FinCEN-Files: Deutsche Bank und Co versagen im Kampf gegen Geldwäsche.


Geld-Erklärungsnot: Mafiagruppen und andere Verbrecher*innen sollen über Großbanken wie die Deutsche Bank weltweit Geld gewaschen haben, zitieren der NDR, der WDR und die "Süddeutsche Zeitung" aus geleakten Unterlagen des US-Finanzministeriums. Die Banken seien "nachlässig", die Behörden "überfordert". Über die Deutsche Bank und weitere sollen eine russische Mafiagruppe und ein Helfer von Terrorgruppen Mio gewaschen haben – in großem Umfang, lange und durch das Versagen der Sicherheitssysteme. Christian Sewing, Vorstandschef der Deutschen Bank, sei mitverantwortlich, dass die Verbrecher*innen die Bank so lange nutzen konnten. Er und seine Abteilung untersuchten die Vorgänge 2014 und gaben grünes Licht. Die Deutsche Bank bestreitet, dass Sewing direkt oder indirekt an der Prüfung beteiligt war.

Die Unterlagen wurden Buzzfeed News zugespielt, die Redaktion hat sie mit dem International Consortium of Investigative Journalists geteilt. In Deutschland haben die "Süddeutsche Zeitung", NDR, WDR und der deutsche BuzzFeed-Ableger die Daten ausgewertet und veröffentlichen die Ergebnisse als FinCEN-Files. Grundlage der Recherche sind über 2.100 Berichte aus den Jahren 2000 bis 2017: Banken haben der US-Kontrollbehörde Financial Crimes Enforcement Network darin verdächtige Transaktionen von insgesamt mehr als zwei Bio Dollar gemeldet. Verdächtige Überweisungen müssen laut US-Recht eigentlich binnen 30 tagen gemeldet werden – die Großbanken brauchen aber teilweise Jahre. Das Geld, das gewaschen werden soll, stammt zum Beispiel aus Waffen- und Drogenhandel.
sueddeutsche.de, tagesschau.de (Zusammenfassung), buzzfeed.com, projekte.sueddeutsche.de (FinCEN-Files), icij.org (Rechercheergbenisse bei ICIJ)

Die “Süddeutsche Zeitung” will 50 Redaktionsstellen streichen.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung: Bis zu 50 Redakteur*innen - etwa ein Zehntel der Redaktion - müssen gehen, berichtet Anne Fromm unter Berufung auf eine Redaktionsversammlung. Bis Mitte Dezember können sich Mitarbeiter*innen freiwillig melden und gegen eine Abfindung ausscheiden. Dies gelte jedoch nur für Angestellte, die bereits mindestens drei Jahre bei der "SZ" sind. Maximal erhalten sie 134.000 Euro, plus weitere 30.000 Euro, wenn sie schon in den nächsten sechs Wochen gehen.
taz.de

Zitat: “SZ”-Geschäftsführer Stefan Hilscher schielt nicht nur auf Reichweite.

"Sie werden auf der Website täglich Geschichten finden, die interessant, aber keine Reichweiten-Könige sind. Und das muss so sein. Wenn man zu sehr nur auf Reichweite zielt, geht auf längere Sicht das Gespür für Qualität verloren."

Stefan Hilscher, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, sagt im "Horizont"-Interview, dass es auf die richtige Themen-Mischung ankommt, über die nicht er, sondern die Redaktion entscheidet.
"Horizont" 37/2020, S. 12 (Paid)

“Süddeutsche” schafft 150.000 Digitalabos – auch dank Einsteigerpreisen.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung meldet 150.000 Digital-Abos. Damit hat das Blatt sein Jahresziel für 2020 bereits im August erreicht, teilt der Verlag mit. Im Herbst 2019 hatte die "Süddeutsche" die Abo-Struktur überarbeitet und um ein günstigeres Einsteiger-Abo für 9,99 Euro im ersten Jahr erweitert. Probe-Abos sind in der Zahl nicht enthalten - sie liegen laut "SZ" im konstant fünfstelligen Bereich.
horizont.net, swmh.de, turi2.de (Background)

Zitat: Journalist und Schriftsteller Birk Meinhardt über die Kunst des Redigierens.

"Natürlich, jeder, der ein bisschen Wert auf seine Texte legt, ist eigen. Aber eine Zumutung wird es, wenn Redigieren in Zensieren umschlägt."

