Zitat: “Spiegel”-Journalist sieht bei Scheuer “taktisches Verhältnis zur Wahrheit”.

"Das ist das, was ich als taktisches Verhältnis zur Wahrheit bezeichnen würde, und das ist der eigentliche Skandal, der sich hinter diesen Akten verbirgt."

Investigativ-Journalist Gerald Traufetter vom "Spiegel" spricht im Medienmagazin "Zapp" über den zweifelhaften Umgang des PR-Teams von Verkehrsminister Andreas Scheuer mit kritischen Medienanfragen.
ndr.de (5-Min-Video), turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Marcus Bornheim spricht über die Pläne der “Tagesschau”.

Hör-Tipp: Im "RBB Medienmagazin" spricht Chefredakteur Marcus Bornheim mit Jörg Wagner und Daniel Bouhs über die Zukunft der "Tagesschau". Künftig will das Team sein Engagement auf Facebook und Twitter zurückfahren. Die Aktivitäten beim lange vernachlässigten YouTube will er dagegen ausbauen. Bornheim rechtfertigt das Engagement auf der chinesischen Plattform TikTok und prognostiziert, dass 2020 durch Corona zum erfolgreichsten Jahr in der Geschichte des ARD-Nachrichten-Flaggschiffs wird.
wwwagner.tv (31-Min-Audio)

Interne Mails: PR-Team von Andreas Scheuer torpediert kritische Medienanfragen.


Bescheuertes Spiel: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und sein PR-Team haben offenbar gezielt Anfragen kritischer Journalisten konterkariert, um die Berichterstattung zu ihren Gunsten zu drehen, berichten NDR und WDR. Den Sendern liegen Dokumente und Mails vor, die Scheuers Ministerium an den Untersuchungsausschuss zur Maut-Affäre übersandt hat. Auf einen Fragen-Katalog des "Spiegel"-Redakteurs Gerald Traufetter etwa schlägt der Leiter für Strategisches Medien­management in einer Mail an Scheuer vor, die Antworten "schon heute" an einen anderen Journalisten zu senden, "um die morgige Vorabmeldung des 'Spiegel' zu torpedieren." Scheuers Reaktion: "Vorgehen top", der "Plan" sei "super". Ein ranghoher Beamter im Ministerium rät: "Wir sollten medial dagegen arbeiten und morgen weitere Unterlagen veröffentlichen." Der PR-Coup geht auf: Noch vor der "Spiegel"-Veröffentlichung kündigt Scheuer an, dem Untersuchungsausschuss 30 weitere Aktenordner zur Verfügung zu stellen.

DJV-Sprecher Hendrik Zörner wirft Scheuer "Medienmanipulation" vor. Medienjournalist Daniel Bouhs kommentiert, der Vorgang zeige, "wie schäbig PR-Profis mitunter mit recherchierenden Medien umgehen". Der Sprecher des Verkehrsministeriums, Wolfgang Ainetter, spricht von einem "Fehler" und entschuldigte sich für die "Wortwahl". Bei bis zu 200 Medienanfragen pro Tag könne es in der internen Kommunikation "mitunter zu unglücklichen Formulierungen kommen". (Foto: imago images / Future Image)
tagesschau.de, ndr.de (Kommentar Bouhs)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Minister Andreas Scheuer erklärt seine Kommunikation: Neuigkeiten-Zimmer und Instagram Live (10/2018)

Zitat: TV-O-Töne brauchen keinen Hochglanz, sagt NDR-Intendant Joachim Knuth.

"Die Frage ist, ob ein 30 Sekunden langes TV-Statement genauso aussehen muss wie eine Hochglanz-Dokumentation und ob bei Pressekonferenzen drei oder vier Teams vom NDR sein müssen."

NDR-Intendant Joachim Knuth sagt dem "Hamburger Abendblatt", er wolle Produktionsstandards senken, um so sechs bis sieben % der nötigen Einsparsumme zu holen.
abendblatt.de, spotify.com (Gespräch als Podcast)

NDR spart sich “Extra3”-Extra-Ausgaben mit Sarah Kuttner.

