Meinung: Die “Bild”empört sich in Anti-Regierungs-Kampagne über Polizeikräfte.

Kollateralschäden: Die "Bild" steht nicht mehr bedingungslos hinter der Polizei, beobachtet Boris Rosenkranz. Er betrachtet zwei Fälle, in denen das Springer-Blatt sehr einseitig über Polizei-Einsätze berichtet. Dadurch dienen sie als Beispiele für angeblich überzogenes Regierungshandeln in der Corona-Pandemie. Rosenkranz bilanziert: "Auf dem Anti-Regierungskurs, den das Blatt unter Chefredakteur Julian Reichelt fährt, müssen nun offensichtlich auch die dran glauben, die aus 'Bild'-Sicht den Regierenden allzu treu zu Diensten sind."
uebermedien.de

“Welt” holt Ex-“NYT”-Redakteurin Bari Weiss als Kolumnistin.

Springer angelt sich Ex-"New York Times"-Redakteurin Bari Weiss und holt sie als Kolumnistin zur "Welt". Weiss, vormals konservative Stimme im Meinungsressort der "NYT", soll sich als Contributing Editor vor allem um amerikanische Politik und Politikkultur kümmern. Weiss wurde 2020 mit einem offenen Brief bekannt, in dem sie ihre Kündigung bei der "NYT" aufgrund illiberaler Strömungen in der Redaktion rechtfertigte.
horizont.net (Paid)

Springer und Bauer steigen aus dem Grosso-Geschäft in Hamburg aus.


In Hamburg sagt man Tschüss: Springer und Bauer ziehen Ende 2021 beide bei ihren Grosso-Töchtern in Hamburg den Stecker, berichtet "New Business". Beide Verlage vergeben ihre Vertriebsrechte für Hamburg an die Verlagsgrosso Nord aus Langenweddingen in Sachsen-Anhalt. Beim Buch- und Presse-Großvertrieb Hamburg von Springer arbeiten aktuell 57 Menschen. Beim Pressevertrieb Nord von Bauer sind es 71. Springer strebt "sozialverträgliche Lösungen"für die betroffenen Mitarbeiter*innen an. Bauer will für einen Großteil der Betroffenen freie Arbeitsplätze innerhalb der Mediengruppe finden. Beide Verlage wollen mit ihrem Betriebsrat einen Sozialplan ausarbeiten.

Auch beim Medien Special Vertrieb plant Bauer im Rahmen der Umstrukturierung Veränderungen. Im Sommer soll das Geschäftsfeld rund um Kommissionierung wegfallen. Die 53 Mitarbeitenden sollen eine Weiterbeschäftigungsperspektive erhalten. Das Kerngeschäft rund um die Literaturbeschaffung für Unternehmen bleibt bestehen.
new-business.de

Pandemie wirft Springers Event-Sparte nicht zurück, sagt Knut Döring.

Springer hat seine Event-Sparte mit Businesstreffen im Netz und der Verwertung von Live-Inhalten für Sonderbeilagen, News und Co über die Lockdown-Monate gerettet, sagt Vermarkter Knut Döring. Sein Fazit: Besonders Events, die sich um bestimmte Themen drehen und daraus Netzwerke bilden können, funktionierten virtuell gut. Clubhouse sieht er nicht als Konkurrenz, Springers B2B-Events seien erfolgreich, weil sie als "geschlossene Gesellschaften" Werbekund*innen mit Entscheider*innen aus Politik und Wirtschaft zusammenbringen.
horizont.net (Paid)

Basta: “Bild” sucht Kinderstimmen für “Bild”-Fragen.

Betreutes Fragen: "Bild" sucht nach Kindern, die dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder bei Bild Live eine Frage stellen. Eigene Frageninspiration – streng auf "Bild"-Linie – liefert das Blatt selbst schon mit. Dabei wäre die spannendste Frage doch: Wann hört ihr auf, euch die passenden Sprechpuppen zu eurer Kampagne zu suchen?
bild.de

Stepstone will mehr Gewinn reinvestieren und zukaufen.

