
Früher Vogel tritt zurück: RTL bestätigt den Abschied von Morgenmoderator Arno Müller von seiner Show bei 104.6 RTL im Sommer, den Springers "B.Z." vorab gemeldet hatte. Nach 35 Jahren an der Spitze der Show sucht Müller eine Nachfolge für den Morgen. Die Suche startet sofort über die Karriereseite von RTL und richtet sich an Persönlichkeiten mit eigenem Stil und Erfahrung. Müller wirkt auch als Programmdirektor – den Job gibt er zum Jahresende ab. RTL Audio Center Berlin-Chef Marc Haberland bezeichnet den Schritt als "Aufbruch ins nächste Kapitel".
media.rtl.com, turi2.de (Background)
(Foto: RTL)

Letztes Rotlicht? Nach fast 35 Jahren verlässt Arno Müller die Morgensendung des Berliner Radiosenders 104.6 RTL, schreibt Springers "BZ". Demnach verkündet der 63-Jährige seinen Abschied am Mittwochmorgen um kurz nach 7 Uhr live in der Sendung. Bis Juni steht Müller laut "BZ" weiterhin am Mikrofon, seinen Posten als Programmdirektor soll er bis Ende 2026 behalten. Die Sendung "Arno und die Morgencrew" startete 1991 und gehört zu den erfolgreichsten Radioformaten der Hauptstadt. Müller ist gemeinsam mit John Ment von Radio Hamburg und Wolfgang Leikermoser von Antenne Bayern einer der langjährigsten Morgen-Moderatoren im deutschen Radio. Über die Gründe für Müllers Abschied gibt es bisher nur Spekulationen.
bz-berlin.de, digitalfernsehen.de
(Foto: IMAGO / Berlinfoto)

Radio-Routinier: Steffen Müller übernimmt die Geschäftsführung von NRW Audio. Der Jurist und Radio-Unternehmer folgt auf Thomas Schwahlen, der den Betreiber hinter Big FM NRW und dem Vorgänger NRW 1 sei 2023 geführt hat und nun geht. Müller soll die Marke gemeinsam mit Audiotainment Südwest im Markt etablieren. Der Sender strebt mehr Reichweite bei einer jungen, urbanen Zielgruppe an. Valerie Weber, Vorsitzende der Gesellschafter, freut sich, dass der Sender "für diese neue Aufbruchsituation" Müller als neuen Geschäftsführer gewinnen konnte. Laut Pressemitteilung sei die Neuausrichtung des Senders damit abgeschlossen.
radioszene.de
(Foto: Antenne Bayern Group, Montage: turi2)

"Sobald ich das Gefühl habe, jemand würde etwas preisgeben, das ihr oder ihm um die Ohren fliegen könnte, weise ich die Person in der Regel darauf hin. Das halte ich für meine Verantwortung. Ich möchte niemanden ins offene Messer laufen lassen."
Radio-Moderatorin und Podcasterin Bettina Rust erzählt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass sie mit ihren Gästen oder deren Management keine Vorgespräche führt, weil sie sich "nicht schon im Vorfeld beschneiden lassen will". Sie beobachtet bei ihren Gesprächen, dass sich das "Verhältnis von Offenheit zu Öffentlichkeit" durch soziale Medien "noch mal ganz schön verschoben hat" und Promis inzwischen genau abwägten, was sie wie formulieren.
sueddeutsche.de (€)
(Foto: IMAGO / Horst Galuschka)

Partei-Programm: Die österreichische FPÖ startet am 17. Januar das eigene Online-Radio "Austria First" – pünktlich zum Neujahrstreffen der Rechtsaußen-Partei. Parteichef Herbert Kickl kündigt ein "Patriotenradio" mit "echten Nachrichten statt linker Meinungsmache" an. Das Radio erweitert die Medienaktivitäten der FPÖ, zu denen bereits ein Online-TV-Kanal gehört.
derstandard.at, radioszene.de

Ende Gesende: Radio-Programmzulieferer BLR hat zum Jahreswechsel nach mehr als 30 Jahren das Mantelprogramm der bayerischen Lokalradios eingestellt. Das moderierte Programm lief zu Randzeiten sowie nachts und am Wochenende, seit einigen Jahren jedoch nicht mehr live. Einige der beteiligten Lokalradios schließen sich zu einem eigenen Mantelprogramm zusammen, andere senden automatisiertes Programm. Im 1. Quartal zieht die Dienstleistungsgesellschaft für Bayerische Lokal-Radioprogramme, so der volle Name, ins Funkhaus der Antenne Bayern Group in Ismaning um. Bereits seit August gibt es Kooperationen bei den Nachrichten.
radioszene.de, digitalfernsehen.de

