Netflix schließt mit Sony einen Exklusiv-Deal ab.

Netflix LogoNetflix sichert sich Zugriff auf die Filme von Sony Pictures. Ab 2022 darf Netflix für vier Jahre alle Sony-Kinofilme als erster Streaming-Anbieter 18 Monate exklusiv zeigen. Für Filme, die Sony direkt als Streams anbieten will, erhält Netflix ein Vorkaufsrecht. Beobachterinnen gehen davon aus, dass Netflix insgesamt rund 1 Mrd Dollar zahlt. Für den Netflix ist der Deal wichtig, da immer mehr Studios auf eigene Streaming-Angebote setzen und Netflix so Konkurrenz machen und gleichzeitig von Material abschneiden.
heise.de

Warner setzt ab 2022 wieder auf Kinos und denkt über HBO-Max-Start in Deutschland nach.

Kino-Comeback: Warner wertet seine Filme ab 2022 wieder 45 Tage lang exklusiv auf der großen Leinwand aus. Derzeit starten die Produktionen parallel im Kino und beim Streaming-Dienst HBO Max. Der Beschluss ist Teil eines mehrjährigen Deals zwischen dem Studio und der Kinokette Cineworld. WarnerMedia-Chef Jason Kilar liebäugelt im Interview mit der "Financial Times" zudem mit einem Deutschland-Start von HBO Max, wenn die aktuelle Zusammenarbeit zwischen HBO und Sky 2025 ausläuft.
deadline.com via theverge.com (Kino-Strategie), dwdl.de (HBO Max)

Zitat: Er schämt sich für alte Gag-Rohrkrepierer, sagt Michael “Bully” Herbig.

"Ich kann mich für einen schlechten Gag unheimlich schämen. Deswegen habe ich ja auch die ersten drei Staffeln der 'Bullyparade' aus dem Verkehr ziehen lassen."

Michael "Bully" Herbig sagt im "Playboy"-Interview, als das Privatfernsehen noch in den Kinderschuhen steckte, gab es bei ihm einige Humor-Rohrkrepierer – die inzwischen "im Giftschrank" liegen.
"Playboy" 4/2021 (Vorab)

Lese-Tipp: Berlin als Filmkulisse für Moskau, Bagdad und Co.

Lese-Tipp: Berlin ist eine gefragte Serien-Kulisse, beobachtet Verena Mayer. Egal ob "ein mit arabischen Graffiti übersätes Straßenlabyrinth im Nahen Osten" (Homeland), eine "durch Kriege und Naturkatastrophen zerstörte Welt" (Die Tribute von Panem) oder das schachbegeisterte Moskau (Das Damengambit) – sie alle und noch viel mehr werden in Berlin gedreht. London sei für die Stadt "fast schon eine Routinerolle" – denn mit Berlin bekomme man viele Städte zum Preis von einer. Außerdem gibt es Drehgenehmigungen relativ unbürokratisch und bekannte Schauspieler*innen gehören zum Stadtalltag.
sueddeutsche.de

Führende Verbände aus Kultur, Gastronomie, Sport prüfen Zusammenarbeit bei Corona-Maßnahmen.

Gemeinsam nachverfolgen: Führende Verbände aus Kultur, Gastronomie und Sport, darunter der DFB, AG Kino, der Dehoga und der Deutsche Olympische Sportbund, wollen bei der Kontakt-Nachverfolgung branchenübergreifend zusammenarbeiten. Zunächst suchen sie gemeinsam technische Lösungen zur Besuchererfassung und die Übermittlung von Daten an die Gesundheitsbehörden.
per Mail

HBO Max soll an “Harry Potter”-Serie arbeiten.

HBO Max arbeitet laut "Hollywood Reporter" an einer "Harry Potter"-Serie. Offiziell dementiert Warner das Projekt. Der US-Branchendienste schreiben hingegen, das Projekt sei in einem frühen Entwicklungsstadium. Verantwortliche des Streamingdienstes hätten sich mit möglichen Autor*innen besprochen. Details wie der zeitliche Bezug zur Buchreihe sind unklar. Warner hat 2016 einen Rechtevertrag mit NBC Universal geschlossen, der unter anderem Ausstrahlungs- und Streaming-Rechte für "Harry Potter" beinhaltet. HBO Max kann die Filme deshalb nicht selbst zeigen.
hollywoodreporter.com via dwdl.de

Cinestar-Mutterkonzern sagt bereits genehmigte Fusion mit Cinemaxx vorerst ab.

