MDR: Zusammenschluss von Drefa und MDR Werbung verzögert sich.

MDR lässt sich beim Zusammenschluss der beiden Töchter Drefa und MDR Werbung mehr Zeit als ursprünglich geplant, beobachtet Uwe Mantel. Der Sender wollte seine kommerziellen Aktivitäten bereits 2018 unter dem Dach der "MDR Media" zusammenführen. Nun sollen jedoch erst einmal die räumliche Voraussetzungen in Erfurt geschaffen werden, ein Zusammenschluss würde dann 2020 erfolgen, der Umzug 2021.
dwdl.de

ARD bringt Talkshows aus den Dritten ins Erste.


Prominenter palavern: Die ARD baut einen Talk-Sendeplatz am Dienstagabend und bringt vier Shows aus den dritten Programmen im Ersten unter, berichtet Joachim Huber. Als "Talk am Dienstagabend" laufen ab Herbst "3nach9" mit Judith Rakers (Foto) und Giovanni di Lorenzo, die "NDR Talk Show" mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt sowie vom WDR der "Kölner Treff" mit Bettina Böttinger. Der RBB steuert einen neuen Talk mit Eva-Maria Lemke und Jessy Wellmer bei.

Beim "Talk am Dienstag" bleibt der MDR mit seinem "Riverboat" außen vor – der Talk-Umzug ist damit eine rein westdeutsche Sache, merkt Huber an. Grund für den Umzug sei nicht nur der Erfolg der Talk-Formate, sondern auch die schwächelnde Akzeptanz für das erste Programm. Das Erste ist bereits erprobt im Formate-Transfer aus den Dritten: "Inas Nacht", "Extra 3", "Ladies Night" und Carolin Kebekus' "Pussy Terror TV" kamen nach der Bewährungsprobe im regionalen Umfeld ins bundesweite Programm. (Foto: Ingo Wagner / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

"Bild": Ex-MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich arbeitet jetzt für Russia Today.


Der Wolfgang und der Wladimir: Russlands Propaganda-Sender Russia Today gewinnt den früheren MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich als Lobbyisten, berichtet "Bild". Kenntemich soll dem Online-Sender RT Deutsch zu einer Sendelizenz im TV verhelfen. Beim MDR ging Kenntemich Ende 2011 in den Ruhestand, seitdem arbeitet er als Medienberater und als Honorar-Professor der Uni Leipzig.

"Bild"-Chefreporter Peter Tiede zitiert aus einer Mail Kenntemichs: Demnach sei er im Auftrag einer Anwaltskanzlei dabei, einen Beirat für RT Deutsch zu bilden. Deutschen Verhandlungspartnern biete er an, Russland könne Repressalien gegen die Deutsche Welle lockern, falls die Sendelizenz erteilt wird. Kenntemich, der früher selbst für "Bild" schrieb, äußert sich nicht. (Foto: Archivbild MDR / Montage: turi2)
"Bild", S. 2 (Paid)

MDR startet das Kinderradio MDR Tweens.


Ran an junge Ohren: Der MDR startet den neuen Radiosender MDR Tweens für Kinder zwischen acht und 13 Jahren. Sie können ihn im MDR-Sendegebiet via DAB+ und als Livestream hören. Es ist ein ganztägiges Radioprogramm. Herzstück ist die werktägliche Live-Sendung "MDR Tweens Live mit Chris" zwischen 16 und 18 Uhr mit Moderator Christopher Löwe.

Dazu kommen werktägliche Musik-Spezialsendungen, z.B. "Rock It" und "Pop-Tweens" und Sendungen zu Hobby– "Die Hobbyisten" und Wissen – "BissenWissen". Noch-Programmdirektorin Nathalie Wappler sagt, der Name Tweens leite sich von "between" ab und bezeichne die Zielgruppe, die zwischen zwei Phasen des Lebens stehe, nämlich Kindheit und Jugend.
infosat.de

"Horizont": MDR holt Katja Wildermuth als Nachfolgerin für Nathalie Wappler zurück.

MDR besetzt den Posten der Programmchefin für Kultur, Bildung, Wissen und Jugend in Halle mit Katja Wildermuth, schreibt "Horizont". Wildermuth kommt vom NDR Fernsehen, wo sie seit Dezember 2016 den Programmbereich Kultur und Dokumentation leitet. Es ist eine Rückkehr: Zuvor war sie bereits Vize-Programmchefin beim MDR. Wildermuth folgt im April auf Nathalie Wappler, die Direktorin des Schweizer Radio und Fernsehens wird.
horizont.net, turi2.de (Background Wildermuth), turi2.de (Background Wappler)

Zitat: Nathalie Wappler hätte sich mehr Veränderungen beim MDR gewünscht.

