Lese-Tipp: Russische Hacker und Geheimdienste arbeiten Hand in Hand.

Lese-Tipp: In der Corona-Pandemie haben die Cyber-Angriffe aus Russland zugenommen. André Ballin geht der Frage auf den Grund, was russische Hacker so erfolgreich und gefürchtet macht. Schon Ende der 1990er habe der Geheimdienst die Szene für sich entdeckt, Russlands hervorragende mathematische Ausbildung liefere die Grundlage für gute Programmier­kenntnisse. Zudem fehle es an lukrativen Verdienstmöglichkeiten auf den legalen IT-Markt.
handelsblatt.com

Russische Audi-Markenbotschafterin fällt mit rassistischen Äußerungen auf.

Volkswagen droht nach der missglückten Golf-Werbung der nächste Rassismus-Eklat: Xenija Sobtschak, Moderatorin und russische Marken­botschafterin der VW-Tochter Audi, soll sich bei Instagram wiederholt rassistisch geäußert haben, berichtet Business Insider. Schwarze US-Amerikaner habe etwa sie als "faul und dumm" bezeichnet, einen schwarzen Kellner zuvor als "Sklaven". Audi distanziert sich davon und habe Sobtschak gekündigt.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

Basta: Putin macht die Wahl zum Russisch Roulette.

Russisch Roulette: Im Juli entscheiden die Russen über eine Verfassungsänderung. Russland verzeichnet weltweit den dritthöchsten Stand an Corona-Erkrankten. Mit einem Geschenke-Programm will die Stadt Moskau mit der Industrie- und Handelskammer zum Wählen animieren. Nicht jedes Los ist ein Treffer: Für ein Kreuz winkt ein Warenwert von bis zu 4.000 Rubel - und womöglich eine Putin-Amtszeit bis 2036.
bild.de

Zahl des Tages: WHO zählt 106.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

Zahl des Tages: Rund 106.000 Corona-Neuinfektionen zählt die WHO innerhalb von 24 Stunden. Mehr gab es im selben Zeitraum noch nie. Insgesamt zwei Drittel der Neuinfektionen entfallen auf die USA, Russland, Brasilien und Großbritannien. Während die Politik die Corona-Regeln hierzulande zusehends lockert, zeigt die Zahl: Die Krise ist noch nicht überstanden – nirgendwo auf der Welt.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Alice Bota beschreibt, wie Putin die Krise schadet.

Lese-Tipp: Alice Bota beschreibt in einem zwanzig Amtsjahre überspannenden Porträt, wie sich Wladimir Putin vom Ex-Geheimdienstler mit tadellosem Ruf zum zunehmend weltfremd wirkenden Autokraten entwickelte – und ihm auf dem Höhepunkt der Macht Corona in die Quere kommt. Der Kreml gleiche inzwischen einer "Blackbox", Putin werde in der Krise sein unterwürfiger Hofstaat zum Verhängnis, der ihm eingeschüchtert und untertänigst nur seinem Weltbild konforme Nachrichten übermittle, während die Russen die Wirtschaftskrise fürchten.
"Zeit" 21/2020, S. 4 (Paid)

Karin Kneissl, Ex-Außenministerin von Österreich, schreibt für Russia Today.

Russia Today heuert Karin Kneissl, Ex-Außenministerin von Österreich, als Kolumnistin an. Kneissl hat sich zuletzt öffentlich beschwert, trotz null Einkommen wegen der Krise kein Geld aus dem Härtefallfonds für Selbstständige zu bekommen. Ihre erste Kolumne bei RT dreht sich um die Zukunft des Autos. Putin war 2018 Ehrengast bei Kneissls Hochzeit.
derstandard.de, sueddeutsche.de

Ermittler spüren Haupttäter von Bundestag-Hack 2015 auf.

Liebesgrüße Hackergrüße aus Moskau: Das Bundeskriminalamt hat den mutmaßlichen Haupttäter des Angriffs auf die IT-Systeme des Bundestags 2015 ausgemacht, berichten der "Spiegel" sowie NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Es soll sich um einen Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU namens Dimitri Badin handeln. Der Bundesgerichtshof habe einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er eine entscheidende Rolle beim Hackerangriff gespielt habe. Er soll eine eigens entwickelte Schadsoftware eingesetzt und gesteuert haben, die dazu diente, Passwörter abzugreifen, um so noch tiefer in das System einzudringen. Dabei wurden insgesamt 16 GB an Daten gestohlen.