Stepstone, Springers Online-Jobportal, bringt 20 % des Gesamt-Umsatzes und ein Drittel des operativen Gewinns – der künftig zu einem größeren Teil als bisher reinvestiert wird, um das Wachstum zu beschleunigen, sagt Chef Sebastian Dettmers im "Süddeutsche"-Interview. Stepstone plane auch Zukäufe, nicht nur in Deutschland. Die Arbeitsmärkte hierzulande findet er zu starr und reguliert. Dettmers plädiert für kürzere oder keine Kündigungsfristen, das würde die Hemmschwelle senken, "den Job zu wechseln, und Arbeitgeber finden schneller die richtigen Leute".
sueddeutsche.de

Ulrich Plett scheidet aus dem Springer-Aufsichtsrat aus, Pascal Keutgens soll folgen.

Springer baut seinen Aufsichtsrat um. Ulrich Plett (Foto) gibt im Mai seinen Posten "wie geplant" ab. Ihm soll Pascal Keutgens folgen. Keutgens kommt von CPP Investments. Der kanadische Fonds ist mit 25 % an der Holding beteiligt, mit der Springer-Großaktionär KKR sich am Verlag beteiligt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll zudem der langjährige "New York Times"-CEO und BBC-Generaldirektor Mark Thompson in den Aufsichtsrat einziehen. Aktuell berät er Aufsichtsrat und Vorstand.
axelspringer.de, turi2.de (Background)

Politico startet Frankreich-Angebot mit größerer Redaktion.

Bonjour: Springer lässt Politico in Europa weiter expandieren. In Frankreich startet heute der kostenlose Morgen-Newsletter Playbook Paris. Nach dem Vorbild der Politik-Newsletter aus Brüssel und London versorgt er zum Start bereits 10.000 Abonnierende mit Informationen zum Polit-Geschehen. Zusätzlich veröffentlicht Politico rund ein Dutzend kostenpflichtige Themen-Newsletter und hat dafür seine Frankreich-Redaktion von drei auf acht Journalist*innen ausgebaut.
axelspringer.de

Video-Tipp: Julian Reichelt baut Bild Live zur Bundestagswahl eine Magic Wall.

Video-Tipp: "Ich habe inzwischen das Gefühl, das achtmal chemisch gereinigte Print-Interview ist so gut wie tot in unserem Live-Zeitalter", sagt ein qualmender „Bild"-Chef Julian Reichelt mit hervorquellendem Brusthaar im Interview mit Daniel Bouhs. Bild Live brauche für eine "Reichweite, die Fernsehen auch wirtschaftlich attraktiv macht" andere Ausspielwege als die Website. Im letzten Jahr habe man "Fernsehen auf einer Plattform gemacht, die nicht für Fernsehen gemacht ist." Für das Wahljahr wolle Bild Live sich an der "Story-Telling-Art" der Magic Walls von CNN & Co orientieren. Deswegen hat "Bild" größere Wahlbefragungen als üblich in Auftrag gegeben.
youtube.com (36-Min-Video)

“Bild”-Kolumnist Mainhardt Graf von Nayhauß ist tot.

Mainhardt Graf von Nayhauß, 94, ist tot. Der Journalist ist am 29. Januar im Kreise seiner Familie verstorben. Besonders durch seine "Bild"-Kolumne "Bonn vertraulich" wurde er in den 80er Jahren sehr bekannt. Die "Bild" erinnert sich an einen "Kolumnisten-Giganten" und "großartigen Kollegen". Willi Winkler schreibt in der "Süddeutschen" anerkennend, Nayhauß habe "mehr zur Demokratisierung der Macht beigetragen als ganze Jahrgänge von Kisch- und Nannen-Preisträgern."
bild.de, spiegel.de, sueddeutsche.de

Business Insider streicht in den USA das “Business” aus dem Namen.

Not your business: Business Insider streicht in den USA das "Business" aus dem Namen und nennt sich künftig nur noch "Insider". Mit der Umbenennung will sich die Seite breiter aufstellen, außerdem rückt sie näher an den eigentlichen Unternehmensnamen: Hinter Business Insider steht Springers Insider Inc. Die Änderung betrifft vorerst nur die amerikanische Version, der deutsche Ableger behält sein Business.
axios.com via dwdl.de

Uwe Vorkötter hält den Brandbrief von Mathias Döpfner für überzogen.

