Bild TV darf offiziell auf Sendung gehen.

bildlogoBild: Die "Kommission für Zulassung und Aufsicht" (ZAK) der Landesmedienanstalten erteilt dem Web-TV-Projekt des Boulevardblattes eine Rundfunkzulassung. Im Programm sollen der ZAK zufolge lineare Sendeformate laufen, darunter Talk- und Sport-Inhalte. Springer war lange davon überzeugt, keine Rundfunklizenz zu brauchen. Das sah das Berliner Verwaltungsgericht anders. Im Herbst 2019 hatte der Verlag ein groß angelegtes Live-Programm seines Boulevardblatts angekündigt.
dwdl.de, onvista.de, turi2 (Background)

“stern” und “Bild” rufen zur Solidarität auf.

stern ruft heute einen "Tag der Solidarität" für Corona-Helfer*innen aus. Ab 9.00 Uhr widmet sich stern.de auf der Homepage monothematisch Menschen und Initiativen, die das öffentliche Leben am Laufen halten. Zusätzlich hat der "stern" eine Telefonseelsorge eingerichtet. "Bild" bekundet auf der letzten Seite heute zweisprachig Solidarität mit Italien.
per Mail, stern.de/solidaritaet (stern), twitter.com/jreichelt, bild.de ("Bild")

Zitat: Springer-Chef Mathias Döpfner will Inhalte auch in der Corona-Krise nicht verschenken.

"Solange Medizin und Nahrung nicht kostenlos sind, darf Recherche und Information das auch nicht sein. Sonst wird sie sehr bald keiner mehr betreiben."

Springer-Chef Mathias Döpfner will auch in der Corona-Krise keine journalistischen Produkte verschenken. Bei "Horizont" kritisiert er zumindest indirekt u.a. die E-Paper-Aktion von Gruner + Jahr.
horizont.net, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Jan-Eric Peters wird 55.


Wir graturilieren: Jan-Eric Peters, zuletzt Chef von Springer News-App Upday und derzeit im Sabbatical, feiert heute seinen 55. Geburtstag - "auf dem Sofa und ums Sofa herum, wo sonst?". Vor zwei Wochen ist er nach seiner Reise durch Australien und Neuseeland, im Foto gerade am Mount Cook, mit einem der letzten regulären Flüge zurück nach Deutschland gekommen. Das Beste im vergangenen Lebensjahr war für Peters eine Radtour mit seinen Söhnen zum Polarkreis in Lappland. Drei Wochen lang waren sie 3.000 Kilometer unterwegs und haben dabei "wahrscheinlich 30.000 Spaghetti" verzehrt. Fürs kommende Jahr wünscht sich Jan-Eric Peters, dass "Wörter wie Durchseuchung, Herdenimmunität und Mund-Nasen-Schutz wieder verschwinden". Gratulationen sind - mit zwei Metern Abstand - z.B. per E-Mail, Twitter oder Facebook willkommen.

Vice: “Bild” empfiehlt fragwürdigen Corona-Selbsttest.

bildlogoBild hat Mitte März in einem Video einen fragwürdigen Corona-Selbsttest einer "höchst dubiosen Firma" empfohlen, recherchiert Vice. Der Test für 249 Euro verspricht ein Ergebnis innerhalb von 48 Stunden. Mit welchen Laboren die Firma Medi.Lab zusammenarbeitet, bleibt offen. Bilder und Texte der Website sind von anderen Seiten zusammenkopiert, am angegebenen Firmensitz ist niemand zu finden. Bei YouTube hat "Bild" das Video inzwischen gelöscht, auf Bild.de ist es noch aufrufbar.
vice.com

Zitat: Für Welt-Senderchef Torsten Rossmann verschmelzen bei Corona Privates und Berufliches.

"Zum allerersten Mal müssen wir nicht nur über eine Krise oder Katastrophe berichten, sondern wir sind auch selbst davon voll erfasst. Nicht nur im Job, sondern auch in der Privatsphäre."

Torsten Rossmann, Chef von Springer News-Sender Welt, sagt im DWDL-Interview, dass in der Corona-Krise Privates und Berufliches kaum trennbar sind.
dwdl.de

Wie geht’s der Freiheit, Ulf Poschardt?


