Zitat: Jan-Eric Peters warnt Journalisten vor Meinungsschlachten und Eigen-PR auf Twitter.

"Twitter ist die Selbstentzauberungs-Plattform des Journalismus."

Jan-Eric Peters, Managing Director "NZZ" Deutschland, schreibt in einem langen Thread bei Twitter, dass Twitter zu Meinungsschlachten mit zugespitzten Aussagen verführt und so Voreingenommenheit offenbart, die Glaubwürdigkeit von Journalist*innen untergräbt.
twitter.com

“Ideologische Kurskorrektur” der “NZZ” ist riskant, meint Anton Rainer.

NZZ, die im deutschen Markt weiter expandiert, wird es in ihrer rechten Nische unbequem, schreibt Anton Rainer. Denn unter Wutbürger*innen allein seien die angepeilten Abozahlen nicht zu holen. Rainer hält die "ideologische Kurskorrektur" für riskant, weil die Bedienung der rechten Nische der Markenkern der "NZZ" in Deutschland sei.
"Spiegel" 3/2021, S. 79 (Paid), turi2.de (Background)

“NZZ” will ohne Agentur-Texte von SDA auskommen.

NZZ verzichtet seit Jahresbeginn auf Texte der Schweizer Nachrichten­agentur SDA und nimmt nur noch Fotos ab. Stattdessen nutzt die Redaktion ein intern entwickeltes Tool, um Informationen aus verschiedenen Quellen zu kuratieren und die aktuelle Newslage im Blick zu behalten. Mit dem Verzicht auf Agentur-Texte will die "NZZ" ihre "News-Leistungen im Markt noch besser differenzieren".
persoenlich.com

Jan-Eric Peters wird Geschäftsführer der “NZZ” in Deutschland.


Neue Zürcher Zielsetzung: Die "NZZ" baut ihr Team in Deutschland aus und beruft Jan-Eric Peters (Foto, rechts) zum Geschäftsführer der "NZZ" in Deutschland. Felix Graf, Chef der NZZ-Mediengruppe sagt, dies sei der "nächste Schritt", nachdem das Deutschland-Geschäft bisher aus Zürich gesteuert wurde: "Durch gezielte Investitionen und die Verstärkung des Teams in Deutschland wollen wir diese Entwicklung weiter vorantreiben." Peters wirkte zuletzt bei Springer, wo er unter anderem Chef der News-App Upday war und zuvor lange Chefredakteur der "Welt"-Gruppe. Mitte 2019 ging Peters in ein Sabbatical und kehrte anschließend nicht zu Springer zurück.

Mit Marc Felix Serrao (Foto, links) bekommt die deutsche "NZZ" zudem einen eigenen Chefredakteur. Serrao war seit Juli 2017 Leiter des Berlin-Büros der Zeitung. In Ulrich Machold lotst Peters zudem einen alten Bekannten von Springer zur "NZZ". Machold wird Produktleiter bei der "NZZ" in Deutschland. Er war über zehn Jahre für Digitalprodukte bei Springer verantwortlich. (Foto: NZZ / Martin Lengemann)
nzzmediengruppe.ch, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“NZZ”-Leserschaft wächst deutlich auf mehr als 200.000 Bezahl-Abos.

NZZ gewinnt im laufenden Jahr über 30.000 Abonent*innen hinzu. Damit knackt das Blatt die Grenze von 200.000 Abos, die es ursprünglich erst bis 2022 erreichen wollte. Die "NZZ" profitiert dabei von der Corona-Krise und der zunehmenden Digitalisierung der Mediennuztung. Als nächstes Ziel legt die Zeitung 400.000 Bezahl-Abos fest, die vor allem digital erreicht werden sollen.
persoenlich.com

Analyse: “NZZ” rühmt sich für “anderen Blick”, ist über neurechte Leser*inner aber nicht glücklich.

