Video-Tipp: Juan Moreno rekapituliert die Relotius-Affäre.

Video-Tipp: "Mir wurde mehr oder weniger klar gemacht, dass ich jemanden anschwärze, der einen sehr, sehr guten Stand beim 'Spiegel' hat", erinnert sich Reporter Juan Moreno (Foto) an seine ersten Versuche, mit der Ressortleitung über seinen Betrugsverdacht in Sachen Claas Relotius zu sprechen. Er habe zeitweise Angst gehabt, durch seine Kritik seine Existenz zu zerstören. Erst als "der Groschen fiel", sei die Stimmung ihm gegenüber "deutlich besser" geworden.
spiegel.de (7-Min-Video)

“Spiegel” und Spotify starten gemeinsamen Podcast zur WM in Katar.

Audio-Anpfiff: Spotify und "Spiegel" starten den gemeinsamen Podcast "Ausverkauft – Katar, der Fußball und das große Geld" über die wirtschaftlichen Verflechtungen im Fußball. Hosts sind die ehemalige Profifußballerin Tugba Tekkal und "Spiegel"-Sportredakteur Danial Montazeri. Die acht Folgen erscheinen ab dem 13. Oktober wöchentlich immer donnerstags.
per Mail

ProSieben zeigt am Mittwoch umstrittenes “Needle Spiking”-Experiment.

Sticht zu: ProSieben zeigt am Mittwoch das umstrittene "Needle Spiking"-Experiment in der Sendung "Zervakis & Opdenhövel". Der Beitrag solle verdeutlichen, "wie schnell man Opfer einer Attacke werden kann". Der "Spiegel" hatte berichtet, dass mehrere Betroffene der Aktion sie als "missbräuchlich" empfunden hatten.
derstandard.at, turi2.de (Background)

“Spiegel”: ProSieben simulierte für “Zervakis & Opdenhövel” Nadel-Attacken in Berliner Club.


Nicht piekfein: ProSieben und eine beteiligte Produktionsfirma haben in einem Berliner Club offenbar Nadel-Attacken auf Gäste simuliert, um über das Phänomen Needle Spiking berichten zu können, schreibt der "Spiegel". Die Aktion, die Betroffene verängstigt habe und von ihnen als "missbräuchlich" empfunden wurde, sei für die Sendung "Zervakis & Opdenhövel" gedreht worden. Ein Vorwurf lautet, dass Gäste nach der vermeintlichen Attacke nicht darüber aufgeklärt wurden, ob ihnen etwas Ernstes zugestoßen sei.

ProSieben widerspricht und betont, man habe niemanden gepikst, sondern Personen lediglich heimlich mit einem "Textmarker" berührt und markiert. Das Ganze sei "komplett ungefährlich" gewesen. Zudem seien Betroffene nicht wie behauptet "mehrere Stunden im Unklaren gelassen worden".
spiegel.de

Lese-Tipp: “Spiegel”-Chef Steffen Klusmann erinnert sich an die Relotius-Affäre.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann erinnert sich im Interview mit dem "Journalist" an die Relotius-Affäre, die seinen Amtsantritt überschattete. Er hätte gern "auf so viel Originalität verzichtet" und habe sich gesorgt, ob die Marke "Spiegel" den Skandal überstehe. Die bald im Kino anlaufende Fälscher-Verfilmung hat Klusmann bereits gesehen – "zweimal muss ich nicht rein".
journalist.de

Debatte: Elke Heidenreich ärgert sich über ihre Zuordnung in der “Spiegel”-Bestsellerliste.

List mit Liste: Autorin Elke Heidenreich ist sauer auf das Branchen­magazin "Buchreport", das die Best­seller­listen für den "Spiegel" zusammenstellt. Ihr neustes Werk "Ihr glücklichen Augen" landet nämlich "nur" in der Kategorie Sachbuch. "Süddeutsche"-Redakteur Felix Stephan hört darin "das Echo einer unter­schwelligen Misogynie", denn ähnliche Werke männlicher Autoren laufen unter Belletristik.
sueddeutsche.de (€)

Gefälschte Ableger deutscher Newsseiten verbreiten russische Propaganda.

Desinformationswelle: Nachgebaute Webseiten von T-Online, "Spiegel", "FAZ" und "Bild" verbreiten massen­haft pro-russische Fake News, berichtet T-Online. Fake-Accounts in sozialen Netzwerken mit durch KI erstellten Profil­bildern teilen die Nachrichten, die wohl russischen Ursprungs sind. Die URLs der gefälschten Seiten ähneln den Originalen, so dass sie nur bei genauem Blick zu erkennen sind.
t-online.de, spiegel.de

Lese-Tipp: Der “Spiegel” lotet Nachfolge-Optionen für Patricia Schlesinger aus.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" lotet Nachfolge-Optionen für Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger aus und bringt sieben Namen ins Gespräch, darunter interne wie externe Kandidatinnen. RBB-Programmchef Jan Schulte-Kellinghaus sowie die Kultur-Chefin des Senders, Martina Zöllner, könnten sich Hoffnungen auf die Intendanz machen. Tina Hassel (Foto) vom ARD-Hauptstadtstudio sowie Ulla Fiebig vom SWR wären vollkommen unbelastete Aspirantinnen.
spiegel.de

RBB stellt Verena Formen-Mohr frei, Leiterin der Hauptintendanz, Wolf-Dieter Wolf legt Amt als Messe-Aufsichtratschef nieder.

