Debatte: Dem “Stern” fehlt es an Archiv-Material, um die NS-Vergangenheit von Henri Nannen aufzuarbeiten.

Nannen-Historie: Dem "Stern" "fehlt es an Archivalien und systematisch gesammelten Quellen aus der Frühzeit" der Zeitung und zum Gründer Henri Nannen, sagt Medienhistoriker Tim Tolsdorff im Übermedien-Podcast "Holger ruft an". Deshalb habe der "Stern" Nannens NS-Vergangenheit nicht richtig aufgearbeitet. Allgemein sei es „ein großer Makel der deutschen Elitepublizistik", die eigene Vergangenheiten nicht aus eigenem Antrieb aufzuarbeiten.
uebermedien.de

Ausgezeichnete beim Stern-Preis bekommen Trophäe nachgeschickt.

Verleihung ohne Preis: Beim kurzfristig von Nannen-Preis in Stern-Preis umbenannten Journalisten-Preis von Gruner + Jahr müssen die Ausgezeichneten am Abend ohne Trophäe nach Hause gehen. Grund: Es gibt noch keine neue. Die Auszeichnung wird den Gewinnerinnen nachgeschickt, kündigt "stern"-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz an. Den Egon-Erwin-Kisch-Preis erhalten Özlem Gezer und Timofey Neshitov für Die Hanau Protokolle im "Spiegel", der Preis für die beste Geschichte geht an die "Spiegel"-Story über Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt.
zeit.de, stern.de (alle Ausgezeichneten), turi2.de (Backgeround)

Video-Tipp: Brigitte Zypries will Kinderbuch-Klassiker nicht umschreiben.

Video-Tipp: SPD-Politikerin Brigitte Zypries würde Kinderbuch-Klassiker und althergebrachte Märchen nicht auf Diversität trimmen und umschreiben, sagt sie in der "stern"-Diskuthek. Auch Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte spricht sich gegen retrospektive Cancel Culture aus. Vielfalt und queere Lebensrealitäten hätten aber in moderner Kinderliteratur durchaus einen berechtigten Platz.
stern.de

Zitat: Julia Jäkel verzweifelt an der Debatte um Henri Nannen.

"Die Debatte um die Geschichte und Bedeutung des einstigen stern-Chefs Henri Nannen hat mich in den letzten Wochen verzweifeln lassen."

Julia Jäkel, Ex-CEO von Gruner + Jahr, schreibt sich auf Linked-In ihren Frust über den Umgang mit "stern"-Gründer Henri Nannen von der Seele. Sie pflichtet u.a. Nils Minkmar bei, der die Debatte um Nannens Vergangenheit in der "Süddeutschen Zeitung" als "unterkomplex" bezeichnet hatte.
linkedin.com (Post Jäkel), turi2.de (Background Minkmar)

Meinung: Debatte um Henri Nannen ist “entlarvend” und “unterkomplex”.

Alter Hut: Die Diskussion um die NS-Vergangenheit von "stern"-Erfinder Henri Nannen wird zum "traurigen Beispiel für eine Geschichtsdebatte, die sich weder für Geschichte noch für Debatten interessiert", erinnert "Süddeutsche"-Autor Nils Minkmar daran, dass die Vorwürfe schon lange bekannt sind. Die Menschen, die sich jetzt erst darüber empören, sollten sich fragen, "warum es sie so wenig interessiert hat, dass sie nicht einmal nachlesen wollten, was der Namensgeber im Krieg gemacht hat".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Henri-Nannen-Preis heißt 2022 einmalig “stern”-Preis.

Namensprüfung: Der "stern" und Gruner + Jahr vergeben den Henri-Nannen-Preis 2022 einmalig als "stern"-Preis. Redaktion und Verlag reagieren damit kurz vor der Preisverleihung am 22. Juni auf die Debatte um die NS-Vergangenheit von "stern"-Gründer Henri Nannen, die eine Recherche des Funk-Formats Strg_F neu in Gang gebracht hatte.

Das Rechercheteam hatte unter anderem antisemitische Flugblätter aus der Staatsbibliothek Berlin gezeigt, die der "Südstern" unter Nannens Verantwortung publiziert hatte. Die Darstellungen hatten ein neues Licht auf die bereits bekannte NS-Vergangenheit Nannens geworfen. In einer Stellungnahme hatte der "stern" daraufhin angekündigt, seinen Umgang mit dem Namensgeber neu zu bewerten.

Dazu wollen "stern" und Gruner + Jahr jetzt ein Gremium berufen, das über die zukünftige Verwendung des Namens für den Preis und die Henri-Nannen-Journalistenschule beraten soll. Dem sollen sowohl namhafte Journalistinnen als auch Schülerinnen der Henri-Nannen-Schule und der RTL Journalistenschule angehören. Bis Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

“stern” kündigt baldige Stellungnahme zu Henri Nannen an.

