Zitat: Privatsender kämpfen mit Überregulierung, sagt Tanit Koch.

"Als n-tv-Che­fin brau­che ich ei­ne Li­zenz, ei­ne Auf­sichts­be­hör­de, ein po­li­zei­li­ches Füh­rungs­zeug­nis. Um ei­nem un­be­grenz­ten Pu­bli­kum on­line Des­in­for­ma­tio­nen zu un­ter­brei­ten, be­nö­tigt man bloß ein Han­dy und Netz."

Tanit Koch, n-tv-Chefin und Chefredakteurin der RTl-Zentralredaktion, sagt im "FAZ"-Interview, der private Fernsehmarkt sei oft überreguliert.
"FAZ", S. 13 (Paid)

weitere Zitate:
"Al­les, was zum Bei­spiel die lan­ge Er­zähl­form braucht, darf nicht im Ta­ges­ge­schäft un­ter die Rä­der kom­men." (über den Sinn der Zentralredaktion)

"Als Not­re-Da­me in Flam­men auf­ging, ver­drei­fach­te n-tv den Ta­ges­markt­an­teil bei 14 bis 59 – weil wir in­ner­halb von Mi­nu­ten live aus Pa­ris ge­sen­det ha­ben. Auf die Fra­ge, war­um kein 'Brenn­punkt' kam, twit­ter­te ARD-Chef Rai­nald Be­cker an dem Abend, man ma­che kein 'Gaf­fer TV'. Die­se Ein­stel­lung fin­de ich bei ei­nem Wett­be­wer­ber ganz, ganz groß­ar­tig. Mö­ge sie ihm lan­ge er­hal­ten blei­ben."

"Was mich stört, ist die Lust an Un­ter­gangs­sze­na­ri­en in un­se­rer Bran­che."

"Ich ha­be an ei­nem für mich wich­ti­gen Punkt nicht die Un­ter­stüt­zung von Ma­thi­as Döpf­ner er­hal­ten. Wir ha­ben dar­über ge­spro­chen, wir ste­hen wei­ter in Kon­takt, und es war sein gu­tes Recht als Vor­stands­vor­sit­zen­der von Axel Sprin­ger. Mein Recht war es, zu neu­en Ufern auf­zu­bre­chen." (über ihren Abgang bei der "Bild")

"Wenn Re­na­te Kü­n­ast im Netz als 'Drecks-Fot­ze' be­lei­digt wird und ein Land­ge­richt das durch­ge­hen lässt, müs­sen wir uns nicht wun­dern, dass Goog­le und Face­book sa­gen: Wie sol­len wir denn wis­sen, was wir lö­schen sol­len, wenn es noch nicht mal deut­sche Rich­ter er­ken­nen?" (über den Ton in sozialen Netzwerken)

ProSiebenSat.1 denkt über deutschen Nachrichtensender nach.

ProSiebenSat.1 plant einen eigenen Nachrichtensender für Deutschland, sagt CEO Max Conze. Das gerade in Österreich gestartete Puls 24 sieht er als Test. Der Kanal sei "digital mit linearer Verlängerung" – wenn das Konzept erfolgreich sei, wolle er ähnliches in Deutschland lancieren. 2010 hatte ProSiebenSat.1 das damalige N24 verkauft, der Sender gehört heute als Welt TV zu Springer.
msn.com (12-Min-Video) via handelsblatt.com

“stern” zeigt YouTube-Talkshow “Diskuthek” erstmals auch bei n-tv.

stern bringt das politische YouTube-Format "Diskuthek" erstmals auch ins lineare Fernsehen. n-tv, der ebenfalls zur Bertelsmann-Familie gehörige Nachrichtensender, zeigt das YouTube-Talkformat zunächst einmalig. Anlass sind die anstehenden Landtagswahlen. Geld für das YouTube-Projekt kommt auch über die News Initiative von YouTube-Eigner Google.
n-tv.de, turi2.de (Background)

Zitat: Lasst die Dinos aussterben, sagt Hans Demmel.

"Einfach draufsatteln wie gehabt und möglichst viele Dinosaurier weiterhin durchfüttern ist der falsche Weg."

