RBB rechnet wegen Streik mit Programm-Einschränkungen.

Info-Mangel: Der RBB rechnet aufgrund eines Mitarbeiter-Warnstreiks heute mit Programm-Einschränkungen, berichtet Markus Ehrenberg im "Tagesspiegel". Der Sender könne aus diesem Grund "nicht so aktuell und ausführlich informieren wie gewohnt". RBB Kultur will u.a. vorproduzierte Sendungen und "mehr Musik" einsetzen, um etwaige Löcher zu überbrücken.
tagesspiegel.de

RBB setzt Werbemaßnahmen der “Jungen Welt” ab.


Werbung Ende: Die "Junge Welt" ärgert sich über die Absetzung von Werbespots bei Radio eins. Der Sender verweist dabei auf die Klage der "Jungen Welt" gegen die Bundesrepublik Deutschland. Die marxistisch orientierte Zeitung wehrt sich juristisch gegen ihre Erwähnung im Verfassungsschutzbericht. Die Absetzung des Spots bei Radio eins nennt Geschäftsführer Dietmar Koschmieder "geschäftsschädigend" und sieht darin "einen klaren Vertragsbruch und Angriff auf die Pressefreiheit".

Die "Junge Welt" wollte 2021 per Eileintrag erreichen, dass die Einträge im Verfassungsschutzbericht unterlassen werden. Im März 2022 hat ein Gericht den Antrag abgewiesen. Der jährliche Verfassungsschutzbericht erwähnt die "Junge Welt" seit 1998.
jungewelt.de, turi2.de (background)

Studie: RBB und die Deutsche Welle haben den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen.

Weniger Männerrunden: Im deutschen Rundfunk steigt die Zahl von Frauen in Führungspositionen, sagt eine Studie von ProQuote. Demnach haben RBB mit 57,4 % und die Deutsche Welle mit 50,8 % den höchsten Frauenanteil in der Programm- und Redaktions­verantwortung. Schlusslicht ist der HR mit 29,4 %. Beim privaten Rundfunk kommt ProSieben.Sat.1 auf 30 %, RTL auf 13,8 % Frauen. Besonders gering ist der Anteil weiblicher Führungskräfte in der Sportberichterstattung – sowohl im privaten als auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
proquote.de

RBB vertont Wagners “Ring des Nibelungen” als Fantasy-Hörspiel in 3D.

Old but Gold: Der RBB bereitet Richard Wagners "Ring des Nibelungen" als 16-teiliges Fantasy-Hörspiel auf. Regisseurin Regine Ahrem hat dazu die Kunstsprache Wagners ins Hochdeutsche übersetzt und neu interpretiert. Der Soundtrack zum Podcast ist ein Mix aus orchestralen Wagner-Original-Passagen und Neukompositionen des Komponisten Felix Raffel. Besonders ist die Aufnahmetechnik mithilfe eines künstlichen Kopfes, die ein dreidimensionales Hörerlebnis ermöglicht.
presseportal.de

TV-Tipp: ProSieben, Sat.1 und RBB zeigen Friedenskonzert “Sound of Peace”.

TV- und Streaming-Tipp: Das Who-is-Who der deutschen Pop-Szene setzt mit dem Friedens­konzert Sound of Peace heute ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine. Vor dem Brandenburger Tor spielen u.a. Sarah Connor, The BossHoss, Zoe Wees, Peter Maffay und Revolverheld. ProSieben und Sat.1 übertragen ab 15 Uhr im TV und Live­stream, der RBB ist im Radio ab 17 und im TV ab 20.15 Uhr dabei.
prosieben.de, rbb24.de

Porträt: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.

Sprengt die Männerrunden: Patricia Schlesingers Vater war das, was man in der DDR einen "Republikflüchtling" nannte. Seinen Freiheitsdrang hat die Tochter übernommen, natürlich in anderer Form: Dank der "Lust, in unbekannte Gefilde aufzubrechen", verschlägt es sie als Korrespondentin nach Südostasien und Washington, in ihrer Freizeit sucht sie beim Tauchen und Fliegen die Freiheit. Die neue Vorsitzende der ARD muss, anders als ihr Vater, vor nichts fliehen. Aber stillsitzen kann sie auch nicht.

Ihre Karriere zieht sie schnurstracks durch wie ein Pfeil "immer geradeaus und direkt aufs Ziel gerichtet". Das Volo macht Schlesinger beim NDR. 1997 wird sie die erste weibliche Moderatorin des ARD-Magazins "Panorama". Später übernimmt sie verschiedene Leitungspositionen im Senderverbund, darunter die Ressorts Ausland und Reportage. Die erste oder einzige Frau ist sie noch öfter, heute ist sie Mitglied der Initiative ProQuote. 2016 wird sie zur Intendantin des RBB gewählt. Bis 2024 steht sie nun an der Spitze der ARD.

