Meistgeklickter Kopf gestern war Saruul Krause-Jentsch.

Meistgeklickter Kopf gestern war Saruul Krause-Jentsch. Die Spotify-Managerin erzählt im turi2 Jobs-Podcast u.a., dass es ihr nie geschadet hat, "irgendwie aufzufallen oder anders zu sein". Hinter ihr stehen Andreas Fischer, COO bei RTL Deutschland und neu im turi2-Club, sowie Ex-"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 20.9.2022)

Spotify verkauft in den USA ab sofort Hörbücher.

Hört, hört: Der Audio-Dienst Spotify bietet nun Hörbücher zum Einzelverkauf an, vorerst nur in den USA. Ein neuer Player soll die Wiedergabe vereinfachen. Nutzer können gekaufte Audiobooks downloaden und offline hören, rund 300.000 Titel sind zum Start verfügbar. Die Amazon-Tochter Audible hat laut der "NYT" 760.000 Hörbücher im Portfolio.
heise.de, nytimes.com (€), newsroom.spotify.com

Zitat: Saruul Krause-Jentsch plädiert fürs Auffallen im Job.

"Wer nicht fragt, wird doch häufig übersehen."

Saruul Krause-Jentsch, Head of Studios DACH, UK und Irland bei Spotify, gibt im turi2 Jobs-Podcast Tipps für Nachwuchskräfte beim Audio-Streamer: Wer beruflich weiterkommen wolle, sollte vor allem Fragen stellen, um aufzufallen – und eine "gewisse Macher-Mentalität" mitbringen.
turi2.tv (45-Min-Podcast), turi2.de

“Möglichst diverse Leute” – Saruul Krause-Jentsch über Arbeiten und Anderssein bei Spotify.


Auffälliger Aufstieg: "Es hat mir nie geschadet, irgendwie aufzufallen oder anders zu sein", sagt Saruul Krause-Jentsch im Jobs-Podcast mit turi2-Verlegerin Heike Turi. Mit Blick auf die steile Karriere der gerade einmal 33-Jährigen trifft das augenscheinlich zu: Nach Stationen bei Condé Nast und Bertelsmann geht Krause-Jentsch zu Spotify und ist dort seit 2020 als Head of Studios DACH verantwortlich für alles, was mit Podcasts zusammenhängt – von der Entwicklung neuer Formate über die Betreuung der mittlerweile über 70.000 deutschsprachigen Podcasts bis hin zum Entdecken neuer Talente. Seit 2022 erfreut sich Krause-Jentsch zusätzlich an der Schlagfertigkeit und dem schwarzen Humor der Briten, da sich ihr Zuständigkeitsbereich um UK und Irland erweitert hat. Durch Remote-Arbeit lassen sich die unterschiedlichen Regionen gut nebeneinander managen, erzählt sie.

Generell schreibt Spotify das flexible Arbeiten groß. Zum Beispiel sind die Arbeitsplätze im Berliner Großraumbüro nicht fest zugeteilt. Persönliche Utensilien vermisst Krause-Jentsch an ihrem Schreibtisch nicht. Dass eines Tages mal ein Bild von ihrem Hund darauf steht, wäre ohnehin ihr größter Albtraum, lacht sie: "Diese Person bin ich nicht." Während der Corona-Zeit führt Spotify Work from Anywhere ein und bekommt dadurch Mitarbeitende, "die wir sonst nicht bekommen hätten". Das seien etwa Menschen, "die vielleicht eher von physischer Präsenz ausgeschlossen sind, weil sie Care-Arbeit zu Hause leisten". Mit regelmäßigen Get-togethers und Workshops vor Ort gibt es dennoch wichtige Anker: "Strategisch und kreativ arbeitet es sich in Person schon noch besser." Als Chefin legt Krause-Jentsch Wert darauf, einen klaren Fokus zu setzen – und dass jeder die langfristige Marschrichtung verinnerlicht. Dabei legt sie eine Geschwindigkeit an den Tag, die "teilweise ein bisschen überfordernd" sein kann, wie sie selbst zugibt. Dann müssen sie ihre Kolleginnen gelegentlich bremsen und sagen: "Das geht jetzt ein bisschen schnell, wir brauchen noch ein, zwei Überlegungen."

