Debatte: Prechts und Welzers Medienkritik ist “weder neu noch arg falsch”, sagt Cornelius Pollmer.

Nichts Neues: Für die "Süd­deutsche Zeitung" hat Cornelius Pollmer das neue Medien­kritik-Buch "Die vierte Gewalt" von Richard David Precht und Harald Welzer vorab gelesen und findet: "Es nervt weniger, als man vorher erwartet hätte." Die Analysen "sind weder neu, noch arg falsch". Die Autoren lieferten leider keine Empfehlungen, um den Journalismus besser zu machen – und "könnten es vermutlich auch nicht".
sueddeutsche.de (€)

“Süddeutsche” startet Podcast-Reihe über Kunstdiebstähle.

True Art Crime: Die "Süddeutsche" erzählt in der neuen Podcast-Reihe "Die Kunst zu stehlen" von Kunst­diebstählen. In den insgesamt fünf Folgen geht es u.a. um den Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden und den Raub einer riesigen Gold­münze aus dem Bode-Museum in Berlin. Die erste Folge ist gratis, alle weiteren sind Teil des SZ-Abos.
sueddeutsche.de

Debatte: Die Reformvorschläge für die Öffentlich-Rechtlichen im Realitäts-Check.

Alles nicht so einfach: In der "Süddeutschen Zeitung" unterzieht Medienwissenschaftler Wolfgang Schulz die propagierten Reformvorschläge für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einem Realitäts-Check. Die Deckelung von Intendantinnen-Gehältern sei bei laufenden Verträgen nicht möglich, auch die Höhe des Rundfunkbeitrags lasse sich nicht so leicht einfrieren. Die Zusammenlegung mehrerer Sender würde Gesetzesänderungen in mehreren Bundesländern erfordern. Sogar ARD-einheitliche Compliance-Regeln seien kein Garant für einen schnellen "Kulturwandel".
sueddeutsche.de (€)

Russische Propaganda: Auch von der “Süddeutschen” gibt es Fake-Websites.

Fake-News: Auch von der "Süddeutschen Zeitung" kursieren im Netz gefälschte Websites und Videos. Dahinter stecke russische Propaganda, klärt die Zeitung auf. Optisch seien die Video-Klone "fast perfekt", inhaltlich würden aber "Rechtschreibfehler und ungelenke Formulierungen" dominieren. Die Fake-Clips würden zudem kaum von echten Menschen geteilt.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Meistgeklickte Journalistin gestern war Laura Terberl.

Meistgeklickte Journalistin gestern war Laura Terberl. Die Ressort­­leiterin des Audio- und Video-Teams der "Süddeutschen Zeitung" erklärt im Interview für die turi2 Podcast-Wochen, warum sie ein reines Podcast-Abo momentan nicht für sinnvoll hält. Auf Rang 2 landet Aline von Drateln, dahinter folgt BR-Intendantin Katja Wildermuth.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Frauen aus dem Journalismus vom 1.9.2022)

“Süddeutsche Zeitung” lässt Olympische Spiele 1972 im historischen Live-Blog wieder aufleben.

Blog der Ringe: Die "Süddeutsche Zeitung" dokumentiert die Olympischen Sommerspiele 1972 in München mit einem historischen Live-Blog. Bis zum 11. September berichtet die Redaktion 50 Jahre später tages­genau – und sofern möglich auch stunden- oder minuten­genau – über die wichtigsten Ereignisse sowie kleinere, bisweilen kuriose Begebenheiten und unbekanntere Akteure.
sueddeutsche.de

Worin liegt der Reiz des Podcasts für einen Textverliebten, Nils Minkmar?


Zurück zum Ursprung: “Podcasten ist die Rückkehr des Mediums zu seiner Wurzel: der menschlichen Kommunikation”, schreibt Journalist Nils Minkmar in einem Gast­beitrag im Rahmen der turi2 Podcast-Wochen. War Radio für ihn immer “eine ernste Angelegenheit”, die mit den Jahren “in immer mehr Formate gebannt wurde”, sei Podcasten eine “Ausübung unserer Freiheit”. Seit April 2022 lebt Minkmar dieses Freiheit im Podcast Quoted der “Süddeutschen Zeitung” aus. Zusammen mit Kommunikations­wissen­schaftlerin Nadia Zaboura analysiert er darin aktuelle, medienpolitische Debatten. Weiterlesen >>>

Sind Hörerinnen bereit, für Podcasts zu bezahlen, Laura Terberl?


