Journalistin ­Anuschka Roshani schreibt im “Spiegel” über Sexismus beim Schweizer Blatt “Das Magazin”.

#MeToo: Die Journalistin Anuschka Roshani schreibt in einem Gast­beitrag im "Spiegel" über Sexismus, Macht­missbrauch und Mobbing beim Schweizer Blatt "Das Magazin", der Samstags­beilage der Deutsch­schweizer Tages­zeitungen, die Tamedia herausgibt. Ihre Vorwürfe richten sich vor allem gegen den früheren Chef­redakteur Finn Canonica. Nach ihrer Kündigung im September verklagt sie Tamedia nun wegen Verletzung der Fürsorge­pflicht aufgrund sexistischer Diskriminierung und Mobbings.
spiegel.de (€)

Lese-Tipp: Die Turteltauben mit Altersunterschied sind keine Männerdomäne mehr.

Lese-Tipp: Der Boulevard vermeldet diese Woche das Liebes­glück zwischen einer TV-Moderatorin und einer Bestseller-Autorin. Die 26 Jahre Alters­unterschied der Turtel­tauben lassen einen unbekannten "Spiegel"-Autor von einem "emanzipatorischen Fortschritt" auf einem "Schlacht­feld" sprechen, das sonst hauptsächlich männlichen "Schauspielern, Sportlern oder Managern" vorbehalten ist.
spiegel.de

Sibylle Berg beendet nach zwölf Jahren ihre “Spiegel”-Kolumne.

Sie ist übern Berg: Nach zwölf Jahren beerdigt Autorin Sibylle Berg ihre regelmäßige Kolumne im "Spiegel". Sie wolle nun "die Welt mit Literatur retten" oder "noch ein paar Theater­stücke schreiben", kündigt sie in ihrem letzten Text an. Und gibt zu: Die Kommentare unter ihren Kolumnen habe sie nie gelesen – "ich hatte einfach keine Zeit dazu".
spiegel.de (€)

“Bild”: Claas Relotius dichtet jetzt für Jung von Matt.


Werbelyrisches Ich: Der frühere "Spiegel"-Reporter Claas Relotius hat offenbar einen neuen Job, berichtet "Bild". Der Ex-Journalist arbeitet demnach für die Werbe-Agentur Jung von Matt. Damit fällt der Mann, der mit Lügen und Fälschungen den "Spiegel" und den Journalismus als solchen in eine seiner größten Krisen gestürzt hat, vier Jahre nach Bekanntwerden des Skandals weich. Für die Agentur, die hinter ikonischer Werbe-Lyrik wie "Geiz ist geil" steht, soll Relotius als Werbetexter tätig sein. Kommentieren will JvM die Personalie gegenüber "Bild" nicht. Relotius hatte sich für den "Spiegel" aber auch bei der "NZZ" und in "Cicero" Reportagen und Interviews weitgehend ausgedacht und als Tatsachen verkauft. Für seine Texte erhielt er zahlreiche Preise. Womöglich heimst er künftig Werbe-Auszeichnungen ein. Jung von Matt gilt auf diesem Feld als erfolgreichste Agentur Deutschlands.
bild.de (€), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

“FAZ” wirft “Spiegel” Verschleierung bei Aufarbeitung falscher Berichte über totes Flüchtlings-Mädchen vor.

Den Spiegel vorgehalten: Die "FAZ" wirft dem "Spiegel" vor, das Ausmaß über fehlerhafte und mittlerweile aus dem Netz gelöschte Artikel über den vermeintlichen Tod eines syrischen Flüchtlings-Mädchen zu verschleiern. Die interne Aufarbeitung des Falls lasse Fragen offen und fördere neue Ungereimtheiten zu Tage. "FAZ"-Autor Ferry Batzoglou wundert sich, wieso der "Spiegel" das Löschen der fehlerhaften Artikel nicht mit dem Mangel an Beweisen für den als Fakt dargestellten Tod des Mädchens begründet. Stattdessen verdrehe der "Spiegel" in der eigenen Aufarbeitung die Beweisführung und stütze sich auf Indizien.
“FAZ”, S. 15 (€), turi2.de (Background)

ZDF-Mann Jannis Schakarian ist jetzt CvD Audio beim “Spiegel”.

Wechselt das Ohr: Journalist Jannis Schakarian ist seit Januar neu als CvD Audio beim "Spiegel". Er kommt vom ZDF, wo er Distribution und Neue Zielgruppen leitete und u.a. den True-Crime-Podcast "Mordlust" verantwortete. Schakarian, geb. Kucharz, baute davor das Junge-Leute-Angebot funk mit auf. Bekannt wurde er in der Medienwelt auch durch seinen 2008 gestarteten Blog Netzfeuilleton. Olaf Heuser bleibt laut Impressum weiter CvD Audio beim "Spiegel".
linkedin.com

Zitate-Ranking 2022: “Spiegel” erneut vorne, “Handelsblatt” überholt “Bild”.

