Der “Deutsche Reporterpreis” zieht Konseqenzen aus dem Fall Relotius.

Journalistenpreise: Nicht alle 400 Auszeichnungen für Journalisten ziehen Konsequenzen aus der Causa Relotius, beklagt Kai-Hinrich Renner in seiner Medienkolumne. Während er die Veränderungen beim Reporterpreis, den Relotius vier Mal gewann, lobt, steigt er selbst auf der Jury des „Journalist des Jahres“ vom „Medium Magazin“ aus.
morgenpost.de (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Spiegel"-Chef Steffen Klusmann über die Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal (Archiv 05/2019).

“Augsburger Allgemeine” erweitert das Team der Chefredaktion.

Augsburger Allgemeine baut ihr Führungsteam um Chefredakteur Gregor Peter Schmitz (Foto) aus: Neu in der Chefredaktion sind Margit Hufnagel, Sarah Schierack, Michael Stifter, Rudi Wais und Tobias Schaumann. Sie sollen Print und Online koordinieren. Seit Anfang des Monats ist auch Neuzugang Yannick Dillinger als Vize-Chefredakteur an Bord.
augsburger-allgemeine.de

“Süddeutsche Zeitung” gratuliert Eberhard Ebner zum Geburtstag mit einem Porträt.

Verleger Eberhard Ebner könnte ohne Zeitung nicht leben, nicht nur ökonomisch, schreibt Kurt Kister in seinem Porträt der "Süddeutschen Zeitung" über den "Zeitungsmenschen". Ebner wird an diesem Donnerstag 90 Jahre. Als führender Gesellschafter der Südwestdeutsche Medienholding setzte er die Beteiligung am Süddeutschen Verlag mit durch - aus "Leidenschaft des lesenden Verlegers".
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Die Ermittlungen zum Mord an Daphne Caruana Galizia.

Lese-Tipp: Hannes Munzinger schreibt über die Ermittlungen zum Mord an Journalistin Daphne Caruana Galizia und die Recherche internationaler Journalisten im "Daphne-Projekt". Der Fall habe auf Malta zu einem "politischen Beben" geführt und ist auch deshalb so brisant, weil dem Zoll durch Zufall der Mittelsmann zwischen den mutmaßlichen Drahtziehern und den Auftragsmördern in die Arme gelaufen ist.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Deutsche Welle: Manuela Kasper-Claridge löst im Mai 2020 Ines Pohl als Chefredakteurin ab.


Neue Wellenrleiterin: Manuela Kasper-Claridge (rechts) löst im Mai 2020 Ines Pohl als Chefredakteurin der Deutschen Welle ab. Kasper-Claridge arbeitet seit 1992 bei der Deutschen Welle. Seit Oktober 2017 ist sie Pohls Stellvertreterin, zudem leitet sie die Abteilung Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt. Intendant Peter Limbourg erhofft sich von ihr "klare Schwerpunkte beim Übergang von der Linearität hin zu mehr On-Demand-Formaten". Ines Pohl bleibt bei der Deutschen Welle und leitet künftig das Auslandsstudio in Washington.

Dort war sie nach ihrem Abschied von der "taz" von 2015 bis zum ihren Aufstieg zur DW-Chefin bereits als Korrespondentin für den Auslandssender aktiv. Der Wechsel bringt weitere Personal-Rochaden mit sich: Die bisherige Studioleiterin in Washington, Alexandra von Nahmen, wechselt nach Brüssel. Dort übernimmt sie von Maximilian Hofmann, der Nachrichtenchef in Berlin wird. Der bisherige Nachrichtenchef Richard Walker übernimmt die Position des Chief International Editor.
dw.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich finde Perspektiv-Wechsel gut": Ines Pohl über ihr erstes Jahr bei der Deutschen Welle (06/2018)

Maltas Regierungschef tritt im Mordskandal um Journalistin zurück.

Malta: Regierungschef Joseph Muscat will im Skandal um den Mord an der Enthüllungsjournalistin Daphne Galizia zurücktreten, schreibt die "Times of Malta". Am 18. Januar wolle er sein Amt niederlegen, sobald seine Partei einen neuen Vorsitzenden gewählt hat. Galizias Familie wirft Muscat vor, die Auftraggeber des Mordanschlags zu decken.
faz.net, timesofmalta.com, turi2.de (Background)

Zitat: Tanit Koch steht zu den “Bild”-Berichten über die Willkommenskultur.

