“Belohnung von Voyeurismus und Clickbaiting”: Madsack-Chef kritisiert LSR-Verwerter Corint Media.

Klicks vs. Qualität: Madsack-Chef Thomas Düffert nimmt sich in seinem Auftakt-Vortrag zum Digital-Kongress BeBeta Clickbaiting und Sensations-Journalismus vor. Er kritisiert die Verwertungsgesellschaft Corint Media, die Gebühren aus dem Leistungsschutzrecht verteilt: "Wenn 98 % der Erlöse nach Klicks, nach Visits verteilt werden sollen, belohnen wir Clickbait." Das LSR sei aber geschaffen worden, um einen Journalismus zu unterstützen, der zum Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft beiträgt. Er stellt Recherche-Leistungen von regionalen Tageszeitungen den Sensations-Schlagzeilen von "Bild", Ippen und anderen, die sich für keinen Cliffhanger zu schade sind, gegenüber. Düffert appelliert an die Corint-Chefs Christoph Schwennicke und Markus Runde, an die Gesellschafter sowie an den Springer-Verlag, der bei der Verteilung der Gelder ein gewichtiges Wort mitspreche, weniger auf Klicks und mehr auf Qualität zu achten.
youtube.com (20-Min-Vortrag im Konferenz-Mitschnitt)

Axel Springer startet den Podcast “Journalisten-Club”.

Springer startet den Podcast Journalisten-Club, der sich mit den "spannendsten, bewegendsten und skurrilsten" Recherchen aus dem eigenen Haus beschäftigt. Das neue Audio-Format erscheint monatlich überall wo es Podcasts gibt, Moderatorin ist Julia Sommerfeld. In der ersten Folge berichtet "Welt"-Investigativreporterin Tina Kaiser über "Die Todesanzeige des Corona-Leugners".
axelspringer.com (34-Min-Podcast)

“Bild” bringt Sonderausgabe zum Thema Zuversicht heraus.

Bild bringt heute eine Sonderausgabe zum Thema Zuversicht heraus, um die "Rückkehr in die Normalität" nach der Corona-Pandemie zu feiern. Zu Wort kommen u.a. Politikerinnen wie Manuela Schwesig, Markus Söder und Armin Laschet, Franz Beckenbauer gibt seine Einschätzung zur Fußball-EM ab. Die Ausgabe hat eine Auflagenhöhe von 3 Mio Exemplaren, über 2 Mio werden kostenlos verteilt.
per Mail

Springer knackt Marke von 1 Mio Digital-Abos.

Knapp drüber: Die Zahl der Digital-Abos der Springer-Publikationen klettert im Mai erstmals in siebenstellige Dimensionen. Von den insgesamt 1.006.800 zahlenden Online-Konsumentinnen gehen allein 540.177 auf das Konto von Bild Plus, weitere 157.230 gehören zur "Welt". Springers Bezahl-Angebote wachsen im zweistelligen Prozentbereich, Insider und die Marken von Ringier Axel Springer sogar dreistellig.
axelspringer.com, dwdl.de

Bild.de, Welt.de und Techbook bauen NetID auf ihren Websites ein.

Springer integriert NetID Professional auf den Websites von Bild, Welt und Techbook. Nutzerinnen können eine Website mit ihrer NetID zu verknüpfen und so ihre Privatsphäre-Einstellungen zentral verwalten. Werbung­treibende und Publisher können geräte­übergreifend und datenschutz­konform personalisierte Werbung und Inhalte ausspielen. Noch nicht integriert ist die Möglichkeit, sich mit einen Account bei verschiedenen Webseiten anzumelden.
horizont.net (Paid)

Kanzlerkandidat Armin Laschet macht Tanit Koch zu seiner Wahlkampfberaterin.


Kocht Wahlkampf-Süppchen: Ex-"Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch, 43, wird Wahlkampfberaterin bei CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Koch soll die Kommunikation im Wahlkampf leiten, die dazugehörige Pressearbeit koordinieren und Laschets Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Teile der CDU vermissen dort u.a. "eine Strategie für die Präsentation des Kanzlerkandidaten" und "klare Botschaften", schreibt die dpa. Laschet solle so auf "schwache persönliche Umfragewerte" reagieren.

Der CDU-Chef freue sich bei Tanit Koch über eine "erfahrene Journalistin und Kommunikationsexpertin" in seinem Team. Koch war bis Ende 2020 Geschäftsführerin von n-tv sowie Chefredakteurin des zentralen RTL-Newsrooms, Ende 2020 kündigte die Mediengruppe RTL ihren Weggang nach weniger als zwei Jahren an. Davor war sie bis 2018 "Bild"-Chefredakteurin, verließ das Blatt aber wegen eines Zerwürfnisses mit Julian Reichelt.
horizont.net, t-online.de, turi2.de (Background)

Ex-“Bild”-Chefredakteur und -Herausgeber Willi Schmitt, 77, ist tot.

