Die “Zeit” erreicht in Österreich mittlerweile 114.000 Leser*innen pro Woche.

Zeit: Die Wochenzeitung erreicht in Österreich laut der aktuellen Cawi-Studie von GfK Austria und TMC-The Media Consultants mittlerweile pro Woche 114.000 Leser*innen, wie die "Zeit" selbst mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahr gewinnt sie damit rund 8.000 Leser*innen pro Ausgabe hinzu. 60 % der Menschen in Österreich kennen die "Zeit".
zeit-verlagsgruppe.de

Dritte Partnerin: AFP prüft für Facebook Fakten in Deutschland.

AFP prüft für Facebook künftig Fakten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dafür will die Nachrichten­agentur ein eigenes Büro mit Journa­list*innen in Berlin aufbauen. Das Recherche-Netzwerk Correctiv und die dpa helfen Facebook seit 2017 beziehungsweise 2019 beim Aufspüren von Fake News.
about.fb.com, turi2.de (dpa und Facebook), turi2.de (Correctiv und Facebook)

Bild des Tages: Fotograf legt sich für Ösi-Kanzler Kurz auf den Boden.

Da legst Di nieder: Ein Fotograf liegt auf dem Parkett-Fußboden des österreichischen Bundeskanzleramts in Wien. Die unbequeme Lage nimmt er für ein Bild von Kanzler Sebastian Kurz aus ungewöhnlicher Perspektive in Kauf. Kurz gibt eine Erklärung zur Lage Österreichs in der Corona-Pandemie ab und will ein "Licht am Ende des Tunnels" sehen. (Foto: Ronald Zak / AP Photo / Picture Alliance)

“Welt”: Unveröffentlichte Ibiza-Video-Sequenzen könnten Strache entlasten.

Österreich: Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat auf Ibiza unlautere Angebote offenbar abgelehnt, schreibt die "Welt" und bezieht sich auf eine Abschrift von fünf weiteren Minuten des geleakten Videos. Straches Anwalt sagt, die veröffentlichten Video-Ausschnitte seien "bewusst nachteilig" erfolgt. Florian Klenk, Chefredakteur des "Falter", schreibt auf Twitter, es handele sich um eine "Nebelbombe", viele der angeblich entlastenden Sätz fänden sich bereits im Buch von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier.
welt.de, twitter.com (Klenk), turi2.de (Background)

Red Bull zieht bei der Rechercheplattform Addendum den Stecker.

Rechercheplattform Addendum stellt in Österreich den Betrieb ein, entscheidet Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz (Foto) mit Herausgeber Michael Fleischhacker. Die Zielsetzungen der Plattform seien "nicht in ausreichendem Maße erfüllt" worden. 57 Mitarbeiter*innen verlieren ihren Job. Die Quo Vadis Veritas Stiftung will unabhängigen Journalismus fördern und wird von Mateschitz finanziert.
derstandard.at, ots.at (Pressemitteilung)

Verleger Christian Mucha sieht bei RTL eine mangelnde journalistische Sorgfalt.

RTL: Der österreichische Verleger Christian W. Mucha wirft der "Exclusiv"-Redaktion "glatten Wortbruch" vor und fordert Schadenersatz sowie Schmerzensgeld, zitiert DWDL aus einem Leitartikel Muchas im Magazin "Extradienst" sowie aus einem Facebook-Beitrag von Anfang Juli. RTL zeigte Versprecher seiner russischen Ehefrau Ekaterina, sieht die "journalistische Sorgfaltspflicht" aber nicht verletzt.
dwdl.de

Basta: Österreich empfiehlt, Körperkontakt bei bezahlten Sex zu vermeiden.

