Bund und Länder verlängern Corona-Ausfallfonds für Film- und TV-Produktionen.

Sicherheit am Set: Bund, Länder und Sender haben sich auf die Fortführung des Corona-Ausfallfonds für Film- und TV-Produktionen geeinigt, berichtet die "FAZ". Außer Thüringen beteiligen sich alle Bundesländer an dem Fonds. Insgesamt stehen rund 150 Mio Euro für coronabedingte Drehausfälle bereit. In Bayern, NRW und Berlin können Anträge bereits wieder eingereicht werden, in den anderen beteiligten Bundesländer soll die Antragstellung in Kürze wieder möglich sein.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Oliver Adrian.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Als Chief Sales Officer des Kinovermarkters Weischer hat Oliver Adrian aktuell sicher nicht den leichtesten Job. In der turi2 edition #16 schreibt er ein passioniertes Plädoyer für das Kino als "Ort, an dem echte Menschen echte Gefühle erleben". Adrian ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Adrian)

“FAZ”: Cinemaxx droht Streik durch Verdi.

Cinemaxx könnte bald ein Streik durch Verdi drohen, berichtet die "FAZ". Die bisherigen Verhandlungen seit August 2020 blieben erfolglos. Verdi fordert in zwei Schritten bis Juli 2022 einen höheren Einstiegslohn von 12,50 Euro sowie Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Arbeitgeber-Angebot habe "faktisch einer Nullrunde" entsprochen, kritisiert die Gewerkschaft. Cinemaxx argumentiert, die Corona-Krise noch nicht überstanden zu haben.
zeitung.faz.net (Paid)

turi2 edition #16: Warum sollten Zuschauerinnen noch ins Kino, wenn der Film im Stream ganz ohne Werbung läuft, Oliver Adrian?


Großes Kino: Ob Actionfilm, Romanze oder Horror — auf Netflix & Co ist die Auswahl groß. Trotzdem zieht es viele Menschen ins Kino, schreibt Oliver Adrian in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16. Der Chief Sales Officer beim Kinovermarkter Weischer Cinema schwärmt von großen Leinwänden und echten Gefühlen. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

Gold & Wirtschaftswunder ist neue Kreativ-Agentur für Burdas “TV Spielfilm”, “Cinema” und “SerienMagazin”.

Burda: Gold & Wirtschaftswunder ist nach einem mehrstufigen Pitch ab sofort die Lead-Agentur von "TV Spielfilm", "Cinema" und dem "SerienMagazin". Eine neue Marken-Kampagne soll zu "mehr Sichtbarkeit" führen, dazu gibt es die neuen Slogans "Schneller finden. Besser sehen", "Der Guide für alle Kino- und Streamingfans" und "Alles für deine Watchlist". Durch "eingängige Claims und Headlines" sollen Leserinnen bei der Suche nach Inhalten "effektiver und erfolgreicher" sein.
burda.com, meedia.de

Kinos schreiben das zweite Jahr in Folge hohe Verluste.

Klappe zu: Deutsche Kinos schreiben das zweite Jahr in Folge hohe Verluste, sagt HdF-Vorständin Christine Berg im "Medienpolitik"-Interview. Schuld ist die Corona-Pandemie. Gegenüber 2019 erwarten die Betreiber einen Verlust von über 50 % – hoffen aber, 2021 wenigstens ihre Kosten decken zu können. Insbesondere im 3. Quartal seien die Zuschauerinnen in die Säle zurückgekehrt.
medienpolitik.net

Disney: “Indiana Jones 5” und zahlreiche Marvel-Filme kommen später ins Kino.

Disney Logo 150Disney verschiebt den Kino-Start zahlreicher Filme, teilt der Konzern mit. Betroffen sind demnach mehrere Marvel-Produktionen und "Indiana Jones 5", der erst im Juni 2023 ins Kino kommen soll. Hauptdarsteller Harrison Ford ist dann 80 Jahre alt. Grund für die Verschiebungen sind Verzögerungen in den Produktionen. Ford etwa hatte sich beim Dreh verletzt und musste länger pausieren.
spiegel.de

RTL und Constantin Film bauen Partnerschaft aus.