Handelsblatt verdrängt "Bild" im Zitate-Ranking von Media-Tenor 2022 von Platz 2. Insgesamt 845 Mal haben andere Medien das "Handelsblatt" zitiert, von "Bild" gab es nur 792 Zitate. An der Spitze steht erneut der "Spiegel" mit 1.096 Zitierungen. Interessanter Aspekt: 44 % der Zitate im "Handelsblatt" stammen von der Schwester-Zeitung "Tagesspiegel", die von Platz 16 im Jahr 2021 auf Platz 9 aufsteigt.
kress.de

Christian Lindner drohen nach einem “Spiegel”-Bericht Korruptionsermittlungen.

Korruptionsermittlungen? Die Berliner Generalstaats­anwaltschaft prüft die Aufhebung der Abgeordneten-Immunität von Christian Lindner, um mögliche Korruptions­ermittlungen aufnehmen zu können, meldet der "Tagesspiegel". Anlass für die Vorprüfung ist ein "Spiegel"-Artikel aus dem Oktober. Dem Bericht zufolge habe der Bundesfinanz­minister eine Video-Rede für eine Bank gehalten, die seinen Hauskauf finanziert. Lindner könnte ein Strafverfahren wegen Vorteilsnahme drohen. Lindners Anwalt Christian Schertz weist die Vorwürfe zurück, Lindner sehe "die heutige Berichterstattung mit Gelassenheit".
tagesspiegel.de, spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background)

Nur die “taz” unterschreibt Vielfalts-Selbstverpflichtung von Pro Quote.

Keine Zeit für Vielfalt? Die Initiative Pro Quote Medien besucht die Chef­redaktionen deutscher Leit­medien und bringt eine Selbst­verpflichtung zur Förderung von Frauen und Diversität mit – lediglich die "taz" unter­schreibt den Vertrag. "Bild", "Welt" und "Focus" hatten keine Zeit für ein Treffen. "Stern", "Zeit", "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel" zeigen Bemühungen und Fort­schritte, wollten sich an die Forderung von Pro Quote, u.a. 50 % Frauen mit diversen Hinter­gründen in allen Führungs­ebenen, aber nicht binden. "FAZ"-Herausgeber Jürgen Kaube sehe keinen besonderen Förder-Bedarf.
mailchi.mp/pro-quote, turi2.de (Background Kaube)

“Spiegel” räumt Fehler bei Berichten über Tod eines syrischen Mädchens ein.


Unklare Lage: Der "Spiegel" zieht seine Beiträge über den Tod eines syrischen Flüchtlings-Mädchens in Griechenland zurück und will sie auch in über­arbeiteter Version nicht erneut veröffentlichen. "Zu vieles darin müsste korrigiert werden", schreibt die Redaktion nach erneuter, intensiver Recherche des Falls. Am Tod des Mädchens und seiner Existenz waren Zweifel aufgekommen, woraufhin der "Spiegel" die Beiträge zunächst offline genommen hatte. Unklar war auch, ob sich die Gruppe von Flüchtenden auf griechischem oder türkischen Boden aufhielt und welcher Staat in diesem Fall hätte helfen müssen. "Auch die Darstellung der griechischen Regierung bildet nicht korrekt ab, was passiert ist", heißt es in der Aufarbeitung. Zwar fehle ein "letztgültiger Beleg", jedoch deute "manches daraufhin, dass einige der Geflüchteten den Todesfall in ihrer Verzweiflung erfunden haben könnten". Angesichts der Quellen­lage hätte der "Spiegel" seine Berichte "deutlich vorsichtiger formulieren müssen", so das Fazit.
spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Frederik von Castell zerlegt den “Spiegel”-Text über Peter Altmaier.

Lese-Tipp: Der vielbeachtete "Spiegel"-Artikel über Polit-Pensionär Peter Altmaier ist für Übermedien-Redaktions­leiter Frederik von Castell ein "Nachtreten unter der Gürtel­linie". Altmaier werde in dem Text "allem Anschein nach lächerlich gemacht", seine Aussagen und Taten würden bewusst negativ darstellt. Es sei zudem "unanständig", wie Autor Miguel Helm im Privat­leben des Politikers "wühlt".
uebermedien.de, spiegel.de (€, Originaltext)

Zitat: Micky Beisenherz hält aktuell noch seine Eitelkeit bei Twitter.

"Wenn man eine gewisse Zahl an Followern und Followerinnen zusammengewitzelt hat, dann gibt man die auch nicht so schnell auf. Da ist es die Eitelkeit, die mich bei Twitter hält."

Micky Beisenherz will Twitter erst den Rücken kehren, wenn alle Kontroll­instanzen versagen und all die Medien­schaffenden abgehauen sind, die er so schätzt, sagt er im "Stimmenfang"-Podcast vom "Spiegel".
spiegel.de (40-Min-Audio)

Hör-Tipp: Malte Müller-Michaelis erklärt, wie der “Spiegel”-Jahres­rück­blick entsteht.

