Patricia von Berg leitet das Nachrichtenressort der Mediengruppe RTL.

Personalrochade: Die Mediengruppe RTL macht Patricia von Berg zur Leiterin des Nachrichten-Ressorts der neuen Zentralredaktion, berichtet Marvin Schade von Medieninsider. Von Berg wird damit Nachfolgerin von Jan-Oliver Schütz, dessen Zukunft noch ungeklärt ist. Damit geht das Stühlerücken weiter, erst vor wenigen Tagen hat sich RTL von Chefredakteurin Tanit Koch getrennt und sein Team für die Zentralredaktion neu aufgestellt.
medieninsider.com, turi2.de (Background)

Richard Gutjahr verlässt Media Pioneer ebenfalls.

Media Pioneer: Auch Journalist und Blogger Richard Gutjahr geht bei Gabor Steingart von Bord, bestätigt er "Clap". Gutjahr hatte Ende Januar bei Media Pioneer angeheuert - als Digital-Experte und Co-Host des Tech Briefings Podcast. Erst gestern hat Daniel Fiene seinen Abschied von Steingart bekannt gegeben.
turi2.de, turi2.de (Background)

Update 29.11.: Media Pioneer teilt mit, dass Richard Gutjahr bereits seit längerer Zeit "ohne Streit" ausgeschieden ist. Der Abgang von Daniel Fiene habe damit nichts zu tun.

Hör-Tipp: Gabor Steingart spricht mit Verena Bender über Personal Branding.

Hör-Tipp: Gabor Steingart spricht im Personal-Branding-Podcast mit Verena Bender über seine Liebe zur Unbequemlichkeit – die ein Grund dafür war, warum er sich nach seiner Zeit beim "Handelsblatt" selbstständig gemacht und nicht wieder eine Festanstellung gesucht hat. Mit der Gründung habe er eine alte Idee wiederbelebt, die er vor 15 Jahren nach dem Zusammenbruch der New Economy mangels Kapital aufgeben musste.
soundcloud.com, podcasts.apple.com (44-Min-Audio)

Zitat: Jakob Augstein verabschiedet sich von Twitter und Facebook.

"Man kann bei Twitter ein großes Rad drehen, aber es ist eben eines, das sich dauernd durch die Scheiße dreht."

Verleger Jakob Augstein erklärt im Medieninsider-Interview von Marvin Schade, warum er sich aus den sozialen Netzwerken verabschiedet hat. Die "Die Mischung aus Dummheit, Aggression und Mangel an Fantasie" in der Corona-Krise habe ihm den Rest gegeben.
medieninsider.de (Paid), news.gaborsteingart.com (Auszüge)

Klick-Tipp: Journalistic Pioneers besuchen deutsche Medien-Startups.

Klick-Tipp: In der YouTube-Serie Journalistic Pioneers porträtiert Johannes Meyer Startups in der deutschen Medienszene. In zunächst acht Folgen - die erste ist ab heute online - spricht er mit Gründer*innen unter anderem über innovative Erzählformen und neue Geschäftsmodelle. In der Pilotfolge sind Doris Wiedemann und Lena Späth zu Gast, die in München The Story Market gegründet haben, ein Portal, das freie Journalist*innen im Ausland mit Medienhäusern vernetzt.
journalistic-pioneers.de, youtube.com (10-Min-Folge)

Renner: RTL streut bewusst Zweifel am Führungsstil von Tanit Koch.

Auf Tanit gebissen: RTL lanciert bewusst die Aussage, Tanit Koch habe einen umstrittenen Führungsstil an den Tag gelegt, schreibt Kai-Hinrich Renner. Gegen einen solchen spreche, dass die RTL-Gruppe Koch vor ihrem Abschied eine andere Aufgabe angeboten hat, was sie jedoch abgelehnt hat. Auch seien die Mitarbeitenden nicht unzufrieden gewesen, hört Renner aus dem RTL-Umfeld. Den Hintergrund der Trennung sieht Renner vielmehr darin, das RTL doch keine wirkliche Zentralredaktion anstrebt. Die vorgestellte Struktur sieht nun Chefredakteure für vier Abteilungen vor, die weitestgehend den derzeitigen RTL-Töchtern entsprechen. Niemand führt alle Abteilungen als Chefredakteur*in.

