MDR gewinnt Glyphosat-Rechtsstreit.

MDR gewinnt den Rechtsstreit gegen das Bundesinstitut für Risikobewertung um die Veröffentlichung eines Gutachtens über das Pflanzengift Glyphosat. Der Sender hat 2015 in "Fakt" darüber berichtet und dem Institut vorgeworfen, Informationen über das mögliche Krebsrisiko von Glyphosat nicht zu benennen. Das OLG Köln weist die Klage ab und folgt damit vorangegangenen Entscheidungen des EuGH und BGH, in denen das öffentliche Interesse ebenfalls höheres Gewicht als das Urheberrecht hat.
presseportal.de

DJV macht gegen MDR-Staatsvertrag mobil.

MDR-Staatsvertrag: Der DJV beklagt, dass freie Mitarbeiter*innen nicht betrieblich mitbestimmen können. Das liegt an einer Änderung des Vertrags, die laut Verband nachträglich eingebaut wurde. DJV-Vorsitzender Frank Überall sagt, so werde eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gefestigt. Der Vertrag muss noch von den Landtagen ratifiziert werden. Überall hat den drei betroffenen Ministerpräsidenten geschrieben.
sueddeutsche.de

Thüringer CDU droht mit Kündigung des MDR-Staatsvertrags.

Rundfunk-Streit: Die Thüringer CDU-Fraktion bezeichnet eine Kündigung des MDR-Staatsvertrags als die "Ultima Ratio", wenn es nicht zu einer anderen Ressourcen-Verteilung zwischen den MDR-Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kommt. Man müsse "letztendlich auch ein Druckmittel haben", sagte der CDU-Abgeordnete Jörg Kellner. Der Freistaat fühlt sich schon seit Jahren vom MDR ungerecht behandelt, etwa weil in Sachsen mehr MDR-Personal arbeitet.
"FAZ", S. 16 (Paid), deutschlandfunk.de

turi2 edition #13: Julia Krittian über Medien und den gesellschaftlichen Diskurs.


Journalismus in Krisen-Zeiten: Julia Krittian, Unternehmenssprecherin des MDR, ist besorgt, weil im vergangenen Jahr Verschwörungstheorien und der Glaube daran “eine neue Dimension” erreicht haben. Medien sollten Räume für Dialog öffnen und so “die Basis für den gesellschaftlichen Diskurs” sichern, schreibt sie in ihrem Gastbeitrag in der turi2 edition #13. Sie können den Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

MDR stoppt vorerst die geplante Kulturplattform der ARD.

ARDKulturlos: Die Pläne für eine gemeinsame Kulturplattform der ARD sind derzeit gestoppt, schreibt DWDL. Grund sei, dass der Rundfunkbeitrag nicht wie ursprünglich geplant erhöht wurde. Pikant: Der Sitz der neuen Plattform sollte eigentlich in Sachsen-Anhalt sein. Das Bundesland sorgte mit seiner Nicht-Ratifizierung des neuen Rundfunkstaatsvertrags für die zumindest vorübergehende Nicht-Erhöhung des Rundfunkbeitrags.
dwdl.de, turi2.de (Background)

MDR hält neuen Staatsvertrag für verfassungswidrig.


Neuer Rundfunkstreit? Der MDR bezeichnet einen Teil des neuen Staatsvertragsentwurfs als verfassungswidrig, weil er mit der "Gewährleistung der Rundfunkfreiheit des MDR nicht vereinbar ist", sagt Chefjurist Jens-Ole Schröder. Konkret geht es um die Verteilung der Regionaleffekte, die schon früher ein Streitpunkt war. Die Intendanz habe "im Rahmen des Möglichen darauf hinzuwirken, dass den Ländern ihre Anteile an den Einnahmen des MDR mittelfristig zu Gute kommen", heißt es im Text des Staatsvertrags. Auch die Möglichkeit der Länder, Rechtsvertreter*innen zu Verwaltungsratssitzungen zu schicken, kritisiert Schröder. Er lässt offen, ob der MDR gegen den Vertrag klagen werde.

