Polizei nimmt Diebe von NDR-Ausrüstung fest.

NDR: Die Polizei hat Käufer und Verkäufer gestohlener Film-Objektive in Hamburg festgenommen. Die beiden Verkäufer stammen aus Berlin und kommen offenbar aus dem Clan-Millieu. Im April waren dem NDR Kamera-Objektive im Wert von 400.000 Euro gestohlen worden, weitere Diebstähle gab es in Mainz und München. Bei Durchsuchungen in Berlin ist weiteres Diebesgut sichergestellt worden. Offenbar hat sich ein ganzes Täter-Netzwerk auf Diebstahl und Verkauf mit Profi-Film-Equipment spezialisiert.
abendblatt.de (Paid)

Basta: Walross verirrt sich nach Baltrum.

Gewichtiger Gast: Auf der Nordsee-Insel Baltrum ist ein junges Walross-Weibchen gesichtet worden. Es ist die erste Sichtung in der südlichen Nordsee seit 1998. Inzwischen ist das Tier, das eigentlich aus der Arktis stammt, weiter­geschwommen – womöglich in Richtung NDR, um dort als legitime Nachfahrin des langjährigen Sender-Maskottchens Antje vorstellig zu werden.
ndr.de (mit 3-Min-Video), faz.net, baltrum-online.de

TV-Tipp: “Zapp” diskutiert Abwägung der Berichterstattung aus Afghanistan.

TV-Tipp: Das Medienmagazin "Zapp" widmet sich in einer Spezial-Ausgabe (NDR, 23.35 Uhr) der Bericht­erstattung aus Afghanistan. Redaktions­leiterin Annette Leiterer diskutiert mit "Zeit"-Reporter Wolfgang Bauer, NDR-Chef­redakteur Adrian Feuerbacher und Nahost-Experte Volkmar Kabisch, unter welchen Bedingungen und zu welchem Preis Medien aus dem Land berichten sollten.
presseportal.de

Aline Abboud hat am Samstag ihre “Tagesthemen”-Premiere.

Tagesthemen: Neu-Zugang Aline Abboud, 33, moderiert das Nachrichten­magazin erstmals am 4. September, dem kommenden Samstag, teilt der NDR mit. Sie verstärkt das Moderations­team um Caren Miosga und Ingo Zamperoni – und ersetzt Pinar Atalay, die inzwischen auf der Gehaltsliste von RTL steht. Abboud kommt vom ZDF, wo sie die Kurz­nachrichten "heuteXpress" präsentiert. Bei Funk moderiert sie das Politik-Format Die da oben.
presseportal.de, rnd.de

NDR/rbb und SWR gehen Wahlmanipulation im Internet auf die Spur.

NDR/rbb und SWR dokumentieren Manipulationen vor der Bundestagswahl. In "Wahlkampf undercover - Wie PR-Profis uns manipulieren" schleusen sich Reporterinnen von NDR/rbb in PR-Agenturen ein. Die Doku ist ab 26. August in der ARD Mediathek verfügbar. "Die geheimen Meinungsmacher. Wie wir im Wahlkampf manipuliert werden" zeigt der SWR, wie radikale Gruppen und Verschwörungstheoretiker versuchen, Wählerinnen zu manipulieren. Die Doku läuft am 6. September in der ARD.
presseportal.de

Video-Tipp: “Zapp” begleitet Journalistin der “Sächsischen Zeitung”.

Video-Tipp: "Zapp" zeigt am Beispiel der Lokaljournalistin Franziska Klemenz von der "Sächsischen Zeitung", wie Anfeindungen, vor allem von rechts den Journalismus verändern. Nach einer auf Social Media veröffentlichten Diskussion mit einem Querdenker berichtet sie u.a. von Vergewaltigungs-Drohungen und hat das Namensschild von ihrer Haustürklingel entfernt. Das Video ist Teil einer Doku, die drei Lokaljournalistinnen über Monate bei ihrer Arbeit begleitet hat und auch Zeitdruck und digitalen Wandel in den Fokus nimmt. (Foto: Screenshot)
youtube.com (15-Min-Video), ndr.de (Doku-Ankündigung)

Judith Rakers stößt zum Reisemagazin “Wunderschön”.

