Willkommen im Club: Stephan Schmitter.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Deutschlands einflussreichster Radio-Manager Stephan Schmitter hat jüngst in Berlin das RTL Audio Center in Betrieb genommen. Schmitter ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Michael Willeke, Barbara Schöneberger und Sebastian Matthes.
turi2.de/koepfe (Profil Schmitter)

Radio und Podcast unter einem Dach: Stephan Schmitter zeigt das Herz der Audio Alliance in Berlin.


Das Auge hört mit: "Die Kurve ist permanent ansteigend." Im Video- und Podcast-Interview von turi2.tv erklärt Stephan Schmitter, dass Podcasts – Corona-Krise hin oder her — derzeit einen Höhenflug erleben. Der Audiochef von Bertelsmann und Geschäftsführer von RTL Radio Deutschland hat 2019 die Audio Alliance mit aus der Taufe gehoben und seitdem in rund 150 eigene Podcasts investiert. Im Laufe dieses Jahres soll der Audio-Ableger profitabel arbeiten. Schon vorher beziehen die Audio Alliance und die Berliner Radiosender von RTL ein neues Zuhause – das RTL Audio Center mit modernen Studios für Radio und Podcast.

Stephan Schmitter zeigt Videos aus den modernen, großzügigen Räumen, die den Moderator*innen die Arbeit erleichtern und auch auf Remote-Arbeit eingestellt sind. "Wenn Sie mich vor einem Jahr gefragt hätten, ob ich es für möglich halte, dass eine Morning-Show mit bis zu acht Leuten von verschiedenen Orten produziert werden kann, aus Home Offices, Kellern oder Schlafzimmern, da hätte ich Ihnen gesagt: Auf keinen Fall", sagt Schmitter. Das Radio habe im Jahr 2020 viel gelernt – auch von Podcasts, von denen viele schon länger dezentral entstehen. In den neuen Räumen schalten sich Podcast-Produzent*innen von Berlin aus in die Studios bei Gruner + Jahr in Hamburg oder zu RTL in Köln. In Berlin bekommen die Aufnahmen den letzten Schliff und gehen auf die Plattformen.

Im ausführlicheren Podcast erklärt Stephan Schmitter, wie Bertelsmann mit seiner Podcast-Plattform Audio Now Spotify etwas entgegensetzen will: Schon jetzt können Nutzer*innen neben Podcasts auch kuratierte Musikstreams und die klassischen Radiosender mit RTL-Beteiligung einschalten – von Radio Hamburg bis Antenne Bayern.
turi2.tv (10-Min-Video), turi2.de/podcast (25-Min-Audio), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

“WamS”: Debatte um Rundfunkbeitrag sorgt für Riss in der Union.

Rundfunkbeitrag spaltet die Union, analysiert die "Welt am Sonntag". Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion würde ARD, ZDF und Deutschlandradio am liebsten fusionieren, Unterhaltung und Sport aus dem Programm streichen. Ein entsprechendes Positions-Papier sei womöglich "von oben" gestoppt worden. Andere Kreise der Partei, etwa um Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und den früheren Fraktionschef Volker Kauder, stehen zu ARD und ZDF.
welt.de (Paid)

BVerfG lehnt vorläufige Erhöhung des Rundfunkbeitrags per Eilantrag ab.


Für eine Handvoll Euro: ARD, ZDF und Deutschlandradio scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht mit ihren Eilanträgen, mit denen sie die Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent zum Jahreswechsel vorläufig anordnen lassen wollten. Die Richter*innen bemängeln, die Rundfunkanstalten hätten nicht ausreichend begründet, dass ihnen vor der endgültigen Entscheidung im Hauptverfahren schwere Nachteile entstehen. Die Sender hatten argumentiert, dass sich ohne die geplante Erhöhung der Gebühren ab Januar ihr Angebot verschlechtern werde, was die Rundfunkfreiheit verletzte. Die Entscheidung bezieht sich nur auf das Eilverfahren. Die reguläre Klage der Anstalten ist erst später Verhandlungsgegenstand.

Im Hauptverfahren wird das Gericht darüber entscheiden, ob die Weigerung Sachsen-Anhalts, den neuen Rundfunkstaatsvertrag zu ratifizieren, die Rundfunkfreiheit verletzt. Die Kläger argumentieren, dass eine bedarfsgerechte Finanzierung sichergestellt sein muss. Das Deutschlandradio will nun zunächst kurzfristige Sparmaßnahmen umsetzen. Der Bedarf wurde durch die unabhängige Kommission KEF errechnet. Medienpolitische Fragen dürften bei der Festsetzung des Beitrags keine Rolle spielen, so die Kläger.
tagesschau.de, spiegel.de, spiegel.de (Sparmaßnahmen), turi2.de (Background)

Basta: Kai Gniffke fühlt sich durch Gendersterne irritiert.