Welt in Quarantäne: "Die Freiheit wird gerade massiv eingeschränkt", sagt Ulf Poschardt im "Wie geht's"-Interview. turi2.tv erwischt den "Welt"-Chefredakteur am Donnerstagmorgen per Skype auf dem Weg zur nächsten Video-Konferenz im Home Office, aus dem er Springers Blaue Gruppe dieser Tage führt. Poschardt stört sich zwar an den Beschränkungen, denen die Gesellschaft angesichts der Corona-Krise unterliegt. Auf der anderen Seite beweise sich eine liberale Demokratie gerade, wenn sie fähig ist, Freiheit mit demokratischen Mitteln einzuschränken, "um die Schwächsten der Schwachen zu schützen".

Die These, dass die Politik angesichts der Corona-Krise mit strengen Regeln reagiert, die im Kampf gegen den Klimakollaps viel nötiger wären, findet Poschardt "so bescheuert, dass ich sie eigentlich gar nicht kommentieren will". Wer eine Pandemie mit der Klimakrise verwechsle, habe beides nicht verstanden. Die Diskussion wolle er lieber Jakob Augstein und Richard David Precht überlassen. Der Philosoph hatte in einem turi2.tv-Interview u.a. gesagt, "dass die Leute mehr Angst um ihr Leben haben als um das Überleben der Menschheit".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Springer kassiert Prognose für 2020 und verschiebt Hauptversammlung.

Springer kippt wegen der Corona-Krise seine Prognose für 2020. Eigentlich hatte Springer einen Umsatz auf dem Niveau von 2019 und einen rückläufigen Gewinn wegen Investitionen und Abschreibungen erwartet. Nun sei eine "belastbare konkrete neue Prognose" nicht möglich. Die Aktionäre sollen für 2019 dennoch wie geplant 1,16 Euro Dividende erhalten. Die Hauptversammlung verschiebt Springer von 22. April auf Ende Juni.
boerse.ard.de

Mathias Döpfner fordert baldiges Ende der Corona-Maßnahmen.

Die Welt dreht sich weiter: Springer-Chef Mathias Döpfner gibt in einem Gastbeitrag in der "Welt" einen Einblick in seine eigene Zerrissenheit im Hinblick auf die Corona-Maßnahmen. Die Welt wisse "erschütternd wenig über das Virus", was auch Döpfner, als Asthmatiker selbst Corona-Risikopatient, verunsichert: "Der eine sagt dies, der andere das", bemängelt er die teils widersprüchlichen Aussagen der Virologen und deren Allmacht, weil die Politik ihren Empfehlungen folge. Der Springer-Chef sorgt sich "um unsere freiheitliche, rechtsstaatliche, offene Gesellschaft, die im Namen der guten Absicht beschädigt werden könnte". Die Maßnahmen müssten sich um die kümmern, die besonders gefährdet sind. "Die Fantasie, dass wir die Pausetaste drücken, bis das Virus verschwunden ist, ist naiv und gefährlich."

Döpfner betont im Gastbeitrag die Rolle des unabhängigen Journalismus: Journalist*innen sind "unser Fenster zur Welt" und "Filter der Wahrheit". Sie haben eine "enorme Verantwortung", welche die Presse "in beeindruckender Weise" gerecht werde. "Vielleicht rückt jetzt auch der Wert von unabhängigem Journalismus wieder stärker ins Bewusstsein." China dürfe als Diktatur kein Vorbild sein, um die Corona-Krise totalitär zu meistern. "Ich fürchte, wir begehen demokratischen Selbstmord aus Angst vor dem Sterben", mahnt Döpfner.
welt.de (Paid)

Funke plant, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken.

Kurzarbeit in den Medien: Funke will für einzelne Bereiche Kurzarbeit einführen und entsprechende staatliche Hilfen beanspruchen, schreibt Gregory Lipinski. Welche Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen sein könnten, lässt der Verlag jedoch offen. Auch Springer prüfe derzeit entsprechende Anträge, habe aber noch keine Entscheidung getroffen. Bertelsmann will sich zu dem Thema erst bei seiner Bilanzpressekonferenz am Dienstag äußern.
meedia.de

Upday expandiert in 18 weitere europäische Länder.

Springer bringt mit dem Start des neuen Samsung Galaxy S20 seine Nachrichten-App Upday in 18 weitere europäische Länder, hauptsächlich in Zentral- und Osteuropa. Die App ist auf dem Smartphone vorinstalliert und Upday damit jetzt in 34 Ländern und 26 Sprachen verfügbar. Die Leitung übernimmt Polen-Chefredakteur Michał Wodziński, 35, zusätzlich.
axelspringer.de

Mathias Meier wechselt von “Bild” als Produktchef zu CH Media in die Schweiz.