Ein vom Sender in Auftrag gegebenes Gutachten von Verfassungsrechtler Dieter Dörr bestärkt die Perspektive des MDR. Der Staatsvertrag wurde allerdings schon im Vorfeld in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt auf Gesetzeskonformität geprüft. Auch der MDR hatte in einer Stellungnahme zum Entwurf aus dem Dezember keinerlei Bedenken geäußert. Alle drei Länderchefs haben den Entwurf bereits unterzeichnet. Er wird derzeit in den Parlamenten diskutiert.
faz.net (Paid)

MDR-Intendantin Karola Wille will mehr Personalrotation in der ARD.

MDR: Intendantin Karola Wille wünscht sich in ihrem "Zeit"-Gastbeitrag mehr Rotation der ARD-Mitarbeiter*innen. Sie bedauert zwar, dass mit Kika nur eine von 50 Gemeinschaftseinrichtungen der ARD im MDR-Gebiet angesiedelt ist, merkt aber an, dass sich dies nicht "von heute auf morgen" ändern lasse. Die Perspektive des Ostens sieht sie in ARD wie MDR gut vertreten: 82 % der MDR-Führungskräfte kämen derzeit aus dem Osten.
"Zeit im Osten" 4/2021, S. 20 (Paid), zeit.de (Zusammenfassung)

Willkommen im Club: Julia Krittian.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Julia Krittian berichtet für "Tagesschau" und "Tagesthemen", bis sie 2019 auf die andere Seite des Schreibtisches wechselt und MDR-Sprecherin wird. Krittian ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Hannah Suppa, Philipp Walulis und Andreas Marggraf.
turi2.de/koepfe (Profil Krittian)

MDR Fernsehen erreicht laut Jahresbericht mit 9,9 % Marktanteil neuen Bestwert.

MDR schafft es mit seinem TV-Angebot in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf einen Marktanteil von 9,9 % - ein Bestwert laut Jahresbericht des Senders. Besonders Informationsangebote liegen im Trend, "MDR Aktuell" erreicht etwa einen Marktanteil von 23,4 %. Das MDR-Online-Angebot verbucht mit 430 Mio fast doppelt so viele Visits wie im Vorjahr. Auch die Zahl der Videoabrufe von MDR-Content in der ARD-Mediathek ist um fast 50 % auf 90 Mio gestiegen.
per Mail

Lese-Tipp: Karola Wille über durch Brinkbäumer-Personalie ausgelöste Ost-West-Debatte.

Lese-Tipp: MDR-Intendantin Karola Wille spricht im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über die Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen – die Entscheidung Haseloffs sei für sie ein "bitterer Moment" gewesen, weil sie "Überzeugungsarbeit mit Leidenschaft betrieben" hat und seit Jahren in Gesprächen dazu sei. Dass sich an der Personalie Brinkbäumer eine Ost-West-Debatte entzündet, zeigt laut Wille, "wie weit wir noch von der Realität eines geeinten Deutschlands entfernt sind".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Klaus Brinkbäumer und Jana Brandt werden Programmchefs des MDR.

MDR: Der Rundfunkrat winkt die Vorschläge von Intendantin Karola Wille durch und wählt Klaus Brinkbäumer und Jana Brandt zu Programmchefs. Brinkbäumer übernimmt am Standort Leipzig – seine Amtszeit läuft bis Anfang 2026. Er war zuletzt Autor für "Zeit" und "Tagesspiegel", bis 2018 war er Chefredakteur des "Spiegel". Jana Brandt, die am Standort Halle übernimmt, ist seit 1999 beim MDR und leitet dort die Hauptredaktion Fernsehfilm, Serie und Kinder. Unter ihrer Leitung sind Filme wie Nackt unter Wölfen und Der Turm entstanden.
lvz.de, presseportal.de (Brinkbäumer), presseportal.de (Brandt), turi2.de (Background)

Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer soll MDR-Programmdirektor werden.