"Wir haben damals als Massenmedium 'Bild' die vorhandene Hilfsbereitschaft verstärkt. Ich würde das heute wieder machen."

Tanit Koch, Chefin von n-tv und Ex-"Bild"-Chefin, spricht beim Europäischen Mediengipfel in Lech über die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise.
twitter.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Tanit Koch beantwortet den TV-Fragebogen live auf der Launchparty-Bühne (Archiv 10/2019).

Hör-Tipp: Linda Zervakis spricht über ihre früheren kulinarischen Spitznamen.

Hör-Tipp: Linda Zervakis ist zu Gast beim "Essen & Trinken"-Podcast Quatschen mit Sauce von Chefredakteur Jan Spielhagen und Online-Chefin Christina Hollstein. Die "Tagesschau"-Sprecherin erzählt von ihren früheren kulinarischen Spitznamen – bei ihrem Nachnamen wären dafür nur Zervelatwurst oder Tzatziki in Frage gekommen, wobei letzteres bei ihren griechischen Wurzeln einfach besser passte.
quatschen-mit-sauce.podigee.io (70-Min-Audio)

Website-Anbieter Jimdo nimmt AfD-Meldeportal für Journalisten vom Netz.

Jimdo, Baukasten-Anbieter für Homepages, hat eine Website mehrerer AfD-Abgeordneter unter Führung von Petr Bystron gelöscht. Sie hatten ein Meldeportal für "Mainstream-Aussteiger" initiiert, das Journalisten von ARD und ZDF auffordert, "Zustände zu entlarven". Die Seite rufe zu "antidemokratischem Handeln" auf und verstoße gegen die Werte der Firma, sagt Jimdo. Bystrom beeindruckt das nicht, er weicht auf einen anderen Server aus.
horizont.net, faz.net

Sicherheitsdienst hat Julian Assange im Londoner Exil abgehört, auch NDR-Journalisten sind betroffen.


Wiki-Spy: Wikileaks-Gründer Julian Assange und zahlreiche seiner Vertrauenspersonen sind in der ecuadorianischen Botschaft in London offenbar systematisch überwacht worden, berichten NDR und WDR. Von der Überwachung betroffen waren u.a. seine Ärzte und Anwälte, aber auch Journalisten, die Assange in seinem Exil besucht haben, darunter drei NDR-Mitarbeiter. Der Sender hat Strafanzeige gegen die spanische Sicherheitsfirma UC Global gestellt, die die Botschaft bis 2018 bewacht hat. Es geht um Verstöße gegen datenschutz- und persönlichkeitsrechtliche Bestimmungen. Videoaufnahmen zeigen u.a., dass der Sicherheitsdienst Pässe kopiert und Besuchsvermerke angefertigt hat.

Sicherheitsbedienstete von UC Global sollen auch Seriennummern von Mobiltelefonen erfasst, elektronische Geräte zerlegt und versteckte Mikrofone im Botschaftsgebäude angebracht haben. Frühere Mitarbeiter sagen, die Firma hätte das Material Auftraggebern in den USA zur Verfügung gestellt, womöglich einem Nachrichtendienst. UC Global sagt, es habe immer nur im Auftrag der Regierung von Ecuador gehandelt. Die USA und Ecuador, das US-Justizministerium, FBI und CIA wollen sich zu dem Vorgang nicht äußern.
tagesschau.de, presseportal.de

Holger Friedrich wollte Stasi-Vergangenheit erst nach Verlagskauf öffentlich machen.

Der Feind hört mit: Neu-Verleger Holger Friedrich befürchtete, "keine Chance" auf den Verlag-Zuschlag zu bekommen, hätte er seine Stasi-Vergangenheit vor dem Kauf öffentlich gemacht, gesteht er im gemeinsamen "FAS"-Interview mit Ehefrau Silke und dem "Berliner Zeitung"-Herausgeber Michael Maier. "Wir müssen uns jetzt dieser Lebensgeschichte stellen", sagt Silke Friedrich und warnt vor "verkürzten Wahrheiten und schnellen Urteilen". Es tue Holger Friedrich leid, "was damals passiert ist". Er sei immer offen mit seiner Stasi-Vergangenheit umgegangen, sobald er ein "Vertrauensverhältnis" aufgebaut hatte.

