Zitat: Jan Fleischhauer lästert über Bento und Ze.tt.

"Bento und Ze.tt lebten von der Behauptung, eine Generation zu vertreten, die queer, grün und gendergerecht denkt. Wie sich zeigt, ist diese Generation nicht viel größer als der Studiengang, dem seine Protagonisten entstammen."

Jan Fleischhauer lästert in seiner "Focus"-Kolumne über die Jugendangebote von "Spiegel" und "Zeit" - und befindet, ein Magazin der Grünen Jugend würde vermutlich genauso aussehen.
"Focus" 20/2020, S.8 (Paid)

Zitat: “Spiegel”-Journalist sieht bei Scheuer “taktisches Verhältnis zur Wahrheit”.

"Das ist das, was ich als taktisches Verhältnis zur Wahrheit bezeichnen würde, und das ist der eigentliche Skandal, der sich hinter diesen Akten verbirgt."

Investigativ-Journalist Gerald Traufetter vom "Spiegel" spricht im Medienmagazin "Zapp" über den zweifelhaften Umgang des PR-Teams von Verkehrsminister Andreas Scheuer mit kritischen Medienanfragen.
ndr.de (5-Min-Video), turi2.de (Background)

Blaue Dachmarke: “manager magazin” und “Harvard Business manager” rücken zusammen.

Alles neu macht der Juli: manager magazin und Harvard Business manager machen es wie die große Schwester "Spiegel" und geben sich einen runderneuerten Digital- und Marken-Auftritt. Die Online-Ausgaben erscheinen künftig unter der Dachmarke "manager", das gemeinsame Pay-Angebot heißt manager+, die Einzelausgaben m+ statt "Premium" und HBm+. Optisch ist die Verwandschaft mit Spiegel.de unverkennbar. Das "manager magazin" geht auch organisatorisch den gleichen Weg wie der "Spiegel" und verhandelt mit dem Betriebsrat über eine Fusion von Print- und Online-Redaktion. Den Relaunch-Prozess, der wegen Corona dezentral gelaufen ist, dokumentiert der Verlag bei Medium.com.
medium.com, manager-magazin.de, manager-magazin.de/harvard (Online-Auftritte)

“Spiegel” ruft Meldung zu Horst Mahler und Attila Hildmann zurück.

Spiegel muss eine Vorabmeldung zur Verbindung des Holocaust-Leugners Horst Mahler und des Verschwörungsideologen und Vegankochs Attila Hildmann zurückrufen. Autorin Ann-Katrin Müller schreibt bei Twitter: "In der Tat bin ich auf den Troll-Account reingefallen, ein hochdämlicher Fehler - und es tut mir sehr leid." Inzwischen hat der "Spiegel" die Meldung korrigiert. Das Nachrichten-Magazin hatte aus dem Fake-Account beim Messenger Telegram zitiert, dass sich Hildmann von dem früheren Rechtsanwalt Mahler beraten lassen wolle, wenn der in rund vier Monaten aus dem Gefängnis kommt. Mahler sitzt in Brandenburg an der Havel eine langjährige Haftstrafe wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung ab. Auf Twitter bekommen Müller und der "Spiegel" Lob für die schnelle und transparente Korrektur, im offiziellen Telegram-Kanal von Hildmann regieren erwartungsgemäß Spott und Hetze.
turi2 – eigene Beobachtung, twitter.com, "Spiegel" 27/20, S. 24

Google zahlt für Inhalte von “FAZ”, “Spiegel”, “Zeit” und weiteren Medien.


Lizenz zum Verbreiten: Google geht auf die Verlage zu und zahlt erstmals für Inhalte – in Deutschland an die "FAZ", den "Spiegel", die "Zeit", die "Rheinische Post" und den "Tagesspiegel". Weitere Partner sollen folgen. Der Konzern will mit der Initiative zunächst bei Google News und Discover hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Zum Teil sollen auch Texte und Videos, die auf den Verlagsseiten hinter der Paywall stehen, über Google kostenfrei abrufbar sein. "Google will mit dem Programm einen Beitrag leisten, damit das Verlagswesen den Sprung in die digitale Zukunft schafft", sagt Sprecher Ralf Bremer zu turi2. Das Angebot soll im Laufe des Jahres starten und auch für Radio- und TV-Sender offen sein. Der Umgang mit Inhalten von ARD und ZDF ist noch unklar.

