Die ARD stellt zahlreiche Audio-Angebote unter Creative-Commons-Lizenz.

ARDARD gibt Drosten frei: Die ARD will im Sommer zahlreiche Audioinhalte, darunter den Corona-Podcast mit Christian Drosten, unter der Creative-Commons-Lizenz NC-ND-BY veröffentlichen. Die Lizenz untersagt Veränderungen oder die kommerzielle Nutzung, ermöglicht aber die z.B. die Zweitveröffentlichung auf privaten Websites. Die ARD will so vor allem erleichtern, ihre Inhalte als Lehrmaterial in Schulen zu nutzen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Bastian Pastewka präsentiert alte Hörspiele in einem neuen Krimipodcast.

Hör-Tipp: Im neuen Krimi-Podcast "Kein Mucks!" präsentiert Bastian Pastewka ab sofort bis Weihnachten jeden Donnerstag alte Hörspiele aus dem Archiv von Radio Bremen. Die Aufnahmen stammen aus den 1950ern und 1960ern. "Krimis aus einer Zeit, als Bremen noch schwarz-weiß war", wie Pastewka sagt. Zum Beginn gibt es den Krimi "In zweiter Instanz".
presseportal.de, ardaudiothek.de

Tom Buhrow will sich Zustimmung für Rundfunk­beitrag nicht mit Zugeständnissen erkaufen.

Rundfunkbeitrag: Die ARD will keine Zugeständnisse an Sachsen-Anhalt machen, dessen Landtag die Erhöhung ablehnt. ARD-Vorsitzender Tom Buhrow sagt im Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung": "Wir dürfen Landtage nicht für bestimmte Zusicherungen gewogen machen." Sollte die Politik weitere Einschnitte wollen, müsse sie selbst konkrete Vorschläge machen.
mz-web.de (Paid), presseportal.de (Zusammenfassung), turi2.de (Background)

Katja Pietsch wird neue Chefredakteurin von Radio Bremen.

Radio Bremen befördert Katja Pietsch zur cross­medialen Chefredakteurin für Radio, TV und Online. Pietsch hat bei Radio NRW volontiert, Journalistik studiert und arbeitet seit 1998 für Radio Bremen, derzeit leitet sie die Nachrichtenredaktion. Sie folgt auf Andrea Schafarczyk, die zum Hessischen Rundfunk wechselt.
radiobremen.de, turi2.de (Background Schafarczyk)

Beitragsservice nimmt 2019 rund 8 Mrd Euro Rundfunkbeitrag ein.

Rundfunkbeitrag: Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat 2019 insgesamt 8,068 Mrd Euro eingenommen, ein Anstieg um 0,7 % zu 2018. Den Löwenanteil des Geldes, nämlich 5,68 Mrd Euro, erhalten die ARD-Anstalten. Das ZDF bekommt 2,01 Mrd, das Deutschlandradio 230 Mio Euro. An die Landesmedienanstalten, die die Privatsender beaufsichtigen, gehen 152 Mio Euro. Die Zahl der angemeldeten Wohnungen ist um 0,9 % auf 39,9 Mio gestiegen, die Zahl der beitragsbefreiten Personen ist um 12,3 % auf 2,7 Mio zurückgegangen.
rnd.de, presseportal.de

BBC muss 140 Mio Euro einsparen.

BBC-Logo-150x150BBC muss bis März 2021 rund 140 Mio Euro einsparen und hofft daher auf Mitarbeiter*innen, die "freiwillig und frühzeitig" aus dem Unternehmen ausscheiden wollen. Wie viele Arbeitsplätze vom Sparprogramm genau betroffen sind, ist nicht bekannt. Im Januar war öffentlich geworden, dass die BBC 450 Stellen in der Nachrichtensparte streichen will - die Maßnahme wurde aber wegen der Corona-Berichterstattung ausgesetzt.
derstandard.at, turi2.de (Background Nachrichtensparte)

Stream-Tipp: WDR Mediagroup diskutiert Kundenaktivierung durch Radiowerbung.