Journalist und Schriftsteller Birk Meinhardt spricht im "Zeit"-Interview über seine Arbeit bei der "Süddeutschen Zeitung", die aus seiner Sicht nicht immer glücklich verlief - nicht nur aufgrund des Redigiert-Werdens.
zeit.de (Paid)

Die “Süddeutsche Zeitung” produziert mit Constantin künftig TV- und Kino-Filme.


Filmreif: Die "Süddeutsche Zeitung" kooperiert künftig mit Constantin Film. Autoren der Zeitung beraten die Produzenten und Drehbuchautoren des Filmproduzenten exklusiv bei Filmprojekten. Als erstes gemeinsames Projekt kündigen die neuen Partner eine dreiteilige Dokumentation über die Loveparade an. Als Co-Autor arbeitet daran "Süddeutsche"-Redakteur Bernd Dörries mit, der 2010 bei der Katastrophe in Duisburg vor Ort berichtet hat. Als weiteres Projekt geplant ist eine TV-Film-Reihe mit dem Titel "German Crime", die Kriminalfälle der vergangenen 30 Jahre erzählt und Hintergründe aus "SZ"-Recherchen" einfließen lässt.

"SZ"-Geschäftsführer Stefan Hilscher sagt: "Die 'Süddeutsche Zeitung' hat spannende Stoffe, deren Übersetzung in TV und vielleicht sogar Kinofilme lohnt." Oliver Berben von Constantin meint: "Das wahre Leben schreibt vielfach die besten Geschichten. Daraus fakten-basierte, zeitgemäß und hochwertig produzierte Formate zu erschaffen, die die Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch informieren, darauf freuen wir uns sehr."
new-business.de

Lese-Tipp: Eine Chronik der letzten 75 Jahre “Süddeutsche Zeitung”.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Lese-Tipp: Zum 75. Geburtstag der "Süddeutschen" gießen Joachim Käppner und Christian Mayer siebeneinhalb Jahrzehnte Zeitung in eine Chronik und beschreiben, wie und wann sich Interna und Auftreten verändert haben. Die ersten Ausgaben entstehen mit Druckplatten, für die der Bleisatz von Hitlers "Mein Kampf" eingeschmolzen wurde. Bei der "Süddeutschen", die damals "als Verteidigerin der jungen westdeutschen Demokratie" auftritt, arbeiten anfangs Antifaschisten neben ehemaligen Nazis.
sueddeutsche.de

Kartellamt genehmigt Anzeigen-Joint-Venture von “FAZ” und “SZ”.

Frankfurter Allgemeine Zeitung und "Süddeutsche Zeitung" bekommen den Segen des Bundeskartellamts für die Gründung ihres Joint Ventures in Sachen Anzeigenvermarktung. Grund für den positiven Bescheid ist u.a., dass beide Häuser auch in Zukunft "keine überragende Marktstellung erlangen werden und es bei den Rubrikenanzeigen – wie Stellen- und Immobilienanzeigen – starken Wettbewerbsdruck durch entsprechende Onlineangebote gibt". Mit der Vermarktung starten dürfen "FAZ" und "SZ" aber noch nicht - hier dauert die kartellrechtliche Prüfung noch an.
horizont.net

BBDO Germany macht Daniela Strasser zur Kommunikations-Chefin.

BBDO Germany macht Daniela Strasser, 38, zum 1. September zur Kommunikations-Chefin. In ihrer neuen Postition verantwortet sie die interne und externe Kommunikation der Gruppe sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Strasser kommt vom Süddeutschen Verlag, wo sie zehn Jahre lang Redakteurin bei "Werben & Verkaufen" war und zudem für das Wirtschaftsressort der "Süddeutschen Zeitung" arbeitete.
pr-journal.de

Körperverletzung im Amt: “Süddeutsche”-Journalist verliert Prozess gegen die Polizei.


Vor Gericht und auf hoher See: Das Kölner Amtsgericht spricht einen Polizisten vom Vorwurf frei, den Journalisten Javier Cáceres verletzt zu haben. Cáceres, Sportredakteur im Hauptstadt-Büro der "Süddeutschen Zeitung", hatte nach einer polizeilichen Maßnahme einen dreifachen Trümmerbruch des Sprunggelenks und war wochenlang arbeitsunfähig, schreibt die "Süddeutsche". Der Einzelrichter nennt den Polizei-Einsatz "sachgemäß und rechtmäßig" und nimmt den von einem Gutachter eher als theoretisch beschriebenen Fall an, dass sich Cáceres die Verletzung durch eine Gewichtsverlagerung selbst zugefügt haben könnte. Der Vorfall spielte sich an einem Samstagabend im von feiernden Menschen bevölkerten Bereich der Kölner Ringe ab, nicht im beruflichen Umfeld. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.