RBBröselt: Der RBB stellt aufgrund der Affäre um Patricia Schlesinger auch Verena Formen-Mohr frei, Leiterin der Hauptintendanz, berichtet der "Spiegel". Formen-Mohr gilt als enge Vertraute Schlesingers, sie war u.a. für die Unternehmensplanung zuständig und arbeitete als Geschäftsführerin in der RBB-Tochter rbb Media. Der Sender hat ihre Freistellung bestätigt.

Wolf-Dieter Wolf, der Vorsitzende des Verwaltungsrats des RBB, legt unterdessen sein Amt als Aufsichtsratschef der Messe Berlin nieder, meldet das "Handelsblatt". Ein Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft teilt mit, Wolf wolle "möglichen Schaden zu Lasten der Messe Berlin vermeiden und die laufenden Untersuchungen nicht belasten". Wolfs Amt als Verwaltungsratsvorsitzender ruht während der Aufklärung der Vorwürfe.
spiegel.de (Formen-Mohr), handelsblatt.com (Wolf), turi2.de (Background)

Ruf nach Schlesingers Rücktritt von RBB-Intendanz wird lauter.

Dünnes Eis: Einen Tag nach dem Rücktritt von Patricia Schlesinger als ARD-Vorsitzende mehren sich die Stimmen aus der Politik, die ihr die Aufgabe der RBB-Intendanz nahelegen. Petra Budke, Grünen-Fraktionschefin im Brandenburger Landtag, hält den Schritt für "unausweichlich", um weiteren Schaden von den Öffentlich-Rechtlichen abzuwenden. Der Fraktionschef der CDU, Jan Redmann, wundert sich, warum Schlesinger "für die ARD nicht mehr tragbar ist – für den RBB aber weiter tragbar sein soll“. Auch CSU-Generalsekretär Martin Huber fordert bei "Bild" den Rücktritt mit den Worten: "Keine halben Sachen."

Schlesinger hatte am Donnerstag ihr Amt als ARD-Vorsitzende abgegeben und damit auf Compliance-Vorwürfe reagiert, die "Business Insider" thematisiert hatte – es geht um eine lukrative Tätigkeit von Schlesingers Ehemann, einen stark rabattierten Dienstwagen und teure Abendessen. Claudia Tieschky schreibt in der "Süddeutschen Zeitung", Schlesinger habe heute im Sender davon gesprochen, "Vertrauen heilen" zu wollen. Tieschky kann sich vorstellen, dass die RBB-Intendantin um ihren Posten kämpft: "Es würde zu ihr passen."

Der "Spiegel" greift indes die Dienstwagen-Recherche auf und stellt fest: Das Arbeits-Auto von Schlesinger, ein Audi A8 mit Massage­sitzen, fällt im Vergleich zu den anderen Intendanzen außergewöhnlich luxuriös aus. Radio Bremen verzichtet gänzlich auf einen Dienstwagen; SR, Deutschland­radio und SWR setzen auf kleinere BMWs und einen Toyota. ZDF, NDR und WDR gönnen sich teure Mercedes- oder BMW-Limousinen, MDR-Chefin Karola Wille fährt sogar den gleichen Audi wie Schlesinger. "Diese vier verantworten aber größere Sende­gebiete", schreibt der "Spiegel". (Foto: Holger Talinski)
bild.de, "Spiegel" 32/2022, S. 57, turi2.de (Background Rücktritt), turi2.de (Background Dienstwagen)

Lese-Tipp: Das Ringen um die Warnung vor der Kaspersky-Software.

Lese-Tipp: Mitte März hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informations­technik vor der russischen Antiviren-Software von Kaspersky gewarnt. Die Entscheidung hatte für "interne Differenzen" gesorgt, schreibt BR-Reporter Hakan Tanriverdi. Eine technische Sicherheits­lücke habe das BSI nicht nachweisen können, weshalb eine präventive Warnung ausgesprochen wurde, um "Eskalation im Cyberraum" zu verhindern.
br.de, turi2.de (Background)

Debatte: Documenta-Bericherstattung bei “Spiegel” macht Peter-Matthias Gaede “fassungslos”.

Hartes Urteil: Der ehemalige "Geo"-Chef­redakteur Peter-Matthias Gaede bezeichnet bei Meedia.de die Bericht­erstattung über die Documenta 15 in "Spiegel" und "Süddeutscher Zeitung" als eine Form von "Erregungs­journalismus, die fassungslos machen kann". Bei einem Beitrag von "Spiegel"-Redakteur Alexander Neubacher vermutet Gaede, Neubacher habe sich sein Urteil nicht "durch direkte Recherche verderben lassen" wollen – das wäre "Haudrauf-Journalismus der simpelsten Art".
meedia.de

Valerie Höhne wechselt vom “Spiegel” zum “Tagesspiegel”.