Wer bei Spotify anfangen will, sollte neben einer Leidenschaft für das Thema Podcast eine "gewisse Macher-Mentalität" mitbringen, also keine Angst vor dem Scheitern haben. "Lieber machen, als reden", rät Krause-Jentsch allen Bewerbenden. Auch die Bereitschaft, "gerne etwas mehr geben" zu wollen, sei wichtig. Internationales Know-How kommt ebenso gut an, ist aber kein Muss. Denn gerade unterrepräsentierte, marginalisierte Gruppen hätten gar nicht die Möglichkeit, so viele Praktika zu machen. Schließlich sei es das Ziel, "möglichst diverse Leute" zu Spotify zu bringen. Wer beruflich weiterkommen will, sollte vor allem Fragen stellen, um aufzufallen: "Wer nicht fragt, wird doch häufig übersehen."

Darüber hinaus erzählt Krause-Jentsch, was sie geworden wäre, hätte es nicht bei Spotify geklappt, ob sie sich selbst als Role Model sieht und warum ihr die Frage danach, ob es nicht schon genug Podcasts gibt, auf die Nerven geht. Das Gespräch erscheint im Rahmen der turi2 Podcast-Wochen. Weitere Interviews, Podcasts, Profi-Tipps und Hör-Empfehlungen gibt es täglich bis zum 9. Oktober. Am 12. Oktober erscheint außerdem die gedruckte turi2 edition #19 Audio – jetzt schon das kostenlose E-Paper vorbestellen. (Foto: Marlen Stahlhuth)
turi2.tv (45-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Zahl des Tages: YouTube schüttet 6 Mrd Dollar an die Musik-Branche aus.

Zahl des Tages: Insgesamt 6 Mrd Dollar schüttet YouTube von Juli 2021 bis Ende Juni 2022 an die Musikindustrie aus, 2 Mrd mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Spotify hat im vergangenen Jahr 7 Mrd Dollar an die verschiedenen Song-Rechteinhaber gezahlt, ebenfalls ein Plus von 2 Mrd im Vergleich zu 2020. Bis 2025 will YouTube Spotify als größte Einnahmequelle für Musiker übertrumpfen.
faz.net

“Spiegel” und Spotify starten gemeinsamen Podcast zur WM in Katar.

Audio-Anpfiff: Spotify und "Spiegel" starten den gemeinsamen Podcast "Ausverkauft – Katar, der Fußball und das große Geld" über die wirtschaftlichen Verflechtungen im Fußball. Hosts sind die ehemalige Profifußballerin Tugba Tekkal und "Spiegel"-Sportredakteur Danial Montazeri. Die acht Folgen erscheinen ab dem 13. Oktober wöchentlich immer donnerstags.
per Mail

Zahl des Tages: Spotify macht 125 Mio Euro Verlust, gewinnt aber Kunden dazu.

SpotifyZahl des Tages: Rund 125 Mio Euro Verlust macht Spotify im 2. Quartal – nach einem Gewinn von 131 Mio Euro im Vorjahr. Grund dafür sind vor allem um 40 % gestiegene Marketing-Kosten von 391 Mio Euro. Bei den Hörer-Zahlen legt der Audio-Dienst zu: Im Vergleich zum Vorquartal wächst die Zahl der monatlich aktiven Usern von 422 auf 433 Mio, um 6 Mio auf 188 Mio steigt die Anzahl der zahlenden Kundschaft.
meedia.de

Spotify kooperiert mit Omnicon Media Group für Podcast-Werbung.

