Kai Ehrenschneider-Brinkmann wird Verlagsleiter beim “Tagesspiegel”.

Tagesspiegel holt Kai Ehrenschneider-Brinkmann, 54, als Verlagsleiter National. Er kommt von Springer und folgt auf Michael Zehentmeier, 47, der sich wieder auf seinen Job als Vertriebsleiter der "Zeit" konzentriert. Marion Clausen, 54, bisher Vize-Verlagsleitung Vermarktung beim "Tagesspiegel", verantwortet künftig die neu geschaffene Position Leitung Verwaltung und Einkauf.
tagesspiegel.de

Wir graturilieren: Paul Mudter wird 54.


Wir graturilieren: Paul Mudter, COO der Ad Alliance, feiert heute seinen 54. Geburtstag – zu Hause mit der Familie, bei einem Menü, das aus dem Restaurant geliefert wird. Das Beste am abgelaufenen Jahr war, das Mudter mehr Zeit als sonst mit seiner Familie verbringen konnte und der tolle Zusammenhalt mit den Kolleg*innen im Beruf. Er hofft, dass das kommende Jahr genauso "langweilig und normal" wird wie die Jahre vor 2020, mit Abenden im Restaurant, Treffen mit Freunden und Wochenenden im Stadion. Glückwünsche sind auf allen Wegen willkommen, zum Beispiel per E-Mail. Für Umarmungen wünscht Mudter sich einen Gutschein.

YouTube bietet ab sofort auch Audioanzeigen an.

YouTube steigt ins Geschäft mit Audiowerbung ein, schreibt "Horizont". Werbekunden können zunächst beim klassischen Youtube-Angebot Sound-Anzeigen buchen, sowohl vor gewöhnlichen Videos als auch vor auf der Plattform befindlichen Podcasts oder Hörbüchern mit Standbild. Hier gab es bislang keine Anzeigen. Werbungtreibende sollen zu den Anzeigen ein Bild oder eine Animation mitliefern. 2021 will die Google-Tochter Audioanzeigen auch auf den Streamingdienst Youtube Music ausdehnen.
horizont.net (Paid)

RTL und die Telekom kooperieren bei Content, Technologie und Streaming.

Neue Partner: Die Mediengruppe RTL Deutschland und die Telekom arbeiten zusammen bei der Entwicklung von Addressable TV. 2021 sollen erste gemeinsame Tests stattfinden. Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom sagt: "Gemeinsam wollen wir die TV-Branche maßgeblich mitgestalten und im deutschen Werbemarkt neue Akzente setzen." In einem ersten Schritt der Zusammenarbeit integriert die Telekom das RTL-Streamingangebot TV Now Premium in Streaming-Angebote von MagentaTV.
presseportal.de

Anzeigen-Allianz von “FAZ” und “SZ” bekommt grünes Licht.

Anzeigen-Allianz von "Süddeutscher Zeitung" und "FAZ" hat die Genehmigung vom Bundeskartellamt, schreibt Gregory Lipinski. Starten dürfte die Kooperation dennoch erst im April, die die Parhner noch über viele Eckpunkte uneins sind. Unklar sei etwa, ob das Bündnis eine Doppelspitze bekommen soll und wo der Sitz der Gesellschaft sein soll.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Lockdown light trifft die Werbebranche nicht wie im Frühjahr

Lockdown light knippst dem Werbemarkt nicht wie im Frühjahr die Lichter aus, glauben Mediaexperten. Georg Berzbach (Foto), Deutschlandchef von Dentsu, sagt "Horizont", dass er "kein aufgeregtes Stornoverhalten" wahrnehme. Karin Ross, Chefin der Group M in Deutschland, sagt, dass Werbende und Agenturen nun besser vorbereitet sind. Einig sind sich die Experten, dass es Verschiebungen zwischen den Mediengattungen geben wird. Die geschlossenen Kinos können nicht auf Werbeeinnahmen hoffen, auch Out-of-Home wird wohl Marktanteile verlieren, da weniger Menschen unterwegs sind, um Plakate oder Ähnliches wahrzunehmen.
horizont.net (Paid)

Florian Haller sieht Serviceplan nicht als Familienfirma.

