“Horizont”: Springer-Funke-Vermarkter Media Impact wackelt.

Media Impact: Der Springer-Funke-Vermarkter stehe "zur Disposition", schreibt Roland Pimpl in "Horizont". Wer noch 2019 kündigt, könne ab 2021 aussteigen, beide Partner wollen "Spekulationen grundsätzlich nicht kommentieren". Alternativ kooperiere Springer bereits mit Bertelsmann und Funke schiele in Richtung Burda. Burda wiederum "verfolgt" eine mögliche Kooperation mit Bertelsmanns Ad Alliance "nicht weiter".
"Horizont" 42/2019, S. 6 (Paid)

“Auch Männer dürfen Robin heißen” – Robin Alexander im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9.


Fernbedienung des Friedens: Robin Alexander hat seine Ehe erfolgreich stabilisiert – dank gemeinsamer TV-Serien-Interessen mit seiner Frau. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei, verrät der "Welt"-Politikjournalist augenzwinkernd im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Alexander ist ein Anhänger des Lesens und nutzt die ruhigen Abendstunden lieber dazu. Lebensverändernd war das Fernsehen für ihn dennoch: Nachdem der ARD-Reporter Robin Lautenbach über die Maueröffnung berichtet hatte, war den Kameraden im heimischen Ruhrgebiet endlich klar: "Auch Männer dürfen Robin heißen".
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Mehr Geschichten aus der Bewegtbildwelt: Die "turi2 edition #9" erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik. Sie können die Buchreihe hier abonnieren.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

“New Business”: Springer könnte Außenstandorte von Media Impact schließen.

Media Impact: Im Rahmen der Sparpläne bei Springer könnte der Außenstandort Hamburg geschlossen werden, erfährt "New Business" "aus unternehmensnahen Kreisen". Betroffen wären 80 bis 100 Mitarbeiter. Der Springer-Funke-Vermarkter betreibt auch Dependancen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Stuttgart.
new-business.de

Renner: “Bild” entzieht vier Vize-Chefredakteuren ihre Titel.

bildlogoSpringer will mindestens vier Vize-Chefredakteuren der "Bild" ihre Titel aberkennen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Am Gehalt und den Kompetenzen solle nicht gerüttelt werden, zwei der Betroffenen hätten Anwälte eingeschaltet. Die "Bild"-Chefredaktion besteht laut Impressum aus 14 Mitgliedern, zusätzlich zählten einige Ressortleiter zur Führungsriege.
morgenpost.de (Paid), turi2.de (Background)

Springer will “Bild Politik” nicht weiterführen.

Springer mottet "Bild Politik" endgültig ein, berichtet Gregory Lipinski. Nach dem Abschluss der Testphase Anfang Juli hatte Springer eine Weiterführung offen gelassen. Im Zuge des Konzernumbaus werde der Verlag das Projekt nicht weiterführen, sagt ein Sprecher. Die Verkaufszahlen blieben unter den Erwartungen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (02/2019)

“Süddeutsche”: Springer will weniger für dpa-Meldungen bezahlen.

dpa: Springer verhandelt mit der Deutschen Presse-Agentur über einen "massiven Preisnachlass", schreibt die "Süddeutsche". "Bild" habe in einem mehrtägigen Test auf dpa-Material verzichtet, dpa habe die Außenbüros daraufhin aufgerufen, möglichst viele Exklusiv-Geschichten zu liefern. Chefredakteur Sven Gösmann soll von mittelfristig 1 Mio Euro weniger Umsatz im Jahr gesprochen haben, die er insgesamt erwartet. Als erste Maßnahme verlagert er die Bearbeitung von Regional-Meldungen in die Berliner Zentrale.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Springer stellt “Welt Kompakt” und “Bilanz” ein und spart bei “B.Z.” und weiteren Titeln.


Springer spart: Springer stellt sein erwartetes Sparprogramm vor. Der Verlag stellt die Werktags-Ausgabe der "Welt kompakt" ein, ebenso den Hamburger Regionalteil der "Welt". Auch das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" verschwindet. Bei "Auto Bild" und "Computer Bild" soll es nur noch die Haupttitel sowie Spezialmagazine geben. In Berlin verteil Springer die Aufgaben seiner Boulevard-Titel: Die "B.Z." ist für die regionalen Inhalte zuständig, die sie auch der "Bild" liefert, andersherum steuert die "Bild"-Redaktion die überregionalen Geschichten für die "B.Z." bei. Wie bereits bekannt sollen zudem "Bild" und "Bild am Sonntag" zusammenwachsen. Insgesamt will Springer bei seinen deutschen Nachrichtenmedien 50 Mio Euro sparen.

