RBB entbindet die juristische Direktorin Susann Lange von ihren Dienstpflichten.

Lange nicht gesehen: Der RBB entbindet seine juristische Direktorin Susann Lange (Foto) "bis auf weiteres" von ihren Dienstpflichten. Intendantin Katrin Vernau betont, die "in gegenseitigem Einverständis" getroffene Entscheidung sei "kein Schuldeingeständnis". Man wolle aber "den Anschein vermeiden", dass die laufende Ermittlung der Generalstaatsanwaltschaft gegen Lange "die Ausübung des Amtes der juristischen Direktorin beeinträchtigen könne".
presseportal.de, turi2.de (Background)

“Tagesspiegel”: Hagen Brandstäter räumt wohl seinen Posten beim RBB.

RByeBye: RBB-Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter kehrt wohl nicht auf seinen Posten im Sender zurück, erfährt der "Tagesspiegel" auf Anfrage. Brandstäter sei bereits seit Wochen krankgeschrieben, regulär würde er sich Ende April 2023 in den Ruhestand verabschieden. Seine Stelle soll "so schnell wie möglich" ausgeschrieben werden. Gestern war bekannt geworden, dass die Generalstaatsanwaltschaft nun auch gegen Brandstäter ermittelt.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Business Insider: RBB-Direktion wusste um die Kosten für den Bau des Medienhauses.

Wer weiß denn so was? Die suspendierte Leiterin der RBB-Intendanz, Verena Formen-Mohr, widerspricht laut Business Insider den Aussagen von RBB-Führungskräften, sie hätten nichts von der Kosten­explosion für den Bau des Digitalen Medien­hauses gewusst. "Die Geschäftsleitung kannte die Zahlen", zitiert das Springer-Portal aus einem Schreiben von Formen-Mohrs Anwalt, das auf einen Fragenkatalog der RBB-Personalabteilung antwortet. Demnach hat der Bericht mit der brisanten Kalkulation über 188 Mio Euro nicht nur ihr, sondern auch RBB-Chefredakteur David Biesinger und Unternehmenssprecher Justus Demmer vorgelegen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen zuletzt auf weitere Führungskräfte ausgeweitet.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

Update 19.20: In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 fäschlicherweise den Eindruck erweckt, dass Formen-Mohr über ihren Anwalt mit Business Insider kommuniziert hat. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Das Zitat stammt aus einem an das Springer-Portal durchgestochenen Dokument.

RBB-Affäre: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Hagen Brandstäter und Susann Lange.

Wer suchet, der findet: In der RBB-Affäre dehnt die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auch auf Verwaltungsdirektor und Interims-Intendant Hagen Brandstäter sowie die Juristische Direktorin Susann Lange aus. Im Raum steht der Vorwurf der Untreue und der Beihilfe zur Untreue, insbesondere vor dem Hintergrund des variablen RBB-Vergütungssystems.
presseportal.de, dwdl.de

Zitat: Die RBB-Affäre war für Business Insider eine “unbezahlbare” Werbekampagne.

"Vorher hätte es Zweifel gegeben, ob eine eher kleine Redaktion das Zeug dazu hat, eine ARD-Vorsitzende zu stürzen. Dass die Antwort nun ja lautet, hat nicht nur Einfluss darauf, wer uns liest, sondern auch, wer mit uns spricht."

Jakob Wais, Chefredakteur und Geschäftsführer von Business Insider, erzählt im "Journalist"-Interview, wie die Aufdeckung der RBB-Affäre sein Magazin deutschlandweit bekannt gemacht hat.
journalist.de

Business Insider: RBB-Geschäftsleitung debattierte die Beugung des Vergaberechts in der Berater-Affäre.

Schlecht beraten: Die RBB-Geschäftsleitung debattierte offenbar die Beugung des Vergaberechts in der Berater-Affäre um Martin Lepper (Foto), berichtet "Business Insider". Lepper, der in einer Ausschreibung für eine "übergeordnete Immobilienstrategie" das teuerste Angebot abgegeben hatte und deshalb nicht zum Zug kam, sollte demnach trotzdem weiter für den RBB arbeiten – angedacht gewesen sei etwa, seine Stundenanzahl "auf dem Papier" zu reduzieren. Empfohlen hatte Lepper der ehemalige RBB-Verwaltungsratschef Wolf-Dieter Wolf.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

Debatte: Rundfunkräte sollten “Anwälte der Zuschauenden” und keine Lobbyisten sein, sagt Dieter Pienkny.

Einflussnahme? "Ich habe immer wieder erlebt, dass Gremienmitglieder aufstehen und sagen, ich möchte aber, dass mein Verband XY mehr im Fernsehen vorkommt", sagt der kommissarische RBB-Rundfunk­rats­vorsitzende Dieter Pienkny im Interview mit der "Süddeutschen". Rundfunk­räte sollten jedoch die "Anwälte der Zuschauerinnen und Zuschauer" und keine Lobbyisten sein.
sueddeutsche.de (€)

RBB-Rundfunkrat wählt am Donnerstag einen neuen Vorsitz.

