Basta: Elon Musk versteht was von Rundum-Vermarktung.

Produktverquickung: NBC-Latenight-Veteran Jay Leno macht zusammen mit Elon Musk in dessen Elektro-SUV Cybertruck eine Spritztour durch Los Angeles. Scheinbar spontan fahren sie durch den Test-Tunnel der Musk-Firma The Boring Company. Zur perfekten Musk-Markting-Show fehlt eigentlich nur noch eine SpaceX-Rakete, die ihnen im Tunnel entgegen kommt.
youtube.com (6--Min-Video) via mashable.com, theverge.com

Koelnmesse plant Dmexco mit ausgebauter App im September – physisch und digital.

Dmexco: Gerald Böse, Chef der Koelnmesse, will die Dmexco-App zu einer "vollintegrierten, digitalen Event-Plattform" ausbauen, sagt er im "Horizont"-Interview. Die Dmexco soll im September als physische und digitale Veranstaltung stattfinden. Geplant ist u.a. ein Konferenzprogramm, bei der Speaker "aus aller Welt zugeschaltet" werden. Die Anzahl der Aussteller definiere nicht allein den Erfolg.
"Horizont" 22/2020, S. 11 (Paid)

Basta: Berliner “Studio of Wonders” lockt Influencer mit interaktiven Erlebniswelten.

Influencer-Spielplatz: Instagram- und TikTok-Nutzer*innen, die wegen Reisebeschänkungen gerade nicht auf Bali abhängen können, finden Ersatz-Motive im neu eröffneten Berliner Studio of Wonders. Auf 500 Quadratmetern locken 20 interaktive Erlebniswelten, u.a. ein digitaler Wald, in dem Pflanzen zum Leben erwachen. Für knapp 20 Euro Eintritt gibt es Foto-Spots für die Influencer, die für Fake-Bilder zu ehrlich oder schlicht unfähig sind.
horizont.net, youtube.com (33-Sek-Video)

Funkes “Deine Apotheke” startet in 5.000 Apotheken.

Funke bringt zusammen mit dem Pharma-Großhändler Phoenix heute die erste Ausgabe des Frauenmagazins "Deine Apotheke" heraus. Ein paar Wochen später als ursprünglich geplant liegt das Blatt mit 500.000 Auflage in rund 5.000 deutschen Apotheken aus. Funke-Geschäftsführer Andreas Schoo sieht das Magazin als "perfekte Ergänzung" zu bestehenden Apotheken-Titeln. Unter dem Label Deine Apotheke betreibt Phoenix Gattungsmarketing für Vor-Ort-Apotheken.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Meinung: Marketing muss in der Zeit der Lockerungen vielschichtig denken.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbung muss in der Phase der Lockerungen nach der ersten Corona-Welle die unterschiedlichen Situationen der Adressanten bedenken, schreibt Santiago Campillo-Lundbeck. Nachhaltigkeit sei nicht für alle nun zwingend ein neuer Fokus. Die Kundenlandschaft spalte sich sowohl in diejenigen, die weiter gesundheitliche Sorgen haben und diejenigen, die keine haben auf, als auch in Personen mit wirtschaftlichen Einbußen und welchen, die Konsum nachholen wollen.
horizont.net (Paid)

BVDW-Ranking: Deutsche Digital-Agenturen wachsen weiter.

Digital-Agenturen in Deutschland wachsen 2019 beim Hononorumsatz durchschnittlich um 12,7 %, sagt das jährliche Ranking des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft. Die mehr als 170 Agenturen setzen zusammen 1,94 Mrd Euro um. Den mit Abstand meisten Umsatz macht mit 27 % Wachstum und 138 Mio Euro die Agenturgruppe Reply. Die PIA Group erobert mit fast 50 % Wachstum Platz 2, die Plan.Net-Gruppe von Serviceplan rutscht auf Platz 3 ab.
wuv.de, bvdw.org

Hör-Tipp: In der Krise transportieren auch Ärzt*innen Botschaften.

