Zitat: Raphael Brinkert will einen kommunikativen Beitrag zu aktuellen Themen leisten.

"Uns interessieren Themen, die in der 'Tagesschau' stattfinden. Das Wetter können wir nicht ändern. Aber für die Inhalte in den ersten 13 Minuten können wir einen kommunikativen Beitrag leisten."

Agentur-Chef Raphael Brinkert erklärt im "Horizont"-Interview, warum er für die SPD wirbt, einen Auftrag von Nestlé aber ablehnen würde.
horizont.net (Paid)

Andreas Rickmann lobt die “Tagesschau” in den sozialen Netzwerken.

Immer passend: Andreas Rickmann, Ex-Social-Media-Leiter bei "Bild", lobt die "Tagesschau" für ihren "klaren Plan", mit dem sie "plattformgerechte Inhalte" in ihren Kanälen platziert. Im Meedia-Interview erklärt er, ein Vergleich mit den Medien der freien Wirtschaft sei unfair. Hier seien die Budgets für Social Media viel geringer. Außerdem messen private Medien Erfolg anders: Für sie "sind 10 Paid-Subscriptions via Instagram viel mehr wert als 10.000 Likes."
meedia.de

Basta: Judith Rakers schreibt Gärtnerbibel.

Friede, Freude, Fenchelbeet: "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers hat sich in den vergangenen zwei Jahren vom "gartentechnischen Vollhonk" zur hühnerhaltenden Selbstversorgerin hochgearbeitet. Ihre nun erscheinende Beet-Bibel Homefarming kommt zum richtigen Zeitpunkt für alle, die genug von Nachrichten haben und sich ins heile Radieschenbeet verziehen wollen.
smalltalk-entertainment.de

Meinung: Neue “Tagesschau”-Seite birgt neue Konflikte mit Verlagen.

Tagesschau: Der überarbeitete Onlineauftritt – größere Schrift, weniger Symbole, fehlendes Blau – birgt neuen Konfliktstoff, schreibt Anne Fromm. Denn die Verlage fürchten, dass "Tageschau" ihnen mit dem freien Angebot das Netz-Publikum abzieht. Die ARD fürchte deshalb zu viel Erfolg, der "könnte die Verlage wieder provozieren". Der BDZV schreibt, er wolle in den Gremien besprechen, "inwieweit die neue Seite gegen die geltenden Regeln verstößt".
taz.de

Tagesschau.de holt neues Design aus der Beta-Phase in die Öffentlichkeit.

Tagesschau hebt das neue Layout ihrer Website von der Beta-Phase auf die große Bühne: Seit heute erscheinen die Startseite und weite Teil des Angebots im neuen Design, das vor allem für die mobile Nutzung optimiert ist. Digital-Chefredakteurin Juliane Leopold schreibt im Tagesschau-Blog, die Redaktion hätten aber auch "Appelle erreicht, die Gestaltung der Seite für den Desktop nicht aus den Augen zu verlieren".
blog.tagesschau.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Zitat: Die TV-Landschaft in den USA ist nicht erstrebenswert, sagt Constantin Schreiber.

"Dort finden viele Sachen oberflächlich und zugespitzt statt, weil es doch primär um Aufmerksamkeit und Ratings geht."

"Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber empfindet die TV-Landschaft in den USA nicht als erstrebenswert, sagt er im RND-Interview. Das öffentlich-rechtliche System in Deutschland sei wertvoll und schützenswert.
rnd.de

Juliane Leopold findet die Debatte um Textinhalte von ARD und ZDF überholt.


Alter Hut? Für "Tagesschau"-Digital-Chefredakteurin Juliane Leopold ist die Debatte um Textinhalte von ARD und ZDF "aus der Zeit gefallen". Im "Medienmagazin" des RBB konfrontieren Daniel Bouhs und Jörg Wagner sie mit skeptischen Reaktionen des Verlegerverbandes BDZV, der eine starke Textlastigkeit der Beta-Version der neuen "Tagesschau"-Website ausgemacht haben will. Leopold kontert: "Gerade die Information ist der Kern des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Und wo kommen wir hin, wenn wir an diesem Auftrag rütteln, weil wir kleinkrämerisch Buchstaben zählen auf einer Website?"