Hans Demmel, Chef von n-tv und Vaunet-Vorsitzender, schreibt in einem Gastbeitrag in der "FAZ", die Öffentlich-Rechtlichen bräuchten einen neuen Auftrag, der z.B. "in der Regel anspruchsvolle Sendungen" vorschreibt und das Gesamtangebot reduziert.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

Verlage und Digitalunternehmen gründen Austauschforum OP next.

Online-Publisher im deutschsprachigen Raum haben den Verein OP next gegründet, in dem sie sich über digitale Produktentwicklungen austauschen wollen. Die Plattform richtet sich an Publisher, die überregional journalistische Digitalprodukte herausgeben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen u.a. "Spiegel", "Standard", Golem.de, Gruner + Jahr, die "Neue Zürcher Zeitung", Tamedia und Zeit Online.
opnext.info

n-tv baut Berichterstattung in Österreich mit eigenem Ticker-Laufband aus.

Österreich: Der Nachrichtensender n-tv bestückt seinen News-Ticker des Programmfensters in Österreich künftig auch mit österreichischen Inhalten. Das Laufband wurde bisher aus Deutschland übernommen. n-tv vermarktet im Nachbarland bereits österreichische Werbefenster und strahlt seit April eine Polit-Talkshow des Boulevard-Portals krone.at aus.
dwdl.de, turi2.de (Background)

n-tv zeigt erstmals Österreich-Programm.

n-tv nimmt erstmals eigene Inhalte für Österreich ins Programm: Der Sender zeigt ab 24. April immer mittwochs die Polit-Talkshow #brennpunkt des Boulevard-Portals krone.at. Erster Gast wird Bundeskanzler Sebastian Kurz sein. n-tv bringt seit 2018 österreichische Werbefenster. Vermarkter IP Österreich gehört zur Hälfte der deutschen Mediengruppe RTL, zur anderen Hälfte der Krone Media.
dwdl.de, turi2.de (Background)

“Standard”: RTL-Sender nehmen Österreich-Programm in Angriff.

Mediengruppe RTL plant offenbar ein Programmfenster für Österreich, berichtet der "Standard". Im Lizenzantrag sei zunächst Österreich-Programm bei n-tv zu erkennen. Bisher haben die RTL-Sender im Nachbarland nur regionale Werbefenster, die Einnahmen ohne Kosten bringen. Die Zurückhaltung mit eigenem Programm fußt auf einem Nichtangriffspakt zwischen dem ORF und Ex-RTL-Chef Gerhard Zeiler, der 1998 vom ORF zu RTL kam. ProSiebenSat.1 sendet schon seit 2002 Ösi-Programm und betreibt mit Puls4 und ATV inzwischen zwei eigenständige Sender.
derstandard.at

Tanit Koch wird n-tv-Chefin und Chefredakteurin Zentralredaktion der Mediengruppe RTL.

Kampfansage aus Köln: Die Mediengruppe RTL holt die frühere "Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch an Bord. Koch, 41, beerbt Hans Demmel, 63, als n-tv-Geschäftsführerin. Zugleich baut sie als Chefredakteurin eine Zentralredaktion innerhalb der Mediengruppe auf. Koch soll n-tv, die RTL-Redaktionen und RTL.de zu einer Einheit vernetzen – laut RTL zusammen 700 Journalisten. Tanit Koch arbeitet zusammen mit n-tv-Chefredakteurin Sonja Schwetje, RTL-Chefredakteur Michael Wulf und RTL-Interactive-Chefredakteur Jan Rudolph unter dem Digital- und News-Geschäftsführer Jan Wachtel.

Erst im Dezember startete RTL.de als Boulevard-Portal neu und steht thematisch in Konkurrenz zu Bild.de. Koch wird in ihrer neuen Funktion also ihrem Ex-Arbeitgeber Springer auf die Pelle rücken. Dafür wird sie sowohl Managerin als auch Chefredakteurin. Vorgänger Hans Demmel verabschiedet sich nach 26 Jahren aus der Mediengruppe, bleibt aber Chef der Privatsender-Lobby Vaunet. (Foto: Andreas Gebert / Picture Alliance, Montage: turi2)
per Mail, dwdl.de, horizont.net

Zitat: Hans Demmel wundert sich über das Framing-Gutachten der ARD.

"Dass ausregerechnet die wortgewaltige ARD mit Beitragsgeldern Nachhilfeunterricht nimmt, wie sie ihre eigenen Botschaften richtig 'framen' kann, mutet schon mehr als kurios an."

