Die Compliance-Prüfung beim RBB zieht sich noch weiter in die Länge.

RBB-Krise: Die Compliance-Prüfung der vom Sender beauftragten Anwaltskanzlei Lutz/Abel dauert noch mindestens drei weitere Monate, kündigt die Vorsitzende des Verwaltungsrats, Dorette König, bei der Sondersitzung des Rundfunkrats an. Einige Mitglieder des Kontrollgremiums fordern angesichts hoher Kosten den vorzeitigen Abbruch der Prüfung. Ursprünglich sollte der Abschlussbericht Ende 2022 fertig sein. Zudem widerspricht die Kanzlei Medienberichten und teilt mit, einen reduzierten Stundensatz von 300 Euro statt von bis zu 500 Euro vereinbart zu haben. Auch dass Anwälte Leistungen für die General­staats­­anwaltschaft erbringen würden, bestreitet die Kanzlei. Bis Ende November habe man dem RBB rund 980.000 Euro in Rechnung gestellt.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Streik beim RBB führt zu Einschränkungen im Programm.

Sparflamme: Der Streik wegen fest­gefahrener Tarif-Verhandlungen beim RBB macht sich im Programm bemerkbar. NDR Info sendet seit 10 Uhr auf der Frequenz von RBB24 Info­radio. Das vom RBB produzierte ARD-Mittags­magazin ist ausgefallen. Intendantin Katrin Vernau äußert "Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaften", man könne "in den laufenden Tarifverhandlungen aber nicht nur einfach Geld verteilen". Stattdessen wolle man etwa "strukturelle Ungleichbehandlungen" von Festen und Freien beseitigen. Der Streik soll noch bis 22.30 Uhr andauern.
digitalfernsehen.de, t-online.de, dwdl.de, dwdl.de (Vernau), turi2.de (Background)

Hinweis: Dieser Beitrag wurde aktualisiert.

Gewerkschaften rufen zum Warnstreik beim RBB auf.

RBB: Die Gewerkschaften DJV und Verdi rufen alle festen und freie Beschäftigten heute seit 4.30 und noch bis 22.30 Uhr zum Warnstreik auf. Um 13 Uhr ist eine Kundgebung vor den RBB-Fernsehzentrum in Berlin geplant. Grund sind festgefahrene Tarifverhandlungen: Die Verhandlungs­kommission des RBB habe zudem mitgeteilt, dass sie derzeit kein Verhandlungs­mandat habe, da sich Intendantin Katrin Vernau noch ein Bild von der Lage des Senders machen müsse.
rbb24.de, t-online.de, bild.de

Business Insider: RBB-Spitze um Schlesinger erhielt ungewöhnlichen ARD-Bonus.


Bonus-Paradies: Die RBB-Spitze um Ex-Intendantin Patricia Schlesinger hat neben Gehalt und Bonus­zahlungen noch eine Zulage für den ARD-Vorsitz kassiert, die es in anderen Sendern zuvor nicht gegeben hat, berichtet Business Insider. Die Sender-Chefin, die damaligen vier Direktoren, die mittlerweile freigestellte Leiterin der Intendanz und der RBB-Presse­sprecher haben demnach mindestens 1.700 Euro pro Monat zusätzlich erhalten. Produktions­direktor Christoph Augenstein beispielsweise habe den Zuschlag zwischen 1. Juli 2021 und 30. Juni 2024 zugesichert bekommen und damit bereits sechs Monate, bevor der RBB den ARD-Vorsitz übernommen hat. Der Sender bestätigt, dass der Verwaltungs­rat die Zahlung nicht genehmigt habe. Ex-Verwaltungs­rats­chef Wolf-Dieter Wolf habe aber davon gewusst. RBB-Intendantin Katrin Vernau sagt zu BI, hier seien "Maß und Mitte völlig verloren gegangen". Der Sender lässt den Vorgang juristisch prüfen.
businessinsider.de

RBB lehnt Vergleich mit gefeuerter Juristin Susann Lange ab.

Uneinig: Eine Güte­verhandlung vor dem Berliner Arbeits­gericht zwischen dem RBB und der gefeuerten Chefjuristin Susann Lange ist am Mittwoch gescheitert. Lange klagt gegen ihre außer­ordentliche Kündigung vom 2. Dezember 2022. Laut "B.Z." stehen ihr 1,8 Mio Euro Ruhegeld zu, die der Sender aber nicht zahlen will. Auch einen Vergleich lehnt der RBB ab. Die Verhandlung geht am 7. Juni in die nächste Runde.
tagesspiegel.de, bz-berlin.de, turi2.de (Background)

Basta: RBB-Rundfunkrat ist nicht beschlussfähig.