Wahltag: Der RBB-Rundfunkrat will am Donnerstag einen neuen Vorsitz wählen. Der Potsdamer Staatsanwalt Ralf Roggenbuck ist offenbar als einziger Kandidat im Rennen. Friederike von Kirchbach war im Zuge des Schlesinger-Skandals vor rund einem Monat zurückgetreten. Auf der Tagesordnung stehe zudem ein Bericht der Interims-Intendantin Katrin Vernau.
rbb24.de, turi2.de (Background)

Debatte: Mächtige Frauen werden stärker verurteilt als mächtige Männer.

Zweierlei Maß: Schauspielerin Maren Kroymann stellt im "Extra-3"-Podcast "Bosettis Woche" die These auf, dass mächtige Frauen tiefer fallen als Männer. "Ich glaube, dass es ganz bestimmt auch männliche Potentaten in der ARD gibt, denen man ähnliches vielleicht nachweisen könnte, sagt sie mit Blick auf den Fall Patricia Schlesinger. Das komme aber wohl schwerer heraus, "weil da mehr Leute sind, die zusammenhalten", mutmaßt Kroymann. Dennoch verurteilt sie die Verfehlungen von Schlesinger "aufs Schärfste".
youtube.com (54-Min-Video-Podcast, ab 31:25)

Mehr riskieren: Was sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ändern muss.


Reform-Runde: “Viele Programmverantwortliche im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind angstgetrieben”, sagt Andres Veiel. Der Dokumentarfilmer und RBB-Rundfunkrat diskutiert mit der Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Kathrin Röggla sowie Hörspielautor und -regisseur Oliver Sturm, die Ursachen der RBB-Krise und wie sich die Öffentlich-Rechtlichen reformieren müssen: Den Rundfunkrat sollte z.B. ein “Zuschauer- oder User-Beirat” ergänzen und die Abteilungen brauchen mehr Autonomie. turi2 veröffentlicht den Beitrag in Kooperation mit epd Medien in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Lese-Tipp: Wie junge Journalisten die Krise beim ÖRR erleben.

Lese-Tipp: "Als würde ich gar nicht existieren", beschreibt ein freier RBB-Reporter seine Stellung im Haus und beklagt sich über fehlende Wertschätzung. Für die "taz" hat sich Larena Klöckner (Foto) umgehört, wie junge Journalisten die derzeitige ÖRR-Krise wahrnehmen. Mit Blick auf den Schlesinger-Skandal sei es "absurd zu sehen, wo gespart werden muss und was alles nicht bezahlt werden kann", sagt einer. Eine andere Journalistin kritisiert, dass Online-Formate nur als "Produkte nebenbei" verstanden würden und vor allem gut klicken müssten.
taz.de

Lese-Tipp: Warum RBB-Interims-Intendantin Katrin Vernau die Probleme des Senders nicht lösen wird.

Lese-Tipp: RBB-Interims-Intendantin Katrin Vernau kann die Probleme des Senders wohl kaum lösen, schreibt Sebastian Köhler. Vernau verkörpere mit ihrer Vergangenheit in Politik und Unternehmensberatung das Problem "struktureller Kopplung zwischen Medien und Politik und Wirtschaft". Zudem sei es schlecht, dass Vernau westdeutsch sein – obwohl rund 80 % der RBB-Nutzerinnen Ostdeutsche seien.
heise.de

Wolf-Dieter Wolf versuchte, RBB-Berichterstattung zu beeinflussen.


Wolf im Schafspelz: Der frühere Chef des RBB-Verwaltungsrats, Wolf-Dieter Wolf, versuchte in mindestens einem Fall, die Berichterstattung des Senders zu beeinflussen, berichtet die "Welt". Der Chefkontrolleur sei 2013 unzufrieden mit zwei Berichten über die Berliner Messe gewesen, bei der er bereits damals im Aufsichtsrat saß. Ein Reporter hatte über Schwierigkeiten beim Bau des City Cube berichtet, der mittlerweile das Internationale Congress Centrum ersetzt. Wolf meldete sich direkt bei einem Mitglied der damaligen RBB-Geschäftsleitung und ließ den Journalisten über den damaligen RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein zum Rapport einbestellen.

Wolf sei bei dem Gespräch selbst mit dabei gewesen und habe die Berichte nicht nur als "viel zu zugespitzt" bezeichnet, sondern auch verlangt, dass der Reporter seine Quellen offenlege. Dieser lehnte ab. Ein Mitglied der damaligen RBB-Geschäftsleitung bestätigte "Welt", dass Wolf direkt in der Chefetage des Senders interveniert habe.
welt.de (€)

Debatte: Patricia Schlesinger spielt im “Zeit”-Interview “die verfolgte Unschuld”.

