NDR kickt “Zeitzeichen”, um 145.000 Euro pro Jahr zu sparen.

NDR-Hörfunkdirektorin Katja Marx spricht über das Aus der WDR-Sendung Zeitzeichen im linearen NDR-Radioprogramm: 145.000 Euro pro Jahr zahle der NDR dem WDR jedes Jahr, "um eine Sendung im Abendprogramm zu wiederholen, die schon seit dem jeweiligen Morgen als Podcast in der ARD-Audiothek für alle frei verfügbar ist". Laut Marx sei das "nicht mehr zeitgemäß". Der NDR will in den nächsten Jahren 300 Mio Euro einsparen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Rundfunkkommission: Länder fordern von Bund Mio-Hilfen für Privatradios.

Privatradios können auf finanzielle Hilfen des Bundes hoffen. Dem Vorschlag, den Sendern die Verbreitungskosten für UKW und DAB+ über drei Monate abzunehmen, hätten alle Länder zugestimmt, so die rheinland-pfälzische Staatssekretärin und SPD-Politikerin Heike Raab. Außerdem soll die Frequenzschutzabgabe an die Bundesnetzagentur bis 2021 wegfallen. Kostenpunkt für die Hilfen: rund 23 Mio Euro.
"FAZ" (Paid)

HR-Intendant gibt Fehler bei HR2-Umbau zu.

Hessischer Rundfunk: Intendant Manfred Krupp räumt Fehler beim vorgesehenen Umbau des Hörfunksenders HR2 ein. Der Sender hätte "den Dialog mit den Kulturinstitutionen früher suchen müssen“, was inzwischen geschehen sei. Außerdem sei der Begriff "Klassikwelle" unpassend gewesen. Damit reagiert der Intendant auf Kritik aus der Kulturbanche, die in den Plänen Sparmaßnahmen sah. Ein "Kahlschlag" bei dem Sender sei im Zuge der Reform nicht vorgesehen, versichert Krupp.
"FAZ" (Paid), turi2.de (Background)

Mein Homescreen: Christoph Hammerschmidt.


Christoph Hammerschmidt, Leiter der Kommunikationsabteilung beim Hessischen Rundfunk, zeigt, wie Corona seinen Homescreen verändert – und seinen Job. Die Schlagzahl der internen Kommunikation, sagt er, hat sich stark erhöht und macht jetzt 80 % seiner Arbeit aus. Die große Frage, die ihn beschäftigt: “Wie können wir im Mobile Office das Wir-Gefühl stärken?” Weiterlesen …

Daniel Lutz wird Programmdirektor bei Antenne Bayern.

Antenne Bayern findet Ersatz für Ina Tenz: Daniel Lutz wird spätestens Anfang 2021 neuer Programmdirektor. Lutz kommt von Hitradio RT1 in Augsburg, wo er aktuell Programmgeschäftsführer ist. Dort folgt ihm Karsten Kröger. Der Posten als Programmdirektor bei Antenne Bayern ist seit dem Abgang von Ina Tenz Ende 2019 unbesetzt. Aktuell übt Geschäftsführer Felix Kovac die Position in Personalunion aus.
radioszene.de, turi2.de (Background)

Gericht: Energy darf in Hamburg weitersenden.

Radio: Energy Hamburg darf auf seinen bestehenden UKW-Frequenzen auch nach dem 31. Juli noch senden, entscheidet das Verwaltungsgericht Hamburg. Die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein hatte bei der Neuvergabe der Lizenzen im November entschieden, dass ab August der Sender FluxFM auf der aktuellen Frequenz von Energy senden darf. Dagegen hatte Energy geklagt.
radiowoche.de, turi2.de (Background)

Die ARD-Anstalten streiten um eine neue Kulturplattform in Halle.

ARD: Die digitale Kulturplattform könnte ohne den BR starten, schreibt Hans-Jürgen Jakobs. Hintergrund ist ein Standort-Streit: Die Intendanten planen mehrheitlich, sie in Halle anzusiedeln, was den Landtag von Sachsen-Anhalt milde im Hinblick auf die geplante Gebühren-Erhöhung stimmen könnte. Widerstand kommt jedoch weiterhin vom BR-Intendanten Ulrich Wilhelm (Foto). Der werte die Vorgänge als Erpressung.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Freie werfen dem NDR fehlende Transparenz und Strategie bei Sparmaßnahmen vor.

