Hochstaplerin Anna Sorokin kommt aus dem Gefängnis frei.

Auf halbfreiem Fuß: Hoch­staplerin Anna Sorokin kommt vorerst aus dem Gefängnis frei. Sorokin, die durch die Netflix-Serie Inventing Anna bekannt wurde, wurde 2021 in den USA inhaftiert, weil ihr Visum ausgelaufen war. Sie kommt nun in Haus­arrest, wo sie rund um die Uhr elektronisch überwacht wird. Sie dürfe auch keine sozialen Medien benutzen. Das Gericht muss nun entscheiden, ob sie in ihre Heimat Deutschland abgeschoben wird.
spiegel.de, turi2.de (Background)

“Das Damengambit”: Netflix und Schachspielerin legen Rechtsstreit bei.

Schachpatt: Die georgische Schachspielerin Nona Gaprindaschwili und Streaming-Dienst Netflix legen ihren Rechtsstreit bei, berichtet der "Standard". Beide Seiten hätten eine Einigung erziehlt; ob Geld fließt, ist unklar. Gaprindaschwili hatte Netflix auf fünf Mio Dollar Schadensersatz verklagt, weil sie in der Serie Das Damengambit "sexistisch und herabsetzend" dargestellt worden sei.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Disney liegt mit seinen Streaming-Diensten gleichauf mit Netflix.

Disney Logo 150Walt Disney liegt mit seinen Streaming-Portalen Disney+, ESPN+ und Hulu auf Augenhöhe mit Netflix. Unterm Strich zählen die Dienste bis Ende Juni weltweit 221 Mio Abonnentinnen. Am 8. Dezember soll die Werbevariante von Disney+ für 7,99 Dollar starten, das werbefreie Standard-Abo kostet künftig drei Dollar mehr. Der Gewinn lag im 3. Quartal bei 1,4 Mrd Dollar, 53 % mehr als im Vorjahres-Zeitraum. Der Umsatz steigt um 26 % auf 21,5 Mrd Dollar.
handelsblatt.com

Debatte: Franziska Kammerer wünscht sich eine Netflixierung der ARD.

Witz komm raus: "Welt"-Redakteurin Franziska Zimmerer kann sich nicht Schöneres vorstellen, als eine ARD, die sich ein Vorbild an Netflix nimmt. Im besten Fall gebe es damit "weniger Humor­grütze" von Sendungen wie "Extra 3" oder "Walulis Daily" und stattdessen mehr von Comedians wie Dave Chappelle oder Ricky Gervais. Das würde auch der "viel beschworenen" Meinungs­vielfalt zugute kommen, ganz ohne "Vorschlag­hammer von Dieter Nuhr".
welt.de, turi2.de (Background)

Netflix verliert weniger Abonnenten als befürchtet.


Halb so schlimm: Netflix kann sich im 2. Quartal berappeln und schneidet insgesamt besser ab als erwartet. Weltweit verliert der Streaming-Dienst nur 970.000 Abonnenten – das liegt deutlich unter dem erwarteten Minus von zwei Mio. Global zählt der Streaming-Dienst nun 220,67 Mio bezahlte Mitgliedschaften. Zum Vergleich: Konkurrent Disney+ verzeichnete zuletzt 138 Mio Nutzer. Wegen negativer Währungseffekte liegen die Erlöse bei 7,97 Mrd Dollar, also leicht unter den erwarteten 8,04 Mrd. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse legt die Netflix-Aktie um 8 % zu. Fürs kommende Quartal prognostiziert Netflix einen Zuwachs um rund eine Mio Abos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, Analysten hatten jedoch mit einem Plus von rund 1,8 Mio gerechnet.

Überdies kündigt Netflix an, seinen vergünstigten, werbefinanzierten Tarif Anfang 2023 einführen zu wollen. Der Start soll in mehreren Ländern gleichzeitig erfolgen, zunächst "auf einer Handvoll von Märkten, in denen die Werbeausgaben signifikant" seien. Das Werbeangebot wolle man nach dem Launch Stück für Stück verbessern: "Unser Werbegeschäft wird daher in einigen Jahren wahrscheinlich ganz anders aussehen als am ersten Tag", greift Netflix vor. Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Netflix dafür mit Microsoft kooperiert.

Das 1. Quartal des Jahres verlief für Netflix alles andere als gut: Damals musste der Streaming-Dienst erstmals seit zehn Jahren einen Rückgang bei den Abo-Zahlen vermelden; 200.000 Abos gingen verloren, die Aktie brach ein.
cnbc.com, dwdl.de, deraktionaer.de

Zitat: Allianzen können dabei helfen, mit Netflix und Co mitzuhalten, sagt Christine Strobl.

