Torsten Rossmann verlässt Springers WeltN24 GmbH, Ex-RTL-Chef Frank Hoffmann wird Nachfolger.

WeltN24 und Geschäftsführer Torsten Rossmann, 56, gehen "spätestens Ende des Jahres" getrennte Wege. Nachfolger als TV-Chef wird ab 1. September Frank Hoffmann, der von 2013 bis 2019 Chef von RTL Deutschland war. Rossmann, der seit über 20 Jahren für N24 und Welt arbeitet, bleibt Springer als "TV- und Bewegtbildstratege" erhalten.
axelspringer.com, horizont.net

Renner: Springers Geschäft mit digitalen Kleinanzeigen ist gefährdet.

Springer leidet unternehmerisch nicht nur wegen des Rückgangs von Werbeeinnahmen unter der Corona-Krise, sondern auch, weil das Geschäft mit digitalen Kleinanzeigen eingebrochen ist, schreibt Kai-Hinrich Renner. Es sei "nicht völlig auszuschließen, dass Friede Springer im Fall eines möglichen hochriskanten Erwerbs des Kleinanzeigengeschäfts von Ebay ihr Widerspruchsrecht ausgeübt hat."
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

DFL erlöst mit Medienrechten ab der Saison 2021/22 erstmals weniger als bisher.


Corona-K(n)ick: Die DFL vergibt die Übertragungsrechte für die Bundesliga neu und erlöst damit umgerechnet 1,1 Mrd Euro pro Saison - ein Rückgang um 60 Mio Euro pro Spielzeit. Den Gesamterlös für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 beziffert die DFL auf 4,4 Mrd Euro. Zum Vergleich: Der Gesamterlös für die vier Spielzeiten von 2017/18 bis 2020/21 betrug Höhe 4,64 Mrd Euro, also durchschnittlich 1,16 Milliarden Euro pro Saison. Die Pay-Rechte sichern sich Sky und Dazn. Sky überträgt alle Einzelspiele am Samstag, das Top-Spiel und die Konferenz ebenso wie alle Begegnungen der 2. Bundesliga. Streamingdienst Dazn bekommt die Rechte für die Freitags- und Sonntagsspiele. Ein überraschendes Platz-Comeback feiert Sat.1. Der Sender kauft Free-TV-Rechte für insgesamt neun Spiele, darunter die Auftaktmatches der 1. und 2. Bundesliga, den Supercup und die Relegation. Sport1 zeigt die neu am Samstagabend um 20:30 Uhr angesetzten Begegnungen in der 2. Liga.

Bei den Zusammenfassungsrechten schlagen wie bisher ARD und ZDF zu. Die ARD bekommt die Rechte diesmal auch für die Zusammenfassung der Freitags- und Sonntagsspiele der 2. Bundesliga; dieses Material will sie voraussichtlich beim Sender One vermarkten. Auch Axel Springer mischt mit: Der Medienkonzern erwirbt die Pay-Rechte, direkt nach Abpfiff alle Begegnungen beider Ligen zusammenzufassen. Zudem kauft Springer das zum ersten Mal ausgeschriebene "Out-of-Home"-Paket. Es berechtigt dazu, Bewegtbilder der Spiele auf Flächen für Außenwerbung zu nutzen.
dfl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

“Bild”-Redakteur Morten Wenzek: “Snapchat ist definitiv nicht tot.”


Gelber Geist für die Gen Z: Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Morten Wenzek, Verantwortlicher Redakteur für Neue Plattformen und Social Media, was "Bild" auf dem vielfach totgesagten Videodienst Snapchat hält: Werbeeinnahmen und eine für die Medienmarke ansonsten nahezu ungekannte Zielgruppe. Erst kürzlich hätten sein Team und er eine Snapchat-Show über Corona auch für andere Inhalte geöffnet. Jetzt versuchten sie, die hinzugewonnenen jungen Leser*innen nicht mit "Promi- oder Sport-Content zu verschrecken". Obwohl der Kanal für die Boulevard-Zeitung "wertvoll" sei, um 13- bis 24-Jährige zu erreichen, mahnt Wenzek zu kritischer Distanz. Übrigens: Auf der chinesischen Kurzvideo-Plattform TikTok produziert "Bild" aus dem traditionell China-kritischen Springer-Haus – anders als etwa die "Tagesschau" – erst gar keine Beiträge.

Im Video schlägt Wenzek außerdem vor, wie Redaktionen die neue 140-sekündige Sprachnachrichten-Funktion von Twitter für ihre Berichterstattung einsetzen könnten – und äußert sich zu Rezos Presse-Schelte. Weder Politik noch Journalismus dürften "junge Perspektiven" links liegen lassen und "aus ihrem Elfenbeinturm herab den gleichen Film abfahren, den sie schon immer machen", findet Wenzek. Auch wenn Journalist*innen stets hinterfragen sollten, was etwa Fridays for Future und andere junge Organisationen forderten: "Ich finde, Rezo hat einen guten Punkt."

