Microsoft: Ex-Mitarbeiter muss nach 10-Mio-Diebstahl für neun Jahre ins Gefängnis.

Microsoft 150Selbstbedienung: Ein Ex-Softwareentwickler von Microsoft muss für neun Jahre hinter Gitter, weil er Digitale Währung im Wert von mehr als 10 Mio Dollar gestohlen hat. Der 26-jährige Ukrainer hat von 2016 bis 2018 für den Tech-Konzern gearbeitet und sich über ein Testprogramm für eine Online-Einzelhandelsplattform bereichert. Von dem Geld hat er sich u.a. eine Villa für 1,6 Mio Dollar sowie einen Tesla für 160.000 Dollar gegönnt.
geekwire.com

Microsoft: Kommunikationschef Thomas Mickeleit nimmt seinen Hut.

Thomas Mickeleit MicrosoftMicrosoft und Kommunikationschef Thomas Mickeleit trennen sich nach rund 15 Jahren, teilt Mickeleit selbst bei Linked-in mit. Unter dem Titel “Tschüss Microsoft - Auf zu neuen Ufern” zieht er Bilanz und bedankt sich bei seinem Team. Konkrete Zukunftspläne habe er noch nicht. Unklar ist auch, wer ihm bei Microsoft nachfolgt. In der kommenden Woche tritt Marianne Janik als neue Microsoft-Chefin an. Anfang vergangener Woche hatte Mickeleit einen missglückten Tweet gelöscht und sich dafür entschuldigt.
linkedin.com, twitter.com/TMickeleit (Entschuldigung)

Zahl des Tages: Windows7-Computer kommen Hamburger Behörden teuer zu stehen.

Zahl des Tages: Rund 526.000 Euro zahlen Hamburgs Behörden an Microsoft, um noch Sicherheits­updates für Windows 7 zu bekommen, mahnt der Bund der Steuer­zahler an. Mehr als 9.000 Behörden-PCs, die meisten davon bei der Polizei, laufen noch mit dem veralteten Betriebs­system, für das Microsoft im Januar den Support eingestellt hat - acht Jahre nach der Ankündigung. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter attestierte der Hamburger Polizei-IT schon im Januar einen "vollkommen desolaten Zustand".
spiegel.de, schwarzbuch.de, bdk.de

Basta: Die Bahn ist mit ihrem IT-Umbau zu früh fertig.

In umgekehrter Bit-Reihenfolge: Die Deutsche Bahn wollte sich für den Umbau ihrer Computer-Infrastruktur eigentlich bis 2022 Zeit lassen. Nun ist die Bahn-IT bereits in den kommenden Wochen fertig. Auf die Schiene lässt sich das Konzept aber nur bedingt übertragen - dann müssten die Fahrgäste künftig nämlich statt bei der Bahn bei Amazon und Microsoft einsteigen, deren Dienstleistung sich die DB einkauft.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Microsoft profitiert von Corona und Home Office.

Microsoft 150Zahl des Tages: Um 12 % auf 37,2 Mrd Dollar ist der Umsatz von Microsoft im abgelaufenen Quartal gewachsen, meldet der Software-Konzern. Nach oben ging es auch beim Gewinn: um 30 % auf 13,9 Mrd Dollar. Ein Wachstumstreiber ist die Plattform Teams. Sie zählt laut Microsoft derzeit 115 Mio täglich aktive Nutzer*innen, vor sechs Monaten waren es noch rund 75 Mio.
handelsblatt.com, theverge.com,

Microsoft verlängert Home Office bis Juli 2021.

Microsoft 150Microsoft kündigt an, seine Mitarbeiter*innen bis 6. Juli kommenden Jahres im Home Office zu belassen. Bisher galt die Maßgabe nur bis zum Januar. Andere Tech-Giganten wie Google, Amazon und Facebook peilen ebenfalls den Sommer für eine Rückkehr der Belegschaft an. Twitter und Dropbox werden ihre Angestellten gar nicht mehr in die Büros zurückbitten. Apple-CEO Tim Cook deutete zuletzt ähnliches für sein Unternehmen an.
zdnet.com, businessinsider.com

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Ronald Focken schreibt über Bill Gates.