Braucht mal Frischluft: WDR und NDR befreien Judith Rakers aus dem "Tagesschau"-Studio und schicken sie für ihr Reiseformat "Wunderschön" in Urlaubs­regionen. Zunächst sind fünf Folgen des sonntäglichen Primetime-Formats geplant, beginnend mit der "Donau-Reise" am 22. August. Die Sendung existiert seit 2004, weitere Moderatorinnen sind Tamina Kallert, Anne Willmes und Daniel Aßmann.
presseportal.de, dwdl.de

Hans-Georg Maaßen fordert Überprüfung von “Tagesschau”-Journalistinnen.

Nicht mehr bei Sinnen? "Tagesschau"-Journalistinnen sollten auf ihre Gesinnung abgeklopft werden, fordert Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen in einem Interview mit Peter Brinkmann bei TV Berlin. Maaßen wirft "Tagesschau"-Mitarbeitenden Verbindungen zur linken und linksextremen Szene vor. Es gebe genug Bundesländer, die einen NDR-Untersuchungsausschuss einleiten könnten. Darin solle "die Biografie von einigen Redakteuren mal auf den Prüfstand gestellt" werden. Es gehe darum, "ob diese Leute auch charakterliche Eigenschaft haben, die 'Tagesschau' durch Redaktion zu begleiten". Zudem spricht Maaßen von einem "klaren Linksdrall" bei den Öffentlich-Rechtlichen und von einer "Manipulation der veröffentlichten Meinung" in Form von Framing. Er sehe bei den Sendern keine ausgewogene politische Berichterstattung mehr. TV Berlin stand in der Vergangenheit allerdings selbst in der Kritik für seine unkritischen Berichte über die aserbaidschanische Regierung.

Kritik an Maaßens Vorwürfen kommt nun u.a. vom DJV-Vorsitzenden Frank Überall, der dessen Aussagen über "Tagesschau"-Journalistinnen als "verhaltensoriginell" bezeichnet und entsprechende Belege von ihm fordert. Michael Windisch, Leiter Politische Kommunikation der CDU Thüringen, distanziert sich von Maaßen: Er stelle "seinen eigenen Standpunkt" dar. Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner twittert, Maaßen attackiere die Pressefreiheit "unverhohlen". Er fordert eine "klare Abgrenzung" der Union.
zeit.de, t-online.de, spiegel.de, youtube.com (31-Min-Video)

Georg Restle kritisiert mögliche Kürzungen von Polit-Sendeplätzen in der ARD.

Schaltet sich rein: Georg Restle, "Monitor"-Redaktionsleiter, kritisiert in der "Süddeutschen" die möglichen Einschnitte bei Sendeplätzen der ARD-Politsendungen. Er warnt vor einer "Entpolitisierung und Trivialisierung des Programms". Ihn wundere es nicht, dass Zuschauerinnen das Angebot von Polit-Magazinen in den Mediatheken nicht wahrnehmen, diese seien dort "bisher nicht kuratiert und beworben" worden. Restle lenkt den Blick auf Social Media, wo "Monitor" mit einzelnen Videos "Millionen Aufrufe" verzeichne, auch das NDR-Magazin "Panorama" würde mit dem Funk-Kanal "STRG_F" viele Generationen erreichen.
zeitung.sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

AfD setzt Untersuchungsausschuss in der Causa Tom Rohrböck ein.

Gut beraten: Die AfD setzt in der Causa Tom Rohrböck einen internen Untersuchungsausschuss ein, erfahren NDR, WDR und "Zeit" aus Kreisen des Bundesvorstands. Die Kommission soll klären, ob Politikerinnen, die mit Rohrböck in Kontakt standen, parteiinterne Konsequenzen drohen. Berater Rohrböck nahm offenbar massiv Einfluss auf die Ausrichtung der Partei – ohne einen offiziellen Beratervertrag mit der AfD zu haben.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Zukunftsdebatte: Ex-Intendanten vermissen bei ARD und ZDF gemeinsame Strategie.


