Hör-Tipp: RBB-Chefredakteur Singelstein verteidigt das umstrittene AfD-Interview.

Hör-Tipp: RBB-Chefredakteur Christoph Singelstein verteidigt im Medienmagazin von Radioeins das umstrittene RBB-Sommerinterview mit AfD-Politiker Andreas Kalbitz (Foto), der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. "Ich halte es für unseren Auftrag, mit allen politischen Kräften zu sprechen", sagt Singelstein - "Die Grenzen setzen Gerichte."
ardaudiothek.de (85-Min-Audio)

Zitat: Vorhandenes Wissen hätte in Kalbitz-Interview einfließen müssen, sagt RBB-Chefredakteur Singelnstein.

"Wir haben viel über Andreas Kalbitz und Rechtsextremismus recherchiert. Von diesem redaktionellen Wissen ist nicht genug eingeflossen."

RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein räumt bei "Brandenburg aktuell" Fehler beim umstrittenen Sommerinterview mit AfD-Mann Andreas Kalbitz ein, verteidigt aber die grundsätzliche Entscheidung, ihn einzuladen.
rbb24.de via dwdl.de

Zitat: Marina Weisband nimmt die RBB-Erklärung zum Kalbitz-Interview auseinander.

"Ein unkritisches Sommerinterview ist nicht neutral, sondern ein aktiver Dienst an einer Partei, die, wäre sie an der Macht, als erstes die Öffentlich-Rechtlichen abschaffen würde."

Ex-Piraten-Politikerin Marina Weisband findet nach dem umstrittenen RBB-Sommerinterview mit AfD-Rechtsaußen Andreas Kalbitz, dass die Pflichten des Senders nicht damit erfüllt sind, so zu tun, "als sei das der normale Fraktionschef einer normalen Partei".
deutschlandfunk.de

RBB führt RBB Media und Media Sales & Services zusammen.

RBB verschmilzt seine Tochterunternehmen RBB Media und Media Sales & Services, die sich bisher getrennt um Vermarktung von Werbezeiten, Programmverwertung und Sponsoring gekümmert hatten. Birgit Kuchenreuther, bisher MSS-Geschäftsführerin, wechselt auf der selben Position für Werbung und Sponsoring zu RBB Media. Auch die anderen MSS-Angestellten sollen künftig unter dem Dach von RBB Media arbeiten.
dwdl.de

Hör-Tipp: Marcus Bornheim spricht über die Pläne der “Tagesschau”.

Hör-Tipp: Im "RBB Medienmagazin" spricht Chefredakteur Marcus Bornheim mit Jörg Wagner und Daniel Bouhs über die Zukunft der "Tagesschau". Künftig will das Team sein Engagement auf Facebook und Twitter zurückfahren. Die Aktivitäten beim lange vernachlässigten YouTube will er dagegen ausbauen. Bornheim rechtfertigt das Engagement auf der chinesischen Plattform TikTok und prognostiziert, dass 2020 durch Corona zum erfolgreichsten Jahr in der Geschichte des ARD-Nachrichten-Flaggschiffs wird.
wwwagner.tv (31-Min-Audio)

Meinung: Tagesschau hat unkritisch über Verschwörungs-Demo in Berlin berichtet.

Tagesschau App-Logo 150Tagesschau hat die Hintergründe der sogenannten “Hygiene-Demo” in Berlin in einem Bericht am Samstag unzureichend eingeordnet, kritisiert Matthias Meisner. Dass bei der Versammlung gegen die Ausgangs­beschränkungen wegen Corona vor allem Verschwörungs­theoretiker*innen dabei waren, habe der Bericht verschwiegen. Auch der RBB hatte die Demo gezeigt, die Berichterstattung im Nachhinein aber als "verbesserungswürdig" bezeichnet.
tagesspiegel.de, tagesspiegel.de (Background)

Martin Ganslmeier leitet die Gemeinschaftsredaktion Radio im ARD-Hauptstadtstudio.

ARD holt Martin Ganslmeier als Leiter der Gemeinschaftsredaktion Radio und Koordinator für crossmediale Inhalte ins Hauptstadtstudio. Der NDR-Journalist leitet bisher das ARD-Hörfunkstudio in Washington und hat dort die Zusammenlegung von drei Gruppenstudios zu einem gemeinsamen Radio-Studio gesteuert. In Berlin soll unter ihm die Radio-Gemeinschaftsredaktion ihren Regelbetrieb aufnehmen.
rbb-online.de

Wir graturilieren: Robert Skuppin wird 56.


Wir graturilieren: Robert Skuppin, Programmchef von Radioeins, wird 56 – und zwar in Berlin, denn nach Mecklenburg-Vorpommern ins Wochenendhaus ist dieser Tage kein Durchkommen. Also feiert Skuppin digital mit Freunden. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren
Reisefreiheit und Kontaktmöglichkeiten, die Skuppin unter anderem bei einem langen Italienurlaub und vielen Restaurant-Besuchen genossen hat. Fürs kommende Jahr wünscht er sich ein Comeback von Face-to-Face-Gesprächen und Normalität. Gratulationen sind per E-Mail und SMS willkommen, abends auch gerne per Telefon. (Foto: rbb/Jenny Sieboldt)

Corona-Krise: Medienmagazin “Zapp” pausiert beim NDR.

