Video-Tipp: Philipp Walulis beäugt den Start von Disney+.

Video-Tipp: Philipp Walulis schaut zum Start von Disney+ in den USA, Kanada und den Niederlanden auf das Potenzial des neuen Streaminigdienstes. Der große Vorteil des Micky-Maus-Konzerns gegenüber Netflix und Co: "Disney gehört ungefähr alles auf dem Markt." Außerdem biete Disney+ im Vergleich zu Netflix bedeutend mehr für weniger Geld.
youtube.com (8-Min-Video)

Meinung: Streamingmarkt ist immer noch nicht gesättigt.

Apple+: Der Streamingmarkt ist noch nicht gesättigt, sagt die Tübinger Medienwissenschaftlerin Susanne Marschall zum Start von Apple TV+ im "Spiegel"-Interview. Langfristig werden nicht alle Anbieter überleben. Das Publikum bestünde nicht nur aus "Couch-Potatoes, die bespaßt werden wollen". Zuschauer suchten heute komplexere Inhalte als früher.
"Spiegel" 45/2019, S. 125 (Paid)

Basta: Netflix testet variierende Video-Geschwindigkeit.

Express-Binge-Watching: Netflix testet die Funktion, Videos schneller oder langsamer abzuspielen. Nutzer können zwischen halber und anderthalbfacher Geschwindigkeit wählen. Hollywoods Filmemacher rebellieren gegen die Idee. Dabei wäre eine Beschleunigung in manchen Fällen durchaus wünschenswert. Man denke nur an elendig lange Preisverleihungen oder beliebige "Schlag den Irgendwen"-Shows.
theguardian.com, hollywoodreporter.com

Netflix-Serien sind häufig auch mit deutschen Steuergeldern finanziert.

Der Fiskus streamt mit: Ein Großteil der deutschen Förderung für Serien landet bei Produktionen, die später auf internationalen Streaming-Plattformen wie Netflix, Amazon oder auch bei Sky zu sehen sind, zitiert "Welt am Sonntag" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Otto Fricke. Allein bis Mitte Oktober flossen 2019 etwa 11,3 Mio Euro - 68 % der gesamten Fördersumme - an sechs Serienproduktionen, von denen fünf bei Netflix und eine bei Amazon abrufbar sein werden.

Der Anteil der Förderung für Serien, die bei internationalen Anbietern zu sehen sind, liege in den vergangenen Jahren zwischen 75 und 90 %. Die "inzwischen auch in Deutschland boomende Serienproduktion", dürfe nicht zu einer "verkappten Werbekampagne für große Internetfirmen" verkommen, kritisiert Fricke.
welt.de

Vox-Chef Schwingel vermisst Quotenauswertungen für Streamingdienste.

Totgesagte leben länger? Vox-Chef Sascha Schwingel relativiert im Doppelinterview der "Süddeutschen Zeitung" mit RTL-Chef Jörg Graf den vermeintlichen Hype der Streamingdienste. "Da stellt sich die Frage der Währung," zweifelt Schwingel, der wie im linearen Fernsehen eine Veröffentlichung von Quoten der Streamingdienste vermisst. "In gewissen Kreisen scheint es cooler zu sein, zu streamen." Die Radionutzung sei trotz Spotify gestiegen. "Es ist ja logisch, wenn ein neuer Shop aufmacht, gehen die Leute erst einmal dahin und orientieren sich." Die Nutzung der Streamingdienste werde sich langfristig neben dem klassischen Fernsehen einpendeln.

Die lineare TV-Nutzung der jungen Zielgruppe sei stabil, dennoch wachse der Streaming-Markt, ergänzt RTL-Chef Graf. Es wäre "ziemlich dumm, Streaming nicht auch anzubieten." Graf wolle noch in diesem Jahr eine Operation live bei RTL übertragen und reagiert auf mögliche Kritik gelassen: "Als Geschäftsführer von RTL darf man keine Angst vor Shitstorms haben. Das ist im Paket mit drin." RTL und Vox planen künftig bei der Programmplanung eine noch engere Abstimmung.
sueddeutsche.de

Streaming-Nutzer scheuen lange Serien, meint Martin Moszkowicz.

Streaming: Früher hatten Produktionsfirmen Probleme mit dem Budget, heute damit, kreative Talente zu finden, sagt Constantin-Film-Chef Martin Moszkowicz im DWDL-Interview. Mit Bora Dagtekin spreche er aktuell über Serienideen. Generell beobachte er, dass das Publikum sich nicht mehr leicht auf lange Serien einlässt. Deshalb bestellen Netflix und Co zunehmend Filme.
dwdl.de

Renner: Netflix hat einer Niederlassung in Berlin eröffnet.