ARD-Ältere ächten Änderungswillen:: ARD und ZDF haben "keine erkennbare" und "schon gar nicht" eine gemeinsame Strategie "für die anstehenden Auseinandersetzungen", schreiben die Ex-Intendanten Jobst Plog (NDR) und Heinz Glässgen (Radio Bremen) sowie die ehemalige HR-Chefredakteurin Lukrezia Jochimsen in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Sie werfen den Sendern vor, die Zukunftsdebatte "nicht wirklich akzeptiert" zu haben. Stattdessen würden sie den Istzustand verteidigen und in vielen Fällen betonen, lediglich politische Entscheidungen umgesetzt zu haben – teilweise zu Recht: "Radio Bremen gibt es nicht, weil ein Intendant ein Haus besetzt hat und dort heimlich Rundfunk veranstaltet." Zudem hätten ARD und ZDF "zu spät" eine Strategie für das digitale Zeitalter entwickelt, auch programmliche Fehlentwicklungen seien mit Blick auf die Quote "nicht schnell genug" korrigiert worden.

Die Autoren nehmen sich auch die Presse und generell die private Konkurrenz vor. Sie würden als "Lobbyist ihrer eigenen kommerziellen Interessen" bei der Reformdebatte ausfallen und konsequent versuchen, von der "Formschwäche und der angeschlagenen Position" der Sender zu profitieren – etwa, wenn es um den Rückzug der Öffentlich-Rechtlichen aus dem Unterhaltungsbereich oder den Verzicht auf Werbung geht. Nur eine "gänzlich unabhängige, hochrangig besetzte Kommission" könne eine Art "Blaupause" für die bevorstehende Reformdebatte erarbeiten. Ziel sei letzten Endes kein "unrealistischer Kahlschlag des Bestehenden", sondern die transparente Verabredung eines Modells, "auf das hin das derzeitige Schritt für Schritt in eine Zukunft überführt werden könnte".
"FAZ", S. 17 (Paid)

Neue Podcast-Reihe erzählt Ken Jebsens Weg zum Verschwörungsideologen nach.

Abgedriftet: NDR, RBB, Studio Bummens und K2H starten eine sechsteilige Audio-Doku-Serie über Ken Jebsen. Der Podcast zeichnet dessen Weg vom "aufstrebenden Radiomoderator" in den 90ern zum "einflussreichsten Verschwörungsideologen Deutschlands" nach. Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen? läuft ab 13. Juni u.a. in der ARD-Audiothek, linear bei Radioeins sowie auf N-Joy. Neue Folgen gehen wöchentlich raus.
presseportal.de, cui-bono.podigee.io (3-Min-Trailer)

Pinar Atalay verlässt die ARD und wechselt zu RTL.


Sendersuchlauf erfolgreich: "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay, 43, verlässt die ARD und wechselt im August zu RTL. Sie moderiert seit 2014 die "Tagesthemen". Wann Atalay zum letzten Mal für die ARD vor der Kamera stehen wird, steht dem Sender zufolge noch nicht fest. Sie soll den Ausbau der "Informations- und Nachrichtenangebote in zentraler Rolle" mitgestalten, teilt RTL mit. Als erste Amtshandlung moderiert Atalay das Wahl-Triell am 29. August gemeinsam mit Peter Kloeppel. Sie reiht sich damit bei mehreren ARD-Abgängen ein: Im Dezember verließ Jan Hofer die "Tagesschau", RTL gab ihn daraufhin im März überraschend als neuen Anchorman bekannt. Im April verkündete Linda Zervakis, die Öffentlich-Rechtlichen in Richtung von ProSieben zu verlassen.