In der neuen Funktion muss Schlesinger freilich viele strategische Entscheidungen fällen. Dann hilft ihr ein Gedankenexperiment: "Es kann ungemein hilfreich sein, einmal einen Nachruf auf sich selbst zu formulieren." Rückblickend hätte Schlesinger sich auf ihrem Weg gern etwas mehr Zeit gelassen. Vielleicht auch in der Küche. Denn bis heute habe sie kein Soufflé zustande gebracht, "das schmeckt und aussieht wie ein Soufflé". Koch-Experimente in diese Richtung könnte sie aber auch einfach als "Brechen mit Gewohnheiten" und "Aufbrechen von Ritualen" verbuchen – die Leitgedanken, die ihr so sehr liegen.

Tipp von Patricia Schlesinger: "Nicht einschüchtern lassen, von nichts und niemandem"

Patricia Schlesinger
Geb. 1961 in Hannover
1980: Studium Wirtschaftsgeographie, Politische Wissenschaft sowie Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Hamburg und ­Aix-en-Provence
1990: Reporterin beim ARD-Magazin Panorama
1995: Leiterin des ARD-Auslandsstudios in Singapur
2001: Auslandskorrespondentin im ARD-Studio Washington
2016: Wahl zur RBB-Intendantin nach sechs Wahlgängen
2019: Aufsichtsratsvorsitzende Degeto Film
2022: ARD-Vorsitzende


(Foto: Holger Talinski)

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #17 Jobs – lesen Sie alle Geschichten hier im E-Paper:

RBB beteiligt sich an “50:50-Challenge” für mehr Diversität.

RBB startet ab März die 50:50-Challenge für mehr Gleichberechtigung und Diversität. Die von der BBC initiierte Aktion hat das Ziel, Männer und Frauen gleicher­maßen als Gesprächs­partnerinnen ins Programm zu holen. RBB will neben dem Geschlecht auch Aspekte wie Einwanderungsgeschichte oder Behinderung stärker berücksichtigen. Bei BR und MDR läuft die Aktion bereits.
presseportal.de

Zitat: Ein Meldesystem für Affären bei Springer kann nur nach hinten losgehen, findet Heide Oestreich.

"So eine hilflose Aktion wäre nicht nötig, wenn man einfach darüber reden könnte, ob sich ein Chef oder eine Chefin problematisch verhält."

Eine Art Meldesystem für unternehmens­interne Affären einzuführen, wie es Axel Springer angekündigt hat, "kann in so einer Atmosphäre eigentlich nur nach hinten losgehen", sagt RBB-Redakteurin Heide Oestreich. Eine "vernünftige Unternehmens­struktur" würde stattdessen "völlig ausreichen".
rbb-online.de, spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Karole Wille über die Relevanz ostdeutscher Biographien.

Lese-Tipp: Der Blick in die Vergangenheit ist auch heute noch wichtig, "um aktuelle Entwicklungen zu verstehen, zu erklären und einzuordnen", sagt MDR-Intendantin Karola Wille der Teleschau. Vor genau 30 Jahren übernahmen MDR und RBB/ORB den Sendeplatz des DDR-Senders Deutscher Fernsehfunk. "Natürlich spielen die Lebenserfahrungen der Menschen hier im Osten immer eine wichtige Rolle für uns", so Wille.
teleschau.de

RBB stellt auf 2G-Regel für Beschäftigte um.

RBB lässt ab Montag nur noch geimpfte und genesene Beschäftigte in den Sender. Die "Welt" zitiert aus einem entsprechenden internen Schreiben. Wer keine Corona-Impfung oder eine überstandene Infektion nachweisen kann, soll künftig nur noch aus dem Home Office arbeiten können. Bei allen anderen ARD-Sendern gilt bisher die 3G-Regel, wonach auch negativ getestete Mitarbeitende Zutritt zu ihren Arbeitsplätzen haben.
welt.de (mit 3-Min-Video)

Anna-Mareike Krause wird nicht wie geplant ARD-Sprecherin.

Steckt zurück: Die Social-Media-Chefin des RBB Anna-Mareike Krause wird im Zuge der Übernahme des ARD-Vorsitzes doch nicht Sprecherin des Rundfunk­verbundes. Ihr Mann ist zum Vize-Sprecher des Berliner Senats bestellt worden, daher wolle sie im Sinne der Staats­ferne "auch nur den Anschein zu großer Nähe vermeiden" und trete nicht an, twittert sie. Das Social-Media-Team der ARD bleibe indes in Krauses Hand. An der Spitze der ARD-Kommunikation stehen mit dem Jahreswechsel Ulrike Simon und Justus Demmer.
twitter.com, dwdl.de

RBB zieht Berufung in jahrelangem Streit mit Verlagen um “presseähnliche Inhalte” zurück.


