Microsoft will 25 Mio Arbeitssuchende via Linked-in qualifizieren.

Microsoft 150Microsoft startet eine Initiative für 25 Mio Jobsuchende weltweit: Der Konzern will dafür Linked-in-Daten analysieren, die wichtigsten Qualifikationen ableiten und sie via Linked-in, GitHub und Microsoft Learn auf Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch vermitteln. Vorstandschef Satya Nadella sagt, Corona habe eine Wirtschaftskrise ausgelöst, nach der es wichtiger denn je sei, Menschen "auf die Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten".
techcrunch.com

“SZ” und NDR: Alexa, Siri & Co zeichnen häufig ohne Aufforderung auf.


Große Ohren: Sprachassistenten in Smart Speakern oder Handys zeichnen Gespräche von Nutzer*innen oft auf, ohne absichtlich aktiviert zu werden, recherchieren das NDR-Format "STRG_F" und die "Süddeutsche Zeitung". Drei Ex-Mitarbeiter*innen von Firmen, die für Apple und Amazon Aufnahmen überprüft haben, berichten, sie hätten Gespräche von medizinischem Personal, Geschäftsbesprechungen und intime Privatsituationen mitgehört. Eine Forschergruppe der Uni Bochum und des Max-Planck-Instituts hat elf Smart Speaker untersucht: Modelle von Apple, Google, Amazon, Microsoft, der Telekom und den chinesischen Firmen Xiaomi, Tencent und Baidu. Sie haben die Lauschsprecher tagelang dauerbeschallt, etwa mit Nachrichtensendungen, Fernsehsendungen und Störgeräusche.

Sie schalteten sich in dieser Zeit Hunderte Male fälschlicherweise ein – und verarbeiteten Aufnahmen, die gar nicht existieren dürften. Besonders Geräte von Amazon starteten bei deutschsprachigen Systemen häufig ungewollte Aufnahmen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sagt gegenüber "STRG_F" und "Süddeutscher Zeitung", man müsse vom Hersteller erwarten, "dass er die Verbraucher im datenschutzrechtlichen Sinne aufklärt und darauf hinweist, dass es eben ein entsprechendes Risiko der Privatsphäre ist". Caspar glaubt aber auch, dass die Speaker besser werden und aus Fehlern lernen.
tagesschau.de, projekte.sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Wie GAFAM in der Krise neue Märkte erobern wollen.

Lese-Tipp: Die US-Tech-Riesen sind die großen Profiteure der Corona-Krise, analysiert das "manager magazin". Autor Jonas Rest beschreibt, wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft "investieren, wenn andere kürzen" – eine Strategie, mit der GAFAM schon in der Finanzkrise 2008 zu Gewinnlern wurden. Amazon-Boss Jeff Bezos etwa steigt in den Markt für autonomes Fahren ein und lässt sich das Startup Zoox wohl mehr als 1 Mrd Dollar kosten. Zuvor war dem Unternehmen die Finanzierung weggebrochen. Die Konzentration des Online-Händlers auf Produkte des täglichen Bedarfs habe Bezos geschickt als Krisenhilfe verkauft, tatsächlich sei es ein "Schlag gegen Walmart" gewesen.

Google, Facebook und Microsoft profitieren vom Digitalisierungs-Schub durch Corona. Für ihre Cloud-Dienste konnten sie neue Kund*innen gewinnen – allen voran bei den Videokonferenz-Tools. Beliebte Features des neuen Konkurrenten Zoom wurden "in Windeseile kopiert", schreibt Rest. Wo die Werbeumsätze von Google und Facebook durch den Lockdown zeitweise eingebrochen sind, werden sie "auch am schnellsten wieder anziehen", zitiert Rest den Marketingprofessor Scott Galloway.
"manager magazin" 7/2020, S. 68-73 (Paid)

Satya Nadella hält die Deutschen für “geradlinige No-Nonsense-Typen”.

