“FAZ” und “Süddeutsche” wollen bei der Vermarktung im Print zusammengehen.

"FAZ" und "Süddeutsche" planen, ihre Anzeigen-Vermarktungssparten im Print zusammenzulegen, meldet Gregory Lipinski. Die Verlage hätten das "bereits in der Vergangenheit gemeinsam wiederholt diskutiert und die Gespräche erneut aufgenommen", zitiert Lipinski eine "FAZ"-Sprecherin. Gespräche mit dem Kartellamt liefen schon.
meedia.de

Meinung: Neues “Handelsblatt”-Design wirkt seriös und edel.

Handelsblatt kommt mit seinem neuen Layout edel und noch seriöser als gewohnt daher, urteilt Grafikdesigner Norbert Küpper. Die Leser werden nicht durch zu viele Änderungen verschreckt, dafür wirken eingesparte Farbtupfer und Aussparungen beruhigend aufs Auge. Besonderes Lob erntet der Wegfall der runden Bilder, die laut Küpper zu inflationär von Medien verwendet werden.
editorial-design.com

“Kicker” startet Out-of-Home-Kampagne zum 100-jährigen Jubiläum.

Kicker gönnt sich zum 100. Geburtstag eine Out-of-Home-Kampagne in 18 deutschen Städten. Video-Screens zeigen legendäre Fußballer-Zitate, die thematisch auf den jeweiligen Ort zugeschnitten sind. Für den 8. Dezember ist zudem ein "100 Jahre Kicker"-Sonderheft angekündigt, das gesamte "Kicker"-Jubiläum geht aufgrund von Corona in die Verlängerung - groß gefeiert wird im Sommer 2021. Zudem sendet der "Kicker"-Channel historische Momente und Fußball-Anekdoten.
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Aus der turi2 edition #11 - Fußball: 100 Jahre Kicker.

Zitat: Model Nadine Leopold über in der “Madame” veröffentlichte Brustfotos.

"Ich weiß nicht, was ich noch mehr hätte tun können, als 100-mal Nein zu sagen."

Model Nadine Leopold bekräftigt ihre Kritik an Bauers "Madame", die Fotos von Leopolds nackten Brüsten anscheinend gegen ihren Willen veröffentlicht hat. Leopold klagt, "Madame"-Chefredakteurin Petra Winter sagt, das Model habe beim Shooting nicht klar widersprochen.
taz.de, turi2.de (Background)

Burda expandiert in Frankreich.

Burda expandiert in Frankreich und will dort sowohl neue Magazine an den Kiosk bringen als auch ins Digitalgeschäft investieren. Noch im Juni sollen drei neue Zeitschriften zu den Themenfeldern Crime und Kochen auf den französischen Markt kommen. Burda bezeichnet Frankreich als "wichtigen Wachstumsmarkt", im Vergleich zu anderen Ländern ist der Medienkonzern dort bisher eher bescheiden aufgestellt.
handelsblatt.com

Studie: Zeitungszustellung ab 2025 nicht mehr wirtschaftlich.

Zustellung als Zuschussgeschäft: Ab 2025 wird die Zeitungszustellung in 40 % aller deutschen Gemeinden für Verlage nicht mehr wirtschaftlich sein, errechnet Schickler im Auftrag des BDZV. Die Zustellung einer Tageszeitung kostet im Schnitt 45 Cent, 2025 werden die Verlage rund 1,77 Mrd Euro für die Auslieferung zahlen müssen. BDZV-Geschäftsführer Dietmar Wolff sieht auch die Politik in der Pflicht und plädiert für höhere Förderungen: Die Zeitung sei "systemrelevante Infrastruktur" und sollte "nicht weniger förderwürdig sein als die Computerspiele- oder Filmindustrie".

Der Bundeshaushalt sieht zwar bereits eine Förderung vor, diese beläuft sich allerdings auf weniger als 1 Cent pro ausgelieferter Tageszeitung. Diese Summe steht laut BDZV "in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Problem". Auch der Umstieg auf die Digitalangebote der Verlage hilft wenig: Laut Wolff sind viele ältere Leser dazu nicht in der Lage, zudem gebe es nicht überall die notwendige Netzabdeckung.
presseportal.de, bdzv.de (Studie), bdzv.de (Kurzpräsentation Studie)

Australien: News Corp stellt den Druck von über 100 Regionalzeitungen ein.