Hans Demmel, Chef von n-tv und Vaunet-Vorsitzender, findet, die ARD sollte nicht nur das Weltgeschehen, sondern auch in eigener Sache überzeugend kommunizieren können.
vau.net, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

Zitat: ARD und ZDF haben ein zu großes Angebot an Unterhaltung, kritisiert Hans Demmel.

"Eines Tages werde ich Alexa fragen: Was gibt es heute in der ARD außer Krimis – und dann wird da Schweigen herrschen."

Hans Demmel, Chef von n-tv, sieht die Privatsender beim Thema Bewegtbild sowohl von US-Riesen wie Facebook, YouTube und Co als auch vom "überbordenden" Angebot bei ARD und ZDF bedroht.
wiwo.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

n-tv bezieht Audionachrichten künftig von RTL Radio.

RTL-Töchter RTL Radio und n-tv kooperieren bei Audionews. Künftig produziert das Berliner Funkhaus stündlich aktualisierte Deutschland- und Weltnachrichten für die Audio-Kanäle des Nachrichtensenders. Darin bindet RTL Radio die Korrespondenten der n-tv-Fernsehredaktion ein. n-tv verbreitet Audio-Nachrichten unter anderem via Amazon Alexa oder Google Assistant.
kommunikation.mediengruppe-rtl.de

“Facebook wird vollgepumpt”: Privatfunk-Chef Hans Demmel will ARD und ZDF im Netz einschränken.


Mehr Zurückhaltung, bitte: Den privaten Sendern in Deutschland sind die Social-Media-Angebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio ein Dorn im Auge. "Facebook wird vollgepumpt", kritisiert Hans Demmel, Vorstandschef des VPRT, im Interview von "Horizont" und turi2.tv. "Wir zahlen Gebühren dafür, dass Facebook im Umfeld Werbegelder einnimmt." Demmels Appell zur Zurückhaltung ist dringend: Heute beraten die Ministerpräsidenten über den neuen Telemedienauftrag.

Demmel verlangt von den Öffentlich-Rechtlichen, Facebook nur als Werbekanal zu nutzen. Auch die privaten Sender versuchten, Facebook-Nutzer auf die eigenen Seiten zu lotsen statt Programm exklusiv für die Plattformen zu machen. Öffentlich-rechtliche Journalisten dürften nicht verpflichtet werden, Facebook voll zu pumpen und einen US-Konkurrenten stärker zu machen. "Ein ausgeglichenes Spielfeld – mehr wollen wir gar nicht", sagt Demmel, im Hauptjob Geschäftsführer von n-tv, am Rande des Deutschen Medienkongress.

Er beobachtet, wie sich in Deutschland eine Opposition gegen das Mediensystem formt. Demmel schätzt, dass in einer Abstimmung heute ein Viertel der Deutschen gegen den Rundfunkbeitrag stimmen würden. Aus staatsbürgerlicher Sicht für ihn kein guter Zustand. Darum verlangt er Reformen und eine Besinnung auf den Kernauftrag. Doch den verlören die Sender oft aus dem Blick: Höherklassige Dokus würden immer häufiger im Nachtprogramm verschwinden oder auf Spartensender abgeschoben.
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2.tv)

n-tv-Chef Hans Demmel glaubt an den Journalismus.

"Für Premiumjournalismus werden weiterhin journalistisch gut ausgebildete Menschen gebraucht. Die Sportberichterstattung aus der Dritten Bundesliga kann vielleicht automatisiert erfolgen, aber über die Erste Bundesliga werden immer Menschen berichten."

Hans Demmel, Chef von n-tv, sorgt sich zum 25. Sender-Geburtstag nicht um den Journalismus. Angst hat er nur davor, dass "wir mit all unseren Bemühungen" einige Menschen nicht mehr erreichen.
"Handelsblatt", S. 26/27 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

n-tv setzt Satire-Talk “So! Muncu” fort.

Serdar Somuncu, Satiriker und Ex-Spitzenkandidat der Partei, talkt wieder bei n-tv. Der Sender zeigt bereits am Dienstagabend die nächste Ausgabe von "So! Muncu", in der es um das Wahlergebnis geht. Somuncu hatte im Wahlkampf als Moderator pausiert. Anfang des Jahres hatte es Verstimmungen zwischen n-tv und dem Satiriker gegeben, die aber schnell beigelegt waren.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Zitat: n-tv-Chef Hans Demmel appelliert an Sorgfaltspflicht von Journalisten.

