Hannes Engler wird neuer Vermarktungschef der Spiegel-Gruppe.

Vermarkten, was ist: Die Spiegel-Gruppe setzt Hannes Engler, 37, auf den Posten des Vermarktungschefs. Er folgt auf André Pätzold, der die Gruppe nach fünf Jahren im Amt verlassen hatte. Engler war bisher Vize von Pätzold. Neuer Vize wird Mark-Olaf Winter. Engler ist seit 2018 bei den Hamburgern. Torben Sieb, 37, seit 2019 Leiter des Projekt­managements, wird neuer Vertriebs­leiter. Er folgt auf Er folgt auf Christoph Hauschild, der den Verlag verlassen hat.
spiegelgruppe.de (Engler), spiegelgruppe.de (Sieb), turi2.de (Background Pätzold), turi2.de (Background Hauschild)

“Spiegel” veröffentlicht BuzzFeed-Recherche zu Julian Reichelt.

Spiegel-Bild: Der "Spiegel" tut sich mit den Rechercheurinnen von Ippen Investigativ zusammen und veröffentlicht Teile der Recherche zur Causa Reichelt, die Verleger Dirk Ippen in den eigenen Medien unterbunden hat. Die Recherche beschreibt, wie der geschasste "Bild"-Chefredakteur sich jungen Frauen genähert hat und dass Beziehungen von Reichelt zu ihm unterstellten Frauen bis ins Jahr 2014 zurückreichen. Reichelt sei "Förderer und Verführer zugleich" gewesen, schreiben die Autorinnen. Teilweise habe Reichelt besagte Frauen in Positionen gehievt, für die sie "teils auch nach ihrem eigenen Ermessen nicht geeignet waren". Der Bericht schildert den Fall einer Frau, die unter der Situation gelitten habe – ehemalige "Bild"-Leute hätten demnach "über Monate beobachtet, wie schlecht es der Frau ging, wie sie immer häufiger krank wurde". In einem Fall habe sie Sex mit Reichelt gehabt, "weil er in Nachrichten darauf gedrungen habe, sie ihn nicht habe verärgern wollen und sich beruflich von ihm abhängig fühlte". Reichelt habe die Frau zudem dazu aufgefordert, Nachrichtenverläufe zu löschen.

Der Artikel wirft auch einen Blick in eine von Sexismus geprägte Redaktionskultur der "Bild": So würden Frauen "sowohl in der Berichterstattung, aber auch intern" vor allem nach ihrer "Fuckability beurteilt". Zudem hegen die Autorinnen Zweifel daran, ob Springer im Frühjahr "überhaupt an einer ernsthaften Aufklärung des Falls interessiert" war. Mehrere Frauen würden den Ermittlungen "grundsätzlich misstrauen". So soll eine Betroffene von einem Vertrauten Reichelts die Anweisung bekommen haben, "besser nichts" zu sagen, "wenn sich eine Anwältin bei ihr melde". Davon sollen sowohl die Compliance-Abteilung als auch der Vorstand Wind bekommen haben. Reichelts Anwalt habe manche Vorwürfe "schlicht zur Normalität" erklärt. In einem "Spiegel" vorliegenden Schriftsatz heißt es: "Ein Arbeits- und Berufsalltag ohne die Vermischung von Beruflichem und Privatem ist kaum vorstellbar."
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background Reichelt), turi2.de (Background Ippen)

Debatte: Deutsche Medien haben eine generelle Angst, sich mit Springer anzulegen.

"Bild"-Bange: Deutsche Medien tun sich schwer damit, über "Bild"-Interna zu berichten, schreiben Michael Hanfeld (Foto) und Axel Weidemann in der "FAZ". Das liege nicht nur an der "regen Rechtsabteilung" von Springer. Es gebe offenbar auch "eine generelle Angst, sich mit dem Berliner Medienhaus anzulegen". Selbst der "Spiegel" hatte bei einer Reichelt-Recherche eine Anmerkung anfügen müssen.
faz.net, turi2.de (Background)

“Spiegel”: LKA-Beamter aus Sachsen könnte Interna an rechtes “Compact”-Magazin gegeben haben.