Netflix hat in Berlin ein Büro mit rund 20 Mitarbeitern eröffnet, schreibt Kai-Hinrich Renner. Aktuell nutzen die Angestellten Räume des Coworking-Anbieters WeWork. Netflix suche aber nach eigenen Büros, aus denen ab Mitte 2020 etwa 30 Mitarbeiter Pressearbeit, Marketing und Produktionsvorbereitungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz bestreiten sollen. Bisher betreute Netlifx alle europäischen Länder aus der Europa-Zentrale in Amsterdam.
morgenpost.de

Laut einer Kundenbefragung muss Netflix Disney und Apple nicht fürchten.

Netflix braucht keine Wechselwelle seiner Kunden zu neuen Konkurrenten fürchten, behauptet die Investmentbank Piper Jaffray, Einer Befragung von Netflix-Kunden im September zufolge planen nur 28 %, Disney+ zu abonnieren. 23 % ziehen ein Abo von Apples Streaming-Dienst in Betracht. Von den Nutzern, die sich für die neuen Konkurrenten interessieren, tendierten zudem die meisten dazu, die neuen Angebote zusätzlich zu nutzen.
cnbc.com

Apple schickt Filme für TV+ vorab exklusiv ins Kino.

Schau einer an: Apple will sich in Hollywood beliebt machen und plant, für Apple TV+ produzierte Filme zunächst "wochenlang" in Kinos laufen zu lassen, bevor sie auf dem Streamingdienst verfügbar werden. Der Konzern will sich damit einerseits den Ärger ersparen, den Netflix einsammelte, als die Firma Filme parallel zum Kinostart auch auf der Plattform zeigte.

Nebenbei will Apple damit auch prominente Produzenten und Regisseure locken, die neben dem Geld auch auf Preise wie die Oscars schielen. Netflix bringt gerade zehn Filme in die US-Kinos, Streaming-Mitbewerber Amazon lässt für Prime produzierte Filme auch für einen Zeitraum exklusiv im Kino laufen, bevor sie auf die Plattform kommen. Teilweise nur zwei Wochen, teilweise zwölf wie beim Drama "Manchester by the Sea", für das Hauptdarsteller Casey Affleck einen Oscar einheimste.
wsj.com (Paid), theverge.com, turi2.de (Background)

Tech-Konzerne wie Netflix oder Facebook greifen Nutzerdaten vom Smart-TV ab.

Smart-TV: Tech-Konzerne wie Netflix, Facebook oder Google greifen auf Nutzerdaten vom Smart-TV zu, zitiert die "Financial Times" Studien der Northeastern University und des Imperial College London. Die Datenübertragung geschehe auch, wenn die Geräte nicht in Betrieb sind. Die Tech-Konzerne nutzen die Daten u.a. für personalisierte Werbung.
ft.com

“LA Times”: Netflix kauft “Seinfeld”-Weltrechte für “weit mehr” als 500 Mio Dollar.

Really: Netflix sichert sich an die Rechte an Seinfeld, einer der kulturell einflussreichsten und finanziell erfolgreichsten Serien der 90er. Die erstmalig gebündelten weltweiten Rechte kosten Netflix "weit mehr" als die 500 Mio Dollar, die NBCUniversal für "The Office", das US-"Stromberg", bezahlt hatte, berichtet die "LA Times" aus "informierten Kreisen".
latimes.com, dwdl.de

Meinung: Frankreich will mit einer Super-Mediathek Netflix und Co angreifen.

Frankreich: Der öffentlich-rechtliche TV-Sender France Télévisions schließt sich mit den beiden größten Privatsendern TF1 und M6 zusammen, um mit der senderübergreifende Mediathek "Salto" eine Antwort auf Netflix und Co zu finden, beobachtet Kathrin Müller-Lancé. Vor allem französische und europäische Produktionen sollen so eine neue Plattform erhalten. Die französische Kartellbehörde weist das neue Angebot aber bereits vorab in die Schranken, so dürfen die Sender u.a. nur beschränkt exklusives Material anbieten und im eigenen linearen Programm nicht kostenlos für das gemeinsame Angebot werben.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31

Netflix bringt zehn Filme vor dem Streaming-Start ins Kino.


Popcorn-Premieren: Netflix bringt diesen Herbst in den USA zehn seiner neuen Filme zuerst für mehrere Wochen in die Kinos, bevor sie im Angebot des Streaming-Dienstes verfügbar sind. Darunter ist auch The Irishman mit Robert De Niro und Al Pacino. Der Film gilt als Oscar-Kandidat. Der Entscheidung geht ein Streit zwischen Netflix und der Filmindustrie voraus. Mehrere einflussreiche Kinoketten bestehen auf eine 90-tägige Exklusivität, bevor Zuschauer neue Filme auch anderswo als im Kino sehen können. Netflix will mit seinen Produktionen aber vor allem Abonnenten gewinnen.

