Meinung: Das dritte Triell war das erträglichste.

Triell-Kritik: Journalist Holger Gertz vergleicht die TV-Trielle mit einem "über mehrere Runden sich erstreckenden Sportturnier". Das Publikum lerne die Bewerberinnen kennen, "nicht wirklich in den Tiefen ihrer Persönlichkeit, aber in ihrem Wettkampfverhalten". Weil tatsächlich halbwegs ein Gespräch zustande gekommen sei, "war ausgerechnet dieses dritte Triell in den Tiefen des Privatfernsehens das erträglichste".
sueddeutsche.de (Paid)

Streit-Themen und Gemeinsamkeiten, gute Moderatorinnen: Das Medienecho zum finalen TV-Triell von ProSiebenSat.1.

Finale: Erneut haben sich die Kanzlerkandidatinnen einen Schlagabtausch geliefert und über große Themen gestritten, so der Tenor der Presse zum dritten und letzten TV-Triell vor der Wahl auf ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins. Allerdings seien die "giftigen persönlichen Angriffe" von Armin Laschet auf Olaf Scholz diesmal ausgeblieben, meint etwa Anna Sauerbrey, stellvertretende Chefredakteurin vom "Tagesspiegel". Die Kandidatinnen hätten stattdessen "auf seriös geschaltet". "Tagesspiegel"-Medienredakteur Kurt Sagatz findet, dass die Sendung "nach starkem Start mit lebensnahen Themen" ein wenig den Fokus verloren habe. Die "Bild" titelt groß: "Scholz und Baerbock verbünden sich gegen Laschet." Baerbock und Scholz seien sich sich politisch "so nah wie selten zuvor" gewesen, z.B. bei den Themen Mindestlohn, Hartz IV und Klima. Laschet habe dafür beim Thema Innere Sicherheit Akzente setzen können. Auch die "Tagesschau" konstatiert: "Oft gab es zwei klare Lager." SPD und Grüne seien sich u.a. bei der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro einig gewesen.

"FAZ"-Politik-Korrespondent Peter Carstens lobt die Moderatorinnen Linda Zervakis und Claudia von Brauchitsch – sie hätten anders als ihre Kolleginnen von ARD und ZDF bewiesen, dass "gute Vorbereitung einem zähen Politikabend Fließgeschwindigkeit verleihen" könne. Auch ZDF-Satiriker Jan Böhmermann war von den beiden angetan und bezeichnet das Duo als "beste Triell-Moderation". Zervakis habe für den "schönsten Moment des Abends" gesorgt, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Sie hatte ein Micky-Maus-Heft von 1993 hervorgezaubert und Laschet gefragt, ob Micky Maus die Dringlichkeit des Klimawandels früher verstanden habe als die CDU. Auch die Rubrik "Politiker fragen Politiker" sei eine "nette Idee" gewesen. Trotzdem gibt es auch Kritik, was die Themenauswahl angeht: Der "Spiegel" findet es beispielsweise bemerkenswert, dass Europa- und Außenpolitik in keinem Triell zur Sprache gekommen ist. Für ARD und ZDF sei es es "nicht die allerbeste Nachricht", dass sowohl RTL als auch ProSiebenSat.1 "keine schlechteren Sendungen auf die Beine gestellt haben als sie", bilanzieren  Johannes Bebermeier und Tim Kummert bei T-Online.

Laut einer Forsa-Umfrage hat Olaf Scholz das Triell gewonnen – mal wieder: 42 % der Befragten votierten für ihn, Armin Laschet kommt auf 27 % und Annalena Baerbock landet mit 25 % auf dem letzten Platz. 6 % nannten keine Gewinnerin.
presseportal.de, Foto: Kay Nietfeld/dpa

Wir graturilieren: Jutta Meyer wird 46.

