Media-Pioneer zählt 170.000 Abonnenten und engagiert Gordon Repinski ab Mai.

Media-Pioneer, Medien-Startup von Gabor Steingart, engagiert RND-Vize Gordon Repinski bereits ab Mai - rund ein halbes Jahr früher als zunächst kommuniziert, schreibt Meedia. Das Morning Briefing erreiche aktuell knapp 170.000 Abonnenten, täglich kämen bis zu 1.000 Neuanmeldungen beim Newsletter hinzu.
meedia.de, turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 fälschlicherweise von 17.000 Abonnenten geschrieben. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Renner: Virale Wahl zwingt “Süddeutsche Zeitung” ins Home Office.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung hat ihre komplette Redaktion ins Home Office geschickt, berichtet Kai-Hinrich Renner, zuletzt war noch ein Kern-Team im Verlagshaus. Anlass ist die Wahl von Judith Wittwer zur neuen Chefredakteurin vor gut zwei Wochen. Dabei ging eine Wahlurne herum, eine Teilnehmerin war schon damals mit dem Corona-Virus infiziert. Ob sie Kolleg*innen angesteckt hat, ist unklar.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Wie geht’s Rom, Michaela Namuth?


Corona-Knast: "Wir sind Luxus-Häftlinge, wir sind hier sehr privilegiert zu zweit in einer großen Wohnung", beschreibt die freie Korrespondentin Michaela Namuth ihre aktuelle Situation in Rom, wo die Ausgangsbeschränkungen nun in die vierte Woche gehen. Im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv berichtet sie aber auch von Menschen, die die Zeit der Quarantäne zu sechst in einer Wohnung verbringen müssen – "da werden dann schon viele Leute nervös und pöbeln in den Schlangen vorm Supermarkt rum".

Sie beschreibt auch, dass die Stimmung der Hausarrestler bei weitem nicht mehr so gut ist, wie am Anfang. Eine Diskussion über die Aufhebung der Ausgangssperre, wie sie in Deutschland bereits geführt wird, gebe es in Italien aber nicht. Das liege auch an der "wirklich dramatischen Lage in der Lombardei". Für ihre Arbeit ändert sich aktuell durch die Quarantäne erst einmal nichts, sagt Namuth. Sie arbeite grundsätzlich an länger angelegten Reportagen, die aktuell alle auf Halde liegen. "Man kann nicht jeden Aspekt des Lebens auf das Corona-Virus runterbrechen", findet Namuth und hofft, dass bald wieder andere Themen aktuell werden.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Zitat: Scheidende “FR”-Chefredakteurin Bascha Mika warnt vor Profilierungssucht.

"In einer Branche, in der ein gerüttelt Maß an Eitelkeit dazugehört, wenn man gut sein will, muss man auch immer darauf achten, dass es nicht in Profilierungssucht und Konkurrenzgehabe kippt."

Bascha Mika hat heute ihren letzten Arbeitstag als Chefredakteurin der "Frankfurter Rundschau". Mit ihrem früheren Co-Chefredakteur Arnd Festerling war sie oft anderer Meinung, richtig gestritten haben beide aber nie, sagt Mika im "FAZ"-Abschiedsinterview.
"FAZ", S. 13 (Paid), turi2.de (Background)


Weitere Zitate aus dem Interview:

... über Kurzatmigkeit in Politik und Medien:

"Als Journalistin, die vor allem in der politischen Berichterstattung zu Hause ist, beobachte ich auf beiden Seiten, bei Medienvertretern wie Politikern, einen zunehmenden Zwang zur Inszenierung, der niemandem guttut. Am allerwenigsten dem Leser."

... über den Aktualitätsdruck:

"Wir dürfen vermeintlich kalte Themen nicht gleich wieder aus dem Blick verlieren. Wir treiben ständig neue Säue durchs Dorf. Manchmal ist diese Jagd ja auch nötig. Aber wir sollten eben nicht vergessen, dass die Säue, nur weil sie das Dorf verlassen haben, noch nicht aus der Welt sind. Wir müssen weiter beobachten, was sie treiben."