RTL baut seine Partnerschaft mit Constantin Film aus und erwirbt exklusive TV- und Streaming-Lizenzrechte für sämtliche Kinoproduktionen des Filmunternehmens in Deutschland ab 1. Januar 2022. Teil des mehrjährigen Vertrags sind unter anderem die nächsten Filme von den Regisseurinnen Doris Dörrie, Til Schweiger, David Wnendt und Paul W. Anderson. Zuvor lagen die Exklusivrechte bei ProSiebenSat.1.
presseportal.de, dwdl.de

Disney setzt den Rest des Jahres wieder auf exklusive Kino-Auswertung seiner Filme.

Kino-Comeback: Disney schenkt allen Film-Neustarts des laufenden Jahres wieder eine exklusive Kino-Auswertung. 45 Tage lang sind die Streifen nur auf der großen Leinwand zu sehen, bevor Streaming-Dienst Disney+ zugreifen darf. In der Pandemie hatte der Micky-Maus-Konzern auf zeitgleiche Online- und Kino-Starts gesetzt und sich dabei mit Hollywood-Star Scarlett Johannson verkracht.
spiegel.de, bild.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Das Kinosterben bleibt bisher aus.

Zahl des Tages: Nur um 1 % auf 1.716 geht die Zahl der Kinos in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 zurück, sagt ein Bericht der Filmförderungsanstalt. Das sind nur 18 Kinos weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Leinwände sinkt um 37 auf 4.892. Wegen des Corona-Lockdowns sind seit Januar nur 800.000 Tickets verkauft worden, 2020 waren es noch knapp 26 Mio und 2019 sogar 54 Mio.
faz.net

Disney gibt im Streit um “Black Widow” nicht nach.

Disney will auch künftig die Entscheidungshoheit über die Vermarktung seiner Filme haben, sagt CEO Bob Chapek bei einem Analystinnen-Gespräch. Man werde auch in Zukunft "alle verfügbaren Optionen" nutzen. Darstellerin Scarlett Johansson hatte den Konzern verklagt, weil ihr durch den Streaming-Start Teile ihrer Gage entgangen sein sollen. Die Klage sei nicht gerechtfertigt und lasse zudem die Folgen der Corona-Pandemie außer Acht, sagt Disney dem "Business Insider".
businessinsider.com, golem.de

Lese-Tipp: Studio Babelsberg und sein Verhältnis zu Netflix.

Lese-Tipp: Netflix spielt globale Drehstandorte geschickt gegeneinander aus, schreibt Peter Steinkirchner in der "Wirtschaftswoche". Carl Woebcken, Chef von Studio Babelsberg, spricht von einem "ewigen Überlebenskampf". Das älteste Filmstudio der Welt will bei der künftigen Bundesregierung für neue Filmförderungs-Gesetze werben.
"Wirtschaftswoche" 33/2021, S. 55 (Paid)

Hör-Tipp: Achim Flebbe kritisiert das Geschäftsmodell der Streamingdienste.

Hör-Tipp: Streamingdienste wie Netflix sind für das Kino "die größte Bedrohung seit 50 Jahren", sagt Kino-Unternehmer Achim Flebbe im "TOMorrow"-Podcast. Wenn Studios ihre neuen Filme nicht mehr zuerst im Kino zeigen, schadeten sie sich damit aber auch selbst, da Zuschauer im Internet viel leichter Raubkopien erstellen könnten als im Kino. Den Streamingdiensten gehe es nur um Wachstum statt um Gewinne. "Das ist auf Dauer nicht gesund."
podcast.apple.com (90-Min-Audio)

Disney wirft Scarlett Johansson eine “orchestrierte PR-Kampagne” vor.