Von New York nach LE: Der MDR holt Ex-"Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer als Programmchef nach Leipzig, berichtet zuerst Ulrike Simon bei "Horizont". Eine Sendersprecherin bestätigt auch dem "Spiegel", dass Intendantin Karola Wille Brinkbäumer für den Posten vorschlagen will. Entscheiden muss der Rundfunkrat, der am Montag tagt. Sollte Brinkbäumer gewählt werden, wovon Simon ausgeht, werde er seinen neuen Job bereits am 15. Januar 2021 antreten. Er folgt auf Wolf-Dieter Jacobi, der den MDR im Sommer überraschend verlassen hat. Auch Leitung der Programmdirektion in Halle wird neu besetzt: Die bisherige MDR-Fernsehspielchefin Jana Brandt übernimmt für Katja Wildermuth, die Intendantin des Bayerischen Rundfunks wird.

Mit Brinkbäumer holt sich Wille "ein Renommee und eine publizistische Kraft" ins Haus, "die kaum einer dem MDR je zugetraut hätte", schreibt Simon. Nach seiner Demission als "Spiegel"-Chefredakteur 2018 hat Brinkbäumer gut zwei Jahre in den USA gelebt, erst Ende September ist er nach Deutschland zurückgekehrt. Spuren in der ARD hat er zuletzt als Co-Autor der TV-Doku Im Wahn – Trump und die Amerikanische Katastrophe hinterlassen, die er zusammen mit Stephan Lamby produziert hat. In Folge war Brinkbäumer als USA-Experte regelmäßiger Gast in Talkshows und Hörfunksendungen. (Foto: Eventpress / Picture Alliance)
horizont.net (Paid), spiegel.de

MDR vergibt Sendezeit an freie Künstler*innen.

MDR vergibt "Freie Sendezeit für freie Künstlerinnen und Künstler". Aus mehr als 350 Bewerbungen hat der MDR 15 Kulturschaffende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ausgewählt, die zwischen dem 21. und 27.11. jeweils fünf Minuten Sendezeit im MDR Fernsehen bekommen, um ihre Projekte zu präsentieren. Für ihre Produktion stellt der Sender insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung.
dwdl.de, rnd.de, mdr.de

MDR und ZDF planen mehr Angebote für Kinder im Netz.

MDR und ZDF wollen über ihre gemeinsame Digitalagentur Ida mehr Inhalte und Bildungsangebote für Kinder ins Netz bringen. Dazu eröffnen die Partner nach Leipzig einen zweiten Standort in Erfurt, wo auch der Kika sitzt. In Q1 2021 soll zudem eine Denkfabrik folgen, in der sich verschiedene Gruppen vernetzen können, u.a. Sender, Verlage oder Spielzeughersteller.
mz-web.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

MDR, SLM und Sachsen starten Initiative gegen Hass im Netz.

MDR startet gemeinsam mit der sächsischen Staats­regierung und Landes­medien­anstalt SLM eine Initiative gegen Hass­kommentare im Internet. Ziel der Aktion ist es, strafrechtlich relevante Online- oder Social-Media-Kommentare konsequenter strafrechtlich zu verfolgen. Drohungen für Leib und Leben oder verfassungs­feindliche Symbolik können künftig direkt bei einer zentralen Anlaufstelle der sächsischen General­staatsanwalt­schaft gemeldet werden. Ähnliche Initiativen sind auch mit Thüringen und Sachsen-Anhalt geplant.
mdr.de

NDR und MDR tauschen die Verantwortung für Info- und Oldie-Nachtprogramm im Radio.

NDR verantwortet ab Januar 2021 die ARD Infonacht, das gemeinsame Nachtprogramm der Info­radios, die bisher der MDR in Halle produziert. Ab Mitte 2021 sendet die "Infonacht" aus dem crossmedialen NDR-Nachrichten­haus in Hamburg-Lokstedt, wo auch ARD-aktuell angesiedelt ist. Der MDR produziert im Gegenzug künftig die ARD-Hitnacht, das Oldie-Nachtprogramm, das bisher vom NDR kommt.
radiowoche.de, ndr.de

Video-Tipp: Frank Krause analysiert den “Schlager- und Ostalgie”-Sender MDR.