Willi Schmitt, ehemaliger Chefredakteur der "Bild am Sonntag", ist tot. Nach Stationen als Sportchef, Chefreporter und Vize-Chef der "Bild" lenkte er die "BamS" ab 1984 drei Jahre lang mit Wolfgang Kryszohn und zwei weitere Jahre in Eigenverantwortung. 2000 übernahm Willi Schmitt für drei Jahre die Chefredaktion der "Sport Bild". Kai Diekmann sagt im "BamS"-Nachruf, dass er Schmitt die Erkenntnis verdanke, "dass es keinen schöneren Beruf gibt". Franz Beckenbauer bezeichnet den Journalisten als "hochanständigen Kerl". Schmitt ist am vergangenen Sonntag gestorben.
bild.de (Paid)

Mitarbeiterbefragung bei “Bild” legt Misstrauen und Unzufriedenheit offen.


Betriebsklima-Krise: Bei "Bild" herrscht in Teilen der Belegschaft offenbar eine hohe Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen, legt eine Befragung unter knapp 900 Mitarbeiterinnen offen. Die Ergebnisse wurden dem Team am Montag in einer Videokonferenz präsentiert, "Spiegel" und Medieninsider zitieren daraus. 16 % der Befragten geben an, ihren direkten Führungskräften nicht zu vertrauen, rund ein Drittel beklagt, nicht regelmäßig Feedback von Vorgesetzten zu erhalten. Knapp jeder Dritte sagt, Mehrarbeit nicht problemlos durch Freizeit ausgleichen zu können, jeder Vierte schaffe sein Arbeitspensum nicht innerhalb der vertraglichen Arbeitszeit.

"Bild"-Co-Chefredakteurin Alexandra Würzbach sagt in der Video-Konferenz laut "Spiegel", das Ergebnis habe sie "teilweise auch traurig gemacht". Ganz viele Mitarbeiterinnen hätten offenbar "was in sich hineingefressen" und dem jetzt anonym "zum ersten Mal Luft gemacht". Würzbach bittet um Vergebung und entschuldigt sich bei allen, "die sich respektlos behandelt gefühlt haben". "Bild"-Chef Julian Reichelt sagt laut "Spiegel", es brauche jetzt ein "Comeback des Miteinanders". Mitarbeiterinnen sollten künftig stärker Gehör finden – angstfrei, in einer offenen Diskussion "und ohne Konsequenzen zu fürchten". Reichelt räumt ein, dass die Gruppen, die während der Pandemie redaktionsintern Entscheidungen getroffen haben, wohl "als zu klein und zu gleich" empfunden wurden, vor allem "als zu abgeschottet" gegenüber dem Rest des Hauses.
spiegel.de (Paid), medieninsider.com (Paid)

Basta: “Bild” angelt sich einen Angel-Podcast.

Stumm Redselig wie ein Fisch: "Bild" startet den Angel-Podcast Bis zum Biss. In der ersten Episode erklärt Fischerei-Forscher Robert Arlinghaus, wie schlau und empfindsam Fische sind. Die Thematik ist für "Bild" nur auf den ersten Blick Neuland: Tatsächlich hat das Springer-Blatt jahrelange Erfahrungen damit, in trüben Gewässern zu fischen, dicke Fische an Land zu ziehen und politische Zustände aus den Angeln zu heben.
bild.de (34-Min-Audio)

Meinung: Springers Axios-Übernahme wäre eine teure Wette.

KKRs nächster Coup? Springer befindet sich laut "WSJ"-Bericht in Übernahme-Gesprächen mit dem US-Nachrichtenportal Axios – es wäre die perfekte Ergänzung zu Insider und Morning Brew, meint Nils Jacobsen. Axios wurde 2016 gegründet, berichtet knackig, kurz und mobiloptimiert über Politik und Wirtschaft und verdient hauptsächlich mit Anzeigen und Newsletter-Sponsoring Geld. Jacobsen vermutet KKR-Interessen an der Akquisition, weil die Wachstumsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt "arg begrenzt" seien. Als "Emporkömmling" müsse Axios nicht verkaufen. Jacobsen vermutet, dass die Übernahme, die zwischen 400 und 450 Mio Dollar kosten soll, ein womöglich zu teures Wagnis wäre, Springer den Preis aber vielleicht drücken kann, weil auch Axios seit Beginn der Biden-Ära rund 30 % Traffic verloren hat.
meedia.de (Paid), wsj.com (Übernahme-Gerücht)

Debatte: Mathias Döpfner bringt mit Facebook-Deal die Branche gegen sich auf.

