Wir graturilieren: Guido Bülow wird 44.

Wir graturilieren: Guido Bülow, Head of News Partnerships für Zentraleuropa bei Meta, wird heute 44 Jahre alt. Zusammen mit seinem besten Freund plant er, im Mai von Mannheim nach Rom innerhalb von drei Wochen zu radeln. Sein Geburtstagsbild wurde Anfang September auf dem Stilfser Joch in Norditalien geknipst.

Im Frühjahr ist Bülow durchs südliche Afrika gereist und war von den Menschen und der Natur fasziniert. "So viel Lebensfreude, Hilfsbereitschaft, pure Schönheit, das ist mir immer noch sehr präsent", sagt er. Der Sportbegeisterte hofft auf Tickets für den Tokyo Marathon und Ötztaler Radmarathon, die "sehr schwer" zu ergattern sind. Als Ausgleich zum Laufen und Radfahren hat er Yoga für sich entdeckt, was nicht nur bei der Beweglichkeit helfe, sondern auch "die innere Balance stärkt". Seinen Geburtstag feiert er im kleinen Kreis mit seiner Freundin und Freunden bei "einem gemütlichen Abendessen". Glückwünsche erreichen Bülow heute über viele Wege, z.B. per E-Mail, Instagram, Linked-in Whatsapp und Facebook.

Meta startet den Podcast “Net New” zum Thema Internet.

Meta startet den Podcast "Net New – der Meta-Podcast" rund um das Thema Internet. Moderatorin ist Schauspielerin Jana Riva, alle zwei Wochen spricht sie mit Expertinnen zu Netz-Themen. Auf dem Plan stehen u.a. Folgen zum Metaversum, der Post-Cookie-Ära und der Revolution des Shoppings. In den Wochen zwischen den einzelnen Ausgaben sind vertiefende "Deep Dives" geplant.
about.fb.com

Instagram zieht die von TikTok inspirierten Änderungen zurück.

Zurück zu den Wurzeln? Instagram will die jüngsten, von TikTok inspirierten Änderungen in der App rückgängig machen, die Anzahl der empfohlenen Posts reduzieren und den Algorithmus verbessern. Eine Testversion der App, die Fotos und Videos im Vollbildmodus öffnet, soll auslaufen. Das Unternehmen reagiert auf Nutzerinnen, die ein Comeback der Foto-App fordern.
theverge.com, turi2.de (Background)

Debatte: Meta steht vor der Herausforderung, junge Generationen zu erobern und ältere zu halten.

Schlechte Kopie? Bei dem Versuch, die Gen Z zu erobern, darf Meta die älteren Generationen nicht vergraulen, schreibt "Süddeutsche Zeitung"-Journalist Simon Hurtz. Millennials, Gen X und Boomer würden keinen TikTok-Klon wollen, sondern lieber "das gute, alte Instagram. Ihnen sei eine App wichtig, "die sie kennen und verstehen".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Debatte: Der erste Menschenrechtsbericht von Meta klammert Probleme aus.

Blinde Flecken: Aufschlussreich ist am ersten Menschenrechtsbericht von Meta vor allem, was nicht darin steht, schreibt "Süddeutsche"-Autor Philipp Bovermann. Der Konzern bereite wortreich aus, wie er u.a. die Meinungsfreiheit schütze. Ein externes Gutachten über Indien halte Meta dagegen wegen "Sicherheitsbedenken" zurück. Desinformations­expertin Ritumbra Manuvie zufolge lösche Meta den zunehmenden Online-Hass in dem Land kaum.
sueddeutsche.de

Debatte: Metaverse ist “tolle Sache” aber auch “große Gefahr”, sagt Claus Kleber.

