Bild des Tages: Schluss mit lustig.


Ärger in Farbe: Dutzende Menschen mit blau-weiß-pinken Flaggen und "Trans Rights"-Transparenten demonstrieren am Mittwoch vor dem Netflix-Sitz in Hollywood, Los Angeles, gegen die Show "The Closer" von Komiker Dave Chappelle. Er macht sich darin über trans Menschen lustig. Chapelles Unterstützerinnen mischen sich unter die Demonstrantinnen auf der Straße. Sie argumentieren mit Meinungsfreiheit. (Foto: Damian Dovarganes / AP Photo / Picture Alliance)

Hör-Tipp: In Hollywood droht die Filmbranche mit Streik.

Hör-Tipp: Tausende Filmleute in den USA drohen damit, ihre Arbeit niederzulegen. Sie fordern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, vor allem bei Streaming-Diensten wie Netflix und Disney. Die Gewerkschaft IATSE und die Organisation der Filmstudios haben zwar am Wochenende eine erste Einigung erzielt – ein Streik ist aber noch nicht vom Tisch.
deutschlandfunknova.de (4-Min-Audio)

Netflix-Serie “Squid Game” ist in China auch ohne Netflix ein Hype.

Reiz des Verbotenen: Squid Game ist auch in China ein Hit, obwohl Netflix dort offiziell gar nicht verfügbar ist – die südkoreanische Serie findet ihr Publikum über illegale Streaming-Anbieter, File-Sharing oder VPN-Dienste. Chinesische Firmen machen damit Marketing, die Nachfrage nach Merchandising-Artikeln sei enorm. Der südkoreanische Botschafter in China ist über die illegale Verbreitung "not amused".
businessinsider.com

Bloomberg: Netflix-Hit “Squid Game” ist rund 900 Mio Dollar wert.

Gut gespielt: Die Netflix-Produktion Squid Game ist 891,1 Mio Dollar wert, berichtet Bloomberg. Dem gegenüber stehen Produktionskosten von nur 21,4 Mio Dollar – eine Folge soll etwa 2,4 Mio Dollar gekostet haben. Inzwischen kommt die Serie laut dem Bericht auf über 130 Mio Zuschauerinnen, 87 Mio davon hätten die erste Staffel innerhalb von nur 23 Tagen zu Ende geschaut.
bloomberg.com via manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Netflix feuert Mitarbeiterin nach Kosten-Leak von Chappelle-Special.

Netflix kündigt einer Mitarbeiterin, weil sie Bloomberg "vertrauliche, kommerziell heikle Informationen außerhalb des Unternehmens" weitergegeben habe. Die US-Agentur hatte darüber berichtet, dass Netflix 24,1 Mio Dollar für ein umstrittens Special von Komiker Dave Chappelle (Foto) gezahlt hat – mehr als für frühere Sendungen mit ihm und andere Netflix-Shows. Chappelle war zuletzt wegen Witzen über die LGBTQ-Community in die Kritik geraten. Kommenden Mittwoch wollen etwa 1.000 Netflix-Angestellte aus Protest streiken.
spiegel.de, hollywoodreporter.com

“Squid Game” bricht den internen Netflix-Serien-Rekord.

Tintenfisch-Hype: Die Netflix-Serie Squid Game erreicht in den ersten 17 Tagen nach ihrem Start so viele Nutzerinnen wie keine Produktion vor ihr, meldet der Streaming-Dienst. 111 Mio Menschen haben das makabere Überlebens-Spiel bereits geschaut. Squid Game schubst damit "Bridgerton" vom internen Netflix-Thron: Die Adels-Romanze wurde in den ersten 28 Tagen von 82 Mio Accounts abgerufen.
futurezone.at

Basta: Netflix verkauft Fanartikel im Supermarkt.

Netflix LogoNetflix & Play: Der Streaming-Riese startet in den USA eine Kooperation mit der Supermarkt-Kette Walmart. Diese vertreibt online Figuren, Shirts und Bastelsets zu beliebten Serien wie "The Witcher" und "Stranger Things". Eine Reproduktion der gruseligen Puppe mit den tödlichen Laseraugen aus "Squid Game" gibt es vorerst nicht – blutige Nachahmer gibt es schon zuhauf.
adage.com, it-times.de, rnd.de

Basta: Netflix-Erfolgsserie “Squid Game” führt zu Telefonterror.