Bei RTL ist "kein Platz mehr für Dieter Bohlen", urteilt Imre Grimm. "Kinder anschreien und das wehrlose Prekariat ausbeuten" sei gestern gewesen. Atalay, Zervakis und Hofer ziehe es für "Glanz und Glamour" zu den Privaten, findet Grimm. Eine Profilschärfung sei bei der ARD schließlich "kaum möglich". Journalist Marc Bator wechselte vor acht Jahren von der "Tagesschau" zu Sat.1, im Hinblick auf Atalays Abgang rät er der ARD zu prüfen, ob die Dienstverträge mit ihrer Bezahlung und Flexibilität "noch zeitgemäß" seien.
rtl.de, dwdl.de, rnd.de, turi2.de (Background)

Zitat: Für “Panorama” ist Social Media wichtiger als lineare TV-Quote, sagt Anja Reschke.

"Grundsätzlich ist die lineare Quote schon länger nicht mehr soo entscheidend. Viel interessanter für uns ist, wie sich ein Thema in den sozialen Medien verbreitet und was dort für Kommentare kommen."

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke sieht es im DWDL-Interview als Herausforderung für Polit-Magazine, sich an die On-Demand-Nutzung anzupassen, wo eher längere Formate gefragt sind. Die Jubiläums­sendung am Donnerstag bestreitet "Panorama" im "Stil einer Polit-Late-Night", bei der auch Kritikerinnen zu Wort kommen.
dwdl.de

Öffentlich-rechtliche YouTube-Formate beleben die Kulturreportage wieder.

Netzkultur: Öffentlich-rechtliche YouTube-Formate bescheren der Kulturreportage eine Renaissance, findet René Martens. Das Genre, das im linearen TV "keine nennenswerte Rolle mehr spielt", gewinne im Internet an Tiefe – auch, weil die Clips mit 15 bis 20 Min länger sind als klassische Fernsehbeiträge. Außer dem NDR will künftig auch der Hessische Rundfunk mehr Kultur zu YouTube bringen.
taz.de

Hör-Tipp: Norbert Grundei spricht über die Entdeckung von Christian Drosten.

Hör-Tipp: Norbert Grundei (Foto), "Ober-Audiostratege beim NDR" spricht im "Entscheider treffen Haider"-Podcast mit Lars Haider über die Entdeckung von Christian Drosten als Podcast-Star. Grundei hatte die Idee zum "Coronavirus Update" und fragte äußerst förmlich bei Drosten an, ob er Interesse habe, das Format zu bereichern. Die Antwort des Virologen kam ohne Anrede und leicht lapidar zurück: "Ja, Montag können wir anfangen."
abendblatt.de (57-Min-Podcast)

Hör-Tipp: “Was mit Medien” blickt hinter die Kulissen des “Coronavirus Update”.

Hör-Tipp: "Was mit Medien" blickt hinter die Kulissen des NDR-Podcasts Coronavirus Update mit Christian Drosten und Sandra Ciesek. Producerin Katharina Marenholtz und Moderatorin Korinna Hennig haben sich anfangs "null Gedanken gemacht, wie viele das hören". Schwierig seien aktuell Themen, zu denen es aus Virologinnen-Sicht kaum etwas zu sagen gibt: Etwa, wenn willkürliche Inzidenzwerte festgesetzt würden.
podcasts.apple.com (67-Min-Podcast, "Coronavirus-Update" ab Min 14)

“Bild” wirft NDR Unterstützung von Linksextremistinnen vor.

Tatort Hamburg: "Bild" wirft dem NDR vor, mit einem "Tatort"-Dreh die linksextreme Szene zu unterstützen. In dem Text schreiben Georg Altrogge und Sina Kedenburg, dass die Produktions-Firma Wüste Medien dem linken Zentrum M1 3.000 Euro zahlt, um die Location als Drehort für einen "Tatort" mit Wotan Wilke Möhring zu nutzen. In dem Haus treffe sich laut Hamburger Verfassungsschutz auch die linksextreme Szene. Der NDR wird mit der Info zitiert, dass die Produktionsfirma Drehorte ohne Rücksprache mit dem Sender aussuche.
bild.de (Paid)

Gewerkschaften kritisieren crossmediale Honorare beim NDR.