Zum Streit zwischen "Bild" und dem Virologen Christian Drosten will Wenzek nichts sagen. Die Auseinandersetzung hatte sich auch auf Twitter abgespielt.
turi2.tv (11-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Twitter-Sprachnachrichten), turi2.de (Bild vs. Drosten)

Einstweilige Verfügung zu Ibizagate-Artikel: “WamS” siegt vor dem BVerfG.

Springer erzielt einen Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht. Das Gericht setzt bis auf weiteres eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin aus, die der "Welt am Sonntag" Teile der Berichterstattung über einen der Hintermänner der Ibiza-Affäre untersagt. Das Bundesverfassungsgericht mahnt an, dass die "Welt am Sonntag" zunächst die Möglichkeit hätte bekommen müssen, Stellung zum Antrag zu beziehen. Vor Kurzem hatte das Bundesverfassungsgericht in einem anderen Fall bereits die sogenannte "Waffengleichheit" bei Unterlassungserklärungen angemahnt.
per Mail, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Mathias Döpfner sieht Europa im ungerechten Wettbewerb mit China.

Lese-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner und Ex-Diplomat Kishore Mahbubani streiten in der "Zeit" über die Gefahr, die von China ausgeht. Döpfner nennt Chinas Aufnahme 2001 in die WTO einen "historischen Fehler". China habe nie die Regeln der freien und offenen Märkte akzeptiert. Ein ungerechtes Wett­bewerbs­system werde Chinas Wachstum weiter befeuern und den autoritären Staat stärken. Mahbubani argumentiert, Europäer und Amerikaner hätten ihren Lebens­standard nur dank billiger Waren aus China halten können. Die Vorstellung, der Rest der Welt werde sich genauso entwickeln wie der Westen, sei arrogant. Europa sieht er in der Rolle als unabhängiger Akteur.
"Zeit" 26/2020, S. 10/11 (Paid), turi2.de (Background)

“Bild” stichelt gegen den “Spiegel”.

Bild interpretiert aus zwei Meinungs-Beiträgen im "Spiegel" einen Streit um die journalistischen Grundsätze des Magazins. "Spiegel"-Autor Philipp Oehmke (Foto) hatte sich in einem Text zur Entlassung des Meinungschefs der "NYT" für ein Ende des "Neutralitäts-Journalismus" ausgesprochen und mehr Haltung gefordert. Hauptstadt-Korrespondent Florian Gathmann widersprach und forderte, "so neutral wie möglich" zu sein. "Bild" lässt sich vom "Spiegel" versichern: "Augsteins Satz 'Sagen, was ist' leitet seit mehr als 70 Jahren unverändert den Journalismus dieses Hauses. Daran halten wir fest."
bild.de, spiegel.de (Oehmke, Paid), spiegel.de (Gathmann, Paid)

Video-Tipp: der nackte Axel-Springer-Neubau vor dem Einzug der Mitarbeiter*innen.

Video-Tipp: Am kommenden Montag ziehen Springer IT, Axel Springer Ideas Engineering und Media Impact als erste Teams in den Springer-Neubau. "Mr. Neubau" Andreas Ludwigs, Geschäftsführer Springer Services & Immobilien, führt vorher ein letztes Mal durch leeren Räume, u.a. das Atrium, die TV-Studios der "Welt" und die Dachterrasse.
youtube.com (7 Min)

Axel Springer Hy und Human Unlimited starten Kooperation.

Hy, Transformations- und Strategieberatung von Springer unter Führung von Christoph Keese, verpartnert sich mit Frank Dopheides Purpose-Agentur Human Unlimited. Ziel: "Zukunftspotential für Unternehmen aufzeigen, vermessen und kapitalisieren". Das Bündnis hat v.a. mittelständische Betriebe im Visier, deren Geschäftsmodelle schwächeln.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hy-Chef Christoph Keese im Mediatalk mit Peter Turi über das Abenteuer Digitalisierung (10/2017).

Zitat: Stefan Niggemeier kritisiert Julian Reichelts Aussagen im Springer-Podcast.

"Er verklärt die eigene schmutzige Arbeit zu etwas so Edlem, dass der Kontrast zur Realität aberwitzig wird."

Stefan Niggemeier setzt sich auf 20.000 Zeichen mit dem Döpfner-Reichelt-Podcast auseinander und konstatiert, für Mathias Döpfner und Julian Reichelt sei jeder Mensch ein Elfenbeinturm-Bewohner, der nicht zu ihnen in die Jauchegrube steigt.
uebermedien.de (Paid), turi2.de (Background)

“Clap”: Springer will um Bundesliga-Rechte mitbieten.

Bundesliga-Rechte: Springer und ProSiebenSat.1 wollen um Bewegtbild-Pakete mitbieten, schreibt "Clap". Springer interessiere sich für das Paket K, das zum Beispiel Bild TV erlauben würde, sonntagsmorgens Szenen aus den Spielen der 1. und 2. Bundesliga vom Freitag und Samstag zu zeigen. ProSiebenSat.1 interessiere sich für ein Paket, das der Gruppe Rechte ab Montag einbringen würde - bisher von RTL-Sender Nitro genutzt.
clap-club.de

Meinung: “Bild” erzeugt mit irreführender Headline zahlreiche Social-Media-Interaktionen.

