Spotify startet seinen ersten deutschen, fiktionalen Podcast “Susi”.

Spotify bringt mit dem fiktionalen Podcast "Susi" ab dem 7. Juli eine Eigenproduktion mit prominenten Stimmen an den Start. Die Hauptrolle spricht Komikerin Martina Hill. Auch Bastian Pastewka wirkt mit. Bei "Susi" handelt es sich um eine deutsche Adaption des US-Podcasts "Sandra", einer Produktion des Labels Gimlet, das Spotify 2019 übernommen hat.
meedia.de, spotify.com

Spotify und Warner Bros./DC machen Superhelden zu Podcastern.

Superman-Sound: Spotify und Warner Bros./DC verbünden sich und statten Superhelden und Superschurken gemeinsam mit Podcasts aus. Der Deal umfasst Figuren wie Batman, Joker, Superman und Wonder Woman, die Podcast-Rechte liegen für unbestimmte Zeit bei Spotify. Die Folgen sollen die Helden in neue Abenteuer schicken, sich aber nicht an bereits existierende Filme oder Serien anlehnen.
techquila.co.in, hollywoodreporter.com

Spotify angelt sich exklusiv Podcast-König Joe Rogan.

Spotify nimmt Stand-up-Comedian und Podcast-König Joe Rogan unter Exklusiv-Vertrag. Sein Joe Rogan Experience ist einer der meistgehörten Podcast der Welt, bisher aber nicht bei Spotify vertreten. Das ändert sich ab September, später im Jahr ist der Podcast als Audio und Video nur noch über Spotify abrufbar, bleibt aber kostenlos.
theverge.com, newsroom.spotify.com

Spotify startet Audio-App für Kinder auch in Deutschland.

Spotify testet seine App "Spotify Kids" jetzt auch in Deutschland. Wer das Familien-Paket von Spotify abonniert hat, kann die App zusätzlich nutzen und darüber jugendfreie Hörspiele und Musik abspielen. Eltern sollen das Nutzungsverhalten ihrer Kinder über die App kontrollieren und zum Beispiel einsehen können, welche Stücke sie zuletzt gestreamt haben.
heise.de, apps.apple.com (iOS), play.google.com (Android)

Spotify tut nur so, als helfe es Musikern in der Krise, kritisiert Daniel Gerhardt.

Spotify inszeniert sich in der Krise "als großer Kümmerer der Kunstschaffenden", beobachtet Daniel Gerhardt. Ideen wie die Trinkgeldfunktion seien zynisch, denn Spotify profitiere von der Krise, lasse aber nur Kund*innen etwas zurückgeben und deckele seine eigenen Spenden streng. Die Krise in der Musikbranche hätten die Schweden indes selbst mit heraufbeschworen.
zeit.de

Musikbranche geht gegen die Manipulationen von Abspielzahlen beim Streaming vor.

Bundesverband Musikindustrie und der internationale Dachverband IFPI setzen beim Berliner Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen die Webseite Followerschmiede.de durch. Der Anbieter bietet sogenannte Fake Streams an, die Abspielzahlen von Musiktiteln auf Streamingdiensten wie Spotify manipulieren sollen. Dies sei unlauterer Wettbewerb.
heise.de

Hörspiele und Historie ebnen Podcasts in Deutschland den Weg, sagt Michael Krause.

Podcasts sind in Deutschland deshalb ein Phänomen, weil das gesprochene Wort einen höheren Stellenwert als anderswo hat, glaubt Michael Krause, Chef von Spotify Europa. Die Deutschen seien historisch bedingt hörspielaffin, weil es nach dem Zweiten Weltkrieg kaum Theater gab, und "sehr synchronisationsverwöhnt", was eine gute Voraussetzung für Podcasts bilde.
welt.de (Paid)

Spotify meldet mehr Nutzer, mehr Umsatz – und mehr Verlust.