Personalnot: Der RBB-Rundfunkrat ist bei einer Sondersitzung nicht beschlussfähig, weil nur 13 von 29 Räten "physisch anwesend" sind – laut Statuten sollten mindestens 15 Personen den Weg ins Haus des Rundfunks finden. Vorsitzender Ralf Roggenbuck kapituliert nach wenigen Minuten, zaubert aber eine skandalsenderwürdige Lösung für das nächste Treffen am 27. Januar aus dem Hut: Beschlossen wird dann trotzdem – komme, wer da wolle.
tagesspiegel.de

Business Insider erhebt neue Filz-Vorwürfe gegen Patricia Schlesinger.

Vorteils-Vertrag: Business Insider berichtet von einem "brisanten" Deal zwischen der Programm­chefin des RBB-Kultur­radios, Verena Keysers, und Ex-Intendantin Patricia Schlesinger. Diese soll Keysers Mitte 2021 Drei-Jahres-Vertrag über 450.000 Euro angeboten haben, obwohl die Programm­chefin ihre Führungs­rolle ursprünglich nach einem Jahr abgeben wollte und ihre Folge­beschäftigung im Sender unklar war. Der RBB betont, dass Keysers vorerst weiter Chefin bleibe, und distanziert von der vergangenen Praxis.
businessinsider.de (€)

RBB-Krise: Anwaltskanzleien berechnen dem RBB bisher mehr als 1,4 Mio Euro für Rechtsberatung.


Recht teuer: Die RBB-Krise um Ex-Intendantin Patricia Schlesinger kostet den Sender bisher mehr als 1,4 Mio Euro an Anwalts­kosten für den Zeitraum von Juli bis Ende November, berichtet das RBB-Recherche-Team. 31 Rechts­beraterinnen von vier Kanzleien sind für den RBB im Einsatz – zusätzlich zu den eigenen Rechts­beiständen von Schlesinger und vier weiteren Personen. Allein die Kanzlei Allein Lutz/Abel, die 20 Anwälte stellt, berechne dem RBB bisher 1 Mio Euro für ihre Dienste. Auch Abstimmungen unter­einander stellen die Kanzleien teils minutiös in Rechnung – zu Stunden­sätzen von bis zu 500 Euro. Am Freitag will der RBB-Untersuchungs­aus­schuss im Brandenburger Landtag den Fall thematisieren.

In der Kritik steht auch, dass Anwälte Leistungen für die General­staats­anwaltschaft erbringen – sie aber dem RBB in Rechnung stellen, etwa "Abstimmung und Durchsicht" von Unterlagen zur Übergabe an Staats­anwaltschaft oder Telefon­konferenzen und Treffen mit Ermittlern. Rechts­wissen­schaftler Uwe Hellmann von der Uni Potsdam fürchtet, dass die Ermittler nur vorgefilterte Unterlagen erhalten und somit "eben kein vollständiges Bild". Der Prodekan und Leiter der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität, Martin Heger, sieht die Gefahr, "dass durch die Vorauswahl des Materials durch die Anwälte eine gewisse Schlag­seite entsteht".
tagesschau.de

“Spiegel”: Ex-Intendantin Dagmar Reim “jagte” interne Hinweisgeber.


Die Zerstörung der ARD: Im "Spiegel" widerlegen Alexander Kühn und Anton Rainer die These, dass das Fehlverhalten von Patricia Schlesinger ein Einzelfall war. Dem Bericht zufolge wurden 2014 im Sender gegen den RBB-Juristen Michael Kühn von anonymer Seite Vorwürfe laut, er verprasse Geld, etwa für Abendessen und Taxifahrten. Spesen-Abrechnungen über 9.000 Euro innerhalb eines Jahres wurden offenbar nur unzureichend geprüft. Schlesinger-Vorgängerin und Ex-Intendantin Dagmar Reim habe damals versuchen wollen, die anonyme Hinweisgeberin im eigenen Haus mit unlauteren Methoden ausfindig zu machen, u.a. mit einem Vergleich von Handschriften. Dagegen habe sich jedoch die Revision gesperrt. Reim habe das auf Anfrage des "Spiegels" nicht kommentieren wollen.

Auch sonst lassen die beiden "Spiegel"-Journalisten kein gutes Haar an der ARD. Die Arbeitsgrundlage im föderalistisch organisierten Senderverbund laute "Auge um Auge. Zahn um Zahn". Einig seien sich die Anstalten nur darin, "dass jede sich selbst die nächste ist". Insgesamt sei die "Kleinstaaterei, neben der Bürokratie, das größte Manko der ARD". Gäbe es eine Serie über die Arbeitsgemeinschaft, so die Autoren, hieße sie "In aller Feindschaft".
spiegel.de (€)

BI: Vom RBB gemietetes Ausweichquartier für ein Orchester verursacht wohl Mehrkosten von 1,2 Mio Euro.


