Hör-Tipp: Wie ein KZ-Überlebender 1978 auf die “Bestie von Sobibor” traf.

Hör-Tipp: Zum Holocaust-Gedenktag hört Victoria Michalczak von NDR-Journalist Antonius Kempmann  im "11KM"-Podcast der "Tagesschau" die Geschichte des KZ-Überlebenden Stanislaw "Shlomo" Szmajzner. Kempmann rekonstruiert eine Begegnung zwischen Opfer und Täter, Jahrzehnte nach Kriegsende: 1978 trifft Szmajzner auf einer Polizeistation in São Paulo die "Bestie von Sobibór", Oberscharführer Gustav Wagner, wieder. Wagner – weiter überzeugter Nazi – wird für seine Taten nie verurteilt. Mit 69 liegt er tot in seinem Badezimmer.
ardaudiothek.de (23-Min-Audio), audiothek.de (Podcast-Reihe über Shlomo), ardmediathek.de (Film)

Ausgewählte “Tagesschau”-Inhalte stehen künftig unter freier Lizenz.

Frei nutzbar: Die "Tages­schau" stellt ausgewählte Inhalte künftig unter freie Lizenz. Dadurch können Videos, die in den Fernseh­sendungen sowie auf Social Media ausgespielt werden, rechts­sicher genutzt und u.a. bei Wikipedia eingebunden werden. Voraussetzung ist, dass eine Änderung am Material kenntlich gemacht und die "Tagesschau" als Quelle genannt wird.
tagesschau.de

Zahl des Tages: BR-Journalistin Kirsten Girschick hat 2022 die meisten “Tagesthemen”-Kommentare geliefert, Frauenanteil sinkt aber.

Zahl des Tages: Insgesamt 252 Kommentare haben ARD-Journalistinnen 2022 in den "Tagesthemen" gesprochen, zehn weniger als 2021, ermittelt Medien­insider. Am häufigsten, zehnmal, hat BR-Journalistin Kirsten Girschick (Foto) aus dem ARD-Haupt­stadt­studio kommentiert. Hinter ihr folgenden NDR-Mann Holger Ohmstedt mit neun und SWR-Frau Sabrina Fitz mit sieben Kommentaren. 45 % der Meinungsbeiträge stammen von Frauen – 2021 waren es 49 %. Die meisten Kommentare kamen von NDR und WDR.
medieninsider.com

BR, NDR und Tagesschau starten Recherche-Podcast “11 KM”.

Tiefgang: Ein gemeinsames Team von BR und NDR startet am 9. Januar den "Tagesschau"-Podcast 11KM. Journalistin Victoria Michalczak taucht gemeinsam mit Mitgliedern der Recherche-Redaktionen der ARD in die Tiefe eines Themas hinab. Der Podcast erscheint von Montag bis Freitag jeweils morgens um 6 Uhr in der ARD-Audiothek, BR24 und NDR Info senden die 20 bis 30 Minuten langen Episoden auch im Radio. Der Name leitet sich vom rund elf Kilometer tiefen Marianengraben ab, dem tiefsten messbaren Punkt der Erde.
br.de, ardaudiothek.de (2-Min-Trailer)

Zahl des Tages: 20-Uhr-“Tagesschau” bleibt auch 2022 mit Abstand erfolgreichste Nachrichten­sendung.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Im Schnitt 10,131 Mio Menschen haben 2022 die "Tagesschau" um 20 Uhr eingeschaltet. Das ARD-Nachrichten­flaggschiff kommt auf einen durch­schnittlichen Marktanteil von 39,1 % – wobei die Aus­strahlung in den Dritten und weiteren Programmen mit­gezählt ist. Dahinter folgt mit 3,931 Mio Zuschauern und 19,0 % Markt­anteil die 19-Uhr-"heute"-Ausgabe im ZDF. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen liegt die "Tagesschau" vorne, gefolgt von "RTL Aktuell".
presseportal.de

Hör-Tipp: Thorsten Schröder geht mit Tom Junkersdorf auf die Langstrecke.

