Sascha Kellermann wird CFO bei Klassik Radio.

Macht mit Klassik Kohle: Die börsen­notierte Klassik Radio AG macht Sascha Kellermann, 50, zum Finanz­vorstand und Geschäftsführer. Er verantwortet Finance und Controlling und soll Strategie und Digitalisierung vorantreiben. Kellermann kommt vom Augsburger Software-Unternehmen Baramundi, davor war er fast 18 Jahre beim Antriebs­hersteller Wittenstein.
radioszene.de

Matthias Opdenhövel moderiert neue Sat.1-Cover-Show “The Tribute”.

The Covered Singer: Matthias Opdenhövel präsentiert 2024 bei Sat.1 die Musik-Show "The Tribute". Darin versuchen Cover-Bands, möglichst nah ans Original heranzukommen. In der Jury sitzen die Sängerinnen Yvonne Catterfeld und Conchita Wurst sowie Schlag­zeuger Bertram Engel, der u.a. für Udo Lindenberg und Peter Maffay gespielt hat. Cheerio Entertainment produziert die Show, ein Sendetermin steht noch nicht fest.
dwdl.de

Conchita Wurst und Rea Garvey coachen beim NDR für ESC-Vorentscheid.

Two Points: Der NDR kündigt die sechs­teilige Show "Ich will zum ESC!" mit Ex-Gewinnerin Conchita Wurst (Foto) und Sänger Rea Garvey an. Darin coachen die beiden Kandidat­innen für den Vor­ent­scheid zum Euro­vision Song Contest 2024. Los geht's mit insgesamt 15 "Talents". Am 8. Februar ent­scheidet dann das Publikum, wer im Mai nach Malmö fährt. Die Sendung startet am 25. Januar in der ARD Mediathek.
presseportal.de, dwdl.de

Funke kauft Musik-Portal Schlager.de

Zuschlager: Funke Digital übernimmt das Musikportal Schlager.de von Gründer und Inhaber Gregor Nebel, dem Sohn von TV-Moderatorin Carmen Nebel. Zum Kaufpreis schweigen beide Parteien. Die Seite, die nach eigenen Angaben Deutschlands größtes Schlager-Angebot ist, wird Teil der Funke-Boulevard­portale wie derwesten.de oder Moin.de unter Chef­redakteurin Bettina Steinke.
funkemedien.de, kress.de

Zitat: “Echt”-Sänger Kim Frank hätte sich in den 90ern Instagram und YouTube gewünscht.

"So etwas wie Instagram hätte ich mir damals gewünscht. Wenn ich zum Beispiel in einer Talkshow etwas sagte, das zu einem Presse-Shitstorm führte, konnte niemand sich das auf YouTube noch einmal anschauen. Und ich selbst konnte nicht direkt ein Statement veröffentlichen. Man konnte nur eine Pressemitteilung herausgeben und hoffen, dass sie irgendjemand aufgreift."

Kim Frank, Sänger der 90er-Jahre-Teenieband Echt, sagt im Interview mit der "Süddeutschen", dass er sich damals nicht als Vorbild für seine Fans gesehen hat, wie es heutige Instagram-Stars tun. Aus 240 Stunden Video-Material hat er für die ARD eine dreiteilige Doku über die Bandgeschichte zusammen­geschnitten.
sueddeutsche.de (€), ardmediathek.de (drei 60-Min-Videos)

“Bild”: Hannelore Kramm, 81, ist tot.

Hannelore Kramm, 81, ist tot. Das meldet "Bild" und schreibt, die Sängerin, Schau­spielerin und Ehe­frau des Schlager­stars Heino sei bereits "vor wenigen Tagen" im öster­reichischen Kitz­bühel gestorben. Das Ehe­paar war 44 Jahre ver­heiratet. In den 80er Jahren brachten die beiden zwei gemeinsame Singles heraus.
bild.de, brisant.de

Business Insider: MDR zahlt mehr als 45 Mio Euro für vier Jahre Silbereisen-Shows.