Das Programm läuft zunächst als Test in Deutschland, Australien und Brasilien. Google und insbesondere die Presseverlage streiten seit Jahren um Nutzungs-Gebühren für die Verwendung von Text-Schnipseln bei Google News. Das vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitere deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger zielte auf eine politische Regelung des Konflikts.
googleblog.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

“Spiegel” löst sein Snapchat-Team auf.

Spiegel löst nach der Einstellung seiner Jugendmarke Bento auch sein Snapchat-Team auf. Die 2017 gestartete Kooperation zwischen Snapchat und dem Verlag wird nicht verlängert, sechs Stellen sind von dem Aus betroffen. Der Betriebsrat kritisiert sowohl das Ende von Bento als auch das des Snapchat-Teams.
meedia.de (Paid), turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background Bento), turi2.de (Background Snapchat)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Zu Besuch bei Frauke Böger, Chef-Snapperin des "Spiegel": (Juli 2017)

“Spiegel”: DFB soll korrupte Bandenwerbung-Deals getätigt haben.

Klüngelei unter Kickern: Der DFB ist laut "Spiegel" in einen neuen Korruptionsskandal verstrickt. Laut einem vorläufigen Ermittlungsbericht, den der Verband selbst in Auftrag gegeben hat, hat der DFB 2013 der Schweizer Firma Infront Sports den Zuschlag für die Organisation von Bandenwerbung gegeben - obwohl ein Konkurrent 18 Mio Euro mehr bot. Infront hatte bis 2018 den Auftrag, Bandenwerbung für die Spiele der Nationalelf zu beschaffen und ist bis heute für die Bandenwerbung bei DFB-Pokalspielen zuständig. Besonders eingesetzt für den Infront-Deal hat sich die damalige DFB-Führung um Präsident Wolfgang Niersbach.

Im selben Monat, in dem Infront den Zuschlag bekam, trat der Sohn des ehemaligen Generalsekretärs Helmut Sandrock eine Stelle in der Firma an. 2015, als der Bandenwerbungs-Auftrag für die Pokalspiele an Infront ging, segelte Wolfgang Niersbach mit Günter Netzer auf einer Luxusjacht durchs Mittelmeer. Netzer war damals Executive Director bei Infront. Zudem hätten weitere DFB-Mitarbeiter*innen wertvolle Präsente von Infront erhalten, darunter teure Uhren und ein Rennrad.
"Spiegel" 26/2020 S. 84-87 (Paid)

“Bild” stichelt gegen den “Spiegel”.

Bild interpretiert aus zwei Meinungs-Beiträgen im "Spiegel" einen Streit um die journalistischen Grundsätze des Magazins. "Spiegel"-Autor Philipp Oehmke (Foto) hatte sich in einem Text zur Entlassung des Meinungschefs der "NYT" für ein Ende des "Neutralitäts-Journalismus" ausgesprochen und mehr Haltung gefordert. Hauptstadt-Korrespondent Florian Gathmann widersprach und forderte, "so neutral wie möglich" zu sein. "Bild" lässt sich vom "Spiegel" versichern: "Augsteins Satz 'Sagen, was ist' leitet seit mehr als 70 Jahren unverändert den Journalismus dieses Hauses. Daran halten wir fest."
bild.de, spiegel.de (Oehmke, Paid), spiegel.de (Gathmann, Paid)

Philipp Amthor beendet seine Nebentätigkeit für Augustus und spricht von einem “Fehler”.

Rückzug nach Kritik: CDU-Nachwuchshoffnung Philipp Amthor bezieht auf Facebook Stellung zum "Spiegel"-Bericht über seine Lobby-Arbeit. Amthor nennt sie einen "Fehler". "Mein Engagement für das Unternehmen entspricht rückblickend nicht meinen eigenen Ansprüchen an die Wahrnehmung meiner politischen Aufgaben", so der Politiker. Seine Nebentätigkeit habe er daher beendet, die Anteilsoptionen am Unternehmen habe er bereits zurückgegeben. "Ich bin nicht käuflich", argumentiert Amthor.
n-tv.de, facebook.com, turi2.de (Background)

Lobby-Arbeit für US-Firma: “Spiegel”-Bericht belastet CDU-Hoffnung Philipp Amthor.