Im Verfahren hatte Cáceres zugegeben, sich "renitent" verhalten zu haben und Platzverweisen der Polizei nicht gefolgt zu sein. Der an dem Abend angetrunkene Journalist habe verhindern wollen, dass die Polizei ein Taxi an der Weiterfahrt hindert – er war zuvor aus dem Auto ausgestiegen, eine Bekannte von ihm wollte damit weiterfahren. Die eingesetzten Beamt*innen hatten vor Gericht zugeben, sich bei ihren Aussagen abgesprochen zu haben. Einen "Corpsgeist der Polizisten" oder gar Vorsatz bei dem Angeklagten hat der Richter nicht gesehen. Sein Urteil habe er bereits drei Minuten nach den Plädoyers verkündet. Cáceres hatte wegen vorsätzlicher Körperverletzung im Amt geklagt.
sueddeutsche.de

Mitarbeit: Markus Trantow

In einer früheren Meldung hat turi2 fälschlicherweise geschrieben, Javier Cáceres sei Leiter des Hauptstadtbüros. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

“Süddeutsche” formuliert Selbstverständnis als “Kompass für die digitale Transformation”.


Wertpapier: Die "Süddeutsche Zeitung" formuliert eine Zehn-Punkte-Liste zum eigenen Selbstverständnis und als "Kompass in der digitalen Transformation". Zur Begründung heißt es: "In einer Zeit des stetigen technischen und damit verbundenen journalistischen Umbruchs stellt sich die Frage nach dem Selbstverständnis der Redaktion der 'Süddeutschen Zeitung', nach ihren Aufgaben und den vielfältigen Wegen der internen Zusammenarbeit immer wieder neu." Erarbeitet haben die Liste die aktuellen und ehemaligen Mitglieder des "SZ"-Redaktionsausschusses. Das Wertepapier soll die künftige Marschrichtung der "SZ" vorgeben, um so ihren Platz im Qualitätsjournalismus zu sichern.

Die Punkte eins und sechs zielen offensichtlich auf die Versöhnung von Print- und Online-Redakteuren ab, indem sie die Mitarbeiter*innen erinnern, eine Redaktion mit hoher Textqualität zu sein - unabhängig von verschiedenen Veröffentlichungskanälen. Die Punkte sieben und acht mahnen dazu, neue Technologien, Kanäle und Daten auszuprobieren und zu nutzen - ohne sich "zu deren Sklaven zu machen". Auch die "tiefe regionale Verankerung" der Zeitung wird in Punkt vier betont - der Lokaljournalismus genieße den selben Rang wie etwa Investigativ-Projekte oder das Feuilleton. Punkt zehn verpflichtet die Redakteure zur intensiven Kommunikation mit den Lesern. Weitere Punkte sind weniger konkret: Etwa wenn sich die "Süddeutsche" als "möglichst heiterer Freund und Begleiter" sieht oder "ein Leuchtturm in einer unruhigen und unübersichtlichen Welt" sein will.
projekte.sueddeutsche.de

Renner: Die “Süddeutsche Zeitung” legt Ressorts zusammen und sortiert deren Leitung neu.


Frauen und Onliner zuletzt: Die Redaktion der "Süddeutschen Zeitung" spielt Reise nach Jerusalem - und die Gewinner sind Print-Männer, jedenfalls nach Ansicht von Kai-Hinrich Renner, der in der "Berliner Zeitung" schreibt, die Onliner kämen bei der Neuvergabe der Topjobs "schlecht weg". Für die Frauen ändere "sich nur wenig zum Positiven". Das Online-Ressort für Politik und die Print-Ressorts Innen- und Außenpolitik fasst die Zeitung unter der Führung des bisherigen Außenpolitik-Chefs Stefan Kornelius zusammen. Die Medienseite verliert ihre Eigenständigkeit und wird Teil des Feuilletons, künftig geführt von der bisherigen Medien-Chefin Laura Hertreiter und dem bisherigen Seite-3-Chef Alexander Gorkow.

Für ihn rückt die bisherige Ressort-Vize Karin Steinberger auf. Marlene Weiß wird neue Leiterin des Wissensressorts. Nachrichtenchef wird Nicolas Richter, bisher Chef für Investigatives. Hier folgt ihm Jörg Schmitt. Patrick Illinger wechselt vom Wissensressort zur Samstagsausgabe, die er koordinieren soll. Laut Renner trägt die neue Aufstellung vor allem die Handschrift von Chefredakteur Wolfgang Krach. Die künftige Co-Chefredakteurin Judith Wittwer kenne die Redaktion bislang kaum.
berliner-zeitung.de

“FAZ” und “Süddeutsche” wollen bei der Vermarktung im Print zusammengehen.