Gleichzeitig ist Netflix bei seinen Bemühungen, Auszeichnungen für seine Produktionen zu bekommen, auf die Kinobetreiber angewiesen. Viele Preise, wie etwa die Oscars, verlangen, dass ein Streifen zumindest einige Zeit lang im Kino gezeigt wurde. Für Netflix ist es leichter, prominente Regisseure und Schauspieler zu verpflichten, wenn sie auch mit Netflix Chancen auf große Filmpreise haben. 2018 zeigte Netflix nur vier Filme im Kino, darunter das mit drei Oscars prämierte Drama Roma.
theverge.com

Studie: Junge Zielgruppe schaut täglich 78 Minuten Streaming-Videos.

Streaming übertrifft bei jungen Nutzern die Sehdauer vom klassischen TV. Die Zielgruppe bis 29 Jahre tummelt sich 1 Stunde und 18 Minuten pro Tag bei Netflix, Amazon Prime und Co, aber weniger als eine Stunde im linearen Programm, ermittelt die GfK für Burda. Zuschauer nehmen die Portale als umfassende Angebote wahr, obwohl Nachrichten und Sport fehlen.
burda.com

The Information: Facebook will Apple TV mit Netflix und Co Konkurrenz machen.


Ciao Catalina: Facebook will sich auch im Fernsehen breit machen und mit einer eigenen TV-Box Apple TV und Amazon Fire TV Konkurrenz machen, berichtet The Information. Das Projekt läuft unter dem Codenamen "Catalina" – demselben Namen wie Apples neustes macOS-Betriebssystem. Facebook will u.a. die Streamingdienste Netflix und Disney an Bord holen.

Die TV-Box läuft mit derselben Hardware wie Facebooks Smartspeaker Portal und soll im Herbst auf den Markt kommen. Neben Streamingangeboten soll das Gerät – wie auch Portal – vor allem auf Videotelefonie spezialisiert sein.
theinformation.com, itopnews.de

Renner: Gabor Steingart plant ein Video-Format für Netflix.


TV Ahoi: Gabor Steingart arbeitet mit seinen Media Pioneers nicht nur an Podcasts, sondern auch an Bewegtbildformaten, berichtet Kai-Hinrich Renner. Chefredakteur Michael Bröcker habe ein "streng geheimes Konzept" entwickelt – über die Sendung spreche Steingart aktuell mit Netflix.

Sollte mit Netflix kein Deal zustande kommen, könne das Format auch bei Springers TV-Sender Welt laufen. Springer hatte sich Anfang Mai bei Steingarts Firma Media Pioneer Publishing eingekauft und 36 % der Anteile erworben. Steingart könne sich auch eine Zusammenarbeit mit Politico vorstellen.
abendblatt.de

US-Justiz will Netflix-Zahlung an Hochstaplerin Anna Sorokin verhindern.

No money, honey: Die New Yorker Staatsanwaltschaft versucht, die Zahlung von knapp 70.000 Dollar, die Netflix an die deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin, 28, zahlen will, zu stoppen. Der Streamingdienst hat sich die Rechte für eine Fernsehserie über Sorokins Leben gesichert. Dazu kämen noch 15.000 Dollar pro Folge und 7.500 Dollar Tantiemen. Die Justiz will verhindern, dass Sorokin sich bereichert.
derstandard.at

Zitat: Thomas Laufersweiler erlebt auf Netflix eine personalisierte Zombie-Apokalypse.

"Ich habe bei Netflix in den ersten Wochen Walking Dead geguckt – und bin dann im Kern meines Profils wohl als Zombie-Fan eingeordnet worden. Bis heute bin ich aus der Zombie-Ecke nicht rausgekommen. Ich kriege auf Netflix eigentlich nur Untote angezeigt."

ARD.de-Redaktionsleiter Thomas Laufersweiler findet Personalisierung manchmal tückisch – und will Nutzern der ARD-Mediathek ermöglichen, ihr Profil auf Null zu setzen.
podcast.shelfd.com (57-Min-Audio)

Kevin Spacey: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen den Schauspieler ein.

#MeToo: Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen sexueller Nötigung gegen US-Schauspieler Kevin Spacey eingestellt. Vergangene Woche war das Handy des mutmaßlichen Opfers, das als Beweismaterial vorgelegt werden sollte, verschwunden. Spacey wurde vorgeworfen, einen damals 18-Jährigen betrunken gemacht und in den Schritt gefasst zu haben.
spiegel.de, turi2.de

Netflix verliert im 2. Quartal in den USA erstmals bei den Netto-Abozahlen.

