Readly will an die Börse: Der schwedische Anbieter einer digitalen Zeitschriften-Flatrate teilt mit, er erfülle die Voraussetzungen für eine Listung an der Börse in Stockholm. Der Börsengang soll bis Ende September erfolgen. Mit Ausgabe neuer Aktien erhofft sich Readly frisches Kapital in Höhe von 450 Mio schwedischen Kronen, umgerechnet rund 43 Mio Euro.
horizont.net, corporate.readly.com
Zahl des Tages: Maximal 10 Euro pro Monat würden Nutzer*innen für eine Art Journalismus-Spotify mit vorausgewählten Medienangeboten zahlen, sagt eine Befragung der Landesanstalt für Medien in Düsseldorf. Das Team leitet sechs Empfehlungen für Paid-Content-Strategien ab, eine lautet, Print-Journalismus "als Türöffner und Identitätsstifter" zu nutzen. Menschen seien bereit, für vertrauenswürdigen Informationsjournalismus zu zahlen – wenn sie ihn erkennen.
tagesspiegel.de

Paid Pioneers: Gabor Steingart legt mit seinem Medienschiff einige Kalkulations-Knoten zu und lässt ab 1. September fünf Podcasts hinter der Bezahlschranke verschwinden. Kostenlose Basis-Versorgung bleibt lediglich Steingarts Morning Briefing Podcast, außerdem die Reihe Beyond The Obvious. Alle anderen Produktionen, darunter das Talk-Format Überstunde und der Amerika-Podcast The Americans gibt es künftig nur noch für zahlende Kund*innen, der Abo-Preis beginnt bei 25 Euro pro Monat. Die Redaktion will weitere Podcast- und Briefing-Formate entwickeln.
Ab Herbst soll eine weitere Säule das Geschäftsmodell erweitern: die Auftrags-Produktion von Podcasts, zu der auch Distribution und Vermarktung über die Plattform ThePioneer gehört. Spätestens 2023 will Steingart "ein profitables Geschäftsmodell für die vielfältigen Medienangebote etablieren, das in allen journalistischen Formaten auf Werbeerlöse verzichtet".
kress.de
NZZ nimmt den deutschen Markt ins Visier: Mit einer groß angelegten Kampagne wirbt die Zeitung um Digital-Abos deutscher Leser*innen und positioniert sich als Alternative zu "FAZ" und "Süddeutscher". Bereits 2017 hatte die "NZZ" ein E-Paper für Deutschland gestartet - und nach einem Jahr wieder eingestellt.
horizont.net, turi2.de (Background)
manager magazin macht es seiner Mutter "Spiegel" nach und führt ein Pur-Abo für seine Website ein. Für 4,99 Euro im Monat können Nutzer*innen die Website weitestgehend werbefrei lesen. Plus-Abonnent*innen von "manager magazin" oder "Harvard Business Manager" zahlen für Werbefreiheit 1,99 Euro im Monat zusätzlich.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)
Bundesliga: Die Rechte-Pakete M (Highlights hinter der Paywall) und DOOH (Außenwerbung) sind für "Bild" eine "Traumkombination", sagt Nikolaus Glasmacher, General Manager Sport der "Bild"-Gruppe, im Sponsors-Interview. Springer könne damit auf Außen-Displays für seine Highlight-Clips bei Bild plus werben. Erklärtes Ziel sei es, Neukunden für das gesamt Bezahl-Angebot zu gewinnen. Als Vorteil gegenüber reinen Sport-Anbietern sieht Glasmacher, dass "Bild" auch noch "ganz viel weiteren Content" hat.
sponsors.de (inkl. 26-Min-Video)
Pay-TV wächst 2019 in Deutschland um rund 200.000 Abonnent*innen auf 8 Mio, meldet der Branchenverband Vaunet. Die Umsätze aus Pay-TV und Paid-Video-on-Demand in Deutschland lagen 2019 bei 3,9 Mrd Euro und damit 400 Mio über denen von 2018. Davon machen die Umsätze mit Pay-TV 2,4 Mrd Euro aus.
