Journalist Jörg Gehlen, 69, ist tot.

Jörg Gehlen, 69, ist tot. Der Journalist ist heute in Saarbrücken gestorben, teilt der SR mit. Gehlen begann seine Karriere beim SR-Hörfunk, wo er Ende der 1960er Jahre den damaligen "Aktuellen Dienst" mitgründete. Von 1981 bis 1991 war er Redakteur für die Abteilung "Aktuelles und Sport". Danach übernahm er die Leitung der Ab­teilung "Zeit­geschehen", bis er 2003 Bereichs­leiter für das Landes­programm wurde. Gehlen war außerdem Chef des "Aktuellen Berichts" und moderierte die Sendung. Er ging 2011 in den Ruhe­stand.
sr.de

Debatte: Marieke Reimann ist selbstgerecht, sagt Christian Meier.

Beitrag ja, Abo nein: Die Zweite SWR-Chefredakteurin Marieke Reimann findet es "widerlich", wenn private Medien mit der Corona-Bericht­erstattung Online-Abos generieren, schreibt sie bei Twitter. Diese Aussage sei "exemplarisch für die grassierende Abgehobenheit" im Öffentlich-Rechtlichen, findet "Welt"-Medien­redakteur Christian Meier. Höhepunkt der "Selbst­gerechtigkeit" sei, dass Reimann dazu noch Werbung für einen kosten­pflichtigen Workshop zum Thema Bezahl­modelle poste.
welt.de, twitter.com

SWR bringt im Januar drei neue Podcasts an den Start.

Neuer Hörstoff: Der SWR startet im Januar drei neue Podcasts. "Njette Mädchen" thematisiert ab 6.1. mit Walerija Petrova (Foto) und Viktoria Merkulova die postsowjetische Generation in Deutschland. In "SWR2 Archivradio: Die Epoche der Kernenergie" laufen historische Radioberichte (1.1.) und in "Corona-Helfer:innen" spricht ab Anfang 2022 der Arzt und Moderator Nabil Atassi über "Long Covid".
presseportal.de

Debatte: Lisa Fitz verteidigt ihren SWR-Auftritt bei Facebook.

Nach Schwurbel-Auftritt: Kabarettistin Lisa Fitz beteuert bei Facebook, keine Impfgegnerin oder Verschwörungstheoretikerin zu sein. Sie bedauere, die vermeintlich 5.000 EU-weiten Impftoten nicht als Verdachtsfälle benannt zu haben. Niemand könne jedoch sagen, wie viele Menschen tatsächlich an den Folgen einer Impfung verstorben seien: "Es kann falsch sein, es kann richtig sein, es könnten weniger oder sogar noch mehr sein." Sie sei "sehr erzürnt" von der "Unerbittlichkeit" von Teilen der Presse, mit der versucht werde, Menschen wie sie zu vernichten. Das Ziel sei eine "Skandalisierung, die eine echte Debatte und Auseinandersetzung über die eigentlichen Themen verunmöglicht".
facebook.com via tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Parlaments-Anfragen als Hort von Fake News.

Lese-Tipp: Für ihren Schwurbel-Auftritt nutzt Lisa Fitz einen Entschließungs­antrag der französischen EU-Abgeordneten Virginie Joron als Quelle. Anträge dieser Art sind eine "Masche" von rechts­extremen Politikerinnen, schreibt Matthias Meisner in der "taz". Durch das Hochladen auf die Website des EU-Parlaments sind sie "Fake News mit EU-Siegel" und spielen so der Szene in die Hände.
taz.de, turi2.de (Background)

Debatte: Die Medien müssen nicht jeder Gegenposition Raum geben, findet Tobias Singer.

Falsche Meinungsfreiheit: Die Medien müssen nicht jeder "noch so kleinen Position" Raum geben, um die Pluralität zu wahren, schreibt "Meedia"-Redakteur Tobias Singer über die umstrittene "Spätschicht"-Folge mit Lisa Fitz. Zwar sei es "ein Grundelement von Erkenntnissgewinn und unserer Demokratie", dass sich Einschätzungen ändern können, doch die Distanzierung des SWR von seinem alten Statement "wirkt nur leider wie schlechtes Kabarett".
meedia.de, turi2.de (Background)

SWR zieht “Spätschicht”-Ausgabe mit Lisa Fitz aus dem Verkehr.

