RND produziert für Partner-Zeitungen ein Sonntags-E-Paper.


Sonntagslektüre: Das Redaktionsnetzwerk Deutschland von Madsack liefert seinen Zeitungs­partnern ab dieser Woche ein digitales Sonntags­blatt. Das Magazin mit dem Titel "am Sonntag" erscheint mit zwölf Seiten im Branding der Regional­zeitungen und ist "optional regional und lokal verlängerbar". Gleich zum Auftakt macht das etwa die "Leipziger Volkszeitung". Mit dem Magazin will RND den "Leserinnen und Lesern auch am Sonntag ein besonderes Leseerlebnis bieten" und zugleich die "Attraktivität der regionalen E-Paper-Produkte steigern", sagt RND-Chefredakteur Marco Fenske.

Das Kalkül: Mit der rein digitalen Erscheinungs­weise können die Verlage, ihre Abonnentinnen auch am Sonntag an sich zu binden – jedoch ohne den teuren Sonntags­vertrieb. Die Premieren-Ausgabe an diesem Sonntag macht unter dem Titel "Ach, der Karl" mit einem Porträt über Gesundheits­minister Karl Lauterbach auf.
madsack.de

Madsack übernimmt die Mehrheit am Verlag J. Hoffmann.

madsack_150Eingesackt: Die Mediengruppe Madsack erhöht ihre Anteile am Verlag J. Hoffmann, der die kleine Tageszeitung Die Harke im Mittelwesergebiet herausgibt, und übernimmt mit 51 % die Mehrheit. Bisher hat der Anteil bei 20 % gelegen. Künftig sollen neue Digital-Angebote entwickelt werden, sagt Christian Rumpeltin, Geschäftsführer von "Die Harke". Der "enge Schulterschluss" habe Projekte wie diese erst möglich gemacht.
madsack.de, bdzv.de

BDZV bietet Julia Becker Vize-Posten und setzt Reform-Kommission ein.


Vize fürs Verweilen: Der BDZV will im Streit um seinen Präsidenten Mathias Döpfner die Reihen schließen und macht Funke-Verlegerin Julia Becker ein Angebot, das sie vermutlich ablehnen wird: Geht es nach dem Verband, soll Becker den frei gewordenen Vize-Posten von Madsack-Chef Thomas Düffert übernehmen, um die Verbands-Arbeit aktiv mitgestalten zu können, berichtet Medieninsider. Unterschrieben ist der Brief von Christian DuMont Schütte, Aufsichtsrat von DuMont, Jan Dirk Elstermann, Verleger "NOZ" und Valdo Lehari, Verleger "Reutlinger General-Anzeiger", die gleichzeitig klarstellen, dass sie hinter Döpfner stehen. Die Unterschrift Döpfners fehlt. Auch deswegen ist es unwahrscheinlich, dass Becker sich nach ihrem Vorstoß gegen den Springer-CEO Ende Februar mit einem Posten beschwichtigen lässt. Funke schweigt bisher zu dem Vorschlag.

Derweil zeitigen die Reformvorschläge Beckers, die Ende Januar bekannt und Mitte Februar im Rahmen der Delegierten-Versammlung diskutiert wurden, Konsequenzen: Es gibt nun eine mit zehn Verlags- und Verbands-Vertretern besetzte Reformkommission, bestehend aus acht Männern und zwei Frauen. Für Springer sitzt der frühere Springer-Manager und Funke-Kenner Christian Nienhaus am Tisch, für Funke verhandelt Verlags-Sprecher Tobias Korenke. Außerdem reden u.a. Verleger Lambert Lensing-Wolff, Inken Boyens, Verlegerin der "Dithmarscher Landeszeitung", Lutz Schumacher von Schwäbisch Media und Matthias Ditzen-Blanke, Verleger der "Nordsee-Zeitung" mit. Für den BDZV ist Katrin Tischer, Geschäftsführerin Märkte, dabei.

Zur Delegierten-Versammlung im September soll es erste Ergebnisse geben. Funke fordert eine Reform des BDZV u.a. mit mehr Mitspracherecht für Lokalmedien, einer Konsolidierung der Landesverbände und einer Kooperation oder Verschmelzung des Zeitungsvermarkters ZMG mit dem Marktforscher GIK. (Fotos: Springer, Selina Pfrüner für turi2)
turi2 – eigene Infos, medieninsider.com (Vize-Angebot, Paid). turi2.de (Background)

Madsack-Geschäftsführer Thomas Düffert tritt als BDZV-Vize zurück.