Kostenexplosion: Für den Bau des inzwischen auf Eis gelegten Medienhauses hat der RBB 2021 das Deutsche Symphonie-Orchester in das stillgelegte Internationale Congress Centrum umquartiert. Die Anmietung des Messezentrums kommt dem Sender nun vermutlich teuer zu stehen, berichtet Business Insider: Die Messe Berlin hat dem Bericht zufolge die monatliche Pauschale für Betriebskosten von 50.000 auf 120.000 Euro erhöht. Damit drohten dem Sender bis zum Vertragsende im nächsten Jahr Mehrkosten von 1,2 Mio Euro. Der RBB hält die Kosten-Kalkulation des Vermieters für "nicht nachvollziehbar" und wehrt sich gegen die Kostensteigerung, geht aus einem internen Dokument hervor. Die Messe droht, den Vertrag noch im Dezember zu kündigen, sollte es zu keiner Einigung kommen. Schon Ende 2021 habe die Messe den RBB, damals noch unter der Leitung von Patricia Schlesinger, vor "diverse Risiken" und einem "gewissen Kostenrisiko" beim ICC gewarnt.
businessinsider.de (€), turi2.de (Background)

RBB-Freie werfen Senderführung erneut Verschwendung vor – RBB widerspricht.

Teuer tagen? Die Freien-Vertretung des RBB wirft der Senderspitze in ihrem Newsletter vor, bei ihrer Spar-Klausur unnötige Spesen zu produzieren. Die Freien kritisieren die Nutzung eines Tagungshotels statt RBB-Räumlichkeiten. RBB-Sprecher Justus Demmer teilt mit, dass die Tagung den neuen RBB-Regeln folgt, die für alle Teams gelten. Die Freien selbst sagen, sie nutzen für ihre Klausuren "kostenbewusst" die Räume des Senders.
nordkurier.de

“Welt am Sonntag” nennt Namen und Zahlen zu RBB-Ruhegeldern.

Zahlen, bitte: Die Ruhe­bezüge von früheren RBB-Führungs­kräften summieren sich aktuell auf etwa 2,5 Mio Euro pro Jahr, schreibt die "Welt am Sonntag". Die Zeitung nennt sowohl namentlich als auch anonymisiert zahlreiche Beispiele, darunter die Gründungs­intendantin Dagmar Reim und die frühere Programm­direktorin Claudia Nothelle. Laut RBB erhalten 17 Ex-Führungskräfte Ruhegeld, von den derzeitigen RBB-Beschäftigten haben fünf Anspruch darauf. Kritik an der Praxis kommt aus der Freien-Vertretung und aus dem Rund­funkrat.
welt.de (€)

Basta: rbb24.de schickt kurzfristig die “Krise im RBB” in die Versenkung.

Von Krise keine Spur: Die Website rbb24.de hat kurzfristig den Programmreiter "Krise im RBB" versenkt, bemerkt der "Tagesspiegel". Die Krise wurde allerdings nicht mit Absicht beendet, sondern verschwand hinter dem nicht minder krisengebeutelten Programmpunkt "Wahl in Berlin". Mittlerweile ist der RBB wieder Herr der Lage – und hat seine Krise zurück.
tagesspiegel.de, rbb24.de

RBB beruft Juristische Direktorin Susann Lange ab.

RBB trennt sich von seiner Juristischen Direktorin Susann Lange. Der Rundfunkrat stimmt der Abberufung auf Vorschlag von Interims­intendantin Katrin Vernau zu. Über Details und Gründe der Trennung macht der Sender "aus Gründen des Persönlichkeits- und Daten­schutzes" keine Angaben. Business Insider hatte Ende August berichtet, im Justiziariat seien Daten gelöscht worden. Lange gibt an, keine Daten vernichtet oder Anweisungen dazu gegeben zu haben.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Doku zeigt Perspektive der RBB-Beschäftigten auf Schlesinger-Skandal.

Video-Tipp: Der RBB hat am Abend kurz­fristig die Doku Senderstörung – Inside RBB ins Programm genommen. Der Film zeigt die Perspektive von RBB-Beschäftigten auf die Arbeit von Ex-Intendantin Patricia Schlesinger. Vor allem Schlesingers Aus­richtung auf die Hauptstadt kommt bei Beschäftigten in den Brandenburger Regionalstudios nicht gut weg.
ardmediathek.de (44-MIn-Video) via fernsehserien.de

RBB-Mann Oliver Jarasch wechselt während des Wahlkampfs seiner Frau von Berlin nach Potsdam.


Brandenburger Exil: Der RBB versetzt Oliver Jarasch "vorbeugend" von Berlin nach Brandenburg. Der ehemalige Leiter Aktuelle Magazine ist Ehemann der grünen Berliner Verkehrs­senatorin Bettina Jarasch (links im Bild). Der RBB weist darauf hin, dass Oliver Jarasch seit knapp zwei Jahren keine inhaltliche Verantwortung mehr trägt, inzwischen gestaltet er u.a. Ressourcen- und Innovations­prozesse. Um "jeglichen Anschein" einer "möglichen Interessens­kollision" mit der Spitzen­kandidatur seiner Frau bei der Wieder­holung der Berlin-Wahl zu vermeiden, arbeitet Jarasch die kommenden Wochen in Potsdam. Dort soll er sich "vorrangig konzeptionell um die Stärkung der Bericht­erstattungs­struktur" in Brandenburg kümmern. In der heißen Wahlkampf­phase ab Januar werde er Urlaub nehmen. Zuletzt war bekannt geworden, dass der frühere RBB-Programm­­direktor Jan Schulte-Kellinghaus den Plan hatte, Jarasch einen Posten ohne Aus­schreibung zuzuschanzen. (Archivfoto: Gerald Matzka / dpa / Picture Alliance)
berliner-zeitung.de, rbb-online.de, turi2.de (Background)

“FAZ”: Rundfunkkommission der Bundesländer verschärft Transparenz-Regeln für ARD und ZDF.