NZZ beansprucht für sich einen "Anderen Blick" auf Deutschland und bedient damit neurechte Kreise, die das Renommee der Zeitung zur Unter­mauerung ihrer Extrem­positionen nutzen, analysiert Martin Jahrfeld in "Meedia". Chef­redakteur Eric Gujer (Foto) verteidigt: "Diesen Milieus sind wir zu liberal." Er attestiert deutschen Medien jedoch "eine relativ hohe Meinungs­konformität" und rühmt sich dafür, "ein breites Meinungs­spektrum abzubilden". Auch der Berliner Bürochef Marc Felix Serrao will mit rechts­populistischen Positionen nichts am Hut haben: "Wer ein völkisches Weltbild vertritt oder vom Sozialismus träumt, wird beim Lesen der 'NZZ' wenig Freude haben", sagt er.
"Meedia" 42/2020, S. 31 - 42 (Paid)

“Spiegel”: AfD-Politiker verbreitet mit Bundesadler Fake-News in der der “NZZ”.

Fake-News mit Bundesadler: Der AfD-Politiker Peter Boehringer bekommt Ärger wegen einer Anzeige, die er im Juni in der "NZZ" geschaltet hat, berichtet der "Spiegel". Darin hatte er "Verschwörungstheorien über die EU, die EZB und die Flüchtlingspolitik" verbreitet und mit dem Adler des Bundestags als Vorsitzender des Haushaltsausschusses unterzeichnet. Dass er AfD-Mitglied ist, war nicht erkennbar. In einem Schreiben an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble werfen die anderen Fraktionen Boehringer vor, "mehrere Grenzen überschritten" zu haben. Die Kosten von 17.000 Franken habe sich Boehringer von einem Schweizer Privatmann sponsern lassen und damit womöglich gegen das Parteiengesetz verstoßen.
spiegel.de

“NZZ” und “NZZ am Sonntag” legen die Ressorts Wirtschaft und International zusammen.

NZZ und ihre Sonntagszeitung fusionieren ihre bisher getrennten Wirtschaftsressorts und ihre Auslandsressorts. Der Schritt erfolgt zum 1. Januar. Chanchal Biswas, bisher für die Wirtschaft am Sonntag verantwortlich, trägt dann die Gesamtverantwortung. Der bisherige "NZZ"-Wirtschafts-Ressortleiter Peter Fischer wird Chefökonom der gesamten Mediengruppe. Das gemeinsame Auslandsressort wird vom bisherigen "NZZ"-Internationales-Chef Peter Rásonyi geführt.
nzzmediengruppe.ch

Die “NZZ” ernennt Nicole Anliker zu stellvertretenden Chefredaktorin.

NZZ befördert Nicole Anliker zur stellvertretenden Chefredaktorin und Leiterin des Newsrooms. Anliker ist bisher Lateinamerika-Korrespondentin der Zeitung. Sie folgt auf Andreas Schürer, der Geschäftsführer beim Komitee Weltoffenes Zürich wird und eine eigene Kommunikationsfirma gründet. Die "NZZ" legt zudem ihre Ressorts Technologie und Wissenschaft unter der bisherigen Technologie-Ressortleiterin Christiane Henkel zusammen. Christian Speicher, bisher Ressortleiter Wissenschaft, arbeitet künftig nur noch als Autor für die Zeitung.
per Mail

“NZZ Folio” erscheint ab 7. September nur noch zweimonatlich.

NZZ Folio, Magazin der Schweizer Tageszeitung, erscheint ab 7. September in neuem Design. Der Relaunch war eigentlich für April vorgesehen, dann aber wegen Corona verschoben worden. Zwischenzeitlich hatte das Magazin pausiert. Statt wie bis dahin jeden Monat erscheint "NZZ Folio" künftig nur noch alle zwei Monate. Als einen Grund dafür nennt Redaktionsleiterin Christina Neuhaus den in der Corona-Krise eingebrochenen Werbemarkt.
nzzmediengruppe.ch

NZZ startet Plattform “NZZ Pro Global” für Entscheider*innen.

NZZ stellt ihren Abonnent*innen auf der Plattform NZZ Pro Global Analysen, Hintergrundberichte und Reportagen zur Verfügung, die globale Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Deutschland und die Schweiz thematisieren. Die Zielgruppe sind Entscheider*innen, sie können das Angebot für 20 Euro monatlich per E-Mail, online und über die NZZ-App nutzen. Die Redaktion plant auch Live-Talks und Fachgespräche.
nzzmediengruppe.ch

“NZZ” wirbt mit Groß-Kampagne um deutsche Digital-Abonnent*innen.