Wir graturilieren: Jutta Meyer, Executive Vice President Marketing & Creation bei Seven.One, wird 46. Ihren Geburtstag verbringt Meyer zusammen mit ihrer Familie in Wien, auch der Besuch von Freundinnen steht an. Eine große Feier ist nicht geplant, stattdessen gilt das Motto: "Einfach nur zusammen glücklich sein." Im vergangenen Jahr hat Meyer vor allem beeindruckt, wie gut die Menschen über alle Generationen hinweg die Corona-Krise gemeistert haben. Stolz und dankbar ist sie auch für die "Flexibilität und Leidenschaft", die ihr Team die letzten zwei Jahre "ungebrochen an den Tag legt, um Großartiges zu leisten". Herausfordernd war für Meyer im letzten Jahr, nicht das Gefühl für ihr Unternehmen zu verlieren: Besonders gefehlt haben ihr z.B. "die spontanen Gespräche am Gang sowie die unterschiedlichen Gedanken und Ideen, die in spontanen Unterhaltungen geteilt werden".

Im kommenden Lebensjahr freut sie sich vor allem darauf, wieder mehr Menschen persönlich sehen zu können: "Austausch und gemeinsame Erlebnisse haben aufgrund von Corona eine Wertschätzung erhalten, die ich mir so nie bewusst gemacht hatte". Gratulationen erreichen Meyer u.a. via Linked-in, E-Mail oder ganz klassisch über Telefon – über einen "kurzen positiven Gedanken" würde sie sich aber auch schon freuen.

Zur Bundestagswahl: Studio 71 macht Social-Media-Kampagne mit Eko Fresh.

Studio 71, ProSiebenSat.1-Tochter, konzipiert und produziert für die Bundeszentrale für politische Bildung eine Social-Media-Kampagne mit Eko Fresh. In Erklär-Videos soll der Musiker die "wichtigsten Fragen der jungen Generation" zur Wahl aufgegriffen, Influencerinnen werben zusätzlich auf ihren Kanälen für die Infoangebote der BPB. Für kommenden Samstag kündigt Studio 71 zudem die dreistündige Live-Show "(Un)wählbar - Deutschland, was stimmt mit dir nicht?!" an, YouTuber Robin Blase und Victoria Reichelt von "Deutschland 3000" moderieren.
presseportal.de, youtube.com (Link zum Livestream, Samstag ab 19 Uhr)

Wir graturilieren: Diana Schardt wird 51.

Wir graturilieren: Diana Schardt, Sprecherin der Seven.One Entertainment, wird heute 51. Ihren Geburtstag feiert sie mit ihrer Familie in Wien: "Darauf freue ich mich wirklich sehr, wir haben uns alle viel zu wenig gesehen in den vergangenen Monaten." Beeindruckt ist sie nach wie vor von Menschen, die sich "ganz selbstverständlich dafür einsetzen, dass es anderen besser geht" – so wie ihre Schwester, die als Physiotherapeutin in einem Krankenhaus arbeitet und ebenfalls bei der Familienfeier dabei sein wird. Beruflich war sie im vergangenen Jahr begeistert von ihrem "großartigen Team", das auch aus dem Home-Office "jeden Tag aufs Neue voller Leidenschaft und Kreativität an der Kommunikation für unsere Programme, unsere Sender, unser Vermarktungs- und Digitalgeschäft arbeitet". Nicht erst seit Corona ist Schardt genervt von "Dauernörglern, Schwarzmalern und Wichtigtuern". Im kommenden Jahr freut sie sich vor allem auf "wieder viele viele echte Begegnungen" in der Branche: "Live und in Farbe." Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, z.B. über E-Mail oder Linked-in.

Linda Zervakis und Claudia von Brauchitsch moderieren ProSiebenSat.1-Triell.

Weibliche Doppelspitze: ProSieben-Neuzugang Linda Zervakis (Foto) und Claudia von Brauchitsch, die bei Sat.1 das Magazin "Akte" präsentiert, moderieren am 19. September das dritte Triell mit Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock. Senderchef Daniel Rosemann kündigt an, man wolle ein "Abarbeiten an Wahlprogrammen" mit bekannten Floskeln verhindern. Der Talk läuft bei ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins sowie auf den digitalen Kanälen der Sendergruppe, u.a. dem YouTube-Kanal von "Galileo" und bei Joyn.
dwdl.de, turi2.de (Background)

ProSieben sendet ein Wahl-Triell am 19. September.