Schwurbel-Stopp: Der SWR entfernt seine Ausgabe der "Spätschicht" vom 10.12. "wegen einer falschen Tatsachen­behauptung von Lisa Fitz" aus der Mediathek und von allen Kanälen. Die Komikerin hatte falsche Angaben zu Menschen gemacht, die durch eine Corona-Impfung gestorben seien. "Die Kritik an dieser Ausgabe der 'Spätschicht' trifft uns zu Recht", räumt SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler ein. Der Sender rückt damit von seiner vorigen Stellungnahme ab: Es gehe bei der entsprechenden Passage entgegen voriger Aussagen nicht mehr um freie Meinung­säußerung, sagt Bratzler. Alle andere Äußerungen der Komikerin seien von der Meinungs­freiheit gedeckt, so der SWR.
swr.de, turi2.de (Background)

Debatte: Auch Satirikerinnen müssen sich an Fakten halten.

Fake Comedy: Die Recht­fertigung des SWR für den Schwurbel-Auftritt von Lisa Fitz will "Spiegel"-Redakteur Florian Diekmann nicht gelten lassen. Die Verbreitung falscher Tatsachen falle nicht in den "Bereich der Meinungs­vielfalt", bei Journalistinnen würden in solch einem Fall "Artikel und Beiträge korrigiert oder sogar ganz zurückgezogen" werden. Die Kabarettistin hatte von EU-weit 5.000 Impf-Toten gesprochen. Der Sender erkennt die Zahlen als "nicht belastbar" an, beruft sich aber auf die "Pluralität der vorkommenden Meinungen".
spiegel.de, turi2.de (Background)

SWR rechtfertigt sich für “heiklen” Schwurbel-Auftritt von Lisa Fitz.


Satire-Schwurblerin: Der SWR muss sich für einen Auftritt von Kabarettistin Lisa Fitz erklären. In dem "Spätschicht"-Beitrag "Lisa Fitz vs. Jens Spahn", der bereits seit vergangener Woche in der Mediathek zum Abruf steht, bezeichnet die Komikerin die Omikron-Variante als "Panikmache" und spricht u.a. von EU-weit 5.000 Impf-Toten. Recherchen der "taz" belegen nun, dass dies eine Falschinformation ist. Fitz habe die Zahl einem Entschließungsantrag der rechtsextremen französischen EU-Politikerin Virginie Joron von September entnommen. Joron wiederum bezieht sich auf eine Website, auf der Privatleute angebliche Impf-Folgen melden – in Eigenregie, ohne wissenschaftliche Prüfung. Konkrete Zahlen, die einen Tod durch die Impfung belegen, gebe es laut "taz" gar nicht. Auch der SWR stellt klar, dass "die in diesem Antrag benannten Zahlen der Impftoten aller Wahrscheinlichkeit nach nicht belastbar" seien.

Der SWR gibt gegenüber der "taz" zu, dass der Text von Fitz "zugegebenermaßen insbesondere in seiner Wirkung schwierig" gewesen sei. Der Sender habe den "heiklen Beitrag" aber im Hinblick auf einen "möglichen und erwartbaren Vorwurf der Zensur" nicht ablehnen wollen. Man habe sich "bewusst dazu entschieden, diesen Text zu senden, um die Pluralität der vorkommenden Meinungen in der 'Spätschicht' zu beweisen". Moderator Florian Schroeder gab in seiner Moderation zu Protokoll, die Meinung von Lisa Fitz "persönlich absolut nicht" zu teilen, trotzdem dürfe sie stattfinden: "Den Öffentlich-Rechtlichen wird ja häufig vorgeworfen: alles eins, immer die gleichen Meinungen, keine Vielfalt, immer seid ihr euch einig." In der Spätschicht zähle Meinungsvielfalt.

In dem rund siebenminütigen Beitrag nennt Fitz die Impfpflicht einen "feuchten Traum" der Pharma-Konzerne, die alle "Ganoven" seien. Zudem gebe es in Deutschland "ein Prozent Panikmacher, die 99 Prozent Lemminge steuern". Zuletzt habe es "Fehler, Fehlaussagen, Wortbrüche, Mistmanagement bei der Impfstoffbestellung und Regelwirrwarr" gegeben. Auf Ungeimpfte werde "eingeprügelt" und "zum Halali auf den Sündenbock" geblasen.

