Medienberichte: Microsoft könnte 5 % der Belegschaft entlassen.

Microsoft 150Microsoft will offenbar 5 % seiner Belegschaft entlassen, berichtet Sky News. Betroffen wären rund 11.000 Stellen. Nach Informationen von The Verge könnte der Software-Konzern die Sparrunde bereits heute verkünden, noch vor den Quartalszahlen kommende Woche. Wie andere Tech-Riesen leidet auch Microsoft unter schrumpfendem Wachstum.
news.sky.com, theverge.com, wiwo.de

EU-Kommission will Microsoft Bedenken-Liste gegen Übernahme von Activision Blizzard schicken.

Spielverderber: Die geplante Übernahme der Spiele­schmiede Activision Blizzard durch Microsoft stößt auf Wider­stand der EU-Kommission. Brüssel werde dem US-Konzern demnächst eine Liste mit Bedenken schicken, erfährt Reuters von einem Insider. Microsoft will den Macher von Video­spielen wie "Call of Duty" und "Candy Crush für 69 Mrd Dollar über­nehmen.
reuters.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Basta: Microsoft gibt US-Beschäftigten Urlaub ohne Limit.

Microsoft 150Ich bin dann mal etwas länger weg: Microsoft gewährt seinen Fest­angestellten in den USA künftig unbegrenzten Urlaub. Beschäftigte müssen ihre freien Tage nicht mehr formell protokollieren, ihre "unbegrenzte Freizeit" aber mit Vorgesetzten absprechen. Unbeschränkte Auszeiten – das kennen sonst nur Windows-User, wenn sich der Rechner beim Hochfahren dafür entscheidet, ungefragt ein großes System-Update zu installieren.
businessinsider.com, theverge.com

Microsoft soll Corint Media mindestens 1,2 Mio Euro für Presseinhalte auf Bing zahlen.

Die Kasse bingelt: Im Streit mit Microsoft um Zahlungen nach dem Presse­leistungs­schutz­recht kann die Verwertungs­gesellschaft Corint Media einen ersten Zwischensieg einfahren. Die Schieds­stelle beim Deutschen Patent- und Markenamt schlägt vor, dass Microsoft für die Nutzung von Presse­inhalten in der Such­maschine Bing 1,2 Mio Euro an Corint Media zahlt. Microsoft stimme dem zu. Die Vergütung stellt laut den Geschäfts­führern Christoph Schwennicke und Markus Runde eine "einstweilige Regelung" dar, die endgültige Entscheidung folgt wohl spätestens Mitte 2023. Corint Media geht davon aus, dass die Vergütung "noch einmal deutlich über der interimistischen Zahlung liegen wird". Die Verwertungs­gesellschaft, die die Rechte von rund 350 Presse­angeboten vertritt, sieht in der Entscheidung der Behörde "ein entscheidendes Signal", mit der die Schiedsstelle "urheberrechtliches Neuland" betritt. Corint Media hofft, mit der Summe gut gerüstet in die Verhandlungen mit Marktführer Google zu gehen, dessen bisheriges Angebot im Vergleich dazu "deutlich unter dem Angebot Microsofts" liegt. Google hat bei der mobilen Suche einen Markt­anteil von 96 %. Bei den Desktop-Anfragen erzielt Google 80 %, Bing kommt auf 14 %.
pressebox.de, statista.de (Marktanteile), turi2.de (Background)

“FAZ”: Auswärtiges Amt nutzt Microsoft Office trotz Datenschutz-Bedenken.

Geheim­sache? Die Bundes­regierung hat Daten­schutz-Bedenken bei Microsofts cloudbasierter Software Office 365, weshalb die meisten Ministerien das Paket mit Word, Excel und Co nicht nutzen – mit Ausnahme vom Auswärtigen Amt von Außen­ministerin Annalena Baerbock, schreibt die "FAZ". Grund seien die "besonderen Erfordernisse der Auslands-IT". Wie sich das mit den Bedenken der Regierung vereinbaren lasse, beantwortet das Amt nicht.
faz.net

Zitat: Deutschlands Digitalisierungs-Defizit ist keine Frage des Geldes.

