Studie: Neue Streaming-Angebote setzen TV-Sender noch mehr unter Druck.

Streaming-Plattformen bringen TV-Sender in Bedrängnis, sagt eine Studie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Roland Berger. Der Markteintritt von Disney war "Vorreiter einer zweiten Welle" von Anbietern. Auf dem Sprung nach Deutschland seien HBO Max von Warner, Peacock von NBCUniversal und Paramount+ von ViacomCBS. Alle Streamingdienste stehen unter Expansionsdruck, weil sie neue Umsätze generieren müssen, die wegfallende Lizenzeinnahmen kompensieren. Noch nehmen die Nutzerzahlen in Deutschland zu und sei keine "Überforderung" durch die Vielzahl der Angebote erkennbar. Aber der Tag hat bekanntlich nur 24 Stunden – und Zeit fürs Streaming knapsen die Nutzer*innen am ehesten von der TV-Zeit ab.
"Welt" (Paid)

Streaming-Aggregator ScreenHits TV nimmt den deutschen Markt ins Visier.

Streaming-Aggregator ScreenHits TV plant den Start in Deutschland zum Ende des 1. Quartals, berichtet DWDL. Die App bündelt die Streaming-Angebote von Netflix, Amazon, Disney+ und weiteren Anbietern unter einem Dach. Geld verdient die Firma mit Provisionen für Abo-Abschlüsse über die App. In Großbritannien und Nordamerika soll der Dienst nach einem Beta-Test Ende Januar in den Regelbetrieb gehen.
dwdl.de

Basta: Sisi-Saufen reloaded.

Kaiserkult und Kurze: Netflix gönnt dem Kitsch-Adel-Epos "Sisi" eine Neuauflage als sechsteilige Serie mit dem Arbeitstitel "The Empress". Schauspielerin Devrim Lingnau tritt das pathosumwehte Erbe Romy Schneiders an und bringt damit Abwechslung in die künftigen Weihnachtsfeiertage derer, die beim Sisi-Saufen nach Jahrzehnten mit der altbekannten Majestät mal ein neues Gesicht vertragen können.
spiegel.de

Basta: Netflix will “The Crown” nicht als Fiktion kennzeichnen.

Geschichten statt Geschichte: Netflix erteilt dem Wunsch des britischen Kultur­ministers Oliver Dowden eine Absage, die Drama-Serie The Crown mit dem Hinweis zu versehen, dass es sich um Fiktion handelt. Netflix vertraue darauf, dass Zuzschauer*innen die Serie "als Fiktion verstehen, die auf historischen Ereignissen beruht". Derweil wünschen sich viele Menschen in Großbritannien, die Drama-Serie "Brexit" wäre nur Fiktion.
spiegel.de, sueddeutsche.de, bbc.com

Studie: Eigenproduktionen von Streamingdiensten sind weniger divers als vermutet.

Netflix LogoMehr Schein als Sein: Die Eigenproduktionen von Streamingdiensten wie Netflix und Amazon sind in Sachen Diversität nicht besser als das deutsche TV, sagt eine Studie der Uni Rostock. Rund 60 % der Protagonisten seien Männer, ähnlich wie im Fernsehen. Bei der Vielfalt sexueller Lebensentwürfe seien die Streaming-Plattformen vergleichsweise divers. Die "Vielfalt von Frauen" ist aber eingeschränkt: Die Protagonistinnen seien oft "jung, haben genormte schlanke Körper und Berufe, die ihre emotionale Kompetenz betonen". Frauen ab 50 kämen kaum vor. Rund 80 % der Figuren in deutschen Streaming-Produktionen sind weiß. In 93 % der Fälle führen Männer Regie, bei ARD und ZDF waren es nur 83 %.
sueddeutsche.de

Video-Tipp: Neues Funk-Format erklärt, was Netflix über seine Nutzer*innen weiß.