Buhmann: Mathias Döpfner provoziert durch Springers Deal mit Facebook "den Zorn der Branche", schreibt Ulrike Simon. Döpfner werde immer auch als BDZV-Präsident gesehen, andere Verlage fürchten aber, er habe "zuvorderst Springer-Interessen im Blick". Manche zweifelten bereits am Sinn ihrer Mitgliedschaft im Verband. Eine Austrittswelle wäre "ein Miss­trauens­votum gegen Döpfner". Den Mut, dies durchzuziehen, "scheint keiner von denen aufzubringen", mit denen Simon gesprochen hat – wohl auch mangels Alternativen.
horizont.net (Paid)

“Spiegel”-Artikel über Julian Reichelt bleibt online – versehen mit einer Anmerkung.

Redaktionsschwanz: Der Artikel des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über die kolportierten innerbetrieblichen Verfehlungen von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt ("Vögeln, fördern, feuern") ist weiter online - jetzt ergänzt durch einen Redaktionsschwanz, wonach Reichelt "eidesstattlich versichert" hat, von der "Kommunikationsabteilung des Axel-Springer-Verlages nicht über unsere Fragen informiert worden" zu sein. Die Gelegenheit zur Stellungnahme hat demnach Reichelt ohne Schuld des "Spiegel" verpasst.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Mark Thompson hatte eine falsche Vorstellung von investigativem Journalismus.

Lese-Tipp: Mark Thompson, Ex-CEO der "New York Times" und seit kurzem Berater bei Axel Springer, hat erst spät verstanden, "dass investigativer Journalismus ziemlich harte Arbeit ist, viele Dokumente bedeutet und nicht viele heimliche Treffen mit Informanten." Im Interview mit Christian Meier erzählt er außerdem, er habe die "Unvermeidbarkeit" des Internets früh akzeptiert, die Bedeutung mobiler Geräte aber unterschätzt.
edition.welt.de (Paid)

Meinung: Springers Facebook-Deal sorgt für Unmut bei der Konkurrenz.

Branchen-Gewitter: Springers Partnerschaft mit Facebook "provoziert unter vielen Verlegern Unmut", schreibt Ulrike Simon im "Horizont". Nach Informationen des Blattes nimmt Springer mit dem Deal über die kommende Jahre einen dreistelligen Millionenbetrag ein. Der Verlag kassiere durch die Upday-Kooperation und die überraschende Partnerschaft mit Facebook-News gleich doppelt. Häuser, die sich "billig kaufen ließen oder Mark Zuckerbergs Verlockungen widerstanden, schauen in die Röhre".
horizont.net (Paid)

Facebook startet Facebook News – so sieht das neue Nachrichten-Angebot aus.


Fast alle an Bord: "Facebook News ist keine Antwort auf das Leistungsschutzrecht", sagt Jesper Doub im Video-Interview mit turi2.tv zum neuen Bereich für Qualitätsinhalte im sozialen Netzwerk. Ab heute rollt Facebook die neue Funktion aus, "es wird mehrere Wochen dauern, bis Facebook News für alle Nutzer verfügbar ist", erklärt Doub und zeigt im Video, wie der Dienst aussehen wird. Bei News affinen Anwenderinnen werde sich der Tab mit dem Zeitungs-Piktogramm in der Navigation etablieren – immer zu finden sei er über die sogenannten Bookmarks. Doub freut sich, dass Facebook neben den bereits bekannten Partner nun auch Springer und die Südwestdeutsche Medienholding u.a. mit der "Süddeutschen Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" an Bord hat. Insgesamt zählt die Partner-Liste aktuell 35 Medienuntermehmen mit weiteren sei Facebook im Gespräch.

Wie funktioniert Facebook News? Das Netzwerk sammelt automatisch alle von Medienhäusern auf der Plattform geteilten Links und spielt sie auch bei Facebook News aus. Dazu müssen Nachrichtenseiten als solche registriert sein und sich an die Community-Richtlinien halten. Eine News-Partnerschaft braucht es dafür nicht. Partnerverlage erhalten für Inhalte, die sie darüber hinaus zur Verfügung stellen, eine Vergütung in ungenannter Höhe. Dabei kann es sich um Pay-Inhalte handeln, muss es aber nicht.

Der Großteil des Nachrichten-Feeds wird durch den Algorithmus zusammengestellt, erklärt Doub. Die ersten paar Meldungen, die die Top-Storys des Tages darstellen, sind allerdings von Menschenhand kuratiert – nämlich vom Springer-Unternehmen Upday. Doub betont im Video-Interview, dass die Auswahl nichts mit der gleichnamigen News-App zu tun hat, die Springer auf Samsung-Handys betreibt, und dass Facebook die Richtlinien für die Auswahl vorgibt.