Alle drei zusammen: Auch auf ProSiebenSat.1 wird im Vorfeld der Bundestagswahl ein Triell der Kanzlerkandidatinnen stattfinden, meldet Michael Hanfeld in der "FAZ". Die Sendung ist für Sonntag, 19. September geplant und damit das letzte Spitzentreffen vor der Wahl. Am Donnerstag will die Sendergruppe den Termin demnach offiziell machen. Die Sendung wird auf ProSieben, Sat.1 und Kabel eins parallel zu sehen sein.

Das dritte Triell – neben den Sendungen der RTL Gruppe und von ARD und ZDF – galt schon als geplatzt. Als Alternative hatte ProSieben Townhall-Formate mit Annalena Baerbock und Olaf Scholz ins Programm genommen. Armin Laschet wollte bei dem neuen Format nicht mitmachen, hatte aber seine Bereitschaft für ein drittes Triell signalisiert. Am Wochenende hatte es bereits erste Gespräche über eine drittes Triell gegeben.

Den Auftakt der Dreier-Treffen machen am 29. August RTL und ntv, bei ARD und ZDF diskutieren die Kandidatinnen zwei Wochen später, am 12. September, miteinander.
faz.net, turi2.de (Background)

Splendid-Tochter Videociety kauft Maxdome von Joyn.

Eigentümerwechsel: Der frühere ProSiebenSat.1-Streamingdienst und Joyn-Vorläufer Maxdome gehört ab dem 1. Oktober zur Videociety GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Splendid Medien AG. Die Firma will den Maxdome Store mit Filmen und Serien im Einzelkauf fortführen und das Angebot perspektivisch mit eigenen Lizenz- und Katalog-Titeln anreichern. Zum Kaufpreis ist nichts bekannt, die Transaktion habe jedoch "keinen Einfluss auf die aktuelle Umsatz- und Ergebnisprognose der Splendid Gruppe". 2020 hat der Konzern 43,5 Mio Euro eingenommen, 8,9 Mio davon entfielen auf den VoD-Bereich.

ProSiebenSat.1 hatte Maxdome 2006 mit einem monatlichen Abo-Modell gestartet. Im Herbst 2020 ist das Abo-Geschäft in Joyn, dem Joint-Venture von ProSiebenSat.1 und Discovery, aufgegangen. Seitdem existiert nur noch besagter Maxdome Store, der Titel ohne Abo zum Ausleihen und Kaufen anbietet. Videociety betreibt bereits selbst eine ähnliche Plattform für Endkundinnen, darüber hinaus stellt man B2B-Kundinnen ein VoD-Plattformkonzept zur Verfügung.
splendidmedien.com via dwdl.de

Seven.One Entertainment und Telekom bauen Partnerschaft aus.

Seven.One Entertainment und Telekom wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Ab sofort ist auf Magenta-TV der zusätzliche Kanal "ProSiebenSat.1 UHD" zu sehen, der unter anderem die Bundesliga, aber auch Shows, Filme und Serien in 4K Auflösung zeigt. Zusätzlich wollen die Unternehmen mehr auf zielgruppen-spezifische TV-Werbung setzen.
dwdl.de, presseportal.de

Meinung: Politikerinnen scheuen Medienpolitik als Wahlkampf-Thema.

Medienpolitik sollte im Wahlkampf eine größere Rolle spielen, schreibt Wolfgang Michal im "Freitag". Die Szene befinde sich in "einem gewaltigen Umbruch", gekennzeichnet u.a. durch die Fusion von RTL und Gruner + Jahr. Bertelsmann-Boss Thomas Rabe könne sich sogar eine Fusion von RTL und ProSiebenSat.1 vorstellen, was das Kartellamt vor 15 Jahren noch verweigerte, nun aber denkbar sei. Die Politik mische sich nicht ein, weil sie schlechte Presse befürchte.
freitag.de

Seven.One Entertainment schließt Deal mit Talpa Concepts.