Wenn zwei sich streiten: Der RBB hat im Januar 2017 unzulässigerweise "presseähnlich gestaltete Inhalte" auf rbb24.de veröffentlicht. Diese Entscheidung des Landgerichts Potsdam ist nun rechtskräftig, teilt der BDZV mit. Der RBB hat seine Berufung zurückgezogen. Verlage aus Berlin und Ostdeutschland hatten der Rundfunkanstalt vorgeworfen, "in wichtigen Teilen gegen den Medienstaatsvertrag verstoßen" zu haben. Dies dürfte aus Sicht des Verbands noch immer der Fall sein, kommentiert eine BDZV-Sprecherin, auch in "einigen vergleichbaren Telemedien anderer Rundfunkanstalten".

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger und Chefredakteur David Biesinger sagen, dass die Online-Nachrichtenangebote des Hauses dem Stand von 2017 längst entwachsen sind. Auch deshalb rudern sie nun zurück: Inzwischen setze man verstärkt auf Video und Audio. Dem RBB sei eine "gute Zusammenarbeit mit den Verlagen" – man stehe vor gemeinsamen Herausforderungen – wichtiger als der Prozess, weshalb der Sender das Verfahren beendet habe, so Schlesinger.
presseportal.de (BDZV), presseportal.de (RBB), dwdl.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: RBB rechnet 2022 mit einem Fehlbetrag von 73,6 Mio Euro.

Zahl des Tages: Satte 73,6 Mio Euro Minus erwartet der RBB im kommenden Jahr. Laut dem nun durchgewunkenen Wirtschaftsplan 2022 stehen Aufwendungen von 567,4 Mio Euro nur Erträge von 493,8 Mio Euro entgegen. Immerhin ist der Fehlbetrag im Vergleich zu 2021 leicht gesunken, damals betrug er noch 90,8 Mio Euro. Radio Bremen rechnet derweil bei Gesamt-Einnahmen von 111 Mio Euro mit einem Minus von nur 3,2 Mio.
presseportal.de, dwdl.de

Video-Tipp: Kurt Krömer reaktiviert für Linda Zervakis die “Heiße Hexe”.

Video-Tipp: Linda Zervakis kehrt zur ARD zurück – jedoch nur als Gast von Anarcho-Talker Kurt Krömer. Bei "Chez Krömer" gibt sie ihre system­gastronomischen Erfahrungen mit der Heißen Hexe zum Besten. Die ARD habe sie verlassen, weil ihre Ideen auf wenig frucht­baren Boden stießen – "am Ende wird's halt doch Jörg Pilawa". ProSieben habe mit "Zervakis & Opdenhövel live" trotz mäßiger Quoten noch "Geduld".
youtube.com (29-Min-Video)

RBB übernimmt 2022 die Federführung im ARD-Studio Warschau.

RBB übernimmt im Laufe des Jahres 2022 für acht Jahre die crossmediale Feder­führung des ARD-Studios Warschau. Derzeit verantwortet der WDR das Studio in der polnischen Hauptstadt, beide Sender wechseln sich ab. Der RBB wird zwei Korrespondentinnen nach Warschau entsenden. Aktuell berichten Jan Pallokat vom RBB fürs Radio und Olaf Bock vom WDR fürs TV aus Polen.
rbb-online.de

Debatte: RBB spart mit neuem Vorabend-Programm Personalkosten.

Die Länge macht's: Der RBB sendet ab 2022 ein neues Vorabend-Programm und verärgert damit die Freien, die "in den neuen Formaten bis zu 15 Prozent weniger Honorar bekommen sollen". Programm­direktor Jan Schulte-Kellinghaus sagt, die Arbeit für eine Sendung, "die 60 Minuten dauert, ist eine andere als für ein Service­magazin, das nur 30 Minuten lang ist". Die Freien sprechen von "Honorar­dumping" und "geplantem Tarifbruch".
dwdl.de

Video-Tipp: Jung-Politikerinnen diskutieren über die Frauen-Quote.

Video-Tipp: Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal (Foto) "wäre nicht hier, wenn es keine Quote gäbe", sagt sie im "Polittalk aus der Hauptstadt" von "Süddeutscher" und dem RBB. Die liberale Berufskollegin Franziska Brandmann hingegen ist eine "absolute Gegnerin der Quote". Sie plädiert für einen faireren Wettbewerb innerhalb der Parteien und ermutigt Frauen, mehr "Gehör einzufordern".
inforadio.de (62-Min-Video), sueddeutsche.de


Ulrike Simon wird 2022 ARD-Kommunikations­leiterin.