Der "Spiegel" wirft einem Polizisten des Landes­kriminal­amts Sachsen vor, Ermittlungs­interna an das rechte "Compact"-Magazin gegeben zu haben. Der auf linke Straftaten spezialisierte Ermittler soll laut Magazin rufschädigende Details über einen Sach­bearbeiter des Leipziger Bau-Amtes durchgestochen haben – offenbar wegen einer Nachbarschafts-Fehde. Die Staats­anwaltschaft Chemnitz ermittelt wegen des möglichen Verrats von Dienst­geheimnissen.
spiegel.de (Paid), welt.de

“Spiegel Start” erscheint künftig auch als Zeitschrift.

Ausgedrucktes Internet: Der "Spiegel" veröffentlicht parallel zu seinem U30-Online-Portal "Spiegel Start" künftig auch eine gedruckte Ausgabe. Das Heft soll vier Mal jährlich in einer Auflage von 160.000 erscheinen und ist kostenlos. Der Verlag verteilt das Magazin an Hochschulen und Studierendenwerke. Es soll eigene Geschichten, aber auch Online-Texte von "Spiegel Start" und aus anderen Ressorts enthalten.
meedia.de

Lese-Tipp: Eine 27-Jährige ist Merkels Nachfolgerin an der Ostseeküste.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" stellt die 27-jährige Anna Kassautzki vor, die das Direktmandat im ehemaligen Wahlkreis von Angela Merkel für die SPD holt. Statt der "unerreichbaren Kanzlerin" bekommen die Wählerinnen mit ihr eine Abgeordnete, die ihre Handynummer auf Wahlplakate druckt. Merkels Fußstapfen könne sie "mit Schuhgröße 39" gut füllen.
spiegel.de

Spiegel-Verlag und Vertriebschef Christoph Hauschild trennen sich.

Spiegel: Vertriebschef Christoph Hauschild verlässt den Verlag nach 18 Jahren. Er wolle sich "neuen Herausforderungen" stellen, teilt der "Spiegel" mit. Hauschild ist seit 2003 beim Nachrichtenmagazin. Er übernahm 2018 die Leitung des Gesamtvertriebs und ist seit 2019 Co-Geschäftsführer der Quality Service GmbH. In Kürze will der Verlag einen Nachfolger bekanntgeben.
spiegelgruppe.de, new-business.de

Spiegel: Justizministerium geht gegen rechte Social-Media-Plattform Gab vor.

Gegen Hass im Netz: Das Bundesjustizministerium hat einen Bußgeldbescheid in Höhe von 30.000 Euro gegen die rechte Social-Media-Plattform Gab erlassen, berichtet der "Spiegel". Das amerikanische Unternehmen habe keine Kontaktperson für deutsche Behörden, wenn es um die Löschung strafbarer Inhalte auf der Webseite geht, lautet die Begründung. Rechtsextreme und Verschwörungs­theoretikerinnen verbreiten auf Gab antisemitische Inhalte.
spiegel.de

Journalist Joachim Preuß, 76, ist tot.

Joachim Preuß, 76, ist tot. Der frühere stellvertretende "Spiegel"-Chefredakteur starb bereits am Montag in der Nähe von Hamburg. Der laut Bettina Musall "Norddeutsche reinsten Wassers" kam 1977 zum Nachrichtenmagazin. Werner Kilz holte ihn 1994 in die Chefredaktion, wo er bis 2008 blieb. Einer seiner größten Erfolge war das Buch "Flick – Die gekaufte Republik".
spiegel.de, sueddeutsche.de

Vermarktungschef André Pätzold verlässt den “Spiegel”.

Spiegel-Gruppe und Vermarktungschef André Pätzold gehen getrennte Wege, berichtet Roland Pimpl bei Horizont.net. Pätzold, seit fünf Jahren im Amt, verlasse den Verlag in den kommenden Wochen "auf eigenen Wunsch". Nachfolger soll laut Pimpl der bisherige Vermarktungs-Vize Hannes Engler werden, offiziell bestätigen will der Verlag das noch nicht. Der Abgang steht wohl im Zusammenhang mit der Integration von Spiegel Media in Bertelsmanns Ad Alliance.
horizont.net (Paid)

Virologe Klaus Stöhr gewinnt gerichtlich gegen den “Spiegel”.