Seven.One Entertainment schließt einen Deal mit Talpa Concepts für das Erstzugriffsrecht für alle künftigen Formate der niederländischen Produktionsfirma von John de Mol (Foto). Seven.One Entertainment produziert die neuen Formate exklusiv für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Vertrag soll "mehrere Jahre" laufen, die Summe des Deals ist nicht bekannt.
dwdl.de, horizont.net, new-business.de

Zitat: Patricia Schlesinger sieht die Info-Offensive der Privaten gelassen.

"Ich finde es gut, wenn möglichst viele Sender gute Nachrichtensendungen anbieten. Je mehr es davon bei den Privaten gibt, desto besser."

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger blickt im "Spiegel"-Interview entspannt auf die Info-Offensiven von RTL und ProSiebenSat.1. An "manchen Stellen" habe man es einfacher als die Konkurrenz, etwa wenn es um Korrespondentinnen vor Ort geht.
spiegel.de (Paid)

Armin Laschet sagt für ProSieben-Wahl-Show ab.

Ausgesiebt: ProSieben bekommt von Unions-Kanzler­kandidat Armin Laschet (Foto) einen Korb für die "ProSieben-Bundestagswahl-Show". "Wir haben angefragt und er hat abgesagt", erklärt eine Sender­sprecherin. Annalena Baerbock und Olaf Scholz dagegen nehmen teil und stellen sich am 1. und 15. September live zur Primetime den Fragen von Moderator Louis Klamroth sowie Bürgerinnen aus dem Publikum.
stuttgarter-nachrichten.de, presseportal.de

“Manager Magazin”: ProSiebenSat.1 wickelt Digitalsparte Nucom ab.


Ade, Digital: ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean will die Digitalgruppe NuCom abwickeln, berichten Angela Maier und Jonas Rest im "Manager Magazin". Sie berufen sich auf Insider. Bis 2022 sollen die wichtigsten NuCom-Töchter an die Börse – wer den Sprung nicht schafft, könnte in ProSiebenSat.1 aufgehen, schreiben die Autorinnen. Vorstandschef Beaujean sehe nur bei der Datingsparte ParshipMeet-Gruppe, die für 2022 den Börsengang plant, sowie der Online-Parfümerie Flaconi Wachstumschancen.

Schon im Juni hatte das Geschäftsführer-Duo der NuCom geschlossen seine Posten geräumt. Aus dem Inneren der Digital-Holding berichtet das "Manager-Magazin" nun, dass Beaujean die Entscheidungshoheit der Einzelunternehmen an sich ziehe. Deren Chefs fühlten sich zu "Abteilungsleitern" degradiert. Vor drei Jahren hat P7S1 gemeinsam mit Finanzinvestor General Atlantic die NuCom Gruppe gegründet.
manager-magazin.de (Paid), turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1 erhöht seine Jahresprognose erneut.

ProSiebenSat.1 meldet im 2. Quartal eine "sehr starke Erholung im Vergleich zum Covid-19 geprägten Vorjahresquartal" und erhöht seine Umsatz-Prognose um 9 bis 11 % auf 4,4 Mrd bis 4,5 Mrd Euro. Der Konzernumsatz steigert sich im zweiten Quartal um 47 % auf rund 1,045 Mrd Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 709 Mio Euro.
manager-magazin.de, presseportal.de, prosiebensat1.com (Pressemitteilung), turi2.de (Background)

Andreas Kösling verlässt Seven.One Entertainment.

Schon wieder Schluss: Andreas Kösling (Foto) verlässt Seven.One Entertainment, die TV- und Digitaleinheit von P7S1, nach nur wenigen Monaten wieder – wie das Unternehmen mitteilt "auf eigenen Wunsch". Dafür stockt Seven.One aus den eigenen Reihen auf und beruft Lennart Harendza und Maximilian Klopsch in die Geschäftsführung. Güldag Prange stößt im Frühjahr kommenden Jahres nach ihrer Elternzeit zum Führungsteam um Thomas Wagner.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Matthias Opdenhövel.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Ex-"Sportschau"-Moderator Matthias Opdenhövel zieht es dieser Tage in die alte Heimat. Bei ProSiebenSat.1 hat er schon in den 2000ern Events wie die Wok WM moderiert, nun bekommt er u.a. eine eigene Show mit Co-ARD-Überläuferin Linda Zervakis. Opdenhövel ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Opdenhövel)

ProSiebenSat.1 zieht Audio-App Fyeo im Herbst den Stecker.