Video-Tipp: Zum Auftakt der neuen Funk-Sendung So Many Tabs analysieren die Macherinnen, was Netflix über seine Kund*innen weiß und wofür diese Informationen genutzt werden. Mit den Daten werden u.a. ganze Serien produziert, wie zum Beispiel House of Cards. Kritisch sehen sie, dass der Streamingdienst bei Vorschaubildern womöglich Racial Profiling betreibt und etwa schwarzen Menschen vor allem schwarze Darsteller*innen zeigt.
youtube.com (11-Min-Video), presseportal.de


Basta: Baron von Relotiushausen.

Is' klar, Claas: Netflix wollte gemeinsam mit Claas Relotius eine Doku-Dramaserie zu seinem Fall entwickeln, schreibt Kai-Hinrich Renner. Aus dem Projekt wird aber nichts, der Streamingdienst hat es ad acta gelegt. Das dokumentarisch-vertrauenswürdige Niveau einer Serie, die sich in entscheidenden Punkten auf die Aussagen eines ertappten Lügenbolds stützt, dürfte eine Rolle gespielt haben. Wie Renner hört, hatte auch Juan Moreno keine Lust auf Reanimation der redaktionellen Zusammenarbeit.
berliner-zeitung.de (Paid)

Meinung: Streamingdienste entmündigen ihre Nutzer*innen.

Netflix LogoLese-Tipp: Medienwissenschaftler Marcus Kleiner sagt im Interview mit "Cicero", dass Streaming-Dienste wie Netflix die Zuschauer*innen passiv machen und entmündigen, sogar demokratiegefährdend sein können, weil sie "ein negatives Politikbild vermitteln". Kleiner plädiert für mehr Transparenz im Umgang der Streaminganbieter mit deren Algorithmen und Datennutzung. Er teilt außerdem gegen Digital Natives aus: Die, aufgewachsen mit einer "Like-Ökonomie", seien "zutiefst narzisstisch".
cicero.de

Hollywood: Netflix und Apple haben offenbar Interesse an James-Bond-Film.

Käuflicher Agent? Netflix und Apple buhlen offenbar um die Streaming-Rechte für den schon mehrfach verschobenen James-Bond-Film Keine Zeit zu sterben, berichten Bloomberg und Variety. Rund 600 Mio Dollar seien als Preis im Gespräch. Durch die Verschiebung hat das Filmstudio MGM bereits 30 bis 50 Mio Dollar verloren. Offiziell hält MGM an einer Kino-Auswertung fest und teilt mit: "Der Film steht nicht zum Verkauf".
bloomberg.com, variety.com, golem.de

Amazon und Netflix nutzen politische Ideale als Marktlücke.

Netflix und Amazon pflegen ein progressives Image, auch über ihre Chefs Reed Hastings (Foto) und Jeff Bezos, schreibt Andrian Kreye. Anders als auf Facebook und Twitter, wo sich durch die Aufmerksamkeitsökonomie "die politisch Radikalen" durchsetzen, platziert sich Netflix als "klar linksliberale Alternative zum rechtsnationalen Medienkosmos", so Kreye. Amazon strahlt ab heute z.B. die politisch eindeutig positionierte "Borat"-Fortsetzung aus, die schon im Vorfeld hohe Wellen schlägt. Trump-Anwalt Rudy Giuliani wird im Film von einer jungen Fake-Reporterin interviewt und blamiert sich #metoo-verdächtig.
zeitung.sueddeutsche.de (Paid), spiegel.de (Background Giuliani)

Steingart: Netflix verfilmt Relotius-Skandal als Serie.

Netflix verfilmt den "Spiegel"-Skandal um die Fälschungen von Autor Claas Relotius als Serie, berichtet Gabor Steingart in seinem Morning Briefing. Verantwortliche von Netflix seien bereits zu Gast in der Redaktion gewesen, um Details zu besprechen, bestätigt Chef­redakteur Steffen Klusmann. 2022 soll die Serie weltweit laufen. Auch die Ufa hat sich Rechte an der Story gesichert und plant eine Verfilmung des Stoffs fürs Kino.
thepioneer.de (Paid), derstandard.at, turi2.de (Background Ufa)

“TV Digital” bekommt ein Streaming-Beiboot.