... über journalistischen Ethos:

"Ich verstehe uns als Heldinnen und Helden der Aufklärung. Wir sind der Wahrheit, der Demokratie und den Menschenrechten verpflichtet. Es geht um Haltung, aber auch darum, sie transparent zu machen. Jeder von uns hat eine Haltung. Damit wäre dann allerdings auch die Illusion von Objektivität als solche entlarvt."

... über journalistische Trends:

"Ich bin eine Gegnerin der zunehmenden Ich-Geschichten, in denen sich der Kosmos nur um den Autor dreht. In solchen Texten geht subjektives Empfinden vor Abwägen objektiver Kriterien."

Mein Homescreen: Bettina Billerbeck.


Bettina Billerbeck, bei Gruner + Jahr Chefredakteurin der Magazine “Schöner Wohnen” und “Ideat”, führt mit ihrem Dienst-Handy nur eine E-Mail-Zweckbeziehung und gewährt uns deshalb einen Einblick auf ihr privates iPhone, auf dem sie E-Mails gern ignoriert. Durch die Corona-Krise haben Lufthansa und Eurowings auf ihrem Smartphone nichts mehr zu tun. Dafür erfährt die Yoga-App Asana Rebel einen zweiten Frühling in Zeiten von Home Office und geschlossenen Fitness-Studios. Weiterlesen …

Drehgenehmigung nicht nötig: Ministerpräsidentin Schwesig verteidigt Daniel Bouhs.

Pressefreiheit: Daniel Bouhs berichtet über widersprüchliche Aussagen der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern zu Auflagen während der Corona-Pandemie. Der Journalist war für einen Dreh auf der Durchreise, die Polizei forderte eine Drehgenehmigung. Diese ist nicht erforderlich, sagt Ministerpräsidentin Schwesig. Der Fall wurde laut "Ostsee Zeitung" dem Innenministerium gemeldet.
rnd.de, twitter.com

Video-Tipp: Tilo Jung spricht über die veränderte Arbeit in Zeiten der Corona-Krise.

Video-Tipp: Tilo Jung spricht mit Monitor-Chef Georg Restle u.a. über die Ausbreitung von Fake-News während der Corona-Pandemie. Statt auf Interviews, die aufgrund des Mindestabstands erschwert sind, berichtet Jung u.a. von der Bundespressekonferenz. Diese erlaubt künftig auch das Einreichen von Fragen online. Diese "Innovation" wurde zuvor "jahrelang verschleppt", sagt Jung.
youtube.com (69-Min-Video)

Brinkbäumer, Turner und andere machen Lokal-Journalismus für Münster.


Heimat-Journalismus: Rums, kurz für "Rund um Münster", heißt ein Lokal-Journalismus-Projekt für Münster, das am Samstag startet. Hinter dem Projekt, das eine Website, einen Newsletter, Social-Kanäle und Live-Journalismus liefern will, stehen Christian Humborg, Finanzchef von Wikimedia, und der Autor Marc-Stefan Andres. Sie konnten prominente Münsteraner wie den früheren "Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer, "Tagesspiegel"-Mitverleger Sebastian Turner und Correctiv-Chef David Schraven für das Projekt gewinnen, schreibt Ulrike Simon bei Horizont.net. Sie alle wollen Texte beitragen: Zu den Autoren gehören außerdem CDU-Mann Ruprecht Polenz und die Grüne Marina Weisband.

Die redaktionelle Leitung übernehmen der MDR-Freelancer Ralf Heimann und die frühere "B.Z."-Lokalchefin Katrin Jäger, die beide aus Münster stammen. Finanzieren soll sich Rums über Abos und Crowdfunding, zunächst, so schreibt Simon sei, die Finanzierung für sechs Monate über die Gründer und Gesellschafter gesichert. Die "Münstersche Zeitung" ist seit 2014 eine Zeitung ohne Redaktion. Die Inhalte kommen von den "Westfälischen Nachrichten" und anderen Zulieferern.
Mitarbeit: Markus Trantow
horizont.net (Paid)

“Focus”-Chefredakteur Robert Schneider positiv auf das Corona-Virus getestet.