Zwangsreform: Die Rundfunkkommission der Bundesländer will am Mittwoch eine Verschärfung des Medienstaatsvertrags beschließen, die ARD und ZDF zu mehr Transparenz und Compliance zwingen soll. Laut "FAZ" sieht der kurzfristig ins Programm genommene Änderungsentwurf u.a. vor, dass die Sender die Bezüge und sämtliche Nebeneinkünfte ihrer Intendantinnen und Direktorinnen in Zukunft online offen legen. Die Kommission will die Sender dazu verpflichten, ihre Aufsichtsgremien angemessen auszustatten und deren Mitglieder regelmäßig weiterzubilden.

Interessenskonflikte wie u.a. beim RBB-Skandal sollen zukünftig durch ein striktes Verbot der Vermischung von Kontrollaufgaben mit privaten oder wirtschaftlichen Interessen vermieden werden. Die Öffentlich-Rechtlichen sollen auch bei Tochter- oder Gemeinschaftsunternehmen ein "wirksames Compliance Management System nach anerkannten Standards gewährleisten".

Der politische Druck führt schon vor dem Beschluss härterer Regeln zu zaghaften Reformen. Die ARD sieht sich laut dpa dazu gezwungen, ab 2023 neben Infos zur Vergütung der Senderchefs auch die Höhe der Honorare außertariflich Beschäftigter auf einer Website offenzulegen.
faz.net, turi2.de (Background)

Kurt Krömer bricht Sendung mit Comedian Faisal Kawusi ab.

Krawall bei Krömer: In der neuen Folge von "Chez Krömer" wird es Gastgeber Kurt Krömer zu viel: Er bricht das Gespräch mit Comedian Faisal Kawusi mehrere Minuten vor Ende der Sendung ab und verlässt den Raum. Vor den Kameras sagt er, er werde nach Hause gehen und das Konzept der Sendung überdenken. Kawusi bezeichnet Krömer anschließend auf Twitch als "unkorrekt", "respektlos" und "selbstgerecht". Bei "Chez Krömer" lädt der Moderator regelmäßig Gäste ein, für die er wenig Sympathie empfindet, so auch vor kurzem Julian Reichelt.
faz.net, t-online.de (Reaktion Kawusi),

RBB-Programmchef Schulte-Kellinghaus verlässt den Sender Ende Januar 2023.

Schulte-Kelling-Aus: RBB-Programm­direktor Jan Schulte-Kellinghaus verlässt den Sender vorzeitig Ende Januar 2023, mehr als vier Jahre vor Ablauf seines Vertrags. Die Laufzeit werde im Aufhebungs­vertrag um gut zwei Jahre verkürzt, sodass er noch für rund zwei Jahre sein volles Gehalt erhält. Schulte-Kellinghaus verzichte dafür auf sein Ruhegeld in Höhe von insgesamt 1,6 Mio Euro. Der Programm­chef ist einer der letzten RBB-Direktoren aus der Ära von Patricia Schlesinger.
rbb24.de, turi2.de (Background)

RBB stoppt Pläne für sein neues Medienhaus in Berlin.


Außer Plänen nichts gewesen: Der RBB stoppt den Bau seines opulenten neuen Medien­hauses in Berlin endgültig. Der Verwaltungs­rat stimmt damit dem Vorschlag von Interims-Intendantin Katrin Vernau zu. Gründe für das Aus des Bau­vorhabens seien "die fehlende Akzeptanz in der Belegschaft" sowie "die Kosten­entwicklung des Projekts", heißt es vom RBB. Die beliefen sich mittlerweile auf die stolze Summe von 311 Mio Euro. Beim Start der Planungen 2020 lag die Kostenschätzung bei 65 Mio, im Zuge der Affäre Patricia Schlesinger korrigierte der Sender die Zahl im September dieses Jahres auf 188 Mio Euro, später auf über 200 Mio. Das Bauprojekt wurde gestoppt. Durch den jetzigen Beschluss muss der RBB Planungs­kosten in Höhe von 18 Mio Euro als Verlust abschreiben. Man wende damit aber "eine große Belastung des RBB in der Zukunft ab", so Vernau.
rbb24.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

“Kontraste”: RBB schickte wohl Beschäftigte in den Vorruhestand, für die er keine Verwendung mehr hatte.