In einem Statement sagt der BDZV, dass seine Mitglieder die Beobachtungen prüfen "und dann sicher auch das Gespräch mit der ARD suchen". Leopold argumentiert zudem, dass die Web-Texte 90 % Sendebezug hätten: "Wir haben nicht nur ein Beiwerk, sondern der Kern unserer Marke ist natürlich die Fernseh-'Tagesschau'". Hintergrund der Aussagen ist ein lange währender Streit zwischen privaten Verlagen und ARD und ZDF über die Grenzen des Auftrages der gebührenfinanzierten Medienanstalten.
daniel-bouhs.de (16-Min-Audio + Transkript), turi2.de (Background)

Technik-Panne: “Tagesschau” um 17 Uhr wird zweimal abgebrochen.


Pannenschau: Die "Tagesschau" kämpft in ihrer 17-Uhr-Ausgabe am Dienstag mit massiven technischen Problemen – der Sender beendet die Sendung vorzeitig. Schon zur Begrüßung gibt es Problemen mit Licht und Ton, nach der Anmoderation hakt der erst Beitrag. Moderator Claus-Erich Boetzkes beendet die Sendung nach weniger als zwei Minuten, bleibt aber zunächst im Bild. Erst dann erscheint eine Stör-Tafel auf dem Bildschirm. Beim zweiten Anlauf kommentiert Boetzkes: "Wenn einmal der Wurm drin ist, ist er richtig drin." Auf einen falschen Beitrag und abermals fehlenden Ton folgt der zweite Abbruch. Boetzkes entschuldigt sich für die Pannen und verweist einigermaßen hilflos auf die Ausgabe um 20 Uhr. "Brisant" startet daraufhin früher als geplant. Es habe "technische Probleme in der Sendeabwicklung" gegeben, die behoben würden, zitieren DWDL und "Bild" den NDR.

Im "Tagesschau"-Blog schreibt Chefredakteur Marcus Bornheim nach 19 Uhr: "Pannen passieren, da Fernsehen ein Zusammenspiel zwischen Menschen und Technik ist." Das Team versuche "alles, damit das nicht wieder vorkommt". Die Sendung um 20 Uhr läuft schon wieder reibungslos. (Foto: Screenshot tagesschau.de)
dwdl.de (mit 9-Min-Video), bild.de, blog.tagesschau.de, rnd.de (Twitter-Reaktionen)

Daniel Bouhs: ARD droht wegen neuer “Tagesschau”-Seite wieder Streit mit Verlagen.


Missfallen im Beta-Stadium: Die "Tagesschau" zeigt die Beta-Version ihres neuen Digitalauftritts, der BDZV bewertet daraufhin offenbar die Seite neu, schreibt Daniel Bouhs. In der Beta-Version hat sich im Vergleich zu vorher der Anteil an Audio und Video nicht verändert. Der BDZV schreibt Bouhs aber auf seine Anfrage hin, die Texte seien "auf den ersten Blick" zu dominant und es gebe zahlreiche Beiträge, bei denen Audio oder Video "bloß Beiwerk sind". Die Verlage würden die Seite prüfen. Der Streit zwischen Verlagen und öffentlich-rechtlichem Rundfunk läuft seit Jahren, ruhte aber zuletzt. Die Verlage kritisieren die Digitalpräsenz der "Tagesschau" für zu viel Text, die "Tagesschau" beruft sich dabei auf den Sendungsbezug, der vorhanden sein muss.
ard-zdf-zukunft.daniel-bouhs.de, turi2.de (Background)

Tagesschau.de zeigt Beta-Version der neuen Seite, die “heller und luftiger” ist.

Tagesschau.de gibt sich einen neuen Anstrich: Die bisher stark in blau gehaltene Seite erscheint in der Beta-Version nun "heller und luftiger" und ist für die mobile Nutzung optimiert. Zudem gibt es jetzt auch Wirtschafts­news und Börsen­berichte, die bisherige Seite boerse.ard.de wird im Gegenzug abgeschaltet.
presseportal.de, beta.tagesschau.de, tagesschau.de (Börse)

Zitat: Jan Hofer tritt ohne Spektakel, aber charismatisch von der “Tagesschau”-Bühne ab.

"Für mich aber heute heißt es zum letzten Mal: Guten Abend Abend, meine Damen und Herren, machen Sie es gut."

Jan Hofer beschließt mit einigen persönlichen Worten für die Zuschauer*innen und das "Tagesschau"-Team die letzte Sendung seiner fast 36 Jahre langen Karriere als Nachrichtenmoderator. Zum Ende der Ansprache visualisiert der nun ehemalige Chefsprecher seinen Abschied, indem er seine Krawatte ablegt.
youtube.com (1-Min-Video)

“Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer plant keinen medialen Komplett-Rückzug.