Gruner + Jahr will zur Debatte um "stern"-Gründungs­heraus­geber Henri Nannen "demnächst detaillierter Stellung nehmen", kündigt "stern"-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz im Zuge der Verkündung der Nominierten des Nannen-Preises an. Laut Meedia.de soll das noch vor der Preisverleihung am 22. Juni geschehen. Das Funk-Form Strg_F hatte Nazi-Flugblätter gezeigt, die Nannen in der NS-Zeit veröffentlicht hatte.
meedia.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

Debatte: “stern”-Aufarbeitung von Henri Nannens Vergangenheit hat mit RTL zu tun.

Stern-Sorgen: Dass der "stern" sich um Aufklärung in der Causa Henri Nannen bemüht, hängt neben den jüngsten Berichten auch mit dem neuen Besitzer RTL zusammen, vermutet "Süddeutsche"-Autor Christian Mayer: "Gruner + Jahr ist an RTL verkauft worden, wo man Nannen nichts verdankt." Gregor Peter Schmitz müsse als neuer Chefredakteur zudem ein Interesse haben, "dass sein Magazin nicht irgendwann von der Vergangenheit des Gründers eingeholt wird".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Wie Verleger Henri Nannen antisemitische Flugblätter produzierte.

Video-Tipp: Das Funk-Format STRG_F recherchiert die Verstrickungen des verstorbenen Verlegers Henri Nannen in den Nationalsozialismus. Offenbar war Nannen verantwortlich für die Herstellung antisemitischer Flugblätter des "Unternehmens Südstern", deren konkrete Darstellungen bis jetzt unbekannt waren. Nannen hatte im Rahmen seiner Entnazifizierung seine Tätigkeit bei "Südstern" verschwiegen.
youtube.com (21-Min-Video) via presseportal.de

RTL produziert “stern TV am Sonntag” im “Teamwork” mit i&u TV.


Doppel-Stern: RTL schließt Frieden mit i&u TV und produziert "stern TV am Sonntag" künftig "im großen Teamwork" mit der Produktions­firma von stern TV am Mittwoch und der "stern"-Redaktion in Hamburg. Das Magazin soll "zu einer festen TV-Instanz am Sonntag­abend" werden, kündigt RTL-News-Chef Stephan Schmitter an. Steffen Hallaschka und RTL-Neuzugang Dieter Könnes (rechts im Bild), der vom WDR kommt, moderieren im Wechsel. Noch im Januar hatte sich i&u TV von einer etwas verunglückten Test-Sonntags­ausgabe mit Nikolaus Blome und Frauke Ludowig distanziert, die RTL News in Eigenregie produziert hatte.

Die neue Einigkeit sieht so aus, dass i&u TV die Sendung an einem Sonntag im Monat produziert, gleich zum Auftakt auch an diesem Sonntag. Dabei führt Mittwochs-Moderator Steffen Hallaschka durchs Programm. In den anderen Wochen hat die Redaktion von RTL News das Zepter in der Hand, dann moderiert Dieter Könnes, der bis Jahresende auch noch bei der WDR-"Servicezeit" vor der Kamera steht. Im Vergleich zur Mittwochs­sendung soll bei "stern TV am Sonntag" die "Meinung der Zuschauerinnen und Zuschauer mehr im Vordergrund" stehen. Auch Abstimmungen, Video-Statements und die Teilnahme via Social Media stehen auf dem Plan.
dwdl.de, rtl.de (mit 5-Min-Video), turi2.de (Background)

Meedia: Chefredakteur Florian Gless verlässt den “stern”.

stern und der bisherige Co-Chefredakteur Florian Gless gehen "offenbar" getrennte Wege, berichtet "Meedia" unter Berufung auf "unternehmensnahe Kreise". RTL äußert sich nicht zu der Personalie und verweist auf Informationen "über die Strukturen im journalistischen Bereich", die im Laufe des 2. Quartals folgen sollen. Gless leitet den "stern" seit 2019 gemeinsam mit Co-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier. Er wirkt seit der Jahrtausendwende bei Gruner + Jahr in unterschiedlichen leitenden Positionen.
meedia.de (Paid)

RTL holt Spezial-Ausgabe von “stern TV” im Mai nach.

Zweiter Versuch: RTL holt das ursprünglich für Anfang März geplante "stern TV Spezial" mit dem Untertitel "Das Live-Experiment - Wie entscheiden Sie?" am 11. Mai nach. In der Vier-Stunden-Sendung mit Steffen Hallaschka urteilen die Zuschauerinnen über die fiktive Tat einer Ärztin, die wegen Totschlags vor Gericht steht. Die Sendung wurde wegen des Ukraine-Kriegs verschoben.
dwdl.de

Ungarisches Kinderbuch “Märchenland” erscheint in zweiter Auflage.

