Basta: Herrenloser Zug in Italien.

Va via: Ein Geisterzug in Italien hat ohne Schaffner und Personal zehn Kilometer Strecke gemacht, bevor er nördlich von Mailand entgleist ist. An Bord war lediglich ein einsamer Passagier, der bei dem Unfall Prellungen erlitt. Eine interne Kommission soll nun klären, wie sich der Zug heimlich vom Gleis machen konnte - und vielleicht auch, ob er wenigstens pünktlich war.
faz.net, milano.repubblica.it

Der US-Milliardär Dan Friedkin kauft den AS Rom.

AS Rom: Der italienische Fußballclub bekommt im US-Milliardär Dan Friedkin einen neuen Besitzer. Friedkin zahlt dem bisherigen Club-Eigner James Pallotta 600 Mio Euro, die Kontrolle über den Club soll Sohn Ryan Friedkin übernehmen. Pallotta war 2011 beim börsennotierten AS Rom eingestiegen und war seit 2014 Alleinbesitzer. Eigentlich wollte er den Verein zu einem europäischen Topclub formen, in seiner Zeit gelang aber nicht einmal der nationale Meistertitel, der stets an Juventus Turin ging.
spiegel.de

Wirecard: Jan Marsalek wollte offenbar Spionage-Software kaufen.

Wirecard: Ex-Vorstand Jan Marsalek hat laut Informationen des "Spiegel" im Jahr 2013 offenbar versucht, eine Spionage-Software des italienischen Hacking Team zu kaufen. Zu diesem Zweck habe das Unternehmen ein Schreiben bekommen, in dem sich Marsalek als "Repräsentant" des Karibikstaates Grenada bezeichnete - da Hacking Team seine Produkte nur an staatliche Stellen verkaufen wollte. Das Schreiben, das auch die Unterschrift des damaligen grenadischen Außenministers Nickolas Steele trage, ist laut dessen Aussage "nicht echt".
spiegel.de

Komponist und Oscar-Preisträger Ennio Morricone, 91, ist tot.

Ennio Morricone, Komponist und zweifacher Oscar-Preisträger, ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren. Ennio Morricone komponierte Filmmusik für Regisseure wie Sergio Leone, Roman Polanski, Quentin Tarantino und Oliver Stone. 2007 erhielt der gebürtige Römer den Oscar für sein Lebenswerk, 2016 den ersten Oscar für seine Musik zum Tarantino-Western "The Hateful Eight".
bild.de, kurier.at

Lese-Tipp: Die linksliberale Linie von “La Repubblica” ist in Gefahr.

Lese-Tipp: Die Zeitung "La Repubblica" richtet ihre traditionell linksliberale Linie unter ihrem neuen Eigentümer, dem Fiat-Erben John Elkann, allmählich neu aus, beobachtet Ulrich Ladurner. So habe das Blatt zuletzt mit Donald Trump, mit Netanjahus Siedlungspolitik – und auch offen mit Fiat sympathisiert. Ladurner hält es für möglich, "dass die linke Tradition der Zeitung durch die Übernahme" gefährdet ist. Fiat-Erbe Elkann besitzt über die Familien-Holding Exor auch Anteile am britischen Magazin "The Economist".
zeit.de, turi2.de (Background)

Easyjet greift mit Reisewerbung über Süditalien daneben.

Easyjet zieht mit seiner Kalabrien-Werbung la Furia dell' Italia auf sich: Die Billigairline bezeichnet die Region als erdbebengeplagten Ursprungsort der Mafia mit wenig Touristen und ohne instagramtaugliche Metropolen. Die italienische Regierung fordert eine Entschuldigung, Easyjet beruft sich auf die Absicht, "hervorzuheben, wie unterschätzt Kalabrien vom touristischen Standpunkt ist".
derstandard.at

Mediaset-Finanzchef Marco Giordani kritisiert das Management von ProSiebenSat.1.

Verbalklatsche aus Italien: Marco Giordani, Finanzchef bei Mediaset, äußert im "Spiegel" harsche Kritik an der Führung von ProSiebenSat.1. Das Unternehmen habe "in den letzten Jahren versucht zu überleben, ohne eine Strategie für sein Mediengeschäft zu haben", so Giordani. Er kritisiert vor allem den Versuch, sowohl eine TV-Sparte zu betreiben, als auch Portale wie Verivox oder Parship. Eine Übernahme von ProSiebenSat.1 schließt Giordani gegenwärtig jedoch aus. Mit 24,2 % ist Mediaset der derzeit größte Einzelaktionär von ProSiebenSat.1.
"Spiegel" 24/2020, S. 80 (Paid), horizont.net

Italien: Buchhandlungen verkaufen im Vergleich zum Vorjahr acht Mio Bücher weniger.

