Tom Buhrow sieht bei der Standortwahl der ARD-Kulturplattform keine Taktik.

ARD: Halle an der Saale als favorisierter Standort für die neue senderübergreifende Kulturplattform hat "keine taktischen Überlegungen", sagt Tom Buhrow im Deutschlandfunk-Interview. "Laute politische Forderungen haben es uns eher schwerer gemacht", sagt der ARD-Vorsitzende. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat sich bei der Erhöhung des Rundfunkbeitrags enthalten und kritisiert, dass sich kaum gemeinsame ARD-Einrichtungen in Ostdeutschland befänden.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Wegen Corona geschlossene Betriebe können sich Rundfunkbeitrag zurückholen.

Rundfunkbeitrag: Betriebe, die wegen Corona mindestens drei Monate am Stück auf behördliche Anordnung komplett dicht machen mussten, können sich ihre gezahlten Abgaben jetzt rückwirkend zurückholen. Das haben die Rundfunkanstalten beschlossen. Gemeinnützige Einrichtungen können ab sofort eine Freistellung beantragen.
mz-web.de, rundfunkbeitrag.de

Sachsen-Anhalt-Deal soll Landtag von Erhöhung des Rundfunkbeitrags überzeugen.

Rundfunkbeitrag: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (Foto) will den Landtag von einer Erhöhung der Abgabe überzeugen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Dazu rufe Haseloff ARD, ZDF und Deutschlandradio per Brief zu mehr Sparsamkeit auf und fordere eine öffentlich-rechtliche Gemeinschaftseinrichtung in Sachsen-Anhalt. Den Zuschlag soll es offenbar für die von der ARD geplante Online-Kulturplattform geben.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Kulturplattform), turi2.de (Erhöhung Rundfunkbeitrag)

“Bild” schreibt den “Aufstand gegen Rundfunkgebühren” herbei.

Rundfunkbeitrag: Wegen Corona lehnt CSU-Politiker Stefan Müller eine Erhöhung der Abgabe von derzeit 17,50 auf 18,36 Euro ab. "Bild" berichtet und macht aus der Forderung des Protagonisten gleich gewohnt marktschreierisch einen "Aufstand". Die "Bild"-Leser*innen scheinen überzeugt: Mehr als 90 % von 93.000 Menschen finden laut eingebauter Umfrage, dass die Erhöhung des Rundfunkbeitrags gestoppt werden sollte.
bild.de, turi2.de (Background)

ORF rechnet mit bis zu 50 Mio Euro weniger Einnahmen.

ORF rechnet in der Krise mit einem operativen Minus zwischen 28,6 und 50 Mio Euro, zitiert der "Standard" aus der Stiftungsrat-Sitzung den ORF-Chef Alexander Wrabetz. Die Rekordarbeitslosigkeit lässt die Einnahmen aus den Rundfunkgebühren einbrechen, da Arbeitslose in Österreich unter bestimmten Bedingungen von der Abgabe befreit sind.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Schweiz senkt Rundfunkbeitrag um 10 %.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz senkt ihre Rundfunkgebühr ab 2021 um rund 10 % auf jährlich 335 Franken pro Haushalt, umgerechnet knapp 319 Euro. Bereits Anfang 2019 wurde die Radio- und TV-Abgabe von 451 Franken auf 365 Franken reduziert. Zum Vergleich: In Deutschland zahlt jeder Haushalt derzeit 210 Euro Rundfunkbeitrag im Jahr, künftig sollen es 220,32 Euro werden.
digitalfernsehen.de, persoenlich.com

Meinung: Die Landesmedienanstalten müssen reformiert werden.

Landesmedienanstalten sind zu teuer, veraltet und intransparent, schreibt Helmut Hartung in der "FAZ". Die Aufsicht des Privatrundfunks müsse reformiert werden. Von den 18,36 Euro an monatlichen Rundfunkgebühren erhalten sie 35 Cent. Doch es fehle an einer Überwachung der Mittelverwendung. Die Rechtfertigung für die Finanzierung durch den Rundfunkbeitrag liege in der Sicherung einer staatsfreien Medienaufsicht.
"FAZ", S. 16 (Paid)

Sachsen-Anhalt blockiert Erhöhung des Rundfunkbeitrags.

Rundfunkbeitrag: Sachsen-Anhalt hat einer Erhöhung auf 18,36 Euro als einziges Bundesland bisher nicht zugestimmt. Staatskanzlei-Chef Rainer Robra (Foto) fürchtet eine weitere Erhöhung schon in einigen Jahren und versteht die Enthaltung als "eine Warnung", sagt er der "Süddeutschen Zeitung". Von den Anstalten erwartet Robra "verbindliche Zusagen", alle Einsparpotenziale aufzugreifen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 15 (Paid)

Tom Buhrow plant keinen Komplettumzug der ARD-Filmtochter Degeto.

