Sebastian Fitzek wird “Riverboat”-Moderator.

RBB-Thriller: Bestseller-Autor Sebastian Fitzek heuert als Moderator der TV-Show Riverboat an, berichtet der "Tagesspiegel". Konkret soll Fitzek gemeinsam mit der bisherigen Moderatorin Kim Fisher den Ableger "Riverboat Berlin" präsentieren, der vom RBB produziert und am 15. Oktober zum ersten Mal ausgestrahlt wird. Bei den vom MDR produzierten Sendungen aus Leipzig bleibt es beim Moderations-Duo Fisher und Jörg Kachelmann.
tagesspiegel.de, rnd.de, turi2.de (Background)

MDR: Wegretuschiertes “Bild”-Logo war “Entscheidung einer einzelnen Person”.

MDR entschuldigt sich im "Sachsenspiegel" nochmals für das wegretuschierte "Bild"-Logo auf einem Mikrofon. Inzwischen spricht der Sender nicht mehr von "ästhetischen Gründen" als Motiv, sondern von der "Entscheidung einer einzelnen Person, die den Beitrag redaktionell erstellt hat". Man habe den Beitrag nun korrigiert.
bild.de, turi2.de (Background)


MDR retuschiert “Bild”-Logo von Mikrofon.

Wisch und weg: Der MDR hat in seinem "Sachsenspiegel" am Donnerstagabend ein "Bild"-Logo von einem Mikrofon wegretuschiert. "Bild"-Meinungschef Filipp Piatov twitterte zwei Aufnahmen eines Interviews, bei dem mehrere Kamerateams vor Ort waren: In einer ist das "Bild"-Logo auf dem Mikro zu sehen, in der anderen nicht. Die Zeitung wirft dem Sender vor, aus ideologischen Gründen gehandelt zu haben. Der MDR bestätigt die Bearbeitung und nennt "ästhetische Gründe" als Motiv, entschuldigt sich aber gleichzeitig und will den Fall "konsequent" aufarbeiten.

"Bild"-Politikchef Jan Schäfer sagt, die Aktion sei an "Dreistigkeit nicht zu überbieten" und verstoße gegen den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Medienjournalist Daniel Bouhs berichtet, viele Kolleginnen aus MDR und ARD seien fassungslos angesichts der Manipulation. Der Fall stehe weder für den MDR noch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. (Screenshot: Daniel Bouhs)
dwdl.de, bild.de, twitter.com/daniel_bouhs (Bestätigung MDR), twitter.com/fpiatov ("Bild")

Nora Tschirner hört als “Tatort”-Kommissarin auf.

Außer Dienst: Auch Nora Tschirner wird nicht mehr als Weimarer "Tatort"-Kommissarin auf den Bildschirm zurückkehren, melden DWDL und die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Tschirners Kommissar-Kollege Christian Ulmen hat sich bereits verabschiedet. Der MDR kündigt an, dass es auch künftig einen Krimi aus Thüringen geben soll. Der letzte Fall mit Tschirner und Ulmen lief schon zum Jahreswechsel.
dwdl.de, waz.de

MDR startet TikTok-Kanal “Wahrscheinlich peinlich”.

Aufklärung in 60 Sekunden: MDR Wissen macht auf Dr. Sommer und startet auf TikTok den Aufklärungs-Kanal Wahrscheinlich Peinlich. Thema ist alles rund um Liebe und Sex – von Flirt-Tipps bis zur ersten Periode. Hinter dem Kanal stehen zehn Volontärinnen des Senders, aktuell gibt es Kurz-Videos von Viktoria Schackow und Philipp Dubbert zu sehen.
tiktok.com (Kanal "Wahrscheinlich peinlich"), dwdl.de

MDR und RBB sichern sich Senderechte an der Fußball-Regionalliga Nordost.

