dpa schließt wegen Corona-Verdacht ihre Berliner Zentralredaktion.

dpa schließt am Mittwoch ihre Zentralredaktion in Berlin, weil ein Mitarbeiter Kontakt mit einer Corona-erkrankten Person hatte. Alle Beschäftigten arbeiten bis zu einem Testergebnis im mobilen Büro, lediglich ein "systemerhaltendes Team" werde vor Ort bleiben. Auch Mitarbeiter*innen aller dpa-Tochterfirmen in Berlin sind betroffen. Ein Großteil der dpa-Mitarbeiter*innen in Hamburg, Frankfurt und München arbeitet bereits seit Ende vergangener Woche im Home Office.
dwdl.de, twitter.com/fhomburger

Reuters: Maria Sheahan und Sabine Wollrab übernehmen als Chefredakteurinnen.

Reuters: Maria Sheahan (Foto) und Sabine Wollrab übernehmen als Co-Chefredakteurinnen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Balkan. Sie folgen auf Olaf Zapke, der Reuters nach 18 Jahren verlässt, um sich "einer neuen beruflichen Herausforderung" zu widmen. Sheahan arbeitet derzeit als Büroleiterin in Danzig, Wollrab ist Ressortleiterin Unternehmen in Frankfurt.
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Australische Nachrichtenagentur AAP schließt nach 85 Jahren.

Australien: Die Nachrichtenagentur AAP ist nicht mehr rentabel und muss im Juni nach 85 Jahren ihre Pforten schließen, teilt Geschäftsführer Bruce Davidson mit. Die Nachrichtenagentur beschäftigt 180 Menschen u.a. in Australien, Neuseeland, Los Angeles und London. Verleger Keith Murdoch, Vater des Medienmoguls Rupert Murdoch, hatte die Nachrichtenagentur 1935 gegründet.
aap.com.au via horizont.net

Reuters checkt Fakten für Facebook.

Reuters geht unter die Facebook-Faktenchecker im US-Markt und bestätigt, dass Facebook dafür bezahlt. Eine neu gegründete Redaktion mit zunächst vier Mitarbeitern prüft nun bei Facebook und Instagram gepostete Inhalte auf Englisch und Spanisch auf falsche oder irreführende Behauptungen und gefälschte Fotos, Audios und Videos. Die Ergebnisse veröffentlicht die Agentur in einem Blog.
techcrunch.com

Nachrichtenagentur AP wehrt sich gegen Rassismusvorwürfe.

Nachrichtenagentur AP rechtfertigt sich im "Guardian" gegen Rassismusvorwürfe. Die Agentur hatte die Afrikanerin Vanessa Nakate von einem Foto mit Klima-Aktivistinnen in Davos rausgeschnitten, was im Netz auf Kritik stößt. Das ursprüngliche Foto sei aus Gründen der Bildkomposition beschnitten worden, die Agentur hatte beide Versionen den Medien angeboten.
theguardian.com, welt.de (Paid), twitter.com

dpa-infocom-Chef Christoph Dernbach zieht sich aus der Geschäftsführung zurück.

dpa: Christoph Dernbach, langjähriger Geschäftsführer der Töchter dpa-infocom und dpa-infografik, zieht sich Mitte 2020 aus der Geschäftsführung zurück. In der neugeschaffenen Funktion als Chefkorrespondent Digitales will er sich wieder vollständig auf seine journalistische Tätigkeit konzentrieren. Co-Geschäftsführer Frank Rumpf wird die Geschäfte allein weiterführen.
presseportal.de, turi2.de (Video Interview Dernbach aus der turi2 edition1)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christoph Dernbach sieht die Zukunft der dpa im Live-Geschäft. (12/2015)


Trump will Bloomberg-Journalisten von Wahlkampf-Auftritten ausschließen.

