DFL erlöst mit Medienrechten ab der Saison 2021/22 erstmals weniger als bisher.


Corona-K(n)ick: Die DFL vergibt die Übertragungsrechte für die Bundesliga neu und erlöst damit umgerechnet 1,1 Mrd Euro pro Saison - ein Rückgang um 60 Mio Euro pro Spielzeit. Den Gesamterlös für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 beziffert die DFL auf 4,4 Mrd Euro. Zum Vergleich: Der Gesamterlös für die vier Spielzeiten von 2017/18 bis 2020/21 betrug Höhe 4,64 Mrd Euro, also durchschnittlich 1,16 Milliarden Euro pro Saison. Die Pay-Rechte sichern sich Sky und Dazn. Sky überträgt alle Einzelspiele am Samstag, das Top-Spiel und die Konferenz ebenso wie alle Begegnungen der 2. Bundesliga. Streamingdienst Dazn bekommt die Rechte für die Freitags- und Sonntagsspiele. Ein überraschendes Platz-Comeback feiert Sat.1. Der Sender kauft Free-TV-Rechte für insgesamt neun Spiele, darunter die Auftaktmatches der 1. und 2. Bundesliga, den Supercup und die Relegation. Sport1 zeigt die neu am Samstagabend um 20:30 Uhr angesetzten Begegnungen in der 2. Liga.

Bei den Zusammenfassungsrechten schlagen wie bisher ARD und ZDF zu. Die ARD bekommt die Rechte diesmal auch für die Zusammenfassung der Freitags- und Sonntagsspiele der 2. Bundesliga; dieses Material will sie voraussichtlich beim Sender One vermarkten. Auch Axel Springer mischt mit: Der Medienkonzern erwirbt die Pay-Rechte, direkt nach Abpfiff alle Begegnungen beider Ligen zusammenzufassen. Zudem kauft Springer das zum ersten Mal ausgeschriebene "Out-of-Home"-Paket. Es berechtigt dazu, Bewegtbilder der Spiele auf Flächen für Außenwerbung zu nutzen.
dfl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1 präsentiert die neue TV-Saison als Online-Show.


Corona macht erfinderisch: ProSiebenSat.1 hat mit einer Livestream-Ausgabe von "Late Night Berlin" für Presse und Werbekund*innen das Programm für die kommende TV-Saison vorgestellt – als Ersatz für die Screenforce Days. Moderator Klaas Heufer-Umlauf liefert eine TV-taugliche Show ab. Die Promi-Dichte ist – verglichen mit den Screenforce-Präsentationen – aber deutlich geringer. Dafür stellt Heufer-Umlauf die Sender-Protagonist*innen authentisch und unterhaltsam auf die Probe: ProSieben-Chef Daniel Rosemann muss auf Anglizismen verzichten und – weil das nicht klappt – eine peinliche Mail verschicken, SevenOne-Media-Chef Thomas Wagner zeigt sich mit Monsterchen-Kuscheltier (Foto) und Sixx-Chefin Wiebke Schodder streichelt Hundewelpen, während sie die Leistungsdaten des Senders präsentiert.

Viele Pläne der Sendergruppe sind bereits bekannt oder wurden konkretisiert: ProSieben bringt etwa neue Shows u.a. mit Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Ruth Moschner oder setzt erfolgreiches wie "Masked Singer" fort. RTL-Abgänger und Selbstversuchs-Kaninchen Jenke von Wilmsdorff soll im Herbst seine ProSieben-Premiere feiern. Im Infobereich will Senderchef Daniel Rosemann öfter das nachrichtliche "ProSieben Spezial" senden und dabei auf die Redaktionen von "Taff", "Red" und "Galileo" zurückgreifen.

Bei Sat.1 befindet sich Senderchef Kaspar Pflüger "in guten Gesprächen" mit Springer über eine weitere Zusammenarbeit nach dem Vorbild des "Bild Corona Spezial", wie der Sender per Pressemitteilung ergänzt. Zudem plant Sat.1 im Rahmen von "Akte Spezial" Schwerpunktausgaben des Reporter-Magazins.
turi2 – eigene Beobachtung

P7S1 versucht sich an einer “Friedenserklärung an die Aktionäre”.

ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean schlägt in der Hauptversammlung ruhige Töne an, beobachtet Ben Krischke. Da er in Zahlen und Strategien statt in bunten Visionen denke, sei Beaujean "wahrscheinlich genau der Typ Chef, den die Unterföhringer nun brauchen". Die Sendergruppe verzeichnet im ersten Quartal einen leichten Umsatzanstieg, aber ein um 17 % niedrigeres operatives Ergebnis im Vergleich zu 2019. Die Werbeeinnahmen sind nach wie vor am Boden.
meedia.de, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1 will Dating-Sparte 2022 an die Börse bringen.

ProSiebenSat.1 peilt für den geplanten Börsengang seiner Online-Dating-Gruppe, zu der u.a. Parship und Elite Partner gehören, das Jahr 2022 an. Das teilte der Konzern auf seiner heutigen Hauptversammlung mit. Aus der E-Commerce-Tochter Nucom will P7S1 das Dating-Segment zu diesem Zweck herauslösen. Eine im Frühjahr angekündigte Übernahme der US-amerikanischen Meet Group müssen die Kartellbehörden noch genehmigen.
reuters.com, finanznachrichten.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv: Parship-CEO Tim Schiffers spricht im Video-Interview turi2.tv über die Übernahme der US-amerikanischen Meet Group, zu der auch die deutsche Dating-App Lovoo gehört (Mai 2020):

“Clap”: Springer will um Bundesliga-Rechte mitbieten.

Bundesliga-Rechte: Springer und ProSiebenSat.1 wollen um Bewegtbild-Pakete mitbieten, schreibt "Clap". Springer interessiere sich für das Paket K, das zum Beispiel Bild TV erlauben würde, sonntagsmorgens Szenen aus den Spielen der 1. und 2. Bundesliga vom Freitag und Samstag zu zeigen. ProSiebenSat.1 interessiere sich für ein Paket, das der Gruppe Rechte ab Montag einbringen würde - bisher von RTL-Sender Nitro genutzt.
clap-club.de

Mediaset-Finanzchef Marco Giordani kritisiert das Management von ProSiebenSat.1.

Verbalklatsche aus Italien: Marco Giordani, Finanzchef bei Mediaset, äußert im "Spiegel" harsche Kritik an der Führung von ProSiebenSat.1. Das Unternehmen habe "in den letzten Jahren versucht zu überleben, ohne eine Strategie für sein Mediengeschäft zu haben", so Giordani. Er kritisiert vor allem den Versuch, sowohl eine TV-Sparte zu betreiben, als auch Portale wie Verivox oder Parship. Eine Übernahme von ProSiebenSat.1 schließt Giordani gegenwärtig jedoch aus. Mit 24,2 % ist Mediaset der derzeit größte Einzelaktionär von ProSiebenSat.1.
"Spiegel" 24/2020, S. 80 (Paid), horizont.net

Basta: Ilse Aigner sieht beim ProSiebenSat.1-Programm die Menschenwürde in Gefahr.

Kein zweites Date: Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner beschwert sich beim Vorstandssprecher von ProSieben über die Joyn-Datingshow "M.O.M. – Milf oder Missy", schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der Werbeslogan "Was Altes? Was Junges? Was Neues!" verletzte die "Menschenwürde". Zuvor kritisierte Aigner bereits die Sat.1-Reality-Show "Big Brother". Für die bayerische Sendergruppe dürfte es damit von Aigner wohl keine Rose Foto geben.
sueddeutsche.de

Parship-CEO Tim Schiffers über unfreiwilliges Home Office und Werbung im Lockdown.


Liebesdienst mit Abstandsregeln: "Wir waren keine Firma, die für New Work an vorderster Front stand." Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Parship-CEO Tim Schiffers über die anfangs eher unfreiwillige Nachhilfe in Sachen Home Office, die sein Unternehmen durch die Corona-Krise erhalten hat. Seit Mitte März arbeiteten alle Mitarbeiter*innen von zuhause aus, gerade werde diskutiert, wie und wann zumindest Teile der Belegschaft in die Büros zurückkehren sollen. Auch wenn er von der Produktivität seines Teams in der Situation "extrem positiv überrascht" sei, kann sich Schiffers mit einer dauerhaften Home-Office-Lösung für alle, wie es sich etwa Facebook für seine Beschäftigten wünscht, nicht anfreunden.

