Hör-Tipp: Caren Miosga spricht mit Lars Haider über Interviews.

Hör-Tipp: "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga plaudert im Podcast von Lars Haider aus dem Nähkästchen. Gerne hätte sie mehr Interview-Gäste im Studio, was aber schwierig sei, weil die Sendung aus Hamburg produziert wird. Miosga Miosga empfiehlt, in Gesprächen nicht "von vorneherein direkt die Bazooka" auszupacken und sagt: "Es hilf enorm, wenn Sie mit der Eingangsfrage erst einmal den roten Teppich ausrollen."
abendblatt.de (54-Min-Audio)

Zitat: Linda Zervakis hat beim Podcasten gelernt, dass Heimat kein Ort sein muss.

"Ich wurde jahrelang gefragt, was Heimat ist. Dann habe ich meistens Hamburg gesagt. Mir wurde der Blick geöffnet, dass das kein Ort sein muss, sondern eher ein Gefühl."

"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis erzählt im Interview mit t-online, was sie bei der Produktion ihres neuen Podcasts "Gute Deutsche" gelernt hat. In den ersten zwei Folgen spricht Zervakis mit Moderatorin Salwa Houmsi und Giovanni di Lorenzo.
t-online.de (Interview), open.spotify.com (Podcast)

Jan Hofer hat noch nicht mit der “Tagesschau” abgeschlossen.

Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer, 70, könnte die Sendung trotz auslaufendem Vertrag 2021 weiter moderieren, deutet er in einem Interview mit der "Bild" an. Schließlich wache er über Dienstpläne und Social-Media-Kanäle. Für ihn gelte aber: "Ganz oder gar nicht. So ein bisschen weitermachen käme für mich nicht infrage." Fun Fact: Von seiner gesetzlichen Rente könne er "gerade mal die Miete bezahlen."
bild.de (Paid)

Wir graturilieren: Juliane Leopold wird 37.


Wir graturilieren: Juliane Leopold, Digitalchefin der "Tagesschau", wird heute 37. Dafür plante sie eigentlich eine Reise nach Paris, um "alte Lieblingsplätze" zu besuchen. Die Ausweichvariante fällt auch aus, also bleibt Leopold in Hamburg und verbringt einen Balkontag, mit Blick auf hüpfende Trampolinkinder in der Nachbarschaft und ihrem derzeitigen Trostbuch Wow, no, Thankyou von Samantha Irby.

Das Beste am abgelaufenen Jahr war unter anderem, dass die digitale Transformation der ARD weiter voranging, unter "riesigem Publikumszuspruch quer über alle Ausspielwege". Dass das Publikum seit der Corona-Krise noch stärker guckt, macht sie stolz, auch wenn sie sich einen erfreulicheren Anlass wünschte. Im kommenden Jahr freut sich Leopold darauf, geliebte Menschen und Orte wiederzusehen. Funktionierende Videoschalten wären die Kirsche auf der Sahne. Gratulationen sind besonders bei Twitter willkommen, über ein Video auf TikTok freut sich Leopold aber ebenso. (Foto: NDR/Thorsten Jander)
turi2.de/koepfe (Infos zu Juliane Leopold)

Lese-Tipp: “Zeit” porträtiert Dagmar Berghoff als unbeirrte Pionierin.

Lese-Tipp: Die "Zeit" porträtiert Dagmar Berghoff, 77, ehemalige und erste "Tagesschau"-Sprecherin, als unbeirrte Frau, die stets von der Öffentlichkeit bewertet wurde, aber sehr populär war. Nur einmal habe sie die Fassung verloren: Als sie Boris Becker 1988 als Sieger des "WC-Turniers" bekanntgab und sich danach "durch die Lottozahlen kicherte". Die Goldene Kamera wollte sie nicht nur dafür verliehen bekommen, weibliche Sprecherin zu sein, und lehnte sie deshalb beim ersten Mal ab. Berghoff selbst sagt, sie habe sich "als Pionierin, aber nie als Feministin verstanden".
"Zeit" 18/2020, S. 26 (Paid)

Meinung: Tagesschau hat unkritisch über Verschwörungs-Demo in Berlin berichtet.

