Eskapismus und Information – Thomas Wagner über die neue Saison bei ProSiebenSat.1.


We love to infotain you: "Wenn Unternehmen unsicher sind, spüren wir das in der Medien­industrie sehr früh", sagt Thomas Wagner im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv. Der Geschäfts­führer des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media spricht bei den Screenforce Days in Frankfurt am Main mit Moderatorin Aline von Drateln über die Werbebranche als "Seismograph der Wirtschaft" und zeigt Programm-Ausschnitte für die kommende Saison. Dass immer mehr Streamingdienste in den Werbemarkt einsteigen, "muss man ernst nehmen", sagt Wagner. Dennoch denke er, dass die Entwicklung "eher zulasten von Digital-Budgets geht, wo es um reine Klicks geht". Eine Netto-Reichweite schaffe ein reiner Streaming-Dienst nicht, "insofern sehe ich es eher als Ergänzung zum TV".

Für Sat.1 formuliert Wagner das Ziel, "die Quote zu verbessern". Der Sender gibt bekannt, in Zukunft keinerlei Scripted-Reality-Serien mehr zu senden. ProSieben strukturiert den Sonntag­abend neu und will statt Entertainment mehr "Infotainment" zeigen. Auf der einen Seite suchen die Menschen in einer "so angespannten Situation nach Eskapismus", sagt Wagner, "den bieten wir auch". Dennoch sei es für ProSiebenSat.1 als großer Medien­konzern auch Pflicht, Informationen zu bieten: "Ich glaube, die Mischung macht es aus." Grundsätzlich erhofft er sich mit Blick auf Fußball-WM und Weihnachts­kampagnen ein positives kommendes Halbjahr.
turi2.tv (9-Min-Video)

Seven.One Entertainment übernimmt die Influencer-Marketing-Agentur Buzzbird.

Seven.One Entertainment verleibt sich die Influencer-Marketing-Agentur Buzzbird zum 1. Juni zu 100 % ein, berichtet "Horizont". Bisher hielt der Mutterkonzern ProSiebenSat.1 43 % der Anteile. Katharina Frömsdorf und Thomas Spiller übernehmen die Geschäftsführung, Gründer Andreas Türck bleibt als Berater dabei. Die neue, eigenständige GmbH werde "operativ sehr eng" mit dem ProSiebenSat.1-Netzwerk Studio 71 verzahnt, erklärt Frömsdorf.
"Horizont", S. 6 (Paid)

Red Arrow Studios verkauft Joko-und-Klaas-Shows in fünf Länder.

International gefragt: Die ProSiebenSat.1-Tochter Red Arrow Studios verkauft die Show-Formate mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ins Ausland. "Wer stiehlt mir die Show?" geht in die Niederlande und nach Großbritannien, "Joko & Klaas gegen ProSieben" nach Spanien, Frankreich und Israel. International laufen die Sendungen unter dem Titel "Steal the Show" und "Beat the Channel".
dwdl.de

Zitat: ProSieben-Chef Daniel Rosemann verderben die Quoten manchmal das Frühstück.

"Grundsätzlich ist mein Job sicher näher an der Vergnügungssteuer als viele andere Berufe. Nur die Zahlen am Morgen machen manchmal nicht so viel Spaß wie erhofft."

Damit Daniel Rosemann, Chef von ProSieben und Sat.1, auch der Blick auf die Quoten wieder mehr Spaß bereitet, krempelt er das Programm ordentlich um. Im Interview mit Thomas Lückerath kündigt er u.a. das Ende des Sonntags-Blockbuster bei ProSieben an und wie er auf Sat.1 ein Wochenend-Lagerfeuer für die ganze Familie entfachen will.
dwdl.de

ProSieben sendet sonntags künftig Eigenproduktionen statt US-Blockbuster.

Bye, bye Hollywood: TV-Sender ProSieben verzichtet künftig auf Blockbuster am Sonntagabend. Stattdessen kündigt ProSieben-Chef Daniel Rosemann im DWDL-Interview Eigenproduktionen an. Grund für die Programmänderung sei einerseits der gesunkene Stellenwert von Hollywood-Filmen im deutschen Fernsehen und andererseits der Rückgang großer Kinoproduktionen.
dwdl.de, dwdl.de (Interview)

In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 geschrieben, dass auch Sat.1 keine Blockbuster mehr senden wird. Das ist falsch. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Hör-Tipp: Erfolgreiche Model bringt “GNTM” nicht hervor, sagt Marco Sinervo.

