Burda erreicht Teilerfolg im Prozess gegen Fake-Bewertungen bei Holidaycheck.

Burda bekommt im Zivilprozess gegen gefälschte Bewertungen beim Urlaubsportal Holidaycheck Rückenwind vom Münchner Landgericht, schreibt "FAZ". Holidaycheck klagt gegen Fivestar Marketing, das erfundene Bewertungen verkaufte. Deren Anwältin könne auf Nachfrage des Gerichts bisher nicht nachweisen, dass die Bewerter tatsächlich Gäste der Hotels waren.
"FAZ", S. 23 (Paid)

Bahn-Chef Lutz gerät in der Berateraffäre unter Druck.

Deutsche Bahn: Der Aufsichtsrat will die Rolle von Bahn-Chef Lutz in der Berateraffäre prüfen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Als die umstrittenen Verträge für Ex-Vorstände in Millionenhöhe abgeschlossen wurden, war Lutz für die Konzernfinanzen verantwortlich. Unklar sei, seit wann er von den Beraterverträgen weiß.
sueddeutsche.de

Aus dem turi2-Archiv: Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt (02/2019).

Meinung: Gaming-Plattform Steam setzt auf Quantität statt Qualität.

Jugendschutz: Steam, die meistgenutzte Plattform für Computerspiele, listet immer mehr Erotikspiele, beobachtet Daniel Ziegener. Die anstößigen Inhalte könnten damit im Mainstream ankommen. Ein Jahr nach Lockerung der unpräzise formulierten Steam-Inhalteregeln, fluteten Entwickler die Vertriebsplattform mit billig produzierten Spielen mit unbekleideten Anime-Mädchen. Die Jugendschutzmaßnahmen seien unzureichend.
spiegel.de

"Spiegel": Es gibt Hinweise auf Bestechung bei Siemens in Russland.

Siemens: Akten der Staatsanwaltschaft Augsburg geben Hinweise auf systematische Bestechung beim Verkauf von Siemens-Produkten in Russland und darauf, dass das Unternehmen die illegalen Praktiken eines Zwischenhändlers aus Absatzgründen gedeckt haben könnte, schreibt der "Spiegel". Teile der Schmiergelds seien in den Wahlkampf der russischen Regierungspartei Einiges Russland geflossen. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe.
"Spiegel" 24/2019, S. 74 (Vorabmeldung)

Aus dem turi2.tv-Archiv (06/2019): "Es gibt Dinge, die kann man nur für sich selbst verantworten" – Siemens-Chef Kaeser spricht über seine AfD-Kritik.

Medienanwalt Solmecke: Nestlé-Video ist klar Werbung.

Nestlé-Video: Ernährungsministerin Julia Klöckner (Foto) hätte ihr Video, in dem sie Fett- und Zuckerreduzierung in Nestlé-Produkten lobt, klar als Werbung kennzeichnen müssen, sagt Medienrechtsanwalt Christian Solmecke im Deutschlandfunk. Politiker müssten strenger behandelt werden als Influencer, wenn sie ihre Position dazu nutzten, etwas ausnahmslos positiv darzustellen - auch, wenn sie keine Gegenleistung erhalten.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio), turi2.de (Background)

"Immer klar Position beziehen" – BASF-Vorständin Saori Dubourg über Haltung und Verantwortung.


Die Chemie stimmt: Kann ein Chemie-Konzern, der Farben, Lacke aber auch Pflanzenschutzmittel herstellt, zu den Guten gehören? Ja, findet Saori Dubourg, als Vorstandsmitglied verantwortlich u.a. für den europäischen Markt, im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv. "Die BASF hatte schon immer eine klare Haltung zu Themen", sagt die Managerin am Rande einer Veranstaltung von Gruner + Jahr, "Zeit" und "Spiegel" in Frankfurt, in Zeiten der Digitalisierung werde es aber wichtiger, von Anfang an klar Position zu beziehen.

Auch ihre eigenen Positionen benennt Dubourg ganz klar – im Unternehmen und nach außen: Ihre Mitarbeiter hat sie in einem persönlichen Brief aufgerufen, zur EU-Wahl zu gehen. Mit Kritikern gehe sie in einen "ehrlichen Dialog" über Möglichkeiten und Grenzen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Auch mit den Machern von Fridays for Future will sie ins Gespräch kommen: "Ich glaube, dass wir ganz handfeste Lösungen haben."

Ändern will Dubourg auch die Bilanz-Regeln für Unternehmen: "Bisher werden Unternehmen dafür belohnt, dass sie Gewinne maximieren", klagt sie im Interview. Menschen würden betriebswirtschaftlich nur als Kostenfaktor gesehen. Eine nachhaltige Bilanz müsse dagegen auch Kreativität und etwa die Kaufkraft der Menschen berücksichtigen. Für diesen Ansatz sucht sie nun Mitstreiter.
turi2.tv (5-Min-Interview)

Umfrage: Jeder 5. Online-Shopper plant Retouren beim Kauf schon mit ein.