Microsoft-Boss Satya Nadella reist virtuell durch Deutschland, schaltet sich in ein Kinderhaus, quatscht mit einem Detmolder Maschinenbauer und einem Luftanalytik-Startup – Corinna Baier und Jörg Harlan Rohleder begleiten ihn dabei. Ihm falle "jedes Mal auf, wie kritisch die Deutschen sind, gerade was den Status
quo des Fortschritts angeht", so Nadella. Die Menschen hier seien "geradlinige No-Nonsense-Typen", bei denen es "immer um die großen Themen" gehe.
"Focus" 27/20, S. 48-54 (Paid)

Microsoft macht weltweit seine Läden dicht.

Microsoft 150Microsoft schließt seine Ladengeschäfte weltweit. Das Verkaufsteam soll künftig remote für die Kundschaft da sein, teilt der Konzern mit. Einzig die Standorte in New York City, London, Sydney und Redmond bleiben erhalten, allerdings als sogenannte "Experience Center", in denen nichts verkauft wird. Jobs sollen durch die Umstellung auf reinen Onlinehandel nicht wegfallen, so Microsoft zu "The Verge".
theverge.com, news.microsoft.com (Statement Microsoft)

Microsofts News-KI verwechselt Musikerinnen.

Microsoft hat mit Unzulänglichkeiten seiner News-KI zu kämpfen, die Aufgaben übernehmen soll, die bisher von Redakteur*innen ausgeübt wurden. Der Algorithmus verwechselt in einem Beitrag die Sängerin Jade Thirlwall der Popgruppe Little Mix mit ihrer Bandkollegin Leigh-Anne Pinnock und wirft dabei ausgerechnet in einem Beitrag über Rassismus die beiden People of Colour der Band durcheinander. Als der "Guardian" kritisch dazu nachfragt, erhalten die Redakteure die Anweisung, den "Guardian"-Beitrag bei MSN auszusortieren, falls die Software ihn aggregiert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Amazon legt erneut Widerspruch gegen Cloud-Auftrag vom Pentagon an Microsoft ein.

Amazon stellt den Kontrollbericht um die Vergabe des Jedi-Auftrags der US-Regierung an Microsoft in Frage und fordert vom Verteidigungsministerium eine "objektive und unparteiische Überprüfung". Laut Jeff Bezos habe Microsoft den Auftrag unrechtmäßig erhalten, weil Trump Amazon nicht möge. Microsoft wirft dem Konzern indes vor, den Projektstart verzögern zu wollen.
t3n.de, businessinsider.com, turi2.de (Background)

Microsoft will die Umwelt mithilfe von KI-Algorithmen schützen.

Microsoft 150Microsoft will die Analyse von Umweltdaten mit Künstlicher Intelligenz erleichtern. Der "Planetary Computer" soll u.a. für Wissenschaft und Behörden Artenbestände ermitteln oder die Bodenzusammensetzung per Satellitenbild bestimmen können. Kritiker*innen monieren, dass Microsoft gleichzeitig etwa mit der Ölfirma BP zusammenarbeitet.
techcrunch.com, spiegel.de (Kritik), innovation.microsoft.com, turi2.de (Background)

Partner-Business: Markus Elsen wechselt von Publicis zu Microsoft Deutschland.

Microsoft Deutschland verpflichtet Markus Elsen als Head of Partner Programmes and Marketing, schreibt das Portal lout.plus. Elsen war zuvor bei Publicis tätig. Das Partner-Business generiert bei Microsoft den größten Umsatzanteil. Elsen soll künftig die Partnerprogramme betreuen und diese bei Businessentwicklung und Kommunikation unterstützen.
lout.plus

Zitat: Microsoft-Manager Brad Smith will keine Abschottungspolitik.

"In der Welt von heute kann keiner von uns Erfolg haben, wenn der einzige Ort, an dem wir Geschäfte machen können, das Land ist, in dem wir ansässig sind."

Microsoft-Spitzenmanager Brad Smith sagt im "FAS"-Interview, dass US-Unternehmen bei der europäischen Cloud Gaia-X nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden sollten.
"FAS", S. 19 (Paid)

“Handelsblatt”: Bundesregierung will Microsoft-Abhängigkeit ablegen.