Opferrolle: Patricia Schlesinger spielt im jüngsten "Zeit"-Interview "die verfolgte Unschuld" und wird zu unkritisch befragt, meint "FAZ"-Autor Michael Hanfeld. Die Interviewer seien "von vornherein auf ihrer Seite" und hielten sich "mit Kleinigkeiten wie den Massagesitzen in Schlesingers Dienstwagen" auf. "Man meint, hier würden die RBB-Mitarbeiter und die Beitragszahler abermals verspottet", schreibt Hanfeld mit Blick auf Schlesingers "Opferhabitus".
faz.net, turi2.de (Background)

RBB: Katrin Vernau im zweiten Wahlgang zur Interims-Intendantin gewählt.


Übergangslösung: Der Rundfunkrat wählt die bisherige WDR-Managerin Katrin Vernau im zweiten Wahlgang mit "großer Mehrheit" zur Interims-Intendantin des RBB. Zunächst hatte sie die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt. "Nun gilt es, den RBB gemeinsam mit den Mitarbeitenden wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen und ihn zu einer starken Landesrundfunkanstalt für Brandenburg und Berlin zu machen", sagt Vernau. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei ein "wichtiger Baustein" der Demokratie: "Wir müssen ihn schützen und weiterentwickeln!" Dorette König, amtierende Vorsitzende des Verwaltungsrats, nennt Vernau eine "exzellente Managerin", die schon verschiedene Restrukturierungsaufgaben erfolgreich gemeistert habe.

Die Aufstellung von Vernau als einzige Kandidatin galt in der RBB-Belegschaft als umstritten. Die Findungskommission, bestehend aus vier Mitgliedern, hatte sich im Vorfeld einvernehmlich auf Vernau geeinigt. "Im Findungsprozess mussten alle über ihren Schatten springen", sagt Dieter Pienkny, amtierender Rundfunkratsvorsitzender. Im Vordergrund habe aber der Wunsch gestanden, "die beste Lösung für den RBB in der Übergangsphase zu finden". Für maximal ein Jahr steht Vernau nun an der Spitze des krisengebeutelten RBB, danach muss eine reguläre Intendanten-Wahl stattfinden. Vernau war seit 2015 Verwaltungsdirektorin im WDR, kümmerte sich dort vor allem um einen Kulturwandel nach MeToo-Vorfällen. Zuvor arbeitete sie für die Unternehmensberatung Roland Berger und war Kanzlerin der Universitäten Hamburg und Ulm.

In einem Spezial-Talk im RBB Fernsehen erklärt Vernau, sie wolle sich "jetzt angucken, wie die Situation tatsächlich ist" und sich ein Führungsteam zusammenstellen, "mit dem ich denke, dass ich die Aufgaben, die hier anliegen, bewältigen kann". Als Hauptproblem des RBB macht sie ein "Abheben der Führungsriege von der Belegschaft" aus. Sie wolle daher vor allem in das Gespräch mit der Belegschaft kommen: Es gehe darum, "wieder Ruhe in die Belegschaft zu bringen und auch Zuversicht". Mit Blick auf das Programm müsse sie zunächst einen Kassensturz machen, eine grundsätzliche Krise im Programm sehe sie aber nicht.
rbb24.de, rbb24.de (mit 8-Min-Video), rbb24.de (14-Min-Talk), presseportal.de, sueddeutsche.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Patricia Schlesinger weist in der “Zeit” fast alle Anschuldigungen von sich.


Patricia packt aus: Die gestürzte RBB-Intendantin Patricia Schlesinger gibt der "Zeit" ein Interview, in dem sie fast alle gegen sie vorgebrachten Anschuldigungen von sich weist. Sie sei bis heute "erschüttert" über die Wucht der Berichterstattung und darüber, dass die Vorwürfe teils aus ihrem "engsten Umfeld" stammen. Sie habe zwar bemerkt, dass "manche Vorhaben in der Belegschaft nicht gut ankamen", diese Bedenken aber nie "weggebügelt". Offenbar hätten Menschen "gezielt über Wochen und Monate Sachen gesammelt, die sie gegen mich verwenden wollten", was sie nicht bemerkt habe.

Ihr hohes Gehalt habe Schlesinger "erst beim zweiten Vertrag" angeboten bekommen, das viel kritisierte Bonus-System "vorgefunden", als sie zum RBB kam. Auch die umstrittenen Abendessen in ihrer Wohnung sieht Schlesinger nicht kritisch: Sie habe sie "mitnichten heimlich veranstaltet" – stattdessen hätten die kommunikativen Runden dazu gedient, den RBB besser in der Stadt "zu verankern". Schlesinger habe für die Gespräche Angebote von Restaurants einholen lassen, die ihr aber "deutlich zu teuer" waren und daher ihren eigenen Esstisch "zur Verfügung gestellt".

Das viel zitierte italienische Eichenparkett soll ebenfalls nicht auf ihr Konto gehen: "Ich habe gesagt, ich möchte gern Holzboden haben". Über die Kosten von mehr als 16.000 Euro habe sie nicht Bescheid gewusst, "ich hätte da nachfragen müssen". Ebenso missverstanden worden sei der Massagesessel in der Intendanz, den sie "weder bestellt noch benutzt" habe: Das Möbelstück sei für alle Mitarbeiterinnen der Chefetage angeschafft worden – insbesondere für zwei Angestellte mit Bandscheibenvorfall.

