Elf Hörfunk-Veranstalter in NRW gründen gemeinsamen Sender.

Gehörte Einigkeit: In NRW einigen sich elf Hörfunk-Veranstalter darauf, einen gemeinsamen Sender für eine junge Zielgruppe zu implementieren. Antenne NRW, Kiss FM und neun weitere Antragsteller hatten sich ursprünglich auf die zweite UKW-Kette beworben, nun wollen sie das Programm zusammen angehen. Das sei ein "höchst bemerkenswertes Ergebnis" und ein einmaliger Vorgang, sagt Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.
radiowoche.de

Hör-Tipp: Antenne Bayern podcastet zur Mafia im Allgäu.

Hör-Tipp: Antenne Bayern startet einen dreiteiligen Podcast zur Mafia im Allgäu und geht dabei "Kriminalfällen zwischen Sonthofen und Sizilien" nach. Die Stadt Kempten sei vor allem in den 80ern Dreh- und Angelpunkt für internationale Drogengeschäfte gewesen, recherchiert Investigativ-Journalist Christoph Lemmer. Insgesamt drei Folgen beleuchten immer Donnerstags die "ehrenwerte Gesellschaft" im Allgäu.
antenne.de (1. Folge, 16-Min-Audio)

Nielsen: Werbeumsätze steigen um 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Werbung: Insgesamt 37,9 Mrd Euro Brutto setzen deutsche Medien 2021 in Anzeigen um – ein Plus von 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr, melden die Analysten von Nielsen. Den größten Zuwachs verzeichnet TV mit 12,7 %, gefolgt vom Kino mit 9 % Plus. Zeitschriften steigern ihrem Umsatz um 2,6 %. Ein Minus gibt es dagegen bei Radio (-0,7 %) und Prospekten (-9,3 %).
meedia.de

Debatte: Vaunet sieht die duale Medienordnung in Gefahr.

Privatsache: Der Privatsender-Verband Vaunet kritisiert, dass die Vorschläge der Länder für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Medienordnung zulasten der privaten Anbieter verschieben. Der Verband fordert ein vollständiges Verbot von Werbung bei ARD und ZDF und eine starke Begrenzung im Radio. Der Gesetzgeber müsse Radio und Audio separat berücksichtigen und die Präsenz von ARD und ZDF auf Drittplattformen generell überdenken.
presseportal.de (Medienordnung), presseportal.de (Radio/Audio)

Debatte: ARD und ZDF sollten weniger abgehoben auftreten.

Weniger ist mehr: ARD und ZDF sollten weniger Tendenz wagen, fordert CDU-Mitglied Andreas Rödder in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Der öffentlich-Rechtliche Rundfunk solle zu den "Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses zurückkehren, statt sich in Erhebungen der eigenen Glaubwürdigkeit zu gefallen". Auch Reformen zur Erhebung der Rundfunkgebühr, eine Diskussion über Gehälter und Sinn oder Unsinn, alles Wünschenswerte selbst zu finanzieren, sei Rodder zufolge durchaus angebracht.
faz.net (Paid)

Ex-WDR-Programmdirektorin Valerie Weber heuert bei Privatradios im Südwesten an.

Zurück zum Privatradio: Die bis vor kurzem noch amtierende WDR-Programm­direktorin Valerie Weber wird Programm-Geschäftsführerin von Audiotainment Südwest. Unter dem Dach der Firma sind die Radio­sender RPR1, Radio Regenbogen und Big FM vereint. Weber hatte im Dezember überraschend ihren Abschied vom WDR verkündet, davor war sie Programm­chefin von Antenne Bayern.
radioszene.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

turi2 edition #16: Wie das Rundfunkarchiv alte Schätze für neue Generationen interessant macht.


Hüter der Historie: Edison-Walzen, Orchesterstücke aus der NS-Zeit und Propaganda von Joseph Goebbels. Das Deutsche Rundfunkarchiv arbeitet daran, Geschichte in Ton und Bild für die Nachwelt zu erhalten. Vorstand Bernd Hawlat erzählt in der turi2 edition #16 von seinen liebsten “Dauerbrennern” und wie die Gemeinschafts-Einrichtung von ARD und Deutschlandradio auch kommende Generationen für die alten Dokumente begeistern möchte. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit, die am 12. Januar 2022 erscheint. Hier kostenloses E-Paper bestellen!