Bitter im Abgang: Madsack-Geschäftsführer Thomas Düffert tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als stellvertretender BDZV-Präsident zurück. Den Rückzug begründet Düffert mit fehlendem Vertrauen innerhalb des Verlegerverbandes. Man könne als Branche nur dann beste Chancen haben, sich Gehör zu verschaffen, "wenn wir gemeinsam vertrauensvoll zum Nutzen aller kleinen und großen Zeitungsverlage in Deutschland zusammenarbeiten", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus einem Schreiben zu den Beweggründen seines Rückzuges.

Düffert spielt dabei auf die Enthüllungen und Debatte rund um BDZV-Präsident Mathias Döpfner an, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Die "Financial Times" wirft dem Springer-Chef nicht nur die Verschleppung interner Untersuchungen in der Causa Julian Reichelt vor, sondern auch "Gegenermittlungen" gegen Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann sowie die Satiriker Jan Böhmermann und Friedrich Küppersbusch. Die Causa Döpfner, der in einer SMS an Autor Benjamin von Stuckrad-Barre Journalistinnen als "Propaganda-Assistenten" bezeichnet hat, spaltet den Verlegerverband seit Monaten. Döpfner selbst hält trotz aller Kritik an seinem Amt als BDZV-Präsident fest.

Das Verhältnis zwischen Döpfner und Düffert war auch vor der Causa Reichelt schon angespannt. So gab es lange Streit um den Verteilungsschlüssel für die Einnahmen aus dem Leistungsschutzrecht: Düffert sprach sich u.a. dagegen aus, einen die große Mehrheit der Tantiemen anhand von Klick-Zahlen zu verteilen.
sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background Causa Reichelt), turi2.de (Background Leistungsschutzrecht)

RND geht zivilrechtlich gegen Online-Hater vor, weil Staats­anwaltschaft untätig bleibt.

RND geht zivil­rechtlich gegen einen Nutzer mit dem Fake-Namen "Johnny Depp" vor, der Redakteur Imre Grimm online beleidigt und mit dem Tod bedroht hat. Zuvor hatte die Staats­anwalt­schaft ihre Ermittlungen einge­stellt, weil "ein öffentliches Interesse an der Straf­verfolgung des Beschuldigten nicht ange­nommen werden" könne, schreibt RND-Chef­redakteur Marco Fenske (Foto) und ergänzt: "Wir sind erschüttert." Inzwischen habe die Staats­anwaltschaft den Nutzer ausfindig gemacht und wisse, wer hinter dem Fake-Namen steckt. In einem ausführlichen Report berichten Felix Huesmann und Jan Sternberg von immer häufigeren Anfeindungen gegen Medienschaffende bei Anti-Corona-Protesten.
rnd.de (Fenske), rnd.de (Report)

Madsack und die DFL gründen ein TV-Joint-Venture.

Madsack und die DFL wollen bei der Live-Übertragung von Fußball-Spielen stärker zusammenarbeiten. Die TVN Group, TV-Tochter des Zeitungskonzerns, und die DFL-Tochter Sportcast gründen das Joint Venture TV Live Production. Im Fokus stehen Spiele von erster und zweiter Bundesliga, aber auch andere Sportarten sowie Musik-Events und Shows. Die Geschäfte leiten die TVN-Chefs Markus Osthaus und Frank Hähnel sowie Markus Bartsch von Sportcast. Das Bundeskartelamt muss noch zustimmen.
madsack.de

DDR-Vergleich und Kolleginnen-Schelte: Die Kritik an Springer-Chef Döpfner wächst.