Netflix LogoBimmel-Marathon: Die Netflix-Serie "Squid Game", in der Erwachsene zu tödlichen Kinderspielen antreten, ist aktuell der Überflieger des Streaming-Dienstes. In der Serie erhalten Menschen eine Einladungskarte. Das Problem: Darauf ist eine echte Telefonnummer abgedruckt. An die 4.000 Menschen rufen dort jetzt täglich an, berichtet ein südkoreanischer TV-Sender. Netflix hatte wohl nicht damit gerechnet, dass junge Menschen noch freiwillig Telefonanrufe tätigen.
derstandard.at

Netflix-Produktion mit Luke Mockridge ist nicht mehr für den Comedypreis nominiert.

Nicht mehr preisverdächtig: Nach den Missbrauchs­vorwürfen gegen Comedian Luke Mockridge zieht der Deutsche Comedy­preis dessen Nominierung in der Kategorie "Beste Comedy-Fiction" zurück. Mockridge sollte mit der Netflix-Produktion "ÜberWeihnachten" ins Rennen gehen. Mit dem Rückzug sollen "Cast und Crew geschützt werden", heißt es in einer Mitteilung.
bild.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

Debatte: Der Goldrausch von Netflix kann nicht lange gutgehen.

Netflix LogoUnsummen-Spiel: Die Millionen-Investitionen von Netflix in neue Filme und Serien sind nicht unproblematisch, schreibt Wilfried Urbe in der "taz". Die Milliarden-Schulden des Unternehmens machen den Verkauf an einen "noch größeren Medien­giganten" wahrscheinlich – oder, dass "Werbung eine Option werden wird". Henrik Pabst, Geschäfts­führer von Seven.One, verweist zusätzlich auf den schon jetzt "extremen Mangel an Kreativen".
taz.de, turi2.de (Background)

Netflix veröffentlicht Quoten der beliebtesten Filme und Serien.

Netflix LogoNetflix hält sich beim Thema Quoten bedeckt, veröffentlicht nun aber die Aufrufe seiner beliebtesten Eigen­produktionen. Die erste Staffel "Bridgerton" klickten 82 Mio Accounts innerhalb des ersten Monats an, bei "Lupin" und "The Witcher" sind es 76 Mio. Die Filme "Extraction", "Bird Box" und "Spenser Confidential" liegen mit jeweils über 80 Mio Views auf den vorderen Plätzen.
theverge.com, cnet.com

Basta: Netflix ist jetzt kostenlos – in Kenia.

Netflix LogoGlotz-Anreiz: Es gibt tatsächlich noch Länder auf der Welt, in denen die Serien-Sucht noch nicht zugeschlagen hat. In Kenia bietet Netflix deshalb jetzt einen Teil seiner Sendungen kostenlos an, um Abonnentinnen anzulocken. Netflix-Schnorrer, die über die Konten von Freundinnen mitsuchten, können jetzt also einen Umzug nach Afrika in Betracht ziehen – eine VPN-Verbindung tut es wohl notfalls auch.
wuv.de

Frühere Schach-Weltmeisterin verklagt Netflix auf 5 Mio Dollar.

Netflix wird von der georgischen Schach-Spielerin Nona Gaprindaschwili auf 5 Mio Dollar Schadenersatz verklagt. Die 80-Jährige fühlt sich in der Miniserie Das Damengambit "sexistisch und herablassend" dargestellt. Darin behaupte eine Figur, Gaprindaschwili sei in Schach-Turnieren nie gegen Männer angetreten – tatsächlich habe sie laut Klageschrift aber 28 Männer in ihrer Karriere besiegt. Der Streaming-Dienst kündigt an, sich verteidigen zu wollen.
zeit.de, spiegel.de

Zitat: Netflix-Chef Reed Hastings will nicht RTL imitieren.

"Wir werden sicher nicht deutscher werden als RTL."

Netflix-Chef Reed Hastings erwartet im "Handelsblatt"-Interview, dass RTL mit seinem lokalen Streaming-Dienst "sehr erfolgreich sein" wird. Netflix konzentriere sich auf "Geschichten, die die Welt erobern". Hastings könnte sich jedoch eine Serie mit oder über Angela Merkel vorstellen.
handelsblatt.com (Paid), wiwo.de (RTL), wiwo.de (Merkel)

Netflix kündigt 80 deutsche Produktionen bis 2023 an.