Hör-Tipp: In der Krise werden auch Ärzt*innen zu potenziellen Botschaftern für Krisenkommunikation, sagt Media-Experte Christof Baron im Podcast mit Kai-Marcus Thäsler (Foto), Chef des Fachverbands Außenwerbung. Die Menschen seien zu "Informationsjunkies geworden", die öffentlich-rechtlichen Sender hätten "unglaublich stark performt". Thäsler will künftig "mindestens einmal pro Monat" im FAW-Podcast Einschätzungen aus Themen des Marketings, der Werbung sowie der Medien geben.
podcast.faw-ev.de (32-Min-Audio)

Volkswagen postet rassistische Werbung auf Instagram.


Zu scharf rechts abgebogen: Volkswagen erntet einen Shitstorm für einen rassistischen Werbespot auf Instagram. Der Beitrag erschien in der Story des deutschen Profils von VW. Darin schiebt und schnippt ein überdimensionaler, weißer Finger einen schwarzen Mann vom Auto weg. Der folgende Schriftzug "Der neue Golf" erscheint so, dass zuerst die Buchstaben N, E, G, E und R zu sehen sind. VW hat den Spot mittlerweile gelöscht und gibt sich reumütig – zumindest gegenüber Medien. T-Online zitiert einen VW-Sprecher mit den Worten: "Diese Werbung ist unangebracht und geschmacklos." VW verspricht: "Wir werden aufklären, wie das passieren konnte – und Konsequenzen daraus ziehen."

In einer ersten Reaktion zu Protesten von Nutzer*innen unter einem anderen Beitrag schreibt VW, man sei "überrascht und schockiert", dass der Beitrag "derart missverstanden werden kann". Die Inhalte würden "einen kreativen Umgang mit dem Format Instagram Story" darstellen.
t-online.de, spiegel.de, rnd.de

Vodafone-Marketingchef Gregor Gründgens rechnet mit Facebook und Agenturen ab.


Appell an die Verantwortung: Gregor Gründgens, Marketingchef von Vodafone Deutschland, geht im "Horizont"-Interview mit Facebook als Werbeplattform hart ins Gericht. "Verschwörungstheorien und massive Desinformation sind die Pest". Unternehmen sollten daher "zweimal hinschauen", wo sie ihre Werbung platzieren: "Wir sitzen als Marketers auf Milliarden-Budgets. Wir können die gesellschaftlichen Folgen von Social Media nicht einfach ignorieren", sagt Gründgens. Er denke sogar darüber nach, Werbe-Budgets von Facebook abzuziehen. "Es gab immer schon Fake News und Zeitungen, die irgendeinen Quatsch verzapft haben. Aber in dieser Dimension ist das absolut neu und gefährlich." Marketing-Verantwortliche müssten sich daher nicht mehr nur um kommerzielle Fragen kümmern, sondern sich "auch der gesellschaftlichen Verantwortung stellen, die mit unseren Media-Budgets verbunden ist".

Auch die Agentur-Beziehungen sind für Gründgens nicht in Stein gemeißelt: "60, 70 oder 80 % der Zeit, die wir unseren Dienstleistern vergüten, sind nicht wirklich wertschöpfend, sondern erforderlich für die Bewegung eines zu kompliziert gewordenen Apparats", sagt er. Eingefahrene Strukturen führten dazu, "dass vieles zu teuer und zu langsam ist – und oft genug auch zu schlechteren Ergebnissen führt". Mit Agentur-Chefs sei er sich da prinzipiell einig, die Frage sei, wie sich Veränderungen "mit der nötigen Fairness und der Einsicht in wirtschaftliche Notwendigkeiten" umsetzen lassen. Die Corona-Krise versteht Gründgens als "Abwrackprämie für das analoge Leben". Kreative Konzepte per Videoschaltung zu entwickeln, sei zwar schwieriger, dennoch glaubt er nicht, "dass immer 'ground-breaking creativity' entsteht, wenn Menschen zusammen in einem Raum sitzen". Oft seien es Einzelpersonen oder eine Inspiration von außen, die etwas in Bewegung setzten.
"Horizont" 21/2020, S. 8/9 (Paid)

“Horizont”: Bahn kürzt Marketing-Etat um einen zweistelligen Mio-Betrag.

