Fiat-Miteigentümer kaufen Anteile an “La Stampa” und “La Repubblica”

Italien: Die Unternehmerfamilie Elkann-Agnelli, Anteilseigner von Fiat und Ferrari, wird Mehrheitseigner des italienischen Verlags Gedi, Herausgeber der Tageszeitungen "La Stampa" und "La Repubblica". Die Familienholding Exor will der Familie De Benedetti für 102,4 Mio Euro einen Anteil von 43,78 % an Gedi abkaufen und den restlichen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Exor besitzt bereits Anteile am britischen Magazin "The Economist".
manager-magazin.de

P7S1-Chef Max Conze erteilt Fusion mit Mediaset eine Absage.


Mailänder Avancen: Max Conze, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, lehnt eine Fusion mit dem italienischen Medienkonzern Mediaset von Ex-Premier Silvio Berlusconi entschieden ab. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagt Conze: "Ich bin sehr skeptisch, was eine strukturelle Verschmelzung unserer Unternehmen angeht. Das wäre zwar nicht unmöglich, aber die überschaubaren Synergien würden eine Verschmelzung nicht rechtfertigen." Die Umsetzung wäre "komplex, langwierig und teuer". Mediaset hat ihre Anteil an ProSiebenSat.1 kürzlich auf 15,1 % erhöht und ist nun mit Abstand größter Anteilseigner. Eine weitere Aufstockung "würde mich nicht überraschen", sagt Conze.

An diesem Montag trifft er sich mit den Italienern, um zu besprechen, "wie Mediaset sich das Engagement insgesamt vorstellt". Unter dem Namen "Media for Europe" baut Mediaset derzeit eine Holding mit Sitz in Amsterdam auf. Lieber als eine Fusion wäre Conze die Zusammenarbeit in technischer Hinsicht, etwa bei der Streaming-Plattform Joyn. Das Interesse sei in ganz Europa groß, Gespräche liefen bereits. Vor wenigen Tagen hat Joyn ein Bezahlangebot gestartet, Conze rechnet jedoch damit, "dass der Großteil der Nutzer Joyn frei nutzen wird".
"Süddeutsche Zeitung", S. 16 (Paid), focus.de (Zusammenfassung)

“Wirtschaftswoche”: Berlusconis Mediaset könnte mehr von ProSiebenSat.1 wollen.

ProSiebenSat.1 fürchtet offenbar die Expansionspläne von Anteilseigner Mediaset, berichtet Peter Steinkirchner. Der Medienkonzern von Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi hat seinen Anteil kürzlich auf 15,1 % erhöht und baut ins Amsterdam die Holding Media For Europe auf. In Unterföhring mache das Szenario die Runde, Mediaset könnte P7S1-Aktionären Media-for-Europe-Papiere zum Tausch anbieten, ein Deal mit politischer Sprengkraft.
"Wirtschaftswoche" 49/2019, S. 60/61 (Paid)

ProSiebenSat.1 sträubt sich gegen eine engere Zusammenarbeit mit Mediaset.

ProSiebenSat.1: Berlusconis Mediaset will die Sendergruppe in die europäische Dachgesellschaft Media For Europe eingliedern, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Doch ProSiebenSat.1-Chef Max Conze wolle weiterhin nur die vereinbarte punktuelle Zusammenarbeit, um mit ProSiebenSat.1 unabhängig zu bleiben.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Mediaset prüfe Holding für TV-Allianz mit ProSiebenSat.1.

Mediaset plant für eine europaweite TV-Allianz mit ProSiebenSat.1 eine gemeinsame Dachgesellschaft in den Niederlanden oder in Belgien, schreibt die italienische Zeitung "Il Messaggero". Berlusconis Mediaset wolle mit dem Kauf der Anteile einem ungenannten US-Konzern zuvorkommen, der Interesse an ProSiebenSat.1 habe.
manager-magazin.de, reuters.com, turi2.de (Background)

Update 15:08 Uhr: ProSiebenSat.1 dementiert Pläne für eine gemeinsame Holding mit dem italienischen Medienkonzern Mediaset. "Wir sind nicht an solchen Diskussionen beteiligt", erklärt Vorstandschef Max Conze.
wuv.de

Berlusconis Mediaset kauft knapp 10 % von ProSiebenSat.1.

