Video-Tipp: “Spiegel”-Reporter Christoph Reuter erzählt bei Jung & Naiv vom Kriegsreporterdasein.

Video-Tipp: Für "Spiegel"-Kriegsberichterstatter Christoph Reuter ist es Typsache, ob man durch die Arbeit als Frontreporter traumatisiert wird oder nicht. Bei Jung & Naiv erzählt er vom Kriegsreporterdasein, den Schlachtfeldern in Syrien, Afghanistan und der Ukraine und lebensgefährliche Situationen.
jungundnaiv.de (203-min-Video)

“Spiegel”-Chefredakteur Steffen Klusmann spricht über Konkurrenz und Krisen.


Im Wettbewerb: "Der härteste Konkurrent im Digitalen ist bild.de", sagt "Spiegel"-Chef­redakteur Steffen Klusmann im Podcast "Entscheider treffen Haider". Das Medium sei zwar "ganz anders" als sein Magazin, dennoch "wollen wir die exklusiven Geschichten auch". Wenn es um die "journalistische Prägung" geht, ticke vor allem die "Süddeutsche Zeitung" ähnlich: "Da gucke ich mir schon manchmal Geschichten an, wo ich mir denke: Ups, das hätten wir auch gern gehabt", sagt Klusmann. Die ähnliche Ausrichtung komme auch durch ein Veränderung des "Spiegels" von einem Nachrichten­magazin mit angeschlossener Website zu einer Art Nachrichten­portal. Eine gewisse Konkurrenz hält der Chefredakteur für wichtig: "Du brauchst immer harte Konkurrenten, an denen du dich messen kannst, damit du dich weiter­entwickelst."

Das Konzept scheint aufzugehen: Im vergangenen Jahr hat der "Spiegel" das "beste Jahr in der Geschichte gehabt", sagt Klusmann. Zwar seien Wirtschafts-Krisen, Kriege und Pandemien schrecklich, doch das "Interesse daran, was da passiert, ist gigantisch". Daher seien "große Lagen immer große Zeiten für den 'Spiegel'".

Im Gespräch mit dem Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts" Lars Haider sagt Klusmann außerdem, dass der "Spiegel" mittlerweile "relativ normale Gehälter bezahlt". Auch Klusmann selbst zeigt sich bescheiden und sieht seine Position als Chefredakteur in der inzwischen "starken Marke" als "geliehene Autorität" – wenn die Visiten­karte weg sei, "ist man eben wieder nur noch Steffen Klusmann".
abendblatt.de (48-Min-Audio)

Der “Spiegel” findet weitere verdächtige Passagen in Martin Hubers Doktorarbeit.

Kopie, die zweite: CSU-Generalsekretär Martin Huber soll bei seiner Doktorarbeit noch umfangreicher plagiiert haben als bisher gedacht, schreibt der "Spiegel". Neben einer Powerpoint-Präsentation im Internet habe Huber u.a. auch aus einem "Spiegel"-Artikel abgeschrieben, ohne die Quelle zu nennen. Huber sagt, er habe die Arbeit "nach bestem Wissen und Gewissen erstellt".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Melanie Amann.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Melanie Amann beginnt ihre berufliche Laufbahn als Juristin – heute zählt sie zu den führenden politischen Journalistinnen Deutschlands. Nach "Financial Times Deutschland" und "FAZ" bereichert die Redakteurin seit 2013 den "Spiegel" mit ihren Artikeln. Amann ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungsmacherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Amann)

Medienrecherche: Datenleak belegt Masseninternierung von Uiguren in China

Xinjiang Police Files: Ein Verbund aus 14 Medienhäusern aus aller Welt hat einen Datenleak über die Masseninternierung von Uiguren in China ausgewertet. Der Leak dokumentiere Menschenrechtsverletzungen und zeige, dass es sich bei den Lagern in Xinjiang nicht um berufliche Fortbildungseinrichtungen handele, wie von China behauptet. Beteiligt an der Recherche sind u.a. Spiegel, BR, BBC, Le Monde und El País.
spiegel.de (Paid), br.de

Investigativ-Reporterin Sophia Baumann wechselt von der “Süddeutschen” zu den Obermai(y)ers.