USA: Donald Trump will Bloomberg-Journalisten nicht mehr für seine Wahlkampf-Auftritte akkreditieren. Weil Michael Bloomberg kandidiert, seien die Mitarbeiter der Nachrichtenagentur parteiisch. John Micklethwait, Chefredakteur von Bloomberg News, hatte in einem CNN-Interview Befangenheitsvorwürfe dementiert. Als Bloomberg seine Kandidatur ankündigte, erklärte Micklethwait, die Agentur werde "unsere Tradition, Mike (und seine Familie und Stiftung) nicht zu untersuchen, fortsetzen und die gleiche Politik auf seine Rivalen in den Vorwahlen der Demokraten ausdehnen", aber weiter über die Trump-Regierung berichten.
spiegel.de, theguardian.com

Bloomberg verschont alle Präsidentschaftsbewerber der Demokraten mit Investigativ-Recherchen.

Bloomberg gibt sich Verhaltensregeln für die Berichterstattung über die Bewerbung von Haupteigner Michael Bloomberg (Foto), 77, zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Meinungsbeiträge werden künftig alle namentlich gekennzeichnet, die "Tradition", nicht investigativ über Bloomberg zu berichten, gilt nun für alle demokratischen Mitbewerber, jedoch nicht für Trump.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

“Süddeutsche”: Springer will weniger für dpa-Meldungen bezahlen.

dpa: Springer verhandelt mit der Deutschen Presse-Agentur über einen "massiven Preisnachlass", schreibt die "Süddeutsche". "Bild" habe in einem mehrtägigen Test auf dpa-Material verzichtet, dpa habe die Außenbüros daraufhin aufgerufen, möglichst viele Exklusiv-Geschichten zu liefern. Chefredakteur Sven Gösmann soll von mittelfristig 1 Mio Euro weniger Umsatz im Jahr gesprochen haben, die er insgesamt erwartet. Als erste Maßnahme verlagert er die Bearbeitung von Regional-Meldungen in die Berliner Zentrale.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Joyce Adeluwoye-Adams achtet bei Reuters auf Diversität im Newsroom.

Reuters ernennt Joyce Adeluwoye-Adams zur Verantwortlichen für Newsroom Diversity. Als solche achtet sie u.a. bei der Einstellung von Redakteuren und bei der Weiterbildung auf Vielfalt. Adeluwoye-Adams hat zuletzt beim schwedischen Spieleproduzenten King für mehr Vielfalt gesorgt und u.a. auch für die BBC eine Strategie für Diversität entworfen.
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dpa schafft einen Zentral-Desk, streicht bis zu zehn Stellen.


Nicht mehr Ländersache: dpa verlagert das Redigieren ihrer Agentur-Meldungen aus den Regionen nach Berlin. Ab Sommer 2020 schicken Redakteure alle Texte von Berlin aus in die Landesdienste – die Zentralisierung soll acht bis zehn Stellen einsparen. Betroffenen Journalisten werden Abfindungen und Vorruhestand angeboten. Chefredakteur Sven Gösmann sagt: "Wir wollen bei der Verarbeitung sparen, aber nicht bei der Erarbeitung von Meldungen."

Derzeit geben Mitarbeiter an Regio-Desks die Meldungen in die Landes-Ticker ein. Nur in den Randzeiten 5 bis 9 Uhr und 17 Uhr bis Mitternacht ist schon heute das Team "Powerhaus" in Berlin zuständig, mitten in der Nacht der Berliner Nachtdienst. Künftig laufen sämtliche Landesmeldungen, rund 100.000 pro Jahr, über Berlin. Dort sollen dann unterm Strich weniger Redakteure eine gleich bleibende Anzahl an Meldungen verarbeiten. Die dpa will damit eine sechsstellige Summe einsparen. Durch sinkende Zeitungsauflagen büßt die Agentur in ihrem Kerngeschäft Einnahmen ein. (Foto: Wolfram Steinberg / dpa / Picture Alliance)
turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Hundefutter werden wir nie verkaufen" – Sven Gösmann über die dpa in Zeiten sinkender Auflagen. (4-Min-Video, 2/2019)

Wir graturilieren: Martin Romanczyk wird 59.


