Netflix-Chef Hastings spricht in der “Zeit” von der Angst, obsolet zu werden.


Was kommt nach dem Binge-Watching? Netflix-Chef Reed Hastings sagt im Interview mit der "Zeit", der Streaming-Dienst schaue schon jetzt auf die Zeit nach den Serien-Boom: "Irgendwann werden Fernsehserien das sein, was für uns heute die Oper ist, eine alte Kunstform." Daher gelte es "neue Formen der Unterhaltung" auszuprobieren "jenseits von Filmen und Fernsehserien". Dabei schaut Hastings unter anderem auf TikTok: "Das ist noch kein Ersatz für TV-Shows. Aber das ist es, was Teenager machen, wenn sie nicht Netflix schauen." Das größte Risiko für Netflix sei es, obsolet zu werden. Hastings Rezept dagegen: "Es ist besser, viele kleine Risiken einzugehen, um dieses große Risiko zu verringern, als die kleinen Risiken zu vermeiden, nur um am Ende überholt zu werden." Deshalb setzt der Manager auf möglichst große Freiheiten im Unternehmen. Mitarbeiter*innen steht es frei, so viel Urlaub zu nehmen, wie sie wollen. Reisespesen bedürfen keiner Genehmigung.

Hastings fragt: "Ist die größte Gefahr für unsere Organisation, dass jemand zu viel für ein Geschäftsessen ausgibt? Oder ist die größte Gefahr, dass die Mitarbeiter versäumen, die Zukunft unserer Branche zu erfinden?" Kritiker*innen hält er entgegen, dass auch ohne Kleidervorschriften keiner nackt zur Arbeit komme, weil es gesellschaftliche Normen gebe. Die Kritik, Mitarbeiter*innen hätten Angst, gefeuert zu werden, teilt er nicht. Man müsse bereit sein "einen guten Mitarbeiter zu feuern, um stattdessen einen fantastischen einstellen zu können". Das führe zu Spitzenleistungen und sei "berauschend" für "sehr gute Leute, die mit sehr guten Leuten arbeiten wollen."
"Zeit" 38/2020, S.20 (Paid)

Netflix plant eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.


Keeping up with the Royals: Meghan und Harry werden bei "einem gewissen Prozentsatz der von ihnen produzierten Sendezeit" bei Netflix auch vor der Kamera stehen, schreibt die "Bild am Sonntag" über Details aus ihrem 135-Mio-Deal mit dem Streamingdienst. Welche und wie viele Sendungen das royale Paar liefern muss, sei noch ungeklärt - "bei einem Vertrag dieser Größenordnung eher ungewöhnlich", schreibt die Sonntagszeitung. Netflix wollte im Bieter-Rennen mit Rivale Disney+ "schnell und unbedingt den Zuschlag". Geplant sei u.a. eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.

Die Zusammenarbeit solle ähnlich wie beim Netflix-Deal mit den Obamas sein. Meghan arbeite u.a. an einem Drehbuch für eine Kinderserie, geplant sei zudem eine Sendung über die Invictus Games, eine Olympiade kriegsversehrter Soldat*innen - ein "Herzensprojekt" von Harry.
"Bild am Sonntag", S. 44 (Paid), turi2.de (Background)

“NYT”: Prinz Harry und Herzogin Meghan unterzeichnen einen Mega-Deal mit Netflix.


Megflix nach Megxit: Netflix hat einen Mega-Deal mit Prinz Harry und Herzogin Meghan geschlossen, berichtet die "New York Times". Das Paar habe zuvor eine eigene Produktionsfirma gegründet und wolle u.a. Dokumentationen und Kinder­sendungen exklusiv für den Streamingdienst produzieren. Ihr Fokus soll nach eigenen Angaben dabei besonders auf "Inhalten, die informieren, aber auch Hoffnung geben" liegen.

Ein Comeback als Schauspielerin schließt Meghan, die vor ihrer Beziehung mit Prinz Harry u.a. durch die Serie "Suits" bekannt wurde, aus. Vor der Kamera werde sie jedoch in Dokumentationen zu sehen sein. Über den Wert des Mega-Deals, der über mehrere Jahre angelegt sein soll, schweigen beide Seiten.
nyt.com, rnd.de

Netflix startet erste deutsche True-Crime-Reihe und lässt “Resident Evil”-Serie produzieren.