Disney wehrt sich erneut gegen die Vorwürfe von "Black-Widow"-Star Scarlett Johansson (Foto). Disney-Anwalt Daniel Petrocelli wirft der Schauspielerin eine "hochgradig orchestrierte PR-Kampagne" gegen den Konzern vor, um öffentlichen Druck auf einen vermeintlich aussichtslosen Gerichtsprozess aufzubauen. Demnach sei der Film wie vertraglich vereinbart auf mindestens 1.500 Kinoleinwänden zu sehen gewesen, auf 9.000 in den USA und 30.000 weltweit. Die US-Schauspielergewerkschaft kritisiert den "frauenfeindlichen Ton" von Disney. Johansson hatte Disney für den zeitgleichen Start von "Black Widow" im Kino und bei Disney+ verklagt, durch die Streaming-Veröffentlichung sei ihr Gage entgangen.
variety.com via sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Scarlett Johansson verklagt Disney wegen Streaming von “Black Widow”.

Zoff um Mäuse: Die US-Schauspielerin Scarlett Johansson verklagt Disney wegen des gleichzeitigen Starts des Marvel-Superheldenfilms Black Widow im Kino und beim Streaming-Dienst Disney+. Die Hauptdarstellerin wirft dem Micky-Maus-Konzern Vertragsbruch vor. In Los Angeles habe sie eine entsprechende Klage eingereicht. Disney habe ihr einen exklusiven Kinostart von "Black Widow" versprochen, ihre Vergütung basiere großteils auf den Kinoeinnahmen. Disney wehrt sich gegen die Vorwürfe und bezeichnet die Klage der Darstellerin als "unbegründet". Durch den Release bei Disney+ habe man Johannsons "Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmen über die bereits erhaltenen 20 Mio US-Dollar hinaus deutlich erhöht". "Black Widow" ist in den USA am 9. Juli gestartet, sowohl im Kino als auch bei Disney+. Weltweit hat der Film am ersten Kinowochenende 158 Mio Dollar eingespielt, weitere 60 Mio Dollar kamen durch Streaming zustande.

Disney ist nicht das einzige Filmstudio, das seit der Corona-Pandemie auf ein hybrides Veröffentlichungs-Modell seiner Filmproduktionen setzt. Auch Warner stellt neue Filme inzwischen parallel zum Kinostart auf seiner Streaming-Plattform HBO Max zur Verfügung – und will mittelfristig daran festhalten.
rnd.de, spiegel.de, wsj.com, deadline.com

Basta: Jurypräsident Spike Lee verkündet den Gewinner-Film der “Goldenen Palme” zu früh.

Das Beste kommt zuerst: Der Horrorfilm "Titane" der Französin Julia Ducournau hat die "Goldene Palme" und somit den Hauptpreis in Cannes gewonnen. Jurypräsident Spike Lee hielt jedoch nichts vom Spannungsbogen: Er verkündet versehentlich direkt den 1. Platz und nahm damit das Highlight des Abends vorweg. Vielleicht hat Marty McFly noch Platz in seiner Zeitmaschine, damit Lee seinen Versprecher korrigieren kann.
spiegel.de

App-Tipp: Mit Cineamo das Kinoprogramm bestimmen.

Film app: Die App Cineamo soll Kinobesitzerinnen helfen, die Auslastung in den Sälen nach der Pandemie anzukurbeln. In der Anwendung können Userinnen Filmwünsche bei Kinos einreichen. Die kostenlose App ermöglicht auch, Kinosäle für andere Zwecke anzufragen, u.a für Yogastunden oder Firmenevents. 24 Kinos machen bislang mit.
welt.de, apps.apple.com (Cineamo im App-Store), play.google.com (Cineamo im Playstore)

Zitat: Streaming ersetzt zwar Fernsehen, aber keinen Kinobesuch.

"Ich halte es für eine komplette Scheindiskussion, dass Streaming Kino ersetzen könnte. Streaming ersetzt Fernsehen, nicht Kino. Deshalb müssen sich am ehesten die TV-Vermarkter Sorgen machen, nicht wir."

