“stern” prüft rechtliche Schritte gegen Vera Lengsfeld.

vera-lengsfeld150Vera Lengsfeld hat in der Talk-Sendung von Sandra Maischberger den "stern" mit derart vielen Behauptungen falsch angegriffen, dass das Blatt nun rechtliche Schritte gegen die Ex-CDU-Abgeordnete prüft. Lengsfeld hatte unter anderem den Autor Walter Wüllenweber beschuldigt, in seinem Artikel Sachsen, ein Trauerspiel diverse falsche Aussagen getätigt zu haben. Wüllenweber hatte aber nichts davon geschrieben, was Lengsfeld im vorwarf.
stern.de, daserste.de (Video Talk Maischberger)

Livingston wehrt sich gegen Crime-Plagiatsvorwürfe.

stern crime150Livingston Media wehrt sich gegen die Vorwürfe von Gruner + Jahr, "National Crime" sei eine "dreiste Kopie" des Hamburger Erfolgsprodukts "Stern Crime". Verleger und Redaktionsleiter Matthias Müller-Michaelis weist die Anschuldigung zurück und verweist auf die sich - angeblich - stark unterscheidenden Cover sowie Unterschiede in der Typographie. Gruner + Jahr hatte eine einstweilige Verfügung gegen "National Crime" erwirkt.
horizont.net, turi2.de (Background)

Gruner + Jahr erwirkt Verfügung gegen “National Crime”.

Krimi-Duell: Gruner + Jahr erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen Livingston Media und das geplante Magazin "National Crime". Die für den 2. Dezember angekündigte Wahre-Verbrechen-Zeitschrift darf demnach nicht in den Handel ausgeliefert und auch nicht weiter beworben werden.

Grund: Das neue Livingston-Magazin sei eine "dreiste Kopie" von "Stern Crime", so Alexander Schwerin von G+J. Livingston hatte angekündigt, mit "National Crime" Fahndern und Verbrechern noch dichter auf den Pelz rücken zu wollen.
meedia.de, turi2.de (Background)

“National Crime” will “Stern Crime” ein paar Käufer abjagen.

Nationales Verbrechen: Livingston Media aus Hamburg setzt Gruner + Jahr das Magazin "National Crime" vor die Nase, eine recht offensichtliche "Stern Crime"-Kopie. Chefredakteur und Verleger Matthias Müller-Michaelis will alle drei Monate noch dichter ran an Fahnder und Leichen-Schnippler als das Original, erfährt Daniel Häuser. Das "Nationale Verbrechen" kommt am 2. Dezember für 4,80 Euro an den Kiosk mit zunächst 100.000 Exemplaren.

"Stern Crime" ist genau so teuer und kommt alle zwei Monate. Die Auflage hat sich inzwischen auf rund 80.000 eingependelt. Das Heft gilt als einer der größten Erfolge der vergangenen Jahre im Hause G+J. Der kleine Livingston-Verlag hat daher gute Chancen, auch seine Leser zu finden. Das Risiko ist dennoch groß: Aus dem kleinen Medienhaus kommen bislang Titel wie "Freizeitwelt", "Freizeit genießen" und "Bauernküche".
clap-club.de, livingston-media.de

Gruner + Jahr feiert das Scheitern.

Gruner + JahrGruner + Jahr veranstaltet heute Abend seine erste Fuck up Night, berichtet Ulrike Simon. Das Startup-Ritual findet im Foyer des Verlags am Baumwall in Hamburg statt und wird von Jens König moderiert, der sonst für den "stern" das Berliner Büro leitet. Geplant ist der Auftritt von fünf Mitarbeitern aus Verlag und Redaktion, die über gescheiterte Projekte sprechen. Laut Verlag geht es um Print- und Digital-Projekte.
rnd-news.de

“stern” erscheint wegen Trump später.

stern150stern geht aufgrund der US-Wahl in die redaktionelle Verlängerung und verschiebt sein Erscheinen nach hinten: In Norddeutschland ist das Heft mit dem Titel "Der unheimliche Präsident" zwar wie gewohnt heute erhältlich - der Rest der Republik muss sich aber bis morgen gedulden. Ausgenommen sind Digital-Leser, sie haben ebenfalls Zugriff, etwa über Blendle.
per Mail, blendle.com ("stern" 46/2016, Paid)

turi2.tv: Herr Dastyari, graben Sie dem Journalismus das Wasser ab?