Als Antwort auf ein kommendes Leistungsschutzrecht will Doub Facebook News nicht verstanden sehen. Das Angebot sei in den USA und in Großbritannien gestartet – "dort gibt es kein Leistungsschutzrecht". Und in Frankreich, wo das LSR schon in nationales Recht umgesetzt ist, "sind wir rechtskonform unterwegs".
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Springer kooperiert mit Facebook.


Ende des Widerstands? Springer schließt überraschend eine globale Partnerschaft mit Facebook. Die Medieninhalte von Marken wir "Bild", "Welt" und Business Insider sollen künftig auf diversen Plattformen des US-Tech-Riesen erscheinen – das schließt auch eine Ausspielung bei Facebook News ein, das noch im Mai starten soll. Bisher ist Springer einer der schärfsten Gegner von Verlags-Kooperationen mit US-Konzernen und Verfechter des Leistungsschutzrechts, das Google, Facebook & Co auf die harte Tour zur Kasse bitten will. Künftige Forderungen aus dem LSR sind aus der neuen Vereinbarung ausdrücklich ausgeschlossen.

Springer-Chef Mathias Döpfner bezeichnet das Abkommen als strategischen Meilenstein "für das Haus und die gesamte Branche". Die Kooperation umfasst auch Bezahl-Inhalte von "Welt" und "Bild", die via Facebook in einer begrenzten Anzahl anmeldefrei zugänglich sein sollen. Zudem wird Springer auch in Deutschland als Dienstleister für Facebook tätig: Das Springer-Unternehmen Upday besorgt – wie schon für den Markt in Großbritannien – die Kuratierung der Partnerinhalte bei Facebook News.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

“Bild” wirft dem “Spiegel” kalkulierte “Corona-Panikmache” vor.

Bild wirft dem "Spiegel" kalkulierte "Corona-Panikmache" vor. Der "Spiegel" hatte für den Monat Mai eine deutschlandweite Corona-Inzidenz von 1.200 sowie bis zu 50.000 Neuinfektionen täglich prophezeit, was nicht eingetreten ist. Die Redaktion des Nachrichtenmagazins räumt gegenüber der "Bild" ein, die herangezogenen Modelle seien "nicht perfekt".
bild.de

Lese-Tipp: “Bildblog” resümiert die Corona-Berichterstattung der “Bild”.

Lese-Tipp: Moritz Tschermak und Mats Schönauer vom Bildblog werfen einen Blick auf die Corona-Berichterstattung der "Bild". Die Redaktion mache in den ersten Monaten des Jahres 2020 "gar keinen schlechten Job", viele Artikel seien "boulevardesk und emotional aufgeladen". Im Hinblick auf die Entwicklung sei die Berichterstattung "allerdings durchaus angemessen", bis sie später dem Grundsatz "Hauptsache dagegen" folge.
bildblog.de

Meinung: “Bild”-Buch von Mats Schönauer und Moritz Tschermak ist “nüchtern und sachlich”.

Bild' dir deine Meinung: Das "Bild"-Buch von Mats Schönauer und Moritz Tschermak kommt erfreulich "nüchtern und sachlich" daher, findet Cornelius Pollmer. Die Autoren zeigen, die teils tendenziöse Berichterstattung der Boulevardzeitung werde oft dadurch problematisch, dass "Journalisten und Politiker Inhalte von 'Bild' ungeprüft weitertragen." Die Leserinnen des Buchs bemerken bei der Lektüre, "dass 'Bild' konsumieren mitunter mehr bedeutet, als einen Cheat-Day in die journalistische Diät einzubauen."
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

“Spiegel” wirft “SZ”, ZDF und “Bild” Parteilichkeit im DFB-Machtkampf vor.

DFB: Im Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller und seinem Generalsekretär Friedrich Curtius teilen "Süddeutsche Zeitung", ZDF und "Bild" "fulminant gegen die Keller-Gegner" aus, wirft der "Spiegel" den Medien vor. "SZ" und ZDF hätten "bis aufs Wort" identische Fragenkataloge an den früheren DFB-Berater Kurt Diekmann geschickt, die auf geleakten internen E-Mails fußten, aus denen zuerst die "Bild" zitiert hatte. Diekmann vermutet einen Hackerangriff und hat Strafanzeige gestellt.