Irritation vom anderen Genderstern: Der Genderstern scheint vorerst nicht über der Krippe beim SWR. Die weißen drei Könige, bzw. Kai Gniffke, befürchten, er macht Texte unangenehmer zu lesen und verschrecke den Heiland Google. Vor allem Gender-Sternsinger sind nicht willkommen: Die gesprochene Variante könnte Teile des Publikums irritieren, "vielleicht sogar zu verärgern". Und fürs Verärgern ist immer noch der WDR-Kinderchor zuständig.
welt.de

MDR Fernsehen erreicht laut Jahresbericht mit 9,9 % Marktanteil neuen Bestwert.

MDR schafft es mit seinem TV-Angebot in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf einen Marktanteil von 9,9 % - ein Bestwert laut Jahresbericht des Senders. Besonders Informationsangebote liegen im Trend, "MDR Aktuell" erreicht etwa einen Marktanteil von 23,4 %. Das MDR-Online-Angebot verbucht mit 430 Mio fast doppelt so viele Visits wie im Vorjahr. Auch die Zahl der Videoabrufe von MDR-Content in der ARD-Mediathek ist um fast 50 % auf 90 Mio gestiegen.
per Mail

Zitat: Er mag die Definition von Medien als vierter Gewalt nicht, sagt Stefan Raue.

"Man darf sich als Medium auch nicht überheben. Ich bin kein Freund der Definition, dass Medien die vierte Gewalt sind."

Stefan Raue, Intendant des Deutschlandradios, sagt im RND-Interview, Radio habe im engeren Sinne keine Verantwortung für das Gemeinwesen, müsse aber helfen, "dass ein kritischer Diskurs in zivilisierter Form stattfindet".
rnd.de

Tom Buhrow befürwortet ein Ende des Einstimmigkeitsprinzips beim Rundfunkbeitrag.


Einfach eine einfache Mehrheit: Tom Buhrow, WDR-Intendant und derzeit ARD-Vorsitzender, befürwortet im "Spiegel" für eine Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips beim Rundfunkbeitrag. "Damit wäre viel gewonnen, auch für die Zukunft", sagt Buhrow mit Blick auf die Nicht-Zustimmung Sachsen-Anhalts zum neuen Rundfunkstaatsvertrag. Aber auch in der Vergangenheit habe das Prinzip der Einstimmigkeit "regelrecht zu einer Krise der föderalen Gemeinschaft geführt" und sei "ungeheuer kraftraubend" gewesen. Der Populismus gegen die Gebührenerhöhung mache Buhrow zudem Sorgen: "Populisten wollen die Institutionen angreifen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk trifft es nur als Erstes". Danach sieht Buhrow Parlamente und Justiz im Visier. Dem Eilantrag des Deutschlandradios werde die ARD sich anschließen.

Im "Spiegel" sagt Buhrow auch, dass er kein Freund gegenderter Sprache im Fernsehen ist. "In der Schriftsprache finde ich es in Ordnung, in der gesprochenen Sprache wirkt es auf mich künstlich, und bislang ist es nicht in den Alltagsgebrauch übergegangen", sagt der Intendant und vergleicht die Anwendung mit ablenkender Kleidung. Anders als im Bayerischen Rundfunk will Buhrow gesprochene Genderlücken aber nicht untersagen, sondern will seine Einschätzung als Privatmeinung verstanden wissen: "Das sage ich nicht als ARD-Vorsitzender, sondern als Journalist Tom Buhrow."
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Rundfunkbeitrag: Das Deutschlandradio strebt Klage im Eilverfahren an.


Eilverfahren statt Eilmeldung: Das Deutschlandradio will im Streit um den von Sachsen-Anhalt nicht ratifizierten Rundfunkstaatsvertrag vor dem Bundesverfassungsgericht auch ein Eilverfahren anstoßen. Ein solches Eilverfahren wäre dem Hauptverfahren vorgeschaltet und böte bei Erfolg die Möglichkeit, dass der Rundfunkbeitrag doch noch zum 1. Januar 2021 - zumindest vorläufig - um 86 Cent steigt.

