Zitat: Patrick Weinhold macht bei der “Tagesschau” den Helmut-Schmidt-Test für Humor.

"Wir haben eine ganz gute Regel gefunden, um auch mal Humoriges über die verschiedenen Kanäle zu senden. Sie lautet: Könnte Altkanzler Helmut Schmidt als Hanseat darüber lachen?"

Patrick Weinhold, Chef des Social-Media-Teams der "Tagesschau", sagt im Interview mit dem Medientage-Blog, wie sein Team entscheidet, ob ein humorvoller Beitrag zur Marke passt.
blog.medientage.de

Zitat: Marcus Bornheim macht wenig Hoffnung auf Jan Hofer im Hoodie.

"Die 'Tagesschau' ist recht strikt in ihrem Format, die kann man nicht künstlich jünger machen – auch nicht mit Berichten über Miley Cyrus oder Justin Bieber oder wenn Jan Hofer mit Hoodie und Sneakers moderiert."

Marcus Bornheim, neuer "Tagesschau"-Chef, macht sich keine falsche Hoffnung auf junge TV-Zuschauer – und will sie lieber online, etwa auf Instagram, erreichen.
haz.de

China sperrt nun auch “FAZ” und “Süddeutsche”.

Das Netz wird engmaschiger: China blockiert nun auch die Websites von "Süddeutsche" und "FAZ". Bisher blockierte das System vor allem große Tech-Plattformen und englischsprachige Medien, die über kritische Themen wie Tibet oder auch die Verfolgung der Uiguren in Xinjiang berichten. Auch die "Tagesschau" wird seit Ende Juni blockiert. Am Samstagfrüh ist u.a. Focus Online und Abendblatt.de geblockt, ein großes Ströer-Portal und ein Wirtschaftsblatt aus Düsseldorf bisher aber ebensowenig wie turi2.de, ergeben Tests mit VPN-Tunneln nach China.

Die Sperr-Infrastruktur, von Spöttern Große Chinesische Firewall genannt, gilt als die effizienteste Internet-Zensurmaschine der Welt diesseits vom plumpen Kappen des kompletten Datenverkehrs. Die Kriterien sind naturgemäß nicht bekannt. Das Netz in China ist seit jeher unfrei, die Zensur von aus chinesischer Perspektive eher kleiner Medien stellt aber eine neue Qualität dar. Grund könnten Berichte über die ungewöhnlich großen Proteste in Hong Kong gegen ein neues Auslieferungsgesetz sein.
sueddeutsche.de, faz.net, tagesschau.de

Mitarbeit: Dirk Stascheit

Marcus Bornheim wird “Tagesschau”-Chef, auch Juliane Leopold Chefredakteurin.


Drei auf einen Streich: Die "Tagesschau" wird ab Oktober von einem Trio geführt. Marcus Bornheim (Mitte), 45, wird Erster Chefredakteur von ARD-aktuell. Der bisherige Vize übernimmt von Kai Gniffke, der als Intendant zum SWR geht. Bornheims Stellvertreter wird Helge Fuhst, 35, der derzeit ARD-Programmchef bei Phoenix ist. Mit tagesschau.de-Chefin Juliane Leopold, 36, rückt eine in Ostdeutschland geborene Frau in die Herrenriege auf – sie wird Chefredakteurin Digitales.

Das Trio fängt in Hamburg-Lokstedt im doppelten Sinne neu an: Derzeit entsteht neben den derzeitigen Büros und Studios ein neues, crossmediales Nachrichtenhaus. Es soll stark auf die Arbeit an digitalen Angeboten ausgerichtet sein. Die "Tagesschau" erreicht zunehmend Zuschauer per App oder über soziale Medien statt mit ihrer Flaggschiff-Ausgabe um 20 Uhr, die auch weiterhin von Millionen Menschen geschaut wird. Juliane Leopold kann im Rang einer Chefredakteurin jetzt noch unmittelbarer alle Arbeitsabläufe auf die digitalen Kanäle ausrichten. (Foto: NDR, Phoenix; Montage: turi2)
presseportal.de

Basta: Kai-Claudia und die Wirren der Intendanten-Wahl.