DWDL und das "Hamburger Abendblatt" hatten berichtet, Kochs Führungsstil sei bei der Mediengruppe nicht auf Gegenliebe gestoßen. Das "Handelsblatt" schrieb heute gar, Koch habe "die Empathie und auch die soziale Kompetenz gefehlt" für den Job, sie sei mit der Steuerung von 700 Journalist*innen "überfordert gewesen" und "in der Fernsehwelt nie richtig angekommen".
berliner-zeitung.de (frei nach Anmeldung), turi2.de ("Handelsblatt" zu Koch), turi2.de (neues RTL-Team)

Eine der Störer*innen im Bundestag schrieb Gastbeiträge für “Tichys Einblick”.

Störer im Bundestag: Bei der Frau, die gestern Minister Peter Altmaier gefilmt und beschimpft hat, handelt es sich laut Berichten von Zeit Online und weiterer Medien um die ehemalige Flüchtlingshelferin und mittlerweile rechte Aktivistin Rebecca Sommer. Sommer, die Altmaier u.a. als "Arschloch" bezeichnete, schrieb auch zwei unbezahlte Gastbeiträge (u.a. Report aus Moria) für das Online-Magazin "Tichys Einblick". Bezahlte Mitarbeiterin sei sie nicht gewesen, betont Roland Tichy gegenüber turi2. Als Gast in den Bundestag kam Sommer laut Berichten auf Einladung des AfD-Abgeordneten Petr Bystron, was dieser bestreitet.
zeit.de, deutschlandfunk.de, handelsblatt.com, turi2 - eigene Infos

Ex-“Bild”-Chefredakteur Günter Prinz ist tot.

Günter Prinz ist tot. Der Ex-"Bild"-Chefredakteur und ehemalige Springer-Vorstand ist mit 91 Jahren gestorben, twittert Kai Diekmann. Prinz pushte die Auflage der Zeitung in den 70ern mit einem "Mix aus Sex, Facts und Fiction, aus Politik, Verbrechen und Verbrauchertipps" auf mehr als fünf Mio und erfand bei Springer unter anderem Ein Herz für Kinder sowie die Ableger "Bild der Frau" und "Auto Bild".
twitter.com, bild.de, spiegel.de, wikipedia.de (Prinz)

Basta: der weiße, lesefaule Mann.

Lese-Empfehlung: Comedian Dieter Nuhr kritisiert in seiner ARD-Sendung das Buch von Journalistin Alice Hasters, mit dem sie über Rassismus aufklärt, als rassistisch für Weiße. Ihr Buch sei "in den USA ein Renner" und begünstige Trumps Erfolg. Da es dort nicht erschienen ist, erweist sich der Titel als selbsterfüllende Prophezeiung: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten.
t-online.de, stern.de, dirkvongehlen.de

Hannah Suppa wird neue Chefredakteurin der “Leipziger Volkszeitung”.

Madsack macht Hannah Suppa, 37, zur Chefredakteurin der "Leipziger Volkszeitung". Ihr Vorgänger Jan Emendörfer, 57, wechselt konzernintern in die Hauptstadtredaktion des Redaktionsnetzwerks Deutschland, wo er als Chefkorrespondent für Osteuropa und Russland wirken soll. Suppa ist derzeit Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation im Regionalen bei Madsack und wird diese Funktion auch weiter ausführen. Zuvor war sie Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung".
madsack.de

Gewerkschaften: Angriffe auf Journalist*innen nehmen zu.

Angriffe auf Jurnalist*innen: nehmen in den vergangenen Monaten deutlich zu, sagen Gewerkschaften. Sie sprechen dabei insbesondere von den Querdenken-Demonstrationen, die sich in ihren Augen zunehmend radikalisieren. In Leipzig hat sich "eine völlig neue Dimension" an Gewalt offenbart, sagt die DJU-Vorsitzende Tina Groll (Foto). Sie beklagt zudem, dass die Polizei ihrer Aufgabe, die Pressefreiheit durchzusetzen, nicht nachgekommen sei.
deutschlandfunk.de (mit 6-Min-Interview-Audio)

DJV und ROG fordern, verdeckte Aufnahmen nicht pauschal zu verbieten.