Versilbert: Der MDR soll für die Shows von Florian Silbereisen im Vertrags­zeitraum von 2020 bis 2023 mehr als 45 Mio Euro zahlen, liest Business Insider aus internen Sender-Dokumenten. Auf die "Feste"-Shows im Ersten entfielen demnach 35 Mio Euro, auf weitere Silbereisen-Shows im MDR Fernsehen 10,6 Mio Euro. Für die "Feste"-Reihe setze der MDR jährlich weitere 3 Mio Euro für so genannte Beistellungen an. Gemeint sind damit u.a. Reisekosten des Moderators, Kostüm, Maskenbildner und das Honorar für Silbereisen. Für seine Moderationen soll er 2021 mehr als 900.000 Euro für zehn Shows bekommen haben. Die Produktion übernimmt Jürgens TV, die Firma von Silbereisens Manager Michael Jürgens. Eine Vertrags­verlängerung hat der MDR-Rundfunkrat kürzlich vertagt, weil zu viele Mitglieder krank waren. MDR, Silbereisen und Jürgens wollen sich zu den Zahlen vor Vertragsabschluss nicht äußern.
businessinsider.de (€), turi2.de (Background)

Foto: Dominik Beckmann / MDR / ARD / JürgensTV

Video-Tipp: Bryan West zeigt Bewerbungsvideo für Job als Taylor-Swift-Reporter der “USA Today”.

Video-Tipp: Die "USA Today" heuert den Journalisten Bryan West als Taylor-Swift-Reporter an. In seinem Bewerbungs­video erklärt West, warum er als Swiftie perfekt für den Job ist: Er habe Taylor schon getroffen, kann als "One-Man-Band" multi­mediale Inhalte im Allein­gang produzieren und ist einer der wenigen, denen der Instagram-Account @taylorerastour folgt. Außerdem könne er nonstop über Taylor Swift reden – und es wäre für mindestens eine Stunde interessant. Als Beweis für kritische Distanz, nennt West drei Swift-Songs, die er absolut nicht ausstehen kann.
youtube.com (5-Min-Video) via sueddeutsche.de (€), eu.usatoday.com

Vertragsverlängerung zwischen MDR und Florian Silbereisen scheitert erneut und wird vertagt.

Heißes Eisen: Die Verlängerung des Vertrags zwischen dem MDR und Moderator Florian Silbereisen ist zum zweiten Mal gescheitert, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Silbereisens vierjähriger Vertrag für seine "Feste"-Shows im Ersten läuft Ende 2023 aus. Eigentlich hätte der MDR-Rundfunk­rat den Vertrag in einer Sonder­sitzung am Montag absegnen sollen, weil sich zu viele Mitglieder kurzfristig krankgemeldet hätten, wurde die Entscheidung jedoch verschoben und auf den 4. Dezember vertagt. Schon im Oktober hatte die damalige Intendantin Karola Wille die Verlängerung kurzfristig verschoben. Für die "Schlagerchampions"-Show am 13. Januar 2024 habe der MDR mit Silbereisen bereits einen gesonderten Vertrag geschlossen. Laut "MZ" zahle der Sender dafür knapp 2 Mio Euro und liege damit geringfügig unter dem Wert, ab dem der Rundfunkrat zustimmen muss.
mz.de (€)

Foto: Hirnschal / Osnapix / Picture Alliance

Paramount sagt die MTV Europe Music Awards kurzfristig wegen Sicherheitsbedenken ab.


Der US-Medien­konzern Paramount sagt die MTV Europe Music Awards in Paris gut zwei Wochen vorher wegen Sicherheits­bedenken ab. Eine Feier sei angesichts des Konflikts zwischen Israel und der Hamas unan­gebracht. Die Sicherheits­lage lasse nicht zu, dass "tausende Mitarbeitende, Crew­mitglieder, Artists, Fans und Partner aus allen Ecken der Welt anreisen, um eine Show auf die Beine zu stellen". Nach einer Messer­attacke auf einen Lehrer und mehreren Bomben­drohungen an Flug­häfen ist das Gastgeber­land Frankreich zudem in höchster Alarm­bereitschaft. Musik­fans können weiter abstimmen, die Stars erhalten trotz Absage ihre Awards. Die Preis­verleihung findet normaler­weise jährlich statt, zuletzt in Düsseldorf.
variety.com, t-online.de

(Foto: dpa / Rolf Vennenbernd)

Basta: Faszination des Skifahrens kommt auf die Musical-Bühne.

Das Phantom der Piste: Das Salzburger Landestheater entwickelt ein Musical über die Faszination des Skifahrens. Eine Adaption von "Skiverliebt" soll auch im Hamburger Tivoli-Theater zu sehen sein. Angesichts schwindender Schnee­sicherheit durch den Klimawandel liegt es nahe, sich von einem anderem Erfolgs­musical inspirieren zu lassen: Frozen.
presseportal.de

Zahl des Tages: Spotify verteuert Premium-Abo um 1 Euro.