News Corp stellt im Juni den Druck von über 100 australischen Regionalzeitungen ein. Der Medienkonzern, der zum Murdoch-Imperium gehört, will 76 Titel nur noch online publizieren; 36 werden ganz eingestampft. Deshalb stehe ein Stellenabbau "noch unbekannten Ausmaßes" bevor. News Corp machte im vergangenen Quartal einen Verlust von 1,1 Mrd Dollar.
derstandard.at, handelsblatt.com

Lokalzeitungen verabschieden sich dank Corona vom Termin-Journalismus.

Lokalzeitungen verabschieden sich dank Corona vom lange üblichen Termin-Journalismus, beobachtet Erica Zingher. Stattdessen setzen sie auf mehr eigene Recherchen und politische Themen, die nicht zwingend an Papier gebunden sind. Es wächst die Einsicht, "regionaler Inhalte-Ersteller für relevante Themen" zu sein - egal ob per Podcast oder Online-Artikel.
taz.de

“Max”-Gründer beleben Lifestyle-Magazin wieder – auf Englisch.

Max kehrt auf Englisch an die Kioske zurück. Initiatoren sind die Max-Erfinder Paolo Pietroni und Max Iannucci; sie wollen Leser ab 25 Jahren ansprechen, die nach "Sinn stiftenden und inspirierenden Inhalten in Wort und Bild" suchen. Geplant sind vier 168 Seiten starke Hefte pro Jahr. Die gedruckte "Max" war 2008 eingestellt worden, danach folgten printtechnisch nur einzelne One Shots.
wuv.de, revival.maxmagazineonline.com, turi2.de (Background One Shots)

Spiegel-Verlag druckt “Dein Spiegel” zur Corona-Krise nach.

Spiegel-Verlag druckt 10.000 Exemplare seiner Kinderzeitschrift "Dein Spiegel" nach, die sich aktuell mit der Corona-Pandemie beschäftigt. Die bisherige Druckauflage von ca. 80.000 Exemplaren sei an vielen Verkaufsstellen mittlerweile vergriffen; das Magazin soll aufgrund der großen Nachfrage außerdem vier Wochen länger im Regal bleiben.
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Zitat: Der Chefredakteur des “Osservatore Romano” über die verbliebenen 10 Exemplare seiner Zeitung.

"Die gehen an Papst Franziskus, an Bendedikt, an das Staatssekretariat des Vatikans."

Andrea Monda, Chefredakteur der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" gibt Auskunft über die Empfänger der verbliebenen 10 Print-Exemplare seiner Zeitung. Sie werden mit einem normalen Drucker hergestellt; der Druck des "Osservatore" ist in seiner gesamten Geschichte erst zweimal unterbrochen worden.
sueddeutsche.de

“Tagesspiegel” setzt einige Mitarbeiter auf Kurzarbeit.

Tagesspiegel setzt einige seiner Mitarbeiter auf Kurzarbeit, teilen Herausgeber Sebastian Turner und Geschäftsführerin Ulrike Teschke mit. Betroffen sei v.a. die Kulturredaktion, da derzeit keine kulturellen Veranstaltungen stattfinden. Der "Tagesspiegel" will zur Weiterfinanzierung seiner Angestellten "staatliches Geld" in Anspruch nehmen; betroffen sind nicht nur Redakteure, sondern u.a. auch Sekretärinnen. Diese befinden sich zum Teil schon seit Wochen in Kurzarbeit; der "Tagesspiegel" stocke das fehlende Gehalt aber bisher auf 90% auf.
deutschlandfunk.de, turi2 - eigene Infos

Zitat: Thorsten Fischer würde keine Smartphones an Masten hängen.

"Haben Sie schon mal ein Smartphone am Fahnenmast hängen sehen?"