Gegenwind: Die Kritik an Springer-Chef Mathias Döpfner in Folge seines DDR-Vergleichs und der Bezeichnung von Journalistinnen als "Propaganda-Assistenten" wächst – auch im Zeitungs-Verband BDZV, dem Döpfner seit 2016 als Präsident vorsteht. Madsack-CEO Thomas Düffert, selbst BDZV-Vize, sieht in Döpfners Äußerungen "für alle Journalistinnen und Journalisten" eine "unangemessene und verfehlte Herabsetzung". Düffert findet, dass "auch in privaten Diskussionen kein Zweifel an der Integrität und Unabhängigkeit der Redaktionen" aufkommen sollten. Funke-Chef Christoph Rüth schlägt bei Übermedien in die gleiche Kerbe: "Die – wenn auch angeblich überspitzte – Formulierung 'Propaganda-Assistenten'" hält er "für völlig unpassend" und "dem Amt eines BDZV-Präsidenten nicht angemessen".

Von Carsten Lohmann, Geschäftsführer des ebenfalls im BDZV organisierten "Mindener Tageblatt", kommt die erste Rücktrittsforderung: "Ich finde, dass jemand, der oberster Repräsentant der Tageszeitungen in Deutschland ist, mit so einer Aussage nicht mehr haltbar ist", sagt er im Deutschlandfunk. Das fordert auch "stern"-Chefredakteur Florian Gless. Er schreibt in einem langen Meinungsbeitrag, Döpfner solle "von allen Posten und Ämtern" zurücktreten. In seiner privaten Nachricht verfalle "der CEO eines der größten deutschen Medienkonzerne der Querdenker-Lyrik". Gless findet: "Das alles wiegt umso schwerer, als Döpfner sich stets als feingliedriger Intellektueller gibt."

Übermedien fragt neben Funke auch bei zahlreichen anderen Verlagen an, wie sie zu Döpfners Äußerungen stehen, kassiert aber Absagen oder erhält keine Antworten. Der BDZV teilt mit, dass er "grundsätzlich keine einzelnen Vorgänge unternehmerischer Tätigkeiten von Mitgliedsverlagen" kommentiere.

Der Springer-Verlag hatte die in einem Beitrag der "New York Times" geleakte SMS zuvor in einem Pressestatement relativert. In einer Video-Botschaft hatte Döpfner auch noch mal im O-Ton Schadensbegrenzung versucht.
newsroom.de (Düffert), uebermedien.de (Rüth), deutschlandfunk.de (Lohmann), stern.de (Gless)

Madsack zieht Kündigung bei Corint Media zurück.

madsack_150Madsack zieht seine Kündigung bei der Verwertungs­gesellschaft Corint Media zurück, teilt der Verlag mit. Grund ist der geschlossene Kompromiss über die Verteilung der Einnahmen aus dem Leistungs­schutzrecht. Madsack hatte gefordert, dass vor allem journalistisch hoch­wertige Angebote profitieren sollten, statt solche mit "mitunter zweifelhafter Reich­weiten­­maximierung" – und die Zusammenarbeit deshalb "vorsorglich" zum 31.12.2021 gekündigt.
kress.de, turi2.de (Background Einigung), turi2.de (Background Kündigung)

Zahl des Tages: “Ostsee-Zeitung” berichtet auffällig oft unkritisch über Aida.

Zahl des Tages: Satte 26 Mal hat Madsacks "Ostsee-Zeitung" im Juni über die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida berichtet, zählt "Katapult MV". Alle Beiträge sind positiv und unkritisch, als Werbung gekennzeichnet ist keiner. "Katapult"-Gründer Benjamin Fredrich wirft der Zeitung vor, "zur Aida-Werbe­maschine geworden" zu sein.
katapult-mv.de

Madsacks RND startet Interview-Reihe “RND vor Ort” mit Kanzlerkandidatinnen.

Madsack: Das Redaktions­netzwerk Deutschland starte das Live-Format "RND vor Ort". Die Gesprächsreihe soll eine Verbindung zwischen regionalen Anliegen von Leserinnen und bundespolitischen Debatten schaffen. Veranstalter sind jeweils das RND und regionale Zeitungsmarken. Den Auftakt bildet ein Gespräch mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Kiel – Gastgeber sind "Kieler Nachrichten" und "Lübecker Nachrichten". Es folgen Talks mit Armin Laschet in Rostock und Annalena Baerbock in Hannover. Die Reihe soll auch nach der Bundestagswahl fortgesetzt werden.
presseportal.de

DJV und Verdi geißeln neue Freien-Honorare der “Kieler Nachrichten”.