CH Media, Schweizer Medienhaus hinter Titeln wie dem "St. Galler Tagblatt" oder der "Aargauer Zeitung", verpflichtet Mathias Meier, 39, als Chief Product Officer. Er kommt im Juli von Springer, wo er acht Jahre lang Leiter Produktentwicklung bei "Bild" war und in dieser Funktion maßgeblich an einer Vielzahl digitaler Initiativen beteiligt.
chmedia.ch

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Meier und Jakob Wais gewähren Einlick ins "Bild"-Labor. (01/2017)

Renner: Springer zahlt den Topmanagern insgesamt rund 74 Mio Euro als Bonus.

Springer: Vorstandschef Mathias Döpfner sowie die Vorstände Julian Deutz, Jan Bayer und Andreas Wiele erhalten "mit hoher Wahrscheinlichkeit" insgesamt rund 74 Mio Euro an Bonuszahlungen, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Vorstände, die bereits 2016 im Amt waren, profitierten von einem aktienkursbasierten Vergütungsprogramm namens LTIP.
berliner-zeitung.de

Corona: Springer schickt seine Mitarbeiter*innen ins Home Office.

Springer schickt seine Mitarbeiter*innen ins Home Office. Im Haus sei der erste bestätigte Fall aufgetreten, informiert der Vorstand die Mitarbeiter*innen in einer Rundmail. Ab sofort empfiehlt der Konzern das Home Office, ab Montag ist es verpflichtend – "sofern Ihre Tätigkeit dies erlaubt". Auch der "Tagesspiegel" hat seinen ersten bestätigten Corona-Fall. Der Mitarbeiter und alle Kolleg*innen, die mit ihm in Kontakt standen, befinden sich in Quarantäne.
uebermedien.de, rbb.de

Funke baut einen eigenen Vermarkter für die Zeitschriften auf.

Funke baut einen eigenen Vermarkter für die Zeitschriften auf. Die Kooperation mit Springers Media Impact läuft im September aus, "in einzelnen Bereichen" will Funke auch künftig mit dem Vermarkter zusammenarbeiten. Laut "Horizont" hat das Kartellamt die Vermarktung der Zeitschriften von Funke durch Burdas Werbesparte BCN abgewiesen.
funkemedien.de (Pressemitteilung), horizont.net (Paid)

Meinung: Gerüchte über eine Aufspaltung bei Springer bleiben.

Springer: Die Gerüchte über die offiziell dementierte Aufspaltung der Bereiche Journalismus und Rubrikengeschäfte bleiben, schreibt Catrin Bialek im "Handelsblatt". Die Wahrung des publizistischen Erbes - für das Axel Springers Witwe Friede steht - und das Wachstum im Digitalbereich - laut dem "Handelsblatt" das "mutmaßlich eigentliche Ziel" des US-Investors KKR - führe bei Springer zu Spannungen.
handelsblatt.com (Paid)

Springer steigert 2019 Digital-Anteil, verliert aber bei Umsatz und Gewinn.

Springer: Vorstandschef Mathias Döpfner rechnet beim Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" nicht mit betriebsbedingten Kündigungen, will sie aber auch nicht ausschließen, sagt er bei der Vorlage der Jahresbilanz 2019. Er setze auf Angebote zum freiwilligen Ausscheiden. Investitionen und Restrukturierung schmälern die Bilanz: 2019 erwirtschaftet Springer 3,112 Mrd Euro Umsatz, rund 2,2 % weniger als 2018. Der Anteil der Digital-Erlöse am Konzernumsatz steigt von 70,6 auf 73,3 %. Der Konzernüberschuss sinkt um 35,4 % auf knapp 135 Mio Euro. Das Segment News Media, zu dem u.a. "Bild" und "Welt" gehören, steigert den Anteil der Digital-Umsätze von 38,5 auf 42,8 %. U.a. durch Rückgänge im Printgeschäft sinkt der Segment-Umsatz um 4,4 % auf rund 1,4 Mrd Euro. Das Classifieds-Geschäft bleibt stabil bei 1,2 Mrd Euro Umsatz
meedia.de (Abbau), axelspringer.com (Bilanz), axelspringer.com (ausführlicher Geschäftsbericht), dwdl.de

Presse-Grosso, Großverlage und AMV einigen sich auf Ersatzregelung beim Zeitschriftenvertrieb.

