General-Kuchel bekommt drei neue Offiziere.

Aufmarsch neuer Truppen: "Computer Bild"-Chefredakteur Dirk General-Kuchel vereidigt drei neue Offiziere. Als stellvertretender Chefredakteur kommt Felix Disselhoff (Foto) von Meedia fürs Digitale. Ebenfalls Vize werden der bisherige Ressortchef Georg Oevermann und der geschäftsführende Redakteur Florian Rüttinger. Vorgänger Moritz Zielenkewitz wechselt innerhalb von Springer, Sebastian Griesbach verlässt das Unternehmen.
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Springers Upday ist profitabel und will “andere Plattformen” bespielen.

Upday, Springers News-App für Samsung-Geräte, ist nach eigenen Angaben nun profitabel, schreibt Lucinda Southern bei Digiday. 25 Mio monatliche aktive Nutzer sehen insgesamt Nachrichten von 4.000 Publishern. Bis Ende 2019 will Upday ein nicht näher beschriebenes "News-Produkt" für "andere Plattformen" präsentieren – und einen Podcast-Aggregator.
digiday.com

IVW-Zahlen: Auflagen der Springer-Zeitungen schrumpfen massiv.

Zeitungen verlieren weiter an Auflage – und Springer ist der große Verlierer im 2. IVW-Quartal. "Bild" gehen 144.000 Käufer von der Fahne, im Vergleich zum Vorjahr -9,9 %. "Bild am Sonntag" verliert 9,8 %, "Welt" sogar 14,2 % bei Abo und Einzelverkauf. "Süddeutsche", "taz" und "Zeit" halten sich stabil, was zumeist am Digitalabo-Wachstum liegt.
meedia.de

“Bild” macht in Werbekampagne die Leser zu Testimonials.

Bild startet am Montag eine Werbekampagne, in deren Zentrum die Leser stehen. Die Kampagne "Für Euch. Bild" stellt Menschen vor, "die jeden Tag für andere im Einsatz sind". "Bild" ist immer nah bei den Menschen, sagt "Bild"-Chef Julian Reichelt. Umgesetzt und produziert wurde die Kampagne inhouse, die Idee stammt von der Agentur Feinbrand.
axelspringer.com, dwdl.de

Mitarbeiter-Brief: Döpfner und Caspar bekennen sich zur “Welt” – auch der gedruckten.

"Welt"-Lage: Springer Chef Mathias Döpfner und Vorständin Stephanie Caspar bekennen sich in einem Schreiben an die Mitarbeiter zur Medienmarke "Welt", auch der gedruckten. Der Brief war nötig geworden, weil die "FAZ" eine Klausel in den Angebotsunterlagen von KKR als fehlendes Bekenntnis zu der Zeitung gewertet hatte. In den Verhandlungen mit dem Finanzinvestor sei ein "Ergebniskorridor definiert" worden, der sehr "großzügig" sei und "faktisch einer Bestandsgarantie" gleichkomme, schreiben Döpfner und Caspar. Aus rechtlichen Gründen stehe in den Angebotsunterlagen eine Formulierung, die "von außen missverständlich" interpretiert werden könne. KKR soll Springer helfen, den Konzern von der Börse zu nehmen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Springer-Bieter KKR will “Welt” nur unter Bedingungen fortführen.

Die Welt ist nicht genug? Der an Springer interessierte Finanzinvestor KKR knüpft die Fortführung der "Welt" und "Welt am Sonntag" in den Angebotsunterlagen an wirtschaftliche Bedingungen, schreibt "FAZ". Zwar hätte KKR mit den Großaktionären Friede Springer und Mathias Döpfner vereinbart, die "Welt"-Gruppe fortzuführen - dies stehe allerdings unter der Voraussetzung einer "angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation". Von der "Bild"-Gruppe, die als lukrativer gilt, sei keine Rede.

Das Angebotsdokument befasse sich in der entsprechenden Passage mit der "Welt"-Gruppe mit der Tageszeitung "Welt", der "Welt am Sonntag", den digitalen Angeboten sowie dem Fernsehsender. Im Gespräch mit turi2 kontert Springer-Sprecherin Bianca-Maria Dardon: "Die vertragliche Vereinbarung mit KKR beinhaltet ein klares Bekenntnis zur "Welt"-Gruppe. Damit bleibt die "Welt" ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsstrategie von Axel Springer." Aufgrund kaufmännischer Erwägungen gelte "wie bisher auch" der Vorbehalt einer "angemessenen Ertragslage".
faz.net, turi2.de (Background), turi2 - eigene Infos

Daniel Losand wird General Manager “Bild” Süd-West.

