“Standard”: RTL-Sender nehmen Österreich-Programm in Angriff.

Mediengruppe RTL plant offenbar ein Programmfenster für Österreich, berichtet der "Standard". Im Lizenzantrag sei zunächst Österreich-Programm bei n-tv zu erkennen. Bisher haben die RTL-Sender im Nachbarland nur regionale Werbefenster, die Einnahmen ohne Kosten bringen. Die Zurückhaltung mit eigenem Programm fußt auf einem Nichtangriffspakt zwischen dem ORF und Ex-RTL-Chef Gerhard Zeiler, der 1998 vom ORF zu RTL kam. ProSiebenSat.1 sendet schon seit 2002 Ösi-Programm und betreibt mit Puls4 und ATV inzwischen zwei eigenständige Sender.
derstandard.at

René Benko will Funke-Anteile der “Kronen Zeitung” komplett übernehmen.


Öxit-Chance: Immobilien- und Handelsmogul René Benko (Foto links) will sein Medien-Geschäft weiter ausbauen und Funke auch die restlichen Anteile an der "Kronen Zeitung" abkaufen, sagt Benko im Interview mit der "Presse am Sonntag". Er hält seit November 2018 rund ein Viertel an der "Krone", weitere rund 25 % liegen bei Funke, 50 % besitzt die Gründerfamilie Dichand. Benko sagt, er wolle künftig nicht mehr nur "Beifahrer" sein.

Benko wolle als "aktiver Gesellschafter" wirken, eine komplette "unfreundliche Übernahme" des Boulevard-Blatts strebe er aber nicht an. Dem Erben, Herausgeber und Chefredakteur Christoph Dichand gibt er praktisch eine Jobgarantie. Funke hat in Österreich immer wieder Streit mit der "Krone"-Verlegerfamilie Dichand.
diepresse.com (Paid), handelsblatt.com, orf.at, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Österreich erhöht nationale Digitalsteuer auf 5 %.

Darf's ein bisschen mehr sein? Österreich will ab 2020 eine Digitalsteuer von 5 % auf Onlinewerbung einführen - bisher plante die Regierung eine Abgabe von 3 %, meldet die dpa. Die Steuer gilt für Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von über 750 Mio Euro. 15 der erwarteten 200 Mio Euro Einnahmen sollen an österreichische Medien gehen.

Internetkonzerne zahlen derzeit im Schnitt nur 0,8 % ihres Umsatzes an Körperschaftsteuer, meldet das österreichische Finanzministerium. Das Kabinett will im Zuge des Digitalpaktes Buchungsplattformen wie Airbnb verpflichten, den Behörden ihre Umsätze zu melden. Paketlieferungen aus Drittstaaten außerhalb der EU sollen zudem nicht mehr von der Umsatzsteuer befreit sein. Eine europaweite Digitalsteuer ist Anfang März in der EU-Kommission gescheitert.
spiegel.de, kleinezeitung.at, n-tv.de, ots.at, turi2.de (Background)

Meinung: Satirische Polit-Formate sind moderne Hofnarren.

Satire wird in Zeiten von Fake News immer wichtiger, schreibt Georg Leyrer. Die Late-Night-Shows in den USA seien "die Hofnarren unserer Zeit". Satiriker erreichten auch Menschen, die sich sonst "längst aus dem Informationsgewusel ausgeklinkt haben". Der österreichische "Kurier" steigt auf den Satire-Zug auf und startet am Montag das Satireportal "Kurier mit Schlag".
kurier.at, turi2.de (Background)

EU begräbt Digitalsteuer-Pläne, Dänemark, Irland und Schweden dagegen.


Ein Kleeblatt der Verneinung: Die EU-Staaten können sich nicht auf eine gemeinsame Digitalsteuer einigen, mit der Internet-Riesen wie Facebook und Google zur Kasse gebeten werden sollten. Monatelange Verhandlungen haben laut des rumänischen Finanzministers Eugen Teodorovici keine Lösung gebracht. Dänemark, Irland und Schweden sind gegen die gemeinsame Digitalsteuer.