Falsch zitiert: Virologe Klaus Stöhr, 62, gewinnt gerichtlich gegen den "Spiegel". Das Magazin hat ihn in dem Beitrag "Propheten auf dem Irrweg" falsch zitiert, urteilt das Landgericht Frankfurt am Main. Der "Spiegel" legte Stöhr die verkürzte Aussage "Weil die Weltbevölkerung durchseucht werde, seien Impfstoffe nicht notwendig" in den Mund, obwohl sich der Wissenschaftler schriftlich "wesentlich differenzierter" geäußert habe. Der "Spiegel" will das Urteil noch prüfen.
presseportal.de, bild.de

CuriosityStream steigt bei Spiegel TV Geschichte und Wissen ein.

American History: Der Streaming-Anbieter CuriosityStream steigt bei Spiegel TV Geschichte und Wissen ein. Das amerikanische Unternehmen übernimmt 32 % der Anteile, die bisherigen Eigner Spiegel TV und Autentic GmbH behalten je 34 %. Der Sender Spiegel TV Wissen soll im Zuge der veränderten Gesellschafterstruktur unter der Marke Curiosity neu positioniert werden.
new-business.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Der “Spiegel” ist wieder in Afghanistan und liefert ein Stimmungsbild.

Video-Tipp: "Hier zu sein, ist eine bizarre Erfahrung", sagt "Spiegel"-Reporter Christoph Reuter in Kabul. Nach der "Bild" und dem ARD-"Weltspiegel" ist das Magazin nun also auch wieder mit einem Team vor Ort. Es scheint "zwei Wirklichkeiten" zu geben, berichtet Reuter: Die Taliban würden sich "extrem freundlich und höflich" geben, die Akkreditierung habe man "innerhalb von fünf Minuten" bekommen. In der Bevölkerung herrsche aber weiterhin große Angst, auf den Straßen sehe man zudem so gut wie keine Frauen ohne Begleitung oder Burka mehr.
spiegel.de (4-Min-Clip)

“Bild”: Geschäftsführer Goetz Hoefer verlässt Spiegel TV.

Spiegel TV und Co-Geschäftsführer Goetz Hoefer gehen getrennte Wege, berichtet zuerst "Bild". Er verlasse das Unternehmen "Knall auf Fall" und und mitten im Umzug der Spiegel-TV-Redaktion auf das Gelände der NDR-Tochter Studio Hamburg. Laut Verlag geht er "eigenen Wunsch und in aller Freundschaft, um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen". Hoefer, ehemaliger Bauer-Manager, hatte Auftrags­produktionen vorangetrieben und sich für einen Auszug aus der "Spiegel"-Zentrale starkgemacht, was bei Teilen der Belegschaft auf Kritik stieß.
bild.de, dwdl.de, spiegelgruppe.de

“Spiegel”, Vice und T-Online streamen Wahlkampf-Streitgespräch.

Streiten im Stream: "Spiegel", Vice und T-Online moderieren ein Wahlkampf-Streitgespräch mit CSU-Chef Markus Söder und Grünen-Chef Robert Habeck (Foto). Die Plattformen streamen die Diskussion zeitgleich am 28. August ab 20 Uhr. Die Moderation übernehmen Melanie Amann, Leiterin des "Spiegel"-Hauptstadtbüros, Sven Böll, Leiter redaktionelle Entwicklung von T-Online und Tim Geyer, Vize-Chefredakteur von Vice. Zur Debatte stehen u.a. Themen wie der Klimawandel oder Gerechtigkeit in Deutschland.
t-online.de

Meedia: Oliver Radtke soll G+J-Beteiligungen verantworten, die RTL nicht übernimmt.

Gruner + Jahr: Chief Operating Officer Oliver Radtke (Foto) soll künftig alle Beteiligungen verantworten, die nicht unter das Dach von RTL wechseln, hört Gregory Lipinski aus Unternehmens­kreisen. Konkret sind das Territory, Applike, die "Spiegel"-Beteiligung und die sächsische DDV Mediengruppe, bei der Radtke drei Jahre Vorsitzender der Geschäfts­führung war. Bertelsmann-Boss Thomas Rabe will an den Beteiligungen festhalten, sollte es doch zu einem Verkauf kommen, sieht Lipinski am ehestens Bauer als möglichen Käufer der DDV-Gruppe. Beim "Spiegel" erwartet er gemeinsame Produktionen mit RTL.
meedia.de (Paid)

“Spiegel”-Newsletter “Die Lage” erscheint nun auch als Podcast.