In einer früheren Version dieses Textes hatten wir fälschlicherweise berichtet, dass der Beitrag am Freitag im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.
taz.de, rnd.de, ardmediathek.de (7-Min-Clip)


ZDF und SWR verabschieden Haushaltspläne mit großen Minus-Beträgen.

Mainzer Minus: Der Fernsehrat hat den Haushaltsplan des ZDF für 2022 mit einem Fehlbetrag von 105 Mio Euro genehmigt. Das fehlende Geld werde aus Rücklagen gedeckt. Der SWR erwartet sogar einen Verlust von 216 Mio Euro, der sich auf 145 Mio Euro senke, sofern man "bilanzielle Effekte im Zusammenhang mit dem Bilanz­rechts­modernisierungs­gesetz" herausrechne. Auch dieser Betrag lasse sich aus Reserven decken.
new-business.de, dwdl.de

Thomas Gottschalk beendet wöchentliche Radiosendung bei SWR3.

SWR3 und Thomas Gottschalk, 71, gehen nach knapp zwei Jahren wieder getrennte Wege: Zwei Tage nach dem einmaligen "Wetten, dass...?"-Comeback moderiert Gottschalk am Montag mit Constantin Zöller die letzte Ausgabe der wöchentlichen Radio­sendung "Gottschalk und Zöller". Seit Anfang 2020 lief die Show jeweils am Montag von 13 bis 15 Uhr. In Rente gehen will Gottschalk aber nicht und lässt wissen: "Mit mir ist zu rechnen. Nicht mehr wöchentlich, aber irgendwann bin ich zurück."
swr3.de via derstandard.at

epd: SWR kündigt Mitarbeiter nach Kritik an Corona-Berichterstattung.


Er darf nicht mehr: Der SWR kündigt seinem Mitarbeiter Ole Skambraks, der Anfang Oktober in einem offenen Brief die Corona-Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen moniert hatte, schreibt epd. Unter der Überschrift "Ich kann nicht mehr" hatte er Themen aufgezählt, über die SWR und Co "nicht substanziell" berichtet hätten, u.a. die "schweren Impfnebenwirkungen". Bei einem Auftritt bei Servus TV am 16. Oktober hatte er dann seine Kritik wiederholt, die Medien erzählen nur "die halbe Wahrheit" – auch, wenn er die "aktuelle Berichterstattung" gar nicht mehr verfolge.

Nach der Veröffentlichung des Briefs habe der SWR mit Skambraks "ein 14-tägiges öffentliches Stillhalten" vereinbart, um eine "interne Aufklärung und Befriedung" zu ermöglichen. Trotzdem ist der Sounddesigner wenige Tage später bei Servus TV aufgetreten. Daraufhin habe der SWR ihn "bis auf weiteres bezahlt freigestellt". Nun folgt die Kündigung, da Skambraks durch seinen TV-Auftritt durch "falsche Behauptungen das Vertrauen in die Neutralität des SWR beziehungsweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erneut untergraben" habe, so die Begründung des Senders gegenüber epd. Über die von ihm angesprochenen Themen seien "sehr wohl im SWR und der ARD berichtet" worden, heißt es weiter. Nach SWR-Angaben war Skambraks seit rund eineinhalb Jahren befristet angestellt. (Foto: Sebastian Gollnow / dpa / Picture Alliance)
rnd.de, stuttgarter-nachrichten.de

SWR-Chefredakteur Fritz Frey kritisiert CDU-Politiker wegen Unterbrechung von Live-Schalte.

SWR: Chefredakteur Fritz Frey reagiert auf die Störung einer Live-Schaltung durch den Mannheimer CDU-Lokalpolitiker Thomas Hornung. Sein Verhalten "offenbart ein Verständnis von Pressearbeit, das mit der grundgesetzlich verbrieften Freiheit der Berichterstattung nicht vereinbar ist". Reporterin Natalie Akbari wehrt sich zudem gegen den Vorwurf Hornungs, durch die Berichterstattung die Veranstaltung gestört zu haben. Sie habe sich an dem von der Partei zugewiesenen Platz befunden. Hornung sagt der dpa, dass er seinen Eingriff nicht bereut. Er hatte während der Live-Schaltung auf Akbari eingeredet, sodass sie die Sendung unterbrechen musste. Im Anschluss ist sie "unflätig" beleidigt worden, sagt Akbari.
t-online.de, turi2.de (Background)

CDU-Mitglied zwingt SWR zum Abbruch einer Live-Schalte.