Hör-Tipp: Eltern haben oft eine naive Vorstellung der Modelkarriere ihrer Töchter, sagt Model-Agentur-Gründer Marco Sinervo im Podcast von Lars Haider. Durch Social Media sei das Bild vom Modeldasein verklärt. Mütter würden ihre eigenen unerfüllten Karriere Träume auf ihre Kinder projizieren. Väter hoffen, durch den Ruhm der Tochter zu kassieren, so Sinervo.
abendblatt.de (51-Min-Audio)

Media for Europe will den ProSiebenSat.1-Aufsichtsrat nicht entlasten.

ProSiebenSat1-P7S1- KonzernlogoMachtkampf: ProSiebenSat.1-Großaktionär Media for Europe will zwar den Vorstand um Rainer Beaujean, aber nicht den Aufsichtsrat entlasten. Als Grund nennt der Konzern von Silvio Berlusconi "fehlende Transparenz und eine ungewöhnliche Praxis bei der Nachbesetzung des Gremiums". ProSiebenSat.1 hatte im Dezember 2021 angekündigt, Andreas Wiele zum neuen Aufsichtsratschef machen zu wollen – offenbar ohne, MFE in die Personalie groß miteinzubeziehen.
derstandard.at, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean lehnt sich weiter gegen Media for Europe auf.


Will Einzelkämpfer bleiben: ProSiebenSat.1-CEO Rainer Beaujean spricht sich im "Süddeutsche"-Interview vor der Hauptversammlung am Donnerstag erneut deutlich gegen eine pan-europäische TV-Allianz mit Media for Europe von Silvio Berlusconi aus – und kritisiert die Kommunikation mit dem Großaktionär zu dem Vorhaben. Beaujean wünscht sich demnach einen "engeren Dialog" mit den Italienern und würde gerne konkret wissen wollen, "welchen Mehrwert das für alle unsere Stakeholder hätte, für Zuschauer, Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, die Öffentlichkeit". Bis jetzt schaffe ProSiebenSat.1 "alleine sehr viel Wert" und sei ein "absolut unabhängiges Unternehmen, das aus sich selbst heraus wächst" – gleichzeitig sei er Ideen gegenüber "immer offen".

Einen von ProSiebenSat.1 angebotenen Platz im Aufsichtsrat habe Media for Europe indes abgelehnt, erklärt Beaujean. "Teilweise verwundert" hätten Beaujean Berichte, nach denen Media for Europe mit ihm als Vorstandschef unzufrieden sei – und man ihn loswerden wolle: ProSiebenSat.1 und Media for Europe seien im "regelmäßigen Austausch", in Gesprächen sei bisher keine Kritik geäußert worden, "weder an mir persönlich noch an unserer Strategie". Beaujeans Zukunft bei ProSiebenSat.1 ist ohnehin erst einmal in trockenen Tüchern, der Aufsichtsrat hatte seinen Vertrag als Reaktion auf entsprechende Berichte bis 2027 verlängert.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Katrin Bauerfeind und Sarah Kuttner starten einen gemeinsamen Laber-Podcasts.

Laberinnen-Podcast: Die beiden Moderatorinnen Katrin Bauerfeind und Sarah Kuttner starten am Donnerstag einen "Frauen-Podcast, in dem es sich um mehr als Sex, Kinder und Menstruation dreht", berichtet DWDL. In "Bauerfeind + Kuttner" werde "schonungslos gelabert". Damit wollen sie "die klaffende Lücke" auf dem deutschen Podcast-Markt schließen, dessen Laber-Podcasts meist männlich besetzt sind. Die Vermarktung übernimmt Seven.One Audio von ProSiebenSat.1.
dwdl.de

Seven.One Entertainment startet Programmatic TV.

Seven.One Entertainment startet Programmatic TV, also die Ausspielung von TV-Spots in Echtzeit im linearen Werbeblock. Das Unternehmen will damit vor allem Kunden gewinnen, die bisher eher digital geworben haben. Die Prime Time ist noch nicht für PTV geöffnet, P7S1-Vermarktungschef Thomas Wagner spricht bei "Horizont" von einem "Zusatzgeschäft".
horizont.net (Paid)

ProSieben zeigt Sozial-Experiment “Wir sind Eins”.