Spiegel vertont seine Morgen- und Abend-Newsletter Die Lage als Podcasts. Sie ersetzen das bisherige Audio-News-Format "Update". Die Vertonung über­nimmt Detektor.fm. Entwicklungs­chef Ole Reißmann kündigt einen "politischen Podcast mit echtem 'Spiegel'-Tiefgang, aber so kompakt und kurz wie die Radio­nachrichten" an.
spiegelgruppe.de (Ankündigung), spiegel.de (Podcast)

Meinung: “Spiegel”-Coverstory kommt sexistisch und misogyn daher.

Spiegelt den Spiegel: Die aktuelle "Spiegel"-Cover-Story "Papa kann das schon alleine" kommt "wie ein fieser Tritt in die Rücken" aller in der Pandemie belasteten Mütter daher, urteilt Anne Dittmann in der "Welt". Die Aufmachung mute fast satirisch an, inhaltlich präsentiere er "sexistische und teils schon misogyne 'Lösungsvorschläge'". Der Artikel behaupte, dass es Gleichberechtigung nur nicht gebe, weil sich Mütter dem verweigern.
edition.welt.de (Paid)

“Horizont”: Gruner + Jahr gibt’s künftig zwei Mal.

Der doppelte Gruner: Gruner + Jahr gibt es mit der Übernahme durch RTL künftig zwei Mal, berichtet Roland Pimpl bei "Horizont". Neben der RTL-Tochter Gruner + Jahr Deutschland GmbH wird es weiterhin die Gruner + Jahr GmbH geben als Hülle für die "Spiegel"-Anteile, DDV, Territory und Applike. Wie es mit den Unternehmen weitergeht, findet Pimpl ungewiss.
horizont.net (Paid)

“Spiegel” findet im Laschet-Buch weitere ungekennzeichnete Textübernahmen.

Lasche Quellenangabe: Der "Spiegel" findet im Buch "Die Aufsteigerrepublik" von Armin Laschet vier weitere Passagen, die Laschet ohne korrekte Kenn­zeichnung aus anderen Quellen übernommen hat. Problematisch sind zwei Sätze aus einem "FAZ"-Beitrag von Salomon Korn, ehemals Vize­präsident des Zentral­rats der Juden, ein Satz des früheren EU-Innen­kommissars Franco Frattini sowie Text­fragmente aus zwei Wikipedia-Artikeln.
spiegel.de (Paid)

Meedia: Abbuchungen bei “Spiegel”-Abonnentinnen unter falschem Namen.


Abo-Aufregung: Beim "Spiegel" hat es technische Probleme beim Einzug der Abo-Gebühren gegeben, schreibt Gregory Lipinski bei Meedia. Demnach sei bei einigen Abonnentinnen nicht wie üblich eine Abbuchung vom "Spiegel-Verlag", sondern von der Berliner Lernplattform "Sofatutor GmbH" vorgenommen worden.

Der "Spiegel" begründet den Fehler mit technischen Problemen seines Dienstleisters Stripe. Die Abbuchungen selbst seien korrekt gewesen. Der "Spiegel" habe seine Abonnentinnen sofort über den Vorfall informiert.
meedia.de (Paid)

“Spiegel”: Junge Union bemühte sich um illegale Spende von TikTok.


Schlechter Einfluss: Der "Spiegel" wirft der Jungen Union um Philipp Amthor fragwürdige Verbindungen zu TikTok vor. Demnach wollte der chinesische Konzern gezielt Einfluss auf Amthor nehmen, um sein schlechtes Image in Deutschland aufzupolieren. Amthor räumt ein, TikTok vorgeschlagen zu haben, 2.500 Euro an ein Usedomer Musikfestival in seinem Wahlkreis zu spenden, schreibt der "Spiegel". Außerdem habe sich die Junge Union Übertragungstechnik eines Livestreams mit den Kandidaten des CDU-Parteivorsitzes von dem chinesischen Anbieter bezahlen lassen und ihn als Geldgeber verschleiern wollen.

Die Junge Union weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer "Sponsoringvereinbarung" mit TikTok. So ein Deal verlangt aber eine Gegenleistung wie etwa Werbebanner, die es nicht gab, schreibt der "Spiegel", der in der Aktion eine illegale Parteispende sieht. TikTok "sieht kein unrechtmäßiges Verhalten" seinerseits, spricht aber selbst von einer "Spende" - anders als die Junge Union und Amthor. Die Partei erklärt, besagte Rechnung inzwischen selbst beglichen zu haben.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Trigema-Chef Wolfgang Grupp hält nicht viel vom Homeoffice.

