Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” widmet Michael Graeter ein Porträt zum 80. Geburtstag.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" widmet Klatschreporter Michael Graeter ein Porträt zu seinem heute 80. Geburtstag. Graeter habe sich selbst immer "als Großwildjäger in den Gefilden der besseren Kreise verstanden", schreibt Christian Mayer – und mit dieser Masche lange Erfolg gehabt. Bis heute lebe er für "die große Story" und sei "ein Getriebener".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Der Heimatkanal profitiert von Krisenzeiten.

Lese-Tipp: Der Heimatkanal, ein Bezahlsender für Wohlfühlfilme aus den 50ern und 60ern, profitiert von Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie, schreibt Hans Kratzer in der "Süddeutschen". Der "Heile-Welt-Fundus" liefert laut Chef Tim Werner eine "Gute-Laune-Garantie". Zusätzlicher Zulauf kommt durch die veränderte Heimat-Interpretation der Öffentlich-Rechtlichen, die immer seltener auf Das Schweigen im Walde setzen.
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” porträtiert Jana Pareigis.

Lese-Tipp: Jana Pareigis, neue Primetime-"heute"-Moderatorin beim ZDF und Nachfolgerin von Petra Gerster, weiß noch nicht, wie sie ihre Zuschauerinnen am ersten Sendetag begrüßen soll, schreibt Marlene Knobloch in der "Süddeutschen". Pareigis halte sich zudem bewusst aus "den sozialen Medien raus" und gehe das Thema Rassismus eher wissenschaftlich an. Meistens bekomme sie aber "sehr nette Post".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Debatte: Clubhouse könnte vom nächsten Lockdown profitieren.

Houseparty: "Die Häme über den liederlichen Zustand des Clubhouse-Universums" wäre "ethisch gut vertretbar", schreibt Andrian Kreye in der "Süddeutschen". Bei stichprobenartigen Nutzungen stolpert der Journalist jüngst nur noch über vereinzelte deutsche Gesprächsgruppen, während die englische Themenliste wie ein "ausgelesener Spamfilter" wirkt. Kreye könnte sich aber vorstellen, dass ein weiterer Lockdown Clubhouse zu neuen Höhenflügen verhilft: "Wenn nicht in dieser, dann eben in der nächsten Pandemie".
sueddeutsche.de (Paid)

Klick-Tipp: Die “Süddeutsche” veranschaulicht den Klimawandel.

Klick-Tipp: Die "Süddeutsche" zeigt auf interaktiven Karten die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland. Leserinnen können u.a. ihren Wohnort eingeben und erfahren, wie sich die Wetterbedingungen wie Niederschlag und Sonnenstunden in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Eine der Erkenntnisse der "Süddeutschen": Tage mit Extremregen von mindestens 100 Millimetern an einem Tag und jeweils mindestens einem Ort nehmen stark zu.
projekte.sueddeutsche.de

Debatte: Die Grünen setzen sich mit Strobl-Kritik in die Nesseln.

Sind sich nicht grün: Die Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Bündnis-Grünen gewinnt mit ihrer Kritik an ARD-Programmdirektorin Christine Strobl "den Jackpot für misogyne Politunterstellung", schreibt Michael Hanfeld in der "FAZ". Claudia Tieschky urteilt in der "Süddeutschen", die Grünen hätten vor allem eine "tolle Geschichte von der schwarzen Unterwanderung der ARD" gesucht. Die Landesarbeitsgemeinschaft hatte Strobl in einem Statement vorgeworfen, in ihrem Handeln "schwinge eine gewisse politische Agenda mit".
faz.net, sueddeutsche.de, turi2.de (Background Statement Grüne)

IVW: “Spiegel” gewinnt dank Digital-Abos, “Welt” und “Wams” verlieren deutlich.


Digital gewinnt: Im 2. Quartal fällt die Bilanz der IVW durchwachsen aus: Bei 60 der 100 reichweitenstärksten Titel steht ein Minus in der Statistik, mehr als ein Dutzend wächst prozentual zweistellig. In den Top 20 legen immerhin vier Magazine zu: Der "Spiegel", "TV pur", "TV für mich" und Funkes "Land Idee". Dem "Spiegel" retten die Digital-Abos inklusive E-Paper die Auflage, die mehr als ein Viertel der knapp 408.000 Abos ausmachen. Prozentual größter Gewinner bei den Zeitschriften ist die "Vogue", die es mit knapp 33 % Plus auf über 91.000 Verkäufe schafft.