Generationengespräch: Serviceplan ist keine "Familienfirma", seine Töchter will er nicht "in Stellung bringen", sagt Agentur-Chef Florian Haller (Foto) im "Horizont"-Doppelinterview mit seinem Vater und Agentur-Gründer Peter Haller zum 50. Jubiläum. Die Philosophie sei immer gewesen, "primär organisch zu wachsen", bei der Internationalisierung kommt er "aber manchmal nicht ohne Zukäufe aus". Haller Senior beobachtet, dass "alles viel lockerer geworden" ist, auch das Verhältnis zur Konkurrenz: "Man tauscht sich aus, zum Teil mag man sich sogar gegenseitig." Der große Trumpf von Serviceplan sei die Unabhängigkeit, der Verkauf an ein internationales Werbe-Netzwerk steht für beide nicht zur Diskussion.
"Horizont" 44/2020, S. 8/9 (Paid)

Ad Alliance vermarktet künftig auch die Print-Titel von Media Impact.

Vermarktungsriese: Die Ad Alliance von Bertelsmann vermarktet ab 2021 auch die Print-Titel von Springers Media Impact, also u.a. "Bild" und "Welt". Bisher hat sie bereits deren Digitalangebote im Portfolio. Die Ad Alliance agiert für Media Impact als Dienstleister und verhandelt mit Agenturen auf Rechnung von Media Impact Rahmenverträge. Media Impact verkauft sein Inventar weiterhin daneben auch selbstständig. Media-Impact-Chef Carsten Schwecke kündigt im Interview mit "Horizont" an, dass dies auch so bleiben soll: "Das Werbegeschäft von Axel Springer ist viel zu groß und bedeutend, als dass wir die eigene Vermarktung jemals abgeben würden." Mitarbeiter*innen würden zudem nicht den Betrieb wechseln: "Bei aller Partnerschaft bleiben die Mediengruppe RTL, Gruner + Jahr und wir im Werbemarkt ja auch harte Wettbewerber."

Die Ad Alliance führt neben den Springer-Medien und den Bertelsmann-eigenen Titeln von IP Deutschland und G+J ems auch die Titel von Spiegel Media und ab 2021 von rtv. Springers Digitaltitel sind seit September 2019 Teil der Vermarktungsgemeinschaft. Die nunmehr stärkere Orientierung zur Ad Alliance ist auch eine Reaktion auf das weitestgehende Ende der Vermarktungskooperation zwischen Springer und Funke. (Foto: Bildagentur-online / Picture Alliance)
presseportal.de, horizont.net (Paid)

Eon macht Publicis zum Media- und Performance-Partner in europäischen Kernmärkten.

Eon vergibt nach einem Pitch seinen auf 45 Mio Euro geschätzten europäischen Media- und Performance-Etat an die Publicis Groupe. Ihre Agentur Starcom wird die Media-Aktivitäten von acht europäischen Märkten zentral aus Deutschland betreuen. Starcom ist schon Eon-Partner in Rumänien und Italien, bisher waren in Großbritannien Vizeum und in Deutschland Dentsu Aegis zuständig. Für Deutschland und Schweden übernimmt die Agentur zudem das Performance-Marketing.
per Mail (Pressemitteilung), campaignlive.co.uk

“Lebensmittel Zeitung”: Schwarz-Gruppe zentralisiert den Media-Einkauf.

Schwarz-Gruppe, Mutter von Lidl und Kaufland, will künftig weniger für Werbung ausgeben, ohne den Werbedruck zu verringern. Dafür bündelt der Konzern den Media-Einkauf von Lidl und Kaufland, berichtet die "Lebensmittel Zeitung". Demnach sind gemeinsame Pitches geplant, mit denen der Konzern günstigere Preise durchsetzen will.
lebensmittelzeitung.net (Paid) via horizont.net, wuv.de

Procter & Gamble will direkt mit TV-Sendern über Werbung verhandeln.