"Wenn es einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice geben würde, dann bräuchte ich garantiert 50 Prozent mehr Leute, weil die Effizienz leiden würde – bis man all diese Videokonferenzen abgestimmt hat, geht viel Zeit ins Land."

Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat seine Mitarbeiterinnen lieber im Großraumbüro, sagt er im "Spiegel"-Interview. Im Homeoffice ließen sich keine schnellen Entscheidungen treffen.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Ricarda Lang äußert sich zu Baerbocks N-Wort-Interview.

"Dieses Wort sollte niemand von uns aussprechen, weil es Rassismus reproduziert und weil es Menschen verletzt."

Ricarda Lang, Vize-Chefin der Grünen, äußert sich im "Spiegel"-Talk mit Markus Feldenkirchen kritisch zum N-Wort-Interview von Annalena Baerbock – findet aber, die Kanzlerkandidatin sei gut mit ihrem Fauxpas umgegangen.
spiegel.de (32-Min-Video), turi2.de (Background Baerbock)

IVW: “Spiegel” gewinnt dank Digital-Abos, “Welt” und “Wams” verlieren deutlich.


Digital gewinnt: Im 2. Quartal fällt die Bilanz der IVW durchwachsen aus: Bei 60 der 100 reichweitenstärksten Titel steht ein Minus in der Statistik, mehr als ein Dutzend wächst prozentual zweistellig. In den Top 20 legen immerhin vier Magazine zu: Der "Spiegel", "TV pur", "TV für mich" und Funkes "Land Idee". Dem "Spiegel" retten die Digital-Abos inklusive E-Paper die Auflage, die mehr als ein Viertel der knapp 408.000 Abos ausmachen. Prozentual größter Gewinner bei den Zeitschriften ist die "Vogue", die es mit knapp 33 % Plus auf über 91.000 Verkäufe schafft.

Bei den Zeitungen gewinnen insbesondere "Zeit" (13 %), "FAZ" (7,2 %) und "FAS" (4,6 %). Springers "BamS" legt mit 1,3 % Plus leicht zu und verdankt ihr Wachstum ebenfalls den Digitalabos, die um 81 % gestiegen sind. "Welt" und "WamS" verlieren deutlich, "Bild" und "Süddeutsche" leicht.
dwdl.de, meedia.de (Zeitschriften), meedia.de (Zeitungen), dwdl.de (Harte Auflage)

Hör-Tipp: Ann-Katrin Müller erzählt von ihrer Vergangenheit als Arbeiterkind.

Hör-Tipp: Ann-Katrin Müller berichtet im Podcast Hinter den Zeilen wie sie es als Arbeiterkind zur "Spiegel"-Politikredakteurin gebracht hat und welche Hürden sie überwinden musste. In ihrem Elternhaus habe es keine Tageszeitungen gegeben, die Lust an Nachrichten und Allgemeinbildung sei durch ihren Opa geweckt worden. Als Arbeiterkind braucht man "diese eine Person", die einen pusht, um es in den Journalismus zu schaffen, sagt Müller. Es müsse institutionalisiert werden, dass es so eine Person für jeden gibt.
hinterdenzeilen.de (62-Min-Audio)

Christoph Seeger verlässt “Spiegel”-Vermarkter.

Kurzes Vergnügen: Christoph Seeger räumt seinen Posten als Head of Content beim Vermarkter Spiegel Media, "um sich neuen Herausforderungen zu stellen". Dort arbeitet er seit 2020, zuvor hat er fast zwei Jahrzehnte den "Harvard Business Manager" geleitet, bevor ihn Antonia Götsch ersetzt hat. Seegers Position wird nicht nachbesetzt.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

“Spiegel” fällt auf Aktivisten und erfundenen CDU-Zukunftsrat rein.

No future: Der "Spiegel" ist auf eine Falschmeldung von Aktivisten reingefallen und muss zurückrudern. Am Dienstag weist das Nachrichtenmagazin in seinem Newsletter "Lage am Morgen" auf eine angekündigte Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus hin, bei der ein neuer "CDU-Zukunftsrat" vorgestellt werden soll. Dieser will die Interessen der jungen Wählerinnen vertreten und teilt gegen die Union aus: Die Partei habe eine "ungesunde Wirtschaftsverstrickung" und wälze die Folgen des Klimawandels auf die kommenden Generationen ab.