Papierspur zum "Spiegel": Papertrail Media von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier wildert weiter beim früheren Arbeitgeber des Investigativ-Duos. Investigativ-Reporterin Sophia Baumann wechselt von der "Süddeutschen" zum Recherche-Startup. Sie war Teil des Suisse-Secrets-Team der Obermai(y)ers und ist nach ihren neuen Chefs und Hannes Munzinger der nächste "SZ"-Abgang Richtung "Spiegel".
twitter.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Stimmenfang-Podcast berichtet, was Kremltreue mit Coronaleugnung zu tun hat.

Hör-Tipp: Im Spiegel-Podcast Stimmenfang geht Marius Mestermann (Bild) der Frage auf den Grund, was die Propaganda von Wladimir Putin in Deutschland bewirkt und konfrontiert Putin-Fans am "Tag des Sieges" mit der Meinungsmache aus Moskau. Die Desinformationsexpertin Pia Lamberty zieht Parallelen zwischen Kremltreue und Coronaleugnung und gibt Tipps, was gegen Verschwörungsmythen helfen könnte.
spiegel.de (34-min-Audio)

Zitat: Georg Mascolo will nicht auf seine italienischen Wurzeln reduziert werden.

"In den TV-Talkshows wuchs der Druck, nicht nur weiße Deutsche einzuladen. Eines Tages erfuhr ich, dass ich angeblich auf einer Liste mit anderen Migranten gelandet war. Das fand ich befremdlich."

Ex-"Spiegel"-Chef Georg Mascolo will seinen italienischen Wurzeln keine allzu große Bedeutung zumessen, auch wenn sie ihm mit dem Alter immer wichtiger werden, sagt er dem "Zeit-Magazin".
zeit.de (Paid)

Debatte: Peer Schader rechnet mit dem “Spiegel”-Abrechnungstext zum Retro-TV ab.

Retro-Welle: Der "Spiegel" tut in seiner Abrechnung mit dem "Boomer-TV" so, als sei der aktuelle Retro-Trend "etwas noch nie Dagewesenes", kritisiert DWDL-Kolumnist Peer Schader. Dabei sei die "permanente Selbstwiederholung seit jeher fester Programmbestandteil". Dennoch sollten Fernsehmacherinnen öfter "schon heute ans Fernsehen von Überübermorgen denken", damit es im Jahr 2045 Kultformate aus den 20er Jahren gibt.
dwdl.de

Der Siegeszug der Morgen-Newsletter – Teil 11: Spiegel.


9. Februar 2016: Der "Spiegel" informiert morgens über "Die Lage".

Von Februar 2016 an liefern die "Spiegel"-Chefredakteure Klaus Brinkbäumer und Florian Harms – zuständig fürs Digitale - täglich um 6 Uhr Die Lage ab. Der Newsletter soll "kompakt, analytisch, meinungsstark" sein und verspricht Beobachtungen aus dem politischen Betrieb in Berlin und zum Weltgeschehen.

Auch nach seinem Wechsel zu t-online.de bleibt Harms Newsletter-Chefredakteur: Im September 2017 startet er dort den Tagesanbruch.
turi2.de (gesamte Chronik)

Die Chronik der Morgen-Newsletter erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

“Zeit” holt Britta Stuff vom “Spiegel” und macht sie zur Co-Ressortleiterin “Entdecken”.

Hamburger Wechsel: Die "Zeit" wirbt Britta Stuff vom "Spiegel" ab und macht die 42-Jährige ab September zur Co-Ressortleiterin "Entdecken". Sie folgt auf Moritz von Uslar, der "auf eigenen Wunsch" wieder auf die Position als Kulturreporter zurückkehrt. Stuff arbeitet seit 2020 als stellvertretende Ressortleiterin "Reporter" beim "Spiegel".
zeit-verlagsgruppe.de

Zitat: Markus Brauck fordert, das Unvergleichliche am “Spiegel” genau zu definieren.

"Wir können nicht gleichzeitig ein bisschen 'Stern', ein bisschen 'Zeit', ein bisschen 'Bild' und ein bisschen 'SZ' sein."