Deutsche Bahn spart beim Marketing, weil Corona-bedingt Fahrgäste und Einnahmen ausbleiben, schreibt "Horizont". Den Etat fürs Konzernmarketing wolle die Bahn um einen zweistelligen Mio-Betrag kürzen. Eine für 2020 geplante Imagekampagne falle komplett dem Rotstift zum Opfer. Nicht betroffen sei das Marketing für Bahn-Töchter wie DB Regio.
"Horizont" 21/2020, S. 7 (Paid)

Zahl des Tages: Ifa reduziert Besucher-Zahl auf 1.000 pro Tag und Event.

Zahl das Tages: Nur 1.000 Teilnehmer*innen pro Tag und Veranstaltung lässt die Ifa in diesem Jahr zu. Statt als Groß­messe findet die Internationale Funk­ausstellung vom 3. bis 5. September als dezentrales B2B-Event an vier Standorten statt. Zugang haben nur Handel und Presse, Privat­publikum muss zuhause bleiben. 2019 kamen rund 245.000 Besucher*innen zur Ifa.
crn.de

Top Werbetreibende handeln in der Krise antizyklisch.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbeausgaben der großen Unternehmen folgen in der Corona-Krise keinem einheitlichen Trend, schreibt Ingo Rentz. Laut den Daten von Nielsen sinken die Brutto-Werbeausgaben im April insgesamt zwar, u.a. die beiden Unternehmen mit den höchsten Bruttoausgaben, Procter & Gamble und Ferrero, erhöhten ihre Ausgaben in den ersten vier Monaten 2020 jedoch. Jeweils ein besonders großes Plus verzeichnen RTL Interactive und Pro Sieben Sat 1 Digital. Hier sei jedoch einzuschränken, dass der Großteil der Werbung in eigenen Kanälen stattgefunden hat.
horizont.net

Zitat: Gutes Marken-Image verkauft Produkte, sagt SAP-Frau Kerstin Köder.

"Wir sehen zunehmend Entscheider, die als Kaufgrund angeben, dass SAP die Mitarbeiter gut behandelt."

Kerstin Köder, Marketingchefin von SAP, sagt im Interview mit "Meedia", dass der Ruf einer Marke inzwischen eines der wichtigsten Entscheidungskriterien ist.
"Meedia" 21/2020, S. 14-20 (Paid)


Weitere Zitate:

"Unser Vertrieb kann nicht mehr reisen, insofern trifft uns die Corona-Krise natürlich. Im Großkundengeschäft komplexe Lösungen digital zu vertreiben, ist auch für uns kein leichtes Thema."

"Die Kunden informieren sich zu 80 Prozent online. So komisch das für manchen klingen mag: Vier von fünf Kunden haben ihre Kaufentscheidung getroffen, bevor sie uns überhaupt kontaktieren."

"Ich bin einfach kein Freund davon, alle zwei Jahre einen neuen Job zu machen. Auch wenn ich mit Bewerbern spreche, achte ich immer darauf, wie lange jemand in seiner letzten Rolle war. Als Faustregel gilt: Je größer das Unternehmen, desto länger dauert es, bis sich das Wirken eines Arbeitnehmers zeigt."

Chinesischer Smartphone-Hersteller Oppo kommt nach Europa.

Oppo, chinesischer Smartphone-Hersteller, kooperiert zum Marktstart in Europa mit Vodafone. Der Mobilfunkanbieter vertreibt die Oppo-Geräte u.a. in Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Die Expansion soll Nachfrage-Einbrüche im Heimatmarkt kompensieren, profitieren könnte Oppo von der Schwäche des Konkurrenten Huawei. Im 1. Quartal sieht der Marktforscher Strategy Analytics Oppo mit 22,6 Mio verkauften Smartphones als weltweit fünftgrößten Hersteller.
handelsblatt.com, golem.de

Meinung: Messen müssen nach Corona das Digitale und das Analoge verbinden.