Sport frei: MDR und RBB zeigen die Regionalliga Nordost auch in den kommenden vier Spielzeiten im Fernsehen. SportA, die Sport-Rechteagentur von ARD und ZDF, konnte sich mit Ostsport TV, dem künftigen Produzenten aller Spiele, auf einen langfristigen Vertrag bis zur Saison 2024/25 einigen. Der MDR kann so auch weiter u.a. Livespiele über seine Marke "Sport im Osten" senden.
presseportal.de

Wir graturilieren: Matthias Montag​ wird 47.


Wir graturilieren: Matthias Montag, Geschäftsführer der Innovations- und Digitalagentur ida von MDR und ZDF, wird heute 47 Jahre alt. Er verbringt seinen Geburtstag in "Stille und Ruhe auf unserem Hof vor den Toren Leipzigs", bevor er abends mit der Familie essen geht. Montag blickt auf ein "wirklich außergewöhnliches Jahr" zurück, in dem ihn besonders die ida-Gründung geprägt hat. Besonders zu schätzen weiß er zwischen Remote-Recruiting und Team-Building "die wirklich großartigen Menschen, die das kleine Unternehmen gewinnen konnte".

Montag hat sich im abgelaufenen Jahr eher wenig geärgert, sondern mit Sorge "die schwindende Dialog- und Diskursfähigkeit" vieler Menschen betrachtet. Im kommenden Jahr freut er sich auf "hoffentlich mehr persönliche Begegnungen" und darauf, einige der schon "ewig währenden" Pläne auf seinem Hof umsetzen zu können. Auch in der Digitalagentur sollen viele "kluge Ideen" kommen. Über Geburtstagsgrüße und ein "Hallo" freut sich Montag über Linked-in oder Twitter – noch mehr freuen würde ihn aber "eine kleine Spende an eine Organisation der Flüchtlingshilfe".

Daniela Mussgiller wird Fiction-Chefin beim MDR.

Aus N mach M: Der MDR macht Daniela Mussgiller ab Oktober zur Chefin der Hauptredaktion Fernsehfilm, Serie und Kinder. Die 47-Jährige kommt vom NDR, wo sie Vize-Leiterin der Abteilung Film, Familie und Serie ist. Sie ersetzt Jana Brandt, die seit Jahresbeginn die MDR-Programmdirektion in Halle lenkt. Seither verantwortet der Leipziger Programmdirektor Klaus Brinkbäumer ihre alte Abteilung kommissarisch.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Alexander Bickel kümmert sich führend um ARD-Serien im Hauptabendprogramm.

ARD macht Alexander Bickel zum Leiter der "Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm". Er löst die langjährige Vorsitzende Jana Brandt ab, die als Programmdirektorin zum MDR geht. Bickel leitet seit 2019 den WDR-Programmbereich Fiktion und war zuvor stellvertretender Leiter der Hauptredaktion Fernsehfilm-Serie II beim ZDF.
presseportal.de, turi2.de (Background Brandt)

Klaus Brinkbäumer will Auslandsberichterstattung des MDR ausbauen.

Will weiter weg: MDR-Programmdirektor Klaus Brinkbäumer möchte mehr aus dem Ausland berichten. Der Sender sehe seinen Schwerpunkt vor allem in Osteuropa, sagt er der "Leipziger Volkszeitung". Er wolle "stärker in Warschau oder Moskau" präsent sein und trotz "knapper Kassen" auch Investigativrecherchen fördern. Dem MDR fehlten durch die ausbleibende Beitragserhöhung jährlich 20 Mio Euro, "wehklagen" werde er deswegen nicht.
lvz.de (Paid) via rnd.de

Streaming-Tipp: MDR zeigt erstmals verbotenen Defa-Film aus den 60ern.

Streaming-Tipp: Der MDR zeigt erstmals den DEFA-Film Fräulein Schmetterling, der wegen "grober Verfälschung des Lebens in der DDR" vom Zentralkommittee eingemottet wurde. Ab 22 Uhr ist das "Gegenwartsmärchen" von 1965 eine Woche lang in der Mediathek abrufbar, die TV-Ausstrahlung erfolgt in der Nacht auf den 26. Juni um 0 Uhr. Die Rekonstruktion des Werkes, das auch heimliche Doku-Aufnahmen zeigt, vollzieht zudem das MDR-Magazin "Artour" ab 22.10 Uhr nach.
ardmediathek.de (65-Min-Film), presseportal.de

Zitat: Klaus Brinkbäumer lobt den MDR in Abgrenzung zu alten Arbeitgebern.