Stream-Tipp: Die WDR Mediagroup diskutiert in ihrem Live-Talk-Format "Radio goes on" ab 12.00 Uhr, wie der Handel Radiowerbung nutzen kann, um Kund*innen zu aktivieren. Tobias Lammert, Geschäfts­bereichs­leiter Marketing & Vertrieb des WDR-Vermarkters, spricht darüber mit Handels-Expertin Eva Stüber vom IFH Köln.
youtube.com (Live-Diskussion ab 12.00 Uhr)

Brandenburg investiert 750.000 Euro Nothilfe in lokalen und regionalen Rundfunk.

Land Brandenburg stellt der Medienanstalt Berlin-Brandenburg 750.000 Euro Corona-Nothilfe zur Verfügung, die in lokalen und regionalen Rundfunk investiert werden. 225.000 Euro sind für die Förderung von lokalen TV-Sendern vorgesehen, Brandenburger Radioprogramme sollen 375.000 Euro erhalten. Auch Radionsender in Berlin mit Verbreitungsgebiet Brandenburg werden mit 150.000 Euro bedacht.
mabb.de

ARD plant Online-Archiv für historische TV-Beiträge.


Verborgene Schätze: Die ARD öffnet ihre Archive und stellt zum Welttag des Audiovisuellen Erbes am 27. Oktober historische Video-Beiträge in die ARD-Mediathek. Diese bleiben dauerhaft online, lassen sich verlinken und in eigene Webseiten einbetten. Die Federführung liegt beim RBB, eine Blaupause ist das Projekt SWR Retro (Screenshot). Zu sehen sind vor allem TV-Beiträge der aktuellen Berichterstattung aus der Zeit vor 1966. Für jüngere Beiträge ist die Rechteklärung schwieriger, weil sich 1966 das Urheberrecht geändert hat.

WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Tom Buhrow will mit dem Projekt "eine Art kollektives Gedächtnis schaffen". RBB-Intendantin Patricia Schlesinger weiß um das Interesse das Zuschauer*innen an historischen Aufnahmen und sagt: "Das Programm ist von der Gemeinschaft finanziert, sie sollte es so weit wie möglich nutzen können." Parallel arbeiten die ARD-Anstalten auch an einer Öffnung ihrer Audio-Archive sowie CC-Lizenzen zur nicht-kommerziellen Nutzung von ARD-Inhalten.
dwdl.de, presseportal.de

Wir graturilieren: Ina Tenz wird 49.


Wir graturilieren: Ina Tenz, langjährige Programmchefin von ffn bzw. Antenne Bayern und heute Unternehmensberaterin bei ABC Communications, feiert heute ihren 49. Geburtstag - "Corona-bedingt in kleinem Kreis mit Familie in Norddeutschland". Anschließend wird mit ihren Pferden im Stall weitergefeiert, der Tag soll "bei hoffentlich gutem Wetter mit einem Sprung in den Badesee" abgeschlossen werden. Im vergangenen Lebensjahr war ihr Start bei ABC Communication das Highlight: Dort verantwortet Tenz die Audio-Content-Strategie. Das Projekt "Die Agenda", der Podcast von Altkanzler Gerhard Schröder, gehört "schon jetzt zu den meistgehörten Podcasts Deutschlands".

Für das neue Lebensjahr wünscht sich Tenz "viele weitere erfolgreiche Podcast-Produktionen". Tenz hofft, "dass wir alle auch Positives aus der Corona-Krise gelernt haben" – beispielsweise flexibler zu sein und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. An diesem Sonntag dürfte dies ihr Geburtstag sein: Gratulationen sind "digital und persönlich" willkommen, beispielsweise bei Twitter.

Tim Davie wird BBC-Generaldirektor.

BBC befördert Tim Davie zum Generaldirektor. Er ist bisher Chef der Programm-Tochter BBC Studios. Davies wichtigste Aufgabe ab September ist nicht vergnügungssteuerpflichtig: Er muss mit der britischen Regierung die künftige Finanzierung der BBC klären. Boris Johnson stellt die Gebühren in Frage. Tony Hall, Davies Vorgänger, ist nach Johnsons Amtsantritt vorzeitig zurückgetreten, damit sein Nachfolger mehr Zeit für die Vorbereitung der anstehenden Verhandlungen hat.
derstandard.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Bayern schnürt Hilfspaket von 1,25 Mio Euro für Lokalsender.