NDR streicht die Extra3-Ausgaben mit Sarah Kuttner 2021 schon wieder. Sie moderiert die Satire-Sendung seit Februar immer dann am Mittwoch im NDR Fernsehen, wenn die Hauptausgabe mit Christian Ehring am Donnerstag im Ersten läuft. Der NDR begründet Kuttners Aus mit seinen laufenden Sparbemühungen. Bis 2028 will er insgesamt 300 Mio Euro sparen.
dwdl.de, wunschliste.de, turi2.de (Background)

BR, NDR und WDR finden Tausende Hass-Posts in geschlossenen Facebook-Gruppen.

Facebook-LogoFacebook geht nicht konsequent genug gegen rechte Hetze auf seiner Plattform vor, berichten BR, NDR und WDR. Reporter*innen der Sender haben 2,6 Mio Posts und Kommentare aus 138 meist geschlossenen rechten Facebook-Gruppen erfasst und analysiert. In den Daten fanden sie mehr als 10.000 schwere Beleidigungen, viele davon rassistischer Art, und weit mehr als Tausend mutmaßlich rechtswidrige Inhalte, darunter Aufrufe zur Vergewaltigung, SS-Runen oder antisemitische Hass-Propaganda.
tagesschau.de

NDR kickt “Zeitzeichen”, um 145.000 Euro pro Jahr zu sparen.

NDR-Hörfunkdirektorin Katja Marx spricht über das Aus der WDR-Sendung Zeitzeichen im linearen NDR-Radioprogramm: 145.000 Euro pro Jahr zahle der NDR dem WDR jedes Jahr, "um eine Sendung im Abendprogramm zu wiederholen, die schon seit dem jeweiligen Morgen als Podcast in der ARD-Audiothek für alle frei verfügbar ist". Laut Marx sei das "nicht mehr zeitgemäß". Der NDR will in den nächsten Jahren 300 Mio Euro einsparen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Wie Deutschland die Digitalisierung verpennte.

Video-Tipp: Die Bewohner*innen der Lofoten haben schnelleres Internet als die Deutschen, das ist die bittere Erkenntnis einer NDR-Doku für die Reihe "Geschichte im Ersten". Rückblickend zeichnet sich schon in der Nach­kriegs­zeit ab, dass die Bundesrepublik die Digi­ta­li­sie­rung eines Tages verpennen könnte. Heute fehlt es hierzulande selbst in großen Städten an Glasfasernetzen. Andreas Orth erklärt, was politisch schief lief – und wieso "Deutschland den Anschluss verlor".
ardmediathek.de (44-Min-Video), tagesspiegel.de

NDR Info legt mit neuem Wissenschafts-Podcast schon mal die Drosten-Nachfolge fest.

NDR Info, Erfinder des Coronavirus-Updates mit Virologe Christian Drosten, startet einen weiteren Wissenschafts-Podcast. In "Synapsen" sprechen die NDR-Journalistinnen Maja Bahtijarevic und Lucie Kluth erstmals am 22. Mai ab 17 Uhr über Themen wie Viren, Weltraum und Klimawandel. Los geht es mit zwei Folgen, danach erscheint der Podcast wöchentlich.
presseportal.de, ndr.de (Podcast-Seite)

Meinung: NDR spart wegen “mieser Stimmung in der ARD”.

NDR spart u.a. aufgrund "mieser Stimmung in der ARD", analysiert Kai-Hinrich Renner. Der Sender übe mit seinem Kürzungskurs Kritik an anderen ARD-Anstalten - etwa, indem er sein Sparprogramm auf "das komplizierte KEF-Verfahren" schiebe, das bei der Verteilung des Rundfunkbeitrags "einige Nachteile für den NDR habe". Aus dem Sender sei außerdem zu hören, der NDR habe sich "in der Vergangenheit deutlich stärker im Ersten engagiert, als es die Vereinbarungen der Landesrundfunkanstalten vorsehen" - etwas, wozu man nun offensichtlich keine Lust mehr hat.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Zitat: NDR-Intendant Joachim Knuth verteidigt das Aus des “Bücherjournals”.