Sturm über Stuttgart: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke muss als Kandidat fürs Intendanten-Amt beim SWR kräftig einstecken. Widersacher graben immer neuen Dreck aus – und jetzt sogar Sexismus-Vorwürfe: Gniffke habe bei einer Weihnachtsfeier 2014 vorm Damenklo gepupst Wetterfee Claudia Kleinert in blonder Perücke imitiert. (Fotomontage: turi2)
kontextwochenzeitung.de

ARD bündelt Investigatives auf tagesschau.de.

Tagesschau App-Logo 150ARD beendet die Kleinstaaterei im Recherche-Journalismus und will investigative Inhalte auf tagesschau.de bündeln. Die Rubrik Investigativ enthält Geschichten der politischen TV-Magazine, investigative Radio-Stücke und Recherchen des Verbundes NDR, WDR, "Süddeutsche". Gebündelt unter dem Dach von tagesschau.de soll sich die "Durchschlagskraft" erhöhen. Der federführende NDR arbeitet außerdem derzeit an einem Relaunch von tagesschau.de.
tagesschau.de

ARD weist Kritik an Israel-Berichterstattung zurück.

ARD: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke weist die Kritik von Andrea Kiewel zur Israel-Berichterstattung zurück. Die "Tagesschau" habe "selbstverständlich darauf hingewiesen", dass der israelische Angriff eine Reaktion auf einen Hamas-Angriff war. Der Hinweis kam am Ende des Beitrages. Die Reihenfolge der geschilderten Ereignisse erwecke einen falschen Eindruck, kritisiert die ZDF-Moderatorin zuvor in einem Gastbeitrag für die "Jüdische Allgemeine".
stern.de, facebook.com (Gniffke-Reaktion), juedische-allgemeine.de (Kiewel-Gastbeitrag)

Renner: ARD-Mitarbeiter werfen Kai Gniffke Zweckentfremdung von Gebührengeldern vor.


Sendestörung: Redakteure von ARD-aktuell richten sich mit einem Brandbrief an die ARD-Intendanten und werfen "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke die Zweckentfremdung von Gebührengeldern vor, berichtet Kai-Hinrich Renner. Gniffke habe Anfang des Jahres die Nachtschicht in der Redaktion von ARD-aktuell abgeschafft, wo "Tagesschau", "Tagesthemen" und "Nachtmagazin" produziert werden. Ab 2.30 Uhr arbeite seither ausschließlich ein Online-Redakteur. In Nächten mit hohem Nachrichtenaufkommen solle deshalb auf Anordnung Gniffkes die 4.40-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" ausfallen. Ist dies der Fall, sollen als offizielle Version "'redaktionelle Gründe' vorgeschoben werden.

Gleichzeitig würden bei Tagesschau24 "redaktionelle Kapazitäten … heruntergefahren". Die so eingesparten Gelder seien laut dem Brandbrief nötig, "um Löcher im Dienstplan zu stopfen". Redakteure, die nicht am Brandbrief beteiligt waren, bestätigen die Vorwürfe gegenüber Renner. Es seien vor allem Mittel zugunsten von Tagesschau.de umgeschichtet worden.

Die Verfasser des Briefs wollen anonym bleiben. Sie werfen Gniffke vor, "ein Klima der Angst geschaffen" zu habe. Der Brandbrief ist auf den 13. März datiert – drei Tage zuvor wurde bekanntgegeben, dass Gniffke zur SWR-Intendantenwahl antreten wird.
morgenpost.de

Kai Gniffke erklärt das übliche Vorgehen bei Moderatoren-Übelkeit.

Über Übelkeit: Kai Gniffke erklärt im "Tagesschau"-Blog, warum die Kamera so lange auf Moderator Jan Hofer hielt, dem schlecht war – man sei davon ausgegangen, Hofer komme "noch ins Ziel", eine kürzere Abspann-Variante sei misslungen. Bisher sei eine solche Situation noch nie vorgekommen. Grundsätzlich sei das Worst-Case-Szanrio, dass der Off-Sprecher einspringe oder eine Ablösung ins Studio gehe, z.B. während eines Filmbeitrags. Hofer geht es gut, er twitterte, er habe ein Medikament nicht vertragen.
blog.tagesschau.de, turi2.de (Background)

“Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer muss Sendung abbrechen.

