einen großes Interesse an Pflegeberufen: "Dieses politische Engagement, was es bei den Demonstrationen für Fridays for Future ja schon gegeben hat, wird jetzt genutzt, um sich genauer darüber zu informieren, wie es um die Pflegeberufe bestellt ist und was es da für Einschränkungen gibt." Es gebe dabei nicht nur ein "ganz großes Interesse", sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, sondern auch, sich u.a. für eine besser Bezahlung von jungen Ärzt*innen und Pflegekräften einzusetzen.
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

turi2 edition #11: Philipp Klotz übers Sportbusiness.


Sport und Business: Philipp Klotz ist Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der Sportbusiness-Plattform Sponsors. Er und sein Team begleiten das Milliarden-Geschäft mit genauso viel Leidenschaft wie andere das Spiel. In der turi2 edition #11 spricht er mit Peter Turi über Chancen der Corona-Krise und seine Sorgen um Basketball, Handball und Eishockey. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11.

turi2 edition #11: Laura Wontorra über Bratwurst und Dosenbier.


Zwischen Mixed Zone und Fankurve: Laura Wontorra moderiert Fußball im TV, hat einen Nebenjob als Spielerfrau – und spricht im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #11 über alles, was dazwischen liegt: Ihre frühkindliche Fußball-Prägung durch Vater Jörg, die eigene Sport-Karriere auf dem Tennis-Platz und Equal Pay im Sportjournalismus. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11. (Fotos: Selina Pfrüner)

turi2 edition #11: Anna Kraft und Pit Gottschalk im Doppel-Talk.


Gemischtes Doppel: Pit Gottschalk, Chefredakteur von Sport1, und TV-Moderation Anna Kraft laufen zum Doppel-Interview für die turi2 edition #11 auf. Mit Peter Turi diskutieren sie über die Bedeutung des Fußballs und den Umgang mit der Corona-bedingt Fußball-Pause. Außerdem geht’s um Herausforderungen für den Sportjournalismus. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11.

turi2 edition #10: Monika Schaller über grüne Lösungen für die gelbe Post.


Immer schneller: Die Welt wird sich nie wieder so langsam verändern wie heute, glaubt Monika Schaller, Unternehmenssprecherin der Deutschen Post DHL Group. Im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #10 spricht sie über den verschärften Innovationsdruck und grüne Lösungen beim gelben Riesen. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

turi2 edition #10: Florian Haller über Work-Life-Integration, Nachhaltigkeit und Diversität.

Florian Haller
Neugier als Grundlage: Agenturchef Florian Haller führt in zweiter Generation die Werbeagentur Serviceplan. Im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #10 spricht er über das Verlangen der jungen Generation nach Work-Life-Integration und Nachhaltigkeit und darüber, wie diverse und neugierige Teams Innovationen hervorbringen. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

turi2 edition #10: Gwendolyn Rautenberg über Fridays for Future.


Gesicht zeigen: Gwendolyn Rautenberg ist 18 Jahre alt und geht mit Fridays for Future auf die Straße – für eine Zukunft, vor der sie keine Angst haben muss. Mit Anne-Nikolin Hagemann spricht sie für die turi2 edition #10 über Vernetzung und das Gefühl, etwas bewirken zu können, übers Unbequemsein und die Welt 2030. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”. (Fotos: Holger Talinski)

turi2 edition #10: Philipp Welte fürchtet um die digitale Souveränität Europas.


Digitale Souveränität: Philipp Welte, Vorstand der Hubert Burda Media, fordert von der Politik ein härteres Vorgehen gegen das “hegemoniale Streben gigantischer Plattformen”. Mit Peter Turi spricht er für die turi2 edition #10 über Verlagsjournalismus als Gegenentwurf zu Lügen in sozialen Netzwerken, den Markt für Medienhäuser in den kommenden zehn Jahren und die Zukunft von Burda. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

turi2 edition #10: Norbert Himmler über die Zukunft des Zweiten.


Aufgestiegen: Norbert Himmler ist seit 2012 Programmdirektor beim ZDF in Mainz. Doch dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bläst scharfer Wind entgegen. Für die turi2 edition #10 spricht der mögliche nächste Intendant mit Heike Reuther über die Herausforderung, die Menschen abzuholen, wo sie stehen, die Akzentverschiebung des ZDF zur Mediathek und ZDFneo und die Konkurrenz der großen Plattformen. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

turi2 edition #10: Susanne Geier über Print in der Provinz.