Degeto, ARD-Filmtochter, soll nicht komplett nach Leipzig umziehen, beschwichtigt Tom Buhrow im "Handelsblatt" die internen Kritiker. Bei den Degeto-Mitarbeitern in Frankfurt/Main wachse der Widerstand. Buhrow will die ARD künftig ostdeutscher aufstellen. 49 der 50 Gemeinschaftseinrichtungen befinden sich in Westdeutschland, was u.a. die sächsische Regierung bemängelt.
handelsblatt.com

KEF kritisiert ARD-Wetterberichte weiter, HR weist Vorwürfe zurück.

HR weist die Kritik der KEF aus der "Sonderuntersuchung Wetterberichterstattung" an der gemeinsamen Produktion der ARD-Wetterberichte zurück und sagt der "Süddeutschen Zeitung", sie beruhe auf einer "ergebnisoffenen und professionellen Standards genügenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung". Die KEF wirft der ARD vor, die Angebote seien "unsachgemäß verglichen" worden und jede Anstalt mache ihr eigenes Wetter-Ding, oft ohne besagte, belastbare Untersuchung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: “Welt am Sonntag” beleuchtet die “teuerste Maus der Welt”.

Lese-Tipp: Die öffentlich-rechtlichen Sender brauchen mehr "Empfängerbewusstsein", schreibt die "Welt am Sonntag" in einer mehrseitigen Titelgeschichte über die geplante Erhöhung der Rundfunkgebühr. Laut Staatsrechtler hätten die Länder, die der Erhöhung zustimmen müssen, nur die "Rolle der Abnicker" für die "teuerste Maus der Welt". Die "Strukturdebatten" innerhalb der Anstalten hätten keine Folgen.
"Welt am Sonntag", S. 15-18 (Paid)

Lese-Tipp: Trolle machen Stimmung gegen ARD und ZDF, beobachtet der “Spiegel”.

Lese-Tipp: Die Gegner von ARD und ZDF "sitzen längst im Bürgertum", schreibt der "Spiegel" über eine Allianz aus rechten Trollen und vermehrt bürgerlichen Parteien, die öffentlich gegen die öffentlich-rechtlichen Sender wettern. Darunter auch eine YouTuberin, die zum Boykott der Rundfunkgebühr aufruft. Die Kritik am Programm sei nicht neu, doch die "Umweltsau"-Debatte habe "etwas aus dem Gleichgewicht" gebracht.
"Spiegel" 9/2020, S. 70-73 (Paid)

Rundfunkbeitrag: Kef legt sich auf Vorschlag von 18,36 Euro pro Monat fest.

Rundfunkbeitrag soll ab 2021 um 86 Cent auf 18,36 Euro pro Monat steigen, empfiehlt die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (Kef) den Bundesländern. Die müssen dem Vorschlag noch zustimmen. Damit bleibt die Kef bei der Erhöhung, die sie bereits im November vor der Anhörung der Sender in ihrem Entwurf festgehalten hatte.
bild.de, turi2.de (Background)

Tom Buhrow begründet großes Kommunikationsteam mit erklärungsbedürftiger Beitragserhöhung.

Erklärungsbedürftig: ARD-Vorsitzender Tom Buhrow erklärt im Deutschlandfunk, warum sein Kommunikationsteam so viel größer ist als das seines Vorgängers Ulrich Wilhelm. 2020 sei ein "Beitragsjahr", in dem über die Höhe des Rundfunkbeitrags entschieden wird, was "eine besondere Kraftanstrengung" erfordere. Selbst bei einer Erhöhung werde die ARD wohl nicht darum herumkommen, "auch im Programm Anpassungen vorzunehmen". Es stünden noch "viele, auch schmerzhafte" Diskussionen an.
deutschlandfunk.de (Text und 10-Min-Audio), turi2.de (Background)

KEF kritisiert die gemeinsamen ARD-Wetterberichte.

ARD: Die Zentralisierung der Wetter-Redaktion, um künftig nur noch einen gemeinsamen Anbieter zu bezahlen, ist nicht unbedingt günstiger, zitiert die "Wirtschaftswoche" aus einem Gutachten der Gebührenkommission KEF. Die ARD habe bei der Auftragsvergabe "in eklatanter Weise" gegen die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit verstoßen. Ein unterlegenes Angebot sei womöglich "wirtschaftlich günstiger".
wiwo.de (Paid)

Ministerpräsident Laschet ermahnt öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu Kostendisziplin.