Hör-Tipp: Das Betreuen der "Spiegel Chronik" ist "nicht der beliebteste Job", sagt der Verantwortliche Malte Müller-Michaelis bei "OMR Media" mit Pia Frey. Grund sei, dass der Jahres­rück­blick "neben der normalen Arbeit" aller Beteiligten entstehe. Er habe die Themen­wahl stark "am Leser*innen-Interesse" ausgerichtet. Zurück­zuschauen auf das, was war, sei etwas "Urmenschliches". Ein personalisierter Jahres-Rück­blick wie bei der "Washington Post" ist in Deutschland aus Daten­schutz-Gründen schwierig, erklärt er.
omrmedia.podigee.io (46-Min-Audio)

“Spiegel”: Eine E-Mail bringt den “Zeit”-Herausgeber Josef Joffe in Bedrängnis.


Warburg-Affäre: Der "Spiegel" zitiert aus einer bisher unbekannten Mail von "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe an dessen Freund und Bank-Miteigentümer Max Warburg. Diese soll pikanterweise am 17. November 2016, dem Veröffentlichungstag der "Zeit"-Recherche über die Verwicklung der Hamburger Privatbank in die Cum-Ex-Geschäfte, rausgegangen sein. "Natürlich bricht es mir das Herz; das ist schließlich auch meine Bank", soll Joffe geschrieben haben. Immerhin habe die "Zeit" den Artikel geschoben, "um zu recherchieren und nachzufragen". Er wisse nicht, was er "noch hätte tun können". Er selber "hätte die Sache entweder richtig festgemacht oder sie fallen gelassen". Joffe teilt mir, er archiviere keine sechs Jahre alten Mails und könne zu den Textpassagen keine Stellung nehmen. Er habe aber zu keinem Zeitpunkt berufliche und private Belange verquickt.

Joffe hatte Warburg vor der Berichterstattung zum Cum-Ex-Skandal gewarnt, wie ein geleakter Brief bereits im Mai offenbarte. Danach war bekannt geworden, dass Joffe sein Mandat bei der "Zeit" bis zum Vertragsende im März 2023 ruhen lässt. Die "Zeit" versicherte, dass Joffe keinen Einfluss auf den Artikel genommen hat.
spiegel.de (€), turi2.de (Background)

Basta: Rätselraten um die Rückkehr von Boris Becker nach Deutschland.

Wo ist Boris? Tennislegende Boris Becker ist aus dem britischen Gefängnis raus und angeblich wieder in Deutschland. Laut "Spiegel" soll er in München gelandet sein, die "Welt" schreibt nun, Becker sei in Stuttgart. Der "Spiegel" versucht aus der Not eine Tugend zu machen und titelt: "München oder Stuttgart, Hauptsache Bayern." Von zu langer Recherche bekommt man wohl einen Tennisarm.
spiegel.de

Zitat: Samira El Ouassil wundert sich über “seltsame Ramschangst” bei Einbürgerungs-Debatte.

"Wer vor der Verramschung der deutschen Staatsbürgerschaft warnt, hält die Nationalität offenbar für ein exklusives Konsumerlebnis – und fürchtet, dieses würde ihm weggenommen."

Samira El Ouassil wundert sich in ihrer "Spiegel"-Kolumne zur Diskussion um die Einbürgerung über eine "seltsame Ramschangst derjenigen, die sich selbst als nationale Türsteher inszenieren und fordert "mehr Ramsch für alle".
spiegel.de

Hör-Tipp: Junge Menschen zweifeln im Stimmenfang-Podcast daran, ob sich Arbeit noch lohnt.

Hör-Tipp: Im neuen Stimmenfang-Podcast des Spiegel bespricht Viorica Engelhardt (Foto), wie die Krise den Blick junger Menschen auf die Arbeit verändert. Sicherheit geht wieder vor Selbstverwirklichung, beobachtet z.B. Jugendforscher Simon Schnetzer und junge Menschen zweifeln vermehrt daran, ob sie trotz größter Anstrengung je den Lebensstandard ihrer Eltern erreichen werden.
spiegel.de (24-min-Audio)

Lese-Tipp: Angela Merkel befindet sich im “Verpuppungs­stadium”.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Journalist Alexander Osang hat Alt­kanzlerin Angela Merkel nach ihrem Abschied aus dem Amt ein Jahr lang begleitet und beschreibt in seiner Titel­story ihre Transformation von der "Welt­moderatorin" zur "Wohnzimmer­diplomatin". Merkel verrät u.a., dass sie in der frei gewordenen Zeit Serien wie "The Crown" oder "Babylon Berlin" schaut. Sie bereut es nicht, nicht erneut angetreten zu sein: "Innen­politisch war es über­reif" und außen­politisch sei sie zum Schluss auch "bei so vielem keinen Milli­meter mehr weiter­gekommen". Merkel sagt, sie befindet sich derzeit in einem "Verpuppungs­stadium": Auf den Abstand zur täglichen Politik folge mit dem Schreiben ihres Buchs und dem Blick auf Vergangenes nun eine "Reflexionszeit".
spiegel.de (€)

Medieninsider: “Spiegel” nimmt offenbar wegen Zweifeln am Wahrheitsgehalt Reportagen offline.