Freie werfen dem NDR bei Einsparungen fehlende Transparenz und Strategie vor.
Nicht mit ihnen: Freie Mitarbeiter*innen des NDR wehren sich gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Sender. Sie vermissen Transparenz, Strategie und soziale Verantwortung, schreiben sie in einer gemeinsamen Erklärung mit DJV und Verdi. Viele Freie, die bei dem Sender laut Erklärung "einen Großteil des Programms" machen, stünden durch die geplanten Einsparungen "vor dem Abgrund", weil sie ihre Jobs verlieren – "meist nach jahrelanger kreativer, zuverlässiger und erfolgreicher Arbeit". Die Autor*innen des Schreibens fordern "ein faires transparentes Modell", auf das sich der NDR in Gesprächen mit Gewerkschaften und seinen freien Mitarbeiter*innen einigen soll. Nur so werde der Sender "seinem gesellschaftlichen Auftrag" gerecht werden können, glauben sie.

Kritik kommt auch zur Auflösung der Redaktion "Die Box", die innovative Doku-Formate entwickelt. Gegenüber "DWDL" sagt ein NDR-Sprecher, die in dem Ideenlabor erarbeitete Expertise werde "selbstverständlich auch weiter in der Abteilung Dokumentation eingesetzt, nur eben nicht mehr in einer eigenen Redaktion." Bis 2028 will der NDR insgesamt 300 Mio Euro sparen – 60 Mio Euro mehr als zuvor gedacht – und dabei den Personal-Etat um 10 % kürzen. Hunderte Stellen will das Haus nicht nachbesetzen. Außerdem will der NDR u.a. weniger "Tatort"-Folgen produzieren und einige Sendungen ganz aus dem Programm kicken.
dwdl.de, hamburg.verdi.de, djv-hamburg.de (PDF), turi2.de (Background)

Der Hessische Rundfunk macht Andrea Schafarczyk zur Chefredakteurin.

Hessischer Rundfunk: Andrea Schafarczyk kommt von Radio Bremen und wird ab August medienübergreifende Chefredakteurin. In der neu geschaffenen Funktion folgt sie auf Fernseh-Chefredakteur Harald Kieffer, der im September in Altersteilzeit geht, und auf die frühere Hörfunk-Chefredakteurin Katja Marx, die mittlerweile Hörfunkdirektorin beim NDR ist. Schafarczyk ist seit 2015 Chefredakteurin bei Radio Bremen. Davor war sie Wort-Chefin des WDR-Radiosenders 1Live.
hr.de

Zitat: SWR3-Moderator Michael Wirbitzky achtet bei Gags auf die richtige Stoßrichtung.

"Wenn Menschen sterben macht man darüber logischerweise keine Gags. Aber über Leute, deren Trockenhefevorrat bis ins Jahr 2400 reichen wird, darf man sich schon lustig machen."

Michael Wirbitzky, seit mehr als zwei Jahrzehnten Morningshow-Moderator bei SWR3, sagt im Doppel-Interview mit seinem Moderations­kollegen Sascha Zeus, dass bei Gags die richtige Stoßrichtung das A und O ist.
radioszene.de

Lokalradios in NRW bekommen Corona-Hilfe in sechsstelliger Höhe.

Lokalradios in NRW bekommen von der Landesregierung und der Landesanstalt für Medien eine Corona-Finanzhilfe in sechsstelliger Höhe, meldet die dpa. Das Geld soll für drei Monate das Programm sichern. Dafür verpflichten sich die Sender, bis 30. September keine Leute aus Redaktionen zu entlassen und freie Journalist*innen zu beauftragen. Durch die Corona-Krise sind den Sendern Werbeeinnahmen weggebrochen.
sueddeutsche.de, medienanstalt-nrw.de

Meinung: Die BBC zeigt in der Corona-Krise ihre Stärken.

BBC-Logo-150x150BBC kann in der Corona-Krise Argumente für sich sammeln, schreibt Cathrin Kahlweit. Der scheidende Direktor Tony Hall habe früh reagiert, um sicherzustellen, dass die BBC nun Grundversorgung und Zusammenhalt biete, etwa durch Bildungsprogramme und Gottesdienste. Viele Kritiker würden nun in der Krise die eigentliche Leistungsfähigkeit der Anstalt erkennen. Die BBC steht in Großbritannien unter Beschuss, insbesondere durch die Regierung von Boris Johnson.
sueddeutsche.de

Österreich: ORF befürchtet einbrechende Gebühreneinnahmen.

