“Welt”: Campact betreibt Wahlhilfe im Graubereich.

Wahlhilfe im Graubereich: Der Kampagnen-Verein campact mischt sich in mehreren Wahlkreisen in den Wahlkampf ein und will gezielt Direktkandidaten von CDU und AfD verhindern. Experten sehen zwar keine unzulässige Einmischung in den Wahlkampf, wohl aber die Gefahr eines zunehmend personalisierten und damit weniger thematischen Wahlkampfs sowie verstärkte Polarisierung durch negative campaigning. Die Kampagne werfe auch rechtliche Fragen auf. Kritisch werde es, wenn die Aktionen vor Ort auf Widerstand treffen. Im Lahn-Dill-Kreis etwa distanzieren sich Grüne und Linke von der Wahlhilfe.
welt.de

Zahl des Tages: Wahlplakate verfehlen ihre Wirkung.

Zahl des Tages: Schlappe 40 Prozent der Deutschen lassen sich von Wahlplakaten nicht in ihrer Wahl beeinflussen, ergibt eine Befragung im Auftrag von 99designs. Knapp jede fünfte Befragte ist von Wahlwerbepostern sogar genervt. Doch nicht nur die Wirkung, sondern auch die Kreation lässt demnach Wünsche offen. Gut die Hälfte der Befragten findet die Gesichter der verschiedenen Spitzenkandidaten auf den Plakaten unwichtig.
horizont.net

Florian von Heintze soll News-Formate für Bild TV entwickeln.

Stühlerücken: "Bild"-Vize Florian von Heintze (Foto) soll künftig in gleicher Position neue News-Formate für den Bild-TV-Sender entwickeln. Die bisherige Textchefin Linna Nickel übernimmt Heintzes Aufgaben als Blattmacherin. Bettina Formen wechselt vom Verlag in die Chefredaktion und verantwortet fortan das Personal- und Redaktionsmanagement. Ihr Vorgänger Jorin Verges kümmert sich ab sofort um "strategische Innovationsprojekte". Andreas Conradt folgt auf Formen als Managing Director, Verene Fernis wird General Manager der "BamS" und Daniel Pichutta wird neuer Director von "Bild" Regional.
meedia.de

Lese-Tipp: Das “Micky-Maus-Magazin” wird 70 Jahre alt.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" blickt auf die Geschichte des deutschen Micky-Maus-Magazins, das in diesem Jahr 70. Geburtstag feiert. Von 1951 bis 1988 hat Erika Fuchs die deutsche Ausgabe mit "Intelligenz und subtiler Ironie" sowie lautmalerischen Ausdrücken wie "Schnorch" und "Gazong" geprägt. Inzwischen liegt die verkaufte Auflage nur noch bei 72.000, in den 90ern lag sie noch bei teils einer Mio.
sueddeutsche.de

Zitat: Für Ex-Vorstand Axel Ganz ist RTL der Sargnagel für G+J.

"In den Archiven: ja."

Axel Ganz, 15 Jahre lang Vorstand bei Gruner + Jahr, glaubt im Interview mit Klaus Boldt nicht daran, dass der einstige Großverlag die Fusion mit RTL überlebt.
edition.welt.de  (Paid)

 

Weitere Zitate aus dem "Welt"-Interview:

Auf die Frage, ob RTL und G+J zueinander passen.

"Nein. Im Rückblick gesehen, war es – soweit ich über viele Jahre im selben Unternehmen beobachten konnte – stets nur ein Nebeneinander und nie ein echtes Miteinander."

Auf die Frage, ob eine Zusammenarbeit der Magazinsparte von G+J mit RTL funktionieren kann.

"Fernsehen und Print sind zwei verschiedene Welten – und zwei verschiedene Metiers! Hier das Bewegtbild, dort das geschriebene Wort. Außer gemeinsamer Themenentwicklung und gebündelter Informationsbeschaffung gibt es nicht viele Synergien. "

"Der Zusammenschluss von RTL und G+J ist aus meiner Sicht deshalb vor allem eine defensive Maßnahme. Der Beitrag für offensive Marktstrategien, für die Entwicklung neuer Produktformate als Antwort auf die vordringenden Streaming-Angebote wird gering sein."