"Wir verbrennen so viel Geld mit Projekten, die in die Grütze gesetzt werden."

Microsoft-Deutschlandchefin Marianne Janik sagt im "Süddeutsche"-Interview, dass Deutschland nicht aus Geld-Gründen bei der Digitalisierung hinterher hinkt: "Wir sind sehr gut darin zu erklären, warum etwas nicht geht." Sie habe aber ein positives Menschenbild und glaube immer, dass Menschen "irgendwann anfangen, vernünftig zu sein".
sueddeutsche.de

Amazon und weitere Cloud-Anbieter reichen Kartellbeschwerde gegen Microsoft ein.

Microsoft 150Über den Wolken: Der Handelsverband Cispe, hinter dem unter anderem Amazon steht, reicht bei der EU eine Kartellbeschwerde gegen Microsoft ein. Der Verband wirft dem Konzern vor, die eigene Dominanz bei Produktivitätssoftware zu nutzen, um europäische Kunden zur eigenen Cloud-Infrastruktur Azure zu lenken. Microsoft dementiert die Vorwürfe. Cispe sieht sich als Interessensvertretung europäischer Cloud-Anbieter, obwohl auch der marktführende Amazon-Cloudservice AWS zu seinen Mitgliedern gehört.
handelsblatt.com (€)

Zitat: Satya Nadella freut sich über das Home Office.

"Die Menschen kommen nicht mehr ins Büro, um irgendwelche Firmenvorgaben zu erfüllen, sondern um mit anderen Menschen kreativ zu sein, sich auszutauschen."

Microsoft-Chef Satya Nadella sagt gegenüber der "Wirtschaftswoche", er sei nur noch zu 40-50 % im Büro – und mehr brauche es auch nicht. Er habe sich nie vorstellen können, dass er einmal so arbeiten würde – "und nun ist das völlig normal".
"Wirtschaftswoche", S. 90

Quartalsbericht: Google macht weniger Gewinn, Microsoft bleibt hinter Erwartungen zurück.

Alphabet: Der Google-Mutterkonzern verzeichnet im 2. Quartal einen Gewinnrückgang von 18,5 auf 16 Mrd Dollar – weniger als von Analystinnen erwartet. Das Werbegeschäft als wichtigster Bereich des Konzerns wächst um 11,6 % auf 56,3 Mrd Dollar. Schlechter als erwartet schneidet dagegen Microsoft ab: Der Gewinn wächst nur um 2 % auf 16,7 Mrd Dollar. Dem Konzern setzen u.a. ein starker US-Dollar und eine geringe Nachfrage nach Computern zu.
spiegel.de, handelsblatt.com (Google)

Luca Callegari ist neuer COO von Microsoft Deutschland.

Microsoft Deutschland macht Luca Callegari, 47, zum Chief Operation Officer. Neben Marketing und Operations soll er auch alle Microsoft Solution Areas verantworten. Callegari war seit 2010 in mehreren Ländern für Microsoft tätig, zuletzt managte er den Lösungsvertrieb in Italien. Anfang Juni hatte Marketing-Chef Markus Grosse seinen Abschied angekündigt. Inwieweit Callegari Grosses Aufgaben übernimmt, ist unklar.
meedia.de, horizont.net (Paid), turi2.de (Background Grosse)

Netflix tut sich für das werbefinanzierte Angebot mit Microsoft zusammen.

Adflix: Streaming-Dienst Netflix kooperiert bei seinem geplanten werbefinanzierten Abo mit Microsoft. Das Software-Unternehmen werde Technologie-Partner und biete alle Fähigkeiten, die es für eine Werbe-Version von Netflix brauche, sagt Netflix-COO Greg Peters. Derzeit befinde sich das werbefinanzierte Angebot noch im Frühstadium, man habe noch viel Arbeit vor sich.
blogs.microsoft.com, zeit.de, turi2.de (Background)

Linked-in startet Audio-Events in Deutschland.