In einem "Bild"-Bericht von Ende April wird Diekmann als dubioser Berater dargestellt – dabei soll das Springer-Blatt selbst mit ihm zusammengearbeitet und ihm "8000 Euro netto plus Spesen" für DFB-Interna bezahlt haben, schreibt der "Spiegel". Das Magazin resümiert: Hätte sich Keller nicht mit einem Nazi-Vergleich ins Abseits manövriert, "wäre der Kampf deshalb wohl für ihn entschieden gewesen".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Medienanstalt: Springers Bild TV kann wohl am 1. August starten.

bildlogoBild TV: Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg wird den von Springer geplanten TV-Sender wohl zum 1. August lizensieren, antwortet die Behörde auf eine Anfrage der dpa. Der Antrag für das Fernsehprogramm zur Boulevardzeitung liegt demnach seit 30. April vor. Ob der Sendebetrieb auch am 1. August beginnt, ist unklar. Bild TV soll laut Springer zur Bundestagswahl im Herbst startklar sein.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Rainer Esser gratuliert den mächtigen Plattformen.

"Es gibt da diesen Spin: Weil diese Firmen so viel Geld verdienen und einen großen Marktanteil haben, müssen sie böse sein. Ja, es sind große, mächtige Plattformen mit sehr gut funktionierenden Geschäftsmodellen. Da kann ich erstmal nur sagen: herzlichen Glückwunsch!"

Rainer Esser, Geschäftsführer des "Zeit"-Verlags, teilt "das Jammern über Google und Facebook" nicht, sagt er im Meedia-Interview. Esser hält die Diskussion um die großen Plattformen als mögliche Konkurrenz für "nicht zielführend."
meedia.de (Paid)

Head of Social Media Mathias Richter verlässt “Bild” schon wieder.

Bild und Mathias Richter, seit Dezember Head of Social Media, gehen schon wieder getrennte Wege. Via Linked-in verkündet er sein Ausscheiden teilt mit, er sei auf der Suche nach "einem Job, in dem ich wirklich was bewegen kann und darf". Richter kam Ende 2020 von der ProSiebenSat.1-Tochter Studio 71 zu Springer.
linkedin.com via medieninsider.com, turi2.de (Background)

Medieninsider: Georg Altrogge macht für “Bild” künfitg Medienberichterstattung.

Bild verpflichtet Georg Altrogge, 59, ab Mai als Chefkorrespondent für Medienberichterstattung, schreibt Medieninsider. Die Position ist in das Ressort Politik und Wirtschaft eingegliedert, Altrogge untersteht aber direkt den Chefredakteurinnen Julian Reichelt und Alexandra Würzbach. Der Gründungschefredakteur und langjährige Geschäftsführer von Meedia hatte den Branchendienst 2019 verlassen.
medieninsider.com, turi2.de (Background)

Springer ernennt Claudius Senst zum CEO von “Bild” und “Welt”.


Neue Welt-Ordnung: Springer schafft für die "Welt"- und "Bild"-Gruppe die neue Position eines CEO und besetzt sie mit Claudius Senst. In der neuen Rolle soll Senst den gesamten Publishing-Bereich der beiden Markengruppen verantworten. Er berichtet direkt an Vorstand Jan Bayer. Laut Springer soll er den Fokus dabei auf weiteres Wachstum legen. Bei der "Bild" werden mit der Berufung von Senst künftig auch wieder die kaufmännische und die redaktionelle Verantwortung getrennt, schreibt Ulrike Simon: Alexandra Würzbach und Julian Reichelt geben die Geschäftsführung spätestens zum 1. Juli wieder ab.

Senst kehrt damit zu Springer zurück, wo er 2013 als Vorstandsreferent begonnen hat und ab 2016 in den USA die Beteiligungen mit verantwortet hat. Seit 2017 ist er bei der Springer-Tochter Insider, zunächst als Abo-Chef, seit 2020 als Operativ-Chef. Auch künftig wird er als Mitglied des Board of Directors weiter für Insider tätig sein.
axelspringer.com, horizont.de (Paid)

“Bild” wirft dem “Spiegel” bei DFB-Enthüllungen ein “seltsames Doppelspiel” vor.


Gemeinsame Freunde: "Bild" nimmt die Recherchen des "Spiegel" "zum Themenkreis 'Sommermärchen'" ins Visier und berichtet über geschäftliche Verbindungen des Nachrichten-Magazins mit dem Medienberater Kurt Diekmann, der laut "Bild" zeitweise auch in Diensten des DFB gestanden haben soll. Das Springer-Blatt zitiert aus E-Mails zwischen "Spiegel"-Redakteuren und dem Berater sowie aus Rechnungen, die der "Spiegel" Diekmann bezahlt haben soll, und fragt: "Zahlte der 'Spiegel' Honorar an einen Medienberater, als dieser auch für den DFB tätig war?" Eine konkrete Antwort bleibt "Bild" schuldig, deutet aber an, dass in der Zeit als Diekmann für den DFB tätig war, "auch immer wieder DFB-freundliche Artikel" im "Spiegel" erschienen seien – "in der Folge des seltsamen Doppelspiels". "Bild" zitiert aus einem "Spiegel"-Statement in der Sache: "Der 'Spiegel' hat von 2016 bis Mai 2019 mit Herrn Diekmann zusammengearbeitet." Die Zusammenarbeit sei beendet, 2020 seien keine Rechnungen mehr beglichen worden.