Genug zu tun hatten Schiffers Mitarbeiter*innen in den letzten Monaten offenbar: Die Registrierungen und Aktivitäten auf den Parship-Angeboten hätten sich nach einem kurzen Rückgang zu Beginn der Pandemie "ganz eindeutig positiv" entwickelt, so der Geschäftsführer. Das Unternehmen, bekannt für seine Werbeplakate mit schönen Menschen auf rotem Grund, die sich angeblich alle elf Minuten ineinander verlieben, sei "weiterhin sehr stark werblich aktiv". Vom kleineren Wettbewerbsumfeld habe Parship profitiert und etwa im Fernsehen günstige Werbeplätze eingekauft.

Im März wurde bekannt, dass die Parship-Gruppe durch die Übernahme des US-Entertainment-Anbieters The Meet Group u.a. den Konkurrenz-Dienst Lovoo aus Dresden unter das eigene Dach holen möchte. Schiffers spricht auch darüber, wie sich das Geschäft mit kurz- und langfristigen Liebes-Absichten in dieser Konstellation künftig nebeneinander entwickeln könnte. Er hoffe, dass aus den Lovoo-Nutzer*innen von heute die Parship-Nutzer*innen von morgen werden.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Background), turi2.de (Dating in der Corona-Krise)

Joyn holt Doku über Fynn Kliemann in kostenlosen Streaming-Bereich.

Joyn, Video-Plattform von ProSiebenSat.1, zeigt ab 29. Mai die Doku "100.000 – Alles, was ich nie wollte" über Medien-Tausendsassa Fynn Kliemann. Eigentlich war der Film als Kino-Eintagsfliege geplant, lief dann – auch wegen Corona – aber zunächst als kostenpflichtiger Stream online. Auf Joyn soll er jetzt kostenlos abrufbar sein. Da bei kino.to "keiner geantwortet" habe, sei die Wahl auf den Dienst gefallen, witzelt Kliemann.
dwdl.de

Aus dem Archiv: turi2.tv zu Besuch in Fynn Kliemanns "Kliemannsland" für die turi2 edition #9 (2019):

P7S1 und RTL bauen ihre Digital-Angebote aus.


Zwei Konzerne, zwei Ideen: ProSiebenSat.1 und die Mediengruppe RTL machen sich – jede für sich – wieder ein Stückchen freier vom linearen Fernsehen. RTL baut eine Programmzeitschrift für Livestreams: Die Plattform Give Me Live empfiehlt Nutzer*innen Streams aus verschiedenen Bereichen, darunter Glauben, Bildung und Achtsamkeit. Gleichzeitig startet ProSiebenSat.1 die Comedy-App Smyle, die Humor-Videos wie Sketche oder Standup-Auftritte bündelt. Die zwei Projekte zeigen, dass beide Medienunternehmen daran arbeiten, sich mitten in der Corona-Krise in Sachen Unterhaltung einen höheren Servicewert zu verpassen.

Dazu passt außerdem, dass ProSiebenSat.1 im April mit der Audio-App FYEO eine Art Joyn für die Ohren an den Start gebracht hat. FYEO hat Podcasts und Hörspiele im Programm, der Premium-Zugang mit exklusiven Podcasts kostet knapp fünf Euro pro Monat. RTL-Mutter Bertelsmann war mit seinem Gratis-Dienst und Mediatheken-Pendant Audio Now schneller. Auf Audio Now läuft u.a. der GZSZ-Podcast. Der neue Livestream-Guide ist jetzt ein weitere Baustein auf dem Digital-Fahrplan. RTL listet auf der Plattform sowohl hauseigene als auch Inhalte auf Facebook, YouTube und Twitch auf. Geplant sei, auf der Plattform künftig zusätzlich eigene Livestreams anzubieten, sagt das Unternehmen.
dwdl.de, presseportal.de (Smyle), smyle-app.de, presseportal.de (givemelive.de), givemelive.de, turi2.de (FYEO), turi2.de (Audio Now)

ProSiebenSat.1-App Smyle bündelt Comedy-Videos.

