Großverlage und Presse-Grosso kippen Mindestumsatz-Regeln.

Grosso-Verband und die Verlags-Allianz von Springer, Burda, Gruner + Jahr, Bauer, Funke, Spiegel und Klambt streichen die Mindestumsatz-Regeln aus ihren Vertriebsverträgen. Die Großverlage hatten sich Anfang 2018 mit dem Grosso-Verband darauf geeinigt, dass die Grossisten eine höhere Marge für Titel erhalten, die einen gewissen Mindestumsatz nicht erfüllen. Kleinere Verlage sahen sich dadurch benachteiligt und klopften beim Bundeskartellamt an, das Bedenken äußerte. Nun läuft die Vereinbarung zum Jahresende aus.
horizont.net, dnv-online.net, turi2.de (Background)

Springer-Chef Döpfner soll in Korruptionsaffäre um Netanjahu als Zeuge aussagen.

Israel: Springer-Chef Döpfner ist als Zeuge in der Korruptionsaffäre um Premierminister Netanjahu geladen, schreibt die "taz". Der Geschäftsmann Schaul Elovitch verkaufte das Kleinanzeigen-Portal Yad2 an Springer und benötigte nach israelischem Recht die behördliche Zustimmung, die bereits neun Tage nach dem Kauf kam - laut Anklageschrift auffällig schnell. Elovitch habe Netanjahu beeinflusst, um schneller an die Unterschriften zu kommen.
taz.de, pic-upload.ynet.co.il (Zeugenliste hebräisch)

“Bild” erscheint zum Nikolaus mit Gratis-Sonderausgabe.

Bild steckt zum Nikolaus wieder ungefragt Zeitungen in die Stiefel Briefkästen. Eine 20-seitige Sonderausgabe erscheint morgen als Beilage der "Bild"-Regionalausgaben und der "B.Z.", zudem verteilt Springer über 2 Mio Gratis-Exemplare an Haushalte in den Großstädten des Landes. Im Blatt sprechen u.a. Verlegerin Friede Springer und Schauspielerin Uschi Glas über ihr soziales Engagement, Moderatorin Verona Pooth und Sänger Heino backen Weihnachtsplätzchen.
axelspringer.com

Business Insider Deutschland verstärkt Investigativ-Team mit “Bild”-Journalisten.

Springer baut das Investigativ-Team von Business Insider aus: Kayhan Özgenc (Foto), 50, wird Vize-Chefredakteur, er leitet bisher das Investigativ-Ressort der "Bild am Sonntag". Jan C. Wehmeyer, 39, wird Investigativ-Chef und Mitglied der Redaktionsleitung, er ist bisher Chefreporter Investigativ der "Bild am Sonntag". Lars Petersen, 37, übernimmt auch die Ressortleitung Politik.
axelspringer.com, horizont.net

Studie: Deutsche Medienhäuser entfernen sich von ihrem Kerngeschäft.

Deutsche Medienhäuser fokussieren sich auf Konsumtrends und entfernen sich weiter von ihrem Kerngeschäft, sagt eine Studie von EY-Parthenon. Sie beteiligen sich demnach bei vielen kleinen Projekten, aber kaum bei "Leuchtturm-Deals", experimentieren mit Paid Services und dem Verkauf physischer Güter sowie neuen Mobilitätskonzepten. Strategisch setze Springer auf "Innovationsorientierung", ProSiebenSat.1 auf "Themen-Cluster", Ströer auf "Diversifikation und Digitalisierung rund um das eigene Produkt-Portfolio", Holtzbrinck auf "primäres Agieren als Finanzinvestor" und Burda auf einen "Kategorie-Fokus".
ey-parthenon.de

New Business: Springer erwägt offenbar Reuters-Übernahme, Reuters lehnt ab.

Springer erwägt offenbar den Kauf von Reuters, schreibt "New Business". Auch der frühere Reuters-Chefredakteur und ITN-Chef Mark Wood habe ein Angebot abgegeben, doch die zum Unternehmen Thomson Reuters gehörende Nachrichtenagentur habe abgelehnt. Zuvor hatte bereits die "Financial Times" über die Gerüchte berichtet. Springer wolle "Marktspekulationen" nicht kommentieren.
new-business.de, ft.com

Lese-Tipp: Politico verpflichtet Jean-Claude Juncker als Gastautor für den Newsletter Brussels Playbook.

