Meedia: Abbuchungen bei “Spiegel”-Abonnentinnen unter falschem Namen.


Abo-Aufregung: Beim "Spiegel" hat es technische Probleme beim Einzug der Abo-Gebühren gegeben, schreibt Gregory Lipinski bei Meedia. Demnach sei bei einigen Abonnentinnen nicht wie üblich eine Abbuchung vom "Spiegel-Verlag", sondern von der Berliner Lernplattform "Sofatutor GmbH" vorgenommen worden.

Der "Spiegel" begründet den Fehler mit technischen Problemen seines Dienstleisters Stripe. Die Abbuchungen selbst seien korrekt gewesen. Der "Spiegel" habe seine Abonnentinnen sofort über den Vorfall informiert.
meedia.de (Paid)

“Spiegel”: Junge Union bemühte sich um illegale Spende von TikTok.


Schlechter Einfluss: Der "Spiegel" wirft der Jungen Union um Philipp Amthor fragwürdige Verbindungen zu TikTok vor. Demnach wollte der chinesische Konzern gezielt Einfluss auf Amthor nehmen, um sein schlechtes Image in Deutschland aufzupolieren. Amthor räumt ein, TikTok vorgeschlagen zu haben, 2.500 Euro an ein Usedomer Musikfestival in seinem Wahlkreis zu spenden, schreibt der "Spiegel". Außerdem habe sich die Junge Union Übertragungstechnik eines Livestreams mit den Kandidaten des CDU-Parteivorsitzes von dem chinesischen Anbieter bezahlen lassen und ihn als Geldgeber verschleiern wollen.

Die Junge Union weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer "Sponsoringvereinbarung" mit TikTok. So ein Deal verlangt aber eine Gegenleistung wie etwa Werbebanner, die es nicht gab, schreibt der "Spiegel", der in der Aktion eine illegale Parteispende sieht. TikTok "sieht kein unrechtmäßiges Verhalten" seinerseits, spricht aber selbst von einer "Spende" - anders als die Junge Union und Amthor. Die Partei erklärt, besagte Rechnung inzwischen selbst beglichen zu haben.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Trigema-Chef Wolfgang Grupp hält nicht viel vom Homeoffice.

"Wenn es einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice geben würde, dann bräuchte ich garantiert 50 Prozent mehr Leute, weil die Effizienz leiden würde – bis man all diese Videokonferenzen abgestimmt hat, geht viel Zeit ins Land."

Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat seine Mitarbeiterinnen lieber im Großraumbüro, sagt er im "Spiegel"-Interview. Im Homeoffice ließen sich keine schnellen Entscheidungen treffen.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Ricarda Lang äußert sich zu Baerbocks N-Wort-Interview.

"Dieses Wort sollte niemand von uns aussprechen, weil es Rassismus reproduziert und weil es Menschen verletzt."

Ricarda Lang, Vize-Chefin der Grünen, äußert sich im "Spiegel"-Talk mit Markus Feldenkirchen kritisch zum N-Wort-Interview von Annalena Baerbock – findet aber, die Kanzlerkandidatin sei gut mit ihrem Fauxpas umgegangen.
spiegel.de (32-Min-Video), turi2.de (Background Baerbock)

IVW: “Spiegel” gewinnt dank Digital-Abos, “Welt” und “Wams” verlieren deutlich.


Digital gewinnt: Im 2. Quartal fällt die Bilanz der IVW durchwachsen aus: Bei 60 der 100 reichweitenstärksten Titel steht ein Minus in der Statistik, mehr als ein Dutzend wächst prozentual zweistellig. In den Top 20 legen immerhin vier Magazine zu: Der "Spiegel", "TV pur", "TV für mich" und Funkes "Land Idee". Dem "Spiegel" retten die Digital-Abos inklusive E-Paper die Auflage, die mehr als ein Viertel der knapp 408.000 Abos ausmachen. Prozentual größter Gewinner bei den Zeitschriften ist die "Vogue", die es mit knapp 33 % Plus auf über 91.000 Verkäufe schafft.

Bei den Zeitungen gewinnen insbesondere "Zeit" (13 %), "FAZ" (7,2 %) und "FAS" (4,6 %). Springers "BamS" legt mit 1,3 % Plus leicht zu und verdankt ihr Wachstum ebenfalls den Digitalabos, die um 81 % gestiegen sind. "Welt" und "WamS" verlieren deutlich, "Bild" und "Süddeutsche" leicht.
dwdl.de, meedia.de (Zeitschriften), meedia.de (Zeitungen), dwdl.de (Harte Auflage)

Hör-Tipp: Ann-Katrin Müller erzählt von ihrer Vergangenheit als Arbeiterkind.