Übertragung unerwünscht: SWR-Reporterin Natalie Akbari muss am Freitag­abend eine Live-Schalte vom Mannheimer CDU-Kreis­parteitag abbrechen, weil CDU-Mann Thomas Hornung sie mehrfach lautstark unterbricht. Hornung – selbst "ausgebildeter und gelernter Journalist", wie er wiederholt ins Mikro sagt – hält die Übertragung in die Sendung "SWR Aktuell Baden-Württenberg" für "journalistisch unseriös", weil sie die Rede auf der Bühne störe. Für Akbari war es eine "sehr unangenehme Situation". Nach der Unterbrechung habe sie sich noch "unflätige Beleidigungen" anhören müssen.

Die "aufgeheizte Stimmung" beim Parteitag begründet die Reporterin mit dem Rücktritt des früheren Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten. Thomas Hornung ist ein enger Mitarbeiter des Christdemokraten. Ex-CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz schreibt bei Twitter, solche Unterbrechungen kenne er "sonst nur von der AfD". Er fordert die Mannheimer CDU auf, "sich öffentlich beim SWR" zu entschuldigen.
youtube.com (3-Min-Video), swr.de, twitter.com (Tweet Polenz)

SWR macht Ex-ARD-Chefredakteur Rainald Becker zum Chefkorrespondenten.

Rückkehr: Der SWR holt Rainald Becker, 61 und Ex-Chef­redakteur der ARD, zum 1. November als Chef­korrespondent zurück. Zudem wird der Journalist 2022 Leiter des ARD-Studios in Genf. Beim damaligen Süd­deutschen Rundfunk war Becker bereits ab Mitte der 80er mehrere Jahre aktiv, in den 00er Jahren dann erneut für den SWR. Becker war zuletzt als möglicher Intendant des SR zur Wahl angetreten, das Rennen machte jedoch Martin Grasmück.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Medienkorrespondenz: SWR übernimmt 2024 ARD-Vorsitz.

Nach Nord-Ost sticht Süd-West: Der SWR übernimmt ab 2024 zwei Jahre lang den ARD-Vorsitz, berichtet Medien­korrespondenz via Twitter. Intendant Kai Gniffke (Foto) habe das auf der Rundfunk­ratssitzung des Senders am Freitag angekündigt. Derzeit steht WDR-Intendant Tom Buhrow dem Gremium vor, ab 2022 übernimmt der RBB unter Führung von Intendantin Patricia Schlesinger.
twitter.com via meedia.de, turi2.de (Background)

Der SWR holt Marieke Reimann als Zweite Chefredakteurin.


Next Generation: Journalistin Marieke Reimann, 34, Ex-Chefin des eingestampften "Zeit"-Jugendportals ze.tt, startet am 1. November als Zweite Chefredakteurin beim SWR. Damit steht sie an der Senderspitze neben Chefredakteur Fritz Frey, 62. Reimann wird in ihrem neuen Job auch die Abteilung "Zentrale Informationen" in Baden-Baden verantworten. Unter dieses Ressort fallen u.a. die Audio-Nachrichten des SWR und die Entwicklung "digitaler Newsformate für junge Zielgruppen", wie der Sender mitteilt. Sie soll den digitalen Umbau der Chefredaktion vorantreiben. Ihre Vorgängerin auf der Position ist Gabi Biesinger, die seit 1. August als Hörfunk-Korrespondentin in London unterwegs ist.

Reimann hatte die "Zeit"-Gruppe im Herbst 2020 verlassen, als ze.tt zum Ressort von Zeit Online wurde. Seitdem war sie als freie Journalistin tätig. Ihr Handwerk hat sie an der Deutschen Journalistenschule gelernt. Im Interview mit turi2 sagt Reimann Ende 2019: "Die Führungsebenen in unserem Land bilden nicht die Gesellschaft ab, die wir im Jahr 2020 haben. Es dominieren weiße westdeutsche Akademiker." Reimann wurde in der DDR geboren.