Kieler Nachrichten: DJV und Verdi kritisieren ein neues Honorar­system für Freie, das einen Paketpreis für Text und Bilder vorsieht. Auch die Rechte zur Zweit­verwertung und Archiv­nutzung sollen mit der Einmal­zahlung abgegolten sein. Nach Angaben der Gewerk­schaften weicht die vorgesehene Vergütung "erheblich" von vereinbarten Mindest­honoraren ab. Die Chefredaktion sehe darin keine Kürzung, die neuen Honorare seien Teil eines neuen Systems, das Madsack-weit zum Einsatz komme. Gespräche mit den Gewerkschaften lehne Chefredakteurin Stefanie Gollasch bisher ab.
per Mail

Mathias Döpfner verteidigt Boulevard-Journalismus gegen Kritik von Thomas Düffert.

Leistungsschutzrecht: Mathias Döpfner will bei der Verteilung der künftigen Gebühren nicht zwischen Boulevard- und Qualitäts-Journalismus unterscheiden, sagt der Springer-Chef im Interview mit Lars Haider und Hannah Suppa beim Kongress BeBeta. Damit widerspricht er auch Madsack-Chef Thomas Düffert, der von Corint Media fordert, für Gesellschaft und Demokratie wertvolleren Journalismus zu fördern. Der Idee gegenüber, die Gebühren nicht nur nach Reichweite zu verteilen, sondern die Zahl von Bezahl-Abos oder der Mitarbeitenden einzubeziehen, zeigt er sich offen.
youtube.com (24-Min-Video), turi2.de (Background Düffert)

“Belohnung von Voyeurismus und Clickbaiting”: Madsack-Chef kritisiert LSR-Verwerter Corint Media.

Klicks vs. Qualität: Madsack-Chef Thomas Düffert nimmt sich in seinem Auftakt-Vortrag zum Digital-Kongress BeBeta Clickbaiting und Sensations-Journalismus vor. Er kritisiert die Verwertungsgesellschaft Corint Media, die Gebühren aus dem Leistungsschutzrecht verteilt: "Wenn 98 % der Erlöse nach Klicks, nach Visits verteilt werden sollen, belohnen wir Clickbait." Das LSR sei aber geschaffen worden, um einen Journalismus zu unterstützen, der zum Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft beiträgt. Er stellt Recherche-Leistungen von regionalen Tageszeitungen den Sensations-Schlagzeilen von "Bild", Ippen und anderen, die sich für keinen Cliffhanger zu schade sind, gegenüber. Düffert appelliert an die Corint-Chefs Christoph Schwennicke und Markus Runde, an die Gesellschafter sowie an den Springer-Verlag, der bei der Verteilung der Gelder ein gewichtiges Wort mitspreche, weniger auf Klicks und mehr auf Qualität zu achten.
youtube.com (20-Min-Vortrag im Konferenz-Mitschnitt)

Madsack übernimmt Mehrheit an “Kieler Nachrichten” und “Segeberger Zeitung”.

Madsack stockt die Anteile an der KN-Gruppe, zu der die Kieler Nachrichten und die "Segeberger Zeitung" gehören, auf 50 % plus eine Stimme auf. Damit hält Madsack die Mehrheit am Unternehmen, bisher waren es 49 %. Das Kartellamt muss der Aufstockung der Beteiligung noch zustimmen. Außerdem wollen Madsack und die KN-Gruppe ihre Zusammenarbeit verstärken, u.a. in den Bereichen Produktentwicklung und Vermarktung. Madsack hat seit 2009 eine Beteiligung an den Unternehmen der "Kieler Nachrichten" und der "Segeberger Zeitung" aus der KN-Gruppe. Zuvor lagen knapp 25 % des Verlags in der Hand von Springer.