Lese-Tipp: Jean-Claude Juncker, scheidender EU-Kommissions­präsident, übernimmt an seinem letzten Arbeitstag als Gastautor den Politico-Newsletter Brussels Playbook. Darin verabschiedet sich Juncker mit Blick auf seine Amtszeit und benennt u.a. Herausforderungen, Höhepunkte und verpasste Gelegenheiten. Er bezeichnet seinen Gastauftritt als "angemessene Möglichkeit", sich von Brüssels Presse zu verabschieden.
politico.eu, axelspringer.com

Renner: Claus Strunz berät TV-Projekt von “Bild”, Start Ende 2020 möglich.


Bild Dir deinen Sender: Knapp zwei Monate nach der Ankündigung eines Live-TV-Programms von "Bild" erfährt Kai-Hinrich Renner erste Details, auch wenn es noch nicht viel Konkretes gibt. Entschieden sei bisher, dass der Sender nicht "Bild TV" heißen solle, sondern womöglich schlicht "Bild". Chefredakteur Julian Reichelt lasse sich von einem zehnköpfigen Team beraten, darunter Claus Strunz. Der ehemalige Chefredakteur der "Bild am Sonntag" ist Chef von Springers TV-Produktionsfirma MAZ & More, die das Sat.1. Frühstücksfernsehen verantwortet. Nach derzeitigen Plänen solle der Sender zur Bundestagswahl 2021 "etabliert sein", wobei unklar ist, was das heißen soll. Manche Quellen sprechen von einem Sendestart Ende 2020. Um diesen Termin halten zu können, müssten wichtige Weichenstellungen bis Weihnachten erfolgen, so Renner.

Das "Bild"-Programm soll auf allen digitalen Plattformen vertreten sein, ob auch ein klassischer, linearerer TV-Kanal dazugehört, ist unklar. Grundsätzlich sei Springer hier zu Kooperationen mit Dritten bereit, schreibt Renner. Eine Zusammenarbeit mit ProSiebenSat.1 oder Magenta TV der Telekom seien bisher nicht mehr als Gedankenspiele. Ebenso die Einbeziehung des Senders Tele 5, den Springer-Investor KKR als "Beifang" der Tele München Gruppe bekommen hat und damit "nicht viel anfangen" könne. (Archivfoto: Michael Kappeler/dpa; Montage: turi2)
morgenpost.de (Paid), turi2.de (Background)

“Bild” kritisiert Präsenz der “Tagesschau” bei TikTok.

Tagesschau App-Logo 150Bild bellt laut gegen den neuen TikTok-Kanal der "Tagesschau". Paul Ronzheimer findet es "unverantwortlich", dass die ARD mit "unseren Gebührengeldern" - ein Totschlagargument - "gemeinsame Sache" mit der chinesischen Plattform macht, die Beiträge zensiere. ARD-aktuell-Chefredakteur Marcus Bornheim sagt, die Redaktion werde reagieren, "sollten wir hier Beeinträchtigungen feststellen". Seit vergangener Woche betreibt die Axel Springer Akademie unter dem Namen Hawaiitoast ein eigenes Angebot bei TikTok.
bild.de, bild.de (Ronzheimer), turi2.de (Background)

Schweizer “Bilanz” kommt online hinter die Paywall.

Ringier Axel Springer degradiert das Schweizer Wirtschaftsmagazin "Bilanz" online zur Unterseite von Handelszeitung.ch. Der Verlag will das nicht als Sparmaßnahme verstehen, sondern redaktionell aufstocken. Ein Großteil der "Bilanz"-Artikel soll hinter der Paywall verschwinden. Gedruckt bleibt "Bilanz" eigenständig. Der deutschen Ausgabe hat Springer bereits den Stecker gezogen.
persoenlich.com, handelszeitung.ch, turi2.de (Background)

Kai Weise übernimmt als Co-Moderator bei “Die richtigen Fragen”.

Die richtigen Fragen: Redaktionschef Kai Weise ersetzt Nikolaus Blome als Co-Moderator neben Anna von Bayern. Die Moderatorin hatte den "Bild"-Politiktalk nach Blomes Abgang vorerst allein moderiert. Weise wird am Montag das erste Mal vor der Kamera zu sehen sein.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Bild" relauncht "Die richtigen Fragen" – Kai Weise will mit Politiker-Talks "Nachrichten machen".