Content Marketing vs. Journalismus: Territory-CEO Soheil Dastyari produziert Inhalte im Auftrag von Konzernen und erreicht mit Titeln wie dem Lufthansa Magazin oder DB Mobil Millionen Menschen. Dafür streicht er Etats ein, die früher in bezahlte Werbung bei klassischen Medien geflossen sind. Im zweiten Teil des Medientalks von Landau Media in Hamburg fragt Peter Turi den Manager, was das mit dem investigativen Journalismus macht, der mit immer weniger Geld auskommen muss. Werden bald nur noch Geschichten erzählt, die den Konzernen gefallen? Dastyari widerspricht: Das Bedürfnis nach Einordnung, Bewertung und Diskussion wird bleiben, sagt der mächtige Content Marketer. Wenn der "stern" beginnen würde, sich von Werbekunden beeinflussen zu lassen, würde er seine Daseinsberechtigung verlieren.
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.tv (7-Min-Video, Teil 1 des Medientalks)

“stern” verschiebt Redaktionsschluss wegen der US-Wahl.

stern-aufm-400stern verlängert wegen der US-Wahl seinen Redaktionsschluss. Statt wie sonst in der Nacht von Montag auf Dienstag wird das Heft kommende Woche erst am Mittwochvormittag geschlossen, um aktuell auf das Wahlergebnis eingehen zu können. Daher liegt der "stern" in "weiten Teilen Deutschlands" erst am Freitag am Kiosk und in den Briefkästen der Abonnenten. Nur in Hamburg ist er schon am Donnerstag zu haben.
kress.de, turi2 - eigene Infos

Auflagen der Nachrichten-Magazine schrumpfen weiter.

ivw150IVW meldet gute Zahlen für Heft-Neugründungen: "Barbara" von Gruner + Jahr steigt mit 112.870 Heften in die Statistik ein, "Mixx", Thermomix-Magazin von Heel, verkauft 105.284 Exemplare. Unter den Top-Titeln gewinnen vor allem die günstigen Programmies.

Die Nachrichten-Magazine "stern", "Spiegel" und "Focus" verlieren dagegen im 3. Quartal weiter an Auflage. Der "stern" sinkt um 8,4 % auf 673.184 Hefte pro Ausgabe. "Spiegel" und "Focus" verlieren im Jahresvergleich etwa 5 % und verkaufen durchschnittlich 789.062 und 474.453 Exemplare.
horizont.net

“W&V”: Verliert Gruner + Jahr die Vermarktung des “Mercedes Magazins”?

dominik-wichmann150Dominik Wichmann könnte Gruner + Jahr die Vermarktung des "Mercedes Magazins" entziehen und dem Verlag damit den Rauswurf beim "stern" vor zwei Jahren heimzahlen, schreibt Jochen Kalka. Wichmann stellt die redaktionellen Inhalte von Mercedes in der Looping Group neu auf. Der Vertrag mit dem bisherigen Redaktions-Dienstleister Condé Nast ist bereits gekündigt. Nun könnte es den Vermarkter G+J EMS treffen.
wuv.de

stern.de will heute stumm bleiben.

stern-de-schweigt-600
Ohne Worte: stern.de will heute den ganzen Tag lang schweigen. Damit reagiert das Online-Portal des Reporter-Magazins von Gruner + Jahr auf den Krieg in Syrien. Heute soll es keine aktuellen Nachrichten auf der Website geben. Stattdessen bringt die Redaktion Fotos aus Syrien, die den Alltag der Menschen zeigen - keine Schockfotos, keine blutverschmierten Kinder. Die Newsseite verzichtet auch auf das Ausspielen von Werbung.