Online-Shopping: Jeder 5. Käufer im Netz bestellt mit der Intention, im Anschluss auch etwas zurückzuschicken, ermittelt der Marktforscher ECC Köln in einer Umfrage. Für 63 % der Befragten sind komplizierte Retouren ein Grund, nicht mehr im betreffenden Shop zu bestellen. 44 % der Konsumenten mögen es flexibel und nutzen bei Bedarf einen anderen Paketdienst als beim Empfang.
horizont.net

Basta: Skandinavier reisen mit Tui klimaneutral – alle anderen Gäste nicht.

Zweiklassenfluggesellschaft: Tui bietet seinen Reisenden eine kostenlose Klimakompensation an. So werden u.a. CO2 aus dem verflogenen Kerosin und der Stromverbrauch von Hotels mit Sonnen- und Windkraftanlagen in Indien, Thailand oder Vietnam "wieder gut gemacht". Klimaschutz ist für Tui aber offenbar ein lokales Ansinnen – das Angebot gilt nur für strejkende Gäste aus Skandinavien.
wiwo.de, tui.se

Xing streitet mit Softwarefirma um die Markenrechte am Begriff "New Work".

Xing streitet mit der Firma GK Software um den Begriff "New Work", berichtet die "FAZ". Burdas Karriere-Netzwerk will seine Aktivitäten unter das Dach der Holding New Work SE stellen. Im August 2018, wenige Wochen vor Xing, hat GK Software den Schutz der Wortmarke "Newwork Software" beantragt und fordert Unterlassung. Xing will den Begriff nur in bestimmter Schreibweise und grafischer Darstellung schützen. Im Herbst landet der Fall vor Gericht - sollte es nicht vorher zu einer gütlichen Lösung kommen.
"FAZ", S. 22 (Paid), turi2.de (Background)

Tarek Müller erklärt, warum er für About You keine Leadagentur braucht.

About You kommt ohne Leadagenturen aus, erklärt Gründer Tarek Müller im "W&V"-Interview. So könne durch internes Steuern der Prozesse vermieden werden, dass einzelne Bereiche isoliert optimiert werden. Bei Bedarf nach fachlichem oder kreativem Input greift About You jedoch gern auf Agenturen zurück – z.B. beim Eintritt in einen neuen Markt mit lokalen Playern.
wuv.de (Paid)

"Es gibt Dinge, die kann man nur für sich selbst verantworten": Siemens-Chef Kaeser spricht über seine AfD-Kritik.


Gewissensfrage: Siemens-Chef Joe Kaeser zieht ein gutes Jahr nach seinem viel beachteten Anti-AfD-Tweet Bilanz. Bereut habe er den Tweet nicht, in dem er AfD-Chefin Alice Weidel nach ihrer "Kopftuch-Mädchen"-Bemerkung im Bundestag scharf attackiert hatte, sagt Kaeser im Interview von "Horizont" und turi2.tv. Zuvor hatte er auf einer Gemeinschafts-Veranstaltung von Gruner + Jahr, "Spiegel" und "Zeit" in Frankfurt zum Thema Verantwortung von Unternehmen gesprochen.

"Es gibt Dinge, die kann man nur für sich selbst verantworten", sagt Kaeser. Deswegen habe er den Tweet im Mai 2018 auch nicht mit seiner Kommunikationsabteilung abgesprochen. Der Konzernchef sorgt sich um das Bild Deutschlands im Ausland: Wer vor dem Bundestag spreche, müsse einen "Grund-Anstand" und einen "Grund-Respekt" mitbringen.

Sollten mehr CEOs und Wirtschaftsbosse bei Twitter laut Haltung zeigen? Kaeser will das nicht verallgemeinern. Das Medium müsse jeder selbst wählen – und bei Twitter lese er auch Dinge, bei denen er sich frage, ob die Welt das braucht.
turi2.tv (4-Min-Video)



Kein Werbe-Profi könnte Greta Thunberg erfinden, sagt Werbe-Profi Florian Haller.

Greta Thunberg ist die perfekt Ikone, weil sie authentisch, weiblich und charismatisch ist, sagt Serviceplan-Chef Florian Haller. Er als Werber könne Authentizität nicht erfinden, höchstens Anliegen schneller verbreiten. Die Öffentlichkeit nehme speziell jungen Frauen ab, dass etwas von Herzen komme. Womöglich resultiere aus Thunbergs Asperger-Symptom ihre Fokussierung, die ihr "unglaubliches Charisma" verleihe.
"FAS", S. 16 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Haller zeigt das Serviceplan-Büro New York (Mai 2018)

VW-Sammeltaxi Moia meldet 100.000 Fahrten und will wachsen.

