Der MDR distanziert sich von Kommentar zu Waffen­lieferungen an die Ukraine.

Nimmt Stellung: Der MDR distanziert sich teilweise von einem Radio-Kommentar von Redakteurin Rommy Arndt bei MDR aktuell zu Waffen­lieferungen an die Ukraine. Im Fokus ihrer These steht die Behauptung, die Regierung unter Kanzler Olaf Scholz rücke Deutschland immer näher an einen direkten militärischen Konflikt mit Russland. Damit verletze sie ihre Pflicht, "Schaden vom deutschen Volk abzuwenden". Als Beispiel nennt Arndt die Debatte um die Leopard-2-Lieferungen an die Ukraine. Die Redakteurin kritisiert zudem Verteidigungs-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die "in ihrer Freizeit viel Kontakt zur Rüstungs­industrie" pflege und damit in ihrer Haltung zu Waffen­lieferung beeinflusst sein könnte. Nach Kritik in sozialen Netz­werken schreibt die MDR-Chefredaktion, sie sehe in diesem Teil der Äußerungen die "journalistischen Qualitäts­kriterien" nicht "ausreichend berücksichtigt". Der Kommentar bleibe "aus Gründen der Transparenz" jedoch unbearbeitet. (Foto: Hendrik Schmidt / dpa / Picture Alliance)
mdr.de, t-online.de

Thüringer Familien-Vertreterin Sandra Archut verlässt MDR-Rund­funk­rat wegen Interessens­konflikt.

MDR: Rundfunkrats­mitglied Sandra Archut, die für den Arbeitskreis Thüringer Familienorganisationen im MDR-Kontroll­gremium sitzt, gibt ihr Mandat ab, berichtet Flurfunk Dresden. Grund ist ein Interessens­konflikt: Archut hält 25 % an der TV-Produktions­firma ihres Mannes, was sie bei ihrer Entsendung nicht angezeigt hatte. Bereits im August hatte der Rundfunkrat über den Fall diskutiert, der Rückzug geschieht nun infolge eines anwaltlichen Gutachtens.
flurfunk-dresden.de, mdr.de (Background)

Rechnungshöfe fordern vom MDR mehr Einsparungen und Stellenabau.

Spar-Befehl: Die Rechnungshöfe von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern vom MDR mehr Sparsamkeit und einen weiteren Stellen­abbau, berichtet Flurfunk Dresden. Der Thüringer Rechnungshof hat federführend das Controlling des Senders von 2016 bis 2020 geprüft und kommt zu dem Ergebnis: Der MDR tut nicht genug, um seine Spar­ziele zu erreichen und sein strukturelles Defizit abzubauen. Auch ein "aus­reichender Stellen­abbau" sei bei den Plan­stellen "nicht erkennbar", monieren die Prüfer. Der MDR hält dagegen und verweist auf bereits erfolgte Maß­nahmen.
flurfunk-dresden.de, thueringer-rechnungshof.de

Nachtrag 17.01.2023, 18.00 Uhr
Ein MDR-Sprecher erklärt zum Bericht des Rechnungshof:

"Wir setzen im MDR die Einsparvorgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) im Bereich Personal um, und gehen seit 2021 sogar darüber hinaus.

Auch der Abbau des strukturellen Defizits findet beim MDR statt. Ein vollständiger Abbau kann erst dann erfolgen, wenn die vorhandenen Gewinnrücklagen vollständig aufgebraucht sind. Dies wird Ende 2024 der Fall sein.

Bereits im November 2022 hat sich der Verwaltungsrat des MDR mit der Prüfungsmitteilung sowie dem Entwurf des abschließenden Berichts des Landesrechnungshofes Thüringen befasst.

Im Ergebnis der Prüfung haben die Rechnungshöfe keinerlei Verstöße der Finanzordnung festgestellt. Die staatsvertraglichen Vorgaben wurden und werden vom MDR eingehalten."

Intendanten-Wahl: MDR-Verwaltungsrat schlägt dem Rundfunkrat Ralf Ludwig vor.

Einigkeit: Der MDR-Verwaltungsrat schlägt dem Rundfunkrat einstimmig den Verwaltungsdirektor Ralf Ludwig als Nachfolger von Intendantin Karola Wille ab November vor. Ludwig arbeitet seit 1999 beim Sender und verfüge über "exzellente medienpolitische Kenntnisse" sowie "langjährige Führungs- und Management­erfahrung". Bis Ende April muss der Rundfunkrat in einer Wahl darüber entscheiden. Im Rennen waren zuletzt auch die Kika-Chefin Astrid Plenk und Funkhaus-Chef Boris Lochthofen.
mdr.de, turi2.de (Background)

Klaus Brinkbäumer, Matze Knop und Wolfgang Lippert verstärken künftig MDR-Riverboat.

Kommen an Bord: Riverboat-Moderatorin Kim Fisher bekommt künftig Verstärkung von Journalist Klaus Brinkbäumer, Comedian Matze Knop (rechts im Bild) und Entertainer Wolfgang Lippert (links im Bild). Das Trio wechselt sich wochenweise mit der Co-Moderation der MDR-Talkshow ab. Die erste Sendung läuft am 20. Januar mit Brinkbäumer.
presseportal.de

“Leipziger Volkszeitung”: Astrid Plenk, Ralf Ludwig und Boris Lochthofen sind im Rennen um MDR-Intendanz.