ProSieben versucht sich mit Linda Zervakis (Foto) und Matthias Opdenhövel an einem "Sozial-Experiment". In "ZOL Spezial - Wir sind Eins" geht das Duo der Frage nach, was Menschen in Deutschland trotz aller Unterschiede verbindet. Die Sendung beschäftigt sich anhand von 50 Lebensläufen mit Erfahrungen u.a. zu Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus. Das Spezial läuft am 20. April 2022, ab 21:25 Uhr.
presseportal.de

“Das Thema Haltung hat eine unglaubliche Relevanz” – Christine Scheffler über den Wandel im Bewerbermarkt.


Optimistin: Christine Scheffler hatte "Glück im Leben" und ist "in den richtigen Momenten durch die richtigen Türen gegangen", sagt sie im turi2 Jobs-Podcast. Die Personal­chefin von ProSiebenSat.1 möchte nun Menschen, die "nicht so viel Glück hatten", dabei unterstützen, ihren Weg zu gehen. Im Gespräch mit turi2-Verlegerin Heike Turi verrät sie, dass es aber auch in ihrem Leben Dinge gibt, "die nicht geglückt sind". Doch sowohl die Absage der Journalisten­schule als auch der mehrfache Studienfach-Wechsel seien für sie Schritte gewesen, um herauszufinden, "was mir wirklich Spaß macht". Grundsätzlich findet Scheffler: "Wer nie gescheitert ist, hat vielleicht nicht genug ausprobiert."

Nach diesem Motto führt sie auch ihre Bewerbungs­gespräche. Es gehe weniger um den "super-straighten Lebenslauf" als darum, was die Bewerberinnen für Menschen sind: "Wissen sie, wo sie hin wollen? Haben sie aus Fehlern gelernt und sich weiterentwickelt?" Scheffler höre vor allem auf das, "was nicht gesagt wurde" und spreche direkt Stationen an, welche die Bewerberinnen schnell überspringen. "Es ist spannender, Menschen zu haben, die sich ihren Weg selbst bauen und ihn dann auch gehen", sagt die Personal­vorständin. Aber auch Dinge wie Auslands­erfahrungen seien wichtig: "Da lernt man unglaublich viel über sich und über das, was einem wichtig ist."

In den vergangenen Jahren beobachtet Scheffler, dass Themen wie Personal und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden. "Der Bewerber­markt hat sich komplett gedreht." Für Arbeitgeber sei es "unglaublich wichtig, für Menschen attraktiv zu sein, sie zu halten, sie weiter­zu­entwickeln, sie zu binden". Für Arbeit­nehmer habe auch die Haltung eines Unternehmens eine "unglaubliche Relevanz". In Zeiten "in denen man schnell die Orientierung verliert, will man einen Arbeitgeber, der Position bezieht".

Christine Scheffler ist eines von 100 Jobs-Vorbildern aus der turi2 edition #17. Das Buch zum Thema "Arbeiten in der Kommunikation" gibt es hier als kostenloses E-Paper. Die Podcast-Reihe turi2 Jobs begleitet die Buch-Veröffentlichung und die neue Jobs-Plattform turi2.de/jobs.
turi2.tv (29-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Text: Pauline Stahl

Jan Frouman geht zu Chernin Entertainment

Neuer Job: Die US-Produktionsfirma Chernin Entertainment holt Ex-ProSiebenSat.1-Vorstand Jan Frouman an Bord – in welcher Funktion ist unklar. Chernin gilt als Kaufinteressent der P7S1-Tochter Red Arrow Studios, deren Chef Frouman bis 2018 war. Zuletzt agierte er als Geschäftsführer der ARD-Tochter Telepool, seit deren Übernahme durch Will und Jada Pinkett Smith war er President of International bei der Smith-Firma Westbrook
dwdl.de, deadline.com

Debatte: RTL denkt beim Streaming mutiger, P7S1 wirtschaftlicher.

RTL geht das Streaming-Geschäft unter dem Motto "One App – all Media" "mutiger, visionärer und größer" an, der Pragmatismus von ProSiebenSat.1 habe jedoch "seinen Charme", urteilt "Horizont"-Chefreporter Jürgen Scharrer beim Vergleich der Streaming-Angebote beider Sendergruppen. P7S1 verfolge eine "vermutlich wirtschaftlich vernünftigere Strategie", indem sie mehr auf Werbeerlöse statt auf zahlende Abonnentinnen und kostspielige Streaming-Inhalte setzt.
"Horizont" 14/2022, S. 10

Debatte: Die Kommunikation zwischen P7S1 und dem Berlusconi-Konzern ist gestört.