"Wenn man wie ich eine Ausbildung bei einer Lokalzeitung gemacht hat und in einer Reportage den Vornamen des Besitzers des größten Metzgereibetriebs und gleichzeitig des größten Werbekunden falsch schreibt, dann wird man relativ schnell darauf hingewiesen, was Sorgfaltspflicht ist."

Hans Demmel, Chef von n-tv, weiß, dass Journalisten durch soziale Netzwerke heute stark unter Beobachtung stehen und Fehler daher noch mehr vermeiden sollten.
dwdl.de

RTL bringt mit dem Wahl-Navi seinen eigenen Wahl-O-Mat.

RTL startet mit wahlnavi.de eine Konkurrenz zum Wahl-O-Mat. Das Wahl-Navi soll leichter, verständlicher und präziser sein, verspricht Info-Chef Michael Wulf. Anders als der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung fragt das Wahl-Navi auch nach persönlichen Meinungen über Politiker und Parteien, Ergebnisse werden visualisiert. Die Technologie war als Vote Compass schon in anderen Ländern im Einsatz. Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl kommt am 30. August.
wahlnavi.de, kommunikation.mediengruppe-rtl.de

n-tv bekommt neues Logo und neuen Claim “Wir bleiben dran”.

n-tv gönnt sich einen neuen Auftritt: Ab September präsentiert sich der Newssender der RTL-Gruppe mit neuem Logo und dem Claim "Wir bleiben dran". n-tv will damit klarmachen, als multimediale Nachrichtenmarke inzwischen mehr als ein TV-Sender zu sein. Das neue Markendesign wurde inhouse und in Zusammenarbeit mit der Agentur Havas Düsseldorf entwickelt.
dwdl.de, wuv.de

Zitat: n-tv-Chef Hans Demmel kritisiert die Online-Aktivitäten von ARD und ZDF.

"Reichweite kann nicht Rechtfertigung für jede Form von öffentlich-rechtlichem Angebot sein."

n-tv-Chef Hans Demmel stellt bei wuv.de sein neues Senderdesign vor. Das Interview nutzt er für einen Seitenhieb Richtung ARD und ZDF, die sich seiner Meinung nach derzeit "massiv im Netz und in Mediatheken" ausbreiten.
wuv.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans Demmel liebt Multimediales und liest Gedrucktes.

N24 und n-tv stoppen nach heftiger Kritik Türkei-Werbespots.

Türkei: N24 und n-tv nehmen nach heftiger Kritik von Zuschauern Türkei-Werbespots aus ihrem Programm. Damit endet im deutschen TV die wochenlange Werbekampagne der Vereinigung türkischer Exporteure unter der Schirmherrschaft der Erdogan-Regierung vorzeitig. Die Imagefilme mit dem Fußballer Lukas Podolski und Wirtschaftsbossen werben für den Wirtschaftsstandort Türkei. N24 sagt, trotz Trennung von Programm und Werbung sei es wichtig, das Publikum in Anbetracht der neuesten Entwicklungen nicht zu irritieren. Außenminister Sigmar Gabriel hatte am Donnerstag erklärt, die Absicherung von Krediten für deutsche Exporte in die Türkei stehe auf dem Prüfstand.
abendblatt.de, meedia.de, twitter.com (N24)



Zitat: n-tv-Chefin Sonja Schwetje sieht künstliche Intelligenz als große Hilfe für Journalismus.

"Technologie ist unser Freund, sie kann uns helfen, journalistischen Content aufzubereiten, zu verbreiten, die Bedürfnisse unserer User und Zuschauer besser zu erfahren und ihnen die Interaktion mit uns oder anderen zu ermöglichen."

n-tv-Chefredakteurin Sonja Schwetje will mit Hilfe von künstlicher Intelligenz personalisierte Nachrichten und Push-Meldungen verbessern, sagt sie dem "Medium Magazin".
presseportal.de

“Bild” reagiert auf Kohls Tod wie ein Nachrichtensender.