Zahl des Tages: Auf 10,99 Euro im Monat erhöht Spotify den Preis für sein Premium-Abo – das ist ein Euro mehr als bisher. Für Neu­kunden gilt der neue Preis sofort, Bestands­kunden haben noch drei Monate Schon­frist. Es ist die erste Preis­erhöhung in Deutsch­land seit 2012. Auch die Duo- und Familienabos werden teurer.
heise.de, t-online.de, spotify.com (Preisliste)

Zahl des Tages: Simone Sommerland steht seit 460 Wochen in den Charts.

Zahl des Tages: Seit 460 Wochen steht Simone Sommer­land mit ihren Kinder­liedern nun schon in den deutschen Album­charts – Rekord. Der "Tages­spiegel" nennt die Sängerin den "wohl unbekanntesten Super­star Deutsch­lands". Im Inter­view wider­spricht sie einem Bericht der "Bild", wonach sie Millionärin sei. U.a. sei die Technik bei Konzerten für Kinder genauso teuer wie die bei Events für Erwachsene, man wolle aber nur "familien­verträgliche Preise nehmen".
tagesspiegel.de (€)

Zitat: Gema-Chef Harald Heker vermisst bei Streamingdiensten Respekt vor Urheberinnen.

"Das Ziel all dieser Audio-Dienste ist, möglichst wenig bezahlen zu müssen. An vielen Stellen vermissen wir ein Stück weit den Respekt vor Urheberinnen und Urhebern."

Der scheidende Gema-Vorsitzende Harald Heker sagt im "FAZ"-Interview, dass bei Spotify & Co zumindest ein Grund­verständnis dafür vorhanden sei, dass sie für Musik bezahlen müssen. Mit YouTube dagegen bleibe es ein "mühsamer Prozess", mit TikTok habe die Gema "noch einen langen Weg" vor sich.
zeitung.faz.net (€)

Aus Liebe zum Radio – Stefan Müller über Musiksendungen zwischen Kuration und KI.


Von Hand ausgewählt: Vor 40 oder 50 Jahren war Radio “das junge Medium schlechthin”, vor allem wegen der Musik­sendungen, schreibt Stefan Müller bei epd Medien. Der freie Radio­journalist und Moderator bedauert, dass die von Musik­redakteuren und Musik-Kennerinnen moderierten und kuratierten Radio­sendungen immer seltener werden – auch bei öffentlich-rechtlichen Wellen. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Radio in Deutschland blickt Müller auf legendäre Radio-DJs der 70er und 80er zurück, spürt die Perlen der Autoren­sendungen auf und fragt, welche Rolle KI künftig spielen wird. Weiterlesen >>>

Boyband *Nync meldet sich nach 20 Jahren mit neuem Song zurück.

I want you back: Die 90er-Jahre-Boyband *Nsync meldet sich nach 20 Jahren Pause mit einen neuen Song zurück. "Better Place" erscheint am 29. September und gehört zum Soundtrack des Animationsfilms Trolls 3. Band-Frontman Justin Timberlake beschreibt den neuen Song bei Instagram als "Liebesbrief an unsere Fans".
t-online.de, bild.de, instagram.com (Video Timberlake), youtube.com ("Trolls"-Trailer mit Song-Ausschnitt)

Soloalbum: Universal Music und Till Lindemann setzen Zusammenarbeit aus.

Kein Zutritt zum Universum: Das neue Solo­album von Rammstein-Sänger Till Lindemann wird nicht wie bisher unter dem Dach von Universal Music erscheinen, entdeckt das dänische Musik­magazin "Gaffa". Eine Universal-Sprecherin bestätigt dem "Spiegel", dass man sich im August 2023 "gemeinsam entschieden" habe, die Zusammen­arbeit für das kommende Album "auszusetzen". Grund seien die – inzwischen eingestellten – Ermittlungen gegen Linde­mann gewesen.
gaffa.dk via spiegel.de, turi2.de (Background)

Vide-Tipp: Arte-Doku beleuchtet veränderte Musik-Hörgewohnheiten.

Video-Tipp: In der Arte-Doku "Wie das Streaming die Musik auffraß" wandert der französische Musik-Journalist Sophian Fanen durch die Evolution des Musik­hörens während der letzten Jahrzehnte. Das Format mp3 leitet die "Ära des Überflusses" ein, das Streaming entfesselt unsere globable "Entdeckungs­lust". Das sei aber auch "kräfte­zehrend" für die Künstlerinnen.
arte.tv (52-Min-Video)

Basta: Rita Ora schwenkt bei Konzert falsche Flagge.