Auf der Startseite schreibt die Redaktion: "Wir sollen beschreiben. Berichten. Analysieren. Doch je mehr wir unsere Pflicht ernst nehmen, umso mehr macht uns das Leid der Menschen in Aleppo und ganz Syrien sprachlos." Weiter heißt es selbstkritisch: Die Frage, ob wir ausreichend über Syrien berichtet haben, "müssen wir ehrlich mit Nein antworten". Die Journalisten versuchten jeden Tag, das Leid in Syrien zu fassen, scheitern aber täglich daran, "weil es buchstäblich unfassbar ist". Deswegen wolle das Portal heute nicht lauter, schneller und mehr berichten: "Heute geht es nicht um Reichweite, Klicks und effiziente Vermarktung. Heute geht es uns darum, ein Zeichen zu setzen."
stern.de

Journalist Ernst Fischer ist tot.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Ernst Fischer, 74, ist tot. Der frühere Chefredakteur der "Hamburger Morgenpost" und Vize bei "stern" und "Süddeutscher Zeitung" erlag einer Krebserkrankung. Der gebürtige Straubinger Fischer kam von der "Abendzeitung" nach Hamburg, wechselte vom lokalen Boulevard zur Illustrierten zum Qualitätsblatt. Kurt Kister nennt ihn einen "Münchner Großjournalisten", Georg Altrogge charakterisiert ihn als Qualitäts-Fanatiker mit grantelnder Fassade, Humor und Sensibilität.
sueddeutsche.de (Kister), meedia.de (Altrogge)

Anzeigenmarkt: “TV Movie” und “TV Spielfilm” verlieren Umsatz im zweistelligen Bereich.

TV Movie 150TV Movie und TV Spielfilm haben laut Nielsen 2016 bisher 18,5 % und 17 % ihres Brutto-Werbeumsatzes eingebüßt, schreibt Zahlen-Zar Jens Schröder. Anzeigen-Primus "stern" hingegen kommt auf 65,84 Mio Euro Werbeumsatz, 2,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum, aber immer noch zwei Mio mehr als der Zweitplatzierte "Spiegel" und fünf Mio mehr als "Bild am Sonntag". Für letztere geht es nach Vorjahresverlusten allerdings bergauf.
meedia.de

Lese-Tipp: “stern”-Chef Christian Krug über das Blattmachen in turbulenten Zeiten.

Christian Krug-150Lese-Tipp: "stern"-Chefredakteur Christian Krug spricht mit Roland Pimpl übers Blattmachen in unruhigen Zeiten – Angst vor veralteten Story aufgrund der Wochen-Erscheinungsweise habe er nicht, die Leser sehnten sich besonders nach Katastrophen und Anschlägen nach Einordnung und tiefgründiger Berichterstattung.
"Horizont" 34/2016, S. 22-23 (Paid)

Anwalt von David Garrett kritisiert den “stern”.

David Garrett 600
Mehrstimmiges Konzert: Promi-Geiger David Garrett und der "stern" tragen den Rechtsstreit um ein Interview mit der Ex-Geliebten des Musikers auf medialer Bühne aus. Garretts Anwalt Harro von Have klagt im Interview mit Meedia, dass der "stern" ihn "niemals mit diesem Interview oder konkreten Inhalten daraus konfrontiert" habe. Der "stern" widerspricht in einer Stellungnahme: Anwalt von Have habe "zehn teils sehr konkrete Fragen" erhalten, die Beantwortung jedoch abgelehnt.

Der "stern" wehrt sich auch gegen den Eindruck, er habe für das Interview gezahlt. Harro von Have verbreitet bei Meedia die These, der "stern" habe beim Interview zugegriffen, weil er "nicht das erste Interview mit David Garrett bekommen hat". (Foto: picture alliance)
meedia.de, turi2.de ("stern"-Stellungnahme), turi2.de (Background)

Journalisten stolpern über Gerüchte zum Attentat von Nizza.

Nizza-Tweets-600

Hoaxes über den Horror: Medien aus aller Welt fallen auf Gerüchte nach dem Attentat von Nizza rein. Stern.de und n-tv.de berichten von "Allahu Akbar"-Rufen am Tatort und beziehen sich auf die Lokalzeitung "Nice Matin". Die Redaktion hat das nie berichtet, erfahren Mareike König und Petra Sorge mit einem Anruf in Frankreich. In sozialen Medien kursieren zahlreiche falsche Bilder vermeintlicher Opfer und Täter. BuzzFeed zeigt sieben Beispiele von Hoaxes und Fakes.