Bei den Zeitungen gewinnen insbesondere "Zeit" (13 %), "FAZ" (7,2 %) und "FAS" (4,6 %). Springers "BamS" legt mit 1,3 % Plus leicht zu und verdankt ihr Wachstum ebenfalls den Digitalabos, die um 81 % gestiegen sind. "Welt" und "WamS" verlieren deutlich, "Bild" und "Süddeutsche" leicht.
dwdl.de, meedia.de (Zeitschriften), meedia.de (Zeitungen), dwdl.de (Harte Auflage)

Spionage-Software “Pegasus” späht offenbar Journalistinnen und Aktivistinnen aus.

Horch & Guck fürs Handy: Hunderte Journalistinnen, Aktivistinnen und Politikerinnen sind offenbar Opfer der Spionagesoftware "Pegasus", die von der israelischen NSO Group entwickelt und weltweit verkauft wird. Das legt eine internationale Recherche nahe, an der u.a. die "Süddeutsche", die "Zeit", NDR und WDR beteiligt sind. Gemeinsam mit der Organisation Forbidden Stories und Amnesty International haben die Reporterinnen einen Datensatz mit mehr als 50.000 Telefonnummern aus rund 50 Ländern ausgewertet. Tausende Nummern konnten konkreten Personen zugeordnet werden. Die Telefone der Betroffenen können mit dem Trojaner komplett ausgespäht werden – vom Anruf über E-Mails bis zum heimlichen Einschalten von Kamera und Mikrofon.

NSO verkauft das Programm nach eigenen Angaben nur an Regierungen und staatliche Einrichtungen. Vorgabe sei, die Software nur im Kampf gegen Terrorismus und schwere Kriminalität einzusetzen. Die aktuellen Recherchen legen aber nahe, dass sich gerade autoritäre Staaten an diese Regeln nicht halten und die Software auch bei politischen Gegnerinnen einsetzen.

Die NSO Group schaltet in ihrer Krisen-PR in den Rechtfertigungs-Modus: Ein US-Anwalt behauptet in Namen der Firma, dass die Telefone nicht zwangsläufig abgehört worden seien und dass es auch legitime Gründe für die Auflistung der Nummern geben könne. Die Firma schreibt sich zudem auf die Fahnen, dass ihre Software Terror-Angriffe verhindere und helfe, Drogen- und Menschenhändlern das Handwerk zu legen.
projekte.sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (12-Min-Audio zu den Recherchehintergründen), zeit.de, tagesschau.de (6-Min-Video)

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” über die ukrainische Filmlandschaft im neuen Gewand.

Lese-Tipp: Ein neues Gesetz in der Ukraine sieht vor, Filme und TV-Serien neu zu synchronisieren. Bisher wird in knapp 90 % der ukrainischen TV-Filmen und Serien aufgrund der Tradition Russisch gesprochen, Ukrainisch läuft als Untertitel. Die "Süddeutsche" trifft die Schauspielerin und Synchronsprecherin Katerina Braikovska, die vom Start der Synchronisierungs-Arbeiten vom Russischen ins Ukrainische seit Dezember 2020 erzählt. Alle Studios würden derzeit "24 Stunden pro Tag" arbeiten, sagt Braikovska.
sueddeutsche.de

Klick-Tipp: Die “Süddeutsche” spaziert virtuell über den Berliner Kurfürstendamm.

Klick-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" flaniert am Kurfürstendamm in Berlin – zwischen Traum und Tristesse. In der digitalen Reportage trifft Journalistin Verena Mayer u.a. YouTuberin Hatice Schmidt, für die die Prachtstraße ein Sehnsuchtsort ihrer Kindheit ist. Heute führt die Influencerin dort selbst teure Designer-Uhren spazieren. "Dieses Frauenbild kannte ich von zu Hause nicht", sagt sie. Anlass des Digital-Projekts ist das geplante Musical zur ZDF-Serie Ku'damm 56.
projekte.sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

DFB-Affäre: Unterlagen über Kurt Diekmann stammen laut Polizei nicht von gehacktem Computer.