24-Stunden-Job: Susanne Geier ist Chefin des “Schifferstadter Tagblatts”, der kleinsten unabhängigen Tageszeitung Deutschlands, und macht fast alles selbst: Sie leitet Anzeigenabteilung, Vertrieb und Redaktion. Im Gespräch mit Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #10 erklärt sie, warum ihre Digitalstrategie auf Wein basiert und warum die Sharing-Kultur der Auflage schadet. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper.

turi2 edition #10: Sabina Jeschke über schlaue Schienen.


Schlaue Schienen: Die Deutsche Bahn soll ihre Fahrgastzahlen in den nächsten Jahren verdoppeln – bei jetzt schon überlasteter Infastruktur. Prof. Sabina Jeschke, Vorstand Digitalisierung und Technik, erklärt im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #10, wie das gehen könnte. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”. (Fotos: Marcel Schwickerath)

turi2 edition #10: Sara Nuru über Kaffee und Kommunikation.


Angenehme Anonymität und nachhaltiger Kaffee: Sara Nuru ist als Model im TV bekannt geworden, jetzt ist sie Unternehmerin. Im Interview mit Heike Reuther für die turi2 edition #10 spricht sie über ihren Blick auf die Medien – und auf ihre eigene Rolle. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”. (Fotos: Holger Talinski)

turi2 edition #10: Michael Lohscheller über Opel und Optimismus.


Auf, auf: Innovationen sind manchmal wie Popcorn – erst passiert lange nix und dann macht es plötzlich plopp, sagt Opel-Chef Michael Lohscheller im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #10. Lohscheller setzt beim Autobauer auf deutsche Ingenieurskunst, Optimismus und Respekt – und hasst Populismus. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

turi2 edition #10: Viktoria und Heiner Lauterbach übers Gründen.


Er ist ein Macho, sie ist der Boss in der neuen Firma: Heiner Lauterbach und seine Frau Viktoria sprechen im großen Doppel-Interview für die turi2 edition #10 mit Peter Turi und Heike Reuther über den ewigen Kampf der Geschlechter, neue Rollenbilder und ihre Lust aufs Gründen. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

turi2 edition #10: Michael Schaper über die alten und neuen Zwanziger Jahre.


Der Tanz auf dem Vulkan: Voraussagen über die Zukunft sind selten seriös, findet der frühere “Geo”-Multi-Chefredakteur Michael Schaper. Peter Turi spricht mit ihm für die turi2 edition #10 über die alten und neuen Zwanziger Jahre und darüber, was wir aus der Vergangenheit über die Zukunft lernen können – und was nicht. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

turi2 edition #10: Marieke Reimann über alte weiße Männer und Print-Könige.


Gedanken über jedes Wort und jedes Bild: Marieke Reimann kämpft als Chefredakteurin von ze.tt, der jungen Online-Plattform der “Zeit”, gegen Stereotypen, männliche Sprache und Print-Könige. Für die turi2 edition #10 spricht sie mit Anne-Nikolin Hagemann über ihren Anspruch, dafür zu sorgen, dass “meine Redaktion so vielfältig ist wie unsere Gesellschaft.” Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”. (Fotos: Marcel Schwickerath)

“Ich würde es auch umsonst machen”: Multitalent und Moderatorin Laura Karasek im Interview.


Ins Studio mit Staatsexamen: Laura Karasek ist Rechtsanwältin, Roman-Autorin, Mutter zweier Kinder und nun auch TV-Talkerin. In der turi2 edition #9 spricht die Tochter von Literaturkritiker Hellmuth Karasek über Show-Projekte, Selbstbewusstsein und das Tochter-Sein. Lesen Sie jetzt das ganze Interview von Heike Reuther mit Laura Karasek kostenlos hier als Online-Text und hier in unserem neuen, komfortablen E-Paper. Das Gespräch gibt es hier auch als Video und Podcast. (Fotos: Gaby Gerster für die “turi2 edition #9”)

Michaela Tod und Wolfgang Link erfinden ProSiebenSat.1 neu.