Tagesschau App-Logo 150Tagesschau hat die Hintergründe der sogenannten “Hygiene-Demo” in Berlin in einem Bericht am Samstag unzureichend eingeordnet, kritisiert Matthias Meisner. Dass bei der Versammlung gegen die Ausgangs­beschränkungen wegen Corona vor allem Verschwörungs­theoretiker*innen dabei waren, habe der Bericht verschwiegen. Auch der RBB hatte die Demo gezeigt, die Berichterstattung im Nachhinein aber als "verbesserungswürdig" bezeichnet.
tagesspiegel.de, tagesspiegel.de (Background)

Video-Tipp: Jan Hofer sendet seine eigene “Tagesschau” aus dem Home Office.

Video-Tipp: Jan Hofer folgt dem Corona-Trend des Home Offices und sendet mit einem Augenzwinkern auf den Social-Media-Kanälen der "Tagesschau" eine improvisierte Nachrichtensendung von zu Hause. Den obligatorischen Gong zu Beginn der Sendung erzeugt Hofer mit Kochtopfdeckeln, die Wetterkarte ist selbst gezeichnet.
instagram.com (35-Sek-Video)


Zitat: Ingo Zamperoni vermisst Diskussion von Angesicht zu Angesicht.

"Wir sind eine Redaktion, die unheimlich viel diskutiert – auch unabhängig der Konferenzen. Dieser direkte Austausch von Angesicht zu Angesicht fällt gerade komplett weg."

"Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni spricht im DWDL-Interview über seine Arbeit in Zeiten von Social Distancing. Er selbst sitzt fast den ganzen Tag isoliert in seinem Büro, die Regie begrüßt er im Studio nur noch durch die Scheibe.
dwdl.de

Bilanz: ARD erreicht 6 Mrd Video-Streams.

ARD bilanziert ihre Follower und Online-Klicks: 2019 erreichten die Videos des Senders auf seinen Accounts bei Youtube und Facebook 6 Mrd Streams. Laut Storyclash ist mit 2,6 Mio Follower die "Tagesschau" der ARD der meistgefolgte deutsche News-Kanal auf Twitter. Zu den meistgenutzten Angeboten gehört auch das Kinderprogramm: 600.000 User folgen dem Kika vom MDR auf Youtube und 314.000 dem SWR Kindernetz.
presseportal.de

Übermedien: Die ARD will die “Tagesthemen” um fünf regionale Minuten verlängern.

Tagesthemen könnten künftig länger werden, schreibt Stefan Niggemeier. Montags bis donnerstags würde die Sendung fünf Minuten länger werden und dann 35 Minuten dauern. Die Freitagsausgabe soll von 15 Minuten auf 30 Minuten wachsen. Die längere Sendezeit soll Raum für mehr regionale Berichterstattung bieten. Beschlossen sind die Änderungen noch nicht.
uebermedien.de (Paid)

Correctiv wirft dem ZDF Ungenauigkeit bei Übersetzungen von O-Tönen vor.

Übersetzungen arabischer, russischer und chinesischer O-Töne stimmen im ZDF nicht immer mit der Original-Aussage überein, sagt eine Auswertung von Correctiv für den "Journalist". In mehreren Dutzend Stichproben hat Correctiv beim ZDF mindestens sieben Ungenauigkeiten gefunden. Aussagen seien gerafft und verdichtet worden, in einigen Fällen tauchen in der Übersetzung Worte auf, die an anderer Stelle im Interview gesagt wurden, im O-Ton aber fehlen. Das ZDF will seine Übersetzungspraxis nun überprüfen. In den Stichproben der ARD-"Tagesschau" waren alle Übersetzungen korrekt.
presseportal.de, journalist.de

“Tagesschau” gewinnt 2019 das Quoten-Duell der Nachrichtensendungen.

Tagesschau gewinnt 2019 dank Ausstrahlung in den Dritten Zuschauer, verliert im Ersten allerdings etwas an Quote, analysiert Quotenmeter. Quotenzuwächse verzeichnen die Nachrichtensendungen von RTL. Die "heute"-Hauptnachrichten im ZDF fallen auf die niedrigste Reichweite seit 2013, liegen damit aber weiterhin auf hohem Niveau. Größter Verlierer des News-Jahres ist RTL Zwei, das an den Nachrichten seit Ende 2018 massiv spart - und damit die Quoten mehr als halbiert.
quotenmeter.de

Zitat: ARD-Aktuell-Chefredakteur Helge Fuhst will Zuschauern einen Mehrwert bieten.