ProSiebenSat.1 startet die Comedy-App Smyle, die Humor-Videos wie Sketche oder Standup-Auftritte bündelt. Kurz Ausschnitte geben einen Vorgeschmack, ein Swipe nach oben führt zum kompletten Video. Die Gatis-App merkt sich den Humor-Geschmack ihrer Nutzer*innen und bietet ein individuell zusammengestelltes Programm.
presseportal.de, play.google.com (Android), apps.apple.com (iOS)

Andreas Kösling verlässt Ad Alliance, wechselt zu P7S1 – Frank Vogel übernimmt.


Erst Abschied, bald Neuanfang: Ad Alliance und Noch-Sales-Chef Andreas Kösling (Foto links) gehen getrennte Wege – aus "privaten Gründen", wie Bertelsmanns Vermarktungs-Tochter am Mittwochmorgen noch neblig mitteilt. Nur wenige Stunden später steht das Ziel des Abgangs konkret fest: Anfang 2021 wechselt der 44-Jährige in die Geschäftsführung der neuen P7S1-Dachmarke für TV und Digitales SevenOne Entertainment Group. Dort soll er dem Sender zufolge den "Ausbau der Wachstums- und Innovationsthemen im Sales-Bereich" verantworten. An der Spitze von SevenOne Entertainment steht Kösling dann u.a. neben Thomas Wagner, der seit 2004 den P7S1-Vermarkter SevenOne Media leitet.

Frank Vogel (Foto rechts), bisher Marketingchef bei Ad Alliance, übernimmt Köslings alten Job und wird zusätzlich Sales-Leiter. In dieser Rolle werde er künftig mit Mediaagenturen und Kunden verhandeln, kündigt sein Arbeitgeber an. Kösling war erst im Oktober als Verkaufschef angetreten. Er führte zuvor die Geschäfte des RTL2-Vermarkters El Cartel.
dwdl.de, presseportal.de, prosiebensat.1.com, turi2.de (Gründung SevenOne Entertainment)

Aus dem Archiv: Frank Vogel im turi2-Fragebogen (2018), in dem er verrät, dass er seinen Lebensunterhalt notfalls auch mit der Klampfe als Straßenmusiker verdienen könnte.

Wie geht Dating in Zeiten von Corona, Eric Hegmann?


Verlieben mit Abstand: "In so einer Krise sucht man noch stärker nach Bindung." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Eric Hegmann, dass Online-Dating in Zeiten von Kontakt-Beschränkungen besonders beliebt ist als Erstkontakt unter Singles. Die Parship-Group, wo Hegmann als Single-Coach tätig ist, hat etwa eine Video-Dating-Funktion freigeschaltet, um mehr Nähe herzustellen. So gebe es "auch beim Online-Dating eine Art Evolution beim Kennenlernen". Erst schreiben sich die potentiellen Partner*innen, dann telefonieren sie und schließlich laden sie sich per Videochat ins jeweilige Zuhause ein. Hegmanns Erfahrung: Die Gespräche beginnen nicht mehr mit Smalltalk über Bücher und Musik, sondern sind von Anfang an tiefgründiger. Die Frage "Wie geht es Dir in der jetzigen Situation?" eröffne gleich die Möglichkeit für emotionale Antworten.

Der Coach und Paartherapeut hofft, dass so auch tiefgründigere und stabilere Beziehungen entstehen. Überhaupt empfiehlt er den Singles, sich Zeit zu lassen beim Kennenlernen: Dort, wo es rechtlich möglich ist, sich auf einen Spaziergang zu verabreden. Das findet Hegmann ohnehin schöner, als das erste Date in einem Café oder Restaurant zu veranstalten – dort sei die Atmosphäre eher "gesetzt und steif", auf einem Spaziergang erlebe man Menschen "viel authentischer".
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

P7S1-Chef Rainer Beaujean: Der Werbe-Aufschwung lässt auf sich warten.


