Zahl des Tages: Zahl der österreichischen Journalisten sinkt auf 5.346.

Zahl des Tages: Festangestellte 5.346 Journalisten sowie 600 bis 900 Freie arbeiten in Österreich, sagt der Österreichische Journalismusreport – es werden weniger, auf die der Druck steigt. Das Durchschnittsalter in den Redaktionen liegt laut Report bei 44,5 Jahren, nur jeder Zehnte ist unter 30. Außerdem arbeiten nur 40 % regelmäßig für digitale Kanäle.
derstandard.de

Rui Pinto soll Material der Luanda Leaks an Whistleblower-Plattform gegeben haben.

Oops, he did it again: Rui Pinto, 31, Whistleblower hinter den Football Leaks, soll auch für die Luanda Leaks verantwortlich sein. Er sitzt zur Zeit in Portugal in U-Haft. Die Luanda Leaks geben Hinweise auf Vetternwirtschaft. Die Whistleblower-Plattform PPLAAF, an die Pinto das Material gegeben hat, teilte es zur Prüfung mit dem International Consortium of Investigative Journalists.
sueddeutsche.de

Wir graturilieren: dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger wird 54.

Wir graturilieren: Froben Homburger, Nachrichtenchef der dpa, feiert heute seinen 54. Geburtstag - und zwar "ausgeschlafen, unaufgeregt, altersgerecht". Im vergangenen Jahr war "die 25., 33., 49., 61. und 85. Minute im Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München am 2. November sein absolutes Highlight, verrät der leidenschaftliche Eintracht-Fan. Nach dem 5:1-Heimsieg wünscht sich Homburger im neuen Lebensjahr den Europapokal als Geburtstagsgeschenk. Bevor der Fußballgott den Traum erfüllt, sind Gratulationen zum Geburtstag willkommen, beispielsweise über Twitter. "Gute Wünsche finden immer ihren Weg", gibt sich Homburger nicht nur zu seinem Ehrentag zuversichtlich.

Christa Catharina Müller wird Meedia-Vize, Stefan Winterbauer Leiter Digitales.

Meedia: Stefan Winterbauer ist künftig nicht mehr Teil der Chefredaktion, sondern Leiter Digitales, schreibt DWDL. Ab Februar wird Christa Catharina Müller neue stellvertretende Chefredakteurin bei Meedia. Damit folgt Müller dem neuen Chefredakteur Matthias Oden, der zuvor ebenfalls bei "Werben & Verkaufen" und der Content-Marketing-Agentur C3 arbeitete.
dwdl.de, meedia.de

Zitat: Jan Fleischhauer vermisst bei Verlagsmanagern die journalistische Denke.

"Meine Erfahrung ist, dass auf der Verlagsseite oft Leute sitzen, die von unserem Geschäft nichts verstehen und auch noch stolz darauf sind. Vielleicht geht es uns auch deshalb so schlecht."

Jan Fleischhauer ist froh, dass Burda-Vorstand Philipp Welte "nicht aus dem Controlling" kommt, sagt er im "Journalist"-Interview.
"Journalist" 1/2020, S. 60-66 (Paid)

Brasilien wirft Glenn Greenwald Phone Hacking vor – der Journalist widerspricht.

Brasilien: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Journalisten Glenn Greenwald vor, Teil eriner "kriminellen Organisation" zu sein. Er habe 2019 angeblich Handys von Staatsanwälten und anderen Amtsträgern gehackt. Greenwald bestreitet die Vorwürfe und nennt sie "einen offensichtlichen Versuch, die unabhängige Presse zu attackieren". Greenwald hatte 2013 als Erster über die NSA-Dokumente von Edward Snowden berichtet.
sueddeutsche.de, thedailybeast.com

DJS-Statistik: Absolventen bleiben im Journalismus, verdienen ok.

