Springer steigt bei Firma von Gabor Steingart ein.


Schiff Ahoi! Springer verbündet sich mit Gabor Steingart und erwirbt 36 % an Steingarts Firma Media Pioneer Publishing. Als Hauptquartier dient der Firma ab Frühjahr 2020 ein 40 Meter langes und 7 Meter breites Redaktionsschiff inklusive Newsroom, Tonstudio und Event-Bereich. Mit Elektroantrieb soll die "Pioneer One" täglich auf der Spree im Berliner Regierungsviertel umherschippern.

Mit an Bord ist als Chefredakteur Michael Bröcker (2. von links im Bild), derzeit noch Chefredakteur der "Rheinischen Post", dessen Wechsel zu Steingart bereits bekannt ist. Ingo Rieper (links), zuletzt Finanzchef der Handelsblatt Media Group, agiert als Vorstandsvorsitzender, Steingart selbst konzentriert sich als Herausgeber auf den Ausbau des journalistischen Angebots.

Ziel der Firma ist es, wie Gabor Steingart jüngst bereits im Podcast-Gespräch mit Peter Turi ankündigte, ein profitables Geschäftsmodell für neue Medienangebote zu etablieren, das auf Werbeerlöse verzichtet und inhaltlich sowie wirtschaftlich auf Leser-Beteiligung setzt. Auf das Gerücht, zur Experimentier-Abteilung von Springer zu werden, sagte Steingart im turi2 podcast: "Wir sind kein Labor. Wir sind eine Firma, die produzieren möchte, am Ende auch Gewinne machen wird und natürlich offen ist für Partnerschaften, aber nicht als Experimentierlabor."
axelspringer.com

Springer wächst im Digital-Geschäft, operativer Gewinn sinkt.

Springer verdient im 1. Quartal 2019 weniger Geld, dafür mehr im Digitalen. Der Digitalumsatz steigt um rund 9 % und trägt nun knapp 74 % es leicht rückgängigen Konzernumsatzes von rund 772 Mio Euro bei. Der bereinigte Konzern-Gewinn geht um 2,5 % auf 167 Mio runter, 86,6 % davon stammen aus Digital-Aktivitäten. Mit dem Verkauf des Ferienhaus-Vermittlers @Leisure verabschiedet sich Springer für 2019 von prognostizierten Umsatz-Zuwächsen und erwartet Erlöse auf dem Niveau von 2018.
meedia.de, dwdl.de, axelspringer.com

"Süddeutsche Zeitung": Burda gilt beim ADAC als Favorit für Mitgliedermagazin-Auftrag.

ADAC LogoBurda hat als bislang einziger Bewerber ein Konzept für die Produktion des ADAC-Mitgliedermagazins im ADAC-Verwaltungsrat präsentiert und gilt damit als Favorit, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Es gehe um einen dreistelligen Millionenbetrag ab 2020, auch Springer sei an dem Deal interessiert. Derzeit verhandle der ADAC "mit zwei renommierten Großverlagen", widerspricht ein ADAC-Sprecher einer Vorentscheidung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Springer: Döpfner, Bayer, Wiele und Deutz bekommen neues Bonus-Programm.


Darf's etwas mehr sein? Die Springer-Vorstände Mathias Döpfner, Jan Bayer, Andreas Wiele und Julian Deutz bekommen zusammen eine sukzessive Bonuszahlung von gut 74 Mio Euro, schreibt Kai-Hinrich Renner. Allerdings nur, wenn sie es schaffen, den Börsenwert des Konzerns innerhalb von drei bis fünf Jahren um 40 % zu steigern. 2019 ist das nicht der Fall, der Stichtag ist jährlich der 1. Mai.

Den Bonus müssen die vier in Springer-Aktien investieren, die sie noch ein bis zwei Jahre halten. Stephanie Caspar ist nicht Teil des Programms, es gilt nur für seit 2016 amtierende Vorstände.
morgenpost.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Mathias Döpfner und sein Zehn-Jahres-Plan für Springer.

Springer: Felix Lander wird Chief Revenue Officer bei "Business Insider".

Springer: Felix Lander soll als Chief Revenue Officer die Erlöse von "Business Insider" ausbauen und neue Geschäftsfelder entwickeln. Er kommt von der "Bild", dort verantwortete er zuletzt die Social-Media-Aktivitäten. Beim Wirtschaftsmagazin arbeitet er eng mit Media Impact zusammen und berichtet an die Executive Publisher Romanus Otte und Jakob Wais
horizont.net, turi2.de (Background)

Ralph Büchi beginnt mit Arbeit als Springer-Aufsichtsratschef.