Bild.de reagiert blitzschnell auf den Tod von Helmut Kohl mit einer Video-Sondersendung. Knapp eine halbe Stunde nach der ersten Eilmeldung geht "Bild Daily Spezial" live – mit historischen Kohl-Aufnahmen, Schalten und Studiogästen. Die Sendung läuft im Web, mobil und bei Facebook mit Live-Untertiteln, sodass Zuschauer sie auch ohne Ton verfolgen können. Welt.de greift auf N24 zurück, das wie n-tv live sendet. Andere Onlinemedien stellen vorbereitete Nachrufe und Bildergalerien online. Die "Tagesschau" sendet zügig eine umfangreiche Spezialausgabe. Das Verkehrsministerium stoppt seine "FAZ"-Kampagne mit leeren Todesanzeigen.
bild.de, turi2 – eigene Beobachtung, meedia.de ("FAZ"-Kampagne)

Mein Homescreen: Tilman Aretz.


n-tv.de-Chefredakteur Tilman Aretz, 46, ist Durchschnittstyp aus Überzeugung. Der “Tatort”-Gucker, Fleischesser und VW-Fahrer arbeitet für den nachrichtenhungrigen Mainstream, der jeden Werktag exakt um 6:43 Uhr einen Peak in der Klick-Statistik von n-tv.de produziert. Insgeheim steht Aretz aber doch auf Experimente, verrät sein Homescreen. Überdurchschnittliche fünf Kinder halten ihn auf Trab. Weiterlesen …

Bomben-Explosion in Manchester tötet 19 Menschen.

Explosion in Manchester: Nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande hat es in der nordenglischen Stadt eine Explosion gegeben, bei der mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt wurden. Die Polizei geht von Terror aus. Die deutschen Newssender schlafen zunächst und liefern Infos nur im Ticker am Bildrand, während Dokus laufen. Bei n-tv meldet sich erstmals um 4 Uhr ein Moderator mit CNN-Bildern aus der Redaktion. Bild, Welt und Focus Online berichten auch in der Nacht mit Livetickern, Spiegel Online und Süddeutsche mit Agentur- und Social-Media-Material.
turi2 - eigene Beobachtung

Mediengruppe RTL und Vodafone kooperieren bei GigaTV-App.

Vodafone integriert die TV-Sender der Mediengruppe RTL in seine GigaTV-App. Die Programme seien damit nun erstmals über Handys und Tablets in HD zu sehen. Künftig sollen Nutzer des Streamingdienstes auch die Mediatheken-Angebote in HD-Qualität empfangen können. Vodafone will mit GigaTV "Entertain"-Angeboten der Telekom und anderer Firmen Konkurrenz machen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

n-tv launcht zum Wahljahr die Doku-Reihe “Fokus Deutschland”.

n-tv startet zum Bundestagswahljahr 2017 die fünfteilige Dokureihe "Fokus Deutschland". Die Reihe werde über "brisante Probleme" berichten. Los geht es mit dem Thema "Prekäre Republik - Wie sozial ist Deutschland?". Der Sender schickt außerdem seine Reporter Fabricia Josten und Benjamin Geese unter dem Motto "Nah dran!!" auf Deutschland-Reise. Zuschauer können Themen vorschlagen.
dwdl.de

n-tv-Talkshow von Serdar Somuncu steht vor der Absetzung.

n-tv und Serdar Somuncu gehen wohl getrennte Wege: Spätestens am Freitag werde der Sender das Aus der Talkshow So! Muncu! verkünden, schreibt Joachim Huber. Vergangene Woche hatte n-tv die Sendung kurzfristig aus dem Programm gestrichen und begründet, sie habe "nicht den Qualitätsansprüchen" entsprochen. Somuncu stellte die Zusammenarbeit daraufhin in Frage.
tagesspiegel.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Update: Kurz darauf hat n-tv bekannt gegeben, dass die Sendung weitergeht: turi2.de.

n-tv streicht Serdar Somuncu kurzfristig aus dem Programm.


Mundzu: n-tv hat die für Dienstag geplante Ausgabe der Talkshow So! Muncu! von Satiriker Serdar Somuncu kurzfristig aus dem Programm gestrichen. Die bereits am Montagnachmittag aufgezeichnete Sendung habe "nicht unseren Qualitätsansprüchen entsprochen", sagt eine Sendersprecherin auf Nachfrage von DWDL, jedoch sei die Sendung nicht grundsätzlich abgesetzt.