Den Verdacht, ihr Ehemann Gerhard Spörl hätte mit dem ehemaligen RBB-Verwaltungsratschef und Chef des Aufsichtsrats der Berliner Messe Wolf-Dieter Wolf "gekungelt", bestreitet Schlesinger. Die Compliance-Untersuchung der Messe habe ergeben, dass die Auftragsvergabe an ihren Mann korrekt verlaufen sei. Aus heutiger Sicht wünsche sie sich aber, sie hätte "ihren Mann gebeten, den Auftrag nicht anzunehmen".

Die Aufregung um sie als Person stehe "stellvertretend für die Wut mancher Menschen auf das System dahinter": "Ich gebe dem Apparat ein Gesicht." Schlesinger schließt nicht aus, dass sie gegen ihre fristlose Kündigung, die sie um ihre Pensionsansprüche bringt, juristisch vorgeht. Sie bedaure aber, dass das gesamte öffentlich-rechtliche System "nun unter Beschuss gerät".
zeit.de (€), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Klaas macht einen wilden Ritt durch die Sommer-Themen.

Video-Tipp: Klaas Heufer-Umlauf präsentiert mal wieder, was er während der Sommerpause von Late Night Berlin getrieben hat – u.a. als Raumausstatter beim RBB. "Nur weil man Journalist ist, muss man ja nicht schlecht leben", rät Klaas der Ex-Intendantin Patricia Schlesinger zu Luxus-Parkett und Co. Und hinter dem unfreiwillig komischen Tanz von Friedrich Merz steckt Klaas: "Du musst ein bisschen menschlicher wirken. Ganz Deutschland denkt, du bist ein unsympathisches Arschloch."
youtube.com (7-Min-Video)

ARD-Spitzen wussten seit Jahren über RBB-Bonussystem Bescheid.

Wusst' ich's doch: Die ARD-Spitzen wussten seit Jahren über das RBB-Bonussystem Bescheid, findet das RBB-Rechercheteam heraus. Das geht aus einem Schreiben aus dem März 2018 hervor, das an die Intendantinnen sowie die ARD-Gremienvorsitzenden ging. Der aktuelle ARD-Vorsitzende Tom Buhrow hatte mehrfach betont, man habe erst im Zuge des RBB-Skandals vom Bonussystem erfahren. Der WDR begründet, das Schreiben habe "nicht das Ausmaß der zusätzlichen Zahlungen" deutlich gemacht.
presseportal.de

RBB-Belegschaft kritisiert Aufstellung von Katrin Vernau als RBB-Interims-Intendantin.

Berliner Beschwerde: In der RBB-Belegschaft regt sich Unmut über die Aufstellung von Katrin Vernau (Foto) als Interims-Intendantin, berichtet der "Spiegel". Es gebe den Eindruck, Vernau werde "als Statthalterin des WDR eingesetzt", kritisiert Dagmar Bednarek, selbst Mitglied der Findungskommission. Weitere geeignete Kandidatinnen seien "nicht gehört worden". Auch der DJV Berlin sieht Vernau kritisch: "Wenn von der Findungskommission nur eine Person vorgeschlagen werden soll, müssen wir uns schon die Frage stellen, was das für eine Wahl ist", so Vorsitzender Steffen Grimberg.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Debatte: RBB-Rechercheteam bekommt keine Vorzugsbehandlung, sagt René Althammer.

RBB-Affäre: Journalist René Althammer (Foto) vom RBB-Investigativ-Team nimmt einen Wettbewerbs-Vorteil zu anderen Medien nicht wahr. "Eine Vorzugsbehandlung kann ich bislang nicht erkennen, leider", sagt er bei Übermedien. Ralf Höcker, der Anwalt von Patricia Schlesinger, widerspricht: "Vom RBB kommen die bestinformierten Fragen und der RBB geht mit unseren Antworten am einseitigsten um. Was die Mandantin entlastet, fällt da gerne mal unter den Tisch."
uebermedien.de (€)

Katrin Vernau ist als Interims-Intendantin des RBB im Rennen.

RBB: Die WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau gilt als "Favoritin für die kurzfristige Lösung einer Interims-Intendantin, aus der eine langfristige erwachsen könnte", meldet "Tagespiegel"-Redakteur Joachim Huber. Laut RBB24 stellt die Findungskommission dem Rundfunkrat am Mittwoch einzig Vernau als Kandidatin vor. Nach MeToo-Vorfällen hatte Vernau sich im WDR um einen Kulturwandel bemüht. Ihre Karriere startete sie als Partnerin bei der Unternehmensberatung Roland Berger.
tagesspiegel.de, rbb24.de

NDR und “Business Insider” veröffentlichen weitere Missstände beim RBB und RBB Media.


