Zitat: Ex-NDR-Intendant Jobst Plog rät den Öffentlich-Rechtlichen zu klagen.

"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat seine Freiheit immer mit den Gerichten und gegen die Politik erstritten - nicht mit Konzessionen an die Politik."

Jobst Plog, von 1991 bis 2008 Intendant des NDR, rät im aktuellen "Journalist" den Öffentlich-Rechtlichen zum Gang vor das Bundes­verfassungs­gericht, sollte die CDU in Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ablehenen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Lokale Radiosender in Hamburg bekommen rund 850.000 Euro Corona-Hilfe.

Privatradios in Hamburg erhalten rund 850.000 Euro Förderung aus dem Bundesprogramm Neustart Kultur, gibt der Hamburger Senat bekannt. Insgesamt sechs Anbieter konnten "erhebliche Umsatzeinbußen" im Vergleich zum Vorjahr nachweisen, weshalb die Politik ihnen die Förderung bewilligt hat. Bundesweit stehen insgesamt 20 Mio Euro für private Hörfunkveranstalter zur Verfügung.
new-business.de

TV-Talk “Hirschhausens Sprechstunde” bekommt einen Radio-Ableger bei WDR 4.

WDR bringt "Hirschhausens Sprechstunde" ins Radio: Ab dem 23.11. gibt TV-Arzt Eckart von Hirschhausen bei WDR 4 jeden Montag um 9.25 Uhr fünfminütige Impulse für einen gesunden Lebensstil und erklärt Zusammenhänge zwischen persönlicher Gesundheit und Veränderungen der Umwelt. Im WDR Fernsehen laufen sechs neue Ausgaben der gleichnamigen TV-Talkshow ab dem 4. Januar 2021.
presseportal.de

Jona Teichmann wird neue Programmdirektorin beim Deutschlandradio.

Deutschlandradio gewinnt Jona Teichmann als neue Programmdirektorin. Sie kommt vom WDR, wo sie als Chefredakteurin Hörfunk die Informationswelle WDR 5 leitet und die Informationsprogramme der anderen Landesrundfunkanstalten koordiniert. Ihr Vorgänger Andreas Weber verlässt 2021 den Deutschlandfunk nach zehn Jahren "auf eigenen Wunsch".
deutschlandradio.de, turi2.de (Background Weber)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Andreas-Peter Weber experimentiert beim Deutschlandradio. (11/2015)

Deutsche Welle hat Probleme in der Arabisch-Redaktion.

Deutsche Welle: Eine externe Untersuchung findet im Auslandssender keine Anzeichen für "strukturellen Machtmissbrauch", sagt Intendant Peter Limbourg der "Süddeutschen Zeitung". Probleme gebe es aber in der 130 Köpfe zählenden Arabisch-Redaktion, wo eine "destruktive Minderheit", einen "respektvollen Umgang miteinander fast unmöglich" mache. Der Sender hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe, u.a. durch den Guardian von zwei Mitarbeitern getrennt und investiere nun in Führungsschulungen und Diversity-Management.
sueddeutsche.de

Rundfunkbeitrag: CDU und AfD in Sachsen-Anhalt blockieren die Erhöhung.

Rundfunkbeitrag: Eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum Jahreswechsel wird unwahrscheinlicher. Nach Medienberichten werden CDU und AfD in Sachsen-Anhalt den Aufschlag von 86 Cent pro Monat ablehnen. Am 2. Dezember gibt der zuständige Ausschuss eine Empfehlung an den Landtag ab, der Mitte Dezember entscheiden soll. In Sachsen-Anhalt regieren CDU, SPD und Grüne miteinander – die Koalitionspartner zeigen sich vom Verhalten der CDU irritiert.
n-tv.de

Basta: Hamburger Radiosender spielt nur noch Weihnachtslieder.

Verordnete Besinnlichkeit: Der Radiosender Hamburg Zwei spielt bis zum 26. Dezember ausschließlich Weihnachtslieder im Programm und startet damit bereits am kommenden Montag - womöglich aus Furcht, Weihnachten könnte noch abgesagt werden. Auf der Playlist stehen leicht abgewandelte Klassiker wie "Süßer die Drosten nie klingen", "Leise rieseln die Aerosole", "Covid, the red-nosed, infected reindeer" und "Ihr Kinderlein kommet dieses Jahr bitte nicht".
hamburg-zwei.de

DuMont zieht sich beim Berliner Rundfunk zurück.