Presse-Grosso hat gemeinsam mit der Verlags-Allianz von Springer, Burda, Gruner + Jahr, Bauer, Funke, Spiegel und Klambt sowie dem Arbeitskreis Mittelständischer Verlage eine Lösung für den Zeitschriftenvertrieb gefunden. Der AMV reichte 2019 beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Mindestumsatz-Regel ein, die daraufhin gekippt wurde. Die jetzige Vereinbarung regelt die Rabatt-Zuschläge und bestimmt, dass die Klassengrenzen der Absatz- und Jahresumsatzbonus-Tabellen 2020 nicht angepasst werden.
dnv-online.de, turi2.de (Background)

Ansgar Graw verlässt Springer, geht zu Weimer Media.

Springer und Ansgar Graw, 58, zuletzt Chefreporter der "Welt", gehen nach mehr als 20 Jahren getrennte Wege. Graw heuert bei Weimer Media an, wo er als Herausgeber des Debattenmagazins The European sowie der Satire-Plattform Pardon wirkt. Graw hat für die "Welt" u.a. über das politische Berlin berichtet und war als Korrespondent in den USA. Er ist Autor politischer Bücher.
turi2 – eigene Infos

“Bild am Sonntag” macht Facebook-Kanal dicht.

Bild am Sonntag verabschiedet sich von ihrem Facebook-Kanal, schreibt Ulrike Simon. Seit Alexandra Würzbach in der Redaktion die Geschäfte führt, scheine sich ohnehin keiner mehr darum zu kümmern. Ein Springer-Sprecher begründet, man wolle sich digital auf die Marke "Bild" fokussieren, die Zielgruppen seien "weitgehend deckungsgleich".
horizont.net

Ringier Axel Springer übernimmt Rubrikenportale in Polen.

Ringier Axel Springer Logo-150Ringier Axel Springer verstärkt seine Aktivitäten im Rubrikengeschäft in Polen. Das Unternehmen übernimmt das Rubrikenportal Gratka.pl vollständig vom bisherigen Eigentümer HKM. Außerdem startet Ringier Axel Springer ein Übernahmeangebot für MZN Property, das die Immobilienwebsite Morizon.pl sowie das Finanzportal Lendi.pl betreibt. Über 64 % der Anteile seien Ringier Axel Springer bereits zugesagt worden, so der Konzern.
axelspringer.com

“Bild”-Vize Christian Stenzel verlässt Springer.

Bild: Christian Stenzel, als Chief of Staff seit Juni 2019 Stellvertreter von Julian Reichelt, verlässt die Zeitung im April nach insgesamt 17 Jahren. Künftig will sich Stenzel mit Partnern selbstständig machen und unter anderem im Umfeld von Storymachine arbeiten. Stenzel ist persönlich eng mit Kai Diekmann verbunden, der Storymachine mitgegründet hat.
horizont.net, turi2.de (Background)

Springer startet eine internationale Vermarktungseinheit für Medien wie Upday und Politico Europe.

Internationales Update für Upday: Springer vermarktet Marken wie Upday und Politico Europe künftig über eine eigene internationale Vermarktungseinheit. Peter Würtenberger (Foto rechts) übernimmt die strategische Führung der neuen Sales Unit zusätzlich zu seinem bisherigen Posten als CEO bei Upday. Die neue Vermarktungseinheit solle "eng mit Media Impact kooperieren". Das internationale Portfolio umfasst mehr als 70 Medien, darunter auch die Titel der Ringier Axel Springer Media AG in Zentral- und Osteuropa. Die operative Leitung der neuen Unit übernimmt Robert Langenbach.

Mit den Angeboten der internationalen Vermarktungseinheit erreicht Springer nach eigenen Angaben mehr als 300 Mio User in rund 30 Ländern. Langenbach war zuvor bereits Head of Sales bei Media Impact für Politico Europe. Langenbach, der bereits von 2009 bis 2016 bei Springer tätig war, wird künftig an Würtenberger berichten.
per E-Mail

“WSJ”: Ebay erwägt den Verkauf der Kleinanzeigen, möglicherweise an Springer.