Zahlen, bitte: Die “Süddeutsche Zeitung” fährt bei ihrer Podcast-Strategie dreigleisig. Das Audio- und Video-Team um Ressort­leiterin Laura Terberl produziert werbe­finanzierte Reichweiten-Podcast, Auftrags­produktionen für Plattformen wie Spotify und Audio-Serien, die hinter der eigenen Paywall landen. “Menschen sind bereit, für gute Inhalte zu bezahlen”, sagt Terberl im Interview. Ein reines Podcast-Abo hält sie aber momentan nicht für sinnvoll, weil es das Abo-Angebot zu sehr fragmentieren würde. Gesellschaftlich relevante, aber schwierige Stoffe wie NSU-Terror oder Kindes­missbrauch eigneten sich für die Werbe­vermarktung nur bedingt: “Gerade deshalb sind wir froh, solche wichtigen Themen im Rahmen von SZ-Plus erzählen zu können”, sagt sie. Das Interview erscheint innerhalb der turi2 Podcast-Wochen. Weiterlesen >>>

Debatte: Belehrungen an junge Menschen sind “anmaßend”.

Lass stecken: Die dauernden Belehrungen an junge Menschen, sie mögen "mehr arbeiten, weniger fliegen und sozialer sein" sind "anmaßend", schreibt Cornelius Pollmer in der "Süddeutschen Zeitung". Die "jungen Leute müssen exakt gar nichts", da sie "vieler Chancen ihrer Jugend teilweise unwiederbringlich beraubt" worden seien. Der Gedanke "Ich kann gerade nicht, aber ihr könnt mich mal" sei ihnen nicht zu verübeln.
sueddeutsche.de (Paid)

Debatte: Christina Berndt fordert ein Werbe-Verbot für Fast Food.

Not lovin' it: Ein Werbe-Verbot für Fast Food und "Dinge, die einen frühen Tod befördern" fordert Christina Berndt in der "Süddeutschen Zeitung". Menschen würden es nur selten schaffen, den "Verlockungen der Lebensmittelindustrie" zu widerstehen – der Staat müsse sie daher vor Kalorien und Kilos "schützen". Die Pläne der Ampel, Junk-Food-Spots in Kindersendungen zu unterbinden, gehen Berndt nicht weit genug.
sueddeutsche.de

Debatte: Documenta-Bericherstattung bei “Spiegel” macht Peter-Matthias Gaede “fassungslos”.

Hartes Urteil: Der ehemalige "Geo"-Chef­redakteur Peter-Matthias Gaede bezeichnet bei Meedia.de die Bericht­erstattung über die Documenta 15 in "Spiegel" und "Süddeutscher Zeitung" als eine Form von "Erregungs­journalismus, die fassungslos machen kann". Bei einem Beitrag von "Spiegel"-Redakteur Alexander Neubacher vermutet Gaede, Neubacher habe sich sein Urteil nicht "durch direkte Recherche verderben lassen" wollen – das wäre "Haudrauf-Journalismus der simpelsten Art".
meedia.de

Hör-Tipp: Subscription-Podcasts funktionieren, wenn man sie im Paket verkauft, sagt Laura Terberl.

Hör-Tipp: Subscription-Podcasts haben künftig eine Chance, wenn man sie in einem guten Paket verkauft, sagt Laura Terberl, Leiterin des Bereichs Audio und Video bei der "Süddeutschen Zeitung", im OMR-Podcast "PodTalk". Alleinstehende Abos würden für Personal Brands und Nischen besser funktionieren. Die "SZ"-Podcasts hinter der Paywall beschäftigen sich mit gesellschaftlich relevanten, aber schwierigen Themen für die sich keine Werbekunden finden.
omrmedia.podigee.io (30-Min-Audio)

NDR und “Süddeutsche” berichten über Belästigung und Sexismus im Frauenfußball.