Für's Nichtstun bezahlt: Der RBB hat wohl auch Beschäftigte in den Vorruhe­stand geschickt, für die der Sender keine Verwendung mehr hatte, recherchiert das Polit-Magazin "Kontraste". Darunter sei etwa der ehemalige Kulturchef, der auf Anfrage bestätigt, das Angebot angenommen zu haben, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen – er bekommt monatlich 7800 Euro vom RBB. Auch der ehemaliger Geschäfts­führer einer Tochterfirma erhalte 100.000 Euro jährlich, obwohl er den Sender 2018 mit 57 Jahren verlassen hat.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

RBB-Intendantin Katrin Vernau bekommt zusätzlich zum Gehalt Mietzuschuss für Berliner Wohnung.

Berliner Bude: Der RBB zahlt Interims­intendantin Katrin Vernau einen Miet­zuschuss von bis zu 1.500 Euro im Monat – zusätzlich zum Jahres­gehalt von 297.000 Euro, berichtet "Bild". Bei einer Mitarbeiter­versammlung habe Vernau die Zahlungen mit ihrem Blitz-Umzug von Köln nach Berlin gerecht­fertigt. Für Wochen­end-Heim­fahrten ins Rheinland bezahlt der RBB eine Bahncard100 1. Klasse für 7.000 Euro im Jahr. Dafür verzichte Vernau auf Dienst­wagen und Chauffeur.
bild.de

“Welt”: Fristlose Kündigung von Patricia Schlesinger ist angreifbar.

So einfach doch nicht? Die fristlose Kündigung von Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger im August "ist laut Experten­meinung angreifbar", schreibt die "Welt". Arbeits­rechts­anwalt Martin Bechert beispielsweise sieht im Compliance-Gutachten "keinen wichtigen Grund für eine außerordentliche Kündigung". Schlesinger hätte bis Mitte 2025 Zeit, doch noch eine Abfindung in siebenstelliger Höhe einzuklagen. Die Staats­anwaltschaft ermittelt noch gegen die Ex-Sender­chefin wegen des Verdachts der Untreue und Vorteils­nahme.
welt.de (€), turi2.de (Background)

RBB-Interims-Intendantin Katrin Vernau kündigt Einsparungen von 41 Mio Euro an.

Räumt auf: Interims-Intendantin Katrin Vernau kündigt bei einer Belegschaftssitzung ein hartes Sparprogramm für den RBB an. Bis Ende 2024 muss der Sender das bereits verplante Budget um ingesamt 41 Mio Euro kürzen, weshalb zunächst alle Etatposten um 6,3 % schrumpfen sollen. Betriebsbedingte Kündigungen schließt Vernau aus, aber frei werdende Stellen werden einstweilen nicht neu besetzt. Vernau will zugleich das Programmangebots "aus Nutzersicht" neu ausrichten. Es dürfe keine Denkverbote geben, sagt sie und stellt etwa den Dauerbetrieb des Dritten Programms infrage. Mit den Kürzungen zieht Vernau Konsequenzen aus dem von ihr beauftragten "Kassensturz", der die Misswirtschaft der Geschäftsleitung unter Patricia Schlesinger offengelegt hatte.

Vernau bezeichnet das Vorgehen selbst als "dümmste aller Möglichkeiten", doch an Altersversorgungen oder Gehälter könne sie "nun mal nicht ran". Unterdessen berichtet ein Rechercheteam von RBB und NDR, dass der Sender offenbar auch hohe Berater-Honorare an Ex-Chefredakteur Christoph Singelnstein zahlt. Rund 15.000 Euro pro Monat soll er zusätzlich zu seiner gesetzlichen Rente und seinem jährlichen Ruhegeld von über 100.000 Euro erhalten. Die Höhe entspricht ungefähr seinem Gehalt als Chefredakteur.
presseportal.de, sueddeutsche.de, spiegel.de, rbb24.de (Siegelnstein), turi2.de (Background)

RBB und NDR berichten über hohe Zahlungen an Ex-RBB-Chefredakeur Christoph Singelnstein.

Goldener Handschlag: Der RBB zahlt Ex-Chefredakteur Christoph Singelnstein offenbar Beraterhonorare, die ungefähr der Höhe seines letzten Gehalts als Chefredakteur entsprechen sollen, berichtet das Rechercheteam von NDR und RBB unter Berufung auf vertrauliche Dokumente. Das wären etwa 15.000 Euro pro Monat, die Singelnstein zusätzlich zu seiner gesetzlichen Rente und seinem jährlichen Ruhegeld von über 100.000 Euro erhält.
rbb24.de

RBB-Programmdirektor Schulte-Kellinghaus bietet Rücktritt an.