Holger Friedrich entschuldigt sich im "FAS"-Interview zudem für den umstrittenen Artikel über den Börsengang der Firma Centogene, an der Friedrich beteiligt ist. Die Berliner Verwaltung müsse "dringend elektrifiziert und automatisiert werden", fordert der Verleger mit Blick auf die Absage des geplanten Berliner Bürgerportals. Der Berliner Verlag biete "jede Menge Kompetenz" für die Digitalisierung der Verwaltung. Am Sammeln von Daten sei Friedrich nicht interessiert.
"FAS", S. 43 (Paid), turi2.de (Stasi-Akten)

Greta Thunberg wird für einen Tag BBC-Chefredakteurin.

BBC macht Umweltaktivistin Greta Thunberg (Foto) einen Tag zur Chefredakteurin der Morgensendung bei Radio 4. Thunberg plane Berichte aus der Antarktis und Sambia sowie ein Interview mit Mark Carney, dem Chef der britischen Notenbank. Weitere Chefredakteure zwischen dem 26. Dezember und Silvester sind der Künstler Grayson Perry, Rapper "George The Poet", der Journalist und BBC-Kritiker Charles Moore sowie die Präsidentin des Obersten Gerichtshofes Großbritanniens, Brenda Hale.
faz.net

Pressefreiheit: 7.000 Demonstranten stellen sich NPD-Aufmarsch entgegen.

Pressefreiheit: Rund 7.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Hannover gegen Bedrohungen von Journalisten durch Rechtsextremisten. Anlass ist die Kundgebung der NPD, an der sich laut Angaben der Polizei rund 110 Teilnehmer beteiligen. Zuvor hatte die Polizei die Demo zunächst wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit untersagt.
n-tv.de, turi2.de (Background)

Meinung: Michael Maier wird zum Krisenmanager der “Berliner Zeitung”.

Berliner Zeitung: Herausgeber Michael Maier mutiert nach den Stasi-Enthüllungen über Holger Friedrich zum "erfolgreichen Krisenmanager", kommentiert die "taz". Friedrichs "BRD-Biografie" müsse bei einer Bewertung miteinbezogen werden, verteidigt Maier seinen Verleger. 1997 entließ Maier Ex-Stasi-Mitarbeiter, die für das Blatt schrieben.
taz.de, turi2.de (Background)

Gericht kippt Verbot für NPD-Demo in Hannover.

Neonazis demonstrieren im April 2014 in Berlin. (Archivbild: dpa)Journalisten-Einschüchterung: Die in Hannover für Samstag geplante NPD-Demo gegen kritische Journalisten wird wohl doch stattfinden. Das Verwaltungsgericht Hannover sehe keine "unmittelbare Gefährdung der Pressefreiheit" und gibt so einem Eilantrag der NPD statt. Die Polizei hatte die Demo zunächst wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit verboten.
dwdl.de. turi2.de (Background)

Polizei verbietet NPD-Demo gegen Journalisten in Hannover.

Neonazis demonstrieren. (Archivbild: dpa)Journalisten-Einschüchterung: Die Polizei in Hannover hat eine für Samstag geplante NPD-Demo verboten, die sich gezielt gegen kritische Journalisten richten sollte. Im Visier der Rechten stehen u.a. Fotograf André Aden und NDR-Reporter Julian Feldmann. Die Polizei begründet die Absage mit neuen Erkenntnissen zur Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.
ndr.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Gericht: Entzug der G20-Akkreditierung von zwei Journalisten war rechtswidrig.

G20: Der Entzug der Presseakkreditierungen von zwei Journalisten durch das Bundespresseamt zum G20-Gipfel in Hamburg war rechtswidrig, urteil das Berliner Verwaltungsgericht. Neben den beiden klagenden Journalisten hatten die Behörden 2017 während des Gipfels insgesamt 32 Journalisten die Akkreditierung entzogen. Die Sicherheitsbedenken ergaben sich offenbar aus der bisherigen Tätigkeit der Journalisten, etwa dem Kontakt mit Linksextremen aus Recherchegründen.
ndr.de, turi2.de (Background)

Trump gefährdet Journalisten, sagt “NYT”-Chefredakteur Dean Baquet.

Politik und Presse: Donald Trump gefährdet das Leben von Journalisten, die er namentlich anfeindet, sagt "NYT"-Chefredakteur Dean Baquet, 63, im "Guardian"-Interview. Er werde auch aus dem linken Lager angefeindet, weil die Zeitung Trump nicht als Rassist oder Sexist bezeichnet. Laut Baquet sollen Journalisten berichten, was Personen sagen, damit die Leser sich selbst ein Bild machen können.
theguardian.com via spiegel.de

Lese-Tipp: “Berliner Zeitung”-Herausgeber Michael Maier warnt vor Vorverurteilungen.