Grenzüberschreitung: Der NDR und die "Süddeutsche Zeitung" dokumentieren sexuelle Übergriffe, Belästigungen und Beleidigungen im Frauenfußball – im Amateur- und Profi-Bereich. O-Ton-Geberinnen sind u.a, die Nationaltorhüterin Almuth Schult und die frühere National-Spielerin Tabea Kemme. Sie beklagen neben respektlosen Sprüchen auch ungewollte Berührungen und schlechtere Trainings-Bedingungen als bei den Männern. Heike Ullrich, Generalsekretärin des DFB, sagt, jeder Vorfall "ist einer zu viel". Sexismus ist für sie aber kein spezifisches Fußball-Problem, sondern betreffe die gesamte Gesellschaft.
presseportal.de, ndr.de, sueddeutsche.de (Paid)

Pegasus-Bericht: Landgericht Hamburg weist Klagen gegen Zeit Online und die “Süddeutsche” ab.


Abfuhr: Das Hamburger Landgericht weist Beleidigungsklagen von Marokko gegen Zeit Online und die "Süddeutsche Zeitung" als "unbegründet" zurück. Das bereits im Juni gefällte Urteil ist nicht rechtskräftig, Marokko hat Berufung eingelegt. Das Königreich stört sich an Recherchen der Medienhäuser vom vergangenen Juli, wonach mutmaßlich marokkanische Behörden hinter Cyberangriffen auf die französische Regierung stecken. Dabei soll die umstrittene Spionage-Software Pegasus der israelischen NSO Group zum Einsatz gekommen sein. Derweil vermelden die NGOs DigitalReach und iLaw sowie die Forschungseinrichtung Citizen Lab laut den "Spiegel"-Investigativjournalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, dass sich "Spuren von Pegasus" auch auf den Handys von thailändischen Akademikerinnen und Aktivistinnen befinden.

Die NSO Group beteuert stets, das Programm nur an Regierungen und staatliche Einrichtungen zu verkaufen – unter der Bedingung, dass diese es nur im Kampf gegen Terrorismus und schwere Kriminalität einsetzen. Medienrecherchen hatten allerdings belegt, dass manche Staaten die Software dafür benutzen, um z.B. kritische Journalistinnen, Oppositionelle und Menschenrechtsaktivistinnen auszuspähen oder Staats- und Regierungschefs anderer Länder auszuspionieren.
zeit.de, spiegel.de, sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

“Süddeutsche Zeitung” podcastet aus der Münchner S-Bahn.

Süddeutsche Zeitung startet den 14-täglichen Lokal-Podcast München Persönlich über "Menschen, die die Stadt bewegen". Die Besonderheit: Beim Gespräch fahren sie mit U- oder S-Bahn, Bus, Tram oder Fahrrad­rikscha durch München. Die Idee ist nicht ganz neu: Der "Tagesspiegel" podcastet aus der Berliner Ringbahn.
sueddeutsche.de (1. Folge, 24-Min-Audio)

Antonie Rietzschel wechselt von der “Süddeutschen” zur “Leipziger Volkszeitung”.

Wende im Osten: "Süddeutsche"-Korrespondentin Antonie Rietzschel wechselt zum 1. Oktober zur "Leipziger Volkszeitung". Sie soll dort das Team "Investigativ/­Gesellschaft/­Reportage" verstärken, schreibt "LVZ"-Chefredakteurin Hannah Suppa auf Twitter. Rietzschel arbeitet seit 2012 für die "Süddeutsche", zuletzt berichtete sie freiberuflich für die Zeitung aus Leipzig.
twitter.com

Zitat: Julia Jäkel verzweifelt an der Debatte um Henri Nannen.

"Die Debatte um die Geschichte und Bedeutung des einstigen stern-Chefs Henri Nannen hat mich in den letzten Wochen verzweifeln lassen."

Julia Jäkel, Ex-CEO von Gruner + Jahr, schreibt sich auf Linked-In ihren Frust über den Umgang mit "stern"-Gründer Henri Nannen von der Seele. Sie pflichtet u.a. Nils Minkmar bei, der die Debatte um Nannens Vergangenheit in der "Süddeutschen Zeitung" als "unterkomplex" bezeichnet hatte.
linkedin.com (Post Jäkel), turi2.de (Background Minkmar)

turi2 edition #18: Warum sind die Deutschen so besessen vom Geld, Nils Minkmar?