Mit gespaltener Zunge: Mathias Döpfner schießt in seinen Brief an Ursula von der Leyen über das Ziel hinaus, kommentiert Uwe Vorkötter in seiner ersten Ausgabe der Kolumne "Bold" bei Horizont Online. Döpfner wolle "die Werbung des 21. Jahrhunderts verbieten", obwohl auch Springer mit Targeting und Datenspeicherung arbeite. Sinnvolle wäre es, "den Plattformen wettbewerbsrechtlich Grenzen" aufzuerlegen und sie zu angemessenen Steuerzahlungen zu zwingen.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Springer-Chef Döpfner kritisiert “Überwachungskapitalismus” der Plattformen.

Video-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner sorgt sich im ZDF-Interview über die immer größer werdende Marktmacht von Tech-Konzernen wie Google oder Facebook – und kritisiert das Daten-Tracking der "übermächtigen Plattformen". Anders als die Verlage würden diese zu sehr in die Privatsphäre der Nutzer*innen eindringen: "Diese Form des Überwachungskapitalismus wird immer mehr zu einem gesellschaftlichen Problem".
zdf.de (5-Min-Video)

Finanzen.net-Gründer Peter Schille und Jens Ohr geben Geschäftsführung ab.

Springer baut die Führung von Finanzen.net um: Die beiden Gründer Peter Schille (Foto) und Jens Ohr scheiden aus der Geschäftsführung aus. Sie hätten erkannt, "dass wir mehr Gründer als Geschäftsführer sind" und wollen "neue Geschäftsfelder innerhalb von Finanzen.net aufbauen". Maximilian von Richthofen, 41, Lennart Libercka, 36, und Lars Merle, 43, übernehmen die Führung bei Finanzen.net.
axelspringer.com

Frank Schmiechen geht zu WMP Eurocom.

Seitenwechsel: Ex-Springer-Mann Frank Schmiechen wechselt in die PR und wird Senior Advisor bei WMP Eurocom. Die auf Lobbying spezialisierte Agentur stellt sich nach internen Querelen gerade neu auf, Schmiechen soll den Neustart mitgestalten. Im Vorstand sitzt immerhin ein alter Bekannter: Ex-"Bild"-Chefredakteur und WMP-Mehrheitseigner Hans-Hermann Tiedje.
meedia.de, turi2.de (Background Schmiechen), turi2.de (Background WMP)

Wird 2021 ein grandioses, nachgeholtes Supersportjahr – oder ein coronageschädigtes Mistjahr, Lars Wallrodt?


Es wird kompliziert: Lars Wallrodt, Sportchef von “Bild am Sonntag” und “Welt am Sonntag”, glaubt nicht, dass wir im Sportjahr 2021 nahtlos an goldene Zeiten vor der Pandemie anknüpfen können. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 befürchtet er, ähnlich wie Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, eine “Entwöhnung” des Publikums, ist aber auch überzeugt, dass das zweite Pandemie-Jahr besser wird als das erste. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Mathias Döpfner schreibt offenen Brief an Ursula von der Leyen.

Mathias Döpfner
Zu Hilf: Springer-Chef Mathias Döpfner schreibt einen offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, in dem er sie um Unterstützung gegen amerikanische und chinesische Technologie-Konzerne bittet. Ein bisschen Drama kann bei so einem Appell nicht schaden: Döpfner kritisiert, werbefinanzierte Plattformen würden Kunden "ausspähen wie Geheimdienste". Falls von der Leyen dies unterbinde, verändere sie laut Döpfner nicht nur den Datenschutz - sondern gleich "die Welt".

