Debatte: Stefan Niggemeier kritisiert den Umgang der “Tagesschau” mit Fehlern.

Fehler-Fail: Die "Tagesschau" korrigiert einen Fehler in der Ukraine-Berichterstattung nicht transparent, "sondern vernebelt ihn hinter der vagen Formulierung von der redaktionellen Bearbeitung", kritisiert Stefan Niggemeier: "Wer so etwas macht, dem ist nicht an einer wahrheitsgemäßen Unterrichtung seines Publikums gelegen." Die "Tagesschau" hatte aus "zivilen Opfern eines ukrainischen Angriffs zivile Opfer eines russischen Angriffs" gemacht.
steadyhq.com

Video-Tipp: Pussy-Riot-Sängerinnen geben Interview in den Tagesthemen.

Video-Tipp: Die Tagesthemen geben der kreml­kritischen russischen Punkband Pussy Riot eine Bühne. Im Gespräch mit Ingo Zamperoni fordern drei ihrer Musikerinnen ein noch härteres Vorgehen gegen Russland. Ihre Tour sei ein Appell gegen den Krieg: "Wir wollen die aktuelle Lage beeinflussen, von außen und von innen." Ob sie nach Russland zurückkehren werden? "Wir wissen nicht, was morgen mit uns passiert", antworten sie.
tagesschau.de (6-Min-Video)

Debatte: Die “Tagesthemen” sollten die “Tagesschau” ersetzen, findet Peer Schader.

Ruhestand ruft: Die 20-Uhr-"Tagesschau" wird den Anforderungen des Nachrichtenalltags nicht mehr gerecht, kritisiert Peer Schader bei DWDL. Teil des Problems sei der Anspruch, das Wichtigste aus 24 Stunden in 15 Minuten abzuhaken. Auch das Sprecherprinzip sei nicht mehr "knackfrisch". Er plädiert dafür, stattdessen auf 45 Minuten verlängerte "Tagesthemen" zu senden.
dwdl.de

“Tagesschau” begrüßt Zuschauende genderneutral.

Tagesschau: Der Chefsprecher des ARD-Nachrichtenflaggschiffs, Jens Riewa, begrüßt die Zuschauenden am Samstagabend erstmals geschlechterneutral. Statt "Guten Abend meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur 'Tagesschau'" sagt er: "Guten Abend und willkommen zur 'Tagesschau'". Bisher ist unklar, ob dies eine geplante Änderung gewesen ist. Im Juli hatte die ARD noch gesagt, die "Tagesschau" werde an der traditionellen Anrede nicht rütteln.
rnd.de

Debatte: Steinmeier auszuladen war unklug, findet Oliver Neuroth.

Politisch unklug: Die Ukraine tut sich keinen Gefallen damit, Frank-Walter Steinmeier ausgeladen zu haben, schreibt Oliver Neuroth in einem Kommentar der Tagesschau. Deutschland gehöre zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine – das deutsche Staats­oberhaupt zur unerwünschten Person zu erklären, sei "eine Form der Nicht-Anerkennung dieser Hilfe". Neuroth hält es jetzt für unwahrscheinlich, dass Bundeskanzler Olaf Scholz in die Ukraine reisen wird: "Die Regierung in Kiew verbaut sich gerade etwas."
tagesschau.de

Schülerin Ella spricht heute den Kommentar in den “Tagesthemen”.

Kindermund tut Wahrheit kund: Die zwölfjährige Ella aus Hamburg spricht in einem Kommentar in den "Tagesthemen" heute über die Gefährdung der Kinder­rechte. Sie appelliert sie an die Bundes­regierung, Kinder in Krisen­zeiten nicht zu vergessen. Anlass ist die UN-Kinderrechts­konvention, die seit 30 Jahren in Deutschland gilt. Ella ist erst die zweite junge Kommentatorin in der Geschichte der Sendung: 2007 hat sich eine damals ebenfalls Zwölfjährige mit dem Klimawandel befasst.
spiegel.de, presseportal.de

Tagesschau-Korrespondent Georg Restle erntet Kritik für Aussage über Sperrzone in Butscha.

Zündstoff: Eine Aussage von ARD-Korrespondent Georg Restle löst auf Twitter heftige Diskussionen aus: Es sei Journalistinnen am Wochenende nicht möglich gewesen, sich ein eigenes Bild von der Lage in Butscha zu machen, hatte er in der "Tagesschau" behauptet. Kolleginnen vor Ort widersprechen dem jedoch: "Es gab mehrere offizielle Pressemöglichkeiten und sehr viele Reporter vor Ort", schreibt zum Beispiel CNN-Korrespondent Fredrik Pleitgen. Restle verteidigt sich über Twitter und verweist darauf, dass es Sperrzonen gegeben habe, die Journalisten nicht betreten durften. Richtig sei, "dass einige es offensichtlich dennoch getan haben." Daher verstehe er, dass seine Darstellung "missverstanden werden konnte".

