Zahl des Tages: Rund 36 % schauen Netflix und Co, sagt die AGF.

Zahl des Tages: Rund 36 % der Personen ab 14 in Deutschland streamen über kostenpflichtige Dienste wie Netflix oder Amazon Prime, zeigt eine AGF-Studie. Bei der letzten Befragung im Herbst 2019 waren es noch rund 32 %. Unter den Top 5 der Bezahl-Anbieter sind außerdem Dazn, Sky Ticket und Disney Plus. Die Zahlen belegten, "dass sich der Markt für Video-Streaming weiterhin entwickelt“, sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf.
horizont.net, agf.de (PM Studie)

Aus dem Archiv: Quoten-Expertin Kerstin Niederauer-Kopf erzählt, wie oft sie netflixt (10/2019)

Netflix-Boss Reed Hastings und seine Frau Patty Quillin spenden 120 Mio Dollar an schwarze US-Colleges und Unis.

Netflix-Boss Reed Hastings und seine Frau Patty Quillin spenden 120 Mio Dollar an US-Colleges und Unis, die traditionell vor allem von Schwarzen besucht werden. Das Geld wird zwischen dem Morehouse College, dem Spelman College und dem United Negro College Fund gedrittelt. Hastings und Quillin hatten die drei Institutionen schon länger unterstützt, ihre neuerliche Spende bezeichnen sie als "Investition in Amerikas Zukunft".
erienewsnow.com, wsj.com

Weltbild startet Online-Videothek mit Pantaflix.

weltbild_150Weltbild, inzwischen konfessionsloser Buchhändler, startet in Zusammenarbeit mit dem Münchner Streaming-Dienst Pantaflix eine Online-Videothek. Nutzer*innen können darüber ohne Abo kostenpflichtig Filme abrufen. Eine Registrierung ist allerdings notwendig – wie beim Filme-Leihen über Amazon. Mehr als 1.000 Filme sind laut Weltbild bisher im Programm. Technisch und inhaltlich basiert der Dienst auf der Pantaflix-Plattform.
wuv.de, heise.de, weltbild-online-videothek.de (Plattform)

Video-Tipp: Die Abschieds-Vorstellung von Frank Elstner bei Netflix.

Video-Tipp: Moderatoren-Legende Frank Elstner zeigt sich bei seiner Abschieds-Vorstellung auf Netflix in Hochform. In den fünf Promi-Interviews geht Elstner ganz offen mit seiner Parkinson-Erkrankung um und schafft intime, authentische Momente, wenn er mit Charlotte Roche über #MeToo und ihre Alkohol-Krankheit spricht oder Lena Meyer-Landrut zu Tränen rührt. Schauspieler Daniel Brühl darf bei Elstner auf spanisch fluchen und Joko und Klaas sich auch von ihrer nachdenklichen Seite zeigen.
netflix.com (Paid, 5 Folgen, je ca. 40 Min)

Netflix-Talkshow ist die letzte Sendung von Frank Elstner.

Letzter Auftritt: TV-Legende Frank Elstner verabschiedet sich bei Netflix vom Bildschirm. Ab dem 12. Juni läuft die zweite Staffel seiner Talkshow "Wetten, das war’s?", danach ist Schluss: "Diese Sendung ist meine letzte", sagt Elster zu "Bild". Gäste in den fünf Episoden sind Klaas Heufer-Umlauf, Joko Winterscheidt, Lena Meyer-Landrut, Charlotte Roche und Daniel Brühl. Die erste Staffel der Sendung lief bei YouTube.
"Bild", S. 4, bunte.de, turi2 edition #9 (großes Interview)

Cinemaxx-Chef Tim Richards sieht in einem halben Jahr das Vor-Krisen-Niveau erreicht.

Kino: Tim Richards, Chef von Cinemaxx und Cinestar, sieht die Umsätze "in drei bis sechs Monaten wieder auf Vor-Krisen-Niveau", sagt er im "FAZ"-Interview. Dennoch komme es zu einer Konsolidierung - "wie in jeder Branche". Auch vor dem Start von Streamingdiensten hätten Videotheken dem "Erlebnis eines Kinobesuchs" Konkurrenz gemacht, sagt Richards. "Ich mache mir wegen Netflix überhaupt keine Sorgen. Wir kommen einander nicht in die Quere".
faz.net (Paid)

Netflix gewinnt im 1. Quartal 15,8 Mio Abonnenten.


Erhöhte Reproduktionsrate: Netflix profitiert zumindest kurzfristig massiv vom Mangel an alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten in der Corona-Pandemie. Der Streaming-Dienst gewinnt im 1. Quartal rund weltweit 15,8 Mio Abonnenten hinzu, die meisten davon in der zweiten März-Hälfte. Eigentlich hatte das Unternehmen ein Plus von 7,2 Mio Abonnenten erwartet. Damit hat Netflix weltweit nun rund 183 Mio Nutzer.