Bundesregierung will ihre Abhängigkeit von IT-Anbietern verringern und künftig vorzugsweise auf Opensource-Software setzen, "mindestens auf offene Standards und Schnittstellen“, schreibt das Innenministerium in einer Antwort auf eine Grünen-Anfrage. Es folgt damit einer PwC-Studie, die sagt, dass die Bundesregierung "stark abhängig" von wenigen Anbietern sei, vor allem von Microsoft.
handelsblatt.com

Amazon fordert eidesstattliche Aussage von Trump zum Cloud-Auftrag vom Pentagon.

Amazon fordert eine Aussage Trumps unter Eid zu einem Militärauftrag über zehn Mrd Dollar, den das Pentagon im Oktober an Microsoft vergeben hat. Amazon hat geklagt: Trumps Voreingenommenheit gegen Jeff Bezos habe den Deal beeinflusst. Der Onlinehändler fordert auch eine eidesstattliche Aussage von Verteidigungsminister Mark Esper.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Europa wird Kontinent des Tech-Widerstands, schreibt Christian Meier.

Europa, "Kontinent der Bedenkenträger" entwickelt sich zum "gelobten Land des Widerstands gegen die Allmacht der Digitalkonzerne", schreibt Christian Meier. Bewunderung habe sich innerhalb einer Dekade in Regulierungsforderungen gewandelt. Google, Amazon, Facebook und Co hätten noch nie mehr unter Druck gestanden, dennoch könne scheinbar kein Skandal ihnen schaden. Deshalb brauche es für echten Wandel "die Politik, die von Technologie eigentlich nie allzu viel verstanden hat".
welt.de

Microsoft soll VW helfen, nachhaltiger und digitaler zu werden.

Volkswagen holt sich für E-Mobilität und Digitalisierung Hilfe von Microsoft. Der Software-Konzern vernetzt bereits Autos in der VW Automotive Cloud. Künftig kooperieren die Unternehmen auch bei Nachhaltigkeit, digitaler Bildung und Mitarbeiter-Engagement. Microsoft bietet ein digitales Trainingsprogramm an, VW will 2020 rund 2.500 neue Mitarbeiter für die Digitalisierung anheuern.
t3n.de

Microsoft startet weltweite Klima-Initiative.

Microsoft will bis spätestens 2030 der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entziehen als der Konzern produziert, kündigt Chef Satya Nadella an. Bis 2050 will Microsoft alle CO2-Emissionen aus der Umwelt entfernen, die es seit Gründung 1975 direkt oder durch den Stromverbrauch verursacht hat. Weil es dazu noch kein Verfahren gibt, startet Microsoft einen Fonds mit 900 Mio Euro, der die nötige Technologie fördern soll. Auch Partner und Zulieferer sollen sich an der Klima-Initiative beteiligen.
horizont.net

Microsoft will eine positive Klimabilanz erreichen.

Microsoft will bis 2030 "CO2-negativ" werden. Der Ausstoß soll um mehr als die Hälfte gesenkt werden, zusätzliche Ausgleichsprogramme sollen eine noch größere Menge aus der Atmosphäre entfernen. Auch Tech-Konzerne wie Facebook, Apple oder Amazon wollen klimanegativ werden, sind es bisher aber nicht. Google ist nach eigenen Angaben seit 2007 klimaneutral. Mit ihren Rechenzentren verursacht die Digitalbranche rund 4 % der weltweiten CO2-Emissionen.
handelsblatt.com

Amazon will Cloud-Auftrag vom Pentagon an Microsoft prüfen lassen.

Amazon fordert eine Überprüfung der Vergabe des milliardenschweren Cloud-Auftrags des Pentagons an Microsoft. Amazon sieht im Vergabeverfahren "klare Mängel, Fehler und unverkennbare Voreingenommenheit". Amazon galt als Favorit, Konzernchef Jeff Bezos und US-Präsident Donald Trump sind sich jedoch nicht grün.
futurezone.at, handelsblatt.com, huffpost.com, turi2.de (Background)

Microsoft will Edge und Bing reanimieren.