Bild erzeugt in den sozialen Medien ein großes Echo mit einer irreführenden Überschrift, kritisiert Jens Schröder. Der Beitrag Laut Autopsie-Bericht – George Floyd (†46) hatte Coronavirus suggeriert einen direkten Zusammenhang mit seinem Tod. Die Infektion lag jedoch bereits mehrere Wochen zurück.
meedia.de

Mathias Döpfner nimmt Julian Reichelt im Podcast ins Gebet und nennt Ein-Stunden-Frist für Drosten einen “dummen Fehler”.


Im Verhör: Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner knöpft sich in Springers Inside.Pod-Podcast "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) vor. Die Ein-Stunden-Frist für Virologe Christian Drosten zur Beantwortung von Fragen nennt Döpfner einen "dummen Fehler". Reichelt räumt ein, "Bild" habe sich dadurch "angreifbar" gemacht, glaubt aber: "Die Fragen hätte Drosten in der Zeit, in der er getwittert hat, beantworten können." Vom "Unantastbarkeitsprinzip" gegenüber "Heilsbringern" hält Reichelt nichts und wünscht sich, "dass die Menschen mit mir so energisch und aggressiv diskutieren wie ich auch diskutiere".

Sein "exzessives Twittern" habe er vor zweieinhalb Jahren aufgegeben und sieht es im Nachhinein als Fehler, sich in jede Debatte zu stürzen: "In einer Blase zu argumentieren, ist vollkommen hoffnungslos. Man geht immer als Verlierer heraus." "Bild" überlege gar, ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken einzuschränken, sagt Reichelt: "Wir füllen die Kassen von amerikanischen Plattformen dadurch, dass wir uns gegenseitig zerfleischen und schaden. Twitter lebt davon, dass Menschen sich gegenseitig schaden."

Auch mit "Bild" will Reichelt nicht "Ärgermacher aus Prinzip" sein: "Wir sollten 'Bild' nicht instrumentalisieren, um unsere eigenen Ansichten zu befeuern. Schon gar nicht sollten wir 'Bild' nutzen, um uns über andere Menschen zu erheben." (Foto: picture alliance/Norbert Schmidt)
soundcloud.com (53-Min-Audio)



Weitere Zitate aus dem Podcast:

Julian Reichelt über Wissenschaftler, die sich von der "Bild"-Berichterstattung distanzieren:
"Wissenschaft kann sich nicht aussuchen, wo sie abgebildet wird."

... über "Duelle":
"Ich möchte keine Duelle. Ich weiß, wozu Duelle führen und wie Menschen nach einem Duell aussehen. Und ich bin froh, dass es sowas bei uns nicht gibt."

... über den Unterschied von Wahrheit und Fakten:
"Ich glaube nicht an Wahrheit, aber an die bestmögliche Version der Fakten, die wir vor Deadline recherchieren können."

... über seinen Ruf, einen militärischen Führungsstil zu pflegen:
"Nichts schafft eine größere Abneigung zum Militärischen und zum Krieg als zehn Jahre im Krieg verbracht zu haben. Ich mag keine Waffen, ich finde Waffen nicht faszinierend."

"Wenn der Führungsstil militärisch wäre, gäbe es deutlich weniger Debatten bei uns."

... über Diskussionen in Blasen:
"Wir leben in einer Zeit, in der Öffentlichkeit aus verschiedenen Blasen besteht, die nahezu keine Überschneidungspunkte mehr haben."

... über "Bild" als Ventil:
"'Bild' gibt Menschen, die radikalismusgefährdet sind, eine Stimme, bevor sie sich radikalisieren."

... über Twitter-Krawall:
"Twitter als Krone der Social-Media-Niedertracht lebt davon, dass Menschen aufeinander losgehen, sich gegenseitig schaden und sich selbst schaden. Sich durch eine dumme Äußerung selber vernichten, ist das, was auf Twitter am besten funktioniert."

"Es kann nicht sein, dass wir diejenigen, die das Konzept Free Media am meisten untergraben, nämlich Social Media, dass wir denen die Kassen mit unserem Streit füllen. Das ist inzwischen meine Überzeugung."

... über "Bild"-Kritiker:
"Die wissenschaftliche Disziplin 'Bild -Kritik' besteht in allererster Linie daraus, 'Bild' nicht zu lesen. Das ist die einzige wissenschaftliche Disziplin der Welt, in der man sich ausdrücklich und stolz nicht mit dem Forschungsobjekt beschäftigt, sondern zu seinen Einschätzungen kommt, ohne sich damit zu beschäftigen."