Ebay prüft den Verkauf der Kleinanzeigensparte, schreibt das "Wall Street Journal". Zu den möglichen Interessenten solle neben Springer auch der südafrikanische Technologieinvestor Naspers sowie die Beteiligungsgesellschaften TPG und Blackstone zählen. Der Wert von Ebays Kleinanzeigensparte wird auf rund zehn Mrd Dollar beziffert.
wsj.com (Paid), n-tv.de

“FAS” will offenbar Zustellkosten sparen, schreibt “Horizont”.

FAS: Bei der testweisen Umstellung des Erscheinungstages auf den Samstag geht es dem Verlag mehr um die teurere Sonntagszustellung als um den am Samstag stärkeren Einzelverkauf, hört Roland Pimpl aus dem Verlag. Springer, der mit “Bild am Sonntag” und “Welt am Sonntag” den Markt der Sonntagszeitungen dominiert, und “FAZ” hätten sich bisher offensichtlich nicht darauf einigen können “kostenaufteilend zusammenzuarbeiten”. In einem Testlauf sollen 1.000 Abonnenten auf die neue Ausgabe umgestellt werden.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Renner: Springer erwägt eine Aufspaltung in Publizistik und Rubrikenmärkte.

Sprung zu zwei Ufern? Springer erwägt nach dem KKR-Einstieg den Konzern in zwei Teile aufzuspalten, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Künftig solle es nur noch den Unternehmensbereich Publizistik mit den Zeitungen "Bild" und "Welt" sowie die profitablen digitalen Rubrikenmärkte geben. Renner schreibt von zwei nicht namentlich genannten Quellen, ein Sprecher von Springer teilt Renner dagegen mit: "Solche Pläne gibt es nicht".

Eine Stiftung soll laut Renner künftig die publizistischen Objekte übernehmen, die losgelöst von KKR agiere. Als Stiftungsvorstand für die Zeitungen sei Springer-Vorstand Mathias Döpfner "gesetzt". Die Rubrikenmärkte gehen in eine vom US-Investor geführte Aktiengesellschaft mit der neugegründeten Stiftung als Juniorpartner über, schreibt Renner. Die Anwälte seien bereits dabei, die Verträge aufzusetzen.
"Berliner Zeitung", S. 3 (Paid), turi2.de (Springers Sparprogramm)

Bertelsmann-Boss Thomas Rabe würde “gegebenenfalls” ProSiebenSat.1 übernehmen – wenn die Kartellis mitspielen.


Oben auf: Bertelsmann- und RTL-Boss Thomas Rabe (Foto) macht im Interview mit der "FAS" Stimmung in eigener Sache. Befragt von Herausgeber Gerald Braunberger und Redakteur Georg Meck spricht er über den Kauf von RTL-Aktien durch den Mutterkonzern, kündigt einen internationalen Rollout der Content Alliance an, lässt eine mögliche Konkurrenz durch Springers Bild-TV an sich abtropfen und fordert eine Deregulierung des TV-Marktes, damit "größere Zusammenschlüsse" möglich werden – "gegebenenfalls mit RTL und ProSiebenSat.1".

So sagt Rabe, dass Bertelsmann die RTL-Aktie für unterbewertet hält, und daher die eigenen 75 % seit einigen Monaten "im kleinen Stil" aufstockt. Die Sendergruppe sei "hochprofitabel", das Problem seien die Analysten, die derzeit nur "die Risiken der Transformation" sähen. Eine Komplett-Übernahme von RTL sei nicht geplant.

Nach einem Jahr Content Alliance in Deutschland zieht Rabe eine positive Bilanz: Die Erfahrungen von RTL und "stern" im News-Bereich und die von RTL und "Gala" bei Unterhaltungsthemen seien so gut, dass künftig auch die Töchter in Amerika, Großbritannien und Frankreich nach diesem Vorbild zusammenarbeiten sollen.

Außerdem fordert Rabe eine Deregulierung des TV-Marktes: "Die Regeln stammen noch aus dem analogen Zeitalter, als es noch kein YouTube, kein Facebook, kein Netflix gab", kritisiert der Konzernchef. Es sei "außerordentlich wichtig", dass "nationale Champions" entstehen könnten, sagt Rabe und denkt dabei an einen möglichen Zusammenschluss von RTL und ProSiebenSat.1.

Angesprochen auf Springers TV-Vorstoß mit Bild-TV sagt Rabe: "Davor ist mir nicht bange." Ihm sei noch nicht klar, wie das Programm aussehen soll.
faz.net (Paid)

Business Insider und “Welt am Sonntag” kooperieren.