Die "Kieler Nachrichten", die größten Tageszeitung in Schleswig-Holstein, haben laut Madsack 80.000 verkaufte Auflage sowie 42.000 Digital-Abonnentinnen. Die Auflage 1998 hatte noch bei knapp 160.000 gelegen. Neben den "Kieler Nachrichten" und der "Segeberger Zeitung" gehören zur KN-Gruppe auch Beteiligungen aus Medien-, Agentur- und Eventbranche. Verleger Christian-Tobias Heinrich hofft auf eine Aufstellung, die "breiter und zukunftssicher" ist sowie eine Stärkung der regionalen Bedeutung seiner Tageszeitungen. Thomas Düffert, Chef der Madsack Mediengruppe, freute sich über die Intensivierung der "bewährten Partnerschaft".
presseportal.de, meedia.de

Madsack tritt “vorsorglich” bei Corint Media aus.

madsack_150Madsack kündigt an, bis Ende 2021 den Verbleib in der Verwertungsgesellschaft Corint Media zu prüfen. Konkret geht es um die Durchsetzung des Leistungs­schutz­rechts. Corint werde dem Anspruch von Madsack nicht gerecht, vor allem journalistisch hoch­wertige Angebote vom gesetzlichen Leistungs­schutz statt solche mit "mitunter zweifelhafter Reich­weiten­maximierung" profitieren zu lassen, sagt Madsack-Chef Thomas Düffert. "Rein vorsorglich" kündige der Verlag deshalb die Zusammenarbeit zum 31. Dezember.
presseportal.de

RND erstattet Strafanzeige nach Gewaltandrohungen zu einem Text von Imre Grimm.

Pressefreiheit: Madsacks RND erstattet Straf­anzeige wegen Gewalt­androhungen gegen Gesellschafts­ressort-Leiter Imre Grimm, schreibt Chef­redakteur Marco Fenske (Foto) in eigener Sache. Grimm hatte als Reaktionen auf seinen Text Stars gegen den Lockdown: Warum die Aktion 'Alles dichtmachen' eine Verhöhnung der Corona-Toten ist 400 E‑Mails erhalten. Zwei Drittel davon seien "übel beleidigend" gewesen und "weit von dem entfernt, was man gemeinhin Diskurs oder Debatte nennt".
rnd.de

Madsack-Verlag wird Opfer von Cyberangriff.


Madsack Mediengruppe ist am Freitag nach eigenen Angaben Opfer eines Cyberangriffs auf die Computersysteme geworden. Das Medienhaus habe zwar bereits "entsprechende Gegenmaßnahmen" eingeleitet, dennoch seien "Beeinträchtigungen der Zeitungsproduktion für den Samstag" nicht auszuschließen. Madsack bringt u.a. die regionalen Tageszeitungen "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und die "Neue Presse" raus. Die Online-Dienste, u.a. vom Redaktionsnetzwerk Deutschland, seien nicht betroffen und sind nach wie vor abrufbar.

Laut T-Online ist Madsack von Ransomware befallen worden. Dabei handelt es sich um einen Erpresser-Trojaner, der Dateien durch Verschlüsselung unbenutzbar macht, um sie gegen eine Lösegeldzahlung wieder freizugeben. Einen ähnlichen Vorfall hat es im Dezember 2020 bei der Funke Mediengruppe gegeben, einige Zeitungen konnten damals nur in Notausgaben erscheinen.
ndr.de, t-online.de, heise.de, turi2.de (Funke)

Andreas Niesmann wird Ressortleiter Wirtschaft im RND.

Madsack macht Andreas Niesmann, 38, zum Leiter des Wirtschaftsressorts seines Redaktionsnetzwerks Deutschland im Hauptstadtbüro. Er soll Berichterstattung in Politik und Wirtschaft stärker miteinander verknüpfen. Niesmann ist seit neun Jahren als Parlamentskorrespondent in Berlin. Stefan Winter, 57, bleibt leitender Redakteur Wirtschaft und verantwortet künftig die Unternehmensberichterstattung.
madsack.de

Anna Sprockhoff wird Vize-Chefredakteurin der “Märkischen Allgemeinen”.

Märkische Allgemeine befördert Anna Sprockhoff (Foto), 40, zur stellvertretenden Chefredakteurin. Auf dem Posten arbeitet bisher Maike Schultz, die in Elternzeit geht. Sprockhoff leitet bisher die Potsdamer Lokalredaktion. Sebastian Morgner, 44, wird ebenfalls Teil der Chefredaktion und soll die digitale Transformation im Lokalen vorantreiben.
madsack.de

Carla Quick und Alexander Müller werden stellvertretende Chefredakteurinnen der “Ostsee-Zeitung”.