Mathias Döpfer über "Bild"-Kritiker:
"Ich freue mich über jeden, der 'Bild' kritisiert. Das ist gut und wichtig. Aber eines ist Voraussetzung: Ich muss es schon lesen. Wass ich immer häufiger höre ist: 'Ich kann es nicht mehr lesen, ich lese es nicht mehr, aber ich weiß trotzdem, was drinsteht.' Das ist einfach nicht mehr akzeptabel: Haut drauf, aber bitte nach Lektüre."

... über das Rezo-Video zur "Zerstörung der Presse".
"Da sollte man ganz gelassen reagieren. Nicht alles, was uns nicht gefällt, ist deswegen kein Journalismus. Natürlich ist das hervorragender Journalismus, auch wenn er in der These und der Beweisführung meines Erachtens sehr brüchig ist."

Frühere Vize-Chefredakteurin Ulrike Zeitlinger verlässt “Bild”.

Bild und Ulrike Zeitlinger gehen getrennte Wege. Zeitlinger, die bis vor einem Jahr "Bild"-Vize war und seitdem "Entwicklung und Innovation" verantwortet, wolle sich "neuen Heraus­forderungen" widmen. Weitere Personalien: Jan Wolf Schäfer kehrt als Nachfolger von Nikolaus Blome vom "Focus" zu "Bild" zurück. Kim Horn, Tochter von Ex-"BamS"-Chefin Marion Horn, steigt in die Chefredaktion der "Bild am Sonntag" auf.
horizont.net, turi2.de (Background)

Jan-Eric Peters verlässt Springer endgültig.

Springer und Jan-Eric Peters gehen ab 2021 getrennte Wege. Er will sich laut Pressemitteilung nicht näher genannten, "neuen Projekten" widmen. Peters ging vor rund einem Jahr in ein Sabbatical und sollte ab Juni eigentlich in einer neuen Funktion wieder bei Springer loslegen. Zuletzt wirkte er als Chef der News-App Upday. Davor war er u.a. lange Chefredakteur der "Welt"-Gruppe und Gründungsdirektor der Axel Springer Akademie.
kress.de, turi2.de (Background)

Die Führung von Media Impact glaubt, die Krise dank “Bild” gut überstanden zu haben.

Media Impact hat im April 23 % und im Mai 26 % geringere Netto-Werbeumsätze im Vergleich zu 2019 verzeichnet, sagen Geschäftsführerin Julia Wehrle und ihr Co-Chef Carsten Schwecke in Interview mit Horizont Online. Damit habe der Springer-Vermarkter aber Marktanteile gewonnen, vor allem dank der "Bild". Im Sommer wolle Media Impact darüber beraten, ob es künftig auch in Print mit der Ad Alliance kooperiert.
horizont.net (Paid)

“Assi-Zeitungen”: YouTuber Rezo kritisiert “Bild”, “Welt” und “FAZ”.

Die Zerstörung der Presse: Seriöse Medien sollten sich von "Assi-Zeitungen" stärker distanzieren, sonst spielen sie "Hetzern in die Hände", sagt Influencer Rezo in einem einstündigen Video bei YouTube. Darin warnt er u.a. vor Verschwörungstheorien und kritisiert die Arbeit vor allem von "Bild", "Welt" und "FAZ". Diese hätten häufig falsch über ihn berichtet. Es gebe zudem Gründe, warum etablierte Zeitungen von einigen Menschen verachtet würden: "Unethisches Verhalten ist leider keine Seltenheit", sagt Rezo. Insbesondere "Bild" und "Welt" fehle es an "moralischer Integrität". Aus Sicht von Rezo hielten sich die Redaktionen häufig nicht an den Opferschutz sowie an Persönlichkeitsrechte. Dass die "Bild" dem Virologen Drosten für die Beantwortung einer Presseanfrage nur eine Stunde Zeit ließ, sei ein "Kack-Move".

Julian Reichelt kontert bei Twitter, dass die Frist "leider" zu kurz gewesen sei, "aber wir fragen". Der "Bild"-Chef lädt Rezo zu einem Redaktionsbesuch ein, "ich komme aber auch jederzeit zu Dir" - und betont: "Dies ist keine Aufforderung zum Duell, lieber 'Spiegel'". Rezo sagt, dass er die Presse nicht zerstören wolle - anders als der Titel seines gleichnamigen Videos vermuten lassen könnte. Reichelt spricht bei Twitter von "Zerstörungsquatsch" sowie von "billigen, schnellen Likes". Rezo wisse nicht, "was 'Zerstörung' ist".
(Foto: Screenshot YouTube)
youtube.com (60-Min-Video), twitter.com (Reaktion Reichelt), t-online.de, tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Benjamin Reuter skizziert Julian Reichelts Kampfmodus bei der “Bild”.

Lese-Tipp: "Bild"-Chef Julian Reichelt spaltet die Redaktion, beobachtet Benjamin Reuter und skizziert dessen "Kampfmodus" anhand des Streits mit Christian Drosten. Langgediente Redakteure seien unzufrieden, jüngeren kündigten wegen der "neuen, aggressiven Strategie". Jedoch gebe es eine "verschworene Gemeinschaft", die Reichelt folgt, auch wenn "die Wahrheit dabei auch mal unter die Räder" komme.
tagesspiegel.de

Springer steigt aus Bieterrennen um Ebay-Kleinanzeigen aus.