Wahr oder Fiktion? Der "Spiegel" nimmt vier Reportagen aus dem vergangenen August offline, berichtet Medieninsider. Demnach gebe es Zweifel am Wahrheits­gehalt der Artikel, in denen es um ein Flüchtlings­mädchen geht, das auf einer Insel zwischen der Türkei und Griechenland gestorben sein soll. Statt eines Textes mit dem Titel Todesfall EU-Grenze findet sich nun eine Erklärung des "Spiegels": "An dieser Stelle befand sich ein Beitrag über das Schicksal einer Flüchtlingsgruppe am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros im Sommer 2022." Mittlerweile gebe es jedoch Zweifel an der bisherigen Schilderung. "Wir haben daher mehrere Beiträge zu diesem Thema vorläufig von unserer Website entfernt." Die Redaktion überprüfe die Berichterstattung und entscheide, "ob die Beiträge gegebenenfalls in korrigierter und aktualisierter Form erneut veröffentlicht werden". Laut Medieninsider ist es fraglich, ob das Mädchen aus dem Artikel überhaupt existierte. Demnach habe der griechische Migrations­minister Notis Mitarachi Zweifel geäußert – auch gegenüber "Spiegel"-Chef­redakteur Steffen Klusmann. Der Verfasser des Artikels, Giorgos Christides, habe dazu bereits Ende August getweeted, mit den Eltern und Geschwistern des Mädchens gesprochen zu haben. Der "Spiegel" gehe den Zweifeln nun intern nach, schreibt Medieninsider. Eine gezielte Kampagne der griechischen Regierung gegen den "Spiegel"-Reporter sei nicht auszuschließen.
medieninsider.de (€) via focus.de

Zitat: Patrick Beuth rät dazu, sich schnell noch bei Twitter anzumelden.

"Heute ist der beste aller Tage, um sich bei Twitter anzumelden. Wann sonst hat man die Gelegenheit, eine derart epische Abriss­party mitzufeiern?"

Für Spiegel-Redakteur Patrick Beuth ist das, was bei Twitter abgeht, ein "spektakulärer Zirkus" – aber auch ein "historischer Moment, der viel über die Social-Media-Welt und ihre Mechanismen offenbart".
spiegel.de

Hör-Tipp: Melanie Amann spricht im NDR-Podcast “Die Idee” über die Kampflust von Precht.

Hör-Tipp: Hauptstadtbüro-Leiterin des "Spiegel" Melanie Amann spricht im NDR-Podcast "Die Idee" u.a. darüber, wie überrascht sie von der Kampflust von Richard David Precht bei Markus Lanz war. Die Journalismus-Kritik aus dem Precht-Welzer-Buch hält sie zum Teil für widersprüchlich. Zur Stärkung des Bewusstseins für die Probleme im Journalismus hätte es die Kritikschrift aus Sicht von Amann nicht gebraucht.
ndr.de (59-min-Audio)

Hör-Tipp: Dirk Roßmann findet es nicht verwerflich, seine Bücher in den eigenen Filialen zu verkaufen.

Hör-Tipp: Drogerie-Unternehmer und Bestseller-Autor Dirk Roßmann weist im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer die "Spiegel"-Kritik an der Verkaufsstrategie seines Öko-Thrillers Der neunte Arm des Oktopus zurück. Er verstehe nicht, was daran verwerflich sein soll, dass er sein Buch auch im eigenen Laden anbietet. Bücher von "Spiegel"-Autoren würden im "Spiegel" ja schließlich auch beworben, argumentiert er.
omr.com (78-Min-Audio)

Video-Tipp: “Spiegel” startet neue Marken-Kampagne “Nie aufhören zu hinterfragen”.

Video-Tipp: Der "Spiegel" startet zusammen mit Service­plan Hamburg seine neue Marken-Kampagne "Nie aufhören zu hinterfragen". Die Motive zeigen bewusst falsche oder verkürzte Aussagen und werden online, in Print, Radio sowie per Außen­werbung ausgespielt. Außerdem gibt es jeweils 15 Sekunden lange Clips zu den Themen Klima, Jugend, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.
serviceplan.com

“Spiegel”: RBB-Programmdirektor Schulte-Kellinghaus wollte Ausschreibung einer Stelle umgehen.

Hintenrum: Im Skandal um mutmaßliche Vettern­wirtschaft beim RBB berichtet der "Spiegel" von einer Personalie, die Programm­direktor Jan Schulte-Kellinghaus offenbar "top secret" umsetzen wollte, um eine Ausschreibung zu vermeiden. Demnach habe er Programm­chef Jens Riehle loswerden wollen, indem er seine Aufgaben in die "HA Koordination" auslagert. Diese sollte dann Oliver Jarasch leiten, schrieb Schulte-Kellinghaus an die damalige Intendantin Patricia Schlesinger. Jarasch ist "Profiteur des RBB-Bonus­systems" und Mann von Berlins Umwelt­senatorin Bettina Jarasch.
spiegel.de (€)

“Spiegel”-Gruppe bereitet Print-Abonnentinnen auf mögliche Gasmangellage vor.