presseportal.de
Paid Content: Auch wenn die Zahlungsbereitschaft für Journalismus im Netz steigt, sind die "fetten Jahre" für Medien definitiv vorbei, sagt die Journalismus-Professorin Annika Sehl im "Horizont"-Interview. Qualitativ hochwertigen Journalismus werde es weiter geben, er werde jedoch deutlich mehr kosten, weil ihn weniger Menschen finanzieren. Zudem sinkt der Anteil der Werbeeinnahmen, sagt Sehl. Das liege zum einen an Google und Facebook, aber auch an den Verlagen, die zu spät reagiert hätten. Zwischen Verlagen und den US-Techkonzernen beobachtet Sehl eine Hass-Liebe. Einerseits befinden sich beide Seiten im Konkurrenzkampf um Einnahmen, andererseits nutzen die Verlage gerne Kooperationsangebote der Internetfirmen.
horizont.net (Paid)
Gehört mir: Autorin Sophie Passmann und Journalist Matthias Kalle starten bei Audible heute den Popkultur-Podcast Jubel & Krawall. Dabei experimentieren sie mit einem neuen Geschäftsmodell: Wer kein Abo abschließen will, bekommt für einmalig 9,95 Euro alle bisherigen und künftigen Episoden auf Lebenszeit.
morgenpost.de, glamour.de, audible.de
Reuters will viele seiner Artikel hinter die Paywall stellen, berichtet The Information. Ab Februar 2021 sollen zunächst alle Beiträge der Ressorts Energie, Nachhaltigkeit und Meinung hinter die Bezahlschranke. Konkurrent Blomberg hat schon 2018 eine Paywall hochgezogen.
theinformation.com (Paid) via talkingbiznews.com
Tagesspiegel verlangt künftig online für ausgewählte Beiträge Geld und startet das Bezahlangebot "Tagesspiegel Plus". Für 9,99 Euro im Monat gibt es neben exklusiven Beiträgen auf der Website und in der App die kostenpflichtige Version des Newsletters Checkpoint. Wer direkt ein Jahresabo abschließt, zahlt nur 7,99 Euro im Monat.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)
Alles neu macht der Juli: manager magazin und Harvard Business manager machen es wie die große Schwester "Spiegel" und geben sich einen runderneuerten Digital- und Marken-Auftritt. Die Online-Ausgaben erscheinen künftig unter der Dachmarke "manager", das gemeinsame Pay-Angebot heißt manager+, die Einzelausgaben m+ statt "Premium" und HBm+. Optisch ist die Verwandschaft mit Spiegel.de unverkennbar. Das "manager magazin" geht auch organisatorisch den gleichen Weg wie der "Spiegel" und verhandelt mit dem Betriebsrat über eine Fusion von Print- und Online-Redaktion. Den Relaunch-Prozess, der wegen Corona dezentral gelaufen ist, dokumentiert der Verlag bei Medium.com.
medium.com, manager-magazin.de, manager-magazin.de/harvard (Online-Auftritte)

In der Klickfalle: Corona offenbart die "Lebenslügen" von Entertainment- und Reichweiten-Portalen wie BuzzFeed, Vice und Business Insider, analysiert das "manager magazin". Der "Reichweitenfetisch" habe sich nicht erst in der Pandemie als Irrglaube erwiesen. Die einstigen Klick-Könige sind heute froh, "wenn sie ein Jahr ohne Entlassungen auskommen", schreibt Philipp Alvares de Souza Soares. Am besten kommt in seiner Analyse noch Springers Business Insider weg, obwohl Alvares nahelegt, dass Springer-Boss Mathias Döpfner sich verspekuliert hat, als er 2015 für 88 % von BI stolze 343 Mio Dollar hingeblättert hat. Zum Vergleich: Jeff Bezos schnappte sich die "Washington Post" zwei Jahre zuvor für nur 250 Mio.