Bayern hilft lokalen Radio- und TV-Sendern in der Corona-Krise mit 1,25 Mio Euro zusätzlicher Förderung. Der Betrag teilt sich auf in 500.000 Euro mehr Fördergeld für die terrestrische Verbreitung lokaler Hör­funksender sowie 500.000 Euro für zusätzliche Produktions­kosten im Lokal­fernsehen. Das Geld verteilt die BLM, die Sender müssen ihre Notlage nachweisen. Zudem erhöht die BLM ihren Anteil an der Funkanalyse Bayern um 225.000 Euro auf insgesamt 450.000 Euro.
presseportal.de

Ex-SPD-Landespolitiker Martin Gorholt wird Vorsitzender des MABB-Medienrats.

MABB-Medienrat wird die nächsten fünf Jahre von Martin Gorholt geleitet, schreibt Medienkorrespondenz. Nach dem brandenburgischen Landtag, stimmt auch das Berliner Abgeordnetenhaus mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit für den Ex-SPD-Landespolitiker. Die MABB ist die Aufsichtsbehörde für den privaten Rundfunk in Berlin und Brandenburg.
medienkorrespondenz.de

Konkurrenz für Alexa: BBC startet männlichen Sprach-Assistenten “Beeb”.

BBC führt ihren eigenen digitalen Sprach-Assistenten Beeb ein. Der hat eine "warme und freundliche" männliche Stimme mit nord­englischem Akzent und spielt auf Sprachbefehl u.a. Radiosender und Podcasts ab oder liefert News und Wetter. Zunächst findet ein Beta-Test unter Windows 10 statt, später will die BBC "Beeb" auch in eigene Apps und Geräte von Drittanbietern einbauen, plant aber keine eigene Hardware
bbc.com, theguardian.com, theverge.com, twitter.com/bbcpress (40-Sek-Hörbeispiel)

Bayerischer Rundfunk startet ersten True-Crime-Podcast.

Bayerischer Rundfunk knapst sich ein Stück vom True-Crime-Kuchen ab und veröffentlicht ab 14. Juni den ersten sendereigenen Verbrechens-Podcast. "Der Mörder und meine Cousine" befasst sich mit einer 2013 begangenen Beziehungstat. Die siebenteilige Serie soll auf BR-Podcast, in der ARD-Audiothek und "allen gängigen Podcast-Formaten" abrufbar sein. Zusätzlich laufen gekürzte Folgen sonntags in der Bayern2-Sendung "radioDoku".
infosat.de

NDR kickt “Zeitzeichen”, um 145.000 Euro pro Jahr zu sparen.

NDR-Hörfunkdirektorin Katja Marx spricht über das Aus der WDR-Sendung Zeitzeichen im linearen NDR-Radioprogramm: 145.000 Euro pro Jahr zahle der NDR dem WDR jedes Jahr, "um eine Sendung im Abendprogramm zu wiederholen, die schon seit dem jeweiligen Morgen als Podcast in der ARD-Audiothek für alle frei verfügbar ist". Laut Marx sei das "nicht mehr zeitgemäß". Der NDR will in den nächsten Jahren 300 Mio Euro einsparen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Rundfunkkommission: Länder fordern von Bund Mio-Hilfen für Privatradios.

Privatradios können auf finanzielle Hilfen des Bundes hoffen. Dem Vorschlag, den Sendern die Verbreitungskosten für UKW und DAB+ über drei Monate abzunehmen, hätten alle Länder zugestimmt, so die rheinland-pfälzische Staatssekretärin und SPD-Politikerin Heike Raab. Außerdem soll die Frequenzschutzabgabe an die Bundesnetzagentur bis 2021 wegfallen. Kostenpunkt für die Hilfen: rund 23 Mio Euro.
"FAZ" (Paid)

HR-Intendant gibt Fehler bei HR2-Umbau zu.