Netflix gewinnt im 2. Quartal weltweit 2,7 Mio Abonnenten hinzu. Eigentlich lag die Zahl bei 2,83 Mio, jedoch hat der Streaminganbieter in den USA netto 183.000 Abonnenten verloren. Netflix habe die Abo-Ziele besonders in den Regionen verfehlt, in denen der Preis angehoben wurde. In Indien will Netflix nun mit einem Angebot für Nutzer, die ausschließlich über Mobilgeräte streamen, gegensteuern.
techcrunch.com, theverge.com

Verfahren gegen Kevin Spacey könnte eingestellt werden.

#MeToo: Das Verfahren gegen Hollywood-Star Kevin Spacey wegen sexueller Belästigung könnte eingestellt werden. Das Handy des mutmaßlichen Opfers, das als Beweismaterial vorgelegt werden sollte, ist verschwunden. Zuvor seien u.a. von der Mutter Fotos von dem Telefon gelöscht worden. Die Staatsanwaltschaft erbat sich eine Woche Zeit für eine Entscheidung. Vergangene Woche wurde bereits die Zivilklage gegen den Schauspieler zurückgezogen.
spiegel.de

Lese-Tipp: Streamingdienste verändern die Qualität von Filmproduktionen.

Lese-Tipp: Streamingdienste wie Netflix beeinflussen die Qualität der Filme, schreibt die "FAS" und zitiert ein vor dem Start des Sommerkinogeschäfts eingeholtes Stimmungsbild unter Hollywood-Produzenten aus der "New York Times". Produktionen seinen häufig nicht mehr für die große Kinoleinwand gemacht. Produzenten warnen vor Masse statt Klasse.
faz.net (Paid), nytimes.com (Hollywood-Umfrage, Paid)

Netflix verbannt Zigaretten aus künftigen Produktionen.

Kippe weg: Netflix will bei künftigen Produktionen, die für U-14-Jährige frei sind, keine Raucher mehr zeigen. Eine Ausnahme macht der Streaminganbieter, wenn Gequalme zum historischen Kontext gehört, z.B. bei "Stranger Things". Auch in allen anderen Produktionen lässt Netflix Rauchen nur zu, wenn es "für die kreative Vision des Künstlers wesentlich ist" oder dominierender Teil des Charakters einer Figur.
cnet.com

Meinung: Pyrotechnik hilft Sendern im Wettbewerb gegen Netflix nicht.

Screenforce Days: Das Selbstbewusstsein der Sender ist "imposant", bilanziert "FAZ"-Redakteur Matthias Hannemann. Die Pyrotechnik käme bei den Programmpräsentationen kaum hinterher. RTL stichelte, dass es für journalistische Verantwortung "keinen Bildungsauftrag" brauche. Die Sender müssten im Wettbewerb mit Netflix mit Eigenproduktionen punkten.
"FAZ", S. 14 (Paid)

Vom Netflix-Boom profitiert auch Bertelsmanns RTL Group.

RTL Group profitiert von Netflix' Inhalte-Hunger: Das Produktionsvolumen in Europa werde sich in den nächsten fünf Jahren "sehr schnell verdoppeln und verdreifachen", schätzt Ufa-Fiction-Chef Sebastian Werninger. Die Ufa ist Teil von Bertelsmanns RTL Group und hat gerade den Netflix-Film "Betonrausch" abgedreht. Werninger lobt die Freiheit und Flexibilität beim Kunden Netflix.
handelsblatt.com

P7S1 braucht mit Joyn viel Geduld, glaubt Goldmedia-Chef Florian Kerkau.

Joyn, neue Streaming-Plattform von ProSiebenSat.1, wird für die Nutzer als dritter Anbieter neben Amazon und Netflix erstmal paradiesische Zustände schaffen, glaubt Goldmedia-Chef Florian Kerkau. P7S1-Boss Max Conze brauche aber langen Atem, um abnehmende TV- durch wachsende Digitalreichweite auszugleichen. Wer all die Angebote schauen soll, die es im Markt gibt, bleibt ungewiss, schreibt Lisa Priller-Gebhardt. Joyn setze auf Lokalkolorit als Abgrenzung.
sueddeutsche.de

Netflix bekommt in Jordanien Gegenwind für seine erste arabische Produktion.

Netflix muss nach der Premiere des Trailers seiner ersten arabischen Produktion "Dschinn" heftige Kritik in Jordanien einstecken. Wegen zu vielen Küssen und Alkohol halten einige Nutzer die Serie für zu obszön und fordern einen Stopp. Auch der oberste Staatsanwalt schloss sich der Forderung an. Netflix schreibt, es bedauere die Reaktionen wolle zugleich aber keine Beleidigungen gegenüber seinen Schauspielern tolerieren.
handelsblatt.com