Dreikampf: Die Kika-Chefin Astrid Plenk, Verwaltungs­direktor Ralf Ludwig und Funkhaus-Chef Boris Lochthofen haben im Rennen um die Nachfolge der MDR-Intendatin Karola Wille die nächste Bewerbungs­stufe erreicht, berichtet die "Leipziger Volks­zeitung". Demnach gelte Lochthofen als Favorit. Doch auch Plenk sei innerhalb des öffentlich-rechtlichen Systems gut vernetzt, während Ludwig bereits seit 1999 beim MDR arbeitet. Bis Ende Januar will sich der MDR-Verwaltungs­rat auf eine Person festlegen, die er dem Rundfunkrat für die Intendanz vorschlägt. Die Wahl soll im Frühjahr stattfinden. Die bisherige Intendantin Wille hatte bei der Sitzung des MDR-Rundfunk­rates Mitte November angekündigt, sich nicht auf eine dritte Amtszeit zu bewerben. Ihr Vertrag läuft im November aus.
lvz.de (€) via dwdl.de, turi2.de (Background)

MDR Sachsen startet Instagram-Newsformat “SachsenUpdate”.

Im Osten was Neues: MDR Sachsen will mit dem Instagram- und Facebook-Newsformat SachsenUpdate die Zielgruppe der 20- bis 35-Jährigen abholen. Seit 2. Januar präsentiert eine Moderatorin an jedem Werktag ein ca. einminütiges Reel mit den drei wichtigsten Nachrichten des Tages. Inspiration kommt vom MDR Sachsen-Anhalt, der seit rund einem Jahr das ähnliche Sachsen-Anhalt-Update liefert.
flurfunk-dresden.de, mdr.de

MDR macht Michael Naumann zum Übergangs-Leiter der Kommunikation.

Neuer Mann: Der MDR macht Michael Naumann, Abteilungs­leiter Presse und Information, zusätzlich zum Interims-Chef seiner Kommunikation. Als Stell­vertreter unterstützt ihn Marketing-Abteilungs­leiter Michael Gentsch. Nach Klärung der Nachfolge von Intendantin Karola Wille zum November 2023 soll es eine Dauer­lösung für die Kommunikations-Leitung geben. Die Neubesetzung war wegen des Abgangs von Anika Giese notwendig geworden.
presseportal.de, turi2.de (Background)

MDR-Sprecherin Anika Giese verlässt den Sender.

MDR und Sender-Sprecherin Anika Giese gehen ab Ende Januar getrennte Wege. Sie war erst Anfang August nach Leipzig gewechselt. Damals kam sie von Springer, wo sie digitale Transformation, Leadership, New Work und Business Strategie bei "Welt" und "Bild" verantwortet hatte. Bei ihrem Amtsantritt beim MDR wurde die ARD gerade durch den Skandal um die damalige ARD- und RBB-Chefin Patricia Schlesinger erschüttert. "Es war eine intensive Zeit, die ich nicht missen möchte. Dennoch habe ich mich entschlossen, eine neue Herausforderung anzugehen", kommentiert Anika Giese ihren Rückzug vom MDR.
presseportal.de, turi2.de (Background)

MDR sendet ukrainische Komödie auf Deutsch.

MDR hat eine deutsche Synchronfassung der ukrainischen Komödie "Der Tier­stimmen­sammler oder Das Lied der Scheuen Stock­enten" produziert. Der Film läuft am Montag, 19. Dezember, ab 22.35 Uhr. Anschließend ist die ukrainische Original­fassung für 30 Tage in der ARD Mediathek abrufbar. Der MDR zeigt regelmäßig Filme und Serien aus Osteuropa. Im November ist etwa die Krimi-Serie "Kangor – Ein Mädchen verschwindet spurlos" gelaufen.
presseportal.de

MDR startet zwei Wirtschaftsformate für junge Zielgruppe.

Junges Geld: Der MDR will mit zwei neuen Finanz­formaten ein junges Publikum erreichen. Auf dem YouTube-Kanal Was kostet …? sprechen die Journalistinnen Anja Ciechowski und Julia Grünwald über aktuelle Themen wie die Energie­krise. Im TikTok-Format Eine Minute Geld bereiten Celia Hoffmann und Max Koterba Finanz­wissen "unterhaltsam auf".
presseportal.de

MDR verlangt 300.000 Euro Schadenersatz von Ex-Unterhaltungs-Chef Udo Foht.

Foht-Prozess: Der MDR fordert mehr als 300.000 Euro Schaden­ersatz von seinem Ex-Unterhaltungs-Chef, sagt Intendantin Karola Wille vor Gericht. Udo Foht habe bereits Teile der Summe bezahlt und tue dies weiterhin. Foht ist wegen Betrugs, Untreue, Bestechlichkeit und Steuer­hinterziehung angeklagt und hat zu Prozess-Beginn ein Geständnis abgelegt.
mdr.de, turi2.de (Background)

MDR darf Facebook-Kommentare ohne Sendungsbezug löschen.