Netflix wagt sich in Deutschland an nicht-fiktionale Inhalte heran: Am 25. September erscheint eine vierteilige Doku-Serie über Ermordung von Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder. Im DWDL-Interview kündigt Netflix-Managerin Jennifer Mival weitere True-Crime-Formate made in Germany an. Im Fiktionalen produziert Constantin Film für Netflix eine achtteilige Serie zur Videospiel-Reihe Resident Evil.
dwdl.de (True Crime), presseportal.de (Resident Evil)

Bewegtbildstudie: 54 % der Deutschen streamen mindestens einmal im Monat.

Streaming-Dienste können weiter zulegen: Die Nutzer*innen schalten täglich im Schnitt 55 Minuten ein, 20 Minuten mehr als noch vor drei Jahren, sagt die Bewegtbildstudie 2020 von "TV Spielfilm" und der GfK. 54 % der Deutschen nutzen mindestens einmal im Monat ein Streaming-Abo, bei den unter 30-Jährigen liegt die Zahle bei 82 %. 47 % der Befragten sind davon überzeugt, dass Streaming klassisches TV auf lange Sicht ablösen wird.
burda.com

Netflix testet eine Zufalls-Funktion.

Netflix will die von Musik-Playern bekannte Zufalls-Funktion ins Video-Streaming überführen. Die Online-Videothek testet eine entsprechende Option in verschiedenen Ländern in unterschiedlicher Ausgestaltung. Nutzer*innen, die sich nicht entscheiden können oder wollen, was sie als Nächstes ansehen, bekommen einen zufälligen Film oder eine Serien-Folge gezeigt.
horizont.net, theverge.com

Basta: Naturwunder.

Beachtliches Bio-Binge: Netflix schickt die erste Folge "Biohackers", in der es um Genetic Engineering geht, an Fans und Naturwissenschafts-Nerds – kodiert aus Einsen und Nullen in einen winzigen DNA-Strang. Wer will, kann sie im Labor anschauen, muss aber einige Zeit fürs Bingewatchen mitbringen: allein eine Folge auszulesen, dauert drei Tage.
wuv.de

Zitat: Für Palina Rojinski passt Streaming zum Zeitgeist.

"Ich finde, es entspricht unserem Zeitgeist, diese volle Verfügbarkeit von Programm zu haben. Es ist einfach da, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Wann immer du magst, kannst du jetzt diese Show anmachen."

Palina Rojinski sagt im DWDL-Interview, dass Binge-Watching auch zu Unterhaltungsshows passt. Bei Streaming-Anbietern gebe es zudem nicht den Quotendruck wie im TV.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Meinung: Netflix bringt Liberalismus in autoritäre Staaten.

Netflix bringt "neben dem Kapitalismus auch ein bisschen Liberalismus mit sich", schreibt Alice Bota. Die Moskau-Korrespondentin der "Zeit" beobachtet, dass Streamingdienste in autoritären Staten Tabu-Themen wie Homosexualität, Rassismus und Menschenrechte ins Bewusstsein junger Menschen bringen. Verbote seien nutzlos und könnten leicht umgangen werden.
"Zeit" 32/2020, S. 1 (Paid)

Hör-Tipp: Produktionen von Streamingdiensten zeigen mehr Diversität.

Hör-Tipp: Streamingdienste sind Vorreiter bei der Darstellung von Diversität, beobachtet der "Breitband"-Podcast mit den Gesprächsgästen Thomas Lückerath, DWDL-Chefredakteur, und dem Sozialpsychologen Mathias Kauff. Das breitere Gesellschaftsbild in den Produktionen ist auch eine Strategie, sagt Lückerath (Foto): "Wenn ich der Erste bin, der das Thema besetzt, habe ich natürlich die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppe." Diversität in Filmen kann Vorurteile reduzieren, sagt Kauff.
ondemand-mp3.dradio.de (16-Min-Audio), deutschlandfunkkultur.de

AGF erhebt erstmals Nutzung von Netflix, Amazon und YouTube auf Smart-TVs.