Unterwegs mit Ihren Gebühren? Öffentlich-rechtliche Sender haben "eine privilegierte Stellung" mit "überdurchschnittlichen Gehältern", mahnt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im "Spiegel"-Interview. Die Medienlandschaft stehe "insgesamt unter Druck", ganze Lokalzeitungsredaktionen würden geschlossen. Dagegen sei im öffentlich-rechtlichen Rundfunk alles "staatlich garantiert, egal ob es einer schaut oder nicht." Mit Blick auf die "Umweltsau"-Satire erwartet Laschet "auch eine gewisse Verantwortung". Die Ausgaben für Sportlizenzen seien "absurd", dort müssten die Sender "behutsamer und sparsamer" sein. Auch die Honorare für "Moderatoren von Samstagabendshows" erscheinen Laschet "teilweise zu hoch".

Dass die ARD mittels Framing versuchte, das Image aufzupolieren, sei "alles andere als hilfreich". Es dürfe nicht "der Eindruck eines Schönsprechs erzeugt werden". Haltung ersetze nicht Qualität. "Bei denen, die das System prinzipiell ablehnen, hilft nichts mehr", resigniert Laschet. Die öffentlich-rechtlichen Medien berichten "professionell, kompetent und objektiv", lobt der NRW-Ministerpräsident. Mit knapp 400.000 Euro im Jahr verdient Buhrow fast doppelt so viel wie der Ministerpräsident, schreibt der "Spiegel". "Ich neide Tom Buhrow sein Gehalt nicht", gibt sich Laschet gelassen, "jeder Sparkassendirektor" erhalte mehr als ein Ministerpräsident.
"Spiegel" 3/2019, S. 78-79 (Paid)

“Welt am Sonntag”: WDR engagiert Agentur für Krisenkommunikation.

WDR engagiert vorsorglich die auf Krisenkommunikation spezialisierte Agentur Media 5, die helfen soll, den ab 2021 wohl steigenden Rundfunkbeitrag zu kommunizieren, schreibt die "Welt am Sonntag". Geschäftsführer Andreas Fünfgeld ist Ex-Pressesprecher von RTL2. Wolfram Winter, Ex-Kommunikationschef von Sky, ist als Berater Teil des auf zwei Jahre angelegten Projekts.
"Welt am Sonntag" (Paid)

Boris Johnson will Gebührenverweigerer nicht mehr bestrafen.

BBC-Logo-150x150Großbritannien: Premierminister Boris Johnson schießt weiter gegen die BBC. Er überlege, die Nichtzahlung der Rundfunkgebühren zu entkriminalisieren, berichten "Guardian" und "Mail on Sunday". Jährlich werden rund 180.000 Gebührenverweigerer angeklagt, 150.000 verurteilt. Minister von Johnsons konservativer Regierungspartei boykottierten am Sonntag wegen der angeblichen Anti-Tory-Haltung der BBC die Morgensendung von Radio 4.
derstandard.at, theguardian.com, dailymail.co.uk, turi2.de (Background)

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm beklagt Umverteilung zum ZDF und Deutschlandradio.


Wilhelms Wünsche: BR-Intendant Ulrich Wilhelm, bis Jahresende noch ARD-Vorsitzender, will mit der Gebühren-Kommission Kef über deren Vorschlag zur Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro nachverhandeln. Vor den Gesprächen am Mittwoch sagt Wilhelm im "FAZ"-Interview, er sei "freilich nicht mit allen Aspekten des Kef-Berichts glücklich", der Vorschlag bleibe unter der Teuerungsrate. Für nicht nachvollziehbar hält er die vorgeschlagene "nicht unbedeutende Umverteilung von der ARD zum ZDF und Deutschlandradio". Damit würden nationalen Angebote zulasten der regionalen gestärkt. "Wir brauchen aber beides", sagt Wilhelm. Auch den verwehrten Wechsel auf ein Index-Modell bedauert Wilhelm.

Er sei "natürlich froh" über die erste "moderate Beitragssteigerung" seit zwölf Jahren und respektiere die Rolle der Kef, dennoch bestünden "Differenzen zu unseren Einschätzungen in einer Reihe von Punkten". "Bitter" sei insbesondere, "dass wir zu wenig junge Menschen einstellen können, mit neuen Berufsbildern". Die Politik müsse sich entscheiden, "welche Rolle der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft ausfüllen soll, ob sein Angebot also kleiner werden soll oder nicht".
faz.net (Paid), dwdl.de

Markus Söder fordert Ministerpräsidenten zur Einigung beim Rundfunkbeitrag auf.