Immerhin hat BI bald nach dem Springer-Einstieg auf Paid Content gesetzt und zählt inzwischen 200.000 Abonnent*innen. 2019 stand ein Umsatz von gut 100 Mio Dollar, nur noch ein Drittel davon kam aus Werbung – und es soll als "Achtungserfolg" einen "kleinen Gewinn" gegeben haben. Beim deutschen Ableger versucht seit 2019 ein neues Team in Berlin, das "Billigimage abzustreifen" – mittelfristig soll es auch hier Bezahl-Inhalte geben, schreibt das "mm".
Konkurrent BuzzFeed zeigt, wie klebrig Klick-Content ist: Große Werbeerlöse ließen sich mit den teuren aber gefeierten Recherchen von BuzzFeed News kaum erzielen – in den USA verdient das Portal nun mit Produkt-Verkäufen aus Koch-Videos, der deutsche BuzzFeed-Ableger steht zum Verkauf. Auch Digital-Veteran Vice wandelt sich: Hier müssen derzeit vor allem Journalist*innen gehen, weil sie "für 50 % unserer Personalkosten, aber nur 21 % unseres Umsatzes stehen", zitiert das "manager magazin" aus einem Memo von CEO Nancy Dubuc.
"manager magazin" 7/2020, S. 76-79 (Paid)
Laterpay, Münchner Bezahldienstleister, sammelt 8,9 Mio Euro von seinen Bestandsinvestoren ein. Das Geld soll in den Ausbau der Plattform und in die Weiterentwicklung des Transaktionsgeschäfts fließen. Auch der "Spiegel" setzte zeitweise auf Laterpay als Online-Bezahlsystem, löste die Zusammenarbeit jedoch später auf.
gruenderszene.de, turi2.de (Background)
DFL verkündet am Montag, wer ab der Saison 2021/22 die Spiele der Bundesliga übertragen darf. Amazon dürfte zum Zuge kommen, sollte der US-Konzern "nur ein halbwegs konkurrenzfähiges Angebot" abgeben, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der DFL soll besonders gefallen, das Amazon Prime mit monatlich 7,99 Euro von vielen gar nicht als Bezahlfernsehen wahrgenommen wird. Aus Branchenkreisen hört Renner, Sky habe bereits einen Plan B und wolle seine Aktivitäten in Deutschland erheblich reduzieren, sollte der Pay-TV-Sender leer ausgehen. Sky dementiert das.
berliner-zeitung.de
Sky will im Werbemarkt nicht mehr nur als Sportsender wahrgenommen werden, sagt Ralf Hape, Sales-Chef von Sky Media, im "Horizont"-Interview. In der sportfreien Zeit habe das Entertainment-Angebot von Sky enorm an Reichweite gewonnen, vor allem On Demand. Einige Kunden hätten den "Reichweiten-Boost" bereits genutzt. Hape glaubt jedoch, dass der Werbemarkt das Potenzial "noch nicht komplett verstanden" hat.
"Horizont" 25/2020, S. 7 (Paid)
Gruner + Jahr hat in der Corona-Hochphase im April 66 % mehr Abos generiert als im Vorjahr, meldet "New Business" und bezieht sich auf ein hausinternes Interview von Vertriebschefin Christina Dohmann. Auch Digital- und E-Paper-Abos wurden deutlich häufiger abgeschlossen. Das ist bemerkenswert, weil Gruner + Jahr anders als andere Verlage sehr großzügig Online-Zugänge zu seinen Inhalten freigeschaltet hat. Im Einzelverkauf musste Gruner + Jahr jedoch ein Minus verzeichnen, weil viele Verkaufsstellen, zum Beispiel an Flughäfen oder Bahnhöfen, geschlossen waren oder kaum besucht wurden. Der Verkauf in Supermärkten konnte das nicht ausgleichen.
new-business.de, turi2.de (Background)
"Auf die Werbewirtschaft, das lernen wir als Tageszeitungsmenschen, ist in Zeiten der Krise kein Verlass."