Bild macht Daniel Losand, 32, zum General Manager "Bild" Süd-West in Frankfurt. Er folgt auf Lena Gericke, 33, die die Position im September 2018 kommissarisch übernommen hatte. Losand trägt er die kaufmännische Verantwortung für die Regionalausgaben Frankfurt Rhein-Main, Rhein-Neckar, Saarland und Stuttgart. Losand kommt von der "Welt", wo er Publisher für "Icon", "Bilanz" und "Blau" war.
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Presserat: “Bild”-Artikel über die Ausgewogenheit der “Bild” war nicht ausgewogen genug.

Bild hat gegen den Pressekodex verstoßen, urteilt der Presserat. Im Januar hatte die Zeitung geschrieben "Flüchtlings-Berichte von 'Bild' waren ausgewogen" und sich dabei auf eine wissenschaftliche Studie berufen. Zwar habe die "Bild" laut zwei von drei Faktoren ausgewogen berichtet, die Zuwanderung aber deutlich häufiger als Gefahr denn als Chance dargestellt. Im Beitrag über die Studie suggeriere die Zeitung etwas anderes, so der Presserat.
uebermedien.de

Zukunft von “Bild Politik” steht nach abgeschlossener Testphase in den Sternen.

Bild Politik wird vorerst nicht weitergeführt, die Testphase des Nachrichtenmagazins wurde "planmäßig" abgeschlossen. Springer werde nun "die noch ausstehenden Marktdaten" auswerten und dann entscheiden, ob das Heft eine "zufriedenstellende wirtschaftliche Perspektive" bietet.
new-business.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (02/2019)

Bild Plus startet Werbekampagne mit Marktschreiern.

Bild Plus startet eine Werbekampagne mit dem Claim "Bild ohne Ende": In dem Spot preisen drei Marktschreier lautstark Inhalte des Nachrichtenportals an. Die Kreativagentur Kolle Rebbe realisierte die Kampagne, die zeigen solle, wie vielseitig das digitale Bezahlangebot sei. Die Werbung wird im Free-TV sowie online und als Out-of-Home-Werbung ausgespielt.
axelspringer.com, youtube.com (80-Sekunden-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft (9/2018).

Copypreis bei “Bild” steigt auf 1 Euro.

bildlogoAuflage fällt, Preis steigt: "Bild" kostet in einigen weiteren Regionen künftig 1 Euro, berichtet "Clap". Ab kommender Woche erhöhen sich die Preise für einige Regional- und Bundesausgaben in Nord und West. In Teilen Ostdeutschlands stiegen die Preise im Mai auf 80 Cent, in Berlin-Brandenburg bleiben es 90 Cent.
clap-club.de

Korrektur: "Bild" kostet z.B. in Frankfurt/Main und Düsseldorf schon jetzt 1 Euro. Springer teilt mit, die Schwelle werde nicht erstmals ab 1. Juli überschritten.

Deniz Yücel kehrt als Ostdeutschland-Reporter zur “Welt” zurück.


Comeback im Krisengebiet: Deniz Yücel schreibt ab Juli wieder für die "Welt". Er soll von Dresden aus über die Landtagswahlen in Ostdeutschland berichten, schreibt Chefredakteur Ulf Poschardt mit Hashtag #BesteComebackWoGibt. Sachsen und Brandenburg wählen am 1. September, Thüringen am 27. Oktober. In Sachsen und Brandenburg könnte die AfD, laut Umfragen, stärkste Kraft werden.

Yücel saß ein Jahr in türkischer Haft und kam im Februar 2018 frei. Seine Inhaftierung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit und für Proteste gegen die türkische Führung gesorgt. Yücel zog sich nach seiner Freilassung zurück, erhob im Mai jedoch öffentlich Folter-Vorwürfe gegen die türkische Justiz. (Foto: Michael Kappeler / dpa)
twitter.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Michael-Jürgs-Laudatio enthält Sprengstoff für Springer und den BDZV.

Lese-Tipp: Michael Naumann laudatiert seinem schwer kranken Freund Michael Jürgs, der den Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk erhält. Seine Passage zu Jürgs' Recherchen über den Lebemann Axel Springer hatte den Ausrichter BDZV vorab in Wallung versetzt. Ulrike Simon berichtet, dass ausgerechnet BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner dazu aufrief, alles zu sagen, was er sagen wolle.
horizont.net

Meedia: Mitarbeiter der Ad Alliance sortieren sich neu.