Hessischer Rundfunk: Intendant Manfred Krupp räumt Fehler beim vorgesehenen Umbau des Hörfunksenders HR2 ein. Der Sender hätte "den Dialog mit den Kulturinstitutionen früher suchen müssen“, was inzwischen geschehen sei. Außerdem sei der Begriff "Klassikwelle" unpassend gewesen. Damit reagiert der Intendant auf Kritik aus der Kulturbanche, die in den Plänen Sparmaßnahmen sah. Ein "Kahlschlag" bei dem Sender sei im Zuge der Reform nicht vorgesehen, versichert Krupp.
"FAZ" (Paid), turi2.de (Background)

Mein Homescreen: Christoph Hammerschmidt.


Christoph Hammerschmidt, Leiter der Kommunikationsabteilung beim Hessischen Rundfunk, zeigt, wie Corona seinen Homescreen verändert – und seinen Job. Die Schlagzahl der internen Kommunikation, sagt er, hat sich stark erhöht und macht jetzt 80 % seiner Arbeit aus. Die große Frage, die ihn beschäftigt: “Wie können wir im Mobile Office das Wir-Gefühl stärken?” Weiterlesen …

Daniel Lutz wird Programmdirektor bei Antenne Bayern.

Antenne Bayern findet Ersatz für Ina Tenz: Daniel Lutz wird spätestens Anfang 2021 neuer Programmdirektor. Lutz kommt von Hitradio RT1 in Augsburg, wo er aktuell Programmgeschäftsführer ist. Dort folgt ihm Karsten Kröger. Der Posten als Programmdirektor bei Antenne Bayern ist seit dem Abgang von Ina Tenz Ende 2019 unbesetzt. Aktuell übt Geschäftsführer Felix Kovac die Position in Personalunion aus.
radioszene.de, turi2.de (Background)

Gericht: Energy darf in Hamburg weitersenden.

Radio: Energy Hamburg darf auf seinen bestehenden UKW-Frequenzen auch nach dem 31. Juli noch senden, entscheidet das Verwaltungsgericht Hamburg. Die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein hatte bei der Neuvergabe der Lizenzen im November entschieden, dass ab August der Sender FluxFM auf der aktuellen Frequenz von Energy senden darf. Dagegen hatte Energy geklagt.
radiowoche.de, turi2.de (Background)

Die ARD-Anstalten streiten um eine neue Kulturplattform in Halle.

ARD: Die digitale Kulturplattform könnte ohne den BR starten, schreibt Hans-Jürgen Jakobs. Hintergrund ist ein Standort-Streit: Die Intendanten planen mehrheitlich, sie in Halle anzusiedeln, was den Landtag von Sachsen-Anhalt milde im Hinblick auf die geplante Gebühren-Erhöhung stimmen könnte. Widerstand kommt jedoch weiterhin vom BR-Intendanten Ulrich Wilhelm (Foto). Der werte die Vorgänge als Erpressung.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Freie werfen dem NDR fehlende Transparenz und Strategie bei Sparmaßnahmen vor.

Freie werfen dem NDR bei Einsparungen fehlende Transparenz und Strategie vor.
Nicht mit ihnen: Freie Mitarbeiter*innen des NDR wehren sich gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Sender. Sie vermissen Transparenz, Strategie und soziale Verantwortung, schreiben sie in einer gemeinsamen Erklärung mit DJV und Verdi. Viele Freie, die bei dem Sender laut Erklärung "einen Großteil des Programms" machen, stünden durch die geplanten Einsparungen "vor dem Abgrund", weil sie ihre Jobs verlieren – "meist nach jahrelanger kreativer, zuverlässiger und erfolgreicher Arbeit". Die Autor*innen des Schreibens fordern "ein faires transparentes Modell", auf das sich der NDR in Gesprächen mit Gewerkschaften und seinen freien Mitarbeiter*innen einigen soll. Nur so werde der Sender "seinem gesellschaftlichen Auftrag" gerecht werden können, glauben sie.