Buchhandel: In Italien verkaufen Buchgeschäfte in den ersten vier Monaten des Jahres acht Mio Bücher weniger, analysieren der italienische Verlegerverband AIE und Nielsen. Der Umsatz bricht im Vergleich zum Vorjahr um 90,3 Mio Euro netto ein. Am stärksten betroffen sind die Sparten Sachbuch (minus 23,4 %) und Belletristik (minus 22,9 %); am glimpflichsten kommen Kinderbücher davon (minus 16,2 %).
boersenblatt.net

Basta: Eurowings fliegt geschlossenen Flughafen auf Sardien an.

Mach 'nen Abflug: Der erste Ferien-Flug der Lufthansa-Tochter Eurowings nach dem Corona-Lockdown endet ohne Landung auf Sardinien wieder am Startflughafen in Düsseldorf. Grund: Der Zielflughafen Olbia an der Costa Smeralda ist für internationale Flüge noch bis zum 24. Juni gesperrt. Immerhin: Eurowings bucht alle Passagiere um. Alle zwei.
t-online.de, spiegel.de, flightradar24.com (Flugroute)

Italien macht wieder auf.

Italien öffnet seine Grenzen wieder: Ab 3. Juni dürfen EU-Bürger*innen wieder einreisen, auch die Reisebeschränkungen innerhalb des Landes fallen weg. In Quarantäne müssen nur noch Infizierte und Menschen, die Kontakt mit Infizierten hatten. Die Lockerungen stehen unter dem Vorbehalt, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bleibt. Italien war besonders schwer von Corona betroffen.
rp-online.de

Zahl des Tages: Italiener*innen wiegen nach Lockdown zwei Kilo mehr.

Zahl des Tages: Rund 2 Kilo haben die Italiener*innen während der zweimonatigen, strengen Ausgangssperre zugelegt, sagt eine Umfrage des Bauernverbands Coldiretti. Sie gaben 150 % mehr Geld für Mehl und Grieß und – obwohl Nachfahren berühmter Pizzabäcker – 38 % mehr für fertige Convenience-Teige aus. Eine Fisch-Diät könnte sie wieder auf Linie bringen und der lokalen Wirtschaft helfen: Die Pescatori verkaufen sonst rund die Hälfte ihres Fangs an Restaurants und haben schwere Umsatzeinbrüche erlebt.
faz.net

P7S1-Chef Rainer Beaujean: Der Werbe-Aufschwung lässt auf sich warten.


Noch kein Land in Sicht: Langsam kehren die zahlenden Werbekund*innen zwar zurück, trotzdem geht ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean von einem für den Medienkonzern schwierigen Monat Mai aus. Mit Blick auf die seit Mitte März eingebrochenen Werbeeinnahmen hänge jetzt viel "davon ab, wie die Öffnungsphase verläuft", so Beaujean im "Handelsblatt". Der Vorstandschef hofft aufs 4. Quartal, weil viele Werbetreibende ihre Buchungen nicht storniert, sondern lediglich verschoben hätten

Zu den Vorhaben des italienischen Großaktionärs Mediaset, hinter dem die Berlusconi-Familie steht, äußert sich Beaujean in der "Süddeutschen Zeitung" vorsichtig. "Zuerst muss ich wissen, was genau geplant ist." Auch ist unklar, wie groß der Einfluss der Italiener auf den Konzern tatsächlich ist – stimmberechtigte Aktien können noch bis zum 3. Juni gemeldet werden. Gespräche über eine strategische Zusammenarbeit liefen aktuell nicht, sagt Beaujean. Er schließt sie aber offenbar nicht aus. Sein Amtsvorgänger Max Conze hatte diesbezügliche Annäherungsversuche abgelehnt.

Zudem erklärt Beaujean, sich nach der Corona-Krise von Beteiligungen der Sparte Nucom trennen zu wollen. Zum Portal-Portfolio des Senders gehören unter anderem die Dating-Plattform Parship und der Parfümhändler Flaconi. Um zu sparen, schließt Beaujean auch eine Erweiterung von staatlichen Lohnsubventionen in seinem Unternehmen nicht aus: "Noch brauchen wir die Kurzarbeit im Kerngeschäft nicht. Aber wir haben den Rahmen dafür verhandelt und könnten jederzeit damit loslegen." Derzeit befinden sich laut "FAZ" 500 Beschäftigte des Konzerns in Kurzarbeit.
handelsblatt.com, sueddeutsche.de, "FAZ" S. 21 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Wie Giano Holding die italienische Presselandschaft beeinflusst.