Versteckte Kamera: Der DJV und ROG fordern eine Reform des § 201 StGB, der die Aufnahme und Veröffentlichung des "nichtöffentlich gesprochenen Worts" bei Strafe untersagt. Die einzige Ausnahme - "überragendes öffentliches Interesse" - sei für den Journalismus "unzureichend" und schaffe Rechts­unsicherheit. Auslöser ist ein Verfahren gegen einen Reporter vom RTL-"Team Wallraff".
uebermedien.de

ARD-Sender fördern mit Projekten mehr Diversität im Programm.

Diversität im Journalismus: Der BR fördert mit dem Projekt Puls Talente seit Sommer gezielt Menschen mit interkulturellem Hintergrund, die sonst nicht den Weg in die Redaktionen finden würden. Die fünf Talente, drei Frauen und zwei Männer, sollen Geschichten aus anderen Perspektiven erzählen, berichtet Burkhard Schäfers im Deutschlandfunk. Auch andere ARD-Sender fördern Nachwuchs-Journalist*innen mit "medien-untypischen Biografien".
deutschlandfunk.de (mit 6-Min-Audio)

Boris Rosenkranz: Datenprojekt zu ARD-Volos ist nicht repräsentativ.

ARDStudien-Kritik: Das Datenprojekt, das die Diversität der ARD-Volos untersucht, erfasst nur 57 % der Nachwuchsjournalist*innen und gibt daher nur ein bruchstückhaftes Bild ab, schreibt Boris Rosenkranz. In der Rezeption stellt er zudem fest, dass es den Kommentierenden meist nicht um Ursachen für die politische Tendenz nach links geht. Sie nutzten das Untersuchungsergebnis nur als Bestätigung für Kritik.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Basta: Baron von Relotiushausen.

Is' klar, Claas: Netflix wollte gemeinsam mit Claas Relotius eine Doku-Dramaserie zu seinem Fall entwickeln, schreibt Kai-Hinrich Renner. Aus dem Projekt wird aber nichts, der Streamingdienst hat es ad acta gelegt. Das dokumentarisch-vertrauenswürdige Niveau einer Serie, die sich in entscheidenden Punkten auf die Aussagen eines ertappten Lügenbolds stützt, dürfte eine Rolle gespielt haben. Wie Renner hört, hatte auch Juan Moreno keine Lust auf Reanimation der redaktionellen Zusammenarbeit.
berliner-zeitung.de (Paid)

Wir graturilieren: Lars Haider wird 51.


Wir graturilieren: Lars Haider, Chefredakteur des “Hamburger Abendblatts”, feiert heute seinen 51. Geburtstag­ im Home-Office und ist darüber nicht verstimmt. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Haider der endgültige Praxis-Beweis, wie gut Home-Office funktioniert. Und dass "Mio Menschen die 'Abendblatt'-Podcasts hören". Für das kommende Jahr wünscht er der Welt und sich einen Impfstoff. Gratulationen bekommt er am allerliebsten per (lustiger) Sprachnachricht, notfalls auch per E-Mail.
turi2.de/koepfe (Profil Haider)

Evangelische Journalistenschule schreibt keinen neuen Jahrgang aus.

Evangelische Journalistenschule: Der aktuelle Jahrgang beendet im Dezember die Ausbildung, ein neuer Jahrgang wurde nicht ausgeschrieben, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der Leiter der EJS solle "die Zeit zu nutzen, um Konzeptionen für das künftige Engagement in der journalistischen Aus- und Fortbildung zu entwerfen". Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, zu der die EJS gehört, schließt die Schule wohl aus Spargründen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Hans Leyendecker prüft rechtliche Schritte gegen den “Spiegel”.

Journalismus: Investigativjournalist Hans Leyendecker erwägt eine Klage gegen den "Spiegel", berichtet EPD. Dass der "Spiegel" eine Aufklärungs­kommission losgeschickt und sich von seiner RAF-Titelgeschichte von 1993 öffentlich distanziert hat, hält er für Verunglimpfung. Leyendecker wirft der Kommission vor, wichtige Details aus seiner Stellungnahme "unzulänglich behandelt" zu haben, das Vorgehen "grenzt an Rufmord".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Das Verhältnis von Sportreporter Rafael Buschmann und Fußballer Robert Lewandowski.