Journalisten sind doch nicht dem Hungertod geweiht, beruhigt eine Gehaltsumfrage unter den Absolventen der 51. bis 55. Lehrredaktion der DJS. 92 % arbeiten hauptberuflich im Journalismus, zwei Drittel verdienen mehr als 40.000 Euro brutto. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Bruttogehalt von Berufseinsteigern mit akademischem Abschluss liegt laut Springers Jobportal Stepstone bei 44.310 Euro. 62 % der Befragten haben teilgenommen, ein Jahrgang hat 45 Teilnehmer.
djs-online.de

Katharina Pfannkuch wird “Maxi”-Chefredakteurin.

Ocean Global holt Katharina Pfannkuch (Foto), 37, als "Maxi"-Chefredakteurin, schreibt Clap. Sie arbeitet bisher als freie Journalistin. Objektleiterin wird Kirsa Stoltenburg. 36. "Maxi" bekommt beim Lizenznehmer die redaktionellen Säulen Zeitgeist, Stil, Schönheit, Dossier und Leben. Das Heft kommt, anders als bei Bauer, nicht mehr monatlich, sondern zehn Mal im Jahr für 2,90 Euro. Der Verlag plant auch ein Pocket-Format.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Julia Bönisch leitet die digitale Transformation bei Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest holt Julia Bönisch, 39, auf die neu geschaffene Stelle Bereichsleiterin Digitale Transformation und Publikationen. Sie wird Mitglied der Geschäftsleitung. Bönisch hat im Oktober 2019 nach länger andauernden Unstimmigkeiten die "Süddeutsche Zeitung" verlassen, wo sie zuletzt Chefredakteurin von Sueddeutsche.de war. Bei Stiftung Warentest soll sie u.a. das Profil von test.de stärken und neue digitale Angebote entwickeln.
new-business.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Bascha Mika wird heute 66.

Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau
Wir graturilieren: Bascha Mika, Chefredakteurin der "Frankfurter Rundschau", feiert ihren 66. Geburtstag "schön heiß und fettig". Die Journalistin verbringt den Ehrentag "mal nicht mit großer Party, sondern bei Erholung im Schlamm und Ölbad". Die "großartige Zusammenarbeit" mit den Klima-Aktivisten von "Fridays for Future", denen die "Frankfurter Rundschau" die Redaktion für einen Tag überlassen hatte, war für Mika das Highlight des zurückliegenden Jahres. Die Ex-"taz"-Chefin wollte mit der Aktion den Klimaschutz fördern und eine junge Zielgruppe erreichen. Es sei ein "Win-Win" gewesen, da die Aktivisten im Gegenzug "die weniger junge Zielgruppe" der Zeitung erreicht habe.

Gratulation zum Geburtstag sind auf allen Wegen willkommen, beispielsweise per E-Mail. Als besonderes Geschenk sind "coole Videobotschaften" besonders gern gesehen - nicht nur am Geburtstag.

“Münchner Merkur” trennt sich nach erfundenem Papst-Treffen von einem Reporter.


Du sollst nicht lügen: Der "Münchner Merkur" trennt sich von einem freien Mitarbeiter, der sich zuvor mit einem Papst-Treffen schmückte, obwohl er selbst nicht vor Ort war, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der Reporter hatte seinen Text auf Basis von BR-Recherchen verfasst, der gemeinsam mit der Zeitung im Vatikan angefragt hatte. Zum Zeitpunkt des Treffens war der Reporter vom "Münchner Merkur" nicht in Rom, sodass nur der BR den emeritierten Papst Benedikt XVI. besuchte, was der Reporter nicht kenntlich machte.

Anfang Januar titelte der "Münchner Merkur" irreführend "Unsere Zeitung zu Besuch bei Benedikt XVI". Dass der Reporter nicht persönlich vor Ort war, bestätigt der Autor auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung" und bittet für den falschen Eindruck um Entschuldigung. Er wollte sich "umständliche Erklärungen" im Artikel sparen. Für den Text habe der Reporter autorisierte Zitate verwendet.
sueddeutsche.de

Ulrike Simon: Chefredakteur Matthias Daniel führt “Journalist” nach Management-Buyout in Eigenregie.