Vater, Vater, Kind: Das umstrittene, ungarische Kinderbuch "Märchenland", das der "stern" nach Deutschland gebracht hat, geht in die zweite Auflage. Für jedes verkaufte Exemplar fließt ein Euro an Projekte, die sich für mehr Vielfalt in Ungarn einsetzen. Nachdem das Buch in Ungarn monatelang Gegenstand einer politischen Debatte war, entwickelt es sich hierzulande zum Bestseller.
buchmarkt.de, turi2.de (Background)

Meedia: Gregor Peter Schmitz soll möglicherweise neuer Kopf der Marke “Stern” werden.

Ist ein Stern aufgegangen? Nach Informationen von Meedia soll Gregor Peter Schmitz der redaktionelle Leiter der Marke stern werden. Der frühere Chefredakteur der "Augsburger Allgemeinen" arbeitet seit heute für RTL, seine genaue Tätigkeit hat die Mediengruppe aber bisher nicht bekannt gegeben. Eine Sprecherin von Gruner + Jahr sagte auf Anfrage von Meedia, es gebe "weiterhin keine Neuigkeiten zu der Personalie Gregor Peter Schmitz". RTL wolle über die weitere Struktur des Unternehmens im Verlauf des zweiten Quartals informieren.
meedia.de

Hör-Tipp: Dominik Wichmann glaubt an den “Wandel hin zur redaktionellen Gesellschaft”.

Hör-Tipp: "Medienmarken müssen heute mehr sein als ein gedrucktes Heft", sagt der ehemalige "stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer. Als Verlag oder Publishing House sei es wichtig, jede Medienform "handwerklich zu beherrschen". Er glaubt an einen "Wandel hin zur redaktionellen Gesellschaft", in der jeder dank seines Smartphones zum Sender werden könne. Die Arbeit beim "stern" ab 2011 habe ihn vor allem deshalb gereizt, weil er dort etwas "reformmäßiges" machen konnte. Dabei habe er aber schnell festgestellt, dass er "sehr stark gegen den Wind" segelt, u.a. weil die Auflage sank.
omr.com (59-Min-Audio)

Fünf Intellektuelle teilen im “stern” ihre Gedanken zum Ukraine-Krieg.


Intellektuelle Friedenssterne: Im "stern" teilen die Intellektuellen Harald Welzer, Alice Schwarzer, Diana Kinnert, Daniel Barenboim und Richard David Precht ihre Blickwinkel auf den Ukraine-Krieg. Auf sechs Doppelseiten thematisieren sie Fragen wie: "Was denken Sie über Putins Krieg gegen die Ukraine?" und "Was sind Ihre Ängste?". Feministin Alice Schwarzer warnt vor einer Heldenverehrung und spricht die Situation der Frauen im Kriegsgebiet an. Schon am ersten Kriegstag sei die Google-Suche nach "Ukrainian Girls" in die Höhe geschnellt. Auf sozialen Medien jubeln Nutzer über "Frischfleisch aus der Ukraine" und eine "endlich willkommene Flüchtlingswelle".

Auch Unternehmerin, Beraterin und Publizistin Diana Kinnert thematisiert, welche Auswirkungen der Krieg in sozialen Medien hat, in denen sie "Trennschärfe, Nüchternheit und kühle Vernunft" vermisst. Statt des TikToks, "wie man es kannte: lauschig, ulkig, originell", sehen Nutzerinnen nun etwa das Leben einer Fotografin im Bunker in Kiew. Kinnert schreibt, dass nicht nur Propaganda und Desinformation oder Reportagen aus der Ukraine die "Nähe des Krieges" offenlegen. Sie sei eher über "Inhalte, Gesten, Symbole unsereins" besorgt. Denn die zeigen: "Wir sind längst Beteiligte, nicht Beobachter".

Die Reaktionen des Westens auf den Ukraine-Krieg beschäftigen auch Philosoph und Autor Richard David Precht. Mit Waffenlieferungen habe Deutschland "eine rote Linie" überschritten. Einen europäischen Staat im Krieg mit Waffen zu beliefern, "ist und bleibt ein Tabubruch". Im "knochenharten Widerspruch" dazu stehe das Mitgefühl vieler Europäer mit den Kriegsopfern. Hoffnung sieht Precht nur im Szenario eines schnellen Endes des Kriegs "mit einer neutralen Ukraine". (Fotos: Picture Alliance)
stern.de (Paid), presseportal.de

Wir graturilieren: Florian Gless wird 54.