Bloß nicht langweilen: Das Magazin "Business Insider" beschäftigt sich weiterhin mit der Affäre rund um den RBB und hat nun auch die RBB Media unter die Lupe genommen. Die kommerzielle Tochter hatte offenbar als Bauherrin für den Neubau eines Hotels und eines geplanten "Wohnwürfels" in der Nähe des Digitalen Medienhauses herhalten sollen, weil dies nicht zum Kerngeschäft des RBB gehöre. Der Bau des Digitalen Medienhauses ist wegen der explodierten Kosten inzwischen gestoppt. Die Mitarbeitenden des RBB sollen von den Plänen nichts gewusst und "entsetzt" reagiert haben.

Laut den Recherchen war die RBB Media außerdem auch in die Berateraffäre um Wolf, Schlesinger und deren Mann verwickelt. So habe sie einen Berater unter Vertrag genommen, als der Sender selbst ihn nicht mehr beschäftigen durfte. Der Mann hatte aber offenbar weiterhin für den RBB gearbeitet. "Business Insider" berichtet außerdem über personelle Verquickungen zwischen der kommerziellen Tochter und der Rundfunkanstalt und hohe Abfindungen an ehemalige Führungskräfte.

Bei einer Gesellschafterversammlung am vergangenen Dienstag habe RBB-Vertreter Jan Schulte-Kellinghaus der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat der RBB Media die Entlastungfür das Geschäftsjahr 2021 verweigert, berichtet das Magazin. Damit könne der RBB die Führung weiterhin für mögliche Schäden in Haftung nehmen.

Recherchen des NDR decken außerdem einen weiteren Fall möglicher Misswirtschaft des RBB selbst auf. Der Sender habe das Deutsche Symphonie-Orchester, dessen Räume für den inzwischen gestoppten Bau des Digitalen Medienhauses weichen mussten, im Internationalen Congress Centrum der Messe Berlin untergebracht, bei der der inzwischen zurückgetretene RBB-Verwaltungsratsvorsitzende Wolf-Dieter Wolf Aufsichts­rats­vorsitzender war. Dazu waren jedoch rund 1 Mio Euro teure Umbauarbeiten nötig und es werden hohe Nebenkosten fällig, die in Zukunft noch steigen könnten. Das Orchester soll nun bereits nach zwei Jahren wieder ausziehen. Falls sich kein neuer Standort findet oder die Kosten explodieren, könnten im schlimmsten Fall auch der Deutschlandfunk, das Land Berlin und der Bund als Gesellschafter mithaften.
businessinsider.de (€), tagesschau.de

RBB versorgt besonders viele Führungskräfte mit außertariflichen Verträgen, Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Dokumente.

Klein, aber großzügig: Der RBB versorgt besonders viele Führungskräfte mit außertariflichen Verträgen, bemerkt das hauseigene Rechercheteam. Ende Juli bezogen mindestens 40 Personen Vergütungen über Tarif – also Gehälter über 11.000 Euro monatlich. Zum Vergleich: Die größte ARD-Anstalt WDR kommt auf 33 außertarifliche Verträge. Am Samstag durchsuchte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin zudem die Räume der RBB-Intendanz und beschlagnahmte drei Kartons mit Dokumenten.
rbb24.de (Verträge), rbb24.de (Durchsuchung)

“Beim RBB gab es ein Organ­versagen” – Medien­wissenschaftler Otfried Jarren im epd-Interview.


Komplett-Ausfall: Die ARD und der RBB müssen einen “moderierten Prozess unter Einschluss der Belegschaft beginnen”, sagt Medien­wissenschaftler Otfried Jarren von der Uni Zürich im Interview mit Diemut Roether bei epd Medien. Anwälte würden die Probleme nicht lösen und die staatsanwaltlichen Ermittlungen werden dauern: “So viel Zeit hat der RBB, auch die ARD, nicht.” turi2 veröffentlicht das Interview in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
Weiterlesen >>>

RBB soll bei Berater-Vertrag gegen Vergabe­recht verstoßen haben.

RBBerater: Bei der Planung des inzwischen gestoppten Baus eines neuen, digitalen RBB-Medien­hauses war offenbar ein Berater im Einsatz, der nicht ohne Ausschreibung hätte weiter beschäftigt werden dürfen, berichten das RBB-Recherche-Team und das Polit-Magazin "Kontraste". Da er für das Projekt als "unverzichtbar" galt, sei er als Sub­unternehmer bei einer für den RBB tätigen Anwalts­kanzlei beschäftigt worden. Damit habe der RBB womöglich gegen das Vergabe­recht verstoßen.
tagesschau.de

Nach Schlesinger-Affäre: MDR will Dienstwagen der Führungskräfte prüfen.

Muffensausen? Der MDR kündigt eine Überprüfung der Dienstwagen des Führungspersonals an, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Man schaue sich mit Blick auf die RBB-Affäre "einzelne Themen und Sachverhalte noch einmal genauer an", erklärt ein Sendersprecher. MDR-Intendantin Karola Wille fährt dem Bericht zufolge denselben Audi A8 wie die Ex-RBB-Chefin Patricia Schlesinger. Überprüft werden sollen demnach u.a. die Auswahl der Modelle und Ausstattungspakete sowie die mit dem Hersteller vereinbarten Konditionen.