Journalist: Chefredakteur Matthias Daniel gibt dem Mitgliedermagazin des DJV im Zuge eines Management-Buyouts eine neue Heimat, berichtet Ulrike Simon. Das Magazin erschien seit 2016 im Verlag New Business von Peter Strahlendorf, der den Vertrag "mangels Anzeigenaufkommen" zum Jahresende aufgegeben hat. Übergangsweise erscheint das Heft nun in der DJV Verlags- und Service GmbH. Daniel wolle aber in Bonn eine GmbH gründen. Er habe ein "mit Blick auf das Anzeigengeschäft anscheinend optimistischeres Konzept" präsentiert, bestätigt DJV-Sprecher Hendrik Zörner.

Neu-Verleger Daniel hat das Heft bereits einem Relaunch unterzogen, mit der am Montag erscheinenden Ausgabe kommt das erste Heft im neuen Look. Daniel wolle das Magazin "nahbarer und diskussionsfreudiger" machen. Er reduziert die Schlagzahl von bisher zwölf auf nun zehn Ausgaben jährlich.
horizont.net

Zitat: Gabor Steingart hält Print-Leser für scheintot.

"Wenn jemand sagt, er lese gern auf Papier, ist das keine Meinungsäußerung, sondern eine Altersangabe."

Gabor Steingart sagt im "NZZ"-Interview, dass es gedruckte Tageszeitungen nur noch so lange gibt, "bis der letzte Traditionsleser stirbt".
nzz.ch

Weitere Zitate:
Sollten auch Chefredaktoren gewählt werden?
"Ja, und zwar von der Leserschaft, nicht vom Aufsichtsrat."
Haben Sie das hier schon eingeführt?
"Ich weiss nicht, ob wir jetzt gleich die ganze Welt retten sollen."

Alev Seker wird neue SWR-Moderatorin von “Plusminus”.

SWR engagiert Alev Seker als neue Moderatorin von "Plusminus". Seker arbeitet seit 2018 als Reporterin und Redakteurin in der Hauptabteilung Service des SWR. Sie tritt die Nachfolge von Clemens Bratzler an, der 2019 den Posten des SWR-Programmdirektors Information übernommen hatte. Das ARD-Wirtschaftsmagazin wird im wöchentlichen Wechsel vom BR, HR, MDR, NDR, SR, SWR und WDR produziert.
presseportal.de

Urteil: Recherchezentrum Correctiv darf “Tichys Einblick” öffentlich kritisieren.

Tichys Einblick darf vom Recherchezentrum Correctiv unter bestimmten Umständen als "teils falsch" gekennzeichnet werden, zitiert die "FAZ" aus dem 45-seitigen Urteil des Landgerichts Mannheim. Zur Presse gehöre auch die Medienkritik, eine "Begleiterscheinung funktionsgerechten Pressehandelns". Roland Tichy hatte wegen unlauteren Wettbewerbs geklagt.
faz.net (Paid)

Reuters-Umfrage: Medienschaffende blicken weltweit positiv auf 2020.

Medienschaffende blicken für ihre Organisationen zu 73 % "zuversichtlich" oder "sehr zuversichtlich" in das neue Jahr, sagt eine Umfrage von Reuters unter 233 internationalen Medienmachern. Bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten äußerten sich nur 46 % so optimistisch. Die wachsende Konkurrenz durch Streaming, Angriffe populistischer Politiker oder Budgetkürzungen sorgten für Unsicherheit.
sueddeutsche.de (Zusammenfassung), digitalnewsreport.org
(Studie)

Zitat: Daniel Cohn-Bendit kritisiert die Diskussionskultur von Journalisten.

"Im Zeitalter der sozialen Medien besteht die Aufgabe von Journalisten darin, die Diskussionsebene zu heben und nicht etwa darin, auf Twitterniveau mit einzusteigen."