"Wenn Karola Wille Ihnen etwas zusagt, dann wissen Sie, das wird genauso und pünktlich geschehen. Das war in meiner beruflichen Vergangenheit nicht immer und nicht überall so."

Ex-"Spiegel"-Chefredakteur und Neu-MDR-Programmchef Klaus Brinkbäumer stellt im Gespräch mit DWDL die Verlässlichkeit bei der Rundfunkanstalt heraus.
dwdl.de, turi2.de (Background)

RBB steigt ab Herbst bei “Riverboat” ein.

Geht an Board: Der RBB wird ab Herbst Teil der MDR-Sendung Riverboat. Beide Sender sollen die Talk-Runde ab dem 15. Oktober im wöchentlichen Wechsel produzieren und zeitgleich ab 22 Uhr ausstrahlen. MDR-Intendantin Karola Wille spricht von einer Stärkung der "Riverboat"-Marke sowie einer Schaffung "wichtiger Synergien für digitale Entwicklungen". Die freitägliche RBB-"Abendshow" auf dem künftigen "Riverboat"-Sendeplatz mit Ingmar Stadelmann und der Talk Hier spricht Berlin erhalten hingegen keine Fortsetzung.
dwdl.de

Protest-Aktionen beim BR, MDR und SWR: Klima-Aktivistinnen fordern mehr Klima-Berichterstattung.


Klima-Klagen: Aktivistinnen der Klima-Bewegung Extinction Rebellion haben am Donnerstag vor mehreren Medienhäusern unter dem Motto "Klimakrise auf die Titelseiten" gegen die aus ihrer Sicht unzureichende Klima-Berichterstattung protestiert. Beim BR haben sich drei Menschen im Eingangsbereich an einen Tisch angekettet, zwei Männer haben jeweils eine ihrer Hände mit Sekundenkleber am Empfangstresen festgeklebt. Ein Sprecher des Senders sagt, man habe in persönlichen Gesprächen vor Ort deutlich gemacht, dass man das Anliegen der Protestierenden ernst nehme.

Vor dem Gebäude des MDR ist in Leipzig ein verhülltes Denkmal aufgestellt worden, auch vor dem SWR in Stuttgart sind laut Senderangaben "rund ein Dutzend" Anhängerinnen der Bewegung zusammengekommen. In Hamburg haben Aktivistinnen mit freiem Oberkörper vor den Verlagshäusern von Gruner + Jahr und dem "Spiegel" sowie dem Hamburger ZDF-Büro demonstriert, vor der Bauer Media Group haben sich oberkörperfreie Demonstrantinnen an die Backsteinfassade geklebt. In München sollen zudem einige Zeitungsverkaufskästen mit Plakaten überklebt worden sein.
br.de, swr.de, tz.de, welt.de, mopo.de, Foto: picture alliance/dpa, Sven Hoppe

MDR und Uni Halle-Wittenberg erforschen Wirkung gendersensibler Sprache in Radio-News.

Werte Hörerinnen: Das Nachrichtenradio MDR Aktuell und die Uni Halle-Wittenberg forschen gemeinsam, wie sich gendersensibles Sprechen auf das Verständnis von Nachrichten auswirkt. Für das Projekt werden Testsendungen mit drei Varianten produziert: im generischen Maskulinum, mit der gendersensiblen Variante der Paarform und mit Gender-Gap. Mit Ergebnissen rechnet der MDR 2022. Redaktionsleiter Mike Heerdegen-Simonsen sagt: "Wir sind sehr oft mit Forderungen nach gendergerechten Nachrichten konfrontiert. Auf der anderen Seite kennen wir die heftige Kritik auch am MDR, wann immer der Gender-Gap zu hören ist."
presseportal.de

ARD und ZDF begleiten Leipziger Buchmesse mit Live-Übertragungen.

