“Schweizer Illustrierte” und “L’illustré” kooperieren enger und erscheinen im gleichen Layout.

Ringier Axel Springer: Die Schweizer Illustrierte und ihr französischsprachiges Schwesterblatt L'illustré nähern sich optisch und inhaltlich einander an. Beide erscheinen künftig mit ähnlichem Logo, gleichen Schriften und Rubriken. Auch inhaltlich wollen sich die Redaktionen stärker austauschen und zu großen Interviews im Doppelpack auftreten.
ringieraxelspringer.ch

turi2 edition #9: Hochkant-Videos bei “Bild”.


Smarte Formate: “Bild” hat für Snapchat einfach mal die Videokamera gedreht. Jens Twiehaus ergründet für die turi2 edition #9 den Hochkant-Trend, mit dem die Medienmarke täglich Hunderttausende, vor allem junge Nutzer, erreicht. Im spartanisch wirkenden Snapchat-Studio entstehen aufwendig produzierte Nachrichten und Shows, an denen ein Team aus Redakteuren, Cuttern und Motion Designern oft stundenlang arbeitet. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Video-Tipp: “Zapp” beleuchtet den Umbruch bei Springer.

Video-Tipp: Daniel Bouhs und Jon Mendrala fassen in ihrem Beitrag für "Zapp" die aktuellen Entwicklungen bei Springer zusammen. Zu Wort kommen Ex-Mitarbeiter und Beobachter des Konzerns. Fazit: Zwar bemühen sich Mathias Döpfner und Friede Springer, den klassischen Journalismus zu erhalten, dennoch werde es für viele traditionelle Journalisten bald keinen Platz mehr bei Springer geben.
ndr.de (6-Min-Video), turi2.de (Background)

Springer-Restrukturierung drückt auf die Zahlen, Immowelt-Preis benannt.


Schwierige neun Monate: Springer setzt in den ersten neun Monaten des Jahres 2,26 Mrd Euro um, das sind 2,7 % weniger als 2018. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sinkt 18,8 % auf 439,8 Mio Euro - Springer begründet das mit "Rückstellungen" für die "umfangreiche Restrukturierung" bei "Bild", "Welt" und Co. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank laut Mitteilung um 273 auf 16.094 Beschäftigte.

Zum Rauskauf der Mitgesellschafter bei Immowelt legt Springer nun Zahlen vor: Die Rausgekauften Partner Ippen, Rheinische Post sowie die Gründer Carsten Schlabritz und Jürgen Roth erhielten demnach "rund" 360 Mio Euro für ihre insgesamt 45 %. Der Kauf bewerte Immowelt mit 700 Mio Euro ohne Schulden und Barmittel.
axelspringer.com, turi2.de (Background Sparprogramm)

Mathias Döpfner spricht sich für Börsen-Rückzug von Springer aus.

Springer soll wie von Investor KKR angedacht von der Börse, bekräftigt nun auch Vorstand Mathias Döpfner, schreibt Gregory Lipinski. Döpfner habe sich vor kurzem vor rund 100 Führungskräften auf einer Veranstaltung dafür ausgesprochen. Im Springer-Intranet werde er mit der Aussage zitiert, es sei sein persönlicher Traum, das "Unternehmen von der Börse zu nehmen".
meedia.de

Springer-Chef Mathias Döpfner fordert im “Spiegel” mehr Mut zu Meinung.


Das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner fordert die Deutschen im aktuellen Spiegel auf, häufiger ihre Meinung offen zu äußern. "Unter Hitler und Stalin haben Menschen ihr Leben riskiert. In Deutschland 2019 riskiert man einen Shitstorm. Und kaum einer traut sich", so Döpfner. Jeder könne sich in Deutschland frei äußern. Dennoch sei der öffentliche Diskurs "politisch korrekt sediert", was der AfD in die Karten spiele: "Wir erleichtern der AfD ihre widerliche Taktik, indem wir die Räume des öffentlich Sagbaren enger machen."