Volkswagen meldet sechs Wochen nach dem Start des Sammeltaxis Moia in Hamburg mehr als 100.000 Fahrten. Bei mehr als 60 % der Fahrten teilen sich zwei oder mehr Gäste den Elektro-Kleinbus. Moia könne 500 Fahrzeuge auslasten, darf die Flotte aber auf maximal 200 ausbauen, weil ein Taxiunternehmer das neue Konzept gerichtlich blockiert. Moia und die Stadt Hamburg wehren sich.
manager-magazin.de

Greta Thunberg wird Vollzeit-Klimaaktivistin.

Jeden Tag Freitag: Klimaaktivistin Greta Thunberg dehnt ihren Schulstreik auf die Wochentage Samstag bis Donnerstag aus. Thunberg pausiert ihr Pennälertum, um sich voll auf ihre Aufgabe als Klimaaktivistin zu konzentrieren. Die Zeit kann sie gebrauchen: Thunberg will dieses Jahr noch nach New York und Santiago de Chile reisen, ohne ein Flugzeug zu nutzen. In Schweden gilt bis zur neunten Klasse Schulpflicht, danach stünde der Wechsel auf eine weiterführende Schule an.
faz.net

Hör-Tipp: Rocketbeans-Mitgründer Etienne Gardé ermutigt zum Hinterfragen von Regeln.

Hör-Tipp: Rocketbeans-Mitgründer Etienne Gardé spricht im Podcast mit Tijen Onaran über Kreativität und gelungene Unterhaltung. Kreativ sein, heißt auch immer ein Stück weit mutig sein, sagt Gardé. Kreative sollten gängige Regeln hinterfragen, beispielsweise die Sinnhaftigkeit von vorab pauschal definierten Beitragslängen bei TV-Drehs.
open.spotify.com (34-Min-Audio)

Reuters: Amazon interessiert sich für US-Mobilfunker.

Amazon interessiert sich für den US-Prepaid-Mobilfunker Boost Mobile, berichtet Reuters. Der Anbieter gehört bisher Sprint und soll im Zuge der geplanten Fusion mit T-Mobile USA verkauft werden. Das US-Justizministerium will den Deal zwischen Sprint und T-Mobile laut früherer Berichte nur genehmigen, wenn dabei die Zahl der Mobilfunker in den USA nicht sinkt – Amazon könnte also der vierte Anbieter werden.
reuters.com, theverge.com

Berufe mit Zukunft: C wie Clubmanagerin – Wencke Tzanakakis.


Die Gastgeberin: Wencke Tzanakakis ist Theologin und Journalistin – bei der "Zeit" verantwortet sie den Leser-Club Freunde der Zeit. Im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #8 zieht sie Bilanz nach einem Jahr im Job und findet, das "Club" eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für das Leser-Programm der Wochenzeitung ist. Lesen Sie das ganze Porträt über Clubmanagerin Wencke Tzanakakis hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs.

Deutsche Telekom distanziert sich von Huawei.

Deutsche Telekom ruft die Mitarbeiter in einem internen Schreiben auf, keine Huawei-Smartphones mehr als Diensthandys zu kaufen, "im Sinne des Investitionsschutzes". Ein generelles Kaufverbot gebe es nicht, sagt ein Sprecher dem "Handelsblatt", die Telekom verkauft auch weiter Huawei-Geräte an Kunden. Alphabet hat kürzlich entschieden, Huawei von Android-Updates und Google-Apps auszuschließen, das US-Handelsministerium hat den Anbieter auf eine Sperrliste gesetzt.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Tina Müller über Frauennetzwerke und Sport im Douglas-Foyer.

Hör-Tipp: Als Opel-Marketingchefin hat Tina Müller "Umparken im Kopf" propagiert, als Chefin des Parfümerie-Riesen Douglas sieht man sie öfter beim Rumturnen im Foyer. Weil Müller in ihrem neuen Job weniger Bewegung hat, sportelt sie in der Mittagspause unter den Augen ihrer Mitarbeiter. Im "Mindshift"-Podcast des "Handelsblatt" spricht Müller außerdem über ihr Frauennetzwerk und sagt, wie sich dort neue Kontakte und Job-Möglichkeiten ergeben.
podigee.io (69-Min-Audio), handelsblatt.com

Sixt wirbt augenzwinkernd mit Ex-Kanzler Kurz.

Sixt reagiert in der Werbung erneut mit Augenzwinkern auf das aktuelle Nachrichtgeschehen: In einem von Jung von Matt entworfenen Social-Media-Post rät der Autoverleiher dem österreichischen Ex-Kanzler Kurz zum "Kurz-Urlaub". Zuvor wurde auch FPÖ-Chef Strache unfreiwillig zum Werbegesicht.
wuv.de, twitter.com (Kurz-Motiv), facebook.com (Strache-Motiv)