Philanthrop und Kapitalist: Kann einer der reichsten Menschen der Welt beides gleichzeitig sein? Werber und Serviceplan-Chef Ronald Focken stellt in der turi2 edition #12 fest: Bill Gates beweist eindrucksvoll, dass das möglich ist. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

Lobbycontrol legt Beschwerde gegen Facebook und Co bei EU-Lobbyregister ein.

Undurchsichtig: Die US-Tech-Riesen Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft kennzeichnen ihre inhaltliche und finanzielle Lobbyarbeit in Europa teils nicht transparent, das Mitwirken an sogenannten Think Tanks bleibt etwa bei Facebook unerwähnt, findet Lobbycontrol heraus. Die Organisation hat deshalb Beschwerde beim zuständigen EU-Lobbyregister eingereicht.
lobbycontrol.de via spiegel.de

Zahl des Tages: Microsoft kauft Gaming-Firma hinter “Elder Scrolls”.

Microsoft 150Zahl des Tages: Für stattliche 7,5 Mrd Dollar kauft Microsoft die US-Spielefirma Zenimax, zu der auch der Entwickler Bethesda gehört. Im Portfolio des Zukaufs stehen Spiele wie die Elder Scrolls- und die Fallout-Reihe. Mit dem Deal will der Xbox-Konzern seine Position im Gaming-Bereich ausbauen – er konkurriert v.a. mit Playstation-Anbieter Sony.
handelsblatt.com, spiegel.de

Zitat: Der Herbst mit Corona wird schwierig, prophezeit Bill Gates.

"Diese Kombination aus Pandemie und digitalen Medien, die eine Welle von Verschwörungsdiskussionen losgetreten hat - das ist eine neue Sache."

Bill Gates sagt im "Handelsblatt"-Interview, die positiven Effekte einer Impfung ließen sich nicht so gut erzählen "wie die Angst, die sie erweckt". Er hoffe, dass "Wissenschaft und Fakten" gegen krude Theorien helfen und erwarte einen "schwierigen Herbst".
handelsblatt.com

Orcale soll US-Partner von TikTok werden, Microsoft ist raus.


Das Orakel von TikTok: Microsoft ist aus dem Rennen um die Übernahme des US-Geschäfts der Kurzvideo-App TikTok. Der US-Software-Konzern teilt mit, TikToks chinesische Mutterfirma Bytedance habe sein Angebot abgelehnt. Stattdessen soll der kalifornische Software- und Cloud-Anbieter Oracle US-Partner von TikTok werden, berichten mehre US-Media, u.a. die Washington Post und das Wall Street Journal. Statt eines direkten Verkaufs gehe es um eine "Technologie-Partnerschaft". Eine mögliche Option sei, dass TikTok nur das Daten-Management an ein US-Unternehmen auslagert, aber Eigentümer bleibt, eine andere, dass Bytedance seinen Hauptsitz aus China in ein anderes Land verlagert, um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen.

Im August hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, TikTok in den USA zu verbieten, sollte das US-Geschäft und die Daten amerikanischer US-Nutzer*innen nicht in die Obhut eines US-Unternehmens kommen. Die Partnerschaft mit Orcale muss von den Regierungen in Washington und Peking noch abgesegnet werden, sagt ein Insider. Jedoch gilt Oracle-Mitgründer Larry Ellison als einer der wenigen hochrangigen Manager eines Technologiekonzerns, der Trump offen unterstützt. Microsoft gibt sich dagegen zerknirscht: "Wir sind zuversichtlich, dass unser Vorschlag gut für die Nutzer der Plattform gewesen wäre und gleichzeitig die nationalen Sicherheitsinteressen geschützt hätte", teilt der Konzern mit.
sueddeutsche.de, spiegel.de, washingtonpost.com, techcrunch.com

Microsoft: Ausländische Gruppen mischen sich erneut in US-Wahl ein.

Hacker*innen aus Russland haben vor der Präsidentschaftswahl im November erneut Wahlkampfteams in den USA angegriffen und versucht, in Accounts einzudringen, sagt Microsoft. Ziele sollen u.a. Beraterfirmen mit demokratischer, aber auch solche mit republikanischer Kundschaft gewesen sein. Attacken kamen demnach auch aus China und Iran. Von "Tausenden" Angriffen der Gruppe "Zirconium" zwischen März und September seien 150 erfolgreich gewesen.
faz.net, cnet.com, blog.microsoft.com

Walmart und Microsoft wollen TikTok gemeinsam kaufen.