Warum trägst du eigentlich eine Maske? In Österreich dürfen Sexarbeiter*innen ihre Dienste erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder anbieten. Die neuen Empfehlungen für den Kundenkontakt lesen sich jedoch wie ein spezieller Corona-Fetisch: Beide Beteiligte sollen eine Maske tragen, den Körperkontakt auf das notwendige Maß beschränken und möglichst voneinander abgewandte Sexpositionen wählen.
rp-online.de

“manager magazin” sieht Medien von Red Bull teilweise in der Abwicklung.

Red Bull könnte seinen Fernsehsender Servus TV in eine Stiftung überführen, berichtet das "manager magazin". Damit soll das Lieblingsprojekt von Dietrich Mateschitz, 76, auch nach dem Tod des Brause-Barons vor dem Zugriff des thailändischen Mitgesellschafters geschützt werden. Große Teile des übrigen Medien-Engagements von Red Bull sieht Autor Martin Mehringer in der "Abwicklung". Unter dem neuen Chef Marcus Weber würden "Abteilungen gestutzt, andere von der Getränkesparte übernommen". Schon im August 2019 hatte Mehringer berichtet, dass Mateschitz' Medien-Sparte fast ausschließlich durch Werbung und Aufträge der Konzernmutter überlebt.
"manager magazin" 7/2020, S. 24 (Paid), turi2.de (Background)

Umfrage aus Ischgl: Après-Ski soll stärker eingeschränkt werden.

Après-Ski soll künftig "qualitäts- und maßvoller" werden, fordern 82 % der Befragten einer Umfrage des Tourismusverbands Paznaun-Ischgl, aus der die "Tiroler Tageszeitung" zitiert. Die Mehrheit wünscht sich eine zeitliche Limitierung der Angebote. Ganz auf Après-Ski verzichten wollen die mehr als 700 befragten Einheimischen, Gäste und Mitarbeiter*innen nicht.
tt.com (Paid) via rnd.de

“Handelsblatt”: Funke will Dichands bei der “Kronen-Zeitung” rausdrängen.

Kronen-Zeitung: Funke will die Verleger-Familie Dichand mittels einer Ausschlussklage aus dem gemeinsamen Unternehmen drängen, berichtet das "Handelsblatt". Die Dichands hatten ihre Anteile im Januar in einer gemeinsamen Gesellschaft in Wien zusammengefasst, was laut Gesellschaftervertrag nicht erlaubt ist. Sollte Funke sich vor Gericht durchsetzen, bekämen die Dichands als Entschädigung nur den Buchwert des Unternehmens. Investor Rene Benko, der zusammen mit Funke 50 % hält, könnte dann Mehrheitsgesellschafter werden. Auch ein Komplettausstieg von Funke sei nach einem Ausschluss der Dichands vorstellbar, schreibt Hans-Peter Siebenhaar.
handelsblatt.com (Paid)

Lufthansa-Tochter Austrian Airlines erhält Staatshilfe in Höhe von 450 Mio Euro.

Austrian Airlines, coronabedingt strauchelnde Lufthansa-Tochter, erhält als Staatshilfe neben Krediten in Höhe von 300 Mio Euro einen staatlichen Zuschuss von 150 Mio Euro. Die Kredite seien zu 90 % vom Staat gesichert. Die Deutsche Lufthansa steuere weitere 150 Mio Euro bei. Österreich erhalte eine zehnjährige Standortgarantie, aber keine Beteiligung am Unternehmen.
handelsblatt.com

Basta: Verbockt.

Schweigen wär' Gold: In Österreich beleidigt Vize-Regierungschef Josef Geisler eine Umweltschützerin öffentlich als "widerwärtiges Luder". Weil er weiß, wie der Hase läuft und einen Shitstorm am Horizont aufziehen sieht, entschuldigt er sich halbgar. Doch seine PR-Abteilung schlägt einen Haken und lässt ausrichten, der Begriff "Luder" sei "nicht zwingend negativ", stamme er doch aus der Jägersprache und bezeichne "einen Köder zum Anlocken von Raubtieren" – in diesem Fall aber nur für einen Kommunikations-Bock.
sueddeutsche.de

Ibiza-Video soll an den Untersuchungsausschuss übermittelt werden.