"Das grundsätzliche Problem der 'Tagesthemen' war und ist ihr Sendeplatz um 22.15 Uhr, nach allen anderen. Wir müssen den Zuschauern also einen Mehrwert bieten."

Helge Fuhst, Chefredakteur von ARD Aktuell neben Marcus Bornheim und Juliane Leopold, kündigt im "Clap"-Porträt an, dass es bei den "Tagesthemen" bald auch Studiogäste geben soll und Moderator, Nachrichtensprecher und Sportredakteur im Studio sichtbar zusammenrücken.
"Clap" No. 71, S. 7-11 (Teaser)


Weitere Zitate:

Über Teamarbeit:
"Jeden Tag sammeln wir die besten Ideen im haus ein; ein Einzelner kann nie allein die besten Ideen haben."

Über Perfektion:
"Tatsächlich erlaubt man uns nicht, Fehler zu machen. Dabei wird immer wieder vergessen, dass bei uns auch nur Menschen arbeiten."

Über seinen Mentor Tom Buhrow:
"Er hört nicht nur gut zu, sondern auch hin, was ich sehr wichtig finde."

Über seine Sozialisation mit der "Tagesschau" seit seiner Kindheit:
"Beim 20-Uhr-Gong bekomme ich noch heute Gänsehaut."

Hör-Tipp: Linda Zervakis spricht über ihre früheren kulinarischen Spitznamen.

Hör-Tipp: Linda Zervakis ist zu Gast beim "Essen & Trinken"-Podcast Quatschen mit Sauce von Chefredakteur Jan Spielhagen und Online-Chefin Christina Hollstein. Die "Tagesschau"-Sprecherin erzählt von ihren früheren kulinarischen Spitznamen – bei ihrem Nachnamen wären dafür nur Zervelatwurst oder Tzatziki in Frage gekommen, wobei letzteres bei ihren griechischen Wurzeln einfach besser passte.
quatschen-mit-sauce.podigee.io (70-Min-Audio)

“Bild” kritisiert Präsenz der “Tagesschau” bei TikTok.

Tagesschau App-Logo 150Bild bellt laut gegen den neuen TikTok-Kanal der "Tagesschau". Paul Ronzheimer findet es "unverantwortlich", dass die ARD mit "unseren Gebührengeldern" - ein Totschlagargument - "gemeinsame Sache" mit der chinesischen Plattform macht, die Beiträge zensiere. ARD-aktuell-Chefredakteur Marcus Bornheim sagt, die Redaktion werde reagieren, "sollten wir hier Beeinträchtigungen feststellen". Seit vergangener Woche betreibt die Axel Springer Akademie unter dem Namen Hawaiitoast ein eigenes Angebot bei TikTok.
bild.de, bild.de (Ronzheimer), turi2.de (Background)

Die “Tagesschau” startet einen Account bei TikTok.

Tagesschau App-Logo 150Tagesschau gibt es nun auch bei TikTok. Der NDR startet ab heute einen Account beim chinesischen Kurzvideo-Dienst. Mit humorvollen Beiträgen will die Redaktion jungen Nutzern Einblicke verschaffen und sie so in Kontakt mit der Marke bringen. Der NDR will zudem "das Potential ausloten, das diese Plattform für die Vermittlung von Nachrichten bietet", so Marcus Bornheim, Chefredakteur von ARD-aktuell.
presseportal.de, turi2.de (Artikel über TikTok in der turi2 edition #9)

turi2 edition #9: “Tagesschau”-Digitalchefin Juliane Leopold und die Liebe zum Internet.



Und jetzt zur “Tagesschau”: Juliane Leopold bringt das ARD-Nachrichtenflaggschiff in seinem 67. Lebensjahr online groß raus. Björn Czieslik spricht mit der Digitalchefin für die turi2 edition #9 über Nachrichten abseits des Fernsehens, digitale Drohungen und über ihre ungeliebte Rolle als “Ossi vom Dienst”. Lesen Sie das ganze Porträt über Juliane Leopold kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

“Tagesthemen” senden am Mittwoch vom ehemaligem Grenzort Zicherie-Böckwitz.