Wir graturilieren: Martin Romanczyk, Nachrichtenchef bei der dpa, feiert heute seinen 59. Geburtstag mit seiner Frau "irgendwo im nahen Ausland" – mehr weiß er selbst noch nicht, das Reiseziel ist eine Überraschung. Das Beste am abgelaufenen Jahr war, dass "die Kinder selbstbewusst ihre Bahnen ziehen" und sonst auch "meine Liebsten allesamt gut beieinander sind". Aus sportlicher Sicht freut ihn am meisten, dass Borussia Mönchengladbach wieder international spielt.

Für das kommende Jahr dürfen es gern zwei Siege der Borussia gegen den 1. FC Köln – ansonsten darf alles so bleiben wie im vergangenen Jahr. Beruflich wünscht sich Romanczyk, dass er weiterhin jeden Tag mit Freude in den dpa-Newsroom gehen und immer wieder etwas dazulernen kann. Gratulationswege dürfen die Gratulanten selbst wählen – Glückwünsche kommen u.a. via E-Mail an.

dpa-Mitarbeiter streiken erstmals für Lohnangleichung.

dpa: Rund 100 Mitarbeiter haben am Dienstag­mittag in Berlin gestreikt, etwa 80 % der gerade Diensthabenden. Es war der erste Warnstreik in der Geschichte der dpa. DJV und Verdi fordern vor allem die Angleichung der Löhne zwischen der dpa und ihren tariflosen Tochterunternehmen. Die dpa sagt, die Geschäftsführung habe die Aktion "zur Kenntnis genommen".
taz.de

Video-Tipp: Christian Volbracht plaudert aus dem Nähkästchen zum 70. Geburtstag der dpa.

Video-Tipp: Christian Volbracht war mehr als 40 Jahre bei der dpa tätig, u.a. als CvD und Büroleiter in Paris. Anlässlich des 70. Geburtstags der Nachrichtenagentur kehrt er an seinen alten Arbeitsplatz zurück und berichtet von Innovationen und den ersten journalistischen Versuchen am Newsdesk.
youtube.com (4-Min-Video) via twitter.com

Kurze Sätze sind besser als kunstvolle, rät Froben Homburger.

Nachrichtensprache ist oft zu verkrampft, meint Froben Homburger, Nachrichtenchef der dpa. Im Zweifel seien Subjekt-Prädikat-Objekt-Sätze besser als kunstvolle. Bei juristischen Themen könnten zumindest Substantivierungen weg. Fehlende Zeit lässt er nicht als Argument gelten: Besonders dann formuliere man mündlich klar – der gedachte Küchenruf helfe, Themen schriftlich auf den Punkt zu bringen.
uebermedien.de

“Ein gesellschaftliches Phänomen” – Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa.


Der will nicht nur spielen: Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa. Im Sportressort kümmert er sich um die Profi-Athleten an der Tastatur. Wenck erläutert im Video von Horizont und turi2.tv, weshalb virtuelle Ballerspiele mehr als Freizeitvertreib sind: Profis verdienen Millionen – und pushen sich teils durch Doping. Wenck sagt: "Über gesellschaftliche Phänomene sollten wir ernsthaft berichten."

Die dpa bietet Online-Medien einen Newsfeed zu E-Sport-Themen an, bis Februar zum Testen kostenlos. "Bild" und "Mindener Tageblatt" probierten die neuen News von der nüchternen Nachrichtenagentur aus. Wenck ist selbst Zocker und beobachtet die Szene schon lange. Ein interner Blog-Beitrag löste seine Beförderung zum journalistischen Kapitän für digitale Leibesübungen aus.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Korrektur:


Redaktionsleiter Jörg Mebus verlässt den SID, Cai-Simon Preuten übernimmt.

Sport-Informations-Dienst bekommt einen neuen Redaktionsleiter für Allgemeinsport. Jörg Mebus verlässt die Nachrichtenagentur nach 22 Jahren. Ihm folgt Cai-Simon Preuten, zuletzt Chef vom Dienst und Tennis-Ressortleiter. Preuten ist ein SID-Eigengewächs und volontierte von 2011 bis 2013 beim SID. Ralph Durry bleibt neben ihn weiter als Redaktionsleiter Fußball im Amt.
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Marcus Hebein wird Chefredakteur von Keystone-SDA.