Rotstift in Ismaning: Moderator Stephan Lehmann verlässt nach knapp vier Jahren die bundesweite Oldie Antenne. Seine letzte Sendung hatte er bereits in der vergangenen Woche, berichtet "Digitalfernsehen.de". Die Antenne Bayern Group begründet den Abschied als "rein wirtschaftliche Entscheidung" aufgrund "der aktuellen konjunkturellen Lage und des damit verbundenen Kostendrucks". Künftig setze der Sender verstärkt auf "bewährte Inhouse-Kapazitäten" aus dem Mutterprogramm. Lehmann war von 1988 bis 2008 Moderator bei Antenne Bayern, wechselte dann zu Bayern 1 und kehrte Anfang 2022 nach Ismaning zurück.
digitalfernsehen.de
(Foto: Antenne Bayern Group, Montage: turi2)

Göttliche Gesänge: Radiosender SWR Kultur widmet sich am ersten Weihnachtsfeiertag mit einem Thementag der "zeitlosen Kraft der Psalmen". Die Sendungen beleuchten die Wirkung der Texte über Jahrhunderte und Konfessionsgrenzen hinweg. Kirchen-Promis wie Margot Käßmann oder Anselm Grün sprechen über ihre persönlichen Kraftquellen. Am Nachmittag berichtet Abt Nikodemus Schnabel (Foto) aus Jerusalem über die Bedeutung der Gebete im klösterlichen Alltag.
presseportal.de, swr.de
(Foto: SWR/Dormitio Abtei)

Lese-Tipp: Medienjournalist Jörg Wagner (Foto) "ist der lebende Rundfunkauftrag und leistete damit der gesamten Branche einen großen Dienst", würdigt ihn Anne Fromm in der "taz" anlässlich der letzten Ausgabe seines "Radioeins Medienmagazins" am kommenden Samstag. Zwar könne Medienpolitik "ähnlich schwarzbrotig sein wie die Details der Rentenreform", doch Wagner habe sie "durchdrungen und verständlich gemacht". Wer seine Sendung hörte, "der verstand danach besser, wie Journalismus funktioniert", so Fromm.
taz.de, turi2.de (Background)
(Foto: RBB / Ralf Schuster)

Fröhliches Comeback: Moderatorin und Schriftstellerin Susanne Fröhlich, 64, kehrt zum Radio zurück. Bei HR1 moderiert sie im wöchentlichen Wechsel mit Klaus Reichert den "HR1 Talk". Zum Auftakt am 28. Dezember sind beide zusammen selbst Gäste in der Sendung. Von 1988 bis 2007 hat Fröhlich bei HR3 die Kuppel-Show "Das Ausgehspiel" moderiert, die sie im Februar zusammen mit Reichert einmalig wiederbelebt hatte.
presseportal.de
(Foto: HR / Sebastian Reimold)

Ende einer Ära: Der RBB verabschiedet Medienjournalist Jörg Wagner in den Ruhestand – nach fast 30 Jahren als Moderator des "Radioeins-Medienmagazins". Wagner präsentiert seine letzte Ausgabe am 27. Dezember live vor Publikum aus dem Studio 14 des RBB in Berlin. Programmdirektor Robert Skuppin dankt Wagner für "seine Fachkenntnis und Leidenschaft" und ergänzt: "Dass er dabei für den RBB selbst nicht immer bequem war, ist für ein Medienmagazin als Auszeichnung zu verstehen." Wagner hatte u.a. den Skandal um Ex-Intendantin Patricia Schlesinger in seiner Sendung aufgearbeitet und war darüber zeitweise in Konflikt mit Teilen der RBB-Führung geraten.
Das "Medienmagazin" geht am 10. Januar mit Journalistin Teresa Sickert weiter. Die 37-Jährige moderierte bisher unter anderem das Netzmagazin "Trackback" bei Fritz und "Breitband" bei Deutschlandfunk Kultur. Mit dem Wechsel halten neue Rubriken wie ein Faktencheck mit Pascal Siggelkow und ein Blick auf die Podcast-Charts Einzug in die Sendung. Das Magazin läuft weiterhin samstags ab 18 Uhr auf Radioeins sowie in Kurzfassungen bei RBB24 Inforadio.
presseportal.de, turi2.de (Background)
(Fotos: RBB/Ralf Schuster, RBB/Gundula Krause, Montage: turi2)

Heißt anders, klingt gleich: Die ARD benennt ihre Audiothek im März in "ARD Sounds" um. Der Senderverbund führt in der Anwendung Schritt für Schritt sämtliche Audio-Angebote inklusive der bisher eigenständigen Apps von über 40 Radiosendern zusammen. Auch Inhalte des ZDF wie "Lanz & Precht" oder der Podcast des "heute-journals" werden Teil des Angebots. Jan Weyrauch, Vorsitzender der Audioprogrammkonferenz, will mit dem "Playbutton für deinen Tag" verstärkt jüngere Zielgruppen erreichen. Die technische Basis liefert die bestehende Architektur der ARD Mediathek. Den Start flankiert der Senderverbund vom 7. bis 10. Mai mit einem Podcast-Festival in Nürnberg.
presseportal.de, meedia.de
(Foto: Patricia Neligan, SWR)