"Ich stehe seit vielen Jahren dafür, dass Kultur und Literatur einen wichtigen, festen und wahrnehmbaren Platz im NDR einnehmen. Daran wird sich künftig nichts ändern."

Joachim Knuth, Intendant des NDR, reagiert auf die Kritik zur sparbedingten Einstellung der Sendung Bücherjournal. Das "Bücherjournal" startete bereits 1965 und galt als eine der ältesten Literatursendungen im deutschen Fernsehen.
dwdl.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Verleger kritisieren die Einstellung des NDR-“Bücherjournals”.

NDR bekommt für die Ankündigung, als Sparmaßnahme das "Bücherjournal" zu streichen, den Unmut von Verlegern zu spüren. Florian Illies von Rowohlt hält es für "naiv zu glauben, man könne ausgerechnet bei der Kultur unbemerkt und schadensfrei" sparen. Thomas Rathnow, CEO der Verlagsgruppe Random House, kritisiert, Kultursendungen seien sicher nicht teuer und das NDR-Programm habe schon aktuell "kein Übermaß an kulturellen Sendungen". Das NDR-"Bücherjournal", gestartet 1965, ist eine der ältesten deutschen Literatursendungen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Freie werfen dem NDR fehlende Transparenz und Strategie bei Sparmaßnahmen vor.

Freie werfen dem NDR bei Einsparungen fehlende Transparenz und Strategie vor.
Nicht mit ihnen: Freie Mitarbeiter*innen des NDR wehren sich gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Sender. Sie vermissen Transparenz, Strategie und soziale Verantwortung, schreiben sie in einer gemeinsamen Erklärung mit DJV und Verdi. Viele Freie, die bei dem Sender laut Erklärung "einen Großteil des Programms" machen, stünden durch die geplanten Einsparungen "vor dem Abgrund", weil sie ihre Jobs verlieren – "meist nach jahrelanger kreativer, zuverlässiger und erfolgreicher Arbeit". Die Autor*innen des Schreibens fordern "ein faires transparentes Modell", auf das sich der NDR in Gesprächen mit Gewerkschaften und seinen freien Mitarbeiter*innen einigen soll. Nur so werde der Sender "seinem gesellschaftlichen Auftrag" gerecht werden können, glauben sie.

Kritik kommt auch zur Auflösung der Redaktion "Die Box", die innovative Doku-Formate entwickelt. Gegenüber "DWDL" sagt ein NDR-Sprecher, die in dem Ideenlabor erarbeitete Expertise werde "selbstverständlich auch weiter in der Abteilung Dokumentation eingesetzt, nur eben nicht mehr in einer eigenen Redaktion." Bis 2028 will der NDR insgesamt 300 Mio Euro sparen – 60 Mio Euro mehr als zuvor gedacht – und dabei den Personal-Etat um 10 % kürzen. Hunderte Stellen will das Haus nicht nachbesetzen. Außerdem will der NDR u.a. weniger "Tatort"-Folgen produzieren und einige Sendungen ganz aus dem Programm kicken.
dwdl.de, hamburg.verdi.de, djv-hamburg.de (PDF), turi2.de (Background)

Recherche-Verbund: Bei staatlichen Corona-Hilfen mangelt es an Kontrollen.

Corona-Hilfsgelder: Bei Förderanträgen kommt es vermehrt zu Missbrauchsversuchen, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Betrüger*innen hätten es leicht, weil Formulare in einigen Fällen weder Steuer- noch Personal­ausweis­nummer abfragten. In manchen Bundesländern laufen Ermittlungen. Nach NRW hat auch Sachsen seine Auszahlungen gestoppt.
sueddeutsche.de, tagesschau.de, spiegel.de (Sachsen), turi2.de (Background)

Martin Ganslmeier leitet die Gemeinschaftsredaktion Radio im ARD-Hauptstadtstudio.