Der Tweet sorgt jedoch zusätzlich für Irritation. Das klinge wiederum so, als sei es fast kriminell gewesen, dort hin zu fahren, schreibt "Bild"-Reporter Paul Ronzheimer – "dabei sind mehr als ein Dutzend Reporter ganz offiziell mit der ukrainischen Armee rein." Er wirft Restle vor, mit seinen Aussagen der russischen Propaganda zu helfen. "Überzogen" findet das Restle und legt noch einmal nach: Es sei ja gut, dass einzelne dennoch da waren, schreibt er, fragt aber, ob es jetzt um Wahrhaftigkeit oder Schnelligkeit ginge. "Unkollegial und vor allem unredlich", nennt Christian Meier das in der "Welt".

Die Berichterstattung der ARD zur Ukraine steht seit Längerem in der Kritik. Der Journalist Enno Lenze fasst in einem Tweet zusammen: "Die ARD kam Wochen nach den andern, hat die Meetings verpasst, hat den Zugang zu Bucha verpasst und zieht nun über alle anderen her um abzulenken." Es sei ein "unfaires und mieses Spiel allen Kolleg*innen gegenüber, die hier seit Wochen gute Arbeit leisten." Restle sagt in einer Stellungnahme des WDR, er ärgere ich sich selbst am meisten darüber, dass hier Missverständnisse entstanden seien. Für die Arbeit der Kolleginnen vor Ort habe er größten Respekt. (Foto: Horst Galuschka / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de, welt.de





Zitat: Der “Tagesschau”-Job hat sich verändert, erzählt Judith Rakers.

"Jetzt ist es so, dass hier auch Journalisten stehen, Moderatoren, die jederzeit umschwenken können von diesem Sprecher-Job in den Moderations-Job und dann auch lange Live-Strecken spontan überbrücken können."

"Tagesschau"-Moderatorin Judith Rakers erzählt im Dialogformat "Frag die Tagesschau", dass der Job-Schwerpunkt früher mehr darin lag, die Nachrichten "sachlich und in perfekter Aussprache" vorzutragen. Das sei nun anders: "Und, weil wir das fast alle auch bei tagesschau24 machen, ist es umso wichtiger, dass man auch im Thema ist."
tagesschau.de

ARD und ZDF wollen Nachrichten mit ukrainischen Untertiteln anbieten.

Ukraine-Krieg: ARD und ZDF arbeiten an Nachrichtenangeboten mit ukrainischen Untertiteln. Das ZDF will "relevante Beiträge" von "heute" und dem "heute-journal" untertiteln, diese sollen auf YouTube und in der Mediathek abrufbar sein. Die ARD will voraussichtlich ab Anfang April die 20-Uhr-"Tagesschau" mit ukrainischen und russischen Untertiteln zur Verfügung stellen.
digitalfernsehen.de

NDR: Beschwerde zur “Tagesschau”-App vom Verfassungsgericht abgelehnt.

Tagesschau App-Logo 150NDR scheitert mit einer Verfassungsbeschwerde zur "Tagesschau"-App beim Bundesverfassungsgericht. Grund für die Nichtannahme der Beschwerde sei, dass sie nicht den Darlegungsanforderungen genüge und damit unzulässig sei, heißt es in dem Karlsruher Beschluss. Die Entscheidung ist unanfechtbar. Der NDR hatte gegen das 2016 gefällte Urteil des OLG Köln geklagt, dass die App 2011 zu presseähnlich gewesen sei. Der BDZV sieht sich darin bestätigt, dass presseähnliche Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Netz unzulässig seien.
finanzen.net, turi2.de (Background)

Cum-Ex-Anwalt Hanno Berger unterhielt guten Draht zur FDP.

Cum-Ex-Skandal: Steueranwalt und Schlüsselfigur Hanno Berger (Foto) unterhielt offenbar jahrelang einen guten Draht zur FDP, recherchiert Massimo Bognanni für die "Tagesschau". Berger habe sich u.a. mit FDP-Finanzpolitiker Hermann Otto Solms getroffen, heute Ehrenvorsitzender der Liberalen. 2012 war Berger gemeinsam mit Christian Lindner Gast eines "Liberalen Circles". Lindners Büro bestreitet eine Bekanntschaft, Solms will Berger nur einmal gesehen haben.
tagesschau.de

IT-Expertinnen befürchten Infiltration mit russischer Schadsoftware.

