Michael Jürgs, 74, ist tot.


Michael Jürgs, 74, ist tot. Der Publizist und frühere "stern"-Chefredakteur ist nach langer Krankheit in der Nacht zu Freitag in Hamburg gestorben. Er arbeitete nach seiner Zeit beim "stern" u.a. als Chefredakteur des Magazins "Tempo", als Co-Moderator der "NDR Talkshow". Er produzierte TV-Dokumentationen und schrieb Biographien, u.a. über Axel Springer und Günter Grass. Jürgs hatte erst im Juni den Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk bekommen. In der Laudatio sagte sein Freund, Ex-Kulturstaatsminister Michael Naumann, der Preis komme "ein wenig zu spät, aber gerade noch in womöglich letzter Minute".

Jürgs ließ seine Dankesrede von Mathias Döpfner vorlesen, und schrieb u.a.: "Die Umschreibung unseres geliebten Berufes als vierte Macht war mir stets zu martialisch. Jetzt aber, in Zeiten, da Barbaren unsere Zivilgesellschaft attackieren und vor Mord nicht zurückschrecken, ist es der passende Begriff. Den Feinden der Demokratie, auf der Straße oder im Netz, ist zu begegnen mit aller Macht des Staates, aber auch mit unseren eigenen Waffen - Wörtern und Worten."
sueddeutsche.de, youtube.com (Ausschnitt Laudatio, ab 3:00 Min), horizont.net (Nachruf von Ulrike Simon)

Marcus Bornheim wird “Tagesschau”-Chef, auch Juliane Leopold Chefredakteurin.


Drei auf einen Streich: Die "Tagesschau" wird ab Oktober von einem Trio geführt. Marcus Bornheim (Mitte), 45, wird Erster Chefredakteur von ARD-aktuell. Der bisherige Vize übernimmt von Kai Gniffke, der als Intendant zum SWR geht. Bornheims Stellvertreter wird Helge Fuhst, 35, der derzeit ARD-Programmchef bei Phoenix ist. Mit tagesschau.de-Chefin Juliane Leopold, 36, rückt eine in Ostdeutschland geborene Frau in die Herrenriege auf – sie wird Chefredakteurin Digitales.

Das Trio fängt in Hamburg-Lokstedt im doppelten Sinne neu an: Derzeit entsteht neben den derzeitigen Büros und Studios ein neues, crossmediales Nachrichtenhaus. Es soll stark auf die Arbeit an digitalen Angeboten ausgerichtet sein. Die "Tagesschau" erreicht zunehmend Zuschauer per App oder über soziale Medien statt mit ihrer Flaggschiff-Ausgabe um 20 Uhr, die auch weiterhin von Millionen Menschen geschaut wird. Juliane Leopold kann im Rang einer Chefredakteurin jetzt noch unmittelbarer alle Arbeitsabläufe auf die digitalen Kanäle ausrichten. (Foto: NDR, Phoenix; Montage: turi2)
presseportal.de

NDR-Mitarbeiter streiken für mehr Geld, einzelne Sendungen fallen aus.

NDR: Mehr als 380 Mitarbeiter haben am Mittwoch gestreikt. Der Warnstreik dauert noch bis Mitternacht. Tagsüber fielen "NDR aktuell", "Mein Nachmittag" und "Das!" aus. Am Abend laufen die aktuellen Ausgaben von "extra 3" und "Zapp" nur im Live-Stream, im TV gibt es Wiederholungen. DJV und Verdi fordern, dass sich der NDR bei der Gehaltsentwicklung weiterhin am öffentlichen Dienst der Länder orientiert, die 8 % mehr zahlen. Der NDR bietet nur 1,9 % mehr Geld.
djv-hamburg.de, ndr.verdi.de, ndr.de

Klick-Tipp: “Zapp” beschäftigt sich monothematisch mit Relotius-Nachwehen.

Klick-Tipp: Den Fall Relotius und die Folgen für den Journalismus beleuchten Inga Mathwig und Daniel Bouhs am Mittwochabend bei "Zapp". Im Interview lobt etwa Julia Jäkel die Aufarbeitung und fordert allgemein "über unsere Standards nachzudenken".
ndr.de, NDR Fernsehen, 23.20 Uhr

Aus dem turi2.tv-Archiv:
"Mehr Rechte für die Dokumentation" – Relotius-Aufklärerin Brigitte Fehrle im Interview (Archiv 05/2019).