Publizist und Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit kritisiert im "Spiegel"-Interview, dass Online-Empörungen wie die zum Umweltsau-Video zu öffentlichen Auseinandersetzungen aufgeblasen werden.
spiegel.de (Paid)

BR-Rundfunkrat verteidigt Handeln der Intendanz im Fall Gutjahr.

Bayerischer Rundfunk: Der Vorsitzende des Rundfunkrats, Lorenz Wolf, verteidigt BR-Intendant Ulrich Wilhelm gegen die Vorwürfe von Richard Gutjahr. Die Geschäftsleitung habe die Anfeindungen gegen Gutjahr "sehr ernst genommen", sagt Wolf der "Süddeutschen". Er sei sich mit Wilhelm einig darin gewesen, "dass der BR Herrn Gutjahr auf jeden Fall Unterstützung zukommen lassen muss - auch im Hinblick auf entstehende Kosten".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Meinung: Öffentlich-Rechtliche müssen Freie besser vor Hetzkampagnen schützen.

Öffentlich-rechtliche Sender schützen ihre Freien nicht genug vor rechten Angriffen, kritisiert Peter Weissenburger und nennt Richard Gutjahr (Foto) und den BR sowie Danny Hollek und den WDR als aktuellste Beispiele. Die Sender unterschätzten nicht nur "die Geschwindigkeit, in der Hass auf Einzelne niedergehen kann", sondern auch, dass ihre Freien viel angreifbarer seien als Festangestellte. Die Sender seien "nicht auf derartige juristische Projekte" eingestellt.
taz.de, turi2.de (Gutjahr), turi2.de (Hollek)

BR findet Richard Gutjahrs Vorwürfe “im Kern nicht zutreffend”.


Brieffreundschaft beendet: Der Bayerische Rundfunk findet den offenen Abschiedsbrief seines langjährigen Mitarbeiters Richard Gutjahr "im Kern nicht zutreffend", sagt ein BR-Sprecher dem RND. "Der BR weist insbesondere den Vorwurf der Lüge und Täuschung durch den Intendanten strikt zurück." Die Anstalt habe Gutjahr eine Weiterbeschäftigung "in einem interessanten, auf seinen Themenbereich zugeschnittenen Bereich" angeboten, zitiert die "Welt" den BR. Gutjahr wollte demnach die Stelle nicht annehmen.

Im März 2019 sei ein Aufhebungsvertrag "in gegenseitigem Einvernehmen" geschlossen worden. Seitdem sei der Journalist nicht mehr für den BR tätig gewesen. Richard Gutjahr wirft Ulrich Wilhelm u.a. vor, ihn während eines rechtsextremen Shitstorms nicht angemessen unterstützt zu haben. Gutjahr hatte u.a. die "Rundschau-Nacht" im BR moderiert.
rnd.de, welt.de

Meinung: Bei Hass im Netz hilft Solidarität.

#Umweltsau: Der Streit um die Satire macht sichtbar, dass viele Menschen nicht wissen, wie sie mit Bedrohungen im Netz umgehen sollen, kommentiert "Spiegel"-Autorin Margarete Stokowski. "Bedingungslose Solidarität" und Unterstützung für die vom Hass Betroffenen, auch von Vorgesetzten, wirke bei Hasskommentaren als "eine Art Gegenzauber".
spiegel.de

Richard Gutjahr verlässt den BR und kritisiert Intendant Wilhelm.

BR: Richard Gutjahr verlässt die Anstalt nach 22 Jahren als fester freier Mitarbeiter. In einem offenen Brief an BR-Intendant Ulrich Wilhelm kritisiert er den Umgang mit freien Mitarbeitern scharf. Der BR habe Gutjahr und seine Familie mit dem "Hass und der Hetze" in Folge seiner ARD-Berichterstattung allein gelassen. Gutjahr wirft Wilhelm vor, den Rundfunkrat mit Unwahrheiten getäuscht zu haben. Nachdem Gutjahrs Rechtsschutzversicherung ihm nach einem Jahr kündigte, bat der Journalist den BR um juristische Unterstützung, die ihm verwehrt worden sei.
gutjahr.biz

Hör-Tipp: Im Podcast “Unter zwei” blicken 18 Journalisten auf das Jahr 2019 zurück.