Nach uns die Geldflut: Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam in Deutschland die Sehnsucht nach Stabilität – und damit nach dem Geld, beobachtet Autor und Historiker Nils Minkmar. Heute sind Geldscheine “symbolisch völlig überfrachtet”, schreibt er im Gastbeitrag für die turi2 edition #18. Doch er kennt ein Gegenmittel. Weiterlesen >>>

Debatte: Volo-Bewerberinnen sollen nicht für die “Süddeutsche” schwärmen, rät Iris Spiegelberger.

Süddeutsche Zeitverschwendung: "Bitte verschwendet nicht euer halbes Anschreiben damit, zu schwärmen, warum die 'Süddeutsche Zeitung' so toll ist", rät Volo-Betreuerin Iris Spiegelberger allen Bewerberinnen in einem Twitter-Thread. Brennend würde es sie eher interessieren, "was ihr für optimierungswürdig haltet". Das "stete Hinterfragen, auch der eigenen Arbeit", habe die "Süddeutsche" zu dem gemacht, was sie ist.
twitter.com

Alles eine Frage der Perspektive: Kathrin Werner über den Sinn des weiblichen Blicks auf die Wirtschaft.


Wirtschaft wird weiblich: Frauen sind eine treibende Kraft der Wirtschaft, doch die großen deutschen Wirtschafts­magazine sind bisher voller Geschichten für Männer über Männer und von Männern geschrieben, kritisiert Kathrin Werner, Redaktions­leiterin von “Plan W”, dem Frauen-Wirtschafts­magazin der “Süddeutschen Zeitung”. Aufgabe des Journalismus sei es, Frauen, die die Wirtschaft verändern, als Vorbilder und Role Models sichtbarer zu machen. turi2 veröffentlicht Werners Beitrag in Kooperation mit Republic, dem gemeinsamen Vermarkter der “FAZ” und der “Süddeutschen Zeitung”. Weiterlesen >>>

Lese-Tipp: Die “SZ” kürt Robert Habeck zum Meister des Sowohl-als-auch.

Lese-Tipp: Die "SZ"-Autoren Michael Bauchmüller und Roman Deininger analysieren die steigende Popularität und politische Relevanz von Robert Habeck. Der Bundeswirtschaftsminister rede gerne, und oft so lange, bis wirklich für jeden etwas dabei sei. Doch gerade diese "Sowohl-als-auch"-Rhetorik  könne irgendwann auch zum Nachteil für Habeck werden.
sueddeutsche.de

Klick-Tipp: Wie Falschinfos und Propaganda erkannt werden können.

Klick-Tipp: In einem Video fliegen Hub­schrauber im Dämmer­licht, dann werden sie abgeschossen. Das ukrainische Verteidigungs­ministerium teilt den Clip bei Twitter, behauptet es seien Bilder aus dem Krieg in der Ukraine. Ein Faktencheck zeigt: Die Szene stammt aus dem Egoshooter Arma 3. Johanna Schley, Henrik Rampe und Federico Delfrati greifen in der "Süddeutschen Zeitung" mit Illustrationen einige solcher Falschmeldungen auf.
sueddeutsche.de

Hör-Tipp: Das russische Staatsfernsehen befeuert Verschwörungstheorien in Deutschland.

Hör-Tipp: Das russische Staatsfernsehen ist für Verschwörungstheorien über den Krieg ein "Gamechanger", weil es mit "viel Geld und viel Aufwand" Inhalte produziert, sagt Medienwissenschaftlerin Elisabeth Fast im "Süddeutsche"-Medienpodcast quoted. Die Theorien, die in Deutschland in z.B: Telegram-Gruppen geteilt werden, seien "in Russland zur Prime zu sehen". Zudem produziere das russische Staatsfernsehen Inhalte u.a. auf deutsch, was die Theorien "alternativer Medien" in Deutschland befeuere.
sueddeutsche.de (39-Min-Audio)


Debatte: Der “SZ” müssen antisemitischen Chiffren auffallen, sagt Hendrik Wieduwilt.

Schaut genau hin: Alle paar Jahre "halten sich SZ-Redakteure beide Augen fest zu und winken durch, was auch immer ihnen jemand ins Blatt zeichnet", schreibt Hendrik Wieduwilt über die Antisemitismus-Vorwürfe einer Selenskij-Karikatur der "Süddeutschen". Man könne antisemitisch sagen oder zeichnen, ohne Antisemit zu sein. Der Redaktion sollten aber auf jeden Fall die "klaren antisemitischen Chiffren" auffallen.
n-tv.de, turi2.de (Background)

Debatte: Twitter-Nutzerinnen kritisieren “SZ” für Selenskij-Karikatur.