Noch kein Land in Sicht: Langsam kehren die zahlenden Werbekund*innen zwar zurück, trotzdem geht ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean von einem für den Medienkonzern schwierigen Monat Mai aus. Mit Blick auf die seit Mitte März eingebrochenen Werbeeinnahmen hänge jetzt viel "davon ab, wie die Öffnungsphase verläuft", so Beaujean im "Handelsblatt". Der Vorstandschef hofft aufs 4. Quartal, weil viele Werbetreibende ihre Buchungen nicht storniert, sondern lediglich verschoben hätten

Zu den Vorhaben des italienischen Großaktionärs Mediaset, hinter dem die Berlusconi-Familie steht, äußert sich Beaujean in der "Süddeutschen Zeitung" vorsichtig. "Zuerst muss ich wissen, was genau geplant ist." Auch ist unklar, wie groß der Einfluss der Italiener auf den Konzern tatsächlich ist – stimmberechtigte Aktien können noch bis zum 3. Juni gemeldet werden. Gespräche über eine strategische Zusammenarbeit liefen aktuell nicht, sagt Beaujean. Er schließt sie aber offenbar nicht aus. Sein Amtsvorgänger Max Conze hatte diesbezügliche Annäherungsversuche abgelehnt.

Zudem erklärt Beaujean, sich nach der Corona-Krise von Beteiligungen der Sparte Nucom trennen zu wollen. Zum Portal-Portfolio des Senders gehören unter anderem die Dating-Plattform Parship und der Parfümhändler Flaconi. Um zu sparen, schließt Beaujean auch eine Erweiterung von staatlichen Lohnsubventionen in seinem Unternehmen nicht aus: "Noch brauchen wir die Kurzarbeit im Kerngeschäft nicht. Aber wir haben den Rahmen dafür verhandelt und könnten jederzeit damit loslegen." Derzeit befinden sich laut "FAZ" 500 Beschäftigte des Konzerns in Kurzarbeit.
handelsblatt.com, sueddeutsche.de, "FAZ" S. 21 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Wiebke Schodder blickt auf zehn Jahre Sixx zurück.

"Die High Heels haben wir inzwischen gegen Sneaker ausgetauscht. Pioniere bleiben wir trotzdem."

Sixx-Chefin Wiebke Schodder schaut im DWDL-Doppelinterview zusammen mit der ersten Senderchefin Katja Hofem zurück auf zehn Jahre Sixx und erinnert an den anfänglichen Markenkern "Pionierin in High Heels".
dwdl.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wiebke Schodder im TV-Fragebogen. (11/2019)

P7S1-Streaming-Dienst Maxdome verschwindet im Sommer vom Markt.

Maxdome stellt im Sommer seinen operativen Betrieb ein, berichtet "Clap". Der Streaming-Dino, seit 2006 am Markt, muss sterben, weil sich von ProSiebenSat.1 auf sein Bezahlangebot Joyn+ konzentrieren will. Seit März ist bei Maxdome keine Neuregistrierung mehr möglich. Lediglich der Maxdome Store bleibe vorerst bestehen, um dort Filme zu kaufen.
clap-club.de

Basta: ProSieben verlängert die Maskenpflicht bis in den Herbst.

Maskenpflicht: ProSieben, Vorreiter beim Tragen von Masken, die Mund und Nase bedecken, schickt The Maked Singer schon im Herbst mit einer dritten Staffel auf Sendung. Der Sender hofft, die Musik-Show diesmal ohne Zwangspause und mit Studio-Publikum produzieren zu können. Wenn's blöd läuft, tragen nicht nur die singenden Promis auf der Bühne eine Maske.
presseportal.de, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1 streicht Prognose für 2020 und Investitionen ins Programm.

ProSiebenSat.1 zieht wegen der Krise seine Jahresprognose für 2020 zurück und kassiert auch den Dividendenvorschlag für 2019 ein. Der Konzern erwartet im April einen Einbruch der TV-Werbung. Der Konzern prüft Kurzarbeit für das Entertainment-Geschäft und will 50 Mio Euro sparen, indem Investitionen ins Programm wegfallen. Die Liquidität sei derzeit "gut".
dwdl.de, presseportal.de

ProSiebenSat.1 bringt Podcast-App nächste Woche online.