Aline Lüllmann, Geschäftsführerin der "taz", kommentiert, dass die Corona-Krise zeige, dass Journalismus von den Leser*innen finanziert werden muss. Die Pandemie könne zudem dazu führen, dass die werktägliche Printausgabe später als bisher gedacht von Markt verschwindet.
taz.de
Corona-Krise ist aus der Perspektive digitaler Medienmacher "eine riesige Chance", sagt Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner beim BDZV-Kongress #beBeta und freut sich über die steigende Bereitschaft, für digitalen Journalismus zu bezahlen. Zugleich glaubt Döpfner, dass die Krise den "Strukturwandel massiv beschleunigt" und manche Verlage den "Anschluss ans digitale Zukunftsgeschäft" nicht mehr finden.
presseportal.de, wuv.de
Sky bittet Gastronomen für Sport-Übertragungen ab Juni wieder zur Kasse, schreibt DWDL. Bis September soll eine "faire, ansteigende Preisstaffel" gelten, die eine "schrittweise Erholung des Geschäfts berücksichtigt", sagt ein Sprecher. Ab Oktober wird der volle Preis fällig. Der Gastro-Verband Dehogo wünscht sich längere Rabatte. Seit Mitte März hatte Sky Sportsbars die Gebühren erlassen.
dwdl.de
Jahr Top Special entdeckt Webinare als neues Geschäftsfeld. Zwei erste Testläufe fanden Ende April statt, teilt der Verlag mit: Beim "Tennis-Magazin" gab French-Open-Sieger Andreas Mies Profi-Tipps zum Doppel-Spiel, das "Fliegermagazin" informierte über die Risiken von Flügen über Wasser. Webinare weiterer Special-Interest-Titel sollen "kurzfristig" folgen. Auch bei der Finanzierung experimentiert der Verlag: Den Tennis-Talk sponserte ein Anzeigenkunde, fürs Flieger-Webinar bekamen Abonnenten Rabatt.
per Mail
FYEO, Podcast-App von ProSiebenSat.1, startet die Audio-Sitcom Callboy über die Arbeit in einem Callcenter. Die Hauptrolle spricht Denis Moschitto (Foto), auch Jasmin Schwiers und Gaby Köster sind dabei. Die ersten beiden von insgesamt 14 Episoden sind gratis, für weitere ist ein Premium-Abo notwendig.
presseportal.de, dwdl.de
New York Times gewinnt laut eigenen Angaben im 1. Quartal 587.000 neue Digitalabonnenten - und das, obwohl die Corona-Berichterstattung von der Paywall ausgenommen war. Insgesamt hat die Zeitung nun mehr als 5 Mio zahlende Digitalleser. Dennoch schreibt die "New York Times" im 1. Quartal einen Verlust von 44,3 Mio Dollar. Grund sind die eingebrochenen Werbeumsätze, die digital um 7,9 % abnahmen und in Print um 20,9 %. Die Zeitung rechnet damit, dass die Werbeumsätze im 2. Quartal sogar um 55 % einbrechen könnten.
wuv.de
Maxdome stellt im Sommer seinen operativen Betrieb ein, berichtet "Clap". Der Streaming-Dino, seit 2006 am Markt, muss sterben, weil sich von ProSiebenSat.1 auf sein Bezahlangebot Joyn+ konzentrieren will. Seit März ist bei Maxdome keine Neuregistrierung mehr möglich. Lediglich der Maxdome Store bleibe vorerst bestehen, um dort Filme zu kaufen.