Hör-Tipp: "Für mich wäre es ein total merkwürdiges Gefühl in der 20-Uhr-'Tagesschau' ohne Krawatte aufzutreten", sagt Thorsten Schröder im Podcast von Tom Junkersdorf. In der Nacht lockert das ARD-Nachrichtenflaggschiff seinen Dresscode aber inzwischen. Schröder, der zwei Mal den Iron Man auf Hawaii absolviert hat, gibt außerdem Motivations-Tipps. Ihm helfe es, einen Schritt nach dem anderen zu machen und nicht an die gesamte Strecke zu denken, die er zurücklegen muss.
tomorrow.podigee.io (78-Min-Audio)

Zitat: Marcus Bornheim wirft zum 70. Jubiläum der “Tagesschau” einen Blick zurück und nach vorn.

"Ich würde selbstkritisch einräumen, dass wir in der Pandemie zu oft monothematisch über Corona berichtet haben, statt einen Überblick über die Nachrichten­lage in der ganzen Welt zu geben."

Marcus Bornheim, Erster Chef­redakteur von ARD-aktuell, blickt im "Hörzu"-Interview kurz vor dem 70. Jubiläum der "Tagesschau" am 26. Dezember auf die zurück­liegenden Jahre.
presseportal.de, “Hörzu”, 51/2022

Basta: “Tagesschau” schickt die Ratten zurück in ihre Löcher.

Kammerjäger-Einsatz: In einem "Tagesschau"-Kommentar zur Twitter-Übernahme schreibt ARD-Korrespondent Nils Dampz über "rassistische oder verschwörerisches Ratten" auf Elon Musks "Marktplatz der Debatte", die "in ihre Löcher zurück geprügelt werden" sollten. Der Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, die Redaktion streicht die Passage aus dem Text – doch für die Ratten­fänger bleibt es ein gefundenes Fressen.
tagesschau.de, bild.de (Original-Text), twitter.com (Entschuldigung Tagesschau)

Lese-Tipp: BBC steht zum 100-jährigen Jubiläum unter Druck.

Lese-Tipp: Die Tagesschau beleuchtet die Situation der britischen BBC, die im 100. Jahr ihres Bestehens unter massivem Druck steht. Nicht zuletzt die Regierung wehre sich gegen kritischen Journalismus, indem sie zum Beispiel eine kritische Frage als Meinungsäußerung diskreditiere. Die israelische Medienwissenschaftlerin Ayala Panievski beobachtet auch in ihrem Land, dass Medien sich nach rechts bewegen, um den Vorwurf der Unausgewogenheit zu entkräften. Zum 100. Geburtstag wünscht sie der BBC mehr Mut.
tagesschau.de

Wie mache ich im Podcast Kompliziertes einfach, Christian Hinkelmann?


So simpel: Kompliziertheit ist immer über­flüssig, schreibt Christian Hinkelmann in seinem Gast­beitrag für die turi2 Podcast-Wochen. Der Podcast-Koordinator der “Tagesschau” achtet bei der Format­entwicklung vor allem auf User-Zentrierung und darauf, dass komplexe Zusammen­hänge einfach rüber­kommen. Die Struktur eines Podcasts sei dafür besonders wichtig: “Kurze Sinn­abschnitte, immer wieder Zwischen­fazits und gern auch mal Redundanzen.” Weiterlesen >>>

“Tagesschau” entschuldigt sich für Simbabwe-Ente.

Tagesschau App-Logo 150Sorry from Simbabwe: Die "Tagesschau" entschuldigt sich für die am vergangenen Freitag auf ihrer Website veröffentlichte Ente, in der sie über einen angeblich energieerzeugenden Fernseher berichtet hatte. Korrespondentin Jana Genth, die Autorin des Beitrags, begründet, sie sei "den pseudowissenschaftlichen Erklärungen des Protagonisten aufgesessen". Die "Tagesschau" will ob des Vorfalls die Abläufe im Vorfeld von Veröffentlichungen verbessern.
blog.tagesschau.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Warum Julian Reichelts YouTube-Kanal so erfolgreich ist.

Lese-Tipp: Der YouTube-Kanal von Julian Reichelt hebt sich u.a. dadurch ab, dass er und sein Team eine journalistische Ausbildung haben, erklärt Politik­wissenschaftler Jan Ratje auf tagesschau.de. In den 15- bis 20-minütigen Videos fänden sich vor allem "rechts­populistische Inhalte mit einer Tendenz ins Rechts­libertäre". Reichelt präsentiere sich als "Untergangs­prophet und reproduziert rechte Feind­bilder".
tagesschau.de via bildblog.de

Uber interessierte sich vor allem für den ehemaligen “Bild”-Chef Kai Diekmann.