Springer schickt das Magazin “Reiselust” auf große Reise.

Springer veröffentlicht das Magazin "Reiselust". Das Heft liegt am 16. November einigen Regional-Ausgaben der "Bild", der "BamS am 17. November sowie der "B.Z." bei. Das Heft soll so eine verkaufte Auflage von über 1,5 Mio Exemplaren erreichen. Weitere Ausgaben sind für den 29. Februar und 1. März 2020 geplant. Die redaktionelle Verantwortung trägt Innovation-Lab-Chefin Ulrike Zeitlinger-Haake.
clap-club.de

“Bild” legt das Sonderheft “Bild Sicher Leben” an den Kiosk.

Bild widmet sich dem urdeutschen Thema Angst und präsentiert im Sonderheft "Bild Sicher Leben" Reportagen und Test zu Gesundheit, Mobilität, Finanzen und Technik. Der Oneshot erscheint heute für 4,50 Euro mit 100.000 Auflage, die redaktionelle Leitung haben Tom Drechsler, Chefredakteur Auto, und Dirk General-Kuchel, Chefredakteur "Computer Bild". Das Heft kommt mit 112 Seiten – ein kleiner Reminder an die Notrufnummer.
axelspringer.com

Springer startet Jugendmagazin auf TikTok.

TikTok: Journalisten der Springer Akademie produzieren ein Jugendmagazin für die Plattform. Das Reporter-Team will mit Hawaii Toast zeigen, dass journalistische Formate und ernste Themen in der App funktionieren können. Sie treffen z.B. den Vorbeter der Synagoge von Halle oder sprechen mit jungen Muslimen. Die Videos sind höchstens eine Minute lang.
axelspringer.de, turi2.de (Artikel über TikTok in der turi2 edition #9)

Alexandra Würzbach übernimmt Chefredaktion der “Bild am Sonntag”, Marion Horn geht.

Bild am Sonntag: Alexandra Würzbach (links im Bild), 51, wird neue Chefredakteurin, Marion Horn, 53, geht. Würzbach ist bisher Vize von Julian Reichelt und wird auch Mitglied der Chefredaktion der Bild-Gruppe. Horn sagt in der Springer-Pressemitteilung, die ihren Abgang bestätigt: "Eine eigenständige Redaktion ist eine wichtige Basis für meine Art des Journalismus. Ich gehe deshalb auf eigenen Wunsch." Über Horns Abgang gab es seit Wochen Gerüchte. Horn und Reichelt gelten nicht als beste Freunde.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Marion Horn verlässt “Bild am Sonntag”.

Abschied mit Ansage: Chefredakteurin Marion Horn gibt an diesem Dienstag ihren Abschied von "Bild am Sonntag" bekannt, meldet Kress.de. Demnach ist für 12.45 Uhr eine Mitteilung an die Mitarbeiter über den Abgang der Chefredakteurin angesetzt. Darüber, dass Horn "BamS" verlässt, war bereits spekuliert worden. Grund ist die Zusammenlegung der "BamS"-Redaktion mit den Machern der täglichen Ausgabe. Zuletzt schrieb Ulrike Simon, dass Horn über ihren Abschied verhandelt. Sie ist seit 2001 bei Springer, seit 2013 führt sie die "BamS".
kress.de, turi2.de (Background)

Update: Springer bestätigt den Abgang von Marion Horn bei "Bild am Sonntag".
axelspringer.com, turi2.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Marion Horn will bei "BamS" weniger Krawall-Berichterstattung. (11/2015)

RND-Vize Gordon Repinski wechselt von Madsack zu Gabor Steingart.

Media-Pioneer, Medien-Startup von Gabor Steingart, wirbt Gordon Repinski (Foto) bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland ab, berichtet Ulrike Simon. Repinski war beim RND zuletzt Leiter des Berliner Büros und Vize-Chefredakteur, er wird Stellvertreter von Media-Pioneer-Chefredakteur Michael Bröcker. Laut "Horizont" müssen Mitarbeiter von Media Pioneer die publizistischen Grundsätze von Anteilseigner Springer unterschreiben und sich u.a. zu Solidarität mit den USA und einer freien, sozialen Marktwirtschaft bekennen.
horizont.net (Paid)

“Schweizer Illustrierte” und “L’illustré” kooperieren enger und erscheinen im gleichen Layout.