SpotifyOmni-Präsent: Der Audio-Streamingdienst Spotify kooperiert für seine Podcast-Werbung mit der Omnicon Media Group. Die Agenturen der Gruppe erhalten damit Zugriff auf Werbeflächen in ausgewählten Spotify Originals und Exclusive Podcasts in Europa, zunächst mit Fokus auf Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Die Vereinbarung gilt bis Ende 2022 und ist mit einem Buchungsvolumen von 15 Mio Euro laut eigenen Angaben die bisher größte europäische Vermarktungs­kooperation von Spotify.
horizont.net (Paid)

Video-Tipp: Warum Musikerinnen von Spotify allein nicht leben können.

Video-Tipp: Die MDR-Webserie "Exactly" blickt auf das unfaire Musik-Streaming-Geschäft. Trotz teilweise millionenfach geklickter Songs muss sich der Leipziger Newcomer Shelter Boy mit einem Bar-Nebenjob über Wasser halten. Weil während der Corona-Pandemie auch keine Konzerte möglich waren, ist er finanziell ins Minus gerutscht: "Das war der Moment, wo ich nicht mehr wusste, ob ich noch mit Musik weitermachen möchte", erzählt er. Kritikerinnen an dem derzeitigen Abo-Modell von Spotify wünschen sich, dass Musikerinnen künftig genau den Anteil von der Abo-Gebühr bekommen, den die Userinnen tatsächlich hören. Derzeit erhalten Künstlerinnen nur einen geringen Centbetrag pro Stream, der Rest verteilt sich auf erfolgreichere Musikerinnen.
ardmediathek.de (24-Min-Video)

Zitat: Spotify hat Erfahrungen aus Deutschland für weltweites Geschäft übernommen, sagt Dawn Ostroff.

"Spotify in Deutschland war eine Art Experimentierfeld, in dem wir viel gelernt haben."

Dawn Ostroff, internationale Chef-Strategin für Content und Advertising bei Spotify, sagt der dpa, der Streaming-Dienst hat viele Podcast-Formate erstmals in Deutschland getestet und die Erfahrungen "in unsere globale Gesamtstrategie übernommen".
meedia.de

Michelle und Barack Obama brechen mit Spotify.

Ausgelauscht: Polit-Podcaster Michelle und Barack Obama verlängern ihren Exklusivertrag mit Spotify ab Oktober nicht, meldet Bloomberg. Die Produktionsfirma der Obamas, Higher Ground Productions, bestätigt das Aus. Grund sind Unstimmigkeiten über Vertragskonditionen. Der Ex-US-Präsident und seine Frau wollen künftig mit neuen Partnern zusammenarbeiten.
bloomberg.com via spiegel.de, turi2.de (Background)

Spotify zieht sich auch mit seiner Gratis-Version aus Russland zurück.

SpotifyVerstummt: Spotify stellt in Russland nun auch die Gratis-Variante seines Audio-Streamingdienstes ein. Grund sei das neue "Fake-News"-Gesetz, das hohe Strafen für die Verbreitung von angeblichen Falschnachrichten vorsieht und somit ein Risiko für Mitarbeitende und Hörerinnen darstelle. Bisher hatte Spotify nur Premium-Accounts dicht gemacht, mit der kostenlosen Version wollte man den Zugang zu unabhängigen Informationen durch Podcasts sicherstellen.
bloomberg.com via rnd.de

Zahl des Tages: Spotify zahlt 7 Mrd Dollar an Künstlerinnen aus.

SpotifyZahl des Tages: Über 7 Mrd Dollar hat Spotify im vergangenen Jahr an Künstlerinnen ausgezahlt - 2 Mrd Dollar mehr als im Vorjahr. Insgesamt gibt es laut aktualisierter Spotify-Website Loud&Clear 1.040 "Spotify-Millionäre", die mehr als 1 Mio Dollar Auszahlung erhalten haben. 130 Künstlerinnen bekommen über 5 Mio Dollar im Jahr von Spotify. Künstlerinnen kritisieren den Streamingdienst immer wieder wegen der aus ihrer Sicht ungerechten Verteilung der Einkünfte.
bbc.com

Hör-Tipp: Saruul Krause-Jentsch wünscht sich, dass Podcasts machen noch normaler wird.