Ohren auf: Microsofts Business-Netzwerk Linked-in holt seinen Clubhouse-Klon "Audio Events" aus der Testphase und stellt die Funktion einer größeren Gruppe von Usern zur Verfügung. Voraussetzung ist die Nutzung des Creator Mode, sowie eine Mindestzahl von 150 Followern. Das Starten eines Audio Events war weltweit bisher nur einer kleinen Test-Gruppe möglich.
linkedin.com, turi2 – eigene Beobachtung

Meinung: Das Metaverse wird in der Industrie eine wichtige Rolle spielen, sagt Marianne Janik.

Virtuelle Produktion: Das Metaverse wird in Zukunft auch die Industrie erobern, ist Microsofts Deutschland-Chefin Marianne Janik überzeugt. Man könne beispielsweise virtuell vorab feststellen, "wie man in der Produktion bestimmte Komponenten ersetzen kann, die in diesen Zeiten nicht verfügbar sind." Das sei quasi "das industrielle Metaverse".
faz.net

Apple, Google und Microsoft arbeiten an Alternativen zum Passwort.

Generalschlüssel: Die Tech-Riesen Apple, Google und Microsoft wollen plattformübergreifend daran arbeiten, das Passwort als Login-Methode zu ersetzen. Zum Einsatz kommen soll stattdessen eine Technologie des Industriezusammenschlusses Fido-Allianz, die Konten mithilfe eines Passkeys auf dem Smartphone entsperrt. Diese Methode soll sicherer sein als der Zugang mittels Passwort. Microsoft-Vizepräsident Alex Simos spricht von einer "vollständigen Umstellung auf eine passwortlose Welt".
faz.net

Corint geht gerichtlich wegen Presse-Inhalten gegen Microsoft vor.

Makro-Ärger: Die Verwertungsgesellschaft Corint Media geht gerichtlich gegen Microsoft vor. Sie fordert für die Nutzung von Presseinhalten circa 20 Mio Euro, der Tech-Gigant biete wohl nur 700.000 Euro an. Nach fast zwei Jahren Verhandlungen "ohne ein akzeptables Ergebnis" hat Corint jetzt die Schiedsstelle des deutschen Patent- und Markenamtes eingeschaltet. Microsofts Ausnutzung journalistischer Inhalte unterscheide sich jenseits aller Worte kaum von der Googles und Facebooks, sagt Geschäftsführer Christoph Schwennicke. "Das verwundert uns etwas, weil Microsoft als Softwarehersteller der Wert geistigen Eigentums doch eigentlich vertraut sein müsste."

Gegen Google und Facebook hatte Corint 2020 beim Bundeskartellamt Beschwerde eingereicht. Google soll 420 Mio Euro zahlen, Facebook weitere 190 Mio Euro. Google bietet jedoch nur 3,2 Mio Euro und der Facebook-Konzern Meta bestreitet gar, überhaupt Lizenzen erwerben zu müssen. Corint hofft auf eine Entscheidung vor der Sommerpause. Nach eigenen Angaben vertritt die Gesellschaft über 300 Presseangebote, meist regionale Zeitungsverlage, aber auch Axel Springer. Andere Medienhäuser, darunter "Spiegel", "Zeit", "FAZ" und t-online, haben sich mit Google bilateral auf LSR-Lizenzen geeinigt. (Foto: Corint Media)
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Ex-Mitarbeiter wirft Microsoft Bestechung vor.


