SWMH reduziert Verlust bei schrumpfendem Umsatz.

swmh600Patient stabil, Prognose mittelmäßig: SWMH reduziert im Geschäftsjahr 2014 den Verlust auf nur noch 3,9 Mio Euro. Im Vorjahr blutete die Südwestdeutsche Medienholding noch 71 Mio Euro in roter Tinte. Der Umsatz sinkt durch "marktbedingte Rückgänge im Werbemarkt" auf 855 Mio Euro, 2013 waren es noch 871 Mio Euro.

Sinkende Umsätze im Werbemarkt machen der Holding zu schaffen, vor allem bei den Stellenanzeigen. Im Lesermarkt hat der Konzern rückläufige Auflagen mit Preiserhöhungen fast komplett ausgeglichen. Die Umsätze bei den Büchern und Zeitschriften sinken. Lichtblick: Die Zahl der Online-Abos wachse, insgesamt habe auch der Umsatz mit digitalen Produkten und Werbeflächen zugelegt. Die Personalkosten stiegen um 1 %. Der Ausblick ist nicht katastrophal, liest sich aber doch etwas düster: Der Konjunkturverlauf gibt keine Hoffnung für "Wachstumsimpulse für das Anzeigengeschäft", von dem der Konzern in "hohem Maß abhängig" ist, heißt es im Chancenbericht der Bilanz.
Bundesanzeiger (Konzernabschluss), twitter.com

SWMH streicht bis zu 75 Stellen.

swmh-150SWMH baut bis zu 75 Stellen ab. Betroffen davon sind u.a. der Leserservice der "Süddeutschen Zeitung" und die Anzeigensachbearbeitung. Die Südwestdeutsche Medienholding will diese Aufgaben an externe Dienstleister auslagern, die Jobs sollen innerhalb der kommenden zwei Jahre wegfallen. Zur SWMH gehören außer der "SZ" auch die "Stuttgarter Zeitung", die "Stuttgarter Nachrichten" und der "Schwarzwälder Bote".
dwdl.de, dnv-online.net

Absichtserklärung: Tageszeitungen schmieden Super-Vermarkter.

Zeitungsstapel neutral 150Zeitungsverlage wollen Springers Media Impact und den TV-Vermarktern etwas entgegensetzen und unterzeichnen eine Absichtserklärung für einen neuen Super-Vermarkter. Beim sogenannten "Projekt Lotus" wollen die Zeitungs-Konzerne Funke, Madsack, DuMont und SWMH gemeinsame Sache machen. Mit dabei sind aber auch Ippen, Rheinische Post, Pressedruck, Medien Union, VRM und RheinMainMedia. Weitere Verlage können dazukommen.
horizont.net

Stuttgarter Redakteure wollen bleiben.

Stuttgarter-Zeitung-Stuttgarter-NachrichtenSüdwestdeutsche Medien Holding wird in Stuttgart noch nicht genug Redakteure los, schreibt Bülend Ürük. Von 35 Journalisten der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" unterschrieben erst zwei einen Aufhebungs-Vertrag, drei seien unterschriftsreif. Beide Titel der Zeitungsgruppe Stuttgart sollen ab April 2016 von einer gemeinsamen Redaktion beliefert werden.
kress.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Tobias Köhler wird 43.

tobias-koehler150neuWir graturilieren: Tobias Köhler wird heute 43 Jahre alt. Seit April leitet er das Strategie- und Innovationsteam der Südwestdeutschen Medienholding - und freut sich darüber, nach 20 Jahren als Journalist etwas Neues machen zu können. Für das neue Jahr wünscht er sich mutige Medienmacher, die sich dem Hass, etwa in der Flüchtlingsdebatte, entgegenstellen. Der VfB Stuttgart könnte, wenn es nach Köhler geht, auch mal eine ganze Saison mit einem Trainer auskommen.

An seinem Geburtstag nutzt Köhler trickreich seine Kinder als Vorwand, um sich "in irgendein nicht altersgemäßes Vergnügen zu stürzen". Glückwünsche nimmt er am liebsten digital entgegen, schließlich kann er in der Wildwasserbahn nur begrenzt gut telefonieren.
kress.de, twitter.com, linkedin.com, turi2.de (Background)

SWMH findet nicht genug freiwillige Abgänger in Stuttgart.