Amthor auf Abwegen? Der "Spiegel" sägt in seiner aktuellen Ausgabe an CDU-Nachwuchshoffnung Philipp Amthor und fragt, ob der Politiker käuflich ist. Nach den Recherchen des Magazins hat Amthor 2018 mit einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier erfolgreich für die New Yorker Firma Augustus geworben. Es sei daraufhin zu zwei Treffen mit Augustus-Vertretern und dem Wirtschafts-Staatssekretär Christian Hirte gekommen. Inzwischen bekleidet Amthor einen Direktoren-Posten in der Firma, für den er nicht bezahlt werde. Dem "Spiegel" liegen aber Informationen über kostspielige Reisen mit Augustus-Mitarbeitern u.a. in Privatjets mit Austern und Champagner vor. Brisant sind auch 2.817 Aktienoptionen, die Amthor halten soll. Von deren Wertsteigerung könnte der Politiker persönlich profitieren.

Einen Fragenkatalog des "Spiegel" lässt Amthor unbeantwortet, auch von Augustus gibt es keine Antworten auf kritische Fragen. Von CEO Pascal Weinberger ist über Amthor und sein Engagement für die Firma der Satz überliefert: "So ein geiler Typ. Wir müssen uns echt bei ihm bedanken." Laut "Spiegel" haben die Gründer der Firma Erfahrung mit deutschen Politikern: Zu den meist älteren Herren aus dem Augustus-Umfeld gehören demnach der ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen und der Ex-BND-Chef August Hanning. Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist Investor der Firma.
spiegel.de (Paid), zeit.de, businessinsider.de

“Spiegel” stampft die Marke Bento ein – neues U30-Angebot heißt “Spiegel Start”.


"Spiegel"-Spielwiese geschlossen: Der "Spiegel" nimmt seine Junge-Leute-Marke Bento nach fünf Jahren vom Markt. Das Online-Magazin verschwindet im Herbst, weil "die wirtschaftlichen Aussichten für Bento  nicht mehr gut sind", sagt "Spiegel"-Produktchef Stefan Ottlitz in der Pressemitteilung. Durch die Corona-Krise sei das Magazin "nachhaltig in die Verlustzone geraten". Betroffen von der Streichung sind 16 Redakteur*innen. Betriebsbedingte Kündigungen will der Verlag vermeiden.

Eine neue Plattform für Leser*innen jünger als 30 Jahre soll unter dem Arbeitstitel "Spiegel Start" entstehen – nicht als eigenständiges Online-Magazin, sondern angedockt an das Ressort "Job & Karriere". Das Angebot soll mit fünf neuen Arbeitsplätzen starten und anders als Bento auch Vermarktungs-Erlöse via Spiegel+ erzielen. Außerdem ist ein Print-Ableger als vierteljährliche Beilage im gedruckten "Spiegel" geplant. Das Konzept wurde bereits für Bento entwickelt.
spiegel.de, horizont.net, dwdl.de

“Bild”-Chef Julian Reichelt bestreitet Anti-Drosten-Kampagne.

"Quatsch und frei erfunden": So wertet "Bild"-Chef Julian Reichelt den Vorwurf, sein Blatt fahre eine Kampagne gegen den Virologen Christian Drosten. Die Berichterstattung der "Bild" sei "vollkommen legitim"; seine Zeitung sei deshalb nun selbst Opfer einer üblen Kampagne - u.a. durch "FAZ" und "Spiegel". Mit Blick auf Drosten befindet Reichelt, er habe nicht gedacht, "dass wir beim Thema Heiligenverehrung in den Medien so weit gekommen sind".
"Spiegel" 23/2020, S. 18 (Paid), turi2.de (Background)

“Spiegel”: Christian Drosten spricht über seine Rolle als “neue Berühmtheit” und erklärt sein Verhältnis zur “Bild”.

Nichts Besseres zu tun: Virologe Christian Drosten gibt dem "Spiegel" ein Interview, in dem er unter anderem auf seinen Streit mit der "Bild" eingeht. Drosten sagt, "Bild" habe er letztmals "zu Zeiten von Bumm-Bumm-Boris" gelesen; Chefredakteur Julian Reichelt kenne er erst seit der in seinen Augen tendenziösen Presseanfrage des Blatts vergangenen Montag. Dass Reichelt ihn "zum Duell" gefordert habe, käme ihm vor wie "tiefstes 19. Jahrhundert". Insgesamt habe er sich auf der "Bühne der Nation" ein dickeres Fell zugelegt, obwohl er "eigentlich nicht der Typ sei, der sich gut vor persönlichen Anfeindungen schützen kann". Drosten betont, er habe sich vor allem an die Öffentlichkeit begeben, um rechtzeitig vor den Folgen von Corona warnen zu können.