Bezahlter Rückzug? RBB-Programm­chef Jan Schulte-Kellinghaus bietet seinen vorzeitigen Rücktritt an und würde auch auf sein Ruhgeld in Höhe von insgesamt 1,6 Mio Euro verzichten, so der Sender. Dafür fordere er aber die Auszahlung seiner Dienst­bezüge in Höhe von rund 1 Mio, schreibt Business Insider. Schulte-Kellinghaus ist einer der letzten RBB-Direktoren aus der Ära von Patricia Schlesinger. Zuletzt hatte der "Spiegel" berichtet, dass er eine Personalie "top secret" umsetzen wollte, um eine Ausschreibung zu vermeiden.
businessinsider.de (€), rbb24.de, turi2.de (Background)

RBB-Interims-Intendantin Katrin Vernau will außertarifliche Verträge eindampfen.

Mehr gibt's nicht: Die Interims-Intendantin des RBB, Katrin Vernau, will die Zahl der außer­tariflichen Verträge im Sender reduzieren. Vor der Verlängerung bestehender Verträge soll die jeweilige "Führungs­kompetenz" bewertet werden. Es sei nicht nachvollziehbar, wer im Rahmen des bisherigen Bonus-Systems wie viel Geld unter welchen Kriterien erhalten habe, sagt Vernau. Die Änderungen will sie dem Verwaltungs­rat Anfang Dezember vorlegen.
horizont.net, deutschlandfunk.de

Über 1.100 RBB-Beschäftigte fordern Verzicht auf Ruhegeld.

Keine Ruhe, bitte: In einem Protestschreiben fordern Beschäftigte des RBB die Geschäftsleitung auf, ihre Dienstverträge neu zu verhandeln und auf Ruhegelder zu verzichten. Der Anspruch auf eine lebenslange Absicherung sei "nicht nur moralisch schwer erträglich", sondern bedeute eine "erhebliche wirtschaftliche Belastung" für den RBB. Nur durch einen Verzicht könne es einen glaubwürdigen Neuanfang an der Senderspitze geben, heißt es in der Erklärung, der sich bereits mehr als 1.100 Mitarbeitende des RBB angeschlossen haben.
presseportal.de

RBB macht Anja Mellage zur neuen Leiterin der Intendanz.

No Mohr: Die ehemalige Springer-Managerin Anja Mellage leitet künftig die Intendanz des RBB. Sie füllt damit die bisher vakante Position von Verena Formen-Mohr, die der Sender im August im Zuge der Affäre um Intendantin Patricia Schlesinger freigestellt hatte. Mellage arbeitet seit 2016 als stellvertretende Geschäftsführerin und kaufmännische Leiterin beim Informations-Verarbeitungszentrum, einem zentralen IT-Dienstleister für die ARD und das Deutschlandradio, für den der RBB federführend zuständig ist.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Basta: Didi Hallervorden heuert auf dem “Riverboat” an.

Honig im Boot: Der RBB macht Schau­spieler und Kabarettist Dieter Hallervorden, 87, einmalig zum Gast­moderator der Talkshow Riverboat. Gemeinsam mit Moderatorin Kim Fisher will er am Freitag versuchen, "noch mehr Zuschauer zu fischen". Da großes Catering beim RBB derzeit ein schwieriges Thema ist, gibt's zur Stärkung vor der Show wahrscheinlich nur eine Flasche Pommes Frites.
rbb-online.de

“Spiegel”: RBB-Programmdirektor Schulte-Kellinghaus wollte Ausschreibung einer Stelle umgehen.

Hintenrum: Im Skandal um mutmaßliche Vettern­wirtschaft beim RBB berichtet der "Spiegel" von einer Personalie, die Programm­direktor Jan Schulte-Kellinghaus offenbar "top secret" umsetzen wollte, um eine Ausschreibung zu vermeiden. Demnach habe er Programm­chef Jens Riehle loswerden wollen, indem er seine Aufgaben in die "HA Koordination" auslagert. Diese sollte dann Oliver Jarasch leiten, schrieb Schulte-Kellinghaus an die damalige Intendantin Patricia Schlesinger. Jarasch ist "Profiteur des RBB-Bonus­systems" und Mann von Berlins Umwelt­senatorin Bettina Jarasch.
spiegel.de (€)

turi2 edition #19: Bettina Rust über Toast und Talk.


Audio-Snack: Bettina Rust stellt ihren Podcast-Gästen Fragen zu Essen, Musik und dem Leben dazwischen. “Auch in diesem Traumjob kann man gesprächsmüde werden”, sagt sie im Interview in der turi2 edition #19. Dann hilft ihr eingebauter Lüfter – und die Grenze zwischen Privatem und Beruflichem aufzuweichen. Weiterlesen >>>

RBB-Rundfunkratschef Ralf Roggenbuck will Intendantin berichtspflichtig machen.