Hör-Tipp: Ann-Katrin Müller berichtet im Podcast Hinter den Zeilen wie sie es als Arbeiterkind zur "Spiegel"-Politikredakteurin gebracht hat und welche Hürden sie überwinden musste. In ihrem Elternhaus habe es keine Tageszeitungen gegeben, die Lust an Nachrichten und Allgemeinbildung sei durch ihren Opa geweckt worden. Als Arbeiterkind braucht man "diese eine Person", die einen pusht, um es in den Journalismus zu schaffen, sagt Müller. Es müsse institutionalisiert werden, dass es so eine Person für jeden gibt.
hinterdenzeilen.de (62-Min-Audio)

Christoph Seeger verlässt “Spiegel”-Vermarkter.

Kurzes Vergnügen: Christoph Seeger räumt seinen Posten als Head of Content beim Vermarkter Spiegel Media, "um sich neuen Herausforderungen zu stellen". Dort arbeitet er seit 2020, zuvor hat er fast zwei Jahrzehnte den "Harvard Business Manager" geleitet, bevor ihn Antonia Götsch ersetzt hat. Seegers Position wird nicht nachbesetzt.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

“Spiegel” fällt auf Aktivisten und erfundenen CDU-Zukunftsrat rein.

No future: Der "Spiegel" ist auf eine Falschmeldung von Aktivisten reingefallen und muss zurückrudern. Am Dienstag weist das Nachrichtenmagazin in seinem Newsletter "Lage am Morgen" auf eine angekündigte Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus hin, bei der ein neuer "CDU-Zukunftsrat" vorgestellt werden soll. Dieser will die Interessen der jungen Wählerinnen vertreten und teilt gegen die Union aus: Die Partei habe eine "ungesunde Wirtschaftsverstrickung" und wälze die Folgen des Klimawandels auf die kommenden Generationen ab.

"Unser Fazit ist, dass das Regierungsprogramm der CDU nicht zukunftsfähig ist", zitiert der "Spiegel" aus einem Tweet der Organisation. "Wie das Konrad-Adenauer-Haus mitteilt, handelt es sich offenbar um eine Fake-Gruppierung, kreiiert von Klimaschützern", schreibt Martin Knobbe, Leiter des "Spiegel"-Hauptstadtbüros und entschuldigt sich für die Falschmeldung. Stefan Hennewig, Bundesgeschäftsführer der CDU, hat den Fake bereits am Montagabend auf Twitter öffentlich gemacht. Darin beschuldigte er fünf Mitglieder von Extinction Rebellion für den "ersten deep fake" des Bundestagswahlkampfs 2021 verantwortlich zu sein.
faz.net, archive.newsletter2go.com (Original), archive.newsletter2go.com (Korrektur)

Sebastian Pufpaff macht kein neues “TV Total”.

Verpufft: Sebastian Pufpaff wird keine Neuauflage von TV Total moderieren. Einen entsprechenden "Spiegel"-Bericht weist der Kabarettist in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zurück. Es handle sich dabei um "ein Gerücht". Er selbst habe erst durch einen Freund per Whatsapp von den Plänen erfahren und wisse nicht, "woher der 'Spiegel' das hat". Pufpaff hat eine Vermutung: "Irgendwann stand ich mal neben Stefan Raab, und dann meinte wohl einer: ,Aha, jetzt gibt es TV Total mit Sebastian Pufpaff.'"
presseportal.de via dwdl.de, turi2.de (Background)

DFB-Affäre: Unterlagen über Kurt Diekmann stammen laut Polizei nicht von gehacktem Computer.


Kein Gehacktes: Die strittigen Unterlagen in der DFB-Affäre um den Kom­mu­ni­ka­tions­berater Kurt Diekmann sind laut Polizei NRW nicht illegal auf dessen Computer ausgespäht worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Sowohl der DFB als auch Diekmann selbst hatten die u.a. von "Bild" veröffentlichten Dokumente darauf zurückgeführt. Die Ermittlerinnen und eine extern beauftragte Firma hätten hingegen laut "aktuellstem Stand der Technik keine Spuren für ein Hacking festgestellt".

Insbesondere DFB-Interimspräsident Rainer Koch hatte der "Süddeutschen Zeitung" und weiteren Medien vorgeworfen, im Besitz von "unrechtmäßig erlangtem Datenmaterial" zu sein. Auch der "Spiegel", der mit Diekmann selbst mehrere Jahre zusammenarbeitete, flankierte die Vorwürfe u.a. mit der Formulierung, "ein Hauch von Watergate" liege über dem DFB. Auslöser der Affäre um Diekmann war vor allem ein Machtkampf zwischen Ex-DFB-Präsident Fritz Keller und Ex-Generalsekretär Friedrich Curtius.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Das Innenministerium entscheidet über ein “Schwachstellenmanagement” bei Software.

Lücken schließen? Das Innenministerium will ein "Schwachstellenmanagement" nach dem Vorbild der USA einrichten, schreibt der "Spiegel". Im dort angesiedelten Prozess könnte ein neu geschaffenes Geheimgremium über die notwendige Schließung in Lücken von Software-Produkten entscheiden – bleibt die Schwachstelle heimlich geöffnet, können Polizei und Geheimdienste sie für ihre Zwecke nutzen. Zeitgleich fordert das Innenministerium von den ­Sicherheitsbehörden, diese Lücken "nur unter bestimmten Umständen verantwortungsvoll" auszunutzen, berichtet "Spiegel".
"Spiegel" 27/2021, S. 43 (Paid)

“Spiegel” berichtet über massive Probleme des Wettanbieters Tipico.