"Wenn du nach zwei Jahren spürst, dass sich auch in den nächsten drei Jahren viel weniger verändern wird als du es dir wünschen würdest, steigst du eben ab vom Pferd."

Nathalie Wappler, derzeit noch MDR-Programmdirektorin in Halle und künftig wohl Chefin des Schweizer Rundfunks, sagt zu Ulrike Simon, warum sie den MDR wieder verlässt.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

MDR reduziert eigene Nachrichten beim Jugendradio Sputnik auf ein Minimum.

Sputnik, Jugendsender des MDR, sendet eigenproduzierte Nachrichten nur noch werktags während der Morningshow zwischen 5 und 9 Uhr, berichtet flurfunk-dresden.de. Grund dafür seien Sparmaßnahmen. Der MDR wolle das Programm vermehrt mit "hintergründigen Inhalten und Einschätzungen" an die veränderte Mediennutzung der Zielgruppe anpassen.
flurfunk-dresden.de

Jörg Kachelmann gibt TV-Comeback beim MDR.

Jörg Kachelmann kehrt ins deutsche TV zurück. Ab 2019 moderiert er gemeinsam mit Kim Fisher die MDR-Talkshow "Riverboat". Bereits ab 1997 und zwischen 2007 und 2009 führte er durch die Show. Der Schritt überrascht: Nach seinem Prozess wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung, bei dem Kachelmann freigesprochen wurde, hatte sich der Moderator wiederholt kritisch zur ARD geäußert. Der MDR setzte bei "Riverboat" zuletzt wechselnde Moderatoren-Duos ein.
dwdl.de

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

TV-Tipp: "Der Absturz" zeigt den Aufstieg und Fall von Unister-Chef Thomas Wagner.

TV-Tipp: Die MDR-Doku Der Absturz (Das Erste, 22.45 Uhr) beleuchtet den Aufstieg und Fall von Internet-Unternehmer Thomas Wagner (Foto). Mit Portalen wie Ab-in-den-Urlaub.de und teils illegalen Methoden hat seine Firma Unister die Reisebranche aufgemischt. Mit einem dubiosen Geschäft wollte Wagner Unister vor der Insolvenz retten, auf dem Rückflug kam er ums Leben.
noz.de, daserste.de

"Süddeutsche": MDR beschäftigt den AfD-Liebling Uwe Steimle.

MDR beschäftigt mit dem Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steimle einen Wutbürger, schreibt Antonie Rietzschel. Steimle arbeitet seit Jahren für den MDR, hält die Öffentlich-Rechtlichen aber für Propagandamedien. Kanzlerin Merkel bezeichnet der AfD-Liebling als Marionette, Deutschland von den USA besetzt – das sagt Steimle im rechten Blatt "Junge Freiheit", der MDR stützt ihn.
"Süddeutsche Zeitung", S. 21 (Paid)

MDR will Studio-Vergabe einheitlich regeln.

MDR will die Vergabe von Studiokapazitäten neu regeln. Hintergrund ist die Kritik an einer Schalte mit einem AfD-Mann zu Russia Today – gesendet aus dem MDR-Studio Dresden. Der MDR hat die Vergabe von Studiokapazitäten an ausländische Sender, die nicht der Europäischen Rundfunkunion angehören, aktuell auf Eis gelegt, hört Matthias Meisner aus Senderkreisen. Karola Wille strebt nun eine einheitliche Regel an, die neben den Landesrundfunkanstalten der ARD auch für den Deutschlandfunk und das ZDF gelten soll. Einige Rundfunkräte fordern, nur Sendern mit unabhängiger Berichterstattung Studiokapazitäten einzuräumen.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

MDR fordert eine UKW-Lösung und investiert vorerst nicht in Sendetechnik.


Rundfunkrat rät zur Radio-Rettung: Der MDR investiert erst wieder in terrestrische Sendetechnik, wenn die UKW- Radioverbreitung "gesichert und die Rahmenbedingungen dafür geklärt sind". Der MDR sieht Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt und Politik in der Pflicht, zu regulieren. Betriebsdirektor Ulrich Liebenow und Intendantin Karola Wille haben den MDR-Rundfunkrat hinter sich. Radio dürfe nicht zum Spielball unternehmerischer Einzelinteressen werden, sagt der Vorsitzende Horst Saage.