Markus Brauck, Chef der "Spiegel"-Wirtschaftsredaktion, hat in seiner Kandidatenvorstellung für das Mitarbeiter-KG-Führungsgremium seine Wünsche an die "Spiegel"-Chefredaktion um Steffen Klusmann offengelegt. Er fordert, dass sie "das Beste" der Online- und Heftkultur "zukunftsfähig" zusammenbringt und genau definiert, was "das Unverzichtbare und Unvergleichliche" des "Spiegels" ist.
kress.de

Die besten Newsletter: Spiegel – Die Lage.

Die besten Newsletter für Medien, Wirtschaft und Politik: Von Montag bis Samstag fassen wechselnde "Spiegel"-Autorinnen per Newsletter die Lage in Deutschland und um Deutschland herum pointiert zusammen und kommentieren sie. Häufig blitzt Sprachwitz auf, und manchmal wird es auch persönlich. Die Lage am Morgen erscheint um 6, die Lage am Abend um 18 Uhr.
spiegel.de/newsletter

Übersicht: Die besten Newsletter für Journalismus, PR, Marketing, Wirtschaft und Politik.

Dieser Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

Ibiza-Video: “Spiegel” und “SZ” gewinnen gegen “Exxpress”-Chefredakteur Richard Schmitt.


Nur einer bezahlt: Das österreichische Boulevard-Portal Oe24.at und der heutige "Exxpress"-Chefredakteur Richard Schmitt dürfen nicht mehr behaupten, "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" hätten das Ibiza-Video gekauft, das 2019 Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Fall gebracht hatte. Das ist das Ergebnis eines geschlossenen Vergleichs am Handelsgericht Wien. Dieser komme inhaltlich einem "vollständigen Eingeständnis" der Beklagten gleich, sagt Rechtsanwalt Sascha Jung.

Schmitt hatte 2019 noch als Chefredakteur bei Oe24.at geschrieben, "Spiegel" und "SZ" hätten laut einem Ermittler "über dunkle Kanäle" von dem Video erfahren und dann von einer "Bande" das Material abgenommen. Bei Twitter schrieb er, die beiden deutschen Medien "haben sich beim Kauf des Ibiza-Videos offenbar mit Berufskriminellen eingelassen". Der "Spiegel" mahnte Schmitt und oe24.at daraufhin ab, später wurde noch eine einstweilige Verfügung eingebracht.

Für Schmitt ist es nicht die erste Verhandlung rund um das Ibiza-Video. Die Mediengruppe Österreich musste vergangenes Jahr der Moderatorin Katia Wagner 43.500 Euro wegen übler Nachrede zahlen. Schmitt hatte mehrfach geschrieben, Wagner sei an der Produktion oder Verwertung des Videos involviert gewesen. (Foto: Roland Schlager / APA / Picture Alliance)
derstandard.at, turi2.de (Background)

Regierung verweigert “Spiegel” Einblick in Gutachten zu Nord Stream 2.

Unter Verschluss: Das Wirtschafts­ministerium untersagt dem "Spiegel" den Einblick in ein entscheidendes Gutachten zu Nord Stream 2. Laut Ministerium seien die Beratungen zur Genehmigung des Projekts noch nicht abgeschlossen und unterliegen deshalb "der Geheim­haltungs-­ und Ver­traulichkeits­pflicht". Eine Veröffentlichung würde außerdem "hohen politischen Druck auf die Bundes­regierung" aufbauen und nachteilig für die diplomatischen Beziehungen sein. Der "Spiegel" vermutet, die Ampel wolle Kritikern der Pipeline kein weiteres Futter liefern.
spiegel.de

Debatte: Gregor Gysi wirft dem “Spiegel” eine Kampagne gegen die Linke vor.

Shooting the messenger: Der frühere Linken-Fraktions­chef Gregor Gysi wirft dem "Spiegel" eine Kampagne gegen seine Partei vor. Dem Magazin gehe es nicht darum, die mutmaßlichen sexuellen Übergriffe aufzuklären, sondern es wolle "eine innere Zerfleischung der Partei fortsetzen. Und es scheint ja auch zu funktionieren", schreibt Gysi in einem Gast­beitrag in der linken Tages­zeitung "nd".
presseportal.de

Abo-Auflagen von “Zeit” und “Spiegel” steigen.