Unsauberes Geschäft: Der Sportwettenanbieter Tipico nimmt es mit Geldwäsche-Kontrollen nicht sehr genau, berichtet der "Spiegel". Demnach würden zahlreiche Wetten mit hohen Summen von anonymen Kunden getätigt. Filialen sind verpflichtet, auffällige Wetten zu melden, doch das geschehe kaum. Auch bei Franchisepartnern wird offenbar nicht genau hingeschaut, wo das Geld für den Betrieb herkommt, liest der "Spiegel" aus internen Tipico-Dokumenten.

Das Unternehmen prangere intern selbst grobe Verstöße gegen Geldwäscheregeln in den eigenen Reihen an. Verdeckte Testbesuche, bei denen 20 % der Wettbüros beanstandet wurden, hätten "den katastrophalen Zustand in den Filialen" deutlich gemacht, schreibt der "Spiegel". Tipico-Gründer Dieter Pawlik verdiene an der Sache sogar noch: Er betreibe eine Firma, welche die Filialen zur Einhaltung von Geldwäschevorgaben berät.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Franziska Giffey weiß jetzt, dass Können nicht mit einem Titel zusammenhängt.

"Okay, ich habe Fehler dabei gemacht, für die muss ich geradestehen. Aber es ist trotzdem meine Arbeit und das, was ich dabei gelernt habe, kann mir keiner nehmen."

Franziska Giffey, SPD-Politikerin, sagt im "Spiegel"-Doppelinterview mit FDP-Mann Marco Buschmann, dass sie im Hinblick auf ihren aberkannten Doktortitel trotz der Entscheidung des Prüfgremiums kein anderer Mensch sei.
spiegel.de (Paid), welt.de, turi2.de (Background)

Reuters: Uefa droht, das EM-Finale von London nach Budapest zu verlegen.

Uefa droht damit, das EM-Finale von London nach Ungarn zu verlegen, schreibt Reuters. Die britische Regierung soll die zehntägige Quarantänepflicht für gut 2.500 Personen, darunter u.a. Politikerinnen und Sponsoren kippen, um London als Austragungsort zu wahren. Zuerst hatte die "Times" von der möglichen Verlegung des Finales nach Ungarn berichtet. Budapest ist die einzige Arena mit voller Auslastung.
reuters.com, spiegel.de, thetimes.co.uk

Tobias Rapp fragt, ob “Tagesschau”-Sprecherinnen Romane schreiben sollten.

Tages-Thema: Das Problem am Islam-Roman "Die Kandidatin" von "Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber ist, dass er als "Meinungsstück" und "islamfeindlicher Kommentar seines Autors" gelesen werde, schreibt Tobias Rapp im "Spiegel". Das Buch werde auch in der Redaktion von ARD aktuell stark besprochen: Einige Kolleginnen würden fordern, "Tagesschau"-Sprecherinnen keine Genehmigung für Romane zu erteilen, andere, dass es sich dabei um Privatsache handelt. Marcus Bornheim, Chefredakteur der "Tagesschau", gibt an, dass Schreibers Roman nichts mit der Arbeit bei der "Tagesschau" zu tun habe und "unter die Freiheit der Kunst falle". Die eigentliche Frage sei, wie Medienhäuser mit einer solchen Lage umgehen, die ihr altes Modell "gleichzeitig untergräbt und bestätigt", schreibt Rapp.
"Spiegel" 25/2021, S. 110 (Paid), turi2.de (Background)

Ex-Wirecard-Manager wollen Millionen Euro aus der Insolvenzmasse.

Schamlos: Ehemalige Topmanager von Wirecard fordern beim Insolvenzverwalter Millionen Euro ein, obwohl die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs und anderer Delikte gegen sie ermittelt, berichtet der "Spiegel". Der frühere Chefbuchhalter Stephan von Erffa etwa, der in Untersuchungshaft sitzt, verlange 2,1 Mio Euro an Rechts- und Versicherungskosten und ausstehenden Gehältern.
spiegel.de (Paid)

Dagmar Rosenfeld und Markus Feldenkirchen starten Polit-Talk bei Phoenix.

Phoenix findet eine Nachfolge für Augstein und Blome: Im wöchentlichen Talk #rosenfeld/feldenkirchen treffen "Welt"-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld und "Spiegel"-Autor Markus Feldenkirchen zum verbalen Schlagabtausch aufeinander. Die 15-minütige Sendung läuft seit dieser Woche jeweils am Donnerstag um 21.30 Uhr.
dwdl.de, phoenix.de (erste Ausgabe, 15-Min-Video)

“Spiegel” startet sein Podcast- und Hör-Abo Audio+.