Kritik kommt auch zur Auflösung der Redaktion "Die Box", die innovative Doku-Formate entwickelt. Gegenüber "DWDL" sagt ein NDR-Sprecher, die in dem Ideenlabor erarbeitete Expertise werde "selbstverständlich auch weiter in der Abteilung Dokumentation eingesetzt, nur eben nicht mehr in einer eigenen Redaktion." Bis 2028 will der NDR insgesamt 300 Mio Euro sparen – 60 Mio Euro mehr als zuvor gedacht – und dabei den Personal-Etat um 10 % kürzen. Hunderte Stellen will das Haus nicht nachbesetzen. Außerdem will der NDR u.a. weniger "Tatort"-Folgen produzieren und einige Sendungen ganz aus dem Programm kicken.
dwdl.de, hamburg.verdi.de, djv-hamburg.de (PDF), turi2.de (Background)

Der Hessische Rundfunk macht Andrea Schafarczyk zur Chefredakteurin.

Hessischer Rundfunk: Andrea Schafarczyk kommt von Radio Bremen und wird ab August medienübergreifende Chefredakteurin. In der neu geschaffenen Funktion folgt sie auf Fernseh-Chefredakteur Harald Kieffer, der im September in Altersteilzeit geht, und auf die frühere Hörfunk-Chefredakteurin Katja Marx, die mittlerweile Hörfunkdirektorin beim NDR ist. Schafarczyk ist seit 2015 Chefredakteurin bei Radio Bremen. Davor war sie Wort-Chefin des WDR-Radiosenders 1Live.
hr.de

Zitat: SWR3-Moderator Michael Wirbitzky achtet bei Gags auf die richtige Stoßrichtung.

"Wenn Menschen sterben macht man darüber logischerweise keine Gags. Aber über Leute, deren Trockenhefevorrat bis ins Jahr 2400 reichen wird, darf man sich schon lustig machen."

Michael Wirbitzky, seit mehr als zwei Jahrzehnten Morningshow-Moderator bei SWR3, sagt im Doppel-Interview mit seinem Moderations­kollegen Sascha Zeus, dass bei Gags die richtige Stoßrichtung das A und O ist.
radioszene.de

Lokalradios in NRW bekommen Corona-Hilfe in sechsstelliger Höhe.

Lokalradios in NRW bekommen von der Landesregierung und der Landesanstalt für Medien eine Corona-Finanzhilfe in sechsstelliger Höhe, meldet die dpa. Das Geld soll für drei Monate das Programm sichern. Dafür verpflichten sich die Sender, bis 30. September keine Leute aus Redaktionen zu entlassen und freie Journalist*innen zu beauftragen. Durch die Corona-Krise sind den Sendern Werbeeinnahmen weggebrochen.
sueddeutsche.de, medienanstalt-nrw.de

Meinung: Die BBC zeigt in der Corona-Krise ihre Stärken.

BBC-Logo-150x150BBC kann in der Corona-Krise Argumente für sich sammeln, schreibt Cathrin Kahlweit. Der scheidende Direktor Tony Hall habe früh reagiert, um sicherzustellen, dass die BBC nun Grundversorgung und Zusammenhalt biete, etwa durch Bildungsprogramme und Gottesdienste. Viele Kritiker würden nun in der Krise die eigentliche Leistungsfähigkeit der Anstalt erkennen. Die BBC steht in Großbritannien unter Beschuss, insbesondere durch die Regierung von Boris Johnson.
sueddeutsche.de

Österreich: ORF befürchtet einbrechende Gebühreneinnahmen.

ORF 150ORF rechnet mit einem Gebühren-Minus zwischen 30 und 70 Mio Euro, meldet der "Standard". Grund ist die Corona-bedingt historisch hohe Zahl der Arbeitslosen in Österreich. Sie können eine Befreiung von der Gebühr beantragen. Der Sender finanziert sich zu zwei Drittel aus Gebühren, die bei etwa 640 Mio Euro pro Jahr liegen, ein Drittel entfällt auf Werbeeinnahmen.
derstandard.at

Rundfunkkommission spricht mit Netzagentur und Telekom über Privatradio-Hilfen.

Privatradios können auf politische Krisen-Hilfe hoffen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung", Malu Dreyer, Vorsitzende der Rundfunkkommission, erwäge ein "Maßnahmenpaket" für die Verbreitungskosten – nach den Personalkosten der zweitgrößte Posten der Sender. Die Kommission führt laut Dreyer Gespräche mit der Bundesnetzagentur und der Telekom über den möglichen Erlass von Lizenzgebühren und Mieten für die Sendeanlagen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

RTL startet einen Radiosender für seine Mitarbeiter*innen.