Auf alles gefasst: Die Spiegel-Gruppe bereitet die Print-Abonnentinnen ihrer Titel auf die Möglichkeit vor, dass einzelne Ausgaben wegen eines Gasmangels nicht gedruckt erscheinen könnten, berichtet "Kress". "Manager Magazin"-Chefredakteur Sven Clausen sagt in einem der November-Ausgabe beiliegenden Schreiben, dieser Fall sei unwahrscheinlich, "aber nicht auszuschließen". Auch "Spiegel" und "Harvard Business Manager" haben ihre Leserschaft bereits informiert. Die Abonenntinnen sollen dem Verlag ihre E-Mail-Adressen mitteilen, damit sie im Notfall eine digitale Ausgabe des Magazins bekommen können.
kress.de

“Welt”: Feministischer Verein soll “Spiegel”-Recherche zu Regisseur Ulrich Seidl angestoßen haben.


Feministische Filmkritik? Die feministische Initiative FC Gloria aus Österreich soll die "Spiegel"-Recherche zu Regisseur Ulrich Seidl und seinem umstrittenen Werk "Sparta" angestoßen haben, berichtet die "Welt". Der "Spiegel" hatte ihm vorgeworfen, bei den Dreharbeiten in Rumänien Kinder "ausgenutzt" zu haben, Seidl und seine Produktions­firma bestreiten die Vorwürfe. FC Gloria setzt sich für Geschlechter­gerechtigkeit in der Film­branche ein und lässt eine Anfrage unbeantwortet, ob Vorstands­mitglieder dem "Spiegel" Tipps gegeben haben. Seidl hüllt sich ebenfalls in Schweigen, habe aber nach den Vorwürfen Gespräche mit den Familien geführt, die im Mittelpunkt der "Spiegel"-Recherche standen und diese für alle Fälle aufgezeichnet. Der Regisseur teilt die Aufnahmen aber derzeit nicht mit der Öffentlichkeit, ohne Angabe von Gründen.
welt.de (€), turi2.de (Background)

Meedia: Bertelsmann will “Spiegel”-Anteile behalten.

Schmettert ab: Bertelsmann gibt der Spiegel-Mitarbeiter-KG einen Korb. Der Medien­konzern plane nicht, sich von seiner "Spiegel"-Beteiligung von 25,5 % zu trennen, sagt ein Sprecher auf Nachfrage von Meedia. Die Mitarbeiter-KG, die 50,5 % am "Spiegel" hält, hatte Bertelsmann via "Horizont" Avancen gemacht und Interesse an einer Übernahme bekundet.
meedia.de, turi2.de (Background)

“Horizont”: Mitarbeiter-KG zeigt Interesse an Bertelsmanns “Spiegel”-Anteilen.

Spiekulationen: Die Mitarbeiter-KG zeigt Interesse an der Übernahme der Bertelsmann-Anteile am "Spiegel" oder Teilen davon, berichtet Roland Pimpl. Die Mitarbeiter-KG, der 50,5 % gehören, "stünde bereit und wäre gewappnet", sagt Carsten Türke, Vorsitzender Geschäfts­führung, zu "Horizont". Die Bertelsmann-Anteile von 25,5 % liegen bei der RM Hamburg Holding GmbH, die bisher Gruner + Jahr GmbH hieß. Eine Übernahme könnte akut werden, wenn Bertelsmann-Boss Thomas Rabe selbst verkaufen möchte oder die RM Hamburg Holding einen neuen Eigner bekäme. Dann hätte die Mitarbeiter-KG ein Vorkaufsrecht. Anders als das Verlags­geschäft von G+J ist die "Spiegel"-Beteiligung nicht unter das Dach von RTL gerutscht.
horizont.net (€)

“Spiegel”: “Bild”-Journalist Paul Ronzheimer führte Wechsel-Gespräche mit RTL.


Paul auf Abwegen? "Bild"-Journalist Paul Ronzheimer (Foto) soll laut "Spiegel" in den vergangenen Monaten Gespräche mit RTL über einen möglichen Wechsel geführt haben. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf "Insider" und begründet Ronzheimers mutmaßlichen Vorstoß mit dessen Unzufriedenheit über "Bild"-Chefredakteur Johannes Boie: Ronzheimer sei gekränkt, weil er als Vertrauter von Julian Reichelt früher "so gut wie alles durfte", unter Boie aber z.B. nicht zu "Bild TV" zugeschaltet werde, wenn er es wolle. Sowohl Boie als auch Ronzheimer verneinen einen Konflikt offiziell, Ronzheimer wird mit "Ich bin sehr glücklich bei 'Bild'" zitiert. In Sachen Ralf Schuler, bisheriger Leiter der "Bild"-Parlamentsredaktion, weiß der "Spiegel" sicher, wohin es diesen zieht: Er wird demnächst für seinen ehemaligen Boss Reichelt arbeiten.
spiegel.de (€), turi2.de (Background Schuler)

Zahl des Tages: In der “‘Spiegel’-Affäre” mussten die Fahnder 5,5 Mio Blätter Papier sichten.

Zahl des Tages: Mit sage und schreibe 5,5 Mio Blättern beschriebenem Papier mussten es die Fahnder der "'Spiegel'-Affäre" 1962 aufnehmen, rekonstruiert Thomas Darnstädt für das Nachrichtenmagazin. On top kamen 10.000 Meter Mikrofilm, 17.000 Leitz-Ordner des "Spiegel"-Archivs sowie ungezählte "Kaffeeküchen, Besenkammern und Lagerräume".
spiegel.de (€)

“Spiegel”: Lindner hat Kredit bei einer Bank laufen, für die er schon geworben hat.