NDR: DJV und Verdi kritisieren die Einführung neuer Honorarstrukturen für freie Mitarbeiterinnen, die crossmedial arbeiten. Der Sender hat die Gehälter nach dem Abbruch der Verhandlungen im Alleingang eingeführt und zahlt etwa 10 % weniger als mit den Gewerkschaften im Gespräch war. Auch diverse Schutzregelungen aus den Diskussionen "fallen jetzt leider weg", sagt Anja Westheuser, Ex-Verhandlungsführerin des DJV Hamburg.
"Journalist" 5/21, S. 29 (Paid)

NDR ist weiterer Partner der Aktion “Deutschland spricht” von Zeit Online.

NDR beteiligt sich erstmals an der Aktion Deutschland spricht von Zeit Online. Unter Online-Texten können Interessenten Ja/Nein-Fragen beantworten und ihre Kontaktdaten hinterlassen, eine Software sucht dann unpassende Gesprächs­partnerinnen, die zu einem Thema andere Ansichten haben. Auch das "Handelsblatt", die "FAZ", die "Freie Presse" und der "Stern" sind Partner der Aktion.
ndr.de

Coronavirus-Update des NDR schafft mehr als 100 Mio Abrufe.

Abruf-Update: Der wöchentliche Podcast Coronavirus-Update mit den Virologinnen Sandra Ciesek und Christian Drosten ist seit dem Start vor rund einem Jahr inzwischen 100 Mio Mal abgerufen worden, teilt der NDR mit. Bertelsmann-Tochter Audio Now dürfte vergleichbare Zahlen so bald nicht erreichen: Der Konkurrenz-Podcast mit Virologe Hendrik Streeck pausiert derzeit – nach nur zwei Folgen.
rnd.de, presseportal.de, turi2.de (Streeck)

Linda Zervakis widerspricht “Bild”-Bericht über Zerwürfnis mit dem NDR.

Alles in Butter? Moderatorin Linda Zervakis widerspricht einem "Bild"-Bericht, wonach es ein Zerwürfnis zwischen ihr und dem NDR gegeben habe. "Es gibt kein Zerwürfnis", das habe ihr Management auch "Bild" mitgeteilt, schreibt Zervakis bei Instagram. Am Montag hatte sie ihre letzte "Tagesschau" in der ARD und wechselt zu ProSieben.
instagram.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Linda Zervakis macht bei der “Tagesschau” heute einen “schlanken griechischen Abgang”.

Hör-Tipp: Linda Zervakis moderiert heute zum letzten Mal die "Tagesschau", danach macht sie einen "schlanken griechischen Abgang" mit Ouzo fürs Team – corona­konform abgepackt in Einzel­fläschchen. Im Interview mit NDR Info sagt sie, die positive Resonanz des Publikums auf ihren Abschied habe sie "wirklich überrascht und auch ein bisschen überrollt". Nach 19 Jahren beim NDR will Zervakis "einfach nochmal etwas Neues" ausprobieren und hofft, dass ohne Schicht­dienst "mein Bio­rhythmus und ich noch irgendwann gute Freunde werden".
ndr.de (4-Min-Audio), turi2.de (Background)

“Panorama” und “STRG_F” veröffentlichen Kinderporno-Recherche.

Panorama ARD 150Kinderpornografie: Eine Datenrecherche der ARD-Formate "Panorama" und "STRG_F" entdeckt Hunderttausende aus sozialen Medien geklaute Kinderfotos auf Kinderporno-Seiten. Darunter sind vor allem Fotos, die ursprünglich von Facebook oder Instagram stammen und Kinder in harmlosen Alltagssituationen zeigen. Auch Hinweise auf Inhalte von WhatsApp, YouTube und TikTok finden die Redaktionen. Facebook verweist u.a. auf seine Privatsphäre-Einstellungen, YouTube auf Technologie-Lösungen, die Kindern und Familien Schutz bieten.
presseportal.de

NDR-Intendant Joachim Knuth macht weitere Einsparungen vom Rundfunkbeitrag abhängig.