Leipziger Buchmesse: ARD und ZDF begleiten die weitgehend digitale Bücher-Schau online vom 27. bis 30. Mai mit Lesungen und Talk-Runden. Im Ersten lesen 50 Autorinnen im Livestream, darunter Sophie Passmann (Foto), Mithu Sanyal und Literaturkritiker Denis Scheck. Das ZDF lädt noch einmal fast genauso viele Schreiberinnen zum Gespräch auf's blaue Sofa, wie Thea Dorn und Wolfgang Schäuble. Einige Lesungen in Leipzig können mit Publikum unter freiem Himmel stattfinden.
mdr.de , presseportal.de (ARD), zdf.de

Ost-Aufstrich Nudossi triumphiert dank Palmöl-Verzicht auch im Westen.

Nutella des Ostens: Die DDR-Marke Nudossi mausert sich auch im Westen zum ernsthaften Konkurrenten des italienischen Originals – nicht zuletzt durch den Verzicht auf Palmöl. "Greta Thunberg ist unsere wichtigste Markenbotschafterin", scherzt Seniorchef Karl-Heinz Hartmann im "Handelsblatt". Ende der 1990er Jahre hat er dem MDR die Marken­rechte abgekauft, die sich die ARD-Anstalt für eine Kindersendung gesichert hatte.
handelsblatt.com (Paid)

MDR gewinnt Glyphosat-Rechtsstreit.

MDR gewinnt den Rechtsstreit gegen das Bundesinstitut für Risikobewertung um die Veröffentlichung eines Gutachtens über das Pflanzengift Glyphosat. Der Sender hat 2015 in "Fakt" darüber berichtet und dem Institut vorgeworfen, Informationen über das mögliche Krebsrisiko von Glyphosat nicht zu benennen. Das OLG Köln weist die Klage ab und folgt damit vorangegangenen Entscheidungen des EuGH und BGH, in denen das öffentliche Interesse ebenfalls höheres Gewicht als das Urheberrecht hat.
presseportal.de

DJV macht gegen MDR-Staatsvertrag mobil.

MDR-Staatsvertrag: Der DJV beklagt, dass freie Mitarbeiter*innen nicht betrieblich mitbestimmen können. Das liegt an einer Änderung des Vertrags, die laut Verband nachträglich eingebaut wurde. DJV-Vorsitzender Frank Überall sagt, so werde eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gefestigt. Der Vertrag muss noch von den Landtagen ratifiziert werden. Überall hat den drei betroffenen Ministerpräsidenten geschrieben.
sueddeutsche.de

Thüringer CDU droht mit Kündigung des MDR-Staatsvertrags.

Rundfunk-Streit: Die Thüringer CDU-Fraktion bezeichnet eine Kündigung des MDR-Staatsvertrags als die "Ultima Ratio", wenn es nicht zu einer anderen Ressourcen-Verteilung zwischen den MDR-Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kommt. Man müsse "letztendlich auch ein Druckmittel haben", sagte der CDU-Abgeordnete Jörg Kellner. Der Freistaat fühlt sich schon seit Jahren vom MDR ungerecht behandelt, etwa weil in Sachsen mehr MDR-Personal arbeitet.
"FAZ", S. 16 (Paid), deutschlandfunk.de

turi2 edition #13: Julia Krittian über Medien und den gesellschaftlichen Diskurs.


Journalismus in Krisen-Zeiten: Julia Krittian, Unternehmenssprecherin des MDR, ist besorgt, weil im vergangenen Jahr Verschwörungstheorien und der Glaube daran “eine neue Dimension” erreicht haben. Medien sollten Räume für Dialog öffnen und so “die Basis für den gesellschaftlichen Diskurs” sichern, schreibt sie in ihrem Gastbeitrag in der turi2 edition #13. Sie können den Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

MDR stoppt vorerst die geplante Kulturplattform der ARD.