Uber Leaks: Beim Versuch, Hilfe von großen Medien­häusern zu bekommen, hat es Uber vor allem auf die "Bild"-Zeitung und den damaligen Chef­redakteur Kai Diekmann abgesehen, berichtet tagesschau.de. Die gestern veröffentlichten Uber Files sollen zudem nahelegen, dass sich Springer besonders offen dafür gezeigt hat, den Taxi-Schreck zu unterstützen. In E-Mails schrieben Uber-Führungskräfte demnach, Diekmann könne Türen öffnen und sei der "beste Weg, um zu Merkel zu kommen".

Springer hatte damals auch in Uber investiert. Die E-Mails sollen zudem zeigen, dass Springer bereit war, Kontakte zwischen Uber-Gründer Travis Kalanick und der Politik zu vermitteln – etwa auf der Noah-Konferenz 2016. Unser Foto zeigt Kalanick gemeinsam mit Diekmann und dem damaligen Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Konferenz-Bühne.

Diekmann hat 2017 einen Posten im Beirat von Uber angenommen. Er sagt der "Süddeutschen Zeitung", Interessenskonflikte zwischen seiner Beteiligung und seinen Aufgaben bei "Bild" gab es nicht, da er die Beratertätigkeit "erst nach Beendigung der Tätigkeit bei Axel Springer aufgenommen" habe. (Foto: Imago / Ipon)
tagesschau.de, sueddeutsche.de (Statement Diekmann)

Mitarbeit: Amélie Fromm

ARD schickt das “Nachtmagazin” in die Sommerpause.

Sommernachtspause: Das Erste spart sich im Juli und August das Nachtmagazin, berichtet DWDL. Statt des 20-minütigen Magazins gibt es nur eine zehn­minütige Nacht-Ausgabe der "Tagesschau". Der für ARD-Aktuell zuständige NDR begründet die Sommer­pause mit dem geplanten Ausbau von Tagesschau24. Die "frei­gesetzten Kapazitäten" würden für Umbau­arbeiten im Studio genutzt, die für die "Profil­schärfung" des Nachrichten­kanals notwendig seien.
dwdl.de

Debatte: Stefan Niggemeier kritisiert den Umgang der “Tagesschau” mit Fehlern.

Fehler-Fail: Die "Tagesschau" korrigiert einen Fehler in der Ukraine-Berichterstattung nicht transparent, "sondern vernebelt ihn hinter der vagen Formulierung von der redaktionellen Bearbeitung", kritisiert Stefan Niggemeier: "Wer so etwas macht, dem ist nicht an einer wahrheitsgemäßen Unterrichtung seines Publikums gelegen." Die "Tagesschau" hatte aus "zivilen Opfern eines ukrainischen Angriffs zivile Opfer eines russischen Angriffs" gemacht.
steadyhq.com

Video-Tipp: Pussy-Riot-Sängerinnen geben Interview in den Tagesthemen.

Video-Tipp: Die Tagesthemen geben der kreml­kritischen russischen Punkband Pussy Riot eine Bühne. Im Gespräch mit Ingo Zamperoni fordern drei ihrer Musikerinnen ein noch härteres Vorgehen gegen Russland. Ihre Tour sei ein Appell gegen den Krieg: "Wir wollen die aktuelle Lage beeinflussen, von außen und von innen." Ob sie nach Russland zurückkehren werden? "Wir wissen nicht, was morgen mit uns passiert", antworten sie.
tagesschau.de (6-Min-Video)

Debatte: Die “Tagesthemen” sollten die “Tagesschau” ersetzen, findet Peer Schader.

Ruhestand ruft: Die 20-Uhr-"Tagesschau" wird den Anforderungen des Nachrichtenalltags nicht mehr gerecht, kritisiert Peer Schader bei DWDL. Teil des Problems sei der Anspruch, das Wichtigste aus 24 Stunden in 15 Minuten abzuhaken. Auch das Sprecherprinzip sei nicht mehr "knackfrisch". Er plädiert dafür, stattdessen auf 45 Minuten verlängerte "Tagesthemen" zu senden.
dwdl.de

“Tagesschau” begrüßt Zuschauende genderneutral.

