“stern” gibt sich neue Redaktionsstruktur.


Neues Bild am Firmament: Der "stern" verändert seine Redaktionsstruktur, trennt die Inhalte-Produktion von den verschiedenen Ausspielwegen und besetzt über 30 Leitungspositionen neu. Künftig gibt es einen Inhalte- und einen Kanal-Bereich, die gemeinsam den richtigen Distributionsweg für ein Thema finden sollen. Zwei neue Vize-Chefredakteurinnen übernehmen die Führung der Abteilungen: Stefanie Hellge, bisher Print-"stern"-Blattmacherin, verantwortet die Inhalte, die Vize-Chefredakteurin des Digital-"stern" Laura-Lena Förster übernimmt die Kanäle.

Zudem schafft der "stern" weitere neue Strategie-Teams: Das Ressort "Leserinnen und Leser" will mit neuen Formaten den Austausch zwischen Redaktion und Abonnentinnen fördern. Das Projektbüro "Aktionen" koordiniert gesellschaftliche Aktivitäten und die Orchestrierung von Debatten. Im Ressort "Neugeschäft" gehe es um "Exzellenz-Projekte" und "Allianzen", heißt es in der Pressemitteilung. An der Erarbeitung der neuen Struktur sei "das gesamte Team in einem gemeinschaftlichen Prozess beteiligt" gewesen.
meedia.de, kress.de

Micky Beisenherz wünscht sich mehr Frauen an der Spitze.

Frauen-Fan: Micky Beisenherz, der mit weiblichen Vorgesetzten seine "besten Jahre als Angestellter" hatte, wundert sich in seiner "stern"-Kolumne zur #DasGleichebitte-Themenwoche über die wenigen Frauen in Führungspositionen, obwohl diese in anderen Ländern besser durch die Corona-Pandemie geführt hätten. Beisenherz schwenkt schließlich um zum DFB und träumt von der "wunderbaren Vorstellung", würden Katja Kraus oder Bibiana Steinhaus "den maroden Laden übernehmen". Sein Fazit: "Lasst diese Frauen ran."
"stern" 23/2021, S. 57 (Paid), turi2.de (Background)

“stern” widmet Frauen und Gleichstellung eine Themenwoche und äußert Selbstkritik.

#DasGleichebitte: Der "stern" widmet seine jüngste Ausgabe dem Thema "Frauen und Gleichberechtigung". Für Chefredakteur Florian Gless auch ein Anlass zur Selbstkritik. Beim Blick auf frühere Cover mit nackten oder leicht bekleideten Frauen schreibt Gless "Ich weiß nicht, ob ich lachen oder mich schämen soll" und räumt ein: Als Zehnjähriger habe er den "stern" immer "ausgesprochen interessant" gefunden. "Wo sonst als auf dem neuen 'stern' bekamen wir mal einen nackten Busen zu sehen, den wir uns einen Tick länger anschauen konnten?" Erst die "Sexismus"-Klage von Alice Schwarzer, Inge Meysel und anderen Frauen 1978 habe zu einem Umdenken geführt und den Anstoß gegeben, "dieses bis dahin selbstverständliche Denken erstmals kritisch zu hinterfragen". Als er zusammen mit Anna-Beeke Gretemeier die Chefredaktion übernommen hat, sei von Anfang an klar gewesen: "Nackte Frauen auf dem Titel wird es mit uns nicht geben."

Anlass des Themenschwerpunkts ist das vor 50 Jahren erschienene Cover des Magazins mit dem Titel Wir haben abgetrieben. 15 Frauen, darunter Ärztin Kristina Hänel und Journalistin Alice Schwarzer erzählen ihre Geschichten. "50 Jahre später hat sich nichts Entscheidendes verändert", sagt Schwarzer und rät Frauen, "jeden Tag neu" für ihre Rechte einzustehen. Auf einer Themenseite bündelt die Edaktion Artikel und Videos. "Es ist noch so viel zu tun", bilanziert Helen Bömelburg, Ressortleiterin für Politik und Wirtschaft, in ihrem Kommentar und nennt ungleiche Bezahlung als Beispiel. Auch die Pandemie habe die Ungleichhheit verschärft, vor allem für berufstätige Mütter.
stern.de, guj.de, "stern" 23/2021, S. 16 (Paid), rtl.de, audionow.de (16-Min-Podcast)

“stern”, RTL, NTV und Handbook Germany starten Impf-Initiative.