Thorsten Fischer, Erfinder und Chef der Onlinedruckerei Flyeralarm, bedruckt auch Planen und Fahnen - und glaubt an die Zukunft des Drucks. Hannes M. Kneissler beschreibt Fischer im Porträt für "Brand Eins" als Mann mit aufgeblasener Backe und Gewerkschafts-Phobie.
Brand Eins, 3/2020, S. 56-61 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Thorsten Fischer im Herbst 2017 für die turi2.de/edition5 über die Grundidee von Flyeralarm:

R+V startet High-End-Mitarbeiter-Magazin – mit alten Allianz-Hasen.


Print plus: Die R+V Versicherung, Wiesbaden, setzt passend zu ihrem neuen Slogan Du bist nicht allein für ihre Mitarbeiter und Vertriebspartner auf ein hochwertiges Printmagazin namens "plus", das viermal im Jahr mit 22.000 Auflage erscheint. Das Team kennt sich von der Allianz, wo es gemeinsam das legendäre 1890 produzierte: Unter R+V-Chefkommunikator Hermann-Josef Knipper, Ex-Sprecher der Allianz, werkeln die Ex-"1890"-Macher Mario Vigl (Text) und Florin Preußler (Art). Knipper glaubt, dass "mindestens die Hälfte der Mitarbeiter nur über Gedrucktes" zu erreichen ist, wie er im Video mit turi2.tv betont.
turi2 - eigene Info, turi2.de (Video Knipper), turi2.de (über "1890")

Aus dem turi2-Archiv - Interview mit Hermann-Josef Knipper (Oktober 2019):




Wegen Orkantief Sabine: “FAZ” und der SHZ stellen ihre E-Paper kostenlos ins Netz.

FAZ stellt das E-Paper sowie die multimediale Version der Montagsausgabe online kostenlos zur Verfügung. Der Verlag erwartet in einzelnen Gebieten aufgrund des Orkantiefs Sabine Probleme bei der Zustellung der Printausgabe. Auch der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag hebt die Bezahlschranke für Online-Inhalte sowie für das E-Paper zeitweise auf.
faz.net ("FAZ"), shz.de (SHZ)

Wir graturilieren: Andreas Fischer-Appelt wird 55.


Wir graturilieren: Andreas Fischer-Appelt feiert heute seinen 55. Geburtstag mit seiner Familie in der Lüneburger Heide. Am Tag darauf feiert der Werber und Vorstand dann mit den Kollegen bei FischerAppelt. Am abgelaufenen Jahr freut ihn beruflich besonders die Übernahme der Hamburger Werbeagentur Philipp und Keuntje: "Gerade für das Thema Kreation sind sie eine große Bereicherung, aber auch die Zusammenarbeit zeigt Neues und macht viel Spaß."

Für das kommende Jahr wünscht sich Fischer-Appelt für sich selbst und seine Kunden "viel Mut und Schwung" bei Digitalisierung und dem Ausprobieren neuer Arbeitsformen. Außerdem wünscht er sich, "dass der HSV weiter so guten Fußball spielt und aufsteigt". Gratulationen erreichen Andreas Fischer-Appelt auf allen digitalen und analogen Wegen.

“Spiegel”-Essay: YouTuber Rezo kritisiert dpa und DJV.

Mehr Kritik wagen: Journalisten fehlt es oft an Bereitschaft zur Selbstkritik, schreibt YouTuber Rezo in einem "Spiegel"-Gastbeitrag. Er berichtet von seinen Erfahrungen nach seiner Print-Kritik in einem Video der YouTuber Space Frogs und kritisiert den DJV und die dpa. Eine später wieder zurückgezogene Pressemitteilung der Journalistengewerkschaft habe ihm fälschlicherweise vorgeworfen, Journalisten pauschal zu diffamieren. Die dpa hatte die Meldung aufgegriffen und viele Medien übernahmen den Text – wie Rezo glaubt – ohne das 14-minütige Original-Video anzusehen. Erst nach einer langwierigen Intervention sei die dpa bereit gewesen, eine Korrektur zu veröffentlichen.