Tagesschau: Der Chefsprecher des ARD-Nachrichtenflaggschiffs, Jens Riewa, begrüßt die Zuschauenden am Samstagabend erstmals geschlechterneutral. Statt "Guten Abend meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur 'Tagesschau'" sagt er: "Guten Abend und willkommen zur 'Tagesschau'". Bisher ist unklar, ob dies eine geplante Änderung gewesen ist. Im Juli hatte die ARD noch gesagt, die "Tagesschau" werde an der traditionellen Anrede nicht rütteln.
rnd.de

Debatte: Steinmeier auszuladen war unklug, findet Oliver Neuroth.

Politisch unklug: Die Ukraine tut sich keinen Gefallen damit, Frank-Walter Steinmeier ausgeladen zu haben, schreibt Oliver Neuroth in einem Kommentar der Tagesschau. Deutschland gehöre zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine – das deutsche Staats­oberhaupt zur unerwünschten Person zu erklären, sei "eine Form der Nicht-Anerkennung dieser Hilfe". Neuroth hält es jetzt für unwahrscheinlich, dass Bundeskanzler Olaf Scholz in die Ukraine reisen wird: "Die Regierung in Kiew verbaut sich gerade etwas."
tagesschau.de

Schülerin Ella spricht heute den Kommentar in den “Tagesthemen”.

Kindermund tut Wahrheit kund: Die zwölfjährige Ella aus Hamburg spricht in einem Kommentar in den "Tagesthemen" heute über die Gefährdung der Kinder­rechte. Sie appelliert sie an die Bundes­regierung, Kinder in Krisen­zeiten nicht zu vergessen. Anlass ist die UN-Kinderrechts­konvention, die seit 30 Jahren in Deutschland gilt. Ella ist erst die zweite junge Kommentatorin in der Geschichte der Sendung: 2007 hat sich eine damals ebenfalls Zwölfjährige mit dem Klimawandel befasst.
spiegel.de, presseportal.de

Tagesschau-Korrespondent Georg Restle erntet Kritik für Aussage über Sperrzone in Butscha.

Zündstoff: Eine Aussage von ARD-Korrespondent Georg Restle löst auf Twitter heftige Diskussionen aus: Es sei Journalistinnen am Wochenende nicht möglich gewesen, sich ein eigenes Bild von der Lage in Butscha zu machen, hatte er in der "Tagesschau" behauptet. Kolleginnen vor Ort widersprechen dem jedoch: "Es gab mehrere offizielle Pressemöglichkeiten und sehr viele Reporter vor Ort", schreibt zum Beispiel CNN-Korrespondent Fredrik Pleitgen. Restle verteidigt sich über Twitter und verweist darauf, dass es Sperrzonen gegeben habe, die Journalisten nicht betreten durften. Richtig sei, "dass einige es offensichtlich dennoch getan haben." Daher verstehe er, dass seine Darstellung "missverstanden werden konnte".

Der Tweet sorgt jedoch zusätzlich für Irritation. Das klinge wiederum so, als sei es fast kriminell gewesen, dort hin zu fahren, schreibt "Bild"-Reporter Paul Ronzheimer – "dabei sind mehr als ein Dutzend Reporter ganz offiziell mit der ukrainischen Armee rein." Er wirft Restle vor, mit seinen Aussagen der russischen Propaganda zu helfen. "Überzogen" findet das Restle und legt noch einmal nach: Es sei ja gut, dass einzelne dennoch da waren, schreibt er, fragt aber, ob es jetzt um Wahrhaftigkeit oder Schnelligkeit ginge. "Unkollegial und vor allem unredlich", nennt Christian Meier das in der "Welt".

Die Berichterstattung der ARD zur Ukraine steht seit Längerem in der Kritik. Der Journalist Enno Lenze fasst in einem Tweet zusammen: "Die ARD kam Wochen nach den andern, hat die Meetings verpasst, hat den Zugang zu Bucha verpasst und zieht nun über alle anderen her um abzulenken." Es sei ein "unfaires und mieses Spiel allen Kolleg*innen gegenüber, die hier seit Wochen gute Arbeit leisten." Restle sagt in einer Stellungnahme des WDR, er ärgere ich sich selbst am meisten darüber, dass hier Missverständnisse entstanden seien. Für die Arbeit der Kolleginnen vor Ort habe er größten Respekt. (Foto: Horst Galuschka / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de, welt.de





Zitat: Der “Tagesschau”-Job hat sich verändert, erzählt Judith Rakers.

