Microsoft verbündet sich mit europäischen Verlagen.

Microsoft 150Microsoft verbündet sich mit europäischen Verlagen gegen Google und Facebook und will gemeinsam mit ihnen ein System für kostenpflichtige Netz-Inhalte entwickeln. Ziel sei es, marktbeherrschende "Gatekeeper" zum Zahlen für die Nutzung von Inhalten zu verpflichten. Der Vorstoß orientiert sich an den Plänen Australiens: Dort sollen Plattformbetreiber bilaterale Verhandlungen mit Medienunternehmen führen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Zitat: Microsoft-Präsident Brad Smith schaut hoffnungsvoll nach Australien.

"Dieser Wandel, den wir gerade in Australien sehen, ist für die ganze Welt relevant – und wird Demokratien auf der ganzen Welt gesünder machen."

Microsoft-Präsident Brad Smith freut sich im "Welt-am-Sonntag"-Interview, dass sich das "Verhältnis zwischen den Technologieplattformen und Journalismus" in Australien verändert. Journalismus sei "Teil der grundlegenden Infrastruktur der Demokratie", deren Aufrechterhaltung Priorität haben müsse.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Bill Gates hat ein Auge auf die Verschwörungsmythen um sich selbst.

"Ich er­hal­te je­de Wo­che von mei­nem Bü­ro ei­nen Be­richt, in dem die ver­schie­de­nen Va­ri­an­ten auf­ge­lis­tet sind, die ge­ra­de im In­ter­net kur­sie­ren."

Bill Gates erzählt im "Zeit"-Interview, dass er durch das wöchentliche Beobachten der Verschwörungstheorien um seine Person mehr darüber lernt, was sie befeuert. In den USA entstammen sie vor allem dem rechten Spektrum, anderswo seien sie aber "nicht ganz so ein­deu­tig po­li­tisch ver­or­tet".
zeit.de (Paid)

Datenschutzbehörden nehmen den Einsatz von US-Clouddiensten bei deutschen Firmen ins Visier.

Aufsichtsbehörden nehmen deutsche Konzerne, die Daten bei US-Clouddiensten lagern, ins Visier, schreibt das "Handelsblatt": Datenschützer*innen in Hamburg und Baden-Württemberg haben Verfahren eingeleitet um zu prüfen, ob die Daten in den Clouds von Amazon, Microsoft und Co EU-konform geschützt sind. Datenschützer Johannes Caspar (Foto) fordert politische Lösungen: Einzelverträge zwischen deutschen Firmen und US-Dienstleistern böten keinen ausreichenden Schutz. Den Firmen drohten deshalb Mio-Bußgelder.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Bundesministerien geben immer mehr für Microsoft-Produkte aus.

Microsoft 150Zahl des Tages: Stolze 178,5 Mio Euro haben die Bundesministerien 2020 für Microsoft-Software ausgegeben. 2019 lagen die Ausgaben schon bei 177,2 Mio Euro, 2015 noch bei 43,5 Mio Euro. Analyst*innen von PwC hatten schon 2019 "dringenden Handlungsbedarf" angemahnt und die Bundesregierung vor einer zu hohen Abhängigkeit von Microsoft-Produkten gewarnt.
spiegel.de

Australischer Premierminister glaubt an Bing als Google-Alternative.

Vor-Bing-reitet: Australiens Premier Scott Morrison setzt auf die Suchmaschine Bing, falls Google wie angedroht in Down Under den Dienst quittiert. Dafür habe er eigens mit Microsoft-Chef Satya Nadella gesprochen. Bings Marktanteil beläuft sich in Australien aktuell auf 3,6 %, Google meldet dagegen 95 %. Hintergrund des Streits ist ein Ansinnen der Regierung, Lizenzgebühren für Medieninhalte auf Google und Facebook zu erheben.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

SAP-Chef Christian Klein setzt auf Kooperationen mit Microsoft.

Vernunftbeziehung: Microsoft und SAP sollen in Zukunft Partnerschaften eingehen, um "Kompetenzen sinnvoll zu bündeln", sagt SAP-Chef Christian Klein. Beide Unternehmen seien "auf vielen Feldern sehr komplementär", dass sie in anderen Konkurrenten sind, stelle kein Hindernis da. Klein sagt, er telefoniert regelmäßig mit Microsoft-Chef Satya Nadella. Ein Zusammengehen, wie noch unter SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner angedacht, ist aber kein Thema.
faz.net

Microsoft investiert General Motors-Firma Cruise.

