Wir graturilieren: Andreas Fischer-Appelt wird 55.


Wir graturilieren: Andreas Fischer-Appelt feiert heute seinen 55. Geburtstag mit seiner Familie in der Lüneburger Heide. Am Tag darauf feiert der Werber und Vorstand dann mit den Kollegen bei FischerAppelt. Am abgelaufenen Jahr freut ihn beruflich besonders die Übernahme der Hamburger Werbeagentur Philipp und Keuntje: "Gerade für das Thema Kreation sind sie eine große Bereicherung, aber auch die Zusammenarbeit zeigt Neues und macht viel Spaß."

Für das kommende Jahr wünscht sich Fischer-Appelt für sich selbst und seine Kunden "viel Mut und Schwung" bei Digitalisierung und dem Ausprobieren neuer Arbeitsformen. Außerdem wünscht er sich, "dass der HSV weiter so guten Fußball spielt und aufsteigt". Gratulationen erreichen Andreas Fischer-Appelt auf allen digitalen und analogen Wegen.

“Spiegel”-Essay: YouTuber Rezo kritisiert dpa und DJV.

Mehr Kritik wagen: Journalisten fehlt es oft an Bereitschaft zur Selbstkritik, schreibt YouTuber Rezo in einem "Spiegel"-Gastbeitrag. Er berichtet von seinen Erfahrungen nach seiner Print-Kritik in einem Video der YouTuber Space Frogs und kritisiert den DJV und die dpa. Eine später wieder zurückgezogene Pressemitteilung der Journalistengewerkschaft habe ihm fälschlicherweise vorgeworfen, Journalisten pauschal zu diffamieren. Die dpa hatte die Meldung aufgegriffen und viele Medien übernahmen den Text – wie Rezo glaubt – ohne das 14-minütige Original-Video anzusehen. Erst nach einer langwierigen Intervention sei die dpa bereit gewesen, eine Korrektur zu veröffentlichen.

Rezo ist der Meinung, dass die Meldung nur deswegen so detailliert aufgearbeitet worden sei, weil er eine hohe Reichweite hat, "irgendeine Random Oma hätte von der dpa keine Entschuldigung erhalten". Der YouTuber folgert, dass viele Fehler nicht verbessert werden und spricht der Nachrichtenagentur sein Misstrauen aus: "Ich kann keinem dpa-Artikel mehr blind vertrauen." In Zeiten von Fake News bringe die fehlende Bereitschaft zur Selbstkritik einiger Journalisten die ganze Branche in Verruf. Rezo fordert: "Lasst uns mit den vielen großartigen Journalisten in diesem Land genau auf die Presse gucken und jedes Fehlverhalten kritisieren."
"Spiegel" 36/2019, S. 114-115 (Paid), turi2.de (DJV)

Mitarbeit: Markus Trantow

Ermäßigte Mehrwertsteuer soll auch bei digital angepassten Presseprodukten gelten.

Umsatzsteuer: Das Land Brandenburg fordert im Bundesrat, die ermäßigte Mehrwertsteuer bundesweit auf weitere digitale Pressepublikationen wie interaktive Grafiken auszuweiten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die Steuersenkung der Bundesregierung gilt bisher nur, wenn die digitalen Inhalte den analogen Publikationen entsprechen - wie bei PDF-Abzügen von Zeitungen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: “taz” setzte schon früh auf alternative Erlösquellen, sagt Karl-Heinz Ruch.

"Unsere Redakteure gehen inzwischen erhobenen Hauptes in die Kneipe, denn vielen anderen geht es deutlich schlechter."

Karl-Heinz Ruch, scheidender "taz"-Geschäftsführer, sagt im "Horizont"-Interview, dass das klassische Anzeigengeschäft in seinem Hause "noch nie funktionierte".
"Horizont" 30/2019, S. 8-9 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch erklärt die Zeitungskrise bei der "taz" für beendet. (9/2017)

Meinung: “Playboy” ist Gegenstück zur Emanzipation.