Hacker-Grüße aus Moskau: Führende internationale IT-Expertinnen befürchten, dass russische Schadsoftware bereits Unternehmen der kritischen Infrastruktur in Deutschland infiltriert hat und jederzeit aktiv werden könnte. Das zeigt eine Recherche der SWR. "Weiche Ziele" wie Energieversorger, das Gesundheitswesen, Finanzinstitute und staatliche Einrichtungen seien hierzulande besonders verwundbar. "Deutschland hat einige Probleme, solche Bedrohungen aufzuspüren", sagt zum Beispiel Mattias Wåhlén, Leiter der Bedrohungsaufklärung beim Cyber-Sicherheitsunternehmen Truesec. Die Bundesrepublik bleibe in Sachen Cyber-Sicherheit hinter anderen westlichen Staaten zurück und könnte darum jetzt stärker ins Visier geraten.

Auch die Ukraine ist in der Nacht vor der russischen Invasion offenbar Opfer einer großangelegten Cyber-Offensive geworden, wie Spezialistinnen des in Bratislava ansässigen IT-Sicherheitsunternehmen ESET herausgefunden haben. Die Schadsoftware, die die Expertinnen "Hermetic Wiper" nennen, hat offenbar in hunderten Systemen von mindestens fünf verschiedenen ukrainischen Organisationen Daten unwiderbringlich gelöscht. Die Expertinnen sehen außerdem Hinweise, dass die Attacke bereits Monate vorher vorbereitet wurde. Nach Ansicht vieler Expertinnen passt die Attacke zu der militärischen Strategie Putins.
tagesschau.de

Debatte: Baumarkt-Werbung vor der “Tagesschau” verunsichert, meint Marie Schmidt.

Muss gut werden: Dass die Baumarkt-Kette Bauhaus kurz vor der "Tagesschau" Werbung mit dem Slogan "Wenn’s gut werden muss" sendet, treibt "Süddeutsche"-Autorin Marie Schmidt einen "Schauer über den Rücken" – "jetzt, da man eigentlich auf die Nachricht wartet, ob ein Atomkrieg zu verhindern sein wird". Der Baumarkt-Claim habe einen schon immer in "tiefe Verunsicherung" stürzen können.
sueddeutsche.de (Paid)

Wir graturilieren: Helge Fuhst wird 38.


Wir graturilieren: "Tagesschau"-Vize Helge Fuhst feiert heute seinen 38. Geburtstag. Im vergangenen Jahr war seine kniffligste Herausforderung, die "Tagesthemen" als "etablierte Nachrichtenmarke erfolgreich zu erneuern" und dabei "Tradition und Veränderung" zu vereinen. Im neuen Lebensjahr freut Fuhst sich besonders aufs Reisen und ein "Wiedersehen mit Israel". Zudem hofft er, Konzert­tickets endlich einzulösen, die sich seit 2020 bei ihm stapeln. Allerdings möchte er nicht nur Musik auf Konzerten genießen, sondern auch selbst mehr musizieren.

Fuhst ist ein Freund der "guten alten selbstgeschriebenen Geburtstags­karten" und verspricht dafür auch einen Ehren­platz. Digitale Geburtags­grüße erreichen ihn über Instagram.

ARD baut Tagesschau24 zum Nachrichtenkanal aus.

Tagesschau App-Logo 150Im Dauerbrennpunkt: Die ARD baut Tagesschau24 zum "vollwertigen Nachrichtenkanal" aus. Breaking-News, regionale Nachrichten und Live-Berichterstattung statt Dokus und Wiederholungen lautet die neue Marschrichtung für den bisherigen Nischensender. Der Nachrichtenkanal liefert nach dem neuen Sendeschema 15 Stunden News am Tag, ab 2023 sogar 19 Stunden am Tag.

Die ARD wolle so sehr viel schneller auf Breaking-News-Lagen reagieren können, Tagesschau24 solle rund um die Uhr live-fähig für Sondersendungen im Hauptprogramm sein. Die ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger sieht den Ausbau von Tagesschau24 als "Investition in die Zukunft" und nennt die BBC als Vorbild. Die ARD finanziert und organisiert den Umbau "durch die Umschichtung und das Nutzen von Synergien mit allen Landesrundfunkanstalten", speziell dem NDR-Informationshaus in Hamburg-Lokstedt, in dem crossmedial Nachrichten und die ARD Infonacht produziert wird.
handelsblatt.com, tagesschau.de, faz.net

GMX-Umfrage: “Tagesschau” ist das beliebteste News-Angebot im Netz in Deutschland.