FYEO

Joyn für die Ohren: ProSiebenSat.1 startet am nächsten Donnerstag seine angekündigte Audio-App FYEO, schreibt das "Handelsblatt". Wegen der Corona-Krise habe sich der Start der Plattform um einige Wochen nach hinten verschoben. Das neue Angebot ist als Angriff auf Bertelsmanns Gratis-Dienst Audio Now zu verstehen, das sein Programm Ende 2019 massiv ausgebaut hat. FYEO soll dagegen monatlich fünf Euro kosten und bietet anfangs 15 Eigenproduktionen "von Dokus bis Blockbuster". Auch nicht-exklusive Podcasts sollen in der App zu finden sein, kündigt der Sender an.

Mit dem Vordringen ins Audio-Geschäft will sich ProSiebenSat.1 laut "Handelsblatt" unabhängiger von stockenden Werbeeinnahmen machen. Bei der Vermarktung setzt der Konzern auf die hauseigenen Kanäle. "Das Fernsehen kann für große Reichweiten unserer Podcasts sorgen“, schwärmt P7S1-Produktchef Stefan Atanassov. Das hochgesteckte Ziel trotz Corona: FYEO soll "Deutschlands führende Audioplattform werden".
handelsblatt.com (Paid), fyeo.de, turi2.de (Background)

Meinung: Rainer Beaujean gilt als Neuling in der Fernsehwelt.

ProSiebenSat.1: Rainer Beaujean unterscheidet sich von seinem Vorgänger Max Conze, schreibt Henning Peitsmeier in der "FAZ". Beaujean gelte als ein "akribischer Arbeiter" und bevorzuge dabei "leise Töne". Er buche bis heute seine Flüge selbst und fuhr auch als Finanzvorstand mit der S-Bahn zum Flughafen. Sein voriger Arbeitgeber war der Verpackungshersteller Gerresheimer, sodass er als "Neuling in der Fernsehwelt" unter Beobachtung stehe.
"FAZ", S. 24 (Paid), turi2.de (Background)

“New Business”: Mediaset will mehr Einfluss bei ProSiebenSat.1.

Mediaset will sich offenbar mehr Anteile an ProSiebenSat.1 sichern, meldet "New Business". Laut Bundeskartellamt strebt der italienische Medienkonzern von Ex-Premier Silvio Berlusconi den "Erwerb eines wettbewerblichen erheblichen Einflusses über die ProSiebenSat.1 Media SE" an. Es könnten 25 % oder mehr werden, schreibt "New Business". Im März war Mediaset bereits aufs Einkaufstour gegangen und hatte bei der TV-Gruppe zugekauft. Der Anteil der Stimmrechte lag laut Mediaset bei zuletzt 20,1 %.
new-business.debundeskartellamt.de, turi2 (Background)

ProSiebenSat.1 zahlt Rechnungen erst nach 90 statt bisher nach 30 Tagen.

ProSiebenSat.1 erhöht sein Zahlungsziel für offene Rechnungen von Produzenten und Lieferanten auf 90 Tage, berichtet DWDL. Bisher sind es 30 Tage. Mit der Maßnahme, die von Mitte April bis Ende September gilt, will der TV-Konzern sich "in den aktuell unsicheren Zeiten" die "nötige finanzielle Flexibilität" sichern, sagt eine Sprecherin. Kleinere Unternehmen und Selbstständige sollen vorrangig bedient werden.
dwdl.de

Basta: Max Conzes Büro scheint schon einen Nachmieter zu haben.

Mieten, Kaufen, Wohnen: ProSieben hat am Freitagabend zum "Wohnzimmer-Festival" eingeladen, bei dem Musiker*innen per Videoschalte musizieren. Joko Winterscheidt (Foto) und Steven Gätjen moderieren aus Unterföhring: "Wir sind bei Max Conze im Büro", scherzt Winterscheidt während der Live-Show. Das vermeintliche Vorstandsbüro scheint nach dem kurzfristigen Auszug zumindest prominente Nachmieter gefunden zu haben.
twitter.com, prosieben.de ("Wohnzimmer-Festival")

Renner: Investoren drängten ProSiebenSat.1 zu Conzes Abgang.

ProSiebenSat.1: Max Conze (Foto) musste offenbar auf Druck des Gesellschafters Mediaset sowie des Konsortiums um Investor Daniel Kretinsky gehen, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". In Conzes Amtszeit brach das TV-Werbegeschäft ein, der Aktienkurs sank. Der neue Vorstand Rainer Beaujean könnte eine Übergangslösung sein, Kretinsky erwäge für den Vorstandsvorsitz einen eigenen Kandidaten.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1: Max Conze muss gehen, Finanzvorstand Rainer Beaujean übernimmt.