Die EU will stattdessen bis 2020 eine gemeinsame Position für eine Lösung auf globaler Ebene finden. Ob noch mehr Köche den Brei retten werden, muss sich zeigen. Deutschland ist für eine Digitalsteuer und will sich dabei eng mit Frankreich abstimmen, das kürzlich 3 % des Umsatzes als Digitalsteuer eingeführt hat. Auch Österreich plant eine ähnliche Steuer.
handelsblatt.com, heise.de, turi2.de (Frankreich)

Zitat: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sieht die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender gefährdet.

"Wir glauben, dass die Beitragsfinanzierung durch 3 Mio Gebührenhaushalte eine größere Unabhängigkeit ist, als wenn man jedes Jahr zum Finanzminister um ein Budget einkommen muss."

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz beunruhigen die Pläne der österreichischen Regierung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk künftig aus dem Haushaltsbudget zu finanzieren, sagt er im Interview mit Deutschlandfunk.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Österreich: “Kurier” startet ein Satireportal.

Österreich: Der "Kurier" plant ein Satireportal namens "Kurier mit Schlag", das im April starten soll. Die Karikaturisten und Satiriker Michael Pammesberger, Dieter Chmelar, Guido Tartarotti und Birgit Braunrath sollen sich dort mit Zeichnungen, einem Wochen-Quiz und einem satirischen Wochenrückblick austoben. Außerdem plant der "Kurier" Auftritte der vier.
derstandard.at

ORF will sich zur Not mit einer Volksabstimmung retten.

ORF 150ORF fürchtet Einschnitte durch das neue ORF-Gesetz, da vor allem die rechte Regierungspartei FPÖ dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegenüber feindlich auftritt, schreibt Hans-Peter Siebenhaar. Denkbar sei, dass der ORF künftig statt durch Gebühren direkt durch Staatsmittel finanziert werden könnte. ORF-Vertreter erwägen nun die Flucht in eine Volksbefragung wie in der Schweiz, da sie sich der Rückendeckung durch die Bevölkerung gewiss fühlen.
handelsblatt.com

Almdudler trinkt eigene Spezi ohne Coca-Cola.

Almdudler kündigt Coca-Cola nach mehr als drei Jahrzehnten die Partnerschaft, berichtet das "Handelsblatt". Der Hersteller der Käuter­limonade aus Österreich hat seit Anfang 2018 ein Spezi-Getränk auf den Markt, das mit Coca-Colas Mezzo-Mix konkurriert. Bisher hat Coca-Cola Almdudler für die Gastronomie abgefüllt und zusammen mit eigenen Marken vertrieben.
"Handelsblatt", S. 45 (Paid)

Marcus Hebein wird Chefredakteur von Keystone-SDA.

Keystone-SDA, Schweizer Nachrichten­agentur, stellt einen Österreicher an ihre Spitze: Marcus Hebein, zuletzt Vize-Chefredakteur der Apa, wird als Leiter Multimedialer Newsroom de facto Chefredakteur. Die Stelle ist seit dem Abgang von Bernard Maissen Ende 2017 unbesetzt. Die Vize-Chefs hatten übernommen und unterstehen Hebein künftig.
persoenlich.com, presseportal.de

Österreich halbiert Mehrwertsteuer für E-Books.

E-Books werden in Österreich künftig steuerlich genauso wie gedruckte Bücher behandelt. Auch auf andere digitale Publikationen wie Zeitschriften sollen nur noch 10 statt 20 % Mehrwertsteuer anfallen. Die EU-Finanzminister hatten sich im Herbst für die Angleichung der Steuersätze ausgesprochen. Bisher besteuert Deutschland gedruckte Zeitungen mit 7 %, E-Books mit 19 %. Eine Absenkung solle folgen.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Türkei lässt österreichischen Journalisten Max Zirngast frei.

Türkei: Der österreichische Journalist Max Zirngast ist wieder frei. Er saß seit September in türkischer Haft. Die Behörden werfen ihm Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Zirngast, der für "Junge Welt" und das linke Onlinemagazin "Revolt" schreibt, darf die Türkei nicht verlassen und muss sich wöchentlich bei der Polizei melden. Sein Prozess soll am 11. April beginnen.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Basta: Sky und die AGTT streiten über österreichische TV-Quoten.