ORF 150ORF rechnet mit einem Gebühren-Minus zwischen 30 und 70 Mio Euro, meldet der "Standard". Grund ist die Corona-bedingt historisch hohe Zahl der Arbeitslosen in Österreich. Sie können eine Befreiung von der Gebühr beantragen. Der Sender finanziert sich zu zwei Drittel aus Gebühren, die bei etwa 640 Mio Euro pro Jahr liegen, ein Drittel entfällt auf Werbeeinnahmen.
derstandard.at

Rundfunkkommission spricht mit Netzagentur und Telekom über Privatradio-Hilfen.

Privatradios können auf politische Krisen-Hilfe hoffen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung", Malu Dreyer, Vorsitzende der Rundfunkkommission, erwäge ein "Maßnahmenpaket" für die Verbreitungskosten – nach den Personalkosten der zweitgrößte Posten der Sender. Die Kommission führt laut Dreyer Gespräche mit der Bundesnetzagentur und der Telekom über den möglichen Erlass von Lizenzgebühren und Mieten für die Sendeanlagen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

RTL startet einen Radiosender für seine Mitarbeiter*innen.

Mitarbeiter-Radio: Die Mediengruppe RTL Deutschland startet Donnerstag den Digitalradio-Sender Wir.fm für die eigene Belegschaft. Künftig bekommen die Angestellten werktäglich zwischen 7 und 18 Uhr über das Intranet Nachrichten aus dem Unternehmen und Interviews mit Managern sowie Playlists von Mitarbeiter*innen auf die Ohren. Der Sender wird intern von einem kleinen Team produziert und soll insbesondere den Zusammenhalt im Corona-bedingten Home Office stärken.
dwdl.de, presseportal.de

Antenne-Bayern-Chef Felix Kovac fordert weniger Werbung bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Werbung bei Öffentlich-Rechtlichen sollte als Reaktion auf die Corona-Krise bundesweit einheitlich stärker begrenzt werden, fordert Antenne-Bayern-Chef Felix Kovac. So könnten die Einnahmen privatwirtschaftlicher Radiosender auch nach der Krise in der vermutlich folgenden Rezession stabilisiert werden. Die Forderung ist nicht neu, bekommt aber durch wegbrechende Werbegelder seit Corona neue Bedeutung.
radioszene.de

Schweiz senkt Rundfunkbeitrag um 10 %.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz senkt ihre Rundfunkgebühr ab 2021 um rund 10 % auf jährlich 335 Franken pro Haushalt, umgerechnet knapp 319 Euro. Bereits Anfang 2019 wurde die Radio- und TV-Abgabe von 451 Franken auf 365 Franken reduziert. Zum Vergleich: In Deutschland zahlt jeder Haushalt derzeit 210 Euro Rundfunkbeitrag im Jahr, künftig sollen es 220,32 Euro werden.
digitalfernsehen.de, persoenlich.com

Martin Ganslmeier leitet die Gemeinschaftsredaktion Radio im ARD-Hauptstadtstudio.

ARD holt Martin Ganslmeier als Leiter der Gemeinschaftsredaktion Radio und Koordinator für crossmediale Inhalte ins Hauptstadtstudio. Der NDR-Journalist leitet bisher das ARD-Hörfunkstudio in Washington und hat dort die Zusammenlegung von drei Gruppenstudios zu einem gemeinsamen Radio-Studio gesteuert. In Berlin soll unter ihm die Radio-Gemeinschaftsredaktion ihren Regelbetrieb aufnehmen.
rbb-online.de

HR verteilt Mitarbeiter ohne Arbeit auf andere Redaktionen.

Hessischer Rundfunk will über eine interne Personal-Plattform Mitarbeiter*innen verteilen, die Corona-bedingt arbeitslos sind, sagt Intendant Manfred Krupp in einem Interview auf der HR-Website. Es könnten sich Feste wie Freie melden, die bereit seien, "auch mal was anderes zu tun", als sie bisher machen. Gerade im Aktuellen gebe es derzeit einen "gewaltigen Bedarf". Krupp will auch darüber nachdenken, "möglicherweise Vorschusszahlungen zu leisten". In der Diskussion um die Erhöhung des Rundfunksbeitrags setzt er darauf, dass Politik und Bevölkerung in der aktuellen Situation erkennen, "wie wichtig wir für sie sind".
hr.de (8-Min-Video)

Wir graturilieren: Robert Skuppin wird 56.