Tagesschau um 20 Uhr endet mit einem Beinahe-Zusammenbruch von Jan Hofer. Der Sprecher muss sich bei der Abmoderation am Tisch festhalten, kann nicht mehr sprechen. Die Kamera bleibt sekundenlang auf ihn gerichtet, bis der Bildschirm schwarz wird. Hofer twittert nach einem Check in der Uniklinik, die Ärzte hätten keine Auffälligkeiten festgestellt: "Ich nehme an, dass ich ein Medikament nicht vertrage, dass ich seit heute wegen einer verschleppten Grippe nehmen muss." "Bild" schlachtet Hofers Not maximal aus, veröffentlicht ein Video des Vorfalls und bringt ein Transkript seiner Versprecher.
tagesschau.de, bild.de, twitter.com (Hofers Tweet)


ZDF-Korrespondent Jörg Brase erhält türkische Akkreditierung.

Er doch kann, sagt Erdogan: Die Türkei gewährt Jörg Brase eine Pressekarte, gibt der ZDF-Korrespondent bei Twitter bekannt. Er werde in den kommenden Tagen nach Istanbul zurückkehren. Der zuletzt ebenfalls ausgewiesene "Tagesspiegel"-Journalist Thomas Seibert warte dagegen weiter auf eine Akkreditierung.

Brase habe über einen Anruf vom türkischen Presseamt von der Akkreditierung erfahren. "Wir begrüßen es, dass die türkischen Behörden nun zu einer anderen Entscheidung gekommen sind", sagt Bettina Schausten, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin. Das ZDF ginge davon aus, dass die offenen Pressekarten anderer Journalisten nun auch ausgestellt werden.
twitter.com, zdf.de, deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Meinung: Verlage wollen mit kostenpflichtigen Newslettern neue Erlösquellen schaffen.

Newsletter für spezialisierte Zielgruppen könnten sich in Zeiten rückläufiger Auflagen als neues Bezahlmodell für Journalismus durchsetzen, schreibt Grit Eggerichs. Der Tagesspiegel bietet für 179 Euro Newsletter an, die sich an Entscheider aus Politik, Unternehmen und NGOs richten. Dafür gibt es Text im Umfang von rund vier Zeitungsseiten mit spezialisierten Inhalten, die es in die reguläre Tageszeitung nicht schaffen würden. Auch die "Börsen-Zeitung" bietet kostenpflichtige Newsletter zu Wirtschaftsthemen an.
deutschlandfunk.de

Zahl des Tages: “Tagesschau” ist mit 9,6 Mio Zuschauern meistgesehene Nachrichtensendung 2018.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Informationshungrige 9,6 Mio Zuschauer schalten die "Tagesschau" 2018 durchschnittlich ein - leicht weniger als 2017. Die 20-Uhr-Ausgabe verteidigt 2018 die Position als meistgesehene Nachrichtensendung. Die "Tagesschau" wird auch in den Dritten Programmen sowie bei Phoenix und 3sat ausgestrahlt.
quotenmeter.de, dwdl.de

Zitat: “Tagesschau”-Chefredakteur Kai Gniffke findet Migrationspakt-Berichterstattung unvoreingenommen.

"Die Nachrichtenangebote von ARD-aktuell haben die Aufgabe, die unterschiedlichen Positionen im gesellschaftlichen Diskurs angemessen abzubilden."

"Tageschau"-Chefredakteur Kai Gniffke verteidigt im Interview mit der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit die Berichterstattung über den UN-Migrationspakt als "unvoreingenommen".
jungefreiheit.de

Kai Gniffke wirft Hans-Georg Maaßen Rufschädigung der “Tagesschau” vor.

Tagesschau-Chef Kai Gniffke schaltet sich in den Fall Maaßen ein. In einem Brief an den Noch-Verfassungsschutz-Chef und die Obleute im Innenausschuss wirft er Hans-Georg Maaßen vor, den Ruf der "Tagesschau" geschädigt zu haben. Maaßens Aussagen vor dem Ausschuss würden sich nicht "mit den nachprüfbaren Fakten" decken. Insbesondere habe die Nachrichtensendung nie die Begriffe "Hetzjagd" oder "Menschenjagd" verwendet. Buzzfeed veröffentlicht den gesamten Brief.
buzzfeed.com

“Unsere Kritiker nutzen unsere Angebote”: HR-Intendant Manfred Krupp über Akzeptanz von ARD und ZDF.