Rolle rückwärts: Der Schweizer Rundfunk SRG kehrt mit seinen Radioprogrammen auf UKW zurück. Ende 2024 hatte der öffentlich-rechtliche Sender die Verbreitung eingestellt und komplett auf den Digitalstandard DAB+ gesetzt. Die Schweizer Privatsender halten jedoch weiter an der analogen Übertragung fest. Die SRG fürchtet durch ihren Alleingang einen Reichweitenverlust, zudem fordert inzwischen auch die Politik eine weitere UKW-Verbreitung. Ein konkreter Termin zur Rückkehr steht noch nicht fest. Ungeachtet der technischen Kehrtwende hören die Menschen in der Schweiz laut SRG bereits heute neun von zehn Sekunden digital Radio.
derstandard.de, persoenlich.com

Content-King: Mantelprogramm-Anbieter Radio NRW verpflichtet Michael Thuge, 36, als neuen Content-Leiter. Er kommt von Radio Leverkusen, wo er seit Mitte 2022 als Chefredakteur arbeitet, und tritt seinen neuen Posten im Frühjahr an. Thuge soll bei Radio NRW als zentraler Ansprechpartner die strategische Planung des Inhalts verantworten. Ein Schwerpunkt liegt auf der digitalen Ausrichtung der Zulieferung für die 45 NRW-Lokalradios. Zudem kümmert er sich um das Digital-Programm "Radio Mixtape".
radioszene.de
(Foto: Radio Leverkusen)

Hör-Tipp: Die WDR5-Sendung "Satire Deluxe" feiert ihre 500. Ausgabe. Woche für Woche lassen Axel Naumer und Henning Bornemann das politische Geschehen mit O-Ton-Schnipseln und Hör-Sketchen Revue passieren. Zum Jubiläum sind sie Gast in ihrer eigenen Sendung und blicken auf die Highlights zurück. Sie erinnern auch an den "Umweltsau"-Skandal, als ein umgedichtetes Kinderlied Monate nach der ersten Ausstrahlung zum Aufreger wurde, für den der damalige WDR-Intendant Tom Buhrow sich entschuldigen musste.
ardaudiothek.de (59-Min-Audio)
(Bild: WDR)

Lese-Tipp: Als "Radio für rassistische Opas" bewertet Steady-Gründer Sebastian Esser das Radio-Angebot von "Nius", das in immer mehr Regionen im Digitalradio empfangbar ist. Esser hört "eine eklektische Mischung aus englischsprachigen Mainstream-Pop, Nachrichtensendungen und Auszügen aus den Nius-Podcasts", die ihn an ultrarechte Talkradios in den USA erinnert. Er beklagt, dass es zwar "viele Stimmen und Medien, die eine nicht-populistische Alternative für Leute bieten, die den Kontakt zu traditionellen Medien verloren haben", gibt. Diese seien jedoch nicht so gut organisiert und finanziert.
steady.page

Deutschland-Funktionärin: Der Deutschlandfunk beruft Susanne Schwarzbach zur neuen Chefredakteurin. Sie folgt im April 2026 auf Birgit Wentzien, die in den Ruhestand wechselt. Schwarzbach kommt vom WDR, wo sie derzeit noch stellvertretende Chefredakteurin ist und die publizistische Arbeit des crossmedialen Newsrooms mitverantwortet. Deutschlandradio-Programmdirektorin Jona Teichmann nennt Schwarzbach eine "erfahrene Politikjournalistin, die ganz besonders auf Dialog und die Abbildung vielfältiger Blickwinkel setzt".
deutschlandradio.de
(Foto: WDR/Annika Fußwinkel)

Blitz-Angebot: Der Berliner Sender 104.6 RTL nutzt aktuelle Blitzer-Meldungen als Material für hyperlokale Werbung des Discounters Penny. Nur wenige Minuten nachdem Hörer einen Blitzer gemeldet haben, entsteht mithilfe von KI ein Penny-Spot, der Bezug auf den Standort nimmt, lokale Angebote präsentiert und den nächstgelegenen Markt nennt. Möglich wird dies durch einen KI-Klon der Stimme des Werbesprechers. Vize-Programmchef Oliver Schnabel sieht die Aktion als "perfektes Beispiel für Nähe, Relevanz und Reaktionsgeschwindigkeit" des Mediums Radio.
radioszene.de

Im Westen was Neues: Lokalradio-Mantelprogramm-Anbieter Radio NRW stellt seine redaktionellen Strukturen neu auf. Carsten Baera (Foto), bisher Leiter Content, verantwortet als Digital Transformation Manager die Steuerung der Transformation in den Redaktionen. Er bleibt Vize von Programmdirektor Udo Kreuer. Jürgen Bangert übernimmt die Leitung der Abteilung Entertainment und verantwortet neben Comedy künftig auch die On-Air-Promotion, die bisher Florian Herpin geleitet hat. Herpin übernimmt die neugeschaffene Position Manager Programminnovation + Strategie. Annick Manoukian leitet Musikcontent- und -planung. Der bisherige Musikchef Thorsten Sutter wechselt als Projektmanager in die Unternehmens- und Produktentwicklung.
radionrw.de
(Foto: RADIO NRW/Roland Breitschuh)