We love to surprise you: Michaela Tod und Wolfgang Link sind seit Frühjahr 2019 Co-CEOs der Entertainment-Sparte von ProSiebenSat.1 und damit unter Konzernchef Max Conze für die deutschen TV-Sender und Digital-Inhalte verantwortlich. Bei der Launchparty zur turi2 edition #9 in Unterföhring diskutieren beide mit Peter Turi über den Wandel in der Bewegtbildwelt. "Wir müssen uns immer wieder neu erfinden", sagt Wolfgang Link. Bei liebgewonnenen Sendungen wünschten die Zuschauer gar keine großen Änderungen, sagten aber andererseits: "Überrascht mich doch bitte jedes Jahr wieder aufs Neue." Link denkt dabei z.B. an die Ulmen-Serie Jerks, mit der ProSieben nach langer Pause wieder in die Fiction-Produktion eingestiegen ist, oder an den Überraschungs-Sommerhit The Masked Singer.

Michaela Tod, die zuletzt für den Staubsauger-Hersteller Dyson in China war, kennt sich in disruptiven Märkten aus: "It's always about the next big thing", sagt sie und warnt: "Was man nicht machen kann, ist: Einmal eine Erfindung und dann kommt nichts mehr." Nach vielen Jahren im Ausland ist die Österreicherin noch dabei, sich in die ProSiebenSat.1-Welt einzufinden. Wolfgang Link schickt ihr zur Übung regelmäßig Bilder von Sender-Promis mit Erklärungen wie: "Das ist Sido. Sido macht bei uns Folgendes...".

Wolfgang Link freut sich, dass durch die Digitalisierung das Spielfeld für die Sender größer geworden ist: "Das muss man umarmen und nicht sagen 'Oh, das wird jetzt aber schwierig'", sagt er und sieht ProSiebenSat.1 Netflix und Co gegenüber im Vorteil. "Wir haben die großen Reichweiten und können mit diesen Reichweiten Marken und Köpfe groß machen. Wir haben die DNA dieses Landes in uns."
turi2.tv (45-Min-Video auf YouTube), turi2.podigee.io (46-Min-Audio im turi2 podcast)

Tanit Koch öffnet das “Inhalte-Herz” von RTL.


Eine Stunde mit Tanit Koch: Seit Frühjahr 2019 arbeitet Tanit Koch bei RTL Deutschland als Chefredakteurin des zentralen Newsrooms und Geschäftsführerin des Nachrichten-Kanals n-tv. Im großen Interview auf der Launchparty zur turi2 edition #9 in Köln spricht die frühere "Bild"-Chefredakteurin mit Peter Turi über den Transformations-Prozess, bei denen das TV-, Print und Buch-Geschäft von Konzernmutter Bertelsmann immer weiter zusammenwachsen. Sie schwärmt von den Chancen, die sich daraus ergeben, etwa bei der Verwertung von Rechten, wie der Autobiografie von Michelle Obama.

Koch erklärt aber auch, wie die Sendergruppe neuerdings den Nachrichten-Turbo bei Breaking News anwirft. Eine schnelle Nachrichten-Truppe kümmert sich um erste Meldungen, Tweets und TV-Beiträge gleichermaßen, bevor die Fachredaktionen übernehmen. Die Adern des neuen "Inhalte-Herzens" von RTL reichen bis nach Hamburg – mit den Chefredakteuren des "stern" etwa stimmt Koch sich auf dem ganz kurzen Dienstweg ab, nämlich per SMS, wenn es um Recherchen und Unterstützung geht.

Tanit Koch und Peter Turi werden aber auch persönlich: Die Journalistin spricht über ihre Auszeit zwischen ihrem Abgang bei "Bild" und dem neuen Job bei RTL, in der sie viel gereist ist und noch mal an der Uni war. Sie erklärt auch ihren ungewöhnlichen Vornamen und berichtet, dass sie einst zur Musterung für den Wehrdienst eingeladen wurde, weil sich die Bundeswehr nicht vorstellen konnte, dass sich hinter dem Namen Tanit eine Frau verbirgt.
turi2.tv (61-Min-Video auf YouTube), turi2.podigee.io (63-Min-Audio im turi2 podcast)



Mehr Geschichten aus der Bewegtbildwelt: Die "turi2 edition #9" erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

turi2 edition #9: “Raubbau an den eigenen Kräften” – Ufa-Chef Nico Hofmann über sein Leben als Filmemacher.