Wir graturilieren: Florian Gless, "stern"-Co-Chefredakteur, wird 54. "Irgendwo versteckt auf dem Land" feiert er seinen Geburtstag mit seinen erwachsenen Kindern – wobei das Feiern sich "im Schatten der Ereignisse in der Ukraine" schwierig gestalten dürfte. Eigentlich hätte sich Gless nach der "glimpflich überstandenen" Corona-Welle auf "längeres Tageslicht und den Frühling" gefreut – dann kam Putins Krieg gegen die Ukraine. Dass bis zuletzt "viel zu viele" versucht hätten, Verständnis für den "imperialistischen Wahnsinn" Putins aufzubringen, nervt Gless. Er sieht in diesen Zeiten eine "journalistische Hochsaison" beim "stern". Zu erleben, wie die Redaktion in einem solchen Moment "noch weiter hochfährt", beeindruckt Gless: "Grafiker, Dokumentare, Bildredakteure, Reporter, die in die Krisenregion ausschwärmen, das gesamte Ressortleiterteam – alle, wirklich alle Hände sind an Deck, ohne Rücksicht auf Erschöpfung, Wochenenden, Abend- und Überstunden oder Urlaub." Gratulationen erreichen Gless am besten via E-Mail.

Stephanie McClain übernimmt Redaktionsleitung von “stern TV am Sonntag”.

RTL verpflichtet Stephanie McClain, 48, als Redaktions­leiterin von "stern TV am Sonntag". Sie kommt von ProSiebenSat.1, wo sie als Executive Producer mehrere Factual- und Entertainment-Formate verantwortet. Von 2001 bis 2010 war McClain bereits für die von i&u produzierte Mittwochs­ausgabe von "stern TV" tätig. RTL-News-Geschäfts­führer Stephan Schmitter erhofft sich davon eine "vertrauens­volle" Zusammen­arbeit beider Redaktionen.
dwdl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

Debatte: Traditioneller Journalismus hat “Geschäft der Panikmache” beherrscht, schreibt Frank Jöricke.

Verzerrte Welt: "Spiegel" und "stern" haben über Jahrzehnte hinweg das "Geschäft der Panikmache" beherrscht, schreibt Frank Jöricke in der "Welt". Die Zeitschriften haben mit "reißerisch-dystopischen" Titelstorys ein "Bedürfnis" gestillt, das verschiedenste Zielgruppen ansprach. Die "perverse Lust an Worst-Case-Szenarien" sei demnach kein neues Phänomen. Soziale Medien haben nur übernommen, was früher der traditionelle Journalismus gemacht hat.
welt.de (Paid)

Zitat: Die Marke “Stern TV” soll weiter ausgebaut werden, sagt Stephan Schmitter.

"Es gibt ganz positive, harmonische Stern-Zeichen"

Stephan Schmitter, Geschäftsführer von RTL News, sagt im DWDL-Interview, dass i&u weiterhin "Stern TV" produziert. Die Verhandlungen dazu seien "auf der Zielgeraden". Die Marke solle aber auch weiter ausgebaut werden, womöglich mit dauerhaften Sendungen am Sonntag.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Zitat: Ex-“stern”-Chefredakteur Klaus Liedtke beschwert sich über Darstellung früherer Arbeit.

"Vor Ihnen arbeitende Generationen von 'stern'-Journalisten werden als sich 'gegenseitig belauernde' Haufen von Egomanen herabgewürdigt. Das ist in der Sache völlig falsch, und obendrein ein besonders mieser Stil."

Auch der ehemalige "stern"-Chefredakteur Klaus Liedtke ärgert sich in einem Leserbrief, aus dem Meedia zitiert, über die Darstellung der früheren Arbeitsweise beim "stern".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Neuer “stern”-Podcast porträtiert Angela Merkel aus weiblicher Perspektive.

Frauen über Frau Merkel: Im neuen Podcast "ÜberMerkel – Vertraute erzählen" will der "stern" ein "sehr persönliches Audioporträt" von Angela Merkel zeichnen – und zwar ausschließlich aus der weiblichen Perspektive. Zu Wort kommen nur Weggefährtinnen der Alt-Kanzlerin. Zum Auftakt spricht Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier mit "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer, die u.a. erzählt, weshalb Merkel nach der gewonnenen Bundestagswahl 2005 "ziemlich verzweifelt" bei ihr angerufen habe.
open.spotify.com

Ex-Redakteurinnen fühlen sich vom “stern” verunglimpft.


Auf den Schlips getreten: Ehemalige "stern"-Redakteurinnen fühlen sich von ihrem früheren Arbeitgeber "verunglimpft", berichtet Übermedien. Dem Online-Magazin liegen entsprechende "wütende Protestnoten" von Ex-Mitarbeiterinnen vor, die sie an den "stern" geschickt haben. Das Magazin hatte in der vergangenen Woche einen Text veröffentlicht, der an frühere Konkurrenzen innerhalb des eigenen Hauses erinnert. Ex-Redakteurin Ingrid Kolb etwa schreibt daraufhin, sie schäme sich für die Redaktion, "die sich diese Beschreibung ihrer Arbeit gefallen lässt". Der ehemalige Reporter Niklas Frank wirft dem "stern" vor, die damaligen Mitarbeiterinnen "auf billigste Weise zu verunglimpfen". Die Schilderung, Redakteurinnen hätten sich "gegenseitig belauert" und deswegen keine guten Geschichten mehr schreiben können, sei "schlichtweg gelogen".