Binge-Filming: Netflix will in den kommenden zwei Jahren 500 Mio Euro in 80 deutschsprachige Serien, Filme und Dokus stecken, sagt der Gründer des Streaming-Dienstes Reed Hastings am Mittwoch bei der Eröffnung des Netflix-Büros in Berlin. Das sind doppelt so viele Produktionen wie bisher. Das Unternehmen verzeichnet knapp elf Mio Abos in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Standort in Berlin-Friedrichshain mit 80 Mitarbeiterinnen ist neben Amsterdam, London, Madrid und Paris das fünfte Netflix-Büro in Europa. Die künftigen deutschen Produktionen sollen an internationale Erfolge wie "Unorthodox" und "How to sell drugs online (fast)" anknüpfen. Beim Termin kündigt Netflix für das kommende Jahr u. a. die Mystery-Serie "1899" von den Machern von "Dark" an. Gedreht wird sie in einem Studio in Babelsberg mit einer neuartigen LED-Technik, der Nachfolge des Greenscreens. Laut Hastings "die fortschrittlichste Produktionstechnik der Welt". Ein weiteres Serien-Highlight soll "The Empress" werden, eine Serie über Kaiserin Susi.

Produzent und Schauspieler Matthias Schweighöfer schwärmt bei der Einweihung des Büros von der Zusammenarbeit mit Netflix. "Bei einem Kinofilm kann schönes Wetter am Release-Wochenende den ganzen Film kaputtmachen." Beim Streaming-Dienst weiß er: "Das sieht die ganze Welt." Schweighöfer wird 2022 in einem Netflix-Film über zwei Schwestern aus Syrien zu sehen sein, die über das Schwimmen nach Deutschland und dann zu den Olympischen Spielen kommen.
turi2 – eigene Infos, dwdl.de

DWDL: Inga Leschek wechselt von RTL Studios zu Netflix.

Guckt sich um: Zum 18. Oktober heuert Inga Leschek bei Netflix an, meldet DWDL. Beim Streaminganbieter kümmert sich die bisherige Geschäftsführerin von RTL Studios und 99pro künftig um den non-fiktionalen Bereich in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Osteuropa und Russland. Leschek war seit 2013 Chefin von RTL Studios und seit 2020 zudem von der von RTL eingekauften Produktionsfirma 99pro.
dwdl.de

Netflix testet Mobile-Games in Polen.

Mögen die Spiele beginnen: Schon länger plant Netflix, Videospiele in sein Angebot zu integrieren. In Polen startet der Streamingdienst nun erstmals einen Test mit zwei Handyspielen. "Stranger Things: 1984" und "Stranger Things 3" sind dort ab sofort ohne Zusatzkosten über die Android-App downloadbar. Vorerst können die Spiele nicht gestreamt werden, die Installation erfolgt über den Google Play Store. Netflix verspricht, dass alle künftig angebotenen Spiele ohne Werbung auskommen, keine In-App-Käufe enthalten und im Abo inkludiert sind.

Auf Twitter schreibt Netflix, man befinde sich noch in einem sehr frühen Stadium, was das Gaming-Angebot betrifft. Man werde in den kommenden Monaten noch "viel Arbeit zu tun" haben. Wann das Spiele-Angebot für andere Länder verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Netflix liebäugelt schon seit einiger Zeit damit, ins Gaming-Geschäft einzusteigen. Mitte Juli hat man dafür den Ex-Facebook-Manager Mike Verdu in die Spiele-Entwicklung geholt.
theverge.com, twitter.com, gamepro.de, turi2.de (Background)

Debatte: “Tagesspiegel” wägt Impflicht für Schauspielerinnen ab.

Impfen, der Film: Filmschaffende in Deutschland sind beim Thema Impfung "um Versachlichung bemüht", schreiben Markus Ehrenberg und Pia Benthin im "Tagesspiegel". Während Schauspielerinnen bei Netflix-Produktionen in den USA Impfnachweise erbringen müssen, sei es in Deutschland unwahrscheinlich, dass "hierzulande ähnlich verfahren wird". Firmen aus der Filmbrache wollen sich auf die Anfrage von Ehrenberg und Benthin größtenteils nicht äußern. Das Fazit: Schauspielerinnen sollten "auch aus eigenem Interesse geimpft sein".
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Studio Babelsberg und sein Verhältnis zu Netflix.