Hat 'ne Fahne: Die britische Sängerin Rita Ora, die aus dem Kosovo stammt, hat bei einem Konzert in Ungarn versehentlich eine serbische Flagge geschwenkt. Ein Fan habe sie ihr vor dem Auftritt in die Hand gedrückt, geblendet vom Schein­werfer­licht habe sie nicht erkannt, dass es keine ungarische Flagge ist. Ihr Learning: Es bleibt nie ohne Risiko, Flagge zu zeigen.
faz.net

Zahl des Tages: Corona-Nachhol-Effekt beschert Eventim im 1. Halbjahr deutliches Wachstum.

Zahl des Tages: Um jeweils 39 % steigen Umsatz und operativer Gewinn von CTS Eventim im 1. Halbjahr. Der Ticket- und Event-Konzern setzt rund 1 Mrd Euro um, das operative Ergebnis beläuft sich auf 170,8 Mio Euro. Der große Zuwachs kommt auch daher, dass es für die Event-Branche im 1. Halbjahr 2022 noch Corona-Beschränkungen gab.
faz.net, finanzen.net, corporate.eventim.de

Basta: Roland-Kaiser-Konzert bringt Landtagspräsidenten in Bedrängnis.

Warum hast Du nicht Nein gesagt: Der Landtags­präsident von Sachsen-Anhalt, CDU-Mann Gunnar Schellenberger, steht in der Kritik, weil er nach einer Besprechung am Samstag­abend mit Gästen vom Balkon seines Büros gratis ein Konzert von Schlager­star Roland Kaiser angeschaut hat. Grüne und Linke fordern seinen Rücktritt und Aufklärung, was für eine Besprechung das war. Interessant wäre, ob auch Joana und Santa Maria zugegen waren und Sieben Fässer Wein konsumiert wurden.
mz.de, mdr.de

Rolling Stones kündigen neues Album in Londoner Wochenblatt an.

Roh­diamanten: Die Rolling Stones nutzen offenbar die Londoner Hackney Gazette für eine ver­steckte An­kündigung ihres neuen Albums. Eine Print-Anzeige in dem Wochen­blatt wirbt augen­scheinlich für eine Glaserei, Fans er­kennen darin ver­steckte Hinweise auf das 31. Studio-Album der Band, u.a. in Bildern, Text-An­spielungen und Typo­grafie. Die AGB auf der Landing-Page hackneydiamonds.com ver­weisen auf Universal Music.
theguardian.com

Universal Music und YouTube schließen KI-Allianz.

Hier spielt die MusKI: Der Musik-Konzern Universal Music kooperiert beim Einsatz Künstlicher Intelligenz mit YouTube. Musikerinnen sollen Zugang zu KI-Technologien erhalten und damit experimentieren können. Gleichzeitig verpflichtet sich YouTube, die Interessen der Künstlerinnen zu schützen und verantwortungs­voll mit KI umzugehen. Generative KI könne die Musik bereichern, man müsse aber die richtige Balance finden, sagt Universal-Music-Chef Lucian Grainge und ist überzeugt: "KI wird nie die menschliche Kreativität ersetzen."
manager-magazin.de, mediapost.com, theverge.com

Gericht: Aussagen von Shelby Lynn sind kein Verdacht gegen Till Lindemann.

Rammstein: Das Land­gericht Hamburg weist den Antrag der Anwalts­kanzlei Schertz Bergmann auf Unter­lassungs­verfügung gegen die Irin Shelby Lynn zurück. Lynn hatte in sozialen Netzwerken berichtet, ihr seien beim Rammstein-Konzert in Vilnius Drogen in den Drink gemischt worden, sie wisse aber nicht wann und wie. Ihre Aussagen stellten keine Verdachts­äußerung gegen Sänger Till Lindemann dar, sondern seien eine bloße Meinungs­äußerung, die dessen Persönlichkeits­recht nicht verletze, entscheidet das Gericht. Eine mögliche Beteiligung Lindemanns sei erst durch Dritte aufgekommen und gehe nicht auf Lynn zurück.
spiegel.de, presseportal.de

Basta: 14-Jährige mit mehr als 3 Mio Insta-Followern fälschlicherweise für tot erklärt.

Stirb jung? Die 14-jährige Social-Media-Protzerin Lil Tay und ihr Bruder sind tot – so steht es zunächst auf Tays offiziellem Instagram-Account. Kurz darauf stellt sich heraus, dass das gar nicht stimmt. Gegenüber dem Portal TMZ stellt Tay klar: "Ich bin nicht tot." Jemand habe sich unbefugt Zugang zu ihrem Instagram-Account verschafft und die Meldung verbreitet. Wer auch immer hinter der Aktion steckt, weiß: Die Wieder­auf­erstehung hat sich als Marketing-Trick bewährt.
t-online.de, tmz.com

Basta: Netflix arbeitet an Doku über Helene Fischer.