Im Kino mit dem Filmmogul: Ufa-Chef Nico Hofmann ist Deutschlands Top-Filmproduzent – und brennt kurz vor seinem 60. Geburtstag mehr denn je für spannende Stoffe. Heike Reuther trifft Hofmann für die turi2 edition #9 im Kinosessel zu einem Blick auf sein Leben, den deutschen Film und die Zukunft zwischen Netflix und Mediatheken. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Peter Kloeppel und Lisa Altmeier beantworten fünf Generationen-Fragen.


Zwei Generationen, fünf Fragen: RTL-Urgestein Peter Kloeppel und Social-Journalistin Lisa Altmeier trennen 30 Jahre – doch sie verbindet die Leidenschaft zum Medienmachen. Für die turi2 edition #9 haben wir mit beiden lange Gespräche geführt und sie dann gefragt, was sie an der anderen Generation bewundern und was sie nervt. Kloeppel wünscht sich mehr Zeit ohne Handy, Altmeier mehr Anstand im Internet.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Kloeppel: Video und Podcast), turi2.de (Altmeier: Video und Podcast)

Die Podcasts gibt es auf diversen Plattformen:


Peter Turi interviewt Peter Kloeppel:


Jens Twiehaus interviewt Lisa Altmeier:

turi2 edition #9: Lisa Altmeier über Journalismus für die Jugend.


Heimat Internet: Lisa Altmeier lebt im Netz und liebt es – sogar die Nutzerkommentare. Jens Twiehaus spricht mit der Social- und Video-Reporterin für die turi2 edition #9 über ihre Arbeit “im Team mit dem Publikum”, ihre Sicht auf die alte TV-Welt – und warum sich Altmeier sogar mal als Schlampe beschimpfen lässt. Das Gespräch gibt es auch als Video oder als Podcast zum Anhören. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

turi2 edition #9: Peter Kloeppel über Ferkel und Fernsehen.


Gipfel der Grauköpfe: Peter Kloeppel ist seit 1985 bei RTL – und zieht im Interview von Peter Turi Zwischenbilanz. Für die turi2 edition #9 sprechen sie übers Fernsehen, aber auch über Ferkelzucht – Kloeppel ist diplomierter Agraringenieur. Der leidenschaftliche Journalist glaubt an eine gute Zukunft für das Fernsehen, sieht seinen Beruf immer weiblicher werden und würde lieber einen Podcast starten als ein “Peter”-Printmagazin. Deshalb gibt es dieses Gespräch nicht nur als Video, sondern auch als Podcast auf diversen Plattformen. Lesen Sie jetzt das ganzeInterview kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

turi2 edition #9: Mirco Völker über Video-Werbung im Wandel.


Smartphone oder sterben: Video-Werber Mirco Völker von FischerAppelt Play ist Experte für Kampagnen in bewegten Bildern. Er setzt Mercedes-Benz und die S-Bahn Berlin viral in Szene – und teilt im Video-Gespräch mit Peter Turi seine Gedanken zum Thema TV. Bewegtbild dürfe in keiner Media-Strategie fehlen, sagt Völker, meint aber weniger das klassische Programm. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

“Libra ist sauber”: Warum sich Frank Thelen auf Facebooks Digitalgeld freut.


Nicht verzagen, Franky fragen: Startup-Investor Frank Thelen sieht Facebook kritisch – freut sich aber auf die geplante digitale Währung Libra. Das Kryptogeld sei rechtlich sauber, anders als Bitcoin gegen Spekulationen geschützt und Teil eines großen Konsortiums, sagt Thelen im "Horizont"- und turi2-Video vom Innovation Day Finance. Der Tech-Experte widerspricht damit Wolfgang Kubicki, der im Video vor einer Facebook-geführten "Weltregierung" warnt. Thelen spricht im Interview auch über seine private Geldanlage-Strategie.

Thelen meidet Bitcoin und steckt lieber sein Geld in Aktien großer Technologie-Firmen wie Tesla, weil er an mit weiteren Wertgewinnen rechnet. Technologie sei "die nächste Quelle zur Magie", sagt Thelen – und so blickt er auch auf Libra. Auch wenn Facebook wegen seiner Marktmacht beängstigend wirkt, fordert Thelen keine Verbote. Libra sei schlicht der Versuch, mehr Menschen das Geld ausgeben via Facebook zu erleichtern. Er wünscht sich statt Angst eine digitale, europäische Alternative zum alten Währungssystem, das auf unpraktischem Bargeld basiert.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Wolfgang Kubicki sieht es anders: Er würde Libra gerne verhindern, weil Facebook sich mit einer eigenen Währung an die Stelle von Regierungen setze.