Allianz der Großen: Walmart und Microsoft verbünden sich, um TikTok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland zu kaufen, berichtet CNBC. Walmart verspricht sich Wachstum für seinen Onlineshop und ist laut eines Sprechers "zuversichtlich, dass eine Partnerschaft sowohl die Erwartungen der TikTok-User in den USA erfüllen als auch die Anliegen der staatlichen Regulierer befriedigen würde". Microsoft werde den Deal mit TikTok in den nächsten zwei Tagen in Sack und Tüten haben. Der Kaufpreis wird auf 20 bis 30 Mrd Dollar geschätzt.

Walmart liebäugelt schon länger mit TikTok: CNBC berichtet, dass der Einzelhändler zuvor mit Softbank und der Google-Mutter Alphabet verbündet war, um die App zu übernehmen. Weil die US-Regierung ein Veto einlegte und darauf bestand, dass ein Tech-Konzern das Käufer-Konsortium anführt, platze das Vorhaben. Auch Microsoft-Konkurrent Oracle will TikTok übernehmen.

TikTok hat laut eigenen Angaben monatlich fast 100 Mio aktive US-Nutzer*innen. Walmart verfolgt die Übernahme zu einer Zeit, in der es versucht, besser mit Amazon zu konkurrieren. Walmart wiederum versucht, sich stärker gegen Amazon zu behaupten und plant ein Aboprogramm namens Walmart+.
cbnc.com, manager-magazin.de, cnbc.com (Walmart, Alphabet)

Gericht verbietet Apple die Verbannung von Epic Games aus dem Entwickler­programm.

Fortnite: Ein Gericht in Kalifornien verbietet Apple, die Grafik-Technologie Unreal Engine von Spiele-Entwickler Epic Games aus dem Entwickler­programm zu werfen. Zuvor hatte Microsoft das Vorhaben kritisiert, das die Technologie selbst nutzt. Zugleich weist das Gericht Epics Antrag ab, den Rauswurf von Fortnite aus dem App-Store rückgängig zu machen.
wuv.de (Gericht), horizont.net (Microsoft), turi2.de (Background)

“WSJ”: Twitter verhandelt mit Bytedance über eine mögliche TikTok-Übernahme.

Twitter hat Interesse an TikTok angemeldet, berichtet das "Wall Street Journal". Der Kurznachrichtendienst habe "Vorgespräche" mit TikTok-Mutter Bytedance geführt. Unklar sei jedoch, ob Twitter den Favoriten Microsoft im Rennen um die Video-Plattform ausstechen und die nötigen finanziellen Mittel aufbringen könnte.
wsj.com (Paid), businessinsider.de, zeit.de

Microsoft verhandelt mit ByteDance über das globale Geschäft von TikTok.

Microsoft will offenbar nicht nur das US-Geschäft von TikTok übernehmen, sondern das weltweite. ByteDance ruft dafür laut ft.com die Summe von 50 Mrd US-Dollar auf. Tiktok ist auf 175 Märkten aktiv, muss den US-Verkauf aber bis 15. September regeln, weil Trump die App in den USA sonst verbieten will.
ft.com (Paid) via t3n.de, turi2.de (Background)

Microsoft bestätigt TikTok-Verhandlungen, Deadline am 15. September.

Microsoft bestätigt in einem Statement Verhandlungen über eine Übernahme des US-Geschäfts von TikTok von ByteDance. Laut Microsoft gab es dazu ein Gespräch zwischen Firmenchef Satya Nadella und Donald Trump. Microsoft kündigt an, möglicherweise weitere US-Investoren für Minderheitsanteile gewinnen zu wollen. Die Gespräche über eine mögliche Übernahme will Microsoft spätestens am 15. September beenden.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Reuters: ByteDance übergibt das US-Geschäft von TikTok an Microsoft.