Döpfner verteidigt gegenüber dem "Spiegel" auch seinen Kommentar in der "Welt", in dem er Medien vorwarf, die Realität etwa zu kriminellen Flüchtlingen zu verharmlosen und für den er Zuspruch aus der rechten Ecke bekam: "Einmal Applaus von der falschen Seite, und man ist raus, die ganze Argumentation diskreditiert?" Döpfner kritisiert: "So geht es nicht! Das ist Antidebatte."

Auch die Kritik an der "Bild" in der Antisemitismus-Debatte sei unangemessen. Die Zeitung hatte unter anderem geschrieben, Claudia Roth würde Antisemitismus fördern, weil sie den iranischen Parlamentspräsidenten treffe. An Grünenpolitiker Omid Nouripour gerichtet, der seit den Berichten nicht mehr mit der Bild reden will, fragt Döpfner: "Wer ist da eigentlich intolerant?"
"Spiegel" 45/2019, S. 20 (Paid), turi2.de (Background)

Andreas Wiele verlässt den Springer-Vorstand und wechselt zu KKR.


Abspringer zum Investor: Andreas Wiele verlässt Springer nach fast 20 Jahren als Vorstand. Ab 2020 arbeitet er für den Springer-Investor KKR als Berater für Deutschland allgemein sowie die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche weltweit im Senior Advisory Board des Unternehmens. Ferner wolle sich Wiele als "Unternehmensgründer und Investor etablieren" schreibt Springer in seiner Pressemitteilung. In seiner Zeit bei Springer verantwortete Wiele verschiedene Ressorts. Seit 2014 ist er für das digitale Rubriken-Anzeigengeschäft zuständig.

Einen Nachfolger für Wiele benennt Springer nicht, sondern verkleinert seinen Vorstand. Wieles Aufgaben verteilt Springer neu. Jan Bayer verantwortet künftig neben den internationalen Nachrichtenmedien auch die StepStone-Gruppe, in der Springer alle Job-Portale bündelt. Stephanie Caspar, Vorstand für Nationale Nachrichtenmedien und Technik, übernimmt zusätzlich die AVIV-Gruppe, in der Springer alle weiteren Classifieds zusammenfasst, im Wesentlichen die Immobilienangebote.
axelspringer.com

Video- und Fotoreportage: Ein Tag im Newsroom – die drei Welten der “Welt”.


Unterwegs in drei Welten: Unter dem Dach von “Welt” entstehen Digitalangebote, ein TV-Sender und auch noch ein bisschen Zeitung. Für die turi2 edition #9 besucht Jens Twiehaus Deutschlands komplexeste Redaktion und zeigt ihren Alltag. Er spricht unter anderem mit Ulf Poschardt, Johannes Boie und Tatjana Ohm über Kulturpessimismus, “verplusbare” Inhalte und die Zukunft des klassischen Fernsehens. Lesen Sie jetzt die komplette Reportage kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Ad Alliance führt die Teams von IP Deutschland und G+J EM unter einem Dach zusammen.

Ad Alliance lässt der organisatorischen Neuausrichtung auch eine räumliche folgen, berichtet "Clap". Die Teams von Gruner + Jahr und IP Deutschland ziehen jeweils unter ein Dach. In Düsseldorf und Hamburg sei dies bereits geschehen, zuletzt auch in München. In Frankfurt soll der Schritt in Kürze folgen.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Springer stellt die “Bild München” im City-Format ein.

Springer veröffentlicht die "Bild" ab Ende Oktober in München nur noch im nordischen Format und stellt die kleinere "Bild City" ein, schreibt "Clap". Die Ausgabe gab es seit 2009. Sie hatte den gleichen Inhalt wie die normale "Bild" und hatte den gleichen Copypreis. Vor kurzem hat Springer bereits das Ende der "Welt kompakt" angekündigt. In Hamburg soll die "lütte Bild" - ebenfalls eine Ausgabe in kleinerem Format - erhalten bleiben.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Springer kauft Immowelt-Mitgesellschafter raus.