Im April 2019 musste der damalige DFB-Chef Reinhard Grindel zurücktreten, weil er im Amt eine Luxus-Uhr geschenkt bekommen, den Wert aber nicht angegeben hatte. Zuvor hatte der “Spiegel” bereits verschwiegene Zusatzeinnahmen in Höhe von 78.000 Euro berichtet, die er ebenfalls nicht angegeben haben soll.
bild.de

Christian Nienhaus kandidiert für die Bundestagswahl.

Politik statt Print: Christian Nienhaus, 61, Geschäftsführer der "Welt" und Chef von Springers Vertriebsorganisation Sales Impact, tritt für die CDU in Hagen als Bundestagskandidat an. "New Business" berichtet, dass es Gespräche zwischen ihm und Springer über ein Ausscheiden des Managers geben soll. Sollte er am 26. September in den Bundestag gewählt werden, wäre sein Mandat "wohl kaum mit seinem derzeitigen Posten als Geschäftsführer vereinbar", schreibt "Horizont".

Es ist nicht Niendorfs erster Versuch als Politiker: Er war bereits 1994 in Hagen angetreten, 2014 war er als Oberbürgermeister im Gespräch. Ende April will Hagens CDU Nienhaus offiziell als Kandidaten küren, Gegenkandidatinnen gibt es nicht. Nienhaus arbeitet mit Unterbrechungen seit 20 Jahren bei Springer in unterschiedlichen Positionen.
horizont.net (Paid), new-business.de, dnv-online.net

“Bild” schießt gegen Baerbock.


Abteilung Attacke: Bild" nimmt Annalena Baerbock ins Visier. Lydia Rosenfelder und Michael Sauerbier schießen in ihrem Porträt scharfe Spitzen gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin – verpackt in blumige Bilder. Die frühere Trampolin-Springerin sei "bereit für einen Sprung". Dass sie "für die Macht große Kompromisse" mache, wollen sie im Landesverband Brandenburg gehört haben. Passenderweise holen die Autorinnen einen Korruptionsskandal aus ihrer Zeit als Landeschefin heraus, den sie "unbeschadet" überstanden hat, und weisen darauf hin, dass Baerbock ihre Doktor-Arbeit nicht beendet hat.

Natürlich entdeckt "Bild" bei der Kandidatin auch "optisch eine Metamorphose" und weist auf "Lederjacke und hohe Absätze, knallrote Kleider" hin – und darauf, dass Baerbocks Ehemann sich nun um die beiden Kinder im Grundschulalter kümmern müsse. Insgesamt eine klare Kampfansage. Das aktuelle Stimmungsbild von Forsa spricht eine andere Sprache: Die Grünen legen um 5 % auf 28 % zu, die CDU verliert nach der Laschet-Ankündigung 7 % und fällt auf 21 %.
bild.de (Paid), faz.net (Forsa)

Mitarbeit: Markus Trantow

Agof: n-tv und “Spiegel” machen Bild.de Konkurrenz.

Agof im März: Die Reichweiten-Statistik beschert Burdas "Mein schöner Garten" einen Zuwachs von 83,3 % im Vergleich zum Februar. Am stärksten nach unten geht es mit -34,2 % für vip.de. An der Spitze gibt es kaum Veränderung bei den täglichen Unique Usern: Bild.de verliert zwar Reichweite (-4,9 %), bleibt aber auf Platz 1, gefolgt von n-tv (+9,2 %) und dem "Spiegel" (+6,8 %).
meedia.de (Paid)

Zahl des Tages: Michael Friedman talkt rekordverdächtige vier Stunden über Wut.

Zahl des Tages: Ganze 232 Minuten spricht TV-Journalist Michel Friedman Samstagnacht beim Nachrichtensender Welt über das Thema Wut. Die ersten Gäste seiner neuen Sendung "Open End" sind Schriftstellerin Thea Dorn, Journalist Michel Abdollahi und Soziologe Heinz Bude. Springer spricht von einem "Talkrekord" im deutschen Fernsehen.
presseportal.de

Jan Böhmermann nimmt Klatschblätter auseinander.