Auch das FBI fahndet fahndet bereits seit zwei Jahren nach Badim sowie weiteren Angehörigen der russischen Hackergruppe APT 28, alias "Fancy Bear". Die Gruppe wird der GRU zugerechnet und soll an den Hackerangriffen auf die Demokratische Partei im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016, die Welt-Dopingagentur und die Organisation für das Verbot chemischer Waffen beteiligt gewesen sein.
spiegel.de, tagesschau.de, sueddeutsche.de

Russland erweitert sein Fake-News-Gesetz um Corona-Begriffe.

Russland verschärft in der Corona-Krise sein umstrittenes Fake-News-Gesetz. Informationen, die die russische Generalstaatsanwaltschaft für falsch hält und "als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung" einordnet, sind strafbar. Ab sofort werden auch Worte wie "Pandemie" und "Corona" erfasst. Mehrere private Nutzer, die Corona-Posts verfasst haben, müssen Geldstrafen zahlen.




deutschlandfunk.de

Sicherheitsbehörden warnen vor Corona-Propaganda aus Russland und der rechtsextremen Szene.

Corona-Propaganda: Rechtsextreme aus Deutschland und auch russische Staatsmedien versuchen von der Corona-Krise zu profitieren, schreibt die "Zeit" und beruft sich unter anderem auf den Europäischen Auswärtigen Dienst und den Verfassungsschutz. In Online-Medien und Chatgruppen würden die Kräfte Falschmeldungen verbreiten, um das Vertrauen in die staatlichen Organe zu zerstören und unter anderem Migranten als Überträger des Virus zu brandmarken.
zeit.de (Paid)

Chefredakteur der türkischen “Sputnik”-Ausgabe wurde temporär festgenommen.

Pressefreiheit: Die türkische Polizei hat Mahir Boztepe, Chefredakteur der türkischen Ausgabe des russischen Staatsmediums Sputnik, temporär festgenommen. Auch drei Journalisten von Sputnik seien nach Einbrüchen zeitweise von der Polizei festgehalten worden. Hintergrund der Festnahmen seien die politischen Spannungen in Nordsyrien zwischen Ankara und Moskau.
derstandard.at, sputniknews.com

Meinung: “Berliner Zeitung” verbreitet “Staatspropaganda” schreibt Ulrike Simon.

Berliner Zeitung nutzt Material der staatlichen Nachrichten-Agenturen aus Russland und China als "normale Quellen", beobachtet Ulrike Simon und wirft dem Blatt vor, "Staatspropaganda" zu verbreiten. Für einen Bericht über Syrien dient u.a. die russische Agentur Tass als Quelle, als Beleg für Wirtschaftswachstum in China zitiert die "Berliner Zeitung" die chinesischen Agentur Xinhua. Herausgeber Michael Maier sieht darin kein Problem.
horizont.net, twitter.com/ulrikesimon

Lese-Tipp: “Süddeutsche Zeitung” über Pressefreiheit in Ungarn, Frankreich und Co.

Lese-Tipp: Autor*innen der "Süddeutschen Zeitung" schreiben über das schwierige Verhältnis von Politik und Presse. Ungarn etwa sei ein Extremfall, Russland bedrohlich. In Großbritannien eifere Johnson Trump nach, in Frankreich schwanke Macron zwischen "überheblichem Wegschauen und versuchter Anbiederung".
sueddeutsche.de

Medien sollten die Radikalität aus dem Netz nicht übernehmen, warnt Schröder.

Bild: Gerhard Schröder wirft dem Boulevardblatt im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor, Formen von Diffamierung aus den sozialen Medien in den Printbereich zu übertragen. Dies sei kein Erfolgsrezept gegen sinkende Auflagen. Medien sollten die "Radikalität" nicht überbieten, diesen Wettbewerb könne der Journalismus nie gewinnen. Der Ex-Kanzler brauchte einst "nur 'Bild', 'BamS' und Glotze" zum Regieren.
noz.de

Russlands kritische Stimmen wandern ins Netz.