Video-Tipp: Frank Krause untersucht in einem launigen 8-Min-Beitrag den "Schlager- und Ostalgie"-Sender MDR. Der hatte zwar unter Intendant Udo Reiter mit etlichen verschwundenen Millionen zu kämpfen, kann sich aber auch auf die Fahnen schreiben, Florian Silbereisen entdeckt zu haben. Den Zuschauern gefällt's: Der MDR ist das erfolgreichste dritte Programm im Osten und schlägt dort quotenmäßig sogar RTL und Sat.1.
youtube.com (8-Min-Video)

Meinung: Björn Höcke gibt sich im MDR-Sommerinterview “glitschig wie ein Stück Seife”.

MDR-Sommerinterview: Björn Höcke, AfD-Chef von Thüringen, "entglitscht" im Gespräch mit Moderator Lars Sänger "wie ein Stück Seife in der Wanne", beobachtet der "Spiegel". Sänger, der laut "Süddeutscher Zeitung" das Interview "höflich, aber nicht servil" führte, ließ Höcke etwa vor laufender Kamera ausbreiten, "Corona sei vorbei und werde nicht wiederkommen". Insgesamt habe der Moderator aber "gut vorbereitet" gewirkt, urteilt der "Stern" - "es wäre unfair, dem MDR vorzuwerfen, dass das Interview zahm verlief".
spiegel.de, sueddeutsche.de, stern.de

ARD pocht auf Ausfallfonds für Filmwirtschaft.

ARD unterstützt die Forderung nach einem staatlichen Ausfallfonds für Produktionsfirmen, teilt MDR-Intendantin und ARD-Filmintendantin Karola Wille mit. Es müsse "gelingen, die Vielfalt und Kreativität der deutschen Produktionslandschaft zu erhalten". Die ARD kündigt an, statt bis Ende Juli bis Ende August 50 % der durch Corona entstehenden Mehrkosten bei ihren Produzent*innen zu übernehmen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Tom Buhrow sieht bei der Standortwahl der ARD-Kulturplattform keine Taktik.

ARD: Halle an der Saale als favorisierter Standort für die neue senderübergreifende Kulturplattform hat "keine taktischen Überlegungen", sagt Tom Buhrow im Deutschlandfunk-Interview. "Laute politische Forderungen haben es uns eher schwerer gemacht", sagt der ARD-Vorsitzende. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat sich bei der Erhöhung des Rundfunkbeitrags enthalten und kritisiert, dass sich kaum gemeinsame ARD-Einrichtungen in Ostdeutschland befänden.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

MDR und ARD starten “virtuelle Buchmesse”.

MDR und ARD verlegen das geplante Bühnenprogramm der Leipziger Buchmesse, kürzlich wegen des Corona-Virus abgesagt, gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Messe selbst ins Netz und ins Radio. Im MDR-Studio in Halle stellen zahlreiche Autor*innen ihre Neuerscheinungen vor, alle Gespräche überträgt der Sender am Buchmesse-Wochenende live. Auch der "Freitag" verlegt seine Buchmesse-Gespräche ins Netz und stellt sie im Anschluss als Podcast zur Verfügung.
mdr.de

Bilanz: ARD erreicht 6 Mrd Video-Streams.

ARD bilanziert ihre Follower und Online-Klicks: 2019 erreichten die Videos des Senders auf seinen Accounts bei Youtube und Facebook 6 Mrd Streams. Laut Storyclash ist mit 2,6 Mio Follower die "Tagesschau" der ARD der meistgefolgte deutsche News-Kanal auf Twitter. Zu den meistgenutzten Angeboten gehört auch das Kinderprogramm: 600.000 User folgen dem Kika vom MDR auf Youtube und 314.000 dem SWR Kindernetz.
presseportal.de

Corona-Virus: MIPTV abgesagt, “Bond”-Film verschoben, Kachelmann und EBU-Mitarbeiter in Quarantäne.