Tagesschau-Sprecher Jan Hofer zieht sich am Abend zwar vom Nachrichtenpult zurück, nicht aber aus dem Medien, schreibt Senta Krasser. Hofer arbeitet gerade an einem noch namenlosen Podcast, der die Folgegeschichte von Nachrichten beleuchten soll, z.B. was aus den Opfern des Terroranschlags am Breitscheidplatz geworden ist. Auch bei Instagram und TikTok ist Hofer aktiv - wo er überwiegend 18 bis 34-Jährige erreicht.
dwdl.de

Lese-Tipp: Ein Literaturwissenschaftler kramt im “Tagesschau”-Archiv.

Lese-Tipp: Literaturwissenschaftler Hannes Fischer droht mit seinem Twitter-Account @Tagesschau20Jahre das Erinnern an, sagt er der "Süddeutschen Zeitung". Auf dem Kanal präsentiert Fischer 20 Jahre alte "Tagesschau"-Meldungen. Die weisen manchmal einen erstaunlichen Gegenwarts­bezug auf, etwa bei der Klimakrise. Bei Themen wie dem Transrapid seien die Beiträge dagegen "eine Zukunft geblieben, die nie eingelöst wurde".
sueddeutsche.de via bildblog.de

Kicker überholt “Bild” und RTL im Social-Media-Ranking und sichert sich Platz 4.

Kicker schiebt sich im Social-Media-Ranking von Storyclash im September an Bild (-30 %, Platz 5) und RTL (-13 %, Platz 6) vorbei auf Platz 4. Auch die "Tagesschau" verliert (-24 %), kann ihren Spitzen­platz aber verteidigen. Den einzig positiven Wert in den Top 10 erreicht das ZDF mit +4 % (Platz 2).
horizont.net

Zitat: Linda Zervakis kritisiert Griechenland-Schlagzeile über sich.

"Ich liebe mein Hamburg, das ist meine Heimat. Also textet nicht so einen Scheiß."

"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis ärgert sich im New-Work-Podcast von OMR über eine Zeitung, die ihr in einer Interview-Schlagzeile unterstellt hatte, dauer­haft nach Griechen­land ziehen zu wollen – und das erst nach einem Anruf korrigierte.
newwork.podigee.io (57-Min-Audio)

ARD stellt “Tagesschau”-Inhalte teilweise unter Creative-Commons-Lizenz.

ARD gibt einige Inhalte der "Tagesschau" zur nicht-kommerziellen Weiterverwertung frei. Speziell geht es um die "Kurzerklärt"- und "Gut zu wissen"-Videos der Social-Media-Angebote von "Tagesschau" und Tagesschau24. Die Creative-Commons-Lizenz erlaubt das Verwenden der Inhalte in anderen Angeboten, solange die Videos unverändert bleiben und Quellen genannt werden.
dwdl.de

Lese-Tipp: Julia-Niharika Sen und Constantin Schreiber sprechen über die “Tagesschau”.

Lese-Tipp: Julia-Niharika Sen freut sich, hinter die Nachrichten zurückzutreten, sagt die neue "Tagesschau"-Sprecherin im "Welt am Sonntag"-Interview. Gemeinsam mit ihrem ebenfalls neu berufenen Kollegen Constantin Schreiber spricht sie über die Tradition der "Tagesschau". Schreiber sagt, dass er gegenderte Sprache im Sprachgebrauch noch nicht angekommen und daher nicht für die Tagesschau geeignet sieht. Besser sei es daher, die männliche und weibliche Form hintereinander zu verwenden.
"Welt am Sonntag" (Paid), turi2.de (Background)

Die “Tagesschau” will die Livestreams in den sozialen Netzwerken ausbauen.

Live is live: Die "Tagesschau" will die Livestreams in den sozialen Netzwerken bis "spätestens Ende des Jahres" ausbauen und live von Pressekonferenzen oder Demos berichten, kündigt Marcus Bornheim, Chefredakteur von ARD-aktuell, im "radioeins-Medienmagazin" an. Die Umbenennung der Kommentare als "Meinung" diene der Verständlichkeit, verteidigt Bornheim die Änderung.
wwwagner.tv (9-Min-Audio)

ARD bewirbt Regional-Geschichten in den “Tagesthemen”.