Österreich: Justizministerin Alma Zadić will, dass der Untersuchungsausschuss Zugriff auf das Ibiza-Video erhält. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft erfuhr offenbar erst aus den Medien, dass die "Soko Tape" die vollständigen Aufnahmen bereits Ende April sichergestellt hat. Laut Soko sei der Fund im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien erfolgt, die auch informiert worden sei.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Funke lehnt Verkauf der “Krone” ab und geht gegen Schiedsgerichtsentscheidung vor.

Kronen Zeitung: Der Machtkampf um die Zeitung geht in die nächste Runde. Funke kündigt an, gegen die Schiedsgerichtsentscheidung aus der vergangenen Woche wegen "schwerwiegender Unregelmäßigkeiten" vorzugehen. Das Gericht hatte die Kündigung der Verträge zwischen Funke und der Gründerfamilie Dichand für nichtig erklärt und damit die Patt-Situation zwischen den zerstrittenen Parteien verlängert. Gleichzeitig beton Funke, dass der Verlag einen Verkauf seiner Anteile an die Familie Dichand kategorisch ausschließe und auch nicht zu Gesprächen bereit sei.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Schiedsgericht verlängert Patt-Situation im Funke-Dichand-Streit.

Kronen Zeitung: Ein Schweizer Schiedsgericht hat die Patt-Situation im Streit um Macht und Geld bei Österreichs größter Tageszeitung zwischen der Gründerfamilie Dichand und der deutschen Funke Gruppe verlängert, teilt Christoph Dichand, Herausgeber und Chefredakteur der Zeitung, mit. Demnach ist eine Kündigung der Verträge durch Funke, die die Essener und Dichand 1987 geschlossen haben, nichtig. Der deutsche Verlagskonzern will seine 50 % an der "Krone" an den Investor René Benko abtreten, der will nur übernehmen, wenn die Verpflichtungen aus den Alt-Verträgen entfallen. Die Vereinbarung sichern den Dichands 7 Mio Euro Vorabgewinn pro Jahr zu, unabhängig von der wirtschaftlichen Leistung der Zeitung. Die Dichands haben außerdem in der Redaktion das Sagen.
derstandard.at

Zitat: Frederik Obermaier rät nicht zu Verabredungen nach großen Veröffentlichungen.

"Ich würde für den Abend der Veröffentlichung kein Treffen mit Familie und Freunden mehr vereinbaren. Denn das hatte ich leider gemacht – und kam gehörig zu spät."

Frederik Obermaier, Leitender Investigativ-Redakteur bei der "Süddeutschen Zeitung", sagt einem Jahr nach dem Ibiza-Gate dem "Standard", dass die Beteiligten noch immer Drohungen erhalten.
derstandard.at

Servus TV holt sich Rechte für Europa- und Champions League in Österreich.

Servus TV darf in Österreich ab Sommer 2021 drei Jahre lang Champions League, Europa League und die neue Europa Conference League senden. Das hat der Red-Bull-Sender jetzt offiziell bestätigt. Pro Saison wird er 33 Spiele der Wettbewerbe im Free TV übertragen. Die Spiele der Champions League waren in Österreich seit 2018 nur gegen Bezahlung zu sehen.
derstandard.at, dwdl.de

Karin Kneissl, Ex-Außenministerin von Österreich, schreibt für Russia Today.

Russia Today heuert Karin Kneissl, Ex-Außenministerin von Österreich, als Kolumnistin an. Kneissl hat sich zuletzt öffentlich beschwert, trotz null Einkommen wegen der Krise kein Geld aus dem Härtefallfonds für Selbstständige zu bekommen. Ihre erste Kolumne bei RT dreht sich um die Zukunft des Autos. Putin war 2018 Ehrengast bei Kneissls Hochzeit.
derstandard.de, sueddeutsche.de

Daten von 1 Mio Österreicher*innen sollen auf Regierungsseite frei einsehbar gewesen sein.