clap-club.de
Bild verkauft wegen der Corona-Krise in der Summe 15 bis 18 % weniger Zeitungen, sagt Springers Print-Chef Christian Nienhaus (Foto) im "Horizont"-Interview. Abos und Supermarkt-Verkäufe steigen zwar, gleichzeitig fallen Bord-Exemplare und Auslandsauflage fast komplett weg, der Bahnhofsbuchhandel hat sich halbiert. Die Abo-Auflage der "Welt am Sonntag" wächst um 10,5 %. Das Online-Bezahlangebot Welt Plus verzeichnet im März 2,6 % Wachstum, Bild Plus legt um 1,3 % zu. Beim Anzeigengeschäft stehe "Bild" noch "verhältnismäßig gut" da, "viel größeres Kopfzerbrechen" bereite Nienhaus die Umsatzentwicklung bei den Zeitschriften.
horizont.net (Paid)
Video-Tipp: Die "FAZ" plant vorerst keine Kurzarbeit - im Gegensatz zu vielen anderen Verlagen. "Es geht uns nicht so schlecht", sagt "FAZ"-Chef Thomas Lindner (Foto) im Videochat mit Volker Schütz. Nur 25 % des Umsatzes kämen bei der "FAZ" aus dem Anzeigengeschäft, Abo und Einzelverkauf seien dagegen stabil. Rabatte beim Bezahlangebot F+ will Lindner nicht als Verramschen verstehen, sondern als "hochinteressantes Experiment", die Preissensitivität der Nutzer*innen auszutesten. Der sonst seriöse Schütz zeigt seinen Fußball-Entzug und trumpft im Eintracht-Trikot auf – wenn das Schule macht, moderieren demnächst Peter Turi im Hoffenheim- und Maria Gramsch im RB-Trikot.
youtube.com (11-Min-Video), horizont.net
Podimo, Podcast-App mit dänischen Wurzeln, startet ein Bezahlangebot. Für 4,99 Euro im Monat bekommen Nutzer*innen Zugang zu mehr als 50 exklusiven Audio-Formaten. Auch FYEO von ProSiebenSat.1, buhlt ab Donnerstag mit Exklusiv-Podcasts um zahlungsbereite Hörer*innen.
radioszene.de, turi2.de (Background Podimo), turi2.de (Backgroudn FYEO)
Journalismus braucht nach der Corona-Krise einen Neustart, findet Jeff Jarvis. In einem Webinar am Donnerstag wundert sich der US-Journalismusprofessor etwa darüber, dass es in den USA noch kein Medium für die 22 Mio neuen Arbeitslosen gibt. "Wir waren immer Anwälte für Communities", sagt Jarvis und wünscht sich mehr Bezahl-Möglichkeiten jenseits des Abos, etwa freiwillige Beiträge und Spenden. Ohne Werbung werde es wohl aber nicht gehen.
derstandard.at
"Ich habe keinen einzigen Hersteller von Toilettenpapier erlebt, der gesagt hat: Die Nachfrage ist so groß, da verschenken wir das jetzt einfach."
Medienjournalistin Ulrike Simon vergleicht im Podcast der Medientage Mitteldeutschland die Nachfrage nach WC-Papier und Journalismus in der Corona-Krise und hält es für einen "fatalen Irrtum", Inhalte zu verschenken.
medientage-mitteldeutschland.de (27-Min-Audio)
Paid-TV: 88 % der Fußballinteressierten in Deutschland wollen nicht mehr als 20 Euro monatlich für die Live-Übertragung aller Spiele der Fußball-Bundesliga zahlen. Für 71 % ist schon bei 10 Euro Schluss. Zu dem Ergebnis kommt der New-TV-Report von Nextmedia Hamburg. Jüngere Zuschauer sind eher bereit, für Live-Fußball zu zahlen, als ältere.
wuv.de
Känguru-Chroniken finden den verfrühten Weg ins Heimkino, weil Kinos Corona-bedingt geschlossen haben. Nur vier Wochen nach dem Start ist die Bestseller-Verfilmung ab heute für rund 17 Euro bei diversen Streaming-Portalen zu sehen. 15 % der Einnahmen sollen an einen Kino-Hilfsfonds gehen. Auch US-Studios wie Universal bieten Kinofilme nun verfrüht zum Streaming an.
spiegel.de, youtube.com (2-Min-Video)
"Solange Medizin und Nahrung nicht kostenlos sind, darf Recherche und Information das auch nicht sein. Sonst wird sie sehr bald keiner mehr betreiben."