Tagesschau ist das beliebteste News-Angebot in Deutschland, sagt eine Umfrage der E-Mail-Provider GMX und Web.de. Demnach nutzen 17 % der Befragten das ARD-Nachrichtenflaggschiff als Hauptnachrichten-Quelle, gefolgt von den Auftraggebern der Studie GMX und Web.de. Die E-Mail-Portale nutzen demnach 16 % der Befragten. Auf Platz 3 landen n-tv und T-Online.
gmx.net

Lese-Tipp: Wie RT DE an eine Sendeerlaubnis kommen will.

Lese-Tipp: Der russische Auslandssender RT ist bisher an seinem deutschsprachigen TV-Programm gescheitert – mangels Rundfunklizenz. Mittlerweile ist es ein "Ringen zwischen Russland und den Behörden geworden", schreibt Silvia Stöber. Auf tagesschau.de erklärt sie die Bemühungen des Kreml-nahen Nachrichten­kanals, um doch noch eine Sende-Erlaubnis zu bekommen.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: 11,668 Mio Menschen schauen 2021 täglich die “Tagesschau”.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Mit durchschnittlich 11,688 Mio Zuschauerinnen war die "Tagesschau" um 20 Uhr 2021 erneut die mit deutlichem Abstand meist­gesehene Nachrichten­sendung im deutschen TV, teilt der NDR mit. 6,016 Mio Menschen schalten im Schnitt im Ersten ein, 43.000 mehr als 2020, weitere 5,672 Mio in den Dritten oder anderen Programmen. Der Gesamt-Marktanteil steigt leicht auf 40,6 %. Zum Vergleich: ZDF-"heute" um 19 Uhr kommt mit 4,459 Mio auf 19,3 %, "RTL Aktuell" erreicht 3,266 Mio Menschen und 15 % Marktanteil.
presseportal.de

Lese-Tipp: Einblicke in ein geschocktes Hongkong.

Lese-Tipp: Die Situation für Medienschaffende und Aktivistinnen in Hongkong ist inzwischen teils noch repressiver als in Festlandchina, berichtet ARD-Korrespondentin Eva Lamby-Schmitt. Nur wenige Menschen trauen sich, zu reden. Die, die es tun, zeichnen ein düsteres Bild. Chinas Versprechen, ein Land mit zwei Systemen zu schaffen, ist für die Menschen in Hongkong "zu einer Art Witz geworden", sagt etwa der pensionierte Sozialpolitikwissenschaftler Chung Kim Wah.
tagesschau.de (mit 4-Min-Audio), turi2.de (Background)

Basta: “Tagesschau”-Sprecher Claus-Erich Boetzkes ist gedanklich noch bei Kanzler Kohl.

Im falschen Film: "Tagesschau"-Sprecher Claus-Erich Boetzkes scheint noch nicht verinnerlicht zu haben, dass Olaf Scholz neuer Bundeskanzler ist. Es sei "kein sanfter Einstieg in die neue Bundesregierung in Zeiten der Pandemie", sagt er in seiner Moderation: "Bereits an seinem ersten Arbeitstag schaltet sich Kanzler Kohl mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten zusammen." Offenbar scheint die ARD heimlich das neue Format "Tagesschau History" mit Boetzkes zu testen.
twitter.com via rnd.de

Basta: “Tagesschau” startet 44 Sekunden verspätet.

Wenn's mal länger dauert: Die "Tagesschau" ist am Samstagabend mit stolzen 44 Sekunden Verspätung gestartet – wegen eines Grafik-Problems. Einigen Twitterern schwante schon der Weltuntergang. Doch "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers holte die Verspätung wieder auf – der nachfolgende Florian Silbereisen konnte pünktlich beginnen.
twitter.com (18-Sek-Video), twitter.com (#tagesschau), twitter.com (Rakers, Erklärung)

Tagesschau24-Moderator André Schünke ersetzt spontan fehlenden “Tagesschau”-Sprecher.

Spontanesschau: Die 20-Uhr-"Tagesschau" am Donnerstagabend überrascht mit einem neuen Gesicht. André Schünke, seit 2017 Moderator beim News-Kanal Tagesschau24, debütiert in der Primetime – für ihn wohl genauso überraschend wie fürs Publikum. Der NDR spricht bei Twitter von einem "Versehen in der Planung", weshalb der vorgesehene Sprecher nicht da gewesen und Schünke kurzfristig eingesprungen sei.
dwdl.de, t-online.de, tagesschau.de (15-Min-Video)

Hör-Tipp: “Tagesschau” trifft TikTok.