Tagesthemen senden am Mittwoch live aus dem Ort Zicherie-Böckwitz an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Anlass ist der Mauerfall vor rund 30 Jahren. Bis zum 9. November 1989 verlief die innerdeutsche Grenze durch den Doppelort. Die Sendung moderiert Caren Miosga, die zuvor bereits den Ort und dessen Einwohner besucht hat.
presseportal.de

Basta: “Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer macht Selfie im Abspann.

Newsfluencer: "Tagesschau"-Chefsprecher Jan Hofer greift am Ende der 20-Uhr-Ausgabe am Donnerstagabend zum Smartphone und macht im Studio vor laufender Kamera ein Selfie. Was sonst ein Kündigungsgrund wäre, ist diesmal erlaubt, es gibt 1 Mio Instagram-Follower zu feiern. Das schürt hohe Erwartungen, was wohl kommt, wenn die erste Millionen bei TikTok erreicht ist.
faz.net, tagesschau.de (Video ab 15.46 Min), instagram.com (Erklärvideo Hofer)

Zitat: “Tagesschau”-Digitalchefin Juliane Leopold sieht die ARD technologisch hinten.

"Manchmal habe ich das Gefühl, das ganze Haus brennt lichterloh und immer noch sitzen alle am Küchentisch und überlegen, wer den Feuerlöscher bezahlt."

"Tagesschau"-Digitalchefin Juliane Leopold sagt in "Horizont", dass bei der ARD zu wenig Ressourcen in Technologie fließen. Mit ihrer direkten, undiplomatischen Art eckt sie bei den Anstalten oft an.
"Horizont" 37/2019, S. 16/17 (Paid)

Zitat: Patrick Weinhold macht bei der “Tagesschau” den Helmut-Schmidt-Test für Humor.

"Wir haben eine ganz gute Regel gefunden, um auch mal Humoriges über die verschiedenen Kanäle zu senden. Sie lautet: Könnte Altkanzler Helmut Schmidt als Hanseat darüber lachen?"

Patrick Weinhold, Chef des Social-Media-Teams der "Tagesschau", sagt im Interview mit dem Medientage-Blog, wie sein Team entscheidet, ob ein humorvoller Beitrag zur Marke passt.
blog.medientage.de

Zitat: Marcus Bornheim macht wenig Hoffnung auf Jan Hofer im Hoodie.

"Die 'Tagesschau' ist recht strikt in ihrem Format, die kann man nicht künstlich jünger machen – auch nicht mit Berichten über Miley Cyrus oder Justin Bieber oder wenn Jan Hofer mit Hoodie und Sneakers moderiert."

Marcus Bornheim, neuer "Tagesschau"-Chef, macht sich keine falsche Hoffnung auf junge TV-Zuschauer – und will sie lieber online, etwa auf Instagram, erreichen.
haz.de

China sperrt nun auch “FAZ” und “Süddeutsche”.

Das Netz wird engmaschiger: China blockiert nun auch die Websites von "Süddeutsche" und "FAZ". Bisher blockierte das System vor allem große Tech-Plattformen und englischsprachige Medien, die über kritische Themen wie Tibet oder auch die Verfolgung der Uiguren in Xinjiang berichten. Auch die "Tagesschau" wird seit Ende Juni blockiert. Am Samstagfrüh ist u.a. Focus Online und Abendblatt.de geblockt, ein großes Ströer-Portal und ein Wirtschaftsblatt aus Düsseldorf bisher aber ebensowenig wie turi2.de, ergeben Tests mit VPN-Tunneln nach China.

Die Sperr-Infrastruktur, von Spöttern Große Chinesische Firewall genannt, gilt als die effizienteste Internet-Zensurmaschine der Welt diesseits vom plumpen Kappen des kompletten Datenverkehrs. Die Kriterien sind naturgemäß nicht bekannt. Das Netz in China ist seit jeher unfrei, die Zensur von aus chinesischer Perspektive eher kleiner Medien stellt aber eine neue Qualität dar. Grund könnten Berichte über die ungewöhnlich großen Proteste in Hong Kong gegen ein neues Auslieferungsgesetz sein.
sueddeutsche.de, faz.net, tagesschau.de

Mitarbeit: Dirk Stascheit

Marcus Bornheim wird “Tagesschau”-Chef, auch Juliane Leopold Chefredakteurin.