Corona-Pandemie: Die dritten Programme der ARD streichen zeitweise Formate aus dem Programm, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Betroffen ist u.a. das Medienmagazin "Zapp" vom NDR sowie beim WDR die Comedy "Dittsche" mit Olli Dittrich - der Drehort, ein Hamburger Imbiss, ist geschlossen. Der RBB will "Kräfte schonen" und nimmt bis zum 28. März sieben Formate aus dem Programm, u.a. das "Heimatjournal" und die Satiresendung "Abendshow".
berliner-zeitung.de

Zitat: Keine Substantivierungen in Politik-Interviews, fordert Moderator Jörg Thadeusz.

"Keiner von den ganzen Wichtigtuern hat mir je erklären können, warum wir in solchen Momenten von Thematik statt von Thema, von Problematik statt von Problem reden."

Moderator Jörg Thadeusz erklärt im "FAZ"-Interview, warum Abstraktionen und Substantivierungen Politik zu einem unattraktiven Talkshow-Thema machen.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Zitat: RBB muss mehr als kosmetisch sparen, sagt Intendantin Patricia Schlesinger.

"Kosmetische Anpassungen reichen nicht mehr aus. Wir müssen uns mittelfristig komplett neu aufstellen, was Formatierung, Inhalte und Produktion betrifft."

Intendantin Patricia Schlesinger sagt, dem RBB stehe "größte Herausforderung seit der Gründung" bevor. Pro Jahr muss er rund 20 Mio Euro sparen und dafür Abstriche bei Personal und Programm machen.
dwdl.de, turi2.de (Schlesinger-Porträt in der turi2 edition #6)

Meinung: Das Erste verliert gegen die Dritten Programme den Anschluss.

ARD: Die Verschiebung der Talkshows aus den Dritten ins Erste zeigt die Not, nicht die Tugend, kommentiert Joachim Huber im "Tagesspiegel". Während die Quoten im Ersten schwächeln, werden die Dritten Programme immer stärker. Dies dürfe nicht der Anspruch des Ersten sein. Tom Buhrow (Foto) müsse als künftiger ARD-Vorsitzender die "Verzwergung" aufhalten.
tagesspiegel.de

RBB rechnet für 2020 mit 86,7 Mio Euro Fehlbetrag.

RBB schneidet sich vom Berliner Wahlspruch "arm, aber sexy" eine Scheibe ab und rechnet für 2020 mit einem Fehlbetrag von 86,7 Mio Euro. Für die Sexyness und einen Teil der Lücke sorgen u.a. die Olympischen Sommerspiele und die Fußball-EM. Das größere Loch reißen Pensions-Rückstellungen. Eine angesparte Rücklage reicht genau für den Fehlbetrag aus.
dwdl.de

“Bild”: RBB- und NDR-Tochter Dokfilm ist ins Visier des Landesrechnungshofs geraten.

Dokfilm, TV-Produktionstochter von RBB und NDR, steht im Visier des Brandenburger Landesrechnungshofs, berichtet "Bild". Ein Prüfbericht wirft Dokfilm vor, regelmäßig Redakteure bewirtet und ihnen Geschenke im Wert von 50 Euro gemacht zu haben. Auch der bisherige Geschäftsführer Jost-Arend Bösenberg steht in der Kritik, er habe seinen Dienstwagen privat genutzt und nicht richtig versteuert. Dokfilm wolle auf Geschenke künftig verzichten, an der Bewirtung jedoch festhalten. Bösenberg sei derzeit nicht im Dienst, Moritz Pohl soll neuer Geschäftsführer werden.
bild.de, tagesspiegel.de

Jörg Kachelmann wirft dem RBB unseriöse Wetterberichte vor.

RBB streitet sich mit Jörg Kachelmann (Foto) über angeblich erfundene Temperaturwerte in Wetterberichten des RBB-Inforadio, schreibt Übermedien. Einige Temperaturwerte aus dem Sendegebiet seien berechnet statt gemessen, was Kachelmann bereits vergangene Woche bei Twitter als "Fake" kritisierte. Der RBB spricht von "fachüblichen Berechnungsmodellen".
uebermedien.de

TV-Preise: Eine Henne im Höhenflug.


Komischer Vogel: Die Goldene Henne ist der vielleicht ehrlichste Fernseh-Preis im Land. Mehr als die Hälfte aller Auszeichnungen kommt durch direkte Publikumswahl zustande, die Leser der “SuperIllu” und Zuschauer von MDR, RBB und NDR stimmen ab. Am Freitagabend ist der Preis in Leipzig zum 25. Mal vergeben worden. In unserem Schwerpunkt TV – Totale Vielfalt stellen wir das Event und seine Macher vom Burda-Verlag vor. Weiterlesen …

Arktis-Expedition wird Multichannel-Medienereignis für Bertelsmann und ARD.