Mediaset, italienischer Medienkonzern in der Hand der Berlusconis, erwirbt 9,6 % der Anteile an ProSiebenSat.1. Der Konzern unter Leitung von Pier Silvio Berlusconi, dem Sohn des früheren italienischen Ministerpräsidenten, bekommt damit auch knapp 10 % der Stimmrechte, er spricht von einem "freundlichen Anteilserwerb" und langjähriger Verbundenheit über das Senderbündnis EMA. Sie "Süddeutsche Zeitung" glaubt, dass die Italiener beim Münchner Konzern nicht sonderlich willkommen sind.
presseportal.de, sueddeutsche.de

Bundesregierung will Huawei bei 5G-Ausbau nicht ausschließen.

5G: Die Bundesregierung will Huawei beim Netzausbau nicht kategorisch ausschließen, schreibt das "Handelsblatt". Das Kabinett will mit neuen Sicherheitsvorschriften die Spionage und Sabotage durch China verhindern. Auch Italiens Regierung erklärt, Huawei bei 5G nicht explizit ausschließen zu wollen. Dem chinesischen Konzern wird Datenspionage unterstellt.
handelsblatt.com (Deutschland), spiegel.de,
handelsblatt.com (Italien), turi2.de (Background)

Bild des Tages: Eine Razzia gegen die italienische Mafia führt Ermittler auch nach NRW.


Cosa Knastra: Im nordrhein-westfälischen Pulheim bleiben sie Rolläden an einer Osteria heute geschlossen. Bei einer großangelegten Razzia gegen die italienische Mafia in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien verhaftet die Polizei einen der mutmaßlichen Haupttäter in der Nähe von Köln. Der Besitzer werde der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation beschuldigt und soll an "Kokainhandel in sehr, sehr umfangreichen Maße" beteiligt gewesen sein. (Foto: Oliver Berg / dpa / Picture Alliance)

Sky-Italia-Chef Andrea Zappia wird Sky-CEO für Kontinentaleuropa.

Sky befördert Andrea Zappia, bisher Chef von Sky Italia, zum CEO für Kontinental-Europa, berichtet Quotenmeter. Er verantwortet alle Märkte außerhalb Großbritanniens, also Deutschland, Österreich und Italien sowie die Schweiz und Spanien, wo Sky als Streamingdienst aktiv ist. Zappia ist damit neuer Chef von Sky-Deutschland-CEO Carsten Schmidt, der weiter im Amt bleibt.
quotenmeter.de, ilsole24ore.com (italienisch)

Herausgeber des italienischen “L’Espresso” wollen Internetseite des Magazins schließen.

L'Espresso, italienische Wochenzeitschrift, steht nach dem Willen der herausgebenden Gedi-Gruppe vor der Schließung ihrer Internetseite. Zusätzlich habe das Management der gesamten Redaktion einen neuen "Solidaritäts-Vertrag" vorgelegt, der die Kürzung der Journalistengehälter um 30 % vorsieht. Die Angestellten lehnen kategorisch ab und drohen mit Streik und "anderen Formen des Kampfes".
espresso.repubblica.it (italienisch)

Italienische Rai macht umstrittenen Marcello Foa zu ihrem Präsidenten.

Italien: Der Mailänder Journalist Marcello Foa, 55, wird neuer Präsident des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Rai. Foa ist wegen seiner extremen und radikalen Ansichten umstritten. Er war Chefredakteur der Tessiner Tageszeitung "Corriere del Ticino" und zuvor lange für "Il Giornale" tätig, die Tageszeitung von Ex-Premiwe Silvio Berlusconi.
deutschlandfunk.de, derstandard.at

Berichte: Modekonzern Michael Kors schluckt Versace.

Versace steht vor dem Verkauf an den Modekonzern Michael Kors. Der US-Konkurrent habe eine Übernahme-Vereinbarung für das italienische Luxus-Modelabel unterzeichnet und zahle 2 Mrd Dollar, berichtet Reuters. Eine offizielle Ankündigung soll folgen. Versace ist weitgehend in der Hand der Familie des verstorbenen Gründers Gianni Versace. Der Finanzinvestor Blackstone besitzt 20 %, werde aber aussteigen.
handelsblatt.com, handelsblatt.com (Kommentar)

Ronaldo-Trikots bescheren Juventus Turin einen Mio-Umsatz.

Juventus Turin hat schon vor seinem Antritt einen Teil der Ablöse für Starkicker Cristiano Ronaldo wieder eingespielt. In den ersten 24 Stunden nach Bekanntgabe des Transfers hat Juve 520.000 Trikots mit dem Namen Ronaldo und der Nummer 7 drauf verkauft - ein Umsatz von mindestens 50 Mio Euro. Kein offizielles Fan-Produkt ist wohl das Ronaldo-Klopapier.
manager-magazin.de (Trikots), mashable.com (Klopapier)

Springer bringt Upday auf Samsungs Smart TV QLED.