Die Einsparungen gehen wie erwartet einher mit einem nicht genau bezifferten Personalabbau in Verlag, Redaktion sowie der Vermarktung. Neben Vorruhestandsregelungen will Springer freiwillige Abspringer durch Abfindungs-Angebote finden. Neben den Sparmaßnahmen gibt es auch Investitionen: In den kommenden drei Jahren will Springer insgesamt 100 Mio Euro investieren, insbesondere in Live-Videos.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Springer und Alibaba könnten bei Ebay nach Investorenstreit zugreifen.

Ebay: Die Übernahme des Kleinanzeigengeschäfts durch Springer rückt näher, schreibt das "Handelsblatt". Die Fonds Elliott Management und Starboard Financials wollen die profitable Tickethändler-Tochter Stubhub sowie das Kleinanzeigengeschäft der Classifieds Group abspalten. Alibaba könnte das schwächelnde Marktplatzgeschäft kaufen.
handelsblatt.com

Horizont.net: Reichelt fusioniert “Bild” und “Bild am Sonntag”, Horn geht wohl.


Bild Dir Deine "BamS": Springer beendet die Eigenständigkeit von "Bild" und "Bild am Sonntag". Die beiden Marken fusionieren unter der Führung von Gesamt-Chefredakteur Julian Reichelt (links), berichtet Ulrike Simon bei Horizont.net. Es liegt nahe, so Simon, dass "BamS"-Chefin Marion Horn geht. Bereits am Mittwoch twitterte sie "Heute vor sechs Jahren, am 25.9.2013, bin ich bei 'Bild am Sonntag' als Chefredakteurin gestartet. Danke für sechs Jahre harte Arbeit und sechs Jahre extrem viel Spaß". Simon sieht das nicht nur als Jubiläums-, sondern auch als Abschieds-Tweet. Horn verhandle dem Vernehmen nach bereits mit dem Vorstand über ihr Ausscheiden.

Am Montag will der Verlag umfangreiche Sparmaßnahmen verkünden, schreibt Horizont.net. Die Einschnitte bei "Bild" werden die gravierendsten sein. Springer wolle in Wachstum investieren, im schrumpfenden Print-Bereich aber Personal abbauen. Das betreffe auch die Strukturen bei "Bild" mit ihren zahlreichen Stellvertretern und Vize-Chefredakteuren. Die "BamS" solle zwar weiter unterscheidbar bleiben, wäre aber – ähnlich wie bei "Welt" und "WamS" – darauf angewiesen, was die "Bild"-Redaktion beisteuern könne.
horizont.net, twitter.com (Horn-Tweet), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Druckereichef Thomas Drensek verlässt Springer.

Springer und Druckereichef Thomas Drensek gehen getrennte Wege, berichtet Gregory Lipinski. Drensek war seit 1989 bei Springer und war zuletzt Geschäfts- und Werksleiter der drei Druckereien in Ahrensburg, Essen und Spandau. Seine Aufgaben soll "bis auf Weiteres" Bertram Stausberg übernehmen, der im April als Geschäftsführer der Springer-Druckereien vom Druckdienstleister Prinovis kam.
meedia.de, turi2.de (Background)

Berliner Verwaltungsgericht stuft die Livestreams der “Bild” als zulassungspflichtigen Rundfunk ein.


Zulassen oder Unterlassen: Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Livestream-Angebote der "Bild" heute im Hauptsachverfahren als zulassungspflichtigen Rundfunk eingestuft. Grund dafür sei vor allem, dass das Programm einem festen Sendeplan folge. Damit folgt das Gericht der Argumentation der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, dass die Streams ohne Lizenz untersagen will. Wegen grundsätzlicher Bedeutung lässt das Gericht Berufung zu, so dass eine weitere rechtliche Auseinandersetzung wahrscheinlich erscheint.