Konkret fordert der Springer-Chef, es Plattformen in der EU zu verbieten, private Daten zu speichern und für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Geschehe dies nicht, liefere sich Europa einem "Überwachungs-Kapitalismus" aus. Als Beleg nennt Döpfner u.a. die Sperrung von Donald Trumps Twitter-Account und fragt, ob es richtig sei, dass ein "kapitalistischer Konzern entscheidet, welcher Politiker was wem sagen darf".
welt.de

“Bild” zeigt die Bayern-Spiele bei der Klub-WM kostenfrei.

bildlogoBild will als Fußball-Sender punkten. Das Springer-Medium zeigt auf seiner Website kostenlos die Spiele des FC Bayern München bei der umstrittenen Klub-WM in Katar. Die Bayern treten erstmals am 8. Februar im Halbfinale an. Auch das Finale oder Spiel um Platz 3 zeigt "Bild" später. Als Kommentator reaktiviert "Bild" Marcel Reif, der für "Bild" bereits als Experte wirkt. Er kommentiert gemeinsam mit Matthias Brügelmann. Als Experte analysiert Mehmet Scholl die Spiele.
axelspringer.de

Klick-Tipp: Journalistenschüler*innen zeigen den alltäglichen Antisemitismus.

Klick-Tipp: Mit dem Projekt Jeder Vierte wollen 17 Schüler*innen der Axel Springer Akademie auf Antisemitismus in Deutschland hinweisen. Das Projekt zeigt nachgestellte Videos mit alltäglichen Situationen und ordnet sie in Interviews nachträglich ein. Der Name des Projekts bezieht sich auf eine Studie des World Jewish Congress, wonach jede*r vierte Deutsche antisemitisch denkt.
jedervierte.com

“Welt” setzt in Sachen Podcast “Alles auf Aktien”.

Welt startet den täglichen Börsen-Podcast Alles auf Aktien. Von Montag bis Freitag informieren Moritz Seyffarth und Holger Zschäpitz morgens um 7 Uhr in zehn Minuten über die wichtigsten Wirtschafts­themen des Tages. Weitere Podcast sind geplant, im Super-Wahl-Jahr 2021 mit Schwerpunkt auf Wirtschaft und Politik, dazu Audio-Reportagen und ein Geschichts-Podcast.
axelspringer.com

Yvonne Weiß wird Vize-Chefredakteurin bei “Bild”.

Bild macht Yvonne Weiß, 46, zur stellvertretenden Chefredakteurin. Sie kommt vom Hamburger Abendblatt, wo sie bisher Chefreporterin war. Die studierte Kommunikation­swissen­schaftlerin kennt Springer und "Bild" bereits von ihrem Volontariat an der Springer-Journalistenschule. Bei "Bild" soll sich Weiß um "große, emotionale Geschichten" kümmern.
axelspringer.com, meedia.de

“Bild” veröffentlicht im Print keine Rügen des Presserates.

Bild veröffentlicht seit rund eineinhalb Jahren in der gedruckten Zeitung keine Informationen mehr zu von Presserat erteilten Rügen, schreibt Kritiker Stefan Niggemeier. Eigentlich hat sich Springer allerdings dazu verpflichtet, sie zeitnah zu veröffentlichen. Online publiziert die "Bild" Hinweise unter den Artikel im Archiv. Auch Stellungnahmen unterlässt die "Bild" zum Teil, schreibt Niggemeier.
uebermedien.de

Springer legt “Bild”, “Welt und “B.Z.” zurück in den Digitalkiosk Readly.

Springer macht seine Tageszeitungen "Bild", "Welt und "B.Z." wieder im Digitalkiosk Readly verfügbar. Der Verlag hatte die Titel im August 2019 nach einem Test wieder aus der Lese-Flatrate entfernt. Auf Readly wurden 2020 nach Firmenangaben 99 Mio digitale Ausgaben gelesen, 40 % mehr als 2019.
news.cision.com, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Wiwo”: Staatsanwaltschaft wollte “Business Insider”-Redaktion durchsuchen.

VW-Abhöraffäre: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat einen Durchsuchungsbeschluss für die Business-Insider-Redaktionsräume erwirkt, meldet die "Wirtschaftswoche". Es geht um Audio-Aufnahmen, die ein VW-Mitarbeiter heimlich während einer internen Sitzung im Konzern mitgeschnitten hatte. Business Insider berichtete anschließend über deren Inhalte. Zu einer Durchsuchung ist es laut "Wiwo" allerdings nicht gekommen, die BI-Redakteur*innen hätten die Mittschnitte freiwillig herausgegeben.
wiwo.de, turi2.de (Background)

Springer stellt Vermarktungsdach ASAM neu auf.