Focus-Chef Robert Schneider hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das schreibt er in seinem Newsletter "Inner Circle". Ihm gehe es jedoch gut und er arbeite weiter aus der Heimquarantäne. Bereits im Editorial des aktuellen "Focus" hatte Schneider von seinem Symptomen berichtet.
per Mail

Aus dem Archiv von turi2.tv: Robert Schneider im Video-Fragebogen (01/2018)

Lese-Tipp: Freischreiber gibt Freelancern Tipps für die berufliche Corona-Krise.

Lese-Tipp: Freischreiber, Berufsverband freier Journalist*innen, gibt Freelancern Tipps für die berufliche Corona-Krise. Freie Journalist*innen können zum Beispiel bei der KSK online die Stundung der Beiträge beantragen. Freischreiber listet zudem geplante Förderprogramme der Bundesländer auf, die Bedingungen für Bürgschaften seien aber "oft reichlich vage".
freienbibel.de

Zitat: Das Fernsehen ist ein wichtiges Fenster zur Welt, sagt Thomas Lückerath.

"In der aktuell angespannten Lage braucht es die Ventile, um den Druck aus dem Kessel zu lassen - die Zerstreuung und den Eskapismus."

Medienjournalist Thomas Lückerath kommentiert bei DWDL, dass die vergangene Woche auch eine "Belastungsprobe" für die wirtschaftlich betroffene, aber in Corona-Krisenzeiten umso wichtigere Fernsehbranche war.
dwdl.de

Zitat: Marietta Slomka will mit ihren Interviews Wirkung erzielen und nicht Macht ausüben.

"Ich bin nicht der weiße Hai. Vielleicht Nemo, der Clownfisch mit den großen, wachsamen Augen, der den Betrieb stört."

"heute-Journal"-Moderatorin Marietta Slomka will in ihren Interviews aufzeigen, wo keine Antworten gegeben werden, sich Widersprüche oder Schwächen auftun, sagt sie im Interview mit der "Zeit". Das erziele allenfalls Wirkung, aber keine Macht.
"Zeit" 13/2020, S. 61 (Paid)

China wirft US-Journalisten von “NYT”, “Washington Post” und “WSJ” raus.


Bye-bye, Beijing: Die chinesische Regierung entzieht US-Journalisten von "New York Times", "Washington Post" und "Wall Street Journal" die Arbeitserlaubnis in China und verweist sie des Landes. US-Bürger*innen, die für die drei Zeitungen arbeiten, müssen sich innerhalb von vier Tagen beim Informationsamt des chinesischen Außenministeriums melden. Innerhalb von zehn Tagen müssen sie ihre Pressekarte abgeben. Das chinesische Regime erwartet von den drei Medienhäusern sowie vom "Time Magazine" und dem Auslandsrundfunk Voice of America zudem detaillierte Angaben über ihr Personal, ihre Finanzen, Aktivitäten und Immobilien in China.

Die Anordnung ist Chinas Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Zahl der Mitarbeiter*innen aus China bei chinesischen Staatsmedien in den USA auf insgesamt 100 zu begrenzen. Schon Mitte Februar hatte China drei Reporter des "Wall Street Journals" wegen eines Kommentars im Blatt des Landes verwiesen.
derstandard.at, nytimes.com, techcrunch.com, fmprc.gov.cn

dpa schließt wegen Corona-Verdacht ihre Berliner Zentralredaktion.

dpa schließt am Mittwoch ihre Zentralredaktion in Berlin, weil ein Mitarbeiter Kontakt mit einer Corona-erkrankten Person hatte. Alle Beschäftigten arbeiten bis zu einem Testergebnis im mobilen Büro, lediglich ein "systemerhaltendes Team" werde vor Ort bleiben. Auch Mitarbeiter*innen aller dpa-Tochterfirmen in Berlin sind betroffen. Ein Großteil der dpa-Mitarbeiter*innen in Hamburg, Frankfurt und München arbeitet bereits seit Ende vergangener Woche im Home Office.
dwdl.de, twitter.com/fhomburger

Meinung: Die Berichterstattung auf der Insel Lesbos ist gefährlich.