Ad Alliance organisiert sich in Teams, die sich auf Kunden statt Medien-Kanäle fokussieren, schreibt Gregory Lipinski. Je drei Teams pro Standort sollen Mediaagenturen oder Großkunden oder Spezialthemen betreuen. Mitarbeiter, die etwa bislang nur Print vermarktet haben, sollen sich künftig crossmedial um Kampagnen kümmern. Ärger könnte dies beim Allianz-Mitglied Spiegel Media geben, der auf Eigenständigkeit pocht, beobachtet Lipinski.
meedia.de

kress: Gabor Steingart könnte “Welt”-Herausgeber werden.

König der Welt? Gabor Steingart, im Hauptberuf Media Pioneer und Binnenschiffer, könnte Nachfolger von Stefan Aust, 72, als Herausgeber von Springers "Welt" werden. Darüber spekuliert Markus Wiegand im aktuellen kresspro. Womöglich habe Steingart eine "lukrative Springer-Option" schon Anfang 2018 bei der Trennung vom "Handelsblatt" "in der Hinterhand" gehabt. Steingart bestreitet das aber.
kresspro 5/2019, S. 89 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart über seine Pläne, Journalismus ohne Werbung zu treiben:


“Bild” muss 110.000 Euro Entschädigung zahlen.

Bild bekommt vom Landgericht Frankfurt eine ungewöhnlich hohe Entschädigungszahlung auferlegt. Die Zeitung muss 110.000 Euro an einen Mitarbeiter einer Stadtverwaltung zahlen, über den Bild 2016 an vier aufeinanderfolgenden Tagen unter Nennung vieler Details und mit Fotos berichtet hatte und unter anderem als womöglich "schlimmsten Vorgesetzen Deutschlands" bezeichnet hatte. Die Zeitung nutze für ihre Schilderungen als einzige Quelle ein Mobbingtagebuch einer Ex-Angestellten, prüfte die Vorwürfe aber nicht ausreichend, wie das Gericht nun befand.
dwdl.de

Wolf-Ulrich Schüler folgt Tanit Koch von Springer zu RTL.

RTL: "Bild"-Nachrichtenchef Wolf-Ulrich Schüler wechselt im September ins neue n-tv-Team um Tanit Koch, berichtet "Clap". Schüler hatte im Jahr 2015 als Ressortleiter Unterhaltung bei Springer angefangen. Julia Höpfner, bislang Ressortleiterin Nachrichten, folgt Schüler bei "Bild" als neue Nachrichtenchefin.
clap-club.de

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“Bild”-Gruppe startet Beteiligungsprogramm B4Sports und investiert in isralisches Startup.

Bild-Gruppe beteiligt sich am israelischen Startup Tokabot. Die Firma entwickelt Technologie zur Interaktion mit Fans und zur Monetarisierung von Sport und Unterhaltung. Das Investment ist Teil des Beteiligungsprogramm B4Sports, mit dem "Bild" und "Sport Bild" neue Geschäftsmodelle finden wollen. Die Investments erfolgen in Geld- oder Media-Leistungen.
axelspringer.com

Springer legt 2020 seine US-Unternehmen Insider und eMarketer zusammen.

Springer plant, seine US-Unternehmen Insider und eMarketer 2020 zusammenzuführen. Insider erreicht mit Business Insider, Markets Insider und der Nachrichtenmarke Insider weltweit mehr als 170 Mio Nutzer. eMarketer ist Marktforscher für Digital-Medien, -Marketing und -Handel. Beide Unternehmen sollen durch den Schritt im B2B-Geschäft wachsen.
axelspringer.com

Christian Stenzel wird bei “Bild” Stellvertreter von Julian Reichelt.

Bild befördert Christian Stenzel (Foto), bisher Ressortleiter Politik & Wirtschaft, zum Stellvertreter von "Bild"-Chef Julian Reichelt. Als Chief of Staff soll er sich vorrangig um Management-Aufgaben und strategische Planungen kümmern. Er steht auf gleicher Position neben Daniel Böcking und Alexandra Würzbach, die den Job kürzlich von Ulrike Zeitlinger-Haake übernommen hat. Timo Lokoschat, verantwortlich für Bild plus, Chefreporter Paul Ronzheimer und Jorin Verges, der von der "B.Z." kommt, werden stellvertretende Chefredakteure.
axelspringer.com, turi2.de (Background Würzbach)

Korrektur: In einer früheren Version schrieben wir, Julian Reichelt habe mit Christian Stenzel und Alexandra Würzbach zwei Stellvertreter – richtig ist, dass es mit Daniel Böcking drei sind. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Springer schließt Deal mit KKR, Investor bietet 12 % Aufschlag.