Lese-Tipp: Netflix spielt globale Drehstandorte geschickt gegeneinander aus, schreibt Peter Steinkirchner in der "Wirtschaftswoche". Carl Woebcken, Chef von Studio Babelsberg, spricht von einem "ewigen Überlebenskampf". Das älteste Filmstudio der Welt will bei der künftigen Bundesregierung für neue Filmförderungs-Gesetze werben.
"Wirtschaftswoche" 33/2021, S. 55 (Paid)

Streaming-Tipp: Paris Hilton kocht ab heute bei Netflix.

Streaming-Tipp: Netflix zeigt ab heute die Kochshow Cooking with Paris mit It-Girl Paris Hilton. Die Show mit pailletten­besetzten Pfannen­wender als Gimmick, bei der "Kochen nur Kulisse" ist, wirkt "wie eine Naturdoku, in der man eine Zirkuslöwin bei der Auswilderung in ungewohntes Terrain beobachtet", schreibt Dennis Müller in der "Süddeutschen".
sueddeutsche.de, vodafone.de, netflix.com

Netflix zeigt Doku über Michael Schumacher ab 15. September.

Netflix zeigt ab dem 15. September eine Doku über Formel-1-Legende Michael Schumacher. In dem Film sollen auch seine Ehefrau Corinna Schumacher und seine Kinder "in sehr persönlichen Interviews" zu Wort kommen, außerdem enge Wegbegleiter wie Jean Todt, Bernie Ecclestone und Sebastian Vettel. Wie es Schumacher heute, nach seinem Skiunfall im Dezember 2013, gesundheitlich geht, soll nicht Thema sein.
faz.net, bild.de

Meinung: Netflix und seine Investition in Games könnte eine Blaupause für die Branche sein.

Netflix LogoSpielerische Auswege: Netflix löst sich mit seiner Investition in Videospiele vom "Wettrennen" in der Branche, analysiert Eike Kühl bei Zeit Online. Die Konkurrenz um Disney, Amazon und Warner setze auf Konsolidierung und den massenhaften Kauf von Lizenzen. Sollte der Weg des Streamers erfolreich sein, könnte er in der gesamten Branche Schule machen.
zeit.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Verschmelzung von Streaming und Gaming bei Netflix war absehbar.

Netflix LogoLese-Tipp: Bei Netflix lässt sich eine Zusammenführung von Streaming und Gaming schon seit Jahren beobachten, schreiben Nicolas Freund und Cornelius Pollmer in der "Süddeutschen Zeitung". Schon länger setzt der Streaming-Dienst auf Verfilmungen von Computerspielen, jüngstes Beispiel ist die Erfolgs-Fantasyserie The Witcher. Durch Gamification könne man Nutzerinnen zudem besonders gut auf der Plattform halten, "denn mit nichts hält man die Nutzer so gefesselt, wie wenn man sie selbst etwas tun lässt".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Netflix gewinnt deutlich weniger Nutzerinnen als erhofft.

Netflix LogoVom Stream zum Rinnsal: Netflix gewinnt im zweiten Quartal bloß 1,5 Mio Neu-Kundinnen dazu und kommt auf 209 Mio. Im laufenden Quartal sollen 3,5 Mio Neukundinnen dazukommen. Nach dem Corona-Boom erklärt der Streamer die schlechten Zahlen durch Pandemie-bedingte Verzerrungen. Der Unternehmensgewinn steigt dagegen um 90 % auf 1,4 Mrd Dollar, der Umsatz um 19 % auf 7,3 Mrd Dollar.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Die “FAZ” blickt auf das Cannes-Festival.

Lese-Tipp: Das Cannes-Filmfestival verliert seinen Sinn, schreibt Verena Lueken in der "FAZ". Die Welt des Kinos liege längst längst jenseits der Côte d’Azur, dazu hat u.a. die in den vergangenen Jahren zugenommene Streaming-Konkurrenz beigetragen. Das Festival kopple sich von Anbietern wie Netflix ab, "als ließe sich noch etwas daran ändern, dass sie es sind, die inzwischen in die Bilderproduktion mehr Geld stecken als die herkömmlichen Studios".
faz.net (Paid)

AGF-Plattform-Studie: TV-Sender überholen Netflix.