Exklusiver Deal: Der "Spiegel" schreibt über die "merkwürdigen Immobilien­kredite" von Christian Lindner, die Fragen zu möglichen Interessen­konflikten aufwerfen. Für ein Zwei­familien­haus in Berlin, das Lindner Anfang 2021 für 1,65 Mio Euro gekauft hat, hat er Kredite in Höhe von insgesamt 2,8 Mio Euro bei der Karlsruher BBBank aufgenommen – eine "ungewöhnliche Über­finanzierung". Lindner ist 2018 in einem Imagefilm der Bank aufgetreten, zusätzlich hat er dort mind. sieben Vorträge gegen insgesamt fünfstelliges Honorar gehalten.
spiegel.de (€)

Der “Spiegel” verrät die Promi-Sonderbehandlung bei der Deutschen Bahn.

Very Important Fahrgast: Die Deutsche Bahn setzt für prominente Fahrgäste wie Spitzen­politikerinnen alle Hebel in Bewegung, erfährt der "Spiegel" aus internen Kreisen. In betroffenen Zügen werden vor Abfahrt u.a. die Klima­anlagen getestet, sie werden grund­gereinigt und ausgewechselt, "bestünden nur geringste Zweifel an der Funktions­fähigkeit". Züge mit VIP-Besetzung bekämen außerdem an jedem Stellwerk grünes Licht, um bloß nicht warten zu müssen. Die Konzern­richtlinie "Reisen nach Sonder­vorschrift" lege angeblich nur Eingeweihten im Staats­konzern vor.
spiegel.de (€)

Regisseur Ulrich Seidl widerspricht im “Süddeutsche”-Interview Vorwürfen, er habe Kinder “ausgenutzt”.

Wehrt sich: Regisseur Ulrich Seidl widerspricht im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" den "Spiegel"-Vorwürfen, er habe am Filmset von "Sparta" Kinder "ausgenutzt". Er wirft dem "Spiegel" vor, nur 48 Stunden für die Beantwortung eines 40-Fragen-Katalogs gehabt zu haben und fühlt sich "Rufschädigung" ausgesetzt. In den letzten Wochen sei Seidl nach Rumänien gefahren und habe den Film den beteiligten Darstellern sowie den Eltern der mitspielenden Kinder gezeigt – für ihn eine "erfreuliche Erfahrung", bei der es nicht zu Beschwerden kam.
sueddeutsche.de (€), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Juan Moreno rekapituliert die Relotius-Affäre.

Video-Tipp: "Mir wurde mehr oder weniger klar gemacht, dass ich jemanden anschwärze, der einen sehr, sehr guten Stand beim 'Spiegel' hat", erinnert sich Reporter Juan Moreno (Foto) an seine ersten Versuche, mit der Ressortleitung über seinen Betrugsverdacht in Sachen Claas Relotius zu sprechen. Er habe zeitweise Angst gehabt, durch seine Kritik seine Existenz zu zerstören. Erst als "der Groschen fiel", sei die Stimmung ihm gegenüber "deutlich besser" geworden.
spiegel.de (7-Min-Video)

“Spiegel” und Spotify starten gemeinsamen Podcast zur WM in Katar.

Audio-Anpfiff: Spotify und "Spiegel" starten den gemeinsamen Podcast "Ausverkauft – Katar, der Fußball und das große Geld" über die wirtschaftlichen Verflechtungen im Fußball. Hosts sind die ehemalige Profifußballerin Tugba Tekkal und "Spiegel"-Sportredakteur Danial Montazeri. Die acht Folgen erscheinen ab dem 13. Oktober wöchentlich immer donnerstags.
per Mail

ProSieben zeigt am Mittwoch umstrittenes “Needle Spiking”-Experiment.

Sticht zu: ProSieben zeigt am Mittwoch das umstrittene "Needle Spiking"-Experiment in der Sendung "Zervakis & Opdenhövel". Der Beitrag solle verdeutlichen, "wie schnell man Opfer einer Attacke werden kann". Der "Spiegel" hatte berichtet, dass mehrere Betroffene der Aktion sie als "missbräuchlich" empfunden hatten.
derstandard.at, turi2.de (Background)

“Spiegel”: ProSieben simulierte für “Zervakis & Opdenhövel” Nadel-Attacken in Berliner Club.


Nicht piekfein: ProSieben und eine beteiligte Produktionsfirma haben in einem Berliner Club offenbar Nadel-Attacken auf Gäste simuliert, um über das Phänomen Needle Spiking berichten zu können, schreibt der "Spiegel". Die Aktion, die Betroffene verängstigt habe und von ihnen als "missbräuchlich" empfunden wurde, sei für die Sendung "Zervakis & Opdenhövel" gedreht worden. Ein Vorwurf lautet, dass Gäste nach der vermeintlichen Attacke nicht darüber aufgeklärt wurden, ob ihnen etwas Ernstes zugestoßen sei.