Aufklärung übers Impfen wollen "stern", RTL, NTV und Handbook Germany betreiben und starten die bundesweite Initiative "Impfen gegen Corona" mit einer Online-Plattform als Herzstück. Sie stellt Impf-Informationen in zehn Sprachen zur Verfügung. Morgen starten die Medien einen Aktionstag und widmen einen Großteil ihrer Berichterstattung dem Schwerpunktthema Impfen.
stern.de

Hör-Tipp: Belén Garijo erläutert den Zusammenhang von Inklusion und Quote.

Hör-Tipp: "Wenn du keine inklusive Organisation hast, werden uns Quoten nicht sehr weit bringen," meint Merck-Chefin Belén Garijo im "Die Boss"-Podcast mit Simone Menne. Sie rät jungen Frauen dazu, hart zu arbeiten, ein Netzwerk aufzubauen und nicht zu schnell vorauszustürmen. Außerdem erzählt Garijo von ihrem notgedrungenen Wechsel von der Medizin- in die Pharmabranche.
audionow.de (39-Min-Audio), stern.de

“Heute wichtig”: Erste Ausgabe des Morgen-Podcasts von “stern” und RTL ist online.

Heute wichtig, der gemeinsame Morgen-Podcast von "stern" und RTL ist heute gestartet und kommt fortan werktags um 6.00 Uhr. Hinter dem Podcast steht ein crossmediales Team beider Medien­häuser, Michel Abdollahi moderiert die jeweils rund 25-minütigen Folgen. Zum Auftakt spricht er u.a. mit einer Intensiv­pflegerin über "Alles dicht machen" und ihre tägliche Arbeit auf einer Covid-Intensiv­station
dwdl.de, presseportal.de, stern.de, rtl.de (Interview Abdollahi), audionow.de (21-Min-Audio), turi2.de (Background)

“stern” kommt gut durch das Corona-Jahr.

Zuwachs durch Konstanz: Der "stern" kann für das Corona-Jahr eine positive Bilanz ziehen. Eine Verlagssprecherin erklärt gegenüber "Meedia", dass das Ergebnis "bei stabilem Umsatz" um 7,5 % zugelegt hat. Digital könne die Marke "erneut ein Rekordjahr in Umsatz und Ergebnis" vorweisen. Zudem berichtet Gregory Lipinski, dass Ex-G+J-Chefin Julia Jäkel ihr Mandat im dpa-Aufsichtsrat weiter wahrnimmt und dem Medienkosmos somit teils erhalten bleibt.
meedia.de (Paid)

“Stern” startet neue Essens-Kolumne mit Denise Snieguole Wachter.

Stern-Küche: Der "Stern" startet die Kolumne "Einfach essen" mit Denise Snieguole Wachter, die ab sofort in jedem Heft sowie im Paid-Bereich auf stern.de erscheint. Wachter schreibt bereits seit sieben Jahren für den "Stern" über Genuss-Themen. In ihrer neuen Kolumne verspricht sie Rezepte, die "einfach, aber nicht langweilig" sind und in den Alltag passen, "in dem das Kochen häufig nicht im Mittelpunkt steht". Auch Themen wie klimafreundliches Kochen soll die Kolumne aufgreifen.
presseportal.de

Freund oder Feind der Redaktion? So lief die turi2-Montagsrunde über Clubhouse und Social Media.