Spiegel­verkehrt: Die Journalistin Valerie Höhne wechselt am 1. September vom Haupt­stadt­büro des "Spiegels" ins Haupt­stadt­büro des "Tages­spiegels". Beim Nachrichten­magazin ist sie seit 2018 angestellt und berichtet vor allem über die Grünen und das Bundes­familien­ministerium. Bei der Zeitung soll sie "exklusive Informationen erlangen und besondere Recherche­ansätze entwickeln", so Haupt­stadtbüro-Leiter Georg Ismar.
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Wir graturilieren: Ole Reißmann wird 39.


Wir graturilieren: Der Geschäftsführende "Spiegel"-Redakteur Ole Reißmann feiert heute seinen 39. Geburtstag – zwischen Urlaubsvertretung im Podcast "Spiegel Daily" und Party "mit Freunden auf dem Tempelhofer Feld". Dass er sich auf seinem Geburtstag-Bild mit einem Bund Koriander im Mund zeigt, gehört zu einem bisher "unveröffentlichten Hobbyprojekt", sagt er, ohne weitere Details zu nennen. In den vergangenen Monaten hat Reißmann gelernt, dass für Umfrage-Ergebnisse und Wetterberichte das Gleiche gilt: Man sollte nicht dem "Ergebnis glauben, das man am liebsten hätte", sondern vom Worst Case ausgehen. Vor allen Dingen beim Wetter und "vor allem im Hochgebirge".

Eine Sache, die er so gar nicht mehr hören kann, ist das "Gejammer über Cancel Culture" und "angebliche Sprechverbote": "Als sei schon ein wenig Anstand, ein Mindestmaß an Freundlichkeit und Respekt uncool. Get a life!" Besonders freut er sich über den Podcast Inside Austria, den seine "Spiegel"-Kollegin Lucia Heisterkamp gemeinsam mit "Standard"-Journalist Zsolt Wilhelm produziert. Noch nicht anfreunden kann sich Reißmann dagegen mit dem kürzlich angeschafftem System zur Reisebuchung beim "Spiegel" – wegen seiner "nebulös benannten Felder". Glück­wünsche erreichen ihn heute via Twitter.

“Spiegel”: Gerhard Schröders Moskau-Reise war kein reines Privatvergnügen.

Work & travel: Der Besuch von Gerhard Schröder in Moskau war offenbar doch kein Urlaub, sagt seine Ehefrau So-yeon Schröder-Kim gegenüber dem "Spiegel": "Er ist nicht im Urlaub, sondern führt Gespräche über Energiepolitik in Moskau." Mit wem der Altkanzler gesprochen hat, ist unklar. Schröder hatte dem Nachrichtensender n-tv gesagt, er sei in Moskau, weil es "eine schöne Stadt" ist.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Zitat: Auch Medien behandeln den Ukraine-Krieg nicht mehr als Hauptnachricht, sagt Markus Söder.

"Mein Eindruck ist, dass auch die Medien nicht mehr das unmittelbare Kriegsgeschehen in der Ukraine als Hauptnachricht behandeln. Der 'Spiegel' selbst hat es in den letzten zehn Wochen nur noch einmal auf dem Titel gehabt."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kontert im "Spiegel"-Interview auf die Aussage, er spreche kaum mehr über die Situation in der Ukraine, sondern sei "sofort bei der Frage, was das alles für Deutschland und insbesondere Bayern bedeutet".
spiegel.de (Paid)

Zitat: Für Klaus Brinkbäumer ist der “Spiegel” inzwischen “ganz weit weg”.

"Ich habe die 'Spiegel'-App irgendwann vom Schirm genommen, weil ich sie wirklich nicht mehr genutzt habe."

MDR-Programmdirektor und Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sagt im turi2 Clubraum, dass er mit anderen Medien "voll informiert und ausgelastet" ist. Die Trennung vom "Spiegel" habe "geschmerzt", sei aber inzwischen lange her.
turi2.de

“Das hat geschmerzt nach 25 Jahren” – Klaus Brinkbäumer über seinen Abgang beim “Spiegel” und seinen Weg zum MDR.


Entspiegelt: "Verblüffend kalt", nennt Klaus Brinkbäumer im turi2 Clubraum seinen Abgang beim "Spiegel" 2018. Der ehemalige Chefredakteur berichtet im Gespräch mit Aline von Drateln und Markus Trantow ganz offen über seine Trennung von dem Hamburger Nachrichten-Magazin und seine Neuerfindung als MDR-Programmdirektor in Leipzig. Die geht soweit, dass die "Spiegel"-App bei ihm inzwischen "vom Schirm gerutscht" ist – "ich habe sie wirklich nicht mehr genutzt", sagt Brinkbäumer. Auf die Frage, was er gern früher über den Job des Journalisten gewusst hätte, antwortet er: "Dass Journalistinnen und Journalisten, obwohl sie sich ja nun der Wahrheitssuche verschrieben haben, gar nicht zwingend integrer oder weniger verlogen sind als andere Menschen."