Neue Aufgaben: Die ehemalige Medien­journalistin Ulrike Simon, die seit August für RBB-Intendantin Patricia Schlesinger kommuniziert, leitet künftig die Kommunikation der gesamten ARD, berichten "Clap" und Meedia. Sie teilt sich den Job mit RBB-Sprecher Justus Demmer, der sich ums Tagesgeschäft kümmert. 2022 wechselt der ARD-Vorsitz von WDR zum RBB. Der bisherige, vom WDR stammende ARD-Kommunikations­leiter Birand Bingül wechselt zur PR-Agentur FischerAppelt.
clap-club.de, meedia.de, turi2.de (Background Bingül)

Vorabend-Umbau: RBB tauft neuen Daily Talk “Studio 3”.

Talk talk talk: Der neue werktägliche Live-Talk des RBB wird "Studio 3 – Live aus Babelsberg" heißen, hört der "Tagesspiegel" von RBB-Gesellschafts-Leiter Torsten Amarell. Das Format soll ab Januar am Vorabend laufen. Moderatorinnen werden noch gesucht. Im Februar hatte der Sender angekündigt, ab 2022 ein "deutlich günstigeres" Vorabend-Programm einzuführen. "RBB um 6" und "zibb" werden gestrichen.
tagesspiegel.de via dwdl.de, turi2.de (Background)

Sebastian Fitzek wird “Riverboat”-Moderator.

RBB-Thriller: Bestseller-Autor Sebastian Fitzek heuert als Moderator der TV-Show Riverboat an, berichtet der "Tagesspiegel". Konkret soll Fitzek gemeinsam mit der bisherigen Moderatorin Kim Fisher den Ableger "Riverboat Berlin" präsentieren, der vom RBB produziert und am 15. Oktober zum ersten Mal ausgestrahlt wird. Bei den vom MDR produzierten Sendungen aus Leipzig bleibt es beim Moderations-Duo Fisher und Jörg Kachelmann.
tagesspiegel.de, rnd.de, turi2.de (Background)

Jörg Thadeusz moderiert bis zur Wahl nicht mehr beim WDR und RBB.

Selbstverordnete Sendepause: Bis zur Bundestagswahl moderiert Jörg Thadeusz keine weiteren Folgen mehr seiner Radio-Sendung bei WDR 2, auch die eigentlich noch für den 21. September geplante Ausgabe seiner RBB-Talkshow Thadeusz und die Beobachter entfällt. Der Moderator ist laut eigenen Angaben selbst auf die Sender zugegangen und hat den Verantwortlichen die Pause angeboten. "Ich möchte nicht, dass die Kolleginnen und Kollegen sich wegen meines Fehlers Zweifel an ihrer journalistischen Integrität ausgesetzt sehen", twittert er. Grund ist eine im Juni von Thadeusz veröffentlichte Kolumne im Wahlkampf-Magazin des Berliner FDP-Landesverbands. Mitarbeitende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dürfen sich "nicht aktiv im Wahlkampf betätigen", lässt etwa der WDR wissen.

Die bei WDR 2 geplanten Gespräche mit den Politikerinnen Sahra Wagenknecht, Norbert Röttgen und Bernd Baumann übernimmt stattdessen Thomas Bug. Beim RBB hätte seine Talkshow noch mit einer Ausgabe vor der Wahl im Programm bleiben sollen, dort hätte er allerdings eine Stellungnahme abgeben sollen. "Diese Lösung hätte Transparenz hergestellt, zumal in der Sendung ausschließlich Journalisten und Journalistinnen und keine Politikerinnen und Politiker zu Gast gewesen wären", sagt RBB-Chefredakteur David Biesinger. Man wolle trotzdem "am Vorhaben, aus verschiedenen Perspektiven und ohne parteipolitische Beteiligung auf den Wahlkampf zu schauen" festhalten und will daher kurzfristig ein Ersatzprogramm auf die Beine stellen.
twitter.com, wdr.de, presseportal.de, turi2.de (Background), Foto: RBB/Oliver Ziebe

Hör-Tipp: Weshalb Jörg Thadeusz auf Sendung bleibt und Marion Brasch nicht.

Hör-Tipp: "Warum muss Marion Brasch pausieren, aber Jörg Thadeusz nicht?", fragen Daniel Bouhs und Jörg Wagner im Radioeins-"Medienmagazin" RBB-Chefredakteur David Biesinger (Foto). Der Sender hatte Thadeusz und Brasch für ihre Wahlkampf-Engagements abgestraft: Brasch bekam Sendeverbot bis zur Wahl, Thadeusz nicht. Eine Ungleichbehandlung sieht Biesinger darin nicht: Brasch wäre anders als Thadeusz bis zur Wahl noch täglich auf Sendung gegangen. Bei Thadeusz und die Beobachter ließe sich eine "ganz andere Form von Transparenz" herstellen, u.a. weil dort andere Journalistinnen zu Gast seien.
daniel-bouhs.de (10-Min-Audio), turi2.de (Background)

Übermedien: RBB zieht Konsequenzen nach Wahlkampf-Engagement zweier Moderatorinnen.