Hör-Tipp: In der aktuellen Folge des Übermedien-Podcasts erklärt Jürn Kruse den besonderen Fall des "Spiegel"-Redakteurs Rafael Buschmann. Er recherchiere eigentlich investigativ, falle aber seit Jahren durch eine Nähe zum Umfeld von Robert Lewandowski (Foto) auf. Er berichtete über Vorwürfe der Steuerhinterziehung gegen den Bundesligaspieler. Nun wird Buschmann vorgeworfen, im Hintergrund in die Erpressung Lewandowskis verwickelt zu sein – und vielleicht nur deshalb im "Spiegel" über den Fußballspieler zu schreiben. Buschmann ist ohnehin kein unbeschriebenes Blatt: Der "Spiegel" hat 2019 seine Beförderung auf Eis gelegt, nachdem Unregelmäßigkeiten in einem Beitrag Buschmanns über Wettbetrug bei der Fußball-WM 2014 bekannt wurden.
uebermedien.de (34-Min-Audio), turi2.de (Lewandowski), turi2.de (Buschmann)

Claudia Buckenmaier leitet ARD-Studio Washington, Detlef Schmitz die NDR-Finanzen.

NDR befördert TV-Journalistin Claudia Buckenmaier (Foto), 56, zur Leiterin des ARD-Studios Washington. Sie folgt auf Stefan Niemann, 54, der nach Hamburg zurückkehrt. Christian Blenker, 45, wird Studioleiter in Stockholm, seine Frau Sofie Donges, 39, kommt als Hörfunkkorrespondentin mit. Detlef Schmitz, 54, wird Leiter der Finanzen des Senders, er folgt auf Axel Kakarott, der in den Ruhestand geht.
ndr.de, dwdl.de

Der DJV sagt wegen Corona seinen Verbandstag ab.

djv-LogoDeutsche Journalisten-Verband sagt seinen für den 8. und 9. November geplanten Verbandstag wegen der aktuellen Corona-Lage und den damit verbundenen Beschränkungen ab. Stattdessen plant der Verband nun verschiedene Thementage in der nächsten Zeit, u.a. zum Rundfunk und zur Medienpolitik. Der Verbandstag sollte erstmals digital stattfinden, allerdings wären zur Organisation 40 Mitarbeitende in Magdeburg zusammen gekommen.
djv.de

“Süddeutsche Zeitung” kann “Aufklärerlogik” der “Spiegel”-Kommission nicht nachvollziehen.

Süddeutsche Zeitung verteidigt ihren Autor Hans Leyendecker gegen das Ergebnis der "Spiegel"-Kommission, die Leyendecker vorwirft, dass seine Version von den Ereignissen 1993 in Bad Kleinen "mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die tatsächlichen Abläufe wiedergibt". Nach der "Aufklärer­logik" der Kommission wäre es für Leyendecker "die einzige Möglichkeit, nicht öffentlich als potenzieller Lügner hingestellt zu werden", seinen Informanten preiszugeben, was er ablehnt. Hans Werner Kilz, ehemaliger "Spiegel"- und "SZ"-Chefredakteur hält es für "völlig unverständlich, wie ein amtierender 'Spiegel'-Chefredakteur ein solches Machwerk" veröffentlichen könne. Der Informantenschutz sei "für einen anständigen Journalisten heilig".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Medieninsider: “Bild”-Chef Julian Reichelt nach Spahn-Besuch in Corona-Quarantäne.


Ihm spahnt nichts Gutes: "Bild"-Chef Julian Reichelt hat sich in Quarantäne begeben, berichtet Medieninsider. Reichelt hatte am Montagabend Jens Spahn, der Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet wurde, in der Redaktion der "Bild" empfangen. In einer E-Mail an die Belegschaft schreibt Reichelt, er habe "rund eine halbe Stunde mit ihm in einem Raum verbracht". Reichelt schreibt weiter: "Damit bin ich ein Erstkontakt und begebe mich nunmehr nach Hause. Zurück kommen werde ich erst kommende Woche, so ich denn negativ getestet worden bin. Auch alle weiteren möglichen Erstkontakte von Jens Spahn informieren wir umgehend."