Wir graturilieren: Robert Skuppin, Programmchef von Radioeins, wird 56 – und zwar in Berlin, denn nach Mecklenburg-Vorpommern ins Wochenendhaus ist dieser Tage kein Durchkommen. Also feiert Skuppin digital mit Freunden. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren
Reisefreiheit und Kontaktmöglichkeiten, die Skuppin unter anderem bei einem langen Italienurlaub und vielen Restaurant-Besuchen genossen hat. Fürs kommende Jahr wünscht er sich ein Comeback von Face-to-Face-Gesprächen und Normalität. Gratulationen sind per E-Mail und SMS willkommen, abends auch gerne per Telefon. (Foto: rbb/Jenny Sieboldt)

Basta: NBA.fm simuliert ausgefallene Basketball-Spiele.

Die wollen nur simulieren: Die amerikanische Basketball-Liga NBA muss Corona-bedingt pausieren. Das neue Webradio NBA.fm berichtet dennoch mit packenden Live-Reportagen von allen Spielen, so als würden sie stattfinden. Vielleicht auch eine Idee für Deutschland, um die Lücken zu füllen, die mangels Bundesliga, Fußball-EM und Olympia im Programm klaffen.
theverge.com

Mehr TV und mehr Digitalmedien: Corona verändert Mediennutzung massiv.


Lagerfeuer in Viruszeiten: Mediennutzung hat sich in Deutschland durch die Corona-Krise massiv verschoben, erkennt Deloitte aus einer Befragung von jeweils 2.000 Nutzern im Februar und Ende März. 44 % der Deutschen schauen mehr TV als zuvor. Insgesamt schalten nun 76 % täglich den Fernseher ein, zuletzt waren es 67 %. Gleichzeitig wächst auch Video-on-Demand - jedoch vor allem bei Bestandsnutzern. Bei Nutzern über 55 Jahren können Netflix und Co. kaum zulegen. Der Anteil der Mediatheken-Nutzer sei hingegen um 55 % gestiegen.

Digitale Zeitungsausgaben gewinnen 31 % an Nutzern, Paid Content von Nachrichtenseiten insgesamt 25 %. Der Konsum von gedruckten Zeitungen geht laut Deloitte minimal zurück, was überwiegend daran liege, dass weniger Verkaufsstellen geöffnet seien, oder Leser den Gang zum Kiosk scheuten. Radio wird wie VoD intensiver aber nicht zwingend von mehr Menschen genutzt.
presseportal.de

Melanie Stein startet einen Quarantäne-Podcast mit Detektor.fm.

Quarantäne-Radio: Melanie Stein startet in Kooperation mit dem Online-Radio Detektor.fm den Podcast "Allein zu Haus". Stein will in der Corona-Krise mit Betroffenen der Kreativszene über ihren neuen Alltag in der häuslichen Quarantäne sprechen. Der Podcast soll "unterhalten, Mut machen und Menschen anregen, gerade jetzt zu gestalten". Kevin Kühnert ist am Montag der erste Gesprächspartner.
detektor.fm, twitter.com

Video-Tipp: Radio PSR bleibt “Daheim Daheim”.

Video-Tipp: Radio PSR dichtet den Text des Songs Allein Allein der Dresdner Band Polarkreis 18 in "Daheim daheim" um. Der Text ruft die Hörer*innen dazu auf, in Zeit von Corona zu Hause zu bleiben. Das Lied und das dazugehörige Video haben die Moderator*innen daheim aufgenommen. Wer es lieber besinnlich hat, für den gibt es eine Corona-Version von "Hallelujah", gesungen von Bernice Ehrlich.
youtube.com ("Daheim daheim", 2-Min-Video), radiopsr.de, youtube.com ("Hallelujah", 4-Min-Video), #thinkpositive #actpositive



Hör-Tipp: Radiosender spielen am Freitag gleichzeitig “You’ll Never Walk Alone”.