Hör-Tipp: Auf TikTok ist die "Tagesschau" "der verlässlichste und wichtigste Informationslieferant", sagt der Leiter der Social-Media-Abteilung Patrick Weinhold im Podcast "30xfriends". Für ihn liegen die Chancen von TikTok bei schnellem Storytelling, hoher Kreativität und einer jungen Community, "die heiß auf Information und Wissen" ist. Für Weinhold sind gezielter Ressourcen-Einsatz und die mehrfache Verwendung von Inhalten auf sozialen Netzwerken wichtig. Es sollte plattform­spezifisch gearbeitet werden, aber "das Ökonomische dabei muss ich als Manager auch im Blick behalten".
30xfriends.podigee.io (58-Min-Audio)

Video-Tipp: Annette Dittert erklärt ihren “Tagesschau”-Fauxpas.

Video-Tipp: "Tagesschau"-Reporterin Annette Dittert klärt charmant über den banalen Grund auf, weshalb sie ihre Live-Schalte zum Weltklima-Gipfel für einen kurzen Handy-Check unterbrochen hat. Sie sei wegen des "Wahnsinns-Krachs" auf ihrem Ohrteil "einfach rausgekommen" und musste schlichtweg kurz auf ihre Stichpunkte schauen.
twitter.com (51-Sek-Video), turi2.de (Background)

Basta: Handy-Alarm bei “Tagesschau”-Reporterin Annette Dittert.

Ruhestörung: Eigentlich wollte "Tagesschau"-Reporterin Annette Dittert in der 20-Uhr-Ausgabe ungestört über den Weltklima-Gipfel berichten. Während einer Live-Schalte aus Glasgow zückt sie jedoch plötzlich ihr Handy und verschickt offenbar eine kurze Nachricht. Nachdem Bild TV sich bekanntlich gerne bei der ARD bedient, übernimmt das ARD-Personal nun wohl aus Rache die Handy-Alarm-Masche vom Springer-Newssender.
rnd.de, twitter.com (14-Sek-Clip)


Susanne Stichler und Michail Paweletz moderieren die “Tagesschau” am Nachmittag.

Tagesschau holt ab Januar 2022 Susanne Stichler (Foto) und Michail Paweletz als Moderatorinnen für die Nachmittags-Ausgabe der Sendung. Sie übernehmen die Position von Claus-Erich Boetzkes, der in den Ruhestand geht. Stichler und Paweletz ergänzen das Team um Nachmittags-Moderatorin Susanne Holst, beide bringen bereits Erfahrung als "Tagesschau"-Urlaubsvertretung oder von Tagesschau24 mit.
presseportal.de, dwdl.de

AfD-Berichterstattung: “Tagesschau” unterzeichnet Unterlassungserklärung.


Es ist kompliziert: Im Streit um die Berichterstattung über das Abstimmungs-Verhalten der AfD zum Fluthilfe-Fonds gibt die "Tagesschau" nach – der zuständige NDR erklärt Unterlassung. Der Sender ändert die Aufzeichnung in der Mediathek und versieht sie mit einem Hinweis, ein Faktenfinder-Beitrag ist bis zur Überarbeitung offline. Die rechtspopulistische Partei hatte sich juristisch gegen zwei Sätze in der 20-Uhr-"Tagesschau" vom 17. September gewehrt. Darin hieß es: "Außerdem hat der Bundestag den Wiederaufbaufonds für die Flutgebiete beschlossen. Alle Fraktionen bis auf die AfD stimmten dafür." Tatsächlich hatte die AfD in zweiter Lesung für den Fonds gestimmt, sich bei der Schlussabstimmung aber enthalten, weil die Regierung die Abstimmung mit einer Zustimmung zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes verknüpft hatte.

Die rechtspopulistische Partei jubelt in einer Pressemitteilung über den juristischen Erfolg gegen das Nachrichten-Flaggschiff der ARD: "Das ist ein wichtiger Erfolg für die AfD-Fraktion, der zeigt, dass es sich lohnt, für korrekte und wahrheitsgemäße Berichterstattung in den Medien zu streiten. Es ist jedoch bedauerlich, dass wir hierfür erst den Rechtsweg beschreiten mussten", erklären Alice Weidel und Alexander Gauland.
dwdl.de, rnd.de, presseportal.de (AfD-Mitteilung), turi2.de (Background)

Aline Abboud hat am Samstag ihre “Tagesthemen”-Premiere.

Tagesthemen: Neu-Zugang Aline Abboud, 33, moderiert das Nachrichten­magazin erstmals am 4. September, dem kommenden Samstag, teilt der NDR mit. Sie verstärkt das Moderations­team um Caren Miosga und Ingo Zamperoni – und ersetzt Pinar Atalay, die inzwischen auf der Gehaltsliste von RTL steht. Abboud kommt vom ZDF, wo sie die Kurz­nachrichten "heuteXpress" präsentiert. Bei Funk moderiert sie das Politik-Format Die da oben.
presseportal.de, rnd.de

Hör-Tipp: Jan Hofer will Nachrichten “ohne Schere im Kopf” machen.