Microsoft 150Fahrerloses Fahren: Microsoft schießt 2 Mrd Dollar in das Unternehmen Cruise, das selbstfahrende Autos entwickelt. Die mehrheitlich von General Motors gehaltene Firma wird derzeit auf 30 Mrd Dollar taxiert, 2019 waren es noch 19 Mrd Dollar. Ursprünglich wollte Cruise schon 2019 erste Robo-Taxis in San Francisco betreiben, steckt aber noch heute in der Testphase.
faz.net

Hacker griffen auf Quellcodes von Microsoft zu.


Halten Sie Windows und Türen verschlossen: Unbekannte haben bei einem Hacker-Angriff auf Microsoft geheime Quellcodes eingesehen. Das teilt das Unternehmen mit. Microsoft vermutet hinter der Attacke einen gut organisierten, staatlichen Angriff. Einen Verlust von Daten oder Sabotage habe Microsoft bisher nicht feststellen können. Die Angreifer hätten zudem die Codes nicht verändern können. Allerdings konnten sie die Quellcodes einsehen und so Kenntnis über die Funktionsweise wichtiger Programme erlangen.

Welche Codes genau Ziel des Angriffes waren, verschweigt Microsoft. Viele der Systeme kommen bei Unternehmen zum Einsatz und sind mitunter Teil kritischer Infrastruktur, etwa in Kraftwerken oder auch beim Militär. Der Hack fand bereits vor Weihnachten statt, Microsoft informiert jedoch erst jetzt darüber.
faz.net, heise.de, edition.cnn.com

Microsoft setzt laut Berichten auf eigene Chips und löst sich von Intel.

Microsoft 150Microsoft entwickelt Berichten zufolge eigene Prozessorchips und wird damit unabhängiger vom Chiphersteller Intel. Die Bauteile sollen für Surface-PCs und Cloud-Server vorgesehen sein. Wie Konkurrent Apple, der zuvor ebenfalls Intel-Technologie nutzte und im November bereits eigene Chips vorstellte, arbeite Microsoft dafür mit dem Entwickler Arm zusammen.
faz.net, turi2.de (Background)

Basta: Microsoft will unnötige Meetings schon vorab erkennen.

Microsoft 150Windows of opportunity: Microsoft will Meetings analysieren und ein System u.a. die Körpersprache und die Gesichtsausdrücke der Teilnehmenden sowie Raumtemperatur und Teilnehmerzahl untersuchen lassen. Ziel: die Produktivität eines Meetings analysieren und künftig im Vorfeld vorhersagen. Um das System einzuführen, werden die meisten Firmen aber vorher vermutlich in einem Meeting eine Arbeitsgruppe formen.
futurezone.at

Microsoft: Ex-Mitarbeiter muss nach 10-Mio-Diebstahl für neun Jahre ins Gefängnis.

Microsoft 150Selbstbedienung: Ein Ex-Softwareentwickler von Microsoft muss für neun Jahre hinter Gitter, weil er Digitale Währung im Wert von mehr als 10 Mio Dollar gestohlen hat. Der 26-jährige Ukrainer hat von 2016 bis 2018 für den Tech-Konzern gearbeitet und sich über ein Testprogramm für eine Online-Einzelhandelsplattform bereichert. Von dem Geld hat er sich u.a. eine Villa für 1,6 Mio Dollar sowie einen Tesla für 160.000 Dollar gegönnt.
geekwire.com

Microsoft: Kommunikationschef Thomas Mickeleit nimmt seinen Hut.

Thomas Mickeleit MicrosoftMicrosoft und Kommunikationschef Thomas Mickeleit trennen sich nach rund 15 Jahren, teilt Mickeleit selbst bei Linked-in mit. Unter dem Titel “Tschüss Microsoft - Auf zu neuen Ufern” zieht er Bilanz und bedankt sich bei seinem Team. Konkrete Zukunftspläne habe er noch nicht. Unklar ist auch, wer ihm bei Microsoft nachfolgt. In der kommenden Woche tritt Marianne Janik als neue Microsoft-Chefin an. Anfang vergangener Woche hatte Mickeleit einen missglückten Tweet gelöscht und sich dafür entschuldigt.
linkedin.com, twitter.com/TMickeleit (Entschuldigung)

Zahl des Tages: Windows7-Computer kommen Hamburger Behörden teuer zu stehen.