Abgestraft: Der RBB straft zwei seiner Moderatorinnen ab, berichtet Übermedien. Marion Brasch hat demnach bis zur Bundestagswahl Sendeverbot, weil sie einen Wahlaufruf für den Spitzenkandidaten der Linken in Berlin, Klaus Lederer, unterzeichnet hat. TV-Moderator Jörg Thadeusz hat eine Kolumne im Wahlkampf-Magazin des Berliner FDP-Landesverbands verfasst, muss sich dafür aber nur eine Standpauke anhören und eine Stellungnahme veröffentlichen. Seine Talk-Sendung "Thadeusz und die Beobachter" darf er weiter moderieren.
uebermedien.de (Paid)

Grünen-Politiker gibt sich bei RBB-Umfrage zum Thema Radverkehr als unbefangener Bürger aus.

Tour de Farce: Der RBB sieht sich gezwungen, ein Video einer Straßenumfrage zum Thema "Radfahren in Berlin" für die "Abendschau" zu löschen. Ein Befragter lobte darin die umstrittenen Pop-Up-Radwege in Berlin, entpuppte sich aber später als der Grünen-Abgeordnete Georg Kössler. Nach empörten Reaktionen im Netz, entschuldigte sich der Sender per Tweet und löschte den kurzen Beitrag.
welt.de, twitter.com (Entschuldigung)

RBB und MABB plädieren im “Tagesspiegel” für einen “zeitgemäßen” Medienstaatsvertrag.

Schulterschluss: Patricia Schlesinger (rechts im Bild) und Eva Flecken, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, eint der "Einsatz gegen Desinformation und für journalistische Sorgfalt, unser Engagement für mediale Vielfalt", schreiben sie im "Tagesspiegel". Die RBB-Intendantin und die oberste Privatsender-Kontrolleurin verfassen einen gemeinsamen Gastbeitrag zum 30-jährigen Jubiläum des Medien­staats­vertrags und fordern eine "zeitgemäße Ausgestaltung". Regionale Grenzen zwischen Berlin und Brandenburg seien inzwischen überwunden, heute verliefen Risse "nicht entlang von Mauern und Stacheldraht", sondern "quer durch die Gesellschaft, zerfallen in lautstarke Teilgruppen, die einander kaum zuhören und andere Sichtweisen nur schwer aushalten".

Schlesinger sieht es daher als Aufgabe des RBB, auch die Menschen zu erreichen, "die es nicht mehr gewohnt sind, den Fernseher zu einer bestimmten Uhrzeit einzuschalten" und sie "nicht den Algorithmen der Tech-Konzerne überlassen". Der RBB wünscht sich insgesamt mehr Freiheiten: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle flexibler entscheiden dürfen, "welche Sender künftig linear verbreitet werden sollen und welche besser rein digital". Es sei die Aufgabe der Länder, das zu ändern. Flecken wiederum stellt heraus, dass die MABB längst nicht mehr nur digitale Angebote klassischer Rundfunkveranstalter im Blick hat, sondern auch Kanäle bei YouTube, Facebook und Co. Regulierung und Förderung müssten dabei "Hand in Hand" gehen. Auch die "staatsferne Förderung lokaljournalistischer Medien" durch die MABB bleibe relevant. Gerade in Krisenzeiten habe man gemerkt, wie groß der Bedarf an "sorgfältig recherchierten, unabhängigen Nachrichten aus Region und Nachbarschaft" sei.
tagesspiegel.de

NDR/rbb und SWR gehen Wahlmanipulation im Internet auf die Spur.

NDR/rbb und SWR dokumentieren Manipulationen vor der Bundestagswahl. In "Wahlkampf undercover - Wie PR-Profis uns manipulieren" schleusen sich Reporterinnen von NDR/rbb in PR-Agenturen ein. Die Doku ist ab 26. August in der ARD Mediathek verfügbar. "Die geheimen Meinungsmacher. Wie wir im Wahlkampf manipuliert werden" zeigt der SWR, wie radikale Gruppen und Verschwörungstheoretiker versuchen, Wählerinnen zu manipulieren. Die Doku läuft am 6. September in der ARD.
presseportal.de

Zitat: Patricia Schlesinger sieht die Info-Offensive der Privaten gelassen.

"Ich finde es gut, wenn möglichst viele Sender gute Nachrichtensendungen anbieten. Je mehr es davon bei den Privaten gibt, desto besser."

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger blickt im "Spiegel"-Interview entspannt auf die Info-Offensiven von RTL und ProSiebenSat.1. An "manchen Stellen" habe man es einfacher als die Konkurrenz, etwa wenn es um Korrespondentinnen vor Ort geht.
spiegel.de (Paid)

MDR und RBB sichern sich Senderechte an der Fußball-Regionalliga Nordost.