Allein zuhaus: Springer kauft zu einem nicht genannten Preis die Mitgesellschafter der Immowelt-Gruppe raus - neben den beiden Gründern Carsten Schlabritz und Jürgen Roth sind das Ippen und die Mediengruppe Rheinische Post. Classifieds-Vorstand Andreas Wiele will nach der vollständigen Übernahme "das Wachstum weiter beschleunigen". Springers Immonet sowie Immowelt fusionierten 2015, Springer hielt danach 55 %. Die Firma mit Sitz in Nürnberg hat 600 Mitarbeiter.
axelspringer.com

Laut DJV will Springer rund 150 redaktionelle Stellen streichen.


Streichmännchen: Laut dem DJV will Springer insgesamt rund 150 redaktionelle Stellen abbauen. 65 Stellen sollen in den "Bild"-Außenredaktionen wegfallen, 30 Stellen in der Redaktion der "Welt", 39 redaktionelle Stellen bei der "Autobild" und 13 bei der "Computerbild". Das Chemnitzer Büro der "Bild" werde aufgegeben, in Bremen werde eine von zwei offenen Stellen dauerhaft nicht wiederbesetzt. Offen sei noch, welche personellen Konsequenzen die teilweise Zusammenlegung von "BZ", "Bild" und "Bild am Sonntag" in Berlin haben werde. Auch die Zukunft der "Bild"-Fotografen in den Regionen sei noch unklar.

Der DJV kritisiert die Pläne. Sein Vorsitzender Frank Überall nennt sie einen "publizistischen Kahlschlag, mit dem keine Qualitätsoffensive möglich ist". Springer will keine konkreten Angaben zum geplanten Stellenabbau machen und entgegnet, die Details würden derzeit noch erarbeitet. Ende September hatte Springer erste Details seines erwarteten Sparprogramms vorgestellt, mit dem Springer bei seinen deutschen Nachrichtenmedien 50 Mio Euro sparen will. Gleichzeitig will der Verlag rund 100 Mio Euro, insbesondere in Live-Videos, investieren.
djv.de, meedia.de, turi2.de (Background)

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Laut aktuellen IVW-Zahlen sind BILD (Montag bis Samstag) und BILD am SONNTAG (Sonntag) die Marktführer im Segment der Tages- und Sonntagszeitungen.
* IVW Q3/2019, Tages- und Sonntagszeitungen, Verkauf gesamt: BILD Gesamt (inkl. B.Z.): 1.468.027 Ex. Und BILD am SONNTAG: 749.901 Ex.

Nikolaus Blome verlässt Springer.


Sag mir, wo der Blome bald ist: Nikolaus Blome verlässt bereits Ende Oktober die "Bild" und Springer. Im Springer-Intranet lässt sich Blome zitieren, sein Abgang erfolge "aus persönlichen Gründen". Er wolle nun einen anderen Weg einschlagen. Wohin es Blome verschlägt, ist noch nicht bekannt. Blome ist seit 2015 für Politik bei der "Bild" zuständig, zuvor war er unter anderem Leiter des Hauptstadtbüros. Dazwischen hatte er ein kurzes, glückloses Gastspiel beim "Spiegel". Blome war zuletzt zudem gemeinsam mit Selma Stern für das Magazin "Bild Politik" zuständig, das jedoch nicht über eine Testphase hinauskam.

Bereits vergangene Woche berichtete Ulrike Simon über einen möglichen Abgang Blomes, der mit der Umstrukturierung bei Springer nicht zufrieden sein soll. Gerüchten zufolge verhandle Blome mit Annegret Kramp-Karrenbauer über ein Engagement für die CDU-Chefin.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (2/2019)

Gabor Steingart widerspricht der “Spiegel”-Meldung zum Einfluss Springers.