Pressefreiheit: Die Berichterstattung ist auf der Insel Lesbos "enorm schwierig geworden", beklagt die "taz"-Journalistin Franziska Grillmeier im Deutschlandfunk. Berichterstatter würden im politisch rauen Klima rund um Geflüchtete attackiert, beschimpft und bespuckt - auch von der Polizei. Immer mehr Menschen auf der Insel haben "eine Art Selbstjustiz übernommen".
deutschlandfunk.de

Reuters: Maria Sheahan und Sabine Wollrab übernehmen als Chefredakteurinnen.

Reuters: Maria Sheahan (Foto) und Sabine Wollrab übernehmen als Co-Chefredakteurinnen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Balkan. Sie folgen auf Olaf Zapke, der Reuters nach 18 Jahren verlässt, um sich "einer neuen beruflichen Herausforderung" zu widmen. Sheahan arbeitet derzeit als Büroleiterin in Danzig, Wollrab ist Ressortleiterin Unternehmen in Frankfurt.
per Mail

Urteil: Krankheitstage von WDR-Freien zählen für Urlaubsgeld ab dem ersten Tag.

WDR muss bei der Berechnung des Urlaubs­geldes für freie Mitarbeiter*innen Krankheitstage ab dem ersten Tag anrechnen, urteilt das Arbeits­gericht Köln. DJV und Verdi hatten geklagt, weil der WDR die Ansicht vertritt, erst Zeiten ab durchgehend drei Wochen anrechnen zu müssen. Die Zahl der Arbeitstage im Jahr ist relevant für die Höhe des Urlaubsgeldes.
djv-nrw.de

Meinung: Medien sollten beim Corona-Virus über Fakten berichten.

Medien fehlt es bei der Berichterstattung über das neuartige Corona-Virus an "Besonnenheit", sagt der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar im Podcast "Fragen wir doch" von RTL Radio Deutschland und 105'5 Spreeradio. Die Berichte über die Reaktionen der Menschen seien inzwischen größer als Meldungen über neue Erkenntnisse. "Dass wir die Klorolle im Supermarkt stehen lassen, wäre ein erster Ausdruck von Vernunft", sagt Yogeshwar.
presseportal.de, soundcloud.com (Podcast)

Indymedia: Staatsanwaltschaft ermittelt Tatverdächtigen nach Angriff gegen Journalisten.

Indymedia: Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen einen 36-Jährigen, der im Januar gegen das Verbot der Internetplattform Linksunten.Indymedia gewaltsam demonstriert haben soll, schreibt die "Welt". Bei dem Vorfall sind auch Journalisten angegriffen und verletzt worden. Laut sächsischem Landeskriminalamt wurden beim Tatverdächtigen Beweise sichergestellt.
welt.de

Chefredakteur der türkischen “Sputnik”-Ausgabe wurde temporär festgenommen.

Pressefreiheit: Die türkische Polizei hat Mahir Boztepe, Chefredakteur der türkischen Ausgabe des russischen Staatsmediums Sputnik, temporär festgenommen. Auch drei Journalisten von Sputnik seien nach Einbrüchen zeitweise von der Polizei festgehalten worden. Hintergrund der Festnahmen seien die politischen Spannungen in Nordsyrien zwischen Ankara und Moskau.
derstandard.at, sputniknews.com

“Horizont”: Chefredakteur Matthias Thieme verlässt die “Berliner Zeitung”.

Verlagseigentum verpflichtet kündigt: Der Berliner Verlag und sein Chefredakteur Matthias Thieme gehen nach vier Wochen schon wieder getrennte Wege, schreibt Ulrike Simon bei "Horizont". Am heutigen Sonntag habe Thieme, bisher Chefredakteur von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier", ein Gespräch mit dem Verlegerpaar Friedrich geführt. Als Grund für Thiemes Abgang werde "redaktionsintern eine komplexe Gemengelage angegeben". Unterschiedliche Auffassungen soll es u.a. bei der inhaltlichen Ausrichtung geben.