Der Deal steht: Der Investor KKR startet die Übernahme der börsengelisteten Springer-Aktien. KKRs Fonds-Vehikel Traviata bietet Springer-Aktionären 63 Euro pro Aktie. Zum Börsenschluss am Dienstag waren die Papiere je 56 Euro wert, ein Aufschlag von 12 %. Springers Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen den "strategischen und finanziellen" Partner. Springer hatte die Gespräche mit KKR Ende Mai bestätigt. Der Medienkonzern erhofft sich davon frisches Geld für das "langfristige Wachstum und die Investitionsstrategie". Springer "möchte ein weltweit führender Anbieter von digitalem Journalismus und digitalen Rubrikenangeboten werden" - und muss Beobachtern zufolge vor allem die digitalen Rubrikenangebote gegen die Konkurrenz der Tech-Plattformen positionieren, etwa durch weitere Zukäufe.

Die Beteiligungsgesellschaften von Verlagserbin Friede Springer und Verlagsboss Mathias Döpfner behalten ihre Anteile. Friede Springer (42,6 %) und Mathias Döpfner (2,8 %) besitzen zusammen nur 45,4 %. Deshalb regelt der Deal mit KKR, dass "keine Entscheidungen auf Gesellschafterebene ohne die Zustimmung von Friede Springer getroffen werden können".

Kritiker sehen Risiken für das Geschäft mit gedruckten Zeitungen, Digital-Versteher Sven Schmidt sieht Vorteile vor allem für Döpfner, etwa durch höhere Boni. Er fände einen Spinoff des Rubrikengeschäfts zielführender.
presseportal.de, turi2.de (Zeitungen), turi2.de (Sven Schmidt)

Früherer “Auto Bild”-Chefredakteur Bernd Wieland, 59, ist tot.

Bernd Wieland, 59, ist tot. Der Motor-Journalist und frühere Chefredakteur von Springers "Auto Bild" starb unerwartet bereits am 3. Juni, wie turi2 aus Wielands privatem Umfeld erfuhr. Er begann seine Karriere 1988 als Redakteur bei "auto motor und sport" und stieg zum Vize-Chef der Zeitschrift auf. 2006 wechselte er als Chefredakteur zu "Auto Bild" und prägte das Blatt mehr als ein Jahrzehnt lang. 2017 wurde Bernd Wieland von Tom Drechsler abgelöst, ab 2018 arbeitete er als Berater, u.a. für Springer.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

Business Insider Deutschland: Andy Kalies wird CPO, Steven Plöger Chef vom Dienst.

Business Insider Deutschland: Steven Plöger, 29, (Foto) wird Chef vom Dienst. Er kommt von Storymachine, dort war er Chefredakteur des digitalen Finanzmagazins Zaster. Andy Kalies, 36, kommt als Chief Product Officer, er verantwortet bisher die digitale Produktentwicklung bei der "Welt". Tobias Heimbach, 31, und Josh Groeneveld, 29, kommen als Politik-Redakteure, Julia Beil, 25, als Redakteurin im Ressort Strategy, Wissen, Panorama.
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Hör-Tipp: Wie Business Insider Reichweite und Qualitäts-Journalismus zusammenbringen will.

Hör-Tipp: Business Insider setzt auf Reichweite und Paid Content. Im Podcast-Interview von Pia Frey berichtet Chefredakteur Nicholas Carlson, wie er beides zusammenbringt: Über Reichweite finanziert das Springer-Portal Berichte über populäre Themen wie Tesla oder Apple, hinter der Paywall finden sich Nischen-Themen. Viele Abonnenten kommen aus der Finanzindustrie. Carlson will zeigen, dass Wirtschaftsjournalismus nicht langweilig sein muss.
podigee.io (41-Min-Audio, englisch)

“Wirtschaftswoche”: Springer-Jobbörse Stepstone spürt den Start von Googles Stellensuche.