Auf Nachfrage von Übermedien entgegnet Gruner+Jahr es liege "nichts ferner als die Arbeit ehemaliger 'Stern'-Redakteurinnen - und Redakteure schlecht zu machen". Die Veröffentlichung sollte viel mehr zeigen, warum "die heutige Zeit" einen Zusammenschluss von G+J und RTL "sinnvoll und möglich" mache.

Gruner + Jahr, wo der "stern" erscheint, ist seit Jahresbeginn Teil von RTL. Aus diesem Anlass hatte das Magazin einen nicht namentlich gekenn­zeichneten Beitrag veröffentlicht, in dem es etwa heißt: "Einer aus der Politik sitzt mit einem aus dem Deutschland-Ressort in der Kantine? Da ist was im Busch! 'Geo' arbeitet an einem Thema, an dem wir auch sitzen? Leute, da müssen wir Tempo machen!". (Bild: Screenshot "stern")
uebermedien.de, "stern" 3/2022, S. 8/9 (Paid), turi2.de (Background)

“stern TV”-Redaktion grenzt sich von “stern TV” aus RTL-Produktion ab.

Krieg der TV-Sterne: Die Produktions­firma i&u TV, Produzent von "stern TV" am Mittwoch, distanziert sich von der gestrigen Sonntags­ausgabe mit Frauke Ludowig und Nikolaus Blome. "Die inhaltliche Ausgestaltung sowie die Auswahl der Themen und Gäste verantwortet die Redaktion von RTL", schreibt "stern TV" bei Twitter. Alexander Krei sieht darin einen "etwas verzweifelten Versuch" der Produktions­firma, "drohenden Schaden von sich und der eigenen Sendung abzuwenden", wenn durch zunehmende TV-Präsenz des "sterns" die Marke "stern TV" verwässert werde.
dwdl.de, twitter.com/sterntv

Zahl des Tages: Zwei Drittel sehen Social Media in der Verantwortung für Spaltung.

Zahl des Tages: Satte 63 % der Befragten einer Forsa-Umfrage für "stern TV" glauben, dass soziale Medien die Haupt-Verantwortung dafür tragen, dass sich Befürworterinnen und Gegner von Impfungen und Corona-Maßnahmen erbittert gegenüber­stehen. 45 % sehen klassische Medien wie Zeitungen und TV in der Verantwortung. 54 % meinen, Gegner der Corona-Maßnahmen und der Impfungen würden von Medien und Politik zu viel berücksichtigt.
presseportal.de

TV-Tipp: “Der heiße Stuhl” kommt zurück bei “stern TV”.

TV-Tipp: In der neuen Sonntagsausgabe von "stern TV" (22.15 Uhr) wärmt RTL den Heißen Stuhl auf. Der Dresdner Querdenker Marcus Fuchs muss in der Sendung mit Frauke Ludowig und Nikolaus Blome seine Position gegenüber Andersdenkenden vertreten. 2016 hatte RTL mit "stern TV"-Stamm-Moderator Steffen Hallaschka bereits ein einmaliges Comeback der Sendung versucht. Von 1989 bis 1994 hat RTL auf den heißen Stuhl insgesamt 159 Menschen mit kontroverser Meinung gegrillt - darunter auch Angela Merkel.
dwdl.de, youtube.com (15-Min-Video, "Der heisse Stuhl" von 1992 mit Angela Merkel), turi2.de (Background)

turi2 edition #16: Wie viel Objektivität geht bei “aktivierendem Journalismus” verloren, Florian Gless?


Ergreift Partei: Kann das Ideal des objektiven Journalismus überhaupt funktionieren? Diese Diskussion verschleiert viel wichtigere Fragen, schreibt Florian Gless in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16. Der Co-Chefredakteur des “sterns” erklärt, wie moderner Journalismus neue Wege gehen, weniger distanziert sein und trotzdem journalistische Standards einhalten kann, um Krisen wie den Klimawandel anzugehen. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit, die am 12. Januar 2022 erscheint. Hier kostenloses E-Paper bestellen!

Jagoda Marinić wird Kolumnistin beim “stern”.