Zahl des Tages: Rund 526.000 Euro zahlen Hamburgs Behörden an Microsoft, um noch Sicherheits­updates für Windows 7 zu bekommen, mahnt der Bund der Steuer­zahler an. Mehr als 9.000 Behörden-PCs, die meisten davon bei der Polizei, laufen noch mit dem veralteten Betriebs­system, für das Microsoft im Januar den Support eingestellt hat - acht Jahre nach der Ankündigung. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter attestierte der Hamburger Polizei-IT schon im Januar einen "vollkommen desolaten Zustand".
spiegel.de, schwarzbuch.de, bdk.de

Basta: Die Bahn ist mit ihrem IT-Umbau zu früh fertig.

In umgekehrter Bit-Reihenfolge: Die Deutsche Bahn wollte sich für den Umbau ihrer Computer-Infrastruktur eigentlich bis 2022 Zeit lassen. Nun ist die Bahn-IT bereits in den kommenden Wochen fertig. Auf die Schiene lässt sich das Konzept aber nur bedingt übertragen - dann müssten die Fahrgäste künftig nämlich statt bei der Bahn bei Amazon und Microsoft einsteigen, deren Dienstleistung sich die DB einkauft.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Microsoft profitiert von Corona und Home Office.

Microsoft 150Zahl des Tages: Um 12 % auf 37,2 Mrd Dollar ist der Umsatz von Microsoft im abgelaufenen Quartal gewachsen, meldet der Software-Konzern. Nach oben ging es auch beim Gewinn: um 30 % auf 13,9 Mrd Dollar. Ein Wachstumstreiber ist die Plattform Teams. Sie zählt laut Microsoft derzeit 115 Mio täglich aktive Nutzer*innen, vor sechs Monaten waren es noch rund 75 Mio.
handelsblatt.com, theverge.com,

Microsoft verlängert Home Office bis Juli 2021.

Microsoft 150Microsoft kündigt an, seine Mitarbeiter*innen bis 6. Juli kommenden Jahres im Home Office zu belassen. Bisher galt die Maßgabe nur bis zum Januar. Andere Tech-Giganten wie Google, Amazon und Facebook peilen ebenfalls den Sommer für eine Rückkehr der Belegschaft an. Twitter und Dropbox werden ihre Angestellten gar nicht mehr in die Büros zurückbitten. Apple-CEO Tim Cook deutete zuletzt ähnliches für sein Unternehmen an.
zdnet.com, businessinsider.com

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Ronald Focken schreibt über Bill Gates.


Philanthrop und Kapitalist: Kann einer der reichsten Menschen der Welt beides gleichzeitig sein? Werber und Serviceplan-Chef Ronald Focken stellt in der turi2 edition #12 fest: Bill Gates beweist eindrucksvoll, dass das möglich ist. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

Lobbycontrol legt Beschwerde gegen Facebook und Co bei EU-Lobbyregister ein.

Undurchsichtig: Die US-Tech-Riesen Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft kennzeichnen ihre inhaltliche und finanzielle Lobbyarbeit in Europa teils nicht transparent, das Mitwirken an sogenannten Think Tanks bleibt etwa bei Facebook unerwähnt, findet Lobbycontrol heraus. Die Organisation hat deshalb Beschwerde beim zuständigen EU-Lobbyregister eingereicht.
lobbycontrol.de via spiegel.de

Zahl des Tages: Microsoft kauft Gaming-Firma hinter “Elder Scrolls”.

Microsoft 150Zahl des Tages: Für stattliche 7,5 Mrd Dollar kauft Microsoft die US-Spielefirma Zenimax, zu der auch der Entwickler Bethesda gehört. Im Portfolio des Zukaufs stehen Spiele wie die Elder Scrolls- und die Fallout-Reihe. Mit dem Deal will der Xbox-Konzern seine Position im Gaming-Bereich ausbauen – er konkurriert v.a. mit Playstation-Anbieter Sony.
handelsblatt.com, spiegel.de

Zitat: Der Herbst mit Corona wird schwierig, prophezeit Bill Gates.

"Diese Kombination aus Pandemie und digitalen Medien, die eine Welle von Verschwörungsdiskussionen losgetreten hat - das ist eine neue Sache."

Bill Gates sagt im "Handelsblatt"-Interview, die positiven Effekte einer Impfung ließen sich nicht so gut erzählen "wie die Angst, die sie erweckt". Er hoffe, dass "Wissenschaft und Fakten" gegen krude Theorien helfen und erwarte einen "schwierigen Herbst".
handelsblatt.com

Orcale soll US-Partner von TikTok werden, Microsoft ist raus.