Procter & Gamble will künftig direkt mit TV-Sendern über Buchungen von Werbezeiten verhandeln. Das Unternehmen mit einem Mediavolumen in Milliarden-Höhe gilt nicht nur als eines der größten werbetreibenden überhaupt, sondern auch als Großkunde bei Mediaagenturen. P & G ist mit seinem Plan nicht allein: Auch Unilever und Mastercard ziehen ähnliche Schritte in Betracht.
meedia.de (Paid) via variety.com

Ferrero ist im August auf den Werbemarkt zurückgekehrt.

Gibt dem Werbemarkt ein Küsschen: Ferrero investierte in Deutschland im August laut Nielsen brutto rund 37 Mio Euro für Werbung. Damit ist der Konzern hinter Procter & Gamble der zweitgrößte Werbespender im August. Zuvor hatte Ferrero seine Werbeausgaben in der Corona-Krise massiv zusammengestrichen, im Juli laut Nielsen nur 354.000 Euro investiert. Der Markt scheint sich insgesamt wieder zu erholen: Im August lagen die Brutto-Spendings aller Werbetreibenden zusammen nur noch 1,6 % unter dem Niveau von 2019.
horizont.net (Paid)

Serviceplan-Agentur Mediaplus will im internationalen Pitch-Game mitspielen.


Werbe-Brüller: Mediaplus, die Media-Agentur von Serviceplan, will auch im internationalen Markt eine bedeutende Rolle spielen. "Wir sind dabei, ein deutsches Gegenmodell zu den großen angloamerikanischen und französischen Networks zu etablieren", sagt Geschäftsführer Matthias Brüll in seinem ersten großen Interview in "Horizont". Im Mai 2019 kam er von Group M zu Mediaplus und verantwortet das internationale Geschäft. Mit Kunden wie De'Longhi, der Drogerie-Kette Müller, der Alibaba-Gruppe und Siemens Healthineers hat Mediaplus international nach eigenen Angaben bereits ein Buying-Volumen von zusammen 100 Mio Euro gewonnen. "Was uns von den WPPs, Omnicoms und Publicis dieser Welt unterscheidet, ist, in jedem Markt echte Unternehmer zu haben, die nicht nach zwei Jahren wieder weg sind", sagt Brüll. Es mache einen Unterschied, als inhabergeführtes Unternehmen "nicht ständig auf den nächsten Quartalsbericht schauen" zu müssen.

Zwar hätten die internationalen Agentur-Netzwerke "einen hohen Standard" etabliert, zugleich gebe es aber Probleme bei der "Transparenz dieser Systeme" und der Gewinnung guten Personals, sagt Brüll. "Der finanzielle Druck bei den Networks ist inzwischen so brutal, dass es mit den nötigen Investments ins Personal immer schwieriger wird." Das führe dazu, dass die Teams "oft zu juniorig" sind. Die eingesetzten Tools "hören sich zwar klasse an, sind dann aber meist doch nicht so gut, wie es zunächst den Anschein hat". Lernen kann Mediaplus von den Networks dagegen, eigene Lösungen zu skalieren, räumt Brüll ein: "Wenn es darum geht, tolle Lösungen in modifizierter Form auch bei anderen Kunden einzusetzen, können wir durchaus noch besser und effizienter werden."
"Horizont" 37/2020, S. 8/9 (Paid)

Video-Tipp: Wall-Chef Andreas Prasse zieht erste Corona-Bilanz.