Ringier Axel Springer: Die Schweizer Illustrierte und ihr französischsprachiges Schwesterblatt L'illustré nähern sich optisch und inhaltlich einander an. Beide erscheinen künftig mit ähnlichem Logo, gleichen Schriften und Rubriken. Auch inhaltlich wollen sich die Redaktionen stärker austauschen und zu großen Interviews im Doppelpack auftreten.
ringieraxelspringer.ch

turi2 edition #9: Hochkant-Videos bei “Bild”.


Smarte Formate: “Bild” hat für Snapchat einfach mal die Videokamera gedreht. Jens Twiehaus ergründet für die turi2 edition #9 den Hochkant-Trend, mit dem die Medienmarke täglich Hunderttausende, vor allem junge Nutzer, erreicht. Im spartanisch wirkenden Snapchat-Studio entstehen aufwendig produzierte Nachrichten und Shows, an denen ein Team aus Redakteuren, Cuttern und Motion Designern oft stundenlang arbeitet. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Video-Tipp: “Zapp” beleuchtet den Umbruch bei Springer.

Video-Tipp: Daniel Bouhs und Jon Mendrala fassen in ihrem Beitrag für "Zapp" die aktuellen Entwicklungen bei Springer zusammen. Zu Wort kommen Ex-Mitarbeiter und Beobachter des Konzerns. Fazit: Zwar bemühen sich Mathias Döpfner und Friede Springer, den klassischen Journalismus zu erhalten, dennoch werde es für viele traditionelle Journalisten bald keinen Platz mehr bei Springer geben.
ndr.de (6-Min-Video), turi2.de (Background)

Springer-Restrukturierung drückt auf die Zahlen, Immowelt-Preis benannt.


Schwierige neun Monate: Springer setzt in den ersten neun Monaten des Jahres 2,26 Mrd Euro um, das sind 2,7 % weniger als 2018. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sinkt 18,8 % auf 439,8 Mio Euro - Springer begründet das mit "Rückstellungen" für die "umfangreiche Restrukturierung" bei "Bild", "Welt" und Co. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank laut Mitteilung um 273 auf 16.094 Beschäftigte.

Zum Rauskauf der Mitgesellschafter bei Immowelt legt Springer nun Zahlen vor: Die Rausgekauften Partner Ippen, Rheinische Post sowie die Gründer Carsten Schlabritz und Jürgen Roth erhielten demnach "rund" 360 Mio Euro für ihre insgesamt 45 %. Der Kauf bewerte Immowelt mit 700 Mio Euro ohne Schulden und Barmittel.
axelspringer.com, turi2.de (Background Sparprogramm)

Mathias Döpfner spricht sich für Börsen-Rückzug von Springer aus.

Springer soll wie von Investor KKR angedacht von der Börse, bekräftigt nun auch Vorstand Mathias Döpfner, schreibt Gregory Lipinski. Döpfner habe sich vor kurzem vor rund 100 Führungskräften auf einer Veranstaltung dafür ausgesprochen. Im Springer-Intranet werde er mit der Aussage zitiert, es sei sein persönlicher Traum, das "Unternehmen von der Börse zu nehmen".
meedia.de

Springer-Chef Mathias Döpfner fordert im “Spiegel” mehr Mut zu Meinung.


Das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner fordert die Deutschen im aktuellen Spiegel auf, häufiger ihre Meinung offen zu äußern. "Unter Hitler und Stalin haben Menschen ihr Leben riskiert. In Deutschland 2019 riskiert man einen Shitstorm. Und kaum einer traut sich", so Döpfner. Jeder könne sich in Deutschland frei äußern. Dennoch sei der öffentliche Diskurs "politisch korrekt sediert", was der AfD in die Karten spiele: "Wir erleichtern der AfD ihre widerliche Taktik, indem wir die Räume des öffentlich Sagbaren enger machen."

Döpfner verteidigt gegenüber dem "Spiegel" auch seinen Kommentar in der "Welt", in dem er Medien vorwarf, die Realität etwa zu kriminellen Flüchtlingen zu verharmlosen und für den er Zuspruch aus der rechten Ecke bekam: "Einmal Applaus von der falschen Seite, und man ist raus, die ganze Argumentation diskreditiert?" Döpfner kritisiert: "So geht es nicht! Das ist Antidebatte."