Schlechter Vergleich: Die "Süddeutsche Zeitung" wird auf Twitter für eine Karikatur des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij kritisiert. Die Darstellung des übergroßen Selenskij über dem Tisch der WEF-Versammlung erinnere an antisemitische Karikaturen aus u.a. der NS-Zeit. Die "SZ" twittert eine Stellungnahme in der es heißt, die Abbildung ist "die zeichnerische Umsetzung der Fernsehbilder vom Montag". Jedoch vermissen Twitter-Userinnen wie u.a. Paul Ronzheimer eine Entschuldigung.
twitter.com ("Süddeutsche"), twitter.com (Ronzheimer)

Investigativ-Reporterin Sophia Baumann wechselt von der “Süddeutschen” zu den Obermai(y)ers.

Papierspur zum "Spiegel": Papertrail Media von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier wildert weiter beim früheren Arbeitgeber des Investigativ-Duos. Investigativ-Reporterin Sophia Baumann wechselt von der "Süddeutschen" zum Recherche-Startup. Sie war Teil des Suisse-Secrets-Team der Obermai(y)ers und ist nach ihren neuen Chefs und Hannes Munzinger der nächste "SZ"-Abgang Richtung "Spiegel".
twitter.com, turi2.de (Background)

Zitat: Georg Mascolo will nicht auf seine italienischen Wurzeln reduziert werden.

"In den TV-Talkshows wuchs der Druck, nicht nur weiße Deutsche einzuladen. Eines Tages erfuhr ich, dass ich angeblich auf einer Liste mit anderen Migranten gelandet war. Das fand ich befremdlich."

Ex-"Spiegel"-Chef Georg Mascolo will seinen italienischen Wurzeln keine allzu große Bedeutung zumessen, auch wenn sie ihm mit dem Alter immer wichtiger werden, sagt er dem "Zeit-Magazin".
zeit.de (Paid)

Hör-Tipp: Chefredaktion der “Süddeutschen Zeitung” sitzt der Stuttgarter SWMH “in der Westentasche”.

Hör-Tipp: Die Chefredakteure der "Süddeutschen Zeitung", Wolfgang Krach und Judith Wittwer, sitzen der Stuttgarter SWMH "in der Westentasche" – und hätten "überhaupt kein Standing, weder redaktionell noch machtpolitisch", sagt ein anonymer Redakteur des Blattes dem Deutschlandfunk. Prominente Abgänge in jüngster Zeit hätten im Haus "Misstrauen und Pessimismus" verbreitet. Krach und Wittwer wollen von einer Krise indessen nichts wissen.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio) via bildblog.de, turi2.de (Background)

Ein Lob der Gelassenheit: Stefan Kornelius über Qualitäts­journalismus.


Mehr­wisserei statt Besser­wisserei: Ordentlicher Journalismus kennt die “Mechanismen des Möglichen” und wirkt der Radikalisierung und Blasen­­bildung entgegen, schreibt Stefan Kornelius, Ressort­leiter Politik der “Süddeutschen Zeitung”. Qualitätsjournalismus wechsele die Perspektive, stelle die überraschende Gegen­frage, zerstöre wohltuende Gewiss­heiten und sensibilisiere für den Blick der anderen. turi2 veröffentlicht seinen Beitrag in Kooperation mit Republic, dem gemeinsamen Vermarkter der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und der “Süddeutschen Zeitung”. Weiterlesen >>>

Hör-Tipp: “Süddeutsche”-Reporter Uwe Ritzer erzählt von seinen Erfahrungen mit SLAPP-Klagen.

Hör-Tipp: SLAPP steht für "Stratetic Lawsuits Against Public Participation" und bezeichnet aussichtslose, aber zermürbende Klagen gegen Medienschaffende, Umwelt­schützerinnen und Aktivistinnen, die Kritik und Missstände öffentlich machen. Der "Süddeutsche"-Reporter Uwe Ritzer hat das erlebt und erzählt im Podcast "Holger ruft" an, wie ihn das Verfahren über Jahre begleitet hat.
uebermedien.de

Der Siegeszug der Morgen-Newsletter – Teil 10: SZ/FAZ.