Hört, hört: Spotify wächst 2019 stärker als erwartet und meldet 271 Mio monatlich aktive Nutzer – knapp 1 Mio mehr als Spotify als Ziel ausgegeben hat und 31 % mehr als im Vorjahr. Die meisten Nutzer zahlen jedoch nicht für den Audio-Streamer: Die Zahl der Premiumnutzer liegt bei 124 Mio – 29 % mehr als 2018. Wachstumstreiber sind zunehmend auch Podcasts: Die Podcast-Nutzung hat sich laut Spotify verdreifacht. 16 % der Nutzer würden die nun über 700.000 Podcasts auf der Plattform anhören.

Seinen Jahresumsatz steigert Spotify um knapp 29 % auf 6,76 Mrd Dollar. Der operative Verlust wächst von 43 Mio Dollar auf 73 Mio Dollar. Dafür sind laut Spotify vor allem steigende Kosten für Marketing und Entwicklung verantwortlich. Auch für 2020 erwartet Spotify Verluste, die bis zu 250 Mio Euro betragen könnten. Das Jahr sei ein "Investitionsjahr". Ziel sei es, 328 bis 348 Mio Nutzer, darunter bis zu 153 Premium-Hörer, zu erzielen.
handelsblatt.com, theverge.com

Nielsen: Musik-Streaming knackt 2019 in den USA erstmals die Billion-Grenze.


Auf die Ohren: Musik-Streaming ist 2019 in den USA um 30 % gewachsen und knackt damit erstmals die Marke von einer Billion Streams, errechnet Nielsen. Streaming-Dienste decken 82 % des gesamten Musikkonsums in den USA ab, 2018 lag die Zahl noch bei 77 %. Physische Albumverkäufe sinken um 19 % auf nur noch 9 % des Gesamtvolumens. Treiber des Booms seien u.a. Veröffentlichungen der Künstler Taylor Swift, Billie Eilish und Post Malone gewesen.

Derweil machen Streamingdienste große Verluste durch Passwortpiraterie und unter Freunden geteilten Accounts. Im Jahr 2019 gingen Streamingdiensten dadurch rund 9,1 Mrd Dollar flöten. Bis 2024 soll die Zahl auf 12,5 Mrd Dollar steigen, prognostiziert das Forschungsunternehmens Parks Associates.
9to5mac.com, hollywoodreporter.com

Auch Spotify zieht politischer Werbung vorerst den Stecker.


Unpolitische Musik für die Ohren: Spotify tut es anderen Tech-Firmen gleich und untersagt im Jahr der US-Präsidentschaftswahl politische Werbung auf seiner Plattform. Die neuen Regeln sollen Anfang 2020 in Kraft treten und politische Anzeigen in kostenfreien Accounts sowie in exklusiven Podcasts verbannen. Spotify begründet, es habe nicht genug Kapazitäten, um die Anzeigen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Offiziell spricht der Musikstreaming-Anbieter nicht von einem dauerhaften Verbot politischer Werbung, sondern von einer Pause.

Der Schritt hat zunächst nur Auswirkungen auf die USA, da Spotify in anderen Ländern aktuell keine politische Werbung verkauft. Bisher haben in den USA unter anderem der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders und das Komitee der Republikanischen Partei Anzeigen geschaltet. Auch Twitter will ab 2020 keine politische Werbung zulassen, Google schränkt die Targeting-Möglichkeiten deutlich ein.
adage.com, theverge.com, turi2.de (Background)

“FAZ” analysiert den kommerziellen Erfolg von “Last Christmas”.

Last Christmas ist "ein absoluter Goldesel", beobachtet die "FAZ". Allein Antenne Bayern und der SWR3 zahlten 2018 rund 35.000 Euro Tantiemen. Der Weihnachtsklassiker wurde in Deutschland an Heiligabend 2,5 Mio Mal bei Spotify gestreamt, wovon nicht nur die Plattenfirma Sony verdient. George Michael habe den Song im Alleingang geschrieben, gesungen, eingespielt und produziert. Die Rechte gingen nach seinem Tod an seine Erben.
faz.net

Meinung: Die Jahrescharts von Spotify sind nicht repräsentativ.