Im April hatte das Oberlandesgericht die Streams noch ohne Lizenz erlaubt und damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts bestätigt. Dabei handelte es sich jedoch um ein Eilverfahren. Schon im Oktober 2018 hatte das Verwaltungsgericht betont, dass es eine grundsätzliche Entscheidung erst im Hauptverfahren treffen könne.
horizont.net, dwdl.de, turi2.de (Background)

“Bild” kassiert einstweilige Verfügung für Berichte über Metzelder-Ermittlungen.

bildlogoBild darf nicht mehr identifizierend über die Ermittlungen gegen Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder berichten. Das Landgericht Köln hat eine einstweilige Verfügung erlassen, deren Missachtung bis 250.000 Euro oder sechs Monate Ordnungshaft kosten kann. Springer will juristisch dagegen vorgehen, insbesondere deshalb, weil die Staatsanwaltschaft Hamburg den Fall samt Namensnennung selbst öffentlich gemacht hat.
"Bild", S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

Visoon vermarktet sieben Spartensender als Kombi-Angebot.

Visoon, Videovermarkter von Springer und Viacom, bündelt ab Oktober sieben Sparten-Sender zu einer Vermarktungskombi. Mit dabei sind die Springer-Kanäle Welt und N24 Doku, die Viacom-Sender Nickelodeon, Comedy Central, MTV und MTV Plus sowie der Bollywood-Kanal Zee One. Die Kombi kommt nach Angaben von Visoon auf zusammen 5 % Werbemarktanteil, die AGF zählt sie als einen Sender. Zu Beginn liegt der Schwerpunkt auf den 14- bis 29-jährigen Zuschauern.
"Horizont" 39/2019, S. 16 (Paid)

Wer bitte dreht sein Handy? Wie “Bild” vertikale Videos produziert.


Am besten am Handy anschauen! Dort bitte auf Vollbild klicken (Pfeilsymbol in der Ecke).

Fernsehen in Hochform: “Bild” erreicht hunderttausende junge Nutzer – dank Videos im handyfreundlichen Hochformat. Jens Twiehaus hat die vertikalen Videomacher besucht und stellt ihre Arbeit in einem vertikalen turi2-Video vor. Weiterlesen …

Springer schraubt an Strukturen der Holding.

Springer streicht auch ganz oben Jobs: Die Holding soll mithilfe externer Berater neu strukturiert werden. Einzelne Funktionen könnten die operativen Bereiche übernehmen, liest Gregory Lipinski aus einem internen Schreiben von Finanzvorstand Julian Deutz. Im Konzern soll es vier Bereiche geben: News Media National, News Media International, die Aviv-Gruppe für Kleinanzeigen sowie StepStone für Job-Portale.
meedia.de, turi2.de (Background)

Ulf Poschardt twittert Grönemeyer-Richtigstellung.

Social Media: Ulf Poschardt twittert eine Richtigstellung bezüglich Herbert Grönemeyer. Der Chefredakteur der Welt-Gruppe hatte bei der Diskussion um Grönemeyers "Keinen Millimeter nach rechts"-Aufruf getwittert, der Sänger sei aus Steuergründen "nach London geflüchtet". Grönemeyers Anwalt hatte eine Richtigstellung gefordert, Poschardt seine Follower dazu abstimmen lassen – die hatten mehrheitlich für einen Rechtsstreit gestimmt.
pressesprecher.com, twitter.com, turi2.de (Background)

Tatjana Ohm beantwortet sieben Fernseh-Fragen.


Hauptsache hart: Chefmoderatorin Tatjana Ohm ist das Gesicht des Nachrichtensenders Welt – und privat ein großer Fan von harten Serien. "Da darf's auch mal knallen", sagt Ohm im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Ein Star ihrer Jugend: Prügelknabe Colt Seavers. Auch sonst mag es Ohm gerne friesisch herb: Ihr liebster Werbespot stammt von Jever Pils, obwohl sie selbst nie Alkohol trinkt. Ohms täglicher Nervenkitzel ist die Live-Sendung. Noch schöner als Fernsehen gucken sei das Fernsehen machen, sagt sie.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Die turi2 edition #9 erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik. Sie können die Buchreihe hier abonnieren.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

Ulrike Simon: Nikolaus Blome könnte bald von “Bild” zu AKK wechseln.

Springer muss sich wohl bald von "Bild"-Vize Nikolaus Blome verabschieden, hört Ulrike Simon in Berlin. Es gehe das Gerücht um, Blome befinde sich in Gesprächen mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Blome sei mit den Plänen für den anstehenden Umbau der "Bild"-Redaktion nicht einverstanden, sei aber nicht für eine Stellungnahme erreichbar gewesen. Gemeinsam mit Heft-Erfinderin Selma Stern hatte Blome die testweise erschienene "Bild Politik" verantwortet, deren Zukunft bislang noch in den Sternen steht.
horizont.net (nach Anmeldung frei)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (2/2019)

Zitat: Die “Welt” hatte nie eine “unbedingte Bestandsgarantie”.