Datenpanne: Persönliche Daten von mehr als 1 Mio Österreicher*innen waren auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums frei zugänglich, behauptet die österreichische Oppositionspartei Neos. Darin sollen auch die Wohnadressen ranghoher Politiker*innen zu finden gewesen sein, darunter von Alexander Van der Bellen. Das Wirtschaftsministerium bestreitet ein "Datenleck". Das Register ist inzwischen offline.
derstandard.at

Wie geht’s Österreich, Christian Rainer?


O du mein Österreich: Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Christian Rainer über die Lage von Politik, Gesellschaft und Medien in Zeiten der Lockdown-Lockerungen bei unseren südlichen Nachbarn. Der Chefredakteur und Herausgeber des österreichischen Nachrichten-Magazins Profil beklagt etwa den Umgang der Politik mit den Medien. Bei der Verteilung von Corona-Hilfen seien die "niveauvollen Qualitätsmedien" anfangs vergessen worden. Erst nach Protesten sei auch bei "Profil" etwas von der Hilfe angekommen. "Ich glaube, die wirklich privilegierten Journalistinnen und Journalisten sind diejenigen, die in öffentlich-rechtlichen Medien arbeiten", sagt Rainer. Er sieht eine gewisse "Hybris" bei den Kolleg*innen, die jetzt ganz anders "dastehen als wir Privatmedien".

Rainers größte Sorgen gelten der Freiheit und dem Klima: "Wenn Sebastian Kurz über eine Corona-App spricht, dann ist es nicht das Gleiche, als würde zum Beispiel Angela Merkel darüber sprechen." Seine Befürchtung ist, dass im Rahmen von Corona die Demokratie langfristig und gut begründet eingeschränkt wird. Schließlich komme der österreichische Bundeskanzler gerade aus einer Koalition mit der rechten FPÖ. Von "Profil" auf die Demokratie-Einschränkungen im Nachbarland Ungarn angesprochen antwortete der Kanzler etwa, er habe jetzt keine Zeit sich damit zu beschäftigen.

Das wichtigste Thema, "das wir eigentlich zu bearbeiten hätten", sei die Klimakatastrophe, sagt Rainer. Er befürchtet, dass am Ende nicht mehr genug Geld da ist, um umzudenken und umzurüsten - und dass auch die "mentale Energie" dafür fehlt. "Ich bin mir sicher, Corona wird im Vergleich zu dem, was uns als Klimakatastrophe schnell entgegenkommt, nicht mal ein Nebensatz sein", sagt Rainer.
turi2.tv (18-Min-Interview auf YouTube)

Funke stellt sich bei Gewinnausschüttung an “Kronen”-Familie Dichand quer.

Funke verhindert die üppige Gewinn­aus­schüttung von 7,3 Mio Euro an die "Kronen"-Dynastie Dichand um Herausgeber Christoph Dichand (Foto), meldet "Die Presse". Funke versucht seit Jahren, die Privilegien der Dichands ein­zu­schränken. Die "Kronen Zeitung" gehört zu je 50 % den Erben von Verleger Hans Dichand und der WAZ Ausland Holding, an der Funke 51 % und Investor René Benko 49 % hält. Funke und Benko hatten Anfang 2020 bei der österreichischen Wettbewerbsbehörde "alleinige Kontrolle" über das Boulevard-Blatt angemeldet – bisher jedoch ohne Ergebnis.
derstandard.at, diepresse.com (Paid), turi2.de (Background)

ORF rechnet mit bis zu 50 Mio Euro weniger Einnahmen.