Es ist kompliziert: Clubhouse könnte ein guter Freund für Redaktionen werden, darüber sind sich die Teilnehmerinnen der Montagsrunde im turi2 Clubraum einig. Doch zu welchem Preis? "Hype hin oder her: Es ist so, dass man sich grämt, dass man es nicht selbst erfunden hat", gesteht Lorenz Maroldt, "Tagesspiegel"-Chef seit 2004. Ein Stichwort zieht sich trotz des Lobs für die App durch die Clubhouse-Runde: Kapazitätsprobleme. "Wofür ein Talk, der nur 50 oder 100 Leute erreicht?", fragt Swen Thissen, Social-Media-Manager bei stern.de. Jörg Rheinländer vom Hessischen Rundfunk ergänzt: "Sinn macht es nur, wenn wir in einer Community Qualitätsvolles mitnehmen können." Wichtig im Social-Media-Alltag über Clubhouse hinaus: "Leidenschaft und Neugier haben, um neue Plattformen auszuprobieren", sagt Enita Ramaj, Cosmopolitan.de-Chefin. Dennoch müsse das Kosten-Nutzen-Verhältnis bedacht werden. Clubhouse sei für Bauer eher Business- als Reichweiten-Plattform.

"Ich erkenne noch nicht, wie gut der Freund werden könnte und zu welchem Zwecke", sagt Rheinländer. Bisher sei Clubhouse eher der Feind aufgrund des Aufwands. Und wie ist allgemein der Beziehungsstatus zwischen Redaktionsalltag und Social Media? Thissen: "In jeder Beziehung gibt es Stress und man muss nicht alles wunderbar finden." Für ihn überwiegen die Chancen der sozialen Netzwerke. "Wir begreifen das als Tool - entweder man setzt das Ding richtig an oder es knickt ab", ergänzt Lorenz Maroldt.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Horst von Buttlar erhält eine weitere Kolumne im “stern”.

Mehr von Buttlar: Der "stern" spendiert "Capital"-Chef Horst von Buttlar eine weitere Kolumne. Unter dem Titel "Marktplatz" schreibt er im wöchentlichen Wechsel mit der Kolumne "Ach Mensch" von Chefredakteur Florian Gless über die Politik in der Hauptstadt. Horst von Buttlar schreibt als "Sternstimme" bereits für stern.de und seit vergangenem Frühjahr im Heft unter dem Titel "Die Stunde Null". Er leitet neuerdings das gemeinsame Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk".
stern.de (Paid)

Klick-Tipp: ProQuote zeigt an einer Kletterwand den Frauenanteil in Leitmedien.

Klick-Tipp: Die "taz" hat mit 56,4 % den größten Frauenanteil in Führungspositionen, berichtet ProQuote. Das linksalternative Blatt ist erstmals im Vergleich der deutschen Leitmedien dabei. Auch der "stern" liegt mit 51,1 % im vierten Jahr in Folge über 50 %. ProQuote visualisiert die Ergebnisse seiner Erhebung neuerdings an einer Kletterwand. Ganz unten kraxelt der "Focus" mit 17,3 %.
pro-quote.de

Bertelsmann Content Alliance startet gemeinschaftlichen Morgen-Podcast.

Hör-Allianz: Einen gemeinsamen Morgen-Podcast ab Frühjahr kündigen "stern", die Mediengruppe RTL und Audio Alliance unter dem Dach der Bertelsmann Content Alliance an. Das Audio-Now-Format soll wochentäglich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft behandeln. Die Ausgaben sollen "crossmedial und mobil" zwischen Hamburg, Berlin und Köln entstehen.
presseportal.de

G+J: Stefan Schmitz wird Vize im Hauptstadtbüro, Helen Bömelburg geht zu stern Digital.


Gruner + Jahr beruft Stefan Schmitz (Foto), 56, ab 1. März als stellvertretenden Chefredakteur in sein neues Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk". Er wird an der Seite von Timo Pache arbeiten, dem bisherigen Vize von Chefredakteur Horst von Buttlar. Aktuell leitet Schmitz das Politik- und Wirtschaftsressort des "stern", bei dem er seit 1999 in verschiedenen Positionen tätig ist.

Auch seine Co-Leiterin Helen Bömelburg bekommt eine neue Aufgabe: Die 44-Jährige übernimmt die Leitung des Newsteams von stern Digital. Dort koordiniert sie die Berichterstattung für die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Bömelburg ist seit 2008 beim "stern", bis 2019 hat sie die Redaktion des heute eingestellten Eltern-Magazins "NIDO" geleitet. Mit den beiden Personalien treibt Gruner + Jahr den Umbau der Wirtschafts- und Politikberichterstattung seiner Magazine weiter voran.
guj.de, turi2.de (Background)

Lars Eidinger und Moritz Bleibtreu spielen die Hauptrollen in “Faking Hitler”.