Stefan Kuhlow, CEO beim Kinovermarkter Weischer Media, sagt im "Horizont"-Interview, dass Kino Einnahmen generiert, die "im Streaming komplett undenkbar sind".
"Horizont" 27/2021, S. 4 (Paid)

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” über die ukrainische Filmlandschaft im neuen Gewand.

Lese-Tipp: Ein neues Gesetz in der Ukraine sieht vor, Filme und TV-Serien neu zu synchronisieren. Bisher wird in knapp 90 % der ukrainischen TV-Filmen und Serien aufgrund der Tradition Russisch gesprochen, Ukrainisch läuft als Untertitel. Die "Süddeutsche" trifft die Schauspielerin und Synchronsprecherin Katerina Braikovska, die vom Start der Synchronisierungs-Arbeiten vom Russischen ins Ukrainische seit Dezember 2020 erzählt. Alle Studios würden derzeit "24 Stunden pro Tag" arbeiten, sagt Braikovska.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Die “FAZ” blickt auf das Cannes-Festival.

Lese-Tipp: Das Cannes-Filmfestival verliert seinen Sinn, schreibt Verena Lueken in der "FAZ". Die Welt des Kinos liege längst längst jenseits der Côte d’Azur, dazu hat u.a. die in den vergangenen Jahren zugenommene Streaming-Konkurrenz beigetragen. Das Festival kopple sich von Anbietern wie Netflix ab, "als ließe sich noch etwas daran ändern, dass sie es sind, die inzwischen in die Bilderproduktion mehr Geld stecken als die herkömmlichen Studios".
faz.net (Paid)

Deutsche Kinos wollen am 1. Juli bundesweit öffnen.

Ab in die Sessel: Die Kinobranche plant die bundesweite Wiederöffnung am 1. Juli. Die Kinos waren mehr als ein halbes Jahr geschlossen. Die Kinoverbände HDF Kino und AG Kino argumentieren, dass der Start neuer Filme für Verleiherinnen nur lohnt, wenn bundesweit die Kinos öffnen. Ob die Betreiberinnen auch drinnen Filme zeigen können, hängt von den jeweiligen Regeln der Bundesländer ab.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de

Zitat: Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe über die Macht der Streamingdienste.

"Disney und auch Warner haben große Streamingdienste im Hintergrund, die mehr oder weniger die Macht übernommen haben. Und die diktieren jetzt die Bedingungen, nach denen die Kinowelt zu funktionieren hat."

Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe sagt im "Die Stunde Null"-Podcast, der Einfluss von Netflix, Amazon und Co. mache ihm "großes Kopfzerbrechen".
podcasts.apple.com (44-Min-Podcast)

Netflix schließt mit Sony einen Exklusiv-Deal ab.

Netflix LogoNetflix sichert sich Zugriff auf die Filme von Sony Pictures. Ab 2022 darf Netflix für vier Jahre alle Sony-Kinofilme als erster Streaming-Anbieter 18 Monate exklusiv zeigen. Für Filme, die Sony direkt als Streams anbieten will, erhält Netflix ein Vorkaufsrecht. Beobachterinnen gehen davon aus, dass Netflix insgesamt rund 1 Mrd Dollar zahlt. Für den Netflix ist der Deal wichtig, da immer mehr Studios auf eigene Streaming-Angebote setzen und Netflix so Konkurrenz machen und gleichzeitig von Material abschneiden.
heise.de

Warner setzt ab 2022 wieder auf Kinos und denkt über HBO-Max-Start in Deutschland nach.