Axel Springer All Media, Springers Vermarktungs-Dachorganisation, macht Mehmet Inan zum Chief Marketing Officer, er kommt von Schweizer Privatsender 3+. Stefan Mölling steigt bei Media Impact vom Managing Director zum Chief Sales Officer auf. Peter Ludwig Müller, bisher Leiter der Regionalvermarktung, verlässt Springer "auf eigenen Wunsch". Die Sales-Leitung übernimmt Felix Becker, bisher Anzeigenleiter der "Bild am Sonntag", das Regional-Marketing verantwortet Irina Hugo.
axelspringer.com

“Kress”: Springer erwartet 2024 rote Zahlen im Printgeschäft.

Springer rechnet im nationalen Printgeschäft schon 2024 mit roten Zahlen, berichtet "Kress" und beruft sich auf ein Gutachten des Wirtschaftsprüfers EY. Das Papier greift auf Springers interne Prognosen für Umsatz und Ergebnis bis 2024 zurück. Beim Vorsteuer­ergebnis rechnet Springer im deutschen Print­geschäft 2022 noch mit einer schwarzen Null, 2024 dann mit einem Minus von 29 Mio Euro. Beim Umsatz erwartet Springer einen Rückgang von 798 Mio Euro im Jahr 2019 auf 520 Mio Euro 2024. Für das nationale Digital­geschäft sagen die internen Prognosen einen Erlös von 658 Mio Euro voraus, über 50 % mehr als 2020. Umstritten ist, wie in welcher Höhe Gemeinkosten eingerechnet werden, etwa bei "Bild", wo eine Redaktion Print und Digital zugleich bespielt.
kress.de

turi2 edition #13: Gabor Steingart über Politik und Populismus.


Canale grande: Gabor Steingart will in Berlin der wichtigste Kanal für Politikberichterstattung werden. Der große Welterklärer und Selbstdarsteller spricht in der turi2 edition #13 mit Peter Turi über Populismus, peinlichen Journalismus und Steingarts Platz in der Welt. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen.
Weiterlesen …

Jan-Eric Peters wird Geschäftsführer der “NZZ” in Deutschland.


Neue Zürcher Zielsetzung: Die "NZZ" baut ihr Team in Deutschland aus und beruft Jan-Eric Peters (Foto, rechts) zum Geschäftsführer der "NZZ" in Deutschland. Felix Graf, Chef der NZZ-Mediengruppe sagt, dies sei der "nächste Schritt", nachdem das Deutschland-Geschäft bisher aus Zürich gesteuert wurde: "Durch gezielte Investitionen und die Verstärkung des Teams in Deutschland wollen wir diese Entwicklung weiter vorantreiben." Peters wirkte zuletzt bei Springer, wo er unter anderem Chef der News-App Upday war und zuvor lange Chefredakteur der "Welt"-Gruppe. Mitte 2019 ging Peters in ein Sabbatical und kehrte anschließend nicht zu Springer zurück.

Mit Marc Felix Serrao (Foto, links) bekommt die deutsche "NZZ" zudem einen eigenen Chefredakteur. Serrao war seit Juli 2017 Leiter des Berlin-Büros der Zeitung. In Ulrich Machold lotst Peters zudem einen alten Bekannten von Springer zur "NZZ". Machold wird Produktleiter bei der "NZZ" in Deutschland. Er war über zehn Jahre für Digitalprodukte bei Springer verantwortlich. (Foto: NZZ / Martin Lengemann)
nzzmediengruppe.ch, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Bild” startet neue tägliche Kolumne von Alexander von Schönburg.

Neues Jahr, neuer Auftrag: "Bild"-Textchef Alexander von Schönburg schreibt ab sofort in einer täglichen Kolumne über "Gelesenes". Da er "ziemlich querbeet" lese, "vom Ex-SED-Organ 'Neues Deutschland' bis zur AfD-nahen 'Junge Freiheit'", sei mit Inhalten zu rechnen, über die man stolpere. Er habe nicht vor "taktlose Dinge zu schreiben", aber es sei möglich, dass er "Dinge zitiere, die verstörend sind."
bild.de

Welt schafft Rekord-Reichweite im TV und online.