Faking Hitler: Lars Eidinger (Foto) und Moritz Bleibtreu spielen die Hauptrollen in der gleichnamigen UFA-Serie. Sechs Folgen sollen zunächst auf TV Now und später auf RTL laufen. Vor zwei Jahren hatte der "stern" seinen Skandal um die gefälschten Führer-Tagebücher per "Faking Hitler"-Podcast aufgearbeitet.
dwdl.de, turi2.de (Background Serie), turi2.de (Background Podcast)

“Süddeutsche Zeitung”: “stern”-Redaktion wehrt sich gegen Sparpläne.

Sinkender Stern: Beim "stern" brodelt es weiterhin wegen den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen von Gruner + Jahr, schreibt Peter Fahrenholz in der "Süddeutschen Zeitung". Der "stern"-Beirat legt in einer Stellungnahme an die Chefredaktion noch einmal nach: "Der Schock ist gewaltig", die Redaktion sei von den Plänen überfallen worden. Auf ein reines Politik-Ressort beim "stern" zu verzichten, sei "absurd" - die Marke werde dadurch "massiv geschwächt".

Nur acht der 17 "stern"-Redakteur*innen aus dem Hamburger Politik- und Wirtschaftsressort sollen in der neuen gemeinsamen Hauptstadtredaktion mit "Capital" und "Business Punk" unterkommen, mit den übrigen werde derzeit über Abfindungen und Altersteilzeit-Modelle verhandelt. Aus Redaktionsversammlungen sei zu hören, Investigativ-Journalist Hans-Martin Tillack habe laut "SZ" ein solches Altersteilzeit-Angebot erhalten – "unter der Bedingung, dass er nicht mehr über Politik und Wirtschaft schreibe".
sueddeutsche.de, turi2.de (Hauptstadtbüro), turi2.de (Beirat)

Meedia: “stern”-Reporter Jan Rosenkranz soll Vize in Gruners Berliner Redaktion werden.

Gruner + Jahr: Meedia berichtet unter Berufung auf "unternehmensnahe Kreise", dass Jan Rosenkranz für eine der Vize-Positionen in der neuen Berliner Gemeinschaftsredaktion für "stern", "Capital" und "Business Punk" im Gespräch ist. Er soll dem designierten Leiter Horst von Buttlar zur Seite stehen und beim Aufbau der neuen Redaktion eine zentrale Rolle spielen. Rosenkranz ist seit 2005 Hauptstadt-Reporter für den "stern".
meedia.de

Gruner + Jahr spart die Pressedatenbank beim “stern” ein.

Sparsternchen: Gruner + Jahr will beim "stern" weiter sparen, schreibt Gregory Lipinski. Ende des Jahres stellt der Verlag daher seine eigene Pressedatenbank ein. Zehn Mitarbeitende sind von der Maßnahme betroffen, die Einsparungen von rund 1 Mio Euro einbringen soll. Anstelle der Pressedatenbank rückt schon ab März ein neues System, mit der Gruner + Jahr allen Mitarbeitenden "schnellen Zugriff auf Informationen und Pressearchive gewährleisten" will, darunter Digitalzugänge zu externen Datenbanken und Archiven.
meedia.de

Beitrat des “stern” lehnt neue Hauptstadtredaktion unter Horst von Buttlar ab.

stern: Die Pläne, eine gemeinsame Hauptstadt-Redaktion mit "Capital" und "Business Punk" unter Leitung von "Capital"-Chef Horst von Buttlar zu gründen, sorgen intern für Widerspruch. Der Beirat des "stern" fordert im Namen von über 110 Mitarbeitenden, dass der "stern" weiter eigene Redakteur*innen für Politik und Wirtschaft einsetzt und die Drohung möglicher Kündigungen entfallen muss. Die am Dienstag veröffentlichten Pläne des Verlags sehen vor, dass die Politik- und Wirtschaftsberichterstattung des Magazins künftig komplett von der neuen Redaktion in Berlin geliefert werden und die bisherigen Redakteur*innen in Hamburg neue Aufgaben übernehmen sollen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