Rezo ist der Meinung, dass die Meldung nur deswegen so detailliert aufgearbeitet worden sei, weil er eine hohe Reichweite hat, "irgendeine Random Oma hätte von der dpa keine Entschuldigung erhalten". Der YouTuber folgert, dass viele Fehler nicht verbessert werden und spricht der Nachrichtenagentur sein Misstrauen aus: "Ich kann keinem dpa-Artikel mehr blind vertrauen." In Zeiten von Fake News bringe die fehlende Bereitschaft zur Selbstkritik einiger Journalisten die ganze Branche in Verruf. Rezo fordert: "Lasst uns mit den vielen großartigen Journalisten in diesem Land genau auf die Presse gucken und jedes Fehlverhalten kritisieren."
"Spiegel" 36/2019, S. 114-115 (Paid), turi2.de (DJV)

Mitarbeit: Markus Trantow

Ermäßigte Mehrwertsteuer soll auch bei digital angepassten Presseprodukten gelten.

Umsatzsteuer: Das Land Brandenburg fordert im Bundesrat, die ermäßigte Mehrwertsteuer bundesweit auf weitere digitale Pressepublikationen wie interaktive Grafiken auszuweiten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die Steuersenkung der Bundesregierung gilt bisher nur, wenn die digitalen Inhalte den analogen Publikationen entsprechen - wie bei PDF-Abzügen von Zeitungen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: “taz” setzte schon früh auf alternative Erlösquellen, sagt Karl-Heinz Ruch.

"Unsere Redakteure gehen inzwischen erhobenen Hauptes in die Kneipe, denn vielen anderen geht es deutlich schlechter."

Karl-Heinz Ruch, scheidender "taz"-Geschäftsführer, sagt im "Horizont"-Interview, dass das klassische Anzeigengeschäft in seinem Hause "noch nie funktionierte".
"Horizont" 30/2019, S. 8-9 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch erklärt die Zeitungskrise bei der "taz" für beendet. (9/2017)

Meinung: “Playboy” ist Gegenstück zur Emanzipation.

Playboy muss sich in Zeiten von #MeToo-Feminismus neu erfinden, schreibt "Spiegel"-Autor Tobias Becker über die Zukunft des Magazins ohne Burda. Magazin-Erfinder Hugh Hefner erfand den "modernen Mann" als Gegenstück zur weiblichen Emanzipation. Mit einer schlankeren Kostenstruktur könne das lukrative Eventgeschäft neue Impulse bringen, das bereits heute ein Viertel der Erlöse ausmache.
spiegel.de (Paid), turi2.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Boitin arbeitet in seinem Traumjob (November 2016)

“Hamburger Morgenpost” verliert Vize-Chefredakteur Maik Koltermann.

Hamburger Morgenpost und Vize-Chefredakteur Maik Koltermann, 43, gehen getrennte Wege. Nach 19 Jahren verlässt der Journalist die Redaktion, wie das Boulevardblatt schreibt. Hintergründe zum Abgang nennt die Zeitung nicht. Der frühere Vize-Chefredakteur Frank Wieding wechselte im Sommer 2018 in die PR.
"Hamburger Morgenpost", S. 10 (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Bücher sind künftig Werbeträger statt reine Produkte.

Digitalisierung: Bücher sind künftig Werbeträger und Autoren das Produkt, sagt Blogger und Journalist Richard Gutjahr im Buchreport-Interview über die Digitalisierung des Buchmarktes. Die Bindung zu den Nutzern und damit auch die Macht der Autoren wachse durch soziale Medien. Verlage müssten mehr auf Bewegtbild setzen, da der Textkonsum abnehme.
buchreport.de

“Süddeutsche Zeitung”: Burda gilt beim ADAC als Favorit für Mitgliedermagazin-Auftrag.

ADAC LogoBurda hat als bislang einziger Bewerber ein Konzept für die Produktion des ADAC-Mitgliedermagazins im ADAC-Verwaltungsrat präsentiert und gilt damit als Favorit, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Es gehe um einen dreistelligen Millionenbetrag ab 2020, auch Springer sei an dem Deal interessiert. Derzeit verhandle der ADAC "mit zwei renommierten Großverlagen", widerspricht ein ADAC-Sprecher einer Vorentscheidung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“New York Times” entschuldigt sich für antisemitische Netanyahu-Karikatur.