Stumm geschaltet: ProSiebenSat.1 stellt seine Audio-App Fyeo im Herbst nach gut einem Jahr wieder ein. Der Name soll aber als Content-Marke erhalten bleiben. Stattdessen spielt Seven.One Audio Podcast und Eigenproduktionen über Plattformen wie Apple Podcasts aus – dort gibt es auch weiter einen Fyeo-Kanal für die kostenpflichtigen Serien. Im Laufe des Jahres sollen neue Formate aus den Bereichen Doku und Fiction erscheinen. Bei den kostenfreien Formaten rückt die Vermarktung in der Vordergrund, u.a. mit eigenen Ad-Servern für native Werbung. Das App-Geschäftsmodell sei "wirtschaftlich dauerhaft nicht attraktiv genug", sagt Katharina Frömsdorf, Chefin der der Seven.One Ad Factory.
turi2 – eigene Infos, dwdl.de, horizont.net (Paid)

D-Force spielt erstmals adressierbare TV-Spots aus.

D-Force, Joint-Venture von ProSiebenSat.1 und RTL Deutschland, legt seinen ersten Case zu adressierbarer TV-Werbung vor. Ab sofort können Werbekunden in Echtzeit 20-Sekunden-Spots buchen, die beide TV-Häuser "kontaktklassenoptimiert" an passende Zuschauerinnen ausspielen. Zunächst ersetzen die Spots Eigenwerbung der Sender, später sollen weitere Sendeplätze und Aussteuerungsmöglichkeiten dazukommen. Die ersten adressierten Spots liefen bereits im April in einer Rewe-Kampagne.
new-business.de, horizont.net (Paid)

Ferdinand Sacksofsky wechselt von ProSiebenSat.1 zu BCW Germany.

Polit-Influencer: Die Kommunikations­agentur BCW Germany holt Ferdinand Sacksofsky ab August als Head of Public Affairs an Bord. Er kommt von ProSiebenSat.1, wo er aktuell noch Director Digital Public Affairs ist. Sacksofsky gilt als Experte für politische Kommunikation und ist gut vernetzt in der Berliner Politik. Im Podcast Diktatur der Freundlichkeit kommentiert er das Zeitgeschen.
pr-journal.de, twitter.com/BCWGermany

AGF-Plattform-Studie: TV-Sender überholen Netflix.

Streaming-Angebote der TV-Sender überholen Anfang 2021 in Summe die Netflix-Nutzung (32,3 %), sagt die Plattform-Studie der AGF. Sie erreichen knapp 36 % der Befragten. Treiber sind die Online-Videos von ARD und ZDF, die von 23,1 auf 30,2 % zulegen. Auch die Video-Angebote von Nachrichten-Seiten wie Bild.de und Spiegel.de werden stärker genutzt: 21,5 % der Befragten sagen, dass sie entsprechende Videos anklicken, ein Plus von 5 Punkten. Auch Amazon Prime Video kann deutlich zulegen.
agf.de

ARD-Chefredakteur Oliver Köhr sieht Moderatorinnen-Wechsel gelassen.

ARDerlass: ARD-Chefredakteur Oliver Köhr gibt sich im Gespräch mit der “tz” gelassen in Bezug auf die Abgänge von Jan Hofer, Linda Zervakis und Pinar Atalay. “Dass Journalisten den Arbeitgeber wechseln, ist durchaus üblich.” Köhr gibt zu, dass die ARD bei den Gehältern nicht mit Privatsendern mithalten kann – das eigene Haus überzeuge mit Formaten und Talentförderung.
tz.de, dwdl.de, turi2.de (Background), turi2.de (Background ARD-Kritik)

Geschäftsführer und NuCom gehen getrennte Wege.