Microsoft will seinen Browser Edge und die Suchmaschine Bing wiederbeleben, schreibt das "Handelsblatt" – der Edge-Logorelaunch sei nur ein Teilschritt. Der Browser bekommt einen Kern der Open-Source-Software Chromium. Ab 2020 will der Konzern beide Produkte erst bei seinen Unternehmenskunden etablieren, später auch bei Konsumenten für sie werben. Alleinstellungsmerkmal gegenüber Google soll eine private Privatsphäre sein.
handelsblatt.com

Amazon-Chef Bezos ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt.

Amazon: Chef Jeff Bezos fällt im Milliardärs-Ranking hinter Microsoft-Gründer Bill Gates zurück, berechnet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Erstmals seit 2017 ist Amazons Quartalsgewinn im Jahresvergleich gesunken. Bezos kommt demnach rechnerisch auf ein Vermögen von rund 104 Mrd Dollar, Gates auf 106 Mrd Dollar.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Motherboard: Microsoft-Mitarbeiter hören bei Skype-Anrufen zu.

Microsoft: Mitarbeiter können Skype-Anrufe, bei denen die automatische Übersetzungsfunktion genutzt wurde, nachträglich anhören, berichtet Motherboard. Die fünf bis zehn sekündigen Mitschnitte enthalten auch persönliche Belange, u.a. über Beziehungsprobleme oder Gewichtsverlust. Skype weist in seinen Nutzungsbedingungen darauf hin, dass Ausschnitte analysiert werden könnten – jedoch nicht, dass dies auch durch Menschen geschieht.
vice.com, spiegel.de

Meinung: Stadia von Google wird Gamingbranche umwälzen.

Gamingbranche steht vor Epochenwechsel durch Streamingdienste von Google, Microsoft und Co, schreibt Hedviga Nyarsik. Die Spiele-Anbieter planen bisher aber nicht mit exklusiven Streaming-Spielen, weil die Massentauglichkeit noch nicht bewiesen sei. Beim Zocken sei schnelles Internet noch wichtiger als beim Filme streamen, deshalb komme es auch auf den 5G-Ausbau an.
n-tv.de

Tech-Giganten und 17 Staaten unterzeichnen Christchurch-Appell im Kampf gegen Terrorvideos.


Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron bei einer Pressekonferenz zum "Christchurch-Gipfel" Elysée-Palast.

Anti-Terror-Pakt: Die Internetriesen Facebook, Twitter, Google, Microsoft und Amazon unterzeichnen gemeinsam mit 17 Staaten einen Christchurch-Appell. Das internationale Bündnis will gemeinsam die Ausbreitung von Gewalt und Extremismus im Netz bekämpfen. Die Initiative geht von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sowie der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern aus.

Die Unterzeichner versichern, dass Meinungsfreiheit sowie das freie Internet nicht beeinträchtigt werden sollen. Facebook hatte bereits im Vorfeld angekündigt, Regelverstöße mit einem Live-Streaming-Verbot zu ahnden. Microsoft, Twitter, Google und Amazon unterstützen den Aufruf und stelle Maßnahmen in Aussicht, etwa Terror-Inhalte künftig sofort zurückzuziehen.

Unter den 17 beteiligten Staaten sind u.a. Deutschland, Großbritannien und Australien. Die USA haben sich dem Abkommen nicht angeschlossen. Das Weiße Haus lies jedoch verlauten, dass man die Ziele grundlegend unterstütze, den Appell jedoch zur Zeit nicht mittragen könne.
mashable.com, abendblatt.de

Lese-Tipp: So entstand die Browser-Partnerschaft zwischen Microsoft und Google.

Lese-Tipp: Microsoft kooperiert mit Google, um vom schnellen Entwicklungstempo der Browser-Konkurrenz nicht eingeholt zu werden, skizziert Jens Minor die Motive der Tech-Allianz. Die lukrativen Synergieeffekte könnten sich für Microsoft negativ auswirken, wenn die Browser-Entwicklungsarbeit mit Mitbewerber Google den eigenen Produkten schade.
googlewatchblog.de