Nach der Trennung vom "Spiegel" 2018 zieht Brinkbäumer nach New York. "Bewusst, um Abstand zu nehmen", erzählt er heute. In seiner Zeit dort bekommt er einen Sohn, außerdem entstehen zwei Bücher, ein Film, sein Podcast "Ok, America?" und verschiedene Texte für "Zeit" und Zeit Online. Dabei hat er vor allem den Zustand der amerikanischen Medien und der Gesellschaft im Blick – und stellt fest, dass Medien wie Fox News die Spaltung sogar herbeiführen, weil sie von ihr profitieren: "Dass in Amerika öffentlich-rechtliche Medien fehlen bzw. nicht so finanziert sind, dass sie durchdringen können, ist Teil des amerikanischen Problems." In dieser Phase nimmt Brinkbäumer Kontakt zur ARD auf. "Das passte sofort", erinnert er sich. Diese Erfahrung habe auch seine Meinung über den Rundfunkbeitrag verändert. Früher habe er kritischer darüber geredet, inzwischen halte er die Öffentlich-Rechtlichen für "überlebenswichtig" für eine demokratische Gesellschaft.

In seiner Rolle als MDR-Programmdirektor fühlt er sich inzwischen gut angekommen – auch wenn es anfangs schwierig war, "in der Pandemie in ein Haus zu kommen, das wirklich völlig verwaist ist". Er sei am Anfang vielleicht sogar zu still gewesen, weil er er erst einmal habe verstehen müssen, was wie funktioniert. Inzwischen ist er aber "längst voll und ganz hier", sagt er und schwärmt von der jungen Literatur- und Theaterstadt Leipzig und dem Neuseenland, wo er gelegentlich mit dem Segelboot unterwegs ist. Er liest täglich die "Leipziger Volkszeitung" – die sei wirklich gut – und selbst für den RB Leipzig kann sich der eingefleischte St.-Pauli-Fan begeistern. Zu sächseln begonnen hat er jedoch bewusst nicht: "Diese wunderbaren Ausfärbungen der deutschen Sprache zu imitieren, sollte man sein lassen."

Um seine Rolle in dem "nicht unterkomplexen Gebilde" des MDR zu erklären, muss Brinkbäumer weiter ausholen. Wesentlich sei aber das Programm-Machen und das Entscheidungen-Treffen. Letzteres bezeichnet er selbst als ein Talent, das ihm der Leistungssport anerzogen habe: "Da muss man im Sekundentakt Entscheidungen treffen, und ich liebe das." Dass es beim MDR mehr Bürokratie gibt als bei einem Privatmedium wie dem "Spiegel", findet Brinkbäumer "schlicht angemessen": "Wir müssen mehr Rechenschaft ablegen, was wir mit dem Geld machen. Zu recht, denn es ist nicht unser Geld." Einige der Erfahrungen aus seiner "Spiegel"-Zeit kann er dennoch übertragen: "Dass wir die Kraft und Konzentration wirklich auf das eigentliche lenken und uns nicht verrückt machen sollten durch den ganzen Lärm drumherum." Darin unterscheide sich seine neue Arbeit gar nicht so sehr vom "Spiegel".

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist KNSK-Chefin Kim Alexandra Notz zu Gast.
turi2.tv (47-Min-Podcast auf YouTube), turi2clubraum.podigee.io, apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Spiegel-Gruppe macht Christoph Zimmer zum Leiter der Produktentwicklung.

Neues Zimmer: Die Spiegel-Gruppe holt Christoph Zimmer als Leiter der Produktentwicklung an Bord. Er folgt auf Stefan Ottlitz, der sich laut Mitteilung mehr auf die Aufgaben als Co-Geschäftsführer des "Spiegel" konzentrieren will. Zimmer kommt vom Schweizer Medienhaus Tamedia, wo er als Chief Product Officer und Teil der Geschäftsleitung tätig ist.
gruppe.spiegel.de

Abo-Auflagen von “Spiegel” und “Zeit” steigen.

Auflagen-Plus: Die Abo-Auflagen des "Spiegel" und der "Zeit" steigen, geht aus den aktuellen IVW-Zahlen hervor. Der "Spiegel" verzeichnet 448.568 Exemplare, das sind 10 % mehr als im Vorjahresquartal. Die Digital-Abos wachsen um rund 46 % auf 180.683 Abos. Die "Zeit" verzeichnet 475.879 Abo-Exemplare und damit fast 6 % mehr. Das Digital-Abo steigt um ein Drittel auf 203.944 Abos. Die Gesamtauflage des "Spiegel" wächst um 8,3 % auf 731.692 verkaufte Exemplare, bei der "Zeit" um 4,3 % auf 612.912 Exemplare.
gruppe.spiegel.de, zeit-verlagsgruppe.de

Video-Tipp: Chefredakteur Steffen Klusman will den Spiegel zum “Biest” machen.

Video-Tipp: "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann macht im AdAlliace-Talk "BÄMerkenswert" News-Aggregatoren eine Kampfansage. Der "Spiegel" müsse das machen, was die "New York Times" in Amerika gemacht habe: "Zum Biest werden. So fett und breit machen, dass keiner mehr an dir vorbeikommt." Thematisch "leicht auszufranzen" zahle dabei auf die Marke ein. Bei der Berichterstattung über Nachhaltigkeit will Klusmann einen Nerv treffen, "ohne die Leserschaft zu sehr zu verstören oder zu maßregeln".
adnow.ad-alliance.de (10-Min-Video) via kress.de

The Pioneer: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Geheimnisverrats im Bundestag.