Hören, was ist: Der "Spiegel" startet ein Bezahl-Abo für Hör-Inhalte namens Audio+. Darin enthalten sind der schon etablierte Podcast Spiegel Daily sowie drei neue Podcasts namens "Geschichte", "Coaching" und "Dein Spiegel". Außerdem bietet Audio+ die vertonte Version des Magazins. Die "Spiegel"-App wird für das neue Angebot um eine Audiothek mit Playlist- und Offline-Funktion erweitert. Das Angebot soll künftig ausgebaut werden, u.a. um eine Vorlesefunktion für sämtliche Artikel durch eine KI-Stimme. Es ist im ersten Jahr für Bestandskundinnen von Spiegel+ kostenlos.
spiegelgruppe.de, meedia.de (Paid)

Lieferkettengesetz hat weniger Wirkung als erhofft.

Gesetz mit Lücken: Der Bundestag verabschiedet das heiß diskutierte Lieferkettengesetz. Ab 2023 sind deutsche Unternehmen mit über 3.000 Beschäftigten dazu verpflichtet, bei Menschenrechtsverstößen und Umweltverschmutzung ihrer Zulieferer einzugreifen. SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil kündigt bei Verstößen eine "robuste behördliche Durchsetzung" an. Kritikerinnen geht das Gesetz nicht weit genug, da Unternehmen nur die unmittelbaren Partnerinnen prüfen müssen, die ihren Sitz meist in Deutschland haben - nicht in Bangladesch. Eine zivilrechtliche Haftung der Unternehmen ist ebenfalls nicht mehr vorgesehen.
spiegel.de, zeit.de, tagesschau.de

“Spiegel” ersetzt in Google-Text “Schrottmasken” durch “unbrauchbare Masken”.

Spiegel streicht den Begriff "Schrottmasken, der in einem Hinweistext bei Google zu lesen war. Damit wurde der Beitrag über Schutzmasken beworben, die Jens Spahn dem Bericht zufolge an Arme und Behinderte ausliefern wollte. Nun ist im Google-Text von "unbrauch­baren Masken" die Rede, wie zuvor bereits im Beitrag selbst. Ein "Spiegel"-Sprecher nennt die Verwendung des Begriffs gegenüber "Bild" ein "Versehen".
bild.de, spiegel.de (Korrektur am Ende), turi2.de (Background)

Özlem Topçu verlässt “Zeit”, wechselt als Vize-Ressortleiterin zum “Spiegel”.

Ihre Zeit ist rum: Journalistin Özlem Topçu (Foto), 44, geht von der "Zeit" zum "Spiegel". Sie und Katrin Kuntz, 38, werden neue Vize-Chefinnen des Auslandsressorts. Bei der "Zeit" war Topçu seit 2009 im Politik-Ressort. "Spiegel"-Reporterin Kuntz vertritt Britta Kollenbroich, die bis Herbst 2022 in Elternzeit ist. Topçu und Kuntz gesellen sich zu Maximilian Popp und Christoph Scheuermann, ebenfalls Vize-Ressortchefs.
kress.de

Hör-Tipp: KI kann helfen, Archive zu verbessern.

Hör-Tipp: Christina Elmer vom "Spiegel" und Ulrike Köppen vom BR sprechen bei OMR Media mit Pia Frey über Nutzen und Grenzen für den Einsatz von KI im Journalismus. KI könne mit Zusammenfassungen etwa helfen, audio-visuelle Archive besser zu verschlagworten und daraus neue Produkte zu erstellen. Dagegen sollte eine KI nie selbstständig und unredigiert Texte veröffentlichen oder unterschiedliche Preise z.B. bei Paywalls veranschlagen.
omrmedia.podigee.io (54-Min-Audio)

“Horizont”: “Spiegel” schließt Corona-Jahr mit Umsatzminus und Gewinnplus ab.


Von Corona genesen: Der "Spiegel" bringt im Pandemie-Jahr 2020 das Kunststück fertig, bei sinkenden Umsätzen und einbrechenden Werbe­märkten unterm Strich den Gewinn des Verlags deutlich zu steigern. Grund dafür sind harte Einschnitte auf der Kosten­seite. Wie Roland Pimpl bei "Horizont" berichtet, ist der Umsatz der Spiegel-Gruppe um knapp 11 Mio Euro bzw. 4,1 % auf rund 256 Mio Euro gesunken. Das Vermarktungs­geschäft bricht gar um knapp ein Fünftel, rund 18 Mio Euro, auf nur noch 81 Mio Euro ein. Großer "Bilanzretter" sind die Vertriebs­erlöse, die um 10 Mio Euro auf 130 Mio Euro steigen und mit 51 % erstmals mehr als die Hälfte der Gesamterlöse ausmachen. Allein das Digital-Abo Spiegel+ erlöst 11 Mio Euro mehr als 2019, davon gehen 3,5 Mio Euro aufs Konto der Mehrwertsteuer­senkung für digitale Presse­produkte.