Laut Medieninsider gibt Reichelt auf Nachfrage an, es gehe ihm gut. Von Symptomen ist bislang keine Rede. Am Mittwochnachmittag hatte das Gesundheitsministerium bekannt gegeben, dass Jens Spahn positiv auf Corona getestet worden sei und sich in häusliche Quarantäne begebe. Er habe bislang nur Erkältungssymptome.
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

Rolf Karepin ist tot.

Rolf Karepin, 56, ist tot. Der Düsseldorfer Journalist, Autor und Blogger mit Mannheimer Wurzeln starb bereits Ende September an den Folgen einer Autoimmunkrankheit. Karepin hatte 1990 zusammen mit Thomas Wengenroth und Peter Turi das PBM Pressebüro Medien gegründet, schrieb u.a. für den Kress Report, Horizont und die "FAZ", sowie für sein eigenes Blog Die dunkle Seite. Karepin hinterlässt eine Frau und eine Tochter. Turi über seinen langjährigen Freund und Wegbegleiter: "Rolf starb, wie er gelebt hat: leise und ohne Aufheben. Rolf war einer der uneitelsten und klügsten Journalisten in diesem Lande."
turi2 - eigene Infos, mark793.blogger.de

Deutsche Medien protestieren gegen US-Pläne, Journalisten-Visa zu begrenzen.

USA: Die Verbände VDZ, BDZV und Vaunet, die Gewerkschaften DJV und dju, sowie ARD und ZDF protestieren in einem gemeinsamen Appell gegen die Pläne der USA, ausländische Journalisten künftig nur noch Arbeitserlaubnisse für kurze Zeit zu genehmigen. Das Heimatschutz-Ministerium der USA plant derzeit, Auslandskorrespondent*innen in Zukunft nur noch für maximal 240 Tage ein Visum zu erteilen. Das Visum soll nur einmal verlängert werden können.
tagesspiegel.de

“New Yorker” suspendiert Autor Jeffrey Toobin.

Horny Homeoffice: Der "New Yorker" suspendiert seinen Autor Jeffrey Toobin, weil er während eines Zoom-Videochats mit Kolleg*innen masturbiert haben soll. Er gab den Vorfall zu, entschuldigte sich und sagte, er habe geglaubt, seine Kamera sei aus. Der "New Yorker" will den Vorfall genauer untersuchen; Toobin, der zusätzlich als Rechtsanalyst für CNN arbeitet, hat sich auch beim Sender "einige Zeit frei genommen".
vice.com, nytimes.com, nypost.com

Martin Noé sieht Kritik am “Manager Magazin” als “Verschwörungstheorie”.

Kein Systemversagen: Chefredakteur Martin Noé wehrt sich gegen die Kritik am "Manager Magazin", die Bahn-Kommunikationschef Oliver Schumacher im Branchenblatt PR-Report geübt hat. Noé bezeichnet dessen Vorwürfe, das "System Manager Magazin" sei durch "Hybris", "elitäres Gehabe", "Häme" und "Schadenfreude" gekennzeichnet, als "Verschwörungstheorie". Sein Magazin schreibe "auch positive Geschichten" - die "Faktenlage" müsse das aber auch hergeben. Mit anonymen Quellen zu arbeiten, sei gerechtfertigt, da es in einem "hierarchischen System" wie der Bahn eine "Opposition, wie man sie in der Politik kennt", nicht gebe. Das "Manager Magazin" nehme es "gelassen bis desinteressiert" hin, dass Schumacher als Medien- und Werbechef der Bahn seit sieben Jahren keine Anzeigen mehr im Heft geschaltet hat.
"PR Report" 5/20 (Paid)

“Neue Presse”: Madsack will auslaufende Stellen nicht mehr besetzen.

madsack_150Madsack will bei der Zusammenlegung der Redaktionen von "Neue Presse" und "Hannoversche Allgemeine Zeitung" Mitte 2021 "einige altersbedingt auslaufende Redakteurs-Stellen" nicht neu besetzen, schreibt Medieninsider. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Madsack reagiere auf "veränderte Arbeitsweisen und neuen Rollen im digitalen Journalismus".
medieninsider.com (Paid)

Meinung: Robert Schneider traut der schnellen Genesung von Donald Trump nicht.