Rundfunkbeitrag: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ruft die Länder zur Einung auf. Es dürfe beim Rundfunkbeitrag keine Blockade geben, sagt Söder im BR. In Zeiten von Fake News brauche es "einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Der CSU-Chef attestiert der ARD "ein ganz neues Kostenbewusstsein", die Gebühren-Kommission KEF habe sich bei ihrem Vorschlag zur Erhöhung auf 18,36 Euro "sehr beschränkt".
br.de, welt.de

Tom Buhrow will als ARD-Chef Gemeinschaftseinrichtungen auf den Prüfstand stellen.

ARD: WDR-Intendant Tom Buhrow sorgt schon vor seinem Amtsantritt als ARD-Vorsitzender mit dem Plan für Furore, alle Gemeinschafts­einrichtungen auf den Prüfstand zu stellen und einige in den Osten zu verlegen, berichtet Kai-Hinrich Renner. Bis Mitte Januar solle jede ARD-Anstalt fünf bis zehn Vorschläge machen. Zu den rund 50 Einrichtungen gehören u.a. ARD Aktuell, die Degeto und der Beitragsservice. Buhrows Kommunikations­team steht bereits und hat 15 Mitglieder, elf mehr als Amtsinhaber Ulrich Wilhelm hat. Ex-Sky-Kommunikationschef Wolfram Winter und der frühere RTL2-Sprecher Andreas Fünfgeld beraten Buhrow.
morgenpost.de (Paid)

Befreiung der Rundfunkbeitragspflicht für Nebenwohnung ist künftig einfacher.

Rundfunkbeitrag: Künftig können auch Ehepartner und eingetragene Lebenspartner eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht für eine Nebenwohnung beantragen. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat das Befreiungsverfahren geändert und reagiert damit auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts.
dwdl.de

FDP-Politiker wollen Berichterstattung von ARD und ZDF aufteilen.

Rundfunkgebühren: Die FDP-Landesverbände in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen fordern in einem Positionspapier eine Reformierung von ARD und ZDF, schreibt "Welt". Das ZDF solle sich künftig um nationale Berichterstattung kümmern, die bereits dezentral aufgestellte ARD solle regional berichten. Flaggschiffe wie die "Tagesschau" sollen bleiben.
welt.de

Dänemark nutzt Einsparungen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern für Digitalisierung.

Dänemark: Ab 2020 wird es nur noch drei öffentlich-rechtliche Fernsehsender geben, schreibt der "Tagesspiegel". Drei Radiosender werden aus Kostengründen abgeschaltet. Danmarks Radio, Dänemarks öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, wolle die von der Regierung beschlossenen Kosteneinsparungen nutzen, um das Rundfunksystem zu reformieren: Die Programme für Kinder und junge Erwachsene werden digital fortgeführt.
tagesspiegel.de

Einnahmen aus Rundfunkbeitrag steigen 2018 leicht auf 8 Mrd Euro.

Rundfunkbeitrag: Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat 2018 insgesamt 8,009 Mrd Euro eingenommen. Das ist ein minimales Plus von 0,43 %, jedoch das erste seit 2014. Die Zahl der Wohnungen, deren Bewohner Rundfunkbeitrag zahlen, stieg um 1 % auf 39,5 Mio, u.a. durch einen Meldedatenabgleich.
handelsblatt.com, presseportal.de

Rundfunkanstalten wollen 3 Mrd Euro mehr für die Zeit von 2021 bis 2024.

Rundfunkbeitrag: ARD, ZDF und Deutschland­radio fordern für die Beitragsperiode von 2021 bis 2024 rund 3 Mrd Euro mehr, schreibt die "Medienkorrespondenz". Das wären rein rechnerisch 1,70 Euro mehr pro Monat. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die KEF das zusätzliche Geld in voller Höhe genehmigt. Die Anstalten hatten ihren Finanzbedarf im April angemeldet, aus den öffentlichen Mitteilungen ging jedoch kein konkreter Betrag hervor.
medienkorrespondenz.de

FDP blockiert Entscheidung zur Umstellung des Rundfunkbeitrags auf Index-Modell.

Rundfunkbeitrag für Zweitwohnungen fällt weg, beschließen die Ministerpräsidenten. Ihre Entscheidung, den Rundfunkbeitrag auf ein Indexmodell umzustellen, das sich an der Teuerungsrate orientiert, vertagen sie aber. Es gebe noch "offene Fragen", zudem pocht die FDP darauf, zuerst den Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen neu zu definieren und weitere Spar-Potenziale zu suchen.
welt.de, daniel-bouhs.de

Hör-Tipp: Neue Online-Regeln der öffentlich-rechtlichen Sender stärken US-Plattformen.