Madsack ernennt Carla Quick und Alexander Müller zu stellvertretenden Chefredakteurinnen der "Ostsee-Zeitung". Quick kommt von Bauer, wo sie bisher Chefredakteurin der Online-Magazine Wunderweib.de und Liebenswert-Magazin.de war. Müller ist bereits bei der "Ostsee-Zeitung", aktuell als Chef vom Dienst. Der bisherige stellvertretende Chefredakteur Thomas Pult soll ebenso wie der bisherige geschäftsführende Redakteur Alexander Loew weiter bei der "Ostsee-Zeitung" bleiben. Sie wirken künftig als leitende Redakteure "an verantwortungsvoller Stelle".
madsack.de

Madsacks RND gründet ein Investigativ-Team im Hauptstadtbüro.


Recherchieren, Nachfragen, Durchstechen: Madsack spendiert seinem RedaktionsNetzwerk Deutschland im Berliner Haupt­stadt­büro ein Investigativ-Team unter der Leitung von Vize-Redaktions­leiterin Kristina Dunz (Foto). Obwohl im Haupt­stadt­büro angesiedelt, sollen sich die Investigativ-Recherchen explizit nicht nur auf Politik beschränken, sagt RND-Chefredakteur Marco Fenske. Auch gesellschaftliche und soziale Themen stehen auf dem Plan, bis hin zur Sportpolitik. Mitglied im Kern-Team sind auch Chefkorrespondentin Daniel Vates, Vize-Büroleiter Steven Geyer und Korrespondent Jan Sternberg. Felix Huesmann, der seit 2019 als Freier beim RND arbeitet, unterstützt das Investigativ-Team als Multimedia­redakteur bei der Aufbereitung der Recherchen in Audio- und Video-Form. Das Berliner Team soll auch Kolleg*innen bei Madsacks Regionalzeitungen bei Investigativ-Recherchen unterstützen. Die Recherche-Ergebnisse will RND dann konzertiert über alle Madsack-Titel und -Onlinemedien ausspielen.

Bereits am Donnerstag startet das RND-Hauptstadtbüro zudem den neuen Newsletter "Hauptstadt-Radar", der dreimal pro Woche und künftig auch vertont erscheint. Am Samstag geht der Podcast "Geyer und Niesmann – der politische Wochendurchblick" an den Start, in dem Steven Geyer und Korrespondent Andreas Niesmann mit Gästen "scharf und humorvoll" die politische Lage analysieren. Im Podcast Die Wochentester, einer Kooperation mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger", sollen Büroleiterin Eva Quadbeck, Kristina Dunz und die stellvertretende Chefredakteurin des "Kölner Stadt-Anzeigers", Sarah Brasack, in loser Folge als "Politiktesterinnen" zu Gast sein.
madsack.de, turi2 - eigene Infos

Madsack ernennt Christoph Oppermann und Frerk Schenker zu Zeitungs-Chefredakteuren.

Madsack macht Christoph Oppermann (Foto) zum Chefredakteur von "Wolfsburger Allgemeine Zeitung", "Peiner Allgemeine Zeitung" und "Aller-Zeitung". Er folgt auf Stefanie Gollasch, die mittlerweile die "Kieler Nachrichten" führt. Oppermann war zuletzt kommissarischer Chefredakteur beim "Göttinger Tageblatt". Den Madsack-Titel übernimmt künftig fest Frerk Schenker, der zur Zeit das RND Digital Hub leitet.
madsack.de, turi2.de (Background)

“Lübecker Nachrichten” wollen ihre Druckerei mit 34 Mitarbeitenden schließen.

Druckabau: Die Lübecker Nachrichten wollen ihre Zeitung ab Juni bei den "Kieler Nachrichten" drucken lassen und ihre eigene Druckerei schließen, schreibt Gregory Lipinski. Von der Maßnahme sind 34 Mitarbeitende betroffen. Die zur Madsack gehörige Zeitung begründet den Schritt mit rückläufigen Print-Auflagen. Der Betriebsrat kritisiert, die Zeitung hätte Fremdaufträge für die Druckerei einholen müssen.
meedia.de (Paid)

Thomas Düffert sieht durch die Urheberrechtsreform die Demokratie in Gefahr.