Springer-Chef Mathias Döpfner will auch in der Corona-Krise keine journalistischen Produkte verschenken. Bei "Horizont" kritisiert er zumindest indirekt u.a. die E-Paper-Aktion von Gruner + Jahr.
horizont.net, turi2.de (Background)
Zahl des Tages: Um 80 % auf 120 Mio Visits hat die "FAZ" im März dank Corona-verstärkter Newsnachfrage ihre Digital-Zugriffe gesteigert, schreibt das Blatt in einem Jubel-Beitrag in eigener Sache. Das Bezahlangebot F+ habe mit einer Preissenkung von 2,95 auf 1 Euro im Monat innerhalb einer Woche über 10.000 neue Abonnenten gewonnen.
"FAZ", S. 22 (Paid)
Corona-Krise sorgt für doppelt so viele Neuabschlüsse von Digitalabos bei der "Welt" wie sonst, sagt Ulf Poschardt. Auch der Zuspruch der Leser*innen sei gewachsen, positive Rückmeldungen gebe es sogar im Supermarkt. Gleichzeitig seien die Werbekunden zurückhaltend. Poschardt ruft sie auf, "kommunikativ ganz neu anzusetzen" und vom vertrauenswerten Umfeld der Nachrichtenportale zu profitieren.
horizont.net (Paid)
Corona-Paywall: Medien sollten in der Krise "keine Dealer" sein, kritisiert Tobias Singer, dass Online-Medien essentielle Informationen teils nur gegen Bezahlung anbieten. Es laufe etwas schief, wenn Medien mit der Krise Geld verdienten. Thomas Borgböhmer argumentiert, auch andere Branchen geben ihre Waren in Krisenzeiten nicht plötzlich kostenlos her. Grundlegende Info seien frei zugänglich, auch dank der Öffentlich-rechtlichen, typische Bezahl-Artikel gingen meist über das Newsgeschehen hinaus.
meedia.de
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Die richtige Preisgestaltung ist immer eine individuelle Entscheidung und gehört zu den wichtigsten Elementen des unternehmerischen Handelns. Wir teilen unsere Erfahrung aus den letzten Jahren der Zusammenarbeit mit Publishern in diesem Artikel.

Bitte keine Werbung einwerfen: Der "Spiegel" verkauft ab dem 11. Februar für sein Online-Angebot sogenannte Pur-Abos, mit denen sich Nutzer von Werbeanzeigen und Trackings freikaufen können. Besucher von Spiegel.de bekommen beim ersten Besuch die Aufforderung angezeigt, entweder ein Abo abzuschließen oder Tracking und Werbung zuzulassen. Das Pur-Abo kostet regulär knapp fünf Euro im Monat, Leser mit Digitalabo zahlen zusätzlich knapp zwei Euro für Werbefreiheit. Das Modell hat vor dem "Spiegel" bereits der "Standard" aus Österreich eingeführt.