Whistleblower: Ex-Mitarbeiter Yasser Elabd wirft Microsoft vor, jährlich mehr als 200 Mio Dollar für Bestechungen und geheime Lohnzahlungen auszugeben. Das Geld soll an Microsoft-Beschäftigte, Partner und Regierungsangestellte, u.a. in Ghana und Saudi-Arabien, fließen. Die Konzern-Manager würden davon wissen. Microsoft weist die Vorwürfe zurück, man habe die Unterstellungen bereits vor Jahren ausgeräumt.

Bereits 2016 sei Elabd eine dubiose Zahlung über 40.000 Dollar an einen vermeintlichen Kunden in Afrika aufgefallen, danach habe er weitere Nachforschungen angestellt. Weil er "zu viele Fragen" gestellt habe, habe ihn Microsoft dann 2018 nach zwei Jahrzehnten entlassen. In einem Fall soll etwa das Bildungsministerium von Katar 9,5 Mio Dollar jährlich für Software-Lizenzen gezahlt haben, die allerdings nie zum Einsatz gekommen sind.
lioness.co via t3n.de, winfuture.de

Debatte: KI kann Redaktionen entlasten, meint Holger Meinzer.

Intelligente Unterstützung: Künstliche Intelligenz ist ein Hilfsmittel, das Redaktionen entlastet, sagt Microsoft-Manager Holger Meinzer im "Journalist"-Interview. KI kann Medienschaffende u.a. bei der Themen­findung und Recherche unterstützen oder beim Schreiben einschätzen, ob ein Artikel hinter die Paywall sollte. Er sagt aber auch: "Die publizistische Hoheit kann und soll eine KI nicht ersetzen".
journalist.de

Porträt: Magdalena Rogl, Leiterin Diversity und Inklusion bei Microsoft.

Pädagogisch wertvoll: Mitte 20, geschieden, alleinerziehend. Vom Gehalt als Kinderpflegerin kann Magdalena Rogl mit zwei Kindern in München kaum leben. "Ich habe das als Chance genutzt, um mehr zu wachsen, als ich es mir je hätte vorstellen können", sagt sie zwölf Jahre später, inzwischen Führungskraft, glücklich verheiratet, Mutter von vier Kindern.

Rogl hat weder Abitur noch Hochschulabschluss. Ihre Familie ist akademisch geprägt, ihre Oma sagt einmal: "Bei uns gibt es die Fleißigen und die Klugen. Du bist eine von den Fleißigen." Sie meint das als Kompliment. Neben dem Job in einer Kinderkrippe beginnt Rogl, abends im Community-Management bei "Focus Online" zu arbeiten. 2011 übernimmt sie dessen Leitung, absolviert ein Online-Studium, arbeitet sich weiter hoch. Digital Native war sie nie, aber in Social Media fühlt sie sich zu Hause. Alles Technische bringt sie sich selbst bei.

2016 kommt Rogl zu Microsoft, seit 2021 ist sie "Project Lead für Diversity und Inklusion" im Personalbereich. Ihren Job findet Rogl "ziemlich perfekt". Etwas würde sie trotzdem gerne ändern: "Aus ‚Human Ressources‘ sollte ‚Human Relations‘ werden." Beziehungen statt Rohstoff.

Den roten Faden ihrer Biografie hat Rogl lange gesucht. Dabei ist er offensichtlich: "Ich liebe es, Menschen beim Wachsen zu begleiten."

Tipp von Magdalena Rogl: "Versuche, dir bewusst zu werden, wer du bist und wer du sein willst. Finde deine Werte und nutze sie als Kompass. Bau dir ein Netzwerk auf"

Magdalena Rogl
Geb. 1985 in München
2002: Ausbildung zur Erzieherin
2011: Leiterin Community Management bei "Focus Online", Online-Studium in Social Media und Community Management
2013: Managerin Online-Kommunikation bei "Tomorrow Focus"
2016: Head of Digital Channels bei Microsoft
2021: Project Lead für Diversity und Inklusion bei Microsoft


(Foto: Sapna Richter)

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #17 Jobs – lesen Sie alle Geschichten hier im E-Paper:

Zahl des Tages: Staat zahlt 2021 rund 205 Mio Euro an Microsoft für Software-Lizenzen.