Auf der Kostenseite hat die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben mit einem Corona-Sparprogramm um mehr als 11 Mio Euro gesenkt, u.a. durch den Wegfall unrentabler Auflagen­bestandteile, Projektstopps, weniger Marketing und geringere Reisekosten. Harte Einschnitte gab es beim Personal, wo der Verlag freiwerdende Stellen nicht neubesetzt hat. In den kommenden Jahren will die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben dauerhaft um weitere 10 Mio senken, mittelfristig wohl auch durch Stellenstreichungen.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik

Claas Relotius spricht erstmals öffentlich über seinen Betrugsskandal.

Erstes Interview: "Wahrscheinlich die allerwenigsten" seiner 120 Texte seien korrekt gewesen, erzählt Claas Relotius dem Schweizer Magazin "Reportagen". Mit einem mehr als 90 Fragen umfassenden Interview bricht der Ex-"Spiegel"-Reporter sein Schweigen nach Bekanntwerden des Betrugsskandals vor etwa zweieinhalb Jahren. Er habe "beim Schreiben nie niederträchtige Absichten" gehabt und bereue es, Menschen verletzt zu haben. Relotius hatte seinerzeit auch für "Reportagen" fünf Texte verfasst. Das Magazin hat u.a. mit dem behandelnden Psychiater gesprochen und psychiatrische Berichte eingesehen.
reportagen.com (Paid), kress.de, faz.net, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Spiegel"-Chef Steffen Klusmann über die Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal (Archiv 05/2019).

Werbe-Deals mit Kahn, Zusammenarbeit mit Kriminellen – “Spiegel” untersucht Tipico-Geschäfte.


Aufs falsche Pferd gesetzt? Der "Spiegel" nimmt sich in seiner aktuellen Ausgabe das Geschäft von Tipico vor. Das Magazin enthüllt Details über Werbe-Deals, u.a. mit Oliver Kahn und dem FC Bayern. Außerdem berichtet das Blatt, dass Tipico für den Betrieb seiner Wett-Shops zum Teil mit Kriminellen kooperiert hat. Der "Spiegel" zitiert aus internen Firmenunterlagen, wonach der Wettanbieter u.a. mit einem Bremer Unternehmer mit Eintrag wegen Steuerhinterziehung im Gewerbezentralregister zusammengearbeitet hat. Andere Wettbüro-Betreiber seien wegen "Waffenbesitzes, Körperverletzung, Betrug, Beleidigung oder Steuervergehen" verurteilt worden, schreibt der "Spiegel". Auch mit dem verurteilten Wettbetrüger ­Marijo Cvrtak soll Tipico demnach gearbeitet haben.

Parallel veröffentlicht der "Spiegel" Details zu Werbedeals des Wettanbieters mit dem Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn und dem FC Bayern. Zwischen 2014 und 2020 habe Kahn 7,1 Mio Euro für Werbung erhalten. An den FC Bayern seien zwischen 2015 und 2019 mehr als 24 Mio Euro geflossen – 5,5 Mio Euro pro Jahr plus Zusatzkosten für Werbebanner oder Sponsoren-Wände. Mit dem Werbe-Engagement habe Tipico das Ziel verfolgt, "die Sportwette als populären wie auch rechtlich gesicherten Bestandteil in der Unterhaltungskultur zu verankern", zitiert das Magazin aus internen Unterlagen der Wett-Firma. (Foto: Christoph Hardt / Geisler-Fotopress / Picture Alliance)
"Spiegel", 22/2021, S. 58 (Paid)

Mitarbeit: Markus Trantow

“Spiegel”-Artikel über Julian Reichelt bleibt online – versehen mit einer Anmerkung.

Redaktionsschwanz: Der Artikel des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über die kolportierten innerbetrieblichen Verfehlungen von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt ("Vögeln, fördern, feuern") ist weiter online - jetzt ergänzt durch einen Redaktionsschwanz, wonach Reichelt "eidesstattlich versichert" hat, von der "Kommunikationsabteilung des Axel-Springer-Verlages nicht über unsere Fragen informiert worden" zu sein. Die Gelegenheit zur Stellungnahme hat demnach Reichelt ohne Schuld des "Spiegel" verpasst.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Julian Reichelt erwirkt einstweilige Verfügung gegen “Vögeln, fördern, feuern”-Artikel des “Spiegel”.

Vorerst ausgevögelt: Das Landgericht Hamburg untersagt dem "Spiegel" per einstweiliger Verfügung die Weiterverbreitung der Verdachtsberichterstattung gegen Julian Reichelt. Im Artikel "Vögeln, fördern, feuern" ging es um das Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt, der "Bild"-Chefredakteur ging rechtlich dagegen vor. In dem Artikel sind laut Gericht die Grundsätze der zulässigen Verdachtsberichterstattung nicht eingehalten worden. Es sei davon auszugehen, dass Reichelt keine ausreichende Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen habe. Genau das hatte Reichelt moniert. Der "Spiegel" kann Widerspruch gegen den Beschluss einlegen. Reichelt ist nach Ende des Compliance-Verfahrens, in dem es um Vorwürfe des Machtmissbrauchs ging, auf seinen Posten zurückgekehrt.
welt.de, mopo.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” kooperiert mit Ufa.