Außerdem erklären Bremen und das Saarland vor dem Bundes­verfassungss­gericht eine eigene Stellungnahme zu den Klagen von ARD, ZDF und Deutschlandradio abzugeben. Darin wollen sie auf die besondere finanzielle Situation des Saarländischen Rundfunks und von Radio Bremen aufmerksam machen. Eine eigene Klage streben die Bundesländer aber nicht an. (Bild: Bildagentur-online / Schoening / Picture Alliance)
rnd.de (Eilverfahren), deutschlandfunk.de (Stellungnahme Bremen und Saarland), turi2.de (Background)

ARD, ZDF und Deutschlandradio reichen Verfassungsbeschwerde ein.

Rundfunkstaatsvertrag: Das Deutschlandradio macht als Erstes ernst und reicht eine Verfassungsbeschwerde ein. Die Anstalt teilt mit, durch die Entscheidung des Ministerpräsidenten von Sachsen Anhalt, den Vertrag nicht zur Abstimmung zu bringen, sei die "die bedarfsgerechte Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender ab 2021 nicht mehr gesichert". Auch die ARD-Anstalten und das ZDF wollen klagen. Für das ZDF sagt Intendant Thomas Bellut mit Hinblick auf die Entscheidung in Sachsen-Anhalt: "Damit bleibt leider keine andere Möglichkeit, als das Bundesverfassungsgericht anzurufen."
presseportal.de (ZDF), presseportal.de (ARD)

Rundfunkgebühr: Reiner Haseloff verhindert Abstimmung über den Staatsvertrag.

Rundfunkgebühr: Die geplante Erhöhung ist vorerst gestoppt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff verhindert eine Abstimmung über den neuen Rundfunkstaatsvertrag, meldet der "Spiegel". Damit gibt es eine vorläufige Entscheidung im Koalitionsstreit zwischen CDU, SPD und Grünen. Während Haseloffs CDU - wie die oppositionelle AfD - den Staatsvertrag wegen der Erhöhung der Gebühren ablehnt, sind SPD und Grüne dafür. Der Vertrag wird ohne die Zustimmung des Bundeslandes damit nicht ratifiziert. Den Anstalten steht nun der Rechtsweg offen. Die Sender haben bereits angekündigt, diesen bestreiten zu wollen. Auch andere Bundesländer erwägen Klagen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Klaus Brinkbäumer und Jana Brandt werden Programmchefs des MDR.

MDR: Der Rundfunkrat winkt die Vorschläge von Intendantin Karola Wille durch und wählt Klaus Brinkbäumer und Jana Brandt zu Programmchefs. Brinkbäumer übernimmt am Standort Leipzig – seine Amtszeit läuft bis Anfang 2026. Er war zuletzt Autor für "Zeit" und "Tagesspiegel", bis 2018 war er Chefredakteur des "Spiegel". Jana Brandt, die am Standort Halle übernimmt, ist seit 1999 beim MDR und leitet dort die Hauptredaktion Fernsehfilm, Serie und Kinder. Unter ihrer Leitung sind Filme wie Nackt unter Wölfen und Der Turm entstanden.
lvz.de, presseportal.de (Brinkbäumer), presseportal.de (Brandt), turi2.de (Background)

BR untersagt gesprochene Genderlücke – außer in jungen Programmen.

Bayerischer Rundfunk hat entschieden, im Programm die Genderlücke nicht mitzusprechen - Ausnahme sind nur junge Angebote wie Puls oder die News WG. BR-Informations­direktor Thomas Hinrichs begründet die Entscheidung im Radioeins-Medien­magazin mit Ziel­gruppen: "Solange die Mehrheit der Bevölkerung das Gendersternchen nicht spricht, werden wir es auch nicht sprechen." Der BR wolle bei der Sprache "nicht bevormunden" und "nicht erziehen".
daniel-bouhs.de (mit 10-Min-Audio)

Radio-Tipp: Christian Drosten spricht über seinen Lebensweg.

Radio-Tipp: Christian Drosten ist heute um 13.30 Uhr zu Gast in der Sendung "Zwischentöne" im Deutschlandfunk. Drosten spricht über seinen Weg vom Rettungssanitäter bis zum Leiter der Virologie der Charité in Berlin. Drosten sagt, dass er eigentlich nicht gerne Chef ist. Musikalisch fasziniert ihn Barock-Musik. Zudem mag er düstere Musik, weil sie die Realität spiegelt.
deutschlandradio.de

Hör-Tipp: Bernhard Hoëcker wäre für “Switch”-Nachfolger gerne gefragt worden.