Der Super-Sparer: NDR-Intendant Joachim Knuth macht weitere Kürzungen im Programm vor allem davon abhängig, ob das Verfassungsgericht in Karlsruhe pro oder contra des höheren Rundfunkbeitrags urteilt. Im Interview mit der "FAZ" sagt Knuth, man werde "in Abhängigkeit von der Dauer des Verfahrens in Karlsruhe und des Urteils entscheiden, ob und wo weitere Einschnitte vorgenommen werden müssen". Knuth zufolge stehen dem NDR durch die ausbleibende Erhöhung monatlich circa drei Mio Euro weniger zur Verfügung als geplant – zusätzlich zum bereits verabschiedeten strengen Sparprogramm über 300 Mio Euro. Der NDR könne als "großer Sender zwar etwas länger durchhalten als kleinere ARD-Anstalten", Knuth befindet trotzdem: "Auch wir benötigen die 18,36 Euro, um unseren Auftrag zu erfüllen."

Knuth befürwortet im Interview auch eine gemeinsame Mediathek der öffentlich-rechtlichen Sender, geht aber noch einen Schritt weiter: Der NDR sei derzeit "mit Verlagen im Gespräch", um ihnen Videos "mit klarer Absendererkennung" anzubieten. Das Vorgehen sieht der Intendant als "ersten Schritt zu einem Kommunikationsnetzwerk".
"FAZ", S. 13 (Paid), dwdl.de

Diebe klauen dem NDR Technik im Wert von 300.000 Euro.

Morden Klauen im Norden: Der NDR ist am vergangenen Samstagabend Opfer eines Einbruchsdiebstahls geworden, bei dem die Täterinnen Kamera-Equipment im Wert von 300.000 Euro entwendet haben. Die Kriminalpolizei ermittelt und vermutet einen Zusammenhang mit ähnlichen Fällen. Das Gelände des NDR sei zwar durch weitere Videokameras gesichert, die Aufnahmen aber nicht gespeichert worden.
abendblatt.de (Paid) via dwdl.de

Zitat: Sie kam aus ihrer Doku-Lüge nicht mehr heraus, sagt Elke Lehrenkrauss.

"Ich hatte keine Idee, wie ich da jetzt wieder rauskommen sollte, und habe mich irgendwie weiter durchgemogelt."

"Lovemobil"-Regisseurin Elke Lehrenkrauss, 42, sagt im "Zeit"-Interview über ihre gefakte Doku, "szenisches Erzählen" sei im Exposé "klar angelegt" gewesen. Sie habe sich "nicht getraut", dem NDR-Redakteur von den Laiendarstellerinnen zu erzählen.
zeit.de, turi2.de (Background)

Meinung: “Zapp”-Spezial zu “Lovemobil” überzeugt nicht.

Lovemobil: Der NDR drückt sich im "Zapp"-Spezial zur gefälschten Lovemobil-Doku um die eigene Verantwortung, schreibt Susan Vahabzadeh in der "Süddeutschen Zeitung". Fragen nach Verpflichtungen und Verantwortung seien allerdings noch immer offen, weil der Sender kein "Licht in die eigene Vorgehensweise" gebracht habe. NDR-Doku-Chefin Anja Reschke habe bei der "Zapp"-Aufarbeitung "nicht mehr zu bieten als das genervte Eingeständnis, man hätte vielleicht genauer hinschauen müssen". Es sei laut Vahabzadeh eine Sache für einen Sender, einen Fehler öffentlich zu machen, und eine andere, dafür auch einen Teil der Verantwortung zu übernehmen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

NDR halbiert seine geplante Gehaltserhöhung zum 1. April.