Corona-Virus sorgt für die Absage der Fernsehmesse MIPTV im französischen Cannes, ein Ausweichtermin ist 2020 nicht geplant. Der neue "James Bond"-Film wird vorsichtshalber um sieben Monate verschoben. Jörg Kachelmann setzt bei der MDR-Talkshow "Riverboat" aus - möglicherweise ist er am Corona-Virus erkrankt. Auch ein EBU-Mitarbeiter hat sich laut RND infiziert, der "Eurovision Song Contest" könnte damit in Gefahr sein.
dwdl.de (MIPTV), t-online.de (James Bond), dwdl.de (Kachelmann), rnd.de ("ESC")

Corona: RTL verschiebt Streaming Summit, MDR sagt Buchmesse-Events ab.

Krankgeschrieben: Die Mediengruppe RTL verschiebt aufgrund des neuartigen Corona-Virus den für den 18. März geplanten International Streaming Summit. Das Event soll nun im Sommer stattfinden. Der MDR sagt alle seine Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Leipziger Buchmesse ab. Die Verantwortlichen haben die Messe selbst bereits gestern abgesagt.
presseportal.de (Streaming Summit), presseportal.de (MDR)

Tom Buhrow plant keinen Komplettumzug der ARD-Filmtochter Degeto.

Degeto, ARD-Filmtochter, soll nicht komplett nach Leipzig umziehen, beschwichtigt Tom Buhrow im "Handelsblatt" die internen Kritiker. Bei den Degeto-Mitarbeitern in Frankfurt/Main wachse der Widerstand. Buhrow will die ARD künftig ostdeutscher aufstellen. 49 der 50 Gemeinschaftseinrichtungen befinden sich in Westdeutschland, was u.a. die sächsische Regierung bemängelt.
handelsblatt.com

Das Deutsche Fernsehballett stellt den Betrieb zum Jahresende ein.

Ausgetanzt: Das Deutsche Fernsehballett stellt den Betrieb Ende 2020 nach fast 60 Jahren ein, bestätigt Inhaber Peter Wolf der "Bild am Sonntag". Für das Tänzer-Team gäbe es nicht mehr genug Auftritte, einziger regelmäßiger Auftraggeber war zuletzt der MDR. Die Sender sparen, "da muss man die Realität ins Auge sehen", sagt Wolf. 2020 sind noch Tanzeinlagen in zwölf TV-Shows geplant, 2021 folgt eine Abschiedstournee und Konzertauftritte mit verschiedenen Künstlern.

Das Deutsche Fernsehballett wurde 1962 für das DDR-Fernsehen gegründet. 2011 verkaufte der MDR das Ballett an den Berliner TV-Produzenten und Ex-Manager der ZDF-Moderatorin Carmen Nebel, in deren Musikshow auch regelmäßig Auftritte stattfanden. 2017 endet die Zusammenarbeit von Nebel und Wolf nach einem Streit. Nicht nur für den MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi endet mit dem Aus "eine Ära, auf die wir gerne zurückblicken".
"Bild am Sonntag", S. 36-37 (Paid)

MDR bekommt für Opernball-Moderation auch eine Absage von Mareile Höppner.

MDR muss erneut Ersatz für die Moderation des Dresdner Semperopernballs organisieren, auch Mareile Höppner (Foto) sagt dem Veranstalter ab. Grund sei ein "unerträglicher Grad an Hass bis hin zu Bedrohungen", die sie erhalten hat. Zuvor hatte auch "Tagesschau"-Moderatorin Judith Rakers abgesagt. Der Opernballverein steht wegen der Auszeichnung von Ägyptens umstrittenen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi in der Kritik.
spiegel.de, mdr.de (MDR-Statement)

MDR startet Online-Meinungsbarometer “MDR Fragt”.