Hör-Tipp: Levin Kubeth holt sich in seinem Podcast "Unter zwei" prominente Unterstützung und schaut mit 18 Journalisten-Kollegen auf das mediale Jahr 2019 zurück. Mit dabei sind u.a. "Zeit Magazin"-Chefredakteur Christoph Amend, Storymaschine-Gründer Kai Diekmann und Carline Mohr, Leiterin digitale Kommunikation SPD. Neben einem Rückblick darauf, was sich 2019 im Journalismus verändert hat, geben die Protagonisten u.a. auch einen Ausblick, was im neuen Jahr im Journalismus angepackt werden muss.
podcasts.apple.com (61-Min-Audio)

“FAZ” und Holger Steltzner scheiden sich einvernehmlich.

Holger, der Kampf ist vorbei: Die "Frankfurter Allgemeine" und Holger Steltzner einigen sich auf eine einvernehmliche Trennung - nach dem faktischen Abgang des Ex-Herausgebers für Wirtschaft im März. Damals fehlte die "Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern". Nun dankt ihm Aufsichtsrats-Chef Andreas Barner "für 27 Jahre Einsatz" und "wünscht ihm für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute".
faz.net, turi2.de (Background)

Langjähriger “Konkret”-Herausgeber Hermann Gremliza, 79, tot.

Hermann Gremliza, 79, ist tot. Der Herausgeber der linken Zeitschrift Konkret starb bereits am 20. Dezember, wie seine Frau bekannt gab. Gremliza arbeitete zunächst mehrere Jahre lang als Journalist beim "Spiegel" eher er zu "Konkret" wechselte, wo er seit 1974 Herausgeber war. Gremliza gab zudem an, Ghostwriter von Günter Wallraffs Buch "Der Aufmacher" gewesen zu sein.
spiegel.de

Khashoggi-Mord: Gericht verhängt fünf Todesstrafen.

Khashoggi-Mord: Ein Gericht in Saudi-Arabien hat fünf Personen wegen des Mordes am regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi zum Tode verurteilt. Drei weitere Angeklagte wurden zu Haftstrafen von insgesamt 24 Jahren wegen "Verschleierung des Verbrechens" verurteilt. Khashoggi wurde im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul getötet. Der Fall löste eine diplomatische Krise aus. UN-Beobachter sehen glaubwürdige Hinweise für eine persönliche Verstrickung des saudischen Königshauses.
tagesspiegel.de

Kirsten Ludowig leitet Ressort Unternehmen & Märkte beim “Handelsblatt”.

Handelsblatt holt Kirsten Ludowig, 38, zurück, sie leitet das größte Ressort, Unternehmen & Märkte. Vorgängerin Andrea Rexer verlässt die Zeitung nach nur einem Jahr wieder. Ludowig war zuletzt Pressechefin für externe Kommunikation bei der Metro. Beim "Handelsblatt", wo sie bereits von 2008 bis 2018 arbeitete, soll sie künftig gemeinsam mit der Chefredaktion die Redaktionsreform voranbringen – die sieht eine verstärkte Ausrichtung auf digitale Produktion vor.
kress.de, turi2.de (Rexer)

Bild des Tages: Das Gericht nimmt die Klage im Mordfall Kuciak an.