Lässt weniger springen: Der NDR erhöht das Gehalt der festen und die Mindestvergütung freier Mitarbeiterinnen ab dem 1. April nur um 1,225 statt der angekündigten 2,45 %. Der Sender begründet dies damit, dass der Rundfunkbeitrag nicht wie geplant erhöht wurde. Diese Gehaltserhöhung gilt laut NDR als "Anerkennung besonderer Leistungen in der Corona-Pandemie".
dwdl.de, turi2.de (Background)

NDR arbeitet “Lovemobil”-Kontroverse in “Zapp”-Sondersendung auf.

Aufarbeitung on Air: Das Medienmagazin "Zapp" bespricht am Mittwoch um 22.00 Uhr in einer Sondersendung den Fälschungsskandal um den Dokumentarfilm Lovemobil. Dort spricht "Zapp"-Redaktionsleiterin Annette Leiterer mit NDR-Doku-Chefin Anja Reschke, der AG-Dok-Vorsitzenden Susanne Binninger und dem Produzenten Stephan Lamby über mögliche Lehren aus dem Fall.
presseportal.de

Hör-Tipp: Daniel Bouhs und Jörg Wagner sprechen mit “Lovemobil”-Redakteur.

Hör-Tipp: Timo Großpietsch, Redakteur von Lovemobil, äußert sich im Radioeins Medienmagazin mit Daniel Bouhs und Jörg Wagner zu der von Elke Lehrenkrauss gefakten NDR-Doku. Großpietsch sagt u.a., es habe keinen Druck seitens der Redaktion gegeben: "Es gab nirgendwo von mir die Aufforderung, einen Film zu machen, der dramaturgisch so perfekt sein soll wie der, der es jetzt geworden ist." Lehrenkrauss habe völlig frei arbeiten können, zudem sei der Abgabetermin um zwei Jahre verlängert und Geld nachgeschoben worden.
radioeins.de (97-Min-Audio, Beitrag ab Min 16:40), daniel-bouhs.de (Transkript), turi2.de (Background)

Dokus können nicht immer die objektive Wirklichkeit zeigen, schreibt Susan Vahabzadeh.

Nichts als die Wahrheit: Nicht erst seit der gefälschten NDR-Doku Lovemobil (Foto) ist strittig, ob Dokumentarfilme objektiv die Wirklichkeit zeigen können, schreibt Susan Vahabzadeh in der "Süddeutschen Zeitung". Dokus sollen "schön anzusehen" und "einigermaßen schnell auf den Punkt kommen", das könne nicht gelingen, wenn "man tatsächlich nur mit einer Kamera in der Ecke steht und darauf wartet, dass etwas passiert". Daher sei es durchaus üblich, Szenen nachzudrehen. Hätte Elke Lehrenkrauss im Vorfeld klargestellt, die Ergebnisse ihrer Recherchen nicht mit echten Personen drehen zu können, wäre das noch legitim gewesen.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

“Lovemobil”-Regisseurin Elke Lehrenkrauss gibt Dokumentarfilmpreis zurück.

Payback: Elke Lehrenkrauss gibt den Deutschen Dokumentarfilmpreis und das dazugehörige Preisgeld für ihren Film Lovemobil zurück. Die Regisseurin gesteht "schwerwiegende Fehler" bei der Umsetzung ein, deren Ausmaß ihr gerade erst klar werde. Am Montag hat sich der NDR öffentlich vom Film distanziert, weil "zahlreiche Situationen nachgestellt oder inszeniert sind".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

NDR distanziert sich vom Dokumentarfilm “Lovemobil”.