Quoten-Rekord: TV-Sender Welt und sein Timeshift-Sender N24 Doku erreichen 2020 einen Marktanteil von 1,7 % bei den 14- bis 49-Jährigen. Der Anstieg um 0,4 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich bedeutet die höchsten Quoten der Sendergeschichte. Gleiches gilt für den Gesamtmarktanteil, der um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 % steigt. Seit März sendet Welt nicht mehr nur von 6 bis 13 Uhr, sondern bis 20 Uhr Live-Nachrichten.

Meistgesehener TV-Inhalt mit 1,23 Mio Zuschauer*innen war die Fernsehansprache von Angela Merkel am 22. März, in der sie den ersten Corona-Lockdown ankündigte. Den stärksten Marktanteil mit 3,8 % erreichte Welt am 4. November mit seiner Berichterstattung zur US-Wahl. Auf YouTube erreicht der Sender mit über 485 Mio Klicks mehr als dreimal so viele Abrufe wie 2019. Besonders stark waren auch hier die Monate März und November mit 55 und 53 Mio Abrufen.
presseportal.de

“Business Insider” legt eine gedruckte Beilage in die “Welt”.

Business Insider geht in Druck: In der Silvester-Ausgabe der "Welt" erscheint erstmals eine "Insider"-Beilage zum Thema New Work. Auf 12 Seiten druckt das Blatt unter anderem ein Interview mit Telefónica-Personalchefin Nicole Gerhardt und liefert Artikel zu Coworking-Spaces, neuen Arbeitszeitmodellen und dem Umgang von Führungskräften mit veränderten Arbeitsbedingungen in Corona-Zeiten.
businessinsider.de, welt.de (Paid)

“Bild” ruft in einer Corona-Weihnachtsbotschaft zur Versöhnung auf.

bildlogoBild schaltet zum Fest den Krawall-Modus ab und ruft in einer Corona-Weihnachts­botschaft dazu auf, "dass das Virus nicht das Gute schwächt und das Schlechte stärkt". Menschen sollten einander "nicht als gefährliche Virenschleudern" betrachten und wertschätzen, was die Wissenschaft bewirken kann. Auch Menschen mit "anderer Meinung" hätten ein "Anrecht, die bestmögliche medizinische Behandlung zu erhalten".
bild.de

Regina Quast beendet nach 65 Jahren ihre Tätigkeit bei Springer.

Springer sagt seiner dienstältesten Mitarbeiterin Regina Quast, 82, Adieu, sie verlässt das Unternehmen nach 65 Jahren und gibt die Leitung Stabsabteilung Personal leitende Angestellte ab. Florian Klages, 39, Head of Global People & Culture, übernimmt sie. Springer-Boss Mathias Döpfner nennt Quast "eine Institution" und die "personifizierte Kontinuität".
axelspringer.de, turi2.de (Background)

Entwickler und Producer sprechen über Arbeiten an “Bild”-Doku.

bildlogoBild-Doku: Bei den Dreharbeiten mussten sich Serien-Entwickler Jochen Köstler und Producer Jan Klophaus an drei Bedingungen halten, sagen die beiden im "Planet Interview". Mitarbeiter*innen hatten ein Veto bei Persönlichkeitsrechten, es galt, Quellen zu schützen und keine Lügen zu erzählen. Klophaus zeigt Springer-Empathie: "Man hat es bei der 'Bild' nicht mit Monstern zu tun, sondern mit ernst zu nehmenden Journalisten." Zum Vorwurf der fehlenden Distanz sagt Köstler: "Bei so einem Langzeit-Blick hinter die Kulissen besteht natürlich die Gefahr, dass es zu unkritisch wird."
planet-interview.de

Kommentar von Springer-Chef Döpfner kritisiert indirekt die “Bild”-Linie.