Hör-Tipp: Der frühere "Mr. Tageschau" Jan Hofer hofft, dass seine neue Redaktion bei RTL "ohne Schere im Kopf" arbeitet. Zwar gebe es bei Nachrichten­sendungen eine "gewisse Gesetzmäßigkeit", jedoch auch "eine große Bandbreite", "wie man es macht, wie man die Leute anspricht und wen man anspricht", sagt Hofer im "GQ"-Podcast Nice am Stil mit Janin Ullmann. Hofers Ex-Kollegin Linda Zervakis, die zu ProSieben gewechselt ist, sagt, sie werde auch im Privat-TV "keinen unseriösen Journalismus betreiben".
gq-niceamstil.podigee.io (55-Min-Audio) via abendblatt.de

Maaßen: “Gesinnungskontrolle” von Journalistinnen ist nun doch vom Tisch.

Erneute Wortmeldung: Hans-Georg Maaßen rechtfertigt sich bei Twitter für seine Angriffe auf die "Tagesschau". Dabei rudert er ein wenig zurück, anders als zunächst gesagt dürfe es eine "Gesinnungskontrolle journalistischer Arbeit durch die Politik" doch nicht geben. Weiterhin spricht er jedoch von einer "tendenziösen Berichterstattung" bei den Öffentlich-Rechtlichen. "Presse- und Rundfunkfreiheit haben in Deutschland Verfassungsrang", so Maaßen. "Unabhängiger Journalismus" und ein "politisch unabhängiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk" seien für die Demokratie "unverzichtbar". Zuvor hatte Maaßen in einem Interview mit dem Lokalsender TV Berlin "Tagesschau"-Mitarbeitenden vorgeworfen, Verbindungen zur linken und linksextremen Szene zu haben – und deswegen eine Überprüfung der Journalistinnen gefordert. Belege für diese Behauptungen liefert Maaßen jedoch bis heute nicht.

Mittlerweile hat auch der für die "Tagesschau" verantwortliche NDR auf die Anschuldigungen reagiert: Die Nachrichtensendung habe einen "hohen Anspruch an Objektivität und Sorgfalt in der Berichterstattung", sagt NDR-Sprecherin Barbara Jung und verweist darauf, dass "ausschließlich journalistischen Kriterien" bei der Nachrichtenauswahl eine Rolle spielen. Die "Tagesschau" stehe damit für "ausgewogenen, nachvollziehbaren und durch Fakten belegten Journalismus".

Für seine Aussagen erntet Maaßen weiterhin viel Kritik. Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann etwa legt ihm in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Parteiaustritt nahe. Dirk Toepffer, Fraktionschef der CDU im niedersächsischen Landtag schreibt bei Twitter: "Wer einen Gesinnungstest für Journalisten fordert, fällt in dunkelste Zeiten zurück." Dies sei nicht mit den Werten der CDU vereinbar. Katja Mast, Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, sieht Parallelen zu Methoden der AfD und findet es skandalös, dass "man in der CDU-Zentrale immer noch denkt, man könne Maaßen und seine Äußerungen weiter ignorieren". Der DJV fordert indes "dringend eine Entschuldigung" von Maaßen.
welt.de, twitter.com (Maaßen), presseportal.de, turi2.de (Background)

Hans-Georg Maaßen fordert Überprüfung von “Tagesschau”-Journalistinnen.

Nicht mehr bei Sinnen? "Tagesschau"-Journalistinnen sollten auf ihre Gesinnung abgeklopft werden, fordert Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen in einem Interview mit Peter Brinkmann bei TV Berlin. Maaßen wirft "Tagesschau"-Mitarbeitenden Verbindungen zur linken und linksextremen Szene vor. Es gebe genug Bundesländer, die einen NDR-Untersuchungsausschuss einleiten könnten. Darin solle "die Biografie von einigen Redakteuren mal auf den Prüfstand gestellt" werden. Es gehe darum, "ob diese Leute auch charakterliche Eigenschaft haben, die 'Tagesschau' durch Redaktion zu begleiten". Zudem spricht Maaßen von einem "klaren Linksdrall" bei den Öffentlich-Rechtlichen und von einer "Manipulation der veröffentlichten Meinung" in Form von Framing. Er sehe bei den Sendern keine ausgewogene politische Berichterstattung mehr. TV Berlin stand in der Vergangenheit allerdings selbst in der Kritik für seine unkritischen Berichte über die aserbaidschanische Regierung.