Playboy muss sich in Zeiten von #MeToo-Feminismus neu erfinden, schreibt "Spiegel"-Autor Tobias Becker über die Zukunft des Magazins ohne Burda. Magazin-Erfinder Hugh Hefner erfand den "modernen Mann" als Gegenstück zur weiblichen Emanzipation. Mit einer schlankeren Kostenstruktur könne das lukrative Eventgeschäft neue Impulse bringen, das bereits heute ein Viertel der Erlöse ausmache.
spiegel.de (Paid), turi2.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Boitin arbeitet in seinem Traumjob (November 2016)

“Hamburger Morgenpost” verliert Vize-Chefredakteur Maik Koltermann.

Hamburger Morgenpost und Vize-Chefredakteur Maik Koltermann, 43, gehen getrennte Wege. Nach 19 Jahren verlässt der Journalist die Redaktion, wie das Boulevardblatt schreibt. Hintergründe zum Abgang nennt die Zeitung nicht. Der frühere Vize-Chefredakteur Frank Wieding wechselte im Sommer 2018 in die PR.
"Hamburger Morgenpost", S. 10 (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Bücher sind künftig Werbeträger statt reine Produkte.

Digitalisierung: Bücher sind künftig Werbeträger und Autoren das Produkt, sagt Blogger und Journalist Richard Gutjahr im Buchreport-Interview über die Digitalisierung des Buchmarktes. Die Bindung zu den Nutzern und damit auch die Macht der Autoren wachse durch soziale Medien. Verlage müssten mehr auf Bewegtbild setzen, da der Textkonsum abnehme.
buchreport.de

“Süddeutsche Zeitung”: Burda gilt beim ADAC als Favorit für Mitgliedermagazin-Auftrag.

ADAC LogoBurda hat als bislang einziger Bewerber ein Konzept für die Produktion des ADAC-Mitgliedermagazins im ADAC-Verwaltungsrat präsentiert und gilt damit als Favorit, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Es gehe um einen dreistelligen Millionenbetrag ab 2020, auch Springer sei an dem Deal interessiert. Derzeit verhandle der ADAC "mit zwei renommierten Großverlagen", widerspricht ein ADAC-Sprecher einer Vorentscheidung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“New York Times” entschuldigt sich für antisemitische Netanyahu-Karikatur.

New York Times entschuldigt sich bei Twitter für eine Karikatur, die Israels Ministerpräsident Netanyahu zeigt. Die Zeichnung parodiert Netanyahu als Blindenhund mit Davidstern am Halsband, der einen blinden US-Präsidenten Trump mit Kippa führt. Die Karikatur ist am Donnerstag in der internationalen Printausgabe erschienen.
twitter.com, spiegel.de

Wir graturilieren: Matthias Roth wird 56.


Wir graturilieren: Matthias Roth, Chefredakteur bei "rtv", feiert heute seinen 56. Geburtstag mit seiner Frau auf dem Wasser. Im zurückliegenden Jahr freute ihn besonders, dass er mit der rtv media group mittlerweile auch "stern" und "Bild" mit TV-Supplements bestückt.

Für sein neues Lebensjahr wünscht sich Roth weitere Kooperationen mit "tollen Medienmarken" und scheint sich damit selbst das erste Geburtstagsgeschenk des Tages zu machen: "Der Wunsch könnte zeitnah in Erfüllung gehen," deutet Roth optimistisch an. Geburtstagsgrüße erreichen ihn u.a. bei LinkedIn. Mit Blick auf die ankommenden Glückwünsche scherzt Roth: "Welche Gratulation sollte nicht willkommen sein?"

Aus dem Archiv von turi2.tv: Matthias Roth über die bewusste Entscheidung der "rtv", ein bisschen bieder zu sein (7/2017).

René Benko will Funke-Anteile der “Kronen Zeitung” komplett übernehmen.


Öxit-Chance: Immobilien- und Handelsmogul René Benko (Foto links) will sein Medien-Geschäft weiter ausbauen und Funke auch die restlichen Anteile an der "Kronen Zeitung" abkaufen, sagt Benko im Interview mit der "Presse am Sonntag". Er hält seit November 2018 rund ein Viertel an der "Krone", weitere rund 25 % liegen bei Funke, 50 % besitzt die Gründerfamilie Dichand. Benko sagt, er wolle künftig nicht mehr nur "Beifahrer" sein.