Auf die Frage, was Axel Glanz von der Bertelsmann-Strategie der crossmedialen „nationalen Champions“ hält.

"Ich halte nichts von derartigen Slogans. Das klingt nach Unternehmensberatung."

Meinung: Helmut Thoma glaubt nicht an einen Erfolg von G+J und RTL.

Skeptiker: Bei dem geplanten Medienverbund von Gruner + Jahr und RTL handelt es sich wahrscheinlich eher um "eine Art Abwicklung des einstigen Großverlags" und um ein "Marketingkonzept", sagt Ex-RTL-Chef Helmut Thoma dem "Handelsblatt". Er selbst habe in den 1980er-Jahren erwartet, dass durch eine engere Zusammenarbeit mit Bertelsmann eine "kreative Welle" heranrolle: "Aber da kam nichts." Versuche mit der Frauenzeitschrift "Brigitte" seien gescheitert, "Stern TV" sei vor allem wegen Moderator Günther Jauch beliebt gewesen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Zitate: Kritische Stimmen zur Zusammenlegung von RTL und Gruner + Jahr.

"Die Spiegel-Redakteure wollten partout nicht unters gemeinsame Dach RTL – dabei wäre diese Fusion diejenige gewesen, die am meisten Sinn macht: Die Spiegel-TV-Kanäle als seriöser Teil des RTL-Imperiums, also ntv mit wirtschaftlichem, Spiegel-TV mit politischem Fokus, der History-Kanal parallel zu Vox, der Doku-Kanal als Ergänzung zu RTL."

Hans Mahr, ehemaliger Chefredakteur von RTL, spricht sich für einen Zusammenschluss von RTL und dem "Spiegel" aus. So könne der von Bertelsmann-CEO Thomas Rabe "zu Recht herbeigesehnte" nationale Champion tatsächlich entstehen. Von den G+J-Magazinen sei dagegen fürs TV "nicht viel zu erwarten".

"Bewegtbilder und Magazine sind wie Feuer und Wasser – das passt nicht zusammen."

Dass Gruner + Jahr "in den Untiefen von RTL" verschwindet, sei eine "Riesenschande und ein herber Rückschlag für die freie Publizistik in Deutschland", sagt Manfred Bissinger, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur des "stern".
sueddeutsche.de

Wir graturilieren: Sandra Peter wird 47.

Wir graturilieren: Sandra Peter, Chefredakteurin des Kinder-Medien-Verlags Blue Ocean, feiert heute ihren 47. Geburtstag im Kreise der Familie. Geplant ist ein genussvoller "Outlook-freier Tag zwischen Schwimmbad, Minigolf und Sushi vom Henssler". Im abgelaufenen Lebensjahr sei ihre Familie noch enger zusammengerückt – und das während "Lockdown, Homeschooling, maximaler Flexibilität im Job" und der Pflege ihres Vaters. Stolz ist Peter auch darüber, wie gut sie und ihr Team die Corona-Krise gemeistert haben, schließlich "stand und steht die die Welt Kopf": Peter spricht u.a. von "Lieferketten, die erodiert sind" und "coronaerkrankten Zeichnern" – die Liste an Herausforderungen sei "schier unendlich".

Genervt ist Peter davon, dass Kolleginnen auch 2021 noch "in Silos und nicht in Netzwerken denken". Das würde "Zeit, Nerven und Geld" verbrennen. Im kommenden Lebensjahr freut sich Peter auf den Launch eines neuen Produkts, das "wirklich der Kracher wird". Privat freut sie sich auf "jeden kleinen Fortschritt", den ihre Labradorhündin Frieda zusammen mit ihr in der Hundeschule macht. Gratulationen sind per E-Mail, Linked-in und SMS willkommen – und auch ganz traditionell per Postkarte.

Verlag Nürnberger Presse will 80 Stellen abbauen.