Kino-Comeback: Warner wertet seine Filme ab 2022 wieder 45 Tage lang exklusiv auf der großen Leinwand aus. Derzeit starten die Produktionen parallel im Kino und beim Streaming-Dienst HBO Max. Der Beschluss ist Teil eines mehrjährigen Deals zwischen dem Studio und der Kinokette Cineworld. WarnerMedia-Chef Jason Kilar liebäugelt im Interview mit der "Financial Times" zudem mit einem Deutschland-Start von HBO Max, wenn die aktuelle Zusammenarbeit zwischen HBO und Sky 2025 ausläuft.
deadline.com via theverge.com (Kino-Strategie), dwdl.de (HBO Max)

Zitat: Er schämt sich für alte Gag-Rohrkrepierer, sagt Michael “Bully” Herbig.

"Ich kann mich für einen schlechten Gag unheimlich schämen. Deswegen habe ich ja auch die ersten drei Staffeln der 'Bullyparade' aus dem Verkehr ziehen lassen."

Michael "Bully" Herbig sagt im "Playboy"-Interview, als das Privatfernsehen noch in den Kinderschuhen steckte, gab es bei ihm einige Humor-Rohrkrepierer – die inzwischen "im Giftschrank" liegen.
"Playboy" 4/2021 (Vorab)

Lese-Tipp: Berlin als Filmkulisse für Moskau, Bagdad und Co.

Lese-Tipp: Berlin ist eine gefragte Serien-Kulisse, beobachtet Verena Mayer. Egal ob "ein mit arabischen Graffiti übersätes Straßenlabyrinth im Nahen Osten" (Homeland), eine "durch Kriege und Naturkatastrophen zerstörte Welt" (Die Tribute von Panem) oder das schachbegeisterte Moskau (Das Damengambit) – sie alle und noch viel mehr werden in Berlin gedreht. London sei für die Stadt "fast schon eine Routinerolle" – denn mit Berlin bekomme man viele Städte zum Preis von einer. Außerdem gibt es Drehgenehmigungen relativ unbürokratisch und bekannte Schauspieler*innen gehören zum Stadtalltag.
sueddeutsche.de

Führende Verbände aus Kultur, Gastronomie, Sport prüfen Zusammenarbeit bei Corona-Maßnahmen.

Gemeinsam nachverfolgen: Führende Verbände aus Kultur, Gastronomie und Sport, darunter der DFB, AG Kino, der Dehoga und der Deutsche Olympische Sportbund, wollen bei der Kontakt-Nachverfolgung branchenübergreifend zusammenarbeiten. Zunächst suchen sie gemeinsam technische Lösungen zur Besuchererfassung und die Übermittlung von Daten an die Gesundheitsbehörden.
per Mail

HBO Max soll an “Harry Potter”-Serie arbeiten.

HBO Max arbeitet laut "Hollywood Reporter" an einer "Harry Potter"-Serie. Offiziell dementiert Warner das Projekt. Der US-Branchendienste schreiben hingegen, das Projekt sei in einem frühen Entwicklungsstadium. Verantwortliche des Streamingdienstes hätten sich mit möglichen Autor*innen besprochen. Details wie der zeitliche Bezug zur Buchreihe sind unklar. Warner hat 2016 einen Rechtevertrag mit NBC Universal geschlossen, der unter anderem Ausstrahlungs- und Streaming-Rechte für "Harry Potter" beinhaltet. HBO Max kann die Filme deshalb nicht selbst zeigen.
hollywoodreporter.com via dwdl.de

Cinestar-Mutterkonzern sagt bereits genehmigte Fusion mit Cinemaxx vorerst ab.

Kino-Knartsch: Die Event Hospitality & Entertainment, Mutter der Cinestar-Kinos, sagt die schon vom Kartellamt genehmigte Fusion mit Cinemaxx vorerst ab. Die Wettbewerbshüter hatten Cinemaxx-Besitzer Vue Entertainment auferlegt, vor der Übernahme sechs eigene Kinos zu verkaufen. Den dafür gesetzten, mehrfach verlängerten Fristtermin, habe Vue am 14. Dezember verstreichen lassen, so der Vorwurf von Event Hospitality. Außerdem habe Vue nachträglich neue Bedingungen gestellt und so gegen den Kaufvertrag verstoßen.
new-business.de, turi2.de (Background)

Basta: Allianz versichert Filme in den USA gegen Seuchen.