Microsoft 150Zahl des Tages: Über 205 Mio Euro überweist der Bund 2021 an Microsoft für deren Software, Serverdienste und Wartung, meldet der "Spiegel". Im Vergleich zu 2020 ist das ein Plus von 15 %. Zum Vergleich: 2015 lagen die Kosten noch bei 43 Mio Euro. Knapp 500.000 Mitarbeiterinnen der Bundesverwaltung nutzen die Microsoft-Produkte.
spiegel.de

Zitat: Bill Gates versteht nicht, warum er zum Sündenbock geworden ist.

"Ich werde nie verstehen, warum gerade ich rausgepickt wurde für die Rolle des Sündenbocks."

Bill Gates, Microsoft-Gründer und Mittelpunkt zahlreicher Verschwörungstheorien, sagt im "Süddeutsche"-Interview, er habe gehofft, dass "eine Pandemie die Leute zusammenbringt, statt sie auseinanderzutreiben". Die Desinformation empfinde er als "frustrierend".
sueddeutsche.de (Paid)

Microsofts Cloud-Geschäft wächst weiter.

Microsoft 150Microsoft verzeichnet im vergangenen Quartal ein Gewinn von 18,8 Mrd Dollar – eine Steigerung von 21 % im Jahresvergleich. Wachstumstreiber ist nach wie vor das Cloud-Geschäft. Hier steigen die Erlöse um 32 % auf 22,1 Mrd Dollar. Einen Dämpfer gibt es dagegen bei Microsofts Plattform Azure: Der Umsatz steigt nur um 46 % – zuvor betrug das Plus stets mehr als 50 %. Die Gaming-Sparte legt um 8 % auf 5,5 Mrd Dollar zu.
t-online.de

Microsoft schluckt Spieleschmiede Activision Blizzard für 70 Mrd Dollar.

Microsoft übernimmt für knapp 70 Mrd Dollar die Videospiel-Firma Activision Blizzard, Spiele­schmiede hinter erfolg­reichen Games wie "Call of Duty", "World of Warcraft" und "Candy Crush". Der Software-Riese bietet 95 Dollar je Aktie, das Angebot liegt 45 % über dem Schluss­kurs von Freitag. Microsoft will die Activision-Spiele im Rahmen seiner Game-Flatrates für X-Box und PC anbieten. Activision-Boss Bobby Kotick, er war zuletzt wegen Vorwürfen von sexueller Belästigung und Diskriminierung in die Kritik geraten.
manager-magazin.de, tagesschau.de, theverge.com

Lese-Tipp: Microsoft möchte mit “Empathie und Nachsicht” an die Spitze, schreib Axel Postinett.

Lese-Tipp: Mit einem neuen Geschäftsmodell möchte sich Microsoft-Chef Satya Nadella (Foto) gegen den größten Konkurrenten Apple durchsetzen, schreibt "Handelsblatt"-Autor Axel Postinett. Ginge es bislang nur um den Verkauf von Softwarekopien, setze Nadella nun auf die "völlige Kundenfokussierung". Mit "Empathie und Nachsicht" möchte er den Konzern an die Spitze bringen.
handelsblatt.com (Paid)

Nextcloud beschwert sich über Microsoft beim Kartellamt.

Microsoft 150Cloud-Clash: Die deutsche Software­firma Nextcloud wirft Microsoft vorm Kartellamt eine markt­beherrschende Stellung vor. Diese nutze das Gates-Unternehmen zum Verkauf seiner Office-Pakete. Auch mit der Plattform Teams und dem Cloud-Dienst OneDrive ergebe sich eine "schwer angreifbare Stellung von Microsoft für Wettbewerber", argumentiert Nextcloud in seinem Schreiben.
spiegel.de

Microsoft und Bayer verbünden sich für digitale Landwirtschaft.

microsoft-logo ohne Schriftzug 150Microsoft und Bayer beackern künftig gemeinsam das Feld der digitalen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie. Der Chemiekonzern will datenbasiert die "Wertschöpfungskette für Nahrungs- und Futtermittel sowie Kraftstoffe und Textilfasern" optimieren und neue Geschäftsmodelle. Die Kooperation ist auf fünf Jahre angelegt.
faz.net (Paid), pressebox.de (Pressmitteilung)

Google und Microsoft mit guten Quartalsergebnissen.