Keystone-SDA, Schweizer Nachrichten­agentur, stellt einen Österreicher an ihre Spitze: Marcus Hebein, zuletzt Vize-Chefredakteur der Apa, wird als Leiter Multimedialer Newsroom de facto Chefredakteur. Die Stelle ist seit dem Abgang von Bernard Maissen Ende 2017 unbesetzt. Die Vize-Chefs hatten übernommen und unterstehen Hebein künftig.
persoenlich.com, presseportal.de

#Medienmenschen: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt.


Mit Kraft und Karma: Niddal Salah-Eldin fällt auf. Durch mitreißenden Optimismus, Herzlichkeit – und auch ihre schwarze Hautfarbe. turi2 begleitet die "Welt"-Journalistin, die im Mai in die dpa-Chefredaktion wechselt, mit der Kamera. Salah-Eldin erzählt, wie ihre sudanesischen Eltern aus ihr früh einen mutigen Menschen machten – und wie sie diese Einstellung heute als Expertin für digitale Innovationen in die Redaktion trägt: "Ich will die großen Nüsse knacken."

Salah-Eldin kam als Kind mit ihren Eltern aus dem Sudan nach Göttingen, Mutter und Vater sind Naturwissenschaftler. Sie lasen ihrer kleinen Tochter in gebrochenem Deutsch Grimm-Märchen vor, im Kinderhort kümmerte sich Erzieherin Annette. Sie weckten in der kleinen Niddal eine Leidenschaft für Sprache, die sie in den Journalismus brachte – und bald in die Spitze der größten deutschen Nachrichtenagentur. Salah-Eldins zweite Leidenschaft ist das Singen, was sie im Video eindrucksvoll beweist.
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube)

Zahl des Tages: dpa hat 2018 rund 1.070 Eilmeldungen verschickt.

Zahl des Tages: Eilige 1.070 Kurzinformationen hat die dpa bis Ende Dezember verschickt, das sind rund 80 mehr als 2017. Den größten Anstieg an Eilmeldungen, nämlich um 60 %, gab es im Sport, v.a. wegen der Fußball-WM und Olympia. Mit 540 verzeichnen politische Ereignisse die meisten Eilmeldungen. Tendenziell sendet die dpa weniger Eilmeldungen als vor zehn Jahren.
twitter.com

Österreich: Apa-Vize Johannes Bruckenberger steigt zum Chefredakteur auf.

Apa befördert Vize-Chef Johannes Bruckenberger zum Chefredakteur der österreichischen Nachrichtenagentur. Er folgt auf Michael Lang, der nach 13 Jahren als Chefredakteur ins Apa-Management wechselt. Bruckenberger ist seit 1994 bei der Apa, seit 2004 Vize-Chef und seit 2016 Leiter des Ressorts Innenpolitik.
ots.at (Bruckenberger), ots.at (Background Lang)

Ippens regionaler Nachrichten-Verbund will ohne Clickbaiting wachsen, schreibt Henning Kornfeld.

Ippen wächst "im Stillen" zum reichweitenstärksten Netzwerk regionaler Nachrichten-Webseiten, schreibt Henning Kornfeld. 40 Journalisten beliefern rund 50 werbefinanzierte Webseiten. Newsroom-Leiter Markus Knall (Foto) wolle mit Clickbaiting nichts zu tun haben. Aber dank Boulevard-Themen erreiche der Nachrichten-Verbund auch jüngere Zielgruppen, die ansonsten keine "Bindung zu Print-Titeln" hätten.
"Journalist" 12/2018 (Paid), turi2.de (Background)

Thomson Reuters streicht weltweit 3.200 Stellen bis 2020.