AGF veröffentlicht erstmals gemessene Zahlen für die Nutzung von Streaming-Angeboten auf Smart-TV-Geräten. Von durchschnittlich 216 Minuten TV-Inhalten pro Tag entfallen 7 Minuten auf Netflix, 4 Minuten auf Amazon Prime Video und 3 Minuten auf YouTube. Die 14- bis 29-Jährigen schauen bei nur 64 Minuten TV-Nutzung pro Tag 12 Minuten Netflix und 6 Minuten YouTube auf dem großen Bildschirm. Die AGF erhebt die Werte mit Mess-Routern in 590 Haushalten, bis Ende 2020 sollen es rund 1.000 sein. AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf sieht das Projekt bei "Horizont" als Chance, "sukzessive weitere Messlücken" zu schließen.
dwdl.de, horizont.net (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich bin schon eher ein ganz klassischer TV-Nutzer", sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf. (9/2019)

Netflix sagt türkische Serie mit homosexueller Figur ab.

Netflix sagt den Dreh der geplanten türkischen Serie "If Only" ab, weil die türkische Regierung dem Streaming-Anbieter die Filmlizenz verweigert hat. Grund: In der Serie sollte eine homosexuelle Figur vorkommen. Weitere geplante türkische Originalserien werden nicht gecancelt, Netflix betonte, man bleibe "der kreativen Gemeinschaft der Türkei zutiefst verpflichtet".
spiegel.de

Netflix startet Gesangs-Show mit Palina Rojinski.

Netflix lässt Palina Rojinski ab 7. August in der Show "Sing On! Germany" als "Party-Host" auftreten. In der Sendung kämpfen sechs Amateursänger*innen pro Folge um einen Jackpot; bewertet werden sie von einem "Voice Analyser", der anzeigt, ob sie die Töne treffen. Rojinski selbst will einstudierte Choreografien und Tänze vorführen - Erfahrung dafür bringt sie von der ProSieben-Show Got to Dance mit.
stern.de

Netflix zählt weltweit rund 193 Mio Bezahlabos und erweitert die Geschäftsführung.

Flatten the curve: Netflix generiert im zweiten Quartal 10,1 Mio Bezahlabos - im vorigen Quartal waren es 15,8 Mio Neukunden. Netflix beruft Ted Sarandos (Foto rechts) neben Chef Reed Hastings als neuen Vize in die Geschäftsführung. Sarandos verantwortet bereits die Content-Strategie sowie den Lizenz-Einkauf. Ende Juni zählt der Streamingdienst weltweit knapp 193 Mio bezahlte Mitgliedschaften. Netflix übertrifft damit die eigene Prognose - enttäuscht aber an der Wall Street: Die Aktie stürzt nachbörslich zunächst um mehr als 10 % ein.

Immer mehr Länder lockern die Corona-Auflagen - was die Menschen aus ihren vier Wänden lockt und für weniger neue Abos führen könnte. Der Gewinn des Streamingdienstes steigt im Vorjahresvergleich um mehr als das Doppelte auf umgerechnet rund 632 Mio Euro. Netflix-Chef Hastings kennt den neuen Vize-Chef Sarandos bereits seit 1999.
handelsblatt.com (Quartalszahlen), media.netflix.com (Pressemeldung), techcrunch.com (Sarandos)

Zahl des Tages: Rund 36 % schauen Netflix und Co, sagt die AGF.

Zahl des Tages: Rund 36 % der Personen ab 14 in Deutschland streamen über kostenpflichtige Dienste wie Netflix oder Amazon Prime, zeigt eine AGF-Studie. Bei der letzten Befragung im Herbst 2019 waren es noch rund 32 %. Unter den Top 5 der Bezahl-Anbieter sind außerdem Dazn, Sky Ticket und Disney Plus. Die Zahlen belegten, "dass sich der Markt für Video-Streaming weiterhin entwickelt“, sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf.
horizont.net, agf.de (PM Studie)

Aus dem Archiv: Quoten-Expertin Kerstin Niederauer-Kopf erzählt, wie oft sie netflixt (10/2019)

Netflix-Boss Reed Hastings und seine Frau Patty Quillin spenden 120 Mio Dollar an schwarze US-Colleges und Unis.