Mit den Pur-Abos bietet erstmals in Deutschland ein Verlag eine Nachrichtenseite für ein Massenpublikum werbefrei an. Es ist die Umkehrung des lange gelernten Modells vieler Medien, bei der Nutzer den Inhalt durch das Mitkonsumieren von Werbung finanzieren und das Free-TV und Anzeigenblätter noch immer leben, im Internet aber selten ausreichend Einnahmen verspricht. Der Spiegel selbst schreibt zur Anzeigenfinanzierung in seinem Blog: "Die alten Zeiten Performance-unabhängiger Werbung sind passé. Für sie gibt es schlicht zu wenig Nachfrage. Mit ihr ein vollwertiges Qualitätsmedium zu unterhalten, ist nahezu unmöglich."
medium.com
ViacomCBS will seine bisher getrennten Streaming-Angebote zusammenlegen, berichtet CNBC. Inhalte von MTV oder Comedy Central sollen künftig über das bestehenden Angebot CBS All Access abrufbar sein. Geplant sei eine werbefreie Version und eine günstigere mit Werbung.
cnbc.com via handelsblatt.com
Digitalerlöse werden ab 2025 die Rückgänge in Print kompensieren können, glaubt eine Mehrheit von 54 % der Befragten in der Trendumfrage der Zeitungsbranche, die die Unternehmensberatung Schickler im Auftrag des BDZV durchgeführt hat. Die Befragten planen zudem, den Anteil kostenpflichtiger Beiträge von 31 % auf 51 % zu erhöhen und stärker auf Newsletter zu setzen.
wuv.de
Disney gewinnt für seinen Streaming-Dienst Disney+ innerhalb der ersten drei Monate 28,6 Mio Abonnenten. Der Höhenflug kostet Geld: Im 4. Quartal 2019, für Disney das erste im Geschäftsjahr 2020, steigen die Umsätze um 36 % auf 20,9 Mrd Dollar, unterm Strich sinkt der Gewinn aber um 23 % auf 2,1 Mrd Dollar. Mit den Quartalszahlen kündigt Disney-Chef Bob Iger an, Hulu, den zweiten Streaming-Dienst des Konzerns, "womöglich" 2021 auch international zu starten. Priorität habe jedoch Disney+.
theverge.com, meedia.de, cnet.com (Hulu)
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Lokaljournalismus lässt sich digital verkaufen, wenn die Akzeptanz stimmt
Leserschaft und auch flexible technische Mittel zu einer erfolgreichen digitalen Monetarisierung sind vorhanden – es gilt jedoch Überzeugungsarbeit zu leisten, dass gute Inhalte wertvoll und damit auch ihr Geld wert sind. Weiterlesen auf LaterPay.net/de/blog
Facebook führt sein Accelerator-Programm für Medien in Deutschland fort. Der Social-Media-Gigant will erneut bei Zeitungshäusern Schönwetter in der Cloud machen und ihnen helfen, digitale Abonnements zu vermarkten. Zum Auftakt gibt es ein mehrwöchiges Workshop-Programm und eigene Projektbudgets für die Teilnehmer in Höhe von jeweils 50.000 Euro. 2019 kündigte Facebook insgesamt Ausgaben von 2 Mio Höhe an, wie hoch das Budget für 2020 ist, schreibt der Konzern nicht.
about.fb.com, turi2.de (Background)
Disney zieht den Deutschland-Start seines Streaming-Dienstes Disney+ um eine Woche auf den 24. März vor. Parallel startet Disney+ auch in Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz. Wie bereits in den Niederlanden startet Disney auch in Deutschland mit dem Kampfpreis von 6,99 Euro im Monat bzw. 69,99 Euro im Jahr.
presseportal.de, dwdl.de, inside-digital.de

Zahl dich grün: Die "Zeit" startet für ihr Millennial-Angebot ze.tt ein Paid-Content-Angebot. Mit ze.tt gr.een will der Verlag keine klassische Paywall einführen, sondern zahlende Leser mit Nachhaltigkeit und einem Clubgedanken locken. Mitglieder zahlen monatlich zwischen 3 und 13 Euro und bekommen dafür neben zusätzlichen Inhalten die Möglichkeit, untereinander und mit der Redaktion zu kommunizieren. Außerdem erhalten sie Rabatte bei Kooperationspartnern. Für Nutzer, die mindestens 6 Euro im Monat zahlen, verspricht die "Zeit" in Zusammenarbeit mit der NGO Oroverde einen Baum zu pflanzen.