Hör-Tipp: Bernhard Hoëcker wäre für den "Switch"-Nachfolger Binge Reloaded gerne gefragt worden, sagt der Comedian im Podcast SR 1 Fernsehrausch, "die Eitelkeit kommt dann schon". Außerdem äußert er sich zum Thema Mobbing in der Schule und gibt zu, zu den Tätern gehört zu haben: "Bei den Leuten möchte ich mich jetzt im Nachhinein entschuldigen. Das war assi." Erste Bühnenerfahrungen hat er gemeinsam mit Bastian Pastewka auf Kindergeburtstagen gesammelt.
youtube.com (49-Min-Audio auf YouTube)

Meinung: Der Rundfunkbeitrag wird auch ohne Zustimmung aus Sachsen-Anhalt kommen.

Rundfunkbeitrag: Die Erhöhung wird auch nach dem absehbaren Nein aus Sachsen-Anhalt kommen, schreibt Christian Meier. Die Anstalten würden in dem Fall wohl vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, wo sie große Erfolgsaussichten haben. Grund: Die Politik müsste nachweisen, dass die Mehrbelastung den Bürger*innen nicht zumutbar ist. Das Argument Beitragsstabilität dürfte nicht ausreichen.
"Welt" (Paid)

Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer soll MDR-Programmdirektor werden.

Von New York nach LE: Der MDR holt Ex-"Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer als Programmchef nach Leipzig, berichtet zuerst Ulrike Simon bei "Horizont". Eine Sendersprecherin bestätigt auch dem "Spiegel", dass Intendantin Karola Wille Brinkbäumer für den Posten vorschlagen will. Entscheiden muss der Rundfunkrat, der am Montag tagt. Sollte Brinkbäumer gewählt werden, wovon Simon ausgeht, werde er seinen neuen Job bereits am 15. Januar 2021 antreten. Er folgt auf Wolf-Dieter Jacobi, der den MDR im Sommer überraschend verlassen hat. Auch Leitung der Programmdirektion in Halle wird neu besetzt: Die bisherige MDR-Fernsehspielchefin Jana Brandt übernimmt für Katja Wildermuth, die Intendantin des Bayerischen Rundfunks wird.

Mit Brinkbäumer holt sich Wille "ein Renommee und eine publizistische Kraft" ins Haus, "die kaum einer dem MDR je zugetraut hätte", schreibt Simon. Nach seiner Demission als "Spiegel"-Chefredakteur 2018 hat Brinkbäumer gut zwei Jahre in den USA gelebt, erst Ende September ist er nach Deutschland zurückgekehrt. Spuren in der ARD hat er zuletzt als Co-Autor der TV-Doku Im Wahn – Trump und die Amerikanische Katastrophe hinterlassen, die er zusammen mit Stephan Lamby produziert hat. In Folge war Brinkbäumer als USA-Experte regelmäßiger Gast in Talkshows und Hörfunksendungen. (Foto: Eventpress / Picture Alliance)
horizont.net (Paid), spiegel.de

Zitat: Ex-NDR-Intendant Jobst Plog rät den Öffentlich-Rechtlichen zu klagen.

"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat seine Freiheit immer mit den Gerichten und gegen die Politik erstritten - nicht mit Konzessionen an die Politik."

Jobst Plog, von 1991 bis 2008 Intendant des NDR, rät im aktuellen "Journalist" den Öffentlich-Rechtlichen zum Gang vor das Bundes­verfassungs­gericht, sollte die CDU in Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ablehenen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Lokale Radiosender in Hamburg bekommen rund 850.000 Euro Corona-Hilfe.

Privatradios in Hamburg erhalten rund 850.000 Euro Förderung aus dem Bundesprogramm Neustart Kultur, gibt der Hamburger Senat bekannt. Insgesamt sechs Anbieter konnten "erhebliche Umsatzeinbußen" im Vergleich zum Vorjahr nachweisen, weshalb die Politik ihnen die Förderung bewilligt hat. Bundesweit stehen insgesamt 20 Mio Euro für private Hörfunkveranstalter zur Verfügung.
new-business.de

TV-Talk “Hirschhausens Sprechstunde” bekommt einen Radio-Ableger bei WDR 4.