Legales Löschen: Öffentlich-rechtliche Rundfunk­anstalten dürfen Kommentare in Foren auf eigenen Seiten sowie in sozialen Netzwerken löschen, wenn sie keinen Bezug zur Sendung haben, entscheidet das Bundes­verwaltungsgericht. Geklagt hatte ein Facebook-Nutzer, weil der MDR seine Kommentare – u.a. Kritik an der Lösch-Praxis des MDR – gelöscht hatte, da sie inhaltlich keinen Bezug zum ursprünglichen Post hatten. Zwar stelle die Löschung einem Eingriff in das Recht des Klägers auf Freiheit zur Meinungs­äußerung dar, jedoch sei dieser Eingriff gerecht­fertigt. Die Argumentation der Richter: Durch den Rund­funk­staats­vertrag ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf Tele­medien­angebote mit Sendungs­bezug beschränkt – diese Regel erstrecke sich auch auf Kommentare von Nutzern. Für die Löschung bedarf es weder einer vorherigen Anhörung noch einer nach­träglichen Benachrichtigung des Nutzers, so das Gericht.
sueddeutsche.de, golem.de, bverwg.de

MDR Jump positioniert sich künftig als “crossmediale Unterhaltungsmarke”.

Sprung ins Digitale: Die MDR-Popwelle MDR Jump wird zur "crossmedialen Unterhaltungsmarke" ausgebaut, kündigt Programmdirektor Klaus Brinkbäumer bei Twitter zusammen mit dem Website-Relaunch an. Laut "Flurfunk Dresden" sollen die Hörfunk-Marke MDR Jump und die Inhalte der Unterhaltungsabteilung unter der Leitung von Peter Dreckmann zusammen gehen.
flurfunk-dresden.de, twitter.com


MDR-Intendantin Karola Wille macht den Weg für eine Nachfolge in 2023 frei.


Ihr letzter Wille: Bei der Sitzung des MDR-Rund­funk­rates teilt Karola Wille mit, sich nicht auf eine dritte Amts­zeit als Intendantin des Senders zu bewerben. Damit wird der MDR ab November 2023 mit Auslauf von Willes Vertrag von einer neuen Führungs­person an der Spitze gelenkt. Bis dahin wolle sie sich der u.a. "tief­greifenden Transformation" im MDR "mit voller Kraft widmen". Es liegt nun am Verwaltungs­rat des Senders, dem Rund­funk­rat bis Ende Januar 2023 einen Vorschlag für die Neubesetzung der Intendanz vorzulegen. Eine andere Nachfolge im MDR ist unterdessen geregelt: Der Rund­funk­rat bestätigt Tim Herden als neuen Chef des Landes­funk­hauses in Sachsen-Anhalt. Karola Wille hatte Herden letzte Woche vorgeschlagen. Er folgt auf Ines Hoge-Lorenz, die ihr Amt im August überraschend nieder­gelegt hatte, weil ihr Ehemann "in der Causa Foht eine Rolle gespielt hat". Herden arbeitet seit 30 Jahren für den MDR, seit 2016 als Studio­leiter des Büros in Berlin. (Foto: MDR / Kirsten Nijhof)
presseportal.de (Wille), mdr.de (Herden), turi2.de (Background)

Richard Hemmer und Daniel Meßner sprechen für den MDR über historische Persönlichkeiten.

Gesichter aus der Geschichte: Das Historiker-Duo Richard Hemmer und Daniel Meßner vom Podcast Geschichten aus der Geschichte präsentiert ab Samstag in der ARD-Mediathek die MDR-Geschichts­reihe "Egostory". In fünf Folgen erzählen Hemmer und Meßner aus psychologischer Perspektive die Motivation historischer Persönlich­keiten wie Leni Riefenstahl und Karl May.
presseportal.de

MDR baut barrierefreies Programm aus.

Barrierefreier Rundfunk: Der MDR hat angekündigt, eigene Podcast-Produktionen in Zukunft zu verschriftlichen und damit Hörgeschädigten zugänglich zu machen. Zum Start gibt’s den Podcast "Wahlkreis Ost" zum Nachlesen. Bis 2025 soll mindestens 90 Prozent des Programms in der MDR-Mediathek untertitelt sein. Auch das ARD-Programm soll auf Initiative des MDR künftig mehr barrierefreies Programm bieten. Ein Vorschlag lautet, "Tatort" und den "Polizeiruf 110" in Gebärdensprache zu übersetzen.
mdr.de

turi2 edition #19: Wie kann Audio Barrieren abbauen, Jennifer Sonntag?

Jennifer Sonntag
Hörgeschaut: „Was ich nicht hören kann, existiert für mich nicht“, schreibt Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag in der turi2 edition #19. Als Moderatorin steht sie „selbstbestimmt“ beim MDR vor der Kamera, dahinter ist sie auf die barrierefreie Mitarbeit von Medien und Plattformen angewiesen. Als blinder Mensch fühlt sie sich in der Podcast-Welt bestenfalls „enthindert“. Weiterlesen >>>

Hör-Tipp: MDR-Podcast bietet räumliches Hörerlebnis für Blinde und Sehbehinderte.