Video-Tipp: Andreas Prasse, Chef der Wall GmbH, zieht im Gespräch mit Volker Schütz Corona-Bilanz für den Außenwerber. Er spricht über Kurzarbeit während des Lockdowns und Umsatzeinbrüche. Mit der Rückkehr der Menschen auf der Straße seien auch die Kampagnen zurückgekehrt, u.a. von Coca Cola, Müller Milch und ProSiebenSat.1. Daran, dass künftig weniger Menschen auf der Straße unterwegs sind, glaubt Prasse nicht. Den Corona-Einbruch beim Umsatz in diesem Jahr noch aufzuholen, hält Prasse ebenfalls für unmöglich.
youtube.com (21-Min-Video), horizont.net

Teekanne vergibt Media-Etat an OMD

Frischer Aufguss: Teekanne heuert die Media-Agentur OMD ab sofort für ihre Media-Aktivitäten an. Das Budget im mittleren einstelligen Millionenbereich umfasst sämtliche Werbeaktivitäten um TV, Print und alle Digitalmaßnahmen. Der Düsseldorfer OMD-Standort konnte sich im Pitch durchsetzen und löst damit Mediacom ab. Erste Früchte soll die Zusammenarbeit ab Oktober 2020 tragen.
horizont.net

Jung von Matt schraubt an Haribos Media-Strategie.

Weniger Fernsehen: Haribo will an der jungen Zielgruppe dranbleiben und schraubt mit seiner neuen Lead-Agentur Jung von Matt am Media-Mix, berichtet "Horizont". Der Goldbären-Konzern investiert erstmals massiv in Kanäle außerhalb des klassischen Fernsehens und adaptiert seinen neuen Spot für Facebook und Instagram. Außerdem gibt es AR-Filter und Giphy-Sticker.
horizont.net, youtube.com (30-Sek-Spot)

“Wir fahren weiter auf Sicht” – Mirko Kaminski über Agentur-Arbeit in der Krise.


Urlaub und Krisenbewältigung: "Die großen Schockwellen kommen wahrscheinlich erst noch." Im Video-Interview von turi2.tv blickt Mirko Kaminski mit gemischten Gefühlen auf die Agentur-Branche. Auf der Insel Fehmarn, wo Kaminski im Sommer Urlaub und Arbeit verbindet, trifft er Media- und Agentur-Manager*innen zu Video-Interviews und weiß, dass die Lage, je nach Kundenstamm, unsicher ist. Auch für seine eigene Agentur Achtung sagt er: "Wir fahren weiter auf Sicht." Als globale PR-Lead-Agentur für die Lufthansa Group hatte er in den vergangenen Monaten "nicht so viel zu tun". Andere Kund*innen, etwa aus E-Commerce und Telekommunikation, haben das aber "mehr als ausgeglichen", sagt Kaminski.

Er berichtet im Video-Interview auch über seine ersten Schritte in den Medien: Vor seiner Agentur-Karriere war er als rasender Reporter auf Fehmarn unterwegs und hat u.a. für das Fehmarnsche Tageblatt und den Urlaubs-Kurier geschrieben. Und er verrät, welche Insel-Promis er in den kommenden Tagen und Wochen vor Mikrofon und Kamera hat: Demnächst soll es um Fridays for Future gehen und Kaminski will den Chef des Flughafens Fehmarn interviewen, der in Personal-Union alles erledigt, was man auf einem Flughafen braucht: vom Tower über die Sicherheit bis zum Marketing.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)

ProSiebenSat.1 präsentiert die neue TV-Saison als Online-Show.


Corona macht erfinderisch: ProSiebenSat.1 hat mit einer Livestream-Ausgabe von "Late Night Berlin" für Presse und Werbekund*innen das Programm für die kommende TV-Saison vorgestellt – als Ersatz für die Screenforce Days. Moderator Klaas Heufer-Umlauf liefert eine TV-taugliche Show ab. Die Promi-Dichte ist – verglichen mit den Screenforce-Präsentationen – aber deutlich geringer. Dafür stellt Heufer-Umlauf die Sender-Protagonist*innen authentisch und unterhaltsam auf die Probe: ProSieben-Chef Daniel Rosemann muss auf Anglizismen verzichten und – weil das nicht klappt – eine peinliche Mail verschicken, SevenOne-Media-Chef Thomas Wagner zeigt sich mit Monsterchen-Kuscheltier (Foto) und Sixx-Chefin Wiebke Schodder streichelt Hundewelpen, während sie die Leistungsdaten des Senders präsentiert.