Springer: Ralph Büchi (Foto) hat planmäßig den Posten des Aufsichtratschefs von Guiseppe Vita angetreten, schreibt "Bild am Sonntag". Vita ist nach 18 Jahren bei Springer künftig Ehrenvorsitzender. Auch Ulrich Plett beginnt mit der Arbeit im Aufsichtsrat für den scheidenden Lothar Lenz.
"Bild am Sonntag", S. 3 (Paid), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User schließt bei der "Welt" ein Digital-Abo ab.

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User entscheidet sich bei der "Welt" für ein Digital-Abo, plaudert Chefredakteur Ulf Poschardt im "Horizont"-Interview aus dem Nähkästchen der Tracking-Daten. Zwischen 30 und 60 % der Nutzer landeten "bewusst und direkt" auf den Online-Angeboten der "Welt".
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Zitat: Mathias Döpfner spricht sich gegen Upload-Filter aus.

"Wir als Journalisten-Haus sind per se gegen den Einsatz von Upload-Filtern, weil sie theoretisch zur Inhaltskontrolle missbraucht werden können."

Springer-Chef Mathias Döpfner, vorab eifriger Befürworter der EU-Urheberrechtsreform, erklärt bei der Springer-Hauptversammlung und nach der finalen Abstimmung in Brüssel, dass er Upload-Filter im Journalismus ablehnt.
per Mail

Springer will sich vom Bereich Marketing Media trennen.

Springer plant, sich "mittel- bis langfristig" vom Geschäftsbereich Marketing Media zu trennen, kündigt Vorstandschef Mathias Döpfner bei der Hauptversammlung an. Zum Bereich zählt etwa das Preis- und Produktvergleich-Portal Idealo. Ein Sprecher erläutert, Trennung bedeute nicht Verkauf – einzelne Töchter könnten beispielsweise anderen Bereichen zugeordnet werden. Ein Verkauf von Idealo sei nicht geplant. Springer will sich laut Döpfner auf die beiden anderen Säulen digitaler Journalismus und digitale Rubriken konzentrieren und darin nichts weniger werden als "Weltmarktführer". In das Rubrikengeschäft mit Job-, Immobilien- und Autoportalen will Springer dieses Jahr einen "mittleren zweistelligen Mio-Euro-Betrag" investieren.
de.reuters.com

Hinweis: In einer früheren Version war von einem Verkauf des Bereichs Marketing Media die Rede. Laut Springer solle der Bereich jedoch nicht verkauft, sondern aufgelöst und die enthaltenden Unternehmen z.B. neu zugeordnet werden.

"Bild" startet einen TV-Sender bei waipu.tv.


Bewegt-BILD nonstop: "Bild" bespielt erstmals einen TV-Kanal mit eigenen Inhalten. Auf der Streaming-Plattform waipu.tv laufen diverse Formate rund um die Uhr, die Rotation wird individuell für jeden Nutzer zusammengestellt. Im Angebot sind News- und Promi-Videos, Reportagen und Lifestyle-Themen, Technik-Tests von "Computer Bild" sowie Geschichts- und "Auto Bild"-Videos.

Die Politik-Talkshow "Die Richtigen Fragen" sowie News-Sondersendungen werden live eingespielt. Einzelne Videos können in der Waipu-Mediathek abgerufen werden. Nutzer können Waipu fürs Streaming auf TV-Geräten, Smartphones und Tablets abonnieren, künftig gibt es eine Kooperation mit O2. Auch der ADAC hat einen TV-Kanal bei Waipu.
axelspringer.com, waipu.tv/bild

Idealo verklagt Google auf 500 Mio Euro Schadenersatz.

Idealo verklagt Google wegen Missbrauchs seiner Marktdominanz auf 500 Mio Euro Schadenersatz. Googles Preisvergleich Google Products habe eigentlich keine Chance auf vordere Rankingplätze, werde von Google aber trotzdem prominent platziert – zulasten von Idealo. Das Portal hängt sich mit der Klage direkt an das EU-Kartellrechtsurteil von 2017 gegen Google. Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager ermutigte schon damals Unternehmen, auf Grundlage des Urteils Schadensersatz von Google zu verlangen. Wenn Idealo Erfolg hat, könnten andere europäische Firmen dem Beispiel folgen.
finanzen.net, handelsblatt.com

Chefredakteur Jan-Eric Peters verlässt Springers Samsung-News-App Upday.