DLF: “stern” verliert durch Gemeinschaftsredaktion an Eigenständigkeit.

stern verliert durch die geplante Hauptstadt­redaktion mit "Capital" und "Business Punk" an Eigenständigkeit und redaktioneller Autonomie, beobachtet Brigitte Baetz im Deutschlandfunk. Journalistik-Professor Frank Lobigs sieht die Entscheidung als "konsequenten Schritt" in Richtung "Communities of Interest" und erwartet weitere zentrale Themenredaktionen, auch konzernübergreifend. Dabei müsse G+J aufpassen, dass die "publizistische Qualität nicht leidet".
deutschlandfunk.de (mit 4-Min-Audio), turi2.de (Background)

“stern”, “Capital” und “Business Punk” fusionieren Hauptstadtbüro unter Leitung von Horst von Buttlar.


Punkiger Capital-Stern: Gruner + Jahr gründet ein gemeinsames Hauptstadtbüro für seine Magazine "stern", "Capital" und "Business Punk". Die Leitung des Teams, das im März mit 35 Journalist*innen für Print und Online die Arbeit aufnimmt, übernimmt "Capital"-Chefredakteur Horst von Buttlar. Er wird gleichzeitig Mitglied der "stern"-Chefredaktion. Unter von Buttlars Führung entsteht künftig die gesamte Berichterstattung über die deutsche Politik und Wirtschaft für "stern", "Capital" und "Business Punk".

Das neue Hauptstadt-Team besteht aus den bisherigen Mitarbeitenden des Berliner Büros des "stern" sowie Reporter*innen von "Capital". Die Politik- und Wirtschafts-Journalist*innen des "stern", die derzeit in Hamburg arbeiten, sollen "zum Großteil" andere Aufgaben beim Magazin erhalten. Gruner + Jahr schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus, sie "sollen weitestgehend vermieden werden".
guj.de, horizont.net (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.de: Wie geht's dem Kapital, Horst von Buttlar? (04/2020):

Meinung: Der “stern” wirkt wie eine Partei, findet Marvin Schade.

stern mutiert zu einer Partei, kommentiert Marvin Schade. "Seine Ausgaben wirken wie Wahlplakate, die Reihe der Titelstorys liest sich wie ein Parteiprogramm", schreibt Schade. Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless als "Spitzenkandidaten" treten mit ihrem "Wahlprogramm" für einen Klimastreik, mehr Gleichberechtigung, Kulturförderung und bessere Zustände in der Pflege ein. Dies seien zwar wichtige Themen, dennoch löse sich der "stern" mit dem Auftreten vom Journalismus und schaffe es mit dem kalkulierten Tabubruch nicht, neue Leser*innen zu gewinnen: "Die Wählerwanderung blieb aus."
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

“Stern” startet Bundestags-Petition “Pflege in Würde”.

Stern startet die Bundestagspetition "Pflege in Würde" und ruft seine Leser*innen im aktuellen Heft zum Unterschreiben auf. Als Hauptpunkte nennt die Petition verlässliche Arbeitszeiten sowie bessere Bezahlung und Karrierechancen von Pflegenden. Auch Profitdenken habe im Gesundheitssektor nichts verloren. "Dem Klatschen vom Balkon müssen jetzt Taten folgen", heißt es weiter. Zu den ersten Unterzeichnern gehören u.a. die Journalisten Ulrich Wickert und Günter Wallraff, Arzt Eckart von Hirschhausen sowie Designer Guido Maria Kretschmer.
"stern" 3/2021, S. 57 (Paid), stern.de/pflegepetition

Zahl des Tages: “stern” sammelt 750.000 Euro für Backstage-Helden.

Zahl des Tages: Insgesamt 750.000 Euro hat die "stern"-Aktion Backstage-Helden eingesammelt. Das Geld kommt Menschen im Kultur­betrieb zugute, die hinter der Bühne für Licht, Ton oder Maske sorgen und ihren Beruf wegen des Lockdowns nicht ausüben können. Solo­selbst­ständige können sich um jeweils bis zu 1.000 Euro Soforthilfe bewerben.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Das G in G+J wäre heute 95 Jahre alt geworden.