Film ab: Der Spiegel-Verlag und Spiegel TV arbeiten künftig mit der Ufa zusammen und wollen einzelne journalistische Geschichten der Spiegel-Gruppe verfilmen. Redakteurinnen vom "Spiegel" und "Manager Magazin" sollen mit Hintergrundinformationen an der "Entwicklung von fiktionalen und dokumentarischen Filmen und Serien mitwirken", teilt der Verlag mit. "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann spricht von "Spiegel-Stories fürs Fernsehen und zum Streamen." In der Themenentwicklung befindet sich u.a. der Mordversuch an Alexej Nawalny.
ufa.de, wuv.de

Literaturkritiker Volker Weidermann verlässt den “Spiegel”.

Spiegel verliert Autor Volker Weidermann, schreibt "Kress". Der Literaturkritiker verlässt das Haus nach sechs Jahren laut "Kress" enttäuscht und wechselt zur "Zeit", bei der er als Feuilleton-Chef tätig sein wird. In einer E-Mail an Kolleginnen schreibt Weidermann, dass ihm die Kündigung "leicht gefallen" sei und kritisiert darin das Kulturressort unter der aktuellen Leitung von Sebastian Hammelehle. Dort habe Weidermann "Beharrungswillen, Unmut und Kontrollwahn" kennengelernt.
kress.de, medieninsider.com (Paid)

“Bild” wirft dem “Spiegel” kalkulierte “Corona-Panikmache” vor.

Bild wirft dem "Spiegel" kalkulierte "Corona-Panikmache" vor. Der "Spiegel" hatte für den Monat Mai eine deutschlandweite Corona-Inzidenz von 1.200 sowie bis zu 50.000 Neuinfektionen täglich prophezeit, was nicht eingetreten ist. Die Redaktion des Nachrichtenmagazins räumt gegenüber der "Bild" ein, die herangezogenen Modelle seien "nicht perfekt".
bild.de

Hör-Tipp: “Spiegel” diskutiert im Live-Podcast “Sperrstunde” über die Nähe zwischen Politik und Medien.

Hör-Tipp: "Spiegel" will mit seinem Live-Podcast "Sperrstunde" einen Blick hinter die Nachrichten-Kulissen geben. Heute ab 21 Uhr sprechen die Journalistinnen Cornelia Schmergal, Jonas Leppin und Veit Medick u.a. über die Balance zwischen Distanz und Nähe zu Politikerinnen und den Zugang zu exklusiven Informationen.
per Mail, spiegel.de (Link zum Livestream ab 21 Uhr)

Zitat: Robert Habeck findet es erforderlich, den Streit mit Boris Palmer formal zu schlichten.

"Das Wochenende hätten wir uns alle anders vorgestellt. Wäre super gewesen, Boris hätte einfach geschwiegen."

Grünen-Chef Robert Habeck äußert sich auf einer Pressekonferenz deutlich zu dem Parteiausschlussverfahren seines Parteikollegen Boris Palmer. Man habe im Hintergrund "immer wieder" versucht, die Probleme zu klären, das gehe jetzt allerdings nicht mehr, so Habeck.
spiegel.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” wirft “SZ”, ZDF und “Bild” Parteilichkeit im DFB-Machtkampf vor.

DFB: Im Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller und seinem Generalsekretär Friedrich Curtius teilen "Süddeutsche Zeitung", ZDF und "Bild" "fulminant gegen die Keller-Gegner" aus, wirft der "Spiegel" den Medien vor. "SZ" und ZDF hätten "bis aufs Wort" identische Fragenkataloge an den früheren DFB-Berater Kurt Diekmann geschickt, die auf geleakten internen E-Mails fußten, aus denen zuerst die "Bild" zitiert hatte. Diekmann vermutet einen Hackerangriff und hat Strafanzeige gestellt.

In einem "Bild"-Bericht von Ende April wird Diekmann als dubioser Berater dargestellt – dabei soll das Springer-Blatt selbst mit ihm zusammengearbeitet und ihm "8000 Euro netto plus Spesen" für DFB-Interna bezahlt haben, schreibt der "Spiegel". Das Magazin resümiert: Hätte sich Keller nicht mit einem Nazi-Vergleich ins Abseits manövriert, "wäre der Kampf deshalb wohl für ihn entschieden gewesen".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Fast 300 Personen haben sich in Berlin wegen Behörden-Diskriminierung beschwert.

Diskriminierung: Knapp ein Jahr nach Einführung des neuen Antidiskriminierungsgesetzes in Berlin haben sich 287 Menschen wegen Behörden-Diskriminierung beschwert. Der "Spiegel" schreibt u.a. von 45 Beschwerden bei der Polizei. Die meisten Beschwerden habe es wegen "rassistischer Zuschreibungen" gegeben, sagt der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt im "Spiegel". An zweiter Stelle kämen Diskriminierungen wegen Behinderung oder Krankheit.
"Spiegel" 19/2021, S. 24 (Paid)

Der “Spiegel” erscheint mit neuer Optik.