Updayte fürs Leben: Upday, Springers News-App für Samsung-Smartphones, und Chefredakteur Jan-Eric Peters gehen getrennte Wege. Er verabschiedet sich bis Juni 2020 in ein Sabbatical und werde dann eine neue Aufgabe bei Springer übernehmen. Einen direkten Nachfolger soll es nicht geben, stattdessen will Springer die redaktionelle Leitung "rotierend" besetzen. Die Leiter der acht nationalen Upday-Redaktionsteams sollen abwechselnd die übergeordnete redaktionelle Verantwortung übernehmen.

Peters schreibt in einer Mail an das Team, Upday sei bei "Null gestartet und heute die Nummer 1, die beliebteste News-App in Europa". Damit sei sein "Auftrag bei Upday erfüllt". Nach 35 Jahren in der Medienbranche wolle er eine Pause "für so manches, das ich schon immer mal machen wollte". Peters hat Upday seit 2015 aufgebaut, inzwischen ist die News-App in 16 Ländern aktiv. Vor seinem Job bei Upday war Peters zehn Jahre Chefredakteur der "Welt"-Gruppe. (Foto: Michael Kappeler/dpa)
meedia.de, horizont.net, facebook.com


Springer verklagt Adblocker-Anbieter Eyeo wegen Verletzung des Urheberrechts.

Springer klagt vor dem Landgericht Hamburg erneut gegen den Adblocker-Anbieter Eyeo. Diesmal argumentiert Springer mit dem Urheberrecht: Adblocker veränderten die Programmiercodes von Webseiten und griffen damit direkt in das rechtlich geschützte Angebot von Verlagen ein. Zuvor hatte Springer bereits versucht, Adblocker auf Grundlage des Wettbewerbsrechts zu verbieten - und kassierte eine Niederlage.
horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Eyeo-Mitgründer Tim Schumacher senkt die Lautstärke von Online-Werbung. (11/2015)

Urteil: Berliner OVG lässt Bild.de weiterhin live streamen.

bildlogoBild darf weiterhin Livestreams senden, bestätigt das Berliner Oberverwaltungsgericht die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Im Netz sei die rechtliche Abgrenzung zwischen zulassungspflichtigem Rundfunk und zulassungsfreien Medien ungeklärt und höchst umstritten – weshalb sich die Richter zugunsten von Bild.de entschieden hätten. Die MABB hatte die Live-Formate auf Bild.de beanstandet.
horizont.net, turi2.de (Background)

Mark Zuckerberg diskutiert mit Facebook-Kritiker Mathias Döpfner.


Giganten-Gipfel: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg diskutiert eine Stunde mit Springer-Chef Mathias Döpfner – über Plattformen, Journalismus und Facebooks Pläne. Das gesamte Gespräch steht als Video zum Abruf auf Zuckerbergs Facebook-Profil bereit. Zuckerberg bestätigt, dass Facebook an einem speziellen Produkt für journalistische Inhalte arbeitet – vergleichbar mit dem Video-Bereich Facebook Watch. Wie das Produkt aussehe, sei völlig offen. Facebook wolle sich mit Verlagen beraten und es nicht "in einem Vakuum bauen", sagt Zuckerberg.

Döpfner betont, dass die Zukunft des Journalismus in digitalen Bezahlangeboten liege, denn Reichweite zahle nicht die Miete. Im gesamten Gespräch stellt vor allem der gelernte Journalist Döpfner die Fragen, etwa nach Privatheit und Datenschutz. Zuckerberg sagt, das Thema sei im öffentlichen Bewusstsein und auch im Unternehmen Facebook deutlich wichtiger geworden. Für Zuckerberg ist das Gespräch, aufgezeichnet Sonntag am Rande der Springer-Management-Tagung, eine weitere vertrauensbildende Maßnahme – Döpfner ist als Präsident des Verlegerverbandes BDZV ein Kritiker der Plattformen und konnte mit dem EU-Urheberrecht gerade einen Sieg gegen die US-Tech-Giganten erringen. (Foto: Springer / Charles Yunck)
facebook.com (61-Min-Video)

Zitat: Mathias Döpfner will das Internet nicht kaputt gemacht haben.

"Die Behauptung ist ungefähr so richtig wie die These, dass die Einführung der Straßenverkehrsordnung die freie Mobilität der Bürger zerstört hat."

Springer-Chef Mathias Döpfner freut sich im Springer-Intranet, dass er künftig auf der Vorfahrt-Straße ist und widerspricht der These, er habe geholfen, das Internet "kaputt zu machen".
meedia.de, turi2.de (Background)

Springer und die Börse Stuttgart gründen ein Joint Venture für den Handel mit Kryptowährungen.