Ab März 2015: "Süddeutsche" und "FAZ" wachen etwas später auf

Acht Jahre nach turi2 und Politico beginnen auch die saturierten Nicht-Frühaufsteher von "Süddeutscher Zeitung", "FAZ" und "Spiegel" aufzuwachen: Im März 2015 startet Digitalchef Stefan Plöchinger bei der "Süddeutschen Zeitung" den Morgen-Newsletter "SZ Espresso", im Juni folgt die "FAZ" mit der "Hauptwache".
turi2.de (gesamte Chronik)

Die Chronik der Morgen-Newsletter erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

Lese-Tipp: Der Süddeutsche Verlag finanziert sich komplett aus Abo-Erlösen.

Lese-Tipp: Abo-Erlöse haben erstmals den "gesamten Süddeutschen Verlag" finanziert, sagt Südwestdeutsche-Medienholding-Chef Christian Wegner im dpa-Interview. Allerdings fehle noch die Gewinnmarge. Weiterhin wolle der Verlag sich bis 2030 "komplett digital finanzieren", um dem "rückläufigen Trend der gedruckten Presse" entgegen zu wirken. Wegner sagt zudem, der Verlag will wieder wachsen, nachdem bis Ende 2021 u.a. rund 50 Stellen in der Redaktion abgebaut wurden.
newsroom.de

Gewinner-Tipp: “Süddeutsche” räumt 2021 die meisten Journalismus-Preise ab.

Gewinner-Tipp: Die "Süd­deutsche Zeitung" und das dazu­gehörige Magazin haben 2021 die meisten Journalismus-Preise gewonnen, ergibt eine Auswertung vom "Journalist". 25 Preise haben die Blätter abgeräumt, darunter Auszeichnungen wie Nannen-Preis, Deutscher Reporter:innen-Preis und Theodor-Wolff-Preis. Auf Rang 2 kommt die "Zeit" mit 22 Awards.
journalist.de

Ibiza-Video: “Spiegel” und “SZ” gewinnen gegen “Exxpress”-Chefredakteur Richard Schmitt.


Nur einer bezahlt: Das österreichische Boulevard-Portal Oe24.at und der heutige "Exxpress"-Chefredakteur Richard Schmitt dürfen nicht mehr behaupten, "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" hätten das Ibiza-Video gekauft, das 2019 Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Fall gebracht hatte. Das ist das Ergebnis eines geschlossenen Vergleichs am Handelsgericht Wien. Dieser komme inhaltlich einem "vollständigen Eingeständnis" der Beklagten gleich, sagt Rechtsanwalt Sascha Jung.

Schmitt hatte 2019 noch als Chefredakteur bei Oe24.at geschrieben, "Spiegel" und "SZ" hätten laut einem Ermittler "über dunkle Kanäle" von dem Video erfahren und dann von einer "Bande" das Material abgenommen. Bei Twitter schrieb er, die beiden deutschen Medien "haben sich beim Kauf des Ibiza-Videos offenbar mit Berufskriminellen eingelassen". Der "Spiegel" mahnte Schmitt und oe24.at daraufhin ab, später wurde noch eine einstweilige Verfügung eingebracht.

Für Schmitt ist es nicht die erste Verhandlung rund um das Ibiza-Video. Die Mediengruppe Österreich musste vergangenes Jahr der Moderatorin Katia Wagner 43.500 Euro wegen übler Nachrede zahlen. Schmitt hatte mehrfach geschrieben, Wagner sei an der Produktion oder Verwertung des Videos involviert gewesen. (Foto: Roland Schlager / APA / Picture Alliance)
derstandard.at, turi2.de (Background)

Zitat: Ralph Heck plädiert für eine europäische Identität.

"Wir brauchen ein Europa der Bürger und nicht der Institutionen allein."

Ralph Heck, Chef der Bertelsmann Stiftung, glaubt an die Zukunft Europas, sagt er im "Süddeutsche"-Interview. Die Zustimmung zur Staatengemeinschaft steige auch während der Pandemie an. Das könnte jedoch schnell kippen. Deshalb plädiert er dafür, Europa neu zu denken und eine europäische Identität zu schaffen.
sueddeutsche.de (Paid)

“SZ Magazin” lanciert ersten Exklusiv-Podcast über Amolauf in Erfurt.