Video-Tipp: NDR dokumentiert “Spiegel”-Pressegespräch zum Fall Relotius.

Video-Tipp: Das NDR-Medienmagazin "Zapp" dokumentiert in Auszügen das "Spiegel"-Pressegespräch zum Abschlussbericht der Relotius-Affäre. Reportagen seien generell kein auf Betrug angelegtes journalistisches Format, betont Chefredakteur Steffen Klusmann, der am Gesellschaftsressort festhalten wolle. "Es muss halt stimmen", mahnt Klusmann.
youtube.de (16-Min-Video), turi2.de (Klusmann-Interview)

ARD bringt Talkshows aus den Dritten ins Erste.


Prominenter palavern: Die ARD baut einen Talk-Sendeplatz am Dienstagabend und bringt vier Shows aus den dritten Programmen im Ersten unter, berichtet Joachim Huber. Als "Talk am Dienstagabend" laufen ab Herbst "3nach9" mit Judith Rakers (Foto) und Giovanni di Lorenzo, die "NDR Talk Show" mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt sowie vom WDR der "Kölner Treff" mit Bettina Böttinger. Der RBB steuert einen neuen Talk mit Eva-Maria Lemke und Jessy Wellmer bei.

Beim "Talk am Dienstag" bleibt der MDR mit seinem "Riverboat" außen vor – der Talk-Umzug ist damit eine rein westdeutsche Sache, merkt Huber an. Grund für den Umzug sei nicht nur der Erfolg der Talk-Formate, sondern auch die schwächelnde Akzeptanz für das erste Programm. Das Erste ist bereits erprobt im Formate-Transfer aus den Dritten: "Inas Nacht", "Extra 3", "Ladies Night" und Carolin Kebekus' "Pussy Terror TV" kamen nach der Bewährungsprobe im regionalen Umfeld ins bundesweite Programm. (Foto: Ingo Wagner / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

Gefälschte Online-Shops sollen über N26 Geld gewaschen haben.

N26: Betrüger haben mehrfach Konten bei der Smartphone-Bank eröffnet, um offenbar Geld aus dem Geschäft mit betrügerischen Online-Shops zu waschen, sagen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung" und NDR. Bei N26 reicht ein Videochat für die Kontoeröffnung. Bis zur Sperrung der betroffenen Konten, seien teilweise mehrere Tage vergangen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 19 (Paid)

“Bild”: ARD will Talk-Shows aus den Dritten ins Hauptprogramm heben.

ARD plant, ihre Talk-Formate aus den Dritten Programmen ins Hauptprogramm zu ziehen, berichtet "Bild". U.a. "3 nach 9", "Kölner Treff", "NDR Talk Show" und "Riverboat" sollen "im wöchentlichen Wechsel am späten Abend" in der ARD gezeigt werden. Eine Sender-Sprecherin bestätigt etwaige Überlegungen, es gebe aber noch keine konkreten Pläne.
"Bild", S. 1 (Paid)

Hör-Tipp: Kasia Mol-Wolf plauder-podcastet mit Anja Reschke.

Hör-Tipp: "Emotion"-Verlegerin Katarzyna "Kasia" Mol-Wolf trifft für ihren Podcast Anja Reschke. Die NDR-Journalistin erzählt im persönlichen Gespräch, dass sie sich nicht als starke Frau wahrnimmt und ursprünglich nie zum Politmagazin "Panorama" wollte. Nun ist sie Chefin und hat Spaß daran, anderen das Feld zu bereiten – zumal immer mehr Frauen an die Spitze streben.
emotion.de, spotify.com, itunes.apple.com (54-Min-Audio)

Zitat: Anja Reschke freut sich über mehr Frauen im Polit-Journalimus.

"Wenn ich zurückblicke, finde ich es interessant, wie in Redaktionen immer logisch war, die Männer machen das Investigative."

Anja Reschke, Leiterin der Innenpolitik beim NDR, sagt im "Emotion"-Interview, dass sie auf ihrem Karriereweg im Polit-Journalismus nicht viel "Frauensolidarität" erlebt hat. Männer hätten eher Männer gefördert, jedoch gebe es "gerade einen totalen Break" - auch dank Pro Quote.
"Emotion" 5/2019 (Vorabmeldung)

“Tagesschau”-Chefredakteur Kai Gniffke soll bei SWR-Intendantenwahl antreten.