Kritik an Maaßens Vorwürfen kommt nun u.a. vom DJV-Vorsitzenden Frank Überall, der dessen Aussagen über "Tagesschau"-Journalistinnen als "verhaltensoriginell" bezeichnet und entsprechende Belege von ihm fordert. Michael Windisch, Leiter Politische Kommunikation der CDU Thüringen, distanziert sich von Maaßen: Er stelle "seinen eigenen Standpunkt" dar. Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner twittert, Maaßen attackiere die Pressefreiheit "unverhohlen". Er fordert eine "klare Abgrenzung" der Union.
zeit.de, t-online.de, spiegel.de, youtube.com (31-Min-Video)

“Tagesthemen”-Reportagen wollen Politik-Erwartungen in allen Bundesländern beleuchten.

Tagesthemen starten in ihrer Regional-Rubrik #mittendrin eine Reportage-Reihe zur Bundestagswahl. Aus jedem Bundesland kommen Menschen zu Wort, die erzählen, was sie von der Politik erwarten. Den Auftakt macht heute eine Reportage aus Zittau, in der es u.a. um die Bedeutung offener Grenzen im Alltag geht.
presseportal.de, tagesschau.de (4-Min-Video, Reportage aus Zittau)

Klick-Tipp: Correctiv nimmt eine irreführende Wetterkarten-Collage unter die Lupe.

Klick-Tipp: Correctiv nimmt sich eine seit drei Jahren via Facebook verbreitete Wetterkarten-Collage vor. Diese soll zeigen, dass Medien ihre Farbgestaltung für hohe Temperaturen verändert haben, um sie dramatischer aussehen zu lassen – bei der "Tagesschau" etwa von Grün auf Rot. Laut dem Recherche-Netzwerk zeigt die Grafik aber unterschiedliche Teile der Wettervorhersage, beide seien daher nicht miteinander zu vergleichen. Bei einem RTL-Screenshot ist ein Feuer im Hintergrund sogar nachträglich eingefügt worden.
correctiv.org

Ex-“Tagesschau”-Sprecherin Dagmar Berghoff ist gegen Quotenfrauen.

"Jeder sollte nach Qualifikation eingeteilt werden. Ist aber eine Frau mindestens gleich qualifiziert wie ein Mann, sollte die Frau genommen werden. Aber wenn ein Mann als Bewerber qualifizierter ist, sollte nicht auf Teufel raus eine Frau gesucht werden."

Dagmar Berghoff, 78, die heute vor 45 Jahren als erste Frau die "Tagesschau" gesprochen hat, plädiert im RND-Interview gegen Quotenfrauen.
rnd.de

Video-Tipp: Judith Rakers erzählt, wie sie angetrunken die Tagesschau moderiert hat.

Video-Tipp: Judith Rakers plaudert in der BR-Talkshow "Ringlstetter" darüber, wie sie sich einmal im Dienstplan vertan und angeschickert die "Tagesschau" moderiert hat. Sie sei von einem Restaurant über "dunkelgelbe, orange Ampeln" ins Studio gerast. "Du wirst ungeschminkt, lallend und unvorbereitet dastehen", habe sie gedacht. Das Adrenalin habe sie aber übermenschlich gemacht. Trotzdem hatte sie ein schlechtes Gewissen: "Es tat mit so leid".
ardmediathek.de (45-Min-Video) via bild.de

“Bild” berichtet von Linda Zervakis “Bruch” mit der “Tagesschau”, NDR und Zervakis dementieren.

Tages-Streit: Vor dem Ausstieg von Ex-"Tagesschau"-Moderatorin Linda Zervakis soll es Streit gegeben haben, schreibt die "Bild". Zervakis habe demnach zum Jahreswechsel bei NDR-Programmdirektor Frank Beckmann ein Sendungskonzept eingereicht, darauf aber keine Reaktion erhalten. Beckmann habe sich erst wegen eines Versprechers in der Sendung bei ihr gemeldet, woraufhin Zervakis laut "Bild" gekündigt haben soll. Eine NDR-Sprecherin sagt auf "Bild"-Nachfrage, dass kein "kein Zerwürfnis" gebe. Am Freitag teilt Zervakis via Instagram ebenfalls mit: "Es gibt kein Zerwürfnis", das habe ihr Management "Bild" auch mitgeteilt.
bild.de (Paid), turi2.de (Widerspruch Zervakis)

Ergänzung 30.04.2021: Wir haben das Dementi von Linda Zervakis nachträglich in den Beitrag eingefügt.

Wie viel TikTok-Tanz verträgt die “Tagesschau”, Marcus Bornheim?