Springer habe keinen "beherrschenden Einfluss" auf Media Pioneer Publishing, entgegnet dessen Grüner Gabor Steingart. Wie vom "Spiegel" berichtet halte Springer die zusätzlichen 10 % am Unternehmen nur treuhändisch, was Springer keine Macht verleihe. Die Anteile sollen im ersten Quartal 2020 als Leseraktien ausgegeben werden. Steingart und seine Mitstreiter Ingo Rieper und Michael Bröcker würden zusammen über die Hälfte am Unternehmen halten.
per Mail, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Springer hält 46,48 % an Steingarts Medienfirma.


Mehr Springer drin als gedacht: Springers Einfluss auf Gabor Steingarts Media Pioneer Publishing GmbH ist größer als bekannt, schreibt der "Spiegel". Springer hält laut Handelsregister über eine Tochter 46,48 % der Anteile, statt wie kommuniziert 36 %. Steingart selbst halte 43,52 %. 10 % teilen sich zwei Firmen, die Ingo Rieper, Finanzchef von Media Pioneer, gegründet hat. Das Unternehmen sagt gegenüber dem "Spiegel", Springer halte 10 % seiner Anteile nur "vorübergehend und treuhänderisch". Das Startup wolle sie nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft an die Leser ausgeben.
"Spiegel" 43/ 2019, S. 67 (Paid), turi2.de (Background)

Springer internationalisiert den “Welt”-Kunstbeileger “Blau”.

Springer startet einen internationalen Ableger von "Blau", dem Kunstmagazin, das sechsmal jährlich der "Welt" beiliegt . "Blau international" hat mehr Seiten, ist englischsprachig und internationaler ausgerichtet. Springer verkauft sie im Zeitschriften- und Museumsbuchhandel sowie in Konzept-Stores in 14 europäischen Ländern sowie in den USA und in Asien für 15 Euro. Das Heft soll zweimal im Jahr erscheinen, die erste Ausgabe Ende Oktober.
axelspringer.com

“Horizont”: Springer-Funke-Vermarkter Media Impact wackelt.

Media Impact: Der Springer-Funke-Vermarkter stehe "zur Disposition", schreibt Roland Pimpl in "Horizont". Wer noch 2019 kündigt, könne ab 2021 aussteigen, beide Partner wollen "Spekulationen grundsätzlich nicht kommentieren". Alternativ kooperiere Springer bereits mit Bertelsmann und Funke schiele in Richtung Burda. Burda wiederum "verfolgt" eine mögliche Kooperation mit Bertelsmanns Ad Alliance "nicht weiter".
"Horizont" 42/2019, S. 6 (Paid)

“Auch Männer dürfen Robin heißen” – Robin Alexander im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9.


Fernbedienung des Friedens: Robin Alexander hat seine Ehe erfolgreich stabilisiert – dank gemeinsamer TV-Serien-Interessen mit seiner Frau. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei, verrät der "Welt"-Politikjournalist augenzwinkernd im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Alexander ist ein Anhänger des Lesens und nutzt die ruhigen Abendstunden lieber dazu. Lebensverändernd war das Fernsehen für ihn dennoch: Nachdem der ARD-Reporter Robin Lautenbach über die Maueröffnung berichtet hatte, war den Kameraden im heimischen Ruhrgebiet endlich klar: "Auch Männer dürfen Robin heißen".
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Mehr Geschichten aus der Bewegtbildwelt: Die "turi2 edition #9" erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik. Sie können die Buchreihe hier abonnieren.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

“New Business”: Springer könnte Außenstandorte von Media Impact schließen.