Schon GEZahlt: Manfred Krupp gibt die Generation Netflix für die Öffentlich-Rechtlichen noch nicht verloren. Im Video-Interview mit turi2.tv sagt der HR-Intendant, dass die Zahlung der GEZ-Gebühr für ihn als Student einfach dazugehörte. Auch die Studenten von heute nutzen noch ARD und ZDF, sagt Krupp, etwa in Form der Tagesschau-App und des Jugendangebots Funk. Damit lasse sich auch der Sinn des Rundfunkbeitrags erklären – obwohl der deutlich teurer ist als ein Netflix-Abo.

In dem Gespräch, das am Rande des Come Togethers der ARD ZDF Medienakademie stattfand, nennt Krupp Glaubwürdigkeit als Schlüssel zu mehr Akzeptanz: Er lobt die Korrekturen-Seite seines Senders, wo die HR-Redaktionen regelmäßig Fehler eingestehen. Statt auf die schnelle Nachricht will er mehr auf einordnende Hintergründe setzen und unterschiedliche Meinungen darstellen.
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

Kai Gniffke würde Seehofers Beinahe-Rücktritt wieder so kommentieren.

Medienkritik: Kai Gniffke sagt im "Zeit"-Interview, er würde den angeblichen Rücktritt Seehofers wieder so kommentieren – vielleicht mit einem Satz à la "Da ist noch nichts sicher". Er ziehe aus der Kritik die Lehre, bei hochkochenden Themen "noch stärker zu berücksichtigen, dass der Konjunktiv überhört werden kann". Gniffke glaubt, die Diskussion sei "in gewissem Maße eine medieninterne".
zeit.de (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein.

Meinung: Politik-Telenovela verdrängt wichtige Themen und erschöpft die Bürger.

Tagesthemen-Berichterstattung über den Asylstreit der Union animiere dazu, in die nächste Kirche zu gehen, um Kerzen für die Journalisten anzuzünden, meint Cornelius Pollmer. Wenn die Koalitionskrise zur Telenovela werde, würden relevante Themen durch Eitelkeiten und Zerwürfnisse verdrängt. Langfristig könnten die lückenlosen Echtzeitberichte bei den Bürgern nur maximale Erschöpfung auslösen.
sueddeutsche.de

“Bild”: Judith Rakers moderiert Konkurrenz-Sendung zu “Aktenzeichen XY”.

Judith Rakers
Die Schöne und die Verbrecher: Judith Rakers, das Vorzeigelächeln der ARD, soll ab Herbst für die ARD Verbrecher jagen und der ZDF-Konkurrenz "Aktenzeichen XY" Quote abluchsen, schreibt "Bild". HR und RBB sollen die Sendung mit dem Arbeitstitel "Kriminalreport" demnach produzieren.

Vorbilder für die neue Sendung zur Prime Time sollen der ZDF-Quotengarant "Aktenzeichen XY" und das HR-Format "Maintower Kriminalreport" sein. "Tagesschau"-Sprecherin Rakers hat bereits den Vertrag für die Sendung unterschrieben, schreibt "Bild". Rakers Management sagt hingegen, der TV-Deal sei "noch nicht fix".
"Bild", S. 4 (Paid)

“Tagesschau” will mit “Mics News” junge Zuschauer erreichen.

Tagesschau testet ein Newsformat für junge Zuschauer. In "Mics News" sitzt Moderator Michail Paweletz, 53, in einem virtuellen Comic-Studio und blickt im lockeren Plauderton auf die Nachrichten der Woche zurück. Themen der ersten Beta-Ausgabe sind die DSGVO, der Polizei-Einsatz gegen Schulschwänzer und die königliche Hochzeit in England. Die nächste Ausgabe soll am 9. Juni kommen.
youtube.com (10-Min-Video) via twitter.com/UllaRamone



Juliane Leopold soll die Redaktion von tagesschau.de leiten.

Juliane Leopold, Gründungschefredakteurin der deutschen BuzzFeed-Ausgabe, soll Chefin von tagesschau.de werden, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die ARD-Intendanten müssen der Personalie noch zustimmen. Nach ihrem Abschied von BuzzFeed hat Juliane Leopold tagesschau.de bereits beraten. Redaktionsleiterin Christiane Krogmann hat ihren Job wegen eines Streits mit "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke aufgegeben.
morgenpost.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Juliane Leopold über das Rezept für viralen Erfolg. (2015)

Zitat: Kai Gniffke will die Medienkompetenz der Bürger verbessern.