Doku Helene: Streaming-Gigant Netflix adelt Schlager-Star Helene Fischer offenbar mit einer großen 90-Minuten-Doku, berichtet "Bild". Der Film mit Bildern von Konzerten und Interviews mit Weg­gefährtinnen solle voraus­sichtlich im Früh­jahr 2024 erscheinen. Die Dreh­arbeiten liefen bereits, bestätigen will Netflix das nicht. Das Kalkül ist wohl: Mit niemandem lassen sich besser Abos angeln als mit einer Fischer.
bild.de (€), dwdl.de

Zitat: Hip-Hop hat Metal als Protest-Musik abgelöst, meint Götz Ulmer.

"Heutzutage möchte man lieber ein überteuertes Angeberauto fahren, um verfeindete Hoods platt zu machen, als mit dem Motorrad über den Highway zu fliegen, weil man seine Schulden bei Satan bezahlt hat."

Götz Ulmer, ehemals Partner bei Jung von Matt und selbst Metaler, spricht anlässlich des Wacken-Festivals mit "W&V" über die Szene. Mittlerweile sei Hip-Hop statt Metal zur Protest-Musik bei der Gen Z aufgestiegen. Für ihn seien die Headbanger "diejenigen mit dem besten Wertesystem aller Musikrichtungen“ – dort zählten Respekt, Loyalität und Toleranz.
wuv.de (€)

Drei ehemalige Tänzerinnen reichen Klage gegen Sängerin Lizzo ein.

Im Ton vergriffen? Drei ehe­malige Tänzer­innen der US-Sängerin Lizzo reichen Klage gegen die Künstlerin ein, meldet "Variety". Die Frauen werfen ihrer Ex-Chefin demnach u.a. sexuelle Belästigung vor. So habe Lizzo eine der Kläger­innen in einem Club in Amsterdam dazu genötigt, die nackten Brüste einer dort auftretenden Tänzerin anzufassen. Lizzos Verhalten stehe im Gegen­satz zu ihrem öffentlichen Auf­treten, kommentiert der Anwalt der drei Frauen. Die Sängerin hat sich bisher nicht zu den Vor­würfen geäußert.
variety.com via t-online.de

NDR und “Süddeutsche” berichten über neue Vorwürfe gegen Rammstein.

Rammstein: Zwei weitere Frauen berichten NDR und "Süddeutscher Zeitung" von mutmaßlichen sexuellen Übergriffen durch Mitglieder der Band, die vor mehr als 20 Jahren stattgefunden haben sollen. Die Vorwürfe richten sich gegen Keyboarder Flake und Schlagzeuger Christoph Schneider. Ihre Anwälte weisen die Anschuldigungen zurück.
tagesschau.de, sueddeutsche.de (€)

Zitat: Ikke Hüftgold findet Partyschlager im “ZDF-Fernsehgarten” zu seicht.

"Da wird suggeriert, dass das der Party-Schlager ist, der auf Mallorca läuft. Aber da wird ganz viel altes, weichgespültes Zeug wieder hochgeholt, alles, was keinem wehtut."

Schlager-Sänger Ikke Hüftgold wettert im Interview mit Ippen Medien gegen die Mallorca-Ausgabe des "ZDF-Fernsehgartens". Seinen Auftritt am 30. Juli sagt er ab und schlägt als neuen Namen "lustiger Nachmittag mit Musik, die keinem wehtut" vor.
merkur.de via wunschliste.de

Mein Podcast-Tipp: Imre Grimm über “Urban Pop”.


Top of the Pops: RND-Redakteur Imre Grimm lauscht gerne dem Urban Pop. In dem NDR-Podcast erzählt der langjährige ESC-Moderator Peter Urban von seinen Begegnungen mit großen Musikstars. Für Grimm zeigt das Format, was für ein “Mensch gewordenes Pop­lexikon” und “faszinierender Musik­journalist” Urban ist. Erfunden werden müsste nach Grimms Meinung noch ein historischer Comedy-Podcast. Seine Hör-Empfehlung erscheint in der Reihe Mein Podcast-Tipp, in der Kommunikations­­profis ihre Lieblings-Podcasts vorstellen. Du willst der turi2 Community auch einen Podcast empfehlen? Dann schicke uns eine Mail an post@turi2.de. Weiterlesen >>>

Memoiren von Britney Spears erscheinen am 24. Oktober.