Kein Gehacktes: Die strittigen Unterlagen in der DFB-Affäre um den Kom­mu­ni­ka­tions­berater Kurt Diekmann sind laut Polizei NRW nicht illegal auf dessen Computer ausgespäht worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Sowohl der DFB als auch Diekmann selbst hatten die u.a. von "Bild" veröffentlichten Dokumente darauf zurückgeführt. Die Ermittlerinnen und eine extern beauftragte Firma hätten hingegen laut "aktuellstem Stand der Technik keine Spuren für ein Hacking festgestellt".

Insbesondere DFB-Interimspräsident Rainer Koch hatte der "Süddeutschen Zeitung" und weiteren Medien vorgeworfen, im Besitz von "unrechtmäßig erlangtem Datenmaterial" zu sein. Auch der "Spiegel", der mit Diekmann selbst mehrere Jahre zusammenarbeitete, flankierte die Vorwürfe u.a. mit der Formulierung, "ein Hauch von Watergate" liege über dem DFB. Auslöser der Affäre um Diekmann war vor allem ein Machtkampf zwischen Ex-DFB-Präsident Fritz Keller und Ex-Generalsekretär Friedrich Curtius.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“Meedia”: “Süddeutsche Zeitung” bezahlt Digitalredakteurinnen bald nach Tarif.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Angleich: Die "Süddeutsche Zeitung" bezahlt ihre Digitalredakteurinnen künftig nicht mehr "tarifanalog", sondern nach Tarif, berichtet Meedia. Dazu werden die Mitarbeitenden aus der Tochter Süddeutsche Zeitung Digitale Medien zum Jahreswechsel in den Süddeutschen Verlag eingegliedert, der bereits tarifgemäß zahlt. Bis dahin sind allerdings noch letzte Details zu klären.
meedia.de

“Clap”: Semmelrogge versöhnt sich mit Beisenherz.

Schwamm drüber: Martin Semmelrogge und Micky Beisenherz treffen sich wohl doch nicht vor Gericht – sondern vorm Mikrofon. Offenbar ist Semmelrogge in Kürze zu Gast in einer neuen Podcast-Sendung des Gag-Autors, meldet "Clap". Semmelrogge hatte Medienberichten zufolge einen Anwalt eingeschaltet, nachdem Beisenherz in einer "Süddeutsche Zeitung"-Kolumne gemutmaßt hatte, er habe sich seine Corona-Infektion bei einem Treffen mit dem Schauspieler eingefangen.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Zitat: Florian Harms sieht manche Redaktionen “vom Dunst des Geldes vernebelt”.

"Selbst der schärfste Verstand scheint nicht dagegen gefeit zu sein, vom Dunst des Geldes vernebelt zu werden."

T-Online-Chef­redakteur Florian Harms wettert in seinem Morgen-Newsletter gegen "Süddeutsche", "FAZ" und "Zeit", die die Anzeige der Lobby-Organisation INSM gegen Annalena Baerbock veröffentlicht haben. Manchen Chef­redaktionen scheine "der Kompass abhanden­gekommen zu sein". T-Online und der "Spiegel" haben die Anzeige laut Harms abgelehnt.
t-online.de, turi2.de (Background)

Hessens Innenminister löst SEK Frankfurt auf.

Zu braun: Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) löst das SEK Frankfurt wegen möglicher rechtsextremer Gesinnungen in der Truppe auf. Ermittelt wird gegen 19 aktive und einen ehemaligen Polizisten. 17 Beamte sollen in einem Chat rechtsextreme Inhalte geteilt haben. Gegen drei Vorgesetzte ermittelt die Polizei, weil sie nicht eingeschritten sein sollen. Man werde das SEK grundlegenden umbauen und eine neue Führungskultur etablieren, sagt Beuth.
sueddeutsche.de, welt.de

Klick-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” widmet dem Wirecard-Whistleblower Pav Gill ein Digitalprojekt.

Klick-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" widmet dem Wirecard-Whistleblower Pav Gill ein aufwendiges Digitalprojekt, das die Geschichte des 37-Jährigen erzählt. Gill arbeitete ein Jahr als Jurist für die asiatische Niederlassung von Wirecard in Singapur und stolperte zügig über Ungereimtheiten. Bislang hatte er seine Identität geheim gehalten, auch, weil sein ehemaliger Chef bei Wirecard ihn eingeschüchtert hatte.
projekte.sueddeutsche.de

Video-Tipp: Trailer der “Süddeutschen”-Doku “Hinter den Schlagzeilen”.