“Das muss verhindert werden”: Warum Wolfgang Kubicki die Facebook-Währung Libra fürchtet.


Vereinigte Staaten von Facebook: FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki warnt vor dem Vorstoß von Facebook und anderen Konzernen, eine digitale Währung namens Libra einzuführen. "Wir wollen nicht, dass private Unternehmen sich an die Stelle von Regierungen setzen – vielleicht eine Weltregierung aufbauen können", sagt Kubicki beim Innovation Day Finance der Ad Alliance. Im Video von Horizont und turi2.tv rät Kubicki, lieber Geld auszugeben als es in Bitcoin oder andere Kryptowährungen zu investieren.

Mit seiner Mahnung vor der Macht von Facebook und Co sieht sich Kubicki in einer liberalen Tradition: Der Markt brauche Leitplanken und Regeln. Kein Unternehmen dürfe so groß werden, dass es Wettbewerber verdrängen kann. Doch dies sei bei Facebook wie auch Amazon und Uber der Fall. Aus den USA erhofft sich Kubicki keine politische Hilfe – weil US-Präsident Trump so sehr von Facebook profitiere.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

“Nicht nur auf das Schöne zeigen”: Nanda Bergstein macht Tchibo grün und fair.


Grüner Kaffee: Nanda Bergstein ist bei Tchibo verantwortlich für die Verantwortung – des Unternehmens. Sie achtet auf fairen Einkauf, eine grüne Produktion und ruft, eher ungewöhnlich in der Wirtschaft, nach strengeren Regeln seitens der Politik. Nur mit einheitlicher Regulierung lasse sich weltweit etwas bewegen – wer in Fairness investiert, wäre dann nicht mehr im Nachteil, sagt Bergstein im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Focus Inner Circle.

Bergstein ist kein Fan von grünem Marketing. Ihr geht es ums Grünmachen statt ums Grünfärben. Wer auf das Schöne zeigt, statt Probleme anzusprechen, entwickele nichts weiter. Bergstein berichtet, jeder Lieferant, werde im Hinblick auf Arbeitsbedingungen, Löhne und Umweltschutz überprüft. Immer wieder fielen Partner durch. Im wachsenden Bewusstsein der Konsumenten für das Thema Nachhaltigkeit sieht Bergstein indes mehr Chance als Gefahr: "Nachhaltigkeit und Gewinne sind kein Widerspruch."
turi2.tv (5-Min-Interview bei YouTube)

Auch bei turi2.tv: Topmodel Barbara Meier will, dass Nachhaltigkeit in Mode kommt.

“Industrie geht zu kleine Schritte”: Topmodel Barbara Meier will, dass Nachhaltigkeit in Mode kommt.


Grün verdient (noch) kein Geld: Topmodel Barbara Meier setzt sich für nachhaltige Mode ein – und fordert am heutigen Klima-Streiktag: "Cool und fair muss zusammen kommen." Meier richtet im Video-Interview beim Focus Inner Circle kritische Worte an die Modeindustrie: Sie gehe viel zu kleine Schritte. "Wenn ich als Model nicht mehr für unfaire Textilien arbeiten würde, müsste ich meinen Job aufgeben", sagt Meier im Interview von "Horizont" und turi2.tv.

Medien wie Instagram seien "nicht gerade förderlich" für ihre Mission, mehr Umweltbewusstsein zu etablieren. Stars in sozialen Medien lebten vor, man müsse jeden Tag ein anderes Outfit tragen. Dabei würden viele geliehene Kleidung tragen, während junge Menschen einmal gekaufte Kleidung in den Müll werfen. Influencer, Blogger, Journalisten und alle Verbraucher haben nach Meiers Meinung eine besondere Verantwortung, nachhaltiges Verhalten zu zeigen – denn die Wirtschaft werde sich eher langsam bewegen.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Germanys next Topmodel Barbara Meier über Marken und Werbung (Februar 2016).

turi2 edition #9: Frank Elstner über sein Leben im Rampenlicht.