"Unser Fazit ist, dass das Regierungsprogramm der CDU nicht zukunftsfähig ist", zitiert der "Spiegel" aus einem Tweet der Organisation. "Wie das Konrad-Adenauer-Haus mitteilt, handelt es sich offenbar um eine Fake-Gruppierung, kreiiert von Klimaschützern", schreibt Martin Knobbe, Leiter des "Spiegel"-Hauptstadtbüros und entschuldigt sich für die Falschmeldung. Stefan Hennewig, Bundesgeschäftsführer der CDU, hat den Fake bereits am Montagabend auf Twitter öffentlich gemacht. Darin beschuldigte er fünf Mitglieder von Extinction Rebellion für den "ersten deep fake" des Bundestagswahlkampfs 2021 verantwortlich zu sein.
faz.net, archive.newsletter2go.com (Original), archive.newsletter2go.com (Korrektur)

Sebastian Pufpaff macht kein neues “TV Total”.

Verpufft: Sebastian Pufpaff wird keine Neuauflage von TV Total moderieren. Einen entsprechenden "Spiegel"-Bericht weist der Kabarettist in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zurück. Es handle sich dabei um "ein Gerücht". Er selbst habe erst durch einen Freund per Whatsapp von den Plänen erfahren und wisse nicht, "woher der 'Spiegel' das hat". Pufpaff hat eine Vermutung: "Irgendwann stand ich mal neben Stefan Raab, und dann meinte wohl einer: ,Aha, jetzt gibt es TV Total mit Sebastian Pufpaff.'"
presseportal.de via dwdl.de, turi2.de (Background)

DFB-Affäre: Unterlagen über Kurt Diekmann stammen laut Polizei nicht von gehacktem Computer.


Kein Gehacktes: Die strittigen Unterlagen in der DFB-Affäre um den Kom­mu­ni­ka­tions­berater Kurt Diekmann sind laut Polizei NRW nicht illegal auf dessen Computer ausgespäht worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Sowohl der DFB als auch Diekmann selbst hatten die u.a. von "Bild" veröffentlichten Dokumente darauf zurückgeführt. Die Ermittlerinnen und eine extern beauftragte Firma hätten hingegen laut "aktuellstem Stand der Technik keine Spuren für ein Hacking festgestellt".

Insbesondere DFB-Interimspräsident Rainer Koch hatte der "Süddeutschen Zeitung" und weiteren Medien vorgeworfen, im Besitz von "unrechtmäßig erlangtem Datenmaterial" zu sein. Auch der "Spiegel", der mit Diekmann selbst mehrere Jahre zusammenarbeitete, flankierte die Vorwürfe u.a. mit der Formulierung, "ein Hauch von Watergate" liege über dem DFB. Auslöser der Affäre um Diekmann war vor allem ein Machtkampf zwischen Ex-DFB-Präsident Fritz Keller und Ex-Generalsekretär Friedrich Curtius.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Das Innenministerium entscheidet über ein “Schwachstellenmanagement” bei Software.

Lücken schließen? Das Innenministerium will ein "Schwachstellenmanagement" nach dem Vorbild der USA einrichten, schreibt der "Spiegel". Im dort angesiedelten Prozess könnte ein neu geschaffenes Geheimgremium über die notwendige Schließung in Lücken von Software-Produkten entscheiden – bleibt die Schwachstelle heimlich geöffnet, können Polizei und Geheimdienste sie für ihre Zwecke nutzen. Zeitgleich fordert das Innenministerium von den ­Sicherheitsbehörden, diese Lücken "nur unter bestimmten Umständen verantwortungsvoll" auszunutzen, berichtet "Spiegel".
"Spiegel" 27/2021, S. 43 (Paid)

“Spiegel” berichtet über massive Probleme des Wettanbieters Tipico.