ProSieben widerspricht und betont, man habe niemanden gepikst, sondern Personen lediglich heimlich mit einem "Textmarker" berührt und markiert. Das Ganze sei "komplett ungefährlich" gewesen. Zudem seien Betroffene nicht wie behauptet "mehrere Stunden im Unklaren gelassen worden".
spiegel.de

Lese-Tipp: “Spiegel”-Chef Steffen Klusmann erinnert sich an die Relotius-Affäre.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann erinnert sich im Interview mit dem "Journalist" an die Relotius-Affäre, die seinen Amtsantritt überschattete. Er hätte gern "auf so viel Originalität verzichtet" und habe sich gesorgt, ob die Marke "Spiegel" den Skandal überstehe. Die bald im Kino anlaufende Fälscher-Verfilmung hat Klusmann bereits gesehen – "zweimal muss ich nicht rein".
journalist.de

Debatte: Elke Heidenreich ärgert sich über ihre Zuordnung in der “Spiegel”-Bestsellerliste.

List mit Liste: Autorin Elke Heidenreich ist sauer auf das Branchen­magazin "Buchreport", das die Best­seller­listen für den "Spiegel" zusammenstellt. Ihr neustes Werk "Ihr glücklichen Augen" landet nämlich "nur" in der Kategorie Sachbuch. "Süddeutsche"-Redakteur Felix Stephan hört darin "das Echo einer unter­schwelligen Misogynie", denn ähnliche Werke männlicher Autoren laufen unter Belletristik.
sueddeutsche.de (€)

Gefälschte Ableger deutscher Newsseiten verbreiten russische Propaganda.

Desinformationswelle: Nachgebaute Webseiten von T-Online, "Spiegel", "FAZ" und "Bild" verbreiten massen­haft pro-russische Fake News, berichtet T-Online. Fake-Accounts in sozialen Netzwerken mit durch KI erstellten Profil­bildern teilen die Nachrichten, die wohl russischen Ursprungs sind. Die URLs der gefälschten Seiten ähneln den Originalen, so dass sie nur bei genauem Blick zu erkennen sind.
t-online.de, spiegel.de

Lese-Tipp: Der “Spiegel” lotet Nachfolge-Optionen für Patricia Schlesinger aus.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" lotet Nachfolge-Optionen für Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger aus und bringt sieben Namen ins Gespräch, darunter interne wie externe Kandidatinnen. RBB-Programmchef Jan Schulte-Kellinghaus sowie die Kultur-Chefin des Senders, Martina Zöllner, könnten sich Hoffnungen auf die Intendanz machen. Tina Hassel (Foto) vom ARD-Hauptstadtstudio sowie Ulla Fiebig vom SWR wären vollkommen unbelastete Aspirantinnen.
spiegel.de

RBB stellt Verena Formen-Mohr frei, Leiterin der Hauptintendanz, Wolf-Dieter Wolf legt Amt als Messe-Aufsichtratschef nieder.

RBBröselt: Der RBB stellt aufgrund der Affäre um Patricia Schlesinger auch Verena Formen-Mohr frei, Leiterin der Hauptintendanz, berichtet der "Spiegel". Formen-Mohr gilt als enge Vertraute Schlesingers, sie war u.a. für die Unternehmensplanung zuständig und arbeitete als Geschäftsführerin in der RBB-Tochter rbb Media. Der Sender hat ihre Freistellung bestätigt.

Wolf-Dieter Wolf, der Vorsitzende des Verwaltungsrats des RBB, legt unterdessen sein Amt als Aufsichtsratschef der Messe Berlin nieder, meldet das "Handelsblatt". Ein Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft teilt mit, Wolf wolle "möglichen Schaden zu Lasten der Messe Berlin vermeiden und die laufenden Untersuchungen nicht belasten". Wolfs Amt als Verwaltungsratsvorsitzender ruht während der Aufklärung der Vorwürfe.
spiegel.de (Formen-Mohr), handelsblatt.com (Wolf), turi2.de (Background)

Ruf nach Schlesingers Rücktritt von RBB-Intendanz wird lauter.

Dünnes Eis: Einen Tag nach dem Rücktritt von Patricia Schlesinger als ARD-Vorsitzende mehren sich die Stimmen aus der Politik, die ihr die Aufgabe der RBB-Intendanz nahelegen. Petra Budke, Grünen-Fraktionschefin im Brandenburger Landtag, hält den Schritt für "unausweichlich", um weiteren Schaden von den Öffentlich-Rechtlichen abzuwenden. Der Fraktionschef der CDU, Jan Redmann, wundert sich, warum Schlesinger "für die ARD nicht mehr tragbar ist – für den RBB aber weiter tragbar sein soll“. Auch CSU-Generalsekretär Martin Huber fordert bei "Bild" den Rücktritt mit den Worten: "Keine halben Sachen."

Schlesinger hatte am Donnerstag ihr Amt als ARD-Vorsitzende abgegeben und damit auf Compliance-Vorwürfe reagiert, die "Business Insider" thematisiert hatte – es geht um eine lukrative Tätigkeit von Schlesingers Ehemann, einen stark rabattierten Dienstwagen und teure Abendessen. Claudia Tieschky schreibt in der "Süddeutschen Zeitung", Schlesinger habe heute im Sender davon gesprochen, "Vertrauen heilen" zu wollen. Tieschky kann sich vorstellen, dass die RBB-Intendantin um ihren Posten kämpft: "Es würde zu ihr passen."