Regenbogen-Schelte: Jan Böhmermann knöpft sich im "ZDF Magazin Royale" das Geschäft der Klatschzeitschriften und deren Verlage vor. Kern des Geschäftsmodells sei es, "ein Fitzelchen Wahrheit zur größtmöglichen Skandalschlagzeile aufblasen, sodass es gerade eben noch juristisch erlaubt ist". Besonders Burda, Bauer, Funke und Klambt bekommen ihr Fett weg. Nebenbei schießt Böhmermann aber auch gegen Gruner + Jahr und Springer, die bei der Verlags-Initiative Best4 miteinander kooperieren.

Namentlich genannt und zum Teil zitiert werden vor allem Burda-Vorstand Philipp Welte und sein Verleger Hubert Burda, Klambt-Verleger Lars Rose und Bauer-Verlegerin Yvonne Bauer. Daneben werden Stephan Schäfer von Gruner + Jahr und Jan Bayer von Springer erwähnt, sowie der bei Bauer bereits ausgeschiedene Jörg Hausendorf.

Die Vorwürfe gegen die Regenbogenblätter und die Fälle, die Böhmermann bespricht, sind zum größten Teil bekannt. Neu ist, dass Böhmermann den Spieß umdreht und am Samstag ein Klatschblatt über die Verlegerinnen an den Kiosk legt. Das "Freizeit Magazin Royale" kommt mit 32 Seiten und 500.000 Auflage und enthält "Qualitätstragödien, Schocknachrichten und Horror-Diagnosen" über die Zeitschriften-Macherinnen von Bauer, Burda, Funke, Klambt und Co. Die Titel-Zeile "Wie er mit Intrigen, Inzucht und Inkontinenz Millionen machte" über "Verleger-König" Hubert Burda gibt den Ton vor. In der Online-Ausgabe sind alle Fotos und Geschichten über die Verlegerinnen vorsorglich geschwärzt. Das Print-Heft lässt sich auch im Online-Shop bestellen.
youtube.com (18-Min-Video), uebermedien.de, br.de, shop.freizeitmagazinroyale.de, turi2.de (Background)

Meinung: Der TV-Start von Bild Live kommt zur richtigen Zeit.

Bild Live kommt zur richtigen Zeit, schreibt David Hein. Der geplante Start des Boulevard-Bewegtbilds im Herbst dürfte dank Corona-Pandemie und Bundestagswahl auf breites Interesse stoßen. Spannend findet Hein die Frage, wie sich "Bild" und "Welt" im TV-Markt voneinander abgrenzen wollen: Er vermutet, die "Bild" dürfte auch auf dem Fernsehschirm "lauter und krawalliger daherkommen".
"Horizont" 15/2021, S. 3 (Paid), turi2.de (Background)

Julian Reichelt geht gegen den “Spiegel” vor.

Spiegel-Bild: Julian Reichelt wehrt sich presserechtlich gegen die "Spiegel"-Berichterstattung über sich, schreibt Gregory Lipinski. Beim "Spiegel" sei eine Abmahnung eingegangen. Über Details äußern sich die Beteiligten nicht. Reichelt moniert wohl vor allem, vor der Veröffentlichung des Beitrags "Vögeln, fördern, feuern" nicht zu den Vorwürfen befragt worden zu sein. Der "Spiegel" hält die Vorwürfe für unbegründet und hat die Abmahnung abgewiesen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Springer bringt Bild Live ins Free-TV.


Bild dir deinen TV-Sender: Springer geht mit seinem Bewegtbild-Angebot von "Bild" den nächsten Schritt und bringt die Marke als neuen TV-Sender auch ins klassische Fernsehen. Geplant sind zunächst jeweils etwas sechs Stunden Live-Programm am Vormittag. Die übrige Sendezeit will Springer mit "Dokumentationen, Reportagen und weiteren Formaten" füllen, hier bei Bedarf aber jederzeit in eine Liveberichterstattung wechseln. "Bild" wird über Kabel, Satellit und Internet-TV als Free-TV-Kanal empfangbar sein. Der Sendestart steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Erteilung einer Sendelizenz durch die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg. Ziel ist, den Sender noch vor der Bundestagswahl an den Start zu bringen. Programmchef des Senders wird Claus Strunz.

Strunz sagt: "Unser Anspruch ist: Wann immer etwas passiert, das unsere Zuschauerinnen und Zuschauer bewegt, ist 'Bild' live dabei". "Bild"-Chef Julian Reichelt sagt: "Wir wollen Fernsehen machen, das Menschen nicht belehrt, sondern zeigt, was ist. Das Menschen eine Stimme gibt und ihnen aus der Seele spricht". Der neue Sender ergänzt das bisherige TV-Angebot von Springer, bestehend aus den Sendern Welt und N24 Doku. Alle drei Kanäle bündelt Springer in einer neuen Unit der WeltN24 GmbH unter der Leitung von Frank Hoffmann. Die Live-Schiene des neuen Senders Bild will Springer künftig parallel auch bei N24 Doku zeigen.
axelspringer.com, dwdl.de

“Auto Bild” startet den Podcast “Erst fahren, dann reden”.