Ex-Bauer-Manager Andreas Schilling vermarktet jetzt Radio.

Aufgehorcht: Der Audio-Vermarkter Raudio engagiert Andreas Schilling, zuletzt Vermarktungs­chef bei Bauer, als Geschäfts­führer. Er soll das Unternehmen zu einem "360-Grad-Cross-Plattform-Dienstleister" weiter­entwickeln. Raudio gehört zur Leipziger Radio-Firma Teutocast und vermarktet die Spartensender Femotion Radio, Sportradio Deutschland und DPD Driver's Radio.
new-business.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Als dem DDR-Jugendradio DT64 die Abschaltung drohte.

Video-Tipp: Journalist Jörg Wagner arbeitete einst für das DDR-Jugendradio DT64, dem nach der Wiedervereinigung die Abschaltung drohte. In einer Dokumentation zeigt er, wie das Team damals versuchte, den Sender zu retten – inklusive Aufnahmen aus dem Jahreswechsel 1991/1992 und Interviews mit den ehemaligen Moderatorinnen Marion Brasch und Andreas Ulrich.
youtube.com (30-Min-Video)

Zitat: Das Radio ist ein “Nutznießer” der Mobilität, sagt Stefan Raue.

"Das Radio ist einer der großen Nutznießer dieser Mobilität. Denn heute kann ich von überall bestimmte Programm abrufen, kann sie hören. Früher musste man eben bis Dienstagabend 20.15 Uhr warten."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue und Journalistin Brigitte Baetz sprechen zum 60. Jubiläum von Deutschlandfunk über Veränderung und Verantwortung von der ersten Sendung am 1. Januar 1962 bis heute.
deutschlandfunk.de (41-Min-Audio)

KEF-Chef fordert mehr politischen Rückhalt für ARD und ZDF.

Letzte Kontroll-Runde: Heinz Fischer-Heidlberger, scheidender Chef der KEF, fordert mehr politische Unterstützung für ARD und ZDF. "Ich glaube, wir brauchen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch zur Integration von Menschen, die zur Aufnahme von Arbeit oder auch als Schutzsuchende in unser Land gekommen sind", sagt er im Gespräch mit Claudia Tieschky. Er beklagt, dass einige Politikerinnen nicht verstehen wollen, dass Auftrag und Finanzierung des Rundfunks getrennt behandelt werden müssen, um die Unabhängigkeit der Sender zu garantieren. Dass sein Name für manche Sender-Verantwortlichen "ein rotes Tuch" ist, weil der den Sendern Einsparungen verordnet hat, könnte er "sogar als Kompliment betrachten".
sueddeutsche.de

RBB stellt auf 2G-Regel für Beschäftigte um.

RBB lässt ab Montag nur noch geimpfte und genesene Beschäftigte in den Sender. Die "Welt" zitiert aus einem entsprechenden internen Schreiben. Wer keine Corona-Impfung oder eine überstandene Infektion nachweisen kann, soll künftig nur noch aus dem Home Office arbeiten können. Bei allen anderen ARD-Sendern gilt bisher die 3G-Regel, wonach auch negativ getestete Mitarbeitende Zutritt zu ihren Arbeitsplätzen haben.
welt.de (mit 3-Min-Video)

Zahl des Tages: Ahrtalradio sendet noch bis 2. Januar.

Zahl des Tages: Nach vier Monaten Sende­zeit geht das von Christian Milling initiierte Ahrtalradio am 2. Januar off air. Das Team informiert ehren­amtlich über Hilfs­angebote, Aktionen und Erlebnisse der Menschen in der Flutregion, sammelt Stellen­angebote und überträgt Gottes­dienste. Man denke jetzt darüber nach, sich um eine "Lizenz für ein dauerhaftes Programm in der Region" zu bewerben, sagt Milling.
radioszene.de

HR-Rundfunkrat wählt Florian Hager zum Intendanten.