Der "Spiegel" greift indes die Dienstwagen-Recherche auf und stellt fest: Das Arbeits-Auto von Schlesinger, ein Audi A8 mit Massage­sitzen, fällt im Vergleich zu den anderen Intendanzen außergewöhnlich luxuriös aus. Radio Bremen verzichtet gänzlich auf einen Dienstwagen; SR, Deutschland­radio und SWR setzen auf kleinere BMWs und einen Toyota. ZDF, NDR und WDR gönnen sich teure Mercedes- oder BMW-Limousinen, MDR-Chefin Karola Wille fährt sogar den gleichen Audi wie Schlesinger. "Diese vier verantworten aber größere Sende­gebiete", schreibt der "Spiegel". (Foto: Holger Talinski)
bild.de, "Spiegel" 32/2022, S. 57, turi2.de (Background Rücktritt), turi2.de (Background Dienstwagen)

Lese-Tipp: Das Ringen um die Warnung vor der Kaspersky-Software.

Lese-Tipp: Mitte März hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informations­technik vor der russischen Antiviren-Software von Kaspersky gewarnt. Die Entscheidung hatte für "interne Differenzen" gesorgt, schreibt BR-Reporter Hakan Tanriverdi. Eine technische Sicherheits­lücke habe das BSI nicht nachweisen können, weshalb eine präventive Warnung ausgesprochen wurde, um "Eskalation im Cyberraum" zu verhindern.
br.de, turi2.de (Background)

Debatte: Documenta-Bericherstattung bei “Spiegel” macht Peter-Matthias Gaede “fassungslos”.

Hartes Urteil: Der ehemalige "Geo"-Chef­redakteur Peter-Matthias Gaede bezeichnet bei Meedia.de die Bericht­erstattung über die Documenta 15 in "Spiegel" und "Süddeutscher Zeitung" als eine Form von "Erregungs­journalismus, die fassungslos machen kann". Bei einem Beitrag von "Spiegel"-Redakteur Alexander Neubacher vermutet Gaede, Neubacher habe sich sein Urteil nicht "durch direkte Recherche verderben lassen" wollen – das wäre "Haudrauf-Journalismus der simpelsten Art".
meedia.de

Valerie Höhne wechselt vom “Spiegel” zum “Tagesspiegel”.

Spiegel­verkehrt: Die Journalistin Valerie Höhne wechselt am 1. September vom Haupt­stadt­büro des "Spiegels" ins Haupt­stadt­büro des "Tages­spiegels". Beim Nachrichten­magazin ist sie seit 2018 angestellt und berichtet vor allem über die Grünen und das Bundes­familien­ministerium. Bei der Zeitung soll sie "exklusive Informationen erlangen und besondere Recherche­ansätze entwickeln", so Haupt­stadtbüro-Leiter Georg Ismar.
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Wir graturilieren: Ole Reißmann wird 39.


Wir graturilieren: Der Geschäftsführende "Spiegel"-Redakteur Ole Reißmann feiert heute seinen 39. Geburtstag – zwischen Urlaubsvertretung im Podcast "Spiegel Daily" und Party "mit Freunden auf dem Tempelhofer Feld". Dass er sich auf seinem Geburtstag-Bild mit einem Bund Koriander im Mund zeigt, gehört zu einem bisher "unveröffentlichten Hobbyprojekt", sagt er, ohne weitere Details zu nennen. In den vergangenen Monaten hat Reißmann gelernt, dass für Umfrage-Ergebnisse und Wetterberichte das Gleiche gilt: Man sollte nicht dem "Ergebnis glauben, das man am liebsten hätte", sondern vom Worst Case ausgehen. Vor allen Dingen beim Wetter und "vor allem im Hochgebirge".

Eine Sache, die er so gar nicht mehr hören kann, ist das "Gejammer über Cancel Culture" und "angebliche Sprechverbote": "Als sei schon ein wenig Anstand, ein Mindestmaß an Freundlichkeit und Respekt uncool. Get a life!" Besonders freut er sich über den Podcast Inside Austria, den seine "Spiegel"-Kollegin Lucia Heisterkamp gemeinsam mit "Standard"-Journalist Zsolt Wilhelm produziert. Noch nicht anfreunden kann sich Reißmann dagegen mit dem kürzlich angeschafftem System zur Reisebuchung beim "Spiegel" – wegen seiner "nebulös benannten Felder". Glück­wünsche erreichen ihn heute via Twitter.

“Spiegel”: Gerhard Schröders Moskau-Reise war kein reines Privatvergnügen.

Work & travel: Der Besuch von Gerhard Schröder in Moskau war offenbar doch kein Urlaub, sagt seine Ehefrau So-yeon Schröder-Kim gegenüber dem "Spiegel": "Er ist nicht im Urlaub, sondern führt Gespräche über Energiepolitik in Moskau." Mit wem der Altkanzler gesprochen hat, ist unklar. Schröder hatte dem Nachrichtensender n-tv gesagt, er sei in Moskau, weil es "eine schöne Stadt" ist.
spiegel.de, turi2.de (Background)