Read me Baby one more Time: Pop-Sängerin Britney Spears veröffentlicht am 24. Oktober ihre Memoiren mit dem Titel The Woman in Me, teilt der US-Verlag Gallery Books mit. Die Auto­biografie sei eine "mutige und erstaunlich bewegende Geschichte über Freiheit, Ruhm, Mutter­schaft, Überleben, Glauben und Hoffnung". Medien­berichten zufolge soll Spears für ihr Werk 15 Mio Dollar bekommen. In Deutschland erscheint das Buch bei Penguin Randomhouse.
spiegel.de, penguinrandomhouse.de, britneybook.com

Hör-Tipp: Martin Hommel kritisiert das “Überangebot an Mainstream” im öffentlich-rechtlichen Musikradio.

Hör-Tipp: Musik­journalist Martin Hommel kritisiert im Über­medien-Podcast mit Holger Klein das "Über­angebot an Main­stream" in den öffentlich-rechtlichen Pop- und Jugend­wellen. Mit seiner Kollegin, der Journalistin Melanie Gollin, hat Hommel das Projekt Wo ist hier der Krach? gestartet, das mehr Breite und Vielfalt im Musik­radio der Öffentlich-Recht­lichen fordert. "Man traut sich zu wenig", meint Hommel.
uebermedien.de (17-Min-Audio)

TikTok startet Musik-Streaming TikTok Music in Brasilien und Indonesien.

Obacht, Spotify: Der Kurz­­video-Riese TikTok startet den zahlungs­pflichtigen Musik-Streaming-Dienst TikTok Music in Brasilien und Indonesien. Nutzer­­innen können ihre be­stehenden Konten mit dem Dienst verbinden und etwa virale TikTok-Songs in voller Länge hören. Im Angebot sind u.a. die Kataloge der großen Labels Universal, Warner und Sony. Der bis­­herige Streaming-Dienst von Byte­dance, Resso, wird durch TikTok Music ersetzt. Die Expansions­pläne der Platt­form sind bisher nicht bekannt.
techcrunch.com

“Schwere Infektion”: Madonna muss Welttournee verschieben.

Madonna wird ihre Welttournee krankheitsbedingt nicht wie geplant antreten. Via Instagram teilt ihr Manager Guy Oseary mit, die Sängerin habe wegen einer "schweren bakteriellen Infektion" zuletzt mehrere Tage auf der Intensivstation verbracht. Sie befinde sich weiterhin in medizinischer Behandlung. Man erwarte jedoch, dass sie wieder ganz gesund werde. Im November sollte die Pop-Legende u.a. in Köln und Berlin auftreten.
instagram.com via spiegel.de

Musikverlage verklagen Twitter wegen Urheberrechtsverstößen auf 250 Mio Dollar Schadenersatz.

Da ist Musik drin: Die US-amerikanische National Music Publishers' Association verklagt Twitter im Namen von 17 Musikverlagen wegen "massiver" Urheberrechts­verletzung auf 250 Mio Dollar Schadenersatz. Es geht um rund 1.700 Lieder, bei denen Twitter von Urheber­rechts­verstößen wisse, ohne etwas dagegen zu unternehmen.
theverge.com

Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann.

Rammstein: Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Frontmann Till Lindemann, berichten mehrere Berliner Medien. Justiz­senatorin Felor Badenberg habe darüber unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Rechts­ausschuss des Abgeordneten­hauses informiert. Es bestehe ein Anfangs­verdacht nach § 177 StGB, der sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung unter Strafe stellt.
rbb24.de, tagesspiegel.de, bz-berlin.de

Anwaltskanzlei Schertz Bergmann äußert sich zu Lindemann-Vorwürfen.

Holt Hilfe: Rammstein-Sänger Till Lindemann äußert sich erstmals über die Anwalts­kanzlei Schertz Bergmann zu den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs. In einer Presse­mitteilung erklärt die Kanzlei von Christian Schertz, dass sie Lindemann in "äußerungs- und presse­rechtlichen Angelegenheiten" vertreten und dass die Vorwürfe gegen ihn "ausnahmslos unwahr" seien. Zudem wolle man "wegen sämtlicher Anschuldigungen dieser Art" rechtliche Schritte gegen "die einzelnen Personen einleiten" und die Verdachts­bericht­erstattung in den Medien prüfen.
t-online.de

Rammstein über Miss­brauchs­vorwürfe: “Haben ein Recht, eben­falls nicht vor­ver­urteilt zu werden”.