Lese-Tipp: Richard Gruner wäre heute 95 Jahre alt geworden – Irene Altenmüller porträtiert das G in Gruner + Jahr auf NDR.de. Sie beschreibt die Gründung des Verlags bei "Erdbeerkuchen mit Sahne" gemeinsam mit John Jahr und Gerd Bucerius 1965 und erzählt, wie Gruner sich schon vier Jahre später über die Linkslastigkeit des eigenen Hauses ärgert: Der "stern" sei auf dem besten Weg, "die erste westdeutsche Redaktionskommune zu werden".
ndr.de

“stern” startet Spendenaktion für “Backstage-Helden” der Kulturbranche.

stern widmet seine Titelstory den Backstage-Helden der Kulturbranche, die in der Corona-Krise oft arbeitslos sind. Eine Spendenaktion in Kooperation mit der Plattform Elinor soll denen helfen, die in Theatern, bei Konzerten oder TV-Produktionen nicht im Rampenlicht stehen. Wer spendet, kann sich für einen 5-Min-Videochat mit einem von 37 Promis bewerben: Peter Kloeppel liest Gute-Nacht-Geschichten vor, Helene Fischer beantwortet Fragen, Michael "Bully" Herbig lädt zum digitalen Glühwein-Tete-à-tete und Veronica Ferres präsentiert ein Adventsgedicht.
stern.de

Der “stern” covert mit 40 “Quotenfrauen”.

Quoten-Druck: Der "stern" macht in seiner aktuellen Ausgabe groß mit dem Thema Frauenquote auf. "Ich bin eine Quotenfrau", sagen selbstbewusst 40 erfolgreiche Frauen und plädieren für eine Frauenquote. Darunter sind u.a. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga, Influencerin Louisa Dellert und Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta. Auch wenn sie keine Quotenfrauen im Wortsinn sind, wollen sie dem Begriff das Stigma nehmen. Online bildet der "stern" die Aussagen der Frauen auch als kurze Videostatements ab.
stern.de, presseportal.de

Zitat: Ex-US-Präsident Barack Obama beunruhigt die Spaltung der Gesellschaft.

"Vielleicht am schädlichsten ist die Tatsache, dass jede Seite inzwischen ihre eigenen Medien und folglich ihre eigenen Fakten hat. Es ist sehr schwierig, Kompromisse zu erzielen, wenn man nicht von einer gemeinsamen Realität ausgeht."

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama zeigt sich im gemeinsamen Interview von "stern" und RTL besorgt über die gesellschaftliche Spaltung in den USA. Die Wahl habe "zumindest erst einmal die Blutung gestoppt".
presseportal.de (Zusammenfassung), stern.de (Interview, Paid)

Ex-Bento-Chefin Julia Rieke wechselt zum “stern”.

Neustart: Julia Rieke, Ex-Chefin des jungen Spiegel-Angebots Bento, ist zum "stern" gewechselt, teilt sie auf Twitter mit. Dort arbeite sie jetzt als "Head of Special Sections", von 2013 bis 2015 war sie dort Social-Media-Redakteurin. Der "Spiegel" hatte seine Junge-Leute-Marke Bento Ende September nach fünf Jahren vom Markt genommen. Nachfolger ist das Ressort "Start".
twitter.com, turi2.de (Background)

Zitat: Anna-Beeke Gretemeier über die “Fridays for Future”-Ausgabe des “stern”.

"Wir hatten selbstverständlich das letzte Wort. Ich sehe darin nichts Unjournalistisches. Unsere Unabhängigkeit ist voll intakt."

"stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier sieht kein Problem darin, Aktivist*innen mit der Auswahl von Themen und Gesprächspartner*innen zu betreuen - wie etwa in der "stern"-Ausgabe, die gemeinsam mit der Bewegung "Fridays for Future" entstand.
zeit.de (Paid), turi2.de (Background)

Florian Gless verteidigt im “heute-journal Update” die Kooperation von “stern” und FFF.