"Jetzt ist es so, dass hier auch Journalisten stehen, Moderatoren, die jederzeit umschwenken können von diesem Sprecher-Job in den Moderations-Job und dann auch lange Live-Strecken spontan überbrücken können."

"Tagesschau"-Moderatorin Judith Rakers erzählt im Dialogformat "Frag die Tagesschau", dass der Job-Schwerpunkt früher mehr darin lag, die Nachrichten "sachlich und in perfekter Aussprache" vorzutragen. Das sei nun anders: "Und, weil wir das fast alle auch bei tagesschau24 machen, ist es umso wichtiger, dass man auch im Thema ist."
tagesschau.de

ARD und ZDF wollen Nachrichten mit ukrainischen Untertiteln anbieten.

Ukraine-Krieg: ARD und ZDF arbeiten an Nachrichtenangeboten mit ukrainischen Untertiteln. Das ZDF will "relevante Beiträge" von "heute" und dem "heute-journal" untertiteln, diese sollen auf YouTube und in der Mediathek abrufbar sein. Die ARD will voraussichtlich ab Anfang April die 20-Uhr-"Tagesschau" mit ukrainischen und russischen Untertiteln zur Verfügung stellen.
digitalfernsehen.de

NDR: Beschwerde zur “Tagesschau”-App vom Verfassungsgericht abgelehnt.

Tagesschau App-Logo 150NDR scheitert mit einer Verfassungsbeschwerde zur "Tagesschau"-App beim Bundesverfassungsgericht. Grund für die Nichtannahme der Beschwerde sei, dass sie nicht den Darlegungsanforderungen genüge und damit unzulässig sei, heißt es in dem Karlsruher Beschluss. Die Entscheidung ist unanfechtbar. Der NDR hatte gegen das 2016 gefällte Urteil des OLG Köln geklagt, dass die App 2011 zu presseähnlich gewesen sei. Der BDZV sieht sich darin bestätigt, dass presseähnliche Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Netz unzulässig seien.
finanzen.net, turi2.de (Background)

Cum-Ex-Anwalt Hanno Berger unterhielt guten Draht zur FDP.

Cum-Ex-Skandal: Steueranwalt und Schlüsselfigur Hanno Berger (Foto) unterhielt offenbar jahrelang einen guten Draht zur FDP, recherchiert Massimo Bognanni für die "Tagesschau". Berger habe sich u.a. mit FDP-Finanzpolitiker Hermann Otto Solms getroffen, heute Ehrenvorsitzender der Liberalen. 2012 war Berger gemeinsam mit Christian Lindner Gast eines "Liberalen Circles". Lindners Büro bestreitet eine Bekanntschaft, Solms will Berger nur einmal gesehen haben.
tagesschau.de

IT-Expertinnen befürchten Infiltration mit russischer Schadsoftware.

Hacker-Grüße aus Moskau: Führende internationale IT-Expertinnen befürchten, dass russische Schadsoftware bereits Unternehmen der kritischen Infrastruktur in Deutschland infiltriert hat und jederzeit aktiv werden könnte. Das zeigt eine Recherche der SWR. "Weiche Ziele" wie Energieversorger, das Gesundheitswesen, Finanzinstitute und staatliche Einrichtungen seien hierzulande besonders verwundbar. "Deutschland hat einige Probleme, solche Bedrohungen aufzuspüren", sagt zum Beispiel Mattias Wåhlén, Leiter der Bedrohungsaufklärung beim Cyber-Sicherheitsunternehmen Truesec. Die Bundesrepublik bleibe in Sachen Cyber-Sicherheit hinter anderen westlichen Staaten zurück und könnte darum jetzt stärker ins Visier geraten.