Russland: Kritische Medien wandern zunehmend ins Internet, während sich die klassischen Medien anpassen, schreibt Silke Bigalke. Das Netz sei derzeit voll von Regierungskritik, allerdings versuche der Staat die Kontrolle zu erhöhen. Journalisten geraten zunehmend unter Druck - auch wenn sie sich nicht mit dem Kreml beschäftigen. Druck würden auch Behörden unterhalb der höchsten Ebene ausüben.
sueddeutsche.de

Kreml und ausländische Investoren streiten um die Kontrolle bei Yandex.

Yandex ist in Russland der dominierende Internetdienst, schreiben Paul Katzenberger, Valentin Dornis und Clara Lipkowski. Dadurch besitze der Konzern die Daten von Millionen Russen. Das mache ihn auch für den Kreml interessant. Der Staatsführung sei es ein Dorn im Auge, dass Yandex viele ausländische Investoren hat. Die Regierung versuche deren Einfluss zu reduzieren, während Yandex versucht, nicht zu stark unter Einfluss des Staates zu gelangen.
sueddeutsche.de (Paid)

Staat und Opposition in Russland leisten sich einen technischen Rüstungskampf.

Russland: Der Staat und oppositionelle Kräften betreiben einen technischen Rüstungswettlauf, berichtet Pavel Lokshin. Während die Putin-Getreuen mit zunehmender Überwachung und Urteilen am Fließband die Kritiker in Griff bekommen wollen, setzen die Gegner auf Chatbots und automatische Verfahren, um schneller Klagen beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte e8inreichen zu können.
"Welt", S.7 (Paid)

Russische Medienaufsicht rügt Facebook und Google wegen Wahlwerbung.

Russisch Roulette für Meinungsfreiheit: Die russische Medienaufsicht rügt Facebook und Google, die am Sonntag bei lokalen Wahlen u.a. in Moskau entgegen der Verbote politische Werbung zugelassen haben. Die Behörde sieht darin einen Eingriff in die "souveränen Rechte Russlands", was als "Behinderung demokratischer Wahlen" gesehen werde.

Eine Kommission im Parlament wolle prüfen, ob ausländische Kräfte versuchten, die Wahl zu beeinflussen. In der russischen Hauptstadt hat es in der Vergangenheit regierungskritische Demonstrationen gegeben, die sich gegen den Ausschluss oppositioneller Kandidaten richteten.
handelsblatt.com, onvista.de

Der Deutsche Welle droht der Verlust der Sendelizenz in Russland.

Russland droht der Deutschen Welle mit dem Entzug der Sendelizenz, berichtet Frank Herold. Das Außenministerium wirft dem Sender Einmischung in innere Angelegenheiten an. Am Mittwoch waren Sendervertreter vor einen Parlamentsausschuss vorgeladen worden. Die Deutsche Welle erschien nicht, da sie sich nicht erpressen lassen wolle, wie Intendant Peter Limbourg sagt. Der Sender sei jedoch Gesprächsbereit, sofern sich beide Seiten auf die Rahmenbedingungen eines Dialogs einigten.
tagesspiegel.de

Russland fordert YouTube zur Zensur von Demo-Videos auf.



Liebesgrüße aus Russland: Russland fordert Google auf, Videos nicht genehmigter Proteste in Russland von YouTube zu löschen und Maßnahmen zu ergreifen, um deren Verbreitung zu stoppen. Mit Hilfe der Videos würde für die Proteste geworben, kritisieren russische Politiker. Sollte Google nicht reagieren, so die russische Medienaufsichtsbehörde, werde das Land dies als feindselige Einmischung in innere Angelegenheiten ansehen und sich vorbehalten, "angemessen" zu reagieren.

In Russland haben in den letzten Tagen mehrfach Menschen für freie Wahlen demonstriert. Bei den Kundgebungen kam es zu zahlreichen Festnahmen. Einigen der Videos aus den vergangenen Tagen zeigen hartes Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten.
haz.de, spiegel.de

Basta: Geschönte Fake News.

Kleine Änderung: Das Buch "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" des Historikers Yuval Noah, das u.a. ein Kapitel über Fake News enthält, ist kürzlich in Russland erschienen. Die russische Fassung unterscheidet sich dadurch, dass Fake News nicht anhand Putins Erzählungen über die Annexion der Krim veranschaulicht werden, sondern durch Trump-Reden. Der Autor selbst findet die Änderung unbedenklich, der grundlegende Gedanke sei nicht verändert.
sueddeutsche.de

“Bild” kritisiert Bundestagsabgeordnete für Pressekonferenz bei Russland-Reise.