Das Orakel von TikTok: Microsoft ist aus dem Rennen um die Übernahme des US-Geschäfts der Kurzvideo-App TikTok. Der US-Software-Konzern teilt mit, TikToks chinesische Mutterfirma Bytedance habe sein Angebot abgelehnt. Stattdessen soll der kalifornische Software- und Cloud-Anbieter Oracle US-Partner von TikTok werden, berichten mehre US-Media, u.a. die Washington Post und das Wall Street Journal. Statt eines direkten Verkaufs gehe es um eine "Technologie-Partnerschaft". Eine mögliche Option sei, dass TikTok nur das Daten-Management an ein US-Unternehmen auslagert, aber Eigentümer bleibt, eine andere, dass Bytedance seinen Hauptsitz aus China in ein anderes Land verlagert, um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen.

Im August hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, TikTok in den USA zu verbieten, sollte das US-Geschäft und die Daten amerikanischer US-Nutzer*innen nicht in die Obhut eines US-Unternehmens kommen. Die Partnerschaft mit Orcale muss von den Regierungen in Washington und Peking noch abgesegnet werden, sagt ein Insider. Jedoch gilt Oracle-Mitgründer Larry Ellison als einer der wenigen hochrangigen Manager eines Technologiekonzerns, der Trump offen unterstützt. Microsoft gibt sich dagegen zerknirscht: "Wir sind zuversichtlich, dass unser Vorschlag gut für die Nutzer der Plattform gewesen wäre und gleichzeitig die nationalen Sicherheitsinteressen geschützt hätte", teilt der Konzern mit.
sueddeutsche.de, spiegel.de, washingtonpost.com, techcrunch.com

Microsoft: Ausländische Gruppen mischen sich erneut in US-Wahl ein.

Hacker*innen aus Russland haben vor der Präsidentschaftswahl im November erneut Wahlkampfteams in den USA angegriffen und versucht, in Accounts einzudringen, sagt Microsoft. Ziele sollen u.a. Beraterfirmen mit demokratischer, aber auch solche mit republikanischer Kundschaft gewesen sein. Attacken kamen demnach auch aus China und Iran. Von "Tausenden" Angriffen der Gruppe "Zirconium" zwischen März und September seien 150 erfolgreich gewesen.
faz.net, cnet.com, blog.microsoft.com

Walmart und Microsoft wollen TikTok gemeinsam kaufen.


Allianz der Großen: Walmart und Microsoft verbünden sich, um TikTok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland zu kaufen, berichtet CNBC. Walmart verspricht sich Wachstum für seinen Onlineshop und ist laut eines Sprechers "zuversichtlich, dass eine Partnerschaft sowohl die Erwartungen der TikTok-User in den USA erfüllen als auch die Anliegen der staatlichen Regulierer befriedigen würde". Microsoft werde den Deal mit TikTok in den nächsten zwei Tagen in Sack und Tüten haben. Der Kaufpreis wird auf 20 bis 30 Mrd Dollar geschätzt.

Walmart liebäugelt schon länger mit TikTok: CNBC berichtet, dass der Einzelhändler zuvor mit Softbank und der Google-Mutter Alphabet verbündet war, um die App zu übernehmen. Weil die US-Regierung ein Veto einlegte und darauf bestand, dass ein Tech-Konzern das Käufer-Konsortium anführt, platze das Vorhaben. Auch Microsoft-Konkurrent Oracle will TikTok übernehmen.

TikTok hat laut eigenen Angaben monatlich fast 100 Mio aktive US-Nutzer*innen. Walmart verfolgt die Übernahme zu einer Zeit, in der es versucht, besser mit Amazon zu konkurrieren. Walmart wiederum versucht, sich stärker gegen Amazon zu behaupten und plant ein Aboprogramm namens Walmart+.
cbnc.com, manager-magazin.de, cnbc.com (Walmart, Alphabet)

Gericht verbietet Apple die Verbannung von Epic Games aus dem Entwickler­programm.

Fortnite: Ein Gericht in Kalifornien verbietet Apple, die Grafik-Technologie Unreal Engine von Spiele-Entwickler Epic Games aus dem Entwickler­programm zu werfen. Zuvor hatte Microsoft das Vorhaben kritisiert, das die Technologie selbst nutzt. Zugleich weist das Gericht Epics Antrag ab, den Rauswurf von Fortnite aus dem App-Store rückgängig zu machen.
wuv.de (Gericht), horizont.net (Microsoft), turi2.de (Background)

“WSJ”: Twitter verhandelt mit Bytedance über eine mögliche TikTok-Übernahme.