Pressefreiheit: Berichterstattung von "Spiegel" und "heute-journal" sind Anlass von Geheimnisverrats-Ermittlungen im Bundestag, berichtet The Pioneer. Demnach laufen Verfahren im Umfeld des Verteidigungs-Ausschusses, aus dem als "geheim" eingestufte Inhalte an die Presse gelangt sind. Angezeigt hatte die Vorfälle die Ausschuss-Vorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die ihr Vorgehen verteidigt. DJV-Chef Frank Überall kritisiert: Unter der angespannten Sicherheits-Lage seit dem Ukraine-Krieg dürfen Pressefreiheit und Informantenschutz nicht leiden.
thepioneer.de

Lese-Tipp: Stefan Weigel schlägt Post-its für “Spiegel”-Konferenzen vor.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Nachrichtenchef Stefan Weigel bezeichnet sich selbst als konflikt­scheues "Ausweichei". Zum Glück gebe es in seiner Redaktion "so viele konflikt­freudige Menschen, dass es nicht unangenehm auffällt, wenn jemand eine Position kampflos räumt". Außerdem hat er ausgerechnet auf der Toilette ein Kommunikations­mittel entdeckt, das Konferenzen für ihn angenehmer machen könnte: der Klebe­zettel.
spiegel.de

Bundespräsidialamt wehrt sich gegen “Spiegel”-Bericht.


Widerspruch: Das Bundespräsidialamt weist auf "Bild"-Anfrage einen "Spiegel"-Bericht zurück, wonach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Telefon angegangen sein soll. Ein in dem Artikel verwendetes Zitat sei "weder wörtlich noch sinngemäß gefallen". Im dem 45-minütigen Telefonat vom 5. Mai habe Steinmeier eine Erklärung für seine Ausladung nach Kiew gefordert. "Bitte ersparen Sie sich selbst und mir, dass ich das jetzt alles vorlese", soll Steinmeier laut dem "Spiegel" gesagt haben – offenbar mit Blick auf Schriftverkehr, der beweisen soll, dass Selenskyj anders als behauptet von dem Vorgang Bescheid wusste. Die Ausladung sei ein historischer Affront gewesen, so Steinmeier, "einzigartig gegenüber einem Staatsoberhaupt in Friedenszeiten". Der "Spiegel" beruft sich in seinem Text auf "Schilderungen mehrerer Beteiligter", man habe "viele Gespräche mit beiden Seiten" geführt.

Mittlerweile hat der "Spiegel" seinen Text leicht angepasst: In einer unten stehenden "Anmerkung der Redaktion" heißt es, man habe dem Bundespräsidialamt vor Veröffentlichung des Artikels selbstverständlich die Gelegenheit gegeben, sich zu den Recherche-Ergebnissen zu äußern: "Eine Sprecherin Steinmeiers teilte da lediglich mit, sie wolle zu vertraulichen Gesprächen nichts sagen." Die Überschrift, in dem das Zitat ebenfalls zu lesen war, lautet inzwischen schlicht "Wie Steinmeier Selenskyj konfrontierte".
bild.de, spiegel.de (Paid)
(Foto: Picture Alliance/dpa, Britta Pedersen)

Der “Spiegel” bringt vertikalen Content auf eigenen Angeboten.


Spiegelnstagram: Der "Spiegel" bringt auf seiner Homepage und der App vertikale Stories an den Start. Sie laufen unter dem Titel "News & Stories" und sollen aktuelle Nachrichten sowie Highlights aus dem Paid-Angebot liefern. Neue Formate wie "moderierte News-Explainer" stoßen zu bestehenden Formaten. Aus den Stories führen Links in entsprechende Texte, die mehr Infos liefern sollen. Die Inhalte sind standard­mäßig stumm­geschaltet, Videos sind untertitelt.

Die Verantwortung trägt ein Team aus sechs Angestellten des Social-Media-Ressorts. Ayla Kiran, Ressortleiterin Social Media und Leserdialog, verweist darauf, dass Stories das "gelernte Format" für den Newskonsum der Generation Z sind und zudem die Seh­gewohnheiten Älterer verändern könnten. Ihre Stellvertreterin Angela Gruber glaubt, mit dem neuen Format "große Geschichten und Recherchen zeitgemäß präsentieren" zu können.
gruppe.spiegel.de, spiegel.de

Video-Tipp: “Spiegel” und NDR finden Separatorenfleisch in neun von 30 Wurstproben.

Video-Tipp: "Spiegel" und NDR recherchieren gemeinsam zu fragwürdigen Fleischprodukten und finden im Labor Separatorenfleisch in neun von 30 Wurstproben. Der Einsatz von Seperatorenfleisch müsste eigentlich auf der Verpackung gekennzeichnet werden – entsprechende Hinweise finden sich aber auf keinem Produkt. Fünf der neun verdächtigen Aufschnitt-Sorten stammen von der Tönnies-Gruppe, die den Einsatz des Billig-Fleischs abstreitet.
spiegel.de (12-Min-Video)

Julian Reichelt beschwert sich per Brief über die Vergabe des “stern”-Preises.