Viele Pläne der Sendergruppe sind bereits bekannt oder wurden konkretisiert: ProSieben bringt etwa neue Shows u.a. mit Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Ruth Moschner oder setzt erfolgreiches wie "Masked Singer" fort. RTL-Abgänger und Selbstversuchs-Kaninchen Jenke von Wilmsdorff soll im Herbst seine ProSieben-Premiere feiern. Im Infobereich will Senderchef Daniel Rosemann öfter das nachrichtliche "ProSieben Spezial" senden und dabei auf die Redaktionen von "Taff", "Red" und "Galileo" zurückgreifen.

Bei Sat.1 befindet sich Senderchef Kaspar Pflüger "in guten Gesprächen" mit Springer über eine weitere Zusammenarbeit nach dem Vorbild des "Bild Corona Spezial", wie der Sender per Pressemitteilung ergänzt. Zudem plant Sat.1 im Rahmen von "Akte Spezial" Schwerpunktausgaben des Reporter-Magazins.
turi2 – eigene Beobachtung

Der ZAW erwartet 2020 einen Rückgang der Werbeumsätze von 10 bis 20 %.


Flatten the curve statt Flatscreen: Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft erwartet 2020 einen massiven Einbruch im Werbemarkt. Im Gesamtjahr werden die Werbeinvestitionen seiner Prognose zufolge "im günstigsten Verlauf" um 10 % einbrechen. Im weniger optimistischen Szenario beträgt der Rückgang 20 % - und dieses Szenario geht davon aus, dass es keinen erneuten Lockdown wegen einer zweiten Corona-Welle geben wird. "Das Minus von 10 bis 20 Prozent ist eine Prognose, kein Worst-Case-Szenario", betont ZAW-Präsident Andreas Schubert. Das von der Bundesregierung gestern vorgestellte Konjunkturprogramm findet im Detail jedoch noch keine Berücksichtigung.

Die Bilanz für 2019 fällt bei ZAW derweil positiv aus: Die Gesamtinvestitionen lagen bei 48,3 Mrd Euro, ein Plus von 2,9 %. Die Netto-Werbeeinnahmen umfassen dabei 25 Mrd Euro, ein leichtes Plus von 0,2 %. Das Wachstum entfällt dabei überwiegend auf Internet-Werbung, die um 8,9 % zulegt. Innerhalb des Segments legt vor allem die In-Stream-Werbung im Video- und Audio-Markt zu, wenngleich beide Werbeformen noch deutlich weniger Umsätze generieren als Display-Werbung und Such-Anzeigen. Print-Werbung verliert um 5,4 % und liegt mit insgesamt 8,38 Mrd Euro erstmals hinter Internet-Werbung mit Netto-Werbeeinnahmen von 8,99 Mrd Euro. (Foto: Imago /(b) turi2)
horizont.net, presseportal.de

Die Führung von Media Impact glaubt, die Krise dank “Bild” gut überstanden zu haben.

Media Impact hat im April 23 % und im Mai 26 % geringere Netto-Werbeumsätze im Vergleich zu 2019 verzeichnet, sagen Geschäftsführerin Julia Wehrle und ihr Co-Chef Carsten Schwecke in Interview mit Horizont Online. Damit habe der Springer-Vermarkter aber Marktanteile gewonnen, vor allem dank der "Bild". Im Sommer wolle Media Impact darüber beraten, ob es künftig auch in Print mit der Ad Alliance kooperiert.
horizont.net (Paid)

BVDW-Ranking: Deutsche Digital-Agenturen wachsen weiter.