Twitter hat Interesse an TikTok angemeldet, berichtet das "Wall Street Journal". Der Kurznachrichtendienst habe "Vorgespräche" mit TikTok-Mutter Bytedance geführt. Unklar sei jedoch, ob Twitter den Favoriten Microsoft im Rennen um die Video-Plattform ausstechen und die nötigen finanziellen Mittel aufbringen könnte.
wsj.com (Paid), businessinsider.de, zeit.de

Microsoft verhandelt mit ByteDance über das globale Geschäft von TikTok.

Microsoft will offenbar nicht nur das US-Geschäft von TikTok übernehmen, sondern das weltweite. ByteDance ruft dafür laut ft.com die Summe von 50 Mrd US-Dollar auf. Tiktok ist auf 175 Märkten aktiv, muss den US-Verkauf aber bis 15. September regeln, weil Trump die App in den USA sonst verbieten will.
ft.com (Paid) via t3n.de, turi2.de (Background)

Microsoft bestätigt TikTok-Verhandlungen, Deadline am 15. September.

Microsoft bestätigt in einem Statement Verhandlungen über eine Übernahme des US-Geschäfts von TikTok von ByteDance. Laut Microsoft gab es dazu ein Gespräch zwischen Firmenchef Satya Nadella und Donald Trump. Microsoft kündigt an, möglicherweise weitere US-Investoren für Minderheitsanteile gewinnen zu wollen. Die Gespräche über eine mögliche Übernahme will Microsoft spätestens am 15. September beenden.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Reuters: ByteDance übergibt das US-Geschäft von TikTok an Microsoft.


MicroTok: ByteDance, der chinesische Mutterkonzern hinter TikTok, und Microsoft haben sich auf einen Deal geeinigt, berichtet Reuters. Demnach würde Microsoft das US-Geschäft der App übernehmen und ByteDance als Gesellschafter dort aussteigen. Microsoft wäre dann auch für alle Nutzerdaten in den USA verantwortlich. Einige in den USA ansässige Investoren können dem Bericht zufolge weiter einen Minderheitsanteil halten. Auch ByteDance hatte dies ursprünglich vor. Der Plan ist jedoch wohl vom Tisch, weil er keine Zustimmung durch die US-Regierung bekommen hätte. Finanzielle Eckpunkte des Deals sind bislang nicht bekannt, ebensowenig ob Trump dem Deal zustimmen wird.

Mit dem Handel versucht ByteDance, TikTok in den USA zu retten. Erst Freitag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die App in den USA zu verbieten. Seine Administration wirft TikTok vor, Nutzerdaten an chinesische Geheimdienste weiterzuleiten. TikTok selbst wendet sich mit einer Botschaft an seine Nutzer und sagt, der Dienst habe nicht vor, zu verschwinden.
reuters.com, turi2.de (Background)

Microsoft will 25 Mio Arbeitssuchende via Linked-in qualifizieren.

Microsoft 150Microsoft startet eine Initiative für 25 Mio Jobsuchende weltweit: Der Konzern will dafür Linked-in-Daten analysieren, die wichtigsten Qualifikationen ableiten und sie via Linked-in, GitHub und Microsoft Learn auf Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch vermitteln. Vorstandschef Satya Nadella sagt, Corona habe eine Wirtschaftskrise ausgelöst, nach der es wichtiger denn je sei, Menschen "auf die Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten".
techcrunch.com

“SZ” und NDR: Alexa, Siri & Co zeichnen häufig ohne Aufforderung auf.


Große Ohren: Sprachassistenten in Smart Speakern oder Handys zeichnen Gespräche von Nutzer*innen oft auf, ohne absichtlich aktiviert zu werden, recherchieren das NDR-Format "STRG_F" und die "Süddeutsche Zeitung". Drei Ex-Mitarbeiter*innen von Firmen, die für Apple und Amazon Aufnahmen überprüft haben, berichten, sie hätten Gespräche von medizinischem Personal, Geschäftsbesprechungen und intime Privatsituationen mitgehört. Eine Forschergruppe der Uni Bochum und des Max-Planck-Instituts hat elf Smart Speaker untersucht: Modelle von Apple, Google, Amazon, Microsoft, der Telekom und den chinesischen Firmen Xiaomi, Tencent und Baidu. Sie haben die Lauschsprecher tagelang dauerbeschallt, etwa mit Nachrichtensendungen, Fernsehsendungen und Störgeräusche.