Russland: "Bild" wirft einer Bundestags-Delegation vor, sich bei ihrer Russland-Reise vor die Propagandamaschine des Kremls spannen zu lassen. Ihre Pressekonferenz hielten die Abgeordneten bei der staatlichen Medienholding Rossija Sewodnja ab, die u.a. das Newsportal Sputnik betreibt, moderiert von dessen Präsentatoren, verkauft als eigene Newssendung.
bild.de

Russische Polizei nimmt Demonstranten bei Kundgebung für Iwan Golunow fest.

Russland: Bei einer nicht genehmigten Demo für den freigelassenen Enthüllungsjournalisten Iwan Golunow in Moskau hat die Polizei laut Innenministerium 200 Menschen festgenommen, darunter Oppositionspolitiker Alexej Nawalny und den deutschen Journalisten Alex Chernyshev. Die Nichtregierungsorganisation OVD-Info geht von mehr als 400 Festgenommenen aus.
dw.com, turi2.de (Background)

Meinung: Fall Golunow zeigt Einschüchterungsversuche der russischen Staatsmacht.

Pressefreiheit: Der Fall Iwan Golunow verdeutlicht die eingeschränkte Meinungsfreiheit und die Ungereimtheiten der Sicherheitsbehörden in Russland, schreibt "NZZ"-Korrespondent Markus Ackeret. Die Staatsmacht wolle kritische Medien einschüchtern. Doch in der Öffentlichkeit wachse der Unmut. Der Enthüllungsjournalist Golunow ist wegen angeblichen Drogenhandels unter Hausarrest gestellt worden.
nzz.ch, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Es gibt Hinweise auf Bestechung bei Siemens in Russland.

Siemens: Akten der Staatsanwaltschaft Augsburg geben Hinweise auf systematische Bestechung beim Verkauf von Siemens-Produkten in Russland und darauf, dass das Unternehmen die illegalen Praktiken eines Zwischenhändlers aus Absatzgründen gedeckt haben könnte, schreibt der "Spiegel". Teile der Schmiergelds seien in den Wahlkampf der russischen Regierungspartei Einiges Russland geflossen. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe.
"Spiegel" 24/2019, S. 74 (Vorabmeldung)

Aus dem turi2.tv-Archiv (06/2019): "Es gibt Dinge, die kann man nur für sich selbst verantworten" – Siemens-Chef Kaeser spricht über seine AfD-Kritik.

Russland erlässt härtere Strafen gegen Verbreiter von Fake News.

Russland ändert das Gesetz, um besser gegen Fake News vorgehen zu können. Strafen liegen nun zwischen 400 und 20.000 Euro. Kritiker befürchten, der Staat wolle auch unliebsame Inhalte unterdrücken. Russland wirft v.a. westlichen Medien vor, Fake News zu verbreiten. Die Strafen für Äußerungen die "dem Ansehen staatlicher Symbole und Institutionen" schaden, wurden um das Zwanzigfache erhöht.
derstandard.at

Facebook macht deutsche Seiten dicht, die Verbindung zum Kreml verschleiern.

Facebook-LogoFacebook schließt mehrere aus Berlin gesteuerte Seiten, die ihre Verbindung zu russischen Regierungsmedien verschleiern, berichtet T-Online.de. Es geht um den Video-Kanal "In the Now", die Seiten "Backthen" über Geschichte, "Waste-ED" über Umwelt und "Soapbox" mit politischen Themen, bei denen ein Impressum fehlte. Betreiber ist die Produktionsfirma Maffick, deren Mutter Ruptly zum Kreml-Sender RT gehört. Kurios: Maffick sitzt in Berlin im selben Bürohochhaus wie Facebook.
t-online.de, cnn.com (3-Min-Video), turi2.de (Background)

Friedrich Schmidt analysiert den Propagandabetrieb im russischen Fernsehen.

Russische Medien bewegen sich oft zwischen "Verschweigen und Verbiegen", beobachtet Friedrich Schmidt. Zu den Besprechungen der Senderchefs kämen die Pressestäbe von Präsident, Ministerien und Parlament mit Anweisungen. Im Staatsfernsehen habe der Chefredakteure keinen Einfluss auf verpflichtende Themen, die durch die Politik vorgegeben werden.
"FAZ", S. 16 (Paid)

Naspers übernimmt russischen Kleinanzeigen-Marktführer komplett.