Digital-Agenturen in Deutschland wachsen 2019 beim Hononorumsatz durchschnittlich um 12,7 %, sagt das jährliche Ranking des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft. Die mehr als 170 Agenturen setzen zusammen 1,94 Mrd Euro um. Den mit Abstand meisten Umsatz macht mit 27 % Wachstum und 138 Mio Euro die Agenturgruppe Reply. Die PIA Group erobert mit fast 50 % Wachstum Platz 2, die Plan.Net-Gruppe von Serviceplan rutscht auf Platz 3 ab.
wuv.de, bvdw.org

Vodafone-Marketingchef Gregor Gründgens rechnet mit Facebook und Agenturen ab.


Appell an die Verantwortung: Gregor Gründgens, Marketingchef von Vodafone Deutschland, geht im "Horizont"-Interview mit Facebook als Werbeplattform hart ins Gericht. "Verschwörungstheorien und massive Desinformation sind die Pest". Unternehmen sollten daher "zweimal hinschauen", wo sie ihre Werbung platzieren: "Wir sitzen als Marketers auf Milliarden-Budgets. Wir können die gesellschaftlichen Folgen von Social Media nicht einfach ignorieren", sagt Gründgens. Er denke sogar darüber nach, Werbe-Budgets von Facebook abzuziehen. "Es gab immer schon Fake News und Zeitungen, die irgendeinen Quatsch verzapft haben. Aber in dieser Dimension ist das absolut neu und gefährlich." Marketing-Verantwortliche müssten sich daher nicht mehr nur um kommerzielle Fragen kümmern, sondern sich "auch der gesellschaftlichen Verantwortung stellen, die mit unseren Media-Budgets verbunden ist".

Auch die Agentur-Beziehungen sind für Gründgens nicht in Stein gemeißelt: "60, 70 oder 80 % der Zeit, die wir unseren Dienstleistern vergüten, sind nicht wirklich wertschöpfend, sondern erforderlich für die Bewegung eines zu kompliziert gewordenen Apparats", sagt er. Eingefahrene Strukturen führten dazu, "dass vieles zu teuer und zu langsam ist – und oft genug auch zu schlechteren Ergebnissen führt". Mit Agentur-Chefs sei er sich da prinzipiell einig, die Frage sei, wie sich Veränderungen "mit der nötigen Fairness und der Einsicht in wirtschaftliche Notwendigkeiten" umsetzen lassen. Die Corona-Krise versteht Gründgens als "Abwrackprämie für das analoge Leben". Kreative Konzepte per Videoschaltung zu entwickeln, sei zwar schwieriger, dennoch glaubt er nicht, "dass immer 'ground-breaking creativity' entsteht, wenn Menschen zusammen in einem Raum sitzen". Oft seien es Einzelpersonen oder eine Inspiration von außen, die etwas in Bewegung setzten.
"Horizont" 21/2020, S. 8/9 (Paid)

Top Werbetreibende handeln in der Krise antizyklisch.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbeausgaben der großen Unternehmen folgen in der Corona-Krise keinem einheitlichen Trend, schreibt Ingo Rentz. Laut den Daten von Nielsen sinken die Brutto-Werbeausgaben im April insgesamt zwar, u.a. die beiden Unternehmen mit den höchsten Bruttoausgaben, Procter & Gamble und Ferrero, erhöhten ihre Ausgaben in den ersten vier Monaten 2020 jedoch. Jeweils ein besonders großes Plus verzeichnen RTL Interactive und Pro Sieben Sat 1 Digital. Hier sei jedoch einzuschränken, dass der Großteil der Werbung in eigenen Kanälen stattgefunden hat.
horizont.net

Andreas Kösling verlässt Ad Alliance, wechselt zu P7S1 – Frank Vogel übernimmt.