Non ci si capisce: Die Kommunikation zwischen ProSiebenSat.1 und der Berlusconi-Firma Media for Europe ist "erheblich gestört", schreiben Henning Peitsmeier und Christian Schubert in der "FAZ". Der eine Konzern werfe dem anderen vor, "ihn nicht einzubinden". P7S1-Chef Rainer Beaujean (Foto) fremdle mit der Idee einer europäischen TV-Allianz, die Italiener wiederum hätten kein Herz für die deutschen Internetgeschäfte.
"FAZ", S. 20 (Paid), turi2.de (Background)

turi2 edition #17: Christine Scheffler über Talente, die “Zug zum Tor haben”.


Machen statt quatschen: Christine Scheffler sucht als Personalvorständin bei ProSiebenSat.1 Media nach Mitarbeitenden, die Haltung und Werte mitbringen. Alles andere “kann man trainieren”, sagt sie im Interview in der turi2 edition #17. Die Bewerberinnen fordern zugleich Flexibilität und Nachhaltigkeit. Weiterlesen >>>

Zitat: Marco Giordani kritisiert das Geschäftsmodell von ProSiebenSat.1.


"Es fällt uns nicht leicht zu verstehen, wie man in einem Konglomerat, bestehend aus Fernsehen, E-Commerce und Dating-Portalen, langfristig Wert schaffen kann."

Marco Giordani, Finanzchef von Silvio Berlusconis Konzern MFE, kritisiert das Geschäftsmodell von ProSiebenSat.1, an dem die Italiener mittlerweile über 25 % halten. Die Beziehungen der Unternehmen seien bislang vor allem "formell".
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Seven.One baut Nachrichtenredaktion aus und holt Arne Teetz von WeltN24.

In den Startlöchern: Der frühere TV-Chef­redakteur von WeltN24, Arne Teetz (Foto rechts), leitet ab April die zentrale Nachrichten­redaktion mit mehr als 70 Mitarbeitenden bei Seven.One Entertainment. Die Sendergruppe produziert ab 2023 die Nachrichten für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins. Chefredakteur Sven Pietsch (Foto links) sagt im Interview mit DWDL, dass in den kommenden Monaten weitere Angestellte dazu kommen sollen. "Ich rechne damit, im September die Crew voll besetzt zu haben." Es gebe sogar einen "Bewerber-Überschuss".

Hauptsitz der Zentralredaktion ist in Unterföhring, außerdem gibt es ein Büro in Berlin. Pietsch kündigt an, dass die Sendergruppe durch "massive Verzögerungen bei der Bereitstellung von technischen Komponenten" ihr neues Sendestudio erst im Spätsommer oder Herbst 2023 eröffnen kann. Bis dahin sind die aktuellen Studiodesigns weiter zu sehen. Die "Top-Moderatoren-Crew" wird im Sommer dieses Jahres bekannt gegeben.

Für Nachrichtenchef Arne Teetz ist es eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Er startete mit einem Volontariat bei Sat.1 und war dort später als Auslandskorrespondent tätig. Zuletzt verantwortete er elf Jahre lang die Bewegtbild-Inhalte bei WeltN24, die in den letzten Jahren auch die Nachrichten für ProSiebenSat.1 produziert haben.

Im Jahr 2010 hatte ProSiebenSat.1 alle N24-Anteile verkauft, weil die Sendergruppe "mit Nachrichten ein wirtschaftliches Problem" habe, so der damalige Konzern-Chef Thomas Ebeling. Sie seien "vielleicht für das Image bei Politikern wichtig, aber nicht unbedingt bei allen Zuschauern". Mit den Investitionen in die eigene Nachrichtenredaktion dreht ProSiebenSat.1 den Kurs. "Die Macher unserer eigenen Inhalte zu sein, ist ein Vorteil an sich", sagt Pietsch. (Fotos: Seven.One Entertainment Group)
dwdl.de, presseportal.de

DWDL: Kaspar Pflüger wechselt von Seven.One Entertainment zu Prime Video.