Schreibfeder-Übergabe: Der "stern" holt Jagoda Marinić als neue Kolumnistin an Bord. Sie übernimmt für Meike Winnemuth, die nach acht Jahren der Meinung ist: "Es war toll, aber es reicht". Marinić wird ab der übernächsten Ausgabe jeweils im zweiwöchentlichen Rhythmus über Themen "von Adele bis Olaf Scholz" schreiben. Sie schreibt bisher u.a. für "Süddeutsche Zeitung" und "taz" und hat ihren eigenen Podcast Freiheit Deluxe.
new-business.de

Basta: Bahn- und Morgen-Podcaster Michel Abdollahi fliegt lieber und steht ungern früh auf.

Sein schlechtester Kunde: Journalist und Podcaster Michel Abdollahi (Foto) ruiniert in der Satireshow von Florian Schroeder mit radikaler Offenheit seine eigene Medien­karriere. Für den "stern" und RTL macht er den Morgen-Podcast Heute wichtig, steht aber nicht gerne früh auf. Im Bahn-Podcast reist er mit Promis im Zug durchs Land, fliegt jedoch viel lieber. Ach ja: Und Podcasts hört er selbst sowieso nicht.
daserste.de (45-Min-Video, ab 32:42 Min)

Termin des Tages: “stern Diskuthek” debattiert über das Gendern.

termine2-logoTermin des Tages: Führt das Gendern zu einer gerechteren Gesellschaft oder bewirkt es genau das Gegenteil und zerstört die Sprache? Darüber diskutieren heute ab 19 Uhr ein Lehramtsstudent, ein Sprachwissenschaftler und eine queere Persönlichkeit im KörberForum in Hamburg. Die Teilnahme vor Ort unterliegt 2G-Bedingungen. Eine Aufzeichnung der Runde ist später in der stern Diskuthek zu sehen.
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

“stern” bringt ungarisches Kinderbuch “Märchenland für alle” auf Deutsch heraus.

stern sichert sich die Rechte an dem umstrittenen, ungarischen Märchenbuch "Meseország mindenkié". Es soll im Frühjahr 2022 unter dem Titel "Märchenland für alle" auf Deutsch erscheinen. Das Kinderbuch will traditionelle Märchen neu erzählen, es geht u.a. um einen schwulen Prinzen oder ein Aschenputtel mit alkoholsüchtigem Vater. Das Buch war in Ungarn Gegenstand einer monatelangen politischen Debatte.
guj.de

Zitat: Moritz Bleibtreu wundert sich über gefälschte Hitler-Tagebücher.

"Und ihr habt wirklich geglaubt, die sind echt?"

Der "stern" holt anlässlich des Serien-Starts von Faking Hitler bei RTL+ die gefälschten Hitler-Tagebücher aus dem Giftschrank und zeigt sie Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu. Über seine Rolle als Fälscher Konrad Kujau sagt Bleibtreu: "Ich hätte diesem Kujau nicht einmal eine Katze anvertraut."
"stern" 48/2021, S. 61 (Paid)

Zitat: Lars Eidinger spricht über seine Rolle als “Stern”-Journalist Gerd Heidemann.

"Ich glaube, es gibt eine Sehnsucht, auf die Lüge hereinzufallen, bewusst Wahrheiten auszublenden."

Lars Eidinger spielt im RTL+-Sechsteiler Faking Hitler den "Stern"-Journalisten Gerd Heidemann, der auf die gefälschten Hitler-Tagebücher hereingefallen ist. "Heidemann hat hundertprozentig an die Echtheit der Tagebücher geglaubt", sagt Eidinger.
ffh.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Kester Schlenz “kommt nicht mehr mit”.

Lese-Tipp: Autor Kester Schlenz, 63, schildert im "stern" das Gefühl, nachrichtentechnisch "nicht mehr mitzukommen" – gerade, weil non-stop "News wie Heuschreckenschwärme durch den Tag schwirren". Trotz des Dauer-Bombardements mit Begriffen und Forderungen habe er das Gefühl "immer weniger zu wissen". Wer "en vogue" sein wolle, müsse sich aber dem News-Diktat beugen und selbst posten und twittern, was das Zeug hält.
"stern" 46/2021, S.25 (Paid)

“stern” und Welthungerhilfe starten Projekt in Kenia zur Bekämpfung des Hungers.

stern und die Welthungerhilfe starten ein Projekt in Kenia, um neue Lösungen im Kampf gegen den Hunger zu finden. Die Initiative unterstützt das Dorf Kinakoni im Südosten des Landes über die nächsten drei Jahre und will dabei auch lokale Startups miteinbeziehen. Der "stern" begleitet das Projekt mit Artikeln auf einer eigenen Webseite und einer Spendenaktion.
presseportal.de, stern.de

Swen Thissen hört als Chef von Social Media und SEO beim “stern” auf.