MicroTok: ByteDance, der chinesische Mutterkonzern hinter TikTok, und Microsoft haben sich auf einen Deal geeinigt, berichtet Reuters. Demnach würde Microsoft das US-Geschäft der App übernehmen und ByteDance als Gesellschafter dort aussteigen. Microsoft wäre dann auch für alle Nutzerdaten in den USA verantwortlich. Einige in den USA ansässige Investoren können dem Bericht zufolge weiter einen Minderheitsanteil halten. Auch ByteDance hatte dies ursprünglich vor. Der Plan ist jedoch wohl vom Tisch, weil er keine Zustimmung durch die US-Regierung bekommen hätte. Finanzielle Eckpunkte des Deals sind bislang nicht bekannt, ebensowenig ob Trump dem Deal zustimmen wird.

Mit dem Handel versucht ByteDance, TikTok in den USA zu retten. Erst Freitag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die App in den USA zu verbieten. Seine Administration wirft TikTok vor, Nutzerdaten an chinesische Geheimdienste weiterzuleiten. TikTok selbst wendet sich mit einer Botschaft an seine Nutzer und sagt, der Dienst habe nicht vor, zu verschwinden.
reuters.com, turi2.de (Background)

Microsoft will 25 Mio Arbeitssuchende via Linked-in qualifizieren.

Microsoft 150Microsoft startet eine Initiative für 25 Mio Jobsuchende weltweit: Der Konzern will dafür Linked-in-Daten analysieren, die wichtigsten Qualifikationen ableiten und sie via Linked-in, GitHub und Microsoft Learn auf Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch vermitteln. Vorstandschef Satya Nadella sagt, Corona habe eine Wirtschaftskrise ausgelöst, nach der es wichtiger denn je sei, Menschen "auf die Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten".
techcrunch.com

“SZ” und NDR: Alexa, Siri & Co zeichnen häufig ohne Aufforderung auf.


Große Ohren: Sprachassistenten in Smart Speakern oder Handys zeichnen Gespräche von Nutzer*innen oft auf, ohne absichtlich aktiviert zu werden, recherchieren das NDR-Format "STRG_F" und die "Süddeutsche Zeitung". Drei Ex-Mitarbeiter*innen von Firmen, die für Apple und Amazon Aufnahmen überprüft haben, berichten, sie hätten Gespräche von medizinischem Personal, Geschäftsbesprechungen und intime Privatsituationen mitgehört. Eine Forschergruppe der Uni Bochum und des Max-Planck-Instituts hat elf Smart Speaker untersucht: Modelle von Apple, Google, Amazon, Microsoft, der Telekom und den chinesischen Firmen Xiaomi, Tencent und Baidu. Sie haben die Lauschsprecher tagelang dauerbeschallt, etwa mit Nachrichtensendungen, Fernsehsendungen und Störgeräusche.

Sie schalteten sich in dieser Zeit Hunderte Male fälschlicherweise ein – und verarbeiteten Aufnahmen, die gar nicht existieren dürften. Besonders Geräte von Amazon starteten bei deutschsprachigen Systemen häufig ungewollte Aufnahmen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sagt gegenüber "STRG_F" und "Süddeutscher Zeitung", man müsse vom Hersteller erwarten, "dass er die Verbraucher im datenschutzrechtlichen Sinne aufklärt und darauf hinweist, dass es eben ein entsprechendes Risiko der Privatsphäre ist". Caspar glaubt aber auch, dass die Speaker besser werden und aus Fehlern lernen.
tagesschau.de, projekte.sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Wie GAFAM in der Krise neue Märkte erobern wollen.

Lese-Tipp: Die US-Tech-Riesen sind die großen Profiteure der Corona-Krise, analysiert das "manager magazin". Autor Jonas Rest beschreibt, wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft "investieren, wenn andere kürzen" – eine Strategie, mit der GAFAM schon in der Finanzkrise 2008 zu Gewinnlern wurden. Amazon-Boss Jeff Bezos etwa steigt in den Markt für autonomes Fahren ein und lässt sich das Startup Zoox wohl mehr als 1 Mrd Dollar kosten. Zuvor war dem Unternehmen die Finanzierung weggebrochen. Die Konzentration des Online-Händlers auf Produkte des täglichen Bedarfs habe Bezos geschickt als Krisenhilfe verkauft, tatsächlich sei es ein "Schlag gegen Walmart" gewesen.