Benko wolle als "aktiver Gesellschafter" wirken, eine komplette "unfreundliche Übernahme" des Boulevard-Blatts strebe er aber nicht an. Dem Erben, Herausgeber und Chefredakteur Christoph Dichand gibt er praktisch eine Jobgarantie. Funke hat in Österreich immer wieder Streit mit der "Krone"-Verlegerfamilie Dichand.
diepresse.com (Paid), handelsblatt.com, orf.at, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Video-Tipp: “Bild”-Chef Julian Reichelt berichtet beim “taz”-Panel über seine Zeit als Kriegsreporter.

Video-Tipp: "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) spricht beim "tazlab"-Panel mit "taz"-Redakteur Martin Kaul u.a. über seine Zeit als Kriegsreporter. "Die Therapie und das Traumatisiertsein sind gesellschaftlich fast zum Statussymbol geworden," kritisiert Reichelt. Die Kriegserfahrung präge ihn bis heute.
taz.de, facebook.com (17-Min-Video)

BurdaHome gründet redaktionsübergreifendes Produkttestportal.

BurdaHome startet ein Produkttestportal. Hinter gutewahl.de stehen die Redaktionen der Burda-Marken wie "Wohnen & Garten" oder "Meine Familie & ich". Das Portal will bei den Tests einen Schwerpunkt auf Videos legen und für die Produktbestellung zu Webshops wie Amazon verlinken. Bei Kaufabschluss erhält das Portal eine Provision, was keine Auswirkung auf die redaktionelle Unabhängigkeit haben solle.
burda.com

Meinung: Werner Bartens findet “My Life” altbackener als die “Apotheken Umschau”.

Burda kommt mit dem "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "My Life" "ziemlich altbacken daher", rezensiert Werner Bartens das neue Gesundheitsmagazin. Der Duktus der Artikel folge dem "Staun-und-Wunder-Journalismus der 1970er-Jahre". Die "Apotheken Umschau" werde zwar als "Rentner-Bravo" belächelt, wirke aber ausgewogener.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv (03/2019): "Konkurrenz macht uns immer besser" – Wort & Bild-Chef Dennis Ballwieser im Strategie-Gespräch.

Presserat erklärt “Focus Money” die Bedeutung von Anführungszeichen, schreibt Stefan Niggemeier.

Presserat muss "Focus Money" die Bedeutung von Anführungszeichen erklären, schreibt Stefan Niggemeier über die vergangene Woche ausgesprochene Rüge gegen das Titelseiten-Zitat von Alan Greenspan. Chefredakteur Frank Pöpsel räumt ein, dass der Ex-US-Notenbankchef den Satz "Wer Verstand hat, kauft Gold" nicht wörtlich gesagt hat. Das Zitat sei komprimiert, aber inhaltlich durch Aussagen von Greenspan gedeckt. Ein "durchschnittlich verständiger Leser" müsse die Überschrift in Anführungszeichen "zwingend als wörtliches Zitat auffassen", kontert der Presserat.
uebermedien.de, presserat.de (Rüge)

Anzeigenblätter verbuchen weniger Umsätze.

Anzeigenblätter verbuchen 2018 weniger Netto-Werbeumsätze als im Vorjahr, schreibt "New Business". Jörg Eggers, Geschäftsführer beim Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter, geht auch 2019 "eher von zurückgehenden Umsätzen" aus. Gedruckte Prospekte generieren 40 % des Netto-Werbeumsatzes 2018.
new-business.de

Aus dem Archiv von turi2.tv (07/2017): Jörg Eggers stellt sich dem turi2-Fragebogen.

Media Impact holt Julia Wehrle in die Geschäftsführung.