Thomson Reuters schnallt den Gürtel enger und streicht 3.200 Stellen. 12 % der Arbeitsplätze fallen damit weltweit weg. Der Konzern wolle schlagkräftiger werden und verspricht seinen Anlegern ein jährliches Umsatzplus von 3,5 bis 4,5 %. Nach dem Verkauf der Finanzmarkt-Sparte an den Investor Blackstone im Oktober will Thomson Reuters die übrigen Sparten stärken, darunter u.a. die Nachrichtenagentur Reuters.
reuters.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

“Welt” verliert Harriet von Waldenfels und Niddal Salah-Eldin.


Damenwahl: Die "Welt" muss gleich zwei Abgänge verkraften und sich von Niddal Salah-Eldin, 33, (Foto rechts) und Harriet von Waldenfels verabschieden. Salah-Eldin, bislang Director of Digital Innovation in der "Welt"-Chefredaktion verlässt Springer in Richtung dpa. Dort übernimmt sie als stellvertretende Chefredakteurin und Chefin für Innovation und Produkt ab Mai 2019 von Roland Freund, 50. Freund verlässt Berlin "aus familiären Gründen" und übernimmt in München die Leitung des dpa-Landesbüros.

Harriet von Waldenfels, die bislang als Moderatorin beim Nachrichtensender "Welt" gearbeitet hat, wechselt zum ZDF. Als weitere Hauptmoderatorin verstärkt sie ab 2019 das Team beim "Morgenmagazin" und moderiert im Wechsel mit Dunja Hayali wochenweise die Spätschiene von 7 bis 9 Uhr.
presseportal.de (Salah-Eldin), presseportal.de (von Waldenfels), dwdl.de (von Waldenfels)

Aus dem Archiv von turi2-tv: Niddal Salah-Eldin hält die Facebook-Seite der "Welt" sauber. (10/2016)

“SZ”: Schließung des spanischen dpa-Dienstes kam ohne Vorwarnung.

dpa hinterlässt mit der "überfallartigen Schließung" ihres spanischsprachigen Dienstes eine entsetzte Redaktion, schreibt Peter Burghardt. Je nach Arbeitsvertrag stehen einige Journalisten per sofort auf der Straße. Der Dienst habe nie Geld verdient, war aber ein Symbol – das sich dpa nicht mehr leisten kann und will.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

dpa baut ihren spanischsprachigen Auslandsdienst um und streicht Stellen.

Umbau im Ausland: dpa strukturiert ihren spanischsprachigen Auslandsdienst um und will künftig verstärkt auf Audio- und Videoformate setzen statt auf Textmeldungen. Es werde weiterhin einen spanischsprachigen Dienst geben, sagte Jens Petersen, Leiter der dpa-Konzernkommunikation: "Die Versorgung ist sichergestellt." Allerdings werde man durch den Umbau etwa 40 der aktuell 50 Stellen streichen müssen, die Kürzung betrifft v.a. Stellen "reiner Textreporter". Die Büros in Buenos Aires, Rio de Janeiro, Bogotá, Mexico-Stadt, Havanna und Madrid werden zu Korrespondentenplätzen.

Nicht betroffen von ähnlichen Plänen sind die weiteren Auslandsdienste der dpa (Englisch und Arabisch). Grund für den Umbau und die Stellenkürzungen beim spanischsprachigen Dienst sei vor allem die schwierige Marktsituation im lateinamerikanischen Raum. Der spanischsprachige Dienst liefert seit 50 Jahren Nachrichten an mehr als 200 Kunden aus 20 Ländern.
turi2 - eigene Infos, dpa.com

“FAZ”: Reuters streicht deutsche Politik-Redaktion zusammen.


Rückzug auf Raten? Die Nachrichtenagentur Reuters streicht 10 von rund 80 Arbeitsplätzen in der deutschen Redaktion, berichten Klaus Max Smolka und Michael Ashelm in der "FAZ". Es trifft vor allem die politische Berichterstattung und weitestgehend Personal, das auf Deutsch berichtet. Schon ohne den Abbau arbeiten im kommenden Jahr nur 15 Politik-Redakteure für Reuters in Deutschland, meldet der Betriebsrat. Thomson Reuters teilt mit, die Dienste europaweit "effizienter" machen zu wollen und "mehr Exklusivgeschichten" anzustreben. Der deutsche Chefredakteur Olaf Zapke äußert sich nicht.