Abo-Plus: Die Abo-Auflagen der "Zeit" und des "Spiegels" steigen, geht aus den aktuellen IVW-Zahlen hervor. Die "Zeit" verzeichnet 475.366 Abo-Exemplare, das sind knapp 10 % mehr als im Vorjahr. Der "Spiegel" verzeichnet 437.801 Abo-Exemplare und damit 9,8% mehr als im Vorjahresquartal. Die Gesamtauflage der "Zeit" steigt um 5,6 % auf 610.576 Exemplare, beim "Spiegel" um 9,3 % auf 723.109 Exemplare.
ivw.de, zeit-verlagsgruppe.de, gruppe.spiegel.de

Hör-Tipp: Hirnforscher Stefan Kölsch erklärt, wie Musik gesund und glücklich machen kann.

Hör-Tipp: Er glaubt nicht, "dass es so etwas wie unmusikalische Menschen gibt", sagt Hirn­forscher und Musik­psychologe Stefan Kölsch im "Spiegel"-Podcast "Smarter Leben". Musik schaffe nicht nur Gemeinschaft, sondern könne auch motivieren. Dabei helfe die Musik, "die der Stimmung entspricht, in die wir kommen möchten".
spiegel.de (34-Min-Audio)

Hör-Tipp: Wieso Rechtsextremismus und Esoterik oft Hand in Hand gehen.

Hör-Tipp: Auf "Querdenken"-Demos gehen Rechte und Natur­romantiker Hand in Hand. Beide Gruppen glauben, "unsere Natur ist gut, die Heidi braucht keine Schulmedizin", sagt Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit im "Spiegel"-Podcast "Im Verhör". Er spricht darüber mit "Spiegel TV"-Reporterin Marie Groß (Foto), die auf den Demos erkannt hat, dass die Esoteriker "weit entfernt sind von der Wirklichkeit".
spiegel.de (51-Min-Audio)

Der “Spiegel” analysiert die Zerrüttung des PEN.

Schreiberwut: Der "Spiegel" analysiert die Zerrüttung der Schriftstellervereinigung PEN und die Querelen um den amtierenden Präsidenten Deniz Yücel. In der Debatte, ob Yücel zurücktreten solle, dominierten keine Inhalte, sondern die Frage "wer bestimmt, wo es langgeht". Selbst die Anschaffung einer neuen Software eskaliere zur Machtfrage.
"Spiegel" 16/2022, S. 111 - 113 (Paid), turi2.de (Background)

Obermayer und Obermaier gründen einen eigenen Investigativ-Newsroom.

Auf eigenen Beinen: Die Investigativ-Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier bauen einen eigenen Newsroom auf. In München gründen sie die Firma Papertrail Media und werben auf Linked-in um neue Mitarbeiterinnen. Neben Home Office und flexiblen Arbeitszeiten bieten sie internationale Zusammenarbeit an gesellschaftlich relevanten Themen – und "die Möglichkeit, Enthüllungsjournalismus neu zu denken".

Erst im März sind Obermayer und Obermaier von der "Süddeutschen" zum "Spiegel" gewechselt. Einen "Coup für den 'Spiegel'", nennt es Meedia. Die beiden Pulitzer-Preisträger waren unter anderem an den Veröffentlichungen zu den Panama Papers und dem Ibiza-Video beteiligt und haben dazu internationale Bestseller geschrieben. Der "Spiegel" wird offenbar nun "Premium-Partner" der neuen Firma. Was das genau bedeutet, ist noch nicht bekannt, aber vermutlich wird der "Spiegel" auf diesem Weg investigative Recherchen zukaufen. Ein neues Modell für das traditionsreiche Magazin und ein Indiz dafür, dass Journalistinnen als Marken wichtiger werden und sich größere Freiheiten leisten können als früher. (Foto: Stephanie Füssenich / dpa / Picture Alliance)
meedia.de, linkedin.com, turi2.de (Background)

“Welt”: “Spiegel”-Bericht hat zu einem Kurswechsel im Verteidigungsministerium geführt.

Top-Secret: Früher als bekannt hat Deutschland den Kurs gestartet, nicht mehr öffentlich über Waffenlieferungen zu reden, berichtet die "Welt" unter Berufung auf ukrainische Regierungskreise. Demnach habe ein "Spiegel"-Bericht vom 4. März, der den Transport von 5.000 Helmen in die Ukraine beschreibt, zu Verärgerung im Verteidigungsministerium geführt. Daher habe Verteidigungsministerin Christine Lambrecht dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk am 10. März mitgeteilt, künftig nicht mehr Details zu den Lieferungen preiszugeben. Zuletzt hatte Lambrecht behauptet, mit der Geheimhaltung einer Bitte der Ukraine nachgekommen zu sein.
welt.de (Paid)

Debatte: Steinmeier verteidigt seine Russlandpolitik.