Absolut KMH: ZDF-Sport-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein kehrt ins Radio zurück. Ab Januar moderiert sie beim bundesweiten Digitalradiosender Absolut Oldie Classics die Morning-Show. Sie ist von Montag bis Freitag von 6 bis 9 zu hören – teils live, teils vorproduziert. "Vor allem die Musik rund um die 80er, das ist ja genau meins", sagt sie und freut sich darauf, sich bei ihrem neuen Sender "so richtig schön austoben" zu können. Bevor Müller-Hohenstein 2006 zum "Aktuellen Sportstudio" gewechselt ist, war sie lange Moderatorin bei Antenne Bayern, zuletzt hat sie bis Ende 2024 den wöchentlichen Talk "Antenne Bayern Sonntagsfrühstück" präsentiert.
radioszene.de
(Foto: IMAGO / STAR-MEDIA)

Der Neue vom Ländle: Journalist Moritz Fehrle berichtet künftig für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova als Landeskorrespondent aus Baden-Württemberg. Er folgt auf Katharina Thoms, die als bundespolitische Korrespondentin ins Hauptstadtstudio von Deutschlandradio wechselt. Fehrle wurde in Freiburg geboren und studierte Geschichte, Anglistik sowie Global British Studies in Leipzig und absolvierte die DJS. Fehrle arbeitete bereits für die "Süddeutsche Zeitung", den "Tagesspiegel", den "stern", NDR Info und den "Tagesschau"-Podcast "11KM".
deutschlandradio.de
(Foto: Helke Rüder)

Der neue RBB-Programmdirektor Robert Skuppin verteidigt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" den weiteren Personalabbau seines Senders. "Gemessen an dem, was wir produzieren können, sind wir zu viele Leute", sagt er und kündigt an, wieder mehr Geld ins Programm zu stecken: "Es kann aber nicht sein, dass wir ganz viele Mitarbeiter angestellt haben, aber keine Etats mehr haben, mit denen sie das Programm gestalten." Zudem prüfe der RBB, ob man "die zweite und dritte Hierarchie-Ebene verschlanken" könne. Skuppin sieht den Sender trotz Finanzproblemen und Skandalen als "Hidden Champion". Der RBB habe ein "schlechtes Image, aber wahnsinnig gute, beim Publikum erfolgreiche Produkte". Er bedauert, dass diese Geschichte "medial gerade nicht so reinpasst, weil man über den RBB zurzeit gerne etwas anders erzählt". Der RBB müsse seine "Erfolge besser wahrnehmen, dann steigt bei allen, die hier arbeiten, automatisch das Selbstwertgefühl".
Mit Blick auf den neuen Medienstaatsvertrag, der am 1. Dezember in Kraft tritt, sagt Skuppn: "Ich hätte gutgeheißen, wenn wir in der ARD viel früher schon stärker ein Interesse daran gehabt hätten, uns selbst neu aufzustellen. Und nicht in die Situation kommen, dass die Politik sagt: 'Das müssen wir jetzt mal regeln.'" Kooperationen innerhalb der ARD findet er wichtig und notwendig, dennoch betont er: "Wir brauchen, um in unserer Region verwurzelt zu sein, eigene Köpfe und Stimmen."
sueddeutsche.de (€)
(Foto: RBB / Gundula Krause)

Stereo-Chef: Das RTL Audio Center Berlin und die RTL Audio Vermarktung bekommen mit Mike Bröhl (Foto) einen neuen Geschäftsführer. Er führt das Unternehmen, das die Sender 104.6 RTL, Spreeradio und Jam FM beheimatet, gemeinsam mit dem bisherigen Geschäftsführer Marc Haberland. Bröhl folgt auf Konstantin Rodeck, der RTL Deutschland verlässt. Bröhl ist bisher und bleibt auch Geschäftsführer des Funkhauses Halle mit den Sendern 89.0 RTL und Radio Brocken. Er will die Zusammenarbeit beider Häuser stärken und attraktivere Audio-Angebote entwickeln.
media.rtl.com
(Foto: RTL Deutschland)

Was zu erwarten war: Fachdienst "Radioszene" gibt ein Ranking heraus, das die Top 20 der meistgespielten Weihnachtshits im Radio auflistet. Überraschungen gibt es unter Klassikern wie "Driving Home For Christmas" und "Wonderful Dream" wenige. Nur, dass Mariah Carey mit "All I Want For Christmas Is You" Wham und "Last Christmas" übertrumpft, ist ein unhaltbarer Zustand, dem die Radiosender umgehend etwas entgegensetzen sollten.
radioszene.de