DuMont trennt sich von seiner Radio-Beteiligung am Berliner Rundfunk. Den bisherigen DuMont-Anteil von 42,9 % übernehmen das Märkische Medienhaus ("MOZ") und die Betriebsgesellschaft des Berliner Privatradios RS2. Beide sind bereits Gesellschafter des Senders. Die Trennung erfolgt im Zuge von DuMonts Strategie, sich bei Regionalmedien auf den Standort Köln zu konzentrieren.
radiowoche.de, berliner-rundfunk.de

Wir graturilieren: Frank Bachér wird 54.


Wir graturilieren: Frank Bachér, Leiter der Digitalen Medien beim RMS Radio Marketing Service, feiert heute seinen 54. Geburtstag. Da die traditionelle Geburtstagsfeier mit lieben Freunden im Restaurant Da Mario in Hamburg coronabedingt ausfallen muss, stattdessen mit einem gemütlichen Pasta-Abend mit Familie zu Hause. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Bachér die erstaunliche und erfolgreiche Umstellung des Vermarktungsgeschäfts auf mobiles Arbeiten in Corona-Zeiten. Für das kommende wünscht er sich die Überwindung der noch verbleibenden, digitalen Trägheit, etwa in der Bildung. Gratulationen sind willkommen auf jedem Weg willkommen, zum Beispiel per E-Mail, Facebook, Linked-in oder Xing.

Der WDR kooperiert beim Maischberger-Podcast künftig mit Spotify.


Podcast becomes the Radio-Star: Der WDR kooperiert künftig mit Spotify und sichert sich so die Rechte am Sandra Maischberger Podcast. Laut WDR planen einige Landesrundfunkanstalten, die Gespräche des Podcasts im Radio auszustrahlen. Damit werde "weltweit erstmals eine Audio-Kooperation mit Spotify auch im Radio zu hören sein." Bereits jetzt gibt es die Folgen des Formats auch in der ARD-Audiothek. Schiwa Schlei, Leiterin ARD Partnermanagement Audio, sagt: "Uns ist es wichtig, ARD-Personalities über alle Mediengattungen und Plattformen hinweg als ARD Köpfe und Stimmen zu positionieren."

Der Sandra Maischberger Podcast erscheint seit Mitte September, bislang exklusiv bei Spotify. In den jeweils rund einstündigen Folgen spricht die Journalistin mit jeweils einem Gast über gesellschaftliche wie private Themen. Gäste waren bereits unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn, Unternehmer Dirk Roßmann und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal. (Foto: Jens Krick / Geusker-Fotopress / Picture Alliance)
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zitat: RTL-Audio-Chef Stephan Schmitter glaubt nicht an Pay-Podcasts.

"Es gibt auf der ganzen Welt bisher kein Audio-Pay-Modell im Podcast-Bereich, das wirklich funktioniert. Deswegen setzen wir sehr klar auf die Werbevermarktung."

Stephan Schmitter, Audio-Chef von RTL, glaubt nicht an Bezahl-Podcasts, weil es "im Free-Bereich schon so viele hochkarätige Angebote" gibt. Im "Meedia"-Interview kündigt er für 2021 die Möglichkeit von Programmatic Advertising im Podcast an.
meedia.de (Paid)

ARD-Sender fördern mit Projekten mehr Diversität im Programm.

Diversität im Journalismus: Der BR fördert mit dem Projekt Puls Talente seit Sommer gezielt Menschen mit interkulturellem Hintergrund, die sonst nicht den Weg in die Redaktionen finden würden. Die fünf Talente, drei Frauen und zwei Männer, sollen Geschichten aus anderen Perspektiven erzählen, berichtet Burkhard Schäfers im Deutschlandfunk. Auch andere ARD-Sender fördern Nachwuchs-Journalist*innen mit "medien-untypischen Biografien".
deutschlandfunk.de (mit 6-Min-Audio)

Boris Rosenkranz: Datenprojekt zu ARD-Volos ist nicht repräsentativ.

ARDStudien-Kritik: Das Datenprojekt, das die Diversität der ARD-Volos untersucht, erfasst nur 57 % der Nachwuchsjournalist*innen und gibt daher nur ein bruchstückhaftes Bild ab, schreibt Boris Rosenkranz. In der Rezeption stellt er zudem fest, dass es den Kommentierenden meist nicht um Ursachen für die politische Tendenz nach links geht. Sie nutzten das Untersuchungsergebnis nur als Bestätigung für Kritik.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Anja Würzberg wird neue Leiterin von NDR Kultur.