Zweikampf im Südwesten: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke wird bei der SWR-Intendantenwahl antreten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Bei der Vollversammlung des Rundfunk- und Verwaltungsrates am 22. März soll sich die Medienmanagerin Stefanie Schneider als einzige Gegenkandidatin vorstellen. Beide Bewerber sind nur wenige Jahre jünger als der 64-jährige Peter Boudgoust, der als SWR-Intendant zurücktritt.

Gniffke zählt zu den profiliertesten Journalisten Deutschlands, was im bunten SWR-Angebot aber auch ein Nachteil sein könnte, sagen Kritiker, die ihm Unterhaltungs-Kompetenz absprechen. Gniffke arbeitete in den 1990ern bereits als SWR-Reporter. Schneider gilt im Südwesten als stark verwurzelt, doch im Umgang mit anderen ARD-Anstalten fehle ihr die Erfahrung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: #FootballLeaks-Journalisten geben Einblicke in ihre Recherchearbeit.

Video-Tipp: Rafael Buschmann und Michael Wulzinger, Enthüller der #FootballLeaks, sprechen bei "Zapp" über ihre Recherchearbeit. Sie verteidigen die Zusammenarbeit mit Whistleblowern, die möglicherweise als Hacker an brisante Informationen gekommen sind. Die Hürde für Journalisten sei lediglich, "dass das Material von hohem öffentlichen Interesse" sowie authentisch sei. Der Quellenschutz habe oberste Priorität, sodass Buschmann sogar gegenüber seiner Ehefrau Stillschweigen behielt.
ndr.de (63-Min-Video)

Der NDR reißt nach einem Asbestbefund ein Hochhaus ab und baut ein neues Gebäude.

NDR Logo 150x150NDR baut auf seinem Standort in Hamburg-Lokstedt ein neues Bürogebäude und reißt das Hochhaus ab, das seine Mitarbeiter im November nach einem Asbestbefund verlassen mussten, beschließt der Verwaltungsrat. Die Baumaßnahmen sollen vier Jahre dauern und 58 Mio Euro kosten. Der Plan koste 8 Mio mehr als eine Kernsanierung bringe aber „klare Vorteile“ mit sich, so der NDR.
meedia.de, turi2.de (Background)

Renner: NDR-Hörfunkdirektor Joachim Knuth soll Vize von Intendant Lutz Marmor werden.

NDR: Hörfunkdirektor Joachim Knuth (Foto) soll neuer Stellvertreter von Intendant Lutz Marmor, 65, werden, hört Kai-Hinrich Renner im NDR-Flurfunk. Amtsinhaber Arno Beyer geht in den Ruhestand. Mitte 2019 steht die Verlängerung von Marmors Vertrag an. Eigentlich will der NDR einen Generations­wechsel an der Spitze und bevorzugt eine Frau, doch alle Kandidatinnen sind woanders fest im Amt, zu alt, zu jung oder haben kein Interesse. So könnte es doch auf eine Wiederwahl von Marmor hinauslaufen.
morgenpost.de

Hör-Tipp: Lutz Marmor ermutigt im Abendblatt-Podcast zur Fehlerkultur.

Hör-Tipp: NDR-Intendant Lutz Marmor spricht sich im Podcast von Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatt", dafür aus, Fehler einzugestehen - auch im Programm. Dies falle schwer, aber letztlich sei das "menschlich". Nach über zehn Jahren als Intendant sei er noch immer gerne unter Menschen und halte seine Vertragszukunft offen. Marmor arbeite rund 80 Stunden pro Woche, er würde "auch 160 Stunden" arbeiten, da ihm sein Job "Spaß" mache.

abendblatt.de, soundclound.com

“Süddeutsche”, NDR und WDR veröffentlichen Recherche zu Implantaten.


Geschäfte mit der Gesundheit: Der Recherche-Verbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" veröffentlicht mit den "Implant Files" die nächste, große Recherche. Die internationale Zusammenarbeit von rund 60 Medien beleuchtet Schäden, die unzureichend geprüfte Implantate und Medizinprodukte verursachen. Gemeinsam mit dem International Consortium for Investigative Journalists haben mehr als 250 Journalisten aus 36 Ländern über zwei Jahre an der Veröffentlichung gearbeitet.