Lese-Tipp: Ein Viertel aller italienischen Zeitungen und Magazine geht an die Unternehmerfamilie Agnelli und ihre Giano Holding - eine "tektonische Verwerfung großen Ausmaßes", analysiert Italien-Korrespondent Oliver Meiler für die "Süddeutsche Zeitung". Insbesondere stelle sich die Frage, ob die zwei vom Deal betroffenen Tageszeitungen, "La Repubblica" und "La Stampa", in ihrer bisherigen politischen Prägung bestehen bleiben. Bei der "Repubblica" geht es zusätzlich um Stellen: Mehr als 100 der 350 festangestellten Redakteure müssen vermutlich gehen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background Übernahme), turi2.de (Background "La Repubblica")

Maurizio Molinari wird Chefredakteur der italienischen “La Repubblica”.

Italien: Maurizio Molinari wird Chefredakteur der linksliberalen "La Repubblica", zweitgrößte Tageszeitung des Landes. Er folgt auf Carlo Verdelli, der in den vergangenen Monaten Morddrohungen aus der neofaschistischen Szene bekam, und kommt im Rahmen des Übergangs der Medienholding Gedi von der bisherigen Besitzerfamilie De Benedetti an die Familie Agnelli. Molinari soll außerdem publizistischer Direktor von Gedi werden.
sueddeutsche.de

Zitat: Der Chefredakteur des “Osservatore Romano” über die verbliebenen 10 Exemplare seiner Zeitung.

"Die gehen an Papst Franziskus, an Bendedikt, an das Staatssekretariat des Vatikans."

Andrea Monda, Chefredakteur der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" gibt Auskunft über die Empfänger der verbliebenen 10 Print-Exemplare seiner Zeitung. Sie werden mit einem normalen Drucker hergestellt; der Druck des "Osservatore" ist in seiner gesamten Geschichte erst zweimal unterbrochen worden.
sueddeutsche.de

Ostermesse: Dunkelheit und Tod haben nicht das letzte Wort, sagt Papst Franziskus.

Ostermesse: Papst Franziskus erinnert im fast leeren Petersdom an die Auferstehung Jesu und erteilt den Segen "Urbi et Orbi". 2020 hätten Christen mehr denn je den Karsamstag als "den Tag der großen Stille" wahrgenommen. "Die Dunkelheit und der Tod haben nicht das letzte Wort", sagt Papst Franziskus in seiner Predigt. Das Osterfest sei eine "Botschaft der Hoffnung".
tagesspiegel.de

Italienische “Vogue” färbt ihr Cover wegen Corona weiß.

Vogue 150Vogue Italia erscheint erstmals mit weißem Cover und ohne Titelfoto. Auf Instagram schreibt Chefredakteur Emanuele Farneti: "Über etwas anderes zu sprechen, während Menschen sterben, Ärzt*innen und Pflegepersonal ihr Leben riskieren und die Welt sich für immer verändert, ist nicht die DNA von Vogue Italia."
rnd.de, instagram.com




 










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Zahl des Tages: Zahl der Corona-Infizierten überschreitet die Mio-Marke.

Zahl des Tages: Mehr als 1 Mio Menschen weltweit sind mit dem Corona-Virus infiziert, sagt eine Erhebung der Johns-Hopkins-Universität. Über 50.000 Menschen sind an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 bereits gestorben. Die meisten Infizierten, mehr als 230.000, gibt es in den USA, danach folgen Italien und Spanien mit jeweils mehr als 110.000.
spiegel.de, bbc.com

Wie geht’s Rom, Michaela Namuth?


Corona-Knast: "Wir sind Luxus-Häftlinge, wir sind hier sehr privilegiert zu zweit in einer großen Wohnung", beschreibt die freie Korrespondentin Michaela Namuth ihre aktuelle Situation in Rom, wo die Ausgangsbeschränkungen nun in die vierte Woche gehen. Im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv berichtet sie aber auch von Menschen, die die Zeit der Quarantäne zu sechst in einer Wohnung verbringen müssen – "da werden dann schon viele Leute nervös und pöbeln in den Schlangen vorm Supermarkt rum".