Fränkisches Fasten: Die Nürnberger Presse, zu der u.a. die "Nürnberger Nachrichten", die "Nürnberger Zeitung" sowie das Online-Portal nordbayern.de gehören, will bis Ende März 2022 die Belegschaft um "mindestens 80 Vollzeitstellen" verkleinern. Die Mitarbeiterinnen sollen am besten freiwillig mit einer Abfindung gehen. Nicht betroffen von den Jobstreichungen ist der ausgegliederte eigenständige IT-Dienstleister ITSMedia.
mmm.verdi.de

“Manager Magazin” sieht Stephan Schäfer vorn im TV-Duell um den Chefposten bei RTL.

Vorteil Schäfer: Das "Manager Magazin", in aller Regel über Vorgänge beim eigenen, mit 44 % beteiligten Gesellschafter Bertelsmann bestens informiert, berichtet von einem "TV-Duell" um den Chefposten bei RTL Deutschland. Stephan Schäfer, CEO bei Gruner + Jahr und Geschäftsführer Inhalte & Marken bei RTL, habe bei der für Anfang August vorgesehenen Zusammenführung einen "Vorteil", weil er "beide Kulturen" kennt. Amtsinhaber Bernd Reichart lässt laut "mm"-Autor Christoph Neßhöver "aus Sicht mancher Insider" bei der Performance "zu wünschen übrig". Dass Schäfer und Reichart den Job als Duo machen, kann Neßhöver "fast ausschließen": "Man mag sich nicht."
manager-magazin.de (Paid)

“Ich war nie digitalgläubig, du?” Ein Streitgespräch der Fachverleger Hans Oberauer und Peter Turi.


Peter Turi hat am 1. April 1996 als Verleger und Chefredakteur kress.de gestartet – damals der erste täglichen Online-Branchendienst in Deutschland. Zum 25. Geburtstag von kress.de hat Hans Oberauer, Kress-Verleger seit 2015, ein Sonderheft aufgelegt und darin mit Turi über die Zukunft der digitalen Medien diskutiert. Turi war bereits 2000 bei kress ausgestiegen. Weiterlesen >>>

Wir graturilieren: Anna Sophia Lasos wird 40.

Wir graturilieren: Anna Sophia Lasos, Kommunikationschefin beim DuMont Regional­medien­verlag, feiert heute ihren 40. Geburtstag – mit der Familie und Vierbeinern, griechischem Essen und Schokoladenkuchen. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für sie der berufliche Start bei DuMont sowie die "Aussicht und Hoffnung auf ein Corona- und Lockdown-freies nächstes Jahr". Für das kommende Jahr wünscht Lasos sich wieder mehr persönliche Treffen und "Restaurantbesuche statt Lieferservice". Auch auf einen "Urlaub mit Kind und Kegel außerhalb der heimischen Gefilde" freut sie sich. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, z.B. via Linked-in.

Wir graturilieren: Ralf Geisenhanslüke wird 61.


Wir graturilieren: Ralf Geisenhanslüke, Chefredakteur der "Neuen Osnabrücker Zeitung", wird heute 61. Seinen Geburtstag feiert der Journalist "in aller Ruhe" offline mit seiner Frau und Hunden in den Bergen im Gasteinertal. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für ihn, dass seine Familie die Corona-Krise gesund überstanden hat. Pläne für das neue Lebensjahr hat Geisenhanslüke noch nicht: Er sei nicht der Typ Mensch, der sich zum Geburtstag etwas Bestimmtes vornimmt. Träumen müsse aber erlaubt sein. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, z.B. über Twitter und Linked-in – oder traditionell: "Meine Freunde wissen, wo und wie sie mich finden."

Wir graturilieren: Burkhard Graßmann wird 55.


Wir graturilieren: Burkhard Graßmann, Chief Marketing Officer des Burda-Verlags, feiert seinen 55. Geburtstag – im kleinen Kreis mit Freunden und "endlich wieder im Restaurant". Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Graßmann, zu sehen, wie sich die Natur im Zuge der Corona-Maßnahmen erholt hat. Dies sei eine echte Chance für den Planeten, "wenn sich das Verhalten der Menschen langfristig ändert". Über seine "stete Ungeduld in allen Belangen" hat sich Graßmann zuletzt geärgert, "ich werde sie nicht los". Für das kommende Jahr möchte er weiterhin dem Dichter Heinrich Heine recht geben, wenn der sagt: "Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste." Glückwünsche sind über E-Mail willkommen.