Hör-Tipp: Der Podcast Augen zu und durch von MDR Sachsen bietet ein räumliches Hörerlebnis für Blinde und Sehbehinderte, aber auch für Sehende. Ein spezielles, binaurales Mikrofon nimmt Stimmen und Geräusche so auf, wie das menschliche Ohr sie wahrnimmt. In den ersten Folgen gibt es akustische Ausflüge nach Dresden und Zwickau sowie in den Leipziger Zoo.
mdr.de, presseportal.de

Beamtenbund Sachsen will Sitz im MDR-Rundfunkrat einklagen.

MDR-Rundfunkrat: Der Beamten­bund Sachsen klagt gegen die Zusammen­setzung des Gremiums und sieht sich zu Unrecht von einem Sitz im Rundfunk­rat fern­gehalten. Auf einen Widerspruch "vor über vier Monaten" habe es vom Rundfunkrat "keinerlei Reaktion" gegeben, weshalb der Beamtenbund beim Verwaltungs­gericht Leipzig eine Untätigkeits­klage eingereicht hat. Ziel sei u.a., feststellen zu lassen, dass der Gewerkschaft "kraft Gesetzes ein direktes Entsenderecht zusteht".
sbb.de via flurfunk-dresden.de

Landeszeitungen beklagen fehlende “Waffengleichheit” zwischen Privaten und dem ÖRR.


Zeitungs-Sorgen: "Beim digitalen Angebot ist unser Hauptwettbewerber der MDR", beklagt Alois Kösters (Foto, rechts) Chefredakteur der "Magdeburger Volksstimme", in der "Welt" eine fehlende "Waffengleichheit" zwischen Privaten und Öffentlich-Rechtlichen. Der Sender werte etwa Paid-Texte der Zeitung aus, "mal mit, oft aber auch ohne Nennung der Quelle". Im Oktober soll es in Berlin ein Schlichtungsverfahren zwischen der ARD und dem BDZV in der Sache geben.

David Koopmann, Geschäftsführer des "Weser-Kurier", kritisiert derweil Radio Bremen dafür, "alle möglichen Verrenkungen" zu machen, "um einen Sendungsbezug herzustellen und ihre digitale Text-Berichterstattung ausweiten zu können". In den Schlichtungsgesprächen mit den ARD-Intendanten möchte Koopmann erreichen, dass die Texte in deren Digital-Angeboten "auf einige wenige Sätze beschränkt bleiben, die auf den jeweiligen Video- beziehungsweise Audio-Beitrag hinführen". Die Anstalten weisen die Vorwürfe zurück und beteuern u.a., sich an die Vorgaben des Medienstaatsvertrags zu halten.
welt.de (€)

ARD startet digitales Kulturangebot.

Kulturheimat: Unter ardkultur.de startet am 26. Oktober das digitale Kultur­angebot "ARD Kultur". Erste Produktionen reichen von Fashion-Serien über True-Crime-Podcasts bis zu Kunst im Metaverse. Zudem bündelt der Sender dort seine Kultur­inhalte der Audiothek und Mediathek. Die Feder­führung von "ARD Kultur" liegt beim MDR. Bettina Kasten steuert den Bereich Partner- und Projekt­management, Kristian Costa-Zahn ist Head of Content.
presseportal.de

Sachsen-Anhalts Innenministerin fordert einen Gehaltsdeckel für die MDR-Chefs.

MDR Sachsen-Anhalt: Innenministerin Tamara Zieschang fordert als Rundfunkratsmitglied die Deckelung aller Führungsgehälter beim Sender, sagt sie der "Mitteldeutschen Zeitung". Mit Blick auf die durch den Rücktritt von Ines Hoge-Lorenz freie Chefposten-Stelle habe sie die Erwartung, dass jetzt "mit der Absenkung der Gehälter in Führungspositionen" begonnen wird. Zudem wolle Zieschang die Praxis beenden, dass die Bezahlung frei verhandelt wird und sich nicht nach dem Tarifvertrag richtet: "Das würde bedeuten, dass die neue Funkhauschefin oder der neue Funkhauschef deutlich weniger verdient als die alte."
presseportal.de

Mein Podcast-Tipp: Frank Behrendt über “Heute Wichtig”.


Positiv bleiben: Frank Behrendt, freier Senior Advisor bei Serviceplan, hört gerne Heute Wichtig von Michel Abdollahi. Behrendt schätzt die viele Hintergründe und tollen Gesprächen zu unter­schiedlichsten Themen sowie die “Lebensfreude, Klarheit und Dankbarkeit” in dem Format. Zur aktuellen Winnetou-Debatte rät Behrendt, in den Podcast Winnetou ist kein Apache vom MDR reinzuhören. Weiterlesen >>>

CDU-Politikerin Dagmar Schipanski, 79, ist tot.

Dagmar Schipanski, 79, ist tot. Die CDU-Politikerin ist am Mittwoch gestorben, teilt ihre Partei mit. Die gebürtige Thüringerin und promovierte Natur­wissenschaftlerin kandidierte 1999 für das Amt der Bundes­präsidentin. Später wurde sie Wissenschafts­ministerin in Thüringen. Zudem war sie Mitglied des MDR-Verwaltungs­rats, zeitweise auch Vorsitzende des Gremiums.
spiegel.de, presseportal.de

Udo Foht bekennt sich vor Gericht schuldig.