Marieke Reimann (Foto), Chefredakteurin von ze.tt, sagt, dass die Klimakrise und umweltfreundliches Leben die Top-Themen der Leser sind und man daher hier anknüpft. Das Motto laute: "Partizipieren statt Konsumieren". Das Portal wolle den Usern das Gefühl geben "ein Teil von ze.tt zu sein und gleichzeitig etwas Gutes zu tun." Entsprechend fällt auch die Wahl der Kooperationspartner aus, zu denen zum Start unter anderem Veganz, Avocadostore, Einhorn, Original Unverpackt, Clevershuttle, Tomorrow Bank, Coffee Circle und Sirplus zählen. Die technische Abwicklung übernimmt der Bezahldienstleister Steady. (Foto: Marcel Schwickerath für die "turi2 edition")
zeit-verlagsgruppe.de
Rheinische Post macht einige Online-Artikel kostenpflichtig. Das Digitalabo kostet monatlich 4,99 Euro, die ersten drei Monate gibt es für 0,99 Euro. Zahlende Kunden sollen zudem weniger Werbung angezeigt bekommen. Bereits seit einem halben Jahr markiert die Zeitung ausgewählte Artikel als Plus-Beiträge, für die bisher jedoch lediglich eine Registrierung notwendig war. Laut eigenen Angaben haben 200.000 Nutzer einen Account angelegt.
meedia.de
Quibi, künftiger Smartphone-Streamingdienst, zeigt auf der CES erstmals die Funktion Turnstyle. Dabei sehen Nutzer verschiedene Perspektiven des gleichen Videos, je nachdem, ob sie ihr Smartphone hochkant oder quer halten. Der Wechsel erfolgt nahtlos, Produzenten müssen zwei Versionen erstellen. Quibi startet in den USA am 6. April mit 175 Exklusiv-Formaten und kostet monatlich 5 Dollar mit und 8 Dollar ohne Werbung.
theverge.com, techcrunch.com, mashable.com, turi2.de (Background)
One show. One screen. Two perspectives.
— Quibi (@Quibi) January 8, 2020
Hold the phone horizontally = Cinematic perspective.
Hold the phone vertically = The character’s phone takes over your phone. #QuibiCES pic.twitter.com/mANwJJKsGU
News UK, britischer Murdoch-Verlag, könnte künftig Mio Pfund an Mehrwertsteuer sparen bzw. zurückbekommen. Auf Digital-Publikationen fallen 20 % Mehrwertsteuer an, während Print-Zeitungen davon befreit sind. Das oberste Steuergericht hat nun festgestellt, dass die Online-Ausgaben von "Times" und "Sunday Times" ihrem Charakter nach gedruckten Zeitungen ähnlich sind. Die Begründung: Sie werden nur viermal am Tag aktualisiert.
theguardian.com
Gruner + Jahr spendiert der "Geo Epoche" zum 20. Jubiläum ein Online-Archive mit dem Titel Geo Epoche Plus. Das Angebot enthält alle bisher im Magazin erschienen Artikel. Abonnenten zahlen monatlich 2 Euro, Nicht-Abonnenten erhalten für 4,99 Euro im Monat Zugang.
presseportal.de
Studio71 veröffentlicht zum YouTube-Kanal Sing mit mir – Kinderlieder eine gleichnamige App (Android). Die werbefreie App umfasst mehr als 100 Lieder, die kindgerecht animiert sind. Die Inhalte sind auch offline abrufbar. Ein Jahresabo kostet 19,99 Euro.
per E-Mail, youtube.com (YouTube-Kanal)
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Wie Markus Schöberl aus dem pv-digest-PDF ein bezahlpflichtiges Multi-Channel-Produkt gemacht hat. Jetzt lesen.