Hör-Tipp: Warum Printmedien in Österreich einen höheren Stellenwert haben als in Deutschland.

Hör-Tipp: Wegen der österreichischen Kaffeehaus-Kultur steht Print in Österreich besser da als in Deutschland, mutmaßt Marlene Auer, Chefredakteurin des Kurier-Samstagsmagazins "Freizeit" im "Satzzeichen"-Podcast der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung. Die Zeitungen seien "untrennbar" mit diesem "österreichischen Kulturgut" verbunden.
hss.de (26-Min-Audio)

Wir graturilieren: Hansjörg Falz wird 60.


Wir graturilieren: Hansjörg Falz, Chefredakteur des "Merian", verbringt seinen 60. Geburtstag mit seiner Familie in Munkmarsch auf Sylt. Das Wetter dort ist "gigantisch", schwärmt der Reisejournalist, der sich über die erste Familien-Reise seit Januar 2020 freut. Seinen runden Ehrentag feiert er "der Lage angemessen im allerkleinsten Kreis". Dazu gibt es gutes Essen und guten Wein in einem Restaurant. Die große Feier ist also vertagt, allerdings sei "60 ja eigentlich nichts anderes als 50 plus 10". Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie war für Falz das Beste am abgelaufenen Jahr schlichtweg, dass es abgelaufen ist. Für das kommende Jahr wünscht er sich, dass sein Hund spätestens dann "verlässlich auf Rückruf reagiert". Glückwünsche sind gerne gesehen, z.B. über Linked-in.

“The Sun” ist laut Bilanz nichts mehr wert.

The SunNullnummer: Der bilanzielle Wert der Boulevardzeitung The Sun beträgt inzwischen offiziell null, wie aus Bilanzunterlagen der Eigentümerin News UK von Rupert Murdoch hervorgeht. Grund ist der im Krisenjahr 2020 verdreifachte Verlust in Höhe von 200 Mio Pfund. Ein Großteil des Minus hängt mit dem Abhörskandal zusammen, insgesamt 164 Mio sind in der Bilanz als "Einmalzahlungen" deklariert. Bei allein 52 Mio davon handelt es sich um Abfindungen an zivile Opfer.
theguardian.com via spiegel.de

Meinung: Politik hat bei der “Monopolisierung des Internets” lange “regungslos zugeschaut”.

Endlich aufgewacht? Tech-Giganten wie Google und Facebook hätten ihre wachsende Macht jahrelang "ungeniert ausgespielt", die Politik habe dabei "staunend zugeschaut oder einfach weggesehen", schreibt Burda-Vorstand Philipp Welte im "Focus". Inzwischen scheint in Berlin und Brüssel aber ein Umdenken eingesetzt zu haben, was er u.a. an dem neuen Leistungsschutzrecht festmacht. In Kombination mit dem "handfesteren Wettbewerbsrecht" werde dieses "zum wirksamen Werkzeug" für "wirklich jedes Medienunternehmen", wenn es um die Durchsetzung von Rechten gegenüber den "Megaplattformen" geht.
"Focus" 23/2021, S. 46 (Paid), turi2.de (Background)

Burdas “Klimagazin” erscheint als Beilage in “Focus”-Titeln und “Chip”.

Burda will sein "Klimagazin" im Rahmen der Initiative For Our Planet künftig zweimal jährlich rausbringen. Es erscheint erstmals am 29. Mai als Beilage im "Focus", am 2. Juni in "Focus Money" und am 4. Juni in "Chip". Als Autoren hat der Verlag u.a. die Umweltjournalisten Fabian Franke und Volker Kühn gewinnen können. Das Magazin entsteht in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur C3, die auch "Focus Business" produziert.
burda.com, turi2.de (Background)