NZZ nimmt den deutschen Markt ins Visier: Mit einer groß angelegten Kampagne wirbt die Zeitung um Digital-Abos deutscher Leser*innen und positioniert sich als Alternative zu "FAZ" und "Süddeutscher". Bereits 2017 hatte die "NZZ" ein E-Paper für Deutschland gestartet - und nach einem Jahr wieder eingestellt.
horizont.net, turi2.de (Background)

“NZZ” startet täglichen Podcast “NZZ Akzent”.

NZZ geht ab heute werktäglich unter die Podcaster und veröffentlicht "NZZ Akzent", in dem sich zwei Gesprächspartner für 10 Min einem Thema aus Politik oder Wirtschaft widmen. Die Audio-Offensive ist Nachfolger des "NZZ Corona-Podcasts", der in "NZZ Akzent" aufgeht. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen und in der "NZZ"-App verfügbar.
nzz.ch/akzent, per Mail

Medienredakteur Rainer Stadler verlässt die “NZZ” nach 31 Jahren.

NZZ: Medienredakteur Rainer Stadler verlässt die Zeitung Ende September "auf eigenen Wunsch". Der 61-Jährige arbeitet seit 31 Jahren für die "NZZ" und verantwortete u.a. die Medienseite, die ihm im Oktober 2018 entzogen wurde und seitdem in der Zuständigkeit von Feuilleton-Chef René Scheu liegt. Stadler nennt kein konkretes Ziel, freut sich aber "auf neue Projekte".
persoenlich.com

Lese-Tipp: Friedemann Bartu erzählt die jüngere “NZZ”-Geschichte aus der Innen-Perspektive.

Lese-Tipp: Friedemann Bartu, ehemaliger Korrespondent und Redakteur der "NZZ", schreibt in seinem Sachbuch Umbruch über die frühere Abhängigkeit der "Neuen Zürcher Zeitung" von der Freisinnig-Demokratischen Partei, das angespannte Verhältnis zwischen Print- und Online-Redaktion und einen "Herrenklub" mit Weißwein-Affinität. Bartu erzählt die jüngere Geschichte der "NZZ" mit Sympathie, aber auch viel Kritik an falschen Entscheidungen, rezensiert Peter Hoeres in der "FAZ".
faz.net

“NZZ” macht Eric Gujers Polit-Newsletter frei zugänglich.

NZZ will mehr deutsche Leser*innen gewinnen und macht den Polit-Newsletter Der andere Blick kostenlos verfügbar. Bislang war das freitägliche Briefing von Chefredakteur Eric Gujer nur für Digital-Abonnent*innen erhältlich. Seit dem 4. März gibt es zudem das Morgen- und Abendbriefing in einer Version für deutsche Leser*innen. Auch neue Deutschland-Korrespondent*innen will die "NZZ" verpflichten.
meedia.de

“Neue Zürcher Zeitung” überlässt der Zentralbibliothek Zürich das Archiv.

NZZ Neue Zürcher Zeitung 150Schweiz: Die "Neue Zürcher Zeitung" verschenkt zum 240. Geburtstag den Großteil des Printarchivs an die Zentralbibliothek Zürich. Die Zeitung spare künftig Lagerkosten, sämtliche Ausgaben bis zum 1780 sind digitalisiert worden. Das Archiv umfasst neben den historischen Zeitungen auch Mikrofilme, Fotonegative und Spezialausgaben.
persoenlich.com

“NZZ” startet wöchentlichen Newsletter NZZ Asien.

NZZ verschickt jeden Dienstag einen Asien-Newsletter für Entscheider in Wirtschaft und Politik. Im deutschsprachigen Raum gebe es bisher kaum journalistisch aufbereitete, fundierte Analysen, sondern interessengetrieben oder technisch angelegte Angebote, sagt Matthias Kamp, Leiter von NZZ Asien. Die Inhalte recherchiert das Team exklusiv für den Newsletter. Die "NZZ" will später einen passenden wöchentlichen Podcast und Events anbieten.
nzz.ch

“NZZ” startet 2020 einen täglichen Podcast.