Hör-Tipp: Am heutigen Freitag spielen europaweit Radiosender um 8.45 Uhr gleichzeitig die Fußballhymne You'll Never Walk Alone als Mutmacher und Zeichen der Einheit im Kampf gegen den neuartigen Corona-Virus. Initiator ist Sander Hoogendoorn, Moderator des niederländischen Radiosenders 3FM - in Deutschland beteiligen sich bundesweit zahlreiche Funkhäuser, u.a WDR2 und 104.6 RTL.
radioszene.de, twitter.com, #thinkpositive #actpositive

Corona-Infektion: Bayerischer Rundfunk muss Sender zusammenlegen.

Bayerischer Rundfunk muss wegen Corona-Fällen in der Redaktion die Radiosender Bayern 2 und B5 zusammenlegen, schreibt t-online.de. Die Sendefähigkeit des Informationsprogramms B5 aktuell sei "akut gefährdet". Am Donnerstag seien drei bestätigte Krankheitsfälle aufgetreten, positiv getestet sei zudem auch eine Moderatorin, die Kontakt mit dem Team von B5 aktuell hatte.
t-online.de

Zitat: Intendant Joachim Knuth sieht den NDR auch als Schul-Ersatz.

"In diesen besonderen Zeiten können wir ein wichtiger Stabilitätsfaktor sein, der die Menschen informiert und sie dabei unterstützt, dass zu Hause weiter gelernt und auch mal gelacht werden kann."

Joachim Knuth, Intendant des NDR, hebt die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Bildung hervor. Mehrere Bildungsministerien verweisen angesichts der Schulschließungen auch auf Lernsendungen im TV.
presseportal.de, #thinkpositive #actpositive

Bertelsmann Content Alliance startet die Initiative “Gemeinsam gegen Corona”.

Bertelsmann: Die Content Alliance startet die Initiative "Gemeinsam gegen Corona". Bei der Mediengruppe RTL läuft dafür u.a. seit Freitag ein Spot mit Gesundheitstipps, dazu zahlreiche Sondersendungen. Bei RTL Radio Deutschland läuft ebenfalls ein "Gemeinsam gegen Corona"-Werbespot, in dem Promis zum Schutz gegen das Virus aufrufen. Zur Initiative gehören außerdem die bereits gestern von Gruner + Jahr angekündigten Neurungen beim "stern".
guj.de, turi2.de ("stern"), #thinkpositive #actpositive

ARD ergreift Krisen-Maßnahmen: Mehr Berichterstattung, mehr Kooperation.

ARD nimmt ein täglich 45-minütiges "ARD Aktuell" zu Corona ins Programm, das jeweils nach der "Tagesschau" läuft. Die redaktionelle Verantwortung rotiert zwischen den großen ARD-Sender wochenweise. Außerdem vereinbaren die Intendant*innen im Fall von krankheitsbedingtem Personalmangel mehr Programm-Austausch und die Zusammenschaltung von Radiosendern. Die Sender planen gemeinsame Gottesdienst-Übertragungen – auch für nichtchristliche Religionsgemeinschaften. Die Maßnahmen sind Teil eines Fünf-Punkte-Plans, auf den sich die Sender am Dienstag verständigt haben.
horizont.net

Corona: ARD berät, die dritten Programme zu bündeln.

ARD berät, die Arbeit der dritten Programme zu bündeln, zitiert Daniel Bouhs aus der Online-Pressekonferenz von WDR-Intendant Tom Buhrow und ARD-Programmchef Volker Herres. Täglich wäre ein "ARD extra" nach der "Tagesschau" denkbar, um Informationen in Dichte liefern zu können. Wochenweise könnte dafür eine Rundfunkanstalt zuständig sein. Pläne, Hörfunkwellen zusammenzulegen, gebe es noch nicht.
twitter.com/daniel_bouhs, dwdl.de

Urteil: Krankheitstage von WDR-Freien zählen für Urlaubsgeld ab dem ersten Tag.

WDR muss bei der Berechnung des Urlaubs­geldes für freie Mitarbeiter*innen Krankheitstage ab dem ersten Tag anrechnen, urteilt das Arbeits­gericht Köln. DJV und Verdi hatten geklagt, weil der WDR die Ansicht vertritt, erst Zeiten ab durchgehend drei Wochen anrechnen zu müssen. Die Zahl der Arbeitstage im Jahr ist relevant für die Höhe des Urlaubsgeldes.
djv-nrw.de

Der Hessische Rundfunk fusioniert seine Fernseh- und Hörfunkdirektion.