Spotify: Rapper Capital Bra ist 2019 der meistgestreamte Künstler in Deutschland, aber damit nicht zwangsläufig der meistgehörte Künstler des Landes, kritisiert Jan Kedves in der "Süddeutschen Zeitung". Die Jahrescharts des weltweit größten Streamingdienstes sind nicht repräsentativ. Die Anzahl der tatsächlichen Nutzer verschweigt Spotify "hartnäckig".
"Süddeutsche Zeitung", S. 10 (Paid)

Charlotte Roche bringt ein Buch zu ihrem Beziehungs-Podcast heraus.

Paardiologie, der Beziehungs-Podcast von Autorin Charlotte Roche und ihrem Ehemann Martin Keß-Roche bei Spotify, geht in Druck. Im April 2020 erscheint bei Piper ein Beziehungs-Buch zum Podcast. Auf 320 Seiten geht es um Sex, Eifersucht, Geld oder Kindererziehung. Die aus dem Podcast bekannte Paar-Therapeutin "Dr. Amalfi" kommentiert die Themen.
rnd.de

Spotify startet eine App für Kinder ab 3 Jahren.

Spotify startet eine eigenständige App für Kinder ab 3 Jahren und will so mehr Familien-Abos vertreiben. Die Kinder-App sortiert anstößige Inhalte vorab aus. Eltern können die Altersgruppe ihres Kindes wählen, das dann altersgerechte Angebote und eine entsprechende Aufmachung der App erhält. Spotify will zudem mehr Inhalte für Kinder, etwa Hörspiele, auf für die Plattform bringen.
techcrunch.com

Spotify testet bezahlte Musikempfehlungen.

Spotify will Google, Facebook und Co. einen Teil der Werbeausgaben von Musik-Labels abknöpfen, berichtet Tim Ingham. Labels können künftig Anzeigen beim Streaming-Dienst buchen, die gezielt Nutzer auf neue Musik hinweisen. Premium-Nutzer können diese bezahlten Empfehlungen ausschalten. Die Anzeigen erscheinen auch innerhalb der empfohlenen Neuerscheinungen, die Spotify bisher rein basierend auf dem Hörverhalten erstellt. Das Anzeigeformat will Spotify zunächst in den USA testen.
musicbusinessworldwide.com

Basta: Spotify verwechselt 15-jährigen Deutschen mit US-Rapper.

Weltstar über Nacht: Der 15-jährige Hobby-YouTuber Emre hat rund 400 Abonnenten. Mit seinen jüngsten Rap-Song erreichte er übers Wochenende ein deutlich größeres Publikum. Nachdem er den Titel unter seinem Künstlernamen Future bei Spotify einstellte, legte der Streaming-Plattform kein neues Profil für Emre an, sondern veröffentlichte den Song als Neuerscheinung des US-Rappers Future. Der hat 21 Mio Follower.
spiegel.de

Berufe mit Zukunft: O wie Ohrwurm – Daniel Nikolaou.


Große Töne: Daniel Nikolaou verantwortet bei Spotify die deutschsprachigen Podcasts. Anne-Nikolin Hagemann porträtiert ihn für die turi2 edition #8 als O wie Ohrwurm in unserem Berufe-Alphabet. Er verrät das Geheimnis erfolgreicher Podcasts: Wer seine Hörer bindet, hat schon gewonnen. Lesen Sie das ganze Porträt über Daniel Nikolaou hier als Online-Text oder hier im kostenlosen PDF des Buchs.

Werbungtreibende können auf Spotify gezielt Podcast-Hörer ansprechen.


Worth the hype: Spotify nutzt den anhaltenden Podcast-Trend, um Werbe-Euros rollen zu lassen – Werbungtreibende in zehn Ländern, u.a. den USA, Frankreich, Deutschland und Australien, können die Podcast-Hörer unter den Gratis-Nutzern künftig gezielter adressieren. Spotify zählt monatlich inzwischen 123 Mio Nutzer seines Gratis-Angebots.