Media Impact: Im Rahmen der Sparpläne bei Springer könnte der Außenstandort Hamburg geschlossen werden, erfährt "New Business" "aus unternehmensnahen Kreisen". Betroffen wären 80 bis 100 Mitarbeiter. Der Springer-Funke-Vermarkter betreibt auch Dependancen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Stuttgart.
new-business.de

Renner: “Bild” entzieht vier Vize-Chefredakteuren ihre Titel.

bildlogoSpringer will mindestens vier Vize-Chefredakteuren der "Bild" ihre Titel aberkennen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Am Gehalt und den Kompetenzen solle nicht gerüttelt werden, zwei der Betroffenen hätten Anwälte eingeschaltet. Die "Bild"-Chefredaktion besteht laut Impressum aus 14 Mitgliedern, zusätzlich zählten einige Ressortleiter zur Führungsriege.
morgenpost.de (Paid), turi2.de (Background)

Springer will “Bild Politik” nicht weiterführen.

Springer mottet "Bild Politik" endgültig ein, berichtet Gregory Lipinski. Nach dem Abschluss der Testphase Anfang Juli hatte Springer eine Weiterführung offen gelassen. Im Zuge des Konzernumbaus werde der Verlag das Projekt nicht weiterführen, sagt ein Sprecher. Die Verkaufszahlen blieben unter den Erwartungen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (02/2019)

“Süddeutsche”: Springer will weniger für dpa-Meldungen bezahlen.

dpa: Springer verhandelt mit der Deutschen Presse-Agentur über einen "massiven Preisnachlass", schreibt die "Süddeutsche". "Bild" habe in einem mehrtägigen Test auf dpa-Material verzichtet, dpa habe die Außenbüros daraufhin aufgerufen, möglichst viele Exklusiv-Geschichten zu liefern. Chefredakteur Sven Gösmann soll von mittelfristig 1 Mio Euro weniger Umsatz im Jahr gesprochen haben, die er insgesamt erwartet. Als erste Maßnahme verlagert er die Bearbeitung von Regional-Meldungen in die Berliner Zentrale.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Springer stellt “Welt Kompakt” und “Bilanz” ein und spart bei “B.Z.” und weiteren Titeln.


Springer spart: Springer stellt sein erwartetes Sparprogramm vor. Der Verlag stellt die Werktags-Ausgabe der "Welt kompakt" ein, ebenso den Hamburger Regionalteil der "Welt". Auch das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" verschwindet und soll redaktionell in die "Welt" integriert werden. Bei "Auto Bild" und "Computer Bild" soll es nur noch die Haupttitel sowie Spezialmagazine geben. In Berlin verteil Springer die Aufgaben seiner Boulevard-Titel: Die "B.Z." ist für die regionalen Inhalte zuständig, die sie auch der "Bild" liefert, andersherum steuert die "Bild"-Redaktion die überregionalen Geschichten für die "B.Z." bei. Wie bereits bekannt sollen zudem "Bild" und "Bild am Sonntag" zusammenwachsen. Insgesamt will Springer bei seinen deutschen Nachrichtenmedien 50 Mio Euro sparen.

Die Einsparungen gehen wie erwartet einher mit einem nicht genau bezifferten Personalabbau in Verlag, Redaktion sowie der Vermarktung. Neben Vorruhestandsregelungen will Springer freiwillige Abspringer durch Abfindungs-Angebote finden. Neben den Sparmaßnahmen gibt es auch Investitionen: In den kommenden drei Jahren will Springer insgesamt 100 Mio Euro investieren, insbesondere in Live-Videos.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Springer und Alibaba könnten bei Ebay nach Investorenstreit zugreifen.

Ebay: Die Übernahme des Kleinanzeigengeschäfts durch Springer rückt näher, schreibt das "Handelsblatt". Die Fonds Elliott Management und Starboard Financials wollen die profitable Tickethändler-Tochter Stubhub sowie das Kleinanzeigengeschäft der Classifieds Group abspalten. Alibaba könnte das schwächelnde Marktplatzgeschäft kaufen.
handelsblatt.com

Horizont.net: Reichelt fusioniert “Bild” und “Bild am Sonntag”, Horn geht wohl.