Netflix-Boss Reed Hastings und seine Frau Patty Quillin spenden 120 Mio Dollar an US-Colleges und Unis, die traditionell vor allem von Schwarzen besucht werden. Das Geld wird zwischen dem Morehouse College, dem Spelman College und dem United Negro College Fund gedrittelt. Hastings und Quillin hatten die drei Institutionen schon länger unterstützt, ihre neuerliche Spende bezeichnen sie als "Investition in Amerikas Zukunft".
erienewsnow.com, wsj.com

Weltbild startet Online-Videothek mit Pantaflix.

weltbild_150Weltbild, inzwischen konfessionsloser Buchhändler, startet in Zusammenarbeit mit dem Münchner Streaming-Dienst Pantaflix eine Online-Videothek. Nutzer*innen können darüber ohne Abo kostenpflichtig Filme abrufen. Eine Registrierung ist allerdings notwendig – wie beim Filme-Leihen über Amazon. Mehr als 1.000 Filme sind laut Weltbild bisher im Programm. Technisch und inhaltlich basiert der Dienst auf der Pantaflix-Plattform.
wuv.de, heise.de, weltbild-online-videothek.de (Plattform)

Video-Tipp: Die Abschieds-Vorstellung von Frank Elstner bei Netflix.

Video-Tipp: Moderatoren-Legende Frank Elstner zeigt sich bei seiner Abschieds-Vorstellung auf Netflix in Hochform. In den fünf Promi-Interviews geht Elstner ganz offen mit seiner Parkinson-Erkrankung um und schafft intime, authentische Momente, wenn er mit Charlotte Roche über #MeToo und ihre Alkohol-Krankheit spricht oder Lena Meyer-Landrut zu Tränen rührt. Schauspieler Daniel Brühl darf bei Elstner auf spanisch fluchen und Joko und Klaas sich auch von ihrer nachdenklichen Seite zeigen.
netflix.com (Paid, 5 Folgen, je ca. 40 Min)

Netflix-Talkshow ist die letzte Sendung von Frank Elstner.

Letzter Auftritt: TV-Legende Frank Elstner verabschiedet sich bei Netflix vom Bildschirm. Ab dem 12. Juni läuft die zweite Staffel seiner Talkshow "Wetten, das war’s?", danach ist Schluss: "Diese Sendung ist meine letzte", sagt Elster zu "Bild". Gäste in den fünf Episoden sind Klaas Heufer-Umlauf, Joko Winterscheidt, Lena Meyer-Landrut, Charlotte Roche und Daniel Brühl. Die erste Staffel der Sendung lief bei YouTube.
"Bild", S. 4, bunte.de, turi2 edition #9 (großes Interview)

Cinemaxx-Chef Tim Richards sieht in einem halben Jahr das Vor-Krisen-Niveau erreicht.

Kino: Tim Richards, Chef von Cinemaxx und Cinestar, sieht die Umsätze "in drei bis sechs Monaten wieder auf Vor-Krisen-Niveau", sagt er im "FAZ"-Interview. Dennoch komme es zu einer Konsolidierung - "wie in jeder Branche". Auch vor dem Start von Streamingdiensten hätten Videotheken dem "Erlebnis eines Kinobesuchs" Konkurrenz gemacht, sagt Richards. "Ich mache mir wegen Netflix überhaupt keine Sorgen. Wir kommen einander nicht in die Quere".
faz.net (Paid)

Netflix gewinnt im 1. Quartal 15,8 Mio Abonnenten.


Erhöhte Reproduktionsrate: Netflix profitiert zumindest kurzfristig massiv vom Mangel an alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten in der Corona-Pandemie. Der Streaming-Dienst gewinnt im 1. Quartal rund weltweit 15,8 Mio Abonnenten hinzu, die meisten davon in der zweiten März-Hälfte. Eigentlich hatte das Unternehmen ein Plus von 7,2 Mio Abonnenten erwartet. Damit hat Netflix weltweit nun rund 183 Mio Nutzer.

Gleichzeitig macht der Streaming-Dienst satte Gewinne: Rund 162 Mio Dollar Plus erzielt das Unternehmen im 1. Quartal. Grund: Corona-bedingt kann Netflix das Geld nicht wie sonst üblich in neue Produktionen stecken. Im Vorjahr machte Netflix im 1. Quartal noch einen satten Verlust von 460 Mio.
theverge.com, dwdl.de

“Zeit”: Netflix & Co reißen sich um deutsche Produzenten.

Internationale Streamingdienste "prügeln" sich regelrecht um deutsche Film-Talente, die sich die besten Angebote inzwischen aussuchen können, schreiben Hannah Knuth und Ann-Kathrin Nezik in der "Zeit". Dadurch verändert sich die Arbeitsweise, weil Netflix und Co Rollen und Kompetenzen erfordern, die in Deutschland niemand gelernt habe. Zudem überwachten die Amerikaner penibel das Budget. Dafür entschieden sie schneller, erwarten aber auch bei Nischen-Produktionen hohe Qualität.
"Zeit" 13/2020, S. 26/27 (Paid)

Netflix beschließt eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung für deutsche Kreative.