Der Streit um die Antenne mündete Anfang April in der Drohung von Media Broadcast, die UKW-Versorgung abzuschalten. Stein des Anstoßes war die Diskussion über den Preis zwischen den Antennenbesitzern und den Sendernetzbetreibern.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zwei Journalisten sind von mutmaßlichen NPD-Anhängern verletzt worden.

NPD-Anhänger haben offenbar zwei freie Journalisten verprügelt und ihre Kamera geraubt, nachdem diese Aufnahmen vom Grundstück des Thüringer NPD-Chefs Thorsten Heise gemacht hatten. Der Staatsschutz ermittelt. Die beiden Tatverdächtigen demolierten das Auto der Journalisten und verletzten sie. Laut dem Anwalt der Opfer wurden dabei ein Baseballschläger, ein Messer, ein Schraubenschlüssel und Pfefferspray eingesetzt. Die Journalisten erstatteten Strafanzeige wegen Verdachts des schweren Raubes und eines versuchten Tötungsdelikts.
mdr.de, tagesspiegel.de, goettinger-tageblatt.de

BGH: MDR darf Filmaufnahmen aus Bio-Geflügelställen weiter zeigen.

MDR darf die Filmaufnahmen aus Bio-Geflügelställen weiter zeigen, entscheidet der Bundesgerichtshof und hebt damit das Urteil des OLG Hamburg auf. Erzeuger hatten gegen Aufnahmen in der Reportage "Wie billig kann Bio sein?"und einem Bericht bei "Fakt" geklagt. Der MDR hat die Aufnahmen kostenlos von Tierschützern bekommen, sie haben sie illegal beschafft. Die gezeigten Haltungsbedingungen sind legal. Der BGH begründet seine Entscheidung mit öffentlichem Interesse.
presseportal.de, spiegel.de

UKW-Radios werden vorerst nicht abgeschaltet, berichtet Radiowoche.de.

UKW-Abschaltung der Programme von u.a. MDR, NDR und Deutschlandradio am kommenden Mittwoch ist vorerst abgewendet und der Sendebetrieb für das 1. Halbjahr 2018 gesichert, schreibt Stephan Munder bei Radiowoche.de. Die Sendernetzbetreiber Uplink und Divicon hätten die Übergangsregelung der Ex-Telekom-Tochter Media Broadcast akzeptiert.
radiowoche.de, turi2.de (Background)

Media Broadcast droht UKW-Radios mit Abschaltung.


Sendepause: Vielen Radiosendern in Deutschland droht ab Mittwoch Stille im Äther, schreibt die "Welt". Grund dafür sei ein Streit über den Preis zwischen den Antennenbesitzern und den Sendernetzbetreibern. Die Ex-Telekom-Tochter Media Broadcast hat sich zwar bereiterklärt, die UKW-Radioprogramme u.a. vom Deutschlandradio, dem NDR und MDR bis Ende Juni weiterhin zu verbreiten, fordert aber eine explizite Beauftragung. Bisher sei diese nur von einem Viertel der 40 betroffenen Sender eingegangen. Nun setzt Media Broadcast ein Ultimatum: Wer sich bis Montag nicht gemeldet hat, wird am Mittwoch abgeschaltet.

Seit März 2016 gehört Media Broadcast zum Telekommunikations-Anbieter Freenet. Seitdem die Bundesnetzagentur 2016 eine Preisobergrenze für die Nutzung von UKW-Antennen festgelegt hat, sieht Media Broadcast für sich keine Zukunft mehr im UKW-Radio und hat seine Sendemasten und die Infrastruktur verkauft. Zwischen den neuen Besitzern und den alternativen Sendernetzbetreibern Uplink und Divicon gibt es bisher aber keine Einigung über den Preis für die Nutzung, weil die neuen Antennenbesitzer sich nicht mehr an die Preisgrenze gebunden fühlen. (Foto: Picture Alliance / Hans Ringhofer)
welt.de

AfD-Politiker schimpft bei RT über den Islam – zugeschaltet aus dem MDR-Studio.

MDR leistet dem russischen Sender RT Produktionshilfe. Der sächsische AfD-Politiker Maximilian Krah wettert im internationalen Kreml-Kanal über den Islam und lässt sich dafür aus dem MDR-Studio Dresden zuschalten. Der MDR sagt, "Wir sind dazu verpflichtet". Die MDR-Tochterfirma MCS Sachsen agiere nur als technischer Dienstleister, so wie bei Anfragen anderer EBU-Sender auch. RT ist jedoch kein EBU-Mitglied.
tagesspiegel.de

Zitat: Karola Wille bietet Verlagen Unterstützung beim Leistungsschutzrecht an.