Rammstein äußert sich via Instagram zu den Miss­brauchs­vor­würfen gegen Front­mann Till Lindemann. Man nehme die Vorwürfe "außer­ordentlich ernst" und bitte die Fans, sich "nicht an öffentlichen Vor­ver­urteilungen jeglicher Art denen gegen­über, die Anschuldigungen erhoben haben" zu beteiligen: "Sie haben ein Recht auf ihre Sicht der Dinge." Zu­gleich heißt es von der Band, die derzeit durch Europa tourt: "Wir, die Band, haben aber auch ein Recht - nämlich eben­falls nicht vor­verurteilt zu werden."
instagram.com, tagesschau.de, turi2.de (Background)

Musik-Legende Tina Turner 83, ist tot.

Tina Turner, 83, ist tot. Die US-Sängerin ist nach langer Krankheit in ihrem Haus in der Schweiz nahe Zürich gestorben. Ihre musikalische Karriere begann in den 1960er Jahren zusammen mit ihrem spätere Ehemann Ike Turner. Nach der Scheidung hatte sie in den 1980ern Erfolge als Solo-Künstlerin mit Hits wie "What’s Love Got to Do with It", "We Don’t Need Another Hero" oder "The Best". Eine Filmbiografie und ein Musical erzählen die Lebensgeschichte von Tina Turner.
dailymail.co.uk, bild.de, spiegel.de (Reaktionen)

Hartmut Masuch übergibt BMG-Führung schon früher an Thomas Coesfeld.

Generationswechsel: CEO Hartwig Masuch, 69, verlässt die Bertelsmann-Musiksparte BMG "auf eigenen Wunsch" ein halbes Jahre früher als geplant. Bereits zum 1. Juli übernimmt der bisherige Finanzchef Thomas Coesfeld, 33, Enkel des verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn. Masuch war insgesamt 32 Jahre bei Bertelsmann tätig, davon 14 Jahre an der Spitze von BMG.
presseportal.de (Masuch), presseportal.de (Coesfeld), turi2.de (Background)

Thomas Gottschalk nominiert Constantin Zöller als ESC-Nachfolger von Peter Urban.

Gottes Wort: Show-Dino Thomas Gottschalk, 72, übermittelt der ARD via Instagram die "inständige Bitte", seinen ehemaligen SWR3-Kollegen Constantin Zöller, 36, zum Nachfolger von Kommentator Peter Urban beim Eurovision Songcontest zu machen. Zum Abschneiden Deutschlands schreibt Gottschalk frustriert: "Wir werden vom Rest Europas doch inzwischen verarscht".
instagram.com via welt.de

Zitat: Schulz und Böhmermann kommentieren ESC wie zu Hause in kleiner Runde, findet Arno Frank.

"Wenn ein Peter Urban den Leitartikel auf Seite 1 schreibt, dann zeichnen Schulz und Böhmermann zum gleichen Thema den Cartoon auf der letzten Seite."

"Spiegel"-Autor Arno Frank fand die subjektive Kommentierung des Eurovision Songcontest von Jan Böhmermann und Olli Schulz beim ORF-Sender FM4 unterhaltsam und authentisch. "Hier wurde ausgesprochen, was normalerweise nur in kleiner Runde vor dem Fernseher gesagt wird."
spiegel.de (€)

Gut versteckt – Lukas Respondek über die ESC-Berichterstattung der ARD.


Wo geht’s hier zum ESC? Heute findet das Finale des Euro­vision Song Contest in Liverpool statt. Lukas Respondek beobachtet bei epd Medien eine “Vernachlässigung des ESC in reichweiten­starken Programmen”. Viel Begleit­programm des Musik­wettbewerbs spiele sich inzwischen online ab. “Die sehenswerten Halb­finals fristen weiterhin ihr Dasein in der Sparte.” Dass es der ARD dennoch gelingt, Vorfreude zu wecken, liege vor allem an Formaten, die sich eher an ESC-Fans richten. turi2 veröffentlicht ihren Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

EBU untersagt Wolodymyr Selenskyj Ansprache beim ESC.


Bühnen-Bann: Die European Broadcasting Union schlägt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Wunsch ab, beim Finale des Eurovision Song Contests am Samstag in Liverpool eine Video-Ansprache zu halten, berichtet "The Times". Selenskyj wollte in einem Überraschungs­auftritt vor einem Millionen-Publikum um Unter­stützung für sein Land im Krieg gegen Russland bitten. Die EBU habe jedoch Befürchtungen, ein Auftritt Selenskyjs könnte die Musik-Show zu stark "politisieren". Der Eurovision Song Contest sei eine Unter­haltungs­sendung mit "strikten Regeln und Prinzipien", zu denen gehöre, dass sie "unpolitisch" ist, teilt ein EBU-Sprecher mit.