Zwiegespalten: Das Metaverse ist eine "tolle Sache", aber "eben auch eine große Gefahr", sagt Claus Kleber im teleschau-Interview. Der ehemalige ZDF-Anchorman sagt, dass Facebooks Algorithmen "immer schon auf Knalleffekt und Krawall gebürstet" waren. Im Metaverse werden künftig "noch viel mehr Daten von uns ausgelesen, unsere Blicke beispielsweise". Das mache den Menschen "gläsern und durchleuchtet". Kleber hat gemeinsam mit Angela Anderson die Reportage Utopia – Irre Visionen in Silicon Valley gedreht, die schon jetzt in der ZDF-Mediathek und am Dienstag um 23 Uhr im ZDF zu sehen ist.
showcase.teleschau.de, digitalfernsehen.de

“Bei Google hilft oft nur Vitamin B weiter” – Marcus Schuler über Tech-Giganten und Trump.


Tech-Talker: Seit dem Amtseintritt von Präsident Joe Biden hat sich in den USA nicht viel verändert, resümiert Marcus Schuler im turi2 Clubraum. Er habe die Bevölkerung "eher enttäuscht, die Leute sind ernüchtert". Schuler berichtet seit 2017 als ARD-Korrespondent für TV, Radio und Online aus dem Sillicon Valley. Im Gespräch mit Moderatorin Aline von Drateln und turi2-Chef­redakteur Markus Trantow sagt er, dass sich die "Feindseligkeiten im Parlament zwischen Republikanern und Demokraten" auch in der Medien­landschaft widerspiegeln. Vor allem große TV-Sender und Zeitungen wie die "Washington Post" und "New York Times" hätten versucht, während der Trump-Regierung "eine hohe Neutralität zu wahren". Doch ebenso wie in der politischen Landschaft seien die "Gräben" geblieben. Seine Tätigkeit als Korrespondent sieht Schuler nach wie vor als "Traumjob", denn "es wird nie langweilig".

Dennoch beunruhigen den gebürtigen Esslinger aktuelle Entwicklungen in seiner Wahl-Heimat – etwa der Umgang mit der LGBTQ-Community in manchen Staaten oder das Abtreibungs­verbot. Es gehe die Angst um, dass Straf­verfolgungs­behörden nun Frauen ausfindig machen können, die abgetrieben haben oder abtreiben wollen. Das gehe zum Beispiel, indem sie "zu den Googles und Facebooks hinmarschieren" und nach dem Reiseverlauf einer Frau fragen. Treibe diese nämlich in einem Staat ab, wo es legal ist, könne sie in einem anderen Staat, wo es illegal ist, verklagt werden, erklärt Schuler. Er und viele andere Menschen in den USA wundern sich jedoch, dass Google und Meta in den vergangenen Tagen verschwiegen haben, was sie mit den gesammelten Daten machen, "wenn ein Staatsanwalt aus Texas kommt und danach verlangt".

Als Journalist ist der Zugang zu Informationen nicht bei allen Tech-Unternehmen einfach, erzählt Schuler. Während Apple "relativ offen" sei und er regelmäßig zu Presse-Veranstaltungen eingeladen werden, "kommt man bei Google oft nur durch Vitamin B weiter". Das Unternehmen sei in den vergangenen Jahren verschlossener geworden. Grundsätzlich beobachtet Schuler in den USA jedoch eine "Coolheit, Lockerheit und Offenheit" im Umgang mit der Presse. Auch sei das Land sehr schnell, wenn es um die Umsetzung neuer Ideen, Startups und Technologien geht: "Wir können nach wie vor davon lernen."

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist Stephan Bayer zu Gast. Er ist der CEO der Online-Lernhilfe Sofatutor.
turi2.tv (40-Min-Podcast bei YouTube), turi2clubraum.podigee.io (Audio-Podcast), apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Facebook muss in den USA sein System zur Personalisierung von Wohnungsanzeigen ändern.