Betrugs­programm: Der frühere MDR-Unterhaltungs­chef Udo Foht hat heute vor dem Land­gericht Leipzig ein Geständnis abgelegt. Er gibt zu, sich in mehreren Fällen Summen im fünf­stelligen Bereich von Bekannten, Produktions­firmen sowie Managern der Schlager-Szene geliehen zu haben, in dem Wissen, das Geld nicht, teilweise oder nur verspätet zurückzahlen zu können. Er habe sich aber damit nicht persönlich bereichern wollen, lässt er durch seinen Verteidiger Lawrence Desnizza verlesen. "Es ging mir immer darum, viele erfolgreiche Sendungen zu machen." Er sei von seiner Arbeit "besessen" gewesen.

Der heute 71-Jährige war bis 2011 Unterhaltungs­chef beim MDR. Er habe damals "seine Pflichten verletzt", gibt er zu. Die Produktions­budgets beim MDR haben für seine Ideen nicht ausgereicht, weshalb er eine Art Schneeball­system aufgebaut habe. Er sei permanent damit beschäftigt gewesen, "die Löcher zu stopfen, die mein kompliziertes Finanzierungs­konstrukt" gerissen hatte. Heute will er sich bei denjenigen entschuldigen, die er damals getäuscht hat.

Das Geständnis ist Bedingung dafür, dass das Gericht einige weitere Betrugs­vorwürfe sowie die Anklagepunkte Untreue und Steuer­hinterziehung fallen lässt. Foht, der gesundheitlich angeschlagen ist, droht eine Bewährungs­strafe zwischen zwölf und 21 Monaten. Wegen der genannten Betrugs­vorwürfe wird der Prozess fortgesetzt, allerdings abgekürzt. Namhafte Zeugen aus der Schlager-Branche müssen nicht vor Gericht erscheinen. (Foto: Jan Woitas / dpa / Picture Alliance)
mdr.de, faz.net, turi2.de (Background)

Basta: Der MDR will Filme mit Hinweisen einordnen.

Betreutes Gucken: Nach der Aufregung um Winnetou will der MDR auf Nummer sicher gehen – und Filme, die "rassistische Stereotype zeigen", künftig mit einordnenden Hinweisen versehen. Auch DEFA-Werke will der Sender durch entsprechende Einordnungen in einen "zeitgemäßen Kontext" setzen. Unter letzterer Prämisse dürften eigentlich auch die vielen Schlager-Schunkelshows nicht unkommentiert bleiben.
stern.de

Hör-Tipp: Warum der Rücktritt von Hoge-Lorenz Fragezeichen hinterlässt.

Hör-Tipp: "Die ganzen Erklärungen lassen uns ratlos zurück", sagt Annette Schneider-Solis, Vorsitzende des Freien-Rates des Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt, im MDR-Podcast "Was bleibt", der den Rücktritt von Funkhausdirektorin Ines Hoge-Lorenz thematisiert. Wenn Hoge-Lorenz sich nichts habe zuschulden kommen lassen, gebe es schließlich eigentlich keinen Grund für einen Rücktritt: "Die Zeit der Sippenhaft liegt schon ein paar Jahre zurück." Generell sei die Nachricht "wie eine Bombe eingeschlagen", keiner hätte damit gerechnet. Es gebe noch viele Fragen, die zu dem Fall beantwortet werden müssten.
mdr.de (31-Min-Audio), turi2.de (Background)

Ex-MDR-Unterhaltungschef Udo Foht kommt womöglich mit Bewährungsstrafe davon.


Kurzer Prozess? Der frühere MDR-Unterhaltungs­chef Udo Foht, der seit heute wegen Betrugs, Untreue, Bestechlichkeit und Steuer­hinterziehung in Leipzig vor Gericht steht, kommt womöglich mit einer Bewährungs­strafe davon. Der 71-Jährige soll seine frühere Stellung als Amtsträger missbraucht und bei Finanz­behörden unvollständige Angaben gemacht haben, um sich selbst ein Vermögen zu verschaffen, so die Staats­anwaltschaft. Insgesamt steht ein Schaden von mind. einer Viertel Million Euro im Raum. Da viele Punkte der Anklage aber mittlerweile schwer nachweisbar sind, könnte der Prozess abgekürzt werden, wenn Foht im Anklage­punkt Bestechlichkeit ein Geständnis ablegt. Die Staats­anwaltschaft wäre dann bereit, die Vorwürfe der Untreue und Steuer­hinterziehung fallenzulassen. In diesem Fall droht Foht eine Bewährungs­strafe zwischen 12 und 21 Monaten, so Richter Michael Dahms. Fohts Verteidiger Lawrence Desnizza wolle sich darüber mit seinem Mandanten "noch ausführlich beraten", schreibt die "Süddeutsche".

Kommt es zur Einigung, bleibt vielen geladenen Zeugen der Auftritt vor Gericht erspart. Auf der Liste stehen u.a. der ehemalige Riverboat-Moderator Carsten Weidling, Ex-Musik­manager und Fernseh­produzent Werner Kimmig sowie Michael Jürgens, Manager von Florian Silbereisen. Foht soll die beiden Letzt­genannten um jeweils 7.500 Euro gebracht haben.