"FAZ" und "Süddeutsche" planen, ihre Anzeigen-Vermarktungssparten im Print zusammenzulegen, meldet Gregory Lipinski. Die Verlage hätten das "bereits in der Vergangenheit gemeinsam wiederholt diskutiert und die Gespräche erneut aufgenommen", zitiert Lipinski eine "FAZ"-Sprecherin. Gespräche mit dem Kartellamt liefen schon.
meedia.de

“Süddeutsche Zeitung” vergibt Kommunikationsetat an David + Martin.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung vergibt ihren Kommunikationsetat an die Münchner Agentur David + Martin. Die Kreativen sollen bis zum Sommer eine Kampagne entwickeln, die Außen- und Printwerbung sowie digitale Maßnahmen umfasst. David + Martin arbeitet bisher bereits für Marken wie MAN, Red Bull und Jägermeister.
horizont.net

Lese-Tipp: Ex-Artenschmuggler sieht Behörden als die unfreiwillig besten Helfer.

Lese-Tipp: Der illegale Verkauf von Wildtieren aus Südamerika nach Europa und in die USA ist ein Milliardengeschäft mit Gewinn-Margen oft höher als im Drogenhandel. Denise Hruby erzählt im "SZ-Magazin" die Geschichte des ehemaligen Arten­schmugglers Johann Zillinger, der nach 30 Jahren im Geschäft bei Interpol ausgepackt hat. Die effektivsten Helfer der Schmuggler seien unfreiwillig oft die Artenschutz-Behörden selbst, sagt er.
"SZ-Magazin" 22/2020, S. 10 - 19 (Paid)

Zitat: Frederik Obermaier rät nicht zu Verabredungen nach großen Veröffentlichungen.

"Ich würde für den Abend der Veröffentlichung kein Treffen mit Familie und Freunden mehr vereinbaren. Denn das hatte ich leider gemacht – und kam gehörig zu spät."

Frederik Obermaier, Leitender Investigativ-Redakteur bei der "Süddeutschen Zeitung", sagt einem Jahr nach dem Ibiza-Gate dem "Standard", dass die Beteiligten noch immer Drohungen erhalten.
derstandard.at

Auch die Redaktion der “Süddeutschen Zeitung” muss in die Kurzarbeit.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung: Die Redaktion muss in die Kurzarbeit. Alle Redakteure sollen bis zu 15 % weniger arbeiten, die Arbeit innerhalb der Redaktion wird so umverteilt, dass gleiche Arbeitszeit unabhängig vom Ressort möglich ist. Derzeit fallen mangels Veranstaltungen vor allem Inhalte bei Sport, Kultur und Regionalem weg. Der Umfang der überregionalen Ausgabe habe sich um knapp ein Viertel reduziert.
rnd.de, turi2.de (Background)

Recherche-Verbund: Bei staatlichen Corona-Hilfen mangelt es an Kontrollen.

Corona-Hilfsgelder: Bei Förderanträgen kommt es vermehrt zu Missbrauchsversuchen, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Betrüger*innen hätten es leicht, weil Formulare in einigen Fällen weder Steuer- noch Personal­ausweis­nummer abfragten. In manchen Bundesländern laufen Ermittlungen. Nach NRW hat auch Sachsen seine Auszahlungen gestoppt.
sueddeutsche.de, tagesschau.de, spiegel.de (Sachsen), turi2.de (Background)

Nachrichtenseiten profitieren von Corona-News, Sport-Seiten verlieren.

Corona-News bescheren Nachrichtenseiten im März Rekordzugriffe: Sueddeutsche.de und FAZ.net verbuchen laut Agof knapp 80 % mehr Unique User als im Februar. Spiegel.de, Welt.de und Zeit Online legen um mehr als 50 % zu. Prozentualer Gewinner mit 275 % Plus ist die "Berliner Morgenpost", wohl vor allem wegen ihres Coronavirus-Monitors. In der Top 25 rutschen nur Kicker.de und Sport1.de ins Minus.
meedia.de

Renner: Virale Wahl zwingt “Süddeutsche Zeitung” ins Home Office.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung hat ihre komplette Redaktion ins Home Office geschickt, berichtet Kai-Hinrich Renner, zuletzt war noch ein Kern-Team im Verlagshaus. Anlass ist die Wahl von Judith Wittwer zur neuen Chefredakteurin vor gut zwei Wochen. Dabei ging eine Wahlurne herum, eine Teilnehmerin war schon damals mit dem Corona-Virus infiziert. Ob sie Kolleg*innen angesteckt hat, ist unklar.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

“Süddeutsche Zeitung” zeigt, welche lokalen Händler jetzt auch liefern.