Media Impact: Der neue Chef Carsten Schwecke holt Julia Wehrle (Foto), bisher General Managerin Bild Digital. Sie verantwortet das operative Geschäft sowie die Finanzen und folgt auf Ralf Hermanns, der neben seinem Job als Finanzchef der Sparte News Media Print künftig auch Operativchef des deutschen Springer-Druckgeschäfts ist.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Gruner + Jahr erweitert Hirschhausen-Magazin um Abnehm-App.

Gruner + Jahr erweitert die Eckart von Hirschhausen-Markenfamilie um eine Diät-App. Der Herr Doktor gibt per Audio-Coaching Tipps zum Intervallfasten, hier "Hirschhausen-Diät" genannt, der Spaß kostet schlanke 39,99 Euro. G+J setzt bereits bei der Mediations-App Balloon auf die Mischung aus App und Audio-Content.
wuv.de, guj.de

Aus dem Archiv von turi2.tv:
Eckart von Hirschhausen über "stern Gesund Leben" und das "digitale Gift fürs Gehirn" (11/2017).

Ulli Tückmantel verlässt die Westdeutsche Zeitung.

Westdeutsche Zeitung und der langjährige Chefredakteur Ulli Tückmantel (Foto) gehen getrennte Wege. Tückmantel verlasse die Redaktion "auf eigenen Wunsch", meldet Meedia. Die Stellvertreter Annette Ludwig und Lothar Leuschen sollen übernehmen. Tückmantel trat den Chefredakteursposten 2014 an, kurz zuvor wurden einzelne Lokalredaktionen eingespart.
twitter.com, meedia.de

Bauer startet “Madame”-Pendant “Monsieur”.

Bauer reaktiviert das "Madame"-Pendant "Monsieur" am Mittwoch im Bundle mit einem Heftumfang von 80 Seiten. In den 1970ern und 1980ern gab es die Rubrik "Monsieur" bereits. Petra Winter übernimmt die Chefredaktion. Sie wolle den "Ansatz des warmen und nahbaren Luxus nun auch auf eine männliche Zielgruppe übertragen". Im September ist zudem ein Uhrenspecial des Mode-Magazins geplant.
bauermedia.com, turi2.de (Background)

Renner: Bertelsmann will Druckerei schließen, hunderte Mitarbeiter betroffen.

Bertelsmann will eine Druckerei der Tochter Prinovis dicht machen. Zur Disposition stehen die Tiefdruck-Standorte Ahrensburg oder Nürnberg, berichtet Kai-Hinrich Renner – auch, weil künftig keine Otto-Kataloge mehr hergestellt werden. 500 bis 700 Arbeitsplätze könnten wegfallen. Von einer Schließung bleibt der Standort Dresden wohl verschont, weil er mit 350 Mitarbeitern nicht so viel Einsparpotenzial hat.
abendblatt.de

Markus Trantow wird Chefredakteur der “turi2 edition”.

Turi intern: Markus Trantow, 39, seit 2017 Chefredakteur von turi2.de und turi2.tv, übernimmt Ende März auch die Position des Chefredakteurs bei der turi2 edition. Er soll die Buchreihe, die künftig drei- statt zweimal pro Jahr erscheint, noch stärker mit dem Digitaldienst turi2.de und dem Branchenfernsehen turi2.tv verknüpfen. Unterstützt wird er dabei von Anne-Nikolin Hagemann, 28, die Vize der "turi2 edition" bleibt. Tatjana Kerschbaumer, 28, seit Anfang 2016 federführend bei der Buchreihe, stellt sich Anfang April neuen, externen Herausforderungen.
turi2.de/team

Blue Ocean startet das Kinder-Magazin “Woozle Goozle”.

Blue Ocean flankiert die Super-RTL-Sendung "Woozle Goozle" mit einem gleichnamigen Magazin. Es erscheint alle zwei Monate und soll Lesern von sechs bis zehn Wissen auf unterhaltsame Art vermitteln. "Woozle Goozle" kostet 3,99 Euro und hat eine Druckauflage von 70.000. Chefredakteur ist Simon Peter.
per Mail

Aus dem turi.tv-Archiv: Sandra und Simon Peter, Chefredakteure bei Blue Ocean, im Video-Interview.