"Man sieht es eben, ob eine Serie mit einem Budget von 50 Millionen Euro oder nur einer Million auszukommen hat."

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl spricht im "taz"-Interview von einem "Ungleichgewicht" zu globalen Akteuren wie Netflix, die ein "unglaubliches Budget" hätten: "Auch da müssen wir mithalten und auch dabei können Allianzen natürlich helfen."
taz.de

Netflix tut sich für das werbefinanzierte Angebot mit Microsoft zusammen.

Adflix: Streaming-Dienst Netflix kooperiert bei seinem geplanten werbefinanzierten Abo mit Microsoft. Das Software-Unternehmen werde Technologie-Partner und biete alle Fähigkeiten, die es für eine Werbe-Version von Netflix brauche, sagt Netflix-COO Greg Peters. Derzeit befinde sich das werbefinanzierte Angebot noch im Frühstadium, man habe noch viel Arbeit vor sich.
blogs.microsoft.com, zeit.de, turi2.de (Background)

“Wall Street Journal”: Netflix handelt Deals für werbefinanzierte Abos aus.

Netflix LogoAdflix: Der Streaming-Gigant Netflix hat laut "Wall Street Journal" Gespräche mit Hollywood-Studios aufgenommen, um bald ein werbe­finanziertes Abo einführen zu können. Der Streamer, der bei seinem Start 2007 den Verzicht auf Werbe­unterbrechungen versprochen hatte, erklärt auf Anfrage von Reuters, die Entwicklung der günstigeren Abo-Option sei noch in einer frühen Phase. Laut "WSJ" verhandle Netflix aktuell u.a. mit Warner, Universal und Sony.
wsj.com (Paid), sueddeutsche.de

AGF-Studie: YouTube verliert, ARD und ZDF gewinnen.

Plattform-Beliebtheit: Die Nutzung von YouTube ist in Deutschland wieder auf das Vor-Corona-Niveau gesunken, sagt die AGF-Plattformstudie. Knapp die Hälfte der Befragten ab 14 Jahren geben an, den Videodienst in den vergangenen vier Wochen genutzt zu haben. Die öffentlich-rechtlichen Sender legen dagegen auf 28,1 % zu. Netflix wächst auf 33,3 %, Amazon Prime Video auf 23,9 %. Disney+ verliert erneut und liegt nun bei 7,6 %.
presseportal.de

Netflix kündigt weiteren Mitarbeitenden und bricht deutsches Serienprojekt ab.

Back to reality: Die Streaming-Plattform Netflix entlässt 300 Mitarbeitende, die meisten Betroffenen arbeiten in den USA. Zudem bricht der Dienst das deutsche Serien­projekt mit dem Arbeits­titel "Pauline" nur wenige Tage vor Drehstart ab, berichtet "DWDL". Grund dafür ist laut einer Sprecherin die "strategische Ausrichtung unseres Serienslates in Deutschland". Erst im Mai haben 150 Netflix-Mitarbeitende ihre Jobs verloren.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Netflix will weitere Mitarbeiterinnen entlassen.

Netflix LogoThe show won't go on: Netflix bereitet sich auf eine zweite Entlassungsrunde vor, berichtet Quotenmeter. Die Kürzungen könnten einen ähnlichen Umfang wie die Kündigungen im Mai haben: Vor rund einem Monat verloren 150 Mitarbeitende ihre Jobs, auch Dutzende Auftragnehmerinnen und Teilzeitkräfte wurden ausgestellt. Grund ist u.a. die stark gefallene Netflix-Aktie.
quotenmeter.de, turi2.de (Background)

Nach Unfall: Produktion der Netflix-Serie “Der Auserwählte” liegt auf Eis.

Netflix LogoNetflix: Nach einem tödlichen Autounfall der beiden Schauspieler Raymundo Garduño Cruz und Juan Francisco González Aguilar in Mexiko stoppt die Produktionsfirma Redrum die Produktion zur Serie Der Auserwählte. Sechs weitere Beteiligte sind verletzt. Offenbar waren sie auf dem Weg von Santa Rosalía zum örtlichen Flughafen mit einem Van der Produktionsfirma. Die Film- und Fernsehgewerkschaft SAG-AFTRA untersucht den Vorfall.
deadline.com via t-online.de

Zahl des Tages: 37 Jahre alter Song von Kate Bush auf Platz eins der UK-Charts.