Gleichzeitig macht der Streaming-Dienst satte Gewinne: Rund 162 Mio Dollar Plus erzielt das Unternehmen im 1. Quartal. Grund: Corona-bedingt kann Netflix das Geld nicht wie sonst üblich in neue Produktionen stecken. Im Vorjahr machte Netflix im 1. Quartal noch einen satten Verlust von 460 Mio.
theverge.com, dwdl.de

“Zeit”: Netflix & Co reißen sich um deutsche Produzenten.

Internationale Streamingdienste "prügeln" sich regelrecht um deutsche Film-Talente, die sich die besten Angebote inzwischen aussuchen können, schreiben Hannah Knuth und Ann-Kathrin Nezik in der "Zeit". Dadurch verändert sich die Arbeitsweise, weil Netflix und Co Rollen und Kompetenzen erfordern, die in Deutschland niemand gelernt habe. Zudem überwachten die Amerikaner penibel das Budget. Dafür entschieden sie schneller, erwarten aber auch bei Nischen-Produktionen hohe Qualität.
"Zeit" 13/2020, S. 26/27 (Paid)

Netflix beschließt eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung für deutsche Kreative.

Netflix einigt sich mit der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband Schauspiel auf gemeinsame Vergütungsregeln. Kreative sollen im Erfolgsfall u.a. eine staffelbezogene Zusatzvergütung erhalten. Diese zahlt Netflix aus, sobald eine bestimmte Zahl an "Completern" in einem Zeitraum erreicht ist – also Haushalten, die mindestens 90 % einer Staffel geschaut haben.
dwdl.de

RTL stellt elf Serien auf der Berlinale vor.

RTL hat auf der Berlinale elf eigene Serien präsentiert, die in den nächsten zwei Jahren beim Streamingdienst TV Now starten. Der Sender will insgesamt mehr als 1 Mrd Euro pro Jahr in lokale Inhalte investieren, um gegen große US-Streamingdienste aus der Defensive zu kommen, berichtet "Horizont". Für die Produktionen arbeitet RTL unter anderem mit Constantin Film sowie Ufa Fiction zusammen.
horizont.net

Zitat: Berlinale-Chefkurator Carlo Chatrian will sich für Netflix und Co weiter öffnen.

"Wir haben keine Mauer um das Festival gezogen, im Gegenteil, wir wollen es noch weiter öffnen."

Carlo Chatrian, neuer künstlerische Leiter der Berlinale, will Amazon Prime, Netflix und Co nicht von der Berlinale ausschließen, sagt er im "FAZ"-Interview. Er wolle sich nicht von der jüngeren Generation und ihrem "veränderten Verhältnis zu bewegten Bildern" verabschieden.
"FAZ", S. 11 (Paid)

Kino-Werbung: Warum Weischer-Chef Stefan Kuhlow Netflix toll findet.


Großes Kino: Stefan Kuhlow hat keine Angst vor Netflix, Amazon Prime Video & Co - im Gegenteil: "Wir finden Netflix toll. Menschen, die eine Filmleidenschaft haben, gehen auch weiterhin gerne ins Kino", betont der Geschäftsführer des Kinovermarkters Weischer im Interview mit "Horizont" und turi2.tv beim Deutschen Medienkongress. Bislang könne man nicht erkennen, dass das klassische Kino durch Streamingdienste unter Druck gerate, so Kuhlow. Die Besucherzahlen seien stabil.

Für 2020 ist der Chef der Weischer-Gruppe angesichts des 25. James-Bond-Films, der Anfang April in die Kinos kommt, besonders optimistisch: "Wir haben ein Bond-Jahr. Und Bond-Jahre sind für Werbevermarkter immer keine schlechten Jahre." Außerdem erklärt der Manager, warum die Firmen der Weischer Mediengruppe ab sofort nur noch unter der gemeinsamen Dachmarke auftreten und Namen wie Jost von Brandis oder WerbeWeischer verschwinden: "Die Branche hat zu Weischer schon immer Weischer gesagt, dann können wir auch Weischer draufschreiben."
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Sebastian Moritz wechselt von Netflix zur Mediengruppe RTL:

Mediengruppe RTL wirbt Sebastian Moritz, 37, als Social-Media-Chef bei Netflix ab, berichtet Horizont. Er verantwortet für die Kölner Sender-Gruppe u.a. die Weiterentwicklung der Social-Media-Strategie. Bei Netflix war er die letzten zwei Jahre von Amsterdam aus für Marketing und Social Media im deutschsprachigen Raum zuständig, davor arbeitete Moritz u.a. für den Modehändler Snipes und den Spiele-Hersteller Electronic Arts.
horizont.net

Lineares TV stirbt nicht, glaubt Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger.

Fernsehen wird immer globaler und gleichzeitig lokaler, glaubt Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger. Der Begriff Fernsehen sei nicht mehr zeitgemäß. Hallenberger erklärt den Status Quo des Bewegtbildmarkts mit einem Kaufhallen-Vergleich: ARD, ZDF, RTL und Sat.1 als "Kaufhäuser des Fernsehens", die alles anbieten, Netflix, Amazon und Co als Boutiquen. Die Existenzgarantie für lineares TV seien Sport-Übertragungen, Wettbewerbs- und Castingshows.
rnd.de

Studie: Netflix ist beliebter als Amazon, aber YouTube rangiert deutlich vorne.