Die Bilder werfen erneut die Frage auf, was Medien zeigen dürfen. Stefan Winterbauer glaubt, die Frage müsse bei jedem Ereignis aufs Neue beantwortet werden. Er stellt zudem eine öffentliche Ermattung fest, weil nach jedem Attentat die gleiche Solidaritätswelle durchs Netz schwappt. Stefan Niggemeier findet bei bunte.de einen grenzwertigen, pseudo-emotionalen Cliffhanger, der zum Opferporno-Klicken animieren soll. (Foto: Franck Fernandes/Nice Matin/Picture Alliance)
cicero.de (König/Sorge), buzzfeed.com, meedia.de (Winterbauer), twitter.com (Niggemeier)

“stern” beruft Philipp Jessen in die Chefredaktion.

Philipp Jessen stern 600
Trostjob Traumjob: stern.de-Chefredakteur Philipp Jessen bekommt nach dem Flop des Frauenmagazins frei, als dessen Chefredakteur er agierte, einen neuen Zusatzjob. Beim "stern" wird Jessen Mitglied der Chefredaktion, um im Führungskreis das Digital-Geschäft zu vertreten. "stern"-Chefredakteur Christian Krug nennt die Berufung ein "klares Signal nach innen und außen" für die "große Bedeutung" der digitalen Aktivitäten des "stern". Krug kündigt indirekt einen "weiteren Ausbau der digitalen Plattformen" an, ohne jedoch Details zu nennen.

Philipp Jessen verantwortet stern.de seit Herbst 2014. Zuvor war er Vize-Chefredakteur von "Gala" und Redaktionsleiter von Gala.de, davor u.a. in leitender Funktion bei "Bild" und "Vanity Fair" tätig. (Foto: Lukas Schulze / dpa)
presseportal.de

Lese-Tipp: “stern” streift durch die Startup-Szene in Berlin.

stern-Logo ohne Schriftzug 150Lese-Tipp: Der "stern" spürt dem Gründergeist in Berlin nach und tourt mit Bewerbern durch die Startup-Szene der Hauptstadt. Pate der Gründer-Kultur sei Oliver Samwer. Mit Rocket Internet ziehe er zwar viele Firmen und Ideen an, stehe aber auch für die Kehrseite der Szene, in der sichere Jobs und Gewerkschaften keinen Platz haben.
"stern", 17/2016, S. 38, blendle.com (Paid)

Oliver Schröm verlässt den “stern” in Richtung NDR.

Olover Schröm, 150stern verliert Oliver Schröm, 52, Gründer und Leiter Investigative Recherche, an den NDR. Ab Juli arbeitet Schröm für das ARD-Politikmagazin "Panorama" und den NDR-Ableger "Panorama - die Reporter". Schröm hat beim "stern" sechs Jahre lang für Scoops gesorgt und etwa die Mafia-Verstrickung des Rappers Bushido aufgedeckt. Bei "Panorama" soll Schröm die Kooperation mit Print-Medien ausbauen.
presseportal.de

Hoffmann: Tagesschau hat höchste Interaktionsrate auf Facebook.

martin-hoffmann150Tagesschau ist der überraschende Gewinner einer Facebook-Analyse von Martin Hoffmann, Ex-Social-Media-Guru bei WeltN24. Unter den 11 größten deutschen Publishern glänzt Tagesschau.de mit der größten Interaktionsrate, wenn auch native Posts in die Analyse einfließen. Größter Verlierer der letzten Monate sei stern.de, so Hoffmann, insgesamt sinke die Interaktionsrate aller 11 Accounts seit August 2015.
mrtnh.de

Nannen Preis: Einstweilige Verfügung gegen “stern”-Beitrag.

Nannen Preis 2016 150Nannen Preis: Gegen einen in der Kategorie Investigation nominierten "stern"-Beitrag gibt es eine Einstweilige Verfügung, schreibt Bülend Ürük und stellt sich vor, wie erstmals ein Gewinner-Beitrag mit geschwärzten Passagen verbreitet werden muss. Gruner + Jahr winkt ab: Die EV richte sich nur gegen einen kleinen Teil des Beitrags. Dagegen habe der "stern"-Bericht für Ermittlungen des Staatsanwalts gesorgt.
turi2 - eigene Infos, kress.de

Ufa produziert Serie über Boulevard-Magazin.