ARD startet eine Kampagne für die verlängerten "Tagesthemen", die sich in der Rubrik #mittendrin künftig stärker regionalen Themen widmen. In kurzen Spots im TV, im Radio und Online kommen Menschen zu Wort, "deren Handeln für das gesamte Land bedeutsam ist" und aus deren Geschichten Nachrichten wurden. Die "Public-Value-Aktion" soll die Regional-Kompetenz der ARD-Anstalten hervorheben.
dwdl.de, presseportal.de

Zitat: “Tagesschau”-Sprecherin Linda Zervakis sieht ihre Arbeitskleidung als Uniform an.

"Ich vergleiche meine Arbeitskleidung gerne mit dem weißen Kittel bei Ärzten: Ich erfülle eine professionelle Rolle, da ist Seriosität oberstes Gebot, da gehört die Uniform dazu."

"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis sagt im Teleschau-Interview, dass sie in der U-Bahn "mit Jeans, Turnschuhen, Mütze und Zopf" oft nicht erkannt werde.
teleschau.de

ARD-Teams “grämen” sich für Fehler bei Beirut-Berichterstattung.

ARDARD räumt ein, über die Explosion in Beirut in der Ausgabe der "Tagesschau" am Dienstagabend "zu weit am Schluss der Sendung" berichtet und sie journalistisch falsch eingeschätzt zu haben. Auch in den "Tagesthemen" sei die Katastrophe zu kurz gekommen. Dies sei "dem Nachrichtenereignis nicht angemessen" gewesen, teilen die Chefredakteur*innen von ARD-aktuell Marcus Bornheim, Helge Fuhst und Juliane Leopold per Blogeintrag mit.
blog.tagesschau.de via dwdl.de, sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Rechtes Netz um Eva Herman will Kolonie in Kanada aufbauen.

Lese-Tipp: Die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman und ihr Lebensgefährte Andreas Popp, beides Vertreter rechter Verschwörungsideologien, versuchen sich in der kanadischen Provinz Nova Scotia als Grundstücks-Makler. Ziel sei es, auf Cape Breton "eine Kolonie von Gleichgesinnten zu gründen", schreibt Martin Doerry über das wirre Projekt. Hermann sei dabei der "prominente Lockvogel für Kunden aus AfD-nahen Kreisen".
spiegel.de (Paid)

Hör-Tipp: Marcus Bornheim spricht über die Pläne der “Tagesschau”.

Hör-Tipp: Im "RBB Medienmagazin" spricht Chefredakteur Marcus Bornheim mit Jörg Wagner und Daniel Bouhs über die Zukunft der "Tagesschau". Künftig will das Team sein Engagement auf Facebook und Twitter zurückfahren. Die Aktivitäten beim lange vernachlässigten YouTube will er dagegen ausbauen. Bornheim rechtfertigt das Engagement auf der chinesischen Plattform TikTok und prognostiziert, dass 2020 durch Corona zum erfolgreichsten Jahr in der Geschichte des ARD-Nachrichten-Flaggschiffs wird.
wwwagner.tv (31-Min-Audio)

Hör-Tipp: Caren Miosga spricht mit Lars Haider über Interviews.

Hör-Tipp: "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga plaudert im Podcast von Lars Haider aus dem Nähkästchen. Gerne hätte sie mehr Interview-Gäste im Studio, was aber schwierig sei, weil die Sendung aus Hamburg produziert wird. Miosga Miosga empfiehlt, in Gesprächen nicht "von vorneherein direkt die Bazooka" auszupacken und sagt: "Es hilf enorm, wenn Sie mit der Eingangsfrage erst einmal den roten Teppich ausrollen."
abendblatt.de (54-Min-Audio)

Zitat: Linda Zervakis hat beim Podcasten gelernt, dass Heimat kein Ort sein muss.

"Ich wurde jahrelang gefragt, was Heimat ist. Dann habe ich meistens Hamburg gesagt. Mir wurde der Blick geöffnet, dass das kein Ort sein muss, sondern eher ein Gefühl."

"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis erzählt im Interview mit t-online, was sie bei der Produktion ihres neuen Podcasts "Gute Deutsche" gelernt hat. In den ersten zwei Folgen spricht Zervakis mit Moderatorin Salwa Houmsi und Giovanni di Lorenzo.
t-online.de (Interview), open.spotify.com (Podcast)

Jan Hofer hat noch nicht mit der “Tagesschau” abgeschlossen.

Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer, 70, könnte die Sendung trotz auslaufendem Vertrag 2021 weiter moderieren, deutet er in einem Interview mit der "Bild" an. Schließlich wache er über Dienstpläne und Social-Media-Kanäle. Für ihn gelte aber: "Ganz oder gar nicht. So ein bisschen weitermachen käme für mich nicht infrage." Fun Fact: Von seiner gesetzlichen Rente könne er "gerade mal die Miete bezahlen."
bild.de (Paid)

Wir graturilieren: Juliane Leopold wird 37.