Stuttgarter-Zeitung-Stuttgarter-NachrichtenStuttgarter Verhältnisse: Die Südwestdeutsche Medienholding hat offenbar Probleme bei ihrer Redaktionsfusion in Stuttgart. In der Kontext-Wochenzeitung berichtet Josef-Otto Freudenreich, dass sich bei "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" bisher nicht genügend Freiwillige finden, die sich mit bis zu 50.000 Euro abfinden lassen. Von bisher 240 Mitarbeitern sollen 35 - möglichst freiwillig - bis Ende August eine Abfindungsvereinbarung unterschreiben und gehen.

Freudenreich belächelt außerdem die Versuche, den beiden Zeitungen künftig ein unterscheidbares Profil zu verpassen. Demnach sollen pro Blatt zwölf "Profil-Autoren" für eine wiedererkennbare Handschrift sorgen. Wer in den Club der Edelfedern aufgenommen werde, entscheide u.a. die Anzahl der persönlichen Follower in den sozialen Netzwerken, mokiert sich Freudenreich.

Die "Kontext-Wochenzeitung" trommelt seit Bekanntwerden der Fusionspläne mit der Aktion David kämpft Goliath für den Erhalt beider Titel in separaten Redaktionen.
kontextwochenzeitung.de, turi2.de ("Kontext"), turi2.de (Background)

“Süddeutsche”-Artikel für Regionalblätter am Samstag.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung könnte Regionalblättern im Südwesten Texte liefern, um deren Samstagsausgaben zu stärken, sollte Sonntag aktuell eingestellt werden. Diese Idee wird innerhalb der Südwestdeutschen Medienholding diskutiert und kommt laut kress.de gut an. Insider geben der Sonntagszeitung eine Überlebens-Chance von nur "zehn, fünfzehn Prozent".
kress.de, turi2.de (Background)

Süddeutscher Verlag hat sich von Ippen-Beteiligungen getrennt.

süddeutscher verlag-150Süddeutscher Verlag hat seine Beteiligungen am "Münchner Merkur" und der "tz" verkauft, laut Kai-Hinrich Renner bereits im Mai 2014. Der Medien-Insider vermutet, dass der Hauptgesellschafter SWMH das Geld brauchte, um Bankkredite abzuzahlen. Die Stuttgarter hatten für den Süddeutschen Verlag vor sieben Jahren 1 Mrd Euro gezahlt. 2013 standen sie bei den Banken noch mit über 300 Mio Euro in der Kreide.
handelsblatt.com

Haaks und Jaschke verlassen SWMH sofort.

swmh-150SWMH verliert die Geschäftsführer Detlef Haaks vom Süddeutschen Verlag und Martin Jaschke von der Medienholding Süd ab sofort. Zum 1. Mai übernehmen vorläufig die SWMH-Chefs Richard Rebmann und Alexander Paasch sowie Sonderprojekte-Leiter Dieter Schmitt. Stefan Hilscher und Herbert Dachs kommen als Nachfolger erst in der zweiten Jahreshälfte oder zum Jahreswechsel.
per Mail, new-business.de, turi2.de (Background), turi2.de (Hilscher), turi2.de (Dachs)

Bensel verlässt SWMH im Streit.

Ulrich-Bensel-150Ulrich Bensel verlässt die Südwestdeutsche Medienholding im Streit, berichtet der "Focus". Der Personalchef habe sich gegen Kürzungen bei Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter gestellt. Er gilt als Modernisierer, SWMH-Chef Richard Rebmann ist eher im Sparmodus, so der "Focus". Zum südwestdeutschen Sparimperium gehören u.a. die "Süddeutsche Zeitung" samt "Werben & Verkaufen" sowie die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten". Seit Dienstag sei Bensel freigestellt und nicht mehr im Haus.
focus.de, turi2.de (Background)

Personalchef Ulrich Bensel verlässt SWMH.

Personaler Ulrich Bensel sucht einen neuen Job. (Foto: Medientage München)   Südwestdeutsches Stühlerücken: Ulrich Bensel, Personalchef bei der Südwestdeutschen Medienholding, verlässt laut Kontext Wochenzeitung nach rund sieben Jahren die Stuttgarter Mediengruppe mit ungenanntem Ziel – und bisher ohne Nachfolger. Der Jurist hat schon länger ein kritisches Verhältnis zur… Weiterlesen …

SWMH zieht Medien Union ins Minus.

dierheinpfalz-150Medien Union rutscht im Geschäftsjahr 2013 mit 5,63 Mio Euro ins Minus. Grund ist die Beteiligung an der Südwestdeutschen Medienholding. Der Ludwigshafener Großverlag hinter der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" besitzt rund 47,5 % der SWMH, die 2013 über 70 Mio Euro Verlust machte. In den Jahren zuvor fuhr die Medien Union fette Gewinne ein.
kress.de