Zunächst hat das Gericht 18 weitere Verhandlungs­tage angesetzt, die Anklage­schrift umfasst 64 Seiten. Foht hat sich nicht nur optisch verändert, sondern wirkt am ersten Prozesstag "angeschlagen", schreibt Anna Ernst. Er müsse Kopfhörer tragen, um Richter und Staats­anwaltschaft richtig zu verstehen. Der Prozess war wegen Fohts Krankheit um mehrere Jahre verschoben worden. (Foto: Jan Woitas / dpa / Picture Alliance)
sueddeutsche.de, bild.de, turi2.de (Background)

Nach Schlesinger-Affäre: MDR will Dienstwagen der Führungskräfte prüfen.

Muffensausen? Der MDR kündigt eine Überprüfung der Dienstwagen des Führungspersonals an, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Man schaue sich mit Blick auf die RBB-Affäre "einzelne Themen und Sachverhalte noch einmal genauer an", erklärt ein Sendersprecher. MDR-Intendantin Karola Wille fährt dem Bericht zufolge denselben Audi A8 wie die Ex-RBB-Chefin Patricia Schlesinger. Überprüft werden sollen demnach u.a. die Auswahl der Modelle und Ausstattungspakete sowie die mit dem Hersteller vereinbarten Konditionen.

Derweil geht Ines Hoge-Lorenz in einem Statement genauer auf ihren Rücktritt als Direktorin des MDR-Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt ein. "Die Amtsniederlegung ist meine freie Entscheidung", betont sie darin. Von Intendantin Wille hätte sie "volle Unterstützung" dafür bekommen, im Amt zu bleiben, "unter der Voraussetzung der vollen Transparenz". Sie habe dem MDR z.B. nicht mitgeteilt, dass ihr Mann im Prozess gegen Udo Foht schon vor einigen Wochen eine Ladung als Zeuge erhalten hatte. Die Intransparenz um diese Sachverhalte sei "ein gravierendes Versäumnis von mir" gewesen.
presseportal.de, mz.de (€), n-tv.de (Zusammenfassung), mdr.de, turi2.de (Background)

MDR-Landes­funk­haus­direktorin Sachsen-Anhalt Ines Hoge-Lorenz gibt ihr Amt ab.

Rücktritt mit Verbleib: Die MDR-Landes­funk­haus­direktorin Sachsen-Anhalt Ines Hoge-Lorenz gibt ihr Amt ab. Grund sei, dass ihr "Ehemann vor über zehn Jahren in der Causa Foht eine Rolle gespielt hat" und sie vor ihrem Amts­antritt versäumt habe, dies den Gremien mitzuteilen, so Hoge-Lorenz. Sie wolle nicht, "dass dadurch meine Integrität in Frage gestellt wird und dem MDR Schaden entstehen könnte". Hoge-Lorenz bedauere ihren Fehler, obwohl sie davon ausgegangen sei, dass das Thema mit einem Gerichts­entscheid vor vielen Jahren für ihren Mann "erledigt ist".

Ab September arbeitet sie in der MDR-Haupt­redaktion Information und Innovation der Programm­direktion Leipzig, "im Einvernehmen" mit Intendantin Karola Wille. Kommissarisch übernimmt Sandro Viroli, der schon das Funkhaus in Sachsen leitet, den Posten, den Hoge-Lorenz regulär noch bis Ende 2025 besetzt hätte. Der Prozess gegen den früheren MDR-Unterhaltungs­­­chef Udo Foht wegen Betrug, Untreue und Steuer­hinter­ziehung beginnt am 1. September
presseportal.de, turi2.de (Background)

RBB steigt bei “Riverboat” wieder aus.

Geht von Bord: Der RBB wird ab 2023 nicht mehr gemeinsam mit dem MDR die Talkshow "Riverboat" produzieren. Das RBB-Publikum habe die Sendung "nicht so angenommen, wie wir uns das erhofft hatten", sagt Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus. Der Sender war erst im Herbst 2021 eingestiegen, seitdem lief der Talk abwechselnd aus Leipzig und Berlin – ein Novum in der ARD.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Debatte: Fusion des RBB mit dem MDR könnte ein “passabler Ausweg” sein.

Aus zwei mach eins: Meedia-Redakteur Gregory Lipinski spricht sich für eine Fusion vom krisengebeutelten RBB mit dem MDR aus. Die Beitragszahler würden so "registrieren, dass der ARD-Verbund endlich seine verkrusteten Strukturen aufbricht, und nicht mehr nur den Status-Quo verteidigt". Das durch den Zusammenschluss eingesparte Geld käme zudem dem Programm zugute.
meedia.de

“Bild”: Ex-MDR-Unterhaltungs­chef Udo Foht soll 1 Mio Euro “ergaunert” haben.

Alles nur Show: Der frühere MDR-Unterhaltungs­­chef Udo Foht, der ab 1. September wegen Betrug, Untreue und Steuer­­hinterziehung vor Gericht steht, soll in der Show-Branche fast 1 Mio Euro gesammelt und veruntreut haben, schreibt die "Bild". Die Zeitung nennt einige anonyme Opfer, die ihm Geld auf angebliche Firmen­konten oder in bar gezahlt haben. Ein Medien­verlag habe Foht beispielsweise 20.000 Euro gegeben, damit dieser angeblich US-Star Gloria Gaynor für eine MDR-Preis­verleihung engagieren konnte.
bild.de (€), turi2.de (Background)

Prozess gegen Ex-MDR-Unterhaltungschef Udo Foht beginnt im September.