Der Streamingdienst will die Podcast-Werbeformate weiter ausbauen. Die passgenaue Vermarktung hat das Unternehmen im Pilotprojekt mit Samsung und 3M getestet. Podcast-Targeting gilt als lukrativer als Musik-Targeting: Aus den Podcast-Themen können Werbungtreibende die Interessen der Nutzer besser ableiten lassen als anhand des Musikgeschmacks.
theverge.com

Lese-Tipp: “SZ” trifft Deutschland-Chef von Amazon Music.

Lese-Tipp: "SZ"-Redakteur Michael Bremmer besucht den Deutschland-Chef von Amazon Music in der Münchener Konzernzentrale. Michael Höweler verkaufte früher Mode und ist mit Amazons Streamingplattform heute schärfster Verfolger von Spotify. Um sich stärker abzugrenzen, will Höweler mit Schlager oder Hip-Hop neue Zielgruppen gewinnen.
"Süddeutsche Zeitung", R6 (Paid)

Spotify ist ein Medienunternehmen, doch das Radio erkennt es nicht, meint Christian Jakubetz.

Spotify ist kein Streamingdienst, sondern längst ein Medienunternehmen, das den Audiomarkt dominieren will, meint Christian Jakubetz. Spotify bündele immer mehr Inhalte und biete Machern jetzt auch Software. Die alte Radiowelt unterschätze den Konkurrenten und verteidige lieber eine Totgeburt wie den Übertragungsstandard DAB+.
lead-digital.de, turi2.de (Spotify-Software)

Musik-Streaming: EU-Kommission plant ein Kartellverfahren gegen Apple.

Apple muss sich kritische Blicke der EU-Kommission gefallen lassen. Die Wettbewerbshüter wollen untersuchen, ob der US-Konzern seine iOS-Marktmacht nutzt, um den eigenen Musikstreaming-Dienst zu bevorteilen. Auslöser ist eine Beschwerde von Konkurrent Spotify. Spotify kritisiert, dass Apple bis zu 30 % Provision einhält, wenn Abos über Apple-Geräte gebucht werden und Dienste, die Apples Bezahlsystem nicht anwenden, bei Updates benachteilige.
focus.de, turi2.de (Background)

Spotify testet sprachaktivierte Anzeigen auf Mobilgeräten.

Spotify will in den USA sprachgesteuerte Anzeigen testen. Sie leiten die Hörer z.B. zu einer gesponserten Playlist oder einem Podcast. Eine der ersten teilnehmenden Marken ist Axe. Die Anzeigen bekommen nur die Hörer ausgespielt, die die Sprachsteuerung des Streamingdienstes aktiviert haben. Auch der Musik-Streamingdienst Pandora will sprachgesteuerte Anzeigen testen.
techcrunch.com

Amazon plant Streamingdienst in CD-Qualität.

Amazon Music will künftig Musik in CD-Qualität streamen, schreibt Music Business Worldwide. Die meisten Streaminganbieter spielen Musik komprimiert ab. Amazon plane das unkomprimierte Streaming ab Ende 2019. Mit einem Monatspreis von 15 Dollar wolle Amazon Konkurrent Tidal preislich unterbieten. Tidal bietet auch höhere Abspielraten an.
musicbusinessworldwide.com, mactechnews.de

Meinung: Spotify unterzieht die Musikbranche einer weiteren Disruption.

Spotify verändert mit seinen Playlists und Algorithmen die Musikbranche auch außerhalb der Streamingplattform, schreibt Alexander Demling im "Handelsblatt". Automatische und von Redakteuren erstelle Playlists bestimmten immer stärker über den Erfolg von Künstlern, so dass diese zum Teil gar keine Alben mehr veröffentlichten. Statistische Daten von Spotify seien zudem zunehmend Entscheidungsgrundlage im Booking für Konzerte und Festivals. Sportify veranstalte sogar erste eigene Live-Events.
"Handelsblatt", S. 18 (Paid)