Urheberrechtsreform droht der Demokratie großen Schaden zuzuführen, schreibt Madsack-Chef Thomas Düffert in der "Welt". Die vom Justizministerium geplante Freigrenze für Textausschnitte von 1.000 Zeichen entspreche einer Nachrichtenmeldung. "Wer etwa die ersten 1.000 Zeichen eines Textes also mit einem Werbetrailer eines Kinofilms verwechselt, weiß wenig von der aktuellen Medienwelt", schreibt Düffert. Er fordert eine Förderung der Zustellinfrastruktur für Tageszeitungen, da in ländlichen Regionen das Internet zu schlecht sei und nun auch die Versorgung mit Tageszeitungen gefährdet sei.
welt.de, turi2.de (Background)

Madsack-Sprecher Markus Hauke wechselt zu Energieversorger Enercity.

Madsack und Kommunikationschef Markus Hauke, 40, gehen getrennte Wege. Er ist seit 15 Jahren beim Zeitungskonzern, seit 2017 als Unternehmenssprecher, zuvor als Vize-Chefredakteur der "Neuen Presse". Künftig kommuniziert Hauke für den Energieversorger Enercity in Hannover. Dort leitet er das Kompetenzcenter Presse und Publishing und verantwortet die externe und interne Kommunikation. Wer ihm bei Madsack nachfolgt, ist noch nicht bekannt.
pr-journal.de

Stefanie Gollasch wird neue Chefredakteurin der “Kieler Nachrichten”.

Kieler Nachrichten bekommen eine Chefredakteurin: Stefanie Gollasch kommt Anfang Februar von Madsack, wo sie derzeit u.a. die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" und die "Peiner Allgemeine Zeitung" führt. An den Kieler Nachrichten hält Madsack 24,5 %. In Kiel folgt Gollasch auf Christian Longardt, der "aus privaten Gründen beruflich kürzer treten" will.
kn-online.de, turi2.de (Background)

Arist von Harpe: “Hamburger Morgenpost” bekommt Paywall nach “Spiegel”-Vorbild.

Hamburger Morgenpost arbeitet an einer Paywall nach dem Vorbild von Spiegel+ und Zeit+, bei dem ausgewählte Texte nur im Abo erhältlich sind, sagt Verleger Arist von Harpe im Interview mit Gregory Lipinski. Bisher verkauft das Boulevardblatt lediglich sein E-Paper im Netz. Außerdem kündigt von Harpe an, dass die Redaktion ihre Politik-Berichterstattung in die eigenen Hände nehmen will – bisher bezieht das Blatt eine Politik-Doppelseite von Madsacks RND.
meedia.de (Paid)

Hannah Suppa wird neue Chefredakteurin der “Leipziger Volkszeitung”.

Madsack macht Hannah Suppa, 37, zur Chefredakteurin der "Leipziger Volkszeitung". Ihr Vorgänger Jan Emendörfer, 57, wechselt konzernintern in die Hauptstadtredaktion des Redaktionsnetzwerks Deutschland, wo er als Chefkorrespondent für Osteuropa und Russland wirken soll. Suppa ist derzeit Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation im Regionalen bei Madsack und wird diese Funktion auch weiter ausführen. Zuvor war sie Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung".
madsack.de

RND-Korrespondentin Marina Kormbaki wechselt zu Gabor Steingart.

Media Pioneer heuert RND-Korrespondentin Marina Kormbaki, 38, als politische Reporterin an, berichtet Ulrike Simon. Kormbaki nimmt ihre Arbeit spätestens zum 1. April 2021 auf. Sie hat bei der "HAZ" volontiert und arbeitet derzeit im RND-Hauptstadtbüro. Media-Pioneer-Vizechef Gordon Repinski, der selbst vom RND kommt, nennt sie seine "absolute Wunschkandidatin".
horizont.net (Paid)

Benjamin Schrader wird Madsack-COO, Vorgänger Christoph Rüth geht zu Funke.


Wachablösung: Benjamin Schrader, seit 2015 Geschäftsführer der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", steigt beim Mutterkonzern Madsack in die Konzerngeschäftsführung auf. Er verantwortet ab Oktober das operative Geschäft des Regionalzeitungs-Riesen und löst Christoph Rüth ab. Damit macht Madsack offiziell, was "Horizont" bereits vor zwei Wochen gemeldet hat: Laut dem Marketing-Fachblatt übernimmt Rüth bei Funke die Aufgaben von Mit-Geschäftsführer Ove Saffe. Rüth war nach Stationen bei Gruner + Jahr und Springer 2013 zu Madsack gekommen.