Streaming-Angebote der TV-Sender überholen Anfang 2021 in Summe die Netflix-Nutzung (32,3 %), sagt die Plattform-Studie der AGF. Sie erreichen knapp 36 % der Befragten. Treiber sind die Online-Videos von ARD und ZDF, die von 23,1 auf 30,2 % zulegen. Auch die Video-Angebote von Nachrichten-Seiten wie Bild.de und Spiegel.de werden stärker genutzt: 21,5 % der Befragten sagen, dass sie entsprechende Videos anklicken, ein Plus von 5 Punkten. Auch Amazon Prime Video kann deutlich zulegen.
agf.de

Drei Viertel der deutschen Haushalte nutzen einen kostenpflichtigen Streamingdienst.

Netflix LogoAuf die Augen: Drei Viertel aller deutschen Haushalte nutzen mittlerweile mindestens einen kostenpflichtigen Streamingdienst, ergibt eine Deloitte-Umfrage. Im Schnitt kommt jeder Haushalt auf 1,5 Abos, jeder zehnte Haushalt bezahlt für vier oder mehr VoD-Angebote. Rund 52 % der Befragten geben außerdem an, Netflix & Co. während der Corona-Pandemie verstärkt genutzt zu haben.
handelsblatt.com (Paid)

Netflix ist von Disrupter ist zum Getriebenen geworden, schreibt Jonas Rest.

Netflix LogoNetflix ist "austauschbar geworden", schreibt Jonas Rest über die Probleme des Streaming-Marktführers. Statt wie einst Hochglanz-Serien lasse Netflix inzwischen kosten­günstige Reality­shows produzieren. Vor allem durch Disney+ sei der "Disrupter ist zum Getriebenen geworden", dem "Megafranchises" wie "Star Wars" oder "Game of Thrones" fehlen. Ein Wettbewerbs­vorteil sei für Netflix nur der Algorithmus, durch den "selbst durchschnittliche Serien mehr Zuschauer erreichen als bei den Rivalen die größten Blockbuster".
manager-magazin.de (Paid)

Netflix startet Online-Shop für Merchandise-Produkte.


You stream it, you buy it: Netflix startet einen eigenen Online-Shop für Fanartikel rund um seine beliebtesten Produktionen und will so das umsatzstarke Merchandising-Feld beackern. Zum Start des Netflix-Shops, der gemeinsam mit Shopify realisiert wurde, liegen Artikel der Anime-Serien Eden und Yasuke im digitalen Regal. Bald sollen Hoodies, T-Shirts und Kissen rund um den Meisterdetektiv Lupin folgen. Auch Merchandise zu Stranger Things und Haus des Geldes ist in Planung.

Hinter dem Projekt steckt Josh Simon, der 2020 von Nike zu Netflix wechselte. Er hat das Konsumgüter-Team des Streaming-Giganten erweitert und bereits mehrere Deals mit Unternehmen wie Amazon, H&M oder Walmart abgeschlossen, die ebenfalls Produkte mit Netflix-Bezug verkaufen. Mit dem Shop-Start will Netflix u.a. zu Disney aufschließen, dem bisher unumstrittenen Star am Merchandising-Himmel. Store-Eröffnungen im "real life", also etwa in Einkaufszentren, plant Netflix nach eigener Aussage allerdings nicht.
nytimes.com, handelsblatt.com, netflix.shop

Die Obamas präsentieren eine Kinder-Serie mit politischen Botschaften.

Animierende Animation: Michelle und Barack Obama bringen mit ihrer Produktions­firma Higher Ground eine Animations­serie für Kinder mit politischen Botschaften heraus. "We The People" läuft ab 4. Juli bei Netflix und befasst sich in animierten Musik­videos mit Themen wie z.B. Bürger- und Frauen­rechten oder Steuern.
abendblatt.de, twitter.com/BarackObama (90-Sek-Video)

AT&T und Discovery nennen ihre Fusion Warner Bros Discovery.