Hör-Tipp: Spotifys DACH-Podcast-Chefin Saruul Krause-Jentsch wünscht sich, dass Podcasts machen noch normaler und für jeden zugänglich wird, sagt sie im OMR-Podcast. Die Causa Joe Rogan sei eine "krasse" Lernerfahrung gewesen. Sie habe seine Podcasts auch gehört, allerdings gebe es unter den 3,5 Mio Angeboten auf Spotify "sehr, sehr viele, die mich persönlich deutlich mehr interessieren".
omrmedia.podigee.io (24-Min-Audio)

Spotify schließt Büro in Moskau, Netflix stoppt russische Produktionen.

SpotifyRückzug aus Russland: Der Musik-Streamer Spotify schließt sein Büro in Moskau und entfernt die Inhalte russischer Staatsmedien von seiner Podcast-Plattform als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine. Der VoD-Dienst Netflix stoppt die Produktion zweier russischer Originals. Die Angebote beider Dienste bleiben in Russland verfügbar.
t-online.de (Spotify), tagesspiegel.de (Netflix)

Debatte: Ariana Baborie fordert mehr Verantwortung von Spotify und Joe Rogan.

Reichweite verpflichtet: Die Zeiten, als jeder seine Inhalte auf Streaming-Plattformen "wie im Darknet draufpacken" konnte, seien vorbei, sagt Podcasterin Ariana Baborie im Interview mit DWDL. Mit ihrer Reichweite und Macht hätten Spotify und Co. eher die Stellung eines Verlagshauses oder Senders und müssten ihre Inhalte entsprechend kuratieren. Aber auch die Künstlerinnen sieht sie in der Pflicht: "Es gibt diesen einen Satz, den ich Joe Rogan auf einem Zettel gerne zuschieben möchte, auch wenn er ihn natürlich nie lesen wird: Mit großer Reichweite kommt große Verantwortung."
dwdl.de

Debatte: Spotify sollte sich als Inhalteanbieter begreifen, meint Sandro Schroeder.

Schluss mit dem Versteckspiel: Spotify sollte sich als Inhalteanbieter begreifen und sich nicht hinter Joe Rogan verstecken, meint Übermedien-Autor Sandro Schroeder (Foto). Spotify sei "längst nicht nur für Joe Rogan ein Medienhaus, ein Publisher geworden", wolle das aber nicht zugeben. Spotify sollte sich daher an "klassischen, althergebrachten Werten, Regeln und Erwartungen" von Medienhäusern orientieren. Nach Kritik an rassistischen und schwurbeligen Äußerungen von Rogan hatte der Streaming-Dienst argumentiert, lediglich die Lizenz-Rechte an dessen Podcast erworben zu haben.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Spotify: 70 Episoden des Podcasts von Joe Rogan sind nicht mehr auffindbar.

Lösch-Einsatz? Rund 70 Ausgaben des umstrittenen Spotify-Podcasts von US-Talker Joe Rogan sind derzeit nicht mehr abrufbar, melden US-Medien. Die Sendungen wurden zum Teil Jahre vor der Pandemie aufgezeichnet. Eine Erklärung von Rogan oder dem Streaming-Dienst gibt es nicht. Der Podcaster ist umstritten, weil er u.a. Corona-Leugnern eine Bühne gibt.
cnet.com, theverge.com

Lese-Tipp: Das Duell Neil Young vs. Joe Rogan ist ein “Kampfsport-Zirkus”.