"Eine unbedingte Bestandsgarantie für die "Welt" ist doch ein Mythos. Unter dem Börsenregime stand sie quasi jedes Quartal zur Disposition."

Springer-Boss Mathias Döpfner will das Blatt dennoch behalten, wie auch KKR-Deutschlandchef Johannes Huth und Friede Springer im Triumvirats-Interview mit der "Süddeutschen" betonen. Sie liebe die "Welt" mehr als die "Bild", sagt Friede Springer in dem Gespräch.
sueddeutsche.de (Paid)

Springer kündigt Sparkurs an und bekennt sich zur “Welt”.

Die Welt am Marterpfahl: Springer plant einen Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" sowie bei den Druckereien und Zeitschriften, kündigen Friede Springer, Mathias Döpfner und KKR-Europachef Johannes Huth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an. "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen," sagt Döpfner, der Hierarchien verschlanken wolle. Für "digitales Wachstum" wolle Springer in der Summe Arbeitsplätze aufbauen. Die defizitäre "Welt" bleibe "ein essenzieller Teil" von Springer, verspricht Döpfner.

Springer wolle "ein journalistisches Haus" bleiben, "Welt" solle auch als gedruckte Ausgabe fortgeführt werden. "Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar", sagt Friede Springer, die Großaktionärin beim Konzern bleibt. Die bisher getrennten Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen künftig "intensiver" zusammenarbeiten, die beiden Marken bleiben erhalten. KKR wolle Springer "langfristig begleiten" und schließt weitere Übernahmen nicht aus: "Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist", kündigt der KKR-Europachef an.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20 (Paid)

Presserat rügt “Bild” und Bild.de für Bericht zum Stuttgarter Schwertmord.

bildlogoBild handelt sich eine Rüge vom Presserat ein. Grund ist die Berichterstattung zum Stuttgarter Schwertmord im Bericht "Schwert-Mord mitten auf der Straße". Die Darstellungen seien "respektlos vor dem Leid der Angehörigen". Auch "Mopo", "Berliner Kurier", "Express" und "TZ" werden gerügt: Die Blätter hatten auf ihren Titelseiten redaktionell gestaltete Werbung veröffentlicht, die für Leser nicht eindeutig als solche erkennbar war.
presserat.de

Lipinski: Springer plant, die Verzinsung der Altersvorsorge von 6 % auf 3 % zu senken.

Springer will ab Januar 2020 die Verzinsung der Beträge, die die Beschäftigten in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen, von 6 % auf 3 % senken, berichtet Gregory Lipinski. Der Verlag verhandle "seit längerer Zeit" mit dem Betriebsrat. Die Änderung bei der sogenannten VarioRente solle die Vorsorge "an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" anpassen, begründe der Vorstand.
meedia.de

Türkisches Gericht lehnt Entschädigung für Deniz Yücel ab.

Türkei: "Welt"-Reporter Deniz Yücel erhält vorerst keine Entschädigung für seine einjährige Untersuchungshaft. Ein Gericht in Istanbul hat Yücels Klage zum zweiten Mal abgelehnt, nun will er vors Verfassungsgericht ziehen. Yücel verklagt die türkische Regierung auf 2,98 Mio Lira, umgerechnet rund 440.000 Euro. Unterdessen wurde Yücels Veysel Ok wegen öffentlicher Beleidigung der Justiz zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
taz.de

Video-Tipp: Julian Reichelt verteidigt Metzelder-Berichte in “Bild”.

Video-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt verteidigt im "Zapp"-Interview die Verdachts­bericht­erstattung im Fall Christoph Metzelder und rühmt sich damit, Hinweise auf mögliche Straftaten pflichtbewusst an Ermittler weiterzugeben. Sollte sich Metzelders Unschuld erweisen, stellt Reichelt eine prominente Berichterstattung "in tatsächlich vergleichbarem Umfang" in Aussicht.
ndr.de (7-Min-Videos + Einzel-Interviews)

Media Impact erwartet 3 bis 4 % mehr Umsatz durch Ad Alliance.

Media Impact, Vermarkter von Springer und Funke, erhofft sich durch die Anbindung an Bertelsmanns Ad Alliance 3 bis 4 % zusätzlichen Umsatz, sagt der neue Chef Carsten Schwecke im "Horizont"-Interview. Die großen Herbsttermine mit Media-Agenturen bestreiten beide Partner zusammen, das Tagesgeschäft jeder für sich.
"Horizont" 37/2019, S. 14/15 (Paid)

ProSiebenSat.1 denkt über deutschen Nachrichtensender nach.