New York Times entschuldigt sich bei Twitter für eine Karikatur, die Israels Ministerpräsident Netanyahu zeigt. Die Zeichnung parodiert Netanyahu als Blindenhund mit Davidstern am Halsband, der einen blinden US-Präsidenten Trump mit Kippa führt. Die Karikatur ist am Donnerstag in der internationalen Printausgabe erschienen.
twitter.com, spiegel.de

Wir graturilieren: Matthias Roth wird 56.


Wir graturilieren: Matthias Roth, Chefredakteur bei "rtv", feiert heute seinen 56. Geburtstag mit seiner Frau auf dem Wasser. Im zurückliegenden Jahr freute ihn besonders, dass er mit der rtv media group mittlerweile auch "stern" und "Bild" mit TV-Supplements bestückt.

Für sein neues Lebensjahr wünscht sich Roth weitere Kooperationen mit "tollen Medienmarken" und scheint sich damit selbst das erste Geburtstagsgeschenk des Tages zu machen: "Der Wunsch könnte zeitnah in Erfüllung gehen," deutet Roth optimistisch an. Geburtstagsgrüße erreichen ihn u.a. bei LinkedIn. Mit Blick auf die ankommenden Glückwünsche scherzt Roth: "Welche Gratulation sollte nicht willkommen sein?"

Aus dem Archiv von turi2.tv: Matthias Roth über die bewusste Entscheidung der "rtv", ein bisschen bieder zu sein (7/2017).

René Benko will Funke-Anteile der “Kronen Zeitung” komplett übernehmen.


Öxit-Chance: Immobilien- und Handelsmogul René Benko (Foto links) will sein Medien-Geschäft weiter ausbauen und Funke auch die restlichen Anteile an der "Kronen Zeitung" abkaufen, sagt Benko im Interview mit der "Presse am Sonntag". Er hält seit November 2018 rund ein Viertel an der "Krone", weitere rund 25 % liegen bei Funke, 50 % besitzt die Gründerfamilie Dichand. Benko sagt, er wolle künftig nicht mehr nur "Beifahrer" sein.

Benko wolle als "aktiver Gesellschafter" wirken, eine komplette "unfreundliche Übernahme" des Boulevard-Blatts strebe er aber nicht an. Dem Erben, Herausgeber und Chefredakteur Christoph Dichand gibt er praktisch eine Jobgarantie. Funke hat in Österreich immer wieder Streit mit der "Krone"-Verlegerfamilie Dichand.
diepresse.com (Paid), handelsblatt.com, orf.at, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Video-Tipp: “Bild”-Chef Julian Reichelt berichtet beim “taz”-Panel über seine Zeit als Kriegsreporter.

Video-Tipp: "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) spricht beim "tazlab"-Panel mit "taz"-Redakteur Martin Kaul u.a. über seine Zeit als Kriegsreporter. "Die Therapie und das Traumatisiertsein sind gesellschaftlich fast zum Statussymbol geworden," kritisiert Reichelt. Die Kriegserfahrung präge ihn bis heute.
taz.de, facebook.com (17-Min-Video)

BurdaHome gründet redaktionsübergreifendes Produkttestportal.

BurdaHome startet ein Produkttestportal. Hinter gutewahl.de stehen die Redaktionen der Burda-Marken wie "Wohnen & Garten" oder "Meine Familie & ich". Das Portal will bei den Tests einen Schwerpunkt auf Videos legen und für die Produktbestellung zu Webshops wie Amazon verlinken. Bei Kaufabschluss erhält das Portal eine Provision, was keine Auswirkung auf die redaktionelle Unabhängigkeit haben solle.
burda.com

Meinung: Werner Bartens findet “My Life” altbackener als die “Apotheken Umschau”.