Hat sich stets bemüht: "Wir sollten Putin nicht den Gefallen tun, die Verantwortung für seinen Angriffskrieg auf uns zu ziehen", sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Interview mit dem "Spiegel". Er habe "ein politisches Leben lang" dafür gearbeitet, dass es in Europa keinen Krieg mehr gebe. Das sei nicht gelungen. "Waren deshalb die Ziele falsch?", fragte er. "War es falsch, daran zu arbeiten?"
spiegel.de (Paid)

Christoph Giesen wechselt von der “Süddeutschen” zum “Spiegel”.

Der dritte Mann: China-Korrespondent Christoph Giesen, 38, verlässt die "Süddeutsche Zeitung" und wechselt zum "Spiegel". Giesen war seit seinem Volontariat bei der "Süddeutschen" und hat u.a. an den Recherchen der "Panama Papers" mitgearbeitet. Auch die Investigativ-Reporter Bastian Obermayer und Frederik Obermaier sind erst vor Kurzem von der "Süddeutschen" zum "Spiegel" gewechselt.
kress.de, turi2.de (Background)

Debatte: Die Flüchtlinge heute sind nicht die von 2015, sagt Nikolaus Blome.

Wenig blumig: "Wenn sich 2015 nicht wiederholt, dann liegt das weniger an den Deutschen als an den Flüchtlingen", schreibt RTL-Politikchef Nikolaus Blome im "Spiegel". Die Ukraine sei Deutschland nicht nur geographisch näher als Syrien, auch weil beide Länder zum "christlich geprägten Kulturkreis" gehören. "Das Allerdümmste wäre, genau das aus Gründen grundsätzlicher Menschlichkeit zu leugnen", glaubt Blome.
spiegel.de

“Horizont”: Führung der Mitarbeiter-KG des “Spiegel” einigt sich auf Doppelspitze.

Wechselspiel: Die fünfköpfige Geschäftsführung der Mitarbeiter-KG des "Spiegel" macht Vize-Personalchef Carsten Türke und den Leiter des Wirtschaftsressorts Markus Brauck zu seinen Vorsitzenden, berichtet "Horizont". Die ersten anderthalb Jahre ist Türke Vorsitzender und Brauck sein Vize, in der zweiten Hälfte ihrer Amts­zeit wechseln sie die Rollen. Anfang März hatte die KG das neue Führungsgremium gewählt.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Ausfall von Datenschutz-Dienstleister legt Medien-Websiten lahm.

Redaktionen im Blindflug: Der Datenschutz-Dienstleister Source Point ist am Donnerstagabend mehrere Stunden ausgefallen und hat die Website vieler Medien lahm gelegt. Source Point fragt Datenschutz-Berechtigungen zu Cookies und Tracking ab und teilt Website-Betreibern mit, ob zum Beispiel personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Der Ausfall legte die Websites vieler großer Medien wie etwa "Handelsblatt" oder "Spiegel" zeitweise lahm und sorgte für massive Probleme.
turi2.de - eigene Infos

Debatte: Die Deutschen können Kriegs-Resilienz von den Israelis lernen, sagt Richard C. Schneider.

Welt­untergangs­stimmung: Der frühere Leiter des ARD-Studios in Tel Aviv, Richard C. Schneider, rät im "Spiegel" dazu, sich in Sachen Kriegs-Resilienz etwas von Israel abzuschauen. Jedem Menschen sei dort bewusst, "dass ihm jeden Augenblick sein Haus um die Ohren fliegen kann". Die Israelis bereiten sich auf den Ernstfall vor, leben aber "mit einer gewissen Gelassenheit". Denn: "Wer weiß schon, was morgen ist."
spiegel.de (Paid)

Debatte: Homeoffice macht die Arbeitswelt erwachsen, sagt Maren Hoffmann.