WDR bringt "Hirschhausens Sprechstunde" ins Radio: Ab dem 23.11. gibt TV-Arzt Eckart von Hirschhausen bei WDR 4 jeden Montag um 9.25 Uhr fünfminütige Impulse für einen gesunden Lebensstil und erklärt Zusammenhänge zwischen persönlicher Gesundheit und Veränderungen der Umwelt. Im WDR Fernsehen laufen sechs neue Ausgaben der gleichnamigen TV-Talkshow ab dem 4. Januar 2021.
presseportal.de

Jona Teichmann wird neue Programmdirektorin beim Deutschlandradio.

Deutschlandradio gewinnt Jona Teichmann als neue Programmdirektorin. Sie kommt vom WDR, wo sie als Chefredakteurin Hörfunk die Informationswelle WDR 5 leitet und die Informationsprogramme der anderen Landesrundfunkanstalten koordiniert. Ihr Vorgänger Andreas Weber verlässt 2021 den Deutschlandfunk nach zehn Jahren "auf eigenen Wunsch".
deutschlandradio.de, turi2.de (Background Weber)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Andreas-Peter Weber experimentiert beim Deutschlandradio. (11/2015)

Deutsche Welle hat Probleme in der Arabisch-Redaktion.

Deutsche Welle: Eine externe Untersuchung findet im Auslandssender keine Anzeichen für "strukturellen Machtmissbrauch", sagt Intendant Peter Limbourg der "Süddeutschen Zeitung". Probleme gebe es aber in der 130 Köpfe zählenden Arabisch-Redaktion, wo eine "destruktive Minderheit", einen "respektvollen Umgang miteinander fast unmöglich" mache. Der Sender hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe, u.a. durch den Guardian von zwei Mitarbeitern getrennt und investiere nun in Führungsschulungen und Diversity-Management.
sueddeutsche.de

Rundfunkbeitrag: CDU und AfD in Sachsen-Anhalt blockieren die Erhöhung.

Rundfunkbeitrag: Eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum Jahreswechsel wird unwahrscheinlicher. Nach Medienberichten werden CDU und AfD in Sachsen-Anhalt den Aufschlag von 86 Cent pro Monat ablehnen. Am 2. Dezember gibt der zuständige Ausschuss eine Empfehlung an den Landtag ab, der Mitte Dezember entscheiden soll. In Sachsen-Anhalt regieren CDU, SPD und Grüne miteinander – die Koalitionspartner zeigen sich vom Verhalten der CDU irritiert.
n-tv.de

Basta: Hamburger Radiosender spielt nur noch Weihnachtslieder.

Verordnete Besinnlichkeit: Der Radiosender Hamburg Zwei spielt bis zum 26. Dezember ausschließlich Weihnachtslieder im Programm und startet damit bereits am kommenden Montag - womöglich aus Furcht, Weihnachten könnte noch abgesagt werden. Auf der Playlist stehen leicht abgewandelte Klassiker wie "Süßer die Drosten nie klingen", "Leise rieseln die Aerosole", "Covid, the red-nosed, infected reindeer" und "Ihr Kinderlein kommet dieses Jahr bitte nicht".
hamburg-zwei.de

DuMont zieht sich beim Berliner Rundfunk zurück.

DuMont trennt sich von seiner Radio-Beteiligung am Berliner Rundfunk. Den bisherigen DuMont-Anteil von 42,9 % übernehmen das Märkische Medienhaus ("MOZ") und die Betriebsgesellschaft des Berliner Privatradios RS2. Beide sind bereits Gesellschafter des Senders. Die Trennung erfolgt im Zuge von DuMonts Strategie, sich bei Regionalmedien auf den Standort Köln zu konzentrieren.
radiowoche.de, berliner-rundfunk.de

Wir graturilieren: Frank Bachér wird 54.


Wir graturilieren: Frank Bachér, Leiter der Digitalen Medien beim RMS Radio Marketing Service, feiert heute seinen 54. Geburtstag. Da die traditionelle Geburtstagsfeier mit lieben Freunden im Restaurant Da Mario in Hamburg coronabedingt ausfallen muss, stattdessen mit einem gemütlichen Pasta-Abend mit Familie zu Hause. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Bachér die erstaunliche und erfolgreiche Umstellung des Vermarktungsgeschäfts auf mobiles Arbeiten in Corona-Zeiten. Für das kommende wünscht er sich die Überwindung der noch verbleibenden, digitalen Trägheit, etwa in der Bildung. Gratulationen sind willkommen auf jedem Weg willkommen, zum Beispiel per E-Mail, Facebook, Linked-in oder Xing.