Die ukrainische Band Kalush Orchestra hatte den ESC 2022 gewonnen. Da die Ukraine die Show derzeit selbst nicht ausrichten kann, springt das zweitplatzierte Großbritannien ein. Für Selenskyj offenbar nicht die beste Wahl: In einem BBC-Interview sagt er, er hätte sich gewünscht, die Show in einem der Nachbar­länder der Ukraine wie Polen oder der Slowakei auszutragen. (Foto: Ruslan Kaniuka / Avalon / Picture Alliance)
thetimes.co.uk (€), deadline.com

Hör-Tipp: Jan Böhmermann singt eine Hymne an das Verlieren beim ESC.

Hör-Tipp: Mit seinem neuen Song Allemagne Zero Points liefert Jan Böhmermann eine Hommage an das Verlieren beim "Eurovision Song Contest", den der Satiriker gemeinsam mit Olli Schulz moderiert. "I love my zero points" heißt es im Refrain, "we don't do dancers, we do panzers" und "sad, sad, sad, we are so tragically sad" – hinterlegt mit euphorisierender Popmusik.
youtube.com (3-Min-Audio), spiegel.de (€)

Basta: Ed Sheeran hat nicht bei Marvin Gaye abgekupfert.

Sheers! Ein Gericht in New York spricht Pop-Musiker Ed Sheeran vom Vorwurf des Plagiats frei. Ein Erbe eines Co-Song­writers von Marvin Gaye hatte ihm vorge­worfen, Teile seines Hits Thinking Out Loud beim Soul-Klassiker Let‘s Get It On abgekupfert zu haben. Laut Gericht hat Sheeran den Song jedoch "unabhängig" erschaffen. Sollte künftig jemand in einem Ed-Sheeran Song eine bekannte Tonfolge erkennen – vermutlich stammt sie nur aus einem anderem der drei Dutzend Ed-Sheeran-Hits.
welt.de, spiegel.de, youtube.com (Song-Vergleich)

Zitat: Peter Urban hält ESC-Pläne von Böhmermann und Schulz für “reinen PR-Gag”.

"Wenn ich schon deren Ankündigung höre, wird mir schlecht."

Der scheidende ESC-Kommentator Peter Urban hält die Ankündigung von Jan Böhmermann und Olli Schulz, den European Song Contest für den österreichischen Rundfunk zu kommentieren, für "einen reinen PR-Gag" und sieht die beiden "überhaupt nicht als Konkurrenz".
t-online.de, turi2.de (Background)

Buch- und Hör-Tipp: ESC-Kult-Kommentator Peter Urban veröffentlicht Buch und Hörbuch.

Buch-/Hör-Tipp: Musik-Journalist Peter Urban veröffentlicht sein Buch "On Air". Der Kult-Kommentator des ESC erinnert sich auf 517 Seiten oder 18,5 Stunden im Hörbuch an seine 60 Jahre im Musik-Business und im Radio. Urban liest das Hörbuch selbst – im unverkennbaren Duktus des ESC-Kommentators. In diesem Jahr hat der 75-Jährige seinen letzten Einsatz beim Musikwettbewerb. Mit dem Hörbuch setzt er sich auch ein akustisches Denkmal.
amazon.de (Buch ab 19,99 Euro), spotify.com (€, Hörbuch), turi2.de (Background)

Jan Böhmermann und Olli Schulz kommentieren den ESC für den ORF.

Fest & Österreichisch: Das Podcast-Duo Jan Böhmermann und Olli Schulz kommentiert für den ORF in diesem Jahr den Eurovision Song Contest. Bei Fest & Flauschig hatten sie sich über Wochen öffentlich darum beworben, bei der ARD ESC-Urgestein Peter Urban zu beerben. Stattdessen werden sie nun für Österreich am 13. Mai nach Liverpool fahren und "alle anderen Länder Europas standesgemäß demütigen, allen voran Deutschland", sagt Böhmermann. Für die Beiden gehe damit ein "Lebenstraum" in Erfüllung, weshalb sie dafür auch nicht bezahlt werden wollen, sagen sie im Podcast. Beim ORF sind Böhmermann und Schulz in der Mediathek und beim Jugendradio FM4 zu hören - im TV kommentiert, wie schon seit 1999, Ö3-Moderator Andi Knoll. (Foto: Fabian Sommer / dpa / Picture Alliance, Montage: turi2)
fm4.orf.at, tagesspiegel.de, spotify.com (69-Min-Audio)