Mitten­drin: Das "SZ Magazin" startet die Podcast-Serie "71 Schüsse" zum Amok­lauf in Erfurt, der sich Ende April zum 20. Mal jährt. Redakteur Marcel Laskus war damals selbst Sechst­klässler am betroffenen Gymnasium und führt als Host durch die wöchentlich erscheinenden sieben Episoden. "71 Schüsse ist der erste "SZ"-Podcast hinter der Bezahl­schranke.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Bitcoin hat sich in El Salvador noch nicht durchgesetzt.

Lese-Tipp: Bitcoin hat sich in El Salvador noch nicht durchgesetzt, analysiert Christoph Gurk in der "Süddeutschen". Die Regierung um Präsident Nayib Bukele wolle mit Bitcoin als offiziellem Zahlungsmittel ein fortschrittliches Bild des Landes vermitteln, was in weiten Teilen aber nicht zutreffe. In der Krypto-Hochburg El Zonte akzeptieren sogar Imbissbuden Bitcoin, in der Hauptstadt San Salvador sollte man besser US-Dollar dabeihaben.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Christoph Giesen wechselt von der “Süddeutschen” zum “Spiegel”.

Der dritte Mann: China-Korrespondent Christoph Giesen, 38, verlässt die "Süddeutsche Zeitung" und wechselt zum "Spiegel". Giesen war seit seinem Volontariat bei der "Süddeutschen" und hat u.a. an den Recherchen der "Panama Papers" mitgearbeitet. Auch die Investigativ-Reporter Bastian Obermayer und Frederik Obermaier sind erst vor Kurzem von der "Süddeutschen" zum "Spiegel" gewechselt.
kress.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: SZ-Magazin beschreibt, was Lieferdienste ihren Fahrradkurieren abverlangen.

Lese-Tipp: Autor Christoph Cadenbach beschreibt im "SZ-Magazin", welchen Preis Lieferdienste ihren Fahrradkurieren abverlangen, damit Großstädterinnen für ihren Supermarkteinkauf ihre Couch nicht verlassen müssen. Einer der Hauptprotagonisten erzählt, wie er mit Gründerträumen nach Berlin kam und im Fahrradsattel des Lieferdienstes Gorillas und schließlich nach einem Unfall im Krankenhaus landete.
"SZ-Magazin" 13/2022 (Paid)

Hör-Tipp: Korrespondentin Silke Bigalke will in Moskau bleiben, damit Russland nicht zum “blinden Fleck” wird.

Hör-Tipp: Moskau wird jeden Tag leerer, berichtet Korrespondentin Silke Bigalke im Nachrichten-Podcast der "Süddeutschen Zeitung". Die Preise in Supermärkten stiegen teils schneller als Verkäuferinnen hinterher­kommen, die Preis­schilder auszu­tauschen. Im Gespräch mit Menschen auf der Straße stellt sie fest, dass viele Putins Gründe für den Angriff auf die Ukraine wirklich glauben. Problematisch sei, dass unabhängige Medien ihre Arbeit komplett einstellen. Bigalke will vorerst weiter im Land bleiben, damit Russland nicht zum "blinden Fleck" wird.
sueddeutsche.de (14-Min-Audio)

Lese-Tipp: SZ-Magazin geht Zölibatbrüchen in der katholischen Kirche auf den Grund.

Lese-Tipp: Das SZ-Magazin thematisiert Zölibatbrüche, die in der eigenwilligen Logik der katholischen Kirche oft erst mit einer Eheschließung zum Straftatbestand werden. Autorin Kristina Ratsch spricht mit verstoßenen Priester-Kindern und einem Priester, der sich für die Liebe entschieden hat und damit bewusst gegen Kirchenrecht verstößt.
"SZ Magazin", 11/2022, S. 24 (Paid)

Hör-Tipp: Die “Süddeutsche” beleuchtet im ersten “Geschichte Daily”-Podcast das russische Zarentum.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Hör-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" beleuchtet in der ersten Episode ihres Historien-Podcasts "Geschichte Daily" das russische Zarentum. "Iwan der Schreckliche" begründet die Jahrhunderte andauernde Herrschaft, die Staat und Kirche eng verzahnt. Vom Wiedererstarken der Kirche nach dem Kommunismus profitiert aktuell Putin – da die Glaubensführer u.a. seinen Ukraine-Krieg absegnen.
open.spotify.com (8-Min-Podcast)