"Alle haben gesagt: Wir müssen mehr für Medienkompetenz tun. Wir müssen, sei es in Schulen, aber auch bei allen Nutzern sozialer Medien, mehr Kompetenz schaffen für den Umgang mit sozialen Medien."

"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke berichtet im Video-Interview von einem Expertengespräch der EU mit Facebook und Co über Desinformation und sagt, ARD-Aktuell prüfe Projekte mit Schulen, um Schülern zu zeigen, wie man Fake News erkennt.
mdr.de (10-Min-Video)

Basta: Julian Reichelt tönt gegen die “Tagesschau”.

Tagesschau App-Logo 150Viel Lärm um Lärm: "Bild"-Oberchef Julian Reichelt entdeckt Ungeheuerliches. Die "Tagesschau" zieht in einem Beitrag den Ton eines Mikros hoch, damit Zuschauer Buh-Rufe gegen US-Präsident Trump hören können. "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke reagiert mit einem besonnenen Blogbeitrag, der Reichelt erklärt, wie Fernsehen gemacht wird.
twitter.com (Reichelt), tagesschau.de (Gniffke), welt.de

Christiane Krogmann gibt Chefposten von tagesschau.de im Streit ab.


Christiane Krogmann leitete tagesschau.de seit 2014. Das Bild zeigt sie während eines Interviews von turi2.tv (siehe unten).

Abrupter Abgang: Tagesschau.de verliert Redaktionsleiterin Christiane Krogmann. Sie wirft wegen eines Streits mit "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke das Handtuch, hört Kai-Hinrich Renner auf den Fluren des NDR. Der Sender bestätigt Krogmanns Abgang. Sie selbst will zu den Hintergründen nichts sagen.

Über die Gründe gibt es unterschiedliche Angaben, erfährt Renner. Manche vermuten, Gniffke habe Krogmanns Plänen für die Modernisierung von tagesschau.de im Weg gestanden. Andere beobachten bei ihr ein "zu ausgeprägtes Machtbewusstsein". Krogmann war seit 2014 Redaktionsleiterin. Sie kam einst vom "Syker Kreisblatt" zum NDR-Hörfunk und war Nachrichtenchefin der "Tagesschau".
morgenpost.de, turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christiane Krogmann erklärt im Sommer 2016 die Viral-Strategie der "Tagesschau".

Studie: Afrika und Asien sind in der “Tagesschau” unterrepräsentiert.

Nachrichten ignorieren oft Randthemen und klammern große Teile von Afrika und Asien aus, kritisiert der Germanist Ladislaus Ludescher. Er hat für eine Studie 1.000 "Tagesschau"-Folgen in Bezug auf Themen und Regionen analysiert. Neben wirtschaftlichen Zwängen spiele auch eine Rolle, dass bestimmte Regionen kein gutes Korrespondentennetz haben.
deutschlandfunk.de

Presseähnlichkeit der “Tagesschau”-App ist rechtskräftig, NDR prüft Verfassungsbeschwerde.

Tagesschau App-Logo 150Bundesgerichtshof lehnt einen Antrag auf Revision des NDR zum Rechtsstreit um die "Tagesschau"-App ab. Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln von 2016, wonach die Ausgabe der App vom 15. Juni 2011 auf unzulässige Weise presseähnlich war, ist damit rechtskräftig. Der NDR prüft nun eine mögliche Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht.
faz.net, ndr.de, presseportal.de (Verleger)

Wir graturilieren: Ex-“Tagesschau”-Sprecher Jo Brauner wird 80.


Wir graturilieren: Jo Brauner feiert heute seinen 80. Geburtstag. Der frühere "Tagesschau"-Chefsprecher, von 1974 bis 2004 im Dienst, freut sich über "das Befinden eines 40-Jährigen" und ein weiteres Lebensjahr ohne Krankheiten. Dafür dankt er vor allem den guten Genen seines Vaters. Der HSV-Fan und frühere Stadionsprecher ist vielseitig interessiert, für den HSV moderiert er gelegentlich die HSV-Schau (siehe Video oben) und informiert sich per turi2-Newsletter über die Medienszene.