Anfeindungen und Hassbotschaften gegen Drosten analysiert das Landeskriminalamt Berlin. Insbesondere hofft Drosten auf die Ermittlung des Täters, der ein Plakat veröffentlicht hat, das ihn neben KZ-Arzt Josef Mengele zeigt. Seine Rolle als Berater der Politik nimmt Drosten weniger gewichtig wahr als die Medien: Er glaubt maximal, dass sein Podcast "in minesterialen Abteilungen genau gehört wird". Außerdem hat Drosten noch eine gute Nachricht: Er verlässt sich darauf, dass es im Frühjahr 2021 mehrere Impfstoffe gegen das Corona-Virus gibt. "Wir sind auf einem extrem guten Weg bei der Impfung."
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background "Bild" vs. Drosten)

Basta: BND hört bei Sex-Talk weg.

Verkehr nach Vorschrift: Der Bundesnachrichtendienst schreibt seinen Mitarbeiter*innen vor, abgefangene "Kommunikation mit rein sexualbezogenem Inhalt" in Mails oder Telefonaten zu löschen, lesen "Spiegel" und BR aus internen Dokumenten. Der BND hält es bei der Kategorisierung anzüglicher Kontakte auf Distanz offenbar mit der BZgA – und zählt derartige Gespräche zum "geschützten Verkehr".
spiegel.de (Paid)

Spiegel vergrößert Sparziel um weitere 10 Mio Euro.

Spiegel verpasst sich einen strafferen Sparplan: Zusätzlich zu den angekündigten 10 Mio Euro will der Verlag in den nächsten Jahren noch einmal 10 Mio einsparen, entnimmt Roland Pimpl einer internen Mail von Geschäftsführer Thomas Hass. 20 % liege der Verlag wegen Corona derzeit unter den geplanten Erlösen. Zwar lief es im Geschäftsjahr 2019 gut, Außenumsatz und Vertriebserlöse stiegen. Krisenbedingt werde sich das Umsatzniveau jetzt aber wahrscheinlich dauerhaft absenken.
horizont.net, turi2.de (erstes Sparziel), turi2.de (Gehälter der Spiegel-Spitze)

Spiegel-Spitze soll sich das Gehalt kürzen, um Jobs zu sichern.

Spiegel diskutiert intern über einen "Spiegel-Soli", bei dem 50 Spitzenverdiener*innen des Verlags freiwillig auf einen Teil ihrer Bezüge verzichten sollen, liest Gregory Lipinski aus einer Mitteilung des Betriebsrats. Das soll die Jobs anderer Arbeitnehmer*innen im Haus sichern. Als eine der ersten Redaktionen könnte das Team von "Spiegel TV" künftig in Kurzarbeit gehen.
meedia.de

Der “Spiegel” verpflichtet Nikolaus Blome als Kolumnisten.

Spiegel verpflichtet Nikolaus Blome als Kolumnisten. Ab Montag kommentiert Blome unter dem Titel "Jetzt erst recht(s)" Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Er wird damit neue konservative Stimme des "Spiegels", quasi Nachfolger von Jan Fleischhauer, der zum "Focus" gewechselt ist. Für Blome ist es auch eine Teil-Rückkehr zum "Spiegel", wo er von 2013 bis 2015 Mitglied der Chefredaktion und Leiter des Hauptstadtbüros, im Haus jedoch stets umstritten war. Anschließend kehrte er zur "Bild" zurück, wo er bis Oktober 2019 Vize-Chefredakteur und Politik-Chef war.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Hans-Joachim Watzke spricht bei “Spiegel Live” über Geisterspiele.

Video-Tipp: Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, spricht bei "Spiegel Live" mit Markus Feldenkirchen. Im rund 50-minütigen Gespräch sagt Watzke über Geisterspiele: "Hier geht es nicht mehr um Schönheit, hier geht es nur noch um wirtschaftliches Überleben." Watzke bezieht Stellung zur Kritik an den Plänen der Bundesliga, aber auch zu grundsätzlichen politischen Fragen wie der Rolle von Donald Trump.
spiegel.de (50-Min-Video)

Spiegel-Verlag druckt “Dein Spiegel” zur Corona-Krise nach.