Die Recherche angestoßen hat die niederländische Journalistin Jet Schouten. Bei einer Recherche vor vier Jahren hatte sie sich als Herstellerin von Medizinprodukten ausgegeben. Ein herkömmliches Mandarinennetz verkaufte sie in einer Broschüre als Vaginalnetz, das bei Beckenbodenbeschwerden helfen sollte. Von drei Prüfstellen erhielt sie die Aussicht auf eine Zulassung als Medizinprodukt

Im Unterschied zu den Panama sowie Paradise Papers basiert die Recherche nicht auf Leaks. Die Ergebnisse basieren auf der Untersuchung des Markts von Medizinprodukten sowie Interviews mit Patienten und Ärzten "von Mumbai bis München, von Mostar bis Mexiko-Stadt".
icij.de, sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (über die Recherche), ndr.de

“Horizont”: MDR holt Katja Wildermuth als Nachfolgerin für Nathalie Wappler zurück.

MDR besetzt den Posten der Programmchefin für Kultur, Bildung, Wissen und Jugend in Halle mit Katja Wildermuth, schreibt "Horizont". Wildermuth kommt vom NDR Fernsehen, wo sie seit Dezember 2016 den Programmbereich Kultur und Dokumentation leitet. Es ist eine Rückkehr: Zuvor war sie bereits Vize-Programmchefin beim MDR. Wildermuth folgt im April auf Nathalie Wappler, die Direktorin des Schweizer Radio und Fernsehens wird.
horizont.net, turi2.de (Background Wildermuth), turi2.de (Background Wappler)

Video-Tipp: ARD-Doku gewährt tiefe Einblicke in die Unsportlichkeit des Profi-Fußballs.

Video-Tipp: Die ARD verpackt die Football Leaks in sehenswerte 60 Minuten. Ein Autoren-Team begleitet "Spiegel"-Reporter Rafael Buschmann "irgendwo nach Osteuropa" zu einem Treffen mit Whistleblower John. FC-Bayern-Justiziar Michael Gerlinger spricht ungewohnt offen. Ein Filmteam reist nach Katar: Der superreiche Staat hat sich den Verein Paris Saint-Germain gekauft – auch gefördert durch Deals mit dem heutigen Fifa-Chef Gianni Infantino.
mediathek.daserste.de (60-Min-Video), turi2.de (Background)

NDR holt Charlotte Roche für eine Nacht-Show ins Fernsehen zurück.

NDR holt Charlotte Roche und Lars Eidinger als Gastgeber für das nächtliche Talk-Format "Die Geschichte eines Abends". Am 30. November spricht Roche in einem Wald in Norddeutschland mit ihren Gästen, u.a. die Schauspieler Christine Neubauer und Robert Stadlober, über deren Ängste und Träume. Eidinger empfängt eine Woche später u.a. Sophia Thomalla und Juso-Chef Kevin Kühnert.
dwdl.de

NDR ist wichtiger “Ost-West-Sender”, glaubt Intendant Lutz Marmor.

Neue Bundesländer: Ostdeutsche und ihre medialen Interessen müssen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärker zu Wort kommen, sagt NDR-Intendant Lutz Marmor bei einem Verdi-Treffen. Dass viele sich bisher in den nationalen ARD-Angeboten nicht wiederfänden, sei besorgniserregend. Der NDR habe als "Ost-West-Sender" eine besondere Aufgabe und werde das Thema "intensiver aufarbeiten", u.a. mit einem großen Schwerpunkt zu 30 Jahren Mauerfall 2019.
presseportal.de

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

Bild des Tages: stern 1 wird nur Zweiter, strahlt trotzdem.


Abend-Plattmacher: Im Finale des Fußball-Turniers zu 70 Jahren "stern" hat die klassisch-sternrot gekleidete Mannschaft stern 1, hier im Bild, nicht gesiegt. Die Redaktionalmannschaft des "Hamburger Abendblatts" machte sie zum zweiten Sieger. Die Teams von Nannenschule, "taz", NDR, "Spiegel", "Zeit" sowie die zweite Mannschaft des "stern" kickten finalfern. (Foto: Gruner + Jahr)
abendblatt.de

Reinhold Beckmann nähert sich Promis im Radio-Talk über ihre Musik-Historie.