Erst Abschied, bald Neuanfang: Ad Alliance und Noch-Sales-Chef Andreas Kösling (Foto links) gehen getrennte Wege – aus "privaten Gründen", wie Bertelsmanns Vermarktungs-Tochter am Mittwochmorgen noch neblig mitteilt. Nur wenige Stunden später steht das Ziel des Abgangs konkret fest: Anfang 2021 wechselt der 44-Jährige in die Geschäftsführung der neuen P7S1-Dachmarke für TV und Digitales SevenOne Entertainment Group. Dort soll er dem Sender zufolge den "Ausbau der Wachstums- und Innovationsthemen im Sales-Bereich" verantworten. An der Spitze von SevenOne Entertainment steht Kösling dann u.a. neben Thomas Wagner, der seit 2004 den P7S1-Vermarkter SevenOne Media leitet.

Frank Vogel (Foto rechts), bisher Marketingchef bei Ad Alliance, übernimmt Köslings alten Job und wird zusätzlich Sales-Leiter. In dieser Rolle werde er künftig mit Mediaagenturen und Kunden verhandeln, kündigt sein Arbeitgeber an. Kösling war erst im Oktober als Verkaufschef angetreten. Er führte zuvor die Geschäfte des RTL2-Vermarkters El Cartel.
dwdl.de, presseportal.de, prosiebensat.1.com, turi2.de (Gründung SevenOne Entertainment)

Aus dem Archiv: Frank Vogel im turi2-Fragebogen (2018), in dem er verrät, dass er seinen Lebensunterhalt notfalls auch mit der Klampfe als Straßenmusiker verdienen könnte.

Ingo Becker hat “Hamburger Morgenpost” verlassen.

Hamburger Morgenpost: Ingo Becker, Geschäftsführer der Vermarktungstochter der Boulevardzeitung, hat das Haus verlassen, meldet Roland Pimpl. Becker war erst im November 2019 von "Bild Hamburg" zur "Hamburger Morgenpost" gekommen. Einen Nachfolger gibt es laut Geschäftsführer und Neu-Verleger Arist von Harpe noch nicht. Er hatte das Blatt im Februar von DuMont gekauft.
horizont.net, turi2.de (Wechsel 2019), turi2.de (Übernahme 2020)

Wie geht’s der Werbung in den Tageszeitungen, Carsten Dorn?


Lichtblick in der Krise: Viele Zeitungen klagen in der Corona-Krise über Einbrüche beim Werbeumsatz, reagieren mit Kurzarbeit und reduzierten Blatt-Umfängen – da klingt es ein bisschen beruhigend, dass wenigstens die nationale Zeitungs-Vermarktung noch gut zu funktionieren scheint. Das jedenfalls sagt Carsten Dorn, Chef des Zeitungs-Vermarkters Score Media, im turi2.tv-Interview. "Wir liegen über Vorjahr, sowohl was das 1. Quartal angeht als auch im Monat April", sagt Dorn, weiß aber auch, dass die regionale Vermarktung für die meisten seiner Vermarktungs-Mandant*innen die wichtigere Einnahme-Quelle ist.

Bei den Werbekund*innen erlebt Dorn das gesamte Spektrum: Er bekommt Absagen, andere Werbetreibende verschieben nur, denn "auch Autos müssen irgendwann wieder verkauft werden". Und er gewinnt Kund*innen zurück, die bisher nicht oder nicht mehr auf die Tageszeitungen gesetzt haben. "Wir sind das 'Home Medium Number One'", sagt Dorn und freut sich über wachsende Digital-Reichweiten und in Teilen auch über positive Entwicklungen bei Print. Am Ende hofft er, dass die Krise womöglich auch etwas Positives bewirkt und Regionalität in Wirtschaft und Produktion künftig eine größere Rolle spielen.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Arciv von turi2.tv: Print bleibt der Schwerpunkt: Warum Score-Chef Carsten Dorn die Zeitungs-Zukunft positiv sieht. (1/2019)

Score Media erwartet gegen den Trend ein Werbeplus im Frühjahr.