Ihre Entscheidung für den SWR kommentiert sie so: "Hier gibt es eine große Offenheit für progressivere Projekte, digitale Formate und diversere Biografien, das merkt man und das mag ich." Reimann ist die jüngste Person und erste Ostdeutsche, die es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Westdeutschland auf einen solchen Posten schafft – sie werde nun "bestimmt einige aus den Socken und den Sesseln hauen", sagt sie turi2. (Foto: SWR/Ralf Obergfell)
presseportal.de, turi2.de/koepfe (Profil Reimann)

Aus dem Archiv: Marieke Reimann im Interview in der turi2 edition #10 über Stereotypen und Print-Könige (2020).

turi2 edition #15: Datenjagd per Drahtesel im Sendegebiet des SWR.


Weisheit der Masse: Der SWR setzt auf die Crowd – und das nicht zum ersten Mal. Im Frühjahr 2021 ruft der Sender unter dem Claim #BesserRadfahren dazu auf, riskante Stellen für Fahrradfahrerinnen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu melden. Tausende Meldungen gehen daraufhin in Baden-Baden ein: Das Feedback ist groß. Der Druck auf die Politik jetzt auch. Weiterlesen…

NDR/rbb und SWR gehen Wahlmanipulation im Internet auf die Spur.

NDR/rbb und SWR dokumentieren Manipulationen vor der Bundestagswahl. In "Wahlkampf undercover - Wie PR-Profis uns manipulieren" schleusen sich Reporterinnen von NDR/rbb in PR-Agenturen ein. Die Doku ist ab 26. August in der ARD Mediathek verfügbar. "Die geheimen Meinungsmacher. Wie wir im Wahlkampf manipuliert werden" zeigt der SWR, wie radikale Gruppen und Verschwörungstheoretiker versuchen, Wählerinnen zu manipulieren. Die Doku läuft am 6. September in der ARD.
presseportal.de

Gelöschte Fußball-Bilder: Ostsport TV verschickt Abmahnungen an die ARD.

Gelbe Karte: Ostsport TV, Regionalliga-Rechteinhaber, kündigt in der "Bild" juristische Schritte gegen die ARD an. Der Sender hatte am Wochenende TV-Aufnahmen von zwei Begegnungen bei YouTube sperren lassen, ein Algorithmus habe Ähnlichkeiten mit eigenen Bildern festgestellt. Entsprechende Abmahnungen mit Unterlassungserklärungen seien nun auf dem Weg zur ARD und dem verantwortlichen SWR. Schon vor zwei Wochen kam es zu einem ähnlichen Vorfall.
bild.de, bild.de (Background)

Video-Tipp: “Zapp” nimmt “Ich bin Sophie Scholl” kritisch unter die Lupe.

Video-Tipp: "Zapp" wirft einen kritischen Blick auf den Instagram-Kanal Ich bin Sophie Scholl von SWR und BR. Schauspielerin Luna Wedler stellt darin die letzten Wochen von Sophie Scholl nach. Kritikerinnen bemängeln den oftmals fehlenden Kontext zu Kriegsereignissen. SWR-Redaktionsleiter Ulrich Herrmann erklärt, die Zustimmung für das Format sei dennoch "überwältigend".
youtube.com (14-Min-Video)

“Bild”: Matthias Distel kommt beim SWR unter.

Plötzlich YouTube: Entertainer Matthias Distel wird Außen­reporter der Sendung "Die SWR-Schlager-Suite", berichtet die "Bild". Das von ihm selbst konzipierte Format startet am 11. August auf dem SWR-YouTube-Kanal. Die Moderation übernimmt Schlager­sängerin Isi Glück. Distel hatte zuletzt mit Kritik an der Produktion der Sat.1-Sendung "Plötzlich arm, plötzlich reich" für Aufsehen gesorgt.
bild.de, turi2.de (Background)

Christian Meier knöpft sich “kostspielige Immobilienwelt der ARD” vor.