Zahltag: Die Allianz versichert mit ihrer Tochter AGCS Filme und Live-Veranstaltungen. Entsprechend teuer wird dieses Jahr für den Versicherer, vor allem in den USA. Hier sind Seuchen - anders als in Europa - nicht von der Versicherung ausgeschlossen. Jetzt lässt sich zumindest erklären, weshalb besonders Kalifornien sich mit sorglosen Parties so redlich um weitere Corona-Wellen bemüht hat.
"Süddeutsche Zeitung", S.16 (Paid)

WarnerMedia bringt seinen Streaming-Dienst HBO Max vorerst nicht nach Deutschland.

HBO Max kommt 2021 noch nicht nach Deutschland, bestätigt WarnerMedia gegenüber dem "Spiegel". Zuvor hatte es anderslautende Gerüchte gegeben. Der Streaming-Dienst soll 2021 aber in Südamerika und anderen europäischen Ländern starten. In Deutschland kooperiert WarnerMedia weiter mit Sky und will zudem seine Kinofilme, anders als in den USA, weiter erst auf die Leinwand bringen, bevor sie in Streaming-Angeboten verfügbar sind.
spiegel.de, turi2.de (Background)

WarnerMedia veröffentlicht 2021 alle Kinofilme gleichzeitig im eigenen Streaming-Dienst.


All in: WarnerMedia setzt 2021 voll auf Streaming und geht dafür auf Konfrontationskurs mit den Kinobetreibern. Im kommenden Jahr wird der Konzern alle Warner Bros.-Produktionen zeitgleich mit der Veröffentlichung auch für einen Monat auf seine Streaming-Plattform HBO Max einstellen. Dazu zählen Filme wie "Matrix 4", "Mortal Kombat", "Dune" und "The Suicide Squad". Ann Sarnoff, Chefin von Warner Bros., begründet den Schritt auch mit der Corona-Krise: "Wir wissen, neue Inhalte sind das Lebenselixier für Kinos, aber wir müssen dies in Einklang mit der Realität bringen, die besagt, dass die meisten Kinos in den USA höchstwahrscheinlich mit begrenzter Kapazität in 2021 arbeiten werden".

Beobachter*innen sehen in dem Schritt trotzdem Signalwirkung, die auch über 2021 hinaus Bestand haben dürfte. Bereits diesen Dezember bringt WarnerMedia den neuen "Wonder Woman"-Film zeitgleich zum Kinostart auf seine Streaming-Plattform. WarnerMedia hat HBO Max im Mai zusammen mit AT&T gestartet. (Foto: Hans Lucas / Imago Images)
techcrunch.com, theverge.com, rnd.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Jurassic World-Crew verbraucht 40.000 Corona-Tests während des Drehs.

Zahl des Tages: Blockbusterverdächtige 40.000 Corona-Tests hat die Film-Crew von "Jurassic World: Dominion" während des Drehs verschlissen. Insgesamt fallen sämtliche Corona-Maßnahmen mit 6,7 Mio Euro zu Buche. Die üblichen Hygienevorkehrungen wurden u.a. durch tägliche Fiebertests und die Unterbringung in einem als Quarantäneblase angelegten Hotel ergänzt.
rnd.de

Bayern stockt Bundes-Krisenfonds für Kinobranche um fünf Mio Euro auf.

Bayern Raute150Bayern stockt den Corona-Ausfallfonds für Kinofilmproduktionen um fünf Mio Euro auf. Der Bund hat 50 Mio Euro zugesichert. Bayern ist das erste Bundesland, das den Fonds unterstützt und will, dass die Mittel vor allem für bayrische Produktionen genutzt werden. Der Fonds sichert die Produktion von Kinofilmen und Serien gegen pandemie-bedingte Unterbrechungen und Abbrüche ab. Die Film- und TV-Branche fordert seit Monaten mehr Krisenhilfe.
meedia.de, primavera24.de, turi2.de (Background)

Kinos signalisieren Verhandlungsbereitschaft über exklusives Auswertungsfenster.