Sport frei: MDR und RBB zeigen die Regionalliga Nordost auch in den kommenden vier Spielzeiten im Fernsehen. SportA, die Sport-Rechteagentur von ARD und ZDF, konnte sich mit Ostsport TV, dem künftigen Produzenten aller Spiele, auf einen langfristigen Vertrag bis zur Saison 2024/25 einigen. Der MDR kann so auch weiter u.a. Livespiele über seine Marke "Sport im Osten" senden.
presseportal.de

Zitat: Jan Schulte-Kellinghaus erinnert sich an die Digital-Anfänge der Öffentlich-Rechtlichen.

"Spätestens vor fünf Jahren hätte man noch viel konsequenter umsteuern müssen, als wir es bisher getan haben."

RBB-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus sagt im im "​Innovationstheater"-Podcast von Dennis Horn, dass er in seinem 25-jährigen Berufsleben noch Chefs kennengelernt hat, die das Internet als "temporäre Zeiterscheinung" bezeichnet haben.
dennishorn.de (48-Min-Audio)

Neue Podcast-Reihe erzählt Ken Jebsens Weg zum Verschwörungsideologen nach.

Abgedriftet: NDR, RBB, Studio Bummens und K2H starten eine sechsteilige Audio-Doku-Serie über Ken Jebsen. Der Podcast zeichnet dessen Weg vom "aufstrebenden Radiomoderator" in den 90ern zum "einflussreichsten Verschwörungsideologen Deutschlands" nach. Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen? läuft ab 13. Juni u.a. in der ARD-Audiothek, linear bei Radioeins sowie auf N-Joy. Neue Folgen gehen wöchentlich raus.
presseportal.de, cui-bono.podigee.io (3-Min-Trailer)

RBB steigt ab Herbst bei “Riverboat” ein.

Geht an Board: Der RBB wird ab Herbst Teil der MDR-Sendung Riverboat. Beide Sender sollen die Talk-Runde ab dem 15. Oktober im wöchentlichen Wechsel produzieren und zeitgleich ab 22 Uhr ausstrahlen. MDR-Intendantin Karola Wille spricht von einer Stärkung der "Riverboat"-Marke sowie einer Schaffung "wichtiger Synergien für digitale Entwicklungen". Die freitägliche RBB-"Abendshow" auf dem künftigen "Riverboat"-Sendeplatz mit Ingmar Stadelmann und der Talk Hier spricht Berlin erhalten hingegen keine Fortsetzung.
dwdl.de

Fachjournalistin Ulrike Simon kommuniziert künftig für die Intendanz des RBB.


Wechselt die Seiten: Ulrike Simon, 52, kommt dem Medienjournalis­mus abhanden und geht in die Unternehmenskommunikation des RBB. Damit sichert sich Intendantin Patricia Schlesinger die Dienste einer der profiliertesten Medienjournalistinnen Deutschlands. Schlesinger lobt Simons "profundes Wissen" und ihr "ausgezeichnetes Netzwerk". Nach Stationen u.a. beim "Tagesspiegel" ist Simon seit 2008 freiberuflich tätig – sie hat in der Zeit etwa für Madsacks RND, den "Spiegel" und das Marketing-Fachblatt "Horizont" gearbeitet. Künftig soll sie gemeinsam mit Unternehmenssprecher Justus Demmer zu "Fragen der Medienpolitik" strategisch kommunizieren.

Simon sagt der "Süddeutschen Zeitung", dass es in ihrer neuen Rolle um "wirklich Entscheidendes" gehe. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk stehe "unter Beschuss" und sei "zugleich gesellschaftspolitisch so wichtig wie nie. "Horizont"-Herausgeber Uwe Vorkötter und Chefredakteurin Eva-Maria Schmidt bedauern den Verlust der "ausgewiesenen Expertin mit intimen Kenntnissen und hervorragenden Kontakten in der Medienszene". Simon habe "dazu beigetragen, das publizistische Profil" des Blattes zu schärfen.
presseportal.de, horizont.net, sueddeutsche.de

Mitarbeit: Markus Trantow

RBB muss wegen Streik der freien Mitarbeiterinnen Programm umstellen.

Freie machen frei: Der RBB muss aktuell Programmeinschränkungen hinnehmen, weil etliche freie Mitarbeiterinnen noch bis 5. Mai gegen Sparmaßnahmen demonstrieren. Am Montag- und Dienstagabend sind deswegen alte Ausgaben der TV-Sendung "Zibb" gelaufen, die im kommenden Jahr vom Sender geht. Die RBB-Freienvertretung und 450 Mitarbeiterinnen in diversen Redaktionen unterstützen die Aktion.
tagesspiegel.de, frei-im-mai.rbbpro.de, turi2.de (Background)

Das RBB Kulturradio vergrault seine Stammhörerschaft, schreibt die “Süddeutsche Zeitung”.