Architekturkritik: Christian Meier echauffiert sich in der "Welt am Sonntag über die "kostspielige Immobilien­welt der ARD". Der SWR-Neubau in Tübingen sei "reichlich über­dimensioniert" und "meilenweit entfernt" von Bürger­nähe oder Gemeinwohl­orientierung. Das WDR-Filmhaus, das statt der geplanten 65 Mio Euro nun etwa 240 Mio Euro kosten soll, sei "so etwas wie der Berliner Flughafen der Medien­branche".
edition.welt.de (Paid)

Debatte: Dennis Scheck erntet Kritik für literarische Verriss-Reihe.

Anti-Kanon: SWR-Literaturkritiker Dennis Scheck (Foto) verreißt in einer Video-Reihe die in seinen Augen "schlechtesten Bücher der Weltgeschichte". Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs wirft ihm "Effekthascherei auf schwachem Niveau" vor und fragt sich, wie es passieren konnte, dass der SWR ein solches Format absegnet. In der Kritik steht u.a. ein Blitz, der die Bücher ins Jenseits befördert und Assoziationen zur Bücherverbrennung hervorruft. SWR-Literatur­chef Frank Hertweck argumentiert, es gehe um "verschiedene Kriterien des Misslungenen", wobei sich "leider die alte Weisheit" bestätige, dass "Ironie und Fernsehen" nicht zusammen funktionieren.
boersenblatt.net (Schmidt-Friderichs), boersenblatt.net (Hertweck)

ARD startet neues Politik-Format “Der Raum mit Eva Schulz”.

Das Leben ist ein Spiel: Mit "Der Raum mit Eva Schulz" bringt die ARD eine Mischung aus Game- und Talkshow in die Mediathek. Die jeweils vier Gäste sind in einem Raum eingesperrt und müssen trotz gegensätzlicher Standpunkte konstruktiv zusammen­arbeiten, um den Raum zu verlassen. Die erste von zwei Pilotfolgen steht ab heute online und befasst sich mit dem Thema Fleischkonsum. Zu Gast sind u.a. Vegan-Influencer Gordon Prox und FDP-Politikerin Nicole Bauer.
swr.de, ardmediathek.de (56-Min-Video)

Auch SWR und RND fallen auf CDU-Fake rein.

SWR und RND sind ebenfalls auf eine Falschmeldung von Aktivisten über einen angeblichen CDU-Zukunftsrat reingefallen. Der SWR hat einen Artikel mit dem Titel "Mehr als JU? 'Zukunftsrat' auf Suche nach jungen Themen für die CDU" inzwischen von seiner Webseite genommen. RND veröffentlicht eine korrigierte Version von seinem Newsletter "Der Tag" und bittet um Entschuldigung. Beim Zukunftsrat der CDU "handelt es sich offenbar um Satire", schreibt RND.
swr.de, rnd.de

Video-Tipp: SWR startet Doku-Reihe “Radikale Ideale”.

Video-Tipp: SWR will in seiner neuen Doku-Reihe "Radikale Ideale" über Menschen berichten, die über gesellschaftlich akzeptierte Grenzen hinausgehen. Moderatorin Gülseren Ölcüm (Foto) besucht dafür z.B. Schulverweigerinnen und Aktivistinnen, die sich für mehr Rechte bei Abtreibungen einsetzen. Die Doku-Reihe erscheint in der ARD-Mediathek und auf YouTube.
swr.de , ardmediathek.de (Doku-Reihe)

SWR macht Ulla Fiebig 2022 zur Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz.

Rückkehrerin: Der SWR-Landesrundfunkrat wählt Ulla Fiebig als neue Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz. Sie ersetzt zum 1. Juni 2022 Simone Schelberg, die nach 15 Jahren ihren Posten räumt. Die von Intendant Kai Gniffke vorgeschlagene Fiebig sie aktuell Leiterin des Pressereferats im Bundesfamilienministerium, hat allerdings zuvor bereits lange für den SWR gearbeitet.
swr.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Stefan Siller vollzieht mit Karl Geibel #MeToo-Fall beim SWR nach.

Hör-Tipp: Im Podcast "Siller fragt" rollt Stefan Siller mit dem dienstältesten SWR-Rundfunkrat Karl Geibel (Foto) den Belästigungs-Vorwurf einer SWR-Mitarbeiterin gegen ein damaliges Mitglied der Geschäftsführung auf. Geibel spricht "wegen der Abhängigkeit vom Vorgesetzten" des mutmaßlichen Opfers von "körperlicher und geistiger Versklavung".
kontextwochenzeitung.de (29-Min-Audio)

“Bild”: Auch Jörg Pilawa soll “Verstehen Sie Spaß?” moderieren.