Auch die Kritik an der "Bild" in der Antisemitismus-Debatte sei unangemessen. Die Zeitung hatte unter anderem geschrieben, Claudia Roth würde Antisemitismus fördern, weil sie den iranischen Parlamentspräsidenten treffe. An Grünenpolitiker Omid Nouripour gerichtet, der seit den Berichten nicht mehr mit der Bild reden will, fragt Döpfner: "Wer ist da eigentlich intolerant?"
"Spiegel" 45/2019, S. 20 (Paid), turi2.de (Background)

Andreas Wiele verlässt den Springer-Vorstand und wechselt zu KKR.


Abspringer zum Investor: Andreas Wiele verlässt Springer nach fast 20 Jahren als Vorstand. Ab 2020 arbeitet er für den Springer-Investor KKR als Berater für Deutschland allgemein sowie die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche weltweit im Senior Advisory Board des Unternehmens. Ferner wolle sich Wiele als "Unternehmensgründer und Investor etablieren" schreibt Springer in seiner Pressemitteilung. In seiner Zeit bei Springer verantwortete Wiele verschiedene Ressorts. Seit 2014 ist er für das digitale Rubriken-Anzeigengeschäft zuständig.

Einen Nachfolger für Wiele benennt Springer nicht, sondern verkleinert seinen Vorstand. Wieles Aufgaben verteilt Springer neu. Jan Bayer verantwortet künftig neben den internationalen Nachrichtenmedien auch die StepStone-Gruppe, in der Springer alle Job-Portale bündelt. Stephanie Caspar, Vorstand für Nationale Nachrichtenmedien und Technik, übernimmt zusätzlich die AVIV-Gruppe, in der Springer alle weiteren Classifieds zusammenfasst, im Wesentlichen die Immobilienangebote.
axelspringer.com

Video- und Fotoreportage: Ein Tag im Newsroom – die drei Welten der “Welt”.


Unterwegs in drei Welten: Unter dem Dach von “Welt” entstehen Digitalangebote, ein TV-Sender und auch noch ein bisschen Zeitung. Für die turi2 edition #9 besucht Jens Twiehaus Deutschlands komplexeste Redaktion und zeigt ihren Alltag. Er spricht unter anderem mit Ulf Poschardt, Johannes Boie und Tatjana Ohm über Kulturpessimismus, “verplusbare” Inhalte und die Zukunft des klassischen Fernsehens. Lesen Sie jetzt die komplette Reportage kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Ad Alliance führt die Teams von IP Deutschland und G+J EM unter einem Dach zusammen.

Ad Alliance lässt der organisatorischen Neuausrichtung auch eine räumliche folgen, berichtet "Clap". Die Teams von Gruner + Jahr und IP Deutschland ziehen jeweils unter ein Dach. In Düsseldorf und Hamburg sei dies bereits geschehen, zuletzt auch in München. In Frankfurt soll der Schritt in Kürze folgen.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Springer stellt die “Bild München” im City-Format ein.

Springer veröffentlicht die "Bild" ab Ende Oktober in München nur noch im nordischen Format und stellt die kleinere "Bild City" ein, schreibt "Clap". Die Ausgabe gab es seit 2009. Sie hatte den gleichen Inhalt wie die normale "Bild" und hatte den gleichen Copypreis. Vor kurzem hat Springer bereits das Ende der "Welt kompakt" angekündigt. In Hamburg soll die "lütte Bild" - ebenfalls eine Ausgabe in kleinerem Format - erhalten bleiben.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Springer kauft Immowelt-Mitgesellschafter raus.

Allein zuhaus: Springer kauft zu einem nicht genannten Preis die Mitgesellschafter der Immowelt-Gruppe raus - neben den beiden Gründern Carsten Schlabritz und Jürgen Roth sind das Ippen und die Mediengruppe Rheinische Post. Classifieds-Vorstand Andreas Wiele will nach der vollständigen Übernahme "das Wachstum weiter beschleunigen". Springers Immonet sowie Immowelt fusionierten 2015, Springer hielt danach 55 %. Die Firma mit Sitz in Nürnberg hat 600 Mitarbeiter.
axelspringer.com

Laut DJV will Springer rund 150 redaktionelle Stellen streichen.