Streamender Wechsel: Der ehemalige Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger verlässt Seven.One Entertainment und wird Landeschef für die DACH-Region bei Prime Video, berichtet DWDL. Seit seiner Rückkehr aus der Elternzeit ist Pflüger Vize-Produktionsleiter bei Seven.One, weil Daniel Rosemann die Leitung von Sat.1 übernommen hat. Der bisherige Prime-Deutschlandchef, Christoph Schneider, kümmert sich nach Pflügers Wechsel um andere europäische Länder.
dwdl.de

Berlusconi stockt Anteil an ProSiebenSat.1 auf mehr als 25 % auf.

Più di un quarto: Media for Europe, Medienkonzern von Silvio Berlusconi, stockt seine Anteile an ProSiebenSat.1 auf mehr als 25 % auf. Durch Zukäufe sei die Schwelle von mehr als einem Viertel der Stimmrechte "direkt und indirekt" überschritten worden. Kürzlich hatte der Bayerische Landtag eine Verschärfung des Bayerischen Mediengesetzes verabschiedet, um für diesen Fall ein Vetorecht zu haben.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Zitat: Für P7S1-Vorstand Wolfgang Link ist Platz für mehr als einen Sheriff in der Stadt.

"Ich bin überzeugt: in Deutschland ist Platz für zwei große private Medienunternehmen."

P7S1-Vorstand Wolfgang Link sieht keine Notwendigkeit, nur "mit einem nationalen Champion" gegen die Übermacht der US-Plattformen anzutreten. Eine Fusion mit RTL sei für die deutsche Medienlandschaft nicht wünschenswert.
horizont.net (Paid)

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe ist offen für Fusion mit ProSiebenSat.1.

Softe Signale: Bertelsmann-CEO Thomas Rabe zeigt sich im "FAS"-Interview offen für eine Fusion von RTL mit ProSiebenSat.1, auch wenn dies kurzfristig "nicht auf der Agenda" stehe. Die geplanten Zusammen­schlüsse größerer Privatsender in Frankreich und den Niederlanden sehe er als "echte Test­fälle": Sollten diese klappen, kenne er "keinen guten Grund, warum es nicht auch in Deutschland funktionieren sollte". Die "unmittelbaren Auswirkungen" des Ukraine-Kriegs seien für Bertelsmann gering, in Russland gebe es 2.200 Angestellte in einer Druckerei sowie in der Logistik-Sparte von Arvato.
faz.net (Paid), wiwo.de

Debatte: ProSiebenSat.1 braucht keine Hilfe, sagt Rainer Beaujean.

Eigenständig: ProSiebenSat.1 Chef Rainer Beaujean schließt einen Zusammenschluss mit RTL aus, sagt er auf einer Pressekonferenz. Der Sender brauche "um in diesem Markt zu gewinnen, keine Hilfe". Eine Fusion sei auch "medienkonzentrationstechnisch" nicht möglich, da beide Unternehmen den Großteil des TV-Werbemarkts beherrschen. Auch gesellschaftlich sei es, "mit Blick auf die Meinungs- und Informationsvielfalt", nicht wünschenswert.
dwdl.de

Stephanie McClain übernimmt Redaktionsleitung von “stern TV am Sonntag”.

RTL verpflichtet Stephanie McClain, 48, als Redaktions­leiterin von "stern TV am Sonntag". Sie kommt von ProSiebenSat.1, wo sie als Executive Producer mehrere Factual- und Entertainment-Formate verantwortet. Von 2001 bis 2010 war McClain bereits für die von i&u produzierte Mittwochs­ausgabe von "stern TV" tätig. RTL-News-Geschäfts­führer Stephan Schmitter erhofft sich davon eine "vertrauens­volle" Zusammen­arbeit beider Redaktionen.
dwdl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

Heidi Klum zieht DWDL-Interview wegen “zu negativer” Fragen zurück.

Ich habe heute leider kein Interview für dich: GNTM-Chefin Heidi Klum zieht die Zusage für ein schriftliches Interview mit DWDL am Tag der geplanten Veröffentlichung zurück, weil ihr die Fragen "zu negativ" sind. Der Mediendienst veröffentlicht an Stelle des Interviews zur Entwicklung von "Germanys Next Topmodel" die Fragen, die die Modelmama von ProSieben ablehnt. Thomas Lückerath sieht in der Absage wegen unliebsamer Fragen den Trend, dass Unternehmen, Fußballvereine und VIPs zunehmend die Kommunikation selbst in die Hand nehmen, um zu kontrollieren.
dwdl.de

ProSiebenSat.1 erweitert das Produktionsgeschäft in Köln.