PS-cast: "Auto Bild" fährt mit dem neuen Podcast Erst fahren, dann reden vor. Darin nehmen Peter Fischer und Jan Götze künftig jeden zweiten Mittwoch ein Auto unter die Lupe, das sie zuvor getestet haben. Die Folgen sind jeweils 30 bis 45 Minuten lang. In ihnen soll auch der Motor und andere Geräusche des jeweiligen Autos zu hören sein. Die Auftakt-Folge behandelt den Sportwagen Polestar 1.
per Mail, podcasts.apple.com

Mathias Döpfner und Ferdinand von Schirach diskutieren neue europäische Grundrechte.

Utopie-Buddies: Mathias Döpfner (Foto) diskutiert in der "Welt am Sonntag" ausgiebig mit Ferdinand von Schirach über dessen Vorschlag für neue europäische Grundrechte, der in eine politische Kampagne mündet. In wenigen Sätzen fordert von Schirach Grundrechte für Umwelt, digitale Selbstbestimmung, künstliche Intelligenz, Wahrheit und Globalisierung ein. Der Springer-Chef sieht in der "utopischen, scheinbaren Naivität" der Forderungen ihre Kraft. Er glaubt, dass ein Verbot der Nutzung von Daten zur Optimierung von Geschäftsmodellen eine "zwingende Voraussetzung für ein weiterhin existierendes Geschäftsmodell der Medien" sei. Von Schirach findet es erstaunlich, "wie viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen von der Idee begeistert sind". Seit Monaten arbeite ein neu gegründeter gemeinnütziger Verein an der Initiative. Er selbst wolle das Projekt anschieben und sich dann zurückziehen.
welt.de, wemove.eu (Kampagne)

Lese-Tipp: “Welt” zeigt zum Jubiläum ihre erste Ausgabe und porträtiert den ersten Chefredakteur.

Lese-Tipps: Die "Welt stellt ihrem 75-jährigen Jubiläum die erste Ausgabe vom 2. April 1946 als PDF zur Verfügung. Chefredakteur des damals 20 Pfennig teuren Blattes war der KZ-Überlebende Rudolf Küstermeier. Seine Handschrift präge das Blatt von der ersten Ausgabe an, schreibt Ex-"Welt"-Herausgeber Thomas Schmid in einem lesenswerten Text zu Küstermeiers Wirken.
welt.de (PDF), welt.de (Küstermeier-Beitrag)

Springers Upday könnte Dienstleister für Facebook News werden, Verlage sauer.

Springer erzeugt in der Branche für Unmut, weil die News-App Upday offenbar Dienstleister Facebook News wird, schreibt Ulrike Simon. Springer bestätigt "Horizont" gegenüber Gespräche, will aber nicht auf Details eingehen. Die Zusammenarbeit wäre pikant, weil Springer bislang zugunsten eines Leistungsschutzrechts Lizenzdeals zu Inhalten ablehnt und sie als "Abspeisen" definiert. Springer-Chef Mathias Döpfner tritt in seiner Funktion als BDZV-Präsident zudem mit Nachdruck für ein Leistungsschutzrecht ein. Springer erklärt: "Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir Kooperationen mit Facebook, Google und anderen Anbietern aufgeschlossen gegenüberstehen – allerdings nur, soweit dadurch die effektive Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten nicht erschwert oder unmöglich wird."
horizont.net (Paid)

Döpfner und Reichelt entschuldigen sich bei “Bild”-Belegschaft.

Doppel-Sorry: Mathias Döpfner entschuldigt sich bei der "Bild"-Belegschaft für die "unglücklich formulierte" Pressemitteilung zum Abschluss des Compliance-Verfahrens. Marvin Schade von Medieninsider zitiert aus einer Video-Schalte mit Döpfner, Julian Reichelt, Jan Bayer, Stephanie Caspar und Reichelts neuer Co-Chefin Alexandra Würzbach. Döpfner habe nicht so klingen wollen, als würden für Führungskräfte andere Regeln gelten. Dennoch betont er erneut "die publizistische Rolle" Reichelts als "extrem richtig und extrem wichtig für dieses Land." Reichelt selbst meldet sich in der Schalte mit einem 10-minütigen, schriftlich vorbereiteten Statement zu Wort. Er bedauere u.a. die Vermischung von Privatem und Beruflichem.
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)