Kino-Knartsch: Die Event Hospitality & Entertainment, Mutter der Cinestar-Kinos, sagt die schon vom Kartellamt genehmigte Fusion mit Cinemaxx vorerst ab. Die Wettbewerbshüter hatten Cinemaxx-Besitzer Vue Entertainment auferlegt, vor der Übernahme sechs eigene Kinos zu verkaufen. Den dafür gesetzten, mehrfach verlängerten Fristtermin, habe Vue am 14. Dezember verstreichen lassen, so der Vorwurf von Event Hospitality. Außerdem habe Vue nachträglich neue Bedingungen gestellt und so gegen den Kaufvertrag verstoßen.
new-business.de, turi2.de (Background)

Basta: Allianz versichert Filme in den USA gegen Seuchen.

Zahltag: Die Allianz versichert mit ihrer Tochter AGCS Filme und Live-Veranstaltungen. Entsprechend teuer wird dieses Jahr für den Versicherer, vor allem in den USA. Hier sind Seuchen - anders als in Europa - nicht von der Versicherung ausgeschlossen. Jetzt lässt sich zumindest erklären, weshalb besonders Kalifornien sich mit sorglosen Parties so redlich um weitere Corona-Wellen bemüht hat.
"Süddeutsche Zeitung", S.16 (Paid)

WarnerMedia bringt seinen Streaming-Dienst HBO Max vorerst nicht nach Deutschland.

HBO Max kommt 2021 noch nicht nach Deutschland, bestätigt WarnerMedia gegenüber dem "Spiegel". Zuvor hatte es anderslautende Gerüchte gegeben. Der Streaming-Dienst soll 2021 aber in Südamerika und anderen europäischen Ländern starten. In Deutschland kooperiert WarnerMedia weiter mit Sky und will zudem seine Kinofilme, anders als in den USA, weiter erst auf die Leinwand bringen, bevor sie in Streaming-Angeboten verfügbar sind.
spiegel.de, turi2.de (Background)

WarnerMedia veröffentlicht 2021 alle Kinofilme gleichzeitig im eigenen Streaming-Dienst.


All in: WarnerMedia setzt 2021 voll auf Streaming und geht dafür auf Konfrontationskurs mit den Kinobetreibern. Im kommenden Jahr wird der Konzern alle Warner Bros.-Produktionen zeitgleich mit der Veröffentlichung auch für einen Monat auf seine Streaming-Plattform HBO Max einstellen. Dazu zählen Filme wie "Matrix 4", "Mortal Kombat", "Dune" und "The Suicide Squad". Ann Sarnoff, Chefin von Warner Bros., begründet den Schritt auch mit der Corona-Krise: "Wir wissen, neue Inhalte sind das Lebenselixier für Kinos, aber wir müssen dies in Einklang mit der Realität bringen, die besagt, dass die meisten Kinos in den USA höchstwahrscheinlich mit begrenzter Kapazität in 2021 arbeiten werden".

Beobachter*innen sehen in dem Schritt trotzdem Signalwirkung, die auch über 2021 hinaus Bestand haben dürfte. Bereits diesen Dezember bringt WarnerMedia den neuen "Wonder Woman"-Film zeitgleich zum Kinostart auf seine Streaming-Plattform. WarnerMedia hat HBO Max im Mai zusammen mit AT&T gestartet. (Foto: Hans Lucas / Imago Images)
techcrunch.com, theverge.com, rnd.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Jurassic World-Crew verbraucht 40.000 Corona-Tests während des Drehs.

Zahl des Tages: Blockbusterverdächtige 40.000 Corona-Tests hat die Film-Crew von "Jurassic World: Dominion" während des Drehs verschlissen. Insgesamt fallen sämtliche Corona-Maßnahmen mit 6,7 Mio Euro zu Buche. Die üblichen Hygienevorkehrungen wurden u.a. durch tägliche Fiebertests und die Unterbringung in einem als Quarantäneblase angelegten Hotel ergänzt.
rnd.de

Bayern stockt Bundes-Krisenfonds für Kinobranche um fünf Mio Euro auf.