Doppelwechsel: Die Geschäftsführer Claas van Delden und Florian Tappeiner (Foto) verlassen die NuCom Group, um sich "neuen Herausforderungen außerhalb des Konzerns" zu stellen. Ihre Nachfolger findet die Dachgesellschaft von ProSiebenSat.1 und General Atlantic intern: Friedrich Thoma und Max Berkemeier, Leiter des Bereichs Commerce & Ventures, rücken an die Konzernspitze.
dwdl.de

“Wir stehen für gesellschaftliche Haltung” – Thomas Wagner über Spaß und Ernst bei ProSiebenSat.1.

Love To Infotain You: "Natürlich stehen wir für Big Entertainment", sagt Thomas Wagner im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande der Screenforce Days. An der richtigen Stelle will die Sendergruppe aber auch Haltung zeigen, sagt der Chef des Vermarkters SevenOne Media und nennt etwa die 15 Minuten von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, die der Sender zu einer vielbeachteten siebenstündigen Pflege-Doku ausgebaut hat. Die eigentlich werbefreie Sendung sei auch Dank der Unterstützung von Cosmosdirekt und Telekom möglich geworden, die als Sponsoren auftraten, aber auf Werbung verzichteten, um das Projekt zu unterstützen.

In der kommenden TV-Saison, die ProSiebenSat.1 heute auf den Screenforce Days vorstellt, freut Wagner sich selbst auf die Rückkehr der Bundesliga ins Privatfernsehen – Sat.1 zeigt pro Saison neun wichtige Spiele, darunter den Auftakt der Bundesliga – im Free TV. Trotz Bewegtbild-Konkurrenz aus dem Netz gibt sich Wagner überzeugt: "TV wird uns noch viele viele Jahre begleiten und ist zwingend notwendig, wenn es um Marken-Ausbau geht." Auch das Fernsehen werde immer digitaler – von der Buchung der Werbung bis zum Reporting. Neue digitale Initiativen wie die Cross-Device-Bridge machen es etwa möglich, Kampagnen, die eine Nutzerin digital gesehen hat, auf dem Handy oder dem Tablet weiterzuerzählen.
turi2.tv (7-Min-Video), turi2.de (Background)

Zeljko Karajica baut neuen Sportsender More Than Sports TV auf.

Sportliche Senderrettung: Zeljko Karajica, bis 2020 Sportchef bei ProSiebenSat.1, übernimmt die Mehrheit des insolventen eoTV der Motorvision Group. Aus dem frei empfangbaren Serien-Sender wird More Than Sports TV, das am 19. Juni startet. Der Sportsender setzt auf Live-Programm, etwa die European League of Football, an der Karajica über die SEH Sports & Entertainment Holding beteiligt ist.
dwdl.de

“Wir wollen in der Gesellschaft Akzente setzen” – Henrik Pabst über die Programmpläne von Seven.One.


Ernst und Entertainment: "Die richtige Mischung zu finden, ist unsere Aufgabe", sagt Henrik Pabst Managing Director und Inhalte-Chef der Seven.One Entertainment Group, wie ProSiebenSat.1 Deutschland seit vergangenem Jahr heißt. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv bilanziert Pabst den Konzernumbau, der mitten ins Corona-Jahr fiel, und blickt auf die Screenforce Days, auf denen die Sendergruppe in der kommenden Woche das Programm für die kommende TV-Saison vorstellt. Pabst persönlich freut sich auf die Bundesliga-Berichterstattung, für die die Sendergruppe Matthias Opdenhövel zurück geholt hat, auf das "ProSieben Journal" mit Opdenhövel und Linda Zervakis sowie auf die eine oder andere US-Serie.

Strategisch geht es Pabst darum, für jeden Inhalt, egal ob Information oder Entertainment, den richtigen Ausspielweg und die beste Monetarisierung zu finden. Als reine Unterhaltungsmaschine will er – auch mit Blick auf die Schlaglichter der vergangenen Monate im Info-Bereich – das neue Dach Seven.One Entertainment aber nicht verstanden wissen. "Wir müssen und wollen in der Gesellschaft Akzente setzen", sagt Pabst im Video-Interview und unterstreicht, dass den Sendern das in der vergangenen Saison an vielen Stellen gelungen sei. Die siebenstündige Pflege-Doku nennt er "ein einzigartiges Stück Fernsehgeschichte" und lobt etwa die Arbeiten von Thilo Mischke und die "15 Minuten" von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf.
turi2.tv (9-Min-Video)

ProSiebenSat.1 meldet Werbe-Erlöse auf Vor-Corona-Niveau.