ProSiebenSat.1 macht sich im Revier des Kölner Rivalen RTL breiter und gründet am Rhein eine weitere Produktionsfirma. Das noch namenlose Unternehmen sollen Nadine Grünfeld (Foto), bisher Executive Director bei Endemol Shine Germany, und Frank Kott, bisher Produktionschef bei Endemol Shine, übernehmen. Vorstand Wolfgang Link will mit der Gründung das "Angebot an eigenen und lokal produzierten Inhalten" aufstocken.
dwdl.de, presseportal.de

Video-Tipp: Anke Engelke singt bei “Wer stiehlt mir die Show” im ESC-Style.

Video-Tipp: Komikerin Anke Engelke offenbart bei der jüngsten Folge von "Wer stiehlt mir die Show?" ungeahnte Sangeskünste und legt einen dramatischen Auftritt mit latent eingeflochtenen Beleidigungen hin. "Moderieren ist kein Spaß, bitte glaub mir das" hört sich gesungen noch wahrer an als gesprochen – musikalische und moralische Unterstützung kommt von Conchita Wurst.
youtube.com (7-Min-Video)

turi2 edition #16: Können Influencer unser grünes Gewissen sein, Katharina Frömsdorf?


Beeinflussend: Outfit-Posts und das Bikini-Foto am Strand sind auf sozialen Medien nicht mehr relevant genug, sagt Katharina Frömsdorf. Die Geschäftsführerin des Multichannel-Netzwerks von ProSiebenSat.1, Studio71, schreibt in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 über nachhaltige Millennials und freut sich über “Sinnfluencer:innen”. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

Seven.One Entertainment stellt Apps von ProSieben & Co ein.

Eine für Alle: Die Seven.One Entertainment Group stellt in den kommenden Wochen die Apps von ProSieben, Sat.1 und Galileo ein und setzt allein auf den Streaming-Dienst Joyn. Chief Content Officer Henrik Pabst sieht in der Marke, die bislang noch ein Joint Venture mit Discovery ist, eine "zentrale Streaming­plattform", die als Aggregator "viele Vorteile, vor allem für die NutzerInnen" biete.
dwdl.de

turi2 edition #16: Wolfgang Link hebt bei Klimawandel und Pandemie die Stimme.


Applaus, Buhrufe und lange Gesichter: Schon im Kindergarten-Alter lebt Wolfgang Link fürs Publikum, seit fast 20 Jahren ist er Fernsehmann, 13 davon bei ProSiebenSat.1. An seinem Job liebt der CEO vor allem “die Unbeständigkeit in der Beständigkeit” und bringt Menschen gern zum Lachen, Weinen und Denken, erzählt er im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann in der turi2 edition #16. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

Basta: Wenn sich Influencer zum Feiern treffen.

Influencer-BigBrother: Die neue Joyn-Serie "Hausparty X" zeigt ab 13. Januar 16 Social-Media-Stars vereint auf einer Party. Host Jonas Wuttke lädt seine Kolleginnen für zehn Stunden in seine Villa ein, um die "verrückteste Hausparty ihres Lebens" zu feiern. Darunter sind Namen wie Rewi, Shaiden Rogue und Lisa Küppers. Gut möglich, dass sich bei dieser Serie noch mehr als beim "Dschungelcamp" fragen: "Wer ist das???"
presseportal.de

Bundesweite TV-Sender dürfen regionale Werbung zeigen.

Erlaubnis erteilt: Bundesweite TV-Sender dürfen Werbung regional ausstrahlen, urteilt das Landgericht Stuttgart. Das österreichische Mode-Label Fussl Modestraße hatte darauf geklagt, seine TV-Kampagne auf ProSieben nur in Bayern senden zu dürfen. 2014 hatte das Bundesverwaltungsgericht noch entschieden, dass es gegen das Rundfunkrecht verstößt, Werbung nur in bestimmten Gebieten auszustrahlen. Dabei ging es auch darum, regionale TV-Sender zu schützen, die auf die Werbung angewiesen sind. Das Landgericht Stuttgart argumentiert, dass TV-Sender auch mit Internetplattformen konkurrieren müssen - für die besteht aber kein Verbot.

ProSiebenSat.1-Vorstand Wolfgang Link nennt das Urteil einen "wichtigen Schritt hin zu fairen Wettbewerbsbedingungen mit Internetplattformen". Regionale Werbung sei ein "wichtiger Wachstumsfaktor für unsere Vermarktung".
dwdl.de, sueddeutsche.de

Ex-RTL-Gesicht Birgt Schrowange moderiert künftig bei Sat.1.