MDR ruft das Online-Meinungs­barometer MDR Fragt ins Leben, um die Stimmung in Mittel­deutschland zu erheben. Interessierte Teilnehmer können sich ab sofort registrieren. MDR Fragt will mit einem breiten, registrierten und gewichteten Panel ein Gegenpol zu hitzigen Debatten in sozialen Medien sein, bei denen oft die dominieren, die am lautesten sind.
presseportal.de, mdr.de

MDR erhält Kaufangebot für gestohlene Juwelen aus dem Grünen Gewölbe.

MDR: Die Redaktion der Sendung "Kripo live" hat ein Kaufangebot für gestohlene Juwelen aus dem Kunstraub im Grünen Gewölbe erhalten. Der Anbieter fordert einen Millionenbetrag in der Internetwährung Bitcoin. Zuvor erhielt auch eine israelische Sicherheitsfirma ein Kaufangebot. Experten bezweifeln laut MDR die Echtheit der Nachricht, die Polizei ermittelt.
mdr.de

Meinung: Das Erste verliert gegen die Dritten Programme den Anschluss.

ARD: Die Verschiebung der Talkshows aus den Dritten ins Erste zeigt die Not, nicht die Tugend, kommentiert Joachim Huber im "Tagesspiegel". Während die Quoten im Ersten schwächeln, werden die Dritten Programme immer stärker. Dies dürfe nicht der Anspruch des Ersten sein. Tom Buhrow (Foto) müsse als künftiger ARD-Vorsitzender die "Verzwergung" aufhalten.
tagesspiegel.de

MDR und Geschichtslehrer-Verband bereiten Einheitsgeschichte multimedial auf.


GeschichtsTube.ddr: Der MDR entwickelt zusammen mit dem Verband der Geschichtslehrer ein multimediales Online-Lehrbuch zur Deutschen Einheit. Es soll zum Schuljahr 2020/21 online gehen, pünktlich zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung. Herzstück des digitalen Kompendiums sind Videos der frühen 1990er Jahre aus dem MDR-Archiv, die der Generation, "die diese Jahre nicht selbst erlebt hat", lebendig und authentisch einen Eindruck der "Atmosphäre des Aufbruchs und Umbruchs" vermitteln sollen.

Geplant sind etwa zehn Unterrichtseinheiten, zu den Bereichen Wirtschaft und Politik. Ein besonderes Anliegen ist den Machern, "die ostdeutsche Sicht auf die Folgen der friedlichen Revolution und die ersten Jahre der Einheit zu transportieren". Dabei wollen sie differenziertes Bild zeichnen, "jenseits von Vorurteilen wie 'Jammer-Ossi' und 'Besser-Wessi'". (Archivfoto: Wolfgang Kumm /dpa)
presseportal.de, euregeschichte.de

Der MDR zieht eine positive Bilanz zum Jugendangebot Funk.

Funk habe sich "fest etabliert", bilanzieren die Macher des Jugend-Angebots von ARD und ZDF. 73 % der Zielgruppe würden Funk oder eines der Formate kennen, so Programmgeschäftsführer Florian Hager. Noch wichtiger: Knapp die Hälfte davon gäbe korrekt an, dass ARD und ZDF hinter Funk stünden. Die MDR-Rundfunkratsvorsitzende Gabriele Schade sieht die ARD daher auf dem richtigen Weg, um junge Leute für "qualitätsvolle Inhalte, seriösen Journalismus und intelligente Unterhaltung" zu gewinnen.
new-business.de

Klick-Tipp: MDR verschickt personalisierte Abendgrüße vom “Sandmann”.

Klick-Tipp: Die Kinderredaktion des MDR hat eine Web-Anwendung entwickelt, mit der ein personalisierter Abendgruß mit dem "Sandmann" gestaltet werden kann. Unter deinabendgruss.de können eigene Grußworte eingetippt und in verschiedenen Hintergründen eingebettet werden. Nutzer können den Gruß als Video per Link über die Sozialen Netzwerke verschicken.
deinabendgruss.de (Anwendung), presseportal.de (Pressemitteilung)