In der Talkrunde zum Thema "Alternativlos schmutzig: wie extrem wird der Wahlkampf?" kamen Somuncu und seine Gäste, Vize-FDP-Chef Wolfgang Kubicki, Komiker Wigald Boning und Schauspielerin Annabelle Mandeng, auch auf den Umgang mit gezielten Desinformationen zu sprechen. Ein Aspekt, der n-tv womöglich zu heikel war - darauf deutet zumindest die Erklärung hin: "Die Zuschauer erwarten in Zeiten von Fake News von einem Nachrichtensender Orientierung und Einordnung. Ein Format, das derart auf Provokation setzt und die Zuschauer eher verwirrt zurücklässt, ist für uns nicht wirklich passend." Somuncu selbst kommentiert die Nichtausstrahlung der Sendung auf seiner Facebook-Seite mit den Worten "Heart Breaking news".
dwdl.de

TV-Sender stellen Programm wegen des mutmaßlichen Anschlags von Berlin um.

Mikrofone-150 PressekonferenzTV-Sender nehmen auch heute wegen des mutmaßlichen Anschlags von Berlin Sondersendungen ins Programm, widerstehen aber dem Reiz der Dauerberieselung: Die Pressekonferenz der Berliner Polizei um 13 Uhr läuft gleich bei mindestens vier Sendern, u.a. im ZDF im Rahmen des Mittagsmagazins, bei n-tv, N24 und im RBB. Auch am Morgen haben die Sender live berichtet, allerdings meist in ihren regulären Morgensendungen. Die ARD hat als Ergänzung zum ZDF-Morgenmagazin ab 9 Uhr eine verlängerte "Tageschau" ins Programm genommen, ist dann aber zum Regelprogramm zurückgekehrt.
turi2 - eigene Beobachtung, meedia.de

Mutmaßlicher Anschlag in Berlin bringt die Medien in Wallung.

Anschlag mit Lastwagen auf Berliner Weihnachtsmarkt
TV-Sender reagieren besonnen auf den mutmaßlichen Terror-Anschlag am Abend in Berlin, bei dem ein LKW in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast ist und mindestens neun Menschen getötet hat. ARD, ZDF, RTL und die Nachrichtensender N24 und n-tv unterbrechen ihre laufenden Programme und berichten live, sind aber deutlich vorsichtiger mit definitiven Aussagen zur Ursache des Unglücks als noch beim Amoklauf in München im Juli. Am schnellsten sind N24 und n-tv mit aktuellen Nachrichten auf Sendung, teilweise per Smartphone-Streams.

Das ZDF braucht am längsten, um Marietta Slomka mit dem "heute journal" auf Sendung zu schicken und wartet das Ende des laufenden Spielfilms ab. Die Mainzer informieren aber mit Einblendungen über die aktuelle Lage. In der ARD bestreitet "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni die Sondersendung und hat den früheren "Spiegel"-Chef Georg Mascolo an seiner Seite, der vorsichtige Einordnungen versucht.

RTL verzichtet auf "Team Wallraff" und geht mit einem frühen "Nachtjournal" auf Sendung, darin geben Ilka Eßmüller und Peter Kloeppel aktuelle Informationen. Alle Sender haben auch Reporter vor Ort, die aber außer Stimmungsbilder nicht viel Erhellendes liefern können. Die Sender rufen zur Vorsicht auf, was Informationen aus den sozialen Netzwerken angeht und halten sich selbst was das Verbreiten von Netz-Informationen angeht zurück. (Foto: dpa)
turi2 - eigene Beobachtung

“Bild”, Spiegel Online, n-tv und “Tagesschau” experimentieren mit Audio-Inhalten für Amazon Echo.

amazon-echo-150Amazon Echo spornt Verlage und Sender zu Experimenten mit Audio-Inhalten an. Der mitlauschende Lautsprecher liest etwa Nachrichten von n-tv und Spiegel Online vor. "Bild" bietet eine tägliche Zusammenfassung von News an, ARD Aktuell stellt die Tonspur der Tagesschau in 100 Sekunden zur Verfügung.
horizont.net

Deutsche Medien starten Angebote auf Amazons intelligentem Lautsprecher Echo.

amazon-echo-150Medien im Smart Home: Gruner + Jahr, n-tv und weitere Medienhäuser integrieren ihrer Angebote in den vernetzten Lautsprecher Amazon Echo. G+J bringt "Chefkoch", "Eltern" und "Gala" in den Lautsprecher, auf Nachfrage liest die Sprachsteuerung Alexa n-tv-Nachrichten vor. Auch Tagesschau.de, Bild.de, Spiegel Online und Kicker sind laut Amazon dabei. Echo ist ab Herbst in Deutschland verfügbar.
presseportal.de (G+J), infosat.de (n-tv), spiegel.de

Schüsse von München führen zu langer Nacht in Redaktionen.