Hessischer Rundfunk will künftig auf einem multimedialen Fundament statt auf Säulen stehen und fusioniert seine Fernseh- und Hörfunkdirektion. Nach dem Ausscheiden von Hörfunkdirektor Heinz Sommer, der im August in den Ruhestand geht, gibt es nur noch eine medienübergreifende Programmdirektion unter der Leitung der aktuellen Fernsehdirektorin Gabriele Holzner.
hr.de

MDR und ARD starten “virtuelle Buchmesse”.

MDR und ARD verlegen das geplante Bühnenprogramm der Leipziger Buchmesse, kürzlich wegen des Corona-Virus abgesagt, gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Messe selbst ins Netz und ins Radio. Im MDR-Studio in Halle stellen zahlreiche Autor*innen ihre Neuerscheinungen vor, alle Gespräche überträgt der Sender am Buchmesse-Wochenende live. Auch der "Freitag" verlegt seine Buchmesse-Gespräche ins Netz und stellt sie im Anschluss als Podcast zur Verfügung.
mdr.de

Hör-Tipp: Bettina Rust kabbelt sich gekonnt mit Podcast-Gast Thomas Thieme.

Hörbar (F)Rust: Gastgeberin Bettina Rust scheitert glanzvoll an ihrem Podcast-Gast Thomas Thieme. Der 71-jährige Charakter-Darsteller aus Weimar genießt Rusts Schmeicheleien, erduldet sanft ihre Zurechtweisungen und verweigert am Ende auf wunderbar altmodische Weise jede Form von PR-Getalke. 76 Minuten Hörgenuss, eine Perle im Ozean der Podcast-Geschwätzigkeit.
radioeins.de

Zahl des Tages: 16 Lizenzen für digitales Privatradio warten auf die Vergabe.

Zahl des Tages: Maximal 16 Lizenzen sind ab diesem Montag für das künftige bundesweit gesendete, digitale Privatradio für DAB+ ausgeschrieben. National German Radio, die zuständige Agentur, berücksichtigt auch internationale Bewerber. Die Digitalradio-Lizenzen sind zunächst zehn Jahre gültig, Sendestart erfolgt im September zur IFA.
"FAZ", S. 18 (Paid)

Kommunikationschef Jörg Schumacher verlässt das Deutschlandradio, Christian Sülz übernimmt.

Deutschlandradio und Jörg Schumacher, Leiter Kommunikation und Marketing, trennen sich nach drei Jahren. Schumacher geht zurück zum Goethe-Institut, wo er zuvor bereits Pressesprecher war, und übernimmt die Leitung des Goethe-Instituts in New York. Beim Deutschlandradio rückt Christian Sülz auf, der bereits seit 16 Jahren beim Deutschlandradio ist.
per Mail, turi2.de (Background)

Funke trennt sich von Radio Ennepe Ruhr.


Sendeschluss: Die Funke-Tochter Westfunk zieht sich als Betreibergesellschaft des Lokalsenders Radio Ennepe Ruhr zurück, was - Stand jetzt - das Ende des Senders bedeutet. Zum 31. Dezember soll die Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern, zu denen neben Funke selbst auch der Rechtsanwalt Peter Fiele und der Landkreis gehören, enden. "Da wir nicht davon ausgehen können, in 2020 positive Betriebsergebnisse schreiben zu können, ist die Kündigung des Vertrages unvermeidlich, um eine Insolvenz zum Jahresende 2020 zu vermeiden", schreibt Westfunk-Chef Axel Schindler in einer internen Mail an die übrigen NRW-Lokalsender. Die Westfunk-Gesellschafter hätten 2019 letztmalig einer Kapitalerhöhung für Radio Ennepe Ruhr zugestimmt.

Westfunk komme bis zum Ablauf des Vertrags den Verpflichtungen nach, teilt Funke auf Nachfrage mit. Sollten die Veranstalter bis zum Jahresende einen neuen Betreiber gefunden haben, könne der Betrieb weitergehen. Auf die übrigen NRW-Lokalradios soll das Aus des Senders keinen Einfluss haben, schreibt Funke. Westfunk steht als Betreibergesellschaft hinter 12 der 45 NRW-Lokalradios.
turi2 – eigene Infos

Korrektur 20.55 Uhr: Nach Informationen der "RadioWoche" ist Peter Fiele nicht mehr Gesellschafter des Radiosenders. Hier sei die MFS-Holding eingestiegen.
twitter.com