Zahl des Tages: Rund 37 Jahre nach der Veröffentlichung schafft es Running Up That Hill von der britischen Sängerin Kate Bush auf Platz eins der UK-Charts – noch nie ist das einem Track nach so langer Zeit gelungen. Mit 63 Jahren ist Bush zudem die älteste Musikerin Großbritanniens, die je an der Spitze der Charts stand. Grund für den Hype ist der Soundtrack zur vierten Staffel der Netflix-Erfolgsserie Stranger Things.
n-tv.de, youtube.com (5-Min-Musikvideo)

Robert Ardelt wird neuer Netflix-Unternehmens­sprecher.

Netflix setzt Robert Ardelt als neuen Unternehmens­sprecher ein. Er folgt auf Henning Dorstewitz, der dem Unternehmen im Januar den Rücken gekehrt hat. Ardelt kommt von der Agentur Apco Worldwide. Dort ist er zwölf Jahre als Geschäftsführer tätig gewesen. Seine Stelle bei Apco Worldwide übernimmt Isabel Kassabian.
dwdl.de, turi2.de (Background), prreport.de (Isabel Kassabian)

Netflix-Nutzerinnen ist Wokeness schnuppe, ergibt eine “Wiwo”-Umfrage.

Netflix LogoZu divers: Der Streamingdienst Netflix ist mit immer mehr Inklusion und Diversität im Programm auf dem Holzweg, geht aus einer Befragung des Marktforschers Civey für die "Wirtschaftswoche" hervor. Demnach halten gerade einmal 30 % der Befragten die Wokeness-Offensive des Streamingdienstes für richtig. 35 % sind dagegen, dem Rest ist's schlichtweg egal. Zuschauerinnen achten laut Marktforschung auf Aktualität, ein vielfältiges Genre-Angebot und Benutzerfreundlichkeit statt auf Diversität. Netflix hat im ersten Quartal 2022 erstmals seit zehn Jahren Nutzerinnen verloren.
wiwo.de, turi2.de (Background)

Debatte: Werbung auf Netflix ist ein Paradigmen-Wechsel für die Streaming-Welt.

Zurück in der Zukunft: Die häufig zitierte "Zukunft des Fernsehens" muss so werden wie die Vergangenheit des Fernsehens, nämlich werbefinanziert, schreibt Zeit-Online-Autor Eike Kühl. Viele Medienhäuser hätten in den vergangenen Jahren mehr oder weniger zerknirscht eingestehen müssen, dass ein rein durch Abos finanziertes Angebot nicht rentabel ist. Laut Kühl immerhin eine gute Nachricht für Werbetreibende: "Streamingdienste wie Netflix sind dank ihrer granularen Nutzeranalyse praktisch wie gemacht für personalisierte Werbung."
zeit.de

Netflix verliert Abonnentinnen und die Aktie bricht ein.


Düstere Streaming-Zeiten: Der Streaming­anbieter Netflix meldet zum ersten Mal seit 10 Jahren einen Rückgang der Abonnements. In den aktuellen Quartalszahlen verzeichnet das Unternehmen ein Minus von 200.000 Abonnentinnen. Grund dafür seien Kundinnen, die ihre Accounts mit anderen teilen und die wachsende Konkurrenz u.a. durch Disney+ und HBO Max. Auch das eingestellte Geschäft in Russland trübe die Zahlen - rund 700.000 russische Konten fallen weg. Den Einschnitt konnten 500.000 neue Abonnements nicht ausgleichen.

Der Quartalsumsatz von Netflix ist um 10 % auf 7,9 Mrd Dollar gestiegen, jedoch ist das weniger als prognostiziert. Zudem sagt das Unternehmen für das zweites Quartal einen Verlust von 2 Mio Dollar voraus. Das spiegelt der Börsenkurs des Unternehmens: Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen bricht die Aktie um teilweise 24 % ein. Damit hat das Unternehmen seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte seines Wertes verloren.

Netflix kündigt einen Paradigmenwechsel an und will künftig ein werbefinanziertes Angebot aufstellen. Bis zur Marktreife des Abo-Modells soll es aber noch ein bis zwei Jahre dauern.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com, faz.de

turi2 edition #17: Katja Hofem geht mutig auf unbekanntes Terrain.