Burda kommt mit dem "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "My Life" "ziemlich altbacken daher", rezensiert Werner Bartens das neue Gesundheitsmagazin. Der Duktus der Artikel folge dem "Staun-und-Wunder-Journalismus der 1970er-Jahre". Die "Apotheken Umschau" werde zwar als "Rentner-Bravo" belächelt, wirke aber ausgewogener.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv (03/2019): "Konkurrenz macht uns immer besser" – Wort & Bild-Chef Dennis Ballwieser im Strategie-Gespräch.

Presserat erklärt “Focus Money” die Bedeutung von Anführungszeichen, schreibt Stefan Niggemeier.

Presserat muss "Focus Money" die Bedeutung von Anführungszeichen erklären, schreibt Stefan Niggemeier über die vergangene Woche ausgesprochene Rüge gegen das Titelseiten-Zitat von Alan Greenspan. Chefredakteur Frank Pöpsel räumt ein, dass der Ex-US-Notenbankchef den Satz "Wer Verstand hat, kauft Gold" nicht wörtlich gesagt hat. Das Zitat sei komprimiert, aber inhaltlich durch Aussagen von Greenspan gedeckt. Ein "durchschnittlich verständiger Leser" müsse die Überschrift in Anführungszeichen "zwingend als wörtliches Zitat auffassen", kontert der Presserat.
uebermedien.de, presserat.de (Rüge)

Anzeigenblätter verbuchen weniger Umsätze.

Anzeigenblätter verbuchen 2018 weniger Netto-Werbeumsätze als im Vorjahr, schreibt "New Business". Jörg Eggers, Geschäftsführer beim Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter, geht auch 2019 "eher von zurückgehenden Umsätzen" aus. Gedruckte Prospekte generieren 40 % des Netto-Werbeumsatzes 2018.
new-business.de

Aus dem Archiv von turi2.tv (07/2017): Jörg Eggers stellt sich dem turi2-Fragebogen.

Media Impact holt Julia Wehrle in die Geschäftsführung.

Media Impact: Der neue Chef Carsten Schwecke holt Julia Wehrle (Foto), bisher General Managerin Bild Digital. Sie verantwortet das operative Geschäft sowie die Finanzen und folgt auf Ralf Hermanns, der neben seinem Job als Finanzchef der Sparte News Media Print künftig auch Operativchef des deutschen Springer-Druckgeschäfts ist.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Gruner + Jahr erweitert Hirschhausen-Magazin um Abnehm-App.

Gruner + Jahr erweitert die Eckart von Hirschhausen-Markenfamilie um eine Diät-App. Der Herr Doktor gibt per Audio-Coaching Tipps zum Intervallfasten, hier "Hirschhausen-Diät" genannt, der Spaß kostet schlanke 39,99 Euro. G+J setzt bereits bei der Mediations-App Balloon auf die Mischung aus App und Audio-Content.
wuv.de, guj.de

Aus dem Archiv von turi2.tv:
Eckart von Hirschhausen über "stern Gesund Leben" und das "digitale Gift fürs Gehirn" (11/2017).

Ulli Tückmantel verlässt die Westdeutsche Zeitung.

Westdeutsche Zeitung und der langjährige Chefredakteur Ulli Tückmantel (Foto) gehen getrennte Wege. Tückmantel verlasse die Redaktion "auf eigenen Wunsch", meldet Meedia. Die Stellvertreter Annette Ludwig und Lothar Leuschen sollen übernehmen. Tückmantel trat den Chefredakteursposten 2014 an, kurz zuvor wurden einzelne Lokalredaktionen eingespart.
twitter.com, meedia.de

Bauer startet “Madame”-Pendant “Monsieur”.

Bauer reaktiviert das "Madame"-Pendant "Monsieur" am Mittwoch im Bundle mit einem Heftumfang von 80 Seiten. In den 1970ern und 1980ern gab es die Rubrik "Monsieur" bereits. Petra Winter übernimmt die Chefredaktion. Sie wolle den "Ansatz des warmen und nahbaren Luxus nun auch auf eine männliche Zielgruppe übertragen". Im September ist zudem ein Uhrenspecial des Mode-Magazins geplant.
bauermedia.com, turi2.de (Background)