So leget Zeugnis ab: RBB-Intendantinnen sollen künftig zu Berichten gegenüber dem Verwaltungsrat verpflichtet sein, fordert Ralf Roggenbuck, neuer Rundfunkratschef des Senders. Dazu müsse die Intendantenverfassung entsprechend geändert werden. Roggenbuck sieht im Rückblick die "Allmacht der Intendantin" – ergo der gestürzten Patricia Schlesinger – als Wurzel allen RBB-Übels.
faz.net

Zwischenbericht: Anwaltskanzlei bestätigt erste Vorwürfe gegen Patricia Schlesinger.

Nicht die englische Art: Die Kanzlei Lutz Abel bestätigt erste Vorwürfe gegen Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Die internen Prüfer beanstanden insbesondere eine London-Reise Schlesingers, die sie "trotz des insgesamt fehlenden dienstlichen Charakters" über den Sender abgerechnet habe. Zudem habe sie verschwiegen, dass ihr Ehemann sie begleitet hatte. Der endgültige Prüfbericht liegt noch nicht vor.
dwdl.de

Business Insider wirft RBB-Programm­direktor Quoten-Absenkung für Boni-Vorteil vor.

Zahlenspiele? Business Insider wirft RBB-Programm­direktor Jan Schulte-Kellinghaus vor, die Quoten­ziele des Senders abgesenkt zu haben, um seine Chance auf höhere Bonus­zahlungen zu steigern. Demnach habe Schulte-Kellinghaus nach einem unter­durchschnittlichen Marktanteil Anfang 2022 dafür gesorgt, das Quotenziel für dieses Jahr auszusetzen. Schulte-Kellinghaus erklärt dem Business Insider, er habe die "Setzung von völlig realitätsfernen Zielen" verhindern wollen. Es sei ihm nicht um seinen Bonus, sondern um die "Glaubwürdigkeit der Zielsetzung im Unternehmen" gegangen.
businessinsider.de

RBB: Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter muss vorzeitig gehen.

RBBye: Der RBB beendet den Vertrag mit seinem Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter vorzeitig, kündigt Interimsintendantin Katrin Vernau im Medienausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses an. Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus sowie Produktions- und Betriebsdirektor Christoph Augenstein bleiben aus "organisatorischen und finanziellen Gründen" an Bord. Darüber hinaus hätten sich 20 von 25 außertariflich Beschäftigten dazu bereit erklärt, auf die umstrittenen Bonuszahlungen zu verzichten. Wegen einzelvertraglicher Regelungen sei es aber noch nicht möglich gewesen, das Bonussystem für laufende Verträge formal abzuschaffen.
rbb24.de, berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

RBB-Interimschefin Katrin Vernau will vorerst an Führungsspitze festhalten.


Anfang mit Absage: RBB-Intendantin Katrin Vernau will vorerst keine weiteren der verbliebenen Führungskräfte aus der Ära von Patricia Schlesinger absetzen. Laut "Business Insider" hatten zuvor bei einer internen Versammlung des RBB mehrere Beschäftigte den Wunsch nach einem kompletten Neuanfang an der Führungsspitze geäußert.

Es gebe in der Belegschaft "kein Vertrauen mehr in die aktuelle Geschäftsführung" und die Angst sei groß, "dass die Personen, die noch hier sind, weiteren Schaden anrichten könnten". Vernau wolle verhindern, dass sich die Zahl derer erhöht, "die früher in RBB-Führungspositionen saßen und derzeit ohne Arbeit Gehalt beziehen". Vernau wertet den Boni-Verzicht der übriggebliebenen Direktoren Jan Schulte-Kellinghaus und Christoph Augenstein als "wichtiges Zeichen des Neuanfangs". Die Intendantin sagt auch: "Wer sich etwas zuschulden hat kommen lassen, der muss auch mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen." Bisher sei ihr aber kein Sachverhalt bekannt, der eine Kündigung rechtfertige.

Nach dem Rausschmiss von Patricia Schlesinger war auch die Juristische Direktorin Susann Lange von ihren Dienstpflichten wegen der Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft zum Vorwurf Untreue und Beihilfe zur Untreue entbunden worden.
businessinsider.com (€), turi2.de (Background Lange)

“FAZ”: ARD arbeitet bezahltes Skandal-Interview mit Terroristen nur zögerlich auf.

Aufarbeitung light: "FAZ"-Mann Michael Hanfeld wirft der ARD vor, den Skandal um ein bezahltes Interview mit einem palästinensischen Terroristen nur zögerlich aufzuarbeiten. Die Doku "Tod und Spiele" über den tödlichen Anschlag auf israelische Sportler bei Olympia 1972 in München, in der sich einer der Attentäter seiner Taten rühmt, sei noch immer ohne Verweis in der Mediathek verfügbar. Über "mögliche Konsequenzen" sei man "mit dem Produzenten im Austausch".
faz.net

Willkommen im Club: Bettina Rust.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Bettina Rust moderiert u.a. seit 20 Jahren die "Hörbar Rust" und den Podcast "Toast Hawaii". Im turi2 Videofragebogen erzählt das Spiegel­schrift-Schreib­talent, warum sie den Namen "Jochen" auf keinen Fall an ihrer Beerdigung hören will. Rust ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungsmacherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Rust)

Zitat: RBB-Journalist Jo Goll kritisiert die Haltung, Journalismus sei eine “niedere Tätigkeit”.