Elf Jahre später: In Leipzig beginnt am 1. September der Prozess gegen Ex-MDR-Unterhaltungs­chef Udo Foht, dem Betrug, Untreue und Steuer­hinterziehung vorgeworfen wird. 2011 kam ans Licht, dass der heute 71-Jährige in Geldschiebereien verwickelt sein soll. Der MDR hatte ihm daraufhin gekündigt. Der Prozess sollte eigentlich bereits 2018 losgehen, wurde dann aber abgesagt, weil Foht krank wurde.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Nena tritt im MDR auf.

Sie ist wieder da: Sängerin Nena ist gestern in der von Florian Silbereisen moderierten MDR-Sendung "Das große Schlager Comeback 2022" aufgetreten. Dabei handelt es sich um ihre erste TV-Performance, seitdem sie im letzten Jahr mit Verschwörungstheorie sympatisiert und Hygienemaßnahmen in Frage gestellt hat. Für ihren Auftritt erntet der Sender viel Kritik, eine Sprecherin erklärt: man habe Nena eingeladen, weil sie "die erfolgreichste Sängerin in der deutschen Musikgeschichte" sei.
t-online.de, turi2.de (Background)

“Das hat geschmerzt nach 25 Jahren” – Klaus Brinkbäumer über seinen Abgang beim “Spiegel” und seinen Weg zum MDR.


Entspiegelt: "Verblüffend kalt", nennt Klaus Brinkbäumer im turi2 Clubraum seinen Abgang beim "Spiegel" 2018. Der ehemalige Chefredakteur berichtet im Gespräch mit Aline von Drateln und Markus Trantow ganz offen über seine Trennung von dem Hamburger Nachrichten-Magazin und seine Neuerfindung als MDR-Programmdirektor in Leipzig. Die geht soweit, dass die "Spiegel"-App bei ihm inzwischen "vom Schirm gerutscht" ist – "ich habe sie wirklich nicht mehr genutzt", sagt Brinkbäumer. Auf die Frage, was er gern früher über den Job des Journalisten gewusst hätte, antwortet er: "Dass Journalistinnen und Journalisten, obwohl sie sich ja nun der Wahrheitssuche verschrieben haben, gar nicht zwingend integrer oder weniger verlogen sind als andere Menschen."

Nach der Trennung vom "Spiegel" 2018 zieht Brinkbäumer nach New York. "Bewusst, um Abstand zu nehmen", erzählt er heute. In seiner Zeit dort bekommt er einen Sohn, außerdem entstehen zwei Bücher, ein Film, sein Podcast "Ok, America?" und verschiedene Texte für "Zeit" und Zeit Online. Dabei hat er vor allem den Zustand der amerikanischen Medien und der Gesellschaft im Blick – und stellt fest, dass Medien wie Fox News die Spaltung sogar herbeiführen, weil sie von ihr profitieren: "Dass in Amerika öffentlich-rechtliche Medien fehlen bzw. nicht so finanziert sind, dass sie durchdringen können, ist Teil des amerikanischen Problems." In dieser Phase nimmt Brinkbäumer Kontakt zur ARD auf. "Das passte sofort", erinnert er sich. Diese Erfahrung habe auch seine Meinung über den Rundfunkbeitrag verändert. Früher habe er kritischer darüber geredet, inzwischen halte er die Öffentlich-Rechtlichen für "überlebenswichtig" für eine demokratische Gesellschaft.

In seiner Rolle als MDR-Programmdirektor fühlt er sich inzwischen gut angekommen – auch wenn es anfangs schwierig war, "in der Pandemie in ein Haus zu kommen, das wirklich völlig verwaist ist". Er sei am Anfang vielleicht sogar zu still gewesen, weil er er erst einmal habe verstehen müssen, was wie funktioniert. Inzwischen ist er aber "längst voll und ganz hier", sagt er und schwärmt von der jungen Literatur- und Theaterstadt Leipzig und dem Neuseenland, wo er gelegentlich mit dem Segelboot unterwegs ist. Er liest täglich die "Leipziger Volkszeitung" – die sei wirklich gut – und selbst für den RB Leipzig kann sich der eingefleischte St.-Pauli-Fan begeistern. Zu sächseln begonnen hat er jedoch bewusst nicht: "Diese wunderbaren Ausfärbungen der deutschen Sprache zu imitieren, sollte man sein lassen."

Um seine Rolle in dem "nicht unterkomplexen Gebilde" des MDR zu erklären, muss Brinkbäumer weiter ausholen. Wesentlich sei aber das Programm-Machen und das Entscheidungen-Treffen. Letzteres bezeichnet er selbst als ein Talent, das ihm der Leistungssport anerzogen habe: "Da muss man im Sekundentakt Entscheidungen treffen, und ich liebe das." Dass es beim MDR mehr Bürokratie gibt als bei einem Privatmedium wie dem "Spiegel", findet Brinkbäumer "schlicht angemessen": "Wir müssen mehr Rechenschaft ablegen, was wir mit dem Geld machen. Zu recht, denn es ist nicht unser Geld." Einige der Erfahrungen aus seiner "Spiegel"-Zeit kann er dennoch übertragen: "Dass wir die Kraft und Konzentration wirklich auf das eigentliche lenken und uns nicht verrückt machen sollten durch den ganzen Lärm drumherum." Darin unterscheide sich seine neue Arbeit gar nicht so sehr vom "Spiegel".