NRD befördert Anja Würzberg zur neuen Leiterin des Radioprogramms NDR Kultur. Sie folgt auf Barbara Mirow, die in den Ruhestand geht. Würzberg war bisher Chefin der Fernsehredaktion Religion und Gesellschaft, davor persönliche Referentin des Intendanten und Vize-Leiterin der Abteilung Dokumentation und Reportage. Auch Musikchef Michael Schreiber geht in den Ruhestand, ihm folgt Bettina Taheri-Zacher, die vom SR kommt.
presseportal.de

Digitale ARD-Kulturplattform klappt ohne Beitragserhöhung nicht, sagt Tom Buhrow.

ARD bläst die geplante digitale ARD-Kulturplattform mit Sitz in Halle ab, wenn der Beitrag nicht erhöht wird, sagt Tom Buhrow, Vorsitzender der ARD, im Interview mit Michael Maier und Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Kurios: Die Erhöhung könnte am Veto Sachsen-Anhalts scheitern. Sobald ein Bundesland nicht dafür stimmt, ist sie vom Tisch. Ein gemeinsames Mantelprogramm für alle ARD-Kulturwellen im Hörfunk schließt Buhrow aus, wegen der "Budgetzwänge" müssten die Anstalten aber mehr kooperieren.
berliner-zeitung.de

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MEDIENTAGE MÜNCHEN digital: Tag 5 im Rückblick
Das Trendthema Podcast prägte den Audio-Gipfel der MEDIENTAGE MÜNCHEN 2020. Ein Tipp von Katja Marx (NDR): "Vertraut auf die Inhalte. Keine Angst vor Länge. Probiert aus. Seid bei den Hörern!". Weitere Erkenntnisse aus den heutigen Panels finden Sie unter www.medientage-digital.de

BR erweitert Faktencheck-Team zur Bundestagswahl.

Bayerischer Rundfunk will seine Fakten­check-Redaktion im Wahl­jahr 2021 deutlich ausbauen. Das #Faktenfuchs-Team werde ab Januar "personell aufgestockt", um "weit über 1.000 Schichten bei Redaktion und Produktion", teilt BR-Chefredakteur Christian Nitsche auf Nachfrage mit. Die Recherchen sollen künftig auch im TV in der Rundschau sowie im Radio bei B5 aktuell laufen. Zudem ist der BR neuer Partner der Fakten-Offensive von Google und YouTube. Dadurch erscheinen bei Such­anfragen auch geprüfte Fakten­checks von BR24.
br.de, dwdl.de

Zitat: Die künftige BR-Intendantin Katja Wildermuth stellt Frauen nicht wegen ihres Geschlechts ein.

"Ich komme aus einem Umfeld von Frauen, die immer gesagt haben: 'Ich will den Job nicht nur haben, weil ich eine Frau bin.'"

Katja Wildermuth, designierte Intendantin des Bayerischen Rundfunks, sagt im BR-Medien­magazin, dass sie den Sender "möglichst plural aufstellen" will. Frauen habe sie bisher aber vor allem deshalb eingestellt, weil sie "die Besten waren".
br.de (Textfassung), br.de (4-Min-Audio ab 0:58)

Katja Wildermuth wird neue BR-Intendantin.

Bayerischer Rundfunk bekommt erstmals eine Intendantin: Katja Wildermuth folgt am 1. Februar auf Ulrich Wilhelm, der eine weitere Amtszeit ausgeschlossen hatte. Wildermuth ist aktuell Programmchefin der crossmedialen Bereiche Kultur, Bildung und Jugend beim MDR. Auch BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel und Christian Vogg, Bereichsleiter Dokumentation und Archive beim SRF, hatten sich beworben. Im Vorfeld hatte sich das BR-Frauennetzwerk für eine weibliche Besetzung der Stelle stark gemacht. Wildermuth gilt als Expertin für Digitalisierung und trimediale Vernetzung.
br.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background Wildermuth), turi2.de (Background Wilhelm)

ARD-Werbechefin Elke Schneiderbanger glaubt an mehr Marktanteile für Radiowerbung.