Lese-Tipp: Das Spotify-Gefecht zwischen Altrocker Neil Young (Foto) und Podcaster Joe Rogan erinnert an einen "Kampfsport-Zirkus", schreibt David Pfeifer in der "Süddeutschen". Rogan habe bei Käfigkämpfen gelernt, provokant auf sich aufmerksam zu machen. Er folgt damit den gleichen "Erregungsmustern" wie Facebook, Twitter und Co. Young könne "kurzfristig nur verlieren", egal, wie aggressiv er gegen den Streamer vorgeht.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Debatte: Spotify kommt nicht hinterher, bedenkliche Inhalte prüfen zu lassen.

SpotifySpät dran: Die Streaming-Plattform Spotify hätte, wie andere Tech-Unternehmen, schon früher auf Falsch­informationen reagieren müssen, schreiben Inga Barthels und Hannes Soltau im "Handelsblatt". Akteure der Neuen Rechten, Querdenker und Verschwörungs-Gläubige nutzen mittlerweile nicht nur Telegram, sondern für ihre Podcast-Formate auch Spotify. Die Plattform komme "offensichtlich nicht hinterher, seine Inhalte prüfen zu lassen".
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Unternehmen, bei denen Provokation als Geschäftsmodell funktioniert hat.

Lese-Tipp: Sexismus bei True Fruits, Antisemitismus-Vorwürfe gegen die Rapper Farid Bang und Kollegah, Tabubrüche bei The Female Company – Provokation sorgt nicht nur im Falle von Spotify und Joe Rogan für Aufmerksamkeit. Theresa Rauffmann listet in der "Wirtschaftswoche" Unternehmen auf, bei denen grenzwertige Werbeaktionen als Geschäftsmodell funktioniert haben.
wiwo.de, turi2.de (Background)

Debatte: Joe Rogan vertritt Form der Männlichkeit, die “gleichzeitig traditionell und modern” ist.

Der Bro: Der Podcaster Joe Rogan vertritt eine Form der Männlichkeit, die "gleichzeitig traditionell und modern" ist, schreiben Jakob Biazza und Aurelie von Blazekovic in der "Süddeutschen Zeitung". Er sei ein "Bro", ein "Typus juveniler, bekiffter Macho-Männlichkeit". Wo der umstrittene US-Amerikaner politisch stehe, sei schwer zu sagen. Mit "ambivalenten" Aussagen teile er Ansichten aus allen Richtungen. Rogan war in die Kritik geraten, weil er in seinem Podcast auf Spotify Fehlinformationen über das Coronavirus verbreitet hatte.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Spotify will Corona-Podcasts mit Hinweisen versehen.

SpotifySpotify will Podcast-Folgen, die eine Diskussion über Corona enthalten, künftig mit Hinweisen zu Informationswebseiten versehen. Hörerinnen sollen dadurch Zugang zu "datengestützten Fakten" und vertrauenswürdigen Quellen" bekommen. Die Streaming-Plattform reagiert damit auf Kritik, Podcasts wie der von US-Comedian Joe Rogan würden Fehlinformationen über das Coronavirus verbreiten.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Debatte: Spotify steht mit Joe Rogan auf der falschen Seite.

Zwischen den Fronten: Der Streamingdienst Spotify ist im Streit über Impf-Falschaussagen im Podcast des US-Comedians Joe Rogan (Foto) "zu leise und zu feige", findet Lena Hermann. Das könne der Marke langfristig schaden. Die Forderung des Musikers Neil Young, Rogan ganz von der Plattform zu nehmen, sei überzogen. "Aber es hätte Spotify gut zu Gesicht gestanden, sich öffentlich zu äußern und Joe Rogan auch zu kritisieren." Young hat aus Protest entschieden, seine Musik von der Plattform zu nehmen, nachdem Rogan in einem Interview Falschaussagen des Impfgegners Robert Malone unwidersprochen stehen gelassen hatte.
wuv.de (Paid), turi2.de (Background)

Heute im turi2 Clubraum: Yasmin Polat diskutiert mit turi2 die Themen der Woche.