Schon in den vergangenen Jahren sei die deutsche Reuters-Redaktion geschrumpft, schreibt die "FAZ". In ihr arbeiten Journalisten, die auf Deutsch recherchieren und schreiben sowie Kollegen, die Nachrichten aus dem englischen Dienst ins Deutsche übertragen. Künftig sollen internationale Reporter und die Journalisten aus den Ländern enger zusammenarbeiten. Zudem sind Politik-Nachrichten nicht das Hauptgeschäft – Reuters verdient vor allem an Wirtschafts- und Finanzinformationen. Der Abbau in Deutschland macht den einst breit aufgestellten Markt der Nachrichtenagenturen ärmer: 2010 vereinten sich ddp und die deutsche AP zu dapd, die 2012 Insolvenz anmeldete und 2013 verschwand.
"FAZ", S. 18 (Paid)

dpa-Chef Peter Kropsch ist neuer EANA-Präsident.

EANA, die Europäische Allianz der Nachrichtenagenturen, wählt Peter Kropsch zum neuen Präsidenten. Der Vorsitzende der dpa-Geschäftsführung amtiert für zwei Jahre. Unter dem Dach der EANA haben sich 32 europäische Nachrichtenagenturen zusammengeschlossen, um sich für wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen einzusetzen.
presseportal.de, tagesspiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: dpa-Chef Peter Kropsch widmet sich dem Kampf gegen Fake News

Zahl des Tages: 30 % der Deutschen denken, dass Nachrichtenagenturen Fake News bewusst verbreiten.

Zahl des Tages: Misstrauische 60 % der Befragten einer Ipsos-Studie gehen weltweit davon aus, dass Nachrichtenagenturen häufig bewusst Fake News verbreiten. In Deutschland liegt die Zahl bei 30 %, in den USA sind es 61 % und in Argentinien 82 %. Ipsos hat für die Studie 19.000 Menschen in 27 Ländern befragt.
welt.de

SDA nimmt durch Tamedias Abbestellung der Sportberichte 1,7 Mio Franken weniger ein.

Keystone-SDA: Die Schweizer Nachrichtenagentur nimmt 1,7 Mio Franken weniger ein, weil Tamedia, der Verlag des Zürcher "Tages-Anzeigers", die Sportberichterstattung abbestellt hat. Die SDA-Sportredaktion hat 26 Stellen. Die Tamedia-Redakteure schreiben die Meldungen künftig mithilfe eines Datamining-Werkzeugs selbst.
tagblatt.ch, turi2.de (Background)

turi2 edition5: Picture Alliance im Porträt.


Masse und Klasse: Der Foto-Händler Picture Alliance ist ein früher Spross der Plattform-Ökonomie. Um mehr als 30.000 Bilder pro Tag wächst das Archiv von Geschäftsführer Andreas Genz. Doch in Zeiten der Digitalisierung reicht das nicht mehr. Neben der schieren Masse an Bildern setzt die Plattform auch auf Bilder, die sonst niemand im Angebot hat, berichtet Jens Twiehaus in seinem Porträt, das zuerst in der turi2 edition5 im Oktober 2017 erschienen ist. Weiterlesen …

Andrea Rübenacker wechselt von der Deutschen Welle zur KNA.

Katholisches Medienhaus macht Andrea Rübenacker, 44, zur Geschäftsführerin. Sie folgt bei der Katholischen Nachrichten-Agentur KNA und deren Tochter dreipunktdrei auf Theo Mönch-Tegeder, der im Mai überraschend verstorben ist. Rübenacker kommt von der Deutschen Welle, wo sie u.a. den Fachbereich Asien leitet. Bis zu ihrem Amtsantritt im November übernimmt bei der KNA Chefredakteur Ludwig Ring-Eifel.
kress.de