Kryptischer Zusammenschluss: Springer und die Börse Stuttgart starten im Sommer eine gemeinsame Plattform zum Handel mit digitalen Vermögenswerten wie Kryptowährungen. Das Angebot soll sowohl redaktionelle Informationen als auch direkte Handelsmöglichkeiten liefern. Dafür gründen Springer und die Börse Stuttgart ein Joint Venture. Die Börse Stuttgart wird im noch zu gründenen Gemeinschaftsunternehmen Mehrheitseigner. Springer hält künftig gemeinsam mit seinem Tochterunternehmen finanzen.net insgesamt 30 % der Firma.

Ob das neue Angebot Teil von finanzen.net werden soll oder ob die Partner ein eigenständiges Portal starten, ist noch nicht entschieden. Wohl dafür aber, wer im Aufsichtsrat des Joint Ventures sitzen soll: Börse-Geschäftsführer Alexander Höptner sowie sein Aufsichtsrat Thomas Munz und Springer-Mann Valentin Schöndienst.
axelspringer.com, meedia.de

"Welt" bereinigt ihre Auflage und streicht u.a. Bordexemplare.

Abgeschminkt: Springer verabschiedet sich bei der "Welt" von der Auflagenkosmetik und streicht unwirtschaftliche Bordexemplare und andere Kooperationen. Eine "kurzfristig stärker sinkende Auflage" nehme man dabei "bewusst in Kauf", sagt Springers Digital-Vorständin Stephanie Caspar. Alle reinen Marketing-Aktivitäten will der Verlag auf die "Welt am Sonntag" konzentrieren, außerdem soll das digitale Bezahlangebot WeltPlus auf 100.000 Abonnenten wachsen.
dwdl.de, dnv-online.net, axelspringer.com

Zitat: Stephanie Caspar will gute Ideen nicht an Technologie scheitern lassen.

"Nehmen Sie das Tech-Thema ernst, denn es ist für alle sehr frustrierend, wenn gute Ideen an eigentlich lösbaren technologischen Fragen scheitern."

Springer versucht, "entscheidende Technologie" selbst zu besitzen, durch eigene Entwicklungen oder Zukäufe, sagt Digital-Vorständin Stephanie Caspar beim Digital Innovators' Summit.
horizont.net (Paid)

Polizei widerspricht der "Bild", sie habe die Redaktion nicht durchsuchen wollen.

bildlogoDementi: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt schreibt in einer Pressemitteilung, sie habe keine Durchsuchung bei der "Bild" geplant. Ziel sei gewesen, "Straftaten mit zeugenschaftlicher Unterstützung durch ein Medienunternehmen aufzuklären". Die "Bild" verweigerte der Polizei, die keinen richterlichen Durchsuchungsbeschluss hatte, am Samstag den Zugang zur Redaktion.
twitter.com, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 52.

Ulf Poschardt
Wir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt" im Hause Springer, feiert heute zurückhaltend seinen 52. Geburtstag. Den Tag verbringt er "wie immer im Newsroom, beim besten Team der 'Welt'". Das Beste im abgelaufenen Jahr war für Poschardt zu sehen, dass guter Journalismus digital viele Abonnenten finden kann.

Für das kommende Jahr wünscht er sich für den Journalismus mehr Mut und Originalität – und dazu "weniger Opportunismus und Sentimentalität". Glückwünsche erreichen ihn heute oldschool per Fax und Telex oder klassich per Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

"Bild" verhindert Durchsuchung der Redaktionsräume ohne Durchsuchungsbefehl.

bildlogoBild verweigert der Polizei eine Durchsuchung der Redaktionsräume ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss. Im Auftrag des Landeskriminalamts Hessen und der Staatsanwaltschaft Frankfurt wollten die Beamten am Samstag Internet-Zugriffsdaten von "Bild"-Lesern beschlagnahmen. Hintergrund sei ein internes Verfahren gegen Polizisten wegen der Bedrohung einer NSU-Opferanwältin.
bild.de

"BamS" fällt auf Twitter-Fake rein und entschuldigt sich.

Bild am Sonntag rudert in der Berichterstattung über die umstrittene Fahrradhelm-Kampagne des Verkehrsministeriums zurück. Das Blatt hatte einen vermeintlichen Tweet des JU-Chefs Tilman Kuban zitiert, in dem er die Kampagne verteidigt – laut Richtigstellung ein Fake-Account. "BamS" entschuldigt sich via Twitter bei Kuban und den Lesern.
twitter.com, turi2.de (Background)

Zitat: Nikolaus Blome würde kein zweites Mal zum "Spiegel" gehen.

"Ich würde jederzeit wieder ein erstes Mal zum 'Spiegel' gehen, in dieser Funktion, die ich da hatte, aber ich würde es kein zweites Mal tun."