Preis-Schelte: Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt hat sich im Vorfeld der Vergabe des "stern"-Preises (ehemals Henri-Nannen-Preis) bei der Jury über die Auszeichnung der "Spiegel"-Story "Warum Julian Reichelt gehen musste" beschwert. Sie war gestern als "Geschichte des Jahres" gewürdigt worden. Reichelt schreibt, der Text bestehe "aus Verleumdungen und Erfindungen, die sowohl persönlich als auch politisch motiviert" waren. Den beteiligten Journalistinnen schreibt er "brutalen Aktivismus" zu, sie wollten "Menschen vernichten". Die Autorinnen hätten Methoden verwendet, die "gegen alle journalistischen Standards verstoßen". Auch auf Twitter stellt sich Reichelt gegen die Berichterstattung des "Spiegel" und betont, das Zitat "Vögeln, fördern, feuern", das das Magazin in einem ersten Text zur Causa verwendet hatte, sei eine "freie Erfindung".

Zudem schreibt Reichelt, er habe "lange Zeit nicht die Kraft gefunden", sich "gegen die Wucht dieses Vernichtungsschlags zu wehren". Mut gegeben habe ihm u.a. das jüngste Urteil im Prozess Johnny Depp versus Amber Heard. In seinem Brief zieht er zusätzlich Journalistenpreise in Zweifel, die "zu allererst durch die unsäglichen Relotius-Methoden des 'Spiegel' in Verruf geraten" seien: Sie sollten nicht an "skrupellose Aktivisten" vergeben werden, die "Zitate erfinden" und "bereit sind, ihre Quellen zu verraten". (Foto: Tobias Steinmaurer / APA / Picture Alliance)
kress.de, twitter.com (Thread Reichelt), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Spiegel TV dokumentiert Betrug mit Corona-Testzentren.

Video-Tipp: Spiegel TV dokumentiert den Betrug mit Corona-Testzentren, deren Genehmigungen ohne Ausweis und unter Fake-Namen bereits "ein Skandal" für sich seien. Die Kassenärztliche Vereinigung habe Mio bezahlt: Basierend auf Skizzen von geplanten Teststationen, die an Kindergarten-Malereien erinnern. Das Geld sei oft ins Ausland verschwunden.
youtube.com (27-Min-Video)

Bertelsmanns “We are Era” übernimmt YouTube-Vermarktung des “Spiegel”.

Neue Ära: Das Content Studio We are Era von Bertelsmann übernimmt ab sofort die YouTube-Vermarktung des "Spiegel". Werbekunden können über die Agentur künftig ihre Anzeigen buchen, zusätzlich kümmert sich We are Era um die Rechteverwaltung und unterstützt den "Spiegel" bei "strategischer Social-Media-Planung".
meedia.de

Video-Tipp: “Spiegel”-Reporter Christoph Reuter erzählt bei Jung & Naiv vom Kriegsreporterdasein.

Video-Tipp: Für "Spiegel"-Kriegsberichterstatter Christoph Reuter ist es Typsache, ob man durch die Arbeit als Frontreporter traumatisiert wird oder nicht. Bei Jung & Naiv erzählt er vom Kriegsreporterdasein, den Schlachtfeldern in Syrien, Afghanistan und der Ukraine und lebensgefährliche Situationen.
jungundnaiv.de (203-min-Video)

“Spiegel”-Chefredakteur Steffen Klusmann spricht über Konkurrenz und Krisen.


Im Wettbewerb: "Der härteste Konkurrent im Digitalen ist bild.de", sagt "Spiegel"-Chef­redakteur Steffen Klusmann im Podcast "Entscheider treffen Haider". Das Medium sei zwar "ganz anders" als sein Magazin, dennoch "wollen wir die exklusiven Geschichten auch". Wenn es um die "journalistische Prägung" geht, ticke vor allem die "Süddeutsche Zeitung" ähnlich: "Da gucke ich mir schon manchmal Geschichten an, wo ich mir denke: Ups, das hätten wir auch gern gehabt", sagt Klusmann. Die ähnliche Ausrichtung komme auch durch ein Veränderung des "Spiegels" von einem Nachrichten­magazin mit angeschlossener Website zu einer Art Nachrichten­portal. Eine gewisse Konkurrenz hält der Chefredakteur für wichtig: "Du brauchst immer harte Konkurrenten, an denen du dich messen kannst, damit du dich weiter­entwickelst."

Das Konzept scheint aufzugehen: Im vergangenen Jahr hat der "Spiegel" das "beste Jahr in der Geschichte gehabt", sagt Klusmann. Zwar seien Wirtschafts-Krisen, Kriege und Pandemien schrecklich, doch das "Interesse daran, was da passiert, ist gigantisch". Daher seien "große Lagen immer große Zeiten für den 'Spiegel'".