Wer im Gless-Haus sitzt: "stern"-Chefredakteur Florian Gless verteidigt am späten Freitagabend im ZDF die Kooperation seines Magazins mit Fridays for Future. Im "heute journal update" sagt er: "Wir haben unsere journalistische Unabhängigkeit an jeder Stelle gewahrt". Alle Beiträge seien sauber recherchiert und von der Dokumentation geprüft worden. Gless berichtet auch, der "stern" habe sich "sehr bewusst für diesen Schritt entschieden". Die Klimakrise müsse wieder zu einem zentralen Thema werden: "Wir wollten unbedingt Aufmerksamkeit darauf lenken".

Die Diskussion, ob der "stern" mit der Zusammenarbeit einen "Tabubruch" begangen habe, wie es Interviewer Wulf Schmiese kritisch einwirft, hält Gless für eine "Journalisten-Diskussion". Die Leser*innen würden die Einbindung der Klimaaktivisten längst nicht so kritisch sehen wie die Branche.
zdf.de (Video, Interview ab Minute 3:15)

Ulrike Simon: Gruner + Jahr erwägt Zentralredaktionen.

Gruner + Jahr: Am Baumwall fällt immer häufiger das Wort "Zentralredaktionen", schreibt Ulrike Simon. Sie spekuliert, der Verlag könnte gemeinsame Redaktionen für alle Magazine entlang seiner "Communities of Interest" einführen, also zum Beispiel für Wirtschaft, Mode oder Essen. Denkbar sei sogar, aktuelle Themen bei stern.de von der RTL-Redaktion um Tanit Koch zu beziehen. Von solchen Schritten sei Gruner + Jahr noch weit entfernt, sagt Unternehmenssprecher Frank Thomsen. Simon vermutet, dass aufgrund der zugesicherten Arbeitsplatzgarantie Zusammenlegungen und damit verbundener Stellenabbau erst 2021 konkreter werden.
horizont.net (Paid)

Zitat: Steffen Hallaschka will nicht jede Krawall-Geschichte bringen.

"Man darf nicht jede Geschichte erzählen, nur weil sie Krawall und Effekt verspricht."

"stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka sagt im Teleschau-Interview, dass seine Redaktion "feine Antennen" dafür hat, "was Menschenwürde bedeutet". Die verspätete Jubiläumssendung am 2. September moderiert er zusammen mit Günther Jauch vor Publikum, das zuvor auf Corona getestet wird.
showcase.teleschau.de

“stern”-Chefin Gretemeier will Bewerber*innen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen.


Vielfalt gesucht: "stern"-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier nutzt das Editorial der aktuellen Ausgabe, um Menschen mit anderen "Nationalitäten, Kulturen und Muttersprachen" aufzurufen, sich auf Stellen beim "stern" zu bewerben. Das Magazin sei zwar gut aufgestellt im Hinblick auf Geschlechterverteilung und Alter, Gretemeier hält aber fest: "Was uns fehlt, sind Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen innerhalb dieses Landes." Das sei der Redaktion auch durch die Rassismus-Debatte der vergangenen Monate bewusst geworden.

Aktuell sucht das Magazin unter anderem Business Controller*innen und Online-Redakteur*innen. "Es bewerben sich viele – nur sind die Menschen, die sich für eine Position in unserem Team interessieren, nicht so vielfältig, wie wir es uns wünschen würden", schreibt Gretemeier.
stern.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Aus Fehlern lernt man am meisten" – Anna Gretemeier im Strategie-Gespräch (05/2018)

Giuseppe Di Grazia wird Nachfolger von Hans-Peter Junker bei “View”.

View: Hans-Peter Junker, Mit-Erfinder und Chefredakteur des "stern"-Fotomagazins, hat die Leitung zum 1. Juni an "Crime"-Redaktionsleiter Giuseppe Di Grazia abgegeben. Auf Junker warten bei Gruner + Jahr "wichtige Aufgaben", schreibt Di Grazia im Editorial und lobt Junkers Gabe, die Interessen der Leser*innen gekannt zu haben, bevor sie "es selbst wussten".
"View" 7/2020, S. 3 (Paid), turi2.de (Background)