Bayern Raute150Bayern stockt den Corona-Ausfallfonds für Kinofilmproduktionen um fünf Mio Euro auf. Der Bund hat 50 Mio Euro zugesichert. Bayern ist das erste Bundesland, das den Fonds unterstützt und will, dass die Mittel vor allem für bayrische Produktionen genutzt werden. Der Fonds sichert die Produktion von Kinofilmen und Serien gegen pandemie-bedingte Unterbrechungen und Abbrüche ab. Die Film- und TV-Branche fordert seit Monaten mehr Krisenhilfe.
meedia.de, primavera24.de, turi2.de (Background)

Kinos signalisieren Verhandlungsbereitschaft über exklusives Auswertungsfenster.

Kinoverband HDF Kino ist bereit, die exklusive Kinoauswertung von Filmen auf vier Monate zu begrenzen, sagt Vorstandschefin Christine Berg im medienpolitik.net-Interview. Im Gegenzug will sie einheitliche Rahmenbedingungen mit der Politik aushandeln, die auch für internationale Produktionen gelten. Aktuell dürfen von der nationalen Filmförderung unterstützte Filme sechs Monate lang nur in Kinos gezeigt werden.
medienpolitik.net

Viele Kinos stehen vor dem Aus.

Kinos droht eine Insolvenzwelle, schreibt Steffen Fründt. Derzeit würden alle Betreiber rote Zahlen schreiben, da die Kinos meist nur zu einem Viertel gefüllt werden dürfen. Der Branchenverband fordert daher eine Abstandsregel von nur einem Meter bzw. einem freien Sitz, um 50 % Auslastung zu ermöglichen. Da die staatlichen Hilfen nach Unternehmen und nicht nach Sälen gezahlt werden, sind größere Kinos stärker bedroht. Neben den Corona-Regeln macht den Kinos zu schaffen, dass viele Studios zögern, ihre Filme in die Kinos zu bringen. Die Hoffnung der Branche liege derzeit auf den neuen Bond-Film.
"Welt am Sonntag" (Paid)

Deutscher Werbemarkt schrumpft durch Corona, Online legt zu.


Werbeausgaben in Deutschland stehen seit Anfang 2020 im Vergleich zum Vorjahr großflächig im Minus, zieht Ingo Rentz aus der Nielsen-Auswertung. Größte Verlierer sind neben Kino (-58,4 %) Einwurf-Werbung (-12,8 %) und Publikumszeitschriften (-10,5 %). Ausgaben für Online-Werbung sind dagegen mit 3,4 % im Plus. Auffällig ist, dass Corona fast allen Werbegattungen insbesondere die Zeit zwischen April und Juni verhagelt hat. Dann scheint es Nachholbedarf gegeben zu haben: Die Lage verbesserte sich wieder zusehends. Zeitungen verzeichnen jedoch auch noch im August ein Werbeausgaben-Minus von 13,9 %, Radio nach einem starken Juli (+13,7 %) einen im Vergleich zu 2019 schwächeren August (8,4 %). Insgesamt ist der Werbemarkt seit Januar um -7,3 % auf knapp 20 Mrd Euro geschrumpft.
horizont.net (Paid)

Zenith: Deutscher Werbemarkt fährt 12,3 % Minus ein.

Weniger Werbung: Die deutschen Werbeausgaben sinken um 12,3 %, prognostiziert eine Studie der Mediaagentur Zenith. Besonders stark betroffen ist das Kino (-55 %), aber auch Radio (-18 %) und Außenwerbung (-17 %) leiden unter den Pandemie-Folgen. Vergleichsweise glimpflich kommen Fernsehen (-10 %) und Digital-Märkte (-7 %) davon. Ohne weiteren Lockdown rechnet Zenith-CEO Jennifer Andree (Foto) mit einer Stabilisierung des Werbemarktes.
horizont.net

Zahl des Tages: Blockbuster “Tenet” hat in Deutschland bisher 3,2 Mio Euro eingespielt.