Im Gespräch mit dem Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts" Lars Haider sagt Klusmann außerdem, dass der "Spiegel" mittlerweile "relativ normale Gehälter bezahlt". Auch Klusmann selbst zeigt sich bescheiden und sieht seine Position als Chefredakteur in der inzwischen "starken Marke" als "geliehene Autorität" – wenn die Visiten­karte weg sei, "ist man eben wieder nur noch Steffen Klusmann".
abendblatt.de (48-Min-Audio)

Der “Spiegel” findet weitere verdächtige Passagen in Martin Hubers Doktorarbeit.

Kopie, die zweite: CSU-Generalsekretär Martin Huber soll bei seiner Doktorarbeit noch umfangreicher plagiiert haben als bisher gedacht, schreibt der "Spiegel". Neben einer Powerpoint-Präsentation im Internet habe Huber u.a. auch aus einem "Spiegel"-Artikel abgeschrieben, ohne die Quelle zu nennen. Huber sagt, er habe die Arbeit "nach bestem Wissen und Gewissen erstellt".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Melanie Amann.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Melanie Amann beginnt ihre berufliche Laufbahn als Juristin – heute zählt sie zu den führenden politischen Journalistinnen Deutschlands. Nach "Financial Times Deutschland" und "FAZ" bereichert die Redakteurin seit 2013 den "Spiegel" mit ihren Artikeln. Amann ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungsmacherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Amann)

Medienrecherche: Datenleak belegt Masseninternierung von Uiguren in China

Xinjiang Police Files: Ein Verbund aus 14 Medienhäusern aus aller Welt hat einen Datenleak über die Masseninternierung von Uiguren in China ausgewertet. Der Leak dokumentiere Menschenrechtsverletzungen und zeige, dass es sich bei den Lagern in Xinjiang nicht um berufliche Fortbildungseinrichtungen handele, wie von China behauptet. Beteiligt an der Recherche sind u.a. Spiegel, BR, BBC, Le Monde und El País.
spiegel.de (Paid), br.de

Investigativ-Reporterin Sophia Baumann wechselt von der “Süddeutschen” zu den Obermai(y)ers.

Papierspur zum "Spiegel": Papertrail Media von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier wildert weiter beim früheren Arbeitgeber des Investigativ-Duos. Investigativ-Reporterin Sophia Baumann wechselt von der "Süddeutschen" zum Recherche-Startup. Sie war Teil des Suisse-Secrets-Team der Obermai(y)ers und ist nach ihren neuen Chefs und Hannes Munzinger der nächste "SZ"-Abgang Richtung "Spiegel".
twitter.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Stimmenfang-Podcast berichtet, was Kremltreue mit Coronaleugnung zu tun hat.

Hör-Tipp: Im Spiegel-Podcast Stimmenfang geht Marius Mestermann (Bild) der Frage auf den Grund, was die Propaganda von Wladimir Putin in Deutschland bewirkt und konfrontiert Putin-Fans am "Tag des Sieges" mit der Meinungsmache aus Moskau. Die Desinformationsexpertin Pia Lamberty zieht Parallelen zwischen Kremltreue und Coronaleugnung und gibt Tipps, was gegen Verschwörungsmythen helfen könnte.
spiegel.de (34-min-Audio)

Zitat: Georg Mascolo will nicht auf seine italienischen Wurzeln reduziert werden.

"In den TV-Talkshows wuchs der Druck, nicht nur weiße Deutsche einzuladen. Eines Tages erfuhr ich, dass ich angeblich auf einer Liste mit anderen Migranten gelandet war. Das fand ich befremdlich."

Ex-"Spiegel"-Chef Georg Mascolo will seinen italienischen Wurzeln keine allzu große Bedeutung zumessen, auch wenn sie ihm mit dem Alter immer wichtiger werden, sagt er dem "Zeit-Magazin".
zeit.de (Paid)

Debatte: Peer Schader rechnet mit dem “Spiegel”-Abrechnungstext zum Retro-TV ab.

Retro-Welle: Der "Spiegel" tut in seiner Abrechnung mit dem "Boomer-TV" so, als sei der aktuelle Retro-Trend "etwas noch nie Dagewesenes", kritisiert DWDL-Kolumnist Peer Schader. Dabei sei die "permanente Selbstwiederholung seit jeher fester Programmbestandteil". Dennoch sollten Fernsehmacherinnen öfter "schon heute ans Fernsehen von Überübermorgen denken", damit es im Jahr 2045 Kultformate aus den 20er Jahren gibt.
dwdl.de

Der Siegeszug der Morgen-Newsletter – Teil 11: Spiegel.


9. Februar 2016: Der "Spiegel" informiert morgens über "Die Lage".

Von Februar 2016 an liefern die "Spiegel"-Chefredakteure Klaus Brinkbäumer und Florian Harms – zuständig fürs Digitale - täglich um 6 Uhr Die Lage ab. Der Newsletter soll "kompakt, analytisch, meinungsstark" sein und verspricht Beobachtungen aus dem politischen Betrieb in Berlin und zum Weltgeschehen.

Auch nach seinem Wechsel zu t-online.de bleibt Harms Newsletter-Chefredakteur: Im September 2017 startet er dort den Tagesanbruch.
turi2.de (gesamte Chronik)

Die Chronik der Morgen-Newsletter erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

“Zeit” holt Britta Stuff vom “Spiegel” und macht sie zur Co-Ressortleiterin “Entdecken”.