Video-Tipp: Der Dokumentarfilmer Daniel Andreas Sager hat das Investigativ-Ressort der "Süddeutschen Zeitung" begleitet. In der Kino-Doku "Hinter den Schlagzeilen" begleitet er Bastian Obermayer und Frederik Obermaier bei der Arbeit und dokumentiert Recherchen u.a. zum Ibiza-Video und dem Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia. Der Trailer der "SZ" gibt einen kleinen Vorgeschmack.
vimeo.com (3-Min-Video)

Berliner Justiz sucht nach Maulwurf im Fall Attila Hildmann.

Attilas Abgang: Die Berliner Justiz sucht einen Maulwurf im Fall Attila Hildmann, recherchieren WDR und "Süddeutsche Zeitung". Der vegane Verschwörungstheoretiker wurde offenbar gewarnt, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt und setzte sich deshalb in die Türkei ab. Während die Justiz eine undichte Stelle in den eigenen Reihen vermutet, behauptet Hildmann, die Polizei habe sich bei seiner Mutter verplappert.
tagesschau.de

Lese-Tipp: Linda Zervakis sucht den Menschen im Politiker Armin Laschet, findet ihn aber nicht.

Lese-Tipp: Linda Zervakis sucht den Menschen im Politiker Armin Laschet – findet ihn aber nicht wirklich, urteilt Holger Gertz in seiner TV-Kritik zum Kanzlerkandidaten-Interview bei ProSieben. Auch Zervakis' Kollege Louis Klamroth kommt nur langsam auf Betriebstemperatur, beide Fragenden sind Gertz zu sehr mit "Auflockerung" beschäftigt. Fazit: Eine Sendung, "die den Polit-Talk auch nicht erneuert."
sueddeutsche.de

Martin Semmelrogge schaltet einen Anwalt gegen Micky Beisenherz ein.

Unlustig: Martin Semmelrogge schaltet einen Anwalt ein, nachdem Micky Beisenherz in einer "Süddeutsche Zeitung"-Kolumne gemutmaßt hatte, er habe sich seine Corona-Infektion bei einem Treffen mit dem Schauspieler eingefangen. Semmelrogge hält die Aussage für eine "Unverschämtheit" und gibt an, bereits geimpft zu sein. Er verlangt von Beisenherz, den "Corona-Rufmord" klarzustellen.
bild.de, turi2.de (Background)

Der “Tagesspiegel” will auch außerhalb der Hauptstadt relevant sein.

Tagesspiegel misst sich mit der "Süddeutschen Zeitung", der "Zeit" und habe auch die "FAZ" im Blick, sagt Chefredakteur Christian Tretbar im "Kress"-Interview. 80 % der "Tagesspiegel"-Reichweite sei inzwischen überregional und nicht nur auf Berlin und Brandenburg begrenzt. Tretbar sieht die Zeitung auch aufgrund des Standortvorteils "näher an der Politik".
kress.de (Paid)

Süddeutsche Zeitung: Telegram ist für viele der Einstieg in die Radikalisierung.

Süddeutsche Zeitung SZ 150 Radikale Recherche: Für etliche Menschen sind Corona-Gruppen auf Telegram die Einstiegsdroge zur Radikalisierung, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die "SZ"-Journalistinnen haben knapp 12 Mio Nachrichten aus 967 deutschsprachigen Gruppen und Kanälen auf problematische Begriffe untersucht, um die Gefahr der dortigen Kommunikation zu messen. Ein stetiger Anstieg extremistischer Nachrichten lasse sich dabei "eindeutig festhalten", jede zehnte Interaktion sei u.a. von rassistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten geprägt.
projekte.sueddeutsche.de

“Spiegel” wirft “SZ”, ZDF und “Bild” Parteilichkeit im DFB-Machtkampf vor.

DFB: Im Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller und seinem Generalsekretär Friedrich Curtius teilen "Süddeutsche Zeitung", ZDF und "Bild" "fulminant gegen die Keller-Gegner" aus, wirft der "Spiegel" den Medien vor. "SZ" und ZDF hätten "bis aufs Wort" identische Fragenkataloge an den früheren DFB-Berater Kurt Diekmann geschickt, die auf geleakten internen E-Mails fußten, aus denen zuerst die "Bild" zitiert hatte. Diekmann vermutet einen Hackerangriff und hat Strafanzeige gestellt.