Derweil geht Ines Hoge-Lorenz in einem Statement genauer auf ihren Rücktritt als Direktorin des MDR-Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt ein. "Die Amtsniederlegung ist meine freie Entscheidung", betont sie darin. Von Intendantin Wille hätte sie "volle Unterstützung" dafür bekommen, im Amt zu bleiben, "unter der Voraussetzung der vollen Transparenz". Sie habe dem MDR z.B. nicht mitgeteilt, dass ihr Mann im Prozess gegen Udo Foht schon vor einigen Wochen eine Ladung als Zeuge erhalten hatte. Die Intransparenz um diese Sachverhalte sei "ein gravierendes Versäumnis von mir" gewesen.
presseportal.de, mz.de (€), n-tv.de (Zusammenfassung), mdr.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Mehrheit der Berliner und Brandenburger wünscht sich externe Kandidaten für RBB-Spitze.

Zahl des Tages: Nur 13 % der Menschen in Berlin und Branden­burg befür­worten an der Spitze des RBB künftig jemanden, der oder die aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommt, sagt eine Forsa-Umfrage für die "FAZ". 66 % der Berliner und 70 % Prozent der Branden­burger präferieren externe Kandidatinnen. 87 bzw. 88 % der Befragten glauben nicht, dass die Zustände beim RBB ein Einzelfall sind.
faz.net (€)

Video-Tipp: HR-Intendant Florian Hager sieht RBB-Krise als Chance, Reformen anzugehen.

Video-Tipp: HR-Intendant Florian Hager hat den gleichen Dienst­wagen mit Massage­sitzen wie Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, sagt er im "Hessen­schau"-Interview. Er hätte lieber einen kleineren, habe das Fahrzeug samt Leasing­vertrag aber von seinem Vorgänger übernommen. Den RBB-Skandal nennt er die "größte Krise" des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sieht aber auch die Chance, "Reformen, die wir seit Jahren vor uns herschieben, nun auch konsequent anzugehen".
hessenschau.de (29-Min-Video), hessenschau.de (2-Min-Kurzversion) via faz.net

RBB: Wahl zum Interims-Intendanten verschiebt sich, amtierender Intendant verweigert RBB Media die Entlastung.

RBB: Die Wahl eines Interims-Intendanten findet doch noch nicht an diesem Mittwoch statt. "Wir brauchen noch einige Tage Zeit", sagt der Vorsitzende des RBB-Rundfunk­rats, Dieter Pienkny, der dpa. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt. Derweil berichtet das RBB-Recherche-Team, dass der amtierende Intendant Jan Schulte-Kellinghaus der Geschäfts­führung und dem Aufsichts­rat der Werbe-Tochter RBB Media am Dienstag die Entlastung verweigert hat. Eine Geschäfts­führerin, die Ex-Intendantin Patricia Schlesinger nahe­stand, sei abberufen worden.
sueddeutsche.de (Wahl-Verschiebung), rbb24.de (RBB Media)

Debatte: Für die RBB-Affäre trägt auch die Politik eine Verantwortung.

RBB-Affäre: Vertreter aus der Politik im RBB-Rundfunkrat halten sich "zu ihrer Verantwortung für den Skandal auffallend" zurück, schreibt Reinhard Borgmann, von 2004 bis 2017 Redaktionsleiter des RBB-Politmagazins Kontraste, in der "FAZ". Dabei hätten die Regierungsparteien in Berlin und Brandenburg die "skandalösen Zustände an der Spitze" mit zu verantworten: "Haben die wirklich nichts gewusst? Haben die den Dienstwagen der Intendantin nicht gesehen?"
faz.net

“Süddeutsche Zeitung”: RBB-Rundfunkrat wählt Interims-Intendanz am Mittwoch.

Mittwochs-Meeting: Bereits in zwei Tagen will der RBB-Rund­funkrat einen Interims-Nachfolger für die Sender­spitze wählen, hört die "Süddeutsche Zeitung" aus "informierten Kreisen". Die Findungs­kommission wolle noch bis Dienstag sondieren. Außerdem plane der Verwaltungs­rat, das umstrittene Bonus-System für die Geschäfts­führung abzu­schaffen.
sueddeutsche.de

Video-Tipp: Radio Eins feiert sich selbst.

Video-Tipp: Der RBB feiert den 25. Geburtstag von Radio Eins mit dem Film "Das schöne Radio. 25 Jahre nur für Erwachsene". Darin geht es u.a. um die holprigen Anfänge des Senders, der sich bewusst von Mainstream-Dudlern abgrenzen will. Nach dem ersten Sendetag habe es überall vernichtende Kritiken gegeben, so gut wie nichts habe geklappt, erinnern sich Robert Skupin, heutiger Senderchef, und Gründungschefredakteur Helmut Lehnert, zurück. "Ich habe damals wirklich überlegt, ob ich wieder gehe", sagt Skupin.
ardmediathek.de (60-Min-Video)

Debatte: Jörg Thadeusz kritisiert die “Macht der Mittelmäßigen” in der ARD.