Google, Facebook und Microsoft profitieren vom Digitalisierungs-Schub durch Corona. Für ihre Cloud-Dienste konnten sie neue Kund*innen gewinnen – allen voran bei den Videokonferenz-Tools. Beliebte Features des neuen Konkurrenten Zoom wurden "in Windeseile kopiert", schreibt Rest. Wo die Werbeumsätze von Google und Facebook durch den Lockdown zeitweise eingebrochen sind, werden sie "auch am schnellsten wieder anziehen", zitiert Rest den Marketingprofessor Scott Galloway.
"manager magazin" 7/2020, S. 68-73 (Paid)

Satya Nadella hält die Deutschen für “geradlinige No-Nonsense-Typen”.

Microsoft-Boss Satya Nadella reist virtuell durch Deutschland, schaltet sich in ein Kinderhaus, quatscht mit einem Detmolder Maschinenbauer und einem Luftanalytik-Startup – Corinna Baier und Jörg Harlan Rohleder begleiten ihn dabei. Ihm falle "jedes Mal auf, wie kritisch die Deutschen sind, gerade was den Status
quo des Fortschritts angeht", so Nadella. Die Menschen hier seien "geradlinige No-Nonsense-Typen", bei denen es "immer um die großen Themen" gehe.
"Focus" 27/20, S. 48-54 (Paid)

Microsoft macht weltweit seine Läden dicht.

Microsoft 150Microsoft schließt seine Ladengeschäfte weltweit. Das Verkaufsteam soll künftig remote für die Kundschaft da sein, teilt der Konzern mit. Einzig die Standorte in New York City, London, Sydney und Redmond bleiben erhalten, allerdings als sogenannte "Experience Center", in denen nichts verkauft wird. Jobs sollen durch die Umstellung auf reinen Onlinehandel nicht wegfallen, so Microsoft zu "The Verge".
theverge.com, news.microsoft.com (Statement Microsoft)

Microsofts News-KI verwechselt Musikerinnen.

Microsoft hat mit Unzulänglichkeiten seiner News-KI zu kämpfen, die Aufgaben übernehmen soll, die bisher von Redakteur*innen ausgeübt wurden. Der Algorithmus verwechselt in einem Beitrag die Sängerin Jade Thirlwall der Popgruppe Little Mix mit ihrer Bandkollegin Leigh-Anne Pinnock und wirft dabei ausgerechnet in einem Beitrag über Rassismus die beiden People of Colour der Band durcheinander. Als der "Guardian" kritisch dazu nachfragt, erhalten die Redakteure die Anweisung, den "Guardian"-Beitrag bei MSN auszusortieren, falls die Software ihn aggregiert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Amazon legt erneut Widerspruch gegen Cloud-Auftrag vom Pentagon an Microsoft ein.

Amazon stellt den Kontrollbericht um die Vergabe des Jedi-Auftrags der US-Regierung an Microsoft in Frage und fordert vom Verteidigungsministerium eine "objektive und unparteiische Überprüfung". Laut Jeff Bezos habe Microsoft den Auftrag unrechtmäßig erhalten, weil Trump Amazon nicht möge. Microsoft wirft dem Konzern indes vor, den Projektstart verzögern zu wollen.
t3n.de, businessinsider.com, turi2.de (Background)

Microsoft will die Umwelt mithilfe von KI-Algorithmen schützen.

Microsoft 150Microsoft will die Analyse von Umweltdaten mit Künstlicher Intelligenz erleichtern. Der "Planetary Computer" soll u.a. für Wissenschaft und Behörden Artenbestände ermitteln oder die Bodenzusammensetzung per Satellitenbild bestimmen können. Kritiker*innen monieren, dass Microsoft gleichzeitig etwa mit der Ölfirma BP zusammenarbeitet.
techcrunch.com, spiegel.de (Kritik), innovation.microsoft.com, turi2.de (Background)

Partner-Business: Markus Elsen wechselt von Publicis zu Microsoft Deutschland.