ProSiebenSat.1 plant einen eigenen Nachrichtensender für Deutschland, sagt CEO Max Conze. Das gerade in Österreich gestartete Puls 24 sieht er als Test. Der Kanal sei "digital mit linearer Verlängerung" – wenn das Konzept erfolgreich sei, wolle er ähnliches in Deutschland lancieren. 2010 hatte ProSiebenSat.1 das damalige N24 verkauft, der Sender gehört heute als Welt TV zu Springer.
msn.com (12-Min-Video) via handelsblatt.com

Chinesische Botschaft sperrt “Bild” aus.

Bild erhält keinen Zutritt zu einer Pressekonferenz der chinesischen Botschaft in Berlin. Die Zeitung hatte zuvor den Hongkonger Aktivisten Joshua Wong eingeladen. Vor dem absehbaren Ausschluss hatte Chefredakteur Julian Reichelt nach einem Ersatz-Reporter gesucht – und ihn nebenan bei "Welt" gefunden, die rein durften.
bild.de

Julian Reichelt verteidigt “Bild”-Verdachtsberichterstattung im Fall Metzelder.

Bild beruft sich im Fall von Christoph Metzelder auf das "demokratisch-freiheitliche Grundrecht auf Verdachtsberichterstattung", sagt Chefredakteur Julian Reichelt. Ob "Bild" die Ermittlungen wegen Verbreitung von kinderpornographischem Material selbst angestoßen hat, mag Reichelt nicht sagen – ebenso wenig, warum ein "Bild"-Fotograf mit der Polizei auf Metzelder wartete.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Basta: Steingart würde Hitler interviewen, aber die Spielregeln diktieren.

Teufelskerl Gabor Steingart hätte "selbstverständlich" Adolf Hitler interviewt, am liebsten "vor 33" - aber er hätte darauf geachtet, "dass die Spielregeln des Journalismus nicht suspendiert werden". Weitere Erkenntnis eines Webtalks: Sein Schiff MediaPioneer One will Steingart im Mai 2020 mit Fackelzug großer Roadshow Boatshow von Köln nach Berlin überführen.
youtube.com (springt direkt zu 37.08 im 61-Min-Video)

Kai-Hinrich Renner: Springer diskutiert Pläne, die “Bild”-Redaktion um bis zu 20 % zu verkleinern.


Auf dem Sprung: Springer plant einen Personalabbau bei "Bild", "Welt" und dem Werbevermarkter Media Impact, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Personalabbau werde bereits seit einem halben Jahr diskutiert, "im Herbst, frühestens Ende September" wolle der Vorstand die Pläne absegnen. Die "Bild"-Redaktion könnte um bis zu 20 % schrumpfen. Dafür könnten alle Außenbüros außer die in Hamburg, Essen und München wegfallen. Springer dementiert: "Eine Schließung redaktioneller Außenbüros bei 'Bild' ist nicht Teil von Überlegungen", sagt ein Sprecher.

Die Rolle des neuen Finanz-Investors KKR bei einem möglichen Stellenabbau ist laut Renner nicht bekannt. Die Maßnahmen seien jedoch schon diskutiert worden, bevor bekannt wurde, dass der Investor bei Springer einsteigen will. Nun müsse sich der Verlag aber nicht mehr um seinen Aktienkurs sorgen, was die Lage für Springer vereinfachen dürfte. Laut einer Konzern-Sprecherin seien "Details und konkrete Maßnahmen" noch nicht bechlossen – man arbeite aber "intensiv an den Zukunftsstrategien" für die Blätter "Bild" und "Welt".
morgenpost.de (Paid, gekürzte Fassung), blendle.com (Paid, Langfassung)

Facebook kooperiert bei Facebook Watch mit Springer, Burda und Gruner + Jahr.


Watch your back: Facebook gewinnt mehrere europäische Verlage für seinen YouTube-Konkurrenten Watch. Aus Deutschland sind künftig Springer, Burda und Gruner + Jahr dabei und liefern exklusive, redaktionelle Videoformate. Auch "LeMonde" aus Frankreich kooperiert mit dem Netzwerk. Facebook beteiligt die Verlage an den Werbeeinnahmen. Laut dpa zahlt das Social Network zudem europaweit insgesamt einen zweistelligen Mio-Betrag direkt an die Medienpartner.