Auch die Ukraine ist in der Nacht vor der russischen Invasion offenbar Opfer einer großangelegten Cyber-Offensive geworden, wie Spezialistinnen des in Bratislava ansässigen IT-Sicherheitsunternehmen ESET herausgefunden haben. Die Schadsoftware, die die Expertinnen "Hermetic Wiper" nennen, hat offenbar in hunderten Systemen von mindestens fünf verschiedenen ukrainischen Organisationen Daten unwiderbringlich gelöscht. Die Expertinnen sehen außerdem Hinweise, dass die Attacke bereits Monate vorher vorbereitet wurde. Nach Ansicht vieler Expertinnen passt die Attacke zu der militärischen Strategie Putins.
tagesschau.de

Debatte: Baumarkt-Werbung vor der “Tagesschau” verunsichert, meint Marie Schmidt.

Muss gut werden: Dass die Baumarkt-Kette Bauhaus kurz vor der "Tagesschau" Werbung mit dem Slogan "Wenn’s gut werden muss" sendet, treibt "Süddeutsche"-Autorin Marie Schmidt einen "Schauer über den Rücken" – "jetzt, da man eigentlich auf die Nachricht wartet, ob ein Atomkrieg zu verhindern sein wird". Der Baumarkt-Claim habe einen schon immer in "tiefe Verunsicherung" stürzen können.
sueddeutsche.de (Paid)

Wir graturilieren: Helge Fuhst wird 38.


Wir graturilieren: "Tagesschau"-Vize Helge Fuhst feiert heute seinen 38. Geburtstag. Im vergangenen Jahr war seine kniffligste Herausforderung, die "Tagesthemen" als "etablierte Nachrichtenmarke erfolgreich zu erneuern" und dabei "Tradition und Veränderung" zu vereinen. Im neuen Lebensjahr freut Fuhst sich besonders aufs Reisen und ein "Wiedersehen mit Israel". Zudem hofft er, Konzert­tickets endlich einzulösen, die sich seit 2020 bei ihm stapeln. Allerdings möchte er nicht nur Musik auf Konzerten genießen, sondern auch selbst mehr musizieren.

Fuhst ist ein Freund der "guten alten selbstgeschriebenen Geburtstags­karten" und verspricht dafür auch einen Ehren­platz. Digitale Geburtags­grüße erreichen ihn über Instagram.

ARD baut Tagesschau24 zum Nachrichtenkanal aus.

Tagesschau App-Logo 150Im Dauerbrennpunkt: Die ARD baut Tagesschau24 zum "vollwertigen Nachrichtenkanal" aus. Breaking-News, regionale Nachrichten und Live-Berichterstattung statt Dokus und Wiederholungen lautet die neue Marschrichtung für den bisherigen Nischensender. Der Nachrichtenkanal liefert nach dem neuen Sendeschema 15 Stunden News am Tag, ab 2023 sogar 19 Stunden am Tag.

Die ARD wolle so sehr viel schneller auf Breaking-News-Lagen reagieren können, Tagesschau24 solle rund um die Uhr live-fähig für Sondersendungen im Hauptprogramm sein. Die ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger sieht den Ausbau von Tagesschau24 als "Investition in die Zukunft" und nennt die BBC als Vorbild. Die ARD finanziert und organisiert den Umbau "durch die Umschichtung und das Nutzen von Synergien mit allen Landesrundfunkanstalten", speziell dem NDR-Informationshaus in Hamburg-Lokstedt, in dem crossmedial Nachrichten und die ARD Infonacht produziert wird.
handelsblatt.com, tagesschau.de, faz.net

GMX-Umfrage: “Tagesschau” ist das beliebteste News-Angebot im Netz in Deutschland.

Tagesschau ist das beliebteste News-Angebot in Deutschland, sagt eine Umfrage der E-Mail-Provider GMX und Web.de. Demnach nutzen 17 % der Befragten das ARD-Nachrichtenflaggschiff als Hauptnachrichten-Quelle, gefolgt von den Auftraggebern der Studie GMX und Web.de. Die E-Mail-Portale nutzen demnach 16 % der Befragten. Auf Platz 3 landen n-tv und T-Online.
gmx.net

Lese-Tipp: Wie RT DE an eine Sendeerlaubnis kommen will.