Matthias Holtmann, 75, ist tot. Der ehemalige SWR-Moderator und Musikchef starb am Sonntag. Holtmann begann seine Karriere 1979 als Musikredakteur beim damaligen SDR. Er wirkte als Musikchef bei SDR3 und später bei SWR3. Im Fernsehen moderierte er Sendungen wie "Na und" und "Extraspät". In der Saison 1999/2000 arbeitete er zudem als Stadionsprecher beim VfB Stuttgart. Ab 2005 moderierte er bei SWR1 Baden-Württemberg. 2009 wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert. Der SWR würdigt ihn als Radiolegende.
digitalfernsehen.de, t-online.de, kress.de
(Foto: IMAGO / 7aktuell)

Der Kaiser neue Töne: Radiosender BigFM verpflichtet Sängerin Nina Chuba, gebürtig: Kaiser, als neue Moderatorin für "Die kürzeste Show der Welt". Sie folgt damit auf Bill Kaulitz, der in dem Format zuvor präsent war. Die Sendung ist pro Ausgabe ca. 60 Sekunden lang, sie läuft täglich und ist nach Ausstrahlung online abrufbar. Inhaltlich will Chuba Fragen von Höerinnen und Hörern beantworten.
mannheimer-morgen.de, radioszene.de
(Foto: ATSW, Luca Heller)

Mit RTL in die Welt: Der österreichische ORF lässt seine Programme künftig durch die AdAlliance von RTL vermarkten. Die ORF-Enterprise vermarktet die ORF-Programme weiterhin im Inland. Das Angebot richtet sich primär an große Agenturen und Werbekunden, die europaweite Kampagnen schalten. Zum Portfolio gehören die TV-Sender ORF 1 und ORF 2, Radiosender und orf.at.
dwdl.de

Jan Plate, 57, ist tot. Der Hörfunk- und TV-Moderator verstarb nach längerer Krankheit, meldet "Radioszene". Plate gehörte Ende der 1980er Jahre zum Team von Radio Xanadu in München. Im Jahr 1993 verließ Plate den Sender nach der Übernahme durch die Energy-Gruppe. Im Anschluss wechselte er zum Deutschen Börsenfernsehen. Plate arbeitete auch beim Bayerischen Rundfunk für BR24 im Ressort Wirtschaft, Soziales und Börse.
radioszene.de

Korrespondenten-Karussell: Radio-Journalistin Friederike Sittler (rechts), bisher Leiterin "Hintergrund Kultur und Politik" bei Deutschlandfunk Kultur, übernimmt im Januar die Leitung des Deutschlandradio-Hauptstadtstudios sowie des Landesstudios Berlin. Sie folgt auf Stephan Detjen (links), der als Auslandskorrespondent nach Paris wechselt, wo er Christiane Kaess ablöst, die zur "Zeitfunk"-Redaktion des Deutschlandfunks zurückkehrt. Bereits seit September berichten Anne Raith und Jasper Barenberg aus Washington DC. Die bisherige Korrespondentin Doris Simon wechselt ins Ressort "Länder" nach Berlin. Als EU-Korrespondent aus Brüssel berichtet jetzt Moritz Küpper, bisher Redakteur und Moderator beim "Zeitfunk", der auf Peter Kapern folgt, der in Rente geht. Die Auslandskoordination verantwortet seit Anfang Oktober Mario Dobovisek, bisher CvD in der Chefredaktion.
presseportal.de
(Fotos: Deutschlandradio / Simon Detel und Christian Kruppa, Montage: turi2)

Comeback: Die Antenne Bayern Group fasst die Abteilungen Finanzen, Personal und Digitales unter der Leitung von Karsten Wellert (Foto) zusammen. Er folgt auf den bisherigen Digitalchef Vasco Winkler und die kaufmännische Leiterin Doris Grau, die beide die Gruppe verlassen. Wellert kommt vom Ulmer Regionalsender Radio 7, wo er Geschäftsführer und Programmdirektor war. Von 2011 bis 2021 war er bereits für Antenne Bayern tätig, u.a. als Vize-Chefredakteur und Online-Leiter.
radioszene.de, antenne.group, turi2.de (Background)

Kröhnung: Die Neue Pressegesellschaft macht Tobias Krohn zum Geschäftsführer ihrer Radio-Beteiligungsgesellschaft. Krohn kommt vom Schwäbischen Verlag in Ravensburg, wo er bisher Leiter der Unternehmensentwicklung war. Bei der NPG übernimmt er auch die Geschäftsführung des Ulmer Regionalsenders Radio 7. Amtsinhaber Karsten Wellert verlässt den Sender zum Jahresende, um sich einer "neuen beruflichen Herausforderung" zu widmen.
neue-pressegesellschaft.de
(Foto: NPG / Nicola Lorenz, Montage: turi2)