Lese-Tipp: Michael Maier, Herausgeber der "Berliner Zeitung", warnt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" nach der Stasi-Enthüllung über Verleger Holger Friedrich vor einer Vorverurteilung. Es sei "verstörend, wie weit die Schatten der Vergangenheit in eine Gegenwart reichen".
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Paid)

DJV unterzeichnet einen Aufruf gegen rechte Einschüchterungsversuche.

djv-LogoDJV gehört zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs "Schützt die Pressefreiheit". Der Appell, der von freien Journalisten ins Leben gerufen wurde, richtet sich gegen eine Demonstration der NPD am 23. November in Hannover. Rechtsextremisten wollen versuchen, kritische Berichterstatter einzuschüchtern. Zuvor haben u.a. auch die dju, Reporter ohne Grenzen sowie 17 Redaktionen und 450 Journalisten den Appell unterzeichnet.
djv.de (Pressemittelung), djv.de (Appell im Wortlaut)

Türkische Autorin macht schlechten Journalismus für Hasswelle mitverantworlich.

Türkei: Die Autorin Asli Erdogan macht "schlechten Journalismus" mitverantwortlich für eine Hasskampagne gegen sie in der Türkei. In einem "FAZ"-Interview sagt die Schriftstellerin, dass ein Interview mit der italienischen "La Repubblica" in der Übersetzung der belgischen "Le Soir" stark verfälscht wurde. U.a. wurde der im deutschen Exil lebenden Asli Erdogan unterstellt, die Mehrheit des türkischen Parlaments als Terroristen bezeichnet zu haben. "Le Soir" hat sich inzwischen bei ihr entschuldigt.
"FAS", S. 13 (Paid)

Mitarbeiter von BR und WDR streiken.

DJV ruft die Mitarbeiter vom BR und WDR zum Warnstreik auf. Der Bayerische Rundfunk wird am Donnerstag und Freitag ganztägig bestreikt, der WDR ab Freitagmorgen um 4.00 Uhr. Anlass sind die festgefahrenen Tarif-Verhandlungen, die ARD-Anstalten wollen die Gehälter vom öffentlichen Dienst abkoppeln. In den vergangenen Monaten haben ARD-Mitarbeiter mehrfach gestreikt, das vom WDR produzierte "ARD-Morgenmagazin" musste streckenweise aus der Konserve senden.
bjv.de (BR), djv-nrw.de (WDR), turi2.de (Background)

BBC und “Financial Times” wollen gleich viele Frauen und Männer zu Wort kommen lassen.

Gleichberechtigung: Die BBC bemüht sich mit ihrem Projekt 50:50 seit 2017 erfolgreich, gleich viele Männer und Frauen als Experten zu Wort kommen zu lassen, berichtet Ada von der Decken. Seitdem gefalle vielen Frauen das Programm besser. Der Initiative hätten sich inzwischen auch andere Medien angeschlossen, darunter die "Financial Times", die mit einer Software prüft, wie hoch der Anteil beider Geschlechter bei den Kolumnen und Zitaten ist, allerdings Personen wie Donald Trump außen vor lässt, da die Wahl der Zitatgeber hier nicht in der Hand der Redaktion liegt.
deutschlandfunk.de

Geschäftsführer Jens Kauerauf verlässt den Berliner Verlag.

Berliner Verlag: Die Neueigentümer Silke und Holger Friedrich berufen den langjährigen Geschäftsführer Jens Kauerauf ab, schreibt Gregory Lipinski. Kauerauf wird weiter für den vormaligen Besitzer DuMont tätig sein. Nachfolger wird wie bereits bekannt Michael Maier. Das Ehepaar Friedrich plant zudem, die Zahl der Einzelgesellschaften im Verlag deutlich zu verringern.
meedia.de, turi2.de (Meier), turi2.de (Kauerauf)

“Bild am Sonntag” entschuldigt sich bei Meyer-Burckhardt für Falschmeldung.