Meta muss nach einer Diskriminierungs­klage der US-Regierung sein System zur Personalisierung von Wohnungs­anzeigen auf Facebook ändern und eine Strafe von rund 115.000 Dollar zahlen. Dem liegt der Vorwurf zugrunde, Menschen mit bestimmter Hautfarbe, Religion oder Herkunft hätten auf der Plattform jahrelang bestimmte Immobilien­anzeigen nicht angezeigt bekommen.
spiegel.de

EU geht mit strengerem Verhaltenskodex gegen Desinformation vor.

Lizenz zum Löschen: Die EU-Kommission hat einen von Tech-Konzernen wie Google und Twitter unterzeichneten verschärften Verhaltenskodex gegen Desinformation im Netz vorgestellt. Die EU hat die 2018 auf freiwilliger Basis eingeführten Regeln noch einmal verschärft und nimmt die Plattformen in die Pflicht, verstärkt gegen Deepfakes, falsche oder irreführende Inhalte vorzugehen. Bei Verstößen drohen Geldbußen in Höhe von bis zu 6 % des globalen Umsatzes. Plattformen soll es Nutzerinnen zudem einfacher machen, sich vor Fälschungen zu schützen und diese früher als solche zu erkennen.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Debatte: Die deutsche Mentalität steht der Digitalisierung im Weg, sagt Angelika Gifford.

Fehlende Hirnwindung: Die Mentalität der Deutschen steht der Digitalisierung im Weg, sagt Angelika Gifford im Interview mit OnlineMarketing.de. Zu oft würden erst Risiken von Vorhaben analysiert, dadurch stehe man "zu lange auf der Bremse". Sie sagt außerdem, die Deutschen halten zu sehr an Gewohntem fest. "Agileres, pragmatischeres und geländegängigeres Denken" würden Abhilfe verschaffen.
onlinemarketing.de

Debatte: Wie gut Mark Zuckerberg Sheryl Sandbergs Aufgaben übernimmt, entscheidet über Metas Erfolg.

Zuckerberg-Imperium: Nach dem Abgang von Managerin Sheryl Sandberg ist Meta voll auf seinen Gründer fokussiert, schreiben die "Welt"-Autoren Stefan Beutelsbacher und Benedikt Fuest. Damit wolle sich Mark Zuckerberg Macht zurückholen. Sandbergs Stärke bei Meta sei es gewesen, Managerinnen zu finden, von denen das Unternehmen profitiert. Für den Erfolg Metas sei es entscheidend, ob Zuckerberg diese Aufgabe genauso gut erfüllt wie Sandberg.
welt.de (Paid)

WhatsApp öffnet sich für die Kundenkommunikation zwischen Unternehmen und Nutzerinnen.


Neue Cashcow: Der Facebook-Konzern Meta öffnet den Chatdienst WhatsApp für Unternehmen. Firmen können über das Programm WhatsApp Cloud API den Messengerdienst als Kanal zur Kundenkommunikation nutzen. Der Dienst soll kostenpflichtig sein, geplant ist eine Abrechnung anhand der Zahl der Kundenchats. Es soll aber auch eine kostenlose, eingeschränkte Version für kleine Unternehmen geben, wie Meta-CEO Mark Zuckerberg bei einer Veranstaltung am Donnerstag ankündigte.

Meta geht mit der Ankündigung des Dienstes acht Jahre nach der milliardenschweren Übernahme von WhatsApp einen wichtigen Schritt in Richtung eines tragfähigen Geschäftsmodells. Für die neue Dienstleistung hatte WhatsApp vergangenes Jahr seine Nutzungsbedingungen geändert und damit für großen Unmut bei Nutzerinnen und Datenschutzbedenken gesorgt.
adweek.com, handelsblatt.com, techcrunch.com

“Wir müssen transparenter kommunizieren” – Angelika Gifford über Meta und Meinungsfreiheit.



