Zitat: Journalisten sind für Inhalte-Monetarisierung mitverantwortlich, sagt RND-Chefredakteur Marco Fenske.

"Journalisten sollten nicht so arrogant sein zu glauben, sie hätten mit der Monetarisierung ihrer Inhalte nichts zu tun."

Chefredakteure haben eine Verantwortung dafür, welche Reichweiten sie generieren, sagt RND-Chefredakteur Marco Fenske im "Meedia"-Interview. Für die Reichweite von RND.de sei Clickbaiting "überhaupt keine Option".
meedia.de

Madsack startet sein Newsportal RND.de.


Bundesweite Bühne: Madsack öffnet den Vorhang für sein überregionales Nachrichtenportal RND.de. Die Seite kommt in Kacheloptik und ohne klassische Ressorts. Stattdessen verweist die Seite am Kopf auf fünf wechselnde, aktuelle Themen. Zum Auftakt sind dies unter anderem Brexit und Klimawandel. Angemeldete Nutzer können die Seite personalisieren, Themen und Autoren folgen und individuelle Benachrichtigungen aktivieren. RND.de bündelt die Inhalte von Madsacks Zentralredaktion Redaktionsnetzwerk Deutschland, die auch Namensgeber für das Angebot ist. Das Portal greift aber auch Beiträge der Madsack-Sportseite Sportbuzzer auf und verweist auf Beiträge der Madsack-Regionaltitel.

Madsack-Chef Thomas Düffert kündigt in der Pressemitteilung zum Start an, Madsack wolle "durch ein geschicktes Zusammenwirken von nationalen und regionalen Angeboten Akzente im digitalen Journalismus setzen". Und weiter: "RND.de ist ein wichtiger Baustein unserer Digitalstrategie. Ziel muss es sein, unabhängigen Journalismus auch im digitalen Zeitalter finanzierbar zu halten."

Madsack hatte die Nachrichtenseite bereits im Februar 2018 angekündigt und sprach damals von 70 Journalisten und Digitalexperten, die - wenn auch nicht ausschließlich - für die Seite tätig sein sollen. Davon gehörten jedoch bisher einige zu den Regionaltiteln des Verlags.
madsack.de, rnd.de, turi2.de (Background)

Madsack führt Digitalabo mit Time-Wall ein.


Time is the enemy: Madsack ändert seine Paid-Content-Strategie und schafft das Freemium-Modell zugunsten einer "Time-Wall" ab. Die Artikel der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Presse" sind in der ersten Stunde nach Veröffentlichung kostenlos. Danach verschwinden sie hinter der Paywall. Das neue Modell führt der Verlag in den kommenden Wochen auch bei allen weiteren Regionalzeitungen, u.a. "Märkische Allgemeine", "Leipziger Volkszeitung" und "Ostsee-Zeitung", ein.

Ein Digitalabo kostet künftig 2,49 Euro pro Woche, für Print-Leser 3 Euro pro Monat. Leser, die von den sozialen Kanälen kommen, können künftig nicht mehr 20 Artikel kostenlos lesen. Die neue Zeit-Schranke soll zum einen die Reichweite der Zeitungs-Websites erhöhen, als auch "Anreiz zum Abschluss eines Digital-Abos" sein.
madsack.de, dnv-online.de

Kress: Auch Madsack will die DuMont-Zeitungen nicht.

DuMont: Auch Madsack hat kein Interesse an den schwächelnden Regionalzeitungen, hört Markus Wiegand aus "gut informierten Kreisen". Nach Funke schließe damit ein weiterer großer Verlag den Kauf aus. Wahrscheinlicher werde eine Aufsplittung: Im Rheinland könnte die "Rheinische Post" DuMont-Titel übernehmen, in Berlin Hauptstadtbrief-Verleger Detlef Prinz. Auch der Ebner Verlag habe beste Beziehungen zu DuMont und dessen Chef Christoph Bauer, schreibt Wiegand.
kress.de, turi2.de (Background)

Bernhard Bahners wird Digital- und RND-Chef bei Madsack.