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist KNSK-Chefin Kim Alexandra Notz zu Gast.
turi2.tv (47-Min-Podcast auf YouTube), turi2clubraum.podigee.io, apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Heute im turi2 Clubraum: Klaus Brinkbäumer über TV und Transformations-Stress.


Kurs setzen: Klaus Brinkbäumer will den MDR investigativer machen und die Berichterstattung aus Osteuropa stärken. Im turi2 Clubraum spricht der Programmdirektor am Standort Leipzig und frühere "Spiegel"-Chefredakteur über seinen persönlichen Wandel vom Print-Journalisten zum TV-Mann. In den Themen der Woche sprechen turi2-Moderatorin Aline von Drateln und Chefredakteur Markus Trantow mit dem passionierten Segler u.a. über die neue OBS-Studie, wonach viele Medienschaffende unter der Transformation der Medien leiden. Außerdem geht es um neue Segelyachten und uneinsichtige US-Republikaner.

Der turi2 Clubraum diskutiert immer freitags die Themen der Woche. In den vergangenen Wochen waren AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf, Sofatutor-Gründer Stephan Bayer und ARD-Korrespondent Marcus Schuler zu Gast. Alle Termine und Links zu Live-Events und Podcasts gibt's auf turi2.de/clubraum.
clubhouse.com (live ab 12 Uhr), turi2clubraum.podigee.io (Podcast ab 18 Uhr)

Zitat: Frank-Walter Steinmeier hebt Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hervor.

"Wir brauchen auch in Zukunft starke öffentlich-rechtliche Sender, die ihrem Auftrag konsequent und auf hohem Niveau nachkommen können."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hebt beim Festakt zum 30. Jubiläum des MDR die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hervor: "Sie werden in einer Zeit der Krise sogar noch wichtiger."
infosat.de

MDR führt Hauptredaktionen Kultur und Junge Angebote unter Jana Cebulla zusammen.

Aus zwei mach eins: Beim MDR übernimmt Jana Cebulla, bisher Leiterin der Hauptredaktion Junge Angebote, zusätzlich die Leitung der Hauptredaktion Kultur. Der Sender will die beiden Abteilungen bis Ende 2022 zusammenführen. Zu den Jungen Angeboten gehören Bewegtbild- und Podcastproduktionen zum Beispiel für das Content-Netzwerk Funk und die Mediathek. Die Kulturredaktion verantwortet alle Kulturangebote online, im TV und im Hörfunk. Cebulla ist seit 2011 beim MDR angestellt und hat die Redaktion des Jugend-Radiosenders Sputnik geleitet, bis sie 2019 zur Hauptredaktionsleiterin aufgestiegen ist.
presseportal.de

MDR startet Podcast “Generation Zukunftsangst”.

MDR hat gemeinsam mit dem Masterstudiengang Journalismus der Universität Leipzig den Podcast "Generation Zukunftsangst" produziert. Die fünf Folgen richten sich an die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen und wollen aufzeigen, wie man konstruktiv mit Ängsten vor z.B. dem Klimawandel, Krankheiten und Krieg umgehen kann. Der Podcast ist ab sofort in der ARD Audiothek abrufbar.
presseportal.de, mdr.de

Zitat: Meinolf Ellers will in die Herzen und Köpfe der jüngeren Zielgruppe.

"Alle denken nach wie vor zu sehr im alten Sender-Empfänger-Schema. Das funktioniert nicht mehr. Ein Teil der Jüngeren weiß überhaupt nicht mehr, was die Nachrichten überhaupt mit ihrem Leben zu tun haben."

Meinolf Ellers von der DPA weist bei den Medientagen Mitteldeutschland darauf hin, dass es Veränderungen brauche, um !insbesondere die jüngeren Zielgruppen" zu erreichen. "Wir müssen in die Herzen und Köpfe kommen, ohne im permanenten Alarmmodus zu sein", sagt er.
mdr.de

Julia Krittian wird medienübergreifende Chefredakteurin für Informationsangebote des MDR.

Informativ: Der MDR übergibt die Leitung der senderweiten Informationsangebote an Julia Krittian, bisher Unternehmenssprecherin und Mitglied der MDR-Geschäftsleitung. Sie übernimmt damit die publizistische Gesamtverantwortung für die neu geschaffene "Chefredaktion Information und Innovation". Diese soll die digitalen Informationsangebote der drei Landesfunkhäuser mit der Programmdirektion Leipzig vernetzen.
presseportal.de

Marc Biskup wechselt von Storymachine zu Digitalagentur von MDR und ZDF.

Neue Story: Social-Media-Experte Marc Biskup verlässt die Agentur von Kai Diekmann Storymachine und steigt bei der Innovations- und Digitalagentur von MDR und ZDF (ida) ein. Der ehemalige "Bild"-Mann verantwortet künftig als Team Lead Innovation die Entwicklung innovativer Produkte und Formate im Medienkontext. Zuletzt war Biskup als Managing Editor bei Storymachine für die CEO- und Krisenkommunikation von DAX-Unternehmen zuständig, davor u.a. bei "Bild" und MDR.
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