ARDKulturlos: Die Pläne für eine gemeinsame Kulturplattform der ARD sind derzeit gestoppt, schreibt DWDL. Grund sei, dass der Rundfunkbeitrag nicht wie ursprünglich geplant erhöht wurde. Pikant: Der Sitz der neuen Plattform sollte eigentlich in Sachsen-Anhalt sein. Das Bundesland sorgte mit seiner Nicht-Ratifizierung des neuen Rundfunkstaatsvertrags für die zumindest vorübergehende Nicht-Erhöhung des Rundfunkbeitrags.
dwdl.de, turi2.de (Background)

MDR hält neuen Staatsvertrag für verfassungswidrig.


Neuer Rundfunkstreit? Der MDR bezeichnet einen Teil des neuen Staatsvertragsentwurfs als verfassungswidrig, weil er mit der "Gewährleistung der Rundfunkfreiheit des MDR nicht vereinbar ist", sagt Chefjurist Jens-Ole Schröder. Konkret geht es um die Verteilung der Regionaleffekte, die schon früher ein Streitpunkt war. Die Intendanz habe "im Rahmen des Möglichen darauf hinzuwirken, dass den Ländern ihre Anteile an den Einnahmen des MDR mittelfristig zu Gute kommen", heißt es im Text des Staatsvertrags. Auch die Möglichkeit der Länder, Rechtsvertreter*innen zu Verwaltungsratssitzungen zu schicken, kritisiert Schröder. Er lässt offen, ob der MDR gegen den Vertrag klagen werde.

Ein vom Sender in Auftrag gegebenes Gutachten von Verfassungsrechtler Dieter Dörr bestärkt die Perspektive des MDR. Der Staatsvertrag wurde allerdings schon im Vorfeld in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt auf Gesetzeskonformität geprüft. Auch der MDR hatte in einer Stellungnahme zum Entwurf aus dem Dezember keinerlei Bedenken geäußert. Alle drei Länderchefs haben den Entwurf bereits unterzeichnet. Er wird derzeit in den Parlamenten diskutiert.
faz.net (Paid)

MDR-Intendantin Karola Wille will mehr Personalrotation in der ARD.

MDR: Intendantin Karola Wille wünscht sich in ihrem "Zeit"-Gastbeitrag mehr Rotation der ARD-Mitarbeiter*innen. Sie bedauert zwar, dass mit Kika nur eine von 50 Gemeinschaftseinrichtungen der ARD im MDR-Gebiet angesiedelt ist, merkt aber an, dass sich dies nicht "von heute auf morgen" ändern lasse. Die Perspektive des Ostens sieht sie in ARD wie MDR gut vertreten: 82 % der MDR-Führungskräfte kämen derzeit aus dem Osten.
"Zeit im Osten" 4/2021, S. 20 (Paid), zeit.de (Zusammenfassung)

MDR Fernsehen erreicht laut Jahresbericht mit 9,9 % Marktanteil neuen Bestwert.

MDR schafft es mit seinem TV-Angebot in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf einen Marktanteil von 9,9 % - ein Bestwert laut Jahresbericht des Senders. Besonders Informationsangebote liegen im Trend, "MDR Aktuell" erreicht etwa einen Marktanteil von 23,4 %. Das MDR-Online-Angebot verbucht mit 430 Mio fast doppelt so viele Visits wie im Vorjahr. Auch die Zahl der Videoabrufe von MDR-Content in der ARD-Mediathek ist um fast 50 % auf 90 Mio gestiegen.
per Mail

Lese-Tipp: Karola Wille über durch Brinkbäumer-Personalie ausgelöste Ost-West-Debatte.