Bertelsmann und die ARD machen die heute startende Arktis-Expedition zum Medien-Ereignis. Das Bertelsmann-Unternehmen UFA dreht eine ARD-Doku über die deutsche "MOSAiC"-Expedition. Gruner + Jahr schickt Reporterin Marlene Göring und Fotografin Esther Horvath aufs Schiff – sie berichten für "stern", "Geo" und "P.M.". Die Audio Alliance produziert Podcasts und C. Bertelsmann verlegt das Buch von Expeditionsleiter Markus Rex. Das Alfred-Wegener-Institut als Veranstalter der großen Reise stellt Video-Material und Fotos zur Verfügung.
presseportal.de (Bertelsmann), presseportal.de (ARD)

Radioeins meldet keine Blitzer-Warnungen mehr.

RBB liefert den Hörern von Radioeins künftig keine Warnungen vor Radarfallen mehr. Nachrichtenchef Jan Vesper begründet den Schritt damit, dass die Meldungen nicht mehr zeitgemäß seien. Zwar melde die Polizei selbst Radarfallen, um den Eindruck flächendeckender Kontrollen zu erwecken, dennoch nehme Raserei als Unfallursache zu.
radioeins.de (2-min-Audio), twitter.com



Seine Doku zeigt die Kraft des linearen Live-Fernsehens, sagt Thomas Kufus.

Lese-Tipp Die Doku "24h Europe – The Next Generation" zeigt einen Tag in Europa von jungen Menschen. Arte, RBB, BR und SWR räumen dafür ihren kompletten Samstag frei. Produzent Thomas Kufus sagt im DWDL-Interview, sie sei "durchaus pro-europäisch", dennoch lassen er und sein Team radikale Aussagen, z.B. von Salafisten und Rechtsextremisten, unkommentiert stehen. Es gehe darum, ein "ungeschöntes Bild von der realen Situation" zu zeigen – das ihn selbst erschüttert habe. Er hoffe auf die Kraft des linearen Live-Fernsehens, die sich sonst nur noch bei Sportübertragungen entfalte.
dwdl.de, arte.tv (Trailer)

Basta: Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt die deutsche Autoindustrie.

Aus, das Spiel ist aus! Für den RBB scheint die Bundesliga-Saison bereits entschieden: Statt der Schlussphase des Fußballspiels zwischen Energie Cottbus und dem VfL Osnabrück zeigt der Sender lieber Frischware - in Form von Oldtimern. Der RBB spricht von einem "Programmierfehler" aufgrund der "außergewöhnlich langen Spieldauer". Ein Spiel dauert eben 90 Minuten und am Ende gewinnt die deutsche Autoindustrie.
presseportal.de

Theo Koll zieht Positives aus der Niederlage bei der RBB-Intendantenwahl 2016.

Politikberichterstattung: Theo Koll hat seine Niederlage bei der RBB-Intendantenwahl 2016 abgehakt, sagt der künftige "Berlin direkt"-Moderator im "Tagesspiegel"-Interview. Alles im Leben sei "für irgendetwas gut" und Journalismus seine "eigentliche Leidenschaft". Koll wolle im ZDF-Hauptstadtstudio "kritisch, aber verbindlich" die Politiker interviewen.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

“BamS”: RBB verschiebt Harald-Juhnke-Film wegen Geldmangels.

RBB verschiebt die fürs Frühjahr geplanten Dreharbeiten für seinen Harald-Juhnke-Film auf unbestimmte Zeit, erfährt "Bild am Sonntag" "unter der Hand". Der Film werde deutlich teurer als ein normaler 90-Minüter, deshalb suche der Sender nun einen weiteren Partner im ARD-Verbund. Der Streifen sollte ursprünglich in diesem Herbst laufen. Im Juni hätte Juhnke seinen 90. Geburtstag gefeiert.
"Bild am Sonntag", S. 39 (Paid)

Patricia Schlesinger hat nach kurzer Zeit ihre Ziele beim RBB erreicht, analysiert Jana Gioia Baurmann.

RBB: Intendantin Patricia Schlesinger, 57, denkt den Umbau der ARD-Anstalt von unten – und macht auch vor der Kantine nicht Halt, beobachtet Jana Gioia Baurmann. Die drei Ziele, die sie vor ihrer Wahl vor zweieinhalb Jahren formuliert hat, habe sie inzwischen erreicht: mehr Eigenprogramme, eine bessere Wahrnehmung des RBB in der Bevölkerung sowie eine stärkere Position in der ARD.
"Zeit" 4/2019, S. 30

Zitat: Jörg Thadeusz glaubt nicht, dass man Betrug in Print-Interviews aufspüren kann.

"Einen entschlossenen Betrüger am Betrug zu hindern, scheint mir ausgeschlossen."

RBB-Moderator Jörg Thadeusz denkt nicht, dass einem verfälschten Print-Interview beizukommen sei. Jedoch würden eine seiner besten Freundinnen sowie sein Bruder, beide beim "Spiegel", "sich eher die Finger abschneiden, als Geschichten zu verfälschen".
tagesspiegel.de

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)