“Los Angeles Times” und andere US-Zeitungen kämpfen mit Server-Attacke.

tribune150Los Angeles Times, "San Diego Union Tribune", Regionalausgaben des "Wall Street Journals" und der "New York Times" sowie weitere Zeitungen sind Opfer einer Cyberattacke geworden. Sie gingen am Samstag zu spät oder gar nicht in den Druck. Eine Sprecherin von Tribune Publishing sagt, es sei darum gegangen, die Server zu blockieren, nicht darum, Informationen abzufischen.
dwdl.de

“Horizont”: Jan Bayer soll Business Insider zur stärksten Springermarke ausbauen.


Die Zukunft des Zeitungsverlags: Mathias Döpfner wird "Friede Springers starker Mann im Hintergrund", Jan Bayer sein Nachfolger, glaubt Ulrike Simon. Springer baue gerade für die Zukunft vor, werde Döpfner zu gegebener Zeit in den Aufsichtsrat versetzen und Business Insider zur wichtigsten internationalen Marke ausbauen.

Der Konzern wolle damit das Risiko einer erlösschwächelnden "Bild" minimieren. Business Insider sei in Deutschland bisher zwar kein Dickschiff, könne es aber werden, z.B. durch einen Umzug von Karlsruhe nach Berlin. Simon glaubt, dass es Jan Bayers Aufgabe werde, Business Insider international zur wichtigsten Springer-Marke auszubauen.
"Horizont" 49/2018, S. 1 (Paid), turi2.de (Background)

“New York Times” macht dem Printmarkt Mut, beobachtet Sebastian Moll.

New York TimesNew York Times, die seit kurzem mehr als 4 Mio Abonnenten hat, lässt den Printmarkt aufatmen, beobachtet Sebastian Moll. Profitabler Journalismus sei auch im Digitalzeitalter möglich – für Redaktionen, die ihren Abonnentenstamm mit Qualitätsjournalismus versorgen, flankiert von Newslettern, Chatbots und Co, und Gratisleser aussperren.
"Horizont" 49/2018, S. 13 (Paid)

“Donna” und “Myself” steigern Auflage nach Funke-Übernahme.

Funke hat nach der Übernahme von "Donna" und "Myself" in Marktforschung investiert und die Auflagen so gesteigert, beobachtet Thomas Nötting. Die "Myself"-Gründungschefredakteurin Sabine Hofmann (Foto) positioniere beide Frauentitel klarer, setze inhaltlich auf humorvollere Ansprache und in Sachen Haptik auf hochwertigeres Papier.
"Werben & Verkaufen", 44/2018, S. 42-43 (Paid)

“Guido”-Presseecho: Personality-Magazin-Neustart “plauderich”, aber “empathisch”.

Gruner+Jahr legt mit einer Auflage von 250.000 erstmals "Guido" an den Kiosk: Guido Maria Kretschmer ist damit "der erste Mann mit einem eigenen Frauenmagazin", freut sich der "stern" über den Nachwuchs im eigenen Hause. Der "Tagesspiegel" fragt sich, wie lange der Trend der Personality-Magazine anhalte, da abhängig von der Beliebtheit des Namensgebers. "Die Guido" sei "plauderig", aber "immer empathisch", schreibt die "SZ".
"stern" 44/2018, S. 108 (Paid), sueddeutsche.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Thomas Ganske will seinen Verlag nicht “verzwergen”.

Lese-Tipp: Verleger Thomas Ganske spricht mit der "Wirtschaftswoche" offen über das schwierige Geschäft in kriselnden Printzeiten. Er kämpft mit stetig schrumpfenden Umsätzen, sein Sohn mit dem Überführen des Verlags ins digitale Zeitalter. "Gezielt verzwergen" will Ganske den Verlag nicht. Kritiker werfen ihm vor, Führungskräfte zu vergraulen, nicht loslassen zu können und das Geld gut laufender Geschäftsbereiche in marode zu stecken. Ganske will weitermachen, jedes Jahr mindestens ein neues Magazin auf den Markt bringen und in der Buchsparte die Abhängigkeit vom Bestsellergeschäft verringern.
"Wirtschaftswoche" 43/2018, S. 58 (Paid)

Zitat: Verlegersein ist laut Thomas Ganske eher kein Goldgräbertum.