Das Runde muss in den eckigen Kasten: In Österreich ist die dortige Fußball-Bundesliga nicht mehr im Free-TV, sondern nur noch auf Sky zu sehen. Die TV-Reichweite ist daher gesunken – aber nicht so sehr wie die Quotenmesser der AGTT melden, behauptet Sky. Die Vereine zeigen sich vom Streit unbeeindruckt. Sie wissen: Nicht der Ballbesitzt zählt, sondern die Tore. Oder in diesem Fall: das Geld.
dwdl.de

“Kronen Zeitung” verschweigt Details aus Täterbeschreibung nach Anschlag in Nürnberg.

Kronen Zeitung lässt in ihrer Berichterstattung über die Messerattacke in Nürnberg die Täterbeschreibung aus. Die Zeitung zitierte zwar die Tweets der Polizei Mittelfranken zur Fahndung. Jedoch werden die Informationen ausgelassen, die Polizei suche nach einem Mann mit "blonden bis dunkelblonden Haaren, hellem Teint".
derstandard.at

Österreich: Apa-Vize Johannes Bruckenberger steigt zum Chefredakteur auf.

Apa befördert Vize-Chef Johannes Bruckenberger zum Chefredakteur der österreichischen Nachrichtenagentur. Er folgt auf Michael Lang, der nach 13 Jahren als Chefredakteur ins Apa-Management wechselt. Bruckenberger ist seit 1994 bei der Apa, seit 2004 Vize-Chef und seit 2016 Leiter des Ressorts Innenpolitik.
ots.at (Bruckenberger), ots.at (Background Lang)

“Standard” kündigt Mitarbeitern trotz höherem Budget.

Österreichische Rechenspiele: Standard trennt sich von mindestens vier fest angestellten Journalisten, schreibt DWDL. Die Betroffenen sollen bereits informiert worden sein. Vorstand Alexander Mitteräcker (Foto) kündigt für 2019 ein um 2 % höheres Personalbudget an, um Mehraufwendungen durch veränderte Verträge auszugleichen. "Aufgrund der aktuellen Entwicklungen" habe der Betriebsrat für Montag eine Betriebsversammlung angekündigt.
dwdl.de, diepresse.com

ORF löscht 50 Facebook-Seiten.

ORF 150ORF macht mit seiner angekündigten Facebook-Diät ernst und löscht zum 1. Dezember 50 von insgesamt 70 Seiten auf Facebook. Damit bleiben etwas mehr Seiten bestehen, als zunächst geplant. Künftig will der ORF nur noch einen Dachmarkenauftritt, eine Seite pro Sender sowie eine pro Landesstudio pflegen. Mit wenigen Ausnahmen wollen die Österreicher keine Videos ganzer Sendungen mehr auf Facebook hochladen.
dwdl.de

“Red Bulletin” startet Brause-“Barbara” mit wechselnden Maskottchen.

Red Bull gönnt sich ein Maskottchenmagazin mit wechselndem Titelgesicht: Skirennläufer Marcel Hirscher hat als "Herausgeber und Blattmacher" die erste Ausgabe der "The Red Bulletin Heroes" mitgestaltet und "nicht einfach sein Gesicht hergegeben". Die Line Extension des Brauseblattes erscheint mit 100.000 Auflage am Mittwoch zum Copypreis von 4,20 Euro. Weitere Ausgaben mit anderen Protagonisten sollen folgen.
derstandard.at

Funke verkauft Teil seines Österreich-Geschäfts an Karstadt-Besitzer René Benko.


Marke kauft Medien: Immobilien- und Handelsmogul René Benko kauft Funke 49% seines Österreich-Geschäfts ab – und steigt damit bei "Krone" und Kurier" ein. Die Signa Holding des Karstadt-Eigentümers wird Mitbesitzer der WAZ Ausland Holding, in der Funke jeweils rund 50% an den beiden Zeitungstiteln hält. Funke sieht in Signa einen starken Partner für die Digitalisierung, Signa verspricht sich durch das erste Investment im Medienbereich mehr Nähe zu den Kunden.