Spiegel-Verlag druckt 10.000 Exemplare seiner Kinderzeitschrift "Dein Spiegel" nach, die sich aktuell mit der Corona-Pandemie beschäftigt. Die bisherige Druckauflage von ca. 80.000 Exemplaren sei an vielen Verkaufsstellen mittlerweile vergriffen; das Magazin soll aufgrund der großen Nachfrage außerdem vier Wochen länger im Regal bleiben.
per Mail

Urteil: Presse hat ein Recht auf unveränderte Online-Archive.

Medien dürfen alte Artikel online unverändert archivieren, entscheidet das Bundesverfassungsgericht. Geklagt hatte ein Anwalt gegen den "Spiegel". Das Magazin hat einen 42 Jahre alten Text im Archiv, der offenlegt, dass der Kläger das Kind eines bayerischen Politikers ist. Das Gericht räumt dem Kläger kein "Recht auf Vergessen" ein. Es bewertet das Recht der Presse, "ihre Archive möglichst vollständig und unverändert der Öffentlichkeit verfügbar zu halten", höher.
sueddeutsche.de

Renner: “Spiegel” verhandelt über Kurzarbeit für die Redaktion.

Spiegel will wohl auch Teile der Redaktion Corona-bedingt in Kurzarbeit schicken, schreibt Kai-Hinrich Renner. Betroffen wären 60 bis 70 Mitarbeiter*innen. In der kommenden Woche wolle der Verlag mit dem Betriebsrat über die Kurzarbeit verhandeln – bisher gilt die Maßnahme lediglich im Verlag. Im Vorfeld habe es Unruhe in der Redaktion über sogenannte "Todeslisten" gegeben, über Mitarbeiter*innen, von denen sich der "Spiegel" trennen will. Dafür, dass es solche Listen tatsächlich gibt, sieht Renner "keine ernsthaften Indizien".
berliner-zeitung.de

Der “Spiegel” veröffentlicht das Konzept der Task Force zum Bundesliga-Sonderbetrieb.

FussballBundesliga: Der "Spiegel" veröffentlicht das Strategiepapier vom 15. April der Task Force, die Pläne für eine Fortführung der Bundesliga erarbeitet. Das Papier listet unter anderem detailliert auf, wie viele Personen im Stadion sein sollen (u.a. drei Fotografen, zehn sonstige Journalisten). Zudem gibt es Verhaltensregeln für Teambetreuer, Hotel-Angestellte, TV-Teams und auch die Spieler selbst, die u.a. "Wäsche und Schuhe selber waschen oder eigenständig in die Waschmaschine" legen sollen.
spiegel.de (Paid)

“Spiegel” führt Kurzarbeit für Verlag und TV ein.

Spiegel-Verlag meldet Kurzarbeit für "ausgewählte Abteilungen" an, berichtet Gregory Lipinsky - bisher hatte Verlagschef Thomas Hass nur angekündigt, die Option zu prüfen. Betroffen sind die meisten Abteilungen auf Verlagsebene, u.a. Kantine und Poststelle, Rechtsabteilung und Veranstaltungs­management. In der TV-Produktion arbeiten Kamera, Schnitt und Studio weniger. Die Redaktionen bleiben vorerst ausgenommen. Die Kurzarbeit soll für mindestens zwei Monate gelten und ist mit einem Kündigungsschutz verbunden, der Verlag stockt das Kurzarbeitergeld auf 100 % des Nettogehalts auf. Der Spiegel-Verlag will insgesamt 10 Mio Euro sparen.
meedia.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” will mit Extra-Rückstellungen aus 2019 durch die Corona-Krise kommen.

Spiegel: Verlagschef Thomas Hass will für das Geschäftsjahr 2019 zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 7 Mio Euro bilden, um für das wegbrechende Anzeigengeschäft gerüstet zu sein, schreibt Gregory Lipinski. Für die Belegschaft, die über die Mitarbeiter-KG am Verlag beteiligt ist, würden die Rückstellungen deutlich geringere, aber immer noch "zufriedenstellende", Gewinnausschüttungen bedeuten. Betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit nicht geplant, sagt eine Sprecherin.
meedia.de, turi2.de (Background)

Nachrichtenseiten profitieren von Corona-News, Sport-Seiten verlieren.