Auf Abruf: Funke will mit "TV Digital" auf der Streaming-Welle reiten und legt "Streaming TV Digital" an den Kiosk, berichtet "Clap". Das Heft soll "auf 134 Seiten Orientierung und Inspiration durch den immer unüberschaubarer werdenden Streaming-Dschungel bieten". Es erscheint alle 14 Tage und soll stolze 3,90 Euro kosten – das Mutter-Magazin kostet nur 2,10 Euro. "Clap" mutmaßt "eine sechsstellige Auflage", nennt aber keine konkrete Zahl.
clap-club.de

Es wird keine Reality-Show über sie geben, sagen Harry und Meghan.

Realität schlägt Reality: Harry und Meghan weisen Spekulationen zurück, wonach das Paar eine Reality-Serie über sein Privatleben bei Netflix plant. Die beiden würden an keiner Reality-Show teilnehmen, erklärt ein Sprecher. Ihr mit Netflix geschlossener, millionenschwerer Vertrag beinhaltet die Produktion von Dokumentationen, Spielfilmen und Angeboten für Kinder.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Netflix-Chef Hastings spricht in der “Zeit” von der Angst, obsolet zu werden.


Was kommt nach dem Binge-Watching? Netflix-Chef Reed Hastings sagt im Interview mit der "Zeit", der Streaming-Dienst schaue schon jetzt auf die Zeit nach den Serien-Boom: "Irgendwann werden Fernsehserien das sein, was für uns heute die Oper ist, eine alte Kunstform." Daher gelte es "neue Formen der Unterhaltung" auszuprobieren "jenseits von Filmen und Fernsehserien". Dabei schaut Hastings unter anderem auf TikTok: "Das ist noch kein Ersatz für TV-Shows. Aber das ist es, was Teenager machen, wenn sie nicht Netflix schauen." Das größte Risiko für Netflix sei es, obsolet zu werden. Hastings Rezept dagegen: "Es ist besser, viele kleine Risiken einzugehen, um dieses große Risiko zu verringern, als die kleinen Risiken zu vermeiden, nur um am Ende überholt zu werden." Deshalb setzt der Manager auf möglichst große Freiheiten im Unternehmen. Mitarbeiter*innen steht es frei, so viel Urlaub zu nehmen, wie sie wollen. Reisespesen bedürfen keiner Genehmigung.

Hastings fragt: "Ist die größte Gefahr für unsere Organisation, dass jemand zu viel für ein Geschäftsessen ausgibt? Oder ist die größte Gefahr, dass die Mitarbeiter versäumen, die Zukunft unserer Branche zu erfinden?" Kritiker*innen hält er entgegen, dass auch ohne Kleidervorschriften keiner nackt zur Arbeit komme, weil es gesellschaftliche Normen gebe. Die Kritik, Mitarbeiter*innen hätten Angst, gefeuert zu werden, teilt er nicht. Man müsse bereit sein "einen guten Mitarbeiter zu feuern, um stattdessen einen fantastischen einstellen zu können". Das führe zu Spitzenleistungen und sei "berauschend" für "sehr gute Leute, die mit sehr guten Leuten arbeiten wollen."
"Zeit" 38/2020, S.20 (Paid)

Netflix plant eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.


Keeping up with the Royals: Meghan und Harry werden bei "einem gewissen Prozentsatz der von ihnen produzierten Sendezeit" bei Netflix auch vor der Kamera stehen, schreibt die "Bild am Sonntag" über Details aus ihrem 135-Mio-Deal mit dem Streamingdienst. Welche und wie viele Sendungen das royale Paar liefern muss, sei noch ungeklärt - "bei einem Vertrag dieser Größenordnung eher ungewöhnlich", schreibt die Sonntagszeitung. Netflix wollte im Bieter-Rennen mit Rivale Disney+ "schnell und unbedingt den Zuschlag". Geplant sei u.a. eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.