Flaute in Unterföhring: ProSiebenSat.1 trennt sich von Vorstandschef Max Conze (Foto, links) nach nicht mal zwei Jahren. Conze verlasse das Unternehmen "mit sofortiger Wirkung", teilt der Konzern zu später Stunde am Donnerstagabend mit. Finanzvorstand Rainer Beaujean wirkt nun zusätzlich als Sprecher des Vorstandes, er war 2019 vom Verpackungshersteller Gerresheimer zu dem TV-Konzern gewechselt. Neu im Vorstand sind Wolfgang Link, Chef der deutschen P7S1-Sender, und Personalchefin Christine Scheffler.

Conze war 2018 vom Staubsauger-Hersteller Dyson nach Unterföhring gewechselt und hatte die gesamte Konzernspitze ausgetauscht. Zuletzt musste Vize-Chef Conrad Albert gehen. Zuvor hatte er das Personalkarussell im Konzern kritisiert. Conze stand wegen seines Führungsstils vielfach in der Kritik. Schon 2019 schrieb das "manager magazin" von "Auflösungserscheinungen". In seinem Abschiedsstatement bedankt sich Aufsichtsratschef Werner Brandt für Conzes Einsatz in "einer schwierigen Zeit" und unterstreicht sein Vertrauen in den neuen Vorstand.

Unter der neuen Führung soll sich der Konzern wieder mehr auf das Unterhaltungsgeschäft konzentrieren – mit einem Schwerpunkt auf Lokalem und Live-Formaten. Die Digital-Geschäfte neben dem TV unter dem Dach von NuCom sollen fit für den Verkauf gemacht werden. Damit suchen u.a. die Kuppel-Plattform Parship, das Vergleichs-Portal Verivox, der Event-Vermittler Jochen Schweizer und der Parfum-Shop Flaconi neue Besitzer.
presseportal.de

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wolfgang Link erfindet ProSiebenSat.1 neu (Archiv Oktober 2019):

ProSieben zeigt Podcasts von Joko und Klaas im Fernsehen.

ProSieben bringt den Podcast Alle Wege führen nach Ruhm von Moderator Joko Winterscheidt und Fotograf Paul Ripke ins Fernsehen. Die TV-Fassung läuft am Dienstagabend um 23.35 Uhr. Bereits heute Abend um 23.30 Uhr zeigt ProSieben Baywatch Berlin im TV, den Podcast von Klaas Heufer-Umlauf, Jakob Lundt und Thomas Schmitt.
presseportal.de ("AWFNR"), presseportal.de ("Baywatch Berlin")

Video-Tipp: Promis von ProSiebenSat.1 fordern in der Corona-Krise Zusammenhalt.

Video-Tipp: ProSiebenSat.1 weitet die Corona-Aktion #WirBleibenZuhause aus und startet die cross-mediale Kampagne "miteinander.füreinander - besonders jetzt" als Appell für mehr Solidarität und Zusammenhalt. Zahlreiche Prominente, darunter Joko Winterscheidt und Jochen Schropp, rufen dazu auf, in den eigenen vier Wänden zu bleiben, um das Virus zu bremsen. Die Kampagne läuft auf allen Sendern und Social-Media-Kanälen von ProSiebenSat.1.
twitter.com (30-Sek-Video), presseportal.de (Pressemitteilung), #thinkpositive #actpositive

Sat.1: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen falsche Polizistinnen in “Akte”-Sendung.

Sat.1: Die Leipziger Staatsanwalt prüft eine "Akte"-Sendung wegen des Verdachts auf Amtsanmaßung, schreibt Übermedien. Die Produktion hatte falsche Polizistinnen in den Leipziger Stadtteil Connewitz geschickt, um den Polizei-Alltag zu dokumentieren. Die Szenen sind über mehrere Tage Drehzeit entstanden und wurden zugespitzt wiedergegeben. Sat.1 hat den Beitrag inszwischen aus der Mediathek genommen.
uebermedien.de

“manager magazin”: P7S1-Aufsichtsratschef Werner Brandt steht kurz vor der Abwahl.