Springer vorinstalliert seine News-App Upday auch auf Samsungs Smart TV QLED in zwölf europäischen Ländern, darunter u.a. Deutschland, Großbritannien und Italien. Upday kann so in Samsungs Ambient Modus verwendet werden, in dem sich der smarte Fernseher an den Hintergrund der Wand anpasst. Upday ist bereits für Samsungs Smartphones, Smartwatches und intelligente Kühlschränke verfügbar.
axelspringer.de

SpOn hat in Italien Ärger wegen Fleischhauers Schnorrer-Kolumne.

Spiegel Online reagiert auf wütende Reaktionen in Italien auf einen Text des Kolumnisten Jan Fleischhauer. Chefredakteurin Barbara Hans glättet die Wogen gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, indem sie sagt, das Stück gebe nicht die Ansichten des "Spiegel" wieder. Spiegel Online legt Wert auf die Feststellung, dass dies keine Distanzierung von Fleischhauers Beitrag sei, es gelte ein "breiter Binnenpluralismus". Fleischhauer hatte unter der Überschrift "Die Schnorrer von Rom" die Metapher vom undankbaren Bettler ausgebreitet und argumentiert, "die Sache", also Italiens fiskales Verhältnis zur EU, laufe "auf eine Erpressung hinaus". Zeitungen wie der "Corriere della Sera" schrieben darüber, Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella bezeichnete Fleischhauers Kommentare als "inakzeptabel und grotesk".
ansa.it (englisch) via finanzmarktwelt, spiegel.de (Fleischhauer)

Italienisches Satiremagazin “Vernacoliere” ist das letzte Print-Einhorn.

Italien: "Il Vernacoliere" ist das einzige Print-Satiremagazin, das den Wandel des italienischen Medienkonsums überlebt hat, schreibt Manfred Schuchmann. Das Magazin gibt es nur in Livorno. Mario Cardinali ist Gründer, Herausgeber, Chefredakteur und Leitartikler in Personalunion, seine Lieblingsfeinde sind der Papst, die katholische Kirche und Italiens Politiker. Werbeanzeigen lehnt er seit jeher ab. Viele Autoren schreiben ohne Honorar für das Heft, die meisten unter Pseudonym.
deutschlandfunk.de

Italien: Fußball-Rechte für die Serie A müssen neu ausgeschrieben werden.

Italienische Fußball-Liga muss ihre Rechte für den Zeitraum von 2018 bis 2021 neu ausschreiben, entscheidet ein italienisches Gericht. Die Rechte-Vergabe der Serie A an die spanische Rechteagentur Mediapro für 1,05 Mrd Euro sei nicht rechtens gewesen. Rechteinhaber Sky, der 800 Mio Euro geboten hatte, hat gegen die Komplett-Vergabe geklagt. Die Neu-Vergabe könnte nun einen erheblich geringeren Betrag einspielen.
quotenmeter.de

Facebook erweitert Faktenchecks auf Fotos und Videos.

Facebook-LogoFacebook weitet Faktenchecks aus und überprüft künftig neben Nachrichtenangeboten auch Fotos und Videos. Das soziale Netzwerk zielt damit besonders auf Memes mit umstrittenen Inhalten ab, die nicht mehr viral gehen sollen. Der Schritt erfolgt insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen in Italien sowie die Halbzeitwahlen in den USA, die Facebook so vor Manipulation schützen will.
techcrunch.com

Fiat Chrysler erwägt Abspaltung seiner Elektronik-Tochter, berichtet Reuters.

Fiat Chrysler prüft die Abspaltung der Elektronik-Tochter Magneti Marelli, berichtet Reuters. Durch eine Börsennotierung am Aktienmarkt in Mailand soll der Elektronik-Spezialist demnach flexibler werden. Fiat-Chrysler-Investoren sollen Dividendenpapiere an Magneti Marelli im Verhältnis zu ihrer bestehenden Beteiligung an Fiat Chrysler bekommen.
reuters.com

Bild des Tages: Wintereinbruch lädt zur Schneeballschlacht im Vatikan.


Schlacht von Rom: Der Petersplatz liegt unter einer dicken Schneedecke, der Petersdom ist im Schneegestöber nur schemenhaft erkennbar. Die Besucher im Vatikan lassen sich die Möglichkeit nicht entgehen und liefern sich eine Schneeballschlacht. Der Wintereinbruch bringt Rom den ersten Schnee seit dem Jahr 2012. (Foto: Alessandra Tarantino / AP Photo / Picture Alliance)

Bild des Tages: Berlusconi entzückt seine Anhänger.