Worte der Weisheit: Frank Elstner, 77, ist eine lebende TV-Legende. Der Erfinder von “Wetten, dass..?”, ehemalige Moderator von “Verstehen Sie Spaß?” und einfühlsame Interviewer der Stars und Nobelpreisträger arbeitet seit fast 70 Jahren im Show-Business und biegt langsam in die Zielgerade seines Lebens ein. Im Gespräch mit Peter Turi für die turi2 edition9 zieht Elstner schonungslos Bilanz. Im TV-Videofragebogen gibt er u.a. eine Kostprobe des Kaba-Jingles. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Wo sind Marken sicher? Oliver Hülse und Daniel Gerold über Werbe-Betrug und saubere Umfelder.


Orientierung im Wörter-Wald: Die digitale Werbeindustrie liebt Buzzwords – "Horizont" und turi2.tv wollen sie verstehen. Beim Innovation Day Health von Gruner + Jahr erläutern deshalb die Reklame-Recken Oliver Hülse (links) und Daniel Gerold, wo Betrug lauert, wo Marken sicher fahren und weshalb Google und Facebook nicht zwangsläufig böse Buben sind. Oliver Hülse checkt bei Integral Ad Science die Werbeumfelder – und hat viel Lob für Verlage im Gepäck. Daniel Gerold von Gruner + Jahr EMS lobt auch – überraschenderweise die großen Tech-Konzerne.

Oliver Hülse ist von Berufs wegen vorsichtig-kritisch und sagt: "Auf allen digital ausspielbaren Werbeflächen kann betrogen werden." Bot-Netzwerke, Ad Stacking und Domain Spoofing lauten die Fallen, vor denen Hülse Werbekunden und Agenturen als Dienstleister bewahren will. Auch Daniel Gerold will beim G+J-Digitalvermarkter Kunden glücklich machen und sieht sie im Verlagsumfeld in besten Händen: "Hier sitzen Menschen, die Tag und Nacht hochwertige Inhalte produzieren." Das bestätigt Hülse, will aber im Gegenzug nicht andere Werbeumfelder schlecht machen: Er hält auch YouTube und Facebook für gute Umfelder und zeigt Verständnis, wenn in den Massen von Videos und Postings mal ein schlechter Inhalt "durchrutscht".
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Keine Angst vor Dr. Google: Wie Arzt und Gründer Tobias Gantner den Gesundheitsmarkt hacken will.


Mit gesundem Mut: Tobias Gantner ist Arzt, Ökonom und nennt seine Firma einen Abenteuerspielplatz. Der Gründer der HealthCare Futurists spricht beim Innovation Day Health von Gruner + Jahr über seine digitalen Visionen für die eingefahrene Gesundheitsbranche. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv erklärt Gantner unter anderem seine "Ohnearztpraxis" – sie soll bald tatsächlich eröffnen und ländliche Räume mit einer Mischung aus Fachpersonal und Telemedizin versorgen.

Gantner war Arzt und Konzern-Mitarbeiter, als ihn die Lust packte, selber zu machen statt nur zu reden. Mit seinem Team baut er Produkte und Startups rund um die Gesundheit. "Das Gesundheitssystem ist ein dickes Brett", sagt Gantner und ruft seine Ärztekollegen dazu auf, sich auf die neue Realität einzustellen und Digitales zu nutzen: Viele Patienten kommen nun einmal mit einer ersten Google-Diagnose. "Darauf müssen sich Ärzte einstellen. Wenn sie das nicht tun – das hat mit Vertrauen zu tun – gehen Patienten an andere Orte oder in Richtung Selbstmedikation."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Berufe mit Zukunft von A-Z: K wie Korrespondentin – Edith Kimani.


Die Botschafterin: Edith Kimani ist das afrikanische Gesicht der Deutschen Welle. Als Reporterin bereist die Kenianerin den Kontinent, als Moderatorin präsentiert sie die internationalen DW News. Im Porträt von Jens Twiehaus in der turi2 edition #8 berichtet Kimani von ihrem schwierigen Start als Journalistin und Deutschland und erklärt, warum sie sich im Studio heute zuhause fühlt. turi2.tv begleitet Kimani durch ihren Berliner Kiez und ins Studio.

Das Porträt über Korrespondentin Edith Kimani finden Sie auch in unserem kostenlosen E-Paper zur "turi2 edition #8" auf Seite 169.