Hagerer Sieg: Florian Hager wird neuer Intendant des Hessischen Rundfunks. Der Rundfunkrat hat ihn mit 18 Stimmen von 32 anwesenden Mitgliedern gewählt. Hager, der aktuell Vize-Programm­direktor des Ersten und Channel Manager der ARD-Mediathek ist, tritt im März 2022 die Nachfolge von Manfred Krupp an. Bei der ersten Wahl Ende Oktober hatte es nach drei Wahlgängen einen Patt zwischen Hager und HR-Betriebsdirektorin Stephanie Weber gegeben, beide erhielten jeweils 16 Stimmen. Danach gab es innerhalb des Senders Rufe nach einer Doppelspitze. Dazu kommt es nun nicht. Amtsinhaber Krupp lobt Hager als "innovativen Programm­macher" und ist überzeugt, dass er den Veränderungs­prozess im HR "fortentwickeln und verantwortungs­bewusst gestalten wird".

Rolf Müller, Vorsitzender des HR-Rundfunkrats, sagt, Hager bringe als Gründungs­geschäfts­führer von Funk "die Expertise mit, um den Heraus­forderungen des digitalen Medien­zeitalters zu begegnen". Hager selbst gibt zu Protokoll: Mit "starker regionaler Vernetzung" und eigen­ständigem Programm­angebot" könne es der HR "auch unter immer schwierigeren finanziellen Vorzeichen" schaffen, "über die Landes­grenzen hinweg auf allen Ausspiel­wegen sicht- und auf­findbar zu sein".
hr-rundfunkrat.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Saarländischer Rundfunk sendet Nachrichten auf Französisch.

Le journal de la semaine: Der Saarländische Rundfunk veröffentlicht jeden Donnerstagnachmittag aktuelle Nachrichten auf Französisch. Zu hören sind die in der SR-Mediathek und auf der SR3 Internetseite. In der ARD-Mediathek erweitert der Sender sein Angebot "SR Retro" um französische Beiträge aus den 1960er Jahren. Das Angebot richtet sich insbesondere an Grenzpendlerinnen und französischsprachige Bürgerinnen.
sr.de

DJV handelt neuen Tarifvertrag für Privatfunk aus.

djv-LogoMehr Geld: Der Deutsche Journalisten-Verband vereinbart einen neuen Tarifvertrag mit dem Privaten Rundfunk. Die Gehälter für etwa 1.000 Beschäftige im Privatfunk steigen damit ab April um 100 bis 125 Euro, je nach Tarifgruppe. Volontärinnen bekommen 80 bzw. 40 Euro mehr, Auszubildende 50 bzw. 25 Euro. Die Gewerkschaft vereinbart zudem eine Corona-Sonderzahlung.
djv.de

RBB übernimmt 2022 die Federführung im ARD-Studio Warschau.

RBB übernimmt im Laufe des Jahres 2022 für acht Jahre die crossmediale Feder­führung des ARD-Studios Warschau. Derzeit verantwortet der WDR das Studio in der polnischen Hauptstadt, beide Sender wechseln sich ab. Der RBB wird zwei Korrespondentinnen nach Warschau entsenden. Aktuell berichten Jan Pallokat vom RBB fürs Radio und Olaf Bock vom WDR fürs TV aus Polen.
rbb-online.de

Termin-Tipp des Tages: Medienforum Mittweida blickt auf neue Entwicklungen.

termine2-logoTermin des Tages: Das Medienforum Mittweida blickt heute und morgen hinter die Kulissen der Medienwelt. Jeweils zwischen 9.30 und 19.30 Uhr stehen u. a. fiktionale Programme, neue TV-Technologien und Social Media im Fokus. In Praxisworkshops geht es zum Beispiel um App-Programmierung. Interessierte können kostenfrei via Livestream dabei sein.
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

ORF startet landesweite Impf-Lotterie “Wer impft, gewinnt”.

Motivationsspritze: Der ORF ergreift am ersten Tag des neuen Lockdowns in Österreich die Initiative und ruft eine landesweite Impflotterie ins Leben, um die Impfbereitschaft zu steigern. An der Aktion Wer impft, gewinnt können alle Menschen in Österreich ab 18 Jahren teilnehmen, die zwischen dem 1. Oktober und 20. Dezember eine Corona-Schutzimpfung erhalten haben oder noch bekommen, egal ob Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung. Der noch bis Jahresende amtierende ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sagt: "Aufklärung und Information reichen manchmal nicht aus", um die Notwendigkeit einer Impfung "bei möglichst vielen Menschen zu verankern". Die Lotterie solle eine zusätzlich Motivation für Impfwillige schaffen und sei zudem als "ein großes Danke an alle, die sich bereits haben impfen oder boostern lassen" zu verstehen.