Zahl des Tages: Ermutigende 3,2 Mio Euro hat der Endzeit-Blockbuster Tenet von Regisseur Christopher Nolan am Wochenende in Deutschland eingespielt. Seit Mittwoch wurden 380.000 Kinotickets verkauft. Weltweit kommt der Film laut Variety auf ein Ergebnis von 53 Mio Dollar. Dem Film gelingt damit der bisher erfolgreichste Kinostart in der Corona-Krise.
spiegel.de

Nico Hofmann kritisiert unzureichende Hilfen für Film- und TV-Branche.

Film- und Fernsehbranche ist "eine Milliardenindustrie mit Tausenden Beschäftigten, die auf der Straße stehen, wenn nichts passiert", sagt Produzent Nico Hofmann im Interview der "Bild am Sonntag" und kritisiert, alle anderen europäischen Länder hätten in der Krise für die Filmbranche "bessere Lösungen hinbekommen". Er habe gedacht, Deutschland komme nach dem Lockdown schneller wieder "in die Normalität".
"Bild am Sonntag", S. 46 (Paid)

Die “Süddeutsche Zeitung” produziert mit Constantin künftig TV- und Kino-Filme.


Filmreif: Die "Süddeutsche Zeitung" kooperiert künftig mit Constantin Film. Autoren der Zeitung beraten die Produzenten und Drehbuchautoren des Filmproduzenten exklusiv bei Filmprojekten. Als erstes gemeinsames Projekt kündigen die neuen Partner eine dreiteilige Dokumentation über die Loveparade an. Als Co-Autor arbeitet daran "Süddeutsche"-Redakteur Bernd Dörries mit, der 2010 bei der Katastrophe in Duisburg vor Ort berichtet hat. Als weiteres Projekt geplant ist eine TV-Film-Reihe mit dem Titel "German Crime", die Kriminalfälle der vergangenen 30 Jahre erzählt und Hintergründe aus "SZ"-Recherchen" einfließen lässt.

"SZ"-Geschäftsführer Stefan Hilscher sagt: "Die 'Süddeutsche Zeitung' hat spannende Stoffe, deren Übersetzung in TV und vielleicht sogar Kinofilme lohnt." Oliver Berben von Constantin meint: "Das wahre Leben schreibt vielfach die besten Geschichten. Daraus fakten-basierte, zeitgemäß und hochwertig produzierte Formate zu erschaffen, die die Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch informieren, darauf freuen wir uns sehr."
new-business.de

Meinung: Ausfallfonds bleibt vorerst hinter Erwartungen der Filmwirtschaft zurück.

Cliffhanger: Das Ausfallfonds-Konzept für die Filmwirtschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters erfüllt die Erwartungen der Branche nicht, schreibt Helmut Hartung. Das Papier sieht Hilfen nur für vom Bund oder der FFA geförderte Produktionen vor. Bis 30. Juni 2021 soll der Fonds "nicht versicherbare, typische Pandemierisiken" abfedern. Noch stehe nicht fest, ob sich Länder und Sender beteiligen werden.
"FAZ" S. 13 (Paid)

Meinung: Den Kinos fehlt ein “Paukenschlag”, um die Krise zu meistern.

Kinos fehlt ein filmtechnischer "Paukenschlag", um die Corona-Krise zu meistern und endlich wieder Zuschauer anzuziehen, schreibt Sidney Schering. Schuld sei u.a. Hollywood, das "derzeit auf Publikumsmagneten hockt und sie (noch) nicht rausrückt". Europäische Filme hätten trotz des momentanen Mangels an hochkarätigen US-Produktionen selten das Zeug zu Blockbustern.
quotenmeter.de

Kino-Branche rechnet mit einem Minus von 250 Mio Euro.

Kino-Branche rechnet aufgrund von Corona mit einem Minus von 250 Mio Euro, sagt Kim Ludolf Koch, Geschäftsführer von Cineplex. Auch die bisher moderaten Kosten für zusätzliche Hygienemaßnahmen könnten sich "summieren". Koch schließt daher leichte Preiserhöhungen nicht aus und hofft auf Verständnis, wenn Kinobetreiber die Mehrwertsteuersenkung nicht an Kunden weitergeben.
medienpolitik.net

Meinung: Ü50-Schauspielerinnen leiden besonders unter der Pandemie.