Liefern ab: Google-Mutter Alphabet steigert den Umsatz im 3. Quartal um 39 % auf 65,1 Mrd Dollar, davon entfallen 53,1 Mrd Dollar auf das Werbegeschäft. 18,9 Mrd Dollar beträgt der Gewinn, 68 % mehr als im Vorjahres-Zeitraum. Auch Microsoft legt gute Zahlen vor, vor allem dank seines boomenden Cloud-Geschäfts: Der Gewinn verbessert sich um 48 % auf 20,5 Mrd Dollar, die Erlöse klettern um 22 % auf 45,3 Mrd Dollar.
spiegel.de, finanzen.net, deraktionaer.de

Bill Gates soll Microsoft-Mitarbeiterin unangemessene E-Mails geschrieben haben.

Microsoft: Gründer Bill Gates ist im Jahr 2008 von Führungskräften aufgefordert worden, unangemessene E-Mails an eine Angestellte zu unterlassen. Der Konzern bestätigt einen entsprechenden Bericht des "Wall Street Journal". Gates hatte die Frau demnach zu einem privaten Treffen aufgefordert. Das Büro des Microsoft-Gründers hatte den "WSJ"-Bericht zuvor bestritten.
wsj.com (Paid), spiegel.de

136 Staaten stimmen für höhere Besteuerung von Apple, Google & Co.

Austrocknende Oasen: 136 Staaten einigen sich auf die globale Mindeststeuer von 15 %. Damit rückt die Steuerreform näher, die auch Unternehmen wie Microsoft, Apple, Google und Facebook treffen würde. Deren europä­ischen Hauptquartiere sitzen in Irland, wo derzeit deutlich weniger Steuern anfallen. Irland stimmt der Erhöhung mittlerweile zu.
faz.net, deutschlandfunk.de

Zitat: Microsoft-Deutschland-Chefin Marianne Janik fordert Digitalministerium auf Zeit.

"Ein Digital­ministerium müsste eigentlich über­flüssig sein – wir sollten es aber dennoch errichten, um es später wieder abschaffen zu können."

Microsoft-Deutschland-Chefin Marianne Janik schreibt im "Handels­blatt", dass ein Digital­ministerium "der Logik erfolgreicher Transformations­projekte" folgend daran arbeiten soll, nicht mehr gebraucht zu werden.
"Handelsblatt", S. 64 (Paid)

Amazon, Microsoft und Google fordern Cloud-Regeln.


Datenwolke mit Prinzipien: Die Tech-Konzerne Amazon, Microsoft, Google und ein halbes Dutzend weitere Tech-Firmen starten eine Datenschutz-Initiative für ihre Cloud-Angebote. Zu den Partnern gehören auch Slack, SAP und IBM. Die fünf Prinzipien zielen sowohl auf den Schutz von Kundendaten, wollen aber auch den Zugriff von Behörden regeln. So sollen Behörden Anfragen im ersten Schritt an die Unternehmenskunden der Cloud-Dienste richten. Läuft eine Anfrage über den Provider, sollen die Kundinnen im Idealfall im Voraus über den Zugriff informiert werden. Die Firmen fordern auch ein klares Procedere, um Datenanfragen von Behörden anzufechten. In "engen Grenzen" könne es Ausnahmen von diesen Regeln geben.