Funke lobt Signa als "starken Partner für unsere verlegerischen Aktivitäten in Österreich". Kapitalkraft und Knowhow sollen vor allem der "konsequenten Digitalisierung" dienen. Signa gehören zahlreiche Immobilien und Handelsunternehmen, darunter Online-Shops. Benko fusioniert in Deutschland gerade Karstadt und Kaufhof. Dem Einstieg in Funkes Österreich-Geschäft müssen noch die Kartellbehörden zustimmen. Funke hat in Österreich immer wieder Streit mit der "Krone"-Verlegerfamilie Dichand. (Fotos: Hans Klaus Techt, Chromorange; Montage: turi2)
funkemedien.de, derstandard.at

Basta: Elektrowagen dürfen in Österreich künftig schneller fahren als Benziner.

Ich geb' Strom, ich geb' Strom: Österreichs Behörden wollen Elektroautos attraktiver machen und haben den Bleifuß als Verkaufsargument entdeckt. Künftig dürfen Elektroautos auf rund 440 Kilometern Schnellstraße 130 km/h fahren, statt der für Autos mit Verbrennungsmotor erlaubten 100 km/h. Problem an der Idee: Sie funktioniert erst, sobald alle Diesel und Benziner umgestiegen sind und die Straße nicht mehr blockieren.
spiegel.de

“Kronen Zeitung”: Dichand-Erbe ist verteilt.

Kronen Zeitung: Acht Jahre nach seinem Tod ist der Nachlass von Verleger Hans Dichand geregelt, schreibt der "Standard". Seine Ehefrau Helga Dichand sowie die drei Kinder Kinder Michael, Johanna und Christoph erhalten zu gleichen Teilen je 12,5 %. Die anderen 50 % gehören der Funke Mediengruppe, der ein Verkaufsinteresse nachgesagt wird. Seit 2014 versucht Funke, aus einem ungünstigen Garantiegewinn-Vertrag herauszukommen.
derstandard.at

Video-Tipp: Kai Diekmann bewertet “Maulkorb-Mail” von Österreichs Innenminister Kickl.

Video-Tipp: Kai Diekmann bewertet bei den Österreichischen Medientagen die "Maulkorb-Mail" von Innenminister Herbert Kickl. Im Interview mit "Horizont Österreich" erklärt er, Beeinflussungs- und Einschüchterungsversuche gegenüber Medien habe es schon immer gegeben - und verweist u.a. auf die deutsche Spiegel-Affäre.
horizont.at (4,5-Min-Video), turi2.de (Background)

Österreich: Innenminister Kickl muss sich wegen Maulkorb-Mail vor Parlament verantworten.

Herbert Kickl, österreichischer Innenminister, muss sich wegen seiner "Maulkorb-Mail" vor dem Parlament verantworten. Der FPÖ-Politiker hatte die Polizei aufgefordert, den "Kurier", den "Falter" und den "Standard" nur noch mit unbedingt nötigen Infos zu versorgen. Am Mittwoch wird das Thema auf Antrag der liberalen Neos in einer dringlichen Anfrage behandelt; auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte Kickl scharf kritisiert.
svz.de, turi2.de (Background)

Österreichs Innenminister verhängt Informationssperre gegen kritische Medien.

Österreich: Innenminister Kickl weist die Polizei in der Alpenrepublik an, die Medien "Kurier", "Standard" und "Falter" nur noch mit unbedingt notwendigen Informationen zu versorgen, zitiert der "Kurier" aus einer E-Mail, die in der vergangenen Woche an die Polizeipressestellen im Land verschickt wurde. Reportagen und die Begleitung von Beamten sollen nur noch möglich sein, wenn eine "neutrale oder positive Berichterstattung" im Voraus garantiert werde. Der FPÖ-Minister fordert zudem, Täterherkunft und -Aufenthaltsstatus in den offiziellen Polizei-Mitteilungen und in Interviews zu kommunizieren.
kurier.at

ServusTV will in Deutschland mit MotoGP nochmal neu durchstarten.

Servus TV will sich wieder stärker in Deutschland engagieren. "Die Entscheidung aus Deutschland rauszugehen, wurde revidiert", sagt Senderchef Ferdinand Wegscheider dem "Kurier". Einen großen Schub erhofft sich der Sender von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz vom MotoGP, für den Servus TV auch die Exklusiv-Rechte für Deutschland hat. Bei eingekaufter Fiction sei das Sehverhalten zwischen Deutschen und Österreichern teils sehr unterschiedlich.
kurier.at via dwdl.de

Alexandra Stanić übernimmt die Redaktionsleitung für VICE.com in Österreich.