Erholt: ProSiebenSat.1 meldet für April ca. 40 % und für Mai 60 % mehr Werbeeinnahmen als 2020. Damit liegen die Erlöse "auf dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie", teilt Vorstandssprecher Rainer Beaujean mit. Für 2021 rechnet P7S1 mit 4,25 Mrd Euro Umsatz – 5 % mehr als 2020. Als um Sondereffekte bereinigtes Betriebsergebnis peilt das Unternehmen mindestens 750 Mio Euro an.
wiwo.de

ProSiebenSat.1 kündigt weitere Wahlformate an.

Election-Ekstase: ProSiebenSat.1 kündigt weitere TV-Formate zur Bundestagswahl an. In der "ProSieben-Bundestagswahl-Show" sprechen die Spitzenkandida­tinnen zunächst mit Moderator Louis Klamroth. Zum Abschluss der zweistündigen Sendung stellen sie sich den Fragen der Bürgerinnen in einem "Town-Hall-Finale". Sat.1 sendet zudem Sommerinterviews mit den Kandidatinnen. Am Montag hat der Sender bereit eine Adaption des internationalen Formats "Facing the Classroom" angekündigt.
presseportal.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

P7S1-Vorstandssprecher Rainer Beaujean will keine Fusion mit RTL, Springer oder Mediaset.

Allein, allein: ProSiebenSat.1-Vostandssprecher Rainer Beaujean bezieht im "FAZ"-Interview klar Stellung gegen eine Fusion mit Medienunternehmen wie Bertelsmann oder Springer. Derlei Pläne würden einen "defensiven Schritt" bedeuten, der eine "abnehmenden Meinungsvielfalt" und "zahlreiche regulatorische Hürden" mit sich brächte. Die Pläne des italienischen Großaktionärs Mediaset für eine europäische Fernsehallianz kenne er noch nicht. Allerdings betont Beaujean, dass er seinerseits in einer Übernahme des reinen TV-Anbieters keinen Mehrwert sähe.
zeitung.faz.net

Zitat: Es herrscht ein Factual-Boom, sagt Kabel-Eins-Chef Marc Rasmus.

"Vor nicht allzu langer Zeit war es undenkbar, über Doku-Inhalte in der Primetime überhaupt nachzudenken. In der Zeit, als alles gescripted, verdichtet und überdramatisiert wurde, waren ruhige, sachliche Reportagen oder Dokus vollkommen außen vor."

Kabel-Eins-Chef Marc Rasmus spricht im DWDL-Interview über den erstaunlichen Doku-Boom, obwohl angeblich gerade das Goldene Zeitalter der Serien herrscht.
dwdl.de

“FAZ”: Berlusconi-Konzern Mediaset schielt nach Europa und auf ProSiebenSat.1.

Mailand meets Unterföhring? Der italienische TV-Anbieter Mediaset hat nach Beilegung eines jahrelangen Streits mit dem französischen Konkurrenten Vivendi "jetzt ProSiebenSat.1 fest im Blick", mutmaßt die "FAZ". Die Berlusconi-Familie will ihr Unternehmen in den Niederlanden ansiedeln und könne dort womöglich leichter sein europäisches Geschäft bündeln. Mediaset ist mit 20,1 % größter Anteilseigner von ProSiebenSat.1. Tobias Piller kommentiert, dass die "Synergien, die Mediaset sucht, auch ProSiebenSat.1 nur guttun können".
zeitung.faz.net (Paid), zeitung.faz.net (Kommentar)

Ulrike Simon erklärt den News-Fokus von P7S1 und RTL.