"Ich denke, dass beispielsweise das Leistungsschutzrecht, das auf europäischer Ebene gerade diskutiert wird, ein Thema ist, bei dem wir die Verlage unterstützen können."

Die Noch-ARD-Vorsitzende Karola Wille schlägt zu Weihnachten gegenüber den Verlegern versöhnliche Töne an. Ihr Ziel sei, den Streit mit den Verlegern zu beenden.
fnp.de

Weiteres Zitat von Wille:
"Die Online-Werbung fließt an die Technologie-Giganten. Hinzu kommt, dass es eine Netzwerk-Ökonomie gibt, die unerbittlich ist und diese Unternehmen immer stärker macht. Das sehen wir natürlich auch."

Zitat: Karola Wille setzt gegen Verschwörungstheorien auf mehr Transparenz.

"Um den Positionen der AfD den Boden zu entziehen, ist Transparenz in der journalistischen Arbeit überaus wichtig. Sich zu öffnen in dem, was man tut, und zu erklären, wie Journalismus funktioniert."

Karola Wille will mit mehr Transparenz Verschwörungstheorien widerlegen, sagt die ARD-Vorsitzende im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
sueddeutsche.de

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Wir müssen klarmachen, was wir der Gesellschaft und dem Einzelnen bringen."

Über die "Staatsfunk"-Debatte:
"Ich habe den Staatsfunk in der DDR selbst kennengelernt. Man muss begreifen, was das heißt, Staatsfunk: personell, strukturell, finanziell und inhaltlich ein Mechanismus, der dafür Sorge trägt, dass man aus den Medien nur das erhält, was mit einer Staats- oder Parteilinie konform ist, alles andere wird ausgeblendet."

MDR-Intendantin Karola Wille will Verleger unterstützen.

MDR-Intendantin Karola Wille geht auf die Verleger zu, schreibt Joachim Huber. Bei einer medienpolitischen Rede in Berlin nennt sie die teils "dramatischen Umsatzrückgänge im Zeitungswesen" eine "Gefahr für den demokratischen Diskurs". Wille wirbt für eine "strategische Partnerschaft" und will die Verlage dort unterstützen, "wo es um die wirtschaftlichen Grundlagen für Qualitätsjournalismus geht", z.B. beim Leistungsschutzrecht. Sie betont aber auch: "Der Grund für die teilweise erdrutschartigen Veränderungen sind nicht wir."
tagesspiegel.de

Deutschlandfunk: MDR-Sportjournalisten werden zu Sportveranstaltern.

Sportjournalismus: MDR-Journalisten René Kindermann und Torsten Püschel werden von Sportjournalisten zu Sportveranstaltern, berichtet Medienjournalist Daniel Bouhs. Kindermann und Püschel organisieren einen Skilanglauf-Weltcup in Dresden mit. Der MDR weiß von dem Engagement Bescheid und sieht keinen Grund, die beiden von Projekten abzuziehen.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)

Video-Tipp: "Zapp" berichtet über die Weitergabe von ungesendetem Bildmaterial von den G20-Protesten an die Polizei.

Video-Tipp: "Zapp" fragt bei den Medien nach, ob sie ungesendetes Bildmaterial von den G20-Krawallen an die Polizei weitergegeben haben. Die Sonderkommission "Schwarzer Block" habe Anfragen an die Medienhäuser verschickt, das Material freiwillig herauszugeben. Inzwischen sei eine "mittlere dreistellige Zahl von Gigabyte" bei der Polizei eingegangen, ergibt eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.
ndr.de

MDR-Werbung führt Überschuss von 5,6 Mio Euro an den MDR ab.

MDR-Werbung steigert den Überschuss 2016 um 6 % auf rund 5,6 Mio Euro und führt ihn komplett an den MDR ab. Der Gesamtumsatz steigt um 4 % auf rund 34,4 Mio Euro, obwohl der Umsatz beim Verkauf von Hörfunkspots leicht sinkt. Das Geld ist Mitte September geflossen. Für 2017 erwartet MDR-Werbung einen Umsatz- und Überschuss-Rückgang.
new-business.de (Vorabmeldung), "New Business" 46/2017, S. 25 (Paid), turi2.de (Background)