Springer steigt aus dem Bieterrennen um Ebay-Kleinanzeigen aus, berichet Ulrike Simon. Die Preisvorstellung von mindestens 8 Mrd Euro habe dem Konzern zu wenig Spielraum für andere Akquisitionen gelassen. Auch eine strategische Partnerschaft oder eine Teilinvestition sind vom Tisch - Springer hält lieber nach Übernahmekandidaten im Bereich News Media Ausschau.
horizont.net, turi2.de (Background)

Renner: Friede Springer soll sich beim Vorstand über Julian Reichelt beschwert haben.

Unfriede: Die nicht gerade diplomatische Art von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt stößt bei Verlegerin Friede Springer offenbar übel auf. Sie habe sich vor ein paar Wochen beim Springer-Vorstand "sehr emotional" über Reichelts "aggressiven Kampagnen­journalismus" beschwert, hört Kai-Hinrich Renner von mehreren, voneinander unabhängigen Quellen im Verlag. Ein Sprecher will den Vorfall nicht kommentieren, betont aber das "Chefredakteursprinzip" und die "offene Streitkultur" im Haus, bei der die Redaktionen "nicht versuchen zu schreiben, was Vorstand und Eigentümer für richtig halten".
berliner-zeitung.de

“Horizont”: Julian Reichelt und Paul Ronzheimer sprechen über Freundschaft und Streitkultur.


Bild' dir deinen Bro Code: "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt und sein Vize Paul Ronzheimer treten bei Ulrike Simon zum Doppel-Interview an – über ihre Streitkultur und ihre Freundschaft. "Ich glaube, mich schützt nichts mehr vor Fehlern, als auf Paul zu hören, von dem ich weiß, dass er nur das Beste für mich will", sagt Reichelt über den professionellen Umgang der beiden Journalisten miteinander. Ronzheimer könne "im Ton durchaus unangenehm werden", schütze ihn aber davor, Dinge zu veröffentlichen, die der Marke "Bild" schaden würden – etwa ein Gleichsetzen von Hygiene-Demos und Pegida-Protesten. Dass Reichelt als Chefredakteur am längeren Hebel sitze, störe Ronzheimer nicht. Er setze sich oft durch, das merke aber niemand, weil diese Texte nicht erscheinen.

Insgesamt wird klar, dass Ronzheimer eine der wenigen Stimmen ist, auf die Reichelt hört, von der er sich korrigieren lässt. Ein Grund ist sicher, dass beide wichtige Erfahrungen teilen, etwa die als Kriegsreporter. Auch persönlich sind sich die Männer nah: Der Bezeichnung "Ziehsohn Reichelts", die einst der "Spiegel" für Ronzheimer fand, widersprechen beide. "Wenn schon, dann haben wir ein brüderliches Verhältnis", sagt der fünf Jahre jüngere Ronzheimer und ergänzt: "Es gibt Dinge, die ich nur ihm erzähle, und ich weiß, dass ich immer auf ihn zählen kann."

Gleich zu Beginn des Gesprächs gesteht Reichelt übrigens einen Fehler ein: Den Satz, dass er Menschen danach beurteile, ob er mit ihnen gemeinsam im Schützengraben liegen wolle, sammelt er ein. "Das war die falsche Metapher. Ich würde das so nicht wieder sagen."
horizont.net (Paid)

Mathias Döpfner sieht Corona-Krise für digitale News-Angebote als “riesige Chance”.

Corona-Krise ist aus der Perspektive digitaler Medienmacher "eine riesige Chance", sagt Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner beim BDZV-Kongress #beBeta und freut sich über die steigende Bereitschaft, für digitalen Journalismus zu bezahlen. Zugleich glaubt Döpfner, dass die Krise den "Strukturwandel massiv beschleunigt" und manche Verlage den "Anschluss ans digitale Zukunftsgeschäft" nicht mehr finden.
presseportal.de, wuv.de

Virologe Christian Drosten ist für Gespräch mit “Bild” bereit, Julian Reichelt sagt zu.

Gesprächsbereit: Virologe Christian Drosten macht "Bild" im Streit um die Interpretation seiner Studie ein Gesprächsangebot. Im "FAZ"-Podcast sagt Drosten: "Ich würde durchaus soweit gehen, auch der 'Bild'-Zeiitung anzubieten, mal drüber zu reden." "Bild"-Chef Julian Reichelt reagiert bei Twitter, er sei "zu jeder Zeit und an jedem Ort bereit". Dabei sieht Reichelt die "FAZ" als Vermittler und regt ein Dreier-Gespräch an mit ihm, Drosten und Andreas Krobok, Moderator des "FAZ"-Podcasts. Das Gespräch könnte dann bei Bild.de und Faz.net laufen.
kress.de, faz.net (Paid), faz.net (Podcast, ab 18.00 Min), twitter.com (Reaktion Reichelt)

Britische Statistiker distanzieren sich von “Bild”-Berichten über Drosten-Kritik.