Zwischen Seriosität und Spaß: “Im Nachhinein bin ich heilfroh, nicht auf die Bedenkenträgerinnen gehört zu haben”, bilanziert Marcus Bornheim das Engagement der “Tagesschau” in der Video-App TikTok. Der Erste Chefredakteur des ARD-Nachrichtenflaggschiffs beschreibt in der turi2 edition #14 den Spagat, den die Macherinnen leisten müssen, nämlich “die seriöse Nachrichtenmarke ‘Tagesschau’ und die Kurzweiligkeit von TikTok unter einen Hut” zu bekommen. Bei der “Tagesschau” auf TikTok dürfe auch gelacht werden, die Nachricht müsse aber immer der Kern sein. Das Buch mit allen Interviews und Gastbeiträgen erscheint am 6. Mai. Weiterlesen …

Hör-Tipp: Linda Zervakis macht bei der “Tagesschau” heute einen “schlanken griechischen Abgang”.

Hör-Tipp: Linda Zervakis moderiert heute zum letzten Mal die "Tagesschau", danach macht sie einen "schlanken griechischen Abgang" mit Ouzo fürs Team – corona­konform abgepackt in Einzel­fläschchen. Im Interview mit NDR Info sagt sie, die positive Resonanz des Publikums auf ihren Abschied habe sie "wirklich überrascht und auch ein bisschen überrollt". Nach 19 Jahren beim NDR will Zervakis "einfach nochmal etwas Neues" ausprobieren und hofft, dass ohne Schicht­dienst "mein Bio­rhythmus und ich noch irgendwann gute Freunde werden".
ndr.de (4-Min-Audio), turi2.de (Background)

Meinung: Linda Zervakis kann mehr als Nachrichten sprechen, schreibt Lars Haider.

Schlummernde Talente: Die Kündigung von Linda Zervakis bei der "Tagesschau" war "keine Entscheidung gegen die Nachrichtensendung, sondern für all das, was noch in ihr steckt und was raus muss", schreibt Lars Haider im "Hamburger Abendblatt". Zervakis brauche etwas "jenseits trockener Nachrichten, in dem sie sich ausleben und ausprobieren kann". Offenbar steht die Moderatorin deswegen vor einem Wechsel zu ProSieben.
abendblatt.de (Paid), turi2.de (Background)

Tagesschau erweitert ihr Audio-Angebot um den “Faktenfinder”-Podcast.

Tagesschau startet am 1. April – kein Scherz – den Faktenfinder-Podcast, der alle 14 Tage Falsch­meldungen auf den Grund geht. Im Wechsel moderieren Anja Reschke (Foto) und Michail Paweletz. Zum Auftakt geht es mit Journalistin Mai Thi Nguyen-Kim und dem Historiker Malte Thießen um Impf­skepsis im Wandel der Zeit.
presseportal.de, tagesschau.de/faktenfinder

Zitat: Raphael Brinkert will einen kommunikativen Beitrag zu aktuellen Themen leisten.

"Uns interessieren Themen, die in der 'Tagesschau' stattfinden. Das Wetter können wir nicht ändern. Aber für die Inhalte in den ersten 13 Minuten können wir einen kommunikativen Beitrag leisten."

Agentur-Chef Raphael Brinkert erklärt im "Horizont"-Interview, warum er für die SPD wirbt, einen Auftrag von Nestlé aber ablehnen würde.
horizont.net (Paid)

Andreas Rickmann lobt die “Tagesschau” in den sozialen Netzwerken.

Immer passend: Andreas Rickmann, Ex-Social-Media-Leiter bei "Bild", lobt die "Tagesschau" für ihren "klaren Plan", mit dem sie "plattformgerechte Inhalte" in ihren Kanälen platziert. Im Meedia-Interview erklärt er, ein Vergleich mit den Medien der freien Wirtschaft sei unfair. Hier seien die Budgets für Social Media viel geringer. Außerdem messen private Medien Erfolg anders: Für sie "sind 10 Paid-Subscriptions via Instagram viel mehr wert als 10.000 Likes."
meedia.de

Meinung: Neue “Tagesschau”-Seite birgt neue Konflikte mit Verlagen.

Tagesschau: Der überarbeitete Onlineauftritt – größere Schrift, weniger Symbole, fehlendes Blau – birgt neuen Konfliktstoff, schreibt Anne Fromm. Denn die Verlage fürchten, dass "Tageschau" ihnen mit dem freien Angebot das Netz-Publikum abzieht. Die ARD fürchte deshalb zu viel Erfolg, der "könnte die Verlage wieder provozieren". Der BDZV schreibt, er wolle in den Gremien besprechen, "inwieweit die neue Seite gegen die geltenden Regeln verstößt".
taz.de