ARD holt Martin Ganslmeier als Leiter der Gemeinschaftsredaktion Radio und Koordinator für crossmediale Inhalte ins Hauptstadtstudio. Der NDR-Journalist leitet bisher das ARD-Hörfunkstudio in Washington und hat dort die Zusammenlegung von drei Gruppenstudios zu einem gemeinsamen Radio-Studio gesteuert. In Berlin soll unter ihm die Radio-Gemeinschaftsredaktion ihren Regelbetrieb aufnehmen.
rbb-online.de

Früherer “Geo”-Chefredakteur Hermann Schreiber ist tot.

Hermann Schreiber, bis 1992 Chefredakteur von "Geo" und langjähriger Moderator der "NDR Talkshow" ist tot. Schreiber starb in der Nacht auf Ostersonntag im Alter von 90 Jahren. G+J-Chefin Julia Jäkel würdigt Schreiber als "Menschenfreund" und "großen Journalisten der Bundesrepublik", er habe "Geo" in den 80er Jahren mitgeprägt. Von 1979 bis 1993 moderierte er die "NDR Talkshow", außerdem arbeitete er für den "Spiegel" und war Theodor-Wolff-Preisträger.
welt.de

Video-Tipp: “Zapp” berichtet über Journalismus in Zeiten von Corona.

Video-Tipp: "Zapp" meldet sich einer Spezial-Ausgabe zum Journalismus in Zeiten von Corona aus der eigenen Corona-Zwangspause. Das NDR-Medienmagazin begleitet u.a. "Spiegel"-CvD Janko Tietz im Home Office und Hauptstadt-Reporter Michael Stempfle im politischen Berlin. Zudem zeigt "Zapp", wie sich die Corona-Krise auf die Arbeit der dpa, den Lokaljournalismus und auf Freie auswirkt.
ndr.de (28-Min-Sendung und Einzelbeiträge)

Corona-Krise: NDR spricht mit Freelancern laut Verdi über Urlaub statt über Hilfe.

Verdi kritisiert den NDR für den Umgang mit freien Mitarbeiter*innen, die aufgrund der Corona-Krise Auftragsverluste erleiden, schreibt Übermedien. Wirtschaftlich besonders betroffen sind Sport- und Lokalreporter*innen. Der NDR habe diesen zunächst u.a. Urlaub empfohlen. Nach einer Anfrage von Übermedien habe der Sender Hilfsmaßnahmen angekündigt, die laut Gewerkschaft nicht ausreichten.
uebermedien.de

Corona-Krise: Medienmagazin “Zapp” pausiert beim NDR.

Corona-Pandemie: Die dritten Programme der ARD streichen zeitweise Formate aus dem Programm, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Betroffen ist u.a. das Medienmagazin "Zapp" vom NDR sowie beim WDR die Comedy "Dittsche" mit Olli Dittrich - der Drehort, ein Hamburger Imbiss, ist geschlossen. Der RBB will "Kräfte schonen" und nimmt bis zum 28. März sieben Formate aus dem Programm, u.a. das "Heimatjournal" und die Satiresendung "Abendshow".
berliner-zeitung.de

Zitat: Intendant Joachim Knuth sieht den NDR auch als Schul-Ersatz.

"In diesen besonderen Zeiten können wir ein wichtiger Stabilitätsfaktor sein, der die Menschen informiert und sie dabei unterstützt, dass zu Hause weiter gelernt und auch mal gelacht werden kann."

Joachim Knuth, Intendant des NDR, hebt die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Bildung hervor. Mehrere Bildungsministerien verweisen angesichts der Schulschließungen auch auf Lernsendungen im TV.
presseportal.de, #thinkpositive #actpositive

Corona-Virus: Grimme-Preis und E3 abgesagt, ZDF und NDR senden ohne Publikum.