Bild vs. Drosten: Die beiden britischen Statistik-Professoren David Spiegelhalter und Kevin McConway, die "Bild" als Kronzeugen für Kritik an der Studie von Virologe Christian Drosten (Foto) findet, distanzieren sich von den "Zeitungs-Attacken" auf Drosten und sein Team. Inhaltlich bleiben sie bei ihrer Kritik an der Statistik der Studie.
tagesspiegel.de, twitter.com/c_drosten, turi2.de (Background)

“Bild” streitet weiter mit Christian Drosten, die “Welt” entlastet ihn.


Zweite Welle: Die "Bild" legt in ihrem Streit mit dem Virologen Christian Drosten einen weiteren Beitrag nach und findet in David Spiegelhalter, Statistik-Professor an der Universität Cambridge, und seinem Kollegen Kevin McConvay neue Kronzeugen. Beide kritisieren den statistischen Aspekt der Drosten-Untersuchung und empfehlen, dort Fehler einzugestehen. Spiegelhalters Korrespondenz mit der "Bild" scheint jedoch nur ungleich länger als die der bisherigen, vermeintlichen Drosten-Kritiker zu sein. Die Zeitung zitiert ihn mit der Äußerung, er habe seinem Beitrag "nichts hinzuzufügen".

In einem zweiten Text setzt sich die "Bild" mit Vorwürfen Drostens auseinander, die Zeitung habe den englischsprachigen Mathematiker des Teams "am Telefon in die Irre geführt". Auch die Charité kritisiert in einer Stellungnahme, der Mitarbeiter sei sich nicht bewusst gewesen, in einer Interview- oder Äußerungssituation zu sein. "Bild" entgegnet, sie habe das Gespräch auf Englisch geführt und den Mitarbeiter wie gewünscht nicht zitiert. Auffällig: Beide "Bild"-Texte tragen keinen Autorennamen.

Derweil widmet sich das Schwesterblatt "Welt" dem Thema in einem nüchternen FAQ. Die Autorinnen Birgit Herden und Wiebke Hollersen nehmen Drosten und sein Team dabei sogar in Schutz und betonen, dass wissenschaftliche Diskussionen zu Vorveröffentlichungen völlig normal sind und Drosten selbst stets sehr vorsichtig bei einem Fazit zur Untersuchung gewesen ist.
bild.de (neue Kritik), bild.de (Stellungnahme der "Bild"), welt.de, turi2.de (Background)

Springer ernennt Chefin für Diversität und Inklusion.

Springer hat ab 1. Juli eine unternehmensweite Ansprechpartnerin für Diversität und Inklusion. Sandra Subel (Foto), soll in dieser Position "den Ausbau der Vielfalt und die Stärkung der Kultur der Zugehörigkeit und Innovation" im Konzern fördern, schreibt Springer in einer Mitteilung. Subel ist seit Herbst 2019 bei Springer und arbeitet dort noch im Change Management.
axelspringer.com

Mehmet Scholl analysiert Bundesliga-Geisterspiel für Bild TV.

Bild verpflichtet Ex-Fußballprofi Mehmet Scholl als Experte für Bild TV - zunächst einmalig. Drei Jahre nach seinem plötzlichen Abgang als TV-Experte der ARD diskutiert Scholl heute Abend zusammen mit Marcel Reif über das Bundesliga-Geisterspiel Dortmund - Bayern. Scholl wird in der Halbzeit und nach Spielende live zugeschaltet. Das Spiel selbst überträgt Bild TV mangels Rechten nicht.
bild.de, turi2.de (Background)

BSI erteilt Identitätsplattform Verimi Zulassung für öffentliche Verwaltung.

Verimi, Login-Verbund u.a. von Springer, Allianz und Deutscher Bank, erhält die Zulassung für den Einsatz in der öffentlicher Verwaltung. Das BSI kommt nach Prüfung zu dem Ergebnis, Verimi erfülle das Vertrauensniveau "substanziell". Damit ist die Voraussetzung für Identifizierungs- und Authentifizierungsdienste bei Behörden geschaffen.
presseportal.de

“Financial Times”: Springer will Ebay-Kleinanzeigen übernehmen.

Springer und KKR bieten laut "Financial Times" für die Übernahme des internationalen Kleinanzeigengeschäfts von Ebay. Zu den weiteren Interessenten gehören demnach die südafrikanische Verlegergruppe Naspers, der norwegische Medienkonzern Schibsted/Adevinta sowie das Private-Equity-Konsortium von Hellman & Friedman, Blackstone und Permira. Der Preis der Verkaufsplattform wird auf 8 bis 10 Mrd Dollar geschätzt.
ft.com (Paid) via golem.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Oliver Michalsky blickt auf 25 Jahre Welt Online zurück.