Madsack macht Bernhard Bahners, 42, zum Digitalchef und Geschäftsführer der Zentralredaktion RND. Bahners bleibt Chef der Hamburger Madsack-Tochter radio.de, deren Aggregator radio.net international wachsen soll – er gehörte 2006 zum Gründungsteam. Bahners soll sich künftig für gesamt Madsack um digitale Vermarktung der Medienmarken und journalistische Bezahlangebote kümmern.
presseportal.de

Ulrike Simon: Mittelsmann könnte DuMont beim Verkauf seiner Zeitungen helfen.

DuMont: Ein Berliner Mittelständler könnte dem Verlag helfen, sein Zeitungsgeschäft als Ganzes loszuwerden, schreibt Ulrike Simon. Nur Madsack und Funke bieten auf das Gesamtpaket, zwischen 150 und 170 Mio Euro, doch Interesse haben eigentlich beide nicht. Besagter Unternehmer "mit verlegerischer Erfahrung, gut vernetzt in der Politik," könnte dem Käufer für einen "symbolischen Preis" die ungewünschten Blätter abnehmen.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Madsack startet Polittalk “Berliner Salon”.

madsack_150Madsack setzt auf Live-Journalismus und holt am Abend erstmals einen hochrangigen Politiker für ein Gespräch auf die Bühne. Grünen-Chef Robert Habeck stellt sich, moderiert vom Leiter des Hauptstadtbüros, Gordon Repinski, den Fragen von 100 Lesern. Die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichten im Nachgang. Ende April soll Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen der zweite Gast der Reihe "Berliner Salon" sein.
madsack.de

Wolfgang Büchner verlässt Madsack – Hannah Suppa und Marco Fenske übernehmen.


Tschüss, Hannover: Die Mediengruppe Madsack und Wolfgang Büchner, zuletzt Geschäftsführer des Redaktionsnetzwerks Deutschland und Entwicklungs-Chefredakteur beim Regionalzeitungs-Riesen, gehen getrennte Wege. Büchner war vor gut zwei Jahren von Ringier zu Madsack gewechselt. Er soll den Verlag weiter beraten, schreibt Madsack in seiner Pressemitteilung. Mit Büchners Abgang steigen Hannah Suppa, Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" und Marco Fenske, Chefredakteur des RND, weiter auf und übernehmen auch die Geschäftsführung der Zentralredaktion.

Büchner war 2017 bei Madsack zunächst als Chief Content Officer angetreten. Ende 2018 hatte der Verlag Büchners Rückzug aus der redaktionellen Verantwortung bekannt gegeben – zugunsten von Fenskes Aufstieg vom Sportchef zum Chefredakteur. Hannah Suppa wirkt seit Juli 2017 als Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", wer ihr in Potsdam nachfolgt, ist noch nicht bekannt.
madsack.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne. (10/2017)

Renner: Madsack könnte DuMont beim Projekt Zeitungsverkauf helfen.

DuMont: Scheitert der Verkauf der Zeitungen, bliebe Madsack als Rettungsanker, meint Kai-Hinrich Renner. Möglich seien Kooperationen und Überkreuzbeteiligungen. Beide Verlage haben gemeinsame Politik-Reporter in Berlin, nutzen Madsack-Software für Anzeigen und Vertrieb und sind Druckerei-Kunden beim jeweils anderen. Allerdings gelten die stark schrumpfenden DuMont-Boulevardblätter "Berliner Kurier", "Express" und "Hamburger Morgenpost" als besonders schwer vermittelbar.
morgenpost.de

Meinung: Funke verfolgt die gleiche Taktik wie Madsack – aber weniger energisch.

Funke und Madsack sind Profiteure der Marktkonsolidierung auf dem Zeitungsmarkt und verfolgen eine ähnliche Taktik, schreibt Ulrike Simon in "Horizont". Allerdings gehe Madsack dabei konsequenter vor, habe neben einer Zentralredaktion auch die Verlagsbereiche zentralisiert. Funke ziehe jetzt erst nach. Außerdem ließen die Essener die Zügel lockerer, erlaubten den einzelnen Redaktionen mehr Freiheiten und benötigten deshalb bislang mehr Personal.
"Horizont" 07/2019, S. 14 (Paid)

Madsack macht Stefanie Gollasch zur Chefredakteurin seiner Zeitungen in Ostniedersachsen.