Hamburger Wechsel: Die "Zeit" wirbt Britta Stuff vom "Spiegel" ab und macht die 42-Jährige ab September zur Co-Ressortleiterin "Entdecken". Sie folgt auf Moritz von Uslar, der "auf eigenen Wunsch" wieder auf die Position als Kulturreporter zurückkehrt. Stuff arbeitet seit 2020 als stellvertretende Ressortleiterin "Reporter" beim "Spiegel".
zeit-verlagsgruppe.de

Zitat: Markus Brauck fordert, das Unvergleichliche am “Spiegel” genau zu definieren.

"Wir können nicht gleichzeitig ein bisschen 'Stern', ein bisschen 'Zeit', ein bisschen 'Bild' und ein bisschen 'SZ' sein."

Markus Brauck, Chef der "Spiegel"-Wirtschaftsredaktion, hat in seiner Kandidatenvorstellung für das Mitarbeiter-KG-Führungsgremium seine Wünsche an die "Spiegel"-Chefredaktion um Steffen Klusmann offengelegt. Er fordert, dass sie "das Beste" der Online- und Heftkultur "zukunftsfähig" zusammenbringt und genau definiert, was "das Unverzichtbare und Unvergleichliche" des "Spiegels" ist.
kress.de

Die besten Newsletter: Spiegel – Die Lage.

Die besten Newsletter für Medien, Wirtschaft und Politik: Von Montag bis Samstag fassen wechselnde "Spiegel"-Autorinnen per Newsletter die Lage in Deutschland und um Deutschland herum pointiert zusammen und kommentieren sie. Häufig blitzt Sprachwitz auf, und manchmal wird es auch persönlich. Die Lage am Morgen erscheint um 6, die Lage am Abend um 18 Uhr.
spiegel.de/newsletter

Übersicht: Die besten Newsletter für Journalismus, PR, Marketing, Wirtschaft und Politik.

Dieser Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

Ibiza-Video: “Spiegel” und “SZ” gewinnen gegen “Exxpress”-Chefredakteur Richard Schmitt.


Nur einer bezahlt: Das österreichische Boulevard-Portal Oe24.at und der heutige "Exxpress"-Chefredakteur Richard Schmitt dürfen nicht mehr behaupten, "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" hätten das Ibiza-Video gekauft, das 2019 Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Fall gebracht hatte. Das ist das Ergebnis eines geschlossenen Vergleichs am Handelsgericht Wien. Dieser komme inhaltlich einem "vollständigen Eingeständnis" der Beklagten gleich, sagt Rechtsanwalt Sascha Jung.

Schmitt hatte 2019 noch als Chefredakteur bei Oe24.at geschrieben, "Spiegel" und "SZ" hätten laut einem Ermittler "über dunkle Kanäle" von dem Video erfahren und dann von einer "Bande" das Material abgenommen. Bei Twitter schrieb er, die beiden deutschen Medien "haben sich beim Kauf des Ibiza-Videos offenbar mit Berufskriminellen eingelassen". Der "Spiegel" mahnte Schmitt und oe24.at daraufhin ab, später wurde noch eine einstweilige Verfügung eingebracht.

Für Schmitt ist es nicht die erste Verhandlung rund um das Ibiza-Video. Die Mediengruppe Österreich musste vergangenes Jahr der Moderatorin Katia Wagner 43.500 Euro wegen übler Nachrede zahlen. Schmitt hatte mehrfach geschrieben, Wagner sei an der Produktion oder Verwertung des Videos involviert gewesen. (Foto: Roland Schlager / APA / Picture Alliance)
derstandard.at, turi2.de (Background)

Regierung verweigert “Spiegel” Einblick in Gutachten zu Nord Stream 2.

Unter Verschluss: Das Wirtschafts­ministerium untersagt dem "Spiegel" den Einblick in ein entscheidendes Gutachten zu Nord Stream 2. Laut Ministerium seien die Beratungen zur Genehmigung des Projekts noch nicht abgeschlossen und unterliegen deshalb "der Geheim­haltungs-­ und Ver­traulichkeits­pflicht". Eine Veröffentlichung würde außerdem "hohen politischen Druck auf die Bundes­regierung" aufbauen und nachteilig für die diplomatischen Beziehungen sein. Der "Spiegel" vermutet, die Ampel wolle Kritikern der Pipeline kein weiteres Futter liefern.
spiegel.de

Debatte: Gregor Gysi wirft dem “Spiegel” eine Kampagne gegen die Linke vor.

Shooting the messenger: Der frühere Linken-Fraktions­chef Gregor Gysi wirft dem "Spiegel" eine Kampagne gegen seine Partei vor. Dem Magazin gehe es nicht darum, die mutmaßlichen sexuellen Übergriffe aufzuklären, sondern es wolle "eine innere Zerfleischung der Partei fortsetzen. Und es scheint ja auch zu funktionieren", schreibt Gysi in einem Gast­beitrag in der linken Tages­zeitung "nd".
presseportal.de