Zu gewinnen gibt es knapp 1.000 Sachpreise, die österreichische Firmen zur Verfügung gestellt haben – vom Smart-TV-Gerät und der Einbauküche bis hin zum Elektro-PKW oder einem Fertigteil-Einfamilienhaus. Die Auslosung der Gewinnerinnen erfolgt am 24. Dezember im Rahmen der TV-Sendung "Licht ins Dunkel". Bis dahin ruft der ORF im Radio und TV in Spots und redaktionellen Beiträgen zur Teilnahme auf. Dafür sind zunächst nur Name, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum erforderlich, einen Impfnachweis müssen Teilnehmende erst im Falle eines Gewinns vorlegen.
derstandard.at, oesterreich.orf.at

Zitat: Matthias Matuschik bedauert abfällige Äußerungen über BTS bei Bayern 3.

"Gäbe es eine Fee, und ich hätte einen Wunsch frei, würde ich diesen Tag ungeschehen machen. Fertig, aus."

Ex-Bayern-3-Moderator Matthias Matuschik bedauert im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" seinen Radio-Rant gegen die koreanische Band BTS. Deren Mitglieder hatte er als "kleine Pisser" bezeichnet und sie mit dem Corona-Virus verglichen.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

DLF und DLF Kultur überarbeiten ihre Websites.

Frischzellenkur: Die Websites von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur präsentieren sich ab sofort in neuem Design und mit einer "deutlich verbesserten Nutzerführung". Neu ist etwa, dass sich der Audio-Player am unteren Bildschirmrand öffnet. DLF Kultur bietet zudem "erweiterte Themenportale" wie Bühne, Philosophie oder Geschichte an.
deutschlandfunk.de, deutschlandfunkkultur.de

Jürgen Kraus leitet künftig WDR2 und WDR4.

WDR befördert Jürgen Kraus zum Leiter des neuen Programm­bereichs WDR2 / WDR4 samt der gleich­namigen Radiowellen. Kraus, derzeit Leiter der Haupt­abteilung Programm­management, folgt im März 2022 auf Jochen Rausch, der in den Ruhestand geht. Das junge Programm 1Live, das Rausch auch leitet, fällt künftig in die Verantwortung von Cosmo-Chefin Schiwa Schlei.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Sven Häberle und Matthias Matuschik nehmen Abschied vom Radio.

Hör-Tipp: Die Radio-Moderatoren Sven Häberle (Foto) und Matthias Matuschik müssen sich eingestehen, dass ihr Medium immer leidenschafts­loser wird. Im Podcast "Adieu Radio" lamentieren sie darüber, was denn nun schlimmer ist: die ständigen Songs von Ed Sheeran oder die "glatt­gebügelten Moderationen"? Neben viel Nostalgie geht es auch um die Frage, wie das Radio noch zu retten ist.
adieu-radio.podigee.io (75-Min-Audio), radiowoche.de

Thomas Gottschalk beendet wöchentliche Radiosendung bei SWR3.

SWR3 und Thomas Gottschalk, 71, gehen nach knapp zwei Jahren wieder getrennte Wege: Zwei Tage nach dem einmaligen "Wetten, dass...?"-Comeback moderiert Gottschalk am Montag mit Constantin Zöller die letzte Ausgabe der wöchentlichen Radio­sendung "Gottschalk und Zöller". Seit Anfang 2020 lief die Show jeweils am Montag von 13 bis 15 Uhr. In Rente gehen will Gottschalk aber nicht und lässt wissen: "Mit mir ist zu rechnen. Nicht mehr wöchentlich, aber irgendwann bin ich zurück."
swr3.de via derstandard.at

Lese-Tipp: Felix Kovac spricht über den Sendestart von Antenne NRW.

Lese-Tipp: Die Antenne Bayern Group um Geschäfts­führer Felix Kovac startet am Freitag ihren neuen DAB+-Radiosender Antenne NRW als moderiertes Vollprogramm. Im "DWDL"-Interview sagt er, der Sender sei zwar "nicht annähernd in der Lage", mit dem WDR mitzuhalten. Man werde aber versuchen, "das Lebensgefühl in NRW" zu transportieren – gepaart mit Musik aus den 80ern und 90ern. Man habe den Sender bewusst "etwas konservativer aufgestellt".
dwdl.de, turi2.de (Background)

Amazon will mit Audio-App das Radio neu erfinden.