Nichts verpassen: Yasmin Polat hostet den erfolgreichen Spotify-Podcast "Fomo" – fear of missing out, sie schreibt als Autorin für Edition F und die "taz" und gehörte für das "Medium Magazin" 2017 zu den "Top 30 unter 30". Am Freitagmittag ist sie zu Gast im turi2 Clubraum und diskutiert mit Gastgeberin Tess Kadiri und turi2-Chefredakteur Markus Trantow die Themen der Woche. Es geht u.a. um die Anfeindungen gegen Medienschaffende und wie Medienhäuser darauf reagieren, sowie um die Diskussion über die Mediatheken und warum ARD und ZDF Inhalte depublizieren. Die Sendung läuft live bei Clubhouse und am Abend auch als Podcast.

Im turi2 Clubraum spricht Moderatorin Tess Kadiri jeden Freitagmittag mit einem prominenten Gast und einem Kopf aus der turi2-Redaktion. In der vergangenen Woche war Julia Rotherbl, Chefredakteurin der "Apotheken Umschau" zu Gast. Sie hat erklärt, warum die Zeitschrift die Zuschreibung "Rentner-Bravo" inzwischen mit Humor nimmt. Weitere Gäste waren "Abendblatt"-Chefredakteur Lars Haider, Politik-Werber Raphael Brinkert, der Journalist und Gründer Gabor Steingart sowie die Medien-Kritikerin Samira El Ouassil. Alle Termine und Links zu Live-Events und Podcasts gibt's auf turi2.de/clubraum.
clubhouse.com (Kalender-Link)

Debatte: Spotify verkauft “Lügen für Geld”, sagt Neil Young.

Legt nach: Der Streamingdienst Spotify ist zu einem "Ort der lebensbedrohlichen Corona-Desinformationen" geworden, schreibt Neil Young in einem neuen Statement auf seiner Website. Dort würden "Lügen für Geld" verkauft, was vor allem "junge Hörer" gefährde. Spotify entfernt Youngs Musik, nachdem der Musiker den Dienst vor ein Ultimatum gestellt hatte.
faz.net, turi2.de (Background)

Spotify entfernt nach Ultimatum Musik von Neil Young.

Entweder oder: Spotify entfernt die Musik von Neil Young und bietet den Podcast des US-Comedians Joe Rogan weiterhin zum Streaming an. Der Dienst reagiert damit auf ein Ultimatum des Altrockers, der gefordert hatte: "Sie können Rogan oder Young haben. Nicht beide". Young kritisiert die Verbreitung von Corona-Fake-News in dem Podcast. Spotify bedauere die Entscheidung, sagt ein Sprecher.
wsj.com, turi2.de (Background)

Neil Young droht Spotify wegen Joe Rogan mit Rückzug.

Spoti-Bye: Rockstar Neil Young droht Spotify mit einem Boykott, weil der Streaming-Dienst "falsche Informationen über Impfstoffe verbreitet", schreibt er in einem mittlerweile gelöschten Post auf seiner Webseite. Er bezieht sich damit auf den Podcast des US-Comedians Joe Rogan, der Corona verharmlost und Verschwörungs­theorien verbreitet. "Sie können Rogan oder Young haben. Nicht beide", so der Musiker.
t-online.de

Basta: Spotify sucht Podcast-Betreuung für Harry und Meghan.

Betreutes Podcasten: Spotify will sich offenbar nicht darauf verlassen, dass Prinz Harry und Ehefrau Meghan von alleine Podcasts abliefern, für die der Streaming­dienst 20 Mio Euro hinblättert. Nach einem prominent besetzten Auftakt Ende 2020 kam 2021 keine einzige neue Episode. Nun sucht Spotify in L.A. ein Produktions­team, das künftig den Ton angibt. Zumindest Harry dürfte das Prinzip "Nanny" noch aus Palast-Zeiten kennen.
bild.de, dailymail.co.uk

Spotify startet erste Podcast-Gameshow mit Jeannine Michaelsen.