Film und Fernsehen: Schauspielerinnen jenseits der 50 bekommen selten gute Rollen. Seit der Pandemie haben viele gar keine Aufträge mehr, weil sie altersbedingt als Risikogruppe gelten, schreibt Elise Landschek (Foto). Wer zwischen 20 und 30 keine Karriere mache, könne sie danach vergessen – in dieser Zeit Familie zu gründen, bedeute den sicheren Karriereknick. Schauspielerinnen ohne zweitem Standbein droht oft Altersarmut. Durch Corona flamme zwar der Kampfgeist gegen den Missstand auf, das Thema sei aber seit Jahrzehnten bekannt, ohne dass sich etwas ändere.
zeit.de

Zitat: Constantin-Film-Chef Martin Moszkowic erwartet ein volles Kinojahr 2021.

"Krisen beschleunigen oft Entwicklungen, die es sowieso gibt. In Deutschland hat es schon in den letzten Jahren zu viele Filmstarts in den Kinos gegeben."

Martin Moszkowic, Chef von Constantin Film, sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass 2021 ein "sehr, sehr volles Kinojahr" wird - trotz möglicher Kinopleiten.
"Süddeutsche Zeitung", S. 17 (Paid)

Cinemaxx-Chef Tim Richards sieht in einem halben Jahr das Vor-Krisen-Niveau erreicht.

Kino: Tim Richards, Chef von Cinemaxx und Cinestar, sieht die Umsätze "in drei bis sechs Monaten wieder auf Vor-Krisen-Niveau", sagt er im "FAZ"-Interview. Dennoch komme es zu einer Konsolidierung - "wie in jeder Branche". Auch vor dem Start von Streamingdiensten hätten Videotheken dem "Erlebnis eines Kinobesuchs" Konkurrenz gemacht, sagt Richards. "Ich mache mir wegen Netflix überhaupt keine Sorgen. Wir kommen einander nicht in die Quere".
faz.net (Paid)

Verbandschefin: Der Kino-Branche drohen erste Insolvenzen.

Kino: Die bundesweit uneinheitlichen Regeln zur Wiedereröffnung gefährden die Existenzen vieler Betriebe, zitiert Catrin Bialek die Vorstands­vor­sitzende des Verbands HDF Kino, Christine Berg. Hintergrund ist, dass große Verleiher ihre Filme nicht herausgeben, wenn sie diese nur punktuell vermarkten können. Ersten Häusern drohe schon bald die Insolvenz, wenn sie wie in einigen Bundesländern weiter geschlossen bleiben müssen, so Berg.
handelsblatt.com

Meinung: Disney und Co verscherzen es sich in der Krise mit Kinobetreibern.

Disney muss kreativ sein, um trotz Krise seinen Streamingdienst mit Inhalten zu füllen, beobachten Catrin Bialek und Alexander Demling – die Animatoren produzieren von zu Hause aus Kurz-Clips und Making-of-Dokus. Filme, die für die Kinos geplant waren und keine teuren Blockbuster sind, etwa "Artemis Fowl", wandern direkt zu Disney+. Der ohnehin angeknacksten Beziehung zu den Kinobetreibern bekomme das schlecht, die Krise könnte "die Machtbalance zwischen Streamingdiensten, Filmstudios und Kinobetreibern dauerhaft verschieben".
handelsblatt.com

Constantin Film hat wegen Corona mehr als 30 Produktionen gestoppt.

Constantin Film hat wegen der Corona-Krise mehr als 30 Produktionen – Kinofilme, Fernsehserien, Streamingproduktionen, Shows – eingestellt, sagen die Chefs Martin Moszkowicz (Foto) und Oliver Berben der "Welt". Sie fordern eine "massiv erhöhte" Finanzierungsbeteiligung durch den Deutschen Filmförderfonds für die nächsten ein bis zwei Jahre und sehen einen "wahnsinnigen Rattenschwanz an Problemen", der noch auf die Branche warte. Aus eigener Kraft könne sie nicht über die Krise hinwegkommen.
welt.de (Paid)

Filmverbände fordern Verbot von Dreharbeiten in Corona-Zeit.