Superstar Silvio: Eine Anhängerin Berlusconis hält freudestrahlend seine Hand und grinst breit in die Kamera, die Menge rundrum zückt die Handys und singt "Silvio, Silvio, Silvio". Imageprobleme scheint der Medienmogul zumindest in Rom nicht zu haben. Er trifft sich heute mit Manfred Weber, dem Fraktionsvorsitzenden der Europäischen Volkspartei. (Foto: Ettore Ferrari / AP / picture alliance)

Starbucks wagt sich 2018 nach Italien, ins Mutterland des Espresso.

Starbucks wagt sich dieses Jahr auf den heißen italienischen Kaffee-Markt, schreibt Sven Prange. Im vierten Anlauf versucht der 25.000-Filialen-Konzern das Land zu erobern, das schon 130.000 Espressobars hat. Starbucks baut eine Rösterei mit Shop in der ehemaligen Mailänder Post. Am Ende könnten neben Starbucks auch die Traditionsmarken Illy, Lavazza und Zanetti überleben – eine Konzentration zulasten kleiner Café-Betreiber.
wiwo.de

Luxemburg klagt gegen EU-Beschluss, Steuern von Amazon nachzufordern.


Steuern? Nein, danke: Luxemburg lehnt die Forderung der EU, Steuergelder von Amazon nachzufordern, ab und klagt stattdessen gegen den Beschluss der EU-Kommission, rund 250 Mio Euro vom US-Riesen einzutreiben. Luxemburg sagt, es habe Amazon keinen "selektiven Vorteil" gewährt.

Die EU meint, Amazon habe nur ein Viertel der Steuern gezahlt, die andere Firmen abführen mussten, dies verstoße gegen das Wettbewerbsrecht. Indessen zahlt Amazon in Italien 100 Mio Euro für ausstehende Steuern für den Zeitraum 2011 bis 2015 nach.
faz.net, wiwo.de (Italien), turi2.de (Background)

Italien plant Gesetz gegen Fake News nach deutschem Vorbild.

Italien, oder genauer die regierende Demokratische Partei, plant die Einführung eines Gesetzes gegen die Verbreitung von Fake News. Die Pläne sehen vor, soziale Netzwerke mit mehr als einer Mio registrierten Nutzern in Italien dazu zu verpflichten, Fake News zu löschen. Andernfalls drohen Geldstrafen von bis zu 5 Mio Euro. Das Gesetz ähnelt dem vom Bundestag beschlossenen Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Deutschland.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Analyse: Blatt-Reform ist für “La Repubblica” eine “kleine Revolution”.

La Repubblica, Italiens zweitgrößte Zeitung, begeht mit ihrer Blatt-Reform eine "kleine Revolution", urteilt Oliver Meiler. Die Zeitung sei mit neuem Layout, Schrift und Struktur besser geordnet und verständlicher. La Repubblica will eine klarere Identität entwickeln, indem sie mehr Themen weglässt und die Kommentar-Seiten verdoppelt.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Urbano Cairo wurde vom Berlusconi-Assistenten zum mächtigen Medienmacher.

Lese-Tipp: Oliver Meiler porträtiert Urbano Cairo, einen der derzeit einflussreichsten Verleger Italiens. Seine Karriere begann Urbano Cairo als Assistent von Silvio Berlusconi, bei dem er sich mit einem dreisten Telefonanruf bewarb. Mittlerweile weist sein Werdegang viele Parallelen zu Berlusconi auf - auch politische Ambitionen werden Cairo nachgesagt.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31 (Paid)

Basta: Eine Verjüngungskur zeigt, wie alt Berlusconi aussieht.

Haarige Zeiten: Medienmogul Silvio Berlusconi drängt zurück auf die politische Bühne und setzt auf frische Bilder. Vor Ostern kuschelte er noch mit reichlich Haar auf dem Kopf mit Lämmern, nun folgte die Verjüngungskur im Spa. Doch die Aktion geht nach hinten los. Auf einem Foto aus dem Jungbrunnen entdeckt man vor allem eins: die bisher kaschierte Glatze auf Berlusconis Haupt.
faz.net, instagram.com

Mediaset reicht eine neue Klage gegen Vivendi ein.

Mediaset reicht eine neue Klage gegen Vivendi ein, sagt Verwaltungsratspräsident Fedele Confalonieri. Der Konzern wirft dem französischem Konkurrent Vertragsbruch, unloyale Konkurrenz und Verletzung des Medienpluralismus-Gesetzes vor. Das gescheiterte Abkommen mit Vivendi sei zu "einer starken Hürde in der Entwicklung" von Mediaset geworden.
derstandard.at, turi2.de (Background)