The show must go on: Spotify überträgt das Gameshow-Format in die Podcast-Welt. In den Podcast Games stellt Moderatorin Jeannine Michaelsen Promis aus Comedy, Musik und Social Media vor knifflige Aufgaben. Immer zwei Kandidatinnen treten in den Vorrunden gegeneinander an, um es ins Halbfinale zu schaffen. Als Preis winken 20.000 Euro für einen guten Zweck.
spotify_presse.prowly.com

Zahl des Tages: Werbe-Erlöse von Spotify knacken 2021 erstmals die Mrd-Marke.

Zahl des Tages: Erstmals mehr als 1 Mrd Euro setzt Spotify 2021 mit Werbung um, erzählt Europachef Michael Krause in der "FAZ". Vor allem die teuren Investitionen in Podcasts hätten dazu beigetragen. Podcast-Werbung solle in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen, schließlich sei der globale Markt für Radiowerbung "ein Milliardenmarkt". Derzeit stammen 88 % der Einnahmen aus den Abo-Gebühren.
faz.net

Spotify führt Podcast-Bewertungen ein.

Spotify5 von 5 Sternen: Spotify ermöglicht ab sofort eine Bewertung seiner Podcasts – von 1 bis 5 Sternen. Hörerinnen müssen dafür mindestens 30 Sekunden des Formats gehört haben. Spotify zeigt dann die Durchschnitts-Bewertung sowie die Hörer-Zahl an, die die jeweilige Sendung bewertet haben. Das neue Feature ist in der mobilen Version für Android und iOS verfügbar.
spotify_presse.prowly.com via radiowoche.de

Debatte: Maximilian Mundt kritisiert Spotify für frauenfeindliche Musik.

How to sell music: Der Haupt­darsteller der Netflix-Serie "How to sell drugs online fast“, Maximilian Mundt, kritisiert Spotify für die Verbreitung frauen­feindlicher Musik. Unter den männlichen Top Artists 2021 seien viele Rapper, die Frauen mit ihren Texten "gefährden", schreibt er in einer Instagram-Story. "Warum können solche Texte immer noch produziert und veröffentlicht werden?", fragt er in Richtung des Streaming-Dienstes.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Ein Blick hinter den Spotify-Algorithmus.

SpotifyLese-Tipp: "Süddeutsche"-Redakteur Andrian Kreye blickt hinter den Spotify-Algorithmus – und erklärt u.a., warum der Musik-Streamingdienst das eigentlich traurige Prince-Lied When Doves Cry als fröhlich verkauft. Kreye geht auch auf das sogenannte Real-time-context-targeting ein, mit dem Spotify anhand von Playlisten u.a. die Laune der Userinnen herausfinden kann und somit besonders attraktiv für Werbekundinnen wird.
sueddeutsche.de (Paid)

Spotify startet Kooperation mit Netflix.

Spotify Crossover: Der Musik-Dienst Spotify startet einen Netflix Hub mit offiziellen Soundtracks, Playlists, Podcasts und Quizzen rund um aktuelle Serien und Filme auf Netflix. Die Inhalte stehen in Nordamerika, Australien, Großbritannien und Irland sowie Indien zur Verfügung. Nutzerinnen aus anderen Märkten können auf die englische Version zugreifen.
onlinemarketing.de, spotify.com (Netflix-Hub)

Spotify startet kostenpflichtige Podcasts in Deutschland.

SpotifySpotify rollt seine Bezahl-Funktion für einzelne Podcast-Episoden in der DACH-Region aus. In den kommenden Wochen bietet u.a. Matze Hielscher kostenpflichtige Folgen von "Hotel Matze Suite" an, auch Business Insider verlangt Geld für Episoden von "Macht und Millionen – Der Podcast über echte Wirtschaftskrimis". Die Macherinnen erhalten 100 Prozent der Abo-Einnahmen bis 2023, danach plant Spotify eine Gebühr in Höhe von 5 %.
spotify_presse.prowly.com