ARD-Krise: "In der momentanen Skandalsoap muss der RBB immer der Hungerleider-Sender sein, in dem eine von sich selbst berauschte Elite prasste", kritisiert TV-Moderator Jörg Thadeusz in seinem "Focus"-Gastbeitrag und weist auf Schwachstellen der gesamten ARD hin. Ihn stört u.a. "die Macht der Mittelmäßigen, Marketing-Heinis und Gender-Verirrten im öffentlich-rechtlichen Reich". Bei wichtigen Konferenzen würden etwa "Anzugmänner und Kostümfrauen" die "Abgase irgendeines woken Schnackers gerne für einen Wind der Veränderung" halten.
"Focus" 35/2022, S. 34 (€)

Business Insider berichtet über Hinweise zu Löschung interner Daten im RBB-Justiziariat.

RBB: Im Justiziariat des Senders sollen kürzlich Dateien gelöscht worden sein, berichtet Business Insider unter Berufung auf einen Mitarbeiter. Dieser habe sich bei der Kanzlei gemeldet, die die Vorgänge im Sender untersucht. Die juristische Direktorin Susann Lange gibt an, keine Daten vernichtet oder Anweisungen dazu gegeben zu haben. Vor Wochen sei ein "Verbot zur Veränderung von Daten" erlassen worden.
businessinsider.de

“Wiwo”: Jubiläum der Messe Berlin steht im Schatten der RBB-Affäre.

Messe Berlin: Die RBB-Affäre über­schattet das 200. Jubiläum der Messe­gesellschaft, schreibt Jacqueline Goebel in der "Wirtschafts­woche". Von der ARD erfährt sie, dass 2019 der Gesamtetat des Sender­verbunds für den Auftritt auf der Elektronik-Messe Ifa bei 580.000 Euro gelegen habe, was Kenner als "gute Konditionen" bezeichnen. Schon 2017 soll die ARD einen Ausstieg bei der Ifa geprüft haben, einen Beschluss dazu habe es aber nicht gegeben. Der zurück­getretene RBB-Verwaltungs­rats­vorsitzende Wolf-Dieter Wolf hat zwar auch sein Amt als Aufsichts­rats­chef der Messe nieder­gelegt – unter seinem Nachfolger könnte der Filz einfach weiterregieren, mutmaßt Goebel.
"Wirtschaftswoche" 35/2022, S. 54/55 (Paid)

Rundfunkrat entscheidet: RBB kann Interims-Intendanz suchen.


Freier Schleudersitz: Der Rundfunkrat des RBB macht in einer Sonder­sitzung den Weg für eine Interims-Intendanz frei, wie sie der Verwaltungs­rat vorge­schlagen hat. Die Wahl solle "schnellstmöglich" stattfinden, ab sofort könne die Suche nach Kandidatinnen beginnen. Zur Findungs­kommission sollen der amtierende Rundfunkrats­chef Dieter Pienkny, Verwaltungs­rats­chefin Dorette König, Personal­rats­chefin Sabine Jauer und die Sprecherin der Freien-Vertretung Dagmar Bednarek gehören. Pienkny zeigt sich jedoch realistisch: "Die Kandidatinnen und Kandidaten werden nicht Schlange stehen für diesen Posten." Im Rundfunkrat sei der Job als "Schleudersitz" und "Himmel­fahrts­kommando" beschrieben worden.

Gesucht werde nun eine Person, die staatsfern und integer ist. Politikerinnen und bisherige RBB-Führungs­kräfte kämen dagegen nicht infrage, sagt Pienkny. Im Rundfunk­staatsvertrag ist eine Interimslösung nicht geregelt. Nach Einschätzung der Brandenburger Staatskanzlei, könnten Kandidatinnen jedoch ohne Ausschreibung gesucht werden. Allerdings dürfe die Amtszeit dieses Interims-Intendanten nur bis zur ordentlichen Wahl eines neuen Intendanten dauern. Das Verfahren dürfe nicht länger als ein Jahr dauern.
rbb24.de, tagesspiegel.de, sueddeutsche.de

RBB steigt bei “Riverboat” wieder aus.

Geht von Bord: Der RBB wird ab 2023 nicht mehr gemeinsam mit dem MDR die Talkshow "Riverboat" produzieren. Das RBB-Publikum habe die Sendung "nicht so angenommen, wie wir uns das erhofft hatten", sagt Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus. Der Sender war erst im Herbst 2021 eingestiegen, seitdem lief der Talk abwechselnd aus Leipzig und Berlin – ein Novum in der ARD.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Schlesinger-Kontrolleur Wolf-Dieter Wolf pflegte freundschaftliches Verhältnis zur Intendantin.