"Bild"-Politikchef Nikolaus Blome ist nach seinem Wechsel von "Bild" zum "Spiegel" und wieder zurück glücklich dort, wo er ist, sagt er im "Clap"-Interview.
"Clap" 68, S. 6-11 (Teaser)

Weitere Zitate:

"Es gibt aus meiner Sicht nur zwei wirklich bedeutende Medienmarken: 'Bild' und 'Spiegel' - wobei letztere im Vergleich zu meiner Zeit heute in sehr schwerem Wasser ist."

"Es gibt sicher stets Frage, die von uns Journalisten nicht früh, laut oder präzise genug gestellt worden sind oder werden."

"Zweifel an Berichterstattung sind erlaubt und willkommen. Wer aber seine Zweifel an bestimmten Zusammenhängen derart absolut setzt, wie es beispielsweise der infame Begriff 'Lügenpresse' dokumentiert, der tritt eigentlich seine eigene Intelligenz mit Füßen."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (2/2019)

Springer startet DIY-Portal myHomebook mit Obi als Partner.

Springer launcht mit myHomebook ein neues Vertical seiner Book-Reihe von "Bild". Das Angebot startet mit dem Baumarkt Obi als langfristigen Werbepartner. Im Auftrag des Unternehmens sollen Native-Advertising-Kampagnen entstehen. Das Portal behandelt Do-it-yourself-Themen rund um Wohnung, Haus und Garten. Es ist nach Stylebook, Travelbook, Techbook und Fitbook das fünfte Vertical der Reihe.
axelspringer.com

Lese-Flatrate Readly holt "Bild" und "Welt" an Bord.


Bild Dir Deine Flatrate: Springer vertreibt seine Tageszeitungen "Bild", "Welt" und "B.Z." sowie die Sonntagsableger "BamS" und "WamS" ab sofort auch über die Magazin-Flatrate Readly – zunächst testweise für sechs Monate. Zahlende Nutzer können die E-Paper der Zeitungen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft lesen, herunterladen und speichern. Springer will mit der Präsenz bei Readly neue digitale Vertriebswege ausprobieren und damit die "Überallerhältlichkeit" von "Bild" und "Welt" ausbauen, sagt Michael Fischer, Geschäftsführer von Springers Vertriebstochter Sales Impact. Konkurrenz zu eigenen Bezahl-Angeboten sei die Teilnahme an Readlys Flatrate-Angebot nicht, es handele sich um "ganz unterschiedliche Produkte", so ein Sprecher.

Readly hat rund 3.800 Zeitschriften im Portfolio - von Publikumstiteln bis hin zu Special-Interest-Magazinen, davon über 1.000 deutschsprachige. Nur im Heimatland Schweden sind bereits drei Tageszeitungen an Bord. Springer ist als erster deutschsprachiger Zeitungsverlag dabei. Die Nutzer zahlen 9,99 Euro im Monat. Readly schüttet 70 % der Nettoerlöse an die Verlage aus, abhängig u.a. von der Lesedauer, der Anzahl der gelesenen Seiten oder der Aktualität der gelesenen Ausgabe. Geo-Blocking gibt es nicht: Deutsche Nutzer können also auch finnische, italienische oder niederländische Magazine lesen.
turi2 - eigene Infos, spiegel.de, meedia.de

Springer vergibt wieder goldene Lenkräder.

Springer reißt das Steuer rum und verleiht Das goldene Lenkrad wieder. 2018 pausierte die Karren-Krönung krisenbedingt. Nun will Marion Horn, Chefredakteurin der "Bild am Sonntag", der Autobranche einen "positiven Anreiz für neues Vertrauen und Lust auf Innovationen" geben – "Auto-Bild" und "BamS" verteilen wieder Pokale, diesmal in zehn Klassen. Am 12. November moderiert Barbara Schöneberger die Gala im Axel-Springer-Haus in Berlin. Elektroautos bekommen keine eigene Kategorie, sondern treten gegen Verbrenner an.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

"Nationalsozialistische Offensive" droht Springer, Journalisten und Promis.

Springer sowie Journalisten, Promis und diverse Institutionen erhalten seit Monaten Drohungen per E-Mail mit mutmaßlich rechtem Hintergrund, berichten NDR und "Süddeutsche Zeitung". Die inzwischen mehr als 100 Mails sind mit "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht" unterzeichnet. Ihre Spuren führen ins Darknet. Wegen Drohungen sind Montag der Lübecker Hauptbahnhof und Dienstag das Finanzamt Gelsenkirchen geräumt worden.
sueddeutsche.de, tagesschau.de