Süddeutsche Zeitung will mit der Aktion München bringt's lokalen Unternehmen helfen, deren Geschäfte Corona-bedingt schließen müssen. Eine interaktive Karte listet Händler und Gastronomen, die einen Liefer- oder Abholservice eingerichtet haben und so trotz Ladenschließung z.B. Bücher, Blumen oder Mode anbieten.
sueddeutsche.de, #thinkpositive #actpositive

“Süddeutsche Zeitung” druckt jetzt eine tägliche Kinder-Seite.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung startet mit der heutigen Ausgabe eine tägliche Kinder-Seite mit dem Titel "Alles zu, Zeitung auf". Diese soll den Nachwuchs-Leser*innen während der Corona-Zwangsferien mit Witzen, Rätseln, Video-und Bastel-Tipps Ablenkung und Unterhaltung bieten. Platz dafür ist in der Zeitung nun deshalb, weil mangels Events auch die Veranstaltungstipps entfallen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 1 und 15 (Paid)

Kurt Kister verlässt die “Süddeutsche Zeitung” – Judith Wittwer wird neue Co-Chefredakteurin.


Friedensmaßnahme? Die "Süddeutsche Zeitung" und Chefredakteur Kurt Kister gehen getrennte Wege, meldet Kress.de. Kister gehe "auf eigenen Wunsch", wie der Verlag mitteilt. Er war seit 1983 bei der "SZ" in unterschiedlichen Rollen, seit zehn Jahren als Chefredakteur, gemeinsam mit Wolfgang Krach. Kister soll noch als Autor bleiben. Für ihn übernimmt Judith Wittwer, die vom Schweizer "Tages-Anzeiger" zur "Süddeutschen" wechselt. Bei dem Tamedia-Blatt wirkt Wittwer mit Unterbrechungen seit 2002, seit 2018 ist sie Chefredakteurin. Gemeinsam mit dem bisherigen Co-Chefredakteur Krach soll sie Online- und Print-Redaktion "integriert" führen. Die Zusammenarbeit von Print und Online war in den vergangenen Jahren die große Sollbruchstelle in der Redaktion. Zuletzt hatte Online-Chefin Julia Bönisch das Blatt im Streit verlassen.
kress.de, meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv (05/2018): SZ.de-Chefin Julia Bönisch verabschiedet sich vom Reichweitenrennen.

Julia Bönisch leitet die digitale Transformation bei Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest holt Julia Bönisch, 39, auf die neu geschaffene Stelle Bereichsleiterin Digitale Transformation und Publikationen. Sie wird Mitglied der Geschäftsleitung. Bönisch hat im Oktober 2019 nach länger andauernden Unstimmigkeiten die "Süddeutsche Zeitung" verlassen, wo sie zuletzt Chefredakteurin von Sueddeutsche.de war. Bei Stiftung Warentest soll sie u.a. das Profil von test.de stärken und neue digitale Angebote entwickeln.
new-business.de, turi2.de (Background)

Jetzt ersetzt die Jungs-Mädchen-Frage durch die Rubrik Querfragen.

Jetzt beerdigt nach 15 Jahren die Jungs-Mädchen-Frage, eines der meistgelesensten Formate des Onlinemagazins. Sie schließe zu viele Menschen aus, es reiche nicht mehr, "Menschen 'mitzumeinen'". Die Aufteilung in "Jungs" und "Mädchen" sei nicht mehr zeitgemäß. Die neue Rubrik "Querfragen" kommt jeden Freitag in Schriftform und zweiwöchentlich als Podcast.
jetzt.de

Ressortleiterin Andrea Rexer verlässt das “Handelsblatt” nach nur einem Jahr wieder.

Handelsblatt und Andrea Rexer, 38, Leiterin des Ressorts "Unternehmen & Märkte", gehen nach nur einem Jahr wieder getrennte Wege, berichtet Kress.de. Grund seien Unstimmigkeiten und unterschiedliche journalistische Auffassungen. Offiziell erfolgt die Trennung "in gegenseitigem Einvernehmen". Rexer kam Ende 2018 von der "Süddeutschen Zeitung" zum "Handelsblatt".
kress.de, turi2.de (Background)

Ferdos Forudastan leitet Civis Medienstiftung und WDR Europaforum.