Kontroll-Kumpel: Der RBB-Verwaltungs­rats­vorsitzende Wolf-Dieter Wolf, der eigentlich die Arbeit von Patricia Schlesinger überwachen sollte, pflegte offenbar ein fast freundschaftliches Verhältnis zur ehemaligen Intendantin, zeigt das RBB-Recherche­team. Demnach haben Schlesinger, Wolf und dessen Frau mindestens einmal auf Sender­kosten gemeinsam zu Abend gegessen. Auch eine gemeinsame Reise nach Israel soll geplant gewesen sein.
tagesschau.de

Debatte: Olaf Sundermeyer fühlt sich in “Kollektivhaftung” genommen.

Feuchter Hände­druck: Die Journalistinnen des RBB fühlen sich "unverschuldet in Kollektiv­haftung genommen", schreibt Olaf Sundermeyer von "RBB24 Recherche". Im Gegensatz zu Schlesinger und und Co. erhalten Redakteure wie er keine Boni für gute Arbeit. Lediglich einen "Verzehr­gutschein über 100 Euro" habe er mal als Dank für eine ARD-Doku bekommen, die für den Grimme-Preis nominiert war. Sein Job fühle sich aktuell wie "Aufräum­arbeit" an.
zeit.de (€)

Überall plädiert für eine zentrale Compliance-Abteilung der ARD.

Zentrale Idee: DJV-Vorsitzender Frank Überall spricht sich in einem "FAZ"-Gastbeitrag für eine übergreifende Compliance-Einrichtung der ARD aus. Bisher seien die Anstalten in Sachen Compliance "durchaus unterschiedlich aufgestellt", daher sei die zentrale Bündelung entsprechender Kompetenzen sinnvoll. "Selbst ein Whistleblower-System, das unabhängig vom jeweils betroffenen Haus ansprechbar wäre", sei denkbar.
zeitung.faz.net (€)

Video-Tipp: Wie der ARD-Nachwuchs über die RBB-Affäre denkt.

Video-Tipp: "Ich habe das Gefühl, dass die, die da oben sind und Mist gebaut haben, gar nicht wissen, wie es den Leuten geht, die auch in den unteren Ebenen sind", macht NDR-Volo Jonas Kühlberg seinem Ärger zur Schlesinger-Affäre Luft. Das NDR-Medienmagazin "Zapp" hat sich bei verschiedenen ARD-Nachwuchskräften umgehört, wie sie zu der RBB-Krise und der Kritik am ÖRR stehen.
youtube.com (6-Min-Clip)

Debatte: Fusion des RBB mit dem MDR könnte ein “passabler Ausweg” sein.

Aus zwei mach eins: Meedia-Redakteur Gregory Lipinski spricht sich für eine Fusion vom krisengebeutelten RBB mit dem MDR aus. Die Beitragszahler würden so "registrieren, dass der ARD-Verbund endlich seine verkrusteten Strukturen aufbricht, und nicht mehr nur den Status-Quo verteidigt". Das durch den Zusammenschluss eingesparte Geld käme zudem dem Programm zugute.
meedia.de

RBB-Belegschaft fordert Mitspracherecht bei Neuanfang.

Wollen mitreden: Rund 500 RBB-Mitarbeitende fordern in einer Resolution ein Mitsprache­recht bei der Aufklärung der Vorwürfe um Ex-Intendantin Patricia Schlesinger. Zudem müsse die Belegschaft bei der Neu­aufstellung der Geschäfts­leitung einbezogen werden – sowohl feste als auch freie Mitarbeitende. Am Dienstag­abend hatten sich die Vertretung der freien Mitarbeitenden, der Personalrat, der Redaktions­ausschuss, die Frauen­vertretung und die Schwer­behinderten­vertretung des Senders versammelt.
rbb24.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Einer dieser Männer könnte den RBB retten.

Lese-Tipp: Der "Tages­spiegel" zeigt vier mögliche Interims-Intendanten des RBB. Ulrich Wilhelm (Foto) war BR-Intendant, ist jetzt Vorsitzender des Kuratoriums der Fazit-Stiftung und damit "weit genug vom RBB entfernt, um jedwede Verfilzung auszuschließen". Roland Jahn war u.a. CvD beim Polit-Magazin "Kontraste" und eignet sich durch seine ostdeutsche Herkunft. Auch der Ex-SWR-Intendant Peter Boudgoust und ARD-Kenner Ulrich Deppendorf sind mögliche Kandidaten.
tagesspiegel.de

Medienpolitikerinnen sprechen sich für Rundfunk-Reform aus.

Alles neu im ÖRR? Medien­politikerinnen der SPD und der Grünen sprechen sich für grund­legende Änderungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus. Grünen-Medien­expertin Tabea Rößner fordert die Stärkung der Rundfunk­räte und "klare Kriterien für die Qualifikation" für den Verwaltungs­rat. Helge Lindh, medien­politischer Sprecher der SPD, schlägt u.a. einheitliche Compliance-Regeln und öffentliche Gehälter statt "geheimer Boni" vor.
spiegel.de