In einem "Bild"-Bericht von Ende April wird Diekmann als dubioser Berater dargestellt – dabei soll das Springer-Blatt selbst mit ihm zusammengearbeitet und ihm "8000 Euro netto plus Spesen" für DFB-Interna bezahlt haben, schreibt der "Spiegel". Das Magazin resümiert: Hätte sich Keller nicht mit einem Nazi-Vergleich ins Abseits manövriert, "wäre der Kampf deshalb wohl für ihn entschieden gewesen".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Film-Tipp: “Hinter den Schlagzeilen” zeigt Investigativ-Arbeit der “Süddeutschen Zeitung”.

Film-Tipp: Die Doku Hinter den Schlagzeilen gibt Einblick in die Arbeit des Investigativ-Teams der "Süddeutschen Zeitung" um Bastian Obermayer und Frederik Obermaier. Der Film von Daniel Sager beleuchtet u.a. die Recherchen zur Ibiza-Affäre. Heute um 20 Uhr ist Online-Premiere beim Dokfest München @Home, bis zum 23. Mai kann der Film für 6 Euro gestreamt werden.
dokfest-muenchen.de, sueddeutsche.de (Interview Sager), vimeo.com (2-Min-Trailer)

Chefredakteurinnen von Gruner + Jahr schreiben Leserbrief an die “Süddeutsche Zeitung”.

Gruner + Jahr: Brigitte Huber und Florian Gless widersprechen per Leserbrief einem Beitrag von Caspar Busse in der "Süddeutschen Zeitung". Der Vorwurf: Sein Text Das Ende einer Ära sei eine "Ansammlung unüber­prüfbarer und damit unwider­legbarer Endzeit­stimmen". Im Namen aller Chef­redakteurinnen von G+J schreiben Huber und Gless: "Hätte die 'SZ' bei uns nachgefragt, hätten wir nicht nur widersprochen - wir hätten ein gänzlich anderes Bild vermittelt". Sie nähmen eine "spürbare Aufbruch­stimmung" im Verlag wahr.
zeitung.sueddeutsche.de (Paid), twitter.com/matthiasdan (Screenshot des Leserbriefs)

Johannes Hauner ist Geschäftsführer für Digitale Medien bei der “Süddeutschen Zeitung”.

Süddeutsche Zeitung: Johannes Hauner, 37, ist ab sofort Geschäftsführer für Digitale Medien bei der "Süddeutschen Zeitung". Er folgt auf Stefan Hilscher, der weiter Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags bleibt. Seit 2019 ist Hauner Mitglied der Geschäftsleitung, seit 2018 verantwortet der studierte Volkswirt den digitalen Produktbereich.
swmh.de

SZ-Chefredakteurin Judith Wittwer beklagt mangelnden Veränderungswillen.


Streitkultur gesucht: Judith Wittwer, seit vergangenen Sommer gemeinsam mit Wolfgang Krach Chefredakteurin bei der "Süddeutschen Zeitung", geht im Interview mit dem "Journalist" kritisch mit der Stimmung in ihrer Zeitung ins Gericht: "Der Streit um das beste Argument kommt aktuell zu kurz", antwortet sie auf die Zusammenlegung von Print und Online angesprochen. Wittwer sagt: "Wir Journalisten mögen es, wenn sich die Welt um uns herum bewegt. Wenn wir uns selbst verändern müssen, tun wir uns manchmal schwer damit". So falle es auch der "Süddeutschen Zeitung" schwer, Dinge neu zu denken, um digitaler zu werden. "So bald wie möglich" soll es keine unterschiedlichen GmbHs mehr für Print- und Online-Redakteurinnen geben. Ob das noch 2021 der Fall sein wird, will Wittwer nicht sagen.