Wir graturilieren: Juliane Leopold, Digitalchefin der "Tagesschau", wird heute 37. Dafür plante sie eigentlich eine Reise nach Paris, um "alte Lieblingsplätze" zu besuchen. Die Ausweichvariante fällt auch aus, also bleibt Leopold in Hamburg und verbringt einen Balkontag, mit Blick auf hüpfende Trampolinkinder in der Nachbarschaft und ihrem derzeitigen Trostbuch Wow, no, Thankyou von Samantha Irby.

Das Beste am abgelaufenen Jahr war unter anderem, dass die digitale Transformation der ARD weiter voranging, unter "riesigem Publikumszuspruch quer über alle Ausspielwege". Dass das Publikum seit der Corona-Krise noch stärker guckt, macht sie stolz, auch wenn sie sich einen erfreulicheren Anlass wünschte. Im kommenden Jahr freut sich Leopold darauf, geliebte Menschen und Orte wiederzusehen. Funktionierende Videoschalten wären die Kirsche auf der Sahne. Gratulationen sind besonders bei Twitter willkommen, über ein Video auf TikTok freut sich Leopold aber ebenso. (Foto: NDR/Thorsten Jander)
turi2.de/koepfe (Infos zu Juliane Leopold)

Lese-Tipp: “Zeit” porträtiert Dagmar Berghoff als unbeirrte Pionierin.

Lese-Tipp: Die "Zeit" porträtiert Dagmar Berghoff, 77, ehemalige und erste "Tagesschau"-Sprecherin, als unbeirrte Frau, die stets von der Öffentlichkeit bewertet wurde, aber sehr populär war. Nur einmal habe sie die Fassung verloren: Als sie Boris Becker 1988 als Sieger des "WC-Turniers" bekanntgab und sich danach "durch die Lottozahlen kicherte". Die Goldene Kamera wollte sie nicht nur dafür verliehen bekommen, weibliche Sprecherin zu sein, und lehnte sie deshalb beim ersten Mal ab. Berghoff selbst sagt, sie habe sich "als Pionierin, aber nie als Feministin verstanden".
"Zeit" 18/2020, S. 26 (Paid)

Meinung: Tagesschau hat unkritisch über Verschwörungs-Demo in Berlin berichtet.

Tagesschau App-Logo 150Tagesschau hat die Hintergründe der sogenannten “Hygiene-Demo” in Berlin in einem Bericht am Samstag unzureichend eingeordnet, kritisiert Matthias Meisner. Dass bei der Versammlung gegen die Ausgangs­beschränkungen wegen Corona vor allem Verschwörungs­theoretiker*innen dabei waren, habe der Bericht verschwiegen. Auch der RBB hatte die Demo gezeigt, die Berichterstattung im Nachhinein aber als "verbesserungswürdig" bezeichnet.
tagesspiegel.de, tagesspiegel.de (Background)

Video-Tipp: Jan Hofer sendet seine eigene “Tagesschau” aus dem Home Office.

Video-Tipp: Jan Hofer folgt dem Corona-Trend des Home Offices und sendet mit einem Augenzwinkern auf den Social-Media-Kanälen der "Tagesschau" eine improvisierte Nachrichtensendung von zu Hause. Den obligatorischen Gong zu Beginn der Sendung erzeugt Hofer mit Kochtopfdeckeln, die Wetterkarte ist selbst gezeichnet.
instagram.com (35-Sek-Video)


Zitat: Ingo Zamperoni vermisst Diskussion von Angesicht zu Angesicht.

"Wir sind eine Redaktion, die unheimlich viel diskutiert – auch unabhängig der Konferenzen. Dieser direkte Austausch von Angesicht zu Angesicht fällt gerade komplett weg."

"Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni spricht im DWDL-Interview über seine Arbeit in Zeiten von Social Distancing. Er selbst sitzt fast den ganzen Tag isoliert in seinem Büro, die Regie begrüßt er im Studio nur noch durch die Scheibe.
dwdl.de

Bilanz: ARD erreicht 6 Mrd Video-Streams.