Kontrolle ist besser? Unternehmen, die sich dem Homeoffice verweigern, behandeln ihre Angestellten nicht als Erwachsene, "sondern als Personen, die steter Hilfestellung und Anleitung bedürfen", kritisiert "Spiegel"-Redakteurin Maren Hoffmann. Das Problem: "Wenn man Leute so behandelt, dann verhalten sie sich auch so" – nämlich als das Gegenteil eines "souveränen Problemlösers". Dabei sei diese Qualifikation doch in jedem Job nötig.
spiegel.de

Bastian Obermayer und Frederik Obermaier wechseln von der “Süddeutschen” zum “Spiegel”.


Investigative Neuzugänge: Der "Spiegel" wirbt die Pulitzer-Preisträger Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, vor allem bekannt als Aufdecker der Ibiza-Affäre, von der "Süddeutschen Zeitung" ab. Obermayer war dort seit 2018 Ressortleiter Investigative Recherche, Obermaier seit 2021 sein Stellvertreter. Der "Spiegel" will mit den beiden nun seinen investigativen Journalismus stärken, dafür will das Nachrichtenmagazin entsprechende Strukturen neu aufstellen.

"Mit ihrer Neugier, ihrem journalistischen Verständnis und ihrer internationalen Vernetzung passen sie hervorragend zum 'Spiegel'", freut sich Chefredakteur Steffen Klusmann. Der "Spiegel" stehe "wie nur wenige andere Medienhäuser weltweit für aufwändige Recherchen mit Wucht und Impact", loben Obermayer und Obermaier ihren neuen Arbeitgeber.

Schon bei der Veröffentlichung des Ibiza-Videos, das den österreichischen Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache zu Fall brachte, hatten Obermayer und Obermaier mit dem "Spiegel" kooperiert. Weitere bekannte Recherche-Projekte der beiden sind die "Panama Papers", die "Paradise Papers" und zuletzt die "Suisse Secrets".
derstandard.at
(Foto: picture alliance / dpa, Stephanie Füssenich)

“Horizont”: Mitarbeiter-KG des “Spiegels” wählt neue Spitze.

Spiegel: Die Mitarbeiter-KG wählt Markus Brauck, Ressortleiter Wirtschaft, und Katrin Elger (Foto), Redakteurin im Ressort Deutschland/Panorama, zur neuen Führungsspitze, berichtet "Horizont". Von Verlagsseite kommt Manuel Wessinghage, Leiter Verlagsobjekte Produkt/Vertrieb, neu hinzu. Erhalten bleiben Vize-Personalchef Carsten Türke und Anika Zeller von den Dokumentaren. Im März treffen sich die fünf KG-Chefinnen zur konstituierenden Sitzung und wählen einen Sprecher. Allen sei gemeinsam, dass sie die Unabhängigkeit des "Spiegels" bewahren und stärken wollen, schreibt Roland Pimpl.
horizont.net (Paid)

Landgericht Hamburg bestätigt einstweilige Verfügung gegen den “Spiegel”.

Spiegel-Schlappe: Das Landgericht Hamburg bestätigt eine einstweilige Verfügung gegen den "Spiegel". Damit darf das Nachrichtenmagazin einen Teil der Berichterstattung über den Comedian Luke Mockridge weiterhin nicht veröffentlichen. Ende Januar hat der "Spiegel" Teile des Artikels Die Akte Mockridge streichen müssen. Die Zeitschrift hatte das Urteil als "falsch" bezeichnet und angekündigt "notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht" zu ziehen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” wirft Wolfgang Ischinger fragwürdige Deals bei Sicherheitskonferenz vor.

Diplomoney: Der "Spiegel" wirft Wolfgang Ischinger vor, den Vorsitz der Münchner Sicherheitskonferenz für eigene finanzielle Interessen genutzt zu haben. Eine Beratungsfirma, an der Ischinger beteiligt ist, habe an der Münchner Sicherheitskonferenz verdient und wollte Waffendeals vermitteln. Der Diplomat weist die Vorwürfe mit dem Satz "Ich habe ein absolut reines Gewissen" zurück. Er habe keinerlei Einfluss auf die Aktivitäten der Beratungsfirma, seine Anteile verwahre ein Treuhänder, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Für Ischinger ist die heute startende Sicherheitskonferenz die letzte als Chef. Er übergibt seinen Posten an den Diplomaten Christoph Heusgen.
spiegel.de, welt.de

Video-Tipp: “Zapp” beleuchtet den Fall Luke Mockridge.

Video-Tipp: Das NDR-Medienmagazin "Zapp" beschäftigt sich mit Luke Mockridge, dem einige Frauen im "Spiegel" sexuelles Fehlverhalten vorwerfen. Zu Wort kommt u.a. Jorinde Wiese, die Initiatorin der Twitter-Aktion #KonsequenzenFürLuke. "Auf jeden Vorwurf kann man reagieren, wenn er falsch ist", gibt Wiese mit Blick auf eine mögliche Vorverurteilung zu bedenken. Sie glaube auch nicht, dass Karrieren deswegen zwangsläufig enden würden. Medienanwalt Simon Bergmann geht gegen den "Spiegel"-Artikel vor und spricht von einem "immensen Schaden" und einer "Stigmatisierung", die man nie wieder los werde.
youtube.com (25-Min-Video), turi2.de (Background)

Ranking: “Spiegel” ist umsatzstärkste Zeitschrift in Deutschland.

Umsatzstark: Der "Spiegel" ist nach einem Ranking des Magazins "Der neue Vertrieb" die umsatzstärkste Zeitschrift in Deutschland. Auf Platz zwei folgt die "Zeit", auf Platz drei die Programmzeitschrift "Hörzu". Die Grundlage des Rankings sind die Absatzzahlen der gedruckten Exemplare im Einzelverkauf und im Abo aus dem Jahr 2021.
presseportal.de

Debatte: Traditioneller Journalismus hat “Geschäft der Panikmache” beherrscht, schreibt Frank Jöricke.

Verzerrte Welt: "Spiegel" und "stern" haben über Jahrzehnte hinweg das "Geschäft der Panikmache" beherrscht, schreibt Frank Jöricke in der "Welt". Die Zeitschriften haben mit "reißerisch-dystopischen" Titelstorys ein "Bedürfnis" gestillt, das verschiedenste Zielgruppen ansprach. Die "perverse Lust an Worst-Case-Szenarien" sei demnach kein neues Phänomen. Soziale Medien haben nur übernommen, was früher der traditionelle Journalismus gemacht hat.
welt.de (Paid)

“Spiegel”: Verdächtiger im Fall Madeleine McCann zeigt TV-Journalistin Jutta Rabe an.

Post aus dem Gefängnis: Nach Recherchen von Sat.1 zum Entführungs­fall Madeleine McCann stellt der Verdächtige Christian B. Straf­anzeige gegen die Journalistin Jutta Rabe (Foto) "wegen des Verdachts der qualifizierten üblen Nachrede", berichtet der "Spiegel". Der Inhaftierte wirft dem Sender vor, in der Doku Neue Spuren im Fall Maddie und im dazugehörigen Talk falsche Tatsachen­behauptungen zu verbreiten, u.a. über die toten Hunde des Verdächtigen. Rabe äußert sich nicht dazu.
"Spiegel", S. 20 (Vorabmeldung), sat1.de (Doku)

Zitat: “Spiegel”-Interview mit Harald Schmidt ist “kalkulierte Aufmerksamkeitsökonomie”.

"Man kann ihn für diesen Meta-Gag, die Ent­zauberung des Interviews gleich zu Beginn des Interviews, natürlich feiern, aber man kann sich auch wundern, mit welcher Bereitschaft und Lust sich sonst so stolze 'Spiegel'-Redakteure hier im eigenen Blatt als bloße Erfüllungs­gehilfen einer Marketing­strategie entzaubern lassen."

Stefan Niggemeier sieht das Spiegel-Interview mit Late-Night-Legende Harald Schmidt als "bloße kalkulierte Aufmerksamkeits­ökonomie", deren Erfolg "die Existenz des Artikels" beweise.
uebermedien.de

Spiegel-Umfrage: Luca-App wurde von Gesundheitsämtern kaum genutzt.

Verfolgung ohne Jagd: Die Luca-App war wenig hilfreich für die Corona-Kontaktnachverfolgung. Fast zwei Drittel aller Gesundheitsämter, die eine Spiegel-Umfrage beantwortet haben, konnten noch nie eine Infektionskette mit Hilfe von Luca-Daten nachverfolgen. In gerade einmal 1.000 Fällen seien Daten von Gaststätten, Diskotheken oder Geschäften angefordert worden. Ernüchternde 280 mal halfen die Infos, Infektionsketten nachzuverfolgen.
spiegel.de

Der “Spiegel” hält Urteil im Fall Mockridge für “falsch”.

Spiegel will gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg vorgehen, das eine Löschung von Passagen aus dem Artikel Die Akte Mockridge verlangt. "Wir halten diese Entscheidung für falsch", teilt der Verlag in Bezug auf das Urteil mit und verweist auf den Pressesenat, der anerkannt habe, dass ein "legitimes öffentliches Interesse" an der Berichterstattung besteht. Der "Spiegel" hatte bereits angekündigt, notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.
meedia.de , turi2.de (Background)

Mockridge-Artikel: “Spiegel” muss weitere Passagen streichen.

Schluss mit lustig: Der "Spiegel" muss weitere Teile des Artikels Die Akte Mockridge über Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen Comedian Luke Mockridge streichen, entscheidet das Oberlandes­gericht Hamburg. Zugleich will Anwalt Simon Bergmann für seinen Mandanten nun auch Schadensersatz und Schmerzensgeld einklagen, da entstandene Persönlichkeitsrechtsverletzungen "derart schwerwiegend" seien. Das Urteil ist bereits das dritte gerichtliche Verbot von Abschnitten des Textes. Bereits im November 2021 hatte das Landgericht Köln Teile der Recherche untersagt, in der eine namentlich nicht genannte Ex-Freundin Vorwürfe gegen Mockridge erhebt. Kurze Zeit später folgte das Verbot von Passagen, in denen der "Spiegel" detailliert berichtet, Mockridge habe seine damalige Freundin Ines Anioli vergewaltigt.

In der Schilderung zwei weiterer anonymer Frauen hat das Landgericht Hamburg im Dezember 2021 noch keine Probleme gesehen. Doch Anwalt Bergmann ist gegen das Urteil vorgegangen – mit Erfolg. Der "Spiegel" muss nun auch diesen Teil des Artikels löschen, weil die Schilderungen der Frauen von Übergrifflichkeiten "als unwahr anzusehen" seien. Auch deshalb, weil Mockridge die Anschuldigungen abstreite. Damit seien nun, ergänzend zu den bereits erwirkten einstweiligen Verfügungen, die "Kernpunkte des Artikels" untersagt, so Bergmann.
dwdl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bundesvorstand der Grünen.

Nicht ganz grün: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen den Bundesvorstand der Grünen eingeleitet, berichtet der "Spiegel". Robert Habeck (Foto), Annalena Baerbock, Ricarda Lang, Jamila Schaefer, Michael Kellner und Marc Urbatsch sollen sich 2020 selbst einen Corona-Bonus in Höhe von 1.500 Euro bewilligt haben, welcher "nicht von den parteiinternen Regeln gedeckt" sei.
spiegel.de (Paid)

OLG Hamburg erlaubt “Spiegel”-Bericht über Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt wieder.

Spiegel darf seinen ersten Artikel über das Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt mit dem Titel Vögeln, fördern, feuern wieder veröffentlichen. Das OLG Hamburg setzt ein früheres Veröffentlichungs­verbot des Land­gerichts außer Kraft, berichtet Stefan Winterbauer bei Meedia. Reichelt hatte eides­stattlich versichert, dass Springers Press­estelle Fragen des "Spiegel" nicht an ihn weiter­geleitet habe, wodurch er keine Gelegen­heit zur Stellung­nahme hatte. Das Angebot, auf die Fragen nachträglich einzugehen, habe Reichelt nicht angenommen.
meedia.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Spiegel TV verteidigt nachgestellte Demo-Szene.

Spiegel TV verteidigt seinen Plan, eine Demo-Szene für die ZDF-Sendung "Terra Xpress" mit Komparsen nachzustellen. In sozialen Netzwerken war der Vorwurf aufge­kommen, Spiegel TV würde Teilnehmerinnen echter Demos bezahlen. Dem wider­spricht Spiegel TV in einer Stellung­nahme und stellt klar, dass die Szene in der Sendung explizit als "nachgestellt" gekennzeichnet würde.
dwdl.de