Der WDR kooperiert beim Maischberger-Podcast künftig mit Spotify.


Podcast becomes the Radio-Star: Der WDR kooperiert künftig mit Spotify und sichert sich so die Rechte am Sandra Maischberger Podcast. Laut WDR planen einige Landesrundfunkanstalten, die Gespräche des Podcasts im Radio auszustrahlen. Damit werde "weltweit erstmals eine Audio-Kooperation mit Spotify auch im Radio zu hören sein." Bereits jetzt gibt es die Folgen des Formats auch in der ARD-Audiothek. Schiwa Schlei, Leiterin ARD Partnermanagement Audio, sagt: "Uns ist es wichtig, ARD-Personalities über alle Mediengattungen und Plattformen hinweg als ARD Köpfe und Stimmen zu positionieren."

Der Sandra Maischberger Podcast erscheint seit Mitte September, bislang exklusiv bei Spotify. In den jeweils rund einstündigen Folgen spricht die Journalistin mit jeweils einem Gast über gesellschaftliche wie private Themen. Gäste waren bereits unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn, Unternehmer Dirk Roßmann und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal. (Foto: Jens Krick / Geusker-Fotopress / Picture Alliance)
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zitat: RTL-Audio-Chef Stephan Schmitter glaubt nicht an Pay-Podcasts.

"Es gibt auf der ganzen Welt bisher kein Audio-Pay-Modell im Podcast-Bereich, das wirklich funktioniert. Deswegen setzen wir sehr klar auf die Werbevermarktung."

Stephan Schmitter, Audio-Chef von RTL, glaubt nicht an Bezahl-Podcasts, weil es "im Free-Bereich schon so viele hochkarätige Angebote" gibt. Im "Meedia"-Interview kündigt er für 2021 die Möglichkeit von Programmatic Advertising im Podcast an.
meedia.de (Paid)

ARD-Sender fördern mit Projekten mehr Diversität im Programm.

Diversität im Journalismus: Der BR fördert mit dem Projekt Puls Talente seit Sommer gezielt Menschen mit interkulturellem Hintergrund, die sonst nicht den Weg in die Redaktionen finden würden. Die fünf Talente, drei Frauen und zwei Männer, sollen Geschichten aus anderen Perspektiven erzählen, berichtet Burkhard Schäfers im Deutschlandfunk. Auch andere ARD-Sender fördern Nachwuchs-Journalist*innen mit "medien-untypischen Biografien".
deutschlandfunk.de (mit 6-Min-Audio)

Boris Rosenkranz: Datenprojekt zu ARD-Volos ist nicht repräsentativ.

ARDStudien-Kritik: Das Datenprojekt, das die Diversität der ARD-Volos untersucht, erfasst nur 57 % der Nachwuchsjournalist*innen und gibt daher nur ein bruchstückhaftes Bild ab, schreibt Boris Rosenkranz. In der Rezeption stellt er zudem fest, dass es den Kommentierenden meist nicht um Ursachen für die politische Tendenz nach links geht. Sie nutzten das Untersuchungsergebnis nur als Bestätigung für Kritik.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Anja Würzberg wird neue Leiterin von NDR Kultur.

NRD befördert Anja Würzberg zur neuen Leiterin des Radioprogramms NDR Kultur. Sie folgt auf Barbara Mirow, die in den Ruhestand geht. Würzberg war bisher Chefin der Fernsehredaktion Religion und Gesellschaft, davor persönliche Referentin des Intendanten und Vize-Leiterin der Abteilung Dokumentation und Reportage. Auch Musikchef Michael Schreiber geht in den Ruhestand, ihm folgt Bettina Taheri-Zacher, die vom SR kommt.
presseportal.de

Digitale ARD-Kulturplattform klappt ohne Beitragserhöhung nicht, sagt Tom Buhrow.

ARD bläst die geplante digitale ARD-Kulturplattform mit Sitz in Halle ab, wenn der Beitrag nicht erhöht wird, sagt Tom Buhrow, Vorsitzender der ARD, im Interview mit Michael Maier und Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Kurios: Die Erhöhung könnte am Veto Sachsen-Anhalts scheitern. Sobald ein Bundesland nicht dafür stimmt, ist sie vom Tisch. Ein gemeinsames Mantelprogramm für alle ARD-Kulturwellen im Hörfunk schließt Buhrow aus, wegen der "Budgetzwänge" müssten die Anstalten aber mehr kooperieren.
berliner-zeitung.de