Türöffnerin: Katja Hofem, deutsche Serienchefin bei Netflix, hat TV-Sendungen wie “Big Brother” und “Popstars” mitentwickelt. Beim US-Riesen will sie die nächste große Idee umsetzen. Das klassische Fernsehen sei immer noch ein toller Arbeitsplatz, sagt sie im Interview in der turi2 edition #17 mit Nancy Riegel. Einen klassischen Kabelanschluss hat Hofem aber schon seit zwei Jahren nicht mehr. Weiterlesen >>>

Basta: Netflix setzt auf den zweifachen Daumen nach oben.

Netflix LogoDoppelter Daumen: Netflix führt den zweifachen Daumen nach oben als zusätzliches Bewertungs-Symbol bei seinen Serien und Filmen ein. Dadurch können Abonnentinnen ausdrücken, dass ihnen etwas nicht nur gefällt, sondern es "wirklich lieben". Der Algorithmus soll so noch bessere Anschau-Empfehlungen liefern. Wir drücken die Daumen, dass die Kundinnen das mitmachen – und Netflix weniger oft den Daumen runter, also den gefühlten Mittelfinger, zeigen.
about.netflix.com, stadt-bremerhaven.de

Netflix und Sony stoppen Projekte mit Will Smith.

Schädliche Schelle: Netflix und Sony beenden nach der Ohrfeigen-Attacke auf Chris Rock bei den Oscars vorerst ihre Zusammenarbeit mit Will Smith. Beim Streaming-Dienst pausiert die Produktion des Actionfilms Fast & Loose, das Filmstudio legt den vierten Teil der Kultreihe Bad Boys auf Eis. Smith ist als Konsequenz bereits freiwillig aus der Oscar-Akademie ausgetreten.
stern.de, hollywoodreporter.com, turi2.de (Background)

Hochstaplerin Anna Sorokin wird doch noch nicht aus den USA abgeschoben.

Rausgewunden: Die deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin wird doch nicht in ihre Heimat abgeschoben. Die mit der Netflix-Serie "Inventing Anna" berühmt gewordene 31-Jährige mit russischen Wurzeln besitzt kein US-Visum mehr, ihre Anwälte haben jedoch einen Eilantrag gegen die Rückführung durchgebracht. Sorokin könnte wohl nach ihrer Ausweisung mit einer lebenslangen Einreise­sperre in die USA rechnen.
spiegel.de

Netflix übernimmt Spieleentwickler und investiert weiter in Gaming.

Netflix LogoBingegaming: Streaminggigant Netflix kauft den Spieleentwickler Boss Fight Entertainment und baut damit seine Ambitionen im Gaming weiter aus. Zu den bekanntesten Spielen des 2013 gegründeten Gaming-Studios mit 150 Mitarbeitern gehört Dungeon Boss. Der Videostreaming-Dienst baut unterdessen sein Spiele-Portfolio weiter aus und veröffentlicht zwei neue Spiele, die über die neue Gaming-Kategorie verfügbar sind.
venturebeat.com, techcrunch.com

Netflix testet Account-Sharing gegen Aufpreis.

Netflix LogoSharing is teuer: Netflix will für das Account-Sharing künftig eine Extra-Gebühr nehmen. In Chile, Costa Rica und Peru bietet der Streaming-Dienst testweise gegen Aufpreis zwei Unterkonten an, die Abonnentinnen an Menschen außerhalb des eigenen Haushalts weitergeben können – anders als bisher dann aber mit je eigenem Login und Passwort.
about.netflix.com via techchrunch.com

“Variety”: Netflix zieht sich aus Russland zurück.

Netflix LogoStreaming-Sanktion: Netflix stellt den Betrieb in Russland ein, meldet "Variety". Damit wolle der Streaming-Dienst seinen Protest gegen den russischen Einmarsch in die Ukraine zum Ausdruck zu bringen. Zuvor hatte der Streaming-Dienst bereits russische Produktionen gestoppt und sich zudem geweigert, 20 Staatssender in sein Portfolio aufzunehmen – nun also der komplette Rückzug.
variety.com, turi2.de (Background)

Spotify schließt Büro in Moskau, Netflix stoppt russische Produktionen.

SpotifyRückzug aus Russland: Der Musik-Streamer Spotify schließt sein Büro in Moskau und entfernt die Inhalte russischer Staatsmedien von seiner Podcast-Plattform als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine. Der VoD-Dienst Netflix stoppt die Produktion zweier russischer Originals. Die Angebote beider Dienste bleiben in Russland verfügbar.
t-online.de (Spotify), tagesspiegel.de (Netflix)

Zitat: Florian Hager ist beim Thema Nutzerdaten neidisch auf Netflix.