Frank Kornath, 65, ist tot. Der Mitgründer von Radio SAW und langjährige Redaktionsleiter des Senders starb am Dienstagabend überraschend an einem Herzinfarkt. Auch nach seiner leitenden Tätigkeit blieb er Reporter des Senders. Zuletzt war er als Pressesprecher der Stadt Gifhorn tätig und wirkte als Stadionsprecher bei Eintracht Braunschweig. "Radio SAW würde es ohne ihn so nicht geben", teilt der Sender mit.
radioszene.de
(Foto: IMAGO / Susanne Hübner)

Kavkaesk: Musikjournalist Markus Kavka kehrt nach zwei Jahren Pause zu egoFM zurück. Ab 19. Oktober moderiert er immer sonntags von 9 bis 11 Uhr die Sendung "Countdown 25". Dabei nehme Kavka die Hörenden "auf eine subjektive, überraschende und immer wieder neu kuratierte Reise durch die Musikgeschichte" mit. Bis Herbst 2023 hatte Kavka schon einmal eine Sendung bei egoFM, die im Zuge finanzieller Schwierigkeiten des Senders jedoch eingestellt wurde.
radioszene.de, egofm.de
(Foto: IMAGO / Future Image)

Silver Streamer: Auch beim älteren Publikum setzt sich zeitversetzte Videonutzung über Mediatheken, Streamingdienste und YouTube zunehmend durch, sagt die ARD/ZDF-Medienstudie. Zwar dominiert lineares TV weiterhin, die Tagesreichweite steigt sogar wieder, die Nutzungsdauer aber sinkt. Während Reichweite und Nutzungsdauer von Streamingdiensten leicht zurückgehen, legen YouTube und Mediatheken zu. Lineares Radio dominiert in allen Altersgruppen ab 30 Jahren den Audiomarkt, verzeichnet aber wie lineares TV Verluste bei der Nutzungsintensität. Die Podcast-Nutzung wächst allen Altersgruppen.
meedia.de, dwdl.de, presseportal.de, ard-zdf-medienstudie.de

Sparschwaben: Der SWR kündigt weitere Maßnahmen an, um 70 Mio Euro pro Jahr einzusparen. Die beiden SWR4-Radioprogramme für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden zu einer Welle zusammengelegt, die ausschließlich aus Stuttgart sendet. Große TV-Unterhaltungsshows vom "Rheinland-Pfalz-Tag" oder dem "Ehrenamtstag" fallen ab 2027 weg. Die Zahl der Direktionen reduziert der SWR ab 2027 von acht auf sechs. Zusätzliche Effizienz verspricht sich der SWR von IT-Kooperationen mit anderen ARD-Sendern sowie dem Verkauf nicht mehr benötigter Immobilien.
presseportal.de, turi2.de (Background)
(Bild: SWR)

Neues Ding: Der SWR macht Mira Seidel, Jahrgang 1986, zur Hauptabteilungsleiterin der "SWR3 PopUnit". Sie folgt im November auf Thomas Jung, der in den Ruhestand geht. In ihrer neuen Rolle verantwortet Seidel die Popwelle SWR3 sowie das junge Radio- und Content-Angebot Das Ding, wo sie seit Juli 2021 bereits Programmchefin ist. Sie will SWR3 "gemeinsam mit dem Team weiterentwickeln" und eine Kultur fördern, "in der die Mitarbeitenden mutig neue Ideen ausprobieren können" und gleichzeitig das Publikum "immer im Mittelpunkt" stehe.
presseportal.de, turi2.de (Abschied Jung)

Ausgejazzt: Das Berliner Jazzradio muss seine UKW-Frequenz zum Jahresende an das Elektro-Musik-Programm Pure FM abgeben. Die Vergabe-Entscheidung der Medienanstalt MABB sei "im Wesentlichen rechtmäßig" und "in formeller Hinsicht nicht zu beanstanden", urteilt das Verwaltungsgericht Berlin. Lediglich in Bezug auf die temporäre Zuweisung der Frequenz an das neue Programm Jazz fm bestünden "rechtliche Bedenken". Jazzradio kann gegen den Beschluss Beschwerde beim OVG Berlin-Brandenburg einlegen. Die MABB argumentiert, die Musikfarbe "Jazz" sei mit "Jazz fm" auch künftig in Berlin vertreten, zudem sende Jazzradio seit dieser Woche über DAB+.
tagesspiegel.de, rbb24.de, mabb.de, turi2.de (Background)

Gesunder Abschied: Kurz nach ihrem 94. Geburtstag hat sich Ärztin Dr. Marianne Koch (rechts) am Mittwoch vom Bayern2-"Gesundheitsgespräch" verabschiedet. Sie war seit der ersten Sendung am 16. September 2000 dabei, insgesamt in 950 Ausgaben der Radiosendung. BR-Intendantin Katja Wildermuth (links) nennt Koch eine "Ausnahmepersönlichkeit", die das "Gesundheitsgespräch" 25 Jahre lang "mit Fachwissen, Einfühlungsvermögen und Klarheit begleitet" habe und damit für viele Hörerinnen und Hörer zur "Vertrauensperson" geworden sei.
evangelische-zeitung.de, br.de, ardaudiothek.de (letzte Sendung, Verabschiedung ab 27:00 Min)
(Foto: BR/Raphael Kast)