Mitarbeiter-Radio: Die Mediengruppe RTL Deutschland startet Donnerstag den Digitalradio-Sender Wir.fm für die eigene Belegschaft. Künftig bekommen die Angestellten werktäglich zwischen 7 und 18 Uhr über das Intranet Nachrichten aus dem Unternehmen und Interviews mit Managern sowie Playlists von Mitarbeiter*innen auf die Ohren. Der Sender wird intern von einem kleinen Team produziert und soll insbesondere den Zusammenhalt im Corona-bedingten Home Office stärken.
dwdl.de, presseportal.de

Antenne-Bayern-Chef Felix Kovac fordert weniger Werbung bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Werbung bei Öffentlich-Rechtlichen sollte als Reaktion auf die Corona-Krise bundesweit einheitlich stärker begrenzt werden, fordert Antenne-Bayern-Chef Felix Kovac. So könnten die Einnahmen privatwirtschaftlicher Radiosender auch nach der Krise in der vermutlich folgenden Rezession stabilisiert werden. Die Forderung ist nicht neu, bekommt aber durch wegbrechende Werbegelder seit Corona neue Bedeutung.
radioszene.de

Schweiz senkt Rundfunkbeitrag um 10 %.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz senkt ihre Rundfunkgebühr ab 2021 um rund 10 % auf jährlich 335 Franken pro Haushalt, umgerechnet knapp 319 Euro. Bereits Anfang 2019 wurde die Radio- und TV-Abgabe von 451 Franken auf 365 Franken reduziert. Zum Vergleich: In Deutschland zahlt jeder Haushalt derzeit 210 Euro Rundfunkbeitrag im Jahr, künftig sollen es 220,32 Euro werden.
digitalfernsehen.de, persoenlich.com

Martin Ganslmeier leitet die Gemeinschaftsredaktion Radio im ARD-Hauptstadtstudio.

ARD holt Martin Ganslmeier als Leiter der Gemeinschaftsredaktion Radio und Koordinator für crossmediale Inhalte ins Hauptstadtstudio. Der NDR-Journalist leitet bisher das ARD-Hörfunkstudio in Washington und hat dort die Zusammenlegung von drei Gruppenstudios zu einem gemeinsamen Radio-Studio gesteuert. In Berlin soll unter ihm die Radio-Gemeinschaftsredaktion ihren Regelbetrieb aufnehmen.
rbb-online.de

HR verteilt Mitarbeiter ohne Arbeit auf andere Redaktionen.

Hessischer Rundfunk will über eine interne Personal-Plattform Mitarbeiter*innen verteilen, die Corona-bedingt arbeitslos sind, sagt Intendant Manfred Krupp in einem Interview auf der HR-Website. Es könnten sich Feste wie Freie melden, die bereit seien, "auch mal was anderes zu tun", als sie bisher machen. Gerade im Aktuellen gebe es derzeit einen "gewaltigen Bedarf". Krupp will auch darüber nachdenken, "möglicherweise Vorschusszahlungen zu leisten". In der Diskussion um die Erhöhung des Rundfunksbeitrags setzt er darauf, dass Politik und Bevölkerung in der aktuellen Situation erkennen, "wie wichtig wir für sie sind".
hr.de (8-Min-Video)

Wir graturilieren: Robert Skuppin wird 56.


Wir graturilieren: Robert Skuppin, Programmchef von Radioeins, wird 56 – und zwar in Berlin, denn nach Mecklenburg-Vorpommern ins Wochenendhaus ist dieser Tage kein Durchkommen. Also feiert Skuppin digital mit Freunden. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren
Reisefreiheit und Kontaktmöglichkeiten, die Skuppin unter anderem bei einem langen Italienurlaub und vielen Restaurant-Besuchen genossen hat. Fürs kommende Jahr wünscht er sich ein Comeback von Face-to-Face-Gesprächen und Normalität. Gratulationen sind per E-Mail und SMS willkommen, abends auch gerne per Telefon. (Foto: rbb/Jenny Sieboldt)