Kürze mit Würze: Mathias Döpfner setzt mit seinem knappen Kommentar in der "Bild" eine Spitze gegen die Linie des Blattes, beobachtet Georg Streiter. Döpfner schreibt: "Die Politik kann gegen Seuchen wie Corona wenig tun. Deswegen sind generelle Schuldzuweisungen an Politiker Quatsch." Die "Bild" hatte erst wenige Tage zuvor in einem Kommentar die Corona-Politik hart kritisiert. Streiter freut sich: "Im milliardenschweren Springer-Chef schlägt immer noch ein Journalisten-Herz."
georgstreiter.de, bild.de (Döpfner-Kommentar), bild.de ("Bild"-Kommentar)

Springer sortiert Zuständigkeiten im Vorstand um.


Sprunghaft: Springer strukturiert seinen Vorstand in den Bereichen News Media und Classifieds Media neu. Stephanie Caspar, 47, bisher u.a. für News Media National verantwortlich, leitet ab Januar 2021 das Classifieds-Media-Geschäft, zu dem etwa die Jobportale der StepStone Gruppe gehören. Diese übernimmt Caspar von Jan Bayer, 50, der künftig zusätzlich zu News Media International mit Marken wie Insider oder Upday auch das nationale Mediengeschäft mit "Bild" und "Welt", das bis 2019 schon in seinen Händen lag, sowie das Vergleichsportal Idealo verantwortet.

Die Nachricht, dass Caspar nicht mehr für sie zuständig ist, "dürfte in den Redaktionen von Bild und Welt ein positives Echo auslösen", schreibt Ulrike Simon bei "Horizont". Die Managerin habe aus Sicht der Journalist*innen "nicht immer" den richtigen Ton getroffen.
axelspringer.com, horizont.net, youtube.com (Botschaft Mathias Döpfner, 1-Min-Video), turi2.de/koepfe (Profil Caspar)

Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

Springer will Mehrheit an der Groupe La Centrale and Providence Equity verkaufen.

Wechsel auf die Rückbank: Springer verhandelt mit dem Investor Providence Equity Partners über einen Verkauf der Mehrheit an der französischen Groupe La Centrale, die in Frankreich Portale für Auto-Kleinanzeigen betreibt. Springer will als Minderheitsgesellschafter an Bord bleiben, sich bei Rubrikengeschäften aber stärker auf die Sektoren Jobs und Immobilien fokussieren.
axelspringer.de

Springer investiert in die Audio-Agentur Wake Word.

Springer investiert im nicht näher bezifferten Ausmaß in die Audio-Agentur Wake Word. Wake Word hat u.a. Volkswagen und Sony als Agentur-Kunden und produziert zudem Podcasts, z.B. Precious Exile mit Friedrich Liechtenstein für die ProSiebenSat1-Tochter FYEO und 11 Leben – Die Welt von Uli Hoeneß für das Bertelsmann-Portal Audio Now. Die Gründer Sven Rühlicke und Ruben Schulze-Fröhlich führen die Firma weiter als eigenständiges Unternehmen, künftig innerhalb des Audio-Portfolios von Springer.
axelspringer.com

Springer übernimmt Mehrheit am Außenwerbe-Startup Framen.

Springer übernimmt die Mehrheit am Außenwerbe-Startup Framen. Die Firma spielt adressierbare, kontextuelle Werbung auf mehr als 3.500 Screens Displays etwa in Fitness-Studios oder Einkaufs­zentren aus. Springers Media Impact steigt in die Vermarktung ein. Geplant ist, nicht nur Werbung zu zeigen, sondern auch Inhalte von Springer-Medien, z.B. Bundesliga-Highlights.
axelspringer.com, horizont.net (Paid)

Springer stellt Jugendportal “Noizz” ein.

Das war's: Springer dreht seinem Jugendportal Noizz zum 30. Dezember den Saft ab. Der Verlag begründet den Schritt u.a. mit der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive des Portals. Die junge Zielgruppe solle in Zukunft noch stärker an die Kernmarke Bild gebunden werden und über die Angebote der Books-Seiten erreicht werden. Betriebsbedingte Kündigungen schließt der Verlag aus.
noizz.de, medieninsider.com (Paid)