ARD bilanziert ihre Follower und Online-Klicks: 2019 erreichten die Videos des Senders auf seinen Accounts bei Youtube und Facebook 6 Mrd Streams. Laut Storyclash ist mit 2,6 Mio Follower die "Tagesschau" der ARD der meistgefolgte deutsche News-Kanal auf Twitter. Zu den meistgenutzten Angeboten gehört auch das Kinderprogramm: 600.000 User folgen dem Kika vom MDR auf Youtube und 314.000 dem SWR Kindernetz.
presseportal.de

Übermedien: Die ARD will die “Tagesthemen” um fünf regionale Minuten verlängern.

Tagesthemen könnten künftig länger werden, schreibt Stefan Niggemeier. Montags bis donnerstags würde die Sendung fünf Minuten länger werden und dann 35 Minuten dauern. Die Freitagsausgabe soll von 15 Minuten auf 30 Minuten wachsen. Die längere Sendezeit soll Raum für mehr regionale Berichterstattung bieten. Beschlossen sind die Änderungen noch nicht.
uebermedien.de (Paid)

Correctiv wirft dem ZDF Ungenauigkeit bei Übersetzungen von O-Tönen vor.

Übersetzungen arabischer, russischer und chinesischer O-Töne stimmen im ZDF nicht immer mit der Original-Aussage überein, sagt eine Auswertung von Correctiv für den "Journalist". In mehreren Dutzend Stichproben hat Correctiv beim ZDF mindestens sieben Ungenauigkeiten gefunden. Aussagen seien gerafft und verdichtet worden, in einigen Fällen tauchen in der Übersetzung Worte auf, die an anderer Stelle im Interview gesagt wurden, im O-Ton aber fehlen. Das ZDF will seine Übersetzungspraxis nun überprüfen. In den Stichproben der ARD-"Tagesschau" waren alle Übersetzungen korrekt.
presseportal.de, journalist.de

“Tagesschau” gewinnt 2019 das Quoten-Duell der Nachrichtensendungen.

Tagesschau gewinnt 2019 dank Ausstrahlung in den Dritten Zuschauer, verliert im Ersten allerdings etwas an Quote, analysiert Quotenmeter. Quotenzuwächse verzeichnen die Nachrichtensendungen von RTL. Die "heute"-Hauptnachrichten im ZDF fallen auf die niedrigste Reichweite seit 2013, liegen damit aber weiterhin auf hohem Niveau. Größter Verlierer des News-Jahres ist RTL Zwei, das an den Nachrichten seit Ende 2018 massiv spart - und damit die Quoten mehr als halbiert.
quotenmeter.de

Zitat: ARD-Aktuell-Chefredakteur Helge Fuhst will Zuschauern einen Mehrwert bieten.

"Das grundsätzliche Problem der 'Tagesthemen' war und ist ihr Sendeplatz um 22.15 Uhr, nach allen anderen. Wir müssen den Zuschauern also einen Mehrwert bieten."

Helge Fuhst, Chefredakteur von ARD Aktuell neben Marcus Bornheim und Juliane Leopold, kündigt im "Clap"-Porträt an, dass es bei den "Tagesthemen" bald auch Studiogäste geben soll und Moderator, Nachrichtensprecher und Sportredakteur im Studio sichtbar zusammenrücken.
"Clap" No. 71, S. 7-11 (Teaser)


Weitere Zitate:

Über Teamarbeit:
"Jeden Tag sammeln wir die besten Ideen im haus ein; ein Einzelner kann nie allein die besten Ideen haben."

Über Perfektion:
"Tatsächlich erlaubt man uns nicht, Fehler zu machen. Dabei wird immer wieder vergessen, dass bei uns auch nur Menschen arbeiten."

Über seinen Mentor Tom Buhrow:
"Er hört nicht nur gut zu, sondern auch hin, was ich sehr wichtig finde."

Über seine Sozialisation mit der "Tagesschau" seit seiner Kindheit:
"Beim 20-Uhr-Gong bekomme ich noch heute Gänsehaut."

Hör-Tipp: Linda Zervakis spricht über ihre früheren kulinarischen Spitznamen.

Hör-Tipp: Linda Zervakis ist zu Gast beim "Essen & Trinken"-Podcast Quatschen mit Sauce von Chefredakteur Jan Spielhagen und Online-Chefin Christina Hollstein. Die "Tagesschau"-Sprecherin erzählt von ihren früheren kulinarischen Spitznamen – bei ihrem Nachnamen wären dafür nur Zervelatwurst oder Tzatziki in Frage gekommen, wobei letzteres bei ihren griechischen Wurzeln einfach besser passte.
quatschen-mit-sauce.podigee.io (70-Min-Audio)