Erleuchtung für alle: Der Multimedia-Sender Domradio des Erzbistums Köln will künftig ein jüngeres und breiteres Publikum erreichen. "Wir wollen wegkommen vom katholischen Kernpublikum", sagt Chefredakteur Renardo Schlegelmilch dem Bonner "General-Anzeiger". Studien zeigten, "dass Jugendliche und junge Erwachsene eine Offenheit für Spiritualität und Glauben haben". Der Sender wolle den Themen des Erzbistums und der Stimme von Erzbischof Rainer Maria Woelki im Programm zwar eine Präsenz geben, das heiße aber nicht, "dass diese Positionen unwidersprochen bleiben", betont Schlegelmilch.
ga.de (€) via evangelische-zeitung.de
(Foto: Björn Czieslik, Montage: turi2)

Hör-Tipp: Der Radiosender 80s80s von Regiocast schenkt sich zu seinem zehnten Geburtstag einen Podcast über die eigene Geschichte. In drei Episoden erzählt Moderator Peter Illmann, wie aus einem Feierabendprojekt eine nationale Audiomarke wurde. Die Grundidee war: Ein Radioprogramm, das die Musik der 80er Jahre feiert, ohne dabei wie ein altbackener und nostalgischer Oldiesender zu klingen.
80s80s-thestory.podigee.io via radioszene.de
(Bild: 80s80s)

Der amtierende ARD-Vorsitzende Florian Hager verteidigt im "Zeit"-Interview Sport und Unterhaltung im Programm und sorgt sich um Bevölkerungsgruppen, die der ÖRR nicht mehr erreicht. In einem Streitgespräch mit drei kritischen Zuschauern sagt er: "Die 'Lindenstraße' oder der 'Tatort' mit ihren riesigen Reichweiten haben vielleicht mehr in der Gesellschaft bewegen können, etwa für die Integration, als manche Doku-Reihe." Fiktionales habe oft "viel mit Kulturvermittlung zu tun" und sei in seinen Augen "demokratiestiftend". Zu Vorwürfen, die Öffentlich-Rechtlichen seien zu links, erklärt Hager: "Es gibt kein großes Steuerrad, das ich ein bisschen nach rechts schieben kann, und sofort bewegt sich der ganze Tanker."
Kritik an teuren Sportübertragungen erwidert er mit: "Für ihren Rundfunkbeitrag wollen viele auch Sport bei uns sehen." Kooperationen und Rechte-Aufteilung gebe es bereits mit der Telekom, zudem wären viele Sportarten "erst gar nicht ins Fernsehen gekommen, wenn wir sie den Privaten überlassen hätten", etwa Biathlon. Auch die "Schlagerfeste" mit Florian Silbereisen seien zwar "auch nicht unbedingt mein Musikgeschmack", sagt Hager, "aber da schalten sehr, sehr viele Menschen ein, und für die ist es auch ganz wichtig, dass es diese Sendungen gibt".
Zum Reizthema hoher Intendantengehälter und Ruhegelder, etwa für Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, sagt Hager: "Ich habe akzeptiert, dass meine Vorgänger deutlich mehr verdient haben – und dass mein Job heute etwas schwieriger ist als früher, auch weil uns lange zurückliegende Vorgänge in Misskredit bringen." Daraus habe der ÖRR "gelernt und neue Leitlinien für Gehälter aufgestellt". Hager gibt aber zu bedenken: "Sogar wenn wir alle ehrenamtlich arbeiten würden, würde das den Rundfunkbeitrag nicht signifikant senken. Da kommt einfach nicht genug Geld zusammen."
zeit.de (€)
(Foto: HR/Tim Thiel)

Ulf Hagge ist tot. Der Journalist war in den 1980er Jahren Teil des Gründungsteams von R.SH und prägende Stimme der Radiolandschaft in Schleswig-Holstein. Später moderierte er auch für den Schwestersender Radio Nora und den Nachfolger Radio Bob. Zuletzt war er für den Zeitungsverlag s:hz tätig. Hage starb kürzlich nach schwerer Krankheit, berichtet "Radioszene" auf Basis eines Nachrufs von Hagges langjährigem Kollegen York Lange bei Linked-in.
radioszene.de, linkedin.com

Weniger Ego: Der gerade gerettete Radiosender egoFM aus München zieht unter das Dach der Antenne Bayern Group in Ismaning. Das Team könne die Räume "zunächst bis Ende 2025 mietfrei" nutzen, teilt Antenne Bayern mit. "Die erreichte Vielfalt am Medienstandort Bayern können wir weiterhin nur erhalten, indem wir uns gegenseitig unterstützen", lässt Senderchefin Valerie Weber wissen. Der Umzug findet Ende Juli statt. Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass der Münchner Unternehmer Stefan Finkenzeller neuer Betreiber von egoFM wird.
antenne.group, turi2.de (Investor)