Madsack ernennt Stefanie Gollasch, 52, zur Chefredakteurin der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung", "Peiner Allgemeinen Zeitung" und der "Aller-Zeitung". Gollasch war bisher geschäftsführende Redakteurin in Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie folgt auf Dirk Borth, der Madsack "auf eigenen Wunsch" verlässt. Die drei ostniedersächsischen Zeitungen erzielen zusammen laut IVW derzeit rund 45.000 Auflage.
madsack.de

Marco Fenske wird RND-Chefredakteur, Wolfgang Büchner bleibt Geschäftsführer.


Nächste Liga: Marco Fenske, 34, steigt bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland zum Chefredakteur auf. Bisher ist er als Sportchef des Netzwerks bereits Vize-Chef des RND. Fenske übernimmt von Wolfgang Büchner, 52, der Geschäftsführer bleibt, sich aber aus dem journalistischen Tagesgeschäft zurückzieht. Er firmiert künftig als Entwicklungs-Chefredakteur. Büchner soll sich in der neuen Position um den digitalen Umbau bei Madsack kümmern und neue Digital-Angebote wie die Nachrichten-Plattform RND.de entwickeln.

Uwe Dulias, 62, bisher Entwicklungs-Chefredakteur, will Ende 2019 in den Ruhestand gehen, teilt Madsack mit. Dulias ist Gründungsgeschäftsführer des RND, das heute nach eigenen Angaben mehr als 50 Partnerzeitungen mit über 2 Mio Auflage mit Inhalten versorgt. "Madsack ist Uwe Dulias zu größtem Dank verpflichtet", richtet Konzernchef Thomas Düffert per Pressemitteilung aus und freut sich, "den personellen Übergang" bei RND und Entwicklungs-Chefredaktion "so weitsichtig und zukunftsgerichtet einleiten zu können".
madsack.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne.

Madsack übernimmt in Brandenburg die Mehrheit an sechs Postdienstleistern.

madsack_150Madsack expandiert auf dem Markt für Postdienstleistungen. Der Verlag übernimmt über seine Tochter Mazmail von der niederländischen Post die Mehrheit an der Holding ADVO-Sansula. Bisher hielten beide Seiten jeweils 50 %. Zu ADVO-Sansula zählen die Firmen Blitz-Kurier, City Brief Bote, Debex, Märkische Postdienste, PIN Mail Woltersdorf und Turbo Post. Das Kartellamt muss der Übernahme der Trubo Post noch zustimmen.
madsack.de

Madsack macht 2017 leicht mehr Umsatz und Gewinn als 2016.

madsack_150Madsack schließt das Geschäftsjahr 2017 mit leichten Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn ab: Der Konzernumsatz steigt um rund 1 % auf 681,2 Mio Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wächst um 1,6 % auf 91,4 Mio Euro. Der Vertriebsumsatz der Tageszeitungen steigt minimal um 0,5 Mio Euro auf 257,4 Mio Euro. Das Anzeigengeschäft verzeichnet insgesamt einen Rückgang von 2,6 %.
madsack.de

“Kontext Wochenzeitung”: Madsack nutzt Auslandskorrespondenten aus.

Redaktionsnetzwerk Deutschland will Auslandsberichte, aber nicht dafür bezahlen, kritisiert Willi Germund. "Ein Betroffener" erzählt, Madsack sei ein "Penny-Markt für Zeitungshäuser", zahle Auslandskorrespondenten statt monatlicher Pauschalen nur abgedruckte Artikel. Generell verschwänden aus den Medien. Es gehe nur noch um Naturkatastrophen und Trump-Anekdoten.
kontextwochenzeitung.de

Madsack schließt Druckerei in Leipzig Ende 2019.


Die Rollen gehen aus: Madsack schließt seine Leipziger Druckerei Ende 2019, meldet die Mediengruppe in einer Pressemitteilung, mutig platziert um 23.13 Uhr am Montagabend. Das Druckhaus der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft, in dem hauptsächlich die "Leipziger Volkszeitung" gedruckt wird, hat den Druckauftrag der "Bild" verloren. Rund 60 Mitarbeiter werden ihre Jobs verlieren.

Madsack will mit ihnen "gemeinsam möglichst konstruktive Lösungen finden". Die "Leipziger Volkszeitung" wird künftig bei DuMonts "Mitteldeutscher Zeitung" in Halle gedruckt, der Ableger "Dresdner Neueste Nachrichten" bei DDV in Dresden, einer Tochter von Gruner + Jahr. Beide Blätter erscheinen dann im Rheinischen Format statt wie bisher im Nordischen. (Foto: Tom Schulze / dpa-Zentralbild / Picture Alliance)
madsack.de via flurfunk-dresden.de, turi2.de (Background)

DuMont kündigt mehreren Auslandskorrespondenten.