Springer kündigt die tägliche Nachrichtenshow "Bild Daily" sowie "Welt News" an. Burda steuert unter anderem das wöchentliche Format "Focus News Stories" sowie die Sendung "Focus Life Hacks" bei, in der Nutzer Fragen zu alltäglichen Problemen stellen können sollen. Gruner + Jahr kündigt vier verschiedene Sendungen an, darunter zwei Essens-Formate, eine Fußball-Sendung mit dem "11 Freunde"-Chef Philipp Köster und eine Wissenschaftsshow.
newsroom.fb.com, welt.de

Bild.de laut Agof im Juli erneut die populärste Online-Marke.

Agof-Zahlen: Bild.de erreicht im Juli mit 5,33 Mio täglichen Unique Usern die mit Abstand höchste Reichweite, errechnet Jens Schröder. Dabei konnte Bild.de den Vorsprung auf Spiegel Online ausbauen. Dank Bundesliga-Start legt der "Kicker" deutlich zu und kommt auf 2,20 Mio Unique User. Deutliche Verluste verzeichnen Merkur.de (1,70 Mio Unique User) und die Springer-Samsung-App Upday, die 18,5 % verliert und im Juli 1,59 Mio Unique User erreicht.
meedia.de

Video-Tipp: Gabor Steingart träumt von der Million.

Video-Tipp: Gabor Steingart spricht im Webtalk der FM Online Factory übers Startup-Leben. Für sein Morning Briefing macht er ein Potenzial von bis zu 1 Mio Hörern täglich aus. Newsletter sowie auch Podcast gewinnen pro Tag ohne Werbung zwischen 150 und 600 Abonnenten, bei Springer-Medien kann Steingart noch Media-Budget in zweistelliger Mio-Höhe einlösen.
fm-online-factory.de (61-Min-Video)

Springer bringt Upday-Konzept aufs iPhone und Nicht-Samsung-Androiden.


Earli Bird Elephant: Springer schenkt seiner Samsung-News-App Upday mit Earli ein Geschwisterchen fürs iPhone und Android-Geräte anderer Hersteller. Den Anfang macht die Podcast-App EarliAudio, die dem Nutzer auf Basis individueller Interessen für ihn relevante Podcast-Episoden vorschlägt. Mit EarliNews soll im 4. Quartal 2019 ein iOS- und Android-Pendant zur Upday-Newsapp folgen. Die App kommt in insgesamt 12 Sprachen für 16 europäische Länder.

CEO Peter Würtenberger sagt im Interview mit "Horizont", dass Earli News weitestgehend Upday entspreche, aber anders auftreten soll: "Earli News hat ein eigenes Branding und ein eigenes Look and Feel, greift aber auf die Funktionalitäten, die Redaktion und die Technologie von Upday zurück." Die Marke Upday soll exklusiv für Samsung erhalten bleiben, das an Upday beteiligt ist. Insgesamt will Würtenberger mit den neuen Ablegern die Reichweite innerhalb der nächsten beiden Jahre von 25 auf 50 Mio monatliche Nutzer verdoppeln.
axelspringer.com, "Horizont" 36/2019, S. 14 (Paid)

Zitat: Julian Reichelt würde außerhalb des Journalismus gern als Möbelpacker arbeiten.

"Mein liebster Alternativjob ist Möbelpacker, weil man in den intimsten Lebensbereich von anderen Leuten kommt."

Julian Reichelt würde gern als Möbelpacker arbeiten, wenn er nicht "Bild"-Chef wäre, erklärt er im "Entscheider treffen Haider"-Podcast. Nach seiner Beschreibung klingt das quasi wie sein jetziger Job – nur mit mehr frischer Luft und körperlicher Arbeit.
abendblatt.de (90-Min-Audio)

Zitat: Thomas Vollmoeller beerdigt das Jobanzeigen-Geschäft.

"Der ganze Stellenmarkt ist ein Auslaufmodell. Für mich ist das Thema klassische Stellenanzeige ein Geschäft von vorgestern."

Xing-Chef Thomas Vollmoeller glaubt an einen fundamentalen Wandel im Recruitment – und dass Springer mit Kleinanzeigen-Portalen auf riskantem Kurs ist.
omr.podigee.io (59-Min-Audio)

Weiteres Zitat:

"Ich bin über den Prozess informiert gewesen, aber wir waren nicht bereit, das Boot zu zahlen."

Thomas Vollmoeller deutet an, dass auch er unter Umständen bereit gewesen wäre, bei Gabor Steingart zu investieren.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Der Stammtischbruder - Thomas Vollmoeller im Porträt.