Hör-Tipp: Daniel Bouhs und Deutschlandfunk-Moderator Tim Wiese sprechen über die Änderungen im Rundfunkstaatsvertrag, der ARD, ZDF und Deutschlandradio bei Facebook oder YouTube mehr Online-Inhalte einräumt - wovon die US-Plattformen profitierten. Da Personal für die Bespielung der Drittplattformen fehle, sparten die öffentlich-rechtlichen Sender bei Texten.
deutschlandfunkkultur.de (8-Min-Audio)

Wissenschaftler präsentieren Konzept für öffentlich-rechtliche Internetintendanz.

Rundfunkgebühren: Eine an das digitale Zeitalter angepasste öffentlich-rechtliche Medienplattform fordern die Wissenschaftler Christoph Bieber, Leonhard Dobusch und Jörg Müller-Lietzkow, schreibt Medienkorrespondenz. Das veröffentlichte Konzeptpapier sieht den Aufbau einer sogenannten Internetintendanz vor, die öffentlich-rechtliche Mittel für die Erstellung bestimmter Online-Inhalte vergeben solle.
medienkorrespondenz.de

Meinung: Rundfunkgebühren sind in Österreich nicht mehr zeitgemäß.

ORF 150ORF-Gesetz: Das bisherige Modell der "Zwangsgebühren" ist in Österreich nicht mehr zeitgemäß, sagt Journalist Andreas Unterberger im "FAZ"-Interview. Heute schauten insgesamt nur noch 30 % die ORF-Fernsehprogramme. Statt der Abschaffung wäre eine Gebührensenkung vorstellbar. Die Sender müssten sich stärker auf lokale Inhalte statt Promi-Klatsch fokussieren.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Meinung: Frankreichs Politik scheitert an Rundfunkgebühr-Reform.

Frankreich: Die Versuche der Kulturminister, die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien neu zu regeln, scheitert am Widerstand von Journalistenverbänden oder Kulturgewerkschaften, schreibt Jürg Altwegg. Präsident Emmanuel Macron plane einen massiven Sparkurs. Die Schwächung der öffentlich-rechtlichen Sender spiele der "Gelbwesten"-Bewegung in die Karten, die lieber auf "Russia Today" setzten.
faz.net (Paid)

Hör-Tipp: Facebook-Rückzug des ORF ist ein heikles Signal, sagt Konrad Weber.

Hör-Tipp: Die Podcaster Levin Kubeth und Felix Ogriseck sprechen mit Konrad Weber über sein mit 30 Experten ausgearbeitetes Manifest zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien in Zeiten der Digitalisierung. Der Journalist kümmert sich um die digitale Strategie beim SRF. Es sei ein "heikles Zeichen", wenn der ORF Facebook den Rücken kehre. Öffentlich-rechtliche Inhalte sollten dort sein, wo die Menschen sind. Journalisten müssten ihre Arroganz ablegen und lernen, Themen für Social Media anders aufzubereiten.
anchor.fm (60-Min-Audio), futurepublic.media (Manifest), turi2.de (Background)


Zitat: Ein Index ist nix, sagt KEF-Chef Heinz Fischer-Heidlberger.

"Auch bei einer Indexierung muss - wie auch immer - sichergestellt werden, dass Wirtschaftlichkeitspotenziale ausgeschöpft werden."

KEF-Chef Heinz Fischer-Heidlberger sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", die Kommission halte einen automatischen Beitrags-Anstieg für problematisch. Das bisherige Modell sei "keinesfalls in der Krise".
sueddeutsche.de

Steffen Grimberg ist neuer “kress”-Kolumnist, schreibt über Rundfunk-Reform.

Kress: Steffen Grimberg ist neuer Medien-Kolumnist. In seiner ersten Kolumne analysiert er die Beschlussvorlage der Rundfunkkommission für die Reform im Juni: Sie will ARD und ZDF eine "Profilschärfung" verordnen, ab 2023 soll der Rundfunkbeitrag "mittels eines Index angepasst werden". Laut Grimberg ist fraglich, wie einig sich die Länder wirklich sind, ihre Differenzen hätten sie aber "besser versteckt als in Vorgängerpapieren".
kress.de

Aus dem Archiv von turi2.tv (01/2016): Steffen Grimberg hat keine Probleme mit Seitenwechseln.