Ein Stern weniger: Der Chef von Social Media und SEO, Swen Thissen, verlässt den stern zum Jahresende. Der Leiter der Digitalredaktion, Felix Haas, wird seine Aufgaben künftig übernehmen und ist damit allein verantwortlich für alle Digitalkanäle des "sterns", außer der PLUS-Angebot. Thissen verlässt das Unternehmen "auf eigenen Wunsch". Sein nächstes Ziel ist noch unbekannt.
meedia.de

Debatte: Klaus Ungerer zerlegt den “stern”.

Keine Sternstunde: Für Übermedien zerlegt Klaus Ungerer den "stern" in seine Einzelteile und bemerkt ein Magazin, bei dem nicht ganz klar ist, welche Zielgruppe es überhaupt ansprechen soll. Der Kulturteil sei gefüllt mit "Pflichtübungen", die "Trümmer der Humorseite dümpeln ganz hinten im Heft". Immerhin gebe es manchmal "Mut zur formalen Freiheit".
uebermedien.de (Paid)

“Meedia”: Ex-Online-Vize Cordula Schmitz verlässt den “stern”.

stern: Die Leitende Redakteurin für die Plus-Inhalte des Magazins, Cordula Schmitz (Foto), verlässt den Titel, bestätigt Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier "Meedia". Schmitz war zuvor Vize-Chefredakteurin von stern.de. Bei den Plus-Inhalten übernehmen Julia Rieke, 2020 von "Spiegels" Bento zum "stern" gekommen, und Cornelia Fuchs von Schmitz, schreibt Stefan Winterbauer.
meedia.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Der erste Asterix-Podcast des “stern” beschäftigt sich mit Obelix.

Hör-Tipp: Der erste Asterix-Podcast des "stern" beschäftigt sich mit dem rundlichen besten Freund des gallischen Kriegers: Obelix. Matthias Schmidt spricht mit Experte Thomas Kinne über die wohl facettenreichste Figur des Asterix-Universums, die vor allem als Sympathieträger punktet. Asterix sei ein Übermensch, Obelix nahbar und normal – trotz Bad im Zaubertrank.
stern.de (33-Min-Podcast), turi2.de (Background)

DDR-Vergleich und Kolleginnen-Schelte: Die Kritik an Springer-Chef Döpfner wächst.


Gegenwind: Die Kritik an Springer-Chef Mathias Döpfner in Folge seines DDR-Vergleichs und der Bezeichnung von Journalistinnen als "Propaganda-Assistenten" wächst – auch im Zeitungs-Verband BDZV, dem Döpfner seit 2016 als Präsident vorsteht. Madsack-CEO Thomas Düffert, selbst BDZV-Vize, sieht in Döpfners Äußerungen "für alle Journalistinnen und Journalisten" eine "unangemessene und verfehlte Herabsetzung". Düffert findet, dass "auch in privaten Diskussionen kein Zweifel an der Integrität und Unabhängigkeit der Redaktionen" aufkommen sollten. Funke-Chef Christoph Rüth schlägt bei Übermedien in die gleiche Kerbe: "Die – wenn auch angeblich überspitzte – Formulierung 'Propaganda-Assistenten'" hält er "für völlig unpassend" und "dem Amt eines BDZV-Präsidenten nicht angemessen".

Von Carsten Lohmann, Geschäftsführer des ebenfalls im BDZV organisierten "Mindener Tageblatt", kommt die erste Rücktrittsforderung: "Ich finde, dass jemand, der oberster Repräsentant der Tageszeitungen in Deutschland ist, mit so einer Aussage nicht mehr haltbar ist", sagt er im Deutschlandfunk. Das fordert auch "stern"-Chefredakteur Florian Gless. Er schreibt in einem langen Meinungsbeitrag, Döpfner solle "von allen Posten und Ämtern" zurücktreten. In seiner privaten Nachricht verfalle "der CEO eines der größten deutschen Medienkonzerne der Querdenker-Lyrik". Gless findet: "Das alles wiegt umso schwerer, als Döpfner sich stets als feingliedriger Intellektueller gibt."

Übermedien fragt neben Funke auch bei zahlreichen anderen Verlagen an, wie sie zu Döpfners Äußerungen stehen, kassiert aber Absagen oder erhält keine Antworten. Der BDZV teilt mit, dass er "grundsätzlich keine einzelnen Vorgänge unternehmerischer Tätigkeiten von Mitgliedsverlagen" kommentiere.

Der Springer-Verlag hatte die in einem Beitrag der "New York Times" geleakte SMS zuvor in einem Pressestatement relativert. In einer Video-Botschaft hatte Döpfner auch noch mal im O-Ton Schadensbegrenzung versucht.
newsroom.de (Düffert), uebermedien.de (Rüth), deutschlandfunk.de (Lohmann), stern.de (Gless)

“stern”-Chefredakteur Florian Gless fordert Rücktritt von Mathias Döpfner.