Corona-Virus: Das Grimme-Institut sagt die Ende März in Marl geplante Verleihung des Grimme-Preises ab, ein Nachholtermin wird geprüft. Die Grimme-Jury hat die Gewinner bereits kommuniziert. Das ZDF und der NDR wollen als Vorsichtsmaßnahme Sendungen ohne Studiopublikum produzieren, betroffen ist u.a. der Polit-Talk "Anne Will". Abgesagt wird zudem die Gaming-Messe E3 in Los Angeles.
dwdl.de (Grimme-Preis), dwdl.de (Studiopublikum), t-online.de (E3)

Zitat: ProSieben-Sprecher Christoph Körfer kritisiert die Recherche-Methoden des NDR.

"Es wurde wohl mit der Frage 'Kennst du jemanden, der Florida hasst?' gearbeitet. Von solchen Recherche-Methoden möchten wir uns distanzieren."

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer wehrt sich in einem Statement gegen die Fake-Vorwürfe des NDR-Rechercheteams STRG_F, wonach Produzent Florida TV bei "Late Night Berlin" manipuliert habe.
dwdl.de

“STRG_F”: Joko und Klaas setzen bei Einspielern auf Scripte und Schauspieler*innen.


Verdächtig viral: Viele Einspieler von "Late Night Berlin" mit Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt, die vermeintlich verdeckt und spontan gedreht wurden, sind Auftragsarbeiten mit Schauspieler*innen, recherchiert STRG_F vom NDR. Auch Darstellungen von Ereignissen seien "grob verkürzt oder offenbar gescriptet". Auch beim "Duell um die Welt" gebe es Fakes, etwa eine Szene, in der Schauspieler Edin Hasanovic einen Heißluftballon vermeintlich alleine fliege und lande.

Die zuständige Produktionsfirma Florida TV habe die Vorwürfe "im Kern eingeräumt". Als Erklärung führt sie u.a. an, dass keine Protagonisten in Gefahr geraten sollen, "komödiantische Aspekte" im Vordergrund stünden oder man die Zuschauer nicht habe langweilen wollen. ProSieben äußert sich in einer Stellungnahme ähnlich und argumentiert u.a., nach Drehs mit versteckter Kamera würden "aus produktionstechnischen Gründen häufig entweder mit Einverständnis des Protagonisten oder einem Ersatzprotagonisten sogenannte Schnittbilder nachgedreht". Neben Passanten suche man für Einspielfilme "ab und an ganz offen und öffentlich Teilnehmer", die aber nicht wüssten, "was redaktionell für sie vorbereitet wird".
presseportal.de (STRG_F), presseportal.de (Stellungnahme ProSieben)

Video-Tipp: Journalistenreisen gefährden die redaktionelle Unabhängigkeit, warnt “Zapp”.

Video-Tipp: Ein Reporter des "Tagesspiegel" ist auf Einladung der Mode-Marke Tommy Hilfiger nach Kitzbühel gereist, berichtet Daniel Bouhs im NDR-Medienmagazin Zapp. Der "Tagesspiegel" hatte dies im Artikel transparent gekennzeichnet. Doch in einem späteren Interview mit dem Modedesigner fehlte ein solcher Hinweis, was die journalistische Unabhängigkeit gefährde.
ndr.de (5-Min-Video)

Basta: Atemlos zum “Eurovision Song Contest”.

Atemlos durch die ESC-Nacht? Der NDR will laut dpa an diesem Montag Details zum deutschen Beitrag für den "Eurovision Song Contest" kommunizieren. Helene Fischer gilt in der Gerüchteküche als Favoritin. "Nur mit dir", Helene, wollen Schlagerfans "im Kartenhaus der Träume" immer wieder dieses ESC-Fieber spüren, in der "Achterbahn" auf der Suche nach 12 Points.
digitalfernsehen.de

NDR muss 60 Mio Euro pro Jahr sparen.