"Wenn man nur das wirtschaftliche Ergebnis bewertet, dann ist man falsch in unserem Genre."

Verleger Thomas Ganske sagt der "Wirtschaftswoche", er bereue "Tempo" und "Woche" nicht – beide Titel waren sehr beliebt, verschlangen aber Mio. Ganskes Blickwinkel: Er habe mit ihnen "das Zeitungslesen und Zeitungsmachen verändert".
"Wirtschaftswoche" 43/2018, S. 58 (Paid)

“manager magazin” führt Paid Content ein.

manager magazin will für Online-Premium-Artikel künftig Kohle sehen, berichtet Gregory Lipinski. Das monatliche Digital-Abo soll 8,99 Euro kosten; Print-Abonnenten bekommen für einen Euro Aufschlag Zugang zu den exklusiven Online-Texten. Die wirtschaftlichen Top-News bekommen als Erkennungszeichen ein blaues Krönchen verpasst; der Rest der Website bleibt frei zugänglich.
meedia.de

Springer und DFL kooperieren und produzieren Video-Zeitungsbilder.


Hinter der Bildfläche: Die Deutsche Fußball-Liga und die Bild-Gruppe starten ein gemeinsames Video-Angebot mit Augmented-Reality-Technologie. Ab der neuen Bundesliga-Saison können Leser per Handyscan Fußball-Videos hinter markierten Zeitungsfotos abrufen. Das Angebot kommt in der "Bild", "Sport Bild", "Fußball Bild", "Bild am Sonntag", "B.Z." und "B.Z. am Sonntag" zum Einsatz.

Printleser sehen spieltagsaktuelle und historische Spielszenen sowie Mitschnitte von Pressekonferenzen. Für die zehn- bis 30-sekündigen Clips bekommt Springer Zugriff auf das Deutsche Fußball-Archiv des DFL, in dem 140.000 Stunden Bewegtbild-Material aus mehr als fünf Jahrzehnten gespeichert sind. Leser können über eine der Apps der Bild-Gruppe, z.B. die Bild.de-App, auf das Angebot zugreifen.
axelspringer.de

Saarbrücker Zeitungsgruppe will 100 Stellen einsparen und Redaktionen umbauen.


Sparschrauben angelegt: Die Saarbrücker Zeitungsgruppe wird "in den kommenden Jahren" bis zu 100 Stellen abbauen. Die Verlagsleitung begründet mit Kostensteigerungen bei der Zeitungszustellung und "anhaltenden Einbrüchen bei nationalen Werbekunden". Chef Joachim Meinhold sagt, der Stellenabbau bei den Verlagen und Redaktionen von "Saarbrücker Zeitung", "Trierischer Volksfreund" und "Pfälzischer Merkur" sei unvermeidbar.

Die Redaktionen sollen künftig überregionale Inhalte austauschen, die Lokalausgaben optimiert und digitale Angebote besser monetarisiert werden. Für die Saarbrücker Zeitungsgruppe arbeiten aktuell 950 Mitarbeiter in Verlagen und Redaktionen sowie rund 3.200 Zusteller bei Tochterunternehmen. Die Rheinische Post Mediengruppe ist Mehrheitsgesellschafter.
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Zitat: Bei der G+J-Vermarktung ist zur Zeit alles dabei, sagt Frank Vogel.

"Vielleicht gibt es nur den einen Trend – und zwar den, dass es keinen klaren Trend mehr gibt."

G+J EMS-Sprecher Frank Vogel sagt, von "Horizont" nach Vermarktungstrends gefragt, es gebe u.a. Kunden, die wieder in Print denken, andere fragen vermehrt nach Events.
horizont.net

Aus dem turi2.tv-Archiv: Frank Vogel könnte seinen Lebensunterhalt notfalls auch mit der Klampfe in der Hand als Straßenmusiker verdienen, sagt er im fragebogen2.