Getauftes Riesenbaby: AT&T und Discovery geben der Fusion ihres Mediengeschäfts den Namen "Warner Bros Discovery", versehen mit der Unterzeile "The stuff that dreams are made of". Der neue Konzernname soll Discovery zufolge "das kreativste Filmstudio der Welt" würdigen, das zu AT&T gehört. Die Unterzeile stammt aus dem Warner Bros-Film Die Spur des Falken von 1941. Der Mediengigant bringt es laut eigener Aussage auf 200.000 Programmstunden und mehr als 100 Marken – darunter außer Warner Bros und Discovery auch HBO und CNN.

Bei den anstehenden Investitionen lassen sich die frisch Fusionierten ebenfalls nicht lumpen: Bereits im laufenden Jahr wollen sie 20 Mrd Dollar in Film-, TV- und Serienprojekte stecken. Zum Vergleich: Streaming-Star Netflix plant mit 17 Mrd Dollar.
mediapost.com, cnet.com, turi2.de (Background)

Meinung: Vielzahl der Streaming-Dienste fördert Filmpiraterie.

Filmreife Piraten: Die Fragmentierung der Streaming-Branche führt zu einem Anstieg von Filmpiraterie, beobachtet Nicolas Freund. Viele Nutzerinnen wollen keinen weiteren Dienst für nur eine exklusive Serie abonnieren und surfen deshalb unter schwarzer Flagge durchs Netz. In Deutschland sind illegale Zugriffe auf Filme und Serien im vergangenen Jahr um 36 % gestiegen.
sueddeutsche.de

Netflix verlost unveröffentlichte Szene aus Zombie-Film “Army of the Dead”.

Netflix LogoMarketing-Aktion: Netflix startet ein Gewinnspiel, bei dem man eine bisher nicht veröffentlichte Originalszene aus dem Zombie-Film Army of the Dead von Regisseur Zack Snyder gewinnen kann – verifiziert durch sogenannte NFTs. Damit werde die 36-sekündige Sequenz zur Crypto-Art. Hinter der Kampagne steht die Berliner Agentur XY.
dwdl.de, ntfofthedead.com (Gewinnspielseite)

Öffentlich-rechtliche sollten nicht an deutschem Film sparen, sagen die Sommerhaus-Chefs.

Sparfüchse: Filmemacher Jochen Laube (Foto) beklagt im Interview mit DWDL, dass die "herkömmlichen Kofinanzierungen" mit den Öffentlich-Rechtlichen für Filme "schwieriger geworden" sind, weil "die Mittel immer weiter gekürzt" würden. Die mit Co-Chef Fabian Maubach geführte Produktionsfirma Sommerhaus arbeitet derzeit an einer Sisi-Serien-Verfilmung – für Netflix.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Basta: Sisi-Casting prüft Komparsinnen auf Herz und Nieren.

Schicksalsfragen einer Kaiserin: 3.000 Komparsinnen sollen das Netflix-Original "The Empress" rund um Regentin Sisi aufhübschen – am besten ohne vorherigen Friseurbesuch. Die Casting-Agentur nimmt's bei der pompösen Produktion ganz genau und will weitere Details wissen: Jagdscheine, eigene Pferde und die "Bereitschaft, etwa als Leiche nackt zu sein" steigern die Chancen auf eine royale Rolle.
sisi-casting.de

Zitat: Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe über die Macht der Streamingdienste.

"Disney und auch Warner haben große Streamingdienste im Hintergrund, die mehr oder weniger die Macht übernommen haben. Und die diktieren jetzt die Bedingungen, nach denen die Kinowelt zu funktionieren hat."

Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe sagt im "Die Stunde Null"-Podcast, der Einfluss von Netflix, Amazon und Co. mache ihm "großes Kopfzerbrechen".
podcasts.apple.com (44-Min-Podcast)

Constantin arbeitet an “Parfum”-Film für Netflix.

Netflix LogoDieseln sich ein: Constantin produziert für Netflix den Film "Der Parfumeur". Nicht die erste Zusammenarbeit um die Duft-Geschichte: 2018 hatte Netflix in Zusammarbeit mit dem ZDF bereits die Constantin-Serie "Parfum" ausgestrahlt. Constantin ordnet "Der Parfumeur" als "Crime-Drama" ein, das auf den Motiven von Patrick Süskinds Bestseller basieren soll.
dwdl.de, turi2.de (Background)