Streichmännchen: Laut dem DJV will Springer insgesamt rund 150 redaktionelle Stellen abbauen. 65 Stellen sollen in den "Bild"-Außenredaktionen wegfallen, 30 Stellen in der Redaktion der "Welt", 39 redaktionelle Stellen bei der "Autobild" und 13 bei der "Computerbild". Das Chemnitzer Büro der "Bild" werde aufgegeben, in Bremen werde eine von zwei offenen Stellen dauerhaft nicht wiederbesetzt. Offen sei noch, welche personellen Konsequenzen die teilweise Zusammenlegung von "BZ", "Bild" und "Bild am Sonntag" in Berlin haben werde. Auch die Zukunft der "Bild"-Fotografen in den Regionen sei noch unklar.

Der DJV kritisiert die Pläne. Sein Vorsitzender Frank Überall nennt sie einen "publizistischen Kahlschlag, mit dem keine Qualitätsoffensive möglich ist". Springer will keine konkreten Angaben zum geplanten Stellenabbau machen und entgegnet, die Details würden derzeit noch erarbeitet. Ende September hatte Springer erste Details seines erwarteten Sparprogramms vorgestellt, mit dem Springer bei seinen deutschen Nachrichtenmedien 50 Mio Euro sparen will. Gleichzeitig will der Verlag rund 100 Mio Euro, insbesondere in Live-Videos, investieren.
djv.de, meedia.de, turi2.de (Background)

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Laut aktuellen IVW-Zahlen sind BILD (Montag bis Samstag) und BILD am SONNTAG (Sonntag) die Marktführer im Segment der Tages- und Sonntagszeitungen.
* IVW Q3/2019, Tages- und Sonntagszeitungen, Verkauf gesamt: BILD Gesamt (inkl. B.Z.): 1.468.027 Ex. Und BILD am SONNTAG: 749.901 Ex.

Nikolaus Blome verlässt Springer.


Sag mir, wo der Blome bald ist: Nikolaus Blome verlässt bereits Ende Oktober die "Bild" und Springer. Im Springer-Intranet lässt sich Blome zitieren, sein Abgang erfolge "aus persönlichen Gründen". Er wolle nun einen anderen Weg einschlagen. Wohin es Blome verschlägt, ist noch nicht bekannt. Blome ist seit 2015 für Politik bei der "Bild" zuständig, zuvor war er unter anderem Leiter des Hauptstadtbüros. Dazwischen hatte er ein kurzes, glückloses Gastspiel beim "Spiegel". Blome war zuletzt zudem gemeinsam mit Selma Stern für das Magazin "Bild Politik" zuständig, das jedoch nicht über eine Testphase hinauskam.

Bereits vergangene Woche berichtete Ulrike Simon über einen möglichen Abgang Blomes, der mit der Umstrukturierung bei Springer nicht zufrieden sein soll. Gerüchten zufolge verhandle Blome mit Annegret Kramp-Karrenbauer über ein Engagement für die CDU-Chefin.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (2/2019)

Gabor Steingart widerspricht der “Spiegel”-Meldung zum Einfluss Springers.

Springer habe keinen "beherrschenden Einfluss" auf Media Pioneer Publishing, entgegnet dessen Grüner Gabor Steingart. Wie vom "Spiegel" berichtet halte Springer die zusätzlichen 10 % am Unternehmen nur treuhändisch, was Springer keine Macht verleihe. Die Anteile sollen im ersten Quartal 2020 als Leseraktien ausgegeben werden. Steingart und seine Mitstreiter Ingo Rieper und Michael Bröcker würden zusammen über die Hälfte am Unternehmen halten.
per Mail, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Springer hält 46,48 % an Steingarts Medienfirma.


Mehr Springer drin als gedacht: Springers Einfluss auf Gabor Steingarts Media Pioneer Publishing GmbH ist größer als bekannt, schreibt der "Spiegel". Springer hält laut Handelsregister über eine Tochter 46,48 % der Anteile, statt wie kommuniziert 36 %. Steingart selbst halte 43,52 %. 10 % teilen sich zwei Firmen, die Ingo Rieper, Finanzchef von Media Pioneer, gegründet hat. Das Unternehmen sagt gegenüber dem "Spiegel", Springer halte 10 % seiner Anteile nur "vorübergehend und treuhänderisch". Das Startup wolle sie nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft an die Leser ausgeben.
"Spiegel" 43/ 2019, S. 67 (Paid), turi2.de (Background)