Hoffen auf Gerechtigkeit: Zlatica Kusnirova schaut ernst und traurig in die Kameras von Journalisten. Sie ist die Mutter von Martina Kusnirova, der Verlobten des Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak. Heute hat im slowakischen Pezinok der Prozess um den Mord an den beiden begonnen. Das Strafgericht hat die Anklage angenommen und die Hauptverhandlung auf den 13. Januar 2020 festgesetzt. (Foto: Vaclav Salek / dpa / picture alliance)

AfD-Fraktion unterstellt “Bild”-Reporter Spionage.

Pressefreiheit: Die AfD-Fraktion will in einer kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen, ob "Bild"-Reporter Paul Ronzheimer ein Spion sei. Der Journalist berichtete über die Demonstrationen in Hongkong. Das Auswärtige Amt will "weder einzelne Inhalte noch die Arbeit einzelner Medien oder Journalisten" kommentieren. Die "freiheitsfeindliche und damit pressefeindliche" AfD bringt "Journalisten in Gefahr", warnt "Bild"-Chef Julian Reichelt.
bild.de

Zitat: Magdeburg ist für Peter Frey das neue Washington der aufstrebenden Reporter.

"Ich sage meinen jungen Kollegen immer: Leute, wir leben in einer Zeit, in der es spannender ist, Korrespondent in Magdeburg zu sein als in Washington."

ZDF-Chefredakteur Peter Frey verteidigt im "Zeit"-Streitgespräch die "Bodenhaftung" des ZDF. Dabei helfe auch, dass die Sendezentrale in Mainz statt in Berlin liegt.
"Die Zeit" 53/2019, S. 12-13 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: ZDF-Chefredakteur Peter Frey findet Journalisten wichtiger denn je (Archiv 01/2018).

Meinung: Holger Friedrichs Stasi-Akte taugt nicht als Psychogramm des Verlegers.

Berliner Verlag: Die Informationen aus der Stasi-Akte von Holger Friedrich (Foto) reichen nicht für ein Psychogramm des Verlegers, urteilt "FAS"-Autor Harald Staun nach Akteneinsicht. Es sei ein Fehler, dass Friedrich "das brisanteste Detail aus seiner Biografie" zunächst verschwieg. Er habe die Chance verpasst, "selbst der Autor seiner eigenen Geschichte zu bleiben".
"FAS", S. 39 (Paid), turi2.de (Background)

Bettina Schausten bleibt bis mindestens 2022 Vize-Chefredakteurin des ZDF.

ZDF: Bettina Schausten bleibt bis mindestens Ende September 2022 Vize-Chefredakteurin des Senders, meldet "New Business" die Entscheidung des Verwaltungsrats. Die Jahresvergütung von Schausten betrage 173.400 Euro. Ihre Funktion als Leiterin der Hauptredaktion Aktuelles bleibe zudem bis mindestens Ende Februar 2024 bestehen.
new-business.de , turi2.de (Background)

“taz” tauft Wochenendausgabe zum Abschied von Karl-Heinz Ruch um.

taz verabschiedet ihren Geschäftsführer und Mitbegründer Karl-Heinz Ruch (Foto) mit einer 32-seitigen Sonderausgabe und benennt die "taz am Wochenende" einmalig in "kalle" um. Die taz habe Ruch in 41 Jahren nichts geschenkt, kommentiert taz-Chefredakteur Georg Löwisch, daher bekomme Ruch, was der Redaktion "am kostbarsten" sei, "unsere Zeitung".
"taz" S. 1 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch erklärt die Zeitungskrise bei der "taz" für beendet. (9/2017)

Matthias Thieme wechselt von der “Frankfurter Neue Presse” zur “Berliner Zeitung”.

Frankfurter Neue Presse und Chefredakteur Matthias Thieme gehen nach rund eineinhalb Jahren wieder getrennte Wege. Thieme wechselt im Februar zur "Berliner Zeitung" wo die Neuverleger Silke und Holger Friedrich ihn zum Chefredakteur mit Schwerpunkt Digitales machen. Bei der "FNP" bleibt der bisherige Co-Chefredakteur Max Rempel am Ruder.
mediengruppe-frankfurt.de, turi2.de (Background)