Philipp Jessen ufa-600
Giftschrank wird verfilmt: Die Ufa Fiction verfilmt die sechsteilige Serie "Giftschrank" über den mächtigen Chefredakteur eines fiktiven Boulevard-Magazins. Es handele sich um eine Mischung aus "House of Cards" und "Kir Royal", so das Unternehmen. Idee und Drehbuch stammen von Philipp Jessen, Chefredakteur von stern.de, der zuvor auch Vize-Chefredakteur der "Gala" war. Joachim Kosack und Markus Brunnemann sind die Produzenten der Serie.

"Der Boulevard ist ein glitschiges Parkett. Kaum etwas fasziniert mich so sehr wie die Dramen, die sich hinter den Hochglanz-Geschichten abspielen", sagt Jessen. Für den Produzenten Kosack ist nicht nur die Innenansicht der Redaktion interessant, auch die wiederkehrende Frage nach der journalistischen Moral sei "hoch spannend". Einen Sender hat die Ufa für das Projekt noch nicht gefunden.
kress.de, quotenmeter.de

Laura Himmelreich wird Online-Chefin von Vice Deutschland.

Laura Himmelreich 150Vice engagiert "stern"-Reporterin Laura Himmelreich, 32, als deutsche Online-Chefredakteurin. 2013 hatte sie mit ihrem Bericht über die Anzüglichkeiten des FDP-Politikers Rainer Brüderle abends an der Hotelbar eine Debatte über Sexismus ausgelöst. Bis Ende des Jahres will Vice seine Online-Redaktion in Berlin von derzeit acht auf zwölf Mitarbeiter aufstocken.
meedia.de, kress.de

Publikumszeitschriften: “stern” weiterhin mit größtem Werbeumsatz.

stern-Logo ohne Schriftzug 150stern bleibt mit 17,3 Mio Euro in den ersten Monaten 2016 die Publikumszeitschrift mit dem größten Werbeumsatz, errechnet Nielsen. Während der "Spiegel" leicht verliert und auf 16 Mio Euro kommt, steigert die "Bild am Sonntag" ihren Umsatz um 11 % auf 14,9 Mio Euro. Stärkster Gewinner ist die "Wirtschaftswoche" mit einem Zuwachs von 33 % auf 5,9 Mio Euro.
meedia.de

Pro Quote fordert die eigene Abschaffung.

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Zoten für Quoten: Pro Quote möchte gerne überflüssig werden und fordert "Endspurt: Schafft! Uns! Ab!". Der Verein Die Vereinigung der Medienfrauen erinnert zum heutigen Weltfrauentag an ihre Zielsetzung von 2012, fünf Jahre nach der Gründung in deutschen Redaktionen 30 % Frauen in Führungspositionen zu erreichen. Damit habe sich Pro Quote "in den Augen vieler Medienmacher so richtig schön unbeliebt gemacht. Wir sind nervig, lästig. Schlicht die Pest". Nun gebe es eine "historische Chance", dass dieser "elendige, nervige Verein, von der Bildfläche verschwindet", schreiben die Medienfrauen in einer überspitzen Pressemitteilung.

Mit 40 % hat die "Zeit" den aktuell höchsten Frauenanteil, auch "Bild" hat das Pro-Quote-Ziel mit 37 % bereits übererfüllt. Kurz vor dem Ziel sind "Spiegel" (27,7 %) und "stern" (25,5 %), weiter abgeschlagen sind "Welt" (11,9 %), "FAZ" (13,8 %) und "Süddeutsche" (16,9 %). In den Online-Redaktionen ist der "Frauenmachtanteil" bei stern.de (37,8) und Zeit Online (36,7 %) am höchsten, bei Welt.de dagegen ist gar keine Frau in einer Führungsposition (0,0 %).
pro-quote.de (Abschaffung), pro-quote.de (Zahlen)

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels wurden versehentlich alte Zahlen genannt. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Pro-Quote-Frauenanteil-2016