Bild Dir Deine "BamS": Springer beendet die Eigenständigkeit von "Bild" und "Bild am Sonntag". Die beiden Marken fusionieren unter der Führung von Gesamt-Chefredakteur Julian Reichelt (links), berichtet Ulrike Simon bei Horizont.net. Es liegt nahe, so Simon, dass "BamS"-Chefin Marion Horn geht. Bereits am Mittwoch twitterte sie "Heute vor sechs Jahren, am 25.9.2013, bin ich bei 'Bild am Sonntag' als Chefredakteurin gestartet. Danke für sechs Jahre harte Arbeit und sechs Jahre extrem viel Spaß". Simon sieht das nicht nur als Jubiläums-, sondern auch als Abschieds-Tweet. Horn verhandle dem Vernehmen nach bereits mit dem Vorstand über ihr Ausscheiden.

Am Montag will der Verlag umfangreiche Sparmaßnahmen verkünden, schreibt Horizont.net. Die Einschnitte bei "Bild" werden die gravierendsten sein. Springer wolle in Wachstum investieren, im schrumpfenden Print-Bereich aber Personal abbauen. Das betreffe auch die Strukturen bei "Bild" mit ihren zahlreichen Stellvertretern und Vize-Chefredakteuren. Die "BamS" solle zwar weiter unterscheidbar bleiben, wäre aber – ähnlich wie bei "Welt" und "WamS" – darauf angewiesen, was die "Bild"-Redaktion beisteuern könne.
horizont.net, twitter.com (Horn-Tweet), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Druckereichef Thomas Drensek verlässt Springer.

Springer und Druckereichef Thomas Drensek gehen getrennte Wege, berichtet Gregory Lipinski. Drensek war seit 1989 bei Springer und war zuletzt Geschäfts- und Werksleiter der drei Druckereien in Ahrensburg, Essen und Spandau. Seine Aufgaben soll "bis auf Weiteres" Bertram Stausberg übernehmen, der im April als Geschäftsführer der Springer-Druckereien vom Druckdienstleister Prinovis kam.
meedia.de, turi2.de (Background)

Berliner Verwaltungsgericht stuft die Livestreams der “Bild” als zulassungspflichtigen Rundfunk ein.


Zulassen oder Unterlassen: Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Livestream-Angebote der "Bild" heute im Hauptsachverfahren als zulassungspflichtigen Rundfunk eingestuft. Grund dafür sei vor allem, dass das Programm einem festen Sendeplan folge. Damit folgt das Gericht der Argumentation der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, dass die Streams ohne Lizenz untersagen will. Wegen grundsätzlicher Bedeutung lässt das Gericht Berufung zu, so dass eine weitere rechtliche Auseinandersetzung wahrscheinlich erscheint.

Im April hatte das Oberlandesgericht die Streams noch ohne Lizenz erlaubt und damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts bestätigt. Dabei handelte es sich jedoch um ein Eilverfahren. Schon im Oktober 2018 hatte das Verwaltungsgericht betont, dass es eine grundsätzliche Entscheidung erst im Hauptverfahren treffen könne.
horizont.net, dwdl.de, turi2.de (Background)

“Bild” kassiert einstweilige Verfügung für Berichte über Metzelder-Ermittlungen.

bildlogoBild darf nicht mehr identifizierend über die Ermittlungen gegen Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder berichten. Das Landgericht Köln hat eine einstweilige Verfügung erlassen, deren Missachtung bis 250.000 Euro oder sechs Monate Ordnungshaft kosten kann. Springer will juristisch dagegen vorgehen, insbesondere deshalb, weil die Staatsanwaltschaft Hamburg den Fall samt Namensnennung selbst öffentlich gemacht hat.
"Bild", S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

Visoon vermarktet sieben Spartensender als Kombi-Angebot.