Sie schalteten sich in dieser Zeit Hunderte Male fälschlicherweise ein – und verarbeiteten Aufnahmen, die gar nicht existieren dürften. Besonders Geräte von Amazon starteten bei deutschsprachigen Systemen häufig ungewollte Aufnahmen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sagt gegenüber "STRG_F" und "Süddeutscher Zeitung", man müsse vom Hersteller erwarten, "dass er die Verbraucher im datenschutzrechtlichen Sinne aufklärt und darauf hinweist, dass es eben ein entsprechendes Risiko der Privatsphäre ist". Caspar glaubt aber auch, dass die Speaker besser werden und aus Fehlern lernen.
tagesschau.de, projekte.sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Wie GAFAM in der Krise neue Märkte erobern wollen.

Lese-Tipp: Die US-Tech-Riesen sind die großen Profiteure der Corona-Krise, analysiert das "manager magazin". Autor Jonas Rest beschreibt, wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft "investieren, wenn andere kürzen" – eine Strategie, mit der GAFAM schon in der Finanzkrise 2008 zu Gewinnlern wurden. Amazon-Boss Jeff Bezos etwa steigt in den Markt für autonomes Fahren ein und lässt sich das Startup Zoox wohl mehr als 1 Mrd Dollar kosten. Zuvor war dem Unternehmen die Finanzierung weggebrochen. Die Konzentration des Online-Händlers auf Produkte des täglichen Bedarfs habe Bezos geschickt als Krisenhilfe verkauft, tatsächlich sei es ein "Schlag gegen Walmart" gewesen.

Google, Facebook und Microsoft profitieren vom Digitalisierungs-Schub durch Corona. Für ihre Cloud-Dienste konnten sie neue Kund*innen gewinnen – allen voran bei den Videokonferenz-Tools. Beliebte Features des neuen Konkurrenten Zoom wurden "in Windeseile kopiert", schreibt Rest. Wo die Werbeumsätze von Google und Facebook durch den Lockdown zeitweise eingebrochen sind, werden sie "auch am schnellsten wieder anziehen", zitiert Rest den Marketingprofessor Scott Galloway.
"manager magazin" 7/2020, S. 68-73 (Paid)

Satya Nadella hält die Deutschen für “geradlinige No-Nonsense-Typen”.

Microsoft-Boss Satya Nadella reist virtuell durch Deutschland, schaltet sich in ein Kinderhaus, quatscht mit einem Detmolder Maschinenbauer und einem Luftanalytik-Startup – Corinna Baier und Jörg Harlan Rohleder begleiten ihn dabei. Ihm falle "jedes Mal auf, wie kritisch die Deutschen sind, gerade was den Status
quo des Fortschritts angeht", so Nadella. Die Menschen hier seien "geradlinige No-Nonsense-Typen", bei denen es "immer um die großen Themen" gehe.
"Focus" 27/20, S. 48-54 (Paid)

Microsoft macht weltweit seine Läden dicht.

Microsoft 150Microsoft schließt seine Ladengeschäfte weltweit. Das Verkaufsteam soll künftig remote für die Kundschaft da sein, teilt der Konzern mit. Einzig die Standorte in New York City, London, Sydney und Redmond bleiben erhalten, allerdings als sogenannte "Experience Center", in denen nichts verkauft wird. Jobs sollen durch die Umstellung auf reinen Onlinehandel nicht wegfallen, so Microsoft zu "The Verge".
theverge.com, news.microsoft.com (Statement Microsoft)

Microsofts News-KI verwechselt Musikerinnen.

Microsoft hat mit Unzulänglichkeiten seiner News-KI zu kämpfen, die Aufgaben übernehmen soll, die bisher von Redakteur*innen ausgeübt wurden. Der Algorithmus verwechselt in einem Beitrag die Sängerin Jade Thirlwall der Popgruppe Little Mix mit ihrer Bandkollegin Leigh-Anne Pinnock und wirft dabei ausgerechnet in einem Beitrag über Rassismus die beiden People of Colour der Band durcheinander. Als der "Guardian" kritisch dazu nachfragt, erhalten die Redakteure die Anweisung, den "Guardian"-Beitrag bei MSN auszusortieren, falls die Software ihn aggregiert.
spiegel.de, turi2.de (Background)