Alles news macht der Mai: Ulrike Simon beschreibt im "Journalist", warum ProSiebenSat.1 und RTL in eigene News investieren. Die Macht der internationalen Konkurrenz zwinge die Sendergruppen sich auf das lokale Publikum zu fokussieren. Zudem belohne der neue Medienstaatsvertrag politische Relevanz im Programm mit höherer Sichtbarkeit des Senders. Auch Werbekunden ziehe es zunehmend ins "Umfeld von gesellschaftlich relevanten Themen", sagt P7S1-Vorstand Wolfgang Link.
"Journalist" 5/21, S. 56 (Paid), turi2.de (Background)

Matthias Opdenhövel moderiert exklusiv bei ProSiebenSat.1.

Senderwechsel: Matthias Opdenhövel arbeitet künftig exklusiv für ProSiebenSat.1 und soll neben der Bundesliga für Sat.1 und "The Masked Singer" für ProSieben "weitere Show-Formate" präsentieren, sagt Henrik Pabst, Chef der Seven One Entertainment Group. Opdenhövel hat zehn Jahre für die ARD gearbeitet, u.a. als Moderator der "Sportschau".
dwdl.de, turi2.de (Background)

Privatsender werden aus Kalkül politischer, schreibt Christian Buß.

Neue Strategien: Die Informationsoffensiven bei der Mediengruppe RTL und ProSiebenSat.1 haben "nichts mit neu entdeckter Menschenliebe oder reiner Diskursfreude zu tun, sondern entspringen einem kommerziellen Kalkül", schreibt Christian Buß im "Spiegel". Beide Sendergruppen müssten nach neuen Erlösmodellen suchen, weil Reichweiten und Werbeeinnahmen zurückgehen. Insgesamt stehe das deutsche Fernsehen vor "seinem größten Umbruch seit Einführung des dualen Rundfunksystems 1984", Ende 2021 könnte die TV-Landschaft "eine andere" sein.
"Spiegel" 16/2021, S. 118 (Paid), turi2.de (Background ProSiebenSat.1), turi2.de (Background RTL)

Thomas Wagner sagt klassischer TV-Werbung eine gute Zukunft voraus.

TV-Werbung: Lineares Fernsehen bleibt noch lange das "Brot- und Butter-Geschäft", sagt SevenOne-Media-Chef Thomas Wagner im gemeinsamen "Horizont"-Interview mit seinem neuen Co-Chef Andreas Kösling. Dafür sprächen starke Umsatzzuwächse Ende letzten Jahres. Es sei "kein Zufall, dass Unternehmen wie Apple, Facebook oder Google massiv bei uns werben".
horizont.net (Paid)

Joko und Klaas schenken ihre Sendezeit dem Arbeitsalltag deutscher Pflegekräfte.


Prime Time gekapert: Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf nutzen ihre von ProSieben erspielte Sendezeit, um das TV-Publikum in den Arbeitsalltag einer Intensivpflegerin zu entführen. Die Sendung besteht aus einer ungeschnittenen Bodycam-Aufnahme der Krankenpflegerin Meike Ista, während sie ihrem Job im Knochenmarktransplantationszentrum des Universitätsklinikums Münster nachgeht. Statt der üblichen 15 Minuten, die die Moderatoren in ihrer Show gewinnen können, stellt ProSieben am Mittwochabend für die Echtzeit-Aufnahmen aus dem Klinikum sieben Stunden Sendezeit zur Verfügung. Diese kommen dank eines Sponsorings von der Telekom und Cosmos Direkt ohne Werbeunterbrechungen aus.

Die Aktion findet bei der TV-Konkurrenz viel Zustimmung. So ordnet Arte die ProSieben-Sendung auf Twitter als "ein Stück deutsche TV-Geschichte" ein. Auch RTL zollt Respekt und spricht von einem "beeindruckenden Zeichen für die Pflege". ProSieben selbst twittert süffisant, während der Abend voranschreitet, welche Sendungen "aus Gründen" entfallen. Während der Ausstrahlung blendet ProSieben Live-Reaktionen von Posts mit dem Hashtag #nichtselbstverständlich ein.
rnd.de, stern.de, dwdl.de, prosieben.de (33-Min-Video)