"Da hinken wir Netflix hinterher und da bin ich ein bisschen neidisch."

Florian Hager, frisch gebackener HR-Intendant, sagt im dpa-Interview, dass die ARD ohne entsprechende Nutzerdaten keine langfristige Kundenbeziehung aufbauen könne. Er wünsche sich daher "noch ein wenig mehr" Freiheiten: "Wer, wenn nicht wir, geht sauber mit diesen Daten um?"
digitalfernsehen.de

Netflix weigert sich, russisches Staats-TV anzubieten.

Netflix LogoNjetflix: Der Streaming-Dienst Netflix sagt Nein zur Aufforderung, russische Staatssender in sein Angebot zu integrieren. Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadzor hat den Streaming-Dienst dazu verpflichtet, ab dem 1. März rund 20 staatliche TV-Kanäle anzubieten. Angesichts der aktuellen Lage habe Netflix nicht vor, die Verpflichtung zu erfüllen.
politico.eu

Zitat: Das Filmgeschäft sieht “böse” aus, sagt Roland Emmerich.

"Wenn man sich nicht mit einem Streamer zusammentut, ist es fast unmöglich, große, aufwendige Original­stoffe zu realisieren."

Die Produktion von großen Kino­filmen lohnt sich nach der Pandemie höchstens noch "bei Bond, bei Marvel oder auch bei Star Wars", sagt Regisseur Roland Emmerich. Ansonsten seien Filme­macherinnen auf das Geld der Streaming-Dienste angewiesen.
spiegel.de (Paid)

Hör-Tipp: Datenbasiertes Marketing ist die Zukunft, glaubt Google-Manager Joel Berger.

Hör-Tipp: Ex-MTV-Chef und heutiger "Industry Leader Media & Entertainment" bei Google, Joel Berger, glaubt nicht an den Erfolg von datenbasierter Content-Erstellung, wie sie großen Streaming-Diensten nachgesagt wird. Dafür sei der menschliche Geschmack "doch zu komplex". In datenbasiertem Marketing sieht Berger dagegen größeres Potenzial – etwa, wenn es darum geht, "aufblühende Pflänzchen" bekannter zu machen. Durch Tools wie Google Trends könnten Netflix und Co herausfinden, welche Serien in welchen Märkten besonders gut laufen – und dann das entsprechende Marketing-Geld darauf umleiten und einzelne Formate "sehr groß" machen.
open.spotify.com (31-Min-Audio)

Zitat: Katja Hofem macht Erfolg bei Netflix nicht an Einschaltquoten aus.

"Wenn der Blick auf die Einschalt­quoten am Morgen entfällt, weil sich die Qualität einer Produktion nicht mehr daran bemisst, wie viele Menschen zu einer fest­geschriebenen Uhrzeit erreicht wurden, wird der Blick auf Erfolg und Qualität von Programmen viel holistischer."

Katja Hofem, Chefin für deutsche Eigen­produktionen bei Netflix, sagt im DWDL-Interview, dass sie sich erst daran gewöhnen musste, "nicht mehr in Sendeplätzen" zu denken.
dwdl.de

Debatte: Streaming könnte den Untergang für Hollywood bedeuten, glaubt Claudius Seidl.

Unhappy End? Das "System Streaming", von dem Hollywood sich derzeit seine Rettung erhofft, droht zu kollabieren, schreibt Filmkenner Claudius Seidl in der "FAZ". Die "existenzielle Krise" der Filmbranche sehe angesichts zahlreicher Projekte in der Produktion noch "wie ihr Gegenteil, wie eine Blüte", aus. Über kurz oder lang würden die Großen aber die Kleinen "ruinieren oder übernehmen". Zudem sei das Geschäftsmodell von Netflix und Co ein "Schneeballsystem", die Grenzen des Wachstums seien bald erreicht.
zeitung.faz.net (Paid)

Zahl des Tages: Amazon Prime Video hat 3 Mio Nutzer mehr als Netflix.

Zahl des Tages: Prime Video zählt in Deutschland 3 Mio Nutzer mehr als Netflix. Der "Spiegel" berichtet, dass die Abonnent­innen des Amazon-Streamingdienstes im Jahr 2021 von 1,4 auf 12,6 Mio gestiegen sind. Netflix-Nutzerinnen sind im gleichen Zeitraum um 300.000 auf 9,6 Mio gewachsen. Die Marktforschung Ampere Analytics rechnet damit, dass Prime Video den Vorsprung weiter ausbaut.
spiegel.de (Paid) via n-tv.de

Studio-Babelsberg-Chef Carl Woebcken fordert zeitgemäßere Filmförderung.