ProSiebenSat.1: Aufsichtsratschef Werner Brandt könnte in der nächsten Hauptversammlung abgesetzt werden, berichtet das "manager magazin". Hinter dem Machtkampf stünden die Großinvestoren – namentlich der tschechische Milliardär Daniel Kretínský sowie der italienische TV-Konzern Mediaset von Ex-Premier Silvio Berlusconi. Die Investoren würden auf dem Weg Vorstandschef Max Conze aus dem Weg räumen wollen, um eine neue Führung zu installieren.
manager-magazin.de

Angela Merkel hält TV-Ansprache, Sender passen ihr Programm an.

Corona TV: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am Mittwochabend wegen der Corona-Krise mit einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden – offenbar nicht um neue Maßnahmen zu verkünden, sondern um die Bürger*innen aufzurufen, sich an den freiwilligen Maßnahmen zu beteiligen. Alle großen Sender zeigen die Rede, in voller Länge oder in Auszügen, und ändern dafür ihr Programm. RTL und n-tv übertragen die Ansprache um 19:15 Uhr, bei Welt läuft ein 2-Min-Ausschnitt bereits um 18.30 Uhr, die komplette Rede dann um 19.20 Uhr. Das ZDF sendet die aufgezeichnete Ansprache im Anschluss an die "heute"-Sendung gegen 19.20 Uhr, bei der ARD läuft sie nach der "Tagesschau" gegen 20.15 Uhr. Sat.1 zeigt die Ansprache in voller Länge und verlängert dafür seine "Sat.1 Nachrichten" um 19.55 Uhr. ProSieben schiebt eine Sonder-Nachrichtensendung mit Auszügen um 18.36 Uhr ins Programm. RTL sendet im Anschluss an die Rede ab 20.15 Uhr ein dreistündiges "stern TV Spezial", u.a. mit einer Live-Schalte mit Gesundheitsminister Jens Spahn.
presseportal.de (RTL), spiegel.de, presseportal.de (Welt)

DWDL: ProSiebenSat.1 entscheidet sich gegen den Verkauf von Red Arrow.

ProSiebenSat.1 will die Red Arrow Studios doch nicht verkaufen, berichtet Uwe Mantel. Durch das Corona-Virus seien Verhandlungen über einen fairen Preis nicht möglich. Der Konzern wollte die Produktionsfirma abstoßen, weil die international aufgestellte Tochter "nur wenig Synergien mit dem lokalen TV-Kerngeschäft" bietet.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Klaus Boldt analysiert die internen Probleme bei ProSiebenSat.1.

Lese-Tipp: Klaus Boldt schreibt in der "Welt am Sonntag", die Probleme bei ProSiebenSat.1 seien großteils hausgemacht – über Chef Max Conze sagten Mitarbeiter, er besäße "weder Takt- noch Feingefühl" – weshalb alle Führungskräfte davonliefen –, arbeite sich nicht genug in die Fernsehwelt ein und patze ständig, etwa bei Verhandlungen mit Filmstudios. P7S1 sei "leichte Beute," es drohe die Zerschlagung, auch, weil die Einzelteile "weitaus wertvoller" seien als der Konzern.
welt.de (Paid)

Basta: Gelbes Fernseh-Gold.

ProSiebenSat.1 GebäudeHaben's im Urin: ProSiebenSat.1 macht das beste aus der Situation und sichert sich während des aktuell großen Interesses für Gesundheits-Informationen schon mal den Titel "Deutschlands großer Urin-Test" für eine mögliche TV-Sendung – für Zeiten, in denen Fußgängerzonen und Passanten-Blasen wieder gut gefüllt sind.
dwdl.de

Vize-Chef Conrad Albert muss bei ProSiebenSat.1 eventuell vorzeitig gehen.

ProSiebenSat.1 will sich einem Insider zufolge vorzeitig von Vize-Chef Conrad Albert trennen. Grund hierfür sei seine Kritik in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung", in dem er angekündigt hatte, seinen Ende April 2021 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Der Aufsichtsrat berate die Angelegenheit, P7S1 habe sich nicht dazu äußern wollen, schreibt manager-magazin.de.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)