Die beiden letzten Regeln betreffen den Datenaustausch über Ländergrenzen hinweg. Die Firmen fordern von Regierungen Mechanismen zur Lösung von internationalen Daten-Konflikten. So dürfe die Einhaltung von Gesetzen in einem Land nicht zum Gesetzesbruch in einem anderen Land führen. Außerdem sollen Regierungen den grenzüberschreitenden Datenverkehr u.a. als Motor für Innovationen fördern.
cnet.com, trustedcloudprinciples.com (ausführliche Prinzipien)

Magdalena Rogl wechselt in Microsofts HR-Abteilung.

Microsoft Deutschland: Magdalena Rogl, bisher Head of Digital Channels, wechselt in die HR-Abteilung und bekommt die Position "Diversity & Inclusion Project Lead". Die 36-Jährige soll künftig den kulturellen Wandel des Unternehmens vorantreiben sowie in- und externe Communities managen. Zusätzlich berät Rogl die Personalabteilung in Bezug auf neue Trends.
prreport.de

Statista: Mehrheit vertraut großen Tech-Konzernen beim Datenschutz nicht.

Nicht sicher: Tech-Konzerne wie Google, Amazon und Facebook genießen nur wenig Vertrauen, wenn es um Datenschutz geht, sagt einen Studie von Statista. Das höchste Zutrauen sprechen die Befragten in Deutschland noch Amazon (42 %) zu, darauf folgen Google (30 %), Apple (26 %) und Microsoft (22 %). Schlusslicht ist Facebook mit 20 %.
de.statista.com

Microsoft profitiert erneut vom starken Cloud-Geschäft.

Microsoft 150Microsoft profitiert auch im jüngsten Quartal von seinem starken Cloud-Geschäft, das dem Software-Riesen einen Gewinn von 16,5 Mrd Dollar beschert – eine Steigerung von 47 % im Jahresvergleich. Stärkster Gewinner ist Microsofts Plattform Azure, deren Umsatz um 51 % gewachsen ist. Die PC-Sparte samt Windows und der Spielekonsole XBox wächst um 9 % auf einen Umsatz von 14,1 Mrd Dollar.
manager-magazin.de, handelsblatt.com, derstandard.at

USA beschuldigen China für Hackerangriff auf Microsoft.

Allianz gegen China: Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden (Foto) macht China für den größten Hackerangriff der vergangenen Jahre verantwortlich. Rückendeckung bekommt Binden dabei von der EU, der Nato, Neuseeland, Australien und Japan. Zehntausende Unternehmen und Behörden in den USA waren von dem Cyberangriff auf Microsoft betroffen, der im März 2021 ans Licht kam.
sueddeutsche.de, wsj.com, turi2.de (Background)

Microsoft zahlt Beschäftigten 1.500 Dollar Pandemie-Bonus.

Microsoft 150Microsoft zahlt allen Beschäftigten weltweit einen "Pandemie-Bonus" von 1.500 Dollar , berichtet The Verge. Berechtigt sind Mitarbeiterinnen unterhalb des Vice-President-Levels, die mindestens seit dem 31. März 2021 für Microsoft tätig sind. Auch Teilzeit- und Honorar­kräfte bekommen Geld, jedoch nicht das Personal von Microsoft-Töchtern wie Linked-in oder GitHub.
theverge.com, businessinsider.com

“WSJ”: Bill Gates soll wegen einer Affäre als Microsoft-Boss zurückgetreten sein.

Microsoft: Der Rückzug von Bill Gates als Vorstandschef im März 2020 war nicht so freiwillig, wie bisher bekannt, schreibt das "Wall Street Journal". Dem Rücktritt vorausgegangen sei eine Untersuchung zu einer Affäre mit einer Mitarbeiterin. Gates nahm seinen Hut, bevor die Untersuchung abgeschlossen war. Eine Gates-Sprecherin widerspricht und sagt, der Rückzug habe nichts mit der Affaire und Untersuchung zu tun gehabt.
wsj.com (Paid), theverge.com, bild.de