Es sei schwer, "mit Botschaften bei den Friedrichs durchzudringen", hört Simon auf den Fluren der Berliner Redaktion. Thieme habe mit seiner Kündigung die Konsequenz gezogen. Die Neu-Verleger Friedrichs wollten demnach u.a. neue technische Systeme bei der Zeitungsproduktion einführen, die aus Sicht von Thieme im Redaktionsalltag wenig zielführend seien. Erst vor knapp einem Monat verließen die Ex-Chefredakteure Jochen Arntz und Elmar Jehn die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier".
horizont.net (Paid)

Wir graturilieren: Stefan Bergmann wird 52.

Wir graturilieren: Stefan Bergmann, Chefredakteur der "Emder Zeitung", wird heute 52 Jahre alt. Durch den bevorstehenden Umzug am Wochenende wird die Geburtstagsfeier in Emden zwischen Umzugskartons "in einem Lieferwagen" stattfinden. Das Festtagsmenu fällt entsprechend spartanisch aus: Bergmann rechnet augenzwinkernd mit "höchstens einer Veggy-Currywurst mit Pommes". Im abgelaufenen Jahr freute sich Bergmann über Hof und Hochzeit - und "vier Design-Preise für meine kleine Zeitung und ihr tolles Team beim aktuellen European Newspaper Award". Auch die Sonderausgabe mit Otto im Juni war "Ottifantastisch".

Im neuen Lebensjahr wünscht sich Bergmann "das Übliche" wie Gesundheit und Glück - zudem "definitiv mehr Touren" mit seinem Kajak über die ostfriesischen Kanäle. Beruflich hofft Bergmann für die "Emder Zeitung", dass die "Auflagenzahlen im Plus-Bereich" bleiben. Gratulationen sind am Ehrentag auf allen Wegen willkommen: "Da bin ich nicht wählerisch", verrät Bergmann, der nicht nur zum Geburtstag via Twitter oder auch per E-Mail erreichbar ist.

Meinung: Journalismus ist keine Spionage, schreibt Georg Mascolo.

Wikileaks: Die Publikation von geheimen Informationen sollte straffrei gestellt werden, fordert Georg Mascolo in der "Süddeutschen Zeitung". Am Montag beginnt das Verfahren gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange. Journalismus ist keine Spionage, mahnt Mascolo. Andernfalls könnten die Ex-Chefredakteure der "New York Times", des "Guardian" sowie des "Spiegel", welche die Enthüllungen veröffentlichten, angeklagt werden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 9 (Paid)

Wir graturilieren: Bettina Schausten wird 55.


Wir graturilieren: Bettina Schausten, Vize-Chefredakteurin des ZDF, feiert heute ihren 55. Geburtstag – ohne große Feierei. Tagsüber ruft die Arbeit, am Abend wird sie von ihrem Mann zum Essen ausgeführt. Das Beste am abgelaufenen Jahr war der Wechsel von Berlin nach Mainz, der "neue Themen, Menschen, Herausforderungen" gebracht und sich deshalb gelohnt hat. Ihren Wunsch für das kommende Jahr schätzt Bettina Schausten selbst als "bescheiden" ein, denn sie wünscht sich Weltfrieden. Glückwünsche erreichen sie per E-Mail.

“Focus”: Rudolf Augstein hatte Zweifel an der “Spiegel”-Titelstory von Bad Kleinen.

Spiegel: Der "Focus" wirft dem früheren "Spiegel"-Journalisten Hans Leyendecker vor, Polizei, Öffentlichkeit und seinen Chef Rudolf Augstein in der Causa Bad Kleinen "hinters Licht" geführt zu haben. Augstein kritisierte die Geschichte über den angeblich von der Polizei ermordeten RAF-Mann Wolfgang Grams bereits 1993 scharf und bestellte Leyendecker zum Rapport nach Sylt.
"Focus" 8/2020, S. 40-43 (Paid), turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hatten wir geschrieben, dass Augstein bereits vor der Veröffentlichung der Story Zweifel an ihr hatte. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.