Angesprochen auf den Abgang zahlreicher Frauen, kontert Wittwer mit drei erstmals von Frauen geführten Ressorts. Dennoch finde sie es besser, ohne Quote auszukommen: "Quoten sind nie die beste, allenfalls aber die zweitbeste Lösung." Gleichwohl findet sie, dass Frauen oft durch starre Rollenbilder in ihrer beruflichen Entwicklung eingeschränkt sind: "Es braucht nicht nur emanzipierte Frauen, sondern auch emanzipierte Männer. Gleichberechtigung ist nicht nur ein Frauenthema, sondern gehört schlichtweg zu einer liberalen Gesellschaft".
"Journalist" 04/2021, S. 19 (Paid), presseportal.de, turi2.de (Background)

Spotify startet 12 neue deutsche Originals und expandiert in 85 neue Märkte.


Audio-Offensive: Spotify expandiert und will in Kürze in 85 neuen Märkten starten. Der Audio-Streamingdienst unterzeichnet dafür u.a. mehrjährige Partnerschaften mit Warner Bros und DC. Bislang ist Spotify in 93 Ländern aktiv – durch die Expansion will das Unternehmen mehr als eine Mrd Menschen erreichen. Als weitere Neuerung kündigt Spotify eine Plattform zum Ausspielen von Werbung in Podcasts an.

Im deutschen Markt startet Spotify 12 neue Originals, u.a. drei Formate in Kooperation mit der "Süddeutschen Zeitung". "Terror am OEZ – Fünf Jahre nach dem Anschlag in München" beleuchtet etwa das rechtsradikale Attentat auf ein Münchner Einkaufszentrum 2016. Auch Cartoonist Ralph Ruthe bekommt mit dem Wissens-Podcast "Allgemein gebildet" ein Stück vom Audio-Kuchen ab. Für Musik-Liebhaber*innen rollt Spotify in ausgewählten Ländern außerdem eine bezahlte HiFi-Funktion aus, die CD-Qualität via Streaming ermöglichen soll.
newsroom.spotify.com, dwdl.de, manager-magazin.de, techcrunch.de

Hör-Tipp: “Süddeutsche Zeitung” hat sich Audio-Know-How bewusst ins Haus geholt.

Hör-Tipp: Vinzent-Vitus Leitgeb leitet seit Anfang 2018 das Audio-Team der "Süddeutschen Zeitung". Im Medien­podcast Unter Zwei von Levin Kubeth berichtet er u.a. von der Entscheidung, das Know-How der Audio-Produktion, die anfangs externe Hilfe hatte, komplett ins Haus zu holen. Bewusst verzichtet die "SZ" darauf, Werbung in Podcast von den Moderator*innen sprechen zu lassen. Aus der Zeitungs- und Online-Redaktion kommen inzwischen Initiativ-Vorschläge für neue Formate und Serien, nur ein Redakteur weigert sich beständig, in den Podcast zu kommen.
anchor.fm (100-Min-Audio)

Ex-“Disco”-Moderator Ilja Richter fühlt sich vom ZDF “verletzt und enttäuscht”.

Alte Liebe rostet doch: Ex-Disco-Moderator Ilja Richter fühlt sich von seinem früheren Stammsender ZDF "verletzt und enttäuscht", berichtet er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". 1998 habe ihn die Anstalt unter einem Vorwand zu einem Dreh für Die versteckte Kamera eingeladen, bei dem Richter - als Scherz - der sexuellen Belästigung beschuldigt wurde. Das Material wurde zwar nicht ausgestrahlt und es kam noch vor Ort zu einer Entschuldigung – dennoch bleibt Richter die Situation als "direkte Erfahrung von körperlicher und seelischer Gewalt" in Erinnerung. Die entsprechende Aufnahme sei vom ZDF vernichtet worden. Eine Entschädigung habe es nicht gegeben, weil sie nie im TV gelaufen sei.

Zudem kritisiert der 68-Jährige, der Sender habe sein Erbe "ausgeschlachtet" – ebenfalls ohne Entlohnung für mehr als 3.500 gesendete Disco-Wiederholungen. Eine entsprechende Klage Richters wurde im Sommer 2020 gerichtlich abgewiesen, da die Justiz von einer außergerichtlichen Einigung ausgegangen sei. Das Angebot des ZDF sei aber "alles andere als angemessen gewesen".
sueddeutsche.de (Paid)

Die “Süddeutsche” recherchiert in der Steueroase Luxemburg.