Spiegel relauncht seine Heft-Gestaltung. Das neue Layout nimmt dem weißen Schriftzug auf dem Titel seinen schwarzen Schatten, der weiße Rahmen um das Titelbild ist leicht reduziert. Im Heftinneren gibt es weniger Platz für Weißraum und mehr für Fotos. Der Entwurf dafür stammt von Frances Uckermann, die bis 2019 Art Direktorin beim "stern" war. "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann sieht die Neuerungen "bildstärker, solange die Textlänge nicht darunter leidet".
spiegelgruppe.de, devspiegel.medium.com (Werkstattbericht)

Steffen Klusmann beruft Melanie Amann und Thorsten Dörting in die “Spiegel”-Chefredaktion.

Team komplett: Steffen Klusmann, Vorsitzender der "Spiegel"-Chefredaktion, beruft die Leiterin des Spiegel-Hauptstadtbüros Melanie Amann und Blattmacher Thorsten Dörting zu Mitgliedern der Chefredaktion. Beide führen die Funktion zusätzlich zu ihrer bisherigen Tätigkeit aus und ergänzen das Team um Klusmann und Clemens Höges, der seit 2019 Teil der Chefredaktion ist. Der "Spiegel" wolle sich, so Klusmann, zum Superwahljahr 2021 "publizistisch optimal" aufstellen. Amann soll dabei u.a. Einschätzungen zu politischen Streitfragen liefern. Mit Dörtings Expertise will der Verlag die Transformation vorantreiben.
spiegelgruppe.de

Was lassen Journalistinnen in den sozialen Medien lieber bleiben, Ayla Kiran?

Idiotentest: Ayla Kiran, Social-Media-Leiterin beim “Spiegel”, gibt Medienschaffenden eine kleine Anleitung zur Navigation durch die sozialen Netzwerke. Im Zweifel lieber einmal um den Block gehen, als wahllos Tweets rausfeuern, rät sie in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #14. Das Buch mit allen Beiträgen und Interviews erscheint am 6. Mai. Hier das kostenlose E-Paper vorbestellen. Weiterlesen …

Chefredakteurin Barbara Hans verlässt den “Spiegel”.


Hans nicht im Glück: Barbara Hans verlässt die Chefredaktion des "Spiegel", wie der Verlag an ihrem Geburtstag mitteilt. Laut Pressemeldung haben sie und der Vorsitzende der Chefredaktion, Steffen Klusmann, dies "gemeinsam und im besten gegenseitigen Einvernehmen entschieden". Hans selbst lässt sich mit den Worten zitieren: "Es war ein Privileg, mit so vielen klugen Menschen aus allen Teilen des Hauses daran zu arbeiten, den 'Spiegel' publizistisch weiterzuentwickeln und die Redaktionen zu fusionieren." Sie blicke mit "Freude und Stolz" auf die vergangenen 16 Jahre. Steffen Klusmann sagt, Hans habe "viele Kolleginnen und Kollegen inspiriert". Der "Spiegel" habe "ihr viel zu verdanken und wird sie vermissen".

Bereits im Januar hatte Roland Pimpl über Pläne des "Spiegel" berichtet, die Chefredaktion umzubauen und in diesem Zuge auf Hans zu verzichten. Als Gründe nannte Pimpl mangelnde Harmonie im Führungsteam. Außerdem habe Hans "ihre Rolle" in der fusionierten Redaktion nicht richtig gefunden, ihre Aufgaben seien unklar. Hans ist seit 2019 Teil der Chefredaktion des Magazins. Zuvor war sie seit 2016 bereits Chefredakteurin von Spiegel Online. Insgesamt hat sie 16 Jahre für den "Spiegel" gearbeitet. Der Chefredaktion gehören nach ihrem Abgang noch Steffen Klusmann als Vorsitzender und Clemens Höges an.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans – Spiegel Online setzt auf zwei neue Podcasts (07/2017)

“Bild” wirft dem “Spiegel” bei DFB-Enthüllungen ein “seltsames Doppelspiel” vor.


Gemeinsame Freunde: "Bild" nimmt die Recherchen des "Spiegel" "zum Themenkreis 'Sommermärchen'" ins Visier und berichtet über geschäftliche Verbindungen des Nachrichten-Magazins mit dem Medienberater Kurt Diekmann, der laut "Bild" zeitweise auch in Diensten des DFB gestanden haben soll. Das Springer-Blatt zitiert aus E-Mails zwischen "Spiegel"-Redakteuren und dem Berater sowie aus Rechnungen, die der "Spiegel" Diekmann bezahlt haben soll, und fragt: "Zahlte der 'Spiegel' Honorar an einen Medienberater, als dieser auch für den DFB tätig war?" Eine konkrete Antwort bleibt "Bild" schuldig, deutet aber an, dass in der Zeit als Diekmann für den DFB tätig war, "auch immer wieder DFB-freundliche Artikel" im "Spiegel" erschienen seien – "in der Folge des seltsamen Doppelspiels". "Bild" zitiert aus einem "Spiegel"-Statement in der Sache: "Der 'Spiegel' hat von 2016 bis Mai 2019 mit Herrn Diekmann zusammengearbeitet." Die Zusammenarbeit sei beendet, 2020 seien keine Rechnungen mehr beglichen worden.