"Aus meiner Sicht muss sich auch dringend ändern, dass der Journalismus als niedere Tätigkeit bewertet wird."

RBB-Journalist Jo Goll, der intern zur Affäre um Patricia Schlesinger recherchiert, glaubt, der Fall werde "noch Jahre nachwirken". Die Angestellten könnten nur mit gutem Programm gegenhalten.
sueddeutsche.de (€)

RBB entbindet die juristische Direktorin Susann Lange von ihren Dienstpflichten.

Lange nicht gesehen: Der RBB entbindet seine juristische Direktorin Susann Lange (Foto) "bis auf weiteres" von ihren Dienstpflichten. Intendantin Katrin Vernau betont, die "in gegenseitigem Einverständis" getroffene Entscheidung sei "kein Schuldeingeständnis". Man wolle aber "den Anschein vermeiden", dass die laufende Ermittlung der Generalstaatsanwaltschaft gegen Lange "die Ausübung des Amtes der juristischen Direktorin beeinträchtigen könne".
presseportal.de, turi2.de (Background)

“Tagesspiegel”: Hagen Brandstäter räumt wohl seinen Posten beim RBB.

RByeBye: RBB-Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter kehrt wohl nicht auf seinen Posten im Sender zurück, erfährt der "Tagesspiegel" auf Anfrage. Brandstäter sei bereits seit Wochen krankgeschrieben, regulär würde er sich Ende April 2023 in den Ruhestand verabschieden. Seine Stelle soll "so schnell wie möglich" ausgeschrieben werden. Gestern war bekannt geworden, dass die Generalstaatsanwaltschaft nun auch gegen Brandstäter ermittelt.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Business Insider: RBB-Direktion wusste um die Kosten für den Bau des Medienhauses.

Wer weiß denn so was? Die suspendierte Leiterin der RBB-Intendanz, Verena Formen-Mohr, widerspricht laut Business Insider den Aussagen von RBB-Führungskräften, sie hätten nichts von der Kosten­explosion für den Bau des Digitalen Medien­hauses gewusst. "Die Geschäftsleitung kannte die Zahlen", zitiert das Springer-Portal aus einem Schreiben von Formen-Mohrs Anwalt, das auf einen Fragenkatalog der RBB-Personalabteilung antwortet. Demnach hat der Bericht mit der brisanten Kalkulation über 188 Mio Euro nicht nur ihr, sondern auch RBB-Chefredakteur David Biesinger und Unternehmenssprecher Justus Demmer vorgelegen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen zuletzt auf weitere Führungskräfte ausgeweitet.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

Update 19.20: In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 fäschlicherweise den Eindruck erweckt, dass Formen-Mohr über ihren Anwalt mit Business Insider kommuniziert hat. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Das Zitat stammt aus einem an das Springer-Portal durchgestochenen Dokument.

RBB-Affäre: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Hagen Brandstäter und Susann Lange.

Wer suchet, der findet: In der RBB-Affäre dehnt die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auch auf Verwaltungsdirektor und Interims-Intendant Hagen Brandstäter sowie die Juristische Direktorin Susann Lange aus. Im Raum steht der Vorwurf der Untreue und der Beihilfe zur Untreue, insbesondere vor dem Hintergrund des variablen RBB-Vergütungssystems.
presseportal.de, dwdl.de

Zitat: Die RBB-Affäre war für Business Insider eine “unbezahlbare” Werbekampagne.

"Vorher hätte es Zweifel gegeben, ob eine eher kleine Redaktion das Zeug dazu hat, eine ARD-Vorsitzende zu stürzen. Dass die Antwort nun ja lautet, hat nicht nur Einfluss darauf, wer uns liest, sondern auch, wer mit uns spricht."

Jakob Wais, Chefredakteur und Geschäftsführer von Business Insider, erzählt im "Journalist"-Interview, wie die Aufdeckung der RBB-Affäre sein Magazin deutschlandweit bekannt gemacht hat.
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Business Insider: RBB-Geschäftsleitung debattierte die Beugung des Vergaberechts in der Berater-Affäre.

Schlecht beraten: Die RBB-Geschäftsleitung debattierte offenbar die Beugung des Vergaberechts in der Berater-Affäre um Martin Lepper (Foto), berichtet "Business Insider". Lepper, der in einer Ausschreibung für eine "übergeordnete Immobilienstrategie" das teuerste Angebot abgegeben hatte und deshalb nicht zum Zug kam, sollte demnach trotzdem weiter für den RBB arbeiten – angedacht gewesen sei etwa, seine Stundenanzahl "auf dem Papier" zu reduzieren. Empfohlen hatte Lepper der ehemalige RBB-Verwaltungsratschef Wolf-Dieter Wolf.
businessinsider.de, turi2.de (Background)