Covid-19 verheilt nicht so schnell, wie US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf behauptet, mahnt "Focus"-Chefredakteur und Ex-Corona-Patient Robert Schneider (Foto). "Dieser Mist" werde die Welt "vielleicht Jahre" gesundheitlich und gesellschaftlich verfolgen. "Ich kenne um die 30 Menschen persönlich, die mit dem Virus im Körper kämpfen – auch wenn einige von ihnen bereits statistisch als genesen aufgeführt werden", schreibt Schneider. Einige berichten von späterem Hautausschlag, Atemnot oder Nervenschäden.
"Focus" 42/2020, S. 3 (Paid)

RND-Korrespondentin Marina Kormbaki wechselt zu Gabor Steingart.

Media Pioneer heuert RND-Korrespondentin Marina Kormbaki, 38, als politische Reporterin an, berichtet Ulrike Simon. Kormbaki nimmt ihre Arbeit spätestens zum 1. April 2021 auf. Sie hat bei der "HAZ" volontiert und arbeitet derzeit im RND-Hauptstadtbüro. Media-Pioneer-Vizechef Gordon Repinski, der selbst vom RND kommt, nennt sie seine "absolute Wunschkandidatin".
horizont.net (Paid)

Meedia: Bernd Runge soll hohen Posten beim Berliner Verlag bekommen.

Berliner Verlag: Bernd Runge, Ex-Verlagschef von Condé Nast, könnte "einen hohen Verlagsposten im Haus" bekommen, berichtet Meedia. Der Verlag wolle die Personalie am Montag verkünden. Bereits Ende September hatte Verleger Holger Friedrich Runge zu einem Redaktions-Workshop eingeladen. Pikant: Runge hat - wie Friedrich - eine Stasi-Vergangenheit.
meedia.de, turi2.de (Background Workshop)

“taz”-Mitarbeiter*innen wählen Anne Fromm in den Vorstand.

taz: Medienredakteurin Anne Fromm, 34, ist neues Mitglied des Vorstands. Die Versammlung der Mitarbeitenden hat sie mit deutlicher Mehrheit in das Leitungsgremium der "taz" gewählt. Fromm folgt auf Fotoredakteurin Isabel Lott, die nicht mehr kandidierte. Als ihr wichtigstes Ziel nennt Fromm den Umbau der täglichen Print-"taz" hin zu einer Wochenzeitung nebst aktuellen Digital-Angebot. Zudem will sie sich für eine Steigerung der "immer noch dürftigen Gehälter" einsetzen.
blogs.taz.de

Wir graturilieren: DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath wird 38.

Wir graturilieren: DWDL-Gründer und -Chefredakteur Thomas Lückerath feiert heute seinen 38. Geburtstag. Weil große Feiern nicht möglich sind, ist er "mit sieben Sachen und einem guten Freund unterwegs, um im Urlaub die letzten Sonnenstrahlen auf einer hübschen Insel einzufangen". Am Abend wird bei einer Flasche Wein angestoßen. Zum Geburtstag blickt Lückerath mit einem Augenzwinkern auf die Krise zurück: DWDL ist "im Gegensatz zu mir schlank genug, um auch schwierige Zeiten gut zu überstehen". Im neuen Lebensjahr wünscht er sich aber weniger Video-Calls und mehr persönliche Treffen.

Heute erreichen Lückerath Glückwünsche zum Geburtstag mit genug Sicherheitsabstand - beispielsweise per E-Mail oder via Twitter. "Im Grunde auf allen Wegen außer Brieftaube".
turi2.de/kopefe (Profil von Thomas Lückerath)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wie geht's der Fernsehbranche, Thomas Lückerath? (Archiv März 2020):

Hör-Tipp: Ulrike Simon ist in den Medienjournalismus “reingerutscht”.

Hör-Tipp: Die Arbeit als Medienjournalistin ist "ein permanenter Zyklus" des Telefonierens und des Kontaktiertwerdens, sagt Ulrike Simon (Foto) im OMR Media-Podcast mit Pia Frey. Bei Gerüchten in Verlagen spüre sie ein "Kribbeln" und wolle wissen, was dahinter steckt. Im Alter von 24 Jahren ist sie in den Medienjournalismus "reingerutscht" als sie nach ihrem Studium ein Volontariat bei "Textintern" absolviert.
omrmedia.podigee.io (50-Min-Audio)