Die Anfrage von turi2 erreicht Brauner mit Glück, als er "nochmal in meinen Computer schaute, kurz bevor die Taxe kommt". Mit seiner Frau verbringt er den Ehrentag urlaubend irgendwo in Europa. Die entspannenden Tage hat Brauner fast nicht nötig, weil bei ihm ohnehin "Zufriedenheit pur" herrscht. Er habe fast alle Ziele aus jungen Jahren erreicht und würde 95 % genau so wiederholen.

Über die verbleibenden 5 % schweigt der Gentleman ebenso wie über seine Party-Pläne. Nur so viel: Für Dezember ist eine Zusammenkunft mit der Familie und den engsten Freunden geplant. Gratulationen sind Brauner willkommen. Sicherheitshalber und scherzend weist er darauf hin: Wer Goldbarren schenken will, möge sie bitte nur persönlich übergeben, "um eine wenn auch nur vorübergehende Lagerung à la maison zu vermeiden".

“Tagesthemen” senden nach Abbruch der Sondierungen Extra-Ausgabe.

Tagesthemen reagieren schnell auf den Abbruch der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition und senden - zunächst anders als etwa das ZDF - schon ab 0.02 bis etwa 0.25 Uhr eine Extra-Ausgabe der "Tagesthemen" mit Caren Miosga. Auch Phoenix und bild.de senden live vor Ort - Phoenix bis 1.33 Uhr. Das ZDF sendet erst ab 0.26 Uhr bis etwa 1.15 Uhr ein "Heute Journal Spezial" mit Claus Kleber. Die FDP hatte kurz vor Mitternacht die Verhandlungen für eine Koalition von Union, FDP und Grünen abgebrochen.
mediathek.daserste.de, ardmediathek.de (Phoenix), zdf.de (ZDF), bild.de

Landgericht Hamburg erlässt Einstweilige Verfügung gegen Artikel der “FAZ”.

FAZ: Der NDR erwirkt vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen die Tageszeitung. Stein des Anstoßes sind die Besucherzahlen des Oktoberfestes: Die AfD hatte auf Facebook geschrieben, dort herrsche "gähnende Leere", was der ARD Faktenfinder widerlegte. "FAZ"-Autor Rainer Meyer schrieb daraufhin, die "Tagesschau" verbreite "echte Fake News".
faktenfinder.tagesschau.de

Ingo Zamperoni will mit Sehgewohnheiten brechen.

Ingo Zamperoni ist dabei, die Rolle des Anchormans neu zu erfinden, schreibt Kai-Hinrich Renner in seinem Porträt. Der Chefmoderator der "Tagesthemen" will die Sehgewohnheiten aufbrechen und immer wieder einen Hallo-Wach-Effekt beim Zuschauer erzeugen. Mit 43 hat Ingo Zamperoni seinen Traumjob erreicht, was danach kommt, weiß er noch nicht. Intendant will er nicht werden, eher noch einmal als Korrespondent in die USA gehen.
abendblatt.de

Lese-Tipp: Kai Gniffke erklärt die Grundsätze für das Zeigen heikler Bilder.

Lese-Tipp: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke erklärt, warum er im Nachhinein die Bilder unterernährter, syrischer Kinder lieber nicht gezeigt hätte, die Entscheidung aber nicht einfach sei. Er nennt die Grundsätze, an denen das Team sich orientiert, etwa, Menschen nicht im Moment des Sterbens und keine Geiseln zu zeigen.
blog.tagesschau.de

Zitat: “Tagesschau”-Chef Kai Gniffke sorgt sich um das abendliche TV-Lagerfeuer.

"Wenn man die Tagesschau für überflüssig erklärt und zur Disposition stellt – sei es im Internet oder im Fernsehen – dann wird dieses Lagerfeuer erloschen sein und es wird sich nicht wieder entzünden lassen."

"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke reagiert auf den Vorschlag, das Erste auf Regionales zu beschränken.
blog.tagesschau.de, turi2.de (Background), turi2.tv (Video-Interview Gniffke)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein.

Bei @tagesthemen twittert künftig jede Woche ein anderer.