Lese-Tipp: MDR-Intendantin Karola Wille spricht im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über die Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen – die Entscheidung Haseloffs sei für sie ein "bitterer Moment" gewesen, weil sie "Überzeugungsarbeit mit Leidenschaft betrieben" hat und seit Jahren in Gesprächen dazu sei. Dass sich an der Personalie Brinkbäumer eine Ost-West-Debatte entzündet, zeigt laut Wille, "wie weit wir noch von der Realität eines geeinten Deutschlands entfernt sind".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Klaus Brinkbäumer und Jana Brandt werden Programmchefs des MDR.

MDR: Der Rundfunkrat winkt die Vorschläge von Intendantin Karola Wille durch und wählt Klaus Brinkbäumer und Jana Brandt zu Programmchefs. Brinkbäumer übernimmt am Standort Leipzig – seine Amtszeit läuft bis Anfang 2026. Er war zuletzt Autor für "Zeit" und "Tagesspiegel", bis 2018 war er Chefredakteur des "Spiegel". Jana Brandt, die am Standort Halle übernimmt, ist seit 1999 beim MDR und leitet dort die Hauptredaktion Fernsehfilm, Serie und Kinder. Unter ihrer Leitung sind Filme wie Nackt unter Wölfen und Der Turm entstanden.
lvz.de, presseportal.de (Brinkbäumer), presseportal.de (Brandt), turi2.de (Background)

Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer soll MDR-Programmdirektor werden.

Von New York nach LE: Der MDR holt Ex-"Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer als Programmchef nach Leipzig, berichtet zuerst Ulrike Simon bei "Horizont". Eine Sendersprecherin bestätigt auch dem "Spiegel", dass Intendantin Karola Wille Brinkbäumer für den Posten vorschlagen will. Entscheiden muss der Rundfunkrat, der am Montag tagt. Sollte Brinkbäumer gewählt werden, wovon Simon ausgeht, werde er seinen neuen Job bereits am 15. Januar 2021 antreten. Er folgt auf Wolf-Dieter Jacobi, der den MDR im Sommer überraschend verlassen hat. Auch Leitung der Programmdirektion in Halle wird neu besetzt: Die bisherige MDR-Fernsehspielchefin Jana Brandt übernimmt für Katja Wildermuth, die Intendantin des Bayerischen Rundfunks wird.

Mit Brinkbäumer holt sich Wille "ein Renommee und eine publizistische Kraft" ins Haus, "die kaum einer dem MDR je zugetraut hätte", schreibt Simon. Nach seiner Demission als "Spiegel"-Chefredakteur 2018 hat Brinkbäumer gut zwei Jahre in den USA gelebt, erst Ende September ist er nach Deutschland zurückgekehrt. Spuren in der ARD hat er zuletzt als Co-Autor der TV-Doku Im Wahn – Trump und die Amerikanische Katastrophe hinterlassen, die er zusammen mit Stephan Lamby produziert hat. In Folge war Brinkbäumer als USA-Experte regelmäßiger Gast in Talkshows und Hörfunksendungen. (Foto: Eventpress / Picture Alliance)
horizont.net (Paid), spiegel.de

MDR vergibt Sendezeit an freie Künstler*innen.

MDR vergibt "Freie Sendezeit für freie Künstlerinnen und Künstler". Aus mehr als 350 Bewerbungen hat der MDR 15 Kulturschaffende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ausgewählt, die zwischen dem 21. und 27.11. jeweils fünf Minuten Sendezeit im MDR Fernsehen bekommen, um ihre Projekte zu präsentieren. Für ihre Produktion stellt der Sender insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung.
dwdl.de, rnd.de, mdr.de

MDR und ZDF planen mehr Angebote für Kinder im Netz.

MDR und ZDF wollen über ihre gemeinsame Digitalagentur Ida mehr Inhalte und Bildungsangebote für Kinder ins Netz bringen. Dazu eröffnen die Partner nach Leipzig einen zweiten Standort in Erfurt, wo auch der Kika sitzt. In Q1 2021 soll zudem eine Denkfabrik folgen, in der sich verschiedene Gruppen vernetzen können, u.a. Sender, Verlage oder Spielzeughersteller.
mz-web.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

MDR, SLM und Sachsen starten Initiative gegen Hass im Netz.