Bild am Sonntag entschuldigt sich öffentlich bei Hubertus Meyer-Burckhardt für einen "unverzeihlichen Fehler". Die Sonntagszeitung hatte letzte Woche berichtet, er habe Lungenkrebs, was "definitiv falsch" sei. Meyer-Burckhardt machte seine Krebserkrankung selbst öffentlich, nannte aber nicht die Krebsart.
"Bild am Sonntag", S. 47 (Paid)

Zitat: Margarete Stokowski über Verantwortung beim Austeilen und fehlenden Schutz.

"Man muss sich gut überlegen, wen man angreift. Immer nach oben, nie nach unten."

SpOn-Kolumnistin Margarete Stokowski spricht über die Verantwortung, die entsteht, wenn eine Kolumnen eine große Reichweite entwickelt.
taz.de

Weitere Zitate, vor allem über Bedrohungen und Gewaltaufrufe gegen sie:
"Wer sind diese Leute? Ich kenne ihre Namen nur selten. Aber ich kenne ihre Ängste und ihre Unfähigkeit, mit Veränderung umzugehen, dass die Stimmen vielfältiger werden, die heute hörbar sind."

"Das Problem mit dem Hass ist kein individuelles, und es gibt keine individuelle Lösung dafür."

"Beleidigungen sind mir egal, mit Straftaten meine ich Bedrohungen, Einschüchterungsversuche, Aufrufe zu Gewalt."

Man ist als politische Autorin in diesem Land heute nicht besonders gut geschützt, u.a., weil diejenigen, die für den Schutz von Presse- und Meinungsfreiheit eigentlich zuständig wären, ihre Arbeit zum Teil nicht gut machen.

Sogenannter 'Hass im Netz' bleibt nicht unbedingt im Netz. Walter Lübcke bekam auch 'Hass im Netz' ab, bevor er erschossen wurde.

Ich finde sehr unangenehm, dass ich an mir selbst beobachten kann, wenn über einzelne Morddrohungen berichtet wird, wie ich dann kurz denke: Ja, normal. Ich möchte das nicht normal finden.

Wir graturilieren: Markus Trantow wird 40.


Wir graturilieren: Markus Trantow, Chefredakteur aller turi2-Medien, die Lokomotive, die bei turi2 den Bahnhof zieht, wird am heutigen Donnerstag 40. Ohne den Mann mit dem ausgeprägten Talent, Herausforderungen zu erkennen, anzunehmen und zu meistern, ist der Aufstieg von turi2 vom Kellerkind zum Umsatzmillionär und Taktgeber der Branche nicht denkbar. Am abgelaufenen Lebensjahr hat ihn am meisten gefreut, dass die Tochter "endlich die Welt der Bücher entdeckt" hat - Harry Potter sei Dank! Fürs neue Jahr wünscht er sich, dass "Arbeit und Leben weiter so gut wie bisher unter einen Hut passen" und dass "die harte Arbeit weiter Früchte trägt".

Seinen Geburtstag feiert der Mann, der mit BahnCard 100 stets auf Achse und in allen Bahnlounges der Republik zuhause ist, standesgemäß: Markus dreht mit turi2.tv auf dem TV-Kongress in München. Eine turi2-Party für Markus steigt am 16. November in Hamburg. Glückwünsche erreichen Markus am sichersten per E-Mail.

Meinung: Pressesprecher und Journalisten sollten gemeinsame Qualitätsziele verfolgen.

Journalisten sollten sich bei einem Wechsel in die Pressearbeit bewusst machen, dass Pressesprecher in erster Linie ihrem Arbeitgeber verpflichtet seien und nicht der Wahrheit, schreibt Markus Ehrenberg. Hilfreich sei, wenn Pressesprecher und Journalisten gemeinsame Qualitätsziele wie korrekte Informationen und eine verständliche Darstellung verfolgen würden. Handwerklich müssten Journalisten sich bei einem Wechsel meist kaum umorientieren.
tagesspiegel.de

Michael Maier wird Herausgeber und Geschäftsführer der “Berliner Zeitung”.

Berliner Verlag: Die Neuverleger Silke und Holger Friedrich holen Michael Maier als neuen Geschäftsführer und als Herausgeber der "Berliner Zeitung" an Bord. Außerdem kommt Magrit Mayer als Leiterin für Style und Zeitschriften. Michael Maier war von 1996 bis 1999 Chefredakteur der "Berliner Zeitung" und anschließend kurzzeitig Chef des "stern". Danach engagierte sich der nicht immer ganz unumstrittene Maier mit wechselndem Erfolg als Chefredakteur oder Unternehmer an verschiedenen Online-Plattformen wie der Netzeitung, den Deutsch Türkischen Nachrichten und den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Margit Mayer war bis 2014 Chefredakteurin der deutschen Ausgabe von "Harper’s Bazaar". Damals fiel sie vor allem mit ihrer exzentrischen Art auf.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Übernahme durch Silke und Holger Friedrich), turi2.de (Maier bei den DWN), turi2.de (Mayer)

Zitat: “Bild”-Chef Reichelt will mit AfD-Politikern keinen Geburtstag feiern.

