Die US-Kartellbehörde untersucht Vorwürfe der Konkurrenz gegen Facebook.


Unaussprechliche Untersuchung: Die US-Kartellbehörde FTC beleuchtet Praktiken von Facebook, die mutmaßlich gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen und beruft sich dabei auf Aussagen und Aufzeichnungen von Konkurrenten, berichtet das "Wall Street Journal". Die Behörde habe zu dutzenden Tech-Managern und App-Entwicklern Kontakt aufgenommen. Allen voran Snap liefere Material. Anwälte des Unternehmens hätten über Jahre ein Dossier mit dem Titel "Project Voldemort" angelegt, im dem sie Attacken Facebooks festhalten. Darin beschreibe Snap, dass Facebook aktiv versucht habe, Snapchat-Inhalte aus den Trends der eigenen Plattformen zu halten und Influencer bedrängt habe, ihre Snapchat-Profile nicht anzugeben.

Die FTC untersuche, ob Facebook bewusst Unternehmen übernommen habe, die zu Konkurrenz hätten werden können und ob Facebook in Übernahmegesprächen gedroht habe, andernfalls ihre Dienste zu kopieren. Auch inwiefern Facebook seine App Onavo genutzt habe, um Konkurrenten einschätzen zu können, sei Teil der Ermittlungen. Laut dem "Wall Street Journal" zeige sich Facebook intern besorgt über die Untersuchungen und plane, sein Verhältnis zu anderen Techkonzernen zu verbessern.
wsj.com (Paid), turi2.de (Background Onavo)

Basta: Voldemort kämpft gegen Facebook.

Wie von Zauberhand: Die US-Kartellbehörde FTC stützt sich bei ihren Untersuchungen gegen Facebook auf ein Dossier, dass offenbar von Anwälten des Konkurrenten Snap zusammengestellt wurde. Darin soll ein Verdacht belegt werden, den jeder kennt, aber der nicht öffentlich genannt werden darf – dass Facebook Snapchat kopiert. Der Titel des Dossiers lautet daher auch treffend: Project Voldemort.
businessinsider.de

Snap verpasst der Spectacles 3 zwei HD-Kameras und 3D-Effekte.


Spektakul-AR: Snap, Mutterkonzern hinter Snapchat, verpasst seiner Kamera-Brille Spectacles ein Design-Update aus Edelstahl sowie eine zweite HD-Kamera. Die dritte Spectacles-Generation soll so Tiefenwahrnehmung wie das menschliche Auge ermöglichen. Dadurch unterstützt die Brille nun auch 3D- und AR-Effekte.

Das neue Modell kommt mit 4 GB internem Speicher, erhält jedoch kein Akku-Update. Auch das automatische Synchronisieren der Aufnahmen mit dem Snapchat-Account ist weiterhin nicht möglich. Die Brille soll im November für 380 Dollar auf den Markt kommen. Der Preis der zweiten Generation lag noch bei 150 Dollar. Beim ersten Modell hatte sich Snapchat bei der Nachfrage dezent verschätzt und musste 40 Mio Dollar abschreiben.
techcrunch.com, theverge.com

Analyse: Werbe-Wachstum in den sozialen Medien hat sich halbiert.

Werbetreibende fahren ihre Investitionen in Social Media zurück, sagt eine Analyse des britischen Marktforschers Warc. Die Werbeeinnahmen von Facebook, Pinterest, Snap, Twitter, WeChat und Weibo seien im ersten Quartal 2019 zwar um 26 % gestiegen, im Vorjahreszeitraum waren es aber 51 %. Laut Warc liegt es am stockenden Nutzerwachstum, rückläufiger Nutzungsdauer und sinkendem Vertrauen in Facebook und Co.
horizont.net