Netflix einigt sich mit der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband Schauspiel auf gemeinsame Vergütungsregeln. Kreative sollen im Erfolgsfall u.a. eine staffelbezogene Zusatzvergütung erhalten. Diese zahlt Netflix aus, sobald eine bestimmte Zahl an "Completern" in einem Zeitraum erreicht ist – also Haushalten, die mindestens 90 % einer Staffel geschaut haben.
dwdl.de

RTL stellt elf Serien auf der Berlinale vor.

RTL hat auf der Berlinale elf eigene Serien präsentiert, die in den nächsten zwei Jahren beim Streamingdienst TV Now starten. Der Sender will insgesamt mehr als 1 Mrd Euro pro Jahr in lokale Inhalte investieren, um gegen große US-Streamingdienste aus der Defensive zu kommen, berichtet "Horizont". Für die Produktionen arbeitet RTL unter anderem mit Constantin Film sowie Ufa Fiction zusammen.
horizont.net

Zitat: Berlinale-Chefkurator Carlo Chatrian will sich für Netflix und Co weiter öffnen.

"Wir haben keine Mauer um das Festival gezogen, im Gegenteil, wir wollen es noch weiter öffnen."

Carlo Chatrian, neuer künstlerische Leiter der Berlinale, will Amazon Prime, Netflix und Co nicht von der Berlinale ausschließen, sagt er im "FAZ"-Interview. Er wolle sich nicht von der jüngeren Generation und ihrem "veränderten Verhältnis zu bewegten Bildern" verabschieden.
"FAZ", S. 11 (Paid)

Kino-Werbung: Warum Weischer-Chef Stefan Kuhlow Netflix toll findet.


Großes Kino: Stefan Kuhlow hat keine Angst vor Netflix, Amazon Prime Video & Co - im Gegenteil: "Wir finden Netflix toll. Menschen, die eine Filmleidenschaft haben, gehen auch weiterhin gerne ins Kino", betont der Geschäftsführer des Kinovermarkters Weischer im Interview mit "Horizont" und turi2.tv beim Deutschen Medienkongress. Bislang könne man nicht erkennen, dass das klassische Kino durch Streamingdienste unter Druck gerate, so Kuhlow. Die Besucherzahlen seien stabil.

Für 2020 ist der Chef der Weischer-Gruppe angesichts des 25. James-Bond-Films, der Anfang April in die Kinos kommt, besonders optimistisch: "Wir haben ein Bond-Jahr. Und Bond-Jahre sind für Werbevermarkter immer keine schlechten Jahre." Außerdem erklärt der Manager, warum die Firmen der Weischer Mediengruppe ab sofort nur noch unter der gemeinsamen Dachmarke auftreten und Namen wie Jost von Brandis oder WerbeWeischer verschwinden: "Die Branche hat zu Weischer schon immer Weischer gesagt, dann können wir auch Weischer draufschreiben."
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Sebastian Moritz wechselt von Netflix zur Mediengruppe RTL:

Mediengruppe RTL wirbt Sebastian Moritz, 37, als Social-Media-Chef bei Netflix ab, berichtet Horizont. Er verantwortet für die Kölner Sender-Gruppe u.a. die Weiterentwicklung der Social-Media-Strategie. Bei Netflix war er die letzten zwei Jahre von Amsterdam aus für Marketing und Social Media im deutschsprachigen Raum zuständig, davor arbeitete Moritz u.a. für den Modehändler Snipes und den Spiele-Hersteller Electronic Arts.
horizont.net

Lineares TV stirbt nicht, glaubt Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger.

Fernsehen wird immer globaler und gleichzeitig lokaler, glaubt Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger. Der Begriff Fernsehen sei nicht mehr zeitgemäß. Hallenberger erklärt den Status Quo des Bewegtbildmarkts mit einem Kaufhallen-Vergleich: ARD, ZDF, RTL und Sat.1 als "Kaufhäuser des Fernsehens", die alles anbieten, Netflix, Amazon und Co als Boutiquen. Die Existenzgarantie für lineares TV seien Sport-Übertragungen, Wettbewerbs- und Castingshows.
rnd.de