Drei auf einen Streich: Die "Tagesschau" wird ab Oktober von einem Trio geführt. Marcus Bornheim (Mitte), 45, wird Erster Chefredakteur von ARD-aktuell. Der bisherige Vize übernimmt von Kai Gniffke, der als Intendant zum SWR geht. Bornheims Stellvertreter wird Helge Fuhst, 35, der derzeit ARD-Programmchef bei Phoenix ist. Mit tagesschau.de-Chefin Juliane Leopold, 36, rückt eine in Ostdeutschland geborene Frau in die Herrenriege auf – sie wird Chefredakteurin Digitales.

Das Trio fängt in Hamburg-Lokstedt im doppelten Sinne neu an: Derzeit entsteht neben den derzeitigen Büros und Studios ein neues, crossmediales Nachrichtenhaus. Es soll stark auf die Arbeit an digitalen Angeboten ausgerichtet sein. Die "Tagesschau" erreicht zunehmend Zuschauer per App oder über soziale Medien statt mit ihrer Flaggschiff-Ausgabe um 20 Uhr, die auch weiterhin von Millionen Menschen geschaut wird. Juliane Leopold kann im Rang einer Chefredakteurin jetzt noch unmittelbarer alle Arbeitsabläufe auf die digitalen Kanäle ausrichten. (Foto: NDR, Phoenix; Montage: turi2)
presseportal.de

Basta: Kai-Claudia und die Wirren der Intendanten-Wahl.

Sturm über Stuttgart: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke muss als Kandidat fürs Intendanten-Amt beim SWR kräftig einstecken. Widersacher graben immer neuen Dreck aus – und jetzt sogar Sexismus-Vorwürfe: Gniffke habe bei einer Weihnachtsfeier 2014 vorm Damenklo gepupst Wetterfee Claudia Kleinert in blonder Perücke imitiert. (Fotomontage: turi2)
kontextwochenzeitung.de

ARD bündelt Investigatives auf tagesschau.de.

Tagesschau App-Logo 150ARD beendet die Kleinstaaterei im Recherche-Journalismus und will investigative Inhalte auf tagesschau.de bündeln. Die Rubrik Investigativ enthält Geschichten der politischen TV-Magazine, investigative Radio-Stücke und Recherchen des Verbundes NDR, WDR, "Süddeutsche". Gebündelt unter dem Dach von tagesschau.de soll sich die "Durchschlagskraft" erhöhen. Der federführende NDR arbeitet außerdem derzeit an einem Relaunch von tagesschau.de.
tagesschau.de

ARD weist Kritik an Israel-Berichterstattung zurück.

ARD: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke weist die Kritik von Andrea Kiewel zur Israel-Berichterstattung zurück. Die "Tagesschau" habe "selbstverständlich darauf hingewiesen", dass der israelische Angriff eine Reaktion auf einen Hamas-Angriff war. Der Hinweis kam am Ende des Beitrages. Die Reihenfolge der geschilderten Ereignisse erwecke einen falschen Eindruck, kritisiert die ZDF-Moderatorin zuvor in einem Gastbeitrag für die "Jüdische Allgemeine".
stern.de, facebook.com (Gniffke-Reaktion), juedische-allgemeine.de (Kiewel-Gastbeitrag)

Renner: ARD-Mitarbeiter werfen Kai Gniffke Zweckentfremdung von Gebührengeldern vor.


Sendestörung: Redakteure von ARD-aktuell richten sich mit einem Brandbrief an die ARD-Intendanten und werfen "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke die Zweckentfremdung von Gebührengeldern vor, berichtet Kai-Hinrich Renner. Gniffke habe Anfang des Jahres die Nachtschicht in der Redaktion von ARD-aktuell abgeschafft, wo "Tagesschau", "Tagesthemen" und "Nachtmagazin" produziert werden. Ab 2.30 Uhr arbeite seither ausschließlich ein Online-Redakteur. In Nächten mit hohem Nachrichtenaufkommen solle deshalb auf Anordnung Gniffkes die 4.40-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" ausfallen. Ist dies der Fall, sollen als offizielle Version "'redaktionelle Gründe' vorgeschoben werden.

Gleichzeitig würden bei Tagesschau24 "redaktionelle Kapazitäten … heruntergefahren". Die so eingesparten Gelder seien laut dem Brandbrief nötig, "um Löcher im Dienstplan zu stopfen". Redakteure, die nicht am Brandbrief beteiligt waren, bestätigen die Vorwürfe gegenüber Renner. Es seien vor allem Mittel zugunsten von Tagesschau.de umgeschichtet worden.