Vice holt Alexandra Stanić als Redaktionsleiterin für den verlassenen Ableger in Österreich. Sie kommt von Biber, wo sie zuletzt als Chefreporterin und Leiterin der Lehrredaktion für Jungjournalisten gearbeitet hat. Mitte August war die gesamte österreichische Redaktion von Vice zurückgetreten, da die Redaktionen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland unter deutscher Führung von Laura Himmelreich verschmelzen.
per Mail, turi2.de (Background)

Türkische Polizei nimmt österreichischen Journalisten fest.

Türkei: Die Polizei hat in Ankara den österreichischen Journalisten Max Zirngast festgenommen. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Razzia gegen die linksgerichtete türkische Splitterpartei TÖPG. Der 29-Jährige Student schreibt u.a. für die Junge Welt sowie die linken Onlinemagazine Revolt aus der Schweiz und Jacobin aus den USA.
derstandard.at, jungewelt.de

Zitat: Vice-Redaktion hat wegen thematischer Ausrichtung aufgehört, sagt Hanna Herbst.

"Es ist niemand gegangen, weil er etwas anderes vorhatte. Sondern weil es Zeit war, zu gehen."

Hanna Herbst, Ex-Vize-Chefredakteurin von Vice Österreich, sagt im Interview mit SZ.de, österreichische Innenpolitik hätte Leser im gesamten deutschsprachigen Raum nicht interessiert. Nicht mehr über sie zu schreiben, fände die Redaktion aber falsch.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Vice-Redaktion in Österreich kündigt geschlossen im Streit um Neuausrichtung.

Vice und sein Ableger Noisey stehen in Österreich ohne Redaktion da. Das gesamte Team habe geschlossen gekündigt, schreibt Autorin Hanna Herbst auf Facebook. "Die Richtung, in die Vice gehen soll, entspricht nicht mehr dem, was Vice für uns all die Jahre ausgemacht hat", schreibt Herbst und kritisiert insbesondere den Plan, die Redaktionen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland unter deutscher Führung zu verschmelzen.
facebook.com

Türkei boykottiert den Eurovision Song Contest u.a. wegen Conchita Wurst.

Türkei nimmt auf unbestimmte Zeit nicht mehr am Eurovision Song Contest teil, erklärt Ibrahim Eren, Präsident des staatlichen Senders TRT. Als Grund gibt er den Sieg von Conchita Wurst für Österreich 2014 an. Man könne keine Sendung ausstrahlen, in der ein Kandidat "zugleich Bart und Rock trägt und zugleich Mann und Frau sein will", sagt Eren gegenüber "Hürriyet". Die Türkei ist seit 2013 nicht mehr beim ESC angetreten – bisher offiziell wegen der Regel, dass die fünf größten Länder automatisch ins Finale einziehen.
dwdl.de

“Krone” darf “Österreich” nicht “widerwärtigen Journalismus” nennen.

Kronen Zeitung darf "Österreich"-Verleger Wolfgang Fellner kein "fettes Lächeln" attestieren und nicht behaupten, dass seine Zeitung "widerwärtigen Journalismus" betreibe. Diese Unterlassungserklärung musste die "Krone" heute veröffentlichen. Zuvor hatte Fellner den "Krone"-Kolumnisten Michael Jeannee u.a. als "Sudelfeder" bezeichnet.
kurier.at

Öffis finanzieren sich in den meisten europäischen Ländern durch Gebühren.

Öffentlich-Rechtliche finanzieren sich in Europa meist mit einem ähnlichen Modell wie in Deutschland. Die Rundfunkanstalt SRG in der Schweiz setzt überwiegend auf Gebühren, in Österreich variieren sie für den ORF je nach Wohnort. Dänemark erhebt eine Rundfunkgebühr pro Haushalt, will sie aber 2022 abschaffen und ersetzt sie durch Änderungen des persönlichen Steuer-Freibetrags. In Großbritannien zahlt jeder Haushalt einen Festbetrag für die BBC, die Niederlande finanzieren den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Steuermitteln.
digitalfernsehen.de