Trauer-Ohrspiel: Das RBB Kulturradio vertreibt mit seiner Neuausrichtung des Programms die Stammhörerinnen, schreibt Peter Richter in der "Süddeutschen Zeitung". Dem RBB sei die "Alte Musik" demnach "zu alt" geworden. So würden u.a. Kammer- und Sinfonieorchester, "mit denen Berlin und Brandenburg gesegnet" seien, jetzt nach "Biosauna eines Wellnesshotels im Spreewald" klingen. In einer RBB-Umfrage werten knapp 64 % der Hörerinnen die Programmreform als Verschlechterung.
sueddeutsche.de, landesmusikrat-berlin.de (RBB-Umfrage)

Berlin und Brandenburg verschieben Erneuerung des RBB-Staatsvertrags.


Mal wieder Rundfunk-Zank: Die Staatskanzleien Berlins und Brandenburgs setzen die Novellierung des RBB-Staatsvertrags wegen inhaltlicher Unstimmigkeiten vorerst aus. Ein Streitpunkt ist ein Modellversuch, der es dem RBB erlauben würde, einen seiner Radiosender ins Internet zu verlagern. Intendantin Patricia Schlesinger macht sich für eine solche Lösung stark, der Brandenburg nach "Tagesspiegel"-Informationen aufgeschlossener gegenübersteht als Berlin.

Eine Entscheidung gibt es voraussichtlich erst im Frühjahr 2022, auch weil in Berlin im September Wahlen anstehen. Danach werden u.a. die Medienausschüsse neu besetzt. Auch die Struktur der Gremien sowie die Vertretung freier Mitarbeiterinnen im Personalrat sind Problemthemen des aktuellen Vertragsentwurfes. Der DJV Berlin und Verdi fordern in einer gemeinsamen Erklärung entgegen der Ankündigungen der Staatskanzleien, den Vertrag noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. "Misslungenes politisches Taktieren" dürfe nicht zu Lasten des Rundfunks gehen. Die Verschiebung sei ein "verheerendes Signal an die freien Mitarbeiter:innen".
dwdl.de, tagesspiegel.de

Im Führerhaus statt im letzten Wagen: So lief das turi2-Chefingespräch mit Patricia Schlesinger.


Menschen und Moneten: "Wir müssen bestimmte Dinge sein lassen, damit wir neue Dinge tun können", sagt RBB-Intendantin Patricia Schlesinger im Chefingespräch mit Peter Turi im turi2 Clubraum. Unter "sein lassen" fällt die Streichung zweier Formate, 75 freie Mitarbeiterinnen sollen nicht mehr im bisherigen Umfang beschäftigt werden. Ein Sender muss die Möglichkeiten haben, sich zu verändern, erklärt Schlesinger. Das gelte auch für die Diversität in den Redaktionen: Bei Arbeiter- und Migrantenkindern "sind wir noch nicht gut genug", gibt sie zu. Auch mit sprachlichem Wandel geht Schlesinger offen um: Mit dem Gendersternchen konnte sie sich anfangs nur schwer anfreunden, inzwischen ist sie aber überzeugt, dass sich die Schreibweise durchsetzen wird.

Patricia Schlesinger plädiert dafür, Menschen dort zu erreichen, wo sie sind: im Netz und im klassischen Radio und TV. Für den Sender bedeute das, mit weniger Geld und weniger Menschen mehr Programm zu machen. Dass dieser Wandel den Menschen im RBB einiges abverlangt, ist Schlesinger bewusst. Wenn der Zug abfährt, steige sie aber "lieber ins Führerhaus anstatt in den letzten Wagon". Vorne könne man nämlich noch mitentscheiden, welche Weiche man nimmt.
turi2.tv (52-Min-Audio), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

RBB will 75 freie Mitarbeiterinnen ab 2022 “nicht mehr im gleichen Umfang beschäftigen”.

RBB setzt erneut bei Freien den Rotstift an und schickt 75 Personen Ankündigungen, dass man sie ab 2022 "nicht mehr im gleichen Umfang wie bisher beschäftigen" könne. Grund sind die Absetzungen der Ländermagazine RBB um 6 und zibb. Freie Aufträge für die Betroffenen soll es trotzdem weiterhin geben, ihnen stehe der Weg in andere RBB-Redaktionen offen.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Zitat: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger will Empörung im Netz etwas entgegenstellen.

"Wir müssen eine Art schöpferischer Zerstörung betreiben, um möglichst schnell kraftvoll im Digitalen präsent sein zu können."

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger fordert im Interview mit der "FAZ", dass alle Qualitätsmedien stärker im Digitalen präsent sein sollen, um den empörungsgetrieben Geschäftsmodellen etwas entgegenzustellen.
faz.net (Paid)

“FAZ”: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wünscht sich mehr Flexibilität von der Politik.