Open Lux: Die "Süddeutsche" präsentiert mit "LeMonde", "Miami Herald" und weiteren Partnern neue Recherchen zur Steuervermeidung in Luxemburg. Dabei arbeitet sie auch prominente Beispiele von Stefan Quandt über Didi Hallervorden bis zu Angelina Jolie und Brad Pitt auf. Allein Deutschland entgehen laut einer Studie jährlich 5 Mrd Euro durch die Steuergesetze Luxemburgs. Die "Süddeutsche" resümmiert: "Für das Geld der Reichen aus aller Herren Länder ist Luxemburg anscheinend so etwas wie die Playa de Palma für Pauschalreisende."
sueddeutsche.de (Paid)

185 Schauspieler*innen outen sich im “SZ Magazin”.

Coming out: 185 Schauspieler*innen outen sich im "Süddeutsche Zeitung Magazin" als lesbisch, schwul, bisexuell, queer, nicht-binär und trans* - darunter Eva Meckbach (Foto), Jonathan Berlin, Tucké Royale, ­Karin Hanczewski, Godehard ­Giese und Mehmet Ateșc̦i, mit denen das "SZ Magazin" detailliert über ihre Erfahrungen spricht. Die Künstler fordern in einem #actout-Manifest mehr Sichtbarkeit von Diversität in Gesellschaft und Berufsleben.
sz-magazin.sueddeutsche.de (Paid)

Süddeutsche Zeitung entgeht Mio-Klage.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Solar Millenium vs SZ: Eine Schadensersatzforderung an die "Süddeutsche Zeitung" in Höhe von 78,4 Mio Euro wird vom OLG Nürnberg in zweiter Instanz zurückgewiesen. Geklagt hatte ein Mitgründer der insolventen Firma Solar Millenium: Durch einen 2013 erschienenen Text sei ein wichtiger Deal des Unternehmens geplatzt. Das OLG entschied, die Autor*innen hätten sich an die Regeln der Verdachtsberichterstattung gehalten.
horizont.net

Zitat: “Süddeutsche”-Geschäftsführer Stefan Hilscher will sich nicht in die Redaktion einmischen.

"Eine 'SZ' lebt aus sich heraus und sie muss sich auch aus sich heraus erneuern."

Stefan Hilscher, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, sagt im Meedia-Interview, dass es richtig ist, dass die Geschäftsführung die Chefredaktion nicht abberufen kann, auch wenn Veränderung so manchmal länger braucht.
meedia.de (Paid)

Werbevermarkter von “SZ” und “FAZ” zwingt Mitarbeiter*innen zu neuen Bewerbungen.

Republic, gemeinsamer Print-Werbevermarkter von "Süddeutscher Zeitung" und "FAZ", zwingt langjährige Mitarbeiter*innen zu erneuten Bewerbungen, schreibt Gregory Lipinski. Besonders das Personal der "FAZ" sei betroffen. Von jeweils 50 beschäftigten Angestellten sollen zudem nur je 30 eine neue Stelle bekommen. Die übrigen 20 Stellen - Republic plant mit insgesamt 80 - sollen zunächst über externe Dienstleistungen besetzt werden. Auch Neueinstellungen sind im Gespräch.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Medieninsider: Janina Reimann wechselt von der “Süddeutschen” zum “Handelsblatt”.

Nachfolge gefunden: Janina Reimann verlässt die "Süddeutsche" in Richtung "Handelsblatt", berichtet Medieninsider. Sie ersetzt dort den ehemaligen Head of Digital Products Martin Dowideit, den es zum "Kölner Stadt-Anzeiger" gezogen hat. Reimann ist bisher Head of Paid Content bei der "SZ". Der genaue Zeitpunkt ihres Wechsels ist laut Medieninsider noch unklar.
medieninsider.com, turi2.de (Backgroound)

“FAZ” und “Süddeutsche Zeitung” gründen den gemeinsamen Print-Werbevermarkter Republic.

Anzeigen-Allianz: Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Süddeutsche Zeitung" gründen den gemeinsamen Print-Werbevermarkter Republic. Das Joint Venture soll die überregionale Werbung von "FAZ" und "SZ" vermarkten. Die regionalen, lokalen und die digitalen Anzeigen werden ausgespart und bleiben bei ihren bisherigen Vermarktern. "FAZ" und "SZ" halten je 50 % an dem neuen Unternehmen, das am 1. April 2021 startet. Chefs werden Jürgen Maukner und Ingo Müller, die sich bei den Zeitungen bereits vorher ums Anzeigengeschäft gekümmert haben.