Lese-Tipp: Vor 25 Jahren erschien die "Welt" erstmals mit einem Online-Auftritt. Digital-Chef Oliver Michalsky blickt auf die Entwicklung von welt.de zurück und zeigt Screenshots der verschiedenen Versionen. Zu Beginn wurde das Projekt noch belächelt, drei Onliner mussten ihren Kollegen E-Mails ausdrucken. Am 11. September baut die Redaktion auf eine reine HTML-Seite, um den Server nicht zu überlasten.
welt.de

Sat.1 und “Bild” beenden ihre Corona-Sondersendung – planen aber neue Projekte.

Sat.1 zeigt in der kommenden Woche nach zwei Monaten keine neuen, von "Bild" produzierten Sondersendungen zu Corona. Grund sei die veränderte Nachrichtenlage. Mit der Zusammenarbeit sei man jedoch trotz durchwachsener Quoten zufrieden. Sat.1 und Springer befinden sich laut eigenen Angaben in Gesprächen zu weiteren Projekten.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Rapper Sido soll “Bild”-Team attackiert haben.

Krach am Gartenzaun: Rapper Sido soll ein Team der "Bild" attackiert haben, das vor seinem Grundstück stand, um ihn zu seinen jüngst geäußerten Corona-Verschwörungstheorien zu interviewen. Laut Angaben der "Bild" waren die Aufnahmen für eine Dokumentation über Verschwörungstheorien gedacht. Die Attacke ist im Video nicht genau zu sehen; Sido postete später via Instagram-Story, man solle froh sein, dass "nur das Mikrofon kaputtgegangen ist".
bild.de, rnd.de, turi2.de (Background)

Daniel Fard-Yazdani verlässt Springer, Malte Wienker verantwortet die konzernweite Nachhaltigkeit.

Springer: Daniel Fard-Yazdani (Foto), bisher Leiter der Investor Relations und der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie, verlässt den Konzern. Da die Investor Relations mangels vorhandener Beziehungen nach Springers Rückzug von der Börse überwiegend entfallen, wechselt er in gleicher Position "zu einem großen börsennotierten Unternehmen". Die Verantwortung für Springers Nachhaltigkeit übernimmt PR-Chef Malte Wienker zusätzlich.
axelspringer.de

Springer, Funke und Bauer holen erste Mitarbeiter zurück aus dem Home Office.

Zurück ins Office Office: Springer und Funke holen erste Mitarbiter*innen wieder in den Verlag - zunächst maximal 20 % der Belegschaft, berichtet Meedia. Bei Springer beginnen die Bereiche, die "nachweisbar produktionskritisch" sind oder im Mobile Office "deutlich weniger effizient" arbeiten, als im Büro. Bei Funke kehren auch Teile der Redaktion zurück, bei Bauer ein Teil aller Abteilungen. Beim "Spiegel" dagegen bleibt die Belegschaft im Home Office.
meedia.de

Mathias Döpfner: Europa soll nicht mehr “Everybody’s Darling” sein.

Springer-Chef Mathias Döpfner fordert die Politik in einem Essay in der "Welt am Sonntag" auf, in der "Post-Corona-Ära" klar Position zwischen den USA und China zu beziehen. Durch einen Ausverkauf der Unternehmen an China, fürchtet er, könnte Europa "ein ähnliches Schicksal wie Afrika erleiden. Man begäbe sich auf den schleichenden Weg zur chinesischen Kolonie." Lieber solle Europa das transatlantische Bündnis vertiefen.
edition.welt.de (Paid)

Video-Tipp: Das “Welt”-Team erzählt von seinem Alltag in der Corona-Krise.

Video-Tipp: Mehrere "Welt"-Redakteur*innen haben das Handy gezückt und ihre wechselhafte Stimmung im Corona-Alltag hinaus an die Kolleg*innen geschickt. Deniz Yücel kommentiert: "Es fällt mir nicht so schwer, ich kenn' das ja, irgendwo eingesperrt zu sein, wo man nicht raus darf." Polen-Korrespondent Philipp Fritz freut sich auf den Tag, an dem er wieder "Bis morgen" sagen kann.
welt.de (6-Min-Video)

Gründerszene startet Bezahl-Modell “Gründerszene Plus”.

Gründerszene zieht die Paywall hoch. Mit "Gründerszene Plus" sind ausgewählte "Analysen, Interviews und exklusive Inhalte" künftig nur noch kostenpflichtig abrufbar. Einen Monat können Leser*innen das Modell kostenfrei testen, danach liegt der monatliche Abo-Preis je nach Vertrag bei 7,99 oder 9,99 Euro. Anfang April hatte Gründerszene-Mutter Springer angekündigt, das Online-Wirtschaftsmagazin unter das Dach von Business Insider zu holen.
gruenderszene.de, turi2.de (Background)

Axel Springer und Telekom starten crossmediales Konzertformat.

Axel Springer und Telekom starten gemeinsam das crossmediale Konzertformat #daheimdabei. Von Montag bis Freitag werden Künstler jeweils um 19 Uhr live auftreten; zu sehen sind ihre Gigs bei Magenta TV und auf den Digitalkanälen der Springer-Titel "Rolling Stone", "Metal Hammer" und "Musikexpress". Zugesagt haben u.a. Mando Diao, Evanescence und Max Raabe.
horizont.net, magenta-musik-360.de

Vorstand und Aufsichtsrat von Springer kürzen sich das Gehalt.