Lese-Tipp: Der russische Auslandssender RT ist bisher an seinem deutschsprachigen TV-Programm gescheitert – mangels Rundfunklizenz. Mittlerweile ist es ein "Ringen zwischen Russland und den Behörden geworden", schreibt Silvia Stöber. Auf tagesschau.de erklärt sie die Bemühungen des Kreml-nahen Nachrichten­kanals, um doch noch eine Sende-Erlaubnis zu bekommen.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: 11,668 Mio Menschen schauen 2021 täglich die “Tagesschau”.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Mit durchschnittlich 11,688 Mio Zuschauerinnen war die "Tagesschau" um 20 Uhr 2021 erneut die mit deutlichem Abstand meist­gesehene Nachrichten­sendung im deutschen TV, teilt der NDR mit. 6,016 Mio Menschen schalten im Schnitt im Ersten ein, 43.000 mehr als 2020, weitere 5,672 Mio in den Dritten oder anderen Programmen. Der Gesamt-Marktanteil steigt leicht auf 40,6 %. Zum Vergleich: ZDF-"heute" um 19 Uhr kommt mit 4,459 Mio auf 19,3 %, "RTL Aktuell" erreicht 3,266 Mio Menschen und 15 % Marktanteil.
presseportal.de

Lese-Tipp: Einblicke in ein geschocktes Hongkong.

Lese-Tipp: Die Situation für Medienschaffende und Aktivistinnen in Hongkong ist inzwischen teils noch repressiver als in Festlandchina, berichtet ARD-Korrespondentin Eva Lamby-Schmitt. Nur wenige Menschen trauen sich, zu reden. Die, die es tun, zeichnen ein düsteres Bild. Chinas Versprechen, ein Land mit zwei Systemen zu schaffen, ist für die Menschen in Hongkong "zu einer Art Witz geworden", sagt etwa der pensionierte Sozialpolitikwissenschaftler Chung Kim Wah.
tagesschau.de (mit 4-Min-Audio), turi2.de (Background)

Basta: “Tagesschau”-Sprecher Claus-Erich Boetzkes ist gedanklich noch bei Kanzler Kohl.

Im falschen Film: "Tagesschau"-Sprecher Claus-Erich Boetzkes scheint noch nicht verinnerlicht zu haben, dass Olaf Scholz neuer Bundeskanzler ist. Es sei "kein sanfter Einstieg in die neue Bundesregierung in Zeiten der Pandemie", sagt er in seiner Moderation: "Bereits an seinem ersten Arbeitstag schaltet sich Kanzler Kohl mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten zusammen." Offenbar scheint die ARD heimlich das neue Format "Tagesschau History" mit Boetzkes zu testen.
twitter.com via rnd.de

Basta: “Tagesschau” startet 44 Sekunden verspätet.

Wenn's mal länger dauert: Die "Tagesschau" ist am Samstagabend mit stolzen 44 Sekunden Verspätung gestartet – wegen eines Grafik-Problems. Einigen Twitterern schwante schon der Weltuntergang. Doch "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers holte die Verspätung wieder auf – der nachfolgende Florian Silbereisen konnte pünktlich beginnen.
twitter.com (18-Sek-Video), twitter.com (#tagesschau), twitter.com (Rakers, Erklärung)

Tagesschau24-Moderator André Schünke ersetzt spontan fehlenden “Tagesschau”-Sprecher.

Spontanesschau: Die 20-Uhr-"Tagesschau" am Donnerstagabend überrascht mit einem neuen Gesicht. André Schünke, seit 2017 Moderator beim News-Kanal Tagesschau24, debütiert in der Primetime – für ihn wohl genauso überraschend wie fürs Publikum. Der NDR spricht bei Twitter von einem "Versehen in der Planung", weshalb der vorgesehene Sprecher nicht da gewesen und Schünke kurzfristig eingesprungen sei.
dwdl.de, t-online.de, tagesschau.de (15-Min-Video)

Hör-Tipp: “Tagesschau” trifft TikTok.

Hör-Tipp: Auf TikTok ist die "Tagesschau" "der verlässlichste und wichtigste Informationslieferant", sagt der Leiter der Social-Media-Abteilung Patrick Weinhold im Podcast "30xfriends". Für ihn liegen die Chancen von TikTok bei schnellem Storytelling, hoher Kreativität und einer jungen Community, "die heiß auf Information und Wissen" ist. Für Weinhold sind gezielter Ressourcen-Einsatz und die mehrfache Verwendung von Inhalten auf sozialen Netzwerken wichtig. Es sollte plattform­spezifisch gearbeitet werden, aber "das Ökonomische dabei muss ich als Manager auch im Blick behalten".
30xfriends.podigee.io (58-Min-Audio)

Video-Tipp: Annette Dittert erklärt ihren “Tagesschau”-Fauxpas.