DuMont kündigt nach den Mitarbeitern seiner Hauptstadtredaktion auch mehreren seiner Auslandskorrespondenten, schreibt Ulrike Simon. Künftig bezieht DuMont seine überregionalen Inhalte von Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland. Madsack wolle nur wenige der bisherigen DuMont-Korrespondenten weiterbeschäftigen und wenn nur pro Artikel bezahlen.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Wolfgang Büchner hält Festhalten an einem eigenen Mantel für falschen Stolz.

"Ich finde es wertvoller, die Vielfalt von Regionalzeitungen überhaupt zu erhalten, als zuzuschauen, wie Zeitungen im Stolz sterben, weil sie versuchen, ihre Mantelredaktion aufrechtzuerhalten."

Wolfgang Büchner, Chefredakteur bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland, verteidigt im Interview mit der "taz" Zentralredaktionen und sieht sie eher als Investitions- denn als Sparmodell.
taz.de

Klick-Tipp: RND berichtet 54 Stunden über Gladbecker Geiseldrama.

Klick-Tipp: Das Redaktionsnetzwerk Deutschland erzählt heute ab 7.15 Uhr in einem Digital-Special vom Gladbeck-Geiseldrama. Am 16. August 1988 nahmen zwei Gangster bei einem Bank-Überfall Geiseln, Reporter folgte ihnen mehrere Tage, der damalige "Bild"-Chefredakteur Udo Röbel stieg zu ihnen ins Auto. RND erzählt in sechs Teilen in Echtzeit, 54 Stunden lang.
gladbeck.rnd.de, turi2.de (Röbel)

Kai-Hinrich Renner: Madsacks Druckerei in Leipzig verliert “Bild” als Kunden.


Ausgedruckt: Die Madsack-Tochter Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft verliert den Druckauftrag der "Bild", schreibt Kai-Hinrich Renner. Sie druckt aktuell täglich 270.000 Exemplare, das ist mehr als die Hälfte des täglichen Druckvolumens der Druckerei. Spätestens zum Jahreswechsel 2019/20 wolle Springer die Teilauflage in die eigene Druckerei in Berlin-Spandau holen.

Madsacks "LVZ"-Schwesterblatt "Dresdner Neueste Nachrichten" könnte laut Renner zur Dresdener DDV-Mediengruppe wechseln, einer Tochter von Gruner + Jahr. Madsack und DDV würden auch "über weitere Verlagsdienstleistungen" sprechen. Sollte die Leipziger Druckerei zur Disposition stehen, stünden die Chancen für DuMonts Druckerei in Halle gut, den Auftrag zu erhalten, schreibt Renner - dort entsteht, eine halbe Autostunde von der Leipziger Druckerei entfernt, die "Mitteldeutsche Zeitung".
abendblatt.de

Marco Fenske und Gordon Repinski werden RND-Vizechefredakteure, Rüdiger Ditz geht zum Medien-Campus.

RedaktionsNetzwerk Deutschland macht Marco Fenske (Foto), 34, und Gordon Repinski, 40, zu Vize-Chefredakteuren. Fenske übernimmt die operative Gesamtleitung des neuen Newsrooms. Repinski ist zuständig für überregionale Politik und Wirtschaft. Rüdiger Ditz, 54, wechselt zu Madsacks Medien-Campus und bildet dort als Oberlehrer den Medien-Nachwuchs aus.
madsack.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne.

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“Leipziger Volkszeitung” druckt eine eigene Wirtschaftszeitung.

Madsack: Die "Leipziger Volkszeitung" legt am Freitag einen eigene Wirtschaftszeitung für 2,90 Euro an den Kiosk. Der Titel kommt mit 20.000 Startauflage und einem Umfang von 32 Seiten. Der Titel im kleinen rheinischen Format erscheint zunächst quartalsweise und wird bei der Madsack-Schwester "Märkische Allgemeine Zeitung" in Potsdam gedruckt, berichtet flurfunk-dresden.de. Die Redaktionsleitung übernimmt der langjährige Wirtschaftschef Ulrich Milde.
flurfunk-dresden.de