NZZ holt Benedikt Hofer, 30, Nadine Landert, 30, Olga Scheer, 28, und David Vogel, 41, als Podcast-Team, das ab Frühjahr 2020 einen täglichen Podcast produzieren soll. Die "NZZ"-Redakteure arbeiten themenbezogen mit. Der Podcast beleuchtet in zehn Minuten "ein internationales Schwerpunktthema aus Politik und Wirtschaft" und richtet sich an Zuhörer aus der Schweiz und Deutschland. Hofer und Vogel kommen vom SRF, Landert von Radio 1, Scheer aus dem "NZZ"-Ressort Wirtschaft.
horizont.net

“NZZ” und “FAZ” beenden ihre inhaltliche Kooperation.

NZZ und FAZ haben ihre redaktionelle Kooperation beendet. Sie zielte darauf ab, mit gemeinsamen Korrespondenten in Russland und Japan kostensparend, aber tiefgründig zu berichten. Beide Verlage äußern sich nicht zu Gründen. Die Schweizer "Handelszeitung" vermutet Zwist, weil die "NZZ" in Deutschland "eine forsche Expansionsstrategie verfolgt" und der "FAZ" womöglich Leser abjage. Die "NZZ" will nun ihre Kooperation mit dem "Handelsblatt" ausbauen.
handelszeitung.ch

Hör-Tipp: Zeit Online und NZZ werden zu Technologieunternehmen.

Hör-Tipp: Im Podcast von Levin Kubeth und Felix Ogriseck sprechen die Produktchefs Thorsten Pannen von "Zeit Online" und Rouven Leuener von der "Neuen Zürcher Zeitung" über Newsapps und den digitalen Wandel ihrer Medienmarken. Die "NZZ" allein kann den Markt nicht verändern, sodass größere Plattformen wie Spotify die Spielregeln bestimmen, sagt Leuener. Nachrichten-Aggregatoren dürfen nicht dazu führen, dass die Leserbindung gegenüber Medienmarken leidet, sagt Pannen.
anchor.fm (79-Min-Audio, Interview ab 5:29)



Aus dem turi2.tv-Archiv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.

Zitat: NZZ-Chef Felix Graf braucht Journalisten für die Zukunft seiner Medien.

"Qualität im Journalismus bedeutet, dass wir keinen Kahlschlag bei den Mitarbeitenden machen wollen und können. Qualitätsjournalismus braucht Personal."

Felix Graf, seit Juni Chef der NZZ-Mediengruppe, will nicht beinhart sanieren, sondern klug digitalisieren: Mehr Geld aus dem Lesermarkt zu holen, klappe nur mit "qualitativ hochstehendem Journalismus".
persoenlich.com

“NZZ” stellt ihr Deutschland-E-Paper ein.

nzz-150NZZ stellt ihr E-Paper mit speziell für deutsche Abonnenten zusammengestellten Beiträgen nach nicht einmal einem Jahr wieder ein. Stattdessen gibt es für deutsche Nutzer künftig eine neue Online-Startseite, auf der Themen aus Deutschland prominent platziert sind. Deutsche Abonnenten erhalten ab sofort zudem im Abonnent für monatlich 10 Euro Zugriff auf alle digitalen Inhalte der "NZZ". Bisher waren zum Beispiel die Ressorts Wirtschaft und Sport nicht enthalten. Ihr Team in Berlin stockt die NZZ um zwei weitere Korrespondenten auf.
nzz.ch, turi2.de (Backgrouund)

“NZZ” und “Standard” setzen bei Deutschland-Expansion auf Synergien.

nzz-150Deutschland-Expansion von "NZZ" und "Standard" könnte sich auszahlen, schreibt Christopher Ophoven. Beide Häuser setzten beim Versuch, deutsche Leser zu gewinnen, bewusst nur wenige Ressourcen ein und setzen auf Synergien. Beiträge oder zumindest Themen werden sowohl für Deutschland als auch für die Heimat verwendet. Dadurch könnten beide Zeitungen zeitnah in Deutschland Gewinne erwirtschaften.
deutschlandfunk.de

Schweiz: Arne Bergmann leitet Print-Werbung der NZZ Medien.

NZZ Medien holen Arne Bergmann, 46, als Leiter für den Werbemarkt Print. Er folgt Andy Bürki, 44, der das Unternehmen wegen "unterschiedlicher strategischer Auffassungen"verlässt. Bergmann verantwortet die Vermarktung aller Zeitungen und Zeitschriften der NZZ Medien. Bis Januar war er Chief Sales Officer von Admeira, zuvor in verschiedenen Positionen u.a. bei Media Impact und bei Springer.
werbewoche.ch

Bauer verpflichtet Ex-NZZ-Chef Veit Dengler.