Video-Tipp: "Tagesschau"-Reporterin Annette Dittert klärt charmant über den banalen Grund auf, weshalb sie ihre Live-Schalte zum Weltklima-Gipfel für einen kurzen Handy-Check unterbrochen hat. Sie sei wegen des "Wahnsinns-Krachs" auf ihrem Ohrteil "einfach rausgekommen" und musste schlichtweg kurz auf ihre Stichpunkte schauen.
twitter.com (51-Sek-Video), turi2.de (Background)

Basta: Handy-Alarm bei “Tagesschau”-Reporterin Annette Dittert.

Ruhestörung: Eigentlich wollte "Tagesschau"-Reporterin Annette Dittert in der 20-Uhr-Ausgabe ungestört über den Weltklima-Gipfel berichten. Während einer Live-Schalte aus Glasgow zückt sie jedoch plötzlich ihr Handy und verschickt offenbar eine kurze Nachricht. Nachdem Bild TV sich bekanntlich gerne bei der ARD bedient, übernimmt das ARD-Personal nun wohl aus Rache die Handy-Alarm-Masche vom Springer-Newssender.
rnd.de, twitter.com (14-Sek-Clip)


Susanne Stichler und Michail Paweletz moderieren die “Tagesschau” am Nachmittag.

Tagesschau holt ab Januar 2022 Susanne Stichler (Foto) und Michail Paweletz als Moderatorinnen für die Nachmittags-Ausgabe der Sendung. Sie übernehmen die Position von Claus-Erich Boetzkes, der in den Ruhestand geht. Stichler und Paweletz ergänzen das Team um Nachmittags-Moderatorin Susanne Holst, beide bringen bereits Erfahrung als "Tagesschau"-Urlaubsvertretung oder von Tagesschau24 mit.
presseportal.de, dwdl.de

AfD-Berichterstattung: “Tagesschau” unterzeichnet Unterlassungserklärung.


Es ist kompliziert: Im Streit um die Berichterstattung über das Abstimmungs-Verhalten der AfD zum Fluthilfe-Fonds gibt die "Tagesschau" nach – der zuständige NDR erklärt Unterlassung. Der Sender ändert die Aufzeichnung in der Mediathek und versieht sie mit einem Hinweis, ein Faktenfinder-Beitrag ist bis zur Überarbeitung offline. Die rechtspopulistische Partei hatte sich juristisch gegen zwei Sätze in der 20-Uhr-"Tagesschau" vom 17. September gewehrt. Darin hieß es: "Außerdem hat der Bundestag den Wiederaufbaufonds für die Flutgebiete beschlossen. Alle Fraktionen bis auf die AfD stimmten dafür." Tatsächlich hatte die AfD in zweiter Lesung für den Fonds gestimmt, sich bei der Schlussabstimmung aber enthalten, weil die Regierung die Abstimmung mit einer Zustimmung zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes verknüpft hatte.

Die rechtspopulistische Partei jubelt in einer Pressemitteilung über den juristischen Erfolg gegen das Nachrichten-Flaggschiff der ARD: "Das ist ein wichtiger Erfolg für die AfD-Fraktion, der zeigt, dass es sich lohnt, für korrekte und wahrheitsgemäße Berichterstattung in den Medien zu streiten. Es ist jedoch bedauerlich, dass wir hierfür erst den Rechtsweg beschreiten mussten", erklären Alice Weidel und Alexander Gauland.
dwdl.de, rnd.de, presseportal.de (AfD-Mitteilung), turi2.de (Background)

Aline Abboud hat am Samstag ihre “Tagesthemen”-Premiere.

Tagesthemen: Neu-Zugang Aline Abboud, 33, moderiert das Nachrichten­magazin erstmals am 4. September, dem kommenden Samstag, teilt der NDR mit. Sie verstärkt das Moderations­team um Caren Miosga und Ingo Zamperoni – und ersetzt Pinar Atalay, die inzwischen auf der Gehaltsliste von RTL steht. Abboud kommt vom ZDF, wo sie die Kurz­nachrichten "heuteXpress" präsentiert. Bei Funk moderiert sie das Politik-Format Die da oben.
presseportal.de, rnd.de