Die Zusammenarbeit solle ähnlich wie beim Netflix-Deal mit den Obamas sein. Meghan arbeite u.a. an einem Drehbuch für eine Kinderserie, geplant sei zudem eine Sendung über die Invictus Games, eine Olympiade kriegsversehrter Soldat*innen - ein "Herzensprojekt" von Harry.
"Bild am Sonntag", S. 44 (Paid), turi2.de (Background)

“NYT”: Prinz Harry und Herzogin Meghan unterzeichnen einen Mega-Deal mit Netflix.


Megflix nach Megxit: Netflix hat einen Mega-Deal mit Prinz Harry und Herzogin Meghan geschlossen, berichtet die "New York Times". Das Paar habe zuvor eine eigene Produktionsfirma gegründet und wolle u.a. Dokumentationen und Kinder­sendungen exklusiv für den Streamingdienst produzieren. Ihr Fokus soll nach eigenen Angaben dabei besonders auf "Inhalten, die informieren, aber auch Hoffnung geben" liegen.

Ein Comeback als Schauspielerin schließt Meghan, die vor ihrer Beziehung mit Prinz Harry u.a. durch die Serie "Suits" bekannt wurde, aus. Vor der Kamera werde sie jedoch in Dokumentationen zu sehen sein. Über den Wert des Mega-Deals, der über mehrere Jahre angelegt sein soll, schweigen beide Seiten.
nyt.com, rnd.de

Netflix startet erste deutsche True-Crime-Reihe und lässt “Resident Evil”-Serie produzieren.

Netflix wagt sich in Deutschland an nicht-fiktionale Inhalte heran: Am 25. September erscheint eine vierteilige Doku-Serie über Ermordung von Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder. Im DWDL-Interview kündigt Netflix-Managerin Jennifer Mival weitere True-Crime-Formate made in Germany an. Im Fiktionalen produziert Constantin Film für Netflix eine achtteilige Serie zur Videospiel-Reihe Resident Evil.
dwdl.de (True Crime), presseportal.de (Resident Evil)

Bewegtbildstudie: 54 % der Deutschen streamen mindestens einmal im Monat.

Streaming-Dienste können weiter zulegen: Die Nutzer*innen schalten täglich im Schnitt 55 Minuten ein, 20 Minuten mehr als noch vor drei Jahren, sagt die Bewegtbildstudie 2020 von "TV Spielfilm" und der GfK. 54 % der Deutschen nutzen mindestens einmal im Monat ein Streaming-Abo, bei den unter 30-Jährigen liegt die Zahle bei 82 %. 47 % der Befragten sind davon überzeugt, dass Streaming klassisches TV auf lange Sicht ablösen wird.
burda.com

Netflix testet eine Zufalls-Funktion.

Netflix will die von Musik-Playern bekannte Zufalls-Funktion ins Video-Streaming überführen. Die Online-Videothek testet eine entsprechende Option in verschiedenen Ländern in unterschiedlicher Ausgestaltung. Nutzer*innen, die sich nicht entscheiden können oder wollen, was sie als Nächstes ansehen, bekommen einen zufälligen Film oder eine Serien-Folge gezeigt.
horizont.net, theverge.com

Basta: Naturwunder.

Beachtliches Bio-Binge: Netflix schickt die erste Folge "Biohackers", in der es um Genetic Engineering geht, an Fans und Naturwissenschafts-Nerds – kodiert aus Einsen und Nullen in einen winzigen DNA-Strang. Wer will, kann sie im Labor anschauen, muss aber einige Zeit fürs Bingewatchen mitbringen: allein eine Folge auszulesen, dauert drei Tage.
wuv.de

Zitat: Für Palina Rojinski passt Streaming zum Zeitgeist.

"Ich finde, es entspricht unserem Zeitgeist, diese volle Verfügbarkeit von Programm zu haben. Es ist einfach da, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Wann immer du magst, kannst du jetzt diese Show anmachen."