Republic bekommt Standorte in Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Beim Personal wird allerdings gekleckert statt geklotzt: Bisher kümmerten sich über 100 Angestellte um die Anzeigenvermarktung bei "FAZ" und "SZ" - Republic plant mit 80 Mitarbeiter*innen.
wuv.de, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Klick-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” macht den T-Shirt-Jahresrückblick.

Süddeutsche Zeitung SZ 1502020, kurzärmelig: Die "Süddeutsche Zeitung" blickt in 53 T-Shirts wochenweise auf das Jahr zurück. Zu den Motiven gehören u.a. Koalas, George Floyd und Ruth Bader Ginsburg. Anlass der Aktion ist eine Verlosung: Wer einen beliebigen Betrag an den "Adventskalender für gute Werke" der "Süddeutschen" spendet, kann daran teilnehmen und eine stoffgewordene Woche aus 2020 gewinnen. Die Erlöse gehen an Bedürftige.
projekte.sueddeutsche.de

Anne Fromm berichtet von schlechter Stimmung in der Redaktion der “SZ”.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung kämpft mit schlechter Stimmung, schreibt Anne Fromm. In der Redaktion sei Frust aufgekommen, weil der Verlag zunächst trotz mehr Aufgaben Kurzarbeit veranschlagt hat und dann ein Sparprogramm mit Stellenabbau beschlossen hat. Die Print-Journalist*innen werden weiter stark bevorzugt, so Fromm. Auch Frauen sähen sich im Nachteil. Wenn eine Führungsposition mit einer Frau besetzt wird, kommt sie meist von außen.
taz.de

Jetzt.de-Redaktionsleiterin Charlotte Haunhorst verlässt die “SZ”.

Süddeutsche Zeitung und Charlotte Haunhorst gehen im Februar getrennte Wege, berichtet Meedia. Haunhorst leitet seit April 2019 das Jugendportal jetzt.de. Seit 2013 arbeitet sie bereits im Team. Über ihre künftigen Pläne und eine Nachfolge ist noch nichts bekannt. Zunächst soll die bisherige Stellvertreterin Lara Thiede die Redaktion kommissarisch leiten.
meedia.de

Internationale Medien führen Recherchen ermordeter, mexikanischer Journalistin fort.

Cartel Project: NDR, WDR, die "Süddeutsche Zeitung und die "Zeit" erzählen gemeinsam mit der Organisation Forbidden Stories die Geschichte der ermordeten, mexikanischen Journalistin Regina Martínez und führen ihre Recherchen fort. Martínez hatte im Umfeld mexikanischer Drogenkartelle recherchiert und wurde 2012 umgebracht. An den Recherchen sind 25 Medien aus 18 Ländern beteiligt.
tagesschau.de, zeit.de, sueddeutsche.de (Paid), forbiddenstories.org

“Süddeutsche Zeitung” macht Ex-Chef Kurt Kister zum Leitenden Redakteur.

Süddeutsche Zeitung macht Ex-Chefredakteur Kurt Kister zum Leitenden Redakteur. Vor einem halben Jahr war der 62-Jährige "auf eigenen Wunsch" aus der Chefredaktion ausgeschieden und wurde von Judith Wittwer ersetzt. Außerdem befördert die "SZ" Ulrike Heidenreich, 55, in die Doppelspitze ihrer Redaktion München, Region und Bayern. Gemeinsam mit Rene Hofmann wird sie das größte Ressort der Zeitung leiten. Zuvor war sie Leitende Redakteurin für die Koordination der Wochenendausgaben.
turi2 - eigene infos, turi2.de (Background)

Johanna Bruckner wechselt von der “Süddeutschen” zur dpa.

dpa holt Johanna Bruckner, 36, als Teamleiterin News der Tochter dpa-infocom. Bruckner kommt von der "Süddeutschen Zeitung", wo sie derzeit als US-Korrespondentin in New York arbeitet. Auf dem neu geschaffenen dpa-Posten verantwortet sie ab Januar die multimedialen "Ready-to-publish"-Angebote der Agentur, also Beiträge, die direkt auf die Webseiten der Kunden einfießen.
presseportal.de