Ein Ösi in Hamburg: Bauer verpflichtet Veit Dengler, 49, als Geschäftsführer für internationale Märkte und neue Geschäftsfelder. Damit verantwortet er die Aktivitäten der Bauer Media Group u.a. in Großbritannien, den USA und Australien. Mit dem Neuzugang will Verlegerin Yvonne Bauer den Umbau der Geschäftsleitung abschließen. Bauer freue sich, mit Dengler einen "vielseitigen und international erfahrenen Top-Manager an Bord geholt" zu haben.

Die Neuausrichtung war durch den Wechsel des früheren Bauer-Geschäftsleiters Andreas Schoo zu Funke nötig geworden. Die Lücke soll Dengler nun schließen. Der Österreicher Dengler musste im Juni 2017 als Chef der Schweizer NZZ-Gruppe gehen. Grund für die Trennung sollen unterschiedliche Auffassungen zwischen Dengler und dem Verwaltungsrat zur Umsetzung der Unternehmensstrategie gewesen sein.
wuv.de, horizont.net, turi2.de (Dengler), turi2.de (Schoo), turi2.de (Funke)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "NZZ"-Chef Veit Dengler über Innovationen in der Zeitung.

Lese-Tipp: Auch Akademiker entfremden sich und lehnen die Medien ab.

Lese-Tipp: Auch die Gebildeten entfremden sich von den Medien, beobachtet der "Spiegel". Die Flücht­lings­kri­se habe das lange vorhandene Gefühl, Jour­na­lis­ten maß­ten sich an, ihre Le­ser zu ma­ni­pu­lie­ren, an die Ober­flä­che ge­spült. Auch Rechts­an­wäl­te, Steu­er­be­ra­ter und Be­am­te dachten, Medien bögen die Fakten zurecht. Die Leser wollten nicht erzogen werden, sondern sich selbst eine Meinung bilden. Viele seien wütend auf die Medien. Gewinner der Entfremdung deutscher Leser und Zuschauer sei die "Neue Zürcher Zei­tung", die sich als An­laufadres­se für deut­sche Le­ser profiliere, de­nen in den hemischen Me­di­en zu viel Kon­sens herrscht.
"Spiegel" 09/2018, S. 68-73 (Paid)

“Tagesanzeiger”: SDA setzt Stellenstreichung radikal um.

SDA Nachrichten Logo 150Schweizerische Depeschenagentur baut etwa 40 der 150 Vollzeit-Stellen schon innerhalb der nächsten zwei Wochen ab - bisher war von zwei Jahren die Rede. Die Löhne werden abgesenkt, schreiben Markus Häfliger und Philipp Loser. Die Verlage, vor allem die NZZ-Gruppe und die AZ Medien, sollen der SDA 2016 gedroht haben, eine Konkurrenzagentur aufzubauen, falls die Nachrichtenagentur nicht die Preise senke. Die SDA lagert die Wirtschaftsberichterstattung künftig an ihre Tochter AWP aus, die niedrigere Löhne zahlt. Die SDA-Redaktion warnt in einem Brief, die journalistische Grundversorgung der Schweiz sei in Gefahr.
tagesanzeiger.ch (Paid), persoenlich.com, syndicom.ch (Brief SDA-Redaktion), turi2.de (Background)

NZZ-Verwaltungsrat beruft Felix Graf als neuen CEO.


Neuer Zürcher Zampano: Die NZZ-Mediengruppe hat einen neuen CEO gefunden. Felix Graf, 50, tritt den Job im Juni 2018 an. Er folgt auf Veit Dengler, der den Posten im Juni verlassen hat. Finanzchef Jörg Schnyder leitet den Verlag seither und bis zu Grafs Amtsantritt kommissarisch.

Felix Graf ist promovierter Physiker und leitet derzeit den Energieversorger CKW, 1998 bis 2002 arbeitete er für den Berater McKinsey, bis 2009 für den Telekommunikationsanbieter Swisscom. Dort hat er auch Erfahrungen im Managen von Medieninhalten gesammelt - u.a. beim Portal Bluewin sowie dem Fernsehpaket Swisscom TV.
persoenlich.com, nzzmediengruppe.ch