"Sie zum Geburtstag einladen und feiern muss man mit Holocaust-Verniedlichern sicher nicht. Bei 'Bild' wäre das undenkbar."

"Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich bei Twitter über die "FAZ", die den 70. Geburtstag auch mit AfD-Politiker Alexander Gauland feiert.
twitter.com

Video-Tipp: China testet Journalisten per Gesinnungs-App auf Loyalität.

Video-Tipp: China prüft Journalisten per App auf ihre Loyalität. Die Medienmacher müssen die Gedankenwelt von Präsident Xi studieren und via App eine Prüfung absolvieren. Wer durchfällt, verliert seinen Job. Mit dem Test will die Partei ihre Macht demonstrieren und Angst verbreiten, berichtet ZDF-Korrespondent Ulf Röller.
twitter.com/ZDFheute (2-Min-Video), zdf.de (Textfassung)

Chefredakteurin Julia Bönisch verlässt die “Süddeutsche Zeitung”.


Bönisch geht von Bord: Süddeutsche Zeitung und SZ.de-Chefredakteurin Julia Bönisch, 39, gehen "in gegenseitigem Einvernehmen" getrennte Wege. Die Nachrichtenchefs Iris Mayer und Ulrich Schäfer übernehmen vorläufig die Redaktionsleitung von SZ.de. Bönisch kam 2007 zur "Süddeutschen Zeitung", seit 2017 war sie Chefredakteurin von SZ.de. Im Mai 2019 hat sie im "Journalist" einen Artikel veröffentlicht, in dem sie u.a. interne Konflikte thematisierte. Sie forderte außerdem, Medienunternehmen müssten sich von der "strikten Trennung in Redaktion und Verlag" verabschieden. Co-Chefredakteur Wolfgang Krach nannte den Text einen "Vertrauensbruch", in der Redaktion brodelte es nach der Veröffentlichung. Kai-Hinrich Renner schrieb bereits im September, Bönisch sei bereits seit Wochen nicht mehr in der Redaktion tätig.
sueddeutsche.de, wuv.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv (05/2018): SZ.de-Chefin Julia Bönisch verabschiedet sich vom Reichweitenrennen.

Video-Tipp: Anwalt Schertz ärgert sich über Relotius’ Ruf als “Buhmann der Branche”.

Video-Tipp: Relotius-Anwalt Christian Schertz spricht bei Radioeins im Video-Radiointerview über die Klage gegen Juan Moreno. Das Buch stimme "in erheblichen Punkten" nicht, Claas Relotius sei "der Buhmann der Branche", ärgert sich Schertz. Die Klage richtet sich nicht gegen den "Spiegel", wo Schertz aufgrund früherer Mandanten als "Staatsfeind Nummer eins" gelte.
youtube.com (22-Min-Video), turi2.de (Background)

“Focus”-Kolumnist Jan Fleischhauer bekommt Gast-Auftritt bei “Welt am Sonntag”.

Focus: "Welt am Sonntag" sichert sich einen Gast-Auftritt von "Focus"-Kolumnist Jan Fleischhauer (Foto). Fleischhauer bleibt Chef-Kolumnist beim "Focus", wo er angestellt ist. Eine langfristige Zusammenarbeit mit der "Welt am Sonntag" schließt "Focus"-Chefredakteur Robert Schneider im Gespräch mit turi2 aus.
turi2 - eigene Infos, "Welt", S. 13 (Paid), twitter.com

Erdogan verklagt französisches Magazin “Le Point” wegen Präsidentenbeleidigung.

Pressefreiheit: Der türkische Präsident Erdogan (Foto) geht juristisch gegen das französische Wochenmagazin "Le Point" vor. In einer elfseitigen Anzeige wirft Erdogan dem Magazin Präsidentenbeleidigung vor. "Le Point" hatte in der aktuellen Titelgeschichte ein Foto Erdogans mit der Überschrift "Der Ausmerzer" versehen.
zeit.de, n-tv.de