Muenchen Terror Polizei-600

Update: 23.7., 9.15 Uhr

Einfach keine Pause: Das Attentat - vermutlich eines Einzeltäters - in München versetzt Redaktionen abermals in den Breaking-News-Modus. Die Fernseh-Sender reagieren schnell: Die ARD sendet den ganzen Abend live – zunächst begleitet von vielen Tonproblemen. Der BR übernimmt das Spezial aus Hamburg. n-tv und N24 greifen anfangs vor allem auf Bilder aus Social Media zurück, das ZDF sendet mit Unterbrechungen. Bild.de zeigt auf der Website und auf Facebook eine Sondersendung in TV-Qualität, Reporter werden per Smartphone zugeschaltet. Als zuverlässige Quelle erweist sich die Polizei München, die via Twitter und Facebook laufend Updates gibt und zur Besonnenheit mahnt – auch auf Englisch, Französisch und Türkisch.

Online-Medien und TV-Sender zeigen das Wackelvideo eines schießenden Mannes sowie weitere Clips flüchtender Menschen. Vor allem Twitter wird für Journalisten zur zentralen Quelle. Beim ZDF richtet Claus Kleber immer wieder live den Blick in den Newsstream, im "Tagesthemen"-Studio gibt Netzreporter Björn Staschen einen Überblick. Derweil schmeißen Zeitungsredaktionen ihre Samstagausgaben um, Onlinejournalisten füttern Liveblogs. Wenige Tage nach dem Nizza-Attentat ist Richard Gutjahr auch beim Olympia-Einkaufszentrum vor Ort und schaltet u.a. in die "Tagesschau". (Foto: AP/Picture Alliance)
turi2 – eigene Beobachtung

Journalisten stolpern über Gerüchte zum Attentat von Nizza.

Nizza-Tweets-600

Hoaxes über den Horror: Medien aus aller Welt fallen auf Gerüchte nach dem Attentat von Nizza rein. Stern.de und n-tv.de berichten von "Allahu Akbar"-Rufen am Tatort und beziehen sich auf die Lokalzeitung "Nice Matin". Die Redaktion hat das nie berichtet, erfahren Mareike König und Petra Sorge mit einem Anruf in Frankreich. In sozialen Medien kursieren zahlreiche falsche Bilder vermeintlicher Opfer und Täter. BuzzFeed zeigt sieben Beispiele von Hoaxes und Fakes.

Die Bilder werfen erneut die Frage auf, was Medien zeigen dürfen. Stefan Winterbauer glaubt, die Frage müsse bei jedem Ereignis aufs Neue beantwortet werden. Er stellt zudem eine öffentliche Ermattung fest, weil nach jedem Attentat die gleiche Solidaritätswelle durchs Netz schwappt. Stefan Niggemeier findet bei bunte.de einen grenzwertigen, pseudo-emotionalen Cliffhanger, der zum Opferporno-Klicken animieren soll. (Foto: Franck Fernandes/Nice Matin/Picture Alliance)
cicero.de (König/Sorge), buzzfeed.com, meedia.de (Winterbauer), twitter.com (Niggemeier)

IVW: News-Seiten legen dank Brexit zu.

ivw150Brexit sorgt für Nachrichten-Hunger und Reichweiten-Steigerung bei den News-Seiten: Spiegel Online legt im Juni laut IVW um 16,5 % zu und zählt 240 Mio Visits. Jugend-Ableger bento.de wächst um 17,7 % auf rund 9 Mio Visits. Auch n-tv.de steigert seine Visits um 16,3 % auf 127 Mio. Die Münchner tz wächst um 24,5 % und erzielt mit 17 Mio Visits ihren bisherigen Bestwert.
meedia.de, horizont.net