Online-Video: Netflix hat in Deutschland beim Bezahl-Videostreaming die Nase vorn, sagt eine Studie von Kantar im Auftrag der AGF Videoforschung. Demnach nutzt jeder Vierte hierzulande Netflix, Amazon Prime Video kommt auf 15 %. Spitzenreiter unter den Videoportalen ist jedoch YouTube, das 51 % der Befragten mindestens einmal im Monat nutzen. Auf die Mediatheken der TV-Sender greifen 30 % zu.
presseportal.de, dwdl.de

Studie: Lineares TV ist bei jungen Menschen noch nicht abgeschrieben.

Lineares Fernsehen ist bei Menschen zwischen 16 und 29 Jahren noch nicht komplett abgeschrieben, erforschen Mediaplus Strategic Insights und Facit Research. Rund 29 % der Befragten mischen lineares TV und Streaming. 20 % schauen Bewegtbild nur über Streaming, 9 % ausschließlich linear. In den Generationen Y und Z besitzen 62 % bzw. 47 % der Befragten noch einen eigenen Fernseher.
horizont.net (Paid)

Frank Elstner zieht mit seinem Talk “Wetten, das war’s..?” von YouTube zu Netflix um.

Netflix schnappt sich Frank Elstner und seine Talk-Sendung "Wetten, das war's..?", verrät Klaas Heufer-Umlauf bei Late Night Berlin. Elstner hat den Talk, der von seinem Sohn produziert wird, im April bei YouTube gestartet. Ab kommendem Jahr soll die Sendung dann bei Netflix laufen.
dwdl.de, turi2.de (Background), turi2.de (Elstner in der turi2 edition #9)



Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich gucke gerne 'Let's Dance'" – Frank Elstner im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9.

Zahl des Tages: Disney+ zählt bereits über 10 Mio Abonnenten.

Zahl des Tages: Über 10 Mio Abonnenten zählt die neue Streaming-Plattform Disney+ wenige Stunden nach der Markteinführung. Am Dienstag ist die Plattform zunächst mit technischen Problemen in den USA gestartet. Zum Vergleich: Platzhirsch Netflix zählt im 3. Quartal insgesamt 60 Mio zahlende Kunden in den USA und über 97 Mio Abonnenten weltweit.
cnbc.com

Video-Tipp: Philipp Walulis beäugt den Start von Disney+.

Video-Tipp: Philipp Walulis schaut zum Start von Disney+ in den USA, Kanada und den Niederlanden auf das Potenzial des neuen Streaminigdienstes. Der große Vorteil des Micky-Maus-Konzerns gegenüber Netflix und Co: "Disney gehört ungefähr alles auf dem Markt." Außerdem biete Disney+ im Vergleich zu Netflix bedeutend mehr für weniger Geld.
youtube.com (8-Min-Video)

Meinung: Streamingmarkt ist immer noch nicht gesättigt.

Apple+: Der Streamingmarkt ist noch nicht gesättigt, sagt die Tübinger Medienwissenschaftlerin Susanne Marschall zum Start von Apple TV+ im "Spiegel"-Interview. Langfristig werden nicht alle Anbieter überleben. Das Publikum bestünde nicht nur aus "Couch-Potatoes, die bespaßt werden wollen". Zuschauer suchten heute komplexere Inhalte als früher.
"Spiegel" 45/2019, S. 125 (Paid)

Basta: Netflix testet variierende Video-Geschwindigkeit.

Express-Binge-Watching: Netflix testet die Funktion, Videos schneller oder langsamer abzuspielen. Nutzer können zwischen halber und anderthalbfacher Geschwindigkeit wählen. Hollywoods Filmemacher rebellieren gegen die Idee. Dabei wäre eine Beschleunigung in manchen Fällen durchaus wünschenswert. Man denke nur an elendig lange Preisverleihungen oder beliebige "Schlag den Irgendwen"-Shows.
theguardian.com, hollywoodreporter.com

Netflix-Serien sind häufig auch mit deutschen Steuergeldern finanziert.

Der Fiskus streamt mit: Ein Großteil der deutschen Förderung für Serien landet bei Produktionen, die später auf internationalen Streaming-Plattformen wie Netflix, Amazon oder auch bei Sky zu sehen sind, zitiert "Welt am Sonntag" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Otto Fricke. Allein bis Mitte Oktober flossen 2019 etwa 11,3 Mio Euro - 68 % der gesamten Fördersumme - an sechs Serienproduktionen, von denen fünf bei Netflix und eine bei Amazon abrufbar sein werden.

Der Anteil der Förderung für Serien, die bei internationalen Anbietern zu sehen sind, liege in den vergangenen Jahren zwischen 75 und 90 %. Die "inzwischen auch in Deutschland boomende Serienproduktion", dürfe nicht zu einer "verkappten Werbekampagne für große Internetfirmen" verkommen, kritisiert Fricke.
welt.de