Visoon, Videovermarkter von Springer und Viacom, bündelt ab Oktober sieben Sparten-Sender zu einer Vermarktungskombi. Mit dabei sind die Springer-Kanäle Welt und N24 Doku, die Viacom-Sender Nickelodeon, Comedy Central, MTV und MTV Plus sowie der Bollywood-Kanal Zee One. Die Kombi kommt nach Angaben von Visoon auf zusammen 5 % Werbemarktanteil, die AGF zählt sie als einen Sender. Zu Beginn liegt der Schwerpunkt auf den 14- bis 29-jährigen Zuschauern.
"Horizont" 39/2019, S. 16 (Paid)

Wer bitte dreht sein Handy? Wie “Bild” vertikale Videos produziert.


Am besten am Handy anschauen! Dort bitte auf Vollbild klicken (Pfeilsymbol in der Ecke).

Fernsehen in Hochform: “Bild” erreicht hunderttausende junge Nutzer – dank Videos im handyfreundlichen Hochformat. Jens Twiehaus hat die vertikalen Videomacher besucht und stellt ihre Arbeit in einem vertikalen turi2-Video vor. Weiterlesen …

Springer schraubt an Strukturen der Holding.

Springer streicht auch ganz oben Jobs: Die Holding soll mithilfe externer Berater neu strukturiert werden. Einzelne Funktionen könnten die operativen Bereiche übernehmen, liest Gregory Lipinski aus einem internen Schreiben von Finanzvorstand Julian Deutz. Im Konzern soll es vier Bereiche geben: News Media National, News Media International, die Aviv-Gruppe für Kleinanzeigen sowie StepStone für Job-Portale.
meedia.de, turi2.de (Background)

Ulf Poschardt twittert Grönemeyer-Richtigstellung.

Social Media: Ulf Poschardt twittert eine Richtigstellung bezüglich Herbert Grönemeyer. Der Chefredakteur der Welt-Gruppe hatte bei der Diskussion um Grönemeyers "Keinen Millimeter nach rechts"-Aufruf getwittert, der Sänger sei aus Steuergründen "nach London geflüchtet". Grönemeyers Anwalt hatte eine Richtigstellung gefordert, Poschardt seine Follower dazu abstimmen lassen – die hatten mehrheitlich für einen Rechtsstreit gestimmt.
pressesprecher.com, twitter.com, turi2.de (Background)

Tatjana Ohm beantwortet sieben Fernseh-Fragen.


Hauptsache hart: Chefmoderatorin Tatjana Ohm ist das Gesicht des Nachrichtensenders Welt – und privat ein großer Fan von harten Serien. "Da darf's auch mal knallen", sagt Ohm im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Ein Star ihrer Jugend: Prügelknabe Colt Seavers. Auch sonst mag es Ohm gerne friesisch herb: Ihr liebster Werbespot stammt von Jever Pils, obwohl sie selbst nie Alkohol trinkt. Ohms täglicher Nervenkitzel ist die Live-Sendung. Noch schöner als Fernsehen gucken sei das Fernsehen machen, sagt sie.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Die turi2 edition #9 erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik. Sie können die Buchreihe hier abonnieren.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

Ulrike Simon: Nikolaus Blome könnte bald von “Bild” zu AKK wechseln.

Springer muss sich wohl bald von "Bild"-Vize Nikolaus Blome verabschieden, hört Ulrike Simon in Berlin. Es gehe das Gerücht um, Blome befinde sich in Gesprächen mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Blome sei mit den Plänen für den anstehenden Umbau der "Bild"-Redaktion nicht einverstanden, sei aber nicht für eine Stellungnahme erreichbar gewesen. Gemeinsam mit Heft-Erfinderin Selma Stern hatte Blome die testweise erschienene "Bild Politik" verantwortet, deren Zukunft bislang noch in den Sternen steht.
horizont.net (nach Anmeldung frei)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ohne Blut und Blech: Ist "Bild Politik" die schlauere "Bild", Nikolaus Blome? (2/2019)