Messen werden künftig wohl zu Hybridveranstaltungen aus digitalem Event und analoger Präsenz, schreibt Georg Giersberg. Auch wenn vielerorts erfolgreich digitale Ausweichmöglichkeiten für ausgefallene Messen verwirklicht werden, wollen viele Aussteller*innen auch in Zukunft nicht auf persönlichen Kontakt verzichten. Die digitalen Ableger könnten aber zu einer weiteren wichtigen Säule heranwachsen. Derzeit leidet die Branche stark unter der Corona-Krise, Insolvenzen seien in Deutschland aber noch die Ausnahme.
"FAZ", S. 22 (Paid)

Matthias Stock wechselt von Sixt zum E-Learning-Startup SimpleClub.

Sixt und der bisherige Social-Media-Chef Matthias Stock, 36, gehen getrennte Wege, Stock wechselt als Marketingchef zum E-Learning-Startup SimpleClub. Dort soll er den Markenaufbau und die Internationalisierung vorantreiben und dafür ein Team aufbauen. Einen Nachfolger bei Sixt gibt es nicht, Stocks Social-Media-Team gehört nun zu Global Brand Strategy & Communications, die Robin Ruschke leitet.
horizont.net

Clemens Bauer wird Marketing-Chef von Rewe.

Rewe findet konzernintern einen Nachfolger für den scheidenden Marketing-Chef Johannes Steegmann: Clemens Bauer (Foto), seit 2016 Chef der Rewe-Tochter Zooroyal Petcare, übernimmt das Marketing der Supermarktkette. Er blickt auf Stationen bei L’Oréal und der Unternehmens-Beratung Booz & Company, seit 2012 ist er bei Rewe. Vorgänger Steegmann wird Chef von Fressnapf.
horizont.net

Digital-Vorständin Franziska von Lewinski verlässt FischerAppelt.

FischerAppelt und Digital-Vorständin Franziska von Lewinski gehen nach sechs Jahren getrennte Wege. Sie verlässt den Vorstand der Agentur-Gruppe "im allerbesten Einvernehmen", um sich ab Anfang 2021 "neuen Herausforderungen" zu widmen, bis dahin bleibt sie beratend an Bord. Eine unmittelbare Nachfolger*in gibt es nicht.
fischerappelt.de, horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Franziska von Lewinski fordert in Agenturen "einen kulturellen Wandel." (07/2018)

Georg Koflers Social Chain AG erwartet trotz Corona 200 Mio Euro Umsatz.

Social Chain AG, Agentur für Social-Media-Marketing von Georg Kofler, erwartet 2020 trotz Corona-Krise 200 Mio Euro Umsatz bei 8 Mio Euro operativem Gewinn. Social Chain befinde sich zudem "in fortgeschrittenen Verhandlungen" zur Übernahme diverser Marken und Firmen und will das US-Geschäft ausbauen. 2020 ist das erste volle Geschäftsjahr der Agentur, die im Oktober 2019 durch die Fusion der Social Chain Group mit der Lumaland AG entstanden ist.
socialchain.com

Meinung: Tiefpunkt der Werbekrise zu Corona ist bereits überschritten.

Digitalmarketing: Die Ausgaben für Online-Werbung nehmen seit der zweiten Aprilhälfte wieder zu, erfährt Klaus Janke von mehreren Mediaexperten. Unter anderem Andrea Malgara (Foto), Geschäftsführer bei Mediaplus, betont jedoch, dass weiter große Unsicherheit herrsche. Den größten Antreiber für eine Erholung sehen die Experten in der Lockerung der Maßnahmen zur Virus-Eindämmung. Gleichzeitig bestehe die Sorge, dass diese zurückgenommen werden müssen. Außerdem erwarten die Manager, dass viele Konzerne im 4. Quartal noch einmal sparen, um ihre Bilanz zu verbessern.
horizont.net

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2017): Mediaplus-Chef Andrea Malgara weiß, wann Werbung wirkt.