Corona-News bescheren Nachrichtenseiten im März Rekordzugriffe: Sueddeutsche.de und FAZ.net verbuchen laut Agof knapp 80 % mehr Unique User als im Februar. Spiegel.de, Welt.de und Zeit Online legen um mehr als 50 % zu. Prozentualer Gewinner mit 275 % Plus ist die "Berliner Morgenpost", wohl vor allem wegen ihres Coronavirus-Monitors. In der Top 25 rutschen nur Kicker.de und Sport1.de ins Minus.
meedia.de

“Spiegel”-Chef Thomas Hass will Geld bei Marketing, Umzügen und Beratern sparen.


Financial Distancing: "Spiegel"-Verlagschef Thomas Hass beschreibt in einer E-Mail an die Mitarbeiter Details zu den Corona-bedingten Sparplänen im Verlag, berichtet Gregory Lipinski. In seiner E-Mail kündigt er an, dass der "Spiegel" seine Marketing- und Beraterbudgets reduziert und Umzüge und Umbauten stoppt. Gleichzeitig sollen Projekte vorgezogen werden, von denen sich der Spiegel Einnahmen verspricht, etwa das Feld Concept Solutions bei Spiegel Media und der Ausbau des Paid-Content-Angebots Spiegel+. Wie bereits Chefredakteur Steffen Klusmann gestern der Belegschaft mitgeteilt hat, will der Verlag 10 Mio Euro einsparen.

"Wesentliche organisatorische Veränderungen oder betriebsbedingte Kündigungen" stehen wie der Verlag in einem Statement mitteilt "kurzfristig nicht auf dem Plan". Sehr wohl prüfe das Haus aber die Einführung von Kurzarbeit. "Eine Entscheidung, ob und wenn ja in welchen Bereichen wir Kurzarbeit anmelden, ist aber noch nicht getroffen", heißt es dazu.
meedia.de, Statement per Mail, turi2.de (Background)

“Spiegel” plant wegen der Corona-Krise einen harten Sparkurs und Kurzarbeit.



Fiskal infiziert: Der "Spiegel" plant einen harten Sparkurs, weil der Verlag in der Corona-Krise einen deutlichen Anzeigeneinbruch erwartet, schreibt Gregory Lipinski. Zudem erwäge der "Spiegel" auch Kurzarbeit für seine Mitarbeiter*innen. In einer Videokonferenz habe Chefredakteur Steffen Klusmann die Belegschaft über die Pläne informiert. Im Etat von 2020 will Klusmann 10 Mio Euro einsparen. Für dieses Jahr geplante "Erlös-Projekte" sollen "priorisiert und vorangetrieben" werden.

Für kurzfristige Spar-Erfolge will der "Spiegel" vorerst auf Berater verzichten. Auch bei den Honoraren von Freien werde der Verlag "selbstverständlich Sparpotenziale" prüfen. Auch der Abbau von Arbeitsplätzen etwa durch Vorruhestand sei in der Diskussion. Hausintern kursierten bereits Zahlen von 80 bis 100 Arbeitsplätzen.
meedia.de

Hör-Tipp: Susanne Amann erzählt bei “Unter Zwei”, wie der “Spiegel” in Corona-Zeiten arbeitet.

Hör-Tipp: Levin Kubeth interviewt in seinem im Podcast "Unter Zwei" Susanne Amann, Managing Editor beim "Spiegel", zum Thema Corona-Vorkehrungen. Amann berichtet, dass Team habe als oberste Priorität den Betrieb der Website, als zweite den Druck des Heftes definiert. Mittlerweile glaube sie, dass jeder Job beim "Spiegel" digital von Zuhause stattfinden könne - aber gerade für die CvDs sei dies mit mehr Anstrengung verbunden.
anchor.fm

“Spiegel” stellt um auf Home Office, profitiert im Netz von Corona-Lage.

Spiegel: Bis Ende der Woche will das Nachrichtenmagazin fast alle Mitarbeiter*innen auf die Arbeit im Home Office umgestellt haben. Im Gespräch mit "Horizont" sagt Chefredakteur Steffen Klusmann, der Verlag sei mit der Umstellung bereits "recht weit gekommen". Spiegel.de zähle in diesen Tagen Allzeit-Rekordwerte, etwa 6,9 Mio Nutzer*innen am vergangenen Freitag: "Die Leute lesen alles zum Coronavirus." Klusmann sieht bei den Medien eine besondere Verantwortung, aber keine Agenda: "Unser Job ist, zu berichten und aufzuklären, was ist. Fürs Aufrütteln oder Beruhigen sind Politiker, Wissenschaftler, Ärzte, Unternehmer und andere zuständig."
horizont.net (Paid)

Presse-Grosso, Großverlage und AMV einigen sich auf Ersatzregelung beim Zeitschriftenvertrieb.