Weniger bleibt mehr: Springers Vorstand und Aufsichtsrat verzichten von April bis Juni auf 20 % ihres Gehalts, um auf Umsatzrückgänge in der Corona-Krise zu reagieren, zitiert Ulrike Simon aus einer Videobotschaft von Mathias Döpfner. Weil das Sparprogramm nur die festen Bezüge betrifft, entspricht das einer Kürzung von rund 670.000 Euro, rechnet Simon vor. Im Geschäftsjahr 2019 gab es für die neun Mitglieder des Aufsichtsrates insgesamt 3 Mio Euro. Der Vorstand (Foto) bekam 10,4 Mio Euro, die variable Vergütung lag mit 11,7 Mio Euro sogar noch darüber – dieser variable Teil bleibt von der jetzt beschlossenen Maßnahme allerdings unberührt, ebenso wie die Dividenden. Insofern ist die Entscheidung eher symbolischer Natur. Döpfner bezeichnet sie selbst als "kleinen Beitrag".

Dazu passt, dass der Vorstandsvorsitzende die Springer-Belegschaft in dem Video zu "großer Kostendisziplin" auffordert. Springer-Vorständin Stephanie Caspar hatte erst vor wenigen Tagen im OMR-Podcast die Lage des Konzerns in der Krise eingeschätzt: Die Kleinanzeigen-Geschäfte, Stepstone und die Immobilien-Portale seien am härtesten betroffen. Bei den Medien-Marken erlebe sie dagegen "einen Run" auf Inhalte. Der KKR-Deal sei "rückblickend cooles Timing" gewesen, weil Springer nun in ruckeligen Zeiten investieren könne, ohne auf die emotionale Börse zu achten.
horizont.net (Paid), youtube.com (2-Min-Video), turi2.de (Background)

Corona-Krise kostet “Bild” 15 % Auflage.

Bild verkauft wegen der Corona-Krise in der Summe 15 bis 18 % weniger Zeitungen, sagt Springers Print-Chef Christian Nienhaus (Foto) im "Horizont"-Interview. Abos und Supermarkt-Verkäufe steigen zwar, gleichzeitig fallen Bord-Exemplare und Auslandsauflage fast komplett weg, der Bahnhofsbuchhandel hat sich halbiert. Die Abo-Auflage der "Welt am Sonntag" wächst um 10,5 %. Das Online-Bezahlangebot Welt Plus verzeichnet im März 2,6 % Wachstum, Bild Plus legt um 1,3 % zu. Beim Anzeigengeschäft stehe "Bild" noch "verhältnismäßig gut" da, "viel größeres Kopfzerbrechen" bereite Nienhaus die Umsatzentwicklung bei den Zeitschriften.
horizont.net (Paid)

Hör-Tipp: Springer-Vorständin Stephanie Caspar über den Konzern in der Krise und Zukunft.

Hör-Tipp: Springer-Vorständin Stephanie Caspar schätzt im OMR-Podcast die Lage des Konzerns in der Krise ein – die Kleinanzeigen-Geschäfte, Stepstone und die Immobilien-Portale seien am härtesten betroffen, Idealo hingegen könne sich "vor neuen Kunden gar nicht retten". Caspar erlebt bei Medien-Marken "einen Run" auf Inhalte. Werbungtreibende würden nach erstem Zögern auch wieder Anzeigen schalten, besonders Krisen-Statements. Der KKR-Deal sei "rückblickend cooles Timing" gewesen, weil Springer nun in ruckeligen Zeiten investieren kann, etwa in Modelle, die Paid Content und E-Commerce verknüpfen, ohne auf die emotionale Börse zu achten.
omr.com (63 Min)

Media Impact startet das Vermarktungs-Tool “Welt ID”.

Media Impact bündelt die Vermarktung der "Welt" in dem neuen Vermarktungs-Tool "Welt ID". Das crossmediale Angebot ermöglicht die gemeinsame Werbeplanung für Print und Online. Das Vermarktungs-Joint-Venture Media Impact von Springer und Funke soll nur noch bis 31. August wie gewohnt laufen, beide Häuser wollen sich verstärkt auf die Vermarktung der eigenen Titel konzentrieren.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

“Bild”-Chef Julian Reichelt schreibt einen bösen Brief nach China.

Deutsch-chinesische Brieffeindschaft: "Bild"-Chefdiplomat Julian Reichelt legt sich in einem Brief mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping an. Dieser gefährde die ganze Welt und habe andere Staaten über Corona zu lange im Dunkeln gelassen. China sei mangels eigener Innovationen nur "Weltmeister im Diebstahl von geistigem Eigentum". Die Verschiffung von Masken aus China in alle Welt nennt Reichelt "lächelnden Imperialismus".
bild.de