Spaßvögel: Die "Bild" bringt Jörg Pilawa als neuen Moderator von Verstehen Sie Spaß? ins Spiel. Zuvor hatte das Blatt schon über Barbara Schöneberger als mögliche Nachfolgerin von Guido Cantz berichtet. Pilawa und Schöneberger sollen die ARD-Show als Duo moderieren. Vor sechs Wochen habe es ein Treffen der SWR-Verantwortlichen mit Pilawa und seinem Management gegeben. Bisher wollen sich die Beteiligten nicht zu den Plänen äußern.
"Bild", S. 4 (Paid), turi2.de (Background)

SWR verlängert Thomas-Gottschalk-Show nicht.

Nicht nochmal: Der SWR verlängert die Show "Gottschalk feiert: Nochmal 18!" von Thomas Gottschalk nicht, berichtet "Bild". Für die noch produzierten Folgen wird der Sendeplatz geändert: Sie laufen nicht mehr monatlich am Freitag zur Primetime, sondern werden ab 4. August mittwochs abgefrühstückt. Laut "Bild" sind "miese Quoten" der Grund, Gottschalk äußert sich nicht.
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Der SWR hat zu wenig für den Erfolg seiner Sendung getan, kritisiert Florian Weber.

"Man hat leider zu wenig dafür getan, um 'Mal ehrlich…' zum Erfolg zu führen."

Florian Weber, seit rund zehn Jahren SWR-Gesicht, beklagt bei T-Online, dass sein Bürgertalk Mal ehrlich… "von Anfang an wenig Chancen" hatte, ein Quotenerfolg zu werden – vor allem wegen wechselnden Sendeplätzen und einem fehlenden Social-Media-Konzept vom Sender.
t-online.de

Guido Cantz hört Ende 2021 bei “Verstehen Sie Spaß?” auf.

Kein Witz: Guido Cantz verabschiedet sich nach 12 Jahren zum Jahresende als Moderator der ARD-Show "Verstehen Sie Spaß?". "Gerade weil's gut läuft", sei es jetzt an der Zeit aufzuhören, sagt Cantz. Der Produktionssender SWR will die Sendung 2022 trotzdem fortsetzen und "einmal mehr erneuern und weiterentwickeln", sagt Programmdirektor Clemens Bratzler. Auf YouTube hat "Verstehen Sie Spaß?" mehr Followerinnen als jedes andere ARD-Format. Hier will der SWR anknüpfen, um Social Media und die Fernseh-Show enger miteinander zu verknüpfen.
presseportal.de, zeit.de

Hör-Tipp: Norbert Grundei war überrascht vom Erfolg des Corona-Podcasts mit Christian Drosten.

Hör-Tipp: "Überhaupt nicht zuversichtlich" war Norbert Grundei (Foto) beim Start des von ihm ins Leben gerufenen NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update" mit Christian Drosten. Grundei sagt im SWR-Podcast "Geld, Markt, Meinung" mit Moderator Tobias Frey, dass er "wenn es gut läuft, mit 80.000 bis 100.000 Abrufen gerechnet" hätte. Dass es pro Folge schließlich über 1 Mio waren, sei überraschend gewesen. Als Erfolgsgeheimnis nennt er die für Zuhörerinnen geschaffene "Sicherheit durch eine gute Informationsbasis".
swr.de (28-Min-Audio)

Protest-Aktionen beim BR, MDR und SWR: Klima-Aktivistinnen fordern mehr Klima-Berichterstattung.


Klima-Klagen: Aktivistinnen der Klima-Bewegung Extinction Rebellion haben am Donnerstag vor mehreren Medienhäusern unter dem Motto "Klimakrise auf die Titelseiten" gegen die aus ihrer Sicht unzureichende Klima-Berichterstattung protestiert. Beim BR haben sich drei Menschen im Eingangsbereich an einen Tisch angekettet, zwei Männer haben jeweils eine ihrer Hände mit Sekundenkleber am Empfangstresen festgeklebt. Ein Sprecher des Senders sagt, man habe in persönlichen Gesprächen vor Ort deutlich gemacht, dass man das Anliegen der Protestierenden ernst nehme.