Tagesthemen verleihen ihren Twitter-Account @tagesthemen. Im wöchentlichen Wechsel twittern künftig Korrespondenten, Moderatoren und Reporter, den Anfang macht Tina Hassel, Chefin des ARD-Hauptstadtstudios. ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke erhofft sich davon einen "persönlichen Blick auf und hinter die Nachrichten". Die Idee des Twitter-Account-Verleihs stammt ursprünglich vom Zeit Magazin.
blog.tagesschau.de

Zitat: “Tagesschau”-Chef Kai Gniffke will Zuschauern nicht sagen, was sie zu denken haben.

"Wir sollten den Teufel tun, unserem Publikum zu sagen, was es zu denken hat. Auch nicht zwischen den Zeilen."

ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke warnt im "Journalist"-Interview davor, journalistische Glaubwürdigkeit durch Positionierung aufs Spiel zu setzen.
"Journalist" 7/2017, S. 45 (Interview), presseportal.de (Zusammenfassung)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Das Herz eines Journalisten darf nie übers Hirn bestimmen, sonst wird das Denken beeinträchtigt."

"Die 'Tagesschau' kann das Internet nicht im Alleingang vom Hass befreien, aber dazu beitragen, einen respektvollen Umgang miteinander zu fördern."

"Wir haben keine Trump-Festspiele, sondern einen G20-Gipfel."

"Wir liefern nur den Rohstoff zur Meinungsbildung. Wenn uns das gelingt, sind wir zufrieden."

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will nicht unbedingt der Schnellste sein. (Januar 2017)

“Tagesschau”-Sprecherin Linda Zervakis will mit dem Kiosk ihrer Eltern abschließen.

Linda Zervakis, "Tagesschau"-Sprecherin mit griechischen Wurzeln, hat an den Kiosk ihrer Eltern nicht nur gute Erinnerungen. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagt sie, dass sie am Pfandautomaten noch heute die Luft anhalte. Der Geruch erinnere sie an die leeren Bierflaschen, die Kunden bei ihr früher abgegeben haben. Sie wundert sich darüber, dass auch heute noch Äußerlichkeiten bei "Tagesschau"-Sprecherinnen eine so große Rolle spielen: Als sie in der Sendung mal eine Brille trug, rief ein ARD-Verantwortlicher aus München an und fragte: "Wird das jetzt regelmäßig mit der Brille?"
sueddeutsche.de

“Bild” reagiert auf Kohls Tod wie ein Nachrichtensender.

Bild.de reagiert blitzschnell auf den Tod von Helmut Kohl mit einer Video-Sondersendung. Knapp eine halbe Stunde nach der ersten Eilmeldung geht "Bild Daily Spezial" live – mit historischen Kohl-Aufnahmen, Schalten und Studiogästen. Die Sendung läuft im Web, mobil und bei Facebook mit Live-Untertiteln, sodass Zuschauer sie auch ohne Ton verfolgen können. Welt.de greift auf N24 zurück, das wie n-tv live sendet. Andere Onlinemedien stellen vorbereitete Nachrufe und Bildergalerien online. Die "Tagesschau" sendet zügig eine umfangreiche Spezialausgabe. Das Verkehrsministerium stoppt seine "FAZ"-Kampagne mit leeren Todesanzeigen.
bild.de, turi2 – eigene Beobachtung, meedia.de ("FAZ"-Kampagne)

“Tagesschau”-Video-Dialog mit Kritikern verläuft ohne Beleidungen.

Tagesschau App-Logo 150Sag's mir ins Gesicht ist überraschend friedlich und zivilisiert verlaufen, resümiert Kai Gniffke die erste Runde des Video-Dialogs der "Tagesschau" mit Kritikern. Der ARD-Aktuell-Chef sei mit den per Skype zugeschalteten Nutzern zwar nicht immer einer Meinung, jedoch fiel kein beleidigendes Wort. Marco Maas hätte sich statt "zufälligen Gesprächspartnern" lieber einen Schlagabtausch vor Ort gewünscht. Lisa Altmeier wundert sich, dass es anscheinend keine weiblichen Hater gibt.
tagesschau.de (Gniffke), medium.com (Maas), facebook.com (Altmeier), facebook.com/tagesschau (komplette Sendung, 62-Min-Video), turi2.de (Background)