Business Insider sucht Print-Anschluss und kooperiert mit der "Welt am Sonntag" – beide Springer. Die erste Zusammenarbeit ist eine Recherche von Lars Petersen, Politikchef des Online-Wirtschaftsmagazins. Er berichtet, wie die Gewerkschaft Verdi versucht, den Konkurrenten im Post-Bereich DPVKom "plattzumachen". Petersen zitiert aus internen Papieren und aus einer geschlossenen Veranstaltungen, bei der Verdi-Mann Lars-Uwe Rieck DPVKom übel beschimpft haben soll. Der Text erscheint bei Business Insider online und in der "WamS" gedruckt.
turi2 – eigene Infos, "Welt am Sonntag", S. 32 (Paid), businessinsider.de

Springer will mehr eigene Events schaffen.

Springer will künftig stärker auf eigene Veranstaltungen setzen, schreibt Roland Pimpl. Die Zahl der größeren Events soll von zuletzt rund 12 auf 20 bis 25 steigen, sagt Knut Döring, beim Springer-Vermarkter Media Impact für Live-Experience zuständig.. Springer erhofft sich vor allem Einnahmen durch Werbekunden, denen der Konzern bei den Events persönliche Kontakte vermitteln kann.
horizont.net

Basta: Claus Strunz verirrt sich im Wahlkreis von Jens Spahn.

Strunzschlau: Claus Strunz gibt bei Bild TV an seinen Kollegen in Münster ab – laut Strunz der Wahlkreis von Jens Spahn. Der befindet sich jedoch eigentlich ein paar Kilometer nordwestlich und heißt "Steinfurt I - Borken I". Vermutlich zu lang für Bild TV, das laut Julian Reichelt "niemals stundenlanges Programm werden" dürfe.
twitter.com

Anmerkung: Claus Strunz ist von seinen Studiogästen eine halbe Stunde später korrigiert worden.

Elisabeth Neuhaus wird Leiterin Social Media bei turi2.

Von Springer zu turi2: Elisabeth Neuhaus, seit 2014 bei Springers Gründerszene in Berlin und Frankfurt, wechselt zu turi2. Bei der Kommunikationsplattform übernimmt sie vom Stammsitz Wiesbaden aus die Verantwortung für die Social-Media-Auftritte, schreibt aber auch für den Newsdienst auf turi2.de, wird Teil des turi2.tv-Teams und Autorin für die turi2 edition. Neuhaus hat Publizistik und Amerikanistik studiert und u.a. für 3sat, den SWR und Regionalzeitungen im Raum Mainz gearbeitet.
turi2.de

Aus Fakten Emotionen machen: Julian Reichelt im Bühnen-Talk mit Ulrike Simon.


Herz und Hirn: "Bild"-Chef Julian Reichelt erklärt im Bühnen-Talk mit Ulrike Simon auf dem Deutschen Medienkongress, wie das neue Live-Fernsehen von Bild.de funktioniert. In der aktuellen "sehr frühen Test-Phase", so Reichelt, entscheiden Dringlichkeit und Machbarkeit darüber, was in den ein bis zwei Stunden Live-Programm zu sehen ist. Die Themen der Sendung sollen die Menschen "emotional sofort erreichen". Wie der "Bild"-Chef findet, ein Erfolg: Bei einer Sendung über eine tödliche Familientragödie haben 200.000 Zuschauer eingeschaltet, durchschnittlich blieben sie 7 Minuten dabei.

Viel Programm will Reichelt künftig mit User-generated Content bestreiten – ein Widerspruch zum Fact-Checking? Reichelt widerspricht: "Das Blödsinn-Risiko steigt nicht, wenn man die Zahl der Journalisten reduziert." Journalisten redeten oft genug Blödsinn, findet Reichelt. Auch heißt User-generated Content nicht, irgendwen zu befragen, sondern etwa in einem Polittalk über die Rente möglichst viele Betroffene zu Wort kommen zu lassen.

Von Ulrike Simon auf die Verantwortung der "Bild" für die Polarisierung der Gesellschaft angesprochen, hebt Reichelt die konstruktive Rolle der "Bild" im Rahmen der Flüchtlingskrise hervor: "Davon war ich integraler Bestandteil und Treiber." Damit habe "Bild" mehr Verantwortung wahrgenommen als jede andere Boulevard-Zeitung auf der Welt. Reichelt hält es für "völlig legitim", aus Fakten Emotionen zu machen. "Was wir nur niemals machen dürfen, ist, aus Emotionen Fakten zu machen."
youtube.com (8-Min-Interview)

Business Insider startet Lokal-Ausgabe für Mexiko.