Kinoverband HDF Kino ist bereit, die exklusive Kinoauswertung von Filmen auf vier Monate zu begrenzen, sagt Vorstandschefin Christine Berg im medienpolitik.net-Interview. Im Gegenzug will sie einheitliche Rahmenbedingungen mit der Politik aushandeln, die auch für internationale Produktionen gelten. Aktuell dürfen von der nationalen Filmförderung unterstützte Filme sechs Monate lang nur in Kinos gezeigt werden.
medienpolitik.net

Viele Kinos stehen vor dem Aus.

Kinos droht eine Insolvenzwelle, schreibt Steffen Fründt. Derzeit würden alle Betreiber rote Zahlen schreiben, da die Kinos meist nur zu einem Viertel gefüllt werden dürfen. Der Branchenverband fordert daher eine Abstandsregel von nur einem Meter bzw. einem freien Sitz, um 50 % Auslastung zu ermöglichen. Da die staatlichen Hilfen nach Unternehmen und nicht nach Sälen gezahlt werden, sind größere Kinos stärker bedroht. Neben den Corona-Regeln macht den Kinos zu schaffen, dass viele Studios zögern, ihre Filme in die Kinos zu bringen. Die Hoffnung der Branche liege derzeit auf den neuen Bond-Film.
"Welt am Sonntag" (Paid)

Deutscher Werbemarkt schrumpft durch Corona, Online legt zu.


Werbeausgaben in Deutschland stehen seit Anfang 2020 im Vergleich zum Vorjahr großflächig im Minus, zieht Ingo Rentz aus der Nielsen-Auswertung. Größte Verlierer sind neben Kino (-58,4 %) Einwurf-Werbung (-12,8 %) und Publikumszeitschriften (-10,5 %). Ausgaben für Online-Werbung sind dagegen mit 3,4 % im Plus. Auffällig ist, dass Corona fast allen Werbegattungen insbesondere die Zeit zwischen April und Juni verhagelt hat. Dann scheint es Nachholbedarf gegeben zu haben: Die Lage verbesserte sich wieder zusehends. Zeitungen verzeichnen jedoch auch noch im August ein Werbeausgaben-Minus von 13,9 %, Radio nach einem starken Juli (+13,7 %) einen im Vergleich zu 2019 schwächeren August (8,4 %). Insgesamt ist der Werbemarkt seit Januar um -7,3 % auf knapp 20 Mrd Euro geschrumpft.
horizont.net (Paid)

Zenith: Deutscher Werbemarkt fährt 12,3 % Minus ein.

Weniger Werbung: Die deutschen Werbeausgaben sinken um 12,3 %, prognostiziert eine Studie der Mediaagentur Zenith. Besonders stark betroffen ist das Kino (-55 %), aber auch Radio (-18 %) und Außenwerbung (-17 %) leiden unter den Pandemie-Folgen. Vergleichsweise glimpflich kommen Fernsehen (-10 %) und Digital-Märkte (-7 %) davon. Ohne weiteren Lockdown rechnet Zenith-CEO Jennifer Andree (Foto) mit einer Stabilisierung des Werbemarktes.
horizont.net

Zahl des Tages: Blockbuster “Tenet” hat in Deutschland bisher 3,2 Mio Euro eingespielt.

Zahl des Tages: Ermutigende 3,2 Mio Euro hat der Endzeit-Blockbuster Tenet von Regisseur Christopher Nolan am Wochenende in Deutschland eingespielt. Seit Mittwoch wurden 380.000 Kinotickets verkauft. Weltweit kommt der Film laut Variety auf ein Ergebnis von 53 Mio Dollar. Dem Film gelingt damit der bisher erfolgreichste Kinostart in der Corona-Krise.
spiegel.de