WDR holt Ferdos Forudastan, 59, als Chefin der Civis Medienstiftung und Leiterin des WDR Europaforums. Die Stiftung will deutsche und europäische Medien für Migration, Integration und Vielfalt sensibilisieren. Forudastan folgt auf Michael Radix, der in den Ruhestand geht. Sie leitet bisher das Ressort Innenpolitik der "Süddeutschen Zeitung".
presseportal.de, turi2.de (Background)

Innenpolitik-Chefin Ferdos Forudastan verlässt die “Süddeutsche Zeitung”.

Süddeutsche Zeitung braucht ab Februar eine neue Ressortleitung für Innenpolitik, berichtet "kress". Ferdos Forudastan verlässt die Zeitung nach rund zwei Jahren und nimmt eine nicht genannte neue Tätigkeit in ihrer Heimatstadt Köln auf. Forudastan kam 2018 als Nachfolgerin von Heribert Prantl zur "SZ". Zuvor war sie Sprecherin von Joachim Gauck während dessen Zeit als Bundespräsident.
kress.de, turi2.de (Background)

Facebook drosselt die Seite von jetzt.de wegen vermeintlichem Clickbait.

Facebook-LogoFacebook schränkt die Reichweite der Facebook-Seite von jetzt.de ein, weil es dem Portal der "Süddeutschen Zeitung" Clickbait vorwirft, schreiben Simon Hurtz und Charlotte Haunhorst. Die Autoren kritisieren, dass die Entscheidung nicht nachvollziehbar sei und Facebook auch auf Nachfrage keine konkreten Antworten zum Fall gebe. Aus Hintergrundgesprächen hätten sie zudem erfahren, dass auch andere Medien bereits solche Erfahrungen mit Facebook gemacht hätten.
jetzt.de

“Süddeutsche Zeitung” startet digitales Einsteiger-Abo.

Süddeutsche Zeitung stellt Ihr Bezahl-Angebot neu auf und senkt die Preise: Das günstigste Digital-Abo kostet künftig 9,99 Euro pro Monat, ab dem zweiten Jahr 14,99 Euro, und enthält Zugriff auf alle Artikel auf SZ.de, SZ-Magazin.de und und in der "SZ"-News-App, nicht jedoch aufs E-Paper. Bisher gab es nur ein digitales Voll-Abo für 36,99 Euro. Dazwischen rangiert ein digitales Wochenend-Abo für 19,99 Euro, das am Freitag und Samstag auch Zugriff auf die Zeitungsinhalte bietet.
swmh.de, angebote.sueddeutsche.de (neue Preisstruktur)

Chefredakteurin Julia Bönisch verlässt die “Süddeutsche Zeitung”.


Bönisch geht von Bord: Süddeutsche Zeitung und SZ.de-Chefredakteurin Julia Bönisch, 39, gehen "in gegenseitigem Einvernehmen" getrennte Wege. Die Nachrichtenchefs Iris Mayer und Ulrich Schäfer übernehmen vorläufig die Redaktionsleitung von SZ.de. Bönisch kam 2007 zur "Süddeutschen Zeitung", seit 2017 war sie Chefredakteurin von SZ.de. Im Mai 2019 hat sie im "Journalist" einen Artikel veröffentlicht, in dem sie u.a. interne Konflikte thematisierte. Sie forderte außerdem, Medienunternehmen müssten sich von der "strikten Trennung in Redaktion und Verlag" verabschieden. Co-Chefredakteur Wolfgang Krach nannte den Text einen "Vertrauensbruch", in der Redaktion brodelte es nach der Veröffentlichung. Kai-Hinrich Renner schrieb bereits im September, Bönisch sei bereits seit Wochen nicht mehr in der Redaktion tätig.
sueddeutsche.de, wuv.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv (05/2018): SZ.de-Chefin Julia Bönisch verabschiedet sich vom Reichweitenrennen.

IVW 3/2019: “Welt” verliert 27,2 %, “Focus” 11,6 %, E-Paper-Verkäufe steigen.


Das Netz fängt auf: Im 3. Quartal verlieren die meisten Zeitungen und Zeitschriften laut IVW weiter Auflage. Minus-Spitzenreiter ist "Welt" mit 27,2 %. Beim "Focus" sorgt die stark zusammengestrichene Bordauflage für ein Auflagen-Minus von 11,6 %. "Bild" verliert 9,6 %. Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" verlangsamen den Sinkflug durch steigende E-Paper-Verkäufe. "Zeit" und "Handelsblatt" drehen die Auflage dadurch sogar um 2,0 % und 6,8 % ins Plus. Die "Landlust" bleibt stabil.
horizont.net, dwdl.de (Zeitungen), dwdl.de (Zeitschriften)

SWMH will 100 Mio Euro investieren und Jobs streichen.