Palina Rojinski sagt im DWDL-Interview, dass Binge-Watching auch zu Unterhaltungsshows passt. Bei Streaming-Anbietern gebe es zudem nicht den Quotendruck wie im TV.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Meinung: Netflix bringt Liberalismus in autoritäre Staaten.

Netflix bringt "neben dem Kapitalismus auch ein bisschen Liberalismus mit sich", schreibt Alice Bota. Die Moskau-Korrespondentin der "Zeit" beobachtet, dass Streamingdienste in autoritären Staten Tabu-Themen wie Homosexualität, Rassismus und Menschenrechte ins Bewusstsein junger Menschen bringen. Verbote seien nutzlos und könnten leicht umgangen werden.
"Zeit" 32/2020, S. 1 (Paid)

Hör-Tipp: Produktionen von Streamingdiensten zeigen mehr Diversität.

Hör-Tipp: Streamingdienste sind Vorreiter bei der Darstellung von Diversität, beobachtet der "Breitband"-Podcast mit den Gesprächsgästen Thomas Lückerath, DWDL-Chefredakteur, und dem Sozialpsychologen Mathias Kauff. Das breitere Gesellschaftsbild in den Produktionen ist auch eine Strategie, sagt Lückerath (Foto): "Wenn ich der Erste bin, der das Thema besetzt, habe ich natürlich die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppe." Diversität in Filmen kann Vorurteile reduzieren, sagt Kauff.
ondemand-mp3.dradio.de (16-Min-Audio), deutschlandfunkkultur.de

AGF erhebt erstmals Nutzung von Netflix, Amazon und YouTube auf Smart-TVs.

AGF veröffentlicht erstmals gemessene Zahlen für die Nutzung von Streaming-Angeboten auf Smart-TV-Geräten. Von durchschnittlich 216 Minuten TV-Inhalten pro Tag entfallen 7 Minuten auf Netflix, 4 Minuten auf Amazon Prime Video und 3 Minuten auf YouTube. Die 14- bis 29-Jährigen schauen bei nur 64 Minuten TV-Nutzung pro Tag 12 Minuten Netflix und 6 Minuten YouTube auf dem großen Bildschirm. Die AGF erhebt die Werte mit Mess-Routern in 590 Haushalten, bis Ende 2020 sollen es rund 1.000 sein. AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf sieht das Projekt bei "Horizont" als Chance, "sukzessive weitere Messlücken" zu schließen.
dwdl.de, horizont.net (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich bin schon eher ein ganz klassischer TV-Nutzer", sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf. (9/2019)

Netflix sagt türkische Serie mit homosexueller Figur ab.

Netflix sagt den Dreh der geplanten türkischen Serie "If Only" ab, weil die türkische Regierung dem Streaming-Anbieter die Filmlizenz verweigert hat. Grund: In der Serie sollte eine homosexuelle Figur vorkommen. Weitere geplante türkische Originalserien werden nicht gecancelt, Netflix betonte, man bleibe "der kreativen Gemeinschaft der Türkei zutiefst verpflichtet".
spiegel.de

Netflix startet Gesangs-Show mit Palina Rojinski.

Netflix lässt Palina Rojinski ab 7. August in der Show "Sing On! Germany" als "Party-Host" auftreten. In der Sendung kämpfen sechs Amateursänger*innen pro Folge um einen Jackpot; bewertet werden sie von einem "Voice Analyser", der anzeigt, ob sie die Töne treffen. Rojinski selbst will einstudierte Choreografien und Tänze vorführen - Erfahrung dafür bringt sie von der ProSieben-Show Got to Dance mit.
stern.de

Netflix zählt weltweit rund 193 Mio Bezahlabos und erweitert die Geschäftsführung.