Edith Kimani steht mit beiden Beinen im Leben, aber mit jedem eigentlich auf einem anderen Kontinent. Das liegt nicht nur an ihrer Herkunft – die Deutsche-Welle-Journalistin mit Wohnsitz Berlin stammt aus Kenia. Ständiges Hin und Her ist Teil ihres Jobs. Edith Kimani moderiert die News im Studio und düst wochenweise quer durch Afrika. Sie trifft Popmusiker in ihrer Heimatstadt Nairobi, probiert Brautkleider in Benin-Stadt und interviewt männliche Prostituierte am Strand von Gambia.

Kimani will es so. Sie will immer wieder zurückgehen und "Geschichten sammeln", wie sie es nennt, statt nur im Studio die Stories der Kollegen anzumoderieren. Das Angebot für Berlin erreicht sie 2016, als sie gerade mal fünf Monate Ostafrika-Korrespondentin der Deutschen Welle ist. Einer Zusage hätte beinahe die Liebe im Weg gestanden – die Liebe zu Land und Leuten. "Ich war damals gerade dabei, mich wirklich in den Kontinent zu verlieben. Ich habe mich selbst als Afrikanerin wiederentdeckt." Ein Total-Umzug kommt deshalb nicht infrage, stattdessen entsteht eine Doppelrolle als reisende Moderatorin oder moderierende Reporterin.

Ihr inniges Verhältnis zur Heimat und zum afrikanischen Kontinent ist spürbar. Sie trägt gern afrikanischen Perlenschmuck, an der Wohnungstür hängt der ironische Spruch "No hurry in Africa" – der gute Ratschlag, es gemächlich angehen zu lassen.

Ein großer Vorteil: Kimani sieht Afrika als Korrepondentin mit anderen Augen. Sie kommt von außen und ist trotzdem eine von dort. Während Auswärtige oft zuerst an Krieg, Korruption und Hunger denken, kennt Kimani Startup-Unternehmer im Technologie-Mekka Nairobi. Und sie weiß, wie hungrig die junge Generation nach einem besseren Leben ist, nach Chancen und Gerechtigkeit.

Die persönliche Chance ihres Lebens bekommt Kimani mit 19 Jahren. Frisch fertig mit der Schule hängt sie in der Warteschleife für ein Studium in Europa, da bekommt sie den Tipp: Der junge Privatsender KTN braucht Nachwuchs und sucht ihn per Fernsehshow. Kimani gewinnt die öffentliche Suche nach Kenias Superstar vor der Kamera ohne nennenswerte TV-Erfahrung – und ist über Nacht bekannt in der 50-Mio-Einwohner-Republik. "Ich war 19, hatte plötzlich einen Job und dachte: Was mache ich damit? So hat es angefangen", sagt sie und muss lachen.

Mehrere Jahre moderiert sie Nachrichten in Kenia, ist im Gespräch mit internationalen Sendern. BBC und CNN sind in Nairobi vertreten; auch die Chinesen mit CCTV. Die Deutsche Welle kann sie gewinnen. Seitdem pflegt Kimani auch eine Liebesbeziehung zu Deutschland, insbesondere zu Berlin und ihrem Kiez in Schöneberg – obwohl das eine Weile gedauert hat.

Sie, die reisende Reporterin, hat anfangs fürchterliches Heimweh. Kaum vorstellbar für Zuschauer, die Kimani aus dem Fernsehen kennen, aufrecht sitzend und gerade in die Kamera schauend: "Welcome to the program." Aber ihr Start in Berlin im bitterkalten Januar sei "ein Monat Weinen ohne Unterbrechung" gewesen, erzählt sie – und schrumpft an ihrem Küchentisch wieder zu einem Häufchen Elend zusammen. Sie habe ihre Mutter angerufen und ins Telefon geheult: "Ich weiß nicht einmal, wie Apotheke auf Deutsch heißt – und selbst wenn ich zur Apotheke komme: Wie erkläre ich, dass ich Kopfschmerzen habe?"

Die Arbeit in der Redaktion und vor allem das Studio bringen ein Gefühl von Zuhause zurück – eine seltsame Vorstellung, dass Kamera-Ungetüme ein wohliges Gefühl erzeugen können. Doch Kimani sagt, das Studio sei ihr Büro und der Ort, an dem sie sich am wohlsten fühle. "Da ist viel Adrenalin im Spiel. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem Boxring und müssen hüpfen, auf und ab, und warten auf die Glocke. So fühlt es sich innerlich an. Ich liebe das einfach." In diesen Momenten, wenn das rote Kameralicht angeht, steht sie wirklich mit beiden Beinen nur auf dem Studioboden.

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