Spendierhosen und Rotstift: Die Südwestdeutsche Medienholding kündigt ein Investitions- und Umbauprogramm für ihre Verlage an, zu denen u.a. die "Süddeutsche Zeitung", "Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten", Regionalzeitungs- und Fachverlage gehören. In den kommenden zwei Jahren sollen 100 Mio Euro in "digitale Angebote" und eine "wettbewerbsfähigere Aufstellung" des Geschäfts fließen. Gleichzeitig fallen Jobs dem Rotstift zum Opfer. So sind Abgänge in "jeweils zweistelliger Höhe" beim Süddeutschen Verlag, der Medienholding Süd und der SWMH selbst vorgesehen. Hans-Jürgen Jakobs schreibt im "Handelsblatt" von 150 Stellen. Im Digitalen sollen auch neue Jobs entstehen.

Online- und Print sollen künftig besser zusammenarbeiten, einzelne Redaktionseinheiten zusammengeführt werden. SWMH-Chef Christian Wegner gibt als Konzernziel den Verkauf von 500.000 Digitalabos bis 2022 aus. Heute zählt der Konzern 100.000 Digitalkunden, schreibt Jakobs. Ein Drittel des Umsatzes soll dann aus dem Digitalen kommen, heute sind es gerade einmal 7%. Mit dem Programm stemmt sich die Holding gegen wegbrechende Auflagen und Werbeumsätze. Bei Towhall-Meetings in München und Stuttgart hat Wegner die Pläne heute den Mitarbeitern verkündet.

Für die Krise in der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung" um Digital-Chefredakteurin Julia Bönisch will Wegner "noch im Oktober" eine Lösung präsentieren, schreibt Jakobs. Wegner werfe sich vor, zu spät als Schlichter eingeschritten zu sein. Am als amtsmüde geltenden Chefredakteur Kurt Kister wolle er festhalten. Zu Spekulationen über Kisters Nachfolge gebe es keinen Anlass.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com (Jakobs, Paid)

Renner: “Süddeutsche”-Digitalchefin Julia Bönisch ist auf dem Absprung.

Krach in der Kiste: Julia Bönisch, Digitalchefin von "Süddeutsche Zeitung", ist bereits seit acht Wochen nicht mehr in der Redaktion tätig, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ihre Aufgaben seien auf andere Mitarbeiter verteilt worden. Eine Auflösung des Vertragsverhältnisses scheine trotz eines Vermittlungsversuchs von SWMH-Geschäftsführer Christian Wegner "nahezu unvermeidlich".

Anlass des Zerwürfnisses solle ein bereits im Mai im Fachblatt "Journalist" veröffentlichter Artikel sein. Darin fordert Bönisch der Digitalisierung angepasste Arbeitsabläufe in Redaktionen und schreibt u.a. über leitende Redakteure, dass diese ihre Beförderung "wuchtigen Texten" zu verdanken hätten. Co-Chefredakteur Wolfgang Krach spricht von einem "Vertrauensbruch". Das Verhältnis zwischen Print- und Online-Redakteuren ist bei der "Süddeutschen Zeitung" weiter schlecht, schreibt Renner.
morgenpost.de (Paid), journalist-magazin.de (Bönisch-Artikel)

Aus dem Archiv von turi2.tv: SZ.de-Chefin Julia Bönisch verabschiedet sich vom Reichweitenrennen (Archiv 05/2018).

Ranking: Deutsche PR-Profis fürchten die Investigativredaktion von “Frontal 21” am meisten.

Investigativ-Recherche: Das ZDF-Politmagazin "Frontal 21" (33 %), der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" (32 %) sowie der "Spiegel" (29 %) sind die meist gefürchteten Investigativredaktionen unter deutschen PR-Profis. Für das Ranking haben News aktuell und Faktenkontor 510 Fach- und Führungskräfte der PR befragt. Schlusslichter des PR-Trendmonitors sind die "FAZ" mit 5 % und "Report München" mit 4 %.
presseportal.com

Digital-Geschäftsführer Johannes Vogel verlässt die “Süddeutsche”.