Will ihn gehen sehen: "stern"-Chefredakteur Florian Gless (Foto) fordert den Rücktritt von Springer-Boss Mathias Döpfner "von allen Posten und Ämtern". Sein Verhalten in der Causa Julian Reichelt sowie der DDR-Vergleich in einer privaten Nachricht hätten Döpfner "entlarvt", glaubt Gless. Mit letzterer verfalle "der CEO eines der größten deutschen Medienkonzerne der Querdenker-Lyrik". Gless findet: "Das alles wiegt umso schwerer, als Döpfner sich stets als feingliedriger Intellektueller gibt."
stern.de

Wir graturilieren: Lena Rautenstrauch wird 38.


Wir graturilieren: Lena Rautenstrauch, Projektleiterin beim "stern", wird 38. Ihren Geburtstag feiert sie in einer "2G-Kneipe" mit ihrer Familie und "einem kleinen Kreis an Freunden". Besonders beeindruckt hat Rautenstrauch im vergangenen Jahr, "wie viel Kreativität trotz Remote-Arbeit entstehen kann". Bei einer Produkt-Entwicklung mit Kolleginnen von RTL und Gruner + Jahr sei man bereits "nach kurzer Zeit eng zusammengerückt" – obwohl man sich vorher nicht gekannt hat: "Totales Start-Up-Feeling im positivsten Sinne." Gut gelungen ist trotz Home-Office auch ein unternehmensinterner Jobwechsel – vor allem dank des "starken Teams der 'stern'-Redaktion". Für das kommende Lebensjahr wünscht sich Rautenstrauch – wie viele andere sicherlich auch – wieder mehr "echte Treffen". Auch über eine Weihnachtsfeier würde sie sich freuen: "Fast schon unvorstellbar – aber toll wäre es." Wir drücken dafür die Daumen. Glückwünsche kommen z.B. via Linked-in oder E-Mail an.

Die “Zeit” wirft Storymachine mehr Schein als Sein vor.


Blick in den Story-Maschinen­raum: Die Autorinnen Hannah Knuth und Ann-Kathrin Nezik nehmen sich in der "Zeit" die Arbeit der Kommunikations­agentur Storymachine von Kai Diekmann (Foto), Michael Mronz und Philipp Jessen vor. Unter der Überschrift "Die Scheinfluencer" legen sie nahe, dass die Agentur weniger erfolgreich ist, als die Geheimnis­krämerei der Gründer vermuten lässt. Sie sprechen mit Operativ-Chef Philipp Jessen sowie Kunden und ehemaligen Beschäftigten. Über ihre Auftraggeber schweigt die Agentur normalerweise, die "Zeit" nennt aber zwei Beispiele jüngster Kampagnen: Die öffentlich angeknackste Wohnungsgesellschaft Vonovia und den Tabakkonzern British American Tobacco, den Storymachine als "modernes Unternehmen in einer gesundheitsbewussten Welt" darstellen will.

Die Berliner Agentur verdiene ihr Geld mit der "Ratlosigkeit" von Parteien und Unternehmen in Sachen Social Media und der Angst vor der "hypernervösen Öffentlichkeit", schreiben die Autorinnen. Hinter das selbst auferlegte Image als Meinungsmacher machen sie aber zumindest ein Fragezeichen. Die "Zeit" spricht mit aktuellen und ehemaligen Kunden, die sich alle anonym äußern, viele von ihnen positiv. Mehrere beurteilen die Arbeit als "hilfreich", "aber auch keine Zauberei". Andere lassen wissen, dass sie "zufrieden" sind. "Storymachine hat uns geholfen, eine Tonalität für den CEO zu finden", zitiert das Blatt einen anderen Kommunikator. Ein nicht näher benannter Konzernsprecher sagt: "Der Eindruck, dass die Agentur unsere Strategie bestimmt hat, ist falsch. Die sind sehr gut darin, sich zu verkaufen." Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn und Volkswagen hätten die Zusammenarbeit mittlerweile beendet "oder stark heruntergefahren". Für Parteien arbeite die Agentur nur noch selten.

Zudem schreibt die "Zeit" von problematischen Arbeitsbedingungen im Berliner Büro: Ehemalige Angestellte berichten von einem "enormem Druck". "Die Fluktuation sei groß, es herrsche mitunter ein vergiftetes Klima." Selbst Philipp Jessen, früher "stern"-Journalist und heute Leiter des Tagesgeschäfts, gebe sich "keine Mühe, den Druck zu verbergen, unter dem er steht". Beim Gespräch mit der "Zeit" habe er sich erst einmal eine Aspirin eingeworfen. Gegen kritische Bewertungen auf dem Online-Job-Portal Kununu gehe Storymachine aktuell anwaltlich vor.
zeit.de (Paid), turi2.de (Background), turi2.de (Interview Kai Diekmann)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Digital zu Gast bei Kai Diekmanns Storymachine. (02/2021)