Mit dem 41-jährigen Schrader will sich Madsack an der Spitze verjüngen. Er übernimmt auch die Verantwortung für die Felder Post und Reise. Die übrige Madsack-Führung bleibt mit CEO Thomas Düffert und Finanzchef Adrian Schimpf unverändert. In der Ebene darunter übernimmt Digitalchef Bernhard Bahners das B2B-Marketing und Niedersachsen-Chef Günter Evert das konzernweite Key-Account-Management.
madsack.de (Pressemitteilung), turi2.de (Background Funke)

“Horizont”: Funke holt Christoph Rüth als Nachfolger von Ove Saffe.

Funke holt Christoph Rüth als Nachfolger des scheidenden Geschäftsführers Ove Saffe, meldet horizont.net. Rüth kommt von Madsack, wo er bisher als COO wirkte. Ab 2021 soll er sich bei Funke um das Zeitungsgeschäft kümmern. Die Trennung von Funke und Ove Saffe war bereits im September 2019 öffentlich geworden.
horizont.net, turi2.de (Background)

Sportbuzzer veröffentlicht das neue Buch von Udo Röbel als Fortsetzungsroman.

Madsack veröffentlicht auf seinem Sportbuzzer ab Montag das neue Buch "Abpfiff" von Udo Röbel. Jeden Tag erscheint ein Kapitel des Krimis des ehemaligen "Bild"-Chefredakteurs, insgesamt gibt es 29. Der Fortsetzungsroman soll dem Sportportal von Madsack in der Corona-bedingt sportarmen Zeit Traffic bescheren. Röbel ist aktuell auch Berater von Madsack.
horizont.net

Madsack beruft Dany Schrader und Christoph Maier in die RND-Chefredaktion.


Mehr Häuptlinge: Madsack vergrößert die Chefredaktion seines Redaktionsnetzwerks Deutschland. Chefredakteur Marco Fenske holt sich ab dem 1. Mai Dany Schrader, 43, und Christoph Maier, 40, als Mitglieder der Chefredaktion an die Seite. Beide steigen verlagsintern auf und sollen die operative Leitung des RND-Newsrooms übernehmen. Matthias Koch, 2013 Gründungs-Chefredakteur des RND und seitdem Mitglied der Chefredaktion, wirkt als Chefautor.

Schrader koordiniert bislang als Vize-Chefin des Print-Hubs im RND die Inhalte der Partnerzeitungen und redaktionelle Sonderprojekte. Sie ist seit 2015 beim RND und war vorher schon bei Madsacks "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Maier leitet bisher verschiedene Digitalprojekte des RND und verantwortete unter anderem Social Media und Suchmaschinen-Optimierung für RND.de.
madsack.de

Corona: Madsack verschenkt Stellenanzeigen für Gesundheitsjobs und bietet Gratis-Unterrichtsmaterial.

Madsack bietet in der Corona-Krise auf seinen regionalen Stellenportalen wie Jobs für Niedersachsen oder Küstenfischer Gratis-Anzeigen für Jobs im Gesundheitssektor. Das medienpädagogisches Projekt Medien an der Schule stellt Arbeitsmaterialien frei zugänglich zur Verfügung. Imre Grimm startet den RND-Podcast "Corona und wir - Geschichten aus dem Leben".
mads-projekt.de (Schule), rnd.de (Podcast), #thinkpositive #actpositive

Madsack lässt nach Corona-Verdachtsfall Mitarbeiter in Hannover mobil arbeiten.

madsack_150Madsack hat einen noch nicht bestätigten Corona-Verdachtsfall im Pressehaus in Hannover und lässt am Freitag alle Mitarbeiter von Zuhause arbeiten, deren Tätigkeit das erlaubt. Die Heimarbeit ist verpflichtend, bis das Ergebnis des Tests bekannt ist.
uebermedien.de

Korrektur 16 Uhr: In einer früheren Meldung hatten wir berichtet, dass Madsack "alle Mitarbeiter ins Home Office" schickt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.