Unsauberes Geschäft: Der Sportwettenanbieter Tipico nimmt es mit Geldwäsche-Kontrollen nicht sehr genau, berichtet der "Spiegel". Demnach würden zahlreiche Wetten mit hohen Summen von anonymen Kunden getätigt. Filialen sind verpflichtet, auffällige Wetten zu melden, doch das geschehe kaum. Auch bei Franchisepartnern wird offenbar nicht genau hingeschaut, wo das Geld für den Betrieb herkommt, liest der "Spiegel" aus internen Tipico-Dokumenten.

Das Unternehmen prangere intern selbst grobe Verstöße gegen Geldwäscheregeln in den eigenen Reihen an. Verdeckte Testbesuche, bei denen 20 % der Wettbüros beanstandet wurden, hätten "den katastrophalen Zustand in den Filialen" deutlich gemacht, schreibt der "Spiegel". Tipico-Gründer Dieter Pawlik verdiene an der Sache sogar noch: Er betreibe eine Firma, welche die Filialen zur Einhaltung von Geldwäschevorgaben berät.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Franziska Giffey weiß jetzt, dass Können nicht mit einem Titel zusammenhängt.

"Okay, ich habe Fehler dabei gemacht, für die muss ich geradestehen. Aber es ist trotzdem meine Arbeit und das, was ich dabei gelernt habe, kann mir keiner nehmen."

Franziska Giffey, SPD-Politikerin, sagt im "Spiegel"-Doppelinterview mit FDP-Mann Marco Buschmann, dass sie im Hinblick auf ihren aberkannten Doktortitel trotz der Entscheidung des Prüfgremiums kein anderer Mensch sei.
spiegel.de (Paid), welt.de, turi2.de (Background)

Reuters: Uefa droht, das EM-Finale von London nach Budapest zu verlegen.

Uefa droht damit, das EM-Finale von London nach Ungarn zu verlegen, schreibt Reuters. Die britische Regierung soll die zehntägige Quarantänepflicht für gut 2.500 Personen, darunter u.a. Politikerinnen und Sponsoren kippen, um London als Austragungsort zu wahren. Zuerst hatte die "Times" von der möglichen Verlegung des Finales nach Ungarn berichtet. Budapest ist die einzige Arena mit voller Auslastung.
reuters.com, spiegel.de, thetimes.co.uk

Tobias Rapp fragt, ob “Tagesschau”-Sprecherinnen Romane schreiben sollten.

Tages-Thema: Das Problem am Islam-Roman "Die Kandidatin" von "Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber ist, dass er als "Meinungsstück" und "islamfeindlicher Kommentar seines Autors" gelesen werde, schreibt Tobias Rapp im "Spiegel". Das Buch werde auch in der Redaktion von ARD aktuell stark besprochen: Einige Kolleginnen würden fordern, "Tagesschau"-Sprecherinnen keine Genehmigung für Romane zu erteilen, andere, dass es sich dabei um Privatsache handelt. Marcus Bornheim, Chefredakteur der "Tagesschau", gibt an, dass Schreibers Roman nichts mit der Arbeit bei der "Tagesschau" zu tun habe und "unter die Freiheit der Kunst falle". Die eigentliche Frage sei, wie Medienhäuser mit einer solchen Lage umgehen, die ihr altes Modell "gleichzeitig untergräbt und bestätigt", schreibt Rapp.
"Spiegel" 25/2021, S. 110 (Paid), turi2.de (Background)

Ex-Wirecard-Manager wollen Millionen Euro aus der Insolvenzmasse.

Schamlos: Ehemalige Topmanager von Wirecard fordern beim Insolvenzverwalter Millionen Euro ein, obwohl die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs und anderer Delikte gegen sie ermittelt, berichtet der "Spiegel". Der frühere Chefbuchhalter Stephan von Erffa etwa, der in Untersuchungshaft sitzt, verlange 2,1 Mio Euro an Rechts- und Versicherungskosten und ausstehenden Gehältern.
spiegel.de (Paid)

Dagmar Rosenfeld und Markus Feldenkirchen starten Polit-Talk bei Phoenix.

Phoenix findet eine Nachfolge für Augstein und Blome: Im wöchentlichen Talk #rosenfeld/feldenkirchen treffen "Welt"-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld und "Spiegel"-Autor Markus Feldenkirchen zum verbalen Schlagabtausch aufeinander. Die 15-minütige Sendung läuft seit dieser Woche jeweils am Donnerstag um 21.30 Uhr.
dwdl.de, phoenix.de (erste Ausgabe, 15-Min-Video)