Süddeutsche Zeitung verliert Digital-Geschäftsführer Johannes Vogel. Er verlässt das Unternehmen nach 18 Jahren, weil er sich nach Jahren der Transformation nun selber verändern wolle. Neu in die Geschäftsführung kommt Jens Kessler, Technologie-Chef der "SZ"-Mutter SWMH. Er führt die Digitalgeschäfte nun mit Verlagschef Stefan Hilscher.
wuv.de

Zeichen & Wunder überarbeitet Markenauftritt der “Süddeutschen Zeitung”.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung engagiert die Münchner Designagentur Zeichen & Wunder. Sie soll die Marke schärfer im Medienmarkt positionieren. Die Agentur entwickelt eine Markenstrategie für die Tageszeitung und die digitalen Angebote, einen neuen Claim und das gesamte Corporate Design. Dazu kommt die Kommunikation zur Einführung des neuen Auftritts, u.a. eine Imagekampagne. Der Etat liegt im sechsstelligen Bereich.
horizont.net

Zitat: Jan Fleischhauer sagt, er wurde beim “Spiegel” nicht “rausgemobbt”.

"Bei der 'Süddeutschen' wäre das mit mir zwei Wochen gut gegangen. Dann wäre ich von der politischen Abteilung standrechtlich erschossen worden."

Ex-Kolumnist Jan Fleischhauer nennt den "Spiegel" im Interview mit "Kress Pro" ein "liberales Haus" und sagt zu seinem Abgang nach 30 Jahren, er sei nicht rausgemobbt worden.
"Kress Pro" 6/2019, S. 70-73 (Paid)

weitere Zitate:

- über den Grund für seinen Wechsel:

"Wenn man wie ich 57 Jahre alt ist, ahnt man, dass es so viele Angebote mutmaßlich auch nicht mehr geben wird."

- wie sich seine Kolumne beim "Focus" ändern wird:

"Die direkte Reibung zum 'Spiegel' fällt weg, klar. Aber die Reibung zum medialen Gesamtumfeld wird bleiben. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dort von lauter konservativen und rechten Journalisten umgeben bin."

agma: Überregionale Zeitungen können gegen den Auflagentrend Leser hinzugewinnen.

Überregionale Tageszeitungen gewinnen zum Teil trotz sinkender Auflage an Reichweite, so ein Ergebnis der aktuellen Analyse der Arbeitsgemeinschaft Media. Die "Bild" belibt trotz Verlusten von 8,4 % mit einer Reichweite von 8,63 Mio an der Spitze. Die "Süddeutsche Zeitung" (1,28 Mio, +2,4 %), die "FAZ" (0,83 Mio, +9,2 %) und die "Welt" (0,70 Mio, +6,1 %) gewinnen hinzu. Noch deutlicher gewinnen die Sonntagstitel "Welt am Sonntag" (0,99 Mio, +13,8 %) und "FAS" (0,83 Mio + 20,3 %), die "Zeit" verliert mit 1,77 Mio und -2,7 % leicht. Bei den regionalen Titel gibt es starke Schwankungen. Großer Gewinner laut agma ist hier die "Berliner Morgenpost" mit 0,31 Mio und einem Plus von 29,2 % und der "Donaukurier", der ein Plus von 25 % bei 0,2 Mio Reichweite erzielt. Insgesamt erreichen Tageszeitungen laut der Analyse eine Reichweite von 53,9 % der Bevölkerung-
meedia.de

ProQuote: “stern” strahlt mit knapp 53 % Frauenanteil in Führungs-Jobs.

stern erreicht als erstes Leitmedium einen Frauenanteil von mehr als 50 % in Führungspositionen der Print-Redaktion, zählt ProQuote. Die Zeitschrift besetzt alle Leitungsjobs mit gemischten Doppelspitzen und erreicht so 52,5 %. Der "Spiegel" meldet einen Frauenanteil von knapp 39 %, die "Süddeutsche" 32,6 %. Schlusslicht ist "Focus" mit nur 11,8 % Frauen.
meedia.de

IVW-Zahlen: Auflagen der Springer-Zeitungen schrumpfen massiv.

Zeitungen verlieren weiter an Auflage – und Springer ist der große Verlierer im 2. IVW-Quartal. "Bild" gehen 144.000 Käufer von der Fahne, im Vergleich zum Vorjahr -9,9 %. "Bild am Sonntag" verliert 9,8 %, "Welt" sogar 14,2 % bei Abo und Einzelverkauf. "Süddeutsche", "taz" und "Zeit" halten sich stabil, was zumeist am Digitalabo-Wachstum liegt.
meedia.de