Presse-Grosso hat gemeinsam mit der Verlags-Allianz von Springer, Burda, Gruner + Jahr, Bauer, Funke, Spiegel und Klambt sowie dem Arbeitskreis Mittelständischer Verlage eine Lösung für den Zeitschriftenvertrieb gefunden. Der AMV reichte 2019 beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Mindestumsatz-Regel ein, die daraufhin gekippt wurde. Die jetzige Vereinbarung regelt die Rabatt-Zuschläge und bestimmt, dass die Klassengrenzen der Absatz- und Jahresumsatzbonus-Tabellen 2020 nicht angepasst werden.
dnv-online.de, turi2.de (Background)

Klaus Brinkbäumer wird Berater bei Dominik Wichmanns Looping Group.

Ex-Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer arbeitet ab sofort in New York als Berater für die Looping Group. Für den Corporate Publisher soll Brinkbäumer Projekte leiten, die das Unternehmen nicht aus Profit-Interesse betreibt. Bei der Looping Group stößt Brinkbäumer auf einen weiteren Ex-Magazin-Chef. Gründer des Unternehmens ist Ex-"stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann.
meedia.de

Lese-Tipp: “Spiegel”-Redaktion spürt einen gesellschaftlichen Auftrag.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" will im digitalen Zeitalter "systematisch, agil und disziplinär" arbeiten, schreiben Stefan Ottlitz, Leiter Produktentwicklung, sowie Christina Elmer und Matthias Streitz aus der Entwicklungsredaktion, in einem "Journalist"-Gastbeitrag. Die Redaktion spüre "einen gesellschaftlichen Auftrag" und wolle eine "gute Bühne" für den Journalismus bieten.
"Journalist" 3/2020, S. 56-60 (Paid)

Sigmund Gottlieb wirft ARD und ZDF große Fehler im Umgang mit der AfD vor.

Politikjournalismus: Sigmund Gottlieb, bis 2017 Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, wirft ARD und ZDF im "Spiegel" große Fehler im Umgang mit der AfD vor. Die Sender hätten erfolglos versucht, AfD-Politiker im Gegensatz zu anderen Gästen durch inquisitorische Befragungen vorzuführen. Das hätte es ihnen erleichtert, sich als Opfer darzustellen.
"Spiegel" 9/2020, S. 70 (Vorabmeldung), turi2.de (Background)

“Spiegel”-Ombudsstelle geht an den Start.

Relotiv schnell hat der "Spiegel" seine im Dezember 2019 angekündigte Ombudsstelle für "Unregelmäßigkeiten in der Berichterstattung" eingerichtet. Unter ombudsstelle@spiegel.de sowie anonym über eine Anwaltskanzlei erreichen Hinweisgeber ein Gremium aus Dokumentationsjournalistin Susmita Arp, Nachrichtenchef Stefan Weigel und Jan Siegel, Leiter der Rechtsabteilung.
spiegel.de

Spiegel-Verlag legt ab Dienstag sein Reportage-Magazin “Lesezeichen” an den Kiosk.

Spiegel-Verlag startet am Dienstag das Reportage-Magazin "Lesezeichen", schreibt Gregory Lipinski. Es erscheint zweimal im Jahr mit 148 Seiten und 50.000 Auflage zum Copypreis von 9,90 Euro. Das Heft wurde bereits im August angekündigt und soll als Recycling-Plattform für bereits abgedruckte Reportagen, Analysen, Gespräche und Porträts dienen.
meedia.de

Sven Böll wird Managing Editor bei t-online.de.

T-Online macht Sven Böll zum neuen Managing Editor. Gleichzeitig übernimmt er die redaktionelle Entwicklung. Zuvor leitete er seit 2018 das Hauptstadtbüro der "Wirtschaftswoche" und war beim Spiegel-Verlag, unter anderem als Ressortleiter Wirtschaft bei Spiegel Online und als Korrespondent im "Spiegel"-Hauptstadtbüro. Bölls Nachfolger bei der "Wirtschaftswoche" wird Max Haerder, bislang Vize-Büroleiter in Berlin.
new-business.de