Microsoft Deutschland verpflichtet Markus Elsen als Head of Partner Programmes and Marketing, schreibt das Portal lout.plus. Elsen war zuvor bei Publicis tätig. Das Partner-Business generiert bei Microsoft den größten Umsatzanteil. Elsen soll künftig die Partnerprogramme betreuen und diese bei Businessentwicklung und Kommunikation unterstützen.
lout.plus

Zitat: Microsoft-Manager Brad Smith will keine Abschottungspolitik.

"In der Welt von heute kann keiner von uns Erfolg haben, wenn der einzige Ort, an dem wir Geschäfte machen können, das Land ist, in dem wir ansässig sind."

Microsoft-Spitzenmanager Brad Smith sagt im "FAS"-Interview, dass US-Unternehmen bei der europäischen Cloud Gaia-X nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden sollten.
"FAS", S. 19 (Paid)

“Handelsblatt”: Bundesregierung will Microsoft-Abhängigkeit ablegen.

Bundesregierung will ihre Abhängigkeit von IT-Anbietern verringern und künftig vorzugsweise auf Opensource-Software setzen, "mindestens auf offene Standards und Schnittstellen“, schreibt das Innenministerium in einer Antwort auf eine Grünen-Anfrage. Es folgt damit einer PwC-Studie, die sagt, dass die Bundesregierung "stark abhängig" von wenigen Anbietern sei, vor allem von Microsoft.
handelsblatt.com

Amazon fordert eidesstattliche Aussage von Trump zum Cloud-Auftrag vom Pentagon.

Amazon fordert eine Aussage Trumps unter Eid zu einem Militärauftrag über zehn Mrd Dollar, den das Pentagon im Oktober an Microsoft vergeben hat. Amazon hat geklagt: Trumps Voreingenommenheit gegen Jeff Bezos habe den Deal beeinflusst. Der Onlinehändler fordert auch eine eidesstattliche Aussage von Verteidigungsminister Mark Esper.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Europa wird Kontinent des Tech-Widerstands, schreibt Christian Meier.

Europa, "Kontinent der Bedenkenträger" entwickelt sich zum "gelobten Land des Widerstands gegen die Allmacht der Digitalkonzerne", schreibt Christian Meier. Bewunderung habe sich innerhalb einer Dekade in Regulierungsforderungen gewandelt. Google, Amazon, Facebook und Co hätten noch nie mehr unter Druck gestanden, dennoch könne scheinbar kein Skandal ihnen schaden. Deshalb brauche es für echten Wandel "die Politik, die von Technologie eigentlich nie allzu viel verstanden hat".
welt.de

Microsoft soll VW helfen, nachhaltiger und digitaler zu werden.

Volkswagen holt sich für E-Mobilität und Digitalisierung Hilfe von Microsoft. Der Software-Konzern vernetzt bereits Autos in der VW Automotive Cloud. Künftig kooperieren die Unternehmen auch bei Nachhaltigkeit, digitaler Bildung und Mitarbeiter-Engagement. Microsoft bietet ein digitales Trainingsprogramm an, VW will 2020 rund 2.500 neue Mitarbeiter für die Digitalisierung anheuern.
t3n.de

Microsoft startet weltweite Klima-Initiative.

Microsoft will bis spätestens 2030 der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entziehen als der Konzern produziert, kündigt Chef Satya Nadella an. Bis 2050 will Microsoft alle CO2-Emissionen aus der Umwelt entfernen, die es seit Gründung 1975 direkt oder durch den Stromverbrauch verursacht hat. Weil es dazu noch kein Verfahren gibt, startet Microsoft einen Fonds mit 900 Mio Euro, der die nötige Technologie fördern soll. Auch Partner und Zulieferer sollen sich an der Klima-Initiative beteiligen.
horizont.net

Microsoft will eine positive Klimabilanz erreichen.

Microsoft will bis 2030 "CO2-negativ" werden. Der Ausstoß soll um mehr als die Hälfte gesenkt werden, zusätzliche Ausgleichsprogramme sollen eine noch größere Menge aus der Atmosphäre entfernen. Auch Tech-Konzerne wie Facebook, Apple oder Amazon wollen klimanegativ werden, sind es bisher aber nicht. Google ist nach eigenen Angaben seit 2007 klimaneutral. Mit ihren Rechenzentren verursacht die Digitalbranche rund 4 % der weltweiten CO2-Emissionen.
handelsblatt.com