DFL will keine kommerzielle Nutzung der Tribünen bei Geisterspielen.

Bundesliga: Die DFL gibt den Vereinen Empfehlungen für künstliche Kulissen bei Geisterspielen. Dabei appelliert die Liga an die Vereine, auf eine "großflächige kommerzielle Nutzung der Tribünen" zu verzichten, ebenso wie auf großflächige digitale Overlays, die über die übliche Werbung hinausgehen. Auch eine akustische Simulation in Form eines Klangteppichs soll ausbleiben
kicker.de

Der Sport muss in der Corona-Zeit besonders auf Werte setzen meint Robert Zitzmann.

Sport leidet wirtschaftlich unter der Corona-Krise, beobachtet Robert Zitzmann, Geschäftsführer von Jung von Matt/Sports. Um zu überleben, müssten Verbände und Vereine ihre Werte wie Fair Play in den kommunikativen Mittelpunkt stellen. Es gelte zusammen statt gegeneinander zu arbeiten und bewusst zu verzichten. Sponsoren sollten nicht beim Sport ihre Gelder einsparen, da sie anders als z.B. auf Instagram hier mit dem Erhalt von Vereinen einen echten Mehrwert schaffen könnten, der sich positiv auf ihr Image auswirke.
horizont.net

Funkes “Neue Welt” bringt Werbung für Vor-Ort-Apotheken auf Seite über Pharma-Versender.

Gesunde Trennung: Der Pharma-Großhändler Phoenix wirbt mit einer bundesweiten Anzeigenkampagne für seine Marke Deine Apotheke, die Apotheken vor Ort unterstützen soll. In Funkes Yellow-Blatt "Neue Welt" erscheint der werbliche "Extra-Tipp" ausgerechnet auf einer Doppelseite über Versand-Apotheken im Netz. Die Trennung von Werbung und Redaktion hat hier wohl zu gut funktioniert.
apotheke-adhoc.de

Studie: Corona verändert das Kaufverhalten.

Konsumverhalten: Die Corona-Pandemie verändert Kaufentscheidungen, sagt eine Umfrage von Accenture in 15 Ländern. Rund die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie gesundheitsbewusster und nachhaltiger einkaufen. Knapp zwei Drittel sagen, sie würden darauf achten, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Jeder Fünfte sagt, dass er nun Lebensmittel online kauft, bei Menschen über 56 ist es sogar jeder Dritte.
wuv.de, horizont.net

Vorbestellplattform Ihreapotheken.de wirbt groß in Burda-Blättern.

Zukunftspakt Apotheke, Joint-Venture von Burda und dem Pharmagroßhändler Noweda, startet eine große Print-Kampagne für die Vorbestellplattform Ihreapotheken.de. Die Kampagne läuft in 29 Burda-Blättern, u.a. in "Focus", "Bunte", "Freundin" und "Superillu", und soll die Vorteile der Vor-Ort-Apotheken gegenüber Pillen-Versendern herausstellen. Burda und Noweda bringen gemeinsam auch den "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "Mylife" heraus.
presseportal.de

DFL-Chef Christian Seifert sieht Protz-Fußballer kritisch.

Bundesliga hat mit astronomischen Spieler­gehältern und Ablösesummen sowie "schamlos zur Schau gestelltem Reichtum" ein Bild von sich erzeugt, "das ein Teil der Menschen nicht akzeptieren kann", sagt DFL-Chef Christian Seifert im "FAZ"-Interview. Er selbst habe "genügend Dinge gesehen, erlebt und gehört, die mich nicht unbedingt begeistern". Sponsoren könnten ihre Mio-Zahlungen an Spieler "auch an soziale Verhaltensregeln knüpfen", regt Seifert an. Die Deckelung von Spieler- und Beratergehältern sieht er als europäische Aufgabe.
faz.net (Paid), kicker.de (Zusammenfassung)

Thjnk und ThyssenKrupp schließen ihre eigene Werbeagentur “Bobby & Carl”.