Sie beschreibt auch, dass die Stimmung der Hausarrestler bei weitem nicht mehr so gut ist, wie am Anfang. Eine Diskussion über die Aufhebung der Ausgangssperre, wie sie in Deutschland bereits geführt wird, gebe es in Italien aber nicht. Das liege auch an der "wirklich dramatischen Lage in der Lombardei". Für ihre Arbeit ändert sich aktuell durch die Quarantäne erst einmal nichts, sagt Namuth. Sie arbeite grundsätzlich an länger angelegten Reportagen, die aktuell alle auf Halde liegen. "Man kann nicht jeden Aspekt des Lebens auf das Corona-Virus runterbrechen", findet Namuth und hofft, dass bald wieder andere Themen aktuell werden.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Michelle Hunziker sammelt Corona-Spenden für die Klinik in Bergamo.

Italien: Michelle Hunziker hat mit ihrem Ehemann Tomaso im Kampf gegen das Corona-Virus Spenden in Höhe von 1,2 Mio Euro gesammelt, schreibt die "Bild am Sonntag". Das Geld soll für Beatmungsgeräte und für zusätzliche Betten im Krankenhaus in Bergamo eingesetzt werden. Die Region in Norditalien ist derzeit besonders stark von der Pandemie betroffen.
"Bild am Sonntag", S. 48 (Paid), #thinkpositive #actpositive

Corona-Pandemie: Papst spendet außer der Reihe den Segen “Urbi et Orbi”.

Corona-Pandemie: Papst Franziskus hat den Segen "Urbi et Orbi" vor einem menschenleeren Petersplatz gesprochen. Der höchste katholische Segen wird sonst nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gespendet. "Tiefe Finsternis hat sich auf unsere Plätze, Straßen und Städte gelegt", sagt Papst Franziskus und ruft die Menschen zu mehr Zusammenhalt in der Krise auf.
spiegel.de

Corona-Krise: Italien will “nicht lebensnotwendige” Unternehmen schließen.

Corona-Pandemie: Die italienische Regierung will alle "nicht lebensnotwendige" Unternehmen und Fabriken schließen. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigt in einer Fernsehansprache an, landesweit die Produktion einzustellen, "die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend, unverzichtbar ist, um unsere grundlegenden Waren und Dienstleistungen sicherzustellen".
n-tv.de

“manager magazin”: P7S1-Aufsichtsratschef Werner Brandt steht kurz vor der Abwahl.

ProSiebenSat.1: Aufsichtsratschef Werner Brandt könnte in der nächsten Hauptversammlung abgesetzt werden, berichtet das "manager magazin". Hinter dem Machtkampf stünden die Großinvestoren – namentlich der tschechische Milliardär Daniel Kretínský sowie der italienische TV-Konzern Mediaset von Ex-Premier Silvio Berlusconi. Die Investoren würden auf dem Weg Vorstandschef Max Conze aus dem Weg räumen wollen, um eine neue Führung zu installieren.
manager-magazin.de

Tourismus in Südtirol plant Image-Kampagne für die Zeit nach Corona.

Post-Corona-PR: Die Tourismusbranche in Südtirol plant bereits Werbemaßnahmen für die Zeit nach der Corona-Epidemie, berichtet der "Spiegel". Die landeseigene Marketingagentur sei beauftragt, Konzepte für eine Mio-schwere Image-Kampagne zu erarbeiten. Die Devise: Wenn alles vorbei ist, müsse in Deutschland kommuniziert werden, "dass wir wieder clean sind".
"Spiegel" 12 / 2020, Seite 65 (Paid)

Italiens Industrieminister will bei 5G keinen Huawei-Ausschluss.

Italien: Industrieminister Stefano Patuanelli will Huawei beim 5G-Netzausbau nicht kategorisch ausschließen, sagt er der Zeitung "La Stampa". Der Minister könne bei entsprechenden Schutzmaßnahmen keine Sicherheitsbedenken erkennen. Der Sicherheitsausschuss des italienischen Parlaments mahnt dagegen zur Vorsicht, Huawei wird Sabotage unterstellt.
handelsblatt.com

Italienische Regierung will Alitalia künftig nicht mehr finanzieren.

Alitalia wird künftig nicht mehr mit Staatskrediten unterstützt, sagt der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli der Zeitung "Il Messaggero". Die Regierung hat diese Woche einen Kredit in Höhe von 400 Mio Euro unterzeichnet, damit das Geschäft weiterlaufen kann. Dies solle "wirklich der letzte Eingriff des Staates für Alitalia" sein.
ilmessaggero.it (Paid) via handelsblatt.com

Fiat-Miteigentümer kaufen Anteile an “La Stampa” und “La Repubblica”

Italien: Die Unternehmerfamilie Elkann-Agnelli, Anteilseigner von Fiat und Ferrari, wird Mehrheitseigner des italienischen Verlags Gedi, Herausgeber der Tageszeitungen "La Stampa" und "La Repubblica". Die Familienholding Exor will der Familie De Benedetti für 102,4 Mio Euro einen Anteil von 43,78 % an Gedi abkaufen und den restlichen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Exor besitzt bereits Anteile am britischen Magazin "The Economist".
manager-magazin.de

P7S1-Chef Max Conze erteilt Fusion mit Mediaset eine Absage.