NDR lässt Reinhold Beckmann im Radio talken. In "NDR 2 Life Sounds" nähert sich Beckmann seinen prominenten Gästen über die Musik ihres Lebens, also frühe Kassettenaufnahmen aus dem Radio, geheime Plattensammlungen oder sorgfältig zusammengestellte Mixtapes. Die zweistündige Sendung läuft sechsmal im Jahr, erstmals am 24. September.
radioszene.de

Wir graturilieren: Torsten Engel wird 55.


Wir graturilieren: NDR2-Programmchef Torsten Engel feiert heute 55. Geburtstag. Und zwar auf Mallorca, zwischen Campos und Sa Rapita. Engel wünscht sich für den Abend ein Glas Wein in einer Strandbar. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren für ihn 
Hörerzuwächse in beiden Mediaanalysen und "ein großartiges NDR 2 Team, das es einem so leicht macht, jeden Tag gern in den Sender zu kommen."

Über Gratulationen freut er sich elektronisch auf allen Wegen, z.B. per E-Mail. Alternativ per Flaschenpost, wenn der Gruß nicht von dem weißen Hai oder einer portugiesischen Galeere abgefangen wird, die gerade vor der Küste ihr Unwesen treiben sollen. 

Zitat: Regisseur Christian Alvart stört der “heilige Ernst” bei “Tatort”-Diskussionen.

Christian Alvart"Wir konnten eine neue Welt erschaffen und haben mit Til Schweiger einen sehr physischen Darsteller, der solche Steve-McQueen- oder Bruce-Willis-artigen Figuren glaubwürdig verkörpern kann."

Regisseur Christian Alvart erklärt im Interview mit der "Süddeutschen", was ihn am "Tatort"-Drehen reizte und dass ihm "der heilige Ernst auf den Keks" ging, mit dem über den "Tatort" diskutiert wurde.
sueddeutsche.de

Weiteres Zitat über seine Zusage als Regisseur für den "Tatort":
"Die Redakteurin Jeanette Würl vom NDR hat mich mit ihrer Leidenschaft angesteckt. Sie fragte, ob ich Lust hätte, für den Kieler Tatort eine Henning-Mankell-Vorlage als Thriller zu inszenieren, weil sie meine Arbeit und Vorliebe für das Genre kannte. Vor der Ausstrahlung ist sie leider verstorben. Mankell lese ich auch privat. Zu meiner Entscheidung hat auch beigetragen, dass ich, als das Angebot kam, am nächsten Sonntag den Tatort angeguckt habe und wie weggeblasen war."

Zitat: “Spiegel”-Chef Klaus Brinkbäumer glaubt an Zahlbereitschaft, wenn es einfach ist.

"Ich glaube, dass wir längst soweit sind, dass das Publikum willig ist, zu bezahlen, wenn es denn richtig überzeugende Inhalte sind, die man nicht kostenlos bekommt. Und wenn der Bezahlvorgang einfach ist."

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sagt im "Zapp"-Interview, dass zahlungswillige Leser sich durch ein Abo nicht "geknebelt" fühlen dürfen.
ndr.de/zapp (8-Min-Video)

Weitere Zitate aus dem Interview:

zur Konkurrenz mit ARD und ZDF:

"Ich mag Wettbewerb! Und ich finde auch den Wettbewerb mit den Öffentlich-Rechtlichen zunächst einmal sportlich. Ja, Gebühren, die garantiert hereinkommen, sind etwas anderes als ob ich Leser für ein Bezahlmodell gewinnen muss. Das ist nicht wirklich Chancengleichheit in allem, aber dann ist es auch so reguliert, dass es gut funktioniert.

"Ich würde niemals das öffentlich-rechtliche System angreifen wollen. Das hat sich bewährt!"

zur Kooperation von NDR, WDR und der "Süddeutschen Zeitung":

"Wenn Gebührengelder auf irgendwelchen Umwegen in Projekte fließen, die bei der "Süddeutschen" landen, dann sprechen wir von Quersubventionierung eines Zeitungsverlages. Das heißt aber nicht, dass wir nicht den sportlichen, journalistischen Wettbewerb mit der "Süddeutschen" aufnehmen."