Adieu Agentur: Thjnk und ThyssenKrupp lösen ihre erst 2016 gestartete eigene Werbeagentur Bobby & Carl auf, berichtet horizont.net. 24 Festangestellte sind betroffen; etwa die Hälfte von ihnen - v.a. Digitalexperten - können zu Thjnk wechseln, wo eine eigene Unit für ThyssenKrupp aufgebaut werden soll. Den Etat übernimmt Thjnk Düsseldorf. Die Sparmaßnahme in Sachen Unternehmenskommunikation ist Teil eines generellen Sanierungsplans von ThyssenKrupp - auch in der Konzernzentrale wurde bereits etwa die Hälfte aller Stellen wegrationalisiert.

Bobby & Carl startete 2016 als erste Agentur eines deutschen Industriekonzerns mit großen Ambitionen: Damals lauteten die Ziele 6,5 Mio Euro Umsatz nach drei Jahren sowie die komplette Neuausrichtung des Stahlkonzern-Marketings. Auch für andere Kunden sollte gearbeitet werden.
horizont.net, turi2.de (Background Gründung)

Martell Beck wechselt von der BVG zur Deutschen Bahn.

BVG und Marketingchef Martell Beck trennen sich nach acht Jahren. Beck wechselt zur Deutschen Bahn, wo er ab 1. Juni den neu geschaffenen Bereich "Marketing und Transport Policy" verantwortet, der im Geschäftsfeld Güterverkehr angesiedelt ist. Beck folgt damit dem Ruf von Sigrid Nikutta, die schon bei der BVG seine Chefin war und seit Jahreswechsel bei der Bahn ist. Ein Nachfolger für Beck bei der BVG, bei der er u.a. für die #weilwirdichlieben-Kampagne verantwortlich war, steht noch nicht fest.
horizont.net

Google streicht Marketing-Budget zusammen, verhängt Einstellungs-Stopps.

Google steht Corona-bedingt wohl stärker auf der Ausgaben-Bremse als bisher bekannt. CNBC berichtet, dass der Tech-Konzern seine Marketing-Ausgaben in einigen Bereichen um 50 % reduziert, auch gebe es einen Einstellungs-Stopp für feste und freie Mitarbeiter*innen. Laut CNBC sind die Einschnitte schärfer als die von Konzernchef Sundar Pichai angekündigten Schritte.
cnbc.com, meedia.de

VW-Marketingchef Jochen Sengpiehl: Der Werbemarkt wird sich erst 2023 erholt haben.

Werbe-Ausgaben werden erst 2023 wieder das Niveau von 2019 erreichen, prognostiziert VW-Marketingchef Jochen Sengpiehl im "Horizont"-Interview. Er könne sich "beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Budgets, die jetzt weggefallen sind, in voller Höhe zurückkommen", selbst wenn die Wirtschaft nach zwei Monaten wieder anlaufe.
“Horizont” 17/2020, S. 10 (Paid)

Wie geht’s den Influencern, Sarah Kübler?


Social-Media-Stars im Hausarrest: Influencern gehen ganz unterschiedlich mit der Corona-Krise um. Im Video-Interview von turi2.tv sagt Sarah Kübler, dass einige die Arbeit ganz einstellen, andere auf Charity umschalten oder Werbeeinnahmen spenden, wieder andere machen ganz normal weiter, um Fans und Followern "ein Stück weit Normalität mitzugeben". Kübler weiß, wovon sie spricht, schließlich ist sie Chefin der Influencer-Agentur HitchOn in Mainz und Hamburg. Dort, wo sonst 30 Kolleg*innen Social-Media-Stars und werbewillige Firmen zusammenbringen, sitzt sie derzeit allein, der Rest des Teams arbeitet aus dem Home Office. Ihre Influencer, sagt sie, sind gerade jetzt gefragt, weil sie es im Gegensatz zu vielen anderen Entertainern gewohnt sind, "Content von Zuhause aus" zu produzieren.