Im April 2019 musste der damalige DFB-Chef Reinhard Grindel zurücktreten, weil er im Amt eine Luxus-Uhr geschenkt bekommen, den Wert aber nicht angegeben hatte. Zuvor hatte der “Spiegel” bereits verschwiegene Zusatzeinnahmen in Höhe von 78.000 Euro berichtet, die er ebenfalls nicht angegeben haben soll.
bild.de

Der “Spiegel” spendiert seinem U30-Angebot einen vierteljährlichen Print-Titel.


Druck für die Jugend: Der "Spiegel" veröffentlicht am 2. Oktober erstmals eine Print-Ausgabe zu seinem U30-Angebot Spiegel Start. Das Magazin kommt mit 160.000 Auflage und soll ab 2022 viermal im Jahr erscheinen, jeweils zum Semesterstart im April und Oktober und zusätzlich im Juni und Dezember. Die Hefte will der "Spiegel" an Hochschulen über die Studierendenwerke verteilen. Als Zielgruppe lobt der Verlag Leserinnen aus, "die sich am Ende ihres Studiums oder ihrer Berufsausbildung befinden, oder bereits ins Berufsleben gestartet sind".

Im Magazin will der "Spiegel" u.a. die Themen Ausbildung, Jobsuche, Bewerbung und Gehaltsverhandlung behandeln. Ferner sind Beiträge zu Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und politischer Teilhabe geplant. "Die Haltung der Redaktion ist in den Beiträgen konstruktiv und lösungsorientiert", kündigt der Verlag an. Optisch soll sich "Spiegel Start" am Muttertitel orientieren. Online hat der "Spiegel" das Jugendangebot Start im Herbst als Nachfolger seiner Marke Bento präsentiert.
per Mail, turi2.de (Background)

Zitate-Ranking: “Bild” springt im 1. Quartal wieder vor die “New York Times”.

Bild verdrängt die "New York Times": Im Zitate-Ranking von Media Tenor steht "Bild" im 1. Quartal 2021 mit 232 Zitaten auf Platz 2 hinter dem "Spiegel", der 328 Mal zitiert wurde. Die "NYT", im Gesamtjahr 2020 auf Platz 2 hinter dem "Spiegel", aber vor "Bild", fällt zwischen Januar und März mit 189 Zitaten auf Platz 3.
kress.de

Zitat: Klaus Brinkbäumer sagt, der “Spiegel” habe ihn gelehrt, Seilschaften nicht zu unterschätzen.

"Gemerkt habe ich mir, dass man hausinterne Kränkungen oder Seilschaften nicht unterschätzen sollte."

Klaus Brinkbäumer, seit Jahresbeginn MDR-Programmchef, sagt im "Journalist"-Interview rückblickend auf seine Zeit beim "Spiegel", dass es ein Fehler war, davon auszugehen, dass "Leistung Intrigen schlagen würde".
"Journalist" 04/2021, S. 54 (Paid)

“Spiegel” kritisiert Interview-Regelungen für Amanda Gorman, interviewt sie aber trotzdem.

"Interview": Der "Spiegel" kritisiert die Bedingungen, zu denen Dichterin Amanda Gorman Fragen beantwortet: Nur über drei Ecken erreichen sie Gorman "möglicherweise", Kürzungen sind weder bei Fragen noch Antworten erlaubt. Trotz Bedenken beugt sich der "Spiegel" den Spielregeln und erhält zum Dank Aussagen wie: "Ich darf selbstbewusst sein, nachdem Frauen jahrtausendelang Angst hatten."
"Spiegel" 13/2021, S. 102 (Paid), spiegel.de (Interview, Paid)

Meedia: “Spiegel” bedauert irreführende Spahn-Überschrift.

Spiegel bedauert die Überschrift "Firma von Spahns Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium" zum Artikel, der sich um den Masken-Deal der Regierung mit Burda dreht. Sie bringt Daniel Funke, Spahns Ehemann, damit in Verbindung, obwohl er mit dem Geschäft nichts zu tun hat und impliziert damit einen möglichen Interessenskonflikt. Der "Spiegel" schreibt Meedia: "Wir verstehen, dass die ursprüngliche Überschrift für sich genommen einen missverständlichen Eindruck erzeugen kann." Sie wurde geändert in: "Arbeitgeber von Spahns Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium".
meedia.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”, “Manager Magazin” und “Harvard Business Manager” bündeln ihre Apps.

App in one: "Spiegel", "Manager Magazin" und "Harvard Business Manager" fusionieren ihre bestehenden Apps. Die Digital-Ausgaben der Magazine, bisher über die Kiosk-App abrufbar, werden in die Nachrichten-Apps von "Spiegel" und "Manager Magazin" integriert. Die Kiosk-Apps werden "für eine Übergangszeit" noch unterstützt, anschließend aber stillgelegt.
spiegelgruppe.de