IT-Angie: Soziale Medien sind "ein Spiegel der Gesellschaft und da passieren nicht immer nur gute Sachen", sagt Angelika Gifford im turi2 Clubraum. Die Vize-Präsidentin für EMEA bei der Facebook-Mutter Meta sagt im Gespräch mit Moderatorin Aline von Drateln und turi2-Chefredakteur Markus Trantow, dass Meinungsfreiheit für den US-Konzern "ein hohes Gut" ist. Menschen eine Stimme zu geben, sei "nicht bloß ein Poster", sondern ein "Wert, den wir Tag für Tag leben". Dabei gelte es stets, den Spagat zwischen Redefreiheit und Hate-Speech oder Fake-News zu schaffen. Zu beachten sei dabei auch der kulturelle Hintergrund: Was in Holland als schlechter Witz durchgehe, könne in Deutschland als Hassrede wahrgenommen werden. Um damit in Zukunft noch besser umzugehen, müsse Meta vor allem "transparenter kommunizieren, was wir eigentlich tun".

Gifford, die zuvor Führungspositionen u.a. bei Microsoft und HP innehatte, erzählt, dass sie 2020 vor allem wegen der "gesellschaftlichen Relevanz" des Unternehmens zu Meta gegangen ist. Auch gefalle ihr, was ihr Arbeitgeber in Sachen Metaverse und KI auf den Weg bringe: "Ich liebe Innovation". Eine der erfolgreichsten deutschen Managerinnen zu sein, habe sie nie geplant. "Ich hatte aber nie Angst, in zu große Schuhe zu schlüpfen", sagt Gifford. Anderen Frauen möchte sie damit gern als Vorbild dienen. In den 30 Jahren, die sie in der Tech-Branche unterwegs ist, "sind immer viel zu wenige Frauen im Raum". Da sei es schon mal vorgekommen, "dass ich zur Sekretärin degradiert wurde".

Für Aufmerksamkeit sorgt in Meetings häufig auch Giffords Herkunft aus Deutschland, das Kolleginnen gerne als "Fax-Republik" abstempeln. Das halte sie zwar für "nicht richtig", dennoch "müssen wir mutiger, schneller und geländegängier im Denken sein". Ein "Herzensprojekt" ist daher das Buch Die Digitale Dekade – Wie wir unsere Wirtschaft transformieren können, das Gifford im April herausgebracht hat. Auf 232 Seiten schreiben Autorinnen wie Sigrid Nikutta, Florian Haller, Achim Berg oder Brigitte Zypries ihre Ideen und Wünsche zur Digitalisierung auf. Gifford lernt daraus u.a., dass die "transformative Kraft" der Technologie auch für Nachhaltigkeit – ihr "zweites Herzensthema" – nutzbar ist.

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist der Chefredakteur von T-Online, Florian Harms, zu Gast.
turi2.tv (45-Min-Podcast bei YouTube), turi2clubraum.podigee.io (Audio-Podcast), apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Meta verbietet das Teilen von privaten Wohnadressen.

Meta lässt das Teilen von "öffentlich zugänglichen" privaten Wohnadressen nicht mehr zu. Damit folgt das Unternehmen einer Empfehlung des Oversight Board, das schon vor einem Jahr vor dem so genannten Doxxing gewarnt hatte. Doxxing ist die Online-Offenlegung von Namen, Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Wohnadresse mit dem Ziel, Belästigungen zu initiieren.
onlinemarketing.de

Australische Aufsichtsbehörde verklagt Meta wegen Anzeigen für Krypto-Währung.

Betrugsverdacht: Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC eröffnet ein Verfahren gegen den Facebook-Betreiber Meta, weil dieser betrügerische Anzeigen für Krypto-Währung geschaltet hatte. Die Anzeigen hatten prominente australische Persönlichkeiten gezeigt, die angeblich für Investitionen in Kryptowährungen warben. Darüber landeten Nutzerinnen auf einer Seite, auf der sie sich anmelden und Geld in gefälschte Systeme einzahlen sollten. Die ACCC wirft Meta vor, davon gewusst und keine ausreichenden Schritte dagegen unternommen zu haben.
handelsblatt.com