Aber Kübler hat auch die klassischen Medien im Blick – sie selbst hat ihr Handwerk u.a. beim Fernsehen gelernt. Mit der Bauer Media Group hat ihre Agentur gerade eine Kooperation gestartet, die Influencer, Marken und klassische Medien zusammenbringt. Der Vorteil hier: Sie sitzt gleich zu Beginn mit am Tisch, wenn die Kampagnen entstehen. So können "klassische Medien und neue Medien optimal vernetzt" werden, findet Kübler. Grundsätzlich ist sie optimistisch, dass die Branche gut durch die Corona-Zeit kommt und freut sich darüber, dass "jeder versucht, das Beste zu tun" und viele soziale Aktionen aus dem Boden gestampft wurden.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

BMW weitet sein Sponsoring im E-Sport aus.

BMW sponsert künftig fünf Spitzenteams des Computerspiels League of Legends, darunter das deutsche Team G2 Esports. Alle fünf Mannschaften treten auch in anderen Spielen an, darunter Fifa und Fortnite. BMW tritt bereits seit 2017 als Sponsor im E-Sports auf. Der Markt erfährt in der Corona-Krise auch mangels sonstigen Sportangeboten gerade großen Zulauf. Das zusätzliche Engagement von BMW war jedoch bereits schon vor dem Ausbruch der Pandemie geplant.
horizont.net

Aus dem turi2.tv-Archiv (Oktober 2019): Digitale Gladiatoren – das Phänomen E-Sports in der turi2 edition #9.

Lese-Tipp: Adidas sitzt auf seiner Frühlingsware.

Lese-Tipp: Adidas will Mio Schuhe und T-Shirts aus der Frühjahrskollektion stark rabattiert online verschleudern, schreibt das "Handelsblatt". Wegen Corona muss der Konzern seine Läden schließen. Zuvor galt er als Investment-Liebling. Analyst*innen rechnen aber damit, dass sich Adidas trotz sinkender Umsätze von der Krise erholen wird.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Neuer Video Builder von YouTube hilft Kleinfirmen bei Mini-Clips.

YouTube bietet kleinen Firmen ein neues Tool an, mit dem sie einfache Kurz-Video kreieren können. Der kostenlose Video Builder fügt Texte, Grafiken und Logos zu einer Animation zusammen, zur Untermalung steht YouTubes Musik-Bibliothek zur Verfügung. Mit den Mini-Clips können die Firmen etwa Angebote oder geänderte Öffnungszeiten bewerben.
techcrunch.com, mediapost.com, youtube.com (2-Min-Erklärvideo)

Münchner Gründer baut Luxusshop für geizige Profi-Fußballer.

FussballInfluencer-Shop: Auf der Plattform Scorerclub können Fußballprofis Wodka oder Fitness­geräte für lau shoppen. Voraussetzung ist, dass die Sportler bei ihren Followern auf Instagram und Co dafür werben. Gegründet hat das Startup der Agenturchef und ehemalige BMW-Manager Erik Kolberg. Er hält die Spieler für Sparbrötchen: "Geiz ist geil gilt auch für Bundesliga-Profis."
handelsblatt.com

Bauer Advertising kooperiert mit der Influencer-Agentur HitchOn.

Bauer Advertising, Vermarktungseinheit der Bauer Media Group Deutschland, startet eine strategische Zusammenarbeit mit der Influencer-Agentur HitchOn. Das Team um Sarah Kübler soll die Angebotspalette der Bauer Advertising in den Bereichen Influencer Marketing sowie Webvideo-Konzeption für Youtube und TikTok ausbauen. HitchOn hat seit Februar neben dem Hauptsitz in Mainz auch einen Standort in Hamburg.
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