NDR muss von 2021 bis 2024 knapp eine Viertel-Mrd Euro sparen, das sind 60 Mio pro Jahr, sagt Intendant Joachim Knuth. Das gelte auch, wenn der Rundfunkbeitrag wie von der KEF empfohlen erhöht wird. Welche Personal-Auswirkungen das Sparen hat, könne Knuth noch nicht sagen. Am Informations- und Investigativ-Journalismus will er keinen Rotstift ansetzen, aber Inhalte so planen, dass sie auf möglichst vielen Ausspielwegen funktionieren.
rnd.de

Meinung: Das Erste verliert gegen die Dritten Programme den Anschluss.

ARD: Die Verschiebung der Talkshows aus den Dritten ins Erste zeigt die Not, nicht die Tugend, kommentiert Joachim Huber im "Tagesspiegel". Während die Quoten im Ersten schwächeln, werden die Dritten Programme immer stärker. Dies dürfe nicht der Anspruch des Ersten sein. Tom Buhrow (Foto) müsse als künftiger ARD-Vorsitzender die "Verzwergung" aufhalten.
tagesspiegel.de

“Bild”: RBB- und NDR-Tochter Dokfilm ist ins Visier des Landesrechnungshofs geraten.

Dokfilm, TV-Produktionstochter von RBB und NDR, steht im Visier des Brandenburger Landesrechnungshofs, berichtet "Bild". Ein Prüfbericht wirft Dokfilm vor, regelmäßig Redakteure bewirtet und ihnen Geschenke im Wert von 50 Euro gemacht zu haben. Auch der bisherige Geschäftsführer Jost-Arend Bösenberg steht in der Kritik, er habe seinen Dienstwagen privat genutzt und nicht richtig versteuert. Dokfilm wolle auf Geschenke künftig verzichten, an der Bewirtung jedoch festhalten. Bösenberg sei derzeit nicht im Dienst, Moritz Pohl soll neuer Geschäftsführer werden.
bild.de, tagesspiegel.de

Sicherheitsdienst hat Julian Assange im Londoner Exil abgehört, auch NDR-Journalisten sind betroffen.


Wiki-Spy: Wikileaks-Gründer Julian Assange und zahlreiche seiner Vertrauenspersonen sind in der ecuadorianischen Botschaft in London offenbar systematisch überwacht worden, berichten NDR und WDR. Von der Überwachung betroffen waren u.a. seine Ärzte und Anwälte, aber auch Journalisten, die Assange in seinem Exil besucht haben, darunter drei NDR-Mitarbeiter. Der Sender hat Strafanzeige gegen die spanische Sicherheitsfirma UC Global gestellt, die die Botschaft bis 2018 bewacht hat. Es geht um Verstöße gegen datenschutz- und persönlichkeitsrechtliche Bestimmungen. Videoaufnahmen zeigen u.a., dass der Sicherheitsdienst Pässe kopiert und Besuchsvermerke angefertigt hat.

Sicherheitsbedienstete von UC Global sollen auch Seriennummern von Mobiltelefonen erfasst, elektronische Geräte zerlegt und versteckte Mikrofone im Botschaftsgebäude angebracht haben. Frühere Mitarbeiter sagen, die Firma hätte das Material Auftraggebern in den USA zur Verfügung gestellt, womöglich einem Nachrichtendienst. UC Global sagt, es habe immer nur im Auftrag der Regierung von Ecuador gehandelt. Die USA und Ecuador, das US-Justizministerium, FBI und CIA wollen sich zu dem Vorgang nicht äußern.
tagesschau.de, presseportal.de

Der NDR bringt seine kommenden Folgen des “Tatort” auch als Podcast.

Tatort für die Ohren: Der NDR bringt die beiden kommenden Folgen der ARD-Krimireihe auch als Podcast in die ARD Audiothek. Den Auftakt macht die neue Folge "Querschläger" mit Wotan Wilke Möhring, Franziska Weisz und Milan Peschel, die das Erste am Sonntag im TV ausstrahlt und die ab Freitag als Audio-Fassung verfügbar ist. Später will der NDR auch eine neue Folge mit Til Schweiger und Fahri Yadim parallel zur TV-Ausstrahlung als Podcast anbieten.
presseportal.de