ORF rechnet in der Krise mit einem operativen Minus zwischen 28,6 und 50 Mio Euro, zitiert der "Standard" aus der Stiftungsrat-Sitzung den ORF-Chef Alexander Wrabetz. Die Rekordarbeitslosigkeit lässt die Einnahmen aus den Rundfunkgebühren einbrechen, da Arbeitslose in Österreich unter bestimmten Bedingungen von der Abgabe befreit sind.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Österreich: ORF befürchtet einbrechende Gebühreneinnahmen.

ORF 150ORF rechnet mit einem Gebühren-Minus zwischen 30 und 70 Mio Euro, meldet der "Standard". Grund ist die Corona-bedingt historisch hohe Zahl der Arbeitslosen in Österreich. Sie können eine Befreiung von der Gebühr beantragen. Der Sender finanziert sich zu zwei Drittel aus Gebühren, die bei etwa 640 Mio Euro pro Jahr liegen, ein Drittel entfällt auf Werbeeinnahmen.
derstandard.at

Österreich plant für deutsche Urlauber eine Ausnahme bei der Reisefreiheit.

Österreich will gezielt um deutsche Urlauber werben und für sie eine Ausnahme bei der eingeschränkten Reisefreiheit machen – ab wann, ist offen. Ende April will die österreichische Regierung einen Plan fürs Hochfahren des Gastronomie- und Tourismussektors vorlegen. Die Deutschen sind mit 31 % die wichtigste Besuchergruppe Österreichs, die Tourismusbranche hat in der Krise wegen der Fahrlässigkeit in Skiorten wie Ischgl gelitten. Hunderte Skitouristen planen deshalb Schadensersatzklagen gegen Österreich.
handelsblatt.com

Basta: Falscher Farbtopf.

Kritzel-Krise: Die Kindersendung "Wow" von Radio Wien, einem ORF-Regionalsender, läuft zu Corona-Zeiten täglich und gibt stets eine Hausaufgabe – die Malvorgabe "Porträt des Bundeskanzlers Kurz", bestenfalls mit österreichischer Fahne, entfernt sich nach Geschmack vieler Eltern allerdings doch etwas weit von freier Kunst. Die Redaktion hat sich die Aktion rosiger ausgemalt und kurz-erhand beendet – ist doch keine Kunst, kann weg.
derstandard.at

“Vorschläge von vorgestern”: Österreichs Finanzminister lehnt Corona-Bonds ab.

EU-Hilfen: Österreichs Finanzminister Gernot Blümel lehnt Corona-Bonds im "Handelsblatt"-Interview ab. "Die Krise sollte nicht dazu genutzt werden, Vorschläge von vorgestern unter dem Deckmantel der Corona-Krise umzusetzen", sagt Blümel. Das Anleihe-Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank könnte den besonders betroffenen Ländern helfen.
handelsblatt.com (Paid)

oe24.TV entschuldigt sich bei n-tv für die unerlaubte Übernahme von TV-Bildern.

Breaking News Rules: n-tv und oe24.tv einigen sich außergerichtlich, nachdem der österreichische Nachrichtensender ohne Erlaubnis TV-Bilder übernahm, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Bereits vor zwei Wochen hat oe24.tv ein nachträgliches Honorar gezahlt. Wolfgang Fellner, Chef von oe24.tv, hat sich bei Tanit Koch entschuldigt und "natürlich" eine Unterlassungserklärung abgegeben. oe24.tv hat sich vom verantwortlichen Chef vom Dienst "umgehend einvernehmlich getrennt".

Für n-tv sei der Vorfall "erledigt", schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die Idee, die Live-Bilder von n-tv ungefragt zu übernehmen, ist laut Fellner von einem jungen Chef vom Dienst gekommen. Das Vorgehen des Mitarbeiters, der seine erste - und mit dem Abgang wohl auch letzte - Dienstwoche beim österreichischen Nachrichtensender absolviert hat, "widerspricht eindeutig allen Dienstanweisungen" der Mediengruppe Österreich. (Foto: Screenshot oe24.tv via Twitter)
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Anlegerschützer werfen Wirecard die Abwicklung illegaler Geschäfte vor.