Serien Made in Germany könnten bald Seltenheitswert haben, befürchtet Carl Woebcken. Der Vorstandschef von Studio Babelsberg fordert eine zeitgemäßere staatliche Förderung und hofft auf Unterstützung der neuen Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Kinosterben und Streaming führten zu einer massiven Nachfrage nach Serienproduktionen. Die auf Kinofilmproduktion ausgelegte Förderung sieht u.a. eine sechsmonatige Auswertungssperre vor, was Produzenten weltweiter Serien nicht mitmachen würden. Für Studios seien Serien für mehr Planungssicherheit aber notwenig.
abendblatt.de

“Das Damengambit”: US-Gericht erlaubt Klage gegen Netflix.

Schachmatt: Die georgische Schachspielerin Nona Gaprindaschwili darf Netflix wegen der Darstellung ihrer Person in der Miniserie Das Damengambit verklagen, entscheidet ein US-Gericht. Auch wenn es sich dabei um ein fiktionales Werk handele, sei der Streaming-Dienst nicht von der Haftung für Verleumdung befreit, urteilt Bundesrichterin Virginia Phillips. Gaprindaschwili verlangt von Netflix rund 5 Mio Dollar Schadenersatz, sie werde in der Serie "sexistisch und herabsetzend" dargestellt. Netflix hatte die Klage abweisen wollen und berief sich dabei u.a. auf die Meinungsfreiheit bei fiktionalen Stoffen.
zeit.de, turi2.de (Background)

Debatte: Netflix muss sich gegen “aggressivere” Konkurrenten durchsetzen, schreibt Jürgen Schmieder.

Rivalen: Gegenüber Netflix hat Disney nicht nur stärkere Wachstumsmöglichkeiten und einen "ordentlich gefüllten Tresor an Inhalten" sondern für diese auch mehr Vertriebswege, schreibt Jürgen Schmieder in der "Süddeutschen Zeitung". Obwohl Netflix mit 222 Mio Abonnenten Branchenführer sei, müsse sich der Streamingdienst gegen immer mehr und "aggressivere" Konkurrenten durchsetzen.
sueddeutsche.de (Paid)

Netflix rechnet mit schwächerem Nutzerwachstum.

Netflix LogoNetflix blickt pessimistischer in die Zukunft. Der Streaminganbieter rechnet für das laufende Quartal nur noch mit 2,5 Mio Neukunden. Im Schlussquartal 2021 waren es noch 8 Mio neue Abonnenten. Der Umsatz im 4. Quartal 2021 stieg um 16 Prozent auf 7,7 Mrd Dollar, der Gewinn wuchs um 12 Prozent auf 607 Mio Dollar. Die Aktie brach trotz eigentlich guter Zahlen nachbörslich um 20 Prozent ein.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Wie es sich im Krimi-Hotspot Berchtesgaden lebt.

Lese-Tipp: Berchtesgaden ist ein beliebter Schauplatz von Krimi-Drehs, sei es für ZDF oder Netflix. Das sei gute Image-Werbung für die Region, andererseits "auch manchmal nervig" für die Anwohnerinnen, berichtet Bürgermeister Franz Rasp im DWDL-Interview. Mit TV-Klischees wie den "bockigen Bergbewohnern" und der "Sünd‘ auf der Alm" kommt er klar – mit Möchtegern-Influencern im Naturschutzgebiet nicht.
dwdl.de

Debatte: “Don’t Look Up” überzeugt niemanden, der nicht längst überzeugt ist, meint Nele Pollatschek.

Kein Überzeugungstäter: "Wenn Wissenschaft und Klimakatastrophe Teil eines Kulturkampfes sind, dann muss die Sache schiefgehen", schreibt Schriftstellerin Nele Pollatschek in der "Süddeutschen" zur Debatte über die Netflix-Weltuntergangs-Satire Don't Look Up. Einige Kritikerinnen würden den Film nicht deswegen schlecht finden, "weil er schlechte Kunst ist, sondern weil er schlechter Kampf gegen die Klimakatastrophe ist". "Don't Look Up" werde "niemanden überzeugen, der nicht längst überzeugt ist", weil er keine gemeinsame Öffentlichkeit mobilisiere.
sueddeutsche.de (Paid)