Dreharbeiten für fiktionale Kino- und TV-Produktionen sollen vorübergehend bundesweit verboten werden, fordern der Produzentenverband und der Film- und Medienverband NRW. Dies sei zwingend notwendig, um die Beteiligten am Set wirksam gegen das Corona-Virus zu schützen. Während es für Theater und ähnliche Betriebe klare Regeln gebe, liege die Verantwortung für Filmproduktionen vielerorts bei den Betrieben, die so keine Rechtssicherheit hätten und denen möglicherweise Entschädigung-Ansprüche entgingen.
produzentenverband.de, filmundmedienverbandnrw.de

Weischer Cinema holt Oliver Adrian ab Mai als Vertriebschef.

Weischer Cinema holt Oliver Adrian ab Mai für die neu geschaffene Stelle des Vertriebschefs für die DACH-Region. Er ist noch bis Ende März bei AS&S Radio, wo er seit 2012 Geschäftsführer ist. Adrian leitet bei der Weischer-Tochter den Vertrieb des Kinogeschäfts.
horizont.net, turi2.de (Background)


Aus dem Archiv von turi2.tv: Warum Weischer-Chef Stefan Kuhlow Netflix toll findet. (02/2020)


Aus dem Archiv von turi2.tv: Werbung spielt in der ARD "eine beachtliche Rolle", sagt Oliver Adrian. (04/2018)

Studie: Produzentinnen gehen wirtschaftlicher mit Förderung um.

Produzentinnen sind in der deutschen Film- und TV-Branche strukturell benachteiligt, sagt eine Studie des Instituts für Medienforschung der Uni Rostock im Auftrag der ARD-Filmintendantin Karola Wille. Sie bekämen weniger Fördermittel, obwohl sie wirtschaftlicher damit umgingen: Eine Produzentin brauche 17 Euro Filmförderung, um einen Zuschauer ins Kino zu locken, ein Produzent 42 Euro. Künstlerisch seien Frauen "mindestens genauso anerkannt wie ihre männlichen Kollegen". Seit 2009 verändere sich der Frauenanteil in der Branche kaum, rein männliche Filme gebe es zu 57 %, rein weibliche zu 12 %.
tagesspiegel.de

Zahl des Tages: Cinemaxx muss sechs Kinos verkaufen.

Zahl des Tages: Insgesamt sechs Häuser muss Vue Entertainment, Betreiber der Kino-Kette Cinemaxx, in Deutschland verkaufen, entscheidet das Bundeskartellamt im Hinblick auf die im Oktober 2018 beschlossene Fusion mit Cinestar. Betroffen sind die Cinestar-Kinos in Augsburg, Bremen, Gütersloh, Magdeburg und Remscheid und das Cinemaxx-Kino in Mülheim an der Ruhr.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: Berlinale-Chefkurator Carlo Chatrian will sich für Netflix und Co weiter öffnen.

"Wir haben keine Mauer um das Festival gezogen, im Gegenteil, wir wollen es noch weiter öffnen."

Carlo Chatrian, neuer künstlerische Leiter der Berlinale, will Amazon Prime, Netflix und Co nicht von der Berlinale ausschließen, sagt er im "FAZ"-Interview. Er wolle sich nicht von der jüngeren Generation und ihrem "veränderten Verhältnis zu bewegten Bildern" verabschieden.
"FAZ", S. 11 (Paid)

Disney streicht den Namensbestandteil “Fox” aus 20th Century Fox.

Disney kappt die namentliche Verbindung zu Murdochs Fox Corporation und streicht den Namensbestandteil "Fox" aus den Filmstudios 20th Century Fox und Fox Searchlight. Beide firmieren künftig als 20th Century Studios und Searchlight Pictures. Ende 2017 hatte Disney beide Studios und andere Bestandteile aus Murdochs Medien-Imperium abgekauft.
nytimes.com
turi2.de (Background)