Wirecard: Die Wiener Anlegerschutzorganisation "European Funds Recovery Initiative" hat Strafanzeige gegen den Zahlungsdienstleister gestellt, schreibt das "Handelsblatt". Wirecard habe über Jahre Zahlungen für illegale Geschäfte abgewickelt, laut Anzeige geht es u.a. um "Finanztransfers in Zusammenhang mit mutmaßlich betrügerischen Online-Trading-Webseiten", Wirecard dementiert.
handelsblatt.com

Wir graturilieren: Armin Thurnher wird 71.


Wir graturilieren: "Falter"-Chefredakteur und -Herausgeber Armin Thurnher wird heute 71 Jahre alt und feiert im ganz kleinen Kreis, mit seiner Frau auf dem Land. Im vergangenen Jahr freute er sich besonders über die vielen schönen Wünsche und Feiern zu seinem 70. Geburtstag, zu denen auch das Erscheinen zweier Bücher gehörte: des Essaybands "Seinesgleichen" im Falter-Verlag und des Romans "Fähre nach Manhattan" bei Zsolnay. Andererseits erfreute Thurnher der erstaunliche Erfolg des "Falter", der seine verkaufte Printauflage so stark steigern konnte, dass er damit Verluste im Anzeigengeschäft mehr als kompensierte. Fürs kommende Jahr wünscht er sich, dass dieser Erfolg anhält, er sich auf die Rolle als Autor und Herausgeber beschränken kann und sein Nachfolger Florian Klenk mit dem "Falter"-Team "weiterhin die österreichische Öffentlichkeit dominiert". Gratulationen sind per E-Mail oder auf Twitter willkommen. (Foto: Irena Rosc)

n-tv fordert Unterlassungserklärung und Schadenersatz von oe24.TV.

n-tv fordert von oe24.TV eine Unterlassungserklärung sowie Schadenersatz in unbekannter Höhe. Der österreichische Nachrichtensender hatte ohne Genehmigung das TV-Signal von n-tv übernommen. Die Schadenersatzforderung basiere auf dem Urheberrechtsgesetz. Die Mediengruppe Österreich schweigt bisher zum Vorfall.
derstandard.at via dwdl.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Tanit Koch beantwortet den TV-Fragebogen live auf der Launchparty-Bühne (Archiv 10/2019).

Nachrichtensender oe24.TV sendet ohne Zustimmung TV-Bilder von n-tv.

oje24.TV: Der österreichische Nachrichtensender oe24.TV übernahm ohne vorherige Zustimmung TV-Bilder von n-tv, schreibt DWDL. Für die Berichterstattung nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen griff der österreichische Sender eigenmächtig auf das Sendesignal von n-tv zurück und überblendete deren Laufband mit dem eigenen News-Ticker. Ein Hinweis, dass es sich um Fremdmaterial handelt, gab es nicht. n-tv-Geschäftsführerin Tanit Koch fragte die oe24.TV-Kollegen via Twitter, ob ihnen die Reporter ausgegangen seien und kennzeichnete ihren Tweet mit dem Hashtag "#oje24".

Ob der Signalklau ein juristisches Nachspiel haben wird, ist derzeit unklar. Bereits im Vorjahr bediente sich oe24.TV beim ORF, um den Wiener Opernball zu übertragen. Der ORF habe laut DWDL keine rechtlichen Schritte eingeleitet, sondern wolle die Angelegenheit mit Wolfgang Fellner, Chef der Mediengruppe Österreich, die oe24.TV betreibt, klären. Auch eine Pressekonferenz, die der ORF übertrug, übernahm der österreichische Privatsender ohne Zustimmung des ORF. (Foto: Screenshot oe24.tv via Twitter)
dwdl.de, twitter.com

Google wälzt neue Digitalsteuer in Österreich auf Werbekunden ab.