Gegenpol zur Stimmungsmache: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wünscht sich im "FAZ"-Interview von der Politik mehr Flexibilität bei den Programmstrukturen und Verbreitungswegen: "Wir müssen schneller und flexibler als bisher reagieren können, sonst verlieren wir Publikum. Wir müssen besser als bisher auf neue Entwicklungen vorbereitet sein, die vielleicht schneller kommen, als wir denken."

Schlesinger sagt, wenn die USA der "Schrittmacher neuer digitaler Kommunikationstechnologien" sind, zeigt das, "dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer Demokratie zur Basis-Infrastruktur gehört". Teilöffentlichkeiten entstünden aus wirtschaftlichen Überlegungen, besonders im Netz will sie dazu ein starken Gegenangebot bieten: "Der digitale Raum ist de facto im Privatbesitz, mit den dazugehörigen Geschäftsmodellen, die vielfach empörungsgetrieben sind." (Foto: Holger Talinski für die turi2 edition)
"FAZ", S. 12 (Paid), turi2.de (Interview mit Schlesinger in der turi2 edition #13)

Aus dem turi2.tv-Archiv (01/2021): Patricia Schlesinger im Videofragebogen.

Vorabend-Umbau: RBB setzt auf kostengünstigere Sendungen.

RaBBatt-Programm: RBB schraubt ab 1. Januar 2022 an seinem Vorabend-Programm, die Länder-Magazine RBB um 6 und zibb entfallen dann. Insgesamt sei der neue Vorabend "deutlich günstiger" zu produzieren, sagt Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus – unabhängig davon, ob der Rundfunkbeitrag demnächst doch noch steigt oder nicht. Unter anderem ist ein neues Ratgeber-Format geplant, das jeden Tag einen inhaltlichen Schwerpunkt hat. Zudem will der RBB einen neuen Live-Talk mit prominenten Gästen ausstrahlen.
presseportal.de, dwdl.de

Gottschalk in da House: Thomas Gottschalk crasht ARD-Kuschelrunde.

Gottschalk hebt Hand und Stimme: Moderatoren-Urgestein Thomas Gottschalk, 70, hat am Sonntagabend eine behagliche Kuschelrunde um RBB-Intendantin Patricia Schlesinger in der Audio-App Clubhouse mit einer fulminanten Wutrede gecrasht -allerdings nachdem Schlesinger die Runde verlassen hatte. Gottschalk meldet sich gegen 19.10 Uhr, wird von Moderator und PR-Mann Wolfram Winter auf die Bühne geholt und legt aus dem Stand los: "Wir senden uns hier in einem Verwaltungsmoloch zugrunde, wo die Anstalten sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnen. ... Ich bin der Meinung, dass es jetzt Corona-Stäbe gibt, die schon Angst davor haben, dass die Seuche in den Griff zu kriegen ist, weil dann sämtliche Krisenstäbe eingestampft werden. Sowas können sie."

Gottschalk hält den "Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen" für "einfach katastrophal". "Sie sind ja nicht mal in der Lage ihre eigenen Programme zu promoten, ins Fenster zu stellen, weil dann der MDR sagt: Moment, wir senden gegen den SWR im Dritten. Die treten sich gegenseitig auf die Füße, da ist kein Gesamtmanagement dahinter." Gottschalks Fazit nach knapp drei Minuten Wutrede: "Ich bin voll heiligem Zorn, was die Chancen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens betrifft und wie wenig daraus gemacht wird. Und wenn man jetzt nach 50 Jahren sagt, wir lernen ja dazu – dann muss ich sagen, das hat wirklich gedauert."

Im Lauf der sich anschließenden Diskussion sagt Gottschalk, er sehe die Zukunft der ARD "eher im Radio", wo er eine "größere Hörernähe" und "teilweise geniale Beiträge" wahrnimmt, auf den Kulturwellen gebe es "unglaublich tolle Features", das sei "der öffentlich-rechtliche Auftrag". Nach Gottschalks Wutrede schnelle die Zuhörerzahl der Runde kurzfristig auf 2.700 hoch, um 19.38 Uhr sagt Gottschalk gute Nacht. Als Moderator Wolfram Winter um 20.00 Uhr eine Fortsetzung der Reihe für nächsten Sonntag, 18-20 Uhr, ankündigt, sind noch 770 Zuhörer*innen in der Clubhouse-Session.
turi2 war Ohrenzeuge, turi2.de (Background zur Sendung)

turi2 edition #13: Patricia Schlesinger über Gebühren und Geduld.


Under construction: Patricia Schlesinger lässt beim RBB kaum einen Stein auf dem anderen. Die Intendantin holt mehr Frauen in Führungsjobs und organisiert die journalistische Arbeit neu. Im Gespräch mit Markus Trantow für die turi2 edition #13 stellt sie ARD und ZDF in der Pandemie ein gutes Zeugnis aus und wirbt für “mehr Geduld” mit der Politik: “Was hier passiert, ist neu für uns alle, wir sind eine Lerngemeinschaft.” Sie können das Interview im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …