Dagmar Rosenfeld und Markus Feldenkirchen starten Polit-Talk bei Phoenix.

Phoenix findet eine Nachfolge für Augstein und Blome: Im wöchentlichen Talk #rosenfeld/feldenkirchen treffen "Welt"-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld und "Spiegel"-Autor Markus Feldenkirchen zum verbalen Schlagabtausch aufeinander. Die 15-minütige Sendung läuft seit dieser Woche jeweils am Donnerstag um 21.30 Uhr.
dwdl.de, phoenix.de (erste Ausgabe, 15-Min-Video)

“Spiegel” startet sein Podcast- und Hör-Abo Audio+.

Hören, was ist: Der "Spiegel" startet ein Bezahl-Abo für Hör-Inhalte namens Audio+. Darin enthalten sind der schon etablierte Podcast Spiegel Daily sowie drei neue Podcasts namens "Geschichte", "Coaching" und "Dein Spiegel". Außerdem bietet Audio+ die vertonte Version des Magazins. Die "Spiegel"-App wird für das neue Angebot um eine Audiothek mit Playlist- und Offline-Funktion erweitert. Das Angebot soll künftig ausgebaut werden, u.a. um eine Vorlesefunktion für sämtliche Artikel durch eine KI-Stimme. Es ist im ersten Jahr für Bestandskundinnen von Spiegel+ kostenlos.
spiegelgruppe.de, meedia.de (Paid)

Lieferkettengesetz hat weniger Wirkung als erhofft.

Gesetz mit Lücken: Der Bundestag verabschiedet das heiß diskutierte Lieferkettengesetz. Ab 2023 sind deutsche Unternehmen mit über 3.000 Beschäftigten dazu verpflichtet, bei Menschenrechtsverstößen und Umweltverschmutzung ihrer Zulieferer einzugreifen. SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil kündigt bei Verstößen eine "robuste behördliche Durchsetzung" an. Kritikerinnen geht das Gesetz nicht weit genug, da Unternehmen nur die unmittelbaren Partnerinnen prüfen müssen, die ihren Sitz meist in Deutschland haben - nicht in Bangladesch. Eine zivilrechtliche Haftung der Unternehmen ist ebenfalls nicht mehr vorgesehen.
spiegel.de, zeit.de, tagesschau.de

“Spiegel” ersetzt in Google-Text “Schrottmasken” durch “unbrauchbare Masken”.

Spiegel streicht den Begriff "Schrottmasken, der in einem Hinweistext bei Google zu lesen war. Damit wurde der Beitrag über Schutzmasken beworben, die Jens Spahn dem Bericht zufolge an Arme und Behinderte ausliefern wollte. Nun ist im Google-Text von "unbrauch­baren Masken" die Rede, wie zuvor bereits im Beitrag selbst. Ein "Spiegel"-Sprecher nennt die Verwendung des Begriffs gegenüber "Bild" ein "Versehen".
bild.de, spiegel.de (Korrektur am Ende), turi2.de (Background)

Özlem Topçu verlässt “Zeit”, wechselt als Vize-Ressortleiterin zum “Spiegel”.

Ihre Zeit ist rum: Journalistin Özlem Topçu (Foto), 44, geht von der "Zeit" zum "Spiegel". Sie und Katrin Kuntz, 38, werden neue Vize-Chefinnen des Auslandsressorts. Bei der "Zeit" war Topçu seit 2009 im Politik-Ressort. "Spiegel"-Reporterin Kuntz vertritt Britta Kollenbroich, die bis Herbst 2022 in Elternzeit ist. Topçu und Kuntz gesellen sich zu Maximilian Popp und Christoph Scheuermann, ebenfalls Vize-Ressortchefs.
kress.de

Hör-Tipp: KI kann helfen, Archive zu verbessern.

Hör-Tipp: Christina Elmer vom "Spiegel" und Ulrike Köppen vom BR sprechen bei OMR Media mit Pia Frey über Nutzen und Grenzen für den Einsatz von KI im Journalismus. KI könne mit Zusammenfassungen etwa helfen, audio-visuelle Archive besser zu verschlagworten und daraus neue Produkte zu erstellen. Dagegen sollte eine KI nie selbstständig und unredigiert Texte veröffentlichen oder unterschiedliche Preise z.B. bei Paywalls veranschlagen.
omrmedia.podigee.io (54-Min-Audio)

“Horizont”: “Spiegel” schließt Corona-Jahr mit Umsatzminus und Gewinnplus ab.


Von Corona genesen: Der "Spiegel" bringt im Pandemie-Jahr 2020 das Kunststück fertig, bei sinkenden Umsätzen und einbrechenden Werbe­märkten unterm Strich den Gewinn des Verlags deutlich zu steigern. Grund dafür sind harte Einschnitte auf der Kosten­seite. Wie Roland Pimpl bei "Horizont" berichtet, ist der Umsatz der Spiegel-Gruppe um knapp 11 Mio Euro bzw. 4,1 % auf rund 256 Mio Euro gesunken. Das Vermarktungs­geschäft bricht gar um knapp ein Fünftel, rund 18 Mio Euro, auf nur noch 81 Mio Euro ein. Großer "Bilanzretter" sind die Vertriebs­erlöse, die um 10 Mio Euro auf 130 Mio Euro steigen und mit 51 % erstmals mehr als die Hälfte der Gesamterlöse ausmachen. Allein das Digital-Abo Spiegel+ erlöst 11 Mio Euro mehr als 2019, davon gehen 3,5 Mio Euro aufs Konto der Mehrwertsteuer­senkung für digitale Presse­produkte.

Auf der Kostenseite hat die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben mit einem Corona-Sparprogramm um mehr als 11 Mio Euro gesenkt, u.a. durch den Wegfall unrentabler Auflagen­bestandteile, Projektstopps, weniger Marketing und geringere Reisekosten. Harte Einschnitte gab es beim Personal, wo der Verlag freiwerdende Stellen nicht neubesetzt hat. In den kommenden Jahren will die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben dauerhaft um weitere 10 Mio senken, mittelfristig wohl auch durch Stellenstreichungen.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik

Claas Relotius spricht erstmals öffentlich über seinen Betrugsskandal.

Erstes Interview: "Wahrscheinlich die allerwenigsten" seiner 120 Texte seien korrekt gewesen, erzählt Claas Relotius dem Schweizer Magazin "Reportagen". Mit einem mehr als 90 Fragen umfassenden Interview bricht der Ex-"Spiegel"-Reporter sein Schweigen nach Bekanntwerden des Betrugsskandals vor etwa zweieinhalb Jahren. Er habe "beim Schreiben nie niederträchtige Absichten" gehabt und bereue es, Menschen verletzt zu haben. Relotius hatte seinerzeit auch für "Reportagen" fünf Texte verfasst. Das Magazin hat u.a. mit dem behandelnden Psychiater gesprochen und psychiatrische Berichte eingesehen.
reportagen.com (Paid), kress.de, faz.net, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Spiegel"-Chef Steffen Klusmann über die Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal (Archiv 05/2019).

Werbe-Deals mit Kahn, Zusammenarbeit mit Kriminellen – “Spiegel” untersucht Tipico-Geschäfte.


Aufs falsche Pferd gesetzt? Der "Spiegel" nimmt sich in seiner aktuellen Ausgabe das Geschäft von Tipico vor. Das Magazin enthüllt Details über Werbe-Deals, u.a. mit Oliver Kahn und dem FC Bayern. Außerdem berichtet das Blatt, dass Tipico für den Betrieb seiner Wett-Shops zum Teil mit Kriminellen kooperiert hat. Der "Spiegel" zitiert aus internen Firmenunterlagen, wonach der Wettanbieter u.a. mit einem Bremer Unternehmer mit Eintrag wegen Steuerhinterziehung im Gewerbezentralregister zusammengearbeitet hat. Andere Wettbüro-Betreiber seien wegen "Waffenbesitzes, Körperverletzung, Betrug, Beleidigung oder Steuervergehen" verurteilt worden, schreibt der "Spiegel". Auch mit dem verurteilten Wettbetrüger ­Marijo Cvrtak soll Tipico demnach gearbeitet haben.

Parallel veröffentlicht der "Spiegel" Details zu Werbedeals des Wettanbieters mit dem Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn und dem FC Bayern. Zwischen 2014 und 2020 habe Kahn 7,1 Mio Euro für Werbung erhalten. An den FC Bayern seien zwischen 2015 und 2019 mehr als 24 Mio Euro geflossen – 5,5 Mio Euro pro Jahr plus Zusatzkosten für Werbebanner oder Sponsoren-Wände. Mit dem Werbe-Engagement habe Tipico das Ziel verfolgt, "die Sportwette als populären wie auch rechtlich gesicherten Bestandteil in der Unterhaltungskultur zu verankern", zitiert das Magazin aus internen Unterlagen der Wett-Firma. (Foto: Christoph Hardt / Geisler-Fotopress / Picture Alliance)
"Spiegel", 22/2021, S. 58 (Paid)

Mitarbeit: Markus Trantow

“Spiegel”-Artikel über Julian Reichelt bleibt online – versehen mit einer Anmerkung.

Redaktionsschwanz: Der Artikel des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über die kolportierten innerbetrieblichen Verfehlungen von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt ("Vögeln, fördern, feuern") ist weiter online - jetzt ergänzt durch einen Redaktionsschwanz, wonach Reichelt "eidesstattlich versichert" hat, von der "Kommunikationsabteilung des Axel-Springer-Verlages nicht über unsere Fragen informiert worden" zu sein. Die Gelegenheit zur Stellungnahme hat demnach Reichelt ohne Schuld des "Spiegel" verpasst.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Julian Reichelt erwirkt einstweilige Verfügung gegen “Vögeln, fördern, feuern”-Artikel des “Spiegel”.

Vorerst ausgevögelt: Das Landgericht Hamburg untersagt dem "Spiegel" per einstweiliger Verfügung die Weiterverbreitung der Verdachtsberichterstattung gegen Julian Reichelt. Im Artikel "Vögeln, fördern, feuern" ging es um das Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt, der "Bild"-Chefredakteur ging rechtlich dagegen vor. In dem Artikel sind laut Gericht die Grundsätze der zulässigen Verdachtsberichterstattung nicht eingehalten worden. Es sei davon auszugehen, dass Reichelt keine ausreichende Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen habe. Genau das hatte Reichelt moniert. Der "Spiegel" kann Widerspruch gegen den Beschluss einlegen. Reichelt ist nach Ende des Compliance-Verfahrens, in dem es um Vorwürfe des Machtmissbrauchs ging, auf seinen Posten zurückgekehrt.
welt.de, mopo.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” kooperiert mit Ufa.

Film ab: Der Spiegel-Verlag und Spiegel TV arbeiten künftig mit der Ufa zusammen und wollen einzelne journalistische Geschichten der Spiegel-Gruppe verfilmen. Redakteurinnen vom "Spiegel" und "Manager Magazin" sollen mit Hintergrundinformationen an der "Entwicklung von fiktionalen und dokumentarischen Filmen und Serien mitwirken", teilt der Verlag mit. "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann spricht von "Spiegel-Stories fürs Fernsehen und zum Streamen." In der Themenentwicklung befindet sich u.a. der Mordversuch an Alexej Nawalny.
ufa.de, wuv.de

Literaturkritiker Volker Weidermann verlässt den “Spiegel”.

Spiegel verliert Autor Volker Weidermann, schreibt "Kress". Der Literaturkritiker verlässt das Haus nach sechs Jahren laut "Kress" enttäuscht und wechselt zur "Zeit", bei der er als Feuilleton-Chef tätig sein wird. In einer E-Mail an Kolleginnen schreibt Weidermann, dass ihm die Kündigung "leicht gefallen" sei und kritisiert darin das Kulturressort unter der aktuellen Leitung von Sebastian Hammelehle. Dort habe Weidermann "Beharrungswillen, Unmut und Kontrollwahn" kennengelernt.
kress.de, medieninsider.com (Paid)

“Bild” wirft dem “Spiegel” kalkulierte “Corona-Panikmache” vor.

Bild wirft dem "Spiegel" kalkulierte "Corona-Panikmache" vor. Der "Spiegel" hatte für den Monat Mai eine deutschlandweite Corona-Inzidenz von 1.200 sowie bis zu 50.000 Neuinfektionen täglich prophezeit, was nicht eingetreten ist. Die Redaktion des Nachrichtenmagazins räumt gegenüber der "Bild" ein, die herangezogenen Modelle seien "nicht perfekt".
bild.de

Hör-Tipp: “Spiegel” diskutiert im Live-Podcast “Sperrstunde” über die Nähe zwischen Politik und Medien.

Hör-Tipp: "Spiegel" will mit seinem Live-Podcast "Sperrstunde" einen Blick hinter die Nachrichten-Kulissen geben. Heute ab 21 Uhr sprechen die Journalistinnen Cornelia Schmergal, Jonas Leppin und Veit Medick u.a. über die Balance zwischen Distanz und Nähe zu Politikerinnen und den Zugang zu exklusiven Informationen.
per Mail, spiegel.de (Link zum Livestream ab 21 Uhr)

Zitat: Robert Habeck findet es erforderlich, den Streit mit Boris Palmer formal zu schlichten.

"Das Wochenende hätten wir uns alle anders vorgestellt. Wäre super gewesen, Boris hätte einfach geschwiegen."

Grünen-Chef Robert Habeck äußert sich auf einer Pressekonferenz deutlich zu dem Parteiausschlussverfahren seines Parteikollegen Boris Palmer. Man habe im Hintergrund "immer wieder" versucht, die Probleme zu klären, das gehe jetzt allerdings nicht mehr, so Habeck.
spiegel.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” wirft “SZ”, ZDF und “Bild” Parteilichkeit im DFB-Machtkampf vor.

DFB: Im Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller und seinem Generalsekretär Friedrich Curtius teilen "Süddeutsche Zeitung", ZDF und "Bild" "fulminant gegen die Keller-Gegner" aus, wirft der "Spiegel" den Medien vor. "SZ" und ZDF hätten "bis aufs Wort" identische Fragenkataloge an den früheren DFB-Berater Kurt Diekmann geschickt, die auf geleakten internen E-Mails fußten, aus denen zuerst die "Bild" zitiert hatte. Diekmann vermutet einen Hackerangriff und hat Strafanzeige gestellt.

In einem "Bild"-Bericht von Ende April wird Diekmann als dubioser Berater dargestellt – dabei soll das Springer-Blatt selbst mit ihm zusammengearbeitet und ihm "8000 Euro netto plus Spesen" für DFB-Interna bezahlt haben, schreibt der "Spiegel". Das Magazin resümiert: Hätte sich Keller nicht mit einem Nazi-Vergleich ins Abseits manövriert, "wäre der Kampf deshalb wohl für ihn entschieden gewesen".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Fast 300 Personen haben sich in Berlin wegen Behörden-Diskriminierung beschwert.

Diskriminierung: Knapp ein Jahr nach Einführung des neuen Antidiskriminierungsgesetzes in Berlin haben sich 287 Menschen wegen Behörden-Diskriminierung beschwert. Der "Spiegel" schreibt u.a. von 45 Beschwerden bei der Polizei. Die meisten Beschwerden habe es wegen "rassistischer Zuschreibungen" gegeben, sagt der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt im "Spiegel". An zweiter Stelle kämen Diskriminierungen wegen Behinderung oder Krankheit.
"Spiegel" 19/2021, S. 24 (Paid)

Der “Spiegel” erscheint mit neuer Optik.

Spiegel relauncht seine Heft-Gestaltung. Das neue Layout nimmt dem weißen Schriftzug auf dem Titel seinen schwarzen Schatten, der weiße Rahmen um das Titelbild ist leicht reduziert. Im Heftinneren gibt es weniger Platz für Weißraum und mehr für Fotos. Der Entwurf dafür stammt von Frances Uckermann, die bis 2019 Art Direktorin beim "stern" war. "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann sieht die Neuerungen "bildstärker, solange die Textlänge nicht darunter leidet".
spiegelgruppe.de, devspiegel.medium.com (Werkstattbericht)

Steffen Klusmann beruft Melanie Amann und Thorsten Dörting in die “Spiegel”-Chefredaktion.

Team komplett: Steffen Klusmann, Vorsitzender der "Spiegel"-Chefredaktion, beruft die Leiterin des Spiegel-Hauptstadtbüros Melanie Amann und Blattmacher Thorsten Dörting zu Mitgliedern der Chefredaktion. Beide führen die Funktion zusätzlich zu ihrer bisherigen Tätigkeit aus und ergänzen das Team um Klusmann und Clemens Höges, der seit 2019 Teil der Chefredaktion ist. Der "Spiegel" wolle sich, so Klusmann, zum Superwahljahr 2021 "publizistisch optimal" aufstellen. Amann soll dabei u.a. Einschätzungen zu politischen Streitfragen liefern. Mit Dörtings Expertise will der Verlag die Transformation vorantreiben.
spiegelgruppe.de

Was lassen Journalistinnen in den sozialen Medien lieber bleiben, Ayla Kiran?

Idiotentest: Ayla Kiran, Social-Media-Leiterin beim “Spiegel”, gibt Medienschaffenden eine kleine Anleitung zur Navigation durch die sozialen Netzwerke. Im Zweifel lieber einmal um den Block gehen, als wahllos Tweets rausfeuern, rät sie in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #14. Das Buch mit allen Beiträgen und Interviews erscheint am 6. Mai. Hier das kostenlose E-Paper vorbestellen. Weiterlesen …

Chefredakteurin Barbara Hans verlässt den “Spiegel”.


Hans nicht im Glück: Barbara Hans verlässt die Chefredaktion des "Spiegel", wie der Verlag an ihrem Geburtstag mitteilt. Laut Pressemeldung haben sie und der Vorsitzende der Chefredaktion, Steffen Klusmann, dies "gemeinsam und im besten gegenseitigen Einvernehmen entschieden". Hans selbst lässt sich mit den Worten zitieren: "Es war ein Privileg, mit so vielen klugen Menschen aus allen Teilen des Hauses daran zu arbeiten, den 'Spiegel' publizistisch weiterzuentwickeln und die Redaktionen zu fusionieren." Sie blicke mit "Freude und Stolz" auf die vergangenen 16 Jahre. Steffen Klusmann sagt, Hans habe "viele Kolleginnen und Kollegen inspiriert". Der "Spiegel" habe "ihr viel zu verdanken und wird sie vermissen".

Bereits im Januar hatte Roland Pimpl über Pläne des "Spiegel" berichtet, die Chefredaktion umzubauen und in diesem Zuge auf Hans zu verzichten. Als Gründe nannte Pimpl mangelnde Harmonie im Führungsteam. Außerdem habe Hans "ihre Rolle" in der fusionierten Redaktion nicht richtig gefunden, ihre Aufgaben seien unklar. Hans ist seit 2019 Teil der Chefredaktion des Magazins. Zuvor war sie seit 2016 bereits Chefredakteurin von Spiegel Online. Insgesamt hat sie 16 Jahre für den "Spiegel" gearbeitet. Der Chefredaktion gehören nach ihrem Abgang noch Steffen Klusmann als Vorsitzender und Clemens Höges an.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans – Spiegel Online setzt auf zwei neue Podcasts (07/2017)

“Bild” wirft dem “Spiegel” bei DFB-Enthüllungen ein “seltsames Doppelspiel” vor.


Gemeinsame Freunde: "Bild" nimmt die Recherchen des "Spiegel" "zum Themenkreis 'Sommermärchen'" ins Visier und berichtet über geschäftliche Verbindungen des Nachrichten-Magazins mit dem Medienberater Kurt Diekmann, der laut "Bild" zeitweise auch in Diensten des DFB gestanden haben soll. Das Springer-Blatt zitiert aus E-Mails zwischen "Spiegel"-Redakteuren und dem Berater sowie aus Rechnungen, die der "Spiegel" Diekmann bezahlt haben soll, und fragt: "Zahlte der 'Spiegel' Honorar an einen Medienberater, als dieser auch für den DFB tätig war?" Eine konkrete Antwort bleibt "Bild" schuldig, deutet aber an, dass in der Zeit als Diekmann für den DFB tätig war, "auch immer wieder DFB-freundliche Artikel" im "Spiegel" erschienen seien – "in der Folge des seltsamen Doppelspiels". "Bild" zitiert aus einem "Spiegel"-Statement in der Sache: "Der 'Spiegel' hat von 2016 bis Mai 2019 mit Herrn Diekmann zusammengearbeitet." Die Zusammenarbeit sei beendet, 2020 seien keine Rechnungen mehr beglichen worden.

Im April 2019 musste der damalige DFB-Chef Reinhard Grindel zurücktreten, weil er im Amt eine Luxus-Uhr geschenkt bekommen, den Wert aber nicht angegeben hatte. Zuvor hatte der “Spiegel” bereits verschwiegene Zusatzeinnahmen in Höhe von 78.000 Euro berichtet, die er ebenfalls nicht angegeben haben soll.
bild.de

Der “Spiegel” spendiert seinem U30-Angebot einen vierteljährlichen Print-Titel.


Druck für die Jugend: Der "Spiegel" veröffentlicht am 2. Oktober erstmals eine Print-Ausgabe zu seinem U30-Angebot Spiegel Start. Das Magazin kommt mit 160.000 Auflage und soll ab 2022 viermal im Jahr erscheinen, jeweils zum Semesterstart im April und Oktober und zusätzlich im Juni und Dezember. Die Hefte will der "Spiegel" an Hochschulen über die Studierendenwerke verteilen. Als Zielgruppe lobt der Verlag Leserinnen aus, "die sich am Ende ihres Studiums oder ihrer Berufsausbildung befinden, oder bereits ins Berufsleben gestartet sind".

Im Magazin will der "Spiegel" u.a. die Themen Ausbildung, Jobsuche, Bewerbung und Gehaltsverhandlung behandeln. Ferner sind Beiträge zu Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und politischer Teilhabe geplant. "Die Haltung der Redaktion ist in den Beiträgen konstruktiv und lösungsorientiert", kündigt der Verlag an. Optisch soll sich "Spiegel Start" am Muttertitel orientieren. Online hat der "Spiegel" das Jugendangebot Start im Herbst als Nachfolger seiner Marke Bento präsentiert.
per Mail, turi2.de (Background)

Zitate-Ranking: “Bild” springt im 1. Quartal wieder vor die “New York Times”.

Bild verdrängt die "New York Times": Im Zitate-Ranking von Media Tenor steht "Bild" im 1. Quartal 2021 mit 232 Zitaten auf Platz 2 hinter dem "Spiegel", der 328 Mal zitiert wurde. Die "NYT", im Gesamtjahr 2020 auf Platz 2 hinter dem "Spiegel", aber vor "Bild", fällt zwischen Januar und März mit 189 Zitaten auf Platz 3.
kress.de

Zitat: Klaus Brinkbäumer sagt, der “Spiegel” habe ihn gelehrt, Seilschaften nicht zu unterschätzen.

"Gemerkt habe ich mir, dass man hausinterne Kränkungen oder Seilschaften nicht unterschätzen sollte."

Klaus Brinkbäumer, seit Jahresbeginn MDR-Programmchef, sagt im "Journalist"-Interview rückblickend auf seine Zeit beim "Spiegel", dass es ein Fehler war, davon auszugehen, dass "Leistung Intrigen schlagen würde".
"Journalist" 04/2021, S. 54 (Paid)

“Spiegel” kritisiert Interview-Regelungen für Amanda Gorman, interviewt sie aber trotzdem.

"Interview": Der "Spiegel" kritisiert die Bedingungen, zu denen Dichterin Amanda Gorman Fragen beantwortet: Nur über drei Ecken erreichen sie Gorman "möglicherweise", Kürzungen sind weder bei Fragen noch Antworten erlaubt. Trotz Bedenken beugt sich der "Spiegel" den Spielregeln und erhält zum Dank Aussagen wie: "Ich darf selbstbewusst sein, nachdem Frauen jahrtausendelang Angst hatten."
"Spiegel" 13/2021, S. 102 (Paid), spiegel.de (Interview, Paid)

Meedia: “Spiegel” bedauert irreführende Spahn-Überschrift.

Spiegel bedauert die Überschrift "Firma von Spahns Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium" zum Artikel, der sich um den Masken-Deal der Regierung mit Burda dreht. Sie bringt Daniel Funke, Spahns Ehemann, damit in Verbindung, obwohl er mit dem Geschäft nichts zu tun hat und impliziert damit einen möglichen Interessenskonflikt. Der "Spiegel" schreibt Meedia: "Wir verstehen, dass die ursprüngliche Überschrift für sich genommen einen missverständlichen Eindruck erzeugen kann." Sie wurde geändert in: "Arbeitgeber von Spahns Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium".
meedia.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”, “Manager Magazin” und “Harvard Business Manager” bündeln ihre Apps.

App in one: "Spiegel", "Manager Magazin" und "Harvard Business Manager" fusionieren ihre bestehenden Apps. Die Digital-Ausgaben der Magazine, bisher über die Kiosk-App abrufbar, werden in die Nachrichten-Apps von "Spiegel" und "Manager Magazin" integriert. Die Kiosk-Apps werden "für eine Übergangszeit" noch unterstützt, anschließend aber stillgelegt.
spiegelgruppe.de

“NZZ”: Reichelt wehrt sich juristisch gegen “Spiegel”.

Konter: Julian Reichelt geht presserechtlich gegen den "Spiegel" vor, berichtet "NZZ"-Deutschland-Chef Marc Felix Serrao unter Berufung auf Reichelts Umfeld. Der Vorwurf: Das Magazin habe den aktuell beurlaubten "Bild"-Chef nicht mit den Anschuldigungen gegen ihn konfrontiert und eine unzulässige Form der Verdachtsberichterstattung betrieben. Serrao hatte zuletzt selbst die Arbeit des "Spiegels" kritisiert.
nzz.ch via kress.de, turi2.de (Background)

Causa Reichelt: “NZZ” wirft “Spiegel” und “Tagesspiegel” “feucht-fröhliche Spekulationen” vor.


Alles ganz anders? Im Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt springt die Schweizer "NZZ" dem "Bild"-Chefredakteur zur Seite. Das Blatt kritisiert vor allem "Spiegel" und "Tagesspiegel". Die vom Hamburger Nachrichtenmagazin zitierte Formulierung "vögeln, fördern, feuern" habe keiner je gehört. Die "NZZ"-Autoren Alexander Kissler und Marc Felix Serrao vermuten stattdessen, die "Spiegel"-Kolleginnen seien "einfach nur ihrem Sujet verfallen". Sie werfen ihnen fehlende Faktentreue vor, "Hauptsache, es trifft den Richtigen". "Tagesspiegel"-Chefredakteur Lorenz Maroldt sei mit seinem "Drehbuch" über die Geschehnisse bei "Bild" nur deswegen auf der "sicheren Seite", weil er "sein Geraune als Fiktion darstellte".

Kissler und Serrao zitieren vor allem anonym: Es gebe keinen Machtmissbrauch, es geht "nur um Leistung". Allein die frühere "Bild"-Frau Anna von Bayern kommt mit Klarnamen zu Wort, auch sie spricht für Reichelt: "Ich habe nie erlebt, dass er seine Macht gegenüber Mitarbeiterinnen missbraucht hätte." Auf die Frage, wer hinter den Vorwürfen stecken könnte, antwortet sie: "Julian hat viele Feinde."
nzz.ch (nach Anmeldung frei)

Lydia Rosenfelder wechselt vom “Spiegel” zu “Bild”.

Bild wirbt Lydia Rosenfelder, 38, beim "Spiegel" ab und macht sie zur Leitenden Redakteurin im Ressort Politik / Wirtschaft. Rosenfelder arbeitet seit 2019 im "Spiegel"-Hauptstadtbüro, davor war sie zehn Jahre bei der "FAS". "'Bild' erfindet den Politik­journalismus neu" und gehe "einen innovativen Weg, den ich mitgestalten will", lässt sie sich zitieren.
kress.de

Der “Spiegel” macht die Genderstern-Debatte zum Titelthema.


Sternchenstunde: Die Debatte um das Gendersternchen ist "emotional aufgeladen, denn die Anerkennung verschiedener Lebensstile wird unterschwellig mitverhandelt", schreibt der "Spiegel" in seiner aktuellen Titelstory. Der Streit um Genderformen zeige, "wie sehr die Sprache zu einem kulturellen Kampfplatz geworden ist". Doch auch Gewohnheiten spielen eine Rolle. Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch sagt: "Wir wollen vor allem mit zunehmendem Alter nicht alles neu lernen." Sprache gehöre zudem zum "Intimbereich".

ZDF-Moderatorin Petra Gerster sagt: "Als ich zum ersten Mal das Gendersternchen sprach, bekamen wir danach 50 bis 60 aufgebrachte Anrufe." In viele Medien und einigen Großkonzernen ist das Gendern mittlerweile zur Leitlinie geworden, berichtet der "Spiegel". Dennoch sei es eine Eliten-Debatte. In Umfragen findet gendergerechte Sprache keine Mehrheit. Der "Spiegel"-Titel sorgt zum Erscheinen auch für Kritik. Teresa Bücker schreibt auf Twitter: "Schlechter hätte man einen Titel zu inklusiver Sprache nicht formulieren können" und "Der Titel suggeriert, dass diese Gerechtigkeit nicht sein muss. Zum 8. März ist das peinlich."
"Spiegel" 10/2021, S. 8 (Paid)

Hör-Tipp: Wie Politikerinnen mit Hass im Netz umgehen.

Hör-Tipp: Die meisten Politikerinnen haben bereits Hass im Netz erlebt. Im Spiegel-Podcast "Stimmenfang" reden Wiebke Winter (CDU) und Helin Evrim Sommer (Linke) von ihnen mit Moderatorin Melina Hemmer über ihre Erfahrungen. Dabei geht es unter anderem um Morddrohungen und Beleidigungen: "Du dumme Schlampe ist dabei noch harmlos", sagt Winter im Interview.
spiegel.de (24-Min-Podcast)

Klick-Tipp: BR und Spiegel beleuchten KI in der Arbeitswelt.

Klick-Tipp: Wie Künstliche Intelligenz in die Arbeitswelt eingreift und u.a. Bewerbungen vorsortiert, beleuchten BR und Spiegel im gemeinsamen Web-Projekt "Die Boss-Maschine". In der BR-Mediathek erläutert ein 6-Min-Film Vor- und Nachteile von Algorithmen at work, spiegel.de stellt verschiedene Tools vor, die bei der Jobvermittlung zum Einsatz kommen. Ab kommender Woche beschäftigt sich auch der BR-Instagram-Account Workin Germany mit dem Thema.
br.de (6-Min-Film), spiegel.de (KI-Tools), instagram.com (Workin Germany)

Facebook News startet im Mai in Deutschland.


Blaue Neuigkeiten: Facebook News startet im Mai mit rund 30 Medien-Partnern in Deutschland, dem zweiten europäischen Markt nach Großbritannien (Screenshot). Mit dabei sind Dickschiffe wie "Spiegel", "FAZ", "Zeit" und "Handelsblatt". Aus dem Zeitschiften-Segment nehmen Gruner + Jahr, die Motor Presse und Condé Nast teil, aus dem Regionalen u.a. Ippen, Funke und die "Rheinische Post". Facebook zahlt den beteiligten Verlagen Geld dafür, damit sie ihre Beiträge "um zusätzliche Inhalte ergänzen". Das können auch Inhalte sein, die ansonsten hinter der Paywall stehen, die Entscheidung liegt bei den Verlagen. Auffällig: Springer, Burda, Bauer und die "Süddeutsche Zeitung" sind zum Start nicht dabei.

Facebook hofft offensichtlich, in Zukunft noch mehr deutsche Verlage zur Kooperation bewegen zu können – im Laufe des Jahres sollen weitere Partner bekannt gegeben werden. Schmackhaft macht Zuckerbergs Konzern den Deal u.a. mit internationalen Zahlen: So habe Facebooks News Feed weltweit 188 Mrd Klicks für Verlage generiert. Die Verlagshäuser erhoffen sich laut verschiedener Statements vor allem die Erschließung neuer Zielgruppen. So interessiert sich etwa Stefan Ottlitz vom "Spiegel" dafür, "wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können."
about.fb.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

“Spiegel” will Digitalabos bis 2025 verdoppeln, Spiegel Start bekommt Print-Beiboot.

Unverhofft hoffnungsvoll: Für den "Spiegel" lief das Geschäft im Pandemiejahr dank steigender Digitalerlöse "deutlich besser als im vergangenen Sommer befürchtet", sagt Geschäftsführer Thomas Hass dem Hamburger "Abendblatt". Trotz Einschlägen im Anzeigengeschäft liege der Rückgang insgesamt nur bei etwa 3 %. Co-Chef Stefan Ottlitz will die Zahl der vollzahlenden Digitalabonnent*innen von aktuell 100.000 bis 2025 verdoppeln. Mehr als 30 % der Umsätze kommen inzwischen aus dem Digitalgeschäft. Das Karriereportal Spiegel Start soll 2021 ein eigenes Heft bekommen.
abendblatt.de (Paid)

Elyas M’Barek und Jonas Nay spielen die Hauptrollen in Relotius-Verfilmung.

Relotius-Rollenvergabe: Elyas M'Barek (Foto) und Jonas Nay spielen die Hauptfiguren in der Ufa-Verfilmung des Buchs Tausend Zeilen Lüge von "Spiegel"-Reporter Juan Moreno. M'Barek verkörpert den freien Journalisten Romero, angelehnt an Moreno, Nay spielt Star-Reporter Lars Bogenius, inspiriert von Claas Relotius. Michael Bully Herbig führt bei der Mediensatire die Regie.
ufa.de, turi2.de

Ulrike Simon: Spiegel-Verlag diskutiert “juristische Drohszenarien” gegen RTL-Einfluss.

Spiegel fürchtet, ähnlich unter Druck zu geraten, wie Gruner + Jahr, wenn RTL bei G+J künftig das Sagen übernimmt, schreibt Ulrike Simon. Im Verlag würden bereits "juristische Drohszenarien" diskutiert, sollte die RTL Group künftige Investitionen behindern oder auf andere Weise Entscheidungen blockieren. Bevor Gruner + Jahr seine Anteile am Spiegel-Verlag von 25,5 % an die RTL Group übertragen kann, haben die Mitarbeiter KG und die Augstein-Erben ein Vorkaufsrecht.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Spiegel” erzielt 2020 als einziges Magazin mehr als 100 Mio Euro Vertriebsumsatz.