Durchlaufender Suchposten: Google gibt die Kosten für die in Österreich seit Anfang 2020 geltende Digitalsteuer von 5 % auf Einnahmen aus Onlinewerbung künftig an die Kunden weiter, schreibt der "Standard". Googles Gebühr von 5 % fällt auf Anzeigen an, die von Nutzern in Österreich gesehen werden. Der Preisaufschlag soll im Laufe dieses Jahres, frühestens in der zweiten Jahreshälfte erhoben werden.

Eine rückwirkende Berechnung plane Google nicht, schreibt der "Standard". Die Steuerbehörde in Österreich verlangt 5 % auf Einnahmen aus Onlinewerbung bei Konzernen mit einem Umsatz von mehr als 750 Mio Euro. Auch Werbekunden außerhalb Österreichs müssen Googles Preisaufschlag zahlen, sofern die Anzeige in Österreich sichtbar ist.
derstandard.at

D-Force expandiert nach Österreich.

D-Force, das Joint Venture für Programmatic Addressable-TV von RTL und ProSiebenSat.1, expandiert nach Österreich. Zum Start sind die Angebote von IP Österreich und ProSiebenSat.1 Puls 4 dabei, externe Partner sollen aber hinzukommen. Kunden können künftig auch länderübergreifende Kampagnen buchen.
d-force.tv

Aus dem Archiv: SevenOne-Chef Thomas Wagner über die Pläne der D-Force (07/2019).

Österreichs Bundesverfassung ist künftig auch als Magazin erhältlich.

Österreich: Die Verfassung gibt es anlässlich des 100. Geburtstags künftig auch als optisch aufbereitetes Magazin. Die Auflage beträgt zunächst 25.000 Exemplare. Ideengeber ist Oliver Wurm, der zuvor das deutsche Grundgesetz als Magazin veröffentlichte. Hinter dem verlagsunabhängigen Projekt stehen zudem drei weitere Herausgeber.
verfassung-magazin.at

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Kiosk ist wichtigster Vertriebskanal" – Oliver Wurm über den Erfolg des “Grundgesetz-Magazins" (09/2017).

Zahl des Tages: Zahl der österreichischen Journalisten sinkt auf 5.346.

Zahl des Tages: Festangestellte 5.346 Journalisten sowie 600 bis 900 Freie arbeiten in Österreich, sagt der Österreichische Journalismusreport – es werden weniger, auf die der Druck steigt. Das Durchschnittsalter in den Redaktionen liegt laut Report bei 44,5 Jahren, nur jeder Zehnte ist unter 30. Außerdem arbeiten nur 40 % regelmäßig für digitale Kanäle.
derstandard.de

ORF: Zentralbetriebsrat klagt vor dem Arbeits- und Sozialgericht gegen Führung.

ORF 150ORF: Der Betriebsrat hat Feststellungsklage gegen den ORF beim Arbeits- und Sozialgericht eingereicht. Laut Betriebsrat hält der Sender sich nicht an die 2018 über zwei Jahre beschlossene Gehaltsrunde. 2020 entstehe der Belegschaft dadurch ein "reales Minus von einem halben Prozentpunkt". Der ORF hält gegen, der Modus für die Berechnung der Inflationsrate, um die es im Kern geht, sei schriftlich vereinbart und vom Stiftungsrat genehmigt.
derstandard.de, horizont.at

Österreich: Verleger Wolfgang Fellner startet das News-Magazin “Insider”.

Österreich: Verleger Wolfgang Fellner bringt das News-Magazin "Insider" auf den Markt, es startet mit 133.000 Auflage. Die Hälfte liegt jeden Freitag der Zeitung "Österreich" bei, der Rest geht für 2,90 Euro an den Kiosk. "Insider" kommt mit 100 Seiten. Werner Schima, Co-Herausgeber und Chefredakteur von "Österreich", und Angela Sellner, Leiterin Wirtschaftsressort bei "Österreich", übernehmen die Chefredaktion.
horizont.at