Score Media, Vermarktungsbündnis von rund 30 regionalen Zeitungshäusern, prognostiziert im zweiten Quartal ein Anzeigen-Plus im Vergleich zum Vorjahr, schreibt Roland Pimpl. Die meisten Kunden, deren Geschäfte wegen des Corona-Virus geschlossen seien, würden Kampagnen nur verschieben, nicht stornieren. Gleichzeitig stockten einige Werbende ihre Budgets auf, etwa Telekommunikationsanbieter und das Gesundheitsministerium. Außerdem habe der Vermarkter in der Krise ganz neue Kunden gewinnen können.
horizont.net

Die Bundesregierung startet eine Danke-Anzeigenkampagne.

Bundesregierung steigert die Zahl der gerade geringen Anzeigen-Buchungen mit einer Danke-Kampagne. In den Motiven bedankt sich die Regierung unter anderem "für Rücksicht im Supermarkt", "mehr Anrufe bei Oma und Opa" und "fürs zu Hause bleiben". Angekündigt sind Printanzeigen in regionalen und überregionalen Titeln, sowie Spots im Radio und in digitalen Audiokanälen. Kreativ verantwortlich ist die Agentur Zum goldenen Hirschen, den Einkauf übernimmt Dentsu Aegis.
wuv.de

Cordelia Wagner verlässt die Mediengruppe RTL Ende März.

IP Deutschland verliert seine Kommunikationschefin Cordelia Wagner. Sie verlasse die Mediengruppe RTL Ende März nach 15 Jahren, schreibt sie in einer Abschiedsmail. Nach einer Auszeit wolle sie sich in ein neues Abenteuer stürzen, das auf ihrer gerade entstehenden Website stark nach Selbstständigkeit aussieht.
turi2 – eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Cordelia Wagner im TV-Fragebogen.

Unternehmen können von angemessener Werbung zu Corona profitieren.

Werbung wird auch während der Corona-Krise wird von den meisten Konsumenten als angemessen bewertet, so das Ergebnis einer Befragung der Media-Agentur Havas. Wichtig sei jedoch, dass die Werbenden sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und keine heile Welt vorgaukeln. Werbung, die auf die aktuelle Situation eingeht und den passenden Ton trifft, wird von der Mehrzahl der Befragten sogar als "äußerst positiv" wahrgenommen.
horizont.net

Zitat: Medienhäuser müssen größere Plattformen bauen, sagt Jürgen Blomenkamp.

"Der Markt braucht eine weitere Konsolidierung und Kooperationen, die viel weiter gehen als das, was wir bisher gesehen haben."

Jürgen Blomenkamp, noch, aber nicht mehr lange Group-M-Chef, sagt im Interview mit "Horizont", Zusammenschlüsse wie die Ad Alliance seien noch zu klein.
"Horizont" 09/2020, S. 8 (Paid), turi2.de (Background)

Madsack kündigt Ströer und vermarktet seine Regionaltitel digital künftig selbst.


Do-it-yourself-Portale: Madsack kündigt zum Ende des ersten Quartals seinen Vermarktungsvertrag mit Ströer, berichtet "Horizont". Ströer vermarktet derzeit den Großteil des Digital-Portfolios von Madsack, darunter das Portal Sportbuzzer und zahlreiche Regionalzeitungen. Künftig will der Verlag die Aufgaben selbst übernehmen. Vorausgegangen sind Tests mit den Online-Angeboten von "Göttinger Tageblatt" und "Ostsee-Zeitung". Dabei habe der Verlag geprüft, "ob wir das selbst hinkriegen", so Madsack-Chef Thomas Düffert (Foto).

In der Vermarktung will Madsack gleichermaßen auf Einnahmen durch Werbung wie durch Digitalabos setzen. Sein nationales Nachrichtenportal RND.de vermarktet Madsack bereits seit dessen Start im September 2019 selbst. Die Erfahrungen hieraus haben bei Madsack den Entschluss zur Selbstvermarktung gefestigt.
"Horizont" 08/2020, S. 5 (Paid)