Radiowerbung hat das Potential für einen Marktanteil von 8 bis 10 %, sagt ARD-Werbechefin Elke Schneiderbanger im "Horizont"-Doppelinterview mit Christian Scholz, Geschäftsführer AS&S Radio. "Wir müssen Radio endlich Spirit einhauchen, damit es zu fliegen anfängt", sagt sie und behauptet, dass insbesondere in der Coronakrise Radiowerbung "der Impfstoff gegen Rezession" ist.
"Horizont" 43/2020, S. 12 (Paid)

Niederländischer Rundfunk entfernt zum Schutz der Mitarbeiter*innen Logos von Autos.

Undercover: Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Niederlande, NOS, entfernt ihre Logos von Fahrzeugen. Grund ist, dass zunehmend Mitarbeiter*innen beschimpft würden. Die Fahrzeuge würden zudem mit Müll beworfen oder im Verkehr ausgebremst. Chefredakteur Marcel Gelauff nennt die Entscheidung eine "Niederlage des Journalismus".
spiegel.de, nos.nl

Bayern 2 wandert mit Promis auf die höchsten Gipfel ihrer Heimat-Bundesländer.

BR startet am Samstag, 6.05 Uhr, im Rucksackradio auf Bayern 2 eine neue, Corona-konforme Talk-Serie. Moderator Achim Bogdahn besteigt darin alle zwei Wochen mit Prominenten die jeweils höchsten Erhebungen in deren Heimat-Bundesländern. Als Gäste dabei sind u.a. Judith Holofernes (Foto) in Berlin und Kati Wilhelm in Thüringen.
per Mail, br.de (Sendung)

Aus dem Archiv: Judith Holofernes im Vorbilder-Fragebogen von turi2.tv (September 2020).

Zahl des Tages: RBB will nächstes Jahr 29,9 Mio Euro sparen.

Zahl des Tages: Krumme 29,9 Mio Euro will der RBB 2021 sparen, u.a. durch die Halbierung des Aushilfen-Etats und Einsparungen im Programm. Auch ein Umbau der Programmdirektion steht an. Hier soll es künftig sogenannte Contentboxen für Information, Gesellschaft, Kultur und Sport geben. Diese sollen sich nach Fachkompetenz statt nach Ausspielweg zusammensetzen.
presseportal.de, dwdl.de

Deutschlandradio will unterschiedlichen Positionen mehr Platz geben.

Deutschlandradio will "vielfältige Meinungen" im Programm darstellen, "mehrheitsfähige und andere", sagt Intendant Stefan Raue im Interview mit Medienpolitik.net. Die Grenze sei dabei das Grund­gesetz. Dann dürften Hörer*innen manche Meinungen auch für "schwer erträglich halten" und kritisieren. "Das müssen wiederum wir aushalten", sagt Raue.
medienpolitik.net

Hör-Tipp: “wach & wichtig” von Radioeins ist der lockerste Morgen-Podcast.

Hör-Tipp: Radioeins legt mit "wach & wichtig" den vielleicht lockersten deutschen Morgen-Podcast vor. Moderatorin Julia Menger bietet einen wirklich wachen Mix aus Politik, Kultur und Gesellschaft, ohne aufgedreht zu wirken. Zur Premiere sagt "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni, dass sein amerikanischer Schwiegervater Donald Trump wählen wird, Friedrich Küppersbusch wünscht dem an Corona erkrankten US-Präsidenten ganz ernsthaft gute Besserung.
radioeins.de (17-Min-Podcast)

WDR: Kürzungen bei Geschichtssendungen sorgen für Honorar-Einbußen bei Autor*innen.

WDR: Die Absetzung der Geschichtssendung "Stichtag" bei WDR 2 und die ausbleibenden Übernahme-Honorare des Formats "Zeitzeichen" durch den NDR sorgen bei den Autor*innen der Sendung für Einnahme-Ausfälle von zum Teil fast 50 %, erfährt turi2. Der WDR bestätigt das Ausbleiben eines Teils der Honorare auf Nachfrage, nennt aber keine konkreten Zahlen. Der Sender prüfe "derzeit verschiedene Optionen, um die Einnahmeausfälle zum Teil aufzufangen".
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

Medienschaffende fordern, WDR-Sendungen “Stichtag” und “Zeitzeichen” zu erhalten.