Audio-Angriff: Amazon bastelt laut "The Verge" an einer App, um das Radio "neu zu erfinden" und Clubhouse, Twitter Spaces und Co. Konkurrenz zu machen. Das Vorhaben läuft intern unter dem Codenamen "Project Mic" und soll Nutzerinnen eine eigene Radioshow inklusive Musik ermöglichen. Zuhörerinnen können via App, Audible, Twitch, Amazon Music oder Alexa einschalten und nur per Stimme mit der Show interagieren. Eine Suchfunktion soll nach Inhalten, Namen und Musik filtern. Die passenden Songs für Macherinnen will Amazon aus seinem Musikarchiv zur Verfügung stellen.

Zunächst soll die App in den USA ausgerollt werden. Für den Launch will Amazon sowohl mit Promis als auch mit kleineren Accounts zusammenarbeiten, um die Plattform zu beleben. Im Fokus soll Musik stehen, die drei Themenbereiche Popkultur, Comedy und Sport werden laut "The Verge" aber ebenfalls berücksichtigt.
theverge.com

Bayerischen Medien fehlen Digital-Expertinnen.

Bayern Raute150Lederhose ohne Laptop: Bayerische Medien sind händeringend auf der Suche nach Digital-Expertinnen, ergibt eine Studie von Goldmedia. Von 257 befragten Unternehmen sucht fast jedes zweite nach geeigneten Fachkräften. 70 % bescheinigen Innovationen einen hohen Stellenwert – es fehlt aber oft an nötigem Wissen oder Strukturen.
xplr-media.com (Studie) via meedia.de

Vaunet rechnet mit Umsatz-Plus von 6,9 % für audiovisuelle Medien.

Prognose-Plus mit Beigeschmack: Der Privatsender-Verband Vaunet prognostiziert für 2021 eine Erlös­steigerung deutscher audiovisueller Medien von 6,9 % auf 14,3 Mrd Euro. Für 2020 liegt der Anstieg bei nur 3,7 %, werbefinanziertes Radio ist dabei um 9,1 % auf 713 Mio Euro, sein TV-Gegenpart um 8,8 % auf 4 Mrd Euro geschrumpft. Während das Fernsehen 2021 immerhin 7 % wieder gutmachen soll, sagt Vaunet dem Radio ein weiteres Minus von 5 % voraus.
vau.net

Debatte: Münchner Lokal-Radio ist sauer auf die “Süddeutsche Zeitung”.

Zweit­verwertung: Das Münchner Lokalradio Lora beschwert sich über den reduzierten Lokal­teil der "Süddeutschen Zeitung". Die Stadtviertel-Seiten waren für die Radio-Ehren­amtlichen eine "Recherche­grundlage" und verlässliche Quelle, die seit dieser Woche wegfällt. Man hoffe, dass die "SZ" den Umbau "schnellstens rückgängig macht".
lora924.de, sueddeutsche.de

Meinung: DLF-Presseschau liefert zu viel Einheitsbrei.

Beitrags­finanzierte Lange­weile? Übermedien-Autor Gabriel Yoran fordert mehr und internationale Meinung aus Online-Magazinen und Social-Kanälen für die Presseschau des Deutschlandfunks. Die Redaktion setze "jeden Tag die immer­gleichen Meinungs­puzzle­teilchen zu einem immer gleichen Meinungs­bild zusammen". Mediale Meinungs­bildung brauche jedoch Vielfalt, Ungewöhnliches und Interessantes, keine Print-Einheitsmeinung, um ihrem Gesellschaftsauftrag gerecht zu werden.
uebermedien.de (Paid)

Heike Raab fordert Bundesländer auf, eigene Mediengesetze zu reformieren.

Ländersache: Die Koordinatorin der Rundfunkkommission der Länder, Heike Raab, fordert diese dazu auf, ihre eigenen Mediengesetze zu reformieren – da ein neuer Medienstaatsvertrag nicht alle Probleme der öffentlich-rechtlichen Anstalten lösen könne. Raab schlägt u.a. engere Kooperationen der Sender vor, um Geld zu sparen. Fusionen seien nicht zwingend nötig, könnten aber angedacht werden.
faz.net

Debatte: Der HR ist hoch verschuldet und braucht Leuchtturmprojekte.