Vor dem Gebäude des MDR ist in Leipzig ein verhülltes Denkmal aufgestellt worden, auch vor dem SWR in Stuttgart sind laut Senderangaben "rund ein Dutzend" Anhängerinnen der Bewegung zusammengekommen. In Hamburg haben Aktivistinnen mit freiem Oberkörper vor den Verlagshäusern von Gruner + Jahr und dem "Spiegel" sowie dem Hamburger ZDF-Büro demonstriert, vor der Bauer Media Group haben sich oberkörperfreie Demonstrantinnen an die Backsteinfassade geklebt. In München sollen zudem einige Zeitungsverkaufskästen mit Plakaten überklebt worden sein.
br.de, swr.de, tz.de, welt.de, mopo.de, Foto: picture alliance/dpa, Sven Hoppe

SWR-Latenight “Die Pierre M. Krause Show” wird nach 18 Jahren eingestellt.

SWR stellt Die Pierre M. Krause Show nach 18 Jahren und 616 Ausgaben ein, die letzte Show läuft am 6. Juni. Die Sendung ist die dienstälteste Latenight-Show im deutschen Fernsehen, schaffte es mit wechselnden Namen und Sendeplätzen aber nie der Nische heraus. Gastgeber Pierre M. Krause bekommt ab Herbst eine neue Show, die seine Digital-Formate Kurzstrecke und Krause kommt ergänzen soll.
dwdl.de, wunschliste.de, presseportal.de

Übermedien sieht einen Zusammenhang zwischen Gottschalks Podcast-Aus und der Klatschpresse.

Klatschpressen-Konter: Podschalk, der mittlerweile eingestellte SWR-Podcast von Moderator Thomas Gottschalk, war für die Klatschpresse "eine der Hauptquellen für vermeintliche Skandalgeschichten", schreibt Mats Schönauer bei Übermedien. Scherzhaft gemeinte Aussagen von Gottschalk seien dabei in ernste Schlagzeilen verwandelt worden. Dem Moderator sei die Klatschpresse vor zwei Jahren noch "am Arsch vorbei" gegangen. Mit dem Eheaus nach 40 Jahren rückte er in den Fokus der Magazine.
übermedien.de, turi2.de (Background)

Neuer SR-Intendant Martin Grasmück: Kooperationen mit dem SWR sollen “Eigenständigkeit nicht gefährden”.

Saarländischer Rundfunk: Der neue Intendant Martin Grasmück ist offen für Kooperationen zwischen SR und SWR, wenn sie die "Eigenständigkeit des Saarländischen Rundfunks nicht gefährden", sagt er zu DWDL. Um den SR eigenständig zu führen, brauche man in den Führungsetagen "Expertise und Loyalität zum eigenen Unternehmen". Im Januar hatte SWR-Chef Kai Gniffke gemeinsame Direktionen in den Bereichen Produktion, Justiziariat und Verwaltung vorgeschlagen.
dwdl.de, turi2.de (Background), turi2.de (Gniffke)

Thomas Gottschalk beerdigt seinen SWR-Podcast.

Ausgeplaudert: Thomas Gottschalk beerdigt seinen SWR-Podcast Podschalk, in dem er seit Anfang 2020 gemeinsam mit Moderatorin Nicola Müntefering über aktuelle Themen gesprochen hatte. Gottschalk nennt als Grund "Frustration", da Podcast-Pointen immer wieder aus dem Zusammenhang gerissen worden seien. Zudem sei der Podcast zu einer "Zitatequelle" für Menschen geworden, denen Gottschalk "diese nicht einfach so gegeben" hätte.
rnd.de

SWR startet drei neue Podcasts.

Drei im Mai: Der SWR bringt drei neue Podcasts an den Start. In "Brücken bauen" spricht der ehemalige Fußball-Profi Hans Sarpei (Foto) mit Gästen jeden zweiten Dienstag über Alltagsrassismus, Diskriminierung und Migration. "SWR2 Wissen Spezial: Die Macht" bietet zehn Samstage in Folge jeweils eine Episode über Machtstrukturen. In "Der Gangster, der Junkie und die Hure" führen die titelgebenden Charaktere jeden zweiten Donnerstag ein offenes Gespräch entlang der sieben Todsünden.
swr.de