Klick-Tipp: "Meedia"-Zahlenzar Jens Schröder wertet die Ergebnisse der aktuellen Radio-MA nach Bundesländern aus. Dabei gewichtet er nach Tagesreichweiten, um ein kompletteres Bild auf die populärsten Sender zu bekommen als mit den Hörern pro Durchschnittsstunde. So finden auch die Programme Berücksichtigung, die keine Werbung verkaufen.
meedia.de

Sendungsbewusster Funk-tionär: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich am Mittwoch als Co-Moderator in der Morningshow des Münchner Lokalsenders Radio Arabella ausprobiert. Eine Stunde lang präsentiert er seine Lieblingssongs, u.a. von Abba und der Spider Murphy Gang, garniert mit Söder-typischen Sprüchen und weitgehend, ohne über Politik zu sprechen.
radioszene.de, radioarabella.de (mit 20-Min-Audio)
(Foto: David Boci Media / Radio Arabella)

Radio-Zeugnisse: Radiosender Antenne Bayern schafft den Turnaround und gewinnt wieder in der Hörergunst. Laut MA 2025 Audio II geht es für die Münchner 5,8 % nach oben auf nun 683.000 Hörer pro Durchschnittsstunde – der beste Wert seit Anfang 2023. In der Mio-Liga, wie bis 2019, spielt der Sender allerdings noch nicht wieder. Die Top 3 belegt Radio NRW mit 1,28 Mio Hörenden, trotz eines satten Minus von 8,2 %, vor Bayern 1 mit 1,08 Mio Hörern (+5,8 %) und SWR3 mit 0,9 Mio (+11,3 %). Radio Bob von Regiocast sichert sich überraschend Rang 5 mit 0,72 Mio Hörern (+15,8 %). Laut MA erreicht Radio pro Tag über UKW, DAB+ und Online 53,3 Mio Menschen, was einer Reichweite von 75,1 % entspricht.
meedia.de, presseportal.de (Gesamtreichweite)

Neuer Chef-Egoist: Der Münchner Unternehmer Stefan Finkenzeller ist neuer Betreiber des insolventen Radiosenders egoFM. Seine neu gegründete Firma Medienpiraten übernimmt die Marke und das Konzept des Senders sowie Teile des Teams. "egoFM ist einfach zu wertvoll, um zu verschwinden", lässt er sich zitieren. Finkenzeller ist gelernter Bankkaufmann und IT-Spezialist, der "kleine und angehende Unternehmen fördert und unterstützt". Die bisherige Betriebsgesellschaft von egoFM hatte Insolvenz angemeldet und nach einem Investor gesucht, ohne den der Sender hätte eingestellt werden müssen.
presseportal.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Berliner Radioluft schnuppert "Tagesspiegel"-Redakteur Robert Ide seit Ende Juni einmal pro Woche. Die Hauptstadtzeitung und der Stadtsender Berliner Rundfunk 91.4 starten die Radiokolumne "Berlin kommentiert". Ide ist jeden Donnerstag ab 6 Uhr in der Morningshow von Simone Panteleit zu Gast, spricht über aktuelle Geschichten aus der Stadt und dem "Tagesspiegel". Anschließend ist die Kolumne auch online abrufbar.
radioszene.de, berliner-rundfunk.de (bisherige Kommentare)
(Foto: Berliner Rundfunk)

Big Rebranding: Die Landesanstalt für Medien NRW gibt den Betreibern des kriselnden Privatradios NRW1 grünes Licht für den Plan, das Programm in "BigFM NRW" umzubenennen und auch das Musikformat zu ändern. Voraussetzung ist jedoch, dass die redaktionelle Eigenständigkeit gegeben ist. "BigFM NRW" darf also nicht 1:1 das "BigFM"-Programm der Audiotainment Südwest übernehmen. Außerdem muss sich das Programm von den NRW-Lokalradios abheben. An NRW1 sind u.a. die Antenne Bayern Group, Radio FFN und Radio NRW beteiligt.
radioszene.de

Cosmo-politisch: Mehrere Mitglieder des RBB-Rundfunkrats sprechen sich für den Erhalt der Radiowelle Cosmo aus. Der Sender leiste in zahlreichen Sprachen wie Türkisch oder Polnisch einen wichtigen Beitrag zur Integration. Mitarbeitende hatten vor der Ratssitzung mit Flyern für den Erhalt des Programms geworben. Der RBB wollte sein Engagement bei Cosmo zuletzt prüfen. Der Sender muss insgesamt rund 22 Mio Euro bei Personal und Honoraren sparen. Cosmo wird von WDR, Radio Bremen und RBB gemeinsam produziert.
digitalfernsehen.de