Hessisches Hilfsprogramm: Der HR ist "mehr als alle anderen öffentlich-rechtlichen Sender verschuldet" und steht ohne Zukunftsvision vor der Fusion mit einer anderen Anstalt, glaubt Filmemacherin Ina Knobloch, die gerne als Unabhängige für die Intendanz kandidieren würde. Helfen könnten "Leuchtturmprojekte", die "über die Landesgrenzen hinaus strahlen". Knobloch kritisiert, der HR bewege sich derzeit in einer finanziellen und inhaltlichen "Bubble, aus der er offensichtlich nicht mehr rauskommt".
faz.net

Basta: Kreuzfahrt-Reederei Aida startet bundesweites Radioprogramm.

Bordfunk für Landratten: Aida Cruises startet am Montag zusammen mit Antenne Deutschland das Programm AidaRadio. Der Sender mit dem Slogan "Meer Gefühl" ist bundesweit im Digitalradio DAB+ sowie im Web zu hören und soll "so abwechslungsreich wie ein Tag an Bord" sein. Auf der Playlist stehen vermutlich Songs wie "Wir sind die coolsten, wenn wir cruisen", "Schiff foan" oder "What shall we do with the drunken passenger".
radioszene.de

MDR Jump startet eine Erziehungs-Webserie.

Eltern-Erziehung: MDR Jump startet die wöchentliche Webserie "Elternabend" über Erziehungsfragen mit angeschlossenem Podcast. Bernadette Hirschfelder und Elmar Emig, beide Eltern, diskutieren über Taschengeld, Mithilfe im Haushalt und Mobbing. Die Folgen sind jeweils ab Dienstagabend bei YouTube abrufbar, ein Best-of läuft am 14. Oktober im MDR Fernsehen. Auf Zuschauer-Feedback geht das Team der MDR-Popwelle im gleichnamigen Podcast ein.
presseportal.de, ardaudiothek.de (Podcast)

Basta: Bayern 1 hat den Soundtrack zur Bundestagswahl.

Parteien-Partitur: Radiosender Bayern 1 gibt sich am Wahlabend große Mühe bei der musikalischen Auswahl für Abgeordnete und verabschiedet Noch-Kanzlerin Angela Merkel mit einem Ain't no sunshine (when she's gone). Für die zwei Alphamännchen-Aspiranten Olaf Scholz und Armin Laschet dürfen es auch Männer von Herbert Grönemeyer und die Wild Boys von Duran Duran sein. Die Schlappe der Union macht sie in den Ohren der Radiomacher Reif für die Insel.
sueddeutsche.de

Willkommen im Club: Felix Kovac.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Antenne-Bayern-Chef Felix Kovac hat sich direkt nach dem Abitur in den Hörfunk gestürzt. Abgesehen von einer kurzen Stippvisite beim Klassik Radio in Hamburg ist der gebürtige Augsburger seiner bayerischen Heimat dabei stets treu geblieben. Kovac ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Kovac)

Regiocast wechselt 2023 zur ARD-Werbung Sales & Services.


Werbe-Wechsel: Das Radio­unternehmen Regiocast und der Audio-Vermarkter RMS gehen getrennte Wege. Ab 2023 lässt sich Regiocast mit Privatsendern wie Radio Bob, Radio PSR und Energy Sachsen von der ARD-Werbung Sales & Services vermarkten. Zu den Gründen äußern sich Dirk van Loh und Rainer Poelmann von der Regiocast-Geschäftsführung nicht. In der Pressemitteilung dankt man lediglich RMS für die bisherige Zusammenarbeit und spricht von einer "großen Chance".

Regiocast gehörte 1989 zu den Gründungsgesellschaftern von RMS. Mit dem Vermarkterwechsel scheidet Regiocast auch aus dem Gesellschafterkreis aus. AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger will mit dem Neuzugang Regiocast das Profil als Qualitäts-Vermarkter mit "starken Reichweiten und hoher Werbewirkung" schärfen. Die Regiocast-Sender erreichen nach Firmenangaben täglich rund 21 Mio Hörerinnen. AS&S Radio vermarktet bisher hauptsächlich die öffentlich-rechtlichen Radiosender sowie einige wenige Privatprogramme. Mit der Zusammenarbeit von AS&S und Regiocast entsteht laut Werbeunternehmen "das reichweitenstärkste nationale Angebot" im Bereich Radio.
presseportal.de, regiocast.de, horizont.net (Paid), dwdl.de