Flatten the curve: Netflix generiert im zweiten Quartal 10,1 Mio Bezahlabos - im vorigen Quartal waren es 15,8 Mio Neukunden. Netflix beruft Ted Sarandos (Foto rechts) neben Chef Reed Hastings als neuen Vize in die Geschäftsführung. Sarandos verantwortet bereits die Content-Strategie sowie den Lizenz-Einkauf. Ende Juni zählt der Streamingdienst weltweit knapp 193 Mio bezahlte Mitgliedschaften. Netflix übertrifft damit die eigene Prognose - enttäuscht aber an der Wall Street: Die Aktie stürzt nachbörslich zunächst um mehr als 10 % ein.

Immer mehr Länder lockern die Corona-Auflagen - was die Menschen aus ihren vier Wänden lockt und für weniger neue Abos führen könnte. Der Gewinn des Streamingdienstes steigt im Vorjahresvergleich um mehr als das Doppelte auf umgerechnet rund 632 Mio Euro. Netflix-Chef Hastings kennt den neuen Vize-Chef Sarandos bereits seit 1999.
handelsblatt.com (Quartalszahlen), media.netflix.com (Pressemeldung), techcrunch.com (Sarandos)

Zahl des Tages: Rund 36 % schauen Netflix und Co, sagt die AGF.

Zahl des Tages: Rund 36 % der Personen ab 14 in Deutschland streamen über kostenpflichtige Dienste wie Netflix oder Amazon Prime, zeigt eine AGF-Studie. Bei der letzten Befragung im Herbst 2019 waren es noch rund 32 %. Unter den Top 5 der Bezahl-Anbieter sind außerdem Dazn, Sky Ticket und Disney Plus. Die Zahlen belegten, "dass sich der Markt für Video-Streaming weiterhin entwickelt“, sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf.
horizont.net, agf.de (PM Studie)

Aus dem Archiv: Quoten-Expertin Kerstin Niederauer-Kopf erzählt, wie oft sie netflixt (10/2019)

Netflix-Boss Reed Hastings und seine Frau Patty Quillin spenden 120 Mio Dollar an schwarze US-Colleges und Unis.

Netflix-Boss Reed Hastings und seine Frau Patty Quillin spenden 120 Mio Dollar an US-Colleges und Unis, die traditionell vor allem von Schwarzen besucht werden. Das Geld wird zwischen dem Morehouse College, dem Spelman College und dem United Negro College Fund gedrittelt. Hastings und Quillin hatten die drei Institutionen schon länger unterstützt, ihre neuerliche Spende bezeichnen sie als "Investition in Amerikas Zukunft".
erienewsnow.com, wsj.com

Weltbild startet Online-Videothek mit Pantaflix.

weltbild_150Weltbild, inzwischen konfessionsloser Buchhändler, startet in Zusammenarbeit mit dem Münchner Streaming-Dienst Pantaflix eine Online-Videothek. Nutzer*innen können darüber ohne Abo kostenpflichtig Filme abrufen. Eine Registrierung ist allerdings notwendig – wie beim Filme-Leihen über Amazon. Mehr als 1.000 Filme sind laut Weltbild bisher im Programm. Technisch und inhaltlich basiert der Dienst auf der Pantaflix-Plattform.
wuv.de, heise.de, weltbild-online-videothek.de (Plattform)

Video-Tipp: Die Abschieds-Vorstellung von Frank Elstner bei Netflix.

Video-Tipp: Moderatoren-Legende Frank Elstner zeigt sich bei seiner Abschieds-Vorstellung auf Netflix in Hochform. In den fünf Promi-Interviews geht Elstner ganz offen mit seiner Parkinson-Erkrankung um und schafft intime, authentische Momente, wenn er mit Charlotte Roche über #MeToo und ihre Alkohol-Krankheit spricht oder Lena Meyer-Landrut zu Tränen rührt. Schauspieler Daniel Brühl darf bei Elstner auf spanisch fluchen und Joko und Klaas sich auch von ihrer nachdenklichen Seite zeigen.
netflix.com (Paid, 5 Folgen, je ca. 40 Min)