Zeichen für Geschichte: Kai Diekmann, Günther Jauch, Alice Schwarzer und andere teils prominente Medienschaffende, Schauspieler*innen, Historiker*innen und Politiker*innen wenden sich mit einer Anzeige im "Kölner Stadtanzeiger" an den WDR-Intendanten Tom Buhrow und dessen Kollegin Valerie Weber, NRW-Programmdirektorin für Wissen und Kultur. In dem offenen Brief stellen sich die mehr als 100 Unterzeichner*innen hinter die Geschichtssendungen Stichtag und Zeitzeichen und fordern den Sender zu deren Erhalt auf. Als "Leuchttürme des öffentlich-rechtlichen Radios", heißt es in dem Brief, wirkten beide Formate in Zeiten von Fake News als "akustische Wegmarken" gegen Geschichtsvergessenheit, auch bei einem jungen Publikum.

Der WDR will bei der Reform seiner Hörfunkwellen an Geschichts­inhalten sparen. Das Aus für den "Stichtag" auf WDR 2, in dem täglich ein Ereignis aus der Vergangenheit in vier Minuten beleuchtet wird, steht bereits fest. Das deutlich ältere "Zeitzeichen" soll dagegen laut WDR im Programm bleiben. Für die Unterzeichner*innen ist dieses Bekenntnis nicht genug: So sei auch das "Zeitzeichen" gefährdet, die Sendung stehe "finanziell auf schwachen Beinen". Weil beide Formate bisher von einer Redaktion produziert werden, leide eines, wenn das andere wegfalle. "Das ist der Anfang vom schleichenden Ende des Zeitzeichens", so die Befürchtung.

Der frühere "Bild"-Chef Diekmann hat turi2 auf die Initiative aufmerksam gemacht. Eine Nachfrage, inwieweit Diekmanns Agentur Storymachine in die Aktion involviert ist, ließ er bisher unbeantwortet.
per Mail, ksta.de (Paid), turi2.de (Background)

Update: Laut Horst Kläuser, Mit-Initiator und Unterzeichner des offenen Briefes, ist Storymachine "in keiner Form" an der Aktion beteiligt.

Die ARD hat Nachholbedarf bei der Diversität, sagt Daniel Bouhs.

ARD hat in Sachen Diversität noch viel Luft nach oben, kommentiert Daniel Bouhs im WDR 5. Zwar wird mit Christine Strobl eine Frau Programmdirektorin, alle anderen in dieser Woche neu besetzten Posten gingen jedoch an Männer. Auch in anderen Punkten, wie zum Beispiel Migrationshintergrund, gibt es kaum Diversität. Das sei aber kein reines Problem der ARD, allgemein fehle es den Medien an entsprechenden Kräften, die entsprechend gefördert werden müssen. Die ARD habe zudem zu wenig Ostdeutsche in Führungspositionen.
wdr.de (5-Min-Audio), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie geht’s den Journalist*innen bei den Sendern, Daniel Bouhs? (03/2020)

Zitat: Sandra Maischberger hält Podcasts für das bessere Radio.

"Das Radio ist in den vergangenen Jahren unglaublich fade geworden. Als dann die Podcasts kamen, habe ich gejubelt. Die brachten genau das zurück, was ich im Radio vermisst hatte."

Neu-Podcasterin Sandra Maischberger lobt im "Handelsblatt" den Podcast mit Christian Drosten und sagt, dass sie vor Podcasts dazu übergegangen sei, nur noch "Deutschlandfunk und Hörbücher" zu hören.
"Handelsblatt", S. 24

Zahl des Tages: Musik-Konsum der Deutschen schrumpft um 8 %.

Zahl des Tages: Um 8 % ist die Zeit, die Deutsche wöchentlich mit Musik verbringen, seit 2018 gesunken, sagt eine Studie des Bundesverbands Musikindustrie – auf 19 Stunden und 43 Minuten. Besonders das Radio leidet darunter. Musik zu "besitzen" wird für Nutzer*innen unwichtiger: Immer mehr Befragte besitzen keine physischen Tonträger und keine digitalen Musikdateien mehr.
musikindustrie.de

Zenith: Deutscher Werbemarkt fährt 12,3 % Minus ein.

Weniger Werbung: Die deutschen Werbeausgaben sinken um 12,3 %, prognostiziert eine Studie der Mediaagentur Zenith. Besonders stark betroffen ist das Kino (-55 %), aber auch Radio (-18 %) und Außenwerbung (-17 %) leiden unter den Pandemie-Folgen. Vergleichsweise glimpflich kommen Fernsehen (-10 %) und Digital-Märkte (-7 %) davon. Ohne weiteren Lockdown rechnet Zenith-CEO Jennifer Andree (Foto) mit einer Stabilisierung des Werbemarktes.
horizont.net