Zeitschriftenmarkt: Der "Spiegel" hat 2020 mit Einzelverkauf und Abonnement 123 Mio Euro Print-Vertriebsumsatz erzielt, errechnet "DNV - Der Neue Vertrieb". Damit steigt der Umsatz um rund 3 %. Die "Zeit" mit 99 Mio Euro landet auf Platz 2 und verbessert sich um 5 %. Bei der "Zeit" geht das Plus auf Mehrverkäufe zurück, beim "Spiegel" auf die Preiserhöhung." Auf Rang 3 folgt die "Hörzu" mit 92 Mio Euro Vertriebssumsatz.
presseportal.de

Medieninsider: Belegschaft von Spiegel TV will aus der Ericusspitze ausziehen.

Bereit zum Auszug: Nur 11 % der Belegschaft von Spiegel TV lehnen den Auszug aus der Ericusspitze grundsätzlich ab, zitiert Marvin Schade eine Umfrage des Betriebsrats. 85 % sind zwar gegen den geplanten Standort bei der NDR-Tochter Studio Hamburg, befürworten aber einen Umzug. Spiegel TV arbeitet erst 2011 unter einem Dach mit dem Verlag. Bei einem Umzug zu Studio Hamburg befürchte die Belegschaft Outsourcing z.B. technischer Produktions­abteilungen.
medieninsider.com (Paid)

Jennifer Lachman wird Geschäftsführerin des Manager Magazin Verlags.

Spiegel Verlag befördert Jennifer Lachman, 39, bisher Digitalchefin beim "Manager Magazin", zur Verlagschefin. Thomas Hass bleibt Co-Geschäftsführer. Er und Stefan Ottlitz, die beiden "Spiegel"-Geschäftsführer, waren bislang in Personalunion auch Co-Geschäftsführer des Manager Magazin Verlags. Ottlitz gibt diese Funktion nun an Lachman ab.
spiegelgruppe.de, horizont.net

Christian Zübert verfilmt “Spiegel”-Buch “Undercover: Ein V-Mann packt aus”.

Spiegel-TV: Regisseur und Drehbuchautor Christian Zübert (Foto) verwandelt das Buch "Undercover: Ein V-Mann packt aus" in eine Serie. Geschrieben von den "Spiegel"-Journalisten Jörg Diehl, Roman Lehberger und Fidelius Schmid behandelt es die Geschichte des Informanten Murat Cem, der die Behörden vor den Anschlagsplänen Anis Amris warnte. Die Dreharbeiten sollen im Herbst starten, die Besetzung ist noch nicht bekannt.
dwdl.de

WDR kontert “Spiegel”-Kritik über gelöschten Beitrag.


Retourkutsche: Der WDR sagt, der "Spiegel" berichte "unwahr und tendenziös" über einen gelöschten Radiobeitrag zur Räumung des Hambacher Forsts. Das Audio-Stück verarbeitet heimliche Videomitschnitte von Ministerpräsident Armin Laschet. Deren "angebliche Kernaussage – 'Ich brauche einen Vorwand' – hatte damals schon keinen Newswert", schreibt der WDR. NRW-Innenminister Herbert Reul habe dergleichen zuvor bereits offen zugegeben, u.a. in der Sendung Westpol, aus welcher der WDR in seiner Stellungnahme ausgiebig zitiert.

Für das Verwenden heimlicher Aufnahmen brauche es einen "triftigen Grund", das Video sei aber als Beweis gar nicht mehr nötig gewesen. Aus den selben Gründen veröffentliche der Sender das Video auch jetzt nicht und verweist darauf, dass es ausschnittweise ohnehin im Internet kursiere. WDR-Newsroom-Leiter Stefan Brandenburg schreibt zudem auf Twitter, dass Beitragsautor Jürgen Döschner tagelang mit der Fachredaktion über das Video diskutiert habe. Nach der Ablehnung seines Beitrags habe er ihn anderen Redaktionen mit Zeitdruck angeboten, ohne vom vorigen Votum der zuständigen Redakteur*innen zu berichten.
wdr.de, twitter.com, turi2.de (Background)

Meinung: Angela Merkel funkt auf allen Kanälen – aber ihr geht die Puste aus.

Merkel-Mantra: Die Kanzlerin funkt zwar derzeit "auf allen Kanälen", ihrer Erkläroffensive fehle aber ein Momentum, das die Gesellschaft nach vorne trage, kritisiert Sebastian Fischer. Egal ob in TV-Interviews bei ARD und RTL oder im Videochat mit verzweifelten Eltern: Angela Merkel zeige "mangelnde Bereitschaft zur Selbstkritik" - und ihr gehe "rhetorisch und politisch die Puste aus".
spiegel.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”-Mitarbeiter*innen schreiben Brandbrief an Chefredaktion und Verlag.

Spiegel vorgehalten: "Spiegel"-Mitarbeiter*innen kritisieren in einem offenen Brief den Umgang mit Chefredakteurin Barbara Hans als "menschlich und strategisch fatal", schreibt Meedia. Hans soll demnach den "Spiegel" verlassen, weil sie mit Chefredakteur Steffen Klusmann nicht zurechtkomme. Als Reaktion auf Medienberichte über Probleme beim "Spiegel" gebe es "dröhnendes Schweigen nach innen und außen" seitens der Chefredaktion und des Verlags. Im Brief fordert das Team "ein neues Miteinander" und strukturelle Lösungen.
meedia.de, turi2.de (Background)