Naspers: Der südafrikanische Medienkonzern stockt seinen Anteil am russischen Kleinanzeigen-Marktführer Avito von 70,4 % auf 99,6 % auf und bezahlt dafür 1,16 Mrd Dollar. Naspers hält ein knappes Drittel am chinesischen E-Commerce-Riesen Tencent, 23.6 % an Delivery Hero und verlegt praktisch alle wichtigen südafrikanischen Zeitungen, die in Afrikaans erscheinen.
techcrunch.com

Russland baut sich verdeckt neue Propaganda-Medien auf.

Kreml-Medien: Russland finanziert zunehmend neue Medienprojekte, deren Verbindungen nach Moskau nicht so offensichtlich sind wie beim Newssender RT und der Video-Agentur Ruptly, schreibt Markus Wehner. Die Produktionsfirma Redfish erstellt Filme, die Linksalternativen gefallen, Maffick Media zielt auf Umweltschützer. Das Ziel aller Projekte: Neue Zielgruppen für russische Propaganda zu erschließen.
"FAZ", S. 3 (Paid)

Facebook entfernt knapp 300 mutmaßliche russische Fake-Seiten.

Facebook-LogoFacebook löscht 289 Seiten und 75 Accounts, die russische Propaganda verbreitet haben sollen. Hinter den Seiten, die unter anderem vorgeben, sich auf Reisen oder Sport zu konzentrieren, habe die russische Medienagentur Sputnik gestanden. Rund 790.000 Facebook-Nutzer hätten mindestens eine der Osteuropäer adressierenden Seiten abonniert gehabt. Facebook schreibt, die Seiten seien nicht wegen der Inhalte verbannt worden, sondern weil es sich um Fake-Profile handle.
spiegel.de

RT Deutsch hat kaum Chancen auf deutsche Sendelizenz.

RT Deutsch hat kaum Chancen auf eine Rundfunklizenz in Deutschland, schreibt Timo Niemeier. RT finanziert sich aus dem Staatshaushalt Russlands, sodass eine Zulassung gemäß Rundfunkstaatsvertrag ausgeschlossen scheint. Bis zum Brexit ist das englische RT von der britischen Medienaufsicht Ofcom lizensiert. Ex-MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich solle laut "Bild" helfen, in Deutschland eine Sendelizenz zu erhalten. Das Programm ist bisher online empfangbar.
dwdl.de, tagesspiegel.de (Finanzierung), turi2.de (Background)

“Bild”: Ex-MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich arbeitet jetzt für Russia Today.


Der Wolfgang und der Wladimir: Russlands Propaganda-Sender Russia Today gewinnt den früheren MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich als Lobbyisten, berichtet "Bild". Kenntemich soll dem Online-Sender RT Deutsch zu einer Sendelizenz im TV verhelfen. Beim MDR ging Kenntemich Ende 2011 in den Ruhestand, seitdem arbeitet er als Medienberater und als Honorar-Professor der Uni Leipzig.

"Bild"-Chefreporter Peter Tiede zitiert aus einer Mail Kenntemichs: Demnach sei er im Auftrag einer Anwaltskanzlei dabei, einen Beirat für RT Deutsch zu bilden. Deutschen Verhandlungspartnern biete er an, Russland könne Repressalien gegen die Deutsche Welle lockern, falls die Sendelizenz erteilt wird. Kenntemich, der früher selbst für "Bild" schrieb, äußert sich nicht. (Foto: Archivbild MDR / Montage: turi2)
"Bild", S. 2 (Paid)

BBC bittet russische Behörden, Journalisten-Datenleck zu untersuchen.

BBC-Logo-150x150BBC wendet sich per Brief an russische Behörden und bittet darum, die Veröffentlichung persönlicher Journalisten-Daten zu untersuchen. Im Netzwerk VKontakte tauchten Daten und Fotos von 44 BBC-Journalisten auf, wohl als "Vergeltung" für die Liste der Sputnik-Reporter, die die "Sunday Times" veröffentlicht hat.
theguardian.com, theguardian.com (Liste)