Mailänder Avancen: Max Conze, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, lehnt eine Fusion mit dem italienischen Medienkonzern Mediaset von Ex-Premier Silvio Berlusconi entschieden ab. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagt Conze: "Ich bin sehr skeptisch, was eine strukturelle Verschmelzung unserer Unternehmen angeht. Das wäre zwar nicht unmöglich, aber die überschaubaren Synergien würden eine Verschmelzung nicht rechtfertigen." Die Umsetzung wäre "komplex, langwierig und teuer". Mediaset hat ihre Anteil an ProSiebenSat.1 kürzlich auf 15,1 % erhöht und ist nun mit Abstand größter Anteilseigner. Eine weitere Aufstockung "würde mich nicht überraschen", sagt Conze.

An diesem Montag trifft er sich mit den Italienern, um zu besprechen, "wie Mediaset sich das Engagement insgesamt vorstellt". Unter dem Namen "Media for Europe" baut Mediaset derzeit eine Holding mit Sitz in Amsterdam auf. Lieber als eine Fusion wäre Conze die Zusammenarbeit in technischer Hinsicht, etwa bei der Streaming-Plattform Joyn. Das Interesse sei in ganz Europa groß, Gespräche liefen bereits. Vor wenigen Tagen hat Joyn ein Bezahlangebot gestartet, Conze rechnet jedoch damit, "dass der Großteil der Nutzer Joyn frei nutzen wird".
"Süddeutsche Zeitung", S. 16 (Paid), focus.de (Zusammenfassung)

“Wirtschaftswoche”: Berlusconis Mediaset könnte mehr von ProSiebenSat.1 wollen.

ProSiebenSat.1 fürchtet offenbar die Expansionspläne von Anteilseigner Mediaset, berichtet Peter Steinkirchner. Der Medienkonzern von Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi hat seinen Anteil kürzlich auf 15,1 % erhöht und baut ins Amsterdam die Holding Media For Europe auf. In Unterföhring mache das Szenario die Runde, Mediaset könnte P7S1-Aktionären Media-for-Europe-Papiere zum Tausch anbieten, ein Deal mit politischer Sprengkraft.
"Wirtschaftswoche" 49/2019, S. 60/61 (Paid)

ProSiebenSat.1 sträubt sich gegen eine engere Zusammenarbeit mit Mediaset.

ProSiebenSat.1: Berlusconis Mediaset will die Sendergruppe in die europäische Dachgesellschaft Media For Europe eingliedern, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Doch ProSiebenSat.1-Chef Max Conze wolle weiterhin nur die vereinbarte punktuelle Zusammenarbeit, um mit ProSiebenSat.1 unabhängig zu bleiben.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Mediaset prüfe Holding für TV-Allianz mit ProSiebenSat.1.

Mediaset plant für eine europaweite TV-Allianz mit ProSiebenSat.1 eine gemeinsame Dachgesellschaft in den Niederlanden oder in Belgien, schreibt die italienische Zeitung "Il Messaggero". Berlusconis Mediaset wolle mit dem Kauf der Anteile einem ungenannten US-Konzern zuvorkommen, der Interesse an ProSiebenSat.1 habe.
manager-magazin.de, reuters.com, turi2.de (Background)

Update 15:08 Uhr: ProSiebenSat.1 dementiert Pläne für eine gemeinsame Holding mit dem italienischen Medienkonzern Mediaset. "Wir sind nicht an solchen Diskussionen beteiligt", erklärt Vorstandschef Max Conze.
wuv.de

Berlusconis Mediaset kauft knapp 10 % von ProSiebenSat.1.

Mediaset, italienischer Medienkonzern in der Hand der Berlusconis, erwirbt 9,6 % der Anteile an ProSiebenSat.1. Der Konzern unter Leitung von Pier Silvio Berlusconi, dem Sohn des früheren italienischen Ministerpräsidenten, bekommt damit auch knapp 10 % der Stimmrechte, er spricht von einem "freundlichen Anteilserwerb" und langjähriger Verbundenheit über das Senderbündnis EMA. Sie "Süddeutsche Zeitung" glaubt, dass die Italiener beim Münchner Konzern nicht sonderlich willkommen sind.
presseportal.de, sueddeutsche.de