Google for Jobs macht Stepstone, Springers lukrativer Online-Jobbörse, mächtig Konkurrenz, schreibt die "Wirtschaftswoche". Seit dem Start der Google-Stellensuche in Deutschland vor zwei Wochen gebe es "einen Rückgang an Klicks, die von Google kommen". Um den Schwund zu kompensieren habe Springer die Marketing-Aktivitäten erhöht. Rund 70 % aller Jobsuchen starten bei Google, damit sei Google über Nacht zum Marktführer in Sachen Sichtbarkeit geworden.
"Wirtschaftswoche" 24/210, S. 51 (Paid), turi2.de (Background)

Gründer und Digitalexperte Sven Schmidt kritisiert Mathias Döpfners KKR-Deal scharf.


Ohr-Feige: Mathias Döpfner, Vorstandschef und Kleinaktionär bei Springer, bekommt im Podcast seines Kooperationspartners Philipp Westermeyer ordentlich auf die Löffel. Westermeyers Buddy & Digital-Versteher Sven Schmidt (Foto, links) kritisiert den bevorstehenden Einstieg des US-Finanzinvestors KKR bei Springer scharf: Er nütze eher dem Springer-Gesellschafter Döpfner als der Verlegerin Friede Springer.

Schmidt, der als Gründer- und Investoren-Urgestein in der Branche hoch angesehen ist, wirft Döpfner vor, den "logischsten Schritt" nicht gegangen zu sein: Um für Springer neues Geld für große Deals wie den Kauf des Ebay-Kleinanzeigengeschäfts zu besorgen und trotzdem Friede Springers Hoheit über das publizistische Geschäft zu wahren, hätte Döpfner, so Schmidt, das rendite- und wachstumsstarke, aber umkämpfte Rubrikengeschäft für Jobs, Autos und Wohnungen "als Spin-off" ausgliedern und zur "reinen Kapitalbeteiligung" für Springer machen sollen.

Den Finanzinvestor KKR in die Kernfirma Springer zu holen, sei nicht die beste Lösung. Döpfner fürchte, so Schmidt, bei der Ausgliederung der sogenannten Classifieds Media wohl einen persönlichen Machtverlust und erwarte für sich persönlich durch den Einstieg von KKR "wahrscheinlich" höhere Boni.

Schmidt, seit Jahrzehnten erfahren im Venture-Geschäft, kritisiert außerdem, dass Döpfner sich nicht heftiger gegen den Einstieg von Google ins Geschäft mit Stellenanzeigen wehrt. Es sei an der Zeit, dass "Döpfner sich endlich mal aufregt" und "Bild" und "Welt" gegen den "Missbrauch der Marktmacht" von Google in Stellung bringt.
soundcloud.com (ab Minute 13.20)

KKR-Deal: Mathias Döpfner richtet sich mit einer Video-Botschaft an die Mitarbeiter.

Springer erhofft sich vom Deal mit US-Investor KKR eine "sehr schöne, langfristig stabile Lösung", sagt Chef Mathias Döpfner in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter, aus der Gregory Lipinski zitiert. KKR habe sich zu den Springers Unternehmenswerten bekannt und wolle in den Ausbau des Kerngeschäfts investieren. Die Partnerschaft sei auf mindestens fünf Jahre angelegt.
meedia.de

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Berufe mit Zukunft: D wie Datenvorstand – Stephanie Caspar.


Die jüngste und digitalste Springer-Managerin: Stephanie Caspar steuert bei Springer neben dem Digitalen und dem Daten-Geschäft das gesamte deutsche Medien-Portfolio und die Druckereien – ein beeindruckendes Pensum. Für die turi2 edition #8 beschreibt Jens Twiehaus ihre Erfolgsstrategie: der sorgsame Umgang mit Ressourcen und “Nachdenk-Freitage”. Lesen Sie das ganze Porträt von Datenvorstand Stephanie Caspar hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs.

Springer nimmt Bauer-Titel aus seinem iKiosk.

Springer entfernt alle Titel der Bauer Media Group aus seinem Digital-Büdchen iKiosk. Die Titel seien testweise bis Ende Mai 2019 verfügbar gewesen. Im iKiosk wurden die Titel, darunter u.a. "Cosmopolitan", "Intouch" und "Madame", ursprünglich als "vom Bauer Verlag eingestellt" angezeigt. Dabei habe es sich um eine missverständliche Formulierung gehandelt, bestätigen beide Verlage.
turi2 – eigene Infos

Ulrike Zeitlinger-Haake wird Chefredakteurin “Entwicklung und Innovation” bei der “Bild”-Gruppe.