MDR startet gemeinsam mit der sächsischen Staats­regierung und Landes­medien­anstalt SLM eine Initiative gegen Hass­kommentare im Internet. Ziel der Aktion ist es, strafrechtlich relevante Online- oder Social-Media-Kommentare konsequenter strafrechtlich zu verfolgen. Drohungen für Leib und Leben oder verfassungs­feindliche Symbolik können künftig direkt bei einer zentralen Anlaufstelle der sächsischen General­staatsanwalt­schaft gemeldet werden. Ähnliche Initiativen sind auch mit Thüringen und Sachsen-Anhalt geplant.
mdr.de

NDR und MDR tauschen die Verantwortung für Info- und Oldie-Nachtprogramm im Radio.

NDR verantwortet ab Januar 2021 die ARD Infonacht, das gemeinsame Nachtprogramm der Info­radios, die bisher der MDR in Halle produziert. Ab Mitte 2021 sendet die "Infonacht" aus dem crossmedialen NDR-Nachrichten­haus in Hamburg-Lokstedt, wo auch ARD-aktuell angesiedelt ist. Der MDR produziert im Gegenzug künftig die ARD-Hitnacht, das Oldie-Nachtprogramm, das bisher vom NDR kommt.
radiowoche.de, ndr.de

Video-Tipp: Frank Krause analysiert den “Schlager- und Ostalgie”-Sender MDR.

Video-Tipp: Frank Krause untersucht in einem launigen 8-Min-Beitrag den "Schlager- und Ostalgie"-Sender MDR. Der hatte zwar unter Intendant Udo Reiter mit etlichen verschwundenen Millionen zu kämpfen, kann sich aber auch auf die Fahnen schreiben, Florian Silbereisen entdeckt zu haben. Den Zuschauern gefällt's: Der MDR ist das erfolgreichste dritte Programm im Osten und schlägt dort quotenmäßig sogar RTL und Sat.1.
youtube.com (8-Min-Video)

Meinung: Björn Höcke gibt sich im MDR-Sommerinterview “glitschig wie ein Stück Seife”.

MDR-Sommerinterview: Björn Höcke, AfD-Chef von Thüringen, "entglitscht" im Gespräch mit Moderator Lars Sänger "wie ein Stück Seife in der Wanne", beobachtet der "Spiegel". Sänger, der laut "Süddeutscher Zeitung" das Interview "höflich, aber nicht servil" führte, ließ Höcke etwa vor laufender Kamera ausbreiten, "Corona sei vorbei und werde nicht wiederkommen". Insgesamt habe der Moderator aber "gut vorbereitet" gewirkt, urteilt der "Stern" - "es wäre unfair, dem MDR vorzuwerfen, dass das Interview zahm verlief".
spiegel.de, sueddeutsche.de, stern.de

ARD pocht auf Ausfallfonds für Filmwirtschaft.

ARD unterstützt die Forderung nach einem staatlichen Ausfallfonds für Produktionsfirmen, teilt MDR-Intendantin und ARD-Filmintendantin Karola Wille mit. Es müsse "gelingen, die Vielfalt und Kreativität der deutschen Produktionslandschaft zu erhalten". Die ARD kündigt an, statt bis Ende Juli bis Ende August 50 % der durch Corona entstehenden Mehrkosten bei ihren Produzent*innen zu übernehmen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Tom Buhrow sieht bei der Standortwahl der ARD-Kulturplattform keine Taktik.

ARD: Halle an der Saale als favorisierter Standort für die neue senderübergreifende Kulturplattform hat "keine taktischen Überlegungen", sagt Tom Buhrow im Deutschlandfunk-Interview. "Laute politische Forderungen haben es uns eher schwerer gemacht", sagt der ARD-Vorsitzende. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat sich bei der Erhöhung des Rundfunkbeitrags enthalten und kritisiert, dass sich kaum gemeinsame ARD-Einrichtungen in Ostdeutschland befänden.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)