Keine Liebe mehr: Der NDR distanziert sich vom mitproduzierten Kino-Dokumentarfilm Lovemobil der Autorin Elke Margarete Lehrenkrauss, weil er "über weite Strecken nicht authentische Szenen" enthält. Der NDR schreibt: "Der Film soll zwar auf Basis von langjährigen Recherchen der Autorin entstanden sein, aber zentrale Protagonistinnen des Films schildern nicht ihre persönlichen Erfahrungen, sondern spielen eine Rolle. Zahlreiche Situationen sind nachgestellt oder inszeniert." Auch Bekannte haben in dem Film als vermeintliche Freier mitgespielt. Lehrenkrauss habe die Vorwürfe eingeräumt, ihre Aussagen seien jedoch "zum Teil widersprüchlich". Zuvor habe die Autorin die Redaktion nicht auf die Inszenierungen hingewiesen. "Verabredet war ein Dokumentarfilm, kein Hybriddokumentarfilm oder Spielfilm", schreibt der NDR.

Aufgefallen sind die Ungereimtheiten durch Recherchen der NDR-Redaktion von "Strg_F", die Informationen aus dem Umfeld der Produktion erhalten hatte. Die Reportage zum Thema erscheint morgen auf YouTube. Am Abend berichtet "Panorama 3" über das Thema, heute das "Kulturjournal". Parallel will der NDR prüfen, ob er die Kontrollmechanismen verschärfen muss. Der Sender schreibt, die bisherigen Regel funktionieren "grundsätzlich sehr gut", dennoch sei die Redaktion "nicht vollständig vor vorsätzlichen Täuschungen geschützt". "Lovemobil" wurde 2020 mit dem deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet und ist für den GrimmePreis nomminiert. Die NDR-Dokumentarfilmredaktion war als Co-Produzent beteiligt.
ndr.de, ndr.de (Stellungnahme)

Zitat: NDR-Intendant Joachim Knuth will Meinungsvielfallt stärker abbilden.

"Ich bin Journalist geworden, um Leute schlauer zu machen – und nicht durch Polarisierung erregter."

NDR-Intendant Joachim Knuth sagt im Streitgespräch mit Sachsen-Anhalts Medienminister Rainer Robra in der "Zeit", dass das Thema Meinungsvielfalt die Arbeit der Öffentlich-Rechtlichen in den kommenden Jahren "maßgeblich bestimmen" wird.
"Zeit" 12/2021 (Vorabmeldung), welt.de (Zusammenfassung)

NDR, SWR und SR haben Geld auf der Pleite-Bank Greensill.

ARD: NDR, SWR und SR gehören zu den Kunden der Pleite-Bank Greensill, berichtet der Bremer “Weser Kurier”. Vergangene Woche musste Greensill wegen drohender Überschuldung schließen. Der NDR teilt mit, dass seine Geldanlagen vom Einlagensicherungsfonds gedeckt sind, ob das auch für die Investments von SWR und SR gilt, ist nicht bekannt.
weser-kurier.de, spiegel.de, tagesschau.de

NDR-Freie protestieren gegen neues Honorierungsmodell.

NDR: 150 Freie Mitarbeiter*innen beschweren sich in einem Brief an die Aufsichtsgremien über Honorarkürzungen. Hintergrund ist ein neues Honorierungsmodell zu crossmedialer Berichterstattung, nach dem Beiträge für Internet, TV und Radio nutzbar sein sollen. Die Freien schreiben von Einbußen von bis zu 40 %. Der NDR nennt die zahlen "nicht nachvollziehbar und nicht belegt".
sueddeutsche.de

Meinung: Medienthemen sind nach “Zapp”-Kürzungen im TV weniger präsent.

Reformen beim NDR-Medienmagazin "Zapp" folgen dem Ansatz "Medienjournalismus kann überall stattfinden, nicht nur in Fachmagazinen", kritisiert "taz"-Autor Steffen Grimberg. Medienthemen müssten als Folge dessen mit "ganz großen Brocken" wie z.B. Corona oder der K-Frage um Plätze "in den Nachrichten und anderswo" konkurrieren. "Zapp" läuft seit Januar nur noch monatlich im TV und soll dafür verstärkt online präsent sein.
taz.de, turi2.de (Background)