Sat.1 verpflichtet Moderatorin Birgit Schrowange, 63, für gleich drei neue Sendungen, berichten DWDL und "Bild". 2022 feiert sie ihr Bildschirm-Comeback beim Bälle-Sender – zwei Jahre nach ihrem Abschied von RTL, wo sie 25 Jahre lang prägendes Sendergesicht war. Sat.1 plant mit Schrowange die Porträt-Reihe "Birgits starke Frauen", Familien-Geschichten unter dem Titel "Wir werden mehr" sowie eine Reportage-Serie. Senderchef Daniel Rosemann schwärmt, es gebe "kaum eine glaubwürdigere Botschafterin im deutschen TV, um erwachsene und selbstbewusste Frauen anzusprechen".
dwdl.de, bild.de (Paid), turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1: Ex-Springer-Manager Andreas Wiele soll Aufsichtsratsvorsitzender werden.

Springer nach P7: Ex-Springer-Manager Andreas Wiele, 59, (Foto) soll im Mai 2022 Aufsichtsratsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE werden, teilt das Unternehmen mit. Er würde damit auf Werner Brandt, 67, folgen, der nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Gerichtlich bestellt werde Wiele bereits im Februar. Er beerbt zunächst Adam Cahan, der P7S1 als Aufsichtsrat verlässt. Rainer Beaujean, bisher Vorstandssprecher, wird zum Jahreswechsel Vorstandsvorsitzender von P7S1.
dgap.de, presseportal.de, dwdl.de

Pantaflix macht künftig auch Podcasts – Audio-Chef kommt von Fyeo.


Lauschender Panta: Die Münchner Film- und TV-Produktionsfirma Pantaflix steigt ins Podcast-Geschäft ein, berichtet "New Business". Die Firma, an der u.a. Schauspieler und Produzent Matthias Schweighöfer beteiligt ist, baut ihre Tochter Panta Sounds zum Podcast-Produzenten aus. Erste, eigene Formate sollen bereits Anfang 2022 erscheinen. Bisher fungiert Panta Sounds als Musik-Label, u.a. für Schweighöfers musikalisches Schaffen. Die Geschäftsführung der neu aufgestellten Audio-Sparte übernimmt Tristan Lehmann (Foto), der von ProSiebenSat.1 kommt. Beim TV-Konzern in Unterföhring hat Lehmann zuletzt die Eigen­produktionen der Audio-Plattform Fyeo verantwortet, der ProSiebenSat.1 nach einem Jahr wieder den Stecker gezogen hat.

Lehmann kündigt an, mit Panta Sounds "die gesamte Klaviatur des modernen Audio-Entertainments bedienen" zu wollen, "vom kurzweiligen Talk mit starken Voices bis zu aufwändigen Storytelling-Formaten". Das hochgesteckte Ziel der Firma: "Eines der führenden deutschen Produktions­häuser für auditives Entertainment zu werden." Pantaflix-CEO Nicolas Paalzow, der als Ex-Sat.1-Geschäftsführer ebenfalls eine Vergangenheit in Unterföhring hat, will mit dem Einstieg in den Podcast-Markt die "Wert­schöpfungs­kette um einen viel­versprechenden Baustein" erweitern. Dem Podcast-Markt stehe "eine goldene Zukunft bevor, die wir aktiv mitgestalten wollen", lässt er sich zitieren.
new-business.de

Business Insider: Mediaset konfrontiert P7S1-Aufsichtsratschef Werner Brandt.

Should I stay or should I go? ProSiebenSat.1-Großaktionär Mediaset ist offenbar gewillt, neben Vorstands­chef Rainer Beaujean auch Aufsichtsratschef Werner Brandt (Foto) loszuwerden, wenn der nicht im Sinne von Mediaset handelt, meldet Business Insider. Bei einem "Geheimtreffen" hätten Mediaset-Leute Brandt vorgeworfen, den Kurs des Medienhauses entgegen seiner Aufgabe als Gremiumschef unzureichend kontrolliert zu haben. Mediaset sei u.a. unzufrieden mit den vielen Zukäufen unter P7S1-Dach.
businessinsider.com (Paid), turi2.de (Background), turi2.de ("FAZ"-Interview Beaujean)