Bild gründet ein Innovation Lab für neue journalistische Formate, die bisherige Vize-Chefredakteurin von "Bild" Ulrike Zeitlinger-Haake (Foto) soll das Lab als Chefredaktion "Entwicklung und Innovation" aufbauen. Als "Bild"-Vize übernimmt für sie Alexandra Würzbach, die seit 2013 bereits Mitglied der Chefredaktion ist.
axelspringer.com

Springer stampft die Print-Ausgabe von “Computer Bild Spiele” ein.

Computer Bild Spiele erscheint im August das letzte Mal gedruckt. Infos rund ums Gaming würden fast ausschließlich online konsumiert, weshalb die Inhalte komplett zu Computerbild.de umziehen. Springer hatte sich im Februar bereits von der Giveaway-CD auf dem Cover verabschiedet und die Inhalte nur noch digital zum Download bereitgestellt.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Meinung: Ein KKR-Einstieg würde Springers Druck-Objekte unter Druck setzen.

Springer: Der mögliche KKR-Einstieg könnte Springer im Rubrikengeschäft entscheidend beflügeln, beobachtet Gregory Lipinski. KKRs Sammelsurium frisch zugekaufter Firmen im deutschen Bewegtbild-Sektor könnte Springer zudem zum dritten großen Player neben RTL und P7S1 machen. Das üblicherweise renditehungrige KKR-Vorgehen könne allerdings die gedruckte Zukunft der Springer-Blätter deutlich verkürzen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Rückzug von der Börse: Springer bestätigt Gespräche mit Investor KKR.


Springer spricht: Der Konzern plant den Rückzug von der Börse und verhandelt dafür über eine strategische Beteiligung mit dem US-Investor KKR. Gemeinsam mit Beteiligungsgesellschaften von Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner wolle KKR die restlichen Springer-Aktien aufkaufen. Die Anteile, um die es geht, sind an der Börse 2,66 Mrd Euro wert.

KKR ist ohnehin auf Deutschland-Einkaufstour: Zuletzt hat der Investor u.a. die Produktionsfirma von Günther Jauch übernommen und baut mit Fred Kogel eine Fernseh- und Film-Produktion aus der Tele München Gruppe auf.
bloomberg.com, spiegel.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: “Bild” dir deinen Wikipedia-Eintrag.

Wikipedia ist ein Wunschkonzert: Seit Wochenbeginn tobt im Wikipedia-Eintrag der "Bild am Sonntag" ein Autoren-Krieg. Ein Springer-Autor löscht kritische Passagen und unschöne Auflagen-Statistiken. Die Pressestelle erklärt, man habe veraltete Daten "transparent und begründet geändert".
bildblog.de

Das komplette Statement der Springer-Pressestelle:

"Wir wissen, dass Wikipedia für viele eine bedeutende Quelle der Recherche ist. Daher ist es wichtig, dass die Fakten korrekt und aktuell sind. Dies war bei vielen Einträgen für 'Bild am Sonntag' nicht mehr der Fall, weshalb wir diese für alle transparent und begründet geändert haben. Alle Anpassungen erfolgten mit klarer Absenderschaft, niemand hat versucht, wie von BildBlog behauptet, etwas 'werblich unterzuschummeln'. Es gehört zu Wikipedia, dass diese Einträge oder bestimmte Formulierungen durch andere Nutzer anders bewertet und eingeordnet werden können."

Meinung: Mathias Döpfner sieht wirkungsmächtigen Politikjournalismus im Rezo-Video.

Politik: Das Rezo-Video ist für Springer-Chef Mathias Döpfner "moderner, innovativer und sehr wirkungsmächtiger Politikjournalismus". Die Diskussionen über die Meinungsäußerungen von YouTubern driften seiner Meinung nach in eine "völlig falsche Richtung" ab. Leitartikel in Zeitungen seien meist ebenso "zugespitzt oder einseitig".
zeit.de

Hör-Tipp: Kai Diekmann erzählt von früher – und ein bisschen von Storymachine.

Hör-Tipp: Kai Diekmann ist Gast im New-Work-Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen. Der Ex-"Bild"-Chef erzählt vor allem von früher, angefangen bei seinen Eltern, die glaubten, der Junior habe eine Profilneurose, über seine rebellische Phase bei der Bundeswehr bis zu "Bild". Er erklärt das Geschäftsmodell von Storymachine als Social-Media-Ghostwriting, Details zu seiner Agentur-Arbeit nennt er nicht.
soundcloud.com (67-Min-Audio)

Aktuell bei turi2.tv: "Richtig in die Fresse gekriegt" – Michael Trautmann über die Höhen und Tiefen seines Werber-Lebens.