Die Verfasser des Briefs wollen anonym bleiben. Sie werfen Gniffke vor, "ein Klima der Angst geschaffen" zu habe. Der Brandbrief ist auf den 13. März datiert – drei Tage zuvor wurde bekanntgegeben, dass Gniffke zur SWR-Intendantenwahl antreten wird.
morgenpost.de

Kai Gniffke erklärt das übliche Vorgehen bei Moderatoren-Übelkeit.

Über Übelkeit: Kai Gniffke erklärt im "Tagesschau"-Blog, warum die Kamera so lange auf Moderator Jan Hofer hielt, dem schlecht war – man sei davon ausgegangen, Hofer komme "noch ins Ziel", eine kürzere Abspann-Variante sei misslungen. Bisher sei eine solche Situation noch nie vorgekommen. Grundsätzlich sei das Worst-Case-Szanrio, dass der Off-Sprecher einspringe oder eine Ablösung ins Studio gehe, z.B. während eines Filmbeitrags. Hofer geht es gut, er twitterte, er habe ein Medikament nicht vertragen.
blog.tagesschau.de, turi2.de (Background)

“Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer muss Sendung abbrechen.

Tagesschau um 20 Uhr endet mit einem Beinahe-Zusammenbruch von Jan Hofer. Der Sprecher muss sich bei der Abmoderation am Tisch festhalten, kann nicht mehr sprechen. Die Kamera bleibt sekundenlang auf ihn gerichtet, bis der Bildschirm schwarz wird. Hofer twittert nach einem Check in der Uniklinik, die Ärzte hätten keine Auffälligkeiten festgestellt: "Ich nehme an, dass ich ein Medikament nicht vertrage, dass ich seit heute wegen einer verschleppten Grippe nehmen muss." "Bild" schlachtet Hofers Not maximal aus, veröffentlicht ein Video des Vorfalls und bringt ein Transkript seiner Versprecher.
tagesschau.de, bild.de, twitter.com (Hofers Tweet)


ZDF-Korrespondent Jörg Brase erhält türkische Akkreditierung.

Er doch kann, sagt Erdogan: Die Türkei gewährt Jörg Brase eine Pressekarte, gibt der ZDF-Korrespondent bei Twitter bekannt. Er werde in den kommenden Tagen nach Istanbul zurückkehren. Der zuletzt ebenfalls ausgewiesene "Tagesspiegel"-Journalist Thomas Seibert warte dagegen weiter auf eine Akkreditierung.

Brase habe über einen Anruf vom türkischen Presseamt von der Akkreditierung erfahren. "Wir begrüßen es, dass die türkischen Behörden nun zu einer anderen Entscheidung gekommen sind", sagt Bettina Schausten, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin. Das ZDF ginge davon aus, dass die offenen Pressekarten anderer Journalisten nun auch ausgestellt werden.
twitter.com, zdf.de, deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Meinung: Verlage wollen mit kostenpflichtigen Newslettern neue Erlösquellen schaffen.

Newsletter für spezialisierte Zielgruppen könnten sich in Zeiten rückläufiger Auflagen als neues Bezahlmodell für Journalismus durchsetzen, schreibt Grit Eggerichs. Der Tagesspiegel bietet für 179 Euro Newsletter an, die sich an Entscheider aus Politik, Unternehmen und NGOs richten. Dafür gibt es Text im Umfang von rund vier Zeitungsseiten mit spezialisierten Inhalten, die es in die reguläre Tageszeitung nicht schaffen würden. Auch die "Börsen-Zeitung" bietet kostenpflichtige Newsletter zu Wirtschaftsthemen an.
deutschlandfunk.de

Zahl des Tages: “Tagesschau” ist mit 9,6 Mio Zuschauern meistgesehene Nachrichtensendung 2018.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Informationshungrige 9,6 Mio Zuschauer schalten die "Tagesschau" 2018 durchschnittlich ein - leicht weniger als 2017. Die 20-Uhr-Ausgabe verteidigt 2018 die Position als meistgesehene Nachrichtensendung. Die "Tagesschau" wird auch in den Dritten Programmen sowie bei Phoenix und 3sat ausgestrahlt.
quotenmeter.de, dwdl.de