Business Insider startet einen Ableger in Mexiko. Lokaler Partner ist Mediasurf, eine Tochter des Baukonzerns Grupo Caabsa. Die Redaktion in Mexiko City besteht aus zunächst 15 Mitarbeitern, darunter auch Video-Produzenten, Grafiker und Community Manager. Auch ohne lokale Ausgabe erreicht Springers Wirtschaftsportal in Mexiko bisher rund 800.000 Unique Visitors im Monat. Andere internationale Medien, wie BuzzFeed, HuffPost, "New York Times" und "El País", haben sich aus Mexiko zuletzt zurückgezogen.
niemanlab.org, businessinsider.mx

KKR kündigt Delisting-Angebot für Springer-Aktien an.

Springer und KKR reichen bei der Frankfurter Börse Antrag auf Rückzug ein und machen den Aktionären ein Delisting-Angebot. KKR bietet 63 Euro je Aktie – den Preis, den der Investor bei der Übernahme 2019 angeboten hat. Friede Springer und Mathias Döpfner, die gemeinsam rund 45,4 % des Springer-Grundkapitals halten, werden laut Unternehmen beim Delisting keine Aktien verkaufen.
axelspringer.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Buzzfeed baut in Deutschland eine eigene Vermarktung auf.


Friede ist mit ihnen: Buzzfeed baut rund fünfeinhalb Jahre nach dem Start seines deutschen Ablegers eine eigene Werbevermarktung in Deutschland auf. Dafür holt der US-Konzern Alina Friede von Springer und ernennt sie zur Vermarktungschefin. Im Zentrum der Werbevermarktung soll wie beim US-Original vor allem Native Advertising stehen. Als einen der ersten Werbekunden konnte Buzzfeed die Dating-App Tinder gewinnen.

Friede hat sich bei Springer zuletzt vor allem um internationale Werbekunden gekümmert. 2016 kam sie vom Landwirtschaftsverlag zu Springer, wo sie zuvor bereits als Trainee ausgebildet wurde. Buzzfeed hat sein deutschsprachiges Portal im Oktober 2014 gestartet, bislang jedoch nicht aktiv vermarktet.
horizont.net

Springer und Funke beenden ihr Vermarktungs-Joint-Venture Media Impact im August.


Der Funke springert nicht mehr über: Springer und Funke beenden ihr Vermarktungs-Joint-Venture Media Impact zum 31. August. Auf Mandatsebene werde die Zusammenarbeit jedoch fortgesetzt. Springer teilt mit, der Schritt erfolge "einvernehmlich". "Beide Medienhäuser wollen sich nach mehr als fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit künftig stärker auf ihre jeweils eigenen vermarktungsstrategischen Schwerpunkte konzentrieren", heißt es in der Pressemitteilung. Springer will an Media Impact festhalten und das Unternehmen künftig auf die crossmediale Vermarktung des Zeitungs- und Digitalportfolios von Springer und einzelner Mandanten ausrichten. Dazu zählt auch Funke. Media Impact wird Funkes Regionalzeitungen und im Rahmen der Kooperation mit der Ad Alliance auch die Digitalportfolios von Funke vermarkten.

Zeitschriften wird Media Impact künftig nicht mehr vermarkten. Das betrifft sowohl die Funke-Titel, als auch die Magazine von Springer. Springers Auto-, Computer und Sport-Zeitschriften vermarktet ab dem 1. Mai B&M Marketing. Das Unternehmen trat bislang nur als exklusiver Vermarkterder Auto-Titel auf. Wie es mit Funkes Zeitschriften weitergeht, will der Verlag in Kürze bekannt geben. Roland Pimpl mutmaßt, dass Burda deren Vermarktung ab September übernehmen könnte.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, das Joint Venture von Springer und Funke stehe vor dem Aus. Seinen Anfang nahm es rund um den Verkauf von Springers Regionalzeitschriften wie dem "